Filmkritik: „Bullets of Justice“ (2019)

bullets-of-justice-2019-poster
 
 
 

BULLETS OF JUSTICE

Story

 
 
 

In der Zukunft regiert eine Kreuzung aus Mensch und Schwein die Welt. Nur noch wenige Menschen sind übrig, um sich gegen diese Wesen zur Wehr zu setzen.

 
 
 


 
 
 

BULLETS OF JUSTICE – Kritik

 
 
 
Trash kann eine schöne Sache sein – Einfach abschalten und sich von Schwachsinn berieseln lassen. Das funktioniert aber leider nicht immer. Wenn Trash dermaßen doof ist, dass er eher peinlich wirkt, als amüsant, dann wird es schwer mit dem Genuss. Und leider gehört „Bullets of Justice“ genau zu dieser Marke, dem peinlichen Trash.
 
 
bullets-of-justice-2019-bild-1
 
 
Im dritten Weltkrieg wurden Schweine mit Menschen gekreuzt, um daraus den Supersoldaten zu erschaffen. Dies ist gelungen, doch viele Jahre später hat diese Rasse namens „Muzzles“ die komplette Kontrolle übernommen. Der Mensch steht auf ihrem Speiseplan und es ist nicht mehr viel übrig von der Menschheit. Eine Gruppe Überlebender hält sich in einem Atombunker versteckt. Unter ihnen befindet sich auch Rob Justice, ein Kopfgeldjäger und scheinbar die letzte Hoffnung für die Menschheit. Er soll das Mutterschwein finden und damit alle retten.
 
 
bullets-of-justice-2019-bild-2
 
 
Die Ausgangssituation klingt schon mal wahnsinnig bekloppt, doch daraus hätte man echt etwas machen können. Hier und da lässt sich auch mal eine kleine Idee finden, die recht kreativ wirkt, doch ein Großteil des Drehbuches ist wirklich einfach nur dumm. Die Einfälle wirken so doof, dass sie ihren Zweck verfehlen. Ein Mädel mit einem Schnäuzer, seltsame Visionen mit einem männlichen Model, Kreaturen, die ihren Arsch am Kopf haben und dann passenderweise „Asshole“ heißen. Solche Ideen machen keinen Spaß, weil sie gänzlich willkürlich eingebaut wurden und überhaupt keinen Zweck verfolgen. Guter Trash lässt sich nicht einfach so erschaffen – Da muss schon Herzblut erkennbar sein. „Bullets of Justice“ lässt solches spürbar vermissen und bietet am Ende noch einen Twist, der dermaßen an den Haaren herbeigezogen ist, dass es weh tun möchte. Allgemein gelingt es dem Werk nicht ansatzweise eine einigermaßen funktionierende Dramaturgie aufzubauen. Hier will einfach nichts funktionieren.
 
 
bullets-of-justice-2019-bild-3
 
 
Dass mit Danny Trejo geworben wird, sollte klar machen, wie verzweifelt man versuchen musste, irgendwelche Interessenten zu finden, denn Trejo ist eine echte Mogelpackung. Er hat vielleicht zwei Minuten Screen-Time und diese dann auch noch in einer völlig belanglosen Rolle. Abgeschossen wird der Vogel aber erst durch Timur Turisbekov in der Hauptrolle. Er stellt eine Totalkatastrophe dar, besitzt null Charisma und leiert seine Rolle dermaßen lustlos herunter, dass einem als Zuschauer jegliche Freude vergeht. Doch auch alle anderen Darsteller sind überhaupt nicht gut. Lediglich Doroteya Toleva als Frau mit Schnäuzer ist noch einigermaßen erträglich. Hinzu gesellt sich die Tatsache, dass „Bullets of Justice“ nicht mal im O-Ton gut anhörbar ist, weil hier oftmals ein doch recht schlechtes Englisch gesprochen wird. An eine Figurenzeichnung ist übrigens nicht zu denken. Die Charaktere sind qualvoll belanglos und bleiben stets langweilig. Zwar hat man hier versucht eine Art der Coolness zu entwickeln, doch dieser Versuch ist grandios gescheitert.
 
 
bullets-of-justice-2019-bild-5
 
 
Wenn man nun gute Punkte an „Bullets of Justice“ finden möchte, dann wird man am ehesten in der handwerklichen Umsetzung fündig, was noch lange nicht heißt, dass der Film gut gemacht wurde. Regisseurin Valeri Milev kennt man vielleicht durch „Wrong Turn 6“, aber ansonsten wohl auch eher nicht. Es gibt tatsächlich ein paar ganz schicke Kamerafahrten und sogar ein paar Schauwerte, mit denen so nicht unbedingt zu rechnen war. Außerdem sind die Masken nicht gerade schlecht. Die Effekte gehen von unterirdisch bis solide und wenn mal gesplattert wird, stammt sogar nicht alles Blut aus dem Computer. Die Optik ist soweit ebenfalls in Ordnung und die apokalyptische Welt wurde gar nicht mal so schlecht dargestellt. Ein wenig Qualität versteckt sich hinter der Umsetzung also tatsächlich und trotzdem bringt dem Film das kaum etwas. Dafür ist das Treiben nämlich einfach zu öde. Die Actionszenen sind meist schnell vorbei, Spannung entsteht sowieso keine und wenn es Humor gibt, dann ist dieser einfach nur geschmacklos. Die letzten 20 Minuten setzen der Peinlichkeit die Krone auf und obwohl „Bullets of Justice“ nur 75 Minuten Laufzeit besitzt, zieht er sich in die Länge. Auf jeden Fall ist man froh, wenn dieses Treiben ein Ende gefunden hat.
 
 
bullets-of-justice-2019-bild-4
 
 


 
 
 

BULLETS OF JUSTICE – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
„Bullets of Justice“ ist nicht mal aus Trash-Sicht empfehlenswert. Es wird vielleicht ein paar Zuschauer geben, die an den peinlichen Ideen ihre Freude haben, aber selbst unter dieser Prämisse bietet der Streifen nicht genug. Es gibt im Endeffekt nicht mal wirklich viel Splatter, selbst wenn der Film nicht harmlos ist. Zusätzlich sollte man sich nicht auf Trejo freuen, denn der ist vernichtend wenig mit dabei und die restlichen Darsteller geben eine ziemlich unterirdische Darbietung von sich. Die Grundprämisse der Story mag noch schön doof klingen, doch man hat daraus kaum etwas gemacht. So schaut man 75 Minuten gänzlich unsympathischen Charakteren zu, die man sofort nach dem Schauen wieder vergessen hat. Zum Glück bleibt auch die Frage nach dem Sinn nicht lange im Gedächtnis, denn dafür ist „Bullets of Justice“ einfach zu belanglos. Nur weil das handwerklich teilweise eine gewisse Qualität besitzt, bleibt die Totalkatastrophe aus, aber viel hat zu dieser nun wirklich nicht gefehlt!
 
 
 


 
 
 

BULLETS OF JUSTICE – Zensur

 
 
 
„Bullets of Justice“ lief bereits im Oktober 2019 auf dem Obscura Film Festival in Berlin. Der Film hat einige sehr krude Szenen zu bieten. Man darf mit einer ungeschnittenen Erwachsenenfreigabe rechnen – sollte der Film hierzulande veröffentlicht werden.
 
