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Beiträge mit Schlagwort “Teenie-Slasher

Filmkritik: „Hayride 2“ (2015)

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HAYRIDE 2

Story

 
 
 
Halloween: ein maskierter Killer richtete ein grausames Blutbad in einem verschlafenen Städtchen an, konnte aber in letzter Minute von zwei Brüdern zur Strecke gebracht werden. Doch der Psychopath ist nicht tot. Bei seinem Abtransport in ein naheliegendes Krankenhaus kann er entkommen (Carpenters HALLOWEEN 2 lässt grüßen) und setzt sein blutiges Treiben fort, um mit jenen ein Huhn zu rupfen, die Stunden zuvor noch versucht haben dem Mörder das Handwerk zu legen.
 
 
 


 
 
 

HAYRIDE 2 – Kritik

 
 
 
Wie hätte sich das Slasher-Genre wohl entwickelt, wenn nicht wegweisende Klassiker wie FREITAG DER 13. und HALLOWEEN gewesen wären, die dem populären Teenager-in-Angst-Kino zum Erfolg verholfen haben. Vermutlich hätten wir dann solche Filme wie HAYRIDE 2 nie zu Gesicht bekommen, die fast schon zwanghaft jene vordiktierten Filmregeln abhaken, die einst CARPENTER und CUNNINGHAM auf Zelluloid festgehalten haben. Der Slasher ist auch weit über ein viertel Jahrhundert seit Bestehen nicht aus der Horrorlandschaft wegzudenken und bewegt immer wieder ambitionierte Nachwuchsregisseure zur Umsetzung möglichst ähnlicher Geschichten, die sich mittlerweile nur noch am unterschiedlichen Blutzoll voneinander unterscheiden.
 
 
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Mit HAYRIDE 2 ergänzt TERRON R. PARSON die lange Liste der immer wieder gleichen Filme, in denen Dinge passieren, für die man mittlerweile keine Inhaltsangabe mehr benötigt. Hier macht eine unaufhaltsame Killermaschine Jagd auf Menschen, die sich mit abwechslungsreichem Mordutensil durch Körper, Köpfe und Gedärm arbeitet. Bereits 2012 versuchte der damals noch unerfahrene PARSON mit HAYRIDE ein neues Horror-Franchise zu etablieren, für das er ganz schonungslos bei den ganz Großen des langlebigen Slasher-Genres stibitze. Es dürfte daher kein Zufall sein, dass sein Filmmörder eine unverwechselbare Ähnlichkeit mit Kultschnitzer JASON VOORHEES besitzt, der in den ersten drei FREITAG-Filmen nur mit einem Kartoffelsack maskiert, Teenager um die Ecke brachte. Doch auch Carpenters HALLOWEEN kommt nicht zu kurz. So trägt der zu ermittelnde Polizist im Film ähnlichen Namen, wie einst DONALD PLEASENCE in HALLOWEEN, der sich in fünf Fortsetzungen als Psychiater eines gar wütenden MICHAEL MEYERS einen Ehrenplatz in den Herzen der Zuschauer sichern konnte.
 
 
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Mit HAYRIDE 2 knüpft TERRON R. PARSON nahtlos an die Geschehnisse des Vorgängers an und gibt in kurzen Rückblenden zu Beginn des Streifens allen Filmfans Nachhilfe, die bisher noch nicht die Gelegenheit hatten, sich den miserablen Erstling anzusehen. Verpasst hat man nichts, denn die langatmige Geschichte hielt kaum Überraschungen parat und verwirrte den Zuschauer mit drei parallel erzählten Handlungssträngen, die am Ende mehr Fragen aufwarfen, als Antworten zu liefern. Immerhin macht PARSON den Einstieg für Neulinge leicht. Dank Meuchelzusammenfassung des ersten Teils kann man sich die Sichtung des schlechten Vorgängers sparen und folgt in der Fortsetzung Killer PITCHFORK in ein Krankenhaus, wo er sich an die Arbeit macht all jene auszulöschen, die bisher seiner Opferliste entkommen konnten. Auch die Brüder Corey (JEREMY SANDE) und Steven (JEREMY IVY) wähnen sich dort mit Freundin Amanda (SHERRI EAKIN) in Sicherheit. Die drei konnten dem erbarmungslosen Amoklauf des unaufhaltsamen Schlächters in einer amerikanischen Kleinstadt entkommen und bangen nun erneut ums Überleben, als der Killer durch die unheimlich ausgeleuchteten Flure des Hospitals schlendert und eine Spur des Grauens hinterlässt. Was folgt ist bekannt, auch ohne den Film gesehen zu haben. Es wird geschrien, gestolpert, gestorben und ermordet – ganz so, wie es in hunderten von gleich gestrickten Slashern der Fall gewesen ist. Neu ist hier nichts, außer vielleicht die Tatsache, dass HAYRIDE 2 zu den wenigen Fortsetzungen im Genre gehört, die besser sind, als das Original.
 
 
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Überhaupt macht PARSON im Sequel vieles besser, als noch im Teil zuvor, was vermutlich auf mehr Startkapital zurückzuführen ist, das dem Regisseur zur Verfügung stand. Die finstere Kulisse bewirkt Atmosphäre, visuell erfährt das noch junge Franchise eine deutliche Steigerung und geschickt gewählte Kamerafahrten verursachen sogar hin und wieder merkliches Unbehagen. Killer PITCHFORK darf sich nach Herzenslust austoben und bei seinem Amoklauf von allerhand Mordwerkzeugen Gebrauch machen, die das Töten kreativer gestalten sollen. Da kommen Messer ebenso wie Heugabeln zum Einsatz, die mit Hilfe von guten Spezialeffekten durch die Körper der Opfer gejagt werden, damit Fans der ruppigen Unterhaltung etwas Gewalt zu sehen bekommen. Auch wenn HAYRIDE 2 weitaus professioneller in Szene gesetzt wurde, fehlen dem Streifen Struktur und nennenswerte Höhepunkte. Dem Drehbuch mangelt es an Einfallsreichtum, dem mit viel Gequassel entgegengewirkt wird. Dem schlitzfreudigen Star des Films bleibt da nicht mehr viel Screentime, um sich um Kopf und Kragen zu metzeln. Dessen Auftritte reduzieren sich auf Beginn und Finale. Dazwischen ringen die Überlebenden nach Antworten, wühlen in Kindheitserinnerungen und lassen den Erzählfluss ins stottern geraten, weil mal wieder eine erzwungene Weiterentwicklung der Handlung in den Mittelpunkt gerückt werden muss, die dem Film die ohnehin magere Spannung raubt. Letztendlich schaut HAYRIDE 2 für eine unabhängige Filmproduktion ziemlich gut aus. Dennoch vergeudet Regisseur reichlich Potenzial, weil er sich zu gründlich auf Handlungsstränge konzentriert, die kaum Relevanz für den Fortgang der Geschichte besitzen. Dass vor lauter Gequassel die bösen Momente zu kurz kommen, dürfte Slasher-Fans gar nicht schmecken, schließlich zählen seit einigen Jahren nicht mehr Hintergrundgeschichten im Slasher, sondern der Gewaltpegel.
 
