Filmreview: „Deadly Weekend“ (2013)

Deadly Weekend 2013
 
 
 

DEADLY WEEKEND

Story

 
 
 
Zwei Pärchen wollen es sich bei Camping im Wald so richtig schön gemütlich machen. Leider geraten die vier an zwei gerissene Gören, die eine wahrhaftige Freude am Foltern besitzen …
 
 
 


 
 
 

DEADLY WEEKEND – Kritik

 
 
 
Was passiert eigentlich mit attraktiven Jungs und Mädels im Horrorfilm, die einige Tage entspannen und im Wald campen möchten? Richtig, sie geraten eigentlich fast immer an einen (maskierten) Irren, der ihnen unverfroren nach dem Leben trachtet. Der Slasher ist nach wie vor eines der beliebtesten Subgenres innerhalb des Phantastischen Films und erfreut sich, trotz ewig gleicher Rezeptur, immer noch enormer Beliebtheit. Für noch unerfahrene Filmemacher Grund genug mit einem derartigen Grusel-Mix im Horrorbereich Fuß zu fassen, schließlich hat der verpönte Slasher selbst aktuell erfolgreichen Schauspielern und Regisseuren zu großem Ruhm verholfen. JASON SUTTON versucht das jetzt auch. Der war an Hollywood-Hits wie COWBOYS & ALIENS (2011), HANGOVER 3 (2013) und der TRUE BLOOD-Erfolgsserie mitbeteiligt und möchte jetzt gern eigene Weg gehen. Für sein erstes, eigenes Projekt mit dem Titel ZELLWOOD schrieb er sogar das Drehbuch und übernahm die Regie. Damit ihm beim Umsetzen niemandem reinreden konnte, scheute er keine Kosten und finanzierte seinen ersten Spielfilm selbst. So konnte er seiner Kreativität freien Lauf lassen und all die euphorischen Ideen in die Tat umsetzen, die ihm da so durch den Kopf gegeistert sind. Leider ist sein DEADLY WEEKEND (so der Titel für den amerikanischen Videomarkt) nichts weiter als ein unbeholfener Versuch auf der kassenträchtigen Torturwelle mitzuschwimmen. SUTTON wirft nämlich Slasher- und Folterzutaten lieblos in einen Topf und hofft auf reißenden Absatz. Leider hat er da nicht mit dem verwöhnten Geschmack wählerischer Horrorfans gerechnet, die schon lange nicht mehr alles auf gut Glück goutieren, was man ihnen vor die Nase setzt.
 
DEADLY WEEKEND handelt von zwei Pärchen, die dem Hinweis des Onlinereiseführers Bo (KEVIN J. O’NEILL) folgen und in ein abgelegenes Waldgebiet düsen, um dort vier Tage beim Campen abschalten zu können. Natürlich gibt es Streit und der Wochenendtrip endet im Terror. Man gerät an den Reiseführer Bo höchstpersönlich, der zusammen mit seinen zwei kleinen Gören einem ganz speziellen Hobby frönt und mit unbändiger Leidenschaft dem abgebrühten Foltern ahnungsloser Touristen nachgeht. Die sind natürlich nicht gerade helle, punkten aber mit Waschbrettbäuchen und viel Holz vor der Hütte.
 