 
 


 
 
 

BULLETS OF JUSTICE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Black Mandala)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Operation Overlord (2018)
 
Turbo Kid (2015)
 
Drifter – Live in Fear (2016)
 

Filmkritik: „Killer Sofa“ (2019)

killer-sofa-2019-poster
 
 
 

KILLER SOFA

(MY LOVER, MY LAZY BOY)

Story

 
 
 

Ein Sitzmöbel führt plötzlich ein Eigenleben und bringt Unheil über den Besitzer.

 
 
 


 
 
 

KILLER SOFA – Kritik

 
 
 
Das Horrorkino ist vielfältig und abwechslungsreich. Neben harten, kontroversen, anspruchsvollen und unheimlichen Beiträgen bietet das Genre auch gut und gerne mal Abwechslung durch Selbstironie und Humor. Da werden immer öfter Horrorfilme gedreht, die sich partout nicht ernst nehmen wollen und mit absurden Ideen locken, für die man mehrere Liter Alkohol intus gehabt haben muss, um diese auf Papier kritzeln zu können. Mittlerweile ist die Liste durchgeknallter Filmspäße lang. Darauf befinden sich Horrorkomödien in denen nicht nur Tomaten, Kühlschränke oder Donuts zu aggressiven Killermaschinen umfunktioniert werden. Auch fliegende Haifische, mordende Weihnachtsbäume oder boshafte Lebkuchenmänner sind im Horror-Genre keine Seltenheit mehr. Trashfilmliebhaber und Fans von Nischenfilmen geben uns da recht.
 
 
killer-sofa-2019-bild-1
 
 
Der nächste Blödsinn steht nun in den Startlöchern. Der kommt diesmal aus Neuseeland und durchforstet die Lagerregale bekannter Möbelhäuser nach möglichen Einrichtungsgegenständen, die dem Besitzer das Leben zu Hölle machen können. Hängen geblieben ist man da bei S wie Sofa. Letzteres wird nun zum Killer-Möbel deklariert und soll Menschen nach dem Leben trachten. So ganz neu ist die Idee aber nicht. Vor einiger Zeit hatten wir hier ähnlichen Low-Budget-Spaß besprochen. Der schimpfte sich BED OF THE DEAD und erzählte die Geschichte eines besessenen Holzbetts, das sich an Menschenblut labte. Genau gleiches Prinzip verfolgt nun KILLER SOFA, der mit seiner skurrilen Idee immerhin für Aufmerksamkeit unter Horrorfilmjüngern sorgte und sich deshalb auf der ein oder anderen Filmvormerkliste befinden dürfte. All jene bekommen nun aber schnell einen Dämpfer. KILLER SOFA sieht zwar auf den ersten Blick ganz brauchbar aus, ist aber bei genauerer Betrachtung weit entfernt vom neuen Trash-Hit. Wir sagen Euch warum.
 
 
killer-sofa-2019-bild-5
 
 
Kein Sofa, sondern eher ein diabolischer Sessel mit Augen. In KILLER SOFA dreht sich alles um die Tänzerin Francesca. Die hat mehrere Verehrer, die der attraktiven Brünetten oft mal etwas zu nahe rücken. So auch ein Stalker von dem man plötzlich Körperteile findet und die Polizei vor Rätsel stellt. Doch damit nicht genug. Francesca gönnt sich den Luxus eines neuen Sessels. Der wird geliefert und beginnt plötzlich ein Eigenleben zu führen. Die ersten Morde stempelt man noch unter Unfall ab. Doch bald schon häufen sich die seltsamen Umstände. Da kommt ein Bekannter der Tänzerin auf den richtigen Pfad. Der ist fest davon überzeugt, dass das Möbel von einem Dibbuk besessen ist – einem, nach jüdischen Volksglauben bösen Totengeist.
 
 
killer-sofa-2019-bild-3
 
 
Ernster als gedacht – aber nicht unbedingt gut. KILLER SOFA verfügt zwar über eine ungewöhnliche Filmidee, ist aber reichlich zäh. Nach blutigem Auftakt quält sich der Streifen mit dem Erzählen seiner Geschichte. Wir bekommen sonderbare Figuren vor die Linse und natürlich auch das Sitzmöbel aus dem Trailer. Irgendwie will aber beides nicht zu einem homogenen Ganzen finden. KILLER SOFA hat Anlaufschwierigkeiten und braucht angesichts der ohnehin schon knappen Laufzeit von 75 Minuten einfach zu lange, um mal überhaupt eine Richtung zu finden. Dass da kaum Spannung entsteht, liegt auf der Hand. Der neuseeländische Filmemacher BERNIE RAO hat hier ein eigenes Drehbuch verfilmt, dem es an Feinschliff fehlt. Die Ereignisse dümpeln vor sich hin, die Protagonisten wirken unnahbar, schwarzer Humor ist überschaubar und nach richtigen Höhepunkten sucht man vergebens. Weil auch noch übertriebener Splatter fehlt, der die Geschehnisse ins Absurdum treiben könnte, versinkt KILLER SOFA schnell in der Bedeutungslosigkeit. Nee, das war nichts – die überwiegend negativen Bewertungen im Filmportal IMDB deuten darauf hin, dass es vielen anderen Zuschauern wohl genauso erging wie uns.
 
 
killer-sofa-2019-bild-4
 
 


 
 
 

KILLER SOFA – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Nix mit gaga und so furchterregend wie auf dem Poster erst recht nicht. Auch wenn sich der Plot über ein mordendes Möbelstück total bescheuert liest, KILLER SOFA enttäuscht. Hier wird viel Potenzial verschenkt, um sich den Preis für den besten Trash-Horror 2019 sichern zu können. Außer der Tatsache, dass hier ein Sitzmöbel von einem Geist besessen ist und Menschen ermordet, fehlt es KILLER SOFA an ausgefallenen Ideen, um den Zuschauer bei Laune halten zu können. Wo sind die ausufernden Splatter-Späße? Wo die für diese Art von Filmen obligatorischen Lacher? Beides Mangelware. Stattdessen zu viel Low-Budget und Belanglosigkeit. Wer gerne sehen möchte, wie ein paar Filmpraktikanten ein Möbel hin- und herschieben, sodass man meinen könnte, es bewege sich von selbst, wird mit KILLER SOFA so seinen Spaß haben. Wer hier Trash-Irrsinn im Stile eine SHARKNADO erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt. KILLER SOFA ist zäh, unwitzig und langweilig obendrein. Erst im Finale passiert endlich mal was. Da hat man schon Besseres aus Neuseeland aufgetischt bekommen. Zumindest hat dort der große PETER JACKSON mit Horror-Trash den Weg ins Filmbusiness geschafft. Der drehte in Neuseeland mit gerade einmal 30.000 NZD den abgefahrenen BAD TASTE und schrieb damit Horrorfilmgeschichte. Von so was kann KILLER SOFA-Regisseur BERNIE RAO nur träumen. Übrigens hieß der Film anfangs noch ganz anders. Weil der ursprüngliche Titel MY LOVER, MY LAZY BOY wenig aussagekräftig erschien, taufte die Verleihfirma den Film einfach in KILLER SOFA um. Irreführend – vor allem auch deshalb, weil es im Film gar kein mordendes Sofa zu sehen gibt. Ob sich die Leute vom Verleih diesen Film überhaupt je angesehen haben?
 