 
 


 
 
 

HAYRIDE 2 – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
HALLOWEEN meets FREITAG DER 13.! Eine der wohl wichtigsten Regel im Horror-Slasher besagt, dass der Filmkiller – egal wie oft er schon getötet wurde – immer wieder zurückkehren muss. Wer hätte je daran gedacht, dass Film-Schlitzer PITCHFORK nach seinem ersten Leinwandausflug im Jahr 2012 doch noch mal auf die Leinwand zurückkehren würde und allen beweist, dass er es besser kann. HAYRIDE war kein guter Slasher. Obwohl sich der Streifen rigoros an Klassikern wie FREITAG DER 13. und HALLOWEEN verging, mangelte es dem Machwerk an Professionalität, Kapital und neuen Ideen. Die Fortsetzung hinterlässt da schon einen besseren Eindruck. Auf technischer Ebene erlebt der Slasher eine deutliche Steigerung, was wohl auch auf mehr Budget zurückzuführen ist. Der teils düstere Look gefällt, einige Kamerafahrten bewirken sogar Atmosphäre. Dennoch ist HAYRIDE 2 kein Film, der lang im Gedächtnis bleibt. Dafür wurden die raren Auftritte von Psychopath PITCHWORK zu unspektakulär in Szene gesetzt. Außerdem verschenkt Regisseur TERRON R. PARSON viel Potenzial, weil das Drehbuch mal wieder mit vielen Längen zu kämpfen hat. Letztendlich überrascht das durchwachsene Endergebnis wenig, schließlich zeichnet hier mal wieder jemand für Regie und Drehbuch verantwortlich, der noch reichlich grün hinter den Ohren ist.
 
 
 


 
 
 

HAYRIDE 2 – Zensur

 
 
 
HAYRIDE 2 ist kein neuer HATCHET 3. Zwar gibt es einige für Slasher-Streifen typische Mordmomente; dennoch sind diese rar gesät, kurz und knackig. Hierzulande dürfte es keine Probleme mit der FSK geben. HAYRIDE 2 wird demnach bedenkenlos mit dem rotschen Freigabestempel die Prüfbehörde passieren.
 
 
 


 
 
 

HAYRIDE 2 – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
GirlHouse (2014)
 
Billy Club (2013)
 
Warte, bis es dunkel wird (2014)
 
See No Evil 2 (2014)
 

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Filmkritik: „Bloodparty“ (1980)

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BLOODPARTY

(HOME SWEET HOME)

Story

 
 
 
Es ist Erntedank im Durchschnittsamerika. Etwas ab vom Schuss bereiten die Bradleys eine Festivität vor, die Gäste trudeln ein. Aus der nicht weit entfernt gelegenen Irrenanstalt entkommt passend zum Fest der anabolikagestählte Eltern-Schlitzer Jay Jones, den es, mitsamt Schneidewerkzeug größeren Kalibers, zu Bradleys’ wie für ich geschaffener Ansammlung potentieller Mordopfer zieht, wie die geistesranke Motte ans Licht. Jones hat sich zu allem Überfluss auch noch PCP in die Blutbahn gejagt, was seinen Gegnern deutlich erschwert, sich ordentlich zur Wehr zu setzen.
 
 
 


 
 
 

BLOODPARTY – Kritik

 
 
 
Als man sich solche Slasher vom alten Schund und Korn früher via gefährlich raubkopierter VHS und mit dem Funkeln der Erwartung einer neuen Horror-Offenbarung anschaute, gab es ein kleines Wettspiel. Werden Homer Simpson (im irdischen Leben Norbert Gastell natürlich) oder Christian Tramitz (berüchtigt als Mittäter des bayerischen Humorhassers Bully Herbig) als Synchronsprecher an Bord sein? Schnell lernte man im Kreise seiner Film-Lieben, wie gefährlich es war, auch nur eine Deutschmark darauf zu setzen, ein Film wie BLOODPARTY käme ohne mindestens einen der beiden Sprechkapitäne aus. Hier ist’s diesmal der alte Simpson und er darf auch wieder Heuler loslassen, die – da bin ich mir nach etwa fünftausend rotziger Tapes sicher – frei, aber nicht frei von Spirituosen, improvisiert worden sei mussten.
 
 
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Eine Obskurität: Vermutlich ist das ein Film, den die Nerd-Bande um das Projekt GRINDHOUSE seinerzeit nicht kannte und einen Fake-Trailer über einen Erntedank-Slasherfilm lieferte. Das hier wäre dann einer der Real Deals, neben den vielen Filmen mit Böslingen im Nikolauskostüm oder Carpenters großem Kürbis von Haddonfield. BLOODPARTYS Killer heißt Jay Jones, erfüllt also Michael Myers Alliterations-Anforderungen (kleiner Grammatikscherz am Rande) und wird vom Muckibudenbewohner Jake Steinfeld gespielt, der Jahre später in den Untiefen amerikanischen Kabelfernsehens als fliegender Händler dubioser Fitnessprodukte auftauchen sollte. Auch ansonsten finden sich hier vor und hinter der Kamera eher Fans als Profis, deren Karriere-Resümees sich meistens auf den vorliegenden Film beschränken.
 
 
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BLOODPARTY – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Passionierter und doch erwartungsgemäß schablonenhafter Slasher aus der ersten Hochzeit des Genres. Schlockige Horrorware, stilecht im Feiertagssettig, für Fans jener Jahre empfohlen.
 