DEADLY WEEKEND hat eigentlich all das, was ein Slasher mitbringen sollte. Hier schwingen sexy Mädels und coole Typen Po und Hüften zu taffen Rhythmen und ultracoolen Beats. Die Handlung ist auf das Nötigste beschränkt und Blut gibt es auch zuhauf zu sehen. Leider hapert es trotz Sexyness und Gore mal wieder gehörig beim Schauspiel, denn die Anwesenden bewegen sich derart steif und unbeholfen durch die rudimentäre Handlung, dass man meinen könnte hier all die talentlosen Pappnasen zu sehen, die auf Krampf versuchen vom Porno ins Filmbusiness zu wechseln. Leider nimmt sich das Treiben trotz offensichtlicher Defizite viel zu Ernst, so dass sich das miese Agieren der Jungdarsteller zur peinlichen Farce entwickelt. Texte wurden scheinbar auswendig gelernt und teils emotionslos, teils vollkommen übertrieben in die Kamera gestottert. Das will so gar nicht Laune machen und lässt Horrorfans leider nur fremdschämend vor der Glotze zurück. Immerhin stimmt die Technik. Die Bilder sind auf Hochglanz poliert und zeugen von solidem Können. Verwunderlich ist das natürlich nicht, hat doch Regie-Newcomer JASON SUTTON von den ganz Großen aus Hollywood lernen können. Gott sei Dank konnte er auch dort in Erfahrung bringen, wie man inszenatorische Defizite im Horrorfilm ganz geschickt verschleiern kann. Die Antwort ist im obligatorischen Blut- und Gewalthagel zu suchen, der bereits so manch schlechten Genrefilm über Wasser halten konnte.
 
Gewalt verkauft sich gut – ganz diesem Credo wechselt DEADLY WEEKEND die Fronten und aus einem anfangs bescheiden umgesetzten Slasher wird knüppelharter Tortur Porn. Es werden Heimwerkerutensilien zweckentfremdet und Kunstblut spritzt reichlich in die Gesichter der Opfer. Ein Heckentrimmer wird in Bäuche getrieben, Nägel in Gliedmaßen geschlagen und Gedärm aus Leibern gerissen. Man muss schon sagen, dass die hier bebilderten Gewalteskapaden schon recht ekelhaft anzuschauen sind, zumal SUTTON wirklich gut darin ist, rotes Gekröse realistisch aussehen zu lassen. Leider machen aber die Gewaltspitzen (die übrigens von Heranwachsenden genüsslich zelebriert werden) keinen guten Horrorfilm aus DEADLY WEEKEND, dazu ist dieses Debüt einfach zu ereignislos, überraschungsarm und ideenlos umgesetzt. Darum merke: DEADLY WEEKEND ist trotz netter Optik, böser Gewalt und heißen Bräuten ein Rohrkrepierer wie er im Buche steht.
 
 
 


 
 
 

DEADLY WEEKEND – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Geile Weiber, hartes Gefoltere und markerschütterndes Geschrei: DEADLY WEEKEND ist ein ganz schön einfältiges Filmchen, das mit Laiendarstellern und netter Hochglanzoptik versucht, dem Kunden Geld zu entlocken. Wir können nur warnen, denn dieser Slasher-Folter-Flick raubt dem Zuschauer mit unbeholfenen Akteuren und unwichtigen Dialogfetzen den letzten Nerv. Selten hat man einen Horrorfilm gesehen, in dem selbst nicht einmal die Opfer Ahnung haben, wie man sich richtig durch einen Slasher schreit. Bei Schauspielerinnen, die zuvor „Karriere“ im Playboy gemacht haben ist das aber auch kein Wunder. Deshalb Hände weg von diesem unterirdischen Bockmist.
 
 
 


 
 
 

DEADLY WEEKEND – Zensur

 
 
 
Die Folterszenen in DEADLY WEEKEND sind schon sehr explizit. Da wird mit einem Heckentrimmer im Bauch eines der Opfer umhergewühlt. Zudem werden hier allerhand Haushaltswerkzeuge zweckentfremdet. Der Tortur-Part ist nicht lang; das Gezeigte hat aber ausgereicht, dass es DEADLY WEEKEND hierzulande nicht ungeschnitten durch die FSK geschafft hat, zumal die Gewalt von Minderjährigen ausgeht. Der Streifen musste in Deutschland Federn lassen und ist nur geschnitten erhältlich.
 
 
 


 
 
 

DEADLY WEEKEND – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Sunfilm / Tiberius Film GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Zellwood; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 @24 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow, Trailer

Release-Termin: 04.12.2014

 

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DEADLY WEEKEND – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
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Slasher in the Woods (2013)
 
Trail of Blood (2011)
 
Hostel (2005)
 
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Filmreview: „2-Headed Shark Attack“ (2012)

 

Ein riesiger mutierter und zweiköpfiger Haifisch befindet sich auf Beutezug.

