Filmkritik: „Die Frau in Schwarz 2“ (2014)

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DIE FRAU IN SCHWARZ 2

Story

 
 
 
Es ist das Jahr 1941 und London wird vom himmlischen Feuer der deutschen Kriegsmaschinerie in Schutt und Asche gelegt. Eine Gruppe von Kindern verlässt unter der Aufsicht von Eve Parkins (Phoebe Fox) und Jean Hogg (Helen McCrory) die Stadt und flüchtet in die Marschen, wo in einem verlassenen Herrenhaus fernab von Bomben und Tod der Alltag aufrecht erhalten werden soll. An Stelle des gewünschten Friedens finden sie den rachsüchtigen und nicht sehr gastfreundlichen Geist der Frau in Schwarz vor, der sich mit dem Besuch nicht einverstanden zeigt. Einzig der stille Waisenjunge Alfie (Alfie Simmons) scheint einen wackeligen Draht zur verstorbenen Frau zu haben. Gemeinsam mit dem Piloten Edward (Oaklee Pendergast) versuchen Eve und Jean, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen.
 
 
 


 
 
 

DIE FRAU IN SCHWARZ 2 – Kritik

 
 
 
Zwei Jahre zuvor war der Vorgänger „Die Frau in Schwarz“ eine der ersten Bemühungen von Daniel Radcliffes, seiner bis dahin typischen Rolle des Zauberlehrlings Harry Potter zu entfliehen. Als seichter Horrorschocker, der seine Wirkung hauptsächlich über clevere Jump-Scares und eine diesige, viktorianische Atmosphäre entfaltete, funktionierte der erste Teil überraschend gut. Die Geschichte des jungen Anwalts Arthur Kipps, der sich dem tödlichen Geist alleine stellen musste, ist ein gelungenes, gruseliges Kammerspiel, das zu den besten Exemplaren zählt, die in den letzten Jahren produziert wurden.
 
 
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Im zweiten Teil springt die Handlung 40 Jahre nach vorne und nimmt Platz vor der vielversprechenden, angsterfüllten Kulisse des Zweiten Weltkrieges. In bester Sequel-Manier sind die Einsätze in „Die Frau in Schwarz 2“ noch höher, dieses Mal ist es eine Gruppe aus Kindern und Erziehern, die im Spuk-Domizil Unterschlupf suchen und ins Visier des Todesengels geraten. Wie es oft der Fall ist, bringt das Aufblasen des Plots nicht den gewünschten Effekt und der Film versinkt im Fahrwasser seines zumindest etwas originellen Vorgängers.
 
 
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Aus seinem Kriegs-Setting, das wenigstens zu Beginn des Films noch stimmig wirkt, holt der Film im weiteren Verlauf leider nichts heraus, was ihn zu einer arg herkömmlichen und uninspirierten Grusel-Story macht. Wo in Teil 1 mit Daniel Radcliffe ein sympathischer Protagonist die Leinwand beherrschte, bleibt in der Fortsetzung eine ungeordnete Gruppe von Charakteren übrig, die durchweg uninteressant und farblos bleiben. Eine mögliche Ehrenrettung durch ähnlich einprägsame Schockmomente wie im Vorgänger bleibt leider aus. Regisseur Tom Harper verlässt sich auch hier auf den inszenatorischen Basis-Level, auf dem er seine müden, extrem vorhersehbaren Jump-Scares einfängt
 
 
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DIE FRAU IN SCHWARZ 2 – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
Mit der exakt selben Backstory wie im ersten Teil hätte man sich eine Fortsetzung erhoffen können, die mindestens auf einem gleichen Level spielt, wie der Vorgänger. Leider werden diese Hoffnungen enttäuscht und stattdessen wird ein laues „Feuerwerk“ aus abgetretenen, langweiligen Schockszenen abgefeuert, die von einem stark durchschnittlichen Drehbuch und einem beinahe unerträglich kitschigen Ende abgerundet werden.
 
 
 


 
 
 

DIE FRAU IN SCHWARZ 2 – Zensur

 
 
 
Der Film ist in Deutschland ungeschnitten ab 12 freigegeben. Zu schneiden gibt es sowieso nichts, da der Film keine nennenswerten Gewaltszenen bietet. Aufgrund der Extras ziert die Heimkinofassung jedoch der blaue FSK16-Sticker.
 
 
 


 
 
 

DIE FRAU IN SCHWARZ 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Concorde Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Woman in Black 2: Angel of Death; Großbritannien | Kanada 2014

Genre: Horror, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: Film: FSK 12 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray aufgrund einiger Trailer: FSK16

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Alle Extras in HD: Featurettes, Interviews, entfallene Szenen, dt. und Original-Kinotrailer

Release-Termin: 16.07.2015

 

Die Frau in Schwarz 2 – Engel des Todes [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DIE FRAU IN SCHWARZ 2 – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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Kritik: „Alléluia – Ein mörderisches Paar“ (2014)

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ALLÉLUIA – EIN MÖRDERISCHES PAAR

Story

 
 
 
Für Gloria (Lola Duenas) hat das Leben nicht viel zu bieten. Sie lebt allein mit ihrer Tochter und hat ein überschaubares soziales Umfeld. Auch in ihrem Arbeitsalltag geschieht wenig, denn Gloria arbeitet im Leichenschauhaus eines Krankenhauses. Ein zaghafter Vorstoß im Online-Dating bringt sie mit dem schicken Weiberheld Michel (Laurent Lucas) zusammen. Die Beiden verbringen eine hitzige Nacht miteinander, doch kurz danach offenbaren sich Michels wahre Intentionen, die über den Liebesakt hinaus und bis in den kriminellen Bereich gehen. Fasziniert vom mysteriösen Mann schließt Gloria sich ihm an und begibt sich als seine Komplizin auf einen steinigen Weg aus Betrug, Besessenheit und einer instabilen Liebesbeziehung.
 
 
 


 
 
 

ALLÉLUIA – Kritik

 
 
 
Im vergangenen Jahr war der Belgier Fabrice du Welz fleißig. Neben „Alléluia“ übernahm er das Steuer des Polizei-Thrillers „Colt 45“, der von dieser beunruhigenden Romanze kaum weiter entfernt sein könnte. Grob basierend auf der wirklichen Geschichte der Lonely Hearts Killers, die in den späten 40ern zwanzig Menschen ermordet haben, erzählt er die Geschichte von zwei stark geschädigten Seelen, die entgegen jeder Wahrscheinlichkeit genau das finden, was sie suchen.
 