 
 


 
 
 

BLOODPARTY – Zensur

 
 
 
Die Indizierung wurde im November 2011 aufgehoben. Die aktuelle DVD-Veröffentlichung trägt die alte FSK-Freigabe und ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

BLOODPARTY – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Home Sweet Home; USA 1981

Genre: Horror, Thriller, Klassiker

Ton: Deutsch (Dolby Digital 1.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 1.0 Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK 18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit alternativem Cover, das der VHS von Rainbow gleicht

Extras: Keine

Release-Termin: 30.01.2015

 

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BLOODPARTY – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnche Filme:
 
American Killing (1980)
 
Die Forke des Todes (1980)
 
Der Teufel tanzt weiter (1980)
 


Filmkritik: „Varsity Blood“ (2014)

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VARSITY BLOOD

Story

 
 
 
Ein Jahr nachdem eine alkoholisierte Cheerleaderin im Suff ihr Leben lassen musste, finden sich deren Freunde an Halloween zusammen, um sich erneut ins Koma zu saufen. Leider ist auch ein vermummter Killer mit von der Partie, der in Maskottchen-Uniform den hohlköpfigen Kids nach dem Leben trachtet …
 
 
 


 
 
 

VARSITY BLOOD – Kritik

 
 
 
Man muss schon eine unverblümte Leidenschaft für Slasher besitzen, um Gefallen an den immer gleichen Geschichten zu finden, die seit Slasher-Urgesteinen wie HALLOWEEN und FREITAG DER 13. bis zum Erbrechen im Kino wiederholt werden. Vielen Horrorfans hier in Deutschland scheint nicht bewusst zu sein, dass ein riesiger Markt für derart Filmware in Amerika existiert, der seit einigen Jahren zumeist durch semiprofessionellen Amateurquatsch und haarsträubende Low-Budget-Produktionen bestimmt wird. Gott sei Dank haben es bisher nur wenige dieser Rohrkrepierer nach Deutschland geschafft, so dass vielen Filmsammlern Enttäuschungen erspart geblieben sind, schließlich gibt niemand gern Geld für Abfall aus, den man auch umsonst im Abendprogramm der Privaten zu sehen bekommt. Trotz offener Augen bei der Filmauswahl, ist dem FILMCHECKER-Team dann doch mal wieder eines dieser unsäglich schlechten Slasher-Gurken aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten ins Netz gegangen. VARSITY BLOOD nennt sich das Glanzlicht minderbemittelter Videounterhaltung, vor dem wir nur ausdrücklich warnen können. JAKE HELGREN hat den cineastischen Schlamassel verbrochen, für den er vermutlich in der Hölle schmoren wird, weil er dem Zuschauer schlichtweg kostbare Lebenszeit stibitzt. Für jemanden, der eigentlich unterhalten möchte kein gutes Omen. Denn langweilt sich der Zuschauer bei der Sichtung eines Horrorfilms, hat der Regisseur sein Ziel offensichtlich verfehlt.
 
Viel Neues gibt es in VARSITY BLOOD nicht zu sehen, denn hier ist alles wie gehabt und folgt den Konventionen üblicher Slasher-Filme, die einst legendäre Altmeister wie JOHN CARPENTER (HALLOWEEN) und SEAN S. CUNNINGHAM (FREITAG DER 13.) mit ihren Kultstreifen aufgriffen, kombiniert und perfektioniert haben. Perfekt ist in VARSITY BLOOD mal abgesehen von den Kurven der weiblichen Protagonistinnen leider gar nichts, denn auch wenn hier ein Projekt aus Liebe zum Genre ins Leben gerufen wurde, scheinen die Macher vermutlich noch nicht verstanden zu haben, auf was es bei Horrorfilmen in Jahr 2014 ankommt. Bereits vor einiger Zeit probierte sich Regisseur JAKE HELGREN an ähnlichem Stoff aus. Mit BLOODY HOMECOMING verbeugte er sich im Jahr 2012 ehrfürchtig vor den Slashern der 80er und zitierte diese mit vollblütiger Leidenschaft. Damals fungierte er jedoch nur als Drehbuchautor und Produzent. Scheinbar war ihm das zu wenig, so dass es ihm nach neuen Herausforderungen dürstete. Diese hat er wohl nun gefunden und gab sich die Ehre für seinen selbst gekritzelten Quatsch mit Soße direkt auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen. Im Mittelpunkt stehen wie immer ein paar dumme Teenager, die nichts anderes im Hirn haben als Sex und Alkohol, dafür aber mit mächtig Holz vor der Hütte und gestählten Oberarmen überzeugen können. Es ist Halloween und was gibt es an diesem Tag aufregenderes, als mit den besten Freunden in eine Hütte im Nirgendwo einzusteigen, um sich dort unheimliche Geschichten bei Bier und Häppchen zu erzählen. Mit von der Partie ist auch das Maskottchen der Schule, das statt Footballmannschaft und Cheerleader anzufeuern lieber die Axt schwingt und die Kids zu Brei verarbeitet. Trotz Verbot von der Mutter schmuggelt sich auch Cheerleaderin Hannah Wallace (LEXI GIOVAGNOLI) unter die Partygäste, die selbstverständlich viel zu spät bemerkt, dass die Anzahl unsympathischer Schulkollegen rapide schwindet. Am Ende stehen sich Scream-Queen und der im Indianerkostüm verkleidete Killer gegenüber und der Showdown verliert sich in einem unerwarteten Storytwist, der jedoch alles andere als überraschend über die Mattscheibe flimmert.
 