Auf einer Jacht geht derweil die Sause so richtig ab – einige Jugendliche erhoffen das große Abendteuer. Leider macht der „hyperintelligente“ Meeresbewohner der Truppe einen Strich durch die Rechnung. Mitten im Meer kommt das Schiff zum erliegen, da der zweiköpfige Gegner ein totes „Etwas“ vor die Schiffswand donnert und es sich in der Schiffsschraube verheddert. Da die Jacht zu sinken droht retten sich die Jugendlichen auf eine Insel mitten im Meer. Aber der Fisch, mit dem überirdischen Wissen lässt nicht locker.

 

 

Eine neue Dimension unbeschreiblich deftigen und verstörenden Terrors bahnt sich demnächst seinen Weg in deutsche Heimkinos.

Der Titel des aktuellen „Asylum“ – Machwerkes „ 2 Headed Shark Attack“ dürfte, ohne den Film zuvor überhaupt gesehen zu haben, schon erahnen lassen, was für unaussprechlich dummer Mist erwartungsfreudige Filmzuschauer demnächst gehörig Albtraumreiche Nächte bereiten wird.

Mit seinem Haifilmmurks hat sich das B-Movie-Studio „Asylum“ erneut selbst übertroffen, denn ich habe in meinem bisherigen Leben selten so einen miesen und vollkommen schlechten Film gesehen.

Bereits der erste minderbemittelte digitale Effekt nach gerade einmal 60 (!) Sekunden Filmlaufzeit, lässt grob erahnen wohin das gesamten Produktionsbudget geflossen sein muss. In die Effektsequenzen vermutlich nicht, denn die sehen, gelinde gesagt, unter aller Kanone aus und haben mit Spezialeffekten so viel gemein, wie der Papst mit Verhütungsmittel.

Selbst die Grafik des Arcade Klassikers „Pac-Man“ gibt mehr her, als die vollkommen desaströsen CGI-Effekte eines „2 Headed Shark Attack“.

Vermutlich wurde hier weniger in glaubhafte Effekte investiert, als vielmehr in die Brust-Operationen der vorwiegend weiblichen Protagonisten, denn eigentlich hätte diese aktuelle Haifischgurke wohlmöglich besser als Softporno, ohne das gesamte Drumherum, funktioniert.

Wobei wir auch gleich bei der peinlich ins Gewicht fallenden Schauspielkunst wären. Die Schauspieler können durch die Bank weg nämlich NICHTS. Statt Schauspiel sehen wir hier eher ein Improvisieren und ein unfreiwillig komisches Interagieren. Irgendwie schon erbärmlich, dass erst bei dieser No-Buget-Produktion ersichtlich wird, dass selbst die Schauspielerin Carmen Elektra eigentlich auch rein gar nix kann, und sich der Filmfreund fragt, wie diese Frau sich bisher mit „NICHTS“ überhaupt im Schauspielgenre über Wasser halten konnte.

Das Drehbuch gestaltet sich als katastrophal wirr und überfordert selbst die unzureichend talentierten Jungschauspieler. Wer der Ideenkasper für diesen Müll gewesen sein muss, will ich erst gar nicht wissen. Die Story ist so dumm und abartig schlecht, dass einem als Filmliebhaber, regelrecht der Spaß auf weitere Haifisch-Horrorfilme vergeht.

Da der zweiköpfige Mutanten-Haifisch scheinbar nunmehr für „zwei“ speisen muss, giert er nach jedem Happen Fleisch, der ihm vor die vier Augen springt. Da sich die gut zwei duzend Teenies auf einer Insel mitten im Meer retten können, hat der blutgierige Hai eine der schlechtesten Ideen der Filmgeschichte ever: er zwingt die Insel (!) zum Untergang um an leckeres Menschenfleisch zu gelangen. Die Logik dahinter sollte man nicht ergründen, physikalische Gegebenheiten sollte man außer acht lassen.

Wer denkt, dass das alles nicht noch schlechter geht, der irrt.

Eine weitere Szene findet Beachtung, aber nicht aufgrund ihrer künstlerischen Einzigartigkeit, sondern aufgrund des einzigartigen Schwachsinns.