 
 


 
 
 

KILLER SOFA – Zensur

 
 
 
KILLER SOFA hat ein paar blutige Szenen zu bieten. Ausufernde Gewalt oder übertriebene Splattereinlagen sucht man aber vergebens. Die zelebrierten „Gemeinheiten“ bewegen sich in einem FSK16-Rahmen. Die dürfte KILLER SOFA dann auch in Deutschland erhalten. Der Film erscheint Januar/Februar 2020 in Deutschland auf Blu-ray und DVD.
 
 
 


 
 
 

KILLER SOFA – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei High Octane Pictures | Mad Kiwi Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Attack of the Killer Donuts (2016)
 
Der Kühlschrank (1991)
 
Angriff der Killertomaten (1978)
 
Sharknado – Genug gesagt! (2013)
 
Rubber (2010)
 

Filmkritik: „Cabin of the Damned“ (2017)

canin-of-the-damned-2017-poster
 
 
 

CABIN OF THE DAMNED – DIE DÄMONEN SIND LOS

(TARNATION)

Story

 
 
 

Vier junge Leute fahren zu einer abgelegenen Waldhütte. Dort ist bald im wahrsten Sinne die Hölle los.

 
 
 


 
 
 

CABIN OF THE DAMNED – Kritik

 
 
 
Wenn junge Leute in ein klappriges Haus fahren, das irgendwo tief versteckt in den Wäldern steht, wissen die meisten Zuschauer wie der Hase laufen wird. Vor knapp 40 Jahren hat SAM RAIMI klargestellt, dass sich Dämonenwesen bevorzugt dort aufhalten, wo es andere hinzieht, um nach Ruhe zu suchen. Der damals noch unbekannte Regisseur drehte mit überschaubaren Mitteln einen wegweisenden Dämonentanz, der selbst Jahrzehnte nach Entstehung Filmschaffende beeinflusst. Mittlerweile gehört EVIL DEAD zu einem Meilenstein modernen Horrorkinos, der von vielen Filmemachern zitiert und kopiert wird. Auch dem Australier DANIEL ROBERT ARMSTRONG dürfte genannter Kult-Horrors schlaflose Nächte bereitet haben. Der war zur Veröffentlichung des Splatterklassikers gerade einmal elf Jahre alt und hat sich wahrscheinlich nach Sichtung nicht unbegründet in die Hosen gemacht. Offenbar ein Grund, warum wir nun CABIN OF THE DAMNED besprechen. Bei genauerer Betrachtung ist der Horror-Trash eine etwas trashige Reminiszenz an genannten Horrorklassiker. Der wird im Entstehungsland als TARNATION vertrieben, erhielt aber der besseren Vermarktung wegen hierzulande einen weitaus reißerischen Titel. Da stellt sich die Frage, ob die verheißungsvolle Umbenennung auch halten kann, was sie verspricht. Fans der Indie-Schmiede TROMA zumindest werden zufriedengestellt.
 
 
cabin-of-the-damned-bild-1
 
 
Alles etwas „gaga“ und abgefahren trashig. In der Horror-Komödie CABIN OF THE DAMNED hat Rockerin Oscar (DAISY MASTERMAN) nicht sonderlich viel Glück im Leben. Die wird gleich mal aus der eigenen Band gekickt und ist dazu auch noch unfreiwillig Single, weil der Liebste unerwartet die Reißleine gezogen hat. Da kommen ihr die Freunde gerade recht, die die Verlassene zu einem Trip in die Wälder überreden wollen, damit das Mädel auf andere Gedanken kommt. Weil auch noch ein attraktiver Schönling an Bord ist, gibt sich die deprimierte Oscar einen Ruck und düst mit den Kumpels zu einer Hütte in die Wälder. Dort ist es eigentlich ganz schön. Doch die entspannte Stimmung schlägt schnell in Chaos um, weil ein Einhornkopf-Dämon hier sein Unwesen treibt. Der funktioniert die Freunde in aggressive Bestien um, die sich gegenseitig abschlachten. Ob sich die taffe Oscar aus dieser verzwickten Situation befreien kann? Ernst nehmen kann man CABIN OF THE DAMNED bei Gott nicht.
 
 
cabin-of-the-damned-bild-2
 
 
Von Einhorn-Latexmasken und laufenden Mensch-Hühner-Köpfen. Man muss schon ein Faible für trashige Horror-Unterhaltung besitzen, um mit CABIN OF THE DAMNED etwas anfangen zu können. Der Streifen nimmt sich, seine Figuren und sogar den Zuschauer zu keiner Minute ernst. Zu sehen gibt es viel Blödelei, reichlich Overacting und jede Menge Slapstick. Die Handlung selbst tritt dabei schnell in den Hintergrund, um dem Rausch der Dummheiten vollen Raum geben zu können. So macht der quirlige Cocktail an Albernheiten nur selten Sinn, was vermutlich nicht sonderlich schlimm wäre, würde der Streifen so etwas wie einen roten Faden besitzen. Leider war man aber eher darum bestrebt absurde Szenen mit platten Humor aneinanderzureihen und hat auf einen Erzählfluss verzichtet. Der fühlt sich teils sehr zäh an. So hat man sich schnell am Mix der Absurditäten sattgesehen und quält sich bis zur Zielgraden durch eine groteske Geschichte, die keinerlei Spannung aber dafür genug Leerlauf und Durchhänger besitzt. CABIN OF THE DAMNED ist kein Film für Jedermann. An diesem semiprofessionellen Quatsch werden sich wohl nur hartgesottene Trash-Liebhaber erfreuen können. Dennoch hat man selbst hier schon besseres aufgetischt bekommen.
 
 
cabin-of-the-damned-bild-3
 
 


 
 
 

CABIN OF THE DAMNED – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Dieser quirlige Cocktail an Albernheiten lässt sich nur mit genug Alkohol ertragen. CABIN OF THE DAMNED ist zweifelsohne eine Hommage an den Kultfilm EVIL DEAD. Übertrieben viel Blut fließt hier freilich und auch die diversen Spezialeffekte machen es in ihrer Semiprofessionalität genanntem Splatter-Klassiker gleich. Trotz Gemeinsamkeiten sind beide Film aber dann so ziemlich unterschiedlich. Während EVIL DEAD noch eine gewisse Ernsthaftigkeit an den Tag legt und mit Atmosphäre und Schockmomente Gruselfeeling heraufbeschwört, fehlt das alles in CABIN OF THE DAMNED gänzlich. Die Handlung ist rudimentär und besteht eigentlich nur aus einer Aneinanderreihung von skurrilen Szenen mit teils peinlichem Humor. Wer schon einmal einen Film aus den legendären TROMA-Studios gesehen hat, dürfte sich in etwa vorstellen können, was ihn in CABIN OF THE DAMNED erwartet. Der Film macht nämlich von gleicher Erfolgsformel Gebrauch, mit der sich genannte Trash-Bude vor allem in den 1980ern einen international bekannten Namen machen konnte. Das bedeutet unterm Strich: Humor weit unter der Gürtellinie, der vor allem durch seine platten Albernheiten und ausufernden Blödeleien in Erinnerung bleibt. CABIN OF THE DAMNED ist nur etwas für Fans schlechten Geschmacks. Im nüchternen Zustand zündet der zelebrierte Humor leider keineswegs.
 