 
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Wie auch in normalen, nicht-mörderischen Beziehungen, sind die Dinge für Gloria und Michel nicht ganz so einfach, wie sie zu Beginn scheinen. Mit der Vereinigung der beiden gestörten Menschen zeichnet sich das Rezept für ein unheilbares Desaster ab, unter dem die Opfer des Killer-Paares leiden werden. Der raubeinige, düstere Stil, den du Welz bereits in „Colt 45“ zur Schau stellte, funktioniert in „Alléluia“ noch besser. An Stelle eines flinken, actionlastigen Cop-Thrillers präsentiert er hier einen Blick in zwei Köpfe, in die man lieber nicht gesehen hätte. Als Wurzel für die Gräueltaten seiner Protagonisten beschränkt er sich nicht auf Sadismus oder die morbide Lust am Töten, sondern auf ein kompliziertes und äußerst flüchtiges Verhältnis zwischen Gloria und Michel. Für jeden der beiden erhalten wir einen Blick in eine düstere Vergangenheit, was den Charakteren die nötige Tiefe verleiht, um den Film wirklich interessant zu machen.
 
 
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„Alléluia“ ist ein Film, der so unangenehm und schwer verdaulich ist, wie man es von einem psychologischen und sexuellen Thriller erwarten kann. Die Hauptdarsteller Lola Duenas und Laurent Lucas laufen zu einer Hochform auf und üben trotz der abstoßenden Natur ihrer Charaktere eine gewisse Faszination auf den Zuschauer aus. Mit ihrer Hilfe untersucht Fabrice du Welz die schlimmstmöglichen Konsequenzen, die eine Liebe zwischen zwei Menschen haben kann.
 
 
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ALLÉLUIA – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Fies, schmutzig und beklemmend – NATURAL BORN KILLERS in ernst. „Alléluia“ ist ein schockierender Albtraum aus Sex und Gewalt in dem der Belgier Fabrice du Welz einmal mehr zeigt, was er kann. Mit sicherer Hand führt er seine Schauspieler und strickt einen spannenden, schmutzigen Psycho-Thriller, der den seelischen Abstieg seines Paares in grausamen Details festhält. „Alléluia“ ist ein Geheimtipp für Freunde des unkommerziellen Kinos – sehenswert!
 
 
 


 
 
 

ALLÉLUIA – Zensur

 
 
 
Seine Härte erlangt „Alléluia“ primär über die beklemmende Atmosphäre, die den Film durchweg beherrscht. Trotzdem enthält der Film einige Gewaltspitzen, die allerdings nicht durch übertriebenes Vergießen von Kunstblut wirken. Stattdessen hält Fabrice du Welz die Kamera in seinen Tötungsszenen gnadenlos auf Opfer und Täter, was ihnen einen besonders rohen Charakter verleiht. Eine Freigabe ab 16 hat der Film von der FSK erhalten – ungeschnitten!
 
 
 


 
 
 

ALLÉLUIA – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Pierrot Le Fou

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Alléluia; Deutschland / Frankreich 2014

Genre: Drama, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Making of, Kurzfilm, Deleted Scenes

Release-Termin: 16.10.2015

 

Alleluia [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

ALLÉLUIA – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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Kritik: „Entitled – Ein fast perfektes Opfer“ (2011)

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ENTITLED – EIN FAST PERFEKTES OPFER

Story

 
 
 
Paul (Kevin Zegers) hat die Schnauze voll. Zwei Jahre sind seit seinem Abschluss ins Land gezogen und noch immer wohnt er mangels Einkommen bei seinen Eltern. Als ob die Schmach für den jungen Mann nicht genug wäre, reicht das Gehalt des Vaters langsam nicht mehr für die Medikamente seiner kranken Mutter. Am Ende der Vernunft fasst Paul den Entschluss, die Sprösslinge von drei gut betuchten Geschäftsmännern auf einen unfreiwilligen Urlaub einzuladen und sich diesen von den drei Vätern bezahlen zu lassen. Mit unter der Decke stecken die beiden Komplizen Jenna (Tatiana Maslany) und Dean (Devon Bostick) die ihrerseits ein Hähnchen mit den verwöhnten Klassenfeinden zu rupfen haben. Es beginnt ein Entführungs-Thriller, der seinem Publikum neben gelegentlichen Wendungen auch den einen oder anderen moralischen Denkansatz liefert.
 
 
 


 
 
 

ENTITLED – Kritik

 
 
 
Über die Jahre betraten viele kriminelle Protagonisten die Filmbühne, die meisten davon mit ihrer eigenen Rechtfertigung für ihre Taten. Im Fall von Paul Dynan und seines Masterplans ist die Rechtfertigung eine, die zur Zeit in vielen Köpfen der westlichen Welt ihre Runden dreht. Frisch und voller Energie hat der intelligente und fleißige junge Mann die Uni verlassen, nur um festzustellen, dass die Wirtschaft keinen Platz für ihn bietet, der seinen Ambitionen gerecht wird. Während er ein Vorstellungsgespräch nach dem anderen führt, rackert sein Vater sich in Spätschichten den Allerwertesten ab, doch all das reicht nicht einmal, um die medizinische Versorgung eines kranken Familienmitglieds zu sichern, geschweige denn ein Leben zu führen, das den Arbeitsaufwand entschädigt. Also verschiebt der ehrgeizige Paul seinen Fokus und seinen Intellekt auf eine nicht ganz legale Alternative, um an das so wichtige Cash zu kommen.
 
 
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Die soziale und wirtschaftliche Kulisse, vor der sich „Entitled“ abspielt, ist also nicht nur brandaktuell, sondern auch glaubwürdig. Ebenso glaubwürdig ist die Entwicklung der meisten Konflikte im Film, die sich nicht nur zwischen Geisel und Entführer, sondern gelegentlich auch innerhalb der kriminellen Bande und sogar zwischen den drei Vätern abspielen. Die Twists des Films sowie eine Handvoll Überraschungen zum Ende halten derweil souverän die Spannung aufrecht. Die größte Überraschung des Films bleibt jedoch die Verankerung seiner Story in einem glaubhaften, realitätsnahen Hintergrund. Aber wie der Protagonist, der im Lauf des Films oft Sympathie-Punkte gewinnen und wieder verlieren wird, predigt, muss man die Regeln brechen, wenn das Befolgen nicht mehr genügt. Oder?
 