Drei Teenager finden Gefallen am ausgiebigen Liebsspiel im hüfttiefen Wasser. Natürlich lässt sich der mutierte, und mit Sicherheit 5m breite und 10m lange, Hai dieses Festmahl nicht entgehen. Nur komisch, dass man dennoch bei hüfttiefen Wasser und des immensen Körperumfangs des Haies, weder Rumpf noch sonst etwas des Tieres entdecken kann.

Gut, mag der interessierte Filmfan sagen, sinnfreie Trashfilme sind immer mal für gehörig Abwechslung gut. Aber „2 Headed Shark Attack“ scheitert auch in diesen Belangen. Mit Trash hat das alles nicht einmal ansatzweise zu tun. Der Film scheint wohlmöglich auch diese Schiene fahren zu wollen, aber selbst auf bewusst inszenierter Trash-Ebene scheitert Asylum, was beweist, dass die B-Movie-Schmiede „Asylum“ rein nichts kann. Wobei sich mir die Frage stellt, wie derart untalentierter Verein sich so viele Jahre über Wasser halten konnte und es schafft auch weiterhin vollkommen unbrauchbare Genrefilme zu produzieren.

Seit ihrem Bestehen, haben die Burschen von „Asylum“ bisher keinen einzigen sehenswerten Film geschaffen. Statt innovative eignen Ideen zu entwickeln werden die der anderen Filmemacher dreist, und vor allem schlecht, kopiert.

 

Auch das aktuelle Werk „2 Headed Shark Attack“ ist derart Fall, wobei dieser No-Budget-Film vermutlich der traurige Tiefpunkt seit dem bisherigen Bestehen des Produktionshauses darstellt. Hier stimmt einfach rein gar nix. Das krampfhaft komödiantisch inszenierte Geschehen ist absolut unwitzig, die Effekte sind so derb mies, dass sie die Bezeichnung „Effekte“ rein gar nicht verdienen und der Hauch einer Handlung entpuppt sich als  vollkommen wirrer und haarsträubend-unlogischer Nonsens. Einzig auf Splatterebene scheint „2 Headed Shark Attack“ ein bis zwei stimmige Momente vorweisen zu können, was darauf schließen lässt, dass die kommende deutsche Fassung mit einer kassenträchtigeren „Keine Jugendfreigabe“ – Einstufung daherkommen dürfte.

 

 

 

Fazit 1/10 Punkten

 

Dieser Film ist nicht schlecht, diese Gurke ist unsagbar schlecht. Wer sich diesen hirnverblödeten Murks ausgedacht hat, gehört gesteinigt.

Freunde, die hier Hochspannung, ähnlich der eines „Der Weiße Hai“ erwarten, sollten einen großen Bogen um diesen Abschaum machen.

FSK-Prognose: ungeschnitten mit „Keine Jugendfreigabe„.

 

Hellraiser80

 

Filmreview: „Wolf Town“ (2010)

 

Vier Freunde haben sich vorgenommen in einer verlassenen Geisterstadt, tief im Dickicht des Waldes, auf Entdeckungstour zu gehen. Kaum dort angekommen, macht einer der Freunde eine überaus unangenehme Begegnung mit einem wilden Wolf. Völlig aufgebracht und beängstigend verstört berichtet er den Übrigen von seiner unfreiwilligen Begegnung. Doch leider möchte ihm so niemand wirklich Glauben schenken. Als wenige Minuten später ein weiterer Kumpel von einem überaus wütenden Wolf angegriffen und übel zugerichtet wird, realisiert die Clique in welch misslicher Lage sie sich befindet.

 

Hast du einen gesehen, kennst du eigentlich bereits fast alle. Auch von der Tierhorrorfront gibt es nichts Neues zu berichten. „Wolf Town“ ist zwar sauber gedrehte Durchschnittshorrorkost, doch es mangelt dem Film, wie hätte es auch anders sein können, an einem gescheit ausgearbeiteten und innovativ geschriebenen Drehbuch.