 
 


 
 
 

CABIN OF THE DAMNED – Zensur

 
 
 
CABIN OF THE DAMNED (OT: TARNATION) ist eine Komödie, die Splattermomente sehr übertrieben und bewusst trashig inszeniert. Hart schaut die Gewalt demnach keineswegs aus. Ein Grund warum der Film hierzulande eine FSK16 erhalten hat.
 
 
 


 
 
 

CABIN OF THE DAMNED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
cabin-of-the-damned-bluray

(c) Donau Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Tarnation; Australien 2017

Genre: Horror, Trash, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch Deutsch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Making Of Featurette, Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 29.06.2017

 

Cabin of the Damned – Die Dämonen sind los [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

CABIN OF THE DAMNED – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Donau Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bloody Knuckles (2014)
 
Hell Baby (2013)
 
Atomic Hero (1984)
 
Class of Nuke ‚Em High (1986)
 
Tanz der Teufel II – Jetzt wird noch mehr getanzt (1987)
 

Kritik: „She – Eine verrückte Reise in die Zukunft“ (1982)

she-eine-brutale-reise-in-die-zukunft-poster
 
 
 

SHE – EINE VERRÜCKTE REISE IN DIE ZUKUNFT

(SHE | SHE – EINE BRUTALE REISE IN DIE ZUKUNFT)

Story

 
 
 
Neulich in der Post-Apokalypse. Einmal mehr hat die dämliche Menschheit atomar gezündelt, sich den rettenden Ast unterm Hinterteil weggebombt. Klingt angesichts der gegenwärtigen Wendungen der menschlichen Saukomödie gar nicht mehr so abwegig. Die Ödlande sind nach dem großen Knall in die Hände sich meistens bekriegender Amazonenclans gefallen. Also weiter Kampf. Als der Wasteland-Cowboy Tom die Entführung seiner Schwester erleben muss, tritt ihm die Kämpferin „She“, verstrahlt verkörpert von Tänzerinnen-Hardbody und Schwarzenegger-Co-Star Sandahl Bergman, zur Seite.
 
 
 


 
 
 

SHE – Kritik

 
 
 
SHE ist nicht die intellektuelle Sci-Fi-Dystopie eines Philip K. Dick oder der endlos einflussreichen Schriftsteller-Gebrüder Strugatsky. Paten stehen hier eher Schnellfilm-Ungeheuer wie Joe D’Amato oder David A. Prior. Das Projekt SHE, entstanden als italienisch-amerikanische Co-Produktion, orientiert sich wenig überraschend an den trendigen Endzeitfilmen jener Jahre, wie sie auf beiden Seiten des Großen Teichs kostengünstig auf ausrangierten Steinbrüchen und in kargen Waldlandschaften entstehen. Regisseur Avi Nesher verbindet auf virtuose Art die Schwachsinnigkeit der Genrefilme von USA und ITA. Ein World-Cup-Unentschieden, könnte man sagen. Im Stil einer Comic-Erstausgabe bietet der Film Herkunftsgeschichten der Figuren, um sie final aufeinandertreffen zu lassen. Nüchtern betrachtet, entfaltet sich vorm Auge des geneigten Schlockfilm-Glotzers ein Potpourri aus allem, was schon einzeln zündet: Science-Fiction, Action, nackte Möpse, Spaß. Ein sicherer Treffer für Freunde des guten schlechten Geschmacks. Kommen wir hiermit zum Ende der halbwegs seriösen Faktenbeschreibung dieses schönen Films, der, möglich gemacht durch das Abgrasen noch nicht vergebener Lizenzen, über dreißig Lenze nach Entstehung auf DVD erscheint. Eine VHS im schicken, roten VPS-Cover gab es hierzulande mal.
 
 
she-eine-brutale-reise-in-die-zukunft-bild-1
 
 
Was SHE – EINE VERRÜCKTE REISE IN DIE ZUKUNFT vor vielen Jahren zum Liebling bierseliger Videoabende macht, ist, wie so oft im VHS-Zeitalter, die deutsche Synchronisation. Zu den großangelegten Mechanismen der Alltags-Straffung gehört das strenge Einsortieren und Benennen jedeweder Sache. Filmgenres entstehen auf Blogs und an den Vermarktungsschreibtischen der Hersteller bereits nach der Sichtung von drei Filmen mit sich ähnelnden Handlungselementen. Ärgerlich alberne tags wie Home-Invasion-Film versprechen Vereinfachung des Konsums und Schonung der grauen Zellen. Dieser Arbeitsweise benutzen wir heute auch einmal und ordnen SHE einem ganz besonderen Genre zu: Filme, in denen kein normaler Satz gesprochen wird. Einsamer Rekordhalter dieses Konstrukts ist der italienische Barbaren-Irrsinn SUPERMÄNNER GEGEN AMAZONEN, zufälligerweise damals auch bei VPS veröffentlicht. Avi Neshers Apokalypsen-Klopper hier braucht sich hinter dem aber nicht zu verstecken. Ein Fest.
 
 
she-eine-brutale-reise-in-die-zukunft-bild-2
 
 


 
 
 

SHE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Wie muss es sich für den Videothekenpilger in den späten Achtzigern angefühlt haben, verleitet von Covergestaltung und dem Hunger nach dem nächsten TERMINATOR, dem nächsten MAD MAX, Avi Neshers unglaublicher Trash-Atomrakete auf den Leim gegangen zu sein? Der Zuseher des Jahres 2018 kann den exotischen Hasscocktail aus Enttäuschung und Hirnverknotung quasi auf der Zunge schmecken, trotzdem nur ahnen und sich glücklich schätzen, SHE bewusst ausgewählt zu haben. Ein Film, den man mit dem Sticker „Das ist Trash“ mit einer Sonde ins All schießen müsste, auf dass unsere außerirdischen Herrscher in spe wissen, worauf sie sich hier unten einlassen.
 
 


 
 
 

SHE – Zensur

 
 
 
Im Kino und auf VHS gab es SHE nur gekürzt. Im digitalen Zeitalter ist das jetzt anders. Die erhältliche DVD beinhaltet die ungeschnittene Fassung. Fans und Sammler trashiger Perlen aus den 1980ern dürfte das freuen. Aber Obacht: SCHRÖDER MEDIA hat den Titel geändert. Auf dem Cover steht nun nicht mehr SHE – EINE VERRÜCKTE REISE IN DIE ZUKUNFT. Das „verrückte“ wurde gegen „brutale“ ausgetauscht.
 
 
 


 
 
 

SHE – Deutsche DVD

 
 
 
she-eine-brutale-reise-in-die-zukunft-dvd

(c) Schröder Media (DVD auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: She; USA | Italien 1982

Genre: Abenteuer, Action, Fantasy

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Keine

Bild: 1,66:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 100 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Ausgetauschte Szene (1:38 Min.), Genauso bekloppt! („Mission Force“-Trailer, 6:09 Min.), Damals war alles besser (Trailershow, 15:47 Min.)

Release-Termin: 07.09.2017

 

SHE – Eine brutale Reise in die Zukunft [Limited DVD Edition] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

SHE – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Packshot, Abbildungen und Szenenbilder liegen bei Schröder Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Conan der Barbar (1982)
 
Red Sonja (1985)
 
Die Barbaren (1987)
 
Drei Engel auf der Todesinsel (1984)

Filmkritik: „The Sandman“ (2017)

the-sandman-2017
 
 
 

THE SANDMAN

Story

 
 
 

Ein kleines Mädchen hat die Fähigkeit eine böse Kreatur heraufzubeschwören, die jeden tötet, der dem Kind zu nahe kommt.