 
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ENTITLED – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Der Titel des Films fasst seinen Kern treffend zusammen. Was steht wem zu? Wer verdient Gutes, wer verdient Schlechtes? Der Film lässt mehrere Charaktere mit verschiedenen Philosophien und Ansichten aufeinandertreffen und zieht nebenher einen spannenden, soliden und kurzweiligen Thriller auf, über den man sich sogar nach Ablauf des Abspanns noch unterhalten kann.
 
 
 


 
 
 

ENTITLED – Zensur

 
 
 
Von der FSK hat „Entitled“ in seiner unzensierten Fassung das blaue Qualitätssiegel und damit eine Freigabe ab 16 erhalten. Der Film ist zwar nicht überaus brutal oder blutrünstig, die wenigen Gewalteinlagen schlagen jedoch auf Grund ihrer Rohheit und des Verhaltens mancher Charaktere stark ein. Die höhere Einstufung ist auf einige Trailer zurückzuführen, die aus Werbezwecken ebenso auf der Heimkinoveröffentlichung zu finden sind.
 
 
 


 
 
 

ENTITLED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Entitled; Kanada 2011

Genre: Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: Film: FSK 16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray aufgrund einiger Trailer: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Behind the Scenes, alternatives Ende

Release-Termin: 19.05.2015

 

The Entitled – Ein "fast" perfektes Opfer [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

ENTITLED – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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Filmkritik: „5 Zimmer Küche Sarg“ (2014)

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5 ZIMMER KÜCHE SARG

(WHAT WE DO IN THE SHADOWS)

Story

 
 
 
Außerhalb des Neuseeländer Städtchens Wellington steht eine uralte und charmante Villa. Darin wohnen vier ebenso uralte und charmante Bewohner, die zusammen mehrere Tausend Jahre auf dem Buckel haben. Viago (Taika Waititi), Vladislav (Jemaine Clement), Deacon (Jonny Brugh) und Petyr (Ben Fransham) sind Vampire leben in einer Vampir-WG, die sich neben den alltäglichen Reibungen des Zusammenlebens auch einigen sehr speziellen Herausforderungen stellen muss. Ein Kamerateam begleitet sie über einige Monate und fängt dabei die Geflogenheiten der Blutsauger ein. In der Vorbereitung auf das große Event des Jahres, einem Maskenball für Zombies, Hexen, Vampire und dergleichen, müssen Viago und Co. sich unter Anderem mit Neuzugängen in der WG, sterblichem Besuch und natürlich dem allgegenwärtigen Blutdurst beschäftigen.
 
 
 


 
 
 

5 ZIMMER KÜCHE SARG – Kritik

 
 
 
Von all den klassischen Monstern der menschlichen (und filmischen) Geschichte ist der Vampir wohl der präsenteste Vertreter. In unzähligen Romanen und Filmen haben sich Geschichtenerzähler mit dem Reiz der Unsterblichkeit befasst und das mythische Ungeheuer zu einem oft gesehenen Gast der Popkultur gemacht. Interpretiert wurden Vampir-Stories bislang als Horrorfilme, Dramen und zuletzt zur großen Aufregung von Genrefans auch als minderwertiger Kitsch für pubertierende Frauen. Aus Neuseeland gesellt sich jetzt eine Komödie dazu, geschrieben und gedreht von Taika Waititi und Jemaine Clement, die außerdem zwei der Hauptrollen übernehmen.
 
 
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Wer denkt, dass „5 Zimmer Küche Sarg“ bloß ein weiterer Versuch ist, aus dem allmählich abnehmenden Hype um den Vampir Profit zu schlagen, ist auf der falschen Fährte. Spätestens mit Einsetzen des Vorspanns zeigt sich, dass Waititi und Clement nicht nur mit Grips, sondern auch mit viel Liebe und Sorgfalt ans Werk gegangen sind. Mit viel kreativer Energie widmen sie sich ihren blutsaugenden Charakteren und deren Hintergrund. Dabei wird kaum ein Vampirklischee ausgelassen und mit viel Witz in die WG-Thematik integriert. Von Disputen über blutiges Geschirr, das seit fünf Jahren in der Spüle liegt bis hin zum fehlenden Spiegelbild, das die Suche eines Outfits für die anstehende Partynacht verkompliziert. Ist die Clique erst im Nachtleben von Wellington angekommen, stehen sie vor einer weiteren Herausforderung. Um einen Nachtclub zu betreten, müssen sie selbstverständlich hereingebeten werden. „5 Zimmer Küche Sarg“ ist voll von derartigen Situationen, die nicht nur Vampirfreunde zum Lachen bringen. Die gründliche Charakterisierung der Protagonisten geht sogar so weit, dass sie neben den Akzenten, die ihrer Herkunft und ihrem Alter entsprechen, auch Verhaltensweisen an den Tag legen, die seit dem Mittelalter antiquiert sind.
 
 
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Neben all dem Humor ist es bewundernswert, dass Waititi und Clement in ihrem kurzen, knackigen Film Platz für überraschend tiefgründige Momente in Form von Konfrontationen mit der Außenwelt oder sogar einer verlorenen Liebe finden. Zu keiner Zeit legt „5 Zimmer Küche Sarg“ jedoch seinen geradezu unglaublichen Charme ab, der zeitweise an Unschuld grenzt.
 
 
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5 ZIMMER KÜCHE SARG – Fazit

 
 
 
9 Punkte Final
 
 
Den Neuseeländern Taika Waititi und Jemaine Clement ist mit „5 Zimmer Küche Sarg“ eine Vampirkomödie gelungen, die rundum punkten kann. Nicht nur legen sie einen großen Respekt für das viel geschundene Wesen Vampir an den Tag, sie kombinieren die Jahrtausende alte Mythologie des Blutsaugers mit einer modernen Kulisse. Das Ergebnis ist ein origineller, kreativer und extrem witziger Film, der über viele Jahre hinweg das Maß für die humorvolle Aufarbeitung klassischer Monster sein wird.
 
 
 


 
 
 

5 ZIMMER KÜCHE SARG – Zensur

 
 
 
In Deutschland erscheint „5 Zimmer Küche Sarg“ mit einer Freigabe ab 12 Jahren. Obwohl er auch die eine oder andere blutige Szene zu bieten hat, wird der Film von einem leichten, verspielten Grundton beherrscht, der eine höhere Freigabe unnötig macht.
 