Überraschungen oder einen raffinierten Storytwist sucht man hier vergebens, „Wolf Town“ gibt sich sehr traditionell in seiner Erzählweise, was eigentlich nicht immer Schlechtes bedeuten muss.

Dennoch, gerade im Subgenre des Tierhorrorfilms und nach unzähligen Vertretern seiner Gattung, lockt man eigentlich im Jahr 2011 mit klassischer Erzählstrukturen, ohne Wendungen und Überraschungen, niemanden mehr vorm Ofen hervor. Demnach zieht sich die Story, trotz recht zügigem Erzähltempos, auch wie Kaugummi durch die gesamte Szenerie hinweg und  unterstreicht das belanglose Geplänkel der Kids mit extrem konstruiert wirkenden Handlungsverläufen.

Dabei beginnt  die Geschichte eigentlich recht vielversprechend und spannend und kommt ordentlich in Fahrt:

Die Kids finden die verlassene Stadt und erkunden die erste Baracke. Danach tritt auch schon der erste Wolf in Erscheinung, und ich muss gestehen, der Kamerablickwinkel, der den Wolf das erste Mal als Bedrohung in Erscheinung treten lässt, hat einen gewissen Reiz. Hab ich in dieser Form noch nicht gesehen.

Trotzdem, nach dem ersten Aufeinandertreffen mit den Wölfen, flach die Geschichte ins Unlogische und Belanglose ab. Ich meine zu wissen, dass Wölfe zu den wenigen intelligenten Tieren auf unserem Planeten gehören.

Aber das Wölfe in der Lage sind, Taschen aus Autos zu stibitzen, oder Zündkabel durchzubeißen, vage ich zu bezweifeln.

Warum im übrigen, die Wölfe letztendlich nicht in der Lage waren, die „explosiven Rettungsversuche“ der Protagonisten am Ende der Geschichte vorauszuahnen, ist in Hinblick auf ihre anfängliche „Über-Intelligenz“, schon irgendwie als zwiespältig zu betiteln.

Aber nicht nur die Wölfe scheinen mit „Über-Intelligenz“ und „Totalausfällen“ gestraft zu sein. Auch die Beweggründe mancher Protagonisten sind schlicht und einfach nicht glaubhaft nachvollziehbar.

Zum einen schafft es einer der Kids einen Wolf eigenhändig mit einem Stein zu erschlagen (die Szene wirkt immens grotesk, da der Wolf scheinbar den erlösenden Freitod gesucht haben muss, da er sich nicht annähernd zu verteidigen weiss), in anderen Szenen rennen und flüchten die Kids von Haus zu Haus und wissen sich nicht wirklich zur Wehr zu setzen, und dass obwohl sie permanent über Steine, Glasflaschen, Bretter und diverses Mobiliar stolpern.

Was bleibt ist ein durchwachsener Horrorstreifen, der sicher so bedeutungslos aus den Videotheken verschinden wird, wie er gekommen ist und der den Zuschauer mit einer Unmenge unbeantworteter Fragen zurück lässt.

Woher die Wölfe kamen und warum sie, die einst Einwohnerreiche Stadt nahezu ausgerottet haben, erklärt der Film unzureichend. Ebenso ist die Logik nicht nachvollziehbar, warum man die mordgierige Meute, in der heutigen Zeit nie professionell ausgelöscht hat, wenn man doch weiss, dass gerade das dort ansässige Rüdel bisher eine enorme Gefahr für Mensch und Tier dargestellt hat.

Das man aus einem Tierhorrorfilm auch einen packenden Reißer basteln kann, hat jüngst der Film „Burning Bright“ bewiesen, der sogar mir ollen Filmhasen, den Puls gehörig nach oben getrieben hat. „Wolf Town“ ist aber noch meilenweit von der packenden Inszenierung eines „Burning Bright“ entfernt – Schade!

Warum die deutscher DVD/Blu-ray mit einem „keine Jugendfreigabe“-Stempel gekennzeichnet wurde, ist mir ein Rätsel. Vermutlich auf diverse Trailer und Bonusbeigabe zurückzuführen, denn „Wolf Town“ ist weder splattrig, noch gorig, noch blutig.