 
 
 


 
 
 

THE SANDMAN – Kritik

 
 
 
Es gibt Dinge, die passen einfach nicht zusammen. So hätte man es wohl nie für möglich gehalten, dass Superhelden-Schöpfer STAN LEE irgendwann mal mit dem eher für schlechte Eigenproduktionen bekannten TV-Sender SYFY gemeinsame Sache machen würde. Der berühmte Comicautor schuf für Marvel Comics eine Reihe von klassischen Superhelden. Darunter Figuren wie SPIDER-MAN, HULK oder auch den SANDMAN. Letzterer taucht – um Comicfans zu beruhigen – nicht in der folgenden SYFY-Produktion auf. Lee hat zwar diesen Film mitproduziert, dürfte aber gleich gewittert haben, dass man Superheldenfilme besser nicht von so Buden wie SYFY produzieren lässt. In der Regel folgt nämlich da die Katastrophe auf dem Fuß. Demzufolge hat der hier vorgestellte THE SANDMAN nichts mit dem gleichnamigen Comic-Helden am Hut, der als WILLIAM BAKER in den SPIDER-MAN-Comics sein Unwesen treibt. Stattdessen wir eine eigenständige Geschichte über ein kleines Mädchen erzählt, die in gewisser Weise auch über Superkräfte verfügt – damit aber offenbar nicht umzugehen weiß. Damit gehört sie eigentlich in die aus X-MEN bekannte Schule für Mutanten.
 
 
the-sandman-2017-bild-1
 
 
In THE SANDMAN werden Albträume wahr und das auch noch im wahrsten Sinn des Wortes. Die kleine Madison (SHAE SMOLIK aus THE HATRED) befindet sich mit dem Vater auf der Flucht. Das hat auch seinen Grund, denn egal wo sich die kleine Familie aufhält – dort sterben die Menschen. Offenbar ist das Mädchen verflucht. Die wird von einem Monster verfolgt, welches sie aus einem Buch kennt, das ihr der Vater vor langer Zeit geschenkt hat. Leider segnet auch der bald das Zeitliche, weshalb sich die verstörte Madison in die Obhut von Tante Claire (sympathisch und glaubhaft: HAYLIE DUFF) begeben muss, die fortan auf ihre Nichte achtgeben soll. Das scheint aber gar nicht so einfach zu sein, wie anfangs gedacht. Die Kleine wird nämlich auch im neuen Heim zur tödlichen Bedrohung. Auch hier ist man vor der bösen Kreatur nicht sicher, die aus nicht erklärbaren Gründen mit dem Kind in Verbindung stehen muss. Doch bald weiß man mehr. Nach mehrmaligen Bitten taut Madison endlich auf und beginnt sich Tante Claire zu öffnen. Die erfährt vom mordlüsternen Sandmann, der immer dann erscheint, wenn die Nichte wütend wird und es mit der Angst zu tun bekommt. Da stellt sich die Frage, wie man einen solchen Bodyguard wieder losbekommt? Eine komplizierte Angelegenheit für die man ins Unterbewusstsein der kleinen Filmheldin eindringen muss.
 
 
the-sandman-2017-bild-2
 
 
Nicht schon wieder ein SYFY ORIGINAL FILM. Wer fleißig die Kritiken auf FILMCHECKER liest, wird mittlerweile erkannt haben, dass wir keine Fans von SYFY-Eigenproduktionen sind. Die rühmen sich nämlich nicht gerade mit Einfallsreichtum, quälen die Netzhaut mit schlechten Spezialeffekten und sind immer nach gleichen, simplen Muster gestrickt. Zu aller Überraschung gilt die ermüdende SYFY-Rezeptur nicht unbedingt für den Kreaturen-Streifen THE SANDMAN, der – vermutlich wegen STAN LEE im Schlepptau – passabler ausgefallen ist, als man es von einer SYFY-Produktion erwartet hätte. THE SANDMAN schafft es über einige Strecken richtig spannend zu werden und besitzt sogar Unterhaltungswert. So versucht Regisseur und Drehbuchautor PETER SULLIVAN das Geheimnis der ominösen Filmkreatur möglichst lang zu bewahren, um den Zuschauer so vor der Glotze halten zu können. Erst am Ende wird die Katze aus dem Sack gelassen und die Geschichte erhält den nötigen Feinschliff. Da werden Erklärungen gegeben und Fragen beantwortet. Das obligatorische Finale inklusive einem für Horrorfilme wichtigen Schlusskampf fehlt natürlich auch nicht. Horrorfans kommen da auf Ihre Kosten – vor allem auch deshalb, weil TOBIN BELL (aus den SAW-Film) in einer Nebenrolle zu sehen ist, diesmal aber keine Spiele spielen will.
 
 
the-sandman-2017-bild-3
 
 
Dass THE SANDMAN nicht unbedingt für die große Leinwand gemacht wurde, ist unverkennbar. Der Streifen schaut nämlich sehr nach TV-Produktion aus und dürfte vermutlich auch nur dort sein Dasein fristen. Die TV-Optik kommt aber nicht von ungefähr. Filmemacher PETER SULLIVAN ist ein echtes Arbeitstier und dreht unaufhaltsam Trivial-Unterhaltung fürs Fernsehen. Da ist er beim SYFY-Channel an der richtigen Adresse. Dort betreibt man nämlich ähnlichen Sport und lässt Filme am Fließband von TV-erfahrenen Regisseuren drehen, damit eigene Sendeplätze gefüllt werden können. Das Ergebnis ist in den meisten Fällen katastrophal und nicht mal für Trash-Liebhaber zumutbar. Da fällt ein Film wie THE SANDMAN aus der Reihe. Bis auf einige Sandeffekte, die etwas ungeschickt mit Hilfe des Computers erzeugt wurden, kann diese SYFY-Produktion mehr als gedacht. Zwar wird auch hier das Rad nicht neu erfunden. Kurzweilige Unterhaltung ist aber garantiert. Manchmal geschehen doch noch Wunder.
 
 
the-sandman-2017-bild-4
 
 


 
 
 

THE SANDMAN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein schwer unterhaltsames Creature-Feature und die wohl bisher beste Eigenproduktion des SYFY-Channels. THE SANDMAN hat alles, was man von einem Monsterfilm erwartet. Ein boshaftes Wesen ist am Start, sympathische Filmhelden lassen mitfiebern und auch der Actiongrad lässt kaum Wünsche offen. Leider sieht man THE SANDMAN an, dass er fürs amerikanische Fernsehen gedreht wurde. Viel Budget war wohl nicht vorhanden gewesen, was den Streifen leider etwas günstig ausschauen lässt. Im Unterschied zu den meisten hauseigenen SYFY-Produktionen werden hier nicht ausschließlich Statisten durch Szenarien getrieben, die dann nacheinander das Leben lassen müssen. THE SANDMAN erzählt zu aller Überraschung auch mal eine Geschichte und schielt dabei sogar kurz gen Superhelden-Genre. So verfügt eine der Filmfiguren über geheimnisvolle Kräfte und muss damit lernen umzugehen. Der Superhelden-Einschlag verwundert aber nicht. Mit Comic-Ikone STAN LEE als Produzent ist nämlich jemand mit Superhelden-Erfahrung an Bord. THE SANDMAN ist ein kurzweiliges, unterhaltsames und ab und an sogar spannendes B-Movie. Kann man ohne Bedenken mal hineinschauen.
 