 
 


 
 
 

5 ZIMMER KÜCHE SARG – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Weltkino

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: What We Do in the Shadows; Neuseeland 2014

Genre: Komödie, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK 12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: 12-seitiges Booklet, 12 Bonusvideos: Der Original Kurzfilm von 2005, Behind the Shadows, Deacons Erotiktanz, Stus Büro-Homestory, Jackie, die Vertraute, Viago singt, Vlad malt, Vlad der Dichter, Nachtzahnarzt, Die mit den Werwölfen tanzen, What We Do in Transylvania, What We Do in Berlin, 12 Deleted Scenes, Trailer, Frag einen deutschen Kiwi, Fanplakate (Diashow)
Vampir Fotoalbum (Diashow)

Release-Termin: 05.06.2015

 

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5 ZIMMER KÜCHE SARG – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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Filmkritik: „Late Phases“ (2014)

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LATE PHASES

Story

 
 
 
Um einen entspannten Lebensabend zu verbringen, zieht der blinde Vietnam-Veteran Ambrose McKinley (Nick Damici) in eine Gemeinde, wo er in Gesellschaft seinesgleichen leben kann. Dass die Umstände dort weniger friedlich sind, als man von einer Seniorenresidenz erwarten würde, muss Ambrose schon kurz nach dem Umzug erleben. Ein Werwolf greift ihn und seine Nachbarin an und tötet seinen Blindenhund. Die Attacken, die sich seltsamerweise im Monatsrhythmus ereignen, werden von der Polizei als Hundeangriffe abgetan und keiner schenkt dem alten Mann Glauben. Natürlich lässt der patente Veteran das nicht auf sich sitzen und bereitet sich auf den nächsten Vollmond vor. Währenddessen lernt er neben seinen Nachbarn auch den lokalen Priester Roger (Tom Noonan) und dessen Schützling Griffin (Lance Guest) kennen und deckt langsam aber sicher das düstere Geheimnis seines neuen Wohnortes auf.
 
 
 


 
 
 

LATE PHASES – Kritik

 
 
 
Der spanische Regisseur Adrián García Bogliano geht mit seinem Werwolf-Thriller reichlich mutig zu Werke. Als Protagonisten setzt er den rüstigen Rentner Ambrose ein, der trotz seines Handicaps keineswegs benachteiligt daherkommt. Der mürrische Veteran legt sich im Verlauf des Filmes nicht nur mit seinem Sohn Will (Ethan Embry) an, sondern ärgert auch seine klapprigen Nachbarn und fordert den Glauben seiner ansässigen Gottesdiener heraus. Die Figur des Ambrose ist mit seinen zahlreichen Kriegs-Traumata und seiner kauzigen Persönlichkeit ein unterhaltsamer und runder Charakter, den man gerne auf der Werwolf-Hatz begleitet.
 
 
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Zwar handelt es sich bei „Late Phases“ um einen Genrefilm, der Fokus von Bogliano liegt jedoch zweifelsohne darauf, eine spannende und kurzweilige Geschichte zu erzählen. Auf dieses Ziel sind sämtliche Elemente des Films ausgerichtet und der Filmemacher behält die Zügel stets fest im Griff. Das Mysterium um den Werwolf und seine Herkunft wird nur kurz aufrecht erhalten und nicht zum wichtigsten Pfeiler des Films gemacht. Hiermit beweist Bogliano ein gutes Verständnis für sein Publikum und verzichtet darauf, es für dumm zu verkaufen. Auch die Entwicklung des Hauptcharakters ist mit einer Sorgfalt gestaltet, die in einem Genrefan eher selten vorzufinden ist.
 
 
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Für die visuellen und akustischen Befindlichkeiten ist „Late Phases“ ebenfalls geeignet. Clevere Schnitte und eine solide Kameraführung unterstützen die Story und tun ebenfalls ihren Teil dazu, den Werwolf-Thriller genießbar zu machen. Die pelzigen Monster und ihre Greueltaten bestehen ausschließlich aus handgemachten Effekten und echtem Kunstblut, was den Film authentisch wirken lässt. Nicht zuletzt sind die Schreie und das Grunzen der Werwölfe gut gewählt und tatsächlich angsteinflößend.
 
 
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LATE PHASES – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Regisseur Adrián García Bogliano hat mit „Late Phases“ einen grundsoliden Film abgeliefert, der nicht nur in den Grenzen seines Genres funktioniert. Er ist spannend, kurzweilig und bringt neben einer kompetenten technischen Umsetzung sogar dramatische Noten und mit Nick Damici als kauzigen Kriegsveteran einen denkwürdigen Protagonisten mit.
 
 
 


 
 
 

LATE PHASES – Zensur

 
 
 
In Deutschland ist „Late Phases“ ungeschnitten ab 16 freigegeben. Die blutigen Szenen des Films halten sich nicht zurück, gleiten aber auch nicht ins Extreme. Die Freigabe ist angemessen.
 
 
 


 
 
 

LATE PHASES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) OFDB Filmworks (limitiertes Steelbook)

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(c) OFDB Filmworks (Blu-ray Amaray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Late Phases; USA 2014

Genre: Thriller, Fantasy, Horror

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1), Audiokommentar (DTS-HD Master Audio 2.0 Stereo)

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Erstauflage: Steelbook | Zweitauflage: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Deutscher Trailer, Trailershow, Audiokommentar mit Adrian García Bogliano, Making of „Late Phases“ (14:32 Min.), Early Phases – Werewolf Diaries FX (30:09 Min.)

Release-Termin: Erstauflage im Steelbook: 09.06.2015 | Zweitauflage im Amaray: 08.09.2015

 

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LATE PHASES – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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Filmkritik: „Perfide“ (2014)

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PERFIDE

Story

 
 
 
15 Jahre ist es her, dass Laura und Rubén sich im Wald außerhalb von Santiago de Chile räkelten. Als Erwachsene treffen sie sich jetzt wieder und beginnen erneut eine Beziehung. Leider bringen Beide eine ganze Reihe von Problemen mit sich. Laura (Catherine Mazoyer) hat einen Mann und zwei Kinder. Rubéns (Inigo Urrutia) Altlasten reichen weiter in die Vergangenheit und werden sich während des Wochenendes voller romantischer Zweisamkeit offenbaren.
 
