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Filmkritik: „Rust Creek“ (2018)

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RUST CREEK

Story

 
 
 

Eine Studentin gerät an widerwärtige Hillbillies, die so gar keine Manieren kennen und der jungen Frau nach dem Leben trachten.

 
 
 


 
 
 

RUST CREEK – Kritik

 
 
 
Schöne Landschaft, aber skrupellose Leute: In manchen ländlichen Gegenden der USA herrscht ein rauer Ton – zumindest, wenn es nach so einigen Filmschaffenden geht. Dort leben gern mal jene, die sich von der Regierung vergessen fühlen und deshalb ihre eigenen Gesetzen schaffen. Das ist kassenträchtiger Stoff, den man gern für Horrorfilme nutzt. Darin wird der Zuschauer bevorzugt in ärmere Gegenden Amerikas entführt, wo deren sozial und finanziell schwachen Einwohner es nicht selten gut mit durchreisenden Städtern meinen. Letzteren schwant in dieser Art von Filmen Böses. Die geraten in die Fänge kompromissloser Hillbillies und müssen am Ende ums Überleben kämpfen, während der Rest der Gemeinde stillschweigend zusieht und nichts nach Außen dringen lässt.
 
 
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Terror hinter der Fassade idyllischer Provinz ist ein Thema, mit dem sich auch der Thriller RUST CREEK beschäftigt. Der Streifen ist zwar kein lupenreiner Horrorfilm, was aber nicht bedeuten soll, dass der Film nicht minder unangenehm ist. Darin muss eine College-Studentin eine Lektion in Sachen Überleben machen. Die hat ein wichtiges Vorstellungsgespräch und macht sich auf den Weg nach Washington D.C., um dort den nächsten Karrieresprung abzusichern. Doch die Straßen auf dem Highway sind nicht frei, weshalb Sawyer (HERMIONE CORFIELD) beschließt eine Abkürzung über die Dörfer Kentuckys zu nehmen. Keine gute Idee, denn bald hat sie das Interesse zweier Provinzler auf sich gelenkt, die der Durchreisenden ungefragt auf die Pelle rücken. Die kann sich verletzt in die Wälder flüchten und muss nun einen Weg zurück in die Zivilisation finden. Leider sind ihre Verfolger ziemlich hartnäckig. Die verfolgen die Flüchtige und entfachen dadurch einen Strudel von Umständen, der das Nervenkostüm des Publikums beanspruchen wird.
 
 
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Auf den Spuren von BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE. RUST CREEK ist ein unabhängig produzierter Thriller, der wie ein weiterer Streifen der Marke Survival-Horror beginnt. In der Vergangenheit gab es da so einige unangenehme Vertreter im Heimkino zu sehen, in denen wehrlose Frauen von triebgesteuerten Alpha-Männern so lange missbraucht und erniedrigt wurden, bis ihnen die Sicherungen durchgebrannt sind. Ganz so krude geht Regisseurin JEN MCGOWAN mit seiner Filmheldin nicht ins Gericht. Die lenkt ihren Film dann doch ziemlich schnell in eine andere Richtung und macht es dabei Horror-Autor STEPHEN KING gleich. Letzterer ist dafür berüchtigt, dass er gern Geheimnisse verschlafener Kleinstädte ans Tageslicht bringt. Ein ähnliches Thema ist auch in RUST CREEK Programm. Statt explizite Gräueltaten vor der Kamera zu zelebrieren, will Filmemacherin JEN MCGOWAN dann lieber doch eher dunkle Machenschaften im amerikanischen Hinterland aufdecken. Die entfachen schnell eine Reihe von Umständen, welche am Ende den Bösewichten eine Lehre sein werden. Viel Backwood-Horror-Gematsche wird demnach nicht geboten. Wer’s deftig mag, wird mit diesem Film gar keinen Spaß haben.
 
 
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Starken Frauen, schwache Kerle. RUST CREEK wurde auf einschlägigen Festivals mit Preisen ausgezeichnet. Die sind nicht unberechtigt, denn der Thriller schafft es schnell den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Ein wesentlicher Grund hierfür sind die hervorragenden Darsteller. Für Indie-Verhältnisse agieren die beachtlich souverän vor der Kamera, wobei vor allem die widerlichen Fieslinge Erwähnung finden sollten, von denen eine Aura permanenter Bedrohlichkeit ausgeht. Filmemacherin JEN MCGOWAN hat mit RUST CREEK einen kleinen und zurückhaltenden Thriller inszeniert, der keine ausufernden Gewaltexzesse benötigt, um im Gespräch bleiben zu können. Stattdessen kleistern Plot-Wendungen, Schauspiel und natürlich eine clevere Story den Zuschauer mindestens genauso fest an die Glotze.
 