 
 


 
 
 

THE SANDMAN – Zensur

 
 
 
THE SANDMAN ist nicht sonderlich brutal. Was das Monster mit seinen Opfern macht, wird nicht explizit gezeigt. Am Ende kommt es erst so richtig in Fahrt und findet Gefallen am Töten von Menschen. Das Töten geht sehr schnell. Sonderlich viele Schauwerte gibt es demnach nicht zu sehen. THE SANDMAN dürfte ohne Probleme eine FSK16 erhalten.

 
 
 


 
 
 

THE SANDMAN – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei Syfy | Lionsgate)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Scarecrow – Das Grauen stirbt nie (2013)
 
Husk (2011)
 
Neverknock (2017)
 
Red Clover (2012)
 

Filmkritik: „Gremlin“ (2017)

gremlin-2017-poster
 
 
 

GREMLIN

(GIVE IT TO SOMEONE YOU LOVE)

Story

 
 
 

Die Büchse der Pandora: Aus einer Box krabbelt ein seltsames Ding, das einer Familie das Leben zur Hölle macht. Leider kann die Box weder zerstört oder weggeworfen werden. Wer sie einmal sein Eigen nennt, kann dem Fluch nicht mehr entkommen. Eine Erkenntnis, die auch Familienvater Adam Thatcher Sorgen bereitet.

 
 
 


 
 
 

GREMLIN – Kritik

 
 
 
Ach herje, die Gremlins sind wieder da. Zumindest liegt die Vermutung nahe, wenn man den Titel zu folgendem Horrorfilm liest. Der lässt nämlich unweigerlich Koboldschabernack ins Gedächtnis rufen, der in den 1980ern unter dem Titel GREMLINS – KLEINE MONSTER für Aufsehen gesorgt hat. Leider ist die Titelkreation im Falle von GREMLIN irreführend. Mit dem Monsterspaß aus der Mache von JOE DANTE hat dieser Streifen nämlich gar nichts gemein. Hier wird günstiger Nachschub für den Videomarkt geboten, der wegen seiner teils schlechten Effekte eher das Interesse von Trash-Fans auf den Plan rufen dürfte, die selbst an üblen Trash-Produktionen aus den legendären THE ASYLUM-Studios etwas Positives abgewinnen können. Wer jetzt aber glaubt, dass hinter GREMLIN genannte Produktionsschmiede steckt, dürfte eines Besseren belehrt werden. Weder THE ASYLUM noch der Trash-erfahrene Horrorsender SYFY haben sich diesen Käse ausgedacht und auf Film gebannt. Stattdessen geht der Monster-Blödsinn auf das Konto von RYAN BELLGARDT, der hier das Drehbuch geschrieben, Regie übernommen und auch noch produziert hat. Manch einer scheint offenbar zu viel Zeit und kaum gute Ideen zu haben. Anders lässt sich nicht erklären, warum in den letzten Jahren so viele dieser schlechten Billigschandtaten das Licht der (Heim)Kinowelt erblickt haben. GREMLIN ist weit weg von gut. Wer sich diesen Monster-Trash demnach freiwillig gibt und am Ende enttäuscht wird, ist selber Schuld. Viel erwarten sollte man nicht.
 
 
gremlin-2017-bild-1
 
 
Du kannst es nicht töten. Du kannst ihm nicht entkommen. Du kannst es nur jemandem übergeben, den Du auch wirklich liebst. So zumindest wird auf dem immerhin ansprechenden Poster für Aufmerksamkeit geworben, das immer noch zum Besten gehört, was der Film zu bieten hat. In GREMLIN erhält Familienvater Adam Thatcher (ADAM HAMPTON) von der Mutter ein mysteriöses Kästchen, das bald ein schauriges Eigenleben führt. Daraus schlüpft in regelmäßigen Abständen eine seltsame Kreatur, die es auf die übrigen Familienmitglieder abgesehen hat. Nachdem Großmutter und der Freund von Tochter Anna durch Attacken des geheimnisvollen Wesens ihr Leben lassen mussten, wird schnell klar, dass ein schrecklicher Fluch auf der rätselhaften Box liegen muss. Grund genug, um dem Geheimnis auf dem Grund zu gehen. Offenbar ist die Kiste ein uralter Kriegsgegenstand, der dem Besitzer Schaden bringen soll. Er tötet die Nahestehenden und am Ende den Eigentümer selbst. Doch dem Schicksal kann entkommen werden. Wer die Box an vertraute Menschen weiter verschenkt, kann sich und seine Lieben retten. Leider steht Familienoberhaupt Adam da vor unüberwindbaren Problemen. In seiner Familie haben bereits alle das Zeitliche gesegnet, die ihm gut und teuer waren. Deshalb muss er dem Bewohner der Box die Stirn bieten. Eine heikle Angelegenheit, denn die Büchse der Pandora kennt mit nichts und niemand Gnade.
 
 
gremlin-2017-bild-2
 
 
Schlechte Effekte und unerfahrene Schauspieler. Letztere handeln nicht immer helle und erinnern an Darsteller von TV-Soaps. Ein Problem, das offenbar immer mehr Indie-Horrorfilme haben, weil untalentierte Akteure wohl weniger kosten, als welche die was können. Überhaupt scheint in GREMLIN ein harter Sparzwang geherrscht zu haben. Das ist vor allem am Kreaturen-Design bemerkbar, das kaum überzeugen kann. Statt furchteinflößender Teufelskreatur, krabbelt eine Art Alien-Gnom aus der Box, der im überstürzten Finale zum Riesen mutiert und auf das Dach eines Hauses krabbelt. Komischerweise bricht die Bretterhütte nicht unter der Last des Mehrfüßlers ein, während ahnungslose Polizisten mit Gewehren ziellos ins Nichts feuern. Unfreiwillige Ironie nennt man so etwas oder auch in Fachkreisen: Filmfehler. In Interviews erklärte Regisseur RYAN BELLGARDT, dass sein GREMLIN eine Hommage an die B-Movies der 1950er und 1960er sein soll. Doch nicht nur die GODZILLA und viele RAY HARRYHAUSEN-Filme sollen Inspiration geliefert haben. Auch 80er Jahre Kult aus der Mache von STEVEN SPIELBERG oder RIDLEY SCOTT standen Pate und haben nachhaltig geprägt. Leider ist GREMLIN (der anfangs übrigens noch GIVE IT TO SOMEONE YOU LOVE) trotz gut gemeinter Absichten nicht der Rede wert. Der Streifen hat kaum Höhepunkte zu bieten und ist weit weg von clever oder gar originell. Da fragt man sich doch glatt, warum der Film ausgerechnet einen Namen wie GREMLIN trägt, obwohl im Film gar kein Kobold zu sehen ist. Vermutlich ist die Antwort in der Zugkraft genannten Wortes zu suchen. Das suggeriert ein Remake des Kassenschlagers GREMLINS, der 1984 bei einem Budget von 11 Mio. Dollar allein in den USA 148 Mio. Dollar einspielen konnte. Von solchen Summen kann RYAN BELLGARDT nur träumen. Der dürfte wohl erleichtert aufatmen, wenn er mit den Einnahmen seines zweiten Spielfilms die Cateringkosten der Filmcrew begleichen kann.
 