 

 

Fazit 6/10 Punkte

 

Durchschnittskost, die man in derartiger Weise schon unzählig Male (besser) gesehen hat.

Die Setting hat ganz sicher seinen Reiz, aber die Story ist derart unglaubhaft und belanglos, dass man den Film definitiv nicht gesehen haben muss.

 

Hellraiser80

Filmreview: „Shark Night 3D“ (2011)

Shark night 3D
 
 

SHARK NIGHT 3D

Story

 
 
 
Sarah und ihre Clique wollen sich vom Uni-Stress erholen und fahren hinaus zum Ferienhaus von Sarahs Eltern, um dort eine Segeltour unternehmen zu können. Die Luft ist lau – die Kleider schnell abgelegt. Der ideale Zeitpunkt für gemütliches Plantschen im See, der direkt vor dem Ferienhaus der Eltern liegt. Doch bald schon merken die Freunde, dass es nicht ganz ungefährlich ist, sich hier im Wasser seinen Gelüsten hinzugeben. Als einer der Freunde durch eine Haiattacke auf schmerzliche Weise seines Armes entledigt wird, bricht bei den Freunden Panik aus.
 
 
 


 
 
 

SHARK NIGHT 3D – Kritik

 
 
 
Wie erinnern uns: Regisseur DAVID R. ELLIS bescherte uns vor einigen Jahren mit FINAL DESTINATION 2 (2003) und dem fetzigen Party-Trash SNAKES ON A PLANE (2006) reichlich abgefahrene Horrorunterhaltung. Von seiner letzten Regiearbeit FINAL DESTINATION 4 (2009) konnte man das leider nicht mehr behaupten. Der vierte Ausflug ins FINAL DESTINATION-Universum bot eine wirklich schlechte Story, miese und extrem aufgesetzt wirkende 3D-Effekte und Protagonisten, deren Handlungsbeweggründe für den Zuschauer selten nachvollziehbar waren. Gut, jeder noch so talentierte Regisseur zündet im Verlauf seiner Karriere neben diversen guten Filmen, auch hin und wieder geschmacklich indiskutable Rohrkrepierer. Immerhin mauserte sich FINAL DESTINATION 4 recht schnell zu einem lukrativen Kinoerfolg und bestätigte ELLIS in seiner Arbeit. Leider! Denn was er nun mit seinem SHARK NIGHT 3D zusammengeschustert kann an Absurdität vermutlich nicht überboten werden.
 
Schon bereits nach Sichtung des Kino-Trailers offenbarte sich Schlimmes. Letztendlich hat sich das schlechtes Bauchgefühl vieler Horrorfan bestätigt, denn SHARK NIGHT 3D ist nicht nur ein ziemlich miserabler Film geworden, sondern hat zudem alles, was nun mal schlechte Horrorstreifen ausmachen. Zum extrem trivial gestrickten Storygerüst gesellen sich die vielleicht dümmsten CGI-Effekte, die man bis dato in einem Hai-Film (Filme aus der Schund-Schmiede ASYLUM außer Acht gelassen) zu sehen bekommen hat. Hinzukommt, dass ELLIS wie besessen Szenen aus Spielbergs DER WEISSE HAI kopiert, ohne überhaupt eigene Ideen hinzuzufügen. Um das vorwiegend jüngere Kinoklientel in die (Heim)Kinos locken zu können, wurden makellose und übertrieben aufgehübschte Teenager in die Geschichte geschrieben, die eigentlich nur dafür Verwendung finden, damit der pubertäre Kinozuschauer durch das möglichst reißerische Ableben der talentfreien Jungschauspieler bei Laune gehalten werden kann. Leider funktioniert die gebotene Rezeptur nicht einmal annähernd kurzweilig und zieht sich über die recht kurze Laufzeit von gerade einmal 70 Minuten wie Kaugummi. Regisseur R. ELLIS hat sich nicht mal die Mühe gemacht, irgendetwas halbwegs Neues in das ohnehin totgefilmte Hai–Genre zu bringen. Nahezu jede Szene hat man bereits so ähnlich in diversen besseren Horrorfilmen gesehen, so dass die Spannung in SHARK NIGHT 3D weitestgehend auf der Strecke bleibt.
 