Wenn Direct-to-DVD-Horror in die Regale kommt, sollte man mittlerweile Obacht walten lassen und sich vorher informieren, was dem Käufer angedreht wird. Das umfangreiche Angebot an monatlich erscheinenden Horrorfilmen ist kaum noch zu überblicken, so dass es immer schwieriger wird die Spreu vom Weizen zu trennen. Ein Blindkauf mit Folgen ist VARSITY BLOOD, der zwar all das beinhaltet, was einen Slasher ausmacht; jedoch auch das besitzt, was man in derart Meuchelfilmen eigentlich nicht sehen will: Langeweile. Macher JAKE HELGREN hat hier Statisten von der Straße aufgelesen und für sein narkotisierendes Kreischwerk besetzt, wobei es des Öfteren scheint, als würden die Schauspieler vom Teleprompter ablesen. Das dämpft nicht nur die Erwartungen, sondern macht den Spannungsbogen zunichte, der ohnehin mit der Lupe gesucht werden muss. In diesem Laienschultheater wird erstaunlich will gequasselt, was den Zuschauer angesichts der nicht vorhandenen Talente vor ungeahnte Herausforderungen stellt. VARSITY BLOOD entwickelt sich nämlich schnell zum Geduldsspiel, weil partout unmögliche Dialoge von schlecht agierenden Darstellern gesprochen werden. Hinzukommt, dass die eigentliche Geheimrezeptur eines jeden Schlitzerwerks lang auf sich warten lässt. Seit jeher sind Geschichte und Charakterentwicklung in Slashern nur Beiwerk. Weitaus wichtiger ist das Morden, das in den letzten Jahren erstaunlich rabiat vor der Kamera zelebriert wird. Im direkten Vergleich zu aktuellen Gewaltreferenzen wie CHROMESKULL – LAID TO REST 2 oder HATCHET 3 macht VARSITY BLOOD eine ernüchternde Kehrtwende und orientiert sich am altmodischen Teenager-in-Angst-Kino der 80er, wo zwar noch ohne Computer gematscht wurde, die Kills jedoch kurz und knackig gefeiert wurden. Demnach dürfte es dann wohl auch kaum überraschen, dass sich der Mörder klassischer Mordinstrumente bedient. Von Pfeil bis Heugabel ist all das dabei, was Hockeymasken-Killer JASON VOORHEES aus der beliebten FREITAG DER 13.-Reihe bereits mehrfach zweckentfremden konnte. Fans solcher Film wird das vermutlich freuen; Gorebauern eher weniger, denn die schauen aufgrund mangelnder Filmhärte dumm aus der Wäsche.
 
So schön sich das liest, so enttäuschender die Tatsache, dass VARSITY BLLOD teils ziemlich mies ausgeleuchtet wurde und sich viele der wenig kreativen Morde kaum erkennen lassen. Ob das nun auf technische Defizite zurückzuführen ist oder man darum bestrebt gewesen ist, bescheidene Spezialeffekte professioneller aussehen zu lassen sei einmal dahingestellt. Fakt ist, dass VARSITY BLOOD trotz Mordreigen mieses Horrorfutter ist, das nicht einmal den Mut beweist frische Ideen mit altbewährtem Konzept zu verbinden. Stattdessen wird zitiert und gestohlen als gebe es keinen Morgen mehr. Das uninspirierte Aneinanderreihen von Slasher-Klischees hat VARSITY BLOOD nicht gut getan, denn selten hat man einen Horrorfilm gesehen, der selbst Streifen aus der Trash-Werkstatt THE ASYLUM oscarverdächtig ausschauen lässt. Wir können nur empfehlen, um VARSITY BLOOD einen großen Bogen zu machen und hoffen, dass sich kein deutscher Labelmitarbeiter im Suff die Rechte an diesem dilettantischen Schwachsinn aufquasseln lässt. Sollte doch eine Scheibe erscheinen – Hände weg!
 
 
 


 
 
 

VARSITY BLOOD – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
VARSITY BLOOD ist ein Liebesgeständnis an die berühmten Slasher der 80er. Trotzdem, bei aller Liebe zum Genre – dieser Film ist noch schlechter, als Werke aus der Trash-Schmiede von THE ASYLUM. JAKE HELGREN hat mit seinem Regiedebüt VARSITY BLOOD einen einfallslosen Slasher alter Schule gedreht, über den jeder verlorene Satz Verschwendung ist. Wir können nur empfehlen einen großen Bogen um diesen Quatsch zu machen, denn VARSITY BLOOD dürfte ohne zu übertreiben einer der miesesten Schlitzer-Streifen sein, denn die Horrorwelt bis dato gesehen hat. Wer dennoch reichlich Ausdauer besitzt und dieses schlaffördernde Machwerk sehen möchte, sollte direkt bis zur 50. Filmminute springen, damit er sich unterirdisches Laienschultheater erspart. Viel Mord- und Totschlag gibt es jedoch nicht zu sehen, dafür ist es oftmals einfach zu dunkel um erkennen zu können, wie der Killer seinen Opfern nach dem Leben trachtet.
 
 
 


 
 
 

VARSITY BLOOD – Zensur

 
 
 
In Anbetracht dessen, was man in letzter Zeit an Gewalt in Horrorfilmen zu sehen bekommt, sind die Morde in VARSITY BLOOD Kinderfasching. Trotz, dass sich die Morde an den Slashern der 80er orientieren, wirkt das mordlustige Treiben nicht sonderlich brutal. Mit etwas Glück ist sogar eine FSK16 drin.
 
 


 
 
 

VARSITY BLOOD – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:

 
Slasher House (2012)
 
Scream – Schrei (1996)
 
Schream 2 (1997)
 
Scream 3 (2000)
 
Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast (1997)
 
Blutiger Valentinstag (1981)
 
My Bloody Valentine 3D (2009)
 


Filmkritik: „Long Weekend – Thongsook 13“ (2013)

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LONG WEEKEND

THONGSOOK 13

Story

 
 
 
Sechs Jugendliche wollen auf einer verlassenen Insel – wo auch sonst – eine trinkfreudige Wochenendsause in einem Strandhaus veranstalten. Leider birgt das friedliche Eiland auch eine dunkle Vergangenheit. Früher wurden dort während des sogenannten Blutmondes geheimnisvolle Opferriten durchgeführt, um die Geister der Insel zu besänftigen. Hätten die Kids gewusst, dass ihr Feiervorhaben in genau jenen Ritualzyklus fällt, wären sie vermutlich zu Haus geblieben …
 
 
 


 
 
 

LONG WEEKEND – Kritik

 
 