 
gremlin-2017-bild-3
 
 


 
 
 

GREMLIN – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
THE ZWILIGHT ZONE trifft auf OUTHER LIMITS. Günstig produzierter Monster-Trash, der Ähnlichkeit mit dem hat, was sonst Trash-Buden wie THE ASYLUM oder SYFY verbrechen. Während Gedrehtes dort mit einem Augenzwinkern und einer gehörigen Portion Selbstironie genossen werden kann, nimmt sich GREMLIN bierernst. Der Film spult ein lustloses Ausradieren von Familienmietgliedern ab, die in den Besitz einer mysteriösen Schachtel kommen, auf der ein tödlicher Fluch liegt. Leider muss man den Spannungsbogen mit der Lupe suchen, denn die Geschichte von GREMLIN ist so vorhersehbar, dass wohl die meisten Zuschauer – vor allem auch wegen der miesen CGI-Effekte – rasch das Weite suchen werden. Da bereits der Trailer den halben Film zeigt, kann man sich die knapp 90 Minuten Spielfilm sparen. So ist GREMLIN nur etwas für hartgesottene Trash-Liebhaber.
 
 
 


 
 
 

GREMLIN – Zensur

 
 
 
GREMLIN hat kaum Schauwerte zu bieten. Die Kreatur im Film schneidet Hälse auf, bohrt sich durch den Bauch einer Frau und sticht mit seinen Gliedmaßen in einen Brustkorb. Der Film dürfte locker mit einer Freigabe ab 16 Jahre durch die FSK kommen.
 
 
 


 
 
 

GREMLIN – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Hole – Wovor hast Du Angst? (2009)
 
Don’t Be Afraid of the Dark (2010)
 
Don’t Be Afraid of the Dark (1973)
 
The Gate (1987)
 
Gate II – Das Tor zur Hölle (1990)
 

Filmkritik: „Die Mächte des Lichts“ (1982)

die-maechte-des-lichts-poster
 
 
 

DIE MÄCHTE DES LICHTS

(SORCERESS)

Story

 
 
 
Tatort: Eine bunte Fantasyfilm-Märchenwelt, in echt vermutlich im verdorrten Wüstenteil des südlichen Kaliforniens gelegen. Der tyrannische Bösling Traigon hat zwar schon die Zügel des Reichs in der Kralle, weiß aber – typisch Machtmensch – nicht, wo Schluss ist. Ein Deal mit satanischen Kollegen aus den Tiefen der Hölle verlangt den Ritualmord an den eigenen Zwillingstöchtern. Bevor Traigon zuschlagen kann, werden die Mädels zum Glück außer Landes geschafft und zu markigen Kämpfer-Prinzessinnen geschult. Das große Ziel natürlich: die Rache am durchgedrehten Vater.
 
 
 


 
 
 

DIE MÄCHTE DES LICHTS – Kritik

 
 
 
Wem der Plot in Gefangenschaft aufgezogener Schwertschwinger auf Blutwurstfeldzug bekannt vorkommt, der möge sich nicht länger den Schädel massieren. Natürlich ist´s auch hier John Milius übermächtiges 1982er Genre-Vorbild CONAN DER BARBAR, auf dessen Trittbrett DIE MÄCHTE DES LICHTS noch im selben Jahr um die Ecke getrittbrettert kommt. Die Schwarzenegger´sche Mär vom Barbaren und den Ungeheuern löst Anfang der Achtziger ein Revival des Sandalenfilms aus, mischt dessen gladiatorenschwere Zutaten mit Blut und Gummimonstern und erfreut weltweit Schwachsinnige und Trash-Bluthunde in Autokinos und Videotheken mit purer, die Birne auf Durchzug schaltende Unterhaltungs-Großartigkeit. Natürlich tut sich besonders Italien hervor. Auch der Barbarenfilm wird im Chef-Land des traditionsreichen Genreklaus wieder und wieder kopiert. DIE MÄCHTE DES LICHTS kommen allerdings aus den USA. Roger Corman persönlich setzt den altehrwürdigen Jack SPIDER BABY Hill auf den Regiestuhl und erhält als Belohnung den mit Abstand besten Fantasy-Reißer seines Studios. Tatsächlich nicht einfach, steht der gute Roger im Anschluss noch hinter einem ganzen Schwung wilder, meist in Argentinien gedrehter Schwert- und Grunz-Opern, die allesamt zu unterhalten wissen.
 
 
die-maechte-des-lichts-bild-2
 
 
Was diese Filme nicht haben ist die Hauptrollen-Anwesenheit zweier intellektuell erkennbar auf Sparflamme brutzelnder Playboy-Hasen mit strategisch völlig deplatzierten Silikonhupen südlich und leicht aus der Zeit fallenden Make-Up- und Haar-Arbeiten nördlich des Halses. Heute würde sich ein kalifornischer Schönheitschirurg für sowas enthauptet auf einer mexikanischen Müllkippe wiederfinden. Dafür machen die mighty Plastik Sisters ihren Job mit ungemeiner Freude und Verve. Man möchte meinen, die beiden sind beim Dreh davon ausgegangen, die Schauspielkarrieren sind nun in trockenen Tüchern. Naja. Zahlreiche amüsante Fantasy-Monster, auch hier wird das eher sportlich-schlanke Budget mit Spaß an der Arbeit wettgemacht, und flackerige Lasereffekte aus dem Eighties-Videostudio komplettieren ein Gesamtbild, das hier Pflicht und Kür des Fellbikini-Films mit glänzenden Noten belohnt bekommen sollte. Wie Ihr wisst kommen der FILMCHECKER himself und ich auch auch aus den dunkeln Tagen des Videofilm-Konsums. Nach dem Niedergang des Magnetbandes musste man sich DIE MÄCHTE DES LICHTS auf empfindlicher Thorn-EMI-VHS im Rahmen geldscheffelnder Filmbörsen organisieren. Seine Renaissance auf BluRay und DVD verdankt der Film wohl dem Erfolg von HBOs knackiger Fantasy-Gelddruckmaschine GAME OF THRONES, der gelungen ist, Fantasy mal wieder bei Leuten en vogue zu bringen, die selbst den HERRN DER RINGE nur aus Sheldon-Cooper-Zitaten kennen. Soll uns nur Recht sein, schließt sich hier doch sogar ein Kreis. Ein Film, der als Nachzügler einer Genre-Nummer-Eins entsteht, feiert ein Comeback im Fahrwasser der aktuellen Genre-Nummer-Eins.
 
 
die-maechte-des-lichts-bild-1
 
 


 
 
 

DIE MÄCHTE DES LICHTS – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Lockere und unterhaltsame Barbarenfilm-Subgenre-Kolportage aus fähiger Hand. DIE MÄCHTE DES LICHTS erscheint endlich (erstmals nach der VHS-Zeit) als Schmuckstück fürs heimische Sudelregal. Hirn in den Kühlschrank legen, Film ab und bitte anerkennend rülpsen beim Schauen. Der Film wünscht sich das von Euch.
 