Dabei hat es doch Alexandre Aja zuletzt vorgemacht, wie man altbekannten Hai-Horror einer neuen Generation von Horrorfans schmackhaft machej kann. Mit seinem Remake zum Klassiker PIRANHA brachte er Splatter-Fans zum Jubeln und drehte zudem eine der unterhaltsamsten Neuverfilmungen angestaubter Horrorware, die sogar reichlich Lob von Kritikern erhielt. Von Lob ist SHARK NIGHT 3D weit entfernt, denn ELLIS macht falsch, was man im Horrorfilm nur falsch machen kann. Sein Film hat mit unfreiwilliger Komik zu kämpfen, die der Regisseur mit Sicherheit nicht beabsichtigt hat. So handeln Kids mal wieder zu keiner Zeit nachvollziehbar und der Hai mutiert zum Fisch mit Superkräften, die das Tier mit bemerkenswerten Sprungfähigkeiten segnen. Immerhin bringt R. ELLIS am Ende etwas Einfallsreichtum in die stupide Handlung und überrascht mit falschen Fährten, die leider gar nicht so überraschend über den Bildschirm flimmern, wie es der Regisseur gewollt hat. Trotz unerwarteter Verwandlung vom Haifisch- zum Backwood-Horror dürfte den meisten Zuschauern bereits nach nur wenigen Minuten einleuchten, wohin die Reise führen wird. Dass da schnell die Lust vergeht, einen mit Logik- und Plotlöchern übersäten Überlebenskampf dummer Teenagern beizuwohnen, dürfte nur logisch sein.
 
Wer übrigens in SHARK NIGHT 3D nach Gewaltmomenten Ausschau hält, wird schnell enttäuscht werden. Genretypisches Gematsche hat hier Sendepause, was Fans solcher Film bitter aufstoßen lassen dürfte. Wir meinen: Vergeudete Lebenszeit!
 
 


 
 
 

SHARK NIGHT 3D – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Ein absolutes Desaster. SHARK NIGHT 3D ist ein trivialer Film, mit dummen Darstellern, miesen Effekten und null Logik. Die Geschichte ist hanebüchen und trivial, die 3D-Effekte nicht das Gelbe vom Ei. Nach guten Filmen wie FINAL DESTINATION 2 und SNAKES ON A PLANE hatte DAVID R. ELLIS bei der Drehbuchauswahl weniger Glück und dürfte sich mit SHARK NIGHT 3D den Titel des wohl schlechtesten Hai-Schockers unserer Zeit gesichert haben. Den darf sich der Streifen im Übrigen mit dem ebenfalls sinnfreien BAIT 3D teilen. Wir raten Finger weg, insofern man nicht enttäuscht werden möchte, zumal diese Hai-Gurke nicht einmal Trash-Potenzial besitzt.
 
 
 


 
 
 

SHARK NIGHT 3D – Zensur

 
 
 
Bis auf rotes Wasser, das nach den Haiattacken von der Kamera eingefangen wird, zeigt SHARK NIGHT 3D kaum Gewalt. Hierzulande hat es der Streifen deswegen ungeschnitten mit 16er-Freigabe in den Handel geschafft.
 
 
 


 
 
 

SHARK NIGHT 3D – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universum Film

 
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(c) Universum Film (Neuauflage im „2-Movies-Pack mit BAIT 3D

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Shark Night 3D; USA 2011

Genre: Blu-ray 3D, Abenteuer, Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making Of, Fake Sharks, Shark Night Survival Guide, Interviews mit Cast & Crew, B-Roll, Trailer, „Shark Bite“ Musikclip, Trailershow

Release-Termin: Erstveröffentlichung: 27.04.2012 / Zweitveröffentlichung im 2-Movie-Pack: 14.11.2014

 

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SHARK NIGHT 3D – Trailer

 
 


 
 
 

Hellraiser80

 
 
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