 
Wenn uns der Horrorfilm eins gelehrt hat, dann dass man Außenseitern besser keine gemeinen Streiche spielt, denn derart rücksichtsloses Verhalten wird im Genre eigentlich immer mit dem Tod bestraft. Bereits in Filmen wie Kings CARRIE (1976) oder dem Slasher BRENNENDE RACHE (1981) war das der Fall. Hier wurde Außenseitern derart übel mitgespielt, dass die Geschehnisse eine ungeahnte Wendung erfuhren und im Blutbad enden mussten. Auch in Thailand finden jene beständigen Horror-Regeln im Film immer wieder Verwendung. So auch in LONG WEEKEND – einem weiteren Teenie-Grusler, der freilich nichts mit dem australischen Öko-Horror von COLIN EGGLESTON zu tun hat, dem im Jahr 2008 unter gleichem Titel eine aufgehübschte Neuverfilmung folgen musste. Im thailändischen LONG WEEKEND ist es nicht Mutter Natur, die mit Umweltsündern kurzen Prozess veranstaltet, sondern eine Gruppe Thai-Kids, die unbeabsichtigt einen geheimnisvollen Schrein nach einem fiesen Streich an einem Mitschüler entweihen und die Missgunst böser Geister auf den Plan rufen. Einzelgänger und Schul-Mobbingopfer CHINAWUT INDRACUSIN fungiert hier als Medium, in dessen Körper die zornigen Geister schlüpfen nachdem dieser von seinen Klassenkameraden in eine Art Opferkammer gesperrt und seines Schutzamuletts beraubt wurde. Wenig später ist die Hölle los, denn der Rechner leistet ganze Arbeit, schließlich sind fast alle Horror-Elemente in LONG WEEKEND (der sich übrigens im Original THONGSOOK 13 schimpft) computeranimiert. Regisseur TAWEEWAT WANTHA (was für ein Zungenbrecher) übertreibt es in seinem glattgebügeltem Gruselstück ein wenig arg mit CGI-Gespuke. Zwar können sich die Spezialeffekte durchaus sehen lassen; der Film ist jedoch teilweise derart effektüberladen, dass das Wesentliche aus den Augen verloren wird. WANTHA verschwendet wenig Zeit mit der Charakterentwicklung. Stattdessen legt der Filmemacher Wert auf einem unhomogenen Klangteppich, der von anhaltendem Gewitterdonner begleitet wird und künstlich aus den TV-Boxen grummelt. Letzterer wurde zudem derart laut eingespielt, dass der Zuschauer permanent damit beschäftigt ist die Lautstärke des Fernsehapparats zu regulieren, weil ihm der Donnergeröll zu laut und die Dialoge zu leise abgemischt wurden. Die künstlichen, durch Lautstärke verursachten Schreckmomente hat LONG WEEKEND jedoch auch bitter nötig, denn ein Gruselfaktor ist kaum zu verzeichnen. Wie soll der auch entstehen, wenn ein atmosphärischer Erzählstrang und der konstant steigende Spannungsbogen zugunsten oberflächlicher Effekthascherei vernachlässigt wurde.
 
LONG WEEKEND oder THONGSOOK 13 ist jugendkonformer Teenie-Horror, der sich offensichtlich an ein junges Publikum richtet. Filmische Experimente werden nicht gewagt, stattdessen wird sich an den Konventionen des modernen Horrorkinos orientiert. Für den Zuschauer bedeutet das: Stereotype Helden, die nach dem Prinzip der 10 kleinen Negerlein das Zeitliche segnen müssen, damit der Horrorfan auch etwas Gewalt zu sehen bekommt. Für Geister-Horror aus Fernost kommt die überraschend schaufreudig daher, so dass sich auch der ein oder andere europäische Horrorfan mit LONG WEEKEND anfreunden dürfte. Warum an der hauchdünnen Handlung ausgerechnet vier (!) Autoren gleichzeitig kritzeln mussten, dürfte jedoch für immer ein Mysterium bleiben. Vermutlich war der aufgezwungene Schluss-Twist nicht anders zu bewerkstelligen.
 
 
 


 
 
 

LONG WEEKEND – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
(Er)Schreckreiche Geisterhatz aus Thailand mit bitterbösem Ausgang. LONG WEEKEND (oder THONGSOOK 13, so wie er ins seinem Entstehungsland ins Kino gebracht wurde) ist garantiert nichts für Liebhaber des Old-School-Horrors. Die Macher haben sichtlich viel Spaß mit den Fähigkeiten von Hochleistungsrechner gehabt und reichlich Bath in Computereffekte fließen lassen. Die sehen zwar ganz brauchbar aus, können aber nicht verbergen, dass das Drehbuch zum Film kaum vom Hocker reißen will. In LONG WEEKEND treffen stereotype Kids auf animierte Geister und werden nacheinander in den Filmhimmel transferiert. Gruselig ist das zwar nicht, dafür aber ziemlich schockintensiv, weil die Ton-Macher dreist an den Lautstärkereglern ihrer Mischpulte hantiert haben. Unterm Strich ist der thailändische Horrortrip keine Offenbarung – Mainstream verwöhnte Kids haben an diesem halbherzigen Spuk-Quark vermutlich trotzdem ihre Freude.
 
 
 


 
 
 

LONG WEEKEND – Zensur

 
 
 
Einiges an Gewalt wird geboten. So wird ein Kopf im Motorboot-Motor zermatscht und Gegenstände durch Köpfe gejagt. Wir rechnen mit einer Freigabe für Erwachsene: KEINE JUGENDFREIGABE.
 
 
 


 
 
 

LONG WEEKEND – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Phobia (2009)
 
House of Dust (2013)
 
The Damned (2013)
 
The Quiet Ones (2013)
 


Filmreview: „Bloody Homecoming“ (2013)

bloody homecoming
 
 
 

BLOODY HOMECOMING

Story

 
 
 
Drei Jahre ist es nun bereits her, dass der Sohn des Sheriffs in einem Städtchen irgendwo im Süden der USA bei einem Klassentreffen ums Leben gekommen ist. Seither hat das verschlafene Kaff von weiteren Feierlichkeiten abgesehen, führt aber nach Jahren der Trauer die beliebte Tradition nun fort. Während sich die Stadt in den Vorbereitungen befindet, schleicht ein irrer Killer in Feuerwehrkluft um die Häuser und zieht all jene Studenten blutig zur Rechenschaft, die einst bei dem schrecklichen Unfall dabei gewesen sind …
 
 
 


 
 
 

BLOODY HOMECOMING – Kritik

 
 
 
Die produktive Recyclingsmaschinerie läuft und läuft und findet kein Ende. Da werden beinahe regelmäßig die immer wieder gleichen Geschichten geschrieben, in denen einzig Namen und Handlungsorte ausgetauscht werden, damit die Zuschauer für die Duplikate der Duplikate auch weiterhin ordentlich Zaster löhnen. Der Filmfan verdrängt scheinbar die immer offensichtlicher werdenden Unkreativität der Filmemacher und nimmt zähneknirschend das Aufköcheln längst totgefilmter Horrorstoffe in Kauf, vorausgesetzt ihm wird als Ausgleich boshafte Gewalt in Reinform geboten. Als kleine Hommage an den beliebten Old-School-Slasher der 80er Jahre rechtfertigt Regisseur BRIAN C. WEED seinen gar müden BLOODY HOMECOMING, wobei derartige Erklärungsversuche beim alteingesessenen Horrorpublikum schon lange nicht mehr ziehen möchten. Es wäre tatsächlich an der Zeit, dem Zuschauer eine Art Widerrufsrecht einzuräumen, was die Rückzahlung des Kaufpreises garantiert, sollte der Fan nach Sichtung gänzlich unzufrieden sein. Eine Prämisse, die Filme wie BLOODY HOMECOMING erst gar nicht entstehen lassen dürfte, hat doch dieser nichts anderes zu bieten als gähnende Langeweile und eine fast schon beschämende Inszenierung irgendwo auf Amateurniveau.
 