 
 


 
 
 

PERFIDE – Kritik

 
 
 
Ein Paar und eine einsame Hütte im Wald. Fertig ist der atmosphärische, spannende Gruselfilm. Leider ist es schlussendlich doch nicht ganz so einfach, wie es sich der chilenische Regisseur Lucio A. Rojas offenbar gedacht hat. Sein „Perfide“ (im Original „Perfidia“) krankt an einer ganzen Reihe von Inkompetenzen, die den Film nicht nur als Thriller, sondern auch als Drama untragbar machen.
 
 
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Angefangen mit der überaus dilettantischen Musik- und Tonuntermalung des Films. Die wenigen, holprigen Jumpscares des Films versucht Rojas mit dem plötzlichen Einsetzen eines lauten, knirschenden Geräusches zu erzielen. Das erweist sich nicht nur als ineffektiv, sondern mit der Zeit auch als extrem nervig. Bei den zahlreichen Ausflügen in den Wald ertönen permanent Schritte in den Lautsprechern. Was als bedrohendes Hintergrundgeräusch beabsichtigt wurde, rutscht in den Vordergrund und tut den nächtlichen Waldszenen eher schlecht.
 
 
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Auch auf einer visuellen Ebene wirkt „Perfide“ durchgehend unbeholfen. Schlecht ausgeleuchtete und noch schlechter komponierte Bilder reißen den Film weiter rein und lassen nicht einmal den Hauch einer beklemmenden Atmosphäre aufkommen. Müde Verweise auf Horrorklassiker wie „Evil Dead“ haben eher den Anschein einer Beleidigung als den einer Hommage. Zu guter Letzt bleibt die Geschichte selbst, die ähnlich amateurhaft daherkommt, wie ihre technische Umsetzung. Weder Laura noch Rubén sind interessante Figuren, ihre Hintergründe bleiben bis zum Ende des Films ungeklärt, genau wie die eigentlichen Geschehnisse, die sie umzingeln.
 
 
 


 
 
 

PERFIDE – Fazit

 
 
 
1 Punkt
 
 
„Perfide“ verkauft sich als Horrorthriller, ist es aber nicht. Es ist ein ausgesprochen langweiliger und uninteressanter Film, der in keinem Bereich Pluspunkte sammeln kann. Einziger Vorteil ist die extrem kurze Laufzeit von knapp 70 Minuten.
 
 
 


 
 
 

PERFIDE – Zensur

 
 
 
Eine Recherche auf der Seite der FSK hat ergeben, dass „Perfide“ eigentlich mit einer Freigabe ab 16 bedacht wurde. Selbst diese Freigabe wäre anhand des vollends blutleeren und harmlosen Films sehr rätselhaft. Noch rätselhafter ist die Tatsache, dass auf dem Cover des Films das rote FSK-18-Siegel zu finden ist.
 
 
 


 
 
 

PERFIDE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Perfidia; Chile 2014

Genre: Drama, Fantasy, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.66:1

Laufzeit: ca. 78 Min.

FSK: Film: FSK 16 | Blu-ray: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 29.05.2015

 

Perfide [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

PERFIDE – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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Kritik: „Horsehead – Wach auf wenn du kannst“ (2014)

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HORSEHEAD

Story

 
 
 
Jessica (Lilly-Fleur Pointeaux) ist eine junge, französische Studentin, die auf den ersten Blick eine normale junge Frau zu sein scheint. Doch hinter den blonden Haaren und tiefblauen Augen versteckt sich etwas Unheimliches. Seit ihrer Kindheit leidet Jessica an schlimmen Albträumen, die ihr Schlaf und Ruhe rauben. Als sie von ihrer Mutter Catelyn (Catriona MacColl) zur Beerdigung ihrer Großmutter gerufen wird, beginnen sich die Ursachen ihrer lebenslangen Albträume abzuzeichnen. Das Verhältnis zwischen den beiden Frauen ist kühl und distanziert, nicht einmal dem Ehemann und Stiefvater Jim (Murray Head) gelingt es, die Stimmung zu heben. Getrieben von den gruseligen Symbolen ihrer Träume und bewaffnet mit der Fähigkeit des luziden Träumens begibt Jessica sich auf eine Reise in ihre familiäre Vergangenheit und stößt auf einige höchst unschöne Geheimnisse.
 
 
 


 
 
 

HORSEHEAD – Kritik

 
 
 
Die erzählerische Macht des menschlichen Unterbewusstseins ist bereits seit knapp 100 Jahren eine feste Größe in der Kinolandschaft. Surrealisten wie Luis Bunuel und David Lynch machten sich die Bildsprache und Logik der Traumwelten zu Nutzen, um beeindruckende Karrieren zu spannen. Auch das Horrorgenre entdeckte den Traum für sich, das wohl populärste Beispiel hierfür ist die „Nightmare on Elm Street“-Reihe. Beim ersten Spielfilm des Regisseurs handelt es sich allerdings nicht um einen herkömmlichen Slasher. Als Monster fungiert hier der titelgebende Horsehead, ein symbolische Kraft, die mit einer Pferdemaske die Träume der Protagonistin heimsucht. Basset springt in seinem sehr hübsch aussehenden Film zwischen zwei Traum-Modi hin und her. Ersterer dient mit seinen grotesken und schnell geschnittenen Gewaltdarstellungen zur Einstimmung in den Film. Später, nachdem Jessica die Fähigkeit des luziden Träumens gemeistert hat, begibt „Horsehead“ sich in düstere, farbstarke Traumwelten, in denen die gebeutelte Heldin des Films nach den Geheimnissen ihrer Ahnen sucht.
 
 
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Die gut ausgeleuchteten Bilder, die sich auch der Kraft eines gut gesetzten Schattens bedienen, zeugen von einem feinen Auge des Filmemachers. Leider sind nicht alle Sensibilitäten des Regisseurs so ausgeprägt wie die Visuelle. Teilweise unterlegt Basset Sequenzen der ruhelosen Jessica mit wummernder, elektronischer Musik, die sich weder in die ländliche, französische Kulisse, noch in die Handlung des Films einfügen will. Eine etwas befremdliche Entscheidung ist es auch, einen in Frankreich spielenden Film mit lokalen Schauspielern auf Englisch zu drehen. Es hätte dem Film sicherlich mehr Authentizität verliehen, wenn er sich der französischen Sprache verschrieben hätte. Neben diesen stilistischen Schwachpunkten machen sich vor allem im letzten Drittel des Films einige Patzer im Drehbuch breit, die es dem Zuschauer zunehmend schwer machen, den Geschehnissen zu folgen und sie zu verstehen. Dies wird vor allem dadurch verursacht, dass die Grenzen zwischen Traum und Realität immer mehr verschwimmen, ohne dass der Filmemacher die narrativen Zügel in der Hand behalten kann.
 