 
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RUST CREEK – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Kleiner Indie-Thriller, der mindestens genauso viel Puls verursacht, wie die großen Produktionen aus Hollywood. RUST CREEK ist einer dieser unscheinbaren Thriller, denen zu Unrecht kaum Beachtung geschenkt wird, weil mit keinem bekannten Namen geworben werden kann. Das ist schade, denn gerade deswegen gehen den meisten Cineasten viele Filmperlen durch die Lappen. Zu einer dieser Überraschungen gehört RUST CREEK, der ziemlich konventionell als Survival-Horror im Schlage eines I SPIT ON YOUR GRAVE beginnt, aber dann doch die Kurve bekommt und in eine andere Richtung gelenkt wird. Zwar herrschen in diesem Thriller eher die leisen Töne – dennoch umschweift den Thriller die ganze Zeit über eine Aura merklicher Bedrohung. Thriller-Fans wird’s gefallen – vor allem auch deshalb, weil sich das psychologische Grauen schleichend den Weg durch die Handlung frisst. Spannend, wendungsreich und gut besetzt. Da sollte man mal einen Blick drauf werfen.
 
 
 


 
 
 

RUST CREEK – Zensur

 
 
 
Viel Gewalt hat RUST CREEK nicht zu bieten. Ein spitzer Gegenstand wird in Bein und Bauch gestoßen, eine Nase wird gebrochen und ein Gewehr kommt auch zum Einsatz. Weiterhin gibt es Verbrennung am menschlichen Körper zu sehen. Hierzulande dürfte RUST CREEK dafür eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

RUST CREEK – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei IFC FILMS | IFC MIDNIGHT)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Keeping Room (2014)
 
Autumn Blood (2012)
 

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Filmkritik: „Elizabeth Harvest“ (2018)

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ELIZABETH HARVEST

Story

 
 
 
Die attraktive Elizabeth macht nach der Heirat eine furchtbare Entdeckung. Offenbar hält ihr Mann im Keller etwas verborgen, von dem sie nichts wissen darf.

 
 
 


 
 
 

ELIZABETH HARVEST – Kritik

 
 
 
Es war einmal ein Mann, den nannten alle Blaubart. Der fand keine Frau, weil sein blauer Bart so hässlich war. Nach langer Suche erbarmte sich die jüngste Tochter der Nachbarin. Die heiratete den älteren Herren und zog in dessen Haus. Als Blaubart für sechs Wochen verreisen musste, übergab er seiner Gattin das Schlüsselbund für alle Türen. Die durfte sich bis auf das Kellerzimmer frei im Anwesen bewegen. Doch die Neugier der Frau war zu groß. Kaum war der Ehemann aus dem Haus, schlich sich das Weib in den Keller und öffnete den verbotenen Raum. Darin fand sie die toten Körper aller bisherigen Ehefrauen ihres Mannes. Letzterer kam früher nach Hause und wollte auch die neue Frau aus Wut mit dem Tode bestrafen. Doch deren Brüder eilten herbei und töteten Blaubart. Gut für die Witwe: die erbte alle Besitztümer, heiratete neu und hatte ein gutes Leben.
 
 
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Seit mehreren Jahrhunderten ist das Märchen vom Blaubart fester Bestandteil der Literatur. Die schaurige Erzählung um den frauenmordenden Blaubart wurde mittlerweile für zahlreiche Werke adaptiert und weiterverarbeitet. So hörten auch die Gebrüder Grimm von der mündlichen Überlieferung des Blaubarts und nahmen die düstere Geschichte mit in die Sammlung ihrer Kinder- und Hausmärchen auf. Offenbar Lektüre, die Regisseur SEBASTIAN GUTIERREZ in der Kindheit ziemlich oft gelesen haben muss. Der venezolanischer Filmemacher erklärte nämlich in Interviews, dass ihn die Geschichte des blaubärtigen Mannes seit Kindertagen nicht mehr loslässt. Wohl einer der Gründe, warum seine mittlerweile bereits neunte Regiearbeit mit dem Titel ELIZABETH HARVEST Ähnlichkeiten zum französischen Märchen Blaubart aus dem späten 17. Jahrhundert besitzt.
 