In BLOODY HOMECOMING verwandelt sich ein kleines Städtchen zum Vorhof der Hölle. Dort meuchelt sich ein rächender Psychopath durch eine Gruppe Schüler einer High School, die gerade in den Vorbereitungen eines Homecoming-Festes stecken. In den USA zur gängigen Praxis geworden, wird dort alljährlich ein kleines Fest Ende September oder Anfang Oktober an Universitäten, High Schools und Colleges zelebriert, zu welchem ehemalige Schüler und Studenten geladen werden. Diese Feierlichkeit dient dem vorliegenden Slasher als Aufhänger für ein wahrlich ermüdendes Schlachtfest, dass verlogenerweise auf dem Filmposter mit dem Slogan „Come Home to Terror“ beworben wird. Wo sich in BLOODY HOMECOMING der Terror versteckt hält, dürfte vermutlich nie ergründet werden, denn WEEDS Debüt hat mit Terror soviel am Hut, wie Mozzarella mit hessischem Handkäs‘. Immerhin hat der Regiedebütant seine Hausaufgaben gemacht und ausreichend die diversen Schlitzerstreifen der 80er Jahre studiert. Demnach bekommt der Horrorfan hier einige Schlüsselszenen bekannter Vertreter seiner Gattung zu sehen, die jedoch kaum Charme versprühen, sondern vollkommen lieblos und unbedeutend abgehandelt werden. Ob nun Carpenters HALLOWEEN (1978), der kultige PROM NIGHT (1980) oder gar MY BLOODY VALENTINE (1981) – in BLOODY HOMECOMING wird alles schlecht wiederverwurstet was im Slasher-Genre Rang und Namen besitzt. Das unspektakuläre Treiben wird mit dem obligatorischen Einführungsmord eingeleuchtet und endet mit dem Lüften der Identität des Killers. Die Ereignisse dazwischen werden nach Schema F durchgehechelt und durch bedeutungslose Kills bereichert. Die Kids bekommen unheilverkündende Post zugestellt (Parallelen zu ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST (1997) sind nicht von der Hand zu weisen) und werden wenig später von einem Killer in Feuerwehruniform in allen erdenklichen Variationen mittels Pfahl durchlöchert, was zumindest anfänglich noch halbwegs brauchbar abgehandelt wird. Das spitze Stück Holz gleitet durch Kopf, Brust und Auge; die vorhersehbaren Morde werden jedoch im weiteren Verlauf weitestgehend blutleer abgehakt, was vermutlich auf Budgetmangel zurückzuführen sein dürfte. Ansonsten hat man die Geschichte von BLOODY HOMECOMING leider schon zu oft präsentiert bekommen, als das sie überhaupt noch in irgendeiner Weise unterhalten würde. Da nutzt auch der begleitende Soundtrack wenig, der als gar beschämende Kopie des kultigen HALLOWEEN-Scores aus den Lautsprecherboxen der Heimkinoanlage schallt. Was bleibt ist ein langweiliger Horrorfilm, mit dem wohl schlecht besuchtesten High School-Ball in der Geschichte des Horrorfilms. Die kaum talentierten Schauspieler gehen einem mit ihrem unbeholfenen Agieren ganz schnell furchtbar auf den Zünder und ein seichter, nahezu lächerlicher Härtegrad ist in Zeiten gewaltgeiler Filme wie I SPIT ON YOUR GRAVE 2 (2013) und HUMAN CENTIPEDE 2 (2011) fast schon als schlechter Witz zu betiteln. Von daher sollte sich der Käufer auf seiner Kaufliste ganz dick notieren, dass er sich vom vorliegenden BLOODY HOMECOMING möglichst fern halten sollte, denn BLOODY ist in diesem Unding vermutlich nur die monatliche Periode der anwesenden Schauspielerinnen.
 
 
 


 
 
 

BLOODY HOMECOMING – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Im Rache-Thriller BLOODY HOMECOMING will so rein gar nix BLOODY sein. Da ist vermutlich Blutwurst auf einer Butterstulle blutiger. Wer sich selbst einen Gefallen tun möchte, sollte diesen als Old-School-Slasher getarnten Käse möglichst meiden.
 
 
 


 
 
 

BLOODY HOMECOMING – Zensur

 
 
 
BLOODY HOMECOMING ist ein typischer Slasher im Stile von MY BLOODY VALENTINE. Es gibt etwas Gekröse zu sehen, das aber in Verlauf der Handlung überraschenderweise sehr handzahm abgehandelt wird. Von daher ist BLOODY HOMECOMING hierzulande frei ab 18 Jahren ungeschnitten in den Handel gekommen.
 
 
 


 
 
 

BLOODY HOMECOMING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) EURO VIDEO / MIG

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bloody Homecoming; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS 5.1), Deutsch Dolby Digital 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1.77:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Keine

Release-Termin: 05.11.2014

 

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BLOODY HOMECOMING – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
You’re Next (2011)

Alpha Girls (2013)

Bloody Bloody Bible Camp (2012)

Silent Night (2012)

Halloween (1978)

My Bloody Valentine (1981)

Ich weiss was du letzten Sommer getan hast (1997)

The House on Sorority Row (1983)

Black Christmas (1974)


Filmreview: „One Way Trip 3D“ (2011)

 

Es hätte ein wirklich schöner Kurzurlaub werden können – Ferien am Meer, mit ausgiebig viel Sonne, Strand, Sand und Meer.

Doch zur Enttäuschung Valeries haben ihre Freunde etwas ganz anderes im Sinn.

Denn anstatt an die sonnige Küste zu düsen geht es auf Pilzsuche in die dunklen Wälder des Jura Gebirges.