 
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HORSEHEAD – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Der französische „Horsehead“ ist ein solides Langfilmdebüt des französischen Regisseurs Romain Basset, in dem er vor allem visuelle Stärken unter Beweis stellen kann. Leider läuft ihm sein eigener Handlungsverlauf zum Ende des Films davon. Das Ergebnis ist ein unterhaltsamer, schön anzusehender und ordentlich gespielter Film, der von einem etwas fokussierterem Drehbuch klar profitiert hätte.
 
 
 


 
 
 

HORSEHEAD – Zensur

 
 
 
„Horsehead“ erscheint in Deutschand mit einer Freigabe ab 18, die anhand der blutigen, verstörenden Bilder und der Thematik vor allem im späteren Verlauf des Films absolut gerechtfertigt ist – ungeschnitten, keine Jugendfreigabe!
 
 
 


 
 
 

HORSEHEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Donau Film (Amaray Blu-ray)

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(c) Donau Film (limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Horsehead; Frankreich 2014

Genre: Drama, Fantasy, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover, ebenso Auflage im Mediabook

Extras: Featurette „Der Pferdekopf“ (14:41 Min.), Teaser (1:01 Min.), Deutscher Trailer (2:14 Min.), Original Kinotrailer in Englisch (2:13 Min.), Trailershow | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiger Buchteil, Poster, Inside Horsehead – Das Making Of (ca. 60 Min.), Die Effekte (ca. 15 Minuten), Das Casting (ca. 20 Minuten), Vier Kurzfilme von Regisseur Romain Basset (ca. 60 Minuten)

Release-Termin: 29.05.2015

 

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HORSEHEAD – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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Ähnliche Filme:
 
Nightmare on Elm Street (1984)
 
Inside (2007)
 
Martyrs (2008)
 

Filmkritik: „Colt 45“ (2014)

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COLT 45

Story

 
 
 
Der junge Polizist Vincent (Ymanol Perset) ist zwar erst 22 Jahre alt, aber bei den Dezernaten der belgischen Polizei extrem begehrt. Obwohl die Kollegen der Abteilungen Schwerverbrechen und Bandenkriminalität sich um den Jungspund reißen, beharrt Vincent auf seinen Dienst im polizeilichen Waffenlager, wo er mit dem Reparieren und Warten der Ausrüstung seine Erfüllung findet. Als er im Rahmen eines Schießwettbewerbs sämtliche Rekorde bricht und sein Talent der Welt präsentiert, gewinnt sein Leben über Nacht an Dynamik. Nicht nur Vincents Kollegen wollen ihn abwerben, auch der geheimnisvolle Milo (Joey Starr) hat ein Auge auf ihn geworfen. In einem Haifischbecken aus Vorgesetzten, Kollegen und mysteriösen dritten Parteien versucht der sichtlich überforderte Vincent, eine Reihe an tödlichen Raubüberfällen aufzuklären, während die Einschläge immer näher kommen.
 
 
 


 
 
 

COLT 45 – Kritik

 
 
 
In den letzten Jahren hat sich das belgische Arbeitstier Fabrice Du Welz mit einigen Werken Zutritt zur Weltbühne verschafft, darunter auch „Alleluia“, der auf Filmfestivals (unter Anderem in Hamburg) gezeigt wurde. Das Material, das er in „Colt 45“ umsetzt, ist weit vom bizarren Beziehungsdrama eines „Alleluia“ entfernt. Mit dem Schritt in die Welt der belgischen Gendarmerie spannt er ein komplexes Netz aus Korruption, Verbrechen und natürlich Gewalt.
 
 
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Im Mittelpunkt steht Vincent, die stille Hauptfigur, die gegen ihren Willen in einen Strudel aus Schuld, Reue und Verantwortung gezogen wird. Der steinige Weg des Protagonisten ist es, der den Film abrundet und ihm das nötige Gegengewicht zur Action gibt. Denn in erster Linie ist „Colt 45“ ein knallharter, blutiger Krimi mit einer Atmosphäre wie im Pulverfass. Du Welz zeigt sich als ökonomischer Filmemacher, der keine Zeit verschwendet und seine Geschichte in nur gut 80 Minuten erzählen kann. In Anbetracht der gradlinigen und simplen Handlung eine ausgezeichnete Wahl. Das rasante Tempo des Films und die respektabel gefilmten Actionsequenzen funktionieren außerdem wunderbar, um nähere Blicke auf den Handlungsablauf und die dazugehörigen Löcher in Logik und Plausibilität zu verhindern.
 
 
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COLT 45 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Training Day auf Belgisch! Knallharte Cop-Action – blutig und rasant. Dennoch, die Logikfüchse im Publikum werden den Raum nach „Colt 45“ mit einem berechtigten Kopfkratzen verlassen. Über eine besonders clevere und revolutionäre Story verfügt der Polizeithriller definitiv nicht. Dafür hat Fabrice Du Welz es geschafft, ihn mit einem sympathischen Hauptcharakter, kurzweiligen Actionszenen und einer explosiven, gefährlichen Stimmung anzureichern. Fans von schneller, halbwegs kluger Action können bedenkenlos zugreifen, denn „Colt 45“ ist schön, schnell und schmutzig.
 
 
 


 
 
 

COLT 45 – Zensur

 
 
 
Das Aufeinandertreffen von korrupten Cops, ehrlichen Polizisten und rücksichtslosen Gangstern wird in „Colt 45“ durchaus blutig dargestellt. Zwar ist das Gezeigte hart anzusehen, erreicht aber zu keiner Zeit Extreme. Die FSK hat den Film aber ab 16 Jahren freigegeben und das sogar in der ungeschnittenen Fassung.
 