 
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Darin geht es um die attraktive Elizabeth (bisher eher als Model bekannt: ABBEY LEE), die frisch vermählt mit in die Villa des reichen Wissenschaftlers Henry (CIARÁN HINDS) zieht, um dort ihren Verpflichtungen als Ehefrau nachzugehen. Dort wird die junge Schönheit erst einmal vom Gatten aufgeklärt. Sie darf im Haus tun und lassen, was sie will, soll aber die Finger von einem Zimmer im Keller lassen. Doch die Neugier bringt die Frischvermählte in Teufels Küche. Kaum ist der Ehemann aus dem Haus, geht Elizabeth auf Erkundungstour und verschafft sich Zutritt in den verbotenen Raum. Der entpuppt sich als Forschungslabor in dem sie sich selbst als Klon wiederfindet. Eine folgenreiche Entdeckung, die weite Kreise nach sich zieht. Als Ehemann Henry nämlich nach Hause kommt und vom Vertrauensbruch seine Frau erfährt, ist der Ehefrieden vorbei.
 
 
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Mehr über die verstrickte Geschichte dieses ungewöhnlichen Science-Fiction-Horrors zu verraten, ist unfair dem Zuschauer gegenüber. Der Film ist nämlich voll mit unerwarteten Plotwendungen und komplexen Rückblenden, die die volle Aufmerksamkeit des Publikums beanspruchen. Letzteres wird im Falle von ELIZABETH HARVEST ganz schön gefordert. Die nicht lineare Erzählweise versucht nämlich den Zuschauer zu täuschen und stiftet für reichlich Verwirrung. Ein zweischneidiges Schwert, wie sich bald herausstellen wird. Zwar kann so der Spannungsbogen konstant gehalten werden; dennoch macht die Handlung mit fortschreitender Handlung immer weniger Sinn und driftet beinahe ins Surreale ab. Für viele Zuschauer etwas zu kompliziert. Die dürften den schwer einzuordnenden ELIZABETH HARVEST als Blödsinn abstempeln – wohl auch, weil der nicht immer schlüssig deutbare Mysteryplot auf Konventionen pfeift. Das hebt ELIZABETH HARVEST deutlich von den üblichen Verdächtigen ab und macht ihn für anspruchsvolle Cineasten zum Geheimtipp.
 
 
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ELIZABETH HARVEST – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein ungewöhnliches Filmerlebnis für das man wegen der fordernden Erzählweise ausgeschlafen sein sollte. ELIZABETH HARVEST beginnt konventionell und driftet aber so ziemlich schnell in eine unerwartete Richtung ab. Da wird das Publikum in zwei Lager gespalten. Wegen zu vieler Plotwendungen und übertriebener Geheimniskrämerei dürften die Einen schnell das Interesse am komplizierten Handlungsverlauf verlieren. Filmfans, die aber von Horrorfilmen einen gewissen Anspruch erwarten, werden umso mehr von ELIZABETH HARVEST begeistert sein. Das zu Recht. Regisseur SEBASTIAN GUTIERREZ liefert nämlich Genre-Ware ab, die sich in keine Schublade stecken lässt und sich so souverän vom Massenmarkt abheben kann. Hierbei trägt auch die hervorragende Kameraarbeit von CALE FINOT bei. Nahezu jede Kameraeinstellung und Kamerafahrt ist genau bedacht. Das beschert dem Film eine visuelle Eleganz und lässt den ästhetischen ELIZABETH HARVEST mindestens genauso makellos erscheinen, wie Hauptdarstellerin ABBEY LEE.
 
 
 


 
 
 

ELIZABETH HARVEST – Zensur

 
 
 
ELIZABETH HARVEST ist kein sonderlich brutaler Film. Das sah auch die FSK so. Diese hat den Film bereits für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben. Die erhältliche deutsche Fassung ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

ELIZABETH HARVEST – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) CAPELIGHT PICTURES (Blu-ray KeepCase-Version)

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(c) CAPELIGHT PICTURES (limitiertes Mediabook mit Blu-ray und DVD)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Elizabeth Harvest; USA 2018

Genre: Drama, Horror, Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 105 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | limitiertes Mediabook | Steelbook

Extras: Trailer, Trailershow, Making-of | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, Booklet

Release-Termin: 25.01.2019

 

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ELIZABETH HARVEST – Mediabook

 
 
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ELIZABETH HARVEST – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei CAPELIGHT PICTURES)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Rebecca (1940)
 
Ex Machina (2015)
 
Happy Deathday (2017)