Glaubt man diversen Berichten im Internet sollen dort Pilze wachsen, die nach Verzehr erheiternde Halluzinationen verursachen sollen.

Kaum die ersten Pilze ihrer Art gefunden, verfällt die Bande in einem wahrhaft frivolen Drogenrausch, der aber leider ein frühes Ende findet, als einer der Freunde blutig niedergeschlagen wird und ein unangenehmer Sturm lostobt, der die Clique zum Aufbrechen zwingt.

Nach kurzem Fußmarsch wiegen sich die Freunde in Sicherheit, denn im Wald finden sie ein einsam gelegenes und scheinbar unbewohntes Gehöft, in dem sie rettenden Unterschlupft suchen.

Doch es dauert jedoch nicht lang, bis der Eigentümer des Hauses zurückkehrt …

 

 

Das unsere deutschsprachigen Nachbarn aktuell ganz emsig dabei sind, internationale Horrorfilmklischees zu recyceln ist in einschlägigen Film-Fankreisen kein Geheimnis mehr.

Nach recht sehenswerten Filmen wie „In 3 Tagen bist du tot“ und „In 3 Tagen bist du tot 2“, sowie „Rammbock“ (deutsch-österreichische Co-Produktion) folgt nun ein weiterer Horrorfilm aus dem deutschsprachigen Ausland.

Dabei ist unschwer zu erkennen, dass es sich bei dem Schweizer Beitrag „One Way Trip 3D“ um ein Quasi-Remake des irländischen/englischen Horrorfilms „Shrooms“ aus dem Jahre 2007 handelt.

Verübeln kann man diesen dreisten Ideenklau dem Schweizer Regisseur Markus Welter nicht, bedenkt man wie unverschämt sich amerikanische Filmemacher in den letzten 10 Jahren bei diversen Horrorklassikern vergriffen und ein glattgeschliffenes und seelenloses Remake nach dem anderen produziert haben. Warum sollten dann nicht auch die Schweizer die Gunst der Stunde nutzen und an ihrem ganz eigenem Remake basteln?

Dass amerikanischen Neuverfilmungen bisher größtenteils mehr schlecht als recht umgesetzt wurden, dürften jedem Horrorfilmfan bekannt sein.

Letztendlich waren die Erwartungen an den aktuellen Schweizer Genrebeitrag dementsprechend hoch und in der Tat, nach Sichtung von „One Way Trip 3D“ kann ich definitiv Entwarnung geben, denn Welters Filmversion ist minimal sehenswerter, als seine Vorlage.

Schnell fällt auf, dass Regisseur Markus Welter ein überaus talentiertes Händchen bei der Auswahl von sehr bedrückenden und merklich stimmigen Settings besitzt.

Die recht gruselige Atmosphäre, das schauderhafte Setting und die düstere Darstellung der Gegebenheiten dürften gerade alteingesessene Filmhasen an diverse Edgar Alan Poe Klassiker aus den Hammerstudios des letzten Jahrhunderts erinnern

Nachdem der Sturm aufbricht verändert sich rapide der locker-lässige und naive Grundton des Films. Auf der Suche nach Hilfe stoßen die Freunde auf ein scheinbar verlassenes Gehöft, wobei die überaus unheimliche Aura, die dieses Gebäude umgibt im ersten Augenblick bösartige Geister, Vampire oder andere Fabelwesen vermuten lässt.

Im Laufe der Handlung geraten die Jugendlichen jedoch an den zurückgezogenen (menschlichen !) Hauseigentümer, der zusammen mit seiner entstellten Tochter zum kreativen Mord-Stelldichein einlädt.

Die Charakterskizzierung der Freunde reduziert sich genrebedingt leider nur auf das Wesentliche, wobei der Zuschauer aufgrund der merklichen Anzahl an sterbewilligen Protagonisten, vermutlich leider schnell den Überblick verlieren dürfte, es aber Hauptdarstellerin Sabrina Reiter immerhin gelingt dem Begriff „Scream-Queen“ neuen und frischen Wind einzuhauchen.

Nach nur weniger Filmminuten ist schnell klar, dass sie gegen Ende hin zum frivolen Endfight mit dem Oberschurken antreten darf.

Dabei agiert die österreichische Schauspielerin, die bereits ihr schauspielerisches Können in den Horrorfilmen „In 3 Tagen bist du tot 1+2“  unter Beweis stellen durfte, recht glaubhaft und realistisch vor der Kamera – ihr Schreien und Winzeln wirkt definitiv echt.

Der Rest der „gesichtlosen“ Bande hinterlässt einen recht faden Beigeschmack und wirkt einzig und allein dafür in das Drehbuch geschrieben, um die breite Masse an Horrorfilmfans mit kleinen abwechslungsreichen Sterbeszenen bei Laune zu halten, wobei die Darstellung der handvoll Metzelszenen von Regisseur Markus Welter überraschenderweise recht züchtig und zurückhaltend in Szenen gesetzt wurden..

Es gibt ein paar abgeschnittene Finger, eine Durchpfählung, sowie eine Enthauptung, aber von ausufernd zelebrierten Morden ist dennoch weit und breit keine Spur.

Dennoch, trotz dezenter Zurückhaltung bei der Zurschaustellung expliziter Gewaltakte, kommen bluthungrige Horrorfilmfans vollends auf ihre Kosten, die „Keine Jugendfreigabe“-Altersfreigabe demnach vollkommen ausreichend und gerechtfertigt.

 

Der schweizer Genrevertreter „One Way Trip 3D“ ist sehenswerter, als seine irisch-englische Vorlage „Shrooms“ und bei weitem besser, als der übrige Horrorfilmquark, der derzeit den Filmmarkt überschwemmt.

Zusammen mit ein paar hübsch düsteren und atmosphärisch dichten Gruselszenen, versteht Regisseur Markus Welter sein Handwerk, Zuschauer das Fürchten zu lehren.

Es gibt diverse (Er)Schreck-Momente, einige recht nette Splatterszenen und allseits bekannte Slasher-Zutaten, die aber nie aufdringlich und dumm wirken.

Hübsch verpackt im 3-D-Gewand braucht sich „One Way Trip 3D“ im internationalen Vergleich nicht vor seinen Genrekollegen verstecken.

One Way Trip 3D“ macht gehörig Spaß und hebt sich, trotz genrebedingt dezent eingestreuter Klischees, positiv ab von der breiten Masse an ähnlich gestrickter Metzelware.