 
 


 
 
 

COLT 45 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Pierrot Le Fou

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Colt 45; Belgien / Frankreich 2014

Genre: Action, Drama, Krimi

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Making-of, Featurettes

Release-Termin: 16.10.2015

 

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COLT 45 – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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Ähnliche Filme:
 
Alléluia (2014)
 
Training Day (2001)
 
Brooklyn’s Finest (2009)
 

Filmkritik: „German Angst“ (2015)

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GERMAN ANGST

Story

 
 
 
Vor einem Jahrhundert, als die damals neue Kunstform Film langsam aber sicher Form annahm, gehörten deutsche Filmemacher zu den weltweiten Pionieren der bewegten Bilder. Die unbehaglich dystopischen Bilder eines „Metropolis“, Dr. Mabuse als erster großer Leinwandschurke, Murnaus „Nosferatu“ als Urvater der Filmvampire. Um die alten Vorbilder und das ehemalige Image von Deutschland als Genre-Spezialist zu ehren, wurde mit „German Angst“ ein Horror-Dreigestirn produziert, das an die verblichene Größe erinnern soll. Mit der reißerischen Tagline „Three german tales of love, sex and death in Berlin“ präsentieren Jörg Buttgereit, Michal Kosakowski und Andreas Marschall ihre drei Kapitel und widmen sich verschiedenen brutalen Visionen, vom alltäglichen Wahnsinn hinter den Türen Berliner Wohnungen bis hin zur Verlockung des sexuellen Deliriums.
 
 
 


 
 
 

GERMAN ANGST – Kritik

 
 
 
Für Jörg Buttgereit sind es nicht die Dämonen aus alten Volksmärchen oder Krisen der Weltpolitik, in denen er sein Grauen versteckt. Der Kult-Regisseur von kontroversen Klassikern wie „Nekromantik“ oder „Schramm“ zeigt uns einen viel moderneren Blick auf Ängste, Traumata und Gewalt. Das namenlose Mädchen, dessen Tagesroutine uns gezeigt wird, wirkt auf den ersten Blick wie eine typische, etwas zurückgezogene junge Frau. Nach und nach entblättert Buttgereit die Illusion des Friedens und legt frei, was unter der Oberfläche krabbelt. In dem besten Kapitel des Trios spielt Jörg Buttgereit geschickt mit dem Kontrast seiner harmlos wirkenden Protagonistin und den nötigen Gewaltspitzen und zeigt auf, was sich hinter einer bürgerlichen Fassade alles verstecken kann. Michal Kosakowski widmet sich dem Thema, das in einer Reihe deutscher Horror-Visionen so sicher ist, wie das Amen in der Kirche. Der Auseinandersetzung mit dem Holocaust und den Konsequenzen des Zweiten Weltkrieges. Hier in der zugegeben originellen Form eines halbfantastischen und blutigen Rachemärchens. Ein gehörloses Pärchen befindet sich auf einer augenscheinlichen Entdeckungsreise durch eine Berliner Ruine, als sie auf eine Gruppe von Neonazis treffen. Weniger vorhersehbar als der folgende Gewaltausbruch ist ein besonderer Trick, den die Angegriffenen aus dem Ärmel holen. Kosakowski versteckt seine Gedankenansätze über Täter, Opfer, Vergangenheit und Gegenwart unter einer großen Menge unnötig brutaler Nazi-Exploitation und der grenzenlosen, fast fahrlässigen Überzeichnung der Neonazi-Gruppe.
 
 
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Das zweite Kapitel des blutigen Sammelbandes verschenkt durch einen Mangel an Subtilität leider Punkte, rettet sich aber durch seine interessante wie schräge Prämisse. Das Schlusslicht bildet Andreas Marschalls Geschichte über den Fotografen Eden, der an eine Mitgliedschaft in einem ebenso geheimen wie heiklen Sexclubs gerät. Der neu entdeckte Rausch stößt an seine Grenzen, als Eden die unerwarteten Nebenwirkungen des lokalen Aphrodisiakums entdeckt. Marschall erzählt uns eine längst verjährte Geschichte über sexuelle Tabus und die Konsequenzen der ungezügelten Lust. Leider tut er dies ohne einen nennenswerten Bezug zum deutschen Themenrahmen von „German Angst“, was seinen Beitrag mitunter unpässlich wirken lässt. Weiter entfremdend ist außerdem die Tatsache, dass ein Großteil des Dialoges sich in der englischen Sprache abspielt. Ein Trend, der bereits im zweiten Kapitel von „German Angst“ unangenehm auffiel und zum Schluss zunehmend nervt. Es ist löblich, dass Michal Kosakowski und Andreas Marschall augenscheinlich die internationale Vermarktung im Auge behalten haben. Trotzdem wirkt es arg befremdlich, einen typisch deutschen Horrorfilm vorgesetzt zu bekommen und ohne guten Grund fast ausschließlich englischen Ton zu vernehmen.
 
 
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GERMAN ANGST – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Wie so viele andere Wundertüten des Horror-Genres („VHS“, „ABCs of Death“) ist auch „German Angst“ ein gemischter Teller. Die drei Regisseure liefern ein Trio aus grundverschiedenen Episoden, die sich in Stil, visuellem Niveau und leider auch Qualität stark unterscheiden. Obwohl einzelne Elemente an der Relevanz des „German Angst“-Themas vorbeischrammen, fügt sich die Gesamtheit der Episoden zu einem kurzweiligen, unterhaltsamen Horror-Triptychon zusammen, das zwar meilenweit hinter den deutschen Genreklassikern hinterherhinkt, aber den zeitgenössischen Produktionen durchaus das Wasser reichen kann.
 
 
 


 
 
 

GERMAN ANGST – Zensur

 
 
 
Im zweiten Anlauf hat die FSK „German Angst“ eine KJ gewährt, die den Film ungeschnitten auf deutschen Regalen erscheinen lässt. Die Freigabe ab 18 ist der Härte des Films angemessen.
 