 

 

 

6,5/10 Filmpunkte

 

Sehenswerter Remake-Horror aus Schweizer Landen. Wer hätte gedacht, dass neben leckeren Ricola Kräuterbonbons auch handfester und guter Horror aus dem gemütlich verschlafenen Alpenland kommen kann.

FSK-Freigabe: ungeschnitten mit „Keine Jugendfreigabe“

 

 

Hellraiser80


Filmreview: „The Sleeper“ (2011)

 

Die Alpha Gamma Theta Studentenvereinigung feiert die Aufnahme zwei neuer Mitglieder. Dumm nur, dass ein recht kranker Psychopath die Feierlichkeit mit seinen nervigen Telefonterror stört und eine Studentin, nach der nächsten lustlos um die Ecke meuchelt.

 

 

Was es nicht alles so gibt.

Ich bin immer wieder erstaunt mit welch eifrigen Enthusiasmus sich selbsternannte Filmfans und talentfreie Möchtegern-Regisseure an die Umsetzung von scheinbar eigens niedergekritzelten Drehbüchern wagen. Waren Amateurfilme, noch vor einigen Jahren leicht als selbige zu erkennen, ist die Technik heute schon sogar soweit vorangeschritten, dass selbst absolute Filmlaien mit ordentlichem HD Film-Equipment und grundlegenden Editierungskenntnissen zumindest optisch halbwegs hochwertige Filme basteln können. Kein Wunder, dass derzeit der Heimkinomarkt regelrecht von überaus minderwertigen Produktionen überflutet wird.

The Sleeper“ scheint wohlmöglich auch derart „Fan-Ding“ zu sein. Und ganz ehrlich, ich hab mir diesen Quark leider nicht bis zur letzten Filmminute geben können.

Dabei scheinen die Filmmacher von „The Sleeper“ es ersichtlich einfach gehabt haben, ihren absolut sinnfreien Plot auf Zelluloid zu bannen.

Man nehme Daddys Urlaubs HD-Kamera, drehe mit ein paar angehenden Schauspielstudenten eine handvoll sinnfreier Mordszenen und füge sie letztendlich mit einer illegal erworbener Editierungssoftware aus dem Hause „Magix“ zusammen.

Um sich zumindest halbwegs in der Filmszene bekannt und vor allem beliebt zu machen, bewirbt man seinen miserabel heruntergekurbelten Dreck, als eine Hommage an den frühen Teenager-Slasherfilm der 80er Jahre, um den dreisten Diebstahl diverser Schlüsselszenen bekannter Slasherklassiker zu rechtfertigen.

Eigene Ideen besitzt „The Sleeper“ null – Kreative Umsetzung? Absolute Fehlanzeige!

Das Storygerippe erinnert unverkennbar an den Klassiker „House on Sorority Row“ (Gratis den gesamten Film hier sehen)  und das Geschehen ist derart hanebüchen und trivial , dass einem schon nach der Sichtung von nur wenigen Filmminuten der Fremdscham ins Gesicht steht.

Der wahrlich „fesselnden“ Storyaufbau, dieses uninspirierenden Machwerks,  gestaltet sich wie folgt:

Der Killer ruft im Haus der Studentenverbindung an, stöhnt etwas sinnfreies in das Telefon und holt sich wenige Filmminuten später das belästigte Opfer. Danach kurzer Smalltalk unter den Studenten und der Anrufer ruft erneut in der Verbindung an, belästigt das nächste Opfer und killt es wenige Minuten später. Nach 60 quälenden Filmminuten ruft der kichernde Psychopath immer noch im Wohnheim der Studenten an und ermordet daraufhin die nächste ahnungslose Studentin.

Da kann man als Filmfan letztendlich eigentlich recht froh sein, dass dem vermeintlichen  Nachwuchsregisseur, nach einer geschlagenen Stunde die Opfer ausgehen, denn die Darstellung der Handlungsszenen wiederholen sich bis zum Erbrechen und gestalten sich als absolut spannungsfrei, dumm und einschläfernd.

Sogar so einschläfernd, dass ich bereits noch vor Filmende narkotisiert auf meinem Filmsessel vor mich dahingeschlummert bin.

Vermutlich war Regisseur Justin Russell dieser ungewollte Nebeneffekt bewusst, denn eine gewisse Zweideutigkeit seines Filmtitels lässt sich nicht von der Hand weisen.

Wie auch immer, „The Sleeper“ ist definitiv kein sehenswerter Film. Mich verwundert es warum man dreist Schlüsselszenen aus bekannten Slashermovies stibitzen muss und sich nicht einmal die Arbeit macht, diese dann zumindest denn aktuellen Sehgewohnheiten anzupassen und mit einigen eignen, kreativen und vor allem neuen Ideen auszubauen.

Gerade weil diverse Szenen recht plakativ kopiert wurden, und definitiv nicht mehr den heutigen Sehgewohnheiten entsprechen, macht sich bereits nach wenigen Filmminuten Langeweile breit.

Hommage hin oder her. Vermutlich hätte „The Sleeper“, neben all den hohlen Teenagerfilmen der 80er Jahre, in dieser Darstellungsform vor 20 Jahren bestens funktioniert. Die arg erheuchelte Oldschool-Umsetzung gestaltet sich leider, trotz aktueller Produktion, aus heutiger Sicht als unnatürlich angestaubt. Einzig einige recht nette und vor allem handgemachte Splatter-Effekte und das schon recht unfreiwillig komische Gewinsel und Gestöhne des Psychopathen haben, trotz aller Kritik, ihren ganz eigenen naiven Charme, dürften aber aufgrund der Fülle an dumm-nerviger „Handlungsszenen„, die bis zum Erbrechen wiederholt und ausgereizt werden, ersichtlich schnell an Bedeutung verlieren und kaum Beachtung finden.

 

 

 

Fazit 2,5/10

 

Ne, das war nix.

Wer sich ehrfürchtig vor den ganz großen Teenagerhorrorklassikern der 80er verbeugen möchte, sollte zumindest den Spagat zwischen Neuem und Alten finden.

The Sleeper“ kopiert dreist diverse Filmszenen unzähliger Klassiker, fügt aber keinen eigenen Ideen dazu. Das ist nicht sehenswert, dass ist frech!

 

FSK Prognose: mit etwas Glück ungeschnitten – keine JugendfreigabeDeutschlandstart bisher noch unbekannt.

 

Hellraiser80