 
 


 
 
 

GERMAN ANGST – Deutsche Blu-ray

 
 
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(c) Pierrot le Fou (ungeschnittene Fassung im KeepCase)

 
 
 
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(c) Pierrot le Fou (ungeschnittene Fassung im limitierten Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: German Angst; Deutschland 2015

Genre: Action, Fantasy, Horror, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: 118 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover, Mediabook (limitiert auf 4000 Stück)

Extras: Behind the Scenes – Zusätzlich fürs Mediabook wurde ein Booklet mit 24-seitigem Buchteil (Text: Marcus Stiglegger und Deadline) erstellt. Zudem enthält die Sammlerauflage ein Filmposter, einen Audiokommentar mit den drei Regisseuren, diverse Trailer und ein Making of

Release-Termin: 15.05.2015

 
 
 


 
 
 

GERMAN ANGST – Mediabook

 
 
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Seit geraumer Zeit hat es sich das Label PIERROT LE FOU zur Aufgabe gemacht, Fans der etwas härteren Filmart mit herausragenden Horrorstreifen zu beglücken. Das Label hat ein goldenes Händchen für Geheimtipps. So sicherte man sich die Rechte an internationalen Horrorstreifen (u.a. HERE COMES THE DEVIL), um sie auch in Deutschland einem interessierten Publikum zugänglich machen zu können. Bei PIERROT LE FOU entscheiden die Käufer mit – zumindest wenn es um die Gestaltung der Heimkinomedien geht. So dürfen die nämlich bei der Coverauswahl für die hauseigene Mediabook-Reihe mitentscheiden, um die Sammlerobjekte nach ihren Wünschen vom Label gestalten zu lassen.
 
GERMAN ANGST ziert die Nummer 5 der begehrten „Uncut“-Mediabooks und setzt jene Serie fort, die bereits mit den Filmen DADDY’S LITTLE GIRL, RAZE, SILENT NIGHT und LET US PREY begonnen wurde. Die Aufmachung bleibt wie gehabt. Erneut liegt der Sammlerauflage eine DVD und Blu-ray bei, auf denen der Streifen selbstverständlich in ungeschnittener Fassung enthalten ist. Um sich nach dem Filmgenuss informieren zu können, wurde ein umfangreiches Extrapaket geschnürt, das in vollem Umfang nur in der Sonderverpackung zu finden ist. Dazu gehören Audiokommentare der drei Regisseure, ein Making of, kurzes Hinter-den-Kulissen-Material und diverse Trailer. Zudem enthält das Mediabook einen informativen Buchteil geschrieben von Marcus Stiglegger und der Zeitschrift Deadline. Mit einem ansprechenden Filmposter wird die schöne Veröffentlichung abgerundet, die übrigens zu einem deutlich günstigeren Kurs angeboten wird, als die obligatorischen 30 Euro, die im deutschsprachigen Ausland für Buchverpackungen aus dem Hause XT oder NSM bezahlt werden müssen. Bleibt zu erwähnen, dass das GERMAN ANGST-Mediabook auf 4000 Stück limitiert ist und sich hervorragend in die bisherige Sammelserie einreiht. Wir raten: zugreifen, so lange das noch möglich ist!
 
Übrigens: Mediabook Nummer 6 aus der Sammelreihe ist der sehenswerte Überlebens-Horror PRESERVATION.

 
 

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GERMAN ANGST – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei PIERROT LE FOU

 
 
 
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V/H/S: Viral (2014)
 

Filmkritik: „Verjährung“ (2013)

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VERJÄHRUNG

(MONG-TA-JOO / MONTAGE)

Story

 
 
 
15 Jahre nach der Entführung und dem Tod ihrer Tochter ist Ha-Kyung (Jeong-hwa Eom) noch immer ein nervliches Wrack, das jeden Tag gegen Trauer und Zorn kämpft. Der Besuch des Kommissars Cheong-Ho verschlimmert die Situation. Er teilt ihr mit, dass die Verjährungsfrist des ungeklärten Verbrechens in wenigen Tagen abläuft und eine Strafverfolgung somit ausgeschlossen ist. Während Ha-Kyung die Jagd nach dem Täter in die eigene Hand nimmt und der besiegte Cheong-Ho seinen Job an den Nagel hängt, ereignet sich eine neue Entführung, die dem eben verjährten Fall verdächtig ähnlich sieht. Gemeinsam versuchen die Ermittler, die verzweifelte Mutter und der ehemalige Kommissar, den cleveren Verbrecher kein zweites Mal ungestraft davonkommen zu lassen.

 
 
 


 
 
 

VERJÄHRUNG – Kritik

 
 
 
Im alphabetisch sortierten Regal nimmt der koreanische „Verjährung“ seinen Platz ganz in der Nähe von Larsson-Verfilmungen à la „Verblendung“ oder „Verdammnis“ ein. Auf den ersten Blick besteht der asiatische Krimi sogar aus den selben Elementen. Ein längst verjährtes Verbrechen, an das sich höchstens die Beteiligten erinnern. Das traumatisierte Opfer, der verbissene Ermittler, der mysteriöse Täter. Was der koreanische Autor und Regisseur Geun-Seop Jeong in seinem Erstlingswerk abliefert, entfernt sich jedoch schnell von den Klischees, die von den skandinavischen Vorbildern definiert wurden. Sein Drehbuch reicht weitaus tiefer als das klassische Gut gegen Böse oder das Aufarbeiten von uralten Rachefantasien. Die Definitionen von Tätern und Opfern verschwimmen im Laufe des Films mehr und mehr, was ihn meilenweit vor die Krimis eines Jussi Adler-Olsen stellt. Jeong versteht, was einen guten Krimi ausmacht und spannt über zwei Stunden und mehrere Zeitebenen eine komplexe und unvorhersehbare Geschichte, die den Zuschauer bis zur letzten Minute und dem ausgezeichneten Finale im Dunkeln lässt.
 
 
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VERJÄHRUNG – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Wirklich gute und spannende Krimis sind im heutigen Klima zwischen der Massenware im deutschen Fernsehen und den müden Romanadaptionen der skandinavischen Bestseller nicht leicht zu finden. Aus Korea erreicht uns mit „Verjährung“ eine erfrischende und willkommene Ausnahme, die den kreativen Kopf hinter ihr zu einem neuen Talent macht, das man im Auge behalten sollte.
 
 
 


 
 
 

VERJÄHRUNG – Zensur

 
 
 
Sein respektables Maß an Spannung erreicht der Film ohne nennenswerte Gewalt und ausschließlich mit emotionalen Schlägen. In Deutschland ist der Film ab 12 Jahren freigegeben, was absolut vernünftig ist.
 
 
 


 
 
 

VERJÄHRUNG – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Edel:Motion / Edel Germany

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Mong-ta-joo; Südkorea 2013

Genre: Action, Thriller

Ton: Deutsch DTS HD MA 5.1, Koreanisch DTS HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 116 Min.

FSK: FSK 12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Making Of

Release-Termin: 01.05.2015

 

Verjährung (engl. Montage) [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

VERJÄHRUNG – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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