 


 
 
 

DIE MÄCHTE DES LICHTS – Zensur

 
 
 
DIE MÄCHTE DES LICHTS war bereits zu VHS-Zeiten ungeschnitten und stand mit FSK16 in den Videotheken. Auch die nun erhältliche HD-Fassung ist komplett und besitzt ebenso den FSK16-Flatschen. Sammler seltener Klassiker aus den 1980ern können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

DIE MÄCHTE DES LICHTS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
die-maechte-des-lichts-bluray

(c) Schröder Media (Schuber-Auflage auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sorceress; Mexiko | USA 1982

Genre: Abenteuer, Action, Fantasy

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover und im Schuber

Extras: Originaltrailer (02:20 Min.), Retro-Trailershow (15:42 Min.): Herkules, Samson und Odysseus, Der Kampf um Troja, Die Rache der Gladiatoren, Samson und die weissen Sklavinnen, Die unbesiegbaren Drei

Release-Termin: 04.05.2017

 

Die Mächte des Lichts [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

DIE MÄCHTE DES LICHTS – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Packshot, Abbildungen und Szenenbilder liegen bei Schröder Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Conan der Barbar (1982)
 
Red Sonja (1985)
 
Die Barbaren (1987)
 
Drei Engel auf der Todesinsel (1984)

Filmkritik: „The Recall“ (2017)

the-recall-2017
 
 
 

THE RECALL

Story

 
 
 

WESLEY SNIPES im Kampf gegen Aliens, die eine Massenentführung auf der Erde planen.

 
 
 


 
 
 

THE RECALL – Kritik

 
 
 
Wenn einst gefeierte Actionstars in der Versenkung verschwinden. Im Falle von Schauspieler WESLEY SNIPES dürfte er selbst nicht unschuldig daran sein, dass die großen Filmangebote mittlerweile Schnee von gestern sind. Die einst erfolgreiche Leinwandgröße wurde 2006 wegen Steuerbetrugs in Millionenhöhe verurteilt und wanderte für drei Jahre ins Gefängnis. Danach wurde es still um den beliebten BLADE-Darsteller, der vor allem in den 1990ern zu gefragten Dauergast in Action-Blockbustern großer Studios avancierte. Leider scheiterten Comeback-Pläne nach der Haftentlassung im Jahr 2013. So versuchte Snipes im Horror-Western GALLOWWALKERS an frühere Erfolge anzuknüpfen, scheiterte aber kläglich. Der Streifen erhielt negative Kritiken und wurde in vielen Ländern erst gar nicht ins Kino gebracht. Seither muss Snipes nehmen was kommt und versucht mittlerweile den Lebensunterhalt durch Auftritte in drittklassigen Videoproduktionen zu bestreiten. Damit ist er nicht allein. Auch in die Jahre gekommene Actionstars wie DOLPH LUNDGREN, STEVEN SEAGAL und JEAN CLAUDE VAN DAMME backen seit Jahren kleine Brötchen. Die haben in den 1980ern und 1990ern Action-Hits am Fließband gedreht. Heute will sie aber kaum noch jemand sehen. Das Leben schlägt manchmal eben seltsame Wege ein.
 
 
the-recall-2017-bild-3
 
 
WESLEY SNIPES auf Abwegen. Während der amerikanische Schauspieler früher mal gern bösen Jungs in Actionfilmen den Hintern versohlt hat, verpasst Snipes nun hinterhältigen Aliens eine Tracht Prügel. THE RECALL nennt sich ein schludriges Filmchen, das für den übersättigten Videomarkt produziert wurde und die Geschichte junger Menschen erzählt, die im Wald nach etwas Erholung suchen. Doch der Fahrt zum Feriendomizil wird durch ein kurioses Zusammentreffen getrübt. An einer Tankstelle begegnet man einem mysteriösen Jäger (gespielt von WESLEY SNIPES), der nicht zu Späßen aufgelegt ist. Der wurde vor Jahrzehnten von Aliens entführt und wartet seither auf deren Rückkehr, um ihnen den Marsch blasen zu können. Leider will ihm niemand Glauben schenken – und das, obwohl er vor Jahren als Staatsdiener im Einsatz war. Doch die Zeit des selbsternannten Jägers kommt schon bald, denn es dauert nicht lang bis plötzlich Menschen spurlos verschwinden. Auch die naiven Mittzwanziger dieser Geschichte erkennen schnell, dass den Außerirdischen Erholungsurlaub im Wald egal ist. Die jungen Leute werden von Aliens terrorisiert und müssen um ihr Leben bangen. Gott sei Dank ist WESLEY SNIPES ist der Nähe, um als zynischer Antiheld der außerirdischen Brut den Garaus zu machen. B-Movie-Trash vom Feinsten.
 
 
the-recall-2017-bild-2
 
 
Snipes versucht es mal mit Sci-Fi-Horror, welcher Unfug der legendären THE ASYLUM-Schund-Studios in Erinnerung ruft. Was hier bildgewaltig im Trailer gezeigt wird, ist alles andere als das. THE RECALL ist günstiges produziertes Videofutter ohne Anspruch, das wohl nur gedreht wurde, um Nachtsendeplätze der Fernsehanstalten füllen zu können. THE GHOSTMAKER-Regisseur MAURO BORRELLI bekleckert sich als Regisseur nicht sonderlich mit Ruhm. Der hatte sich in der Vergangenheit in erster Linie als Illustrator grafischer Vorabansichten späterer Filmszenen von Hollywood-Produktionen einen Namen gemacht und arbeitete dabei mit zahlreichen Größen wie TIM BURTON oder QUENTIN TARANTINO zusammen. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn er dabei geblieben wäre, denn als Regisseur und Geschichtenschreiber beweist er kein talentiertes Händchen. So sehen zwar die Szenarien im Film atmosphärisch aus. Inhaltlich herrscht jedoch das absolute Grausen. Das Drehbuch ist hanebüchen, die Figuren unsympathisch und sonderlich viel Sinn wollen die Ereignisse im Film auch nicht geben. Vor allem mit den Jungdarstellern meinte man es nicht gut. Nicht nur, dass das Drehbuch von Ihnen nichts abverlangt. Sie verhalten sich in THE RECALL dazu noch sinnbefreit, weshalb der Streifen vielerorts unfreiwillig komisch wirkt und deshalb zum Sondermüll avanciert. Da wird immer wieder vor Snipes dem Jäger geflüchtet, obwohl sich bald herauskristallisiert, dass er als Retter der Menschheit im Einsatz ist. Für den Zuschauer eine Nervenprobe, der sich bald wünscht, dass doch jemand dem jungen Kanonenfutter die Leviten liest. THE RECALL ist dummer Science-Fiction-Trash, welcher in der Videotheken-Ära zweifelsohne sein Dasein in den untersten Regalen gefristet hätte. Da kann einem Schauspieler WESLEY SNIPES nur Leid tun. Der scheint im Film vielerorts unterfordert zu sein und quält sich vergebens schwarzhumorig durch einen Film, der sich bereits nach wenigen Minuten als cineastischer Unfall entpuppt. Der Arme. Übrigens wurde THE RECALL im Vorfeld als neues Seherlebnis beworben. Die Macher haben den Film so gedreht, dass drei Leinwände kombiniert werden. Damit soll dem Zuschauer das Gefühl vermittelt werden, das er nicht nur dabei ist, sondern mittendrin. Bisher haben nur wenige Blockbuster von diesem Kinoformat Gebrauch gemacht. Zuletzt fand das Dreileinwand-Prinzip in STAR TREK BEYOND Verwendung. Auf dem platten Bildschirm im Wohnzimmer zumindest, lockt man mit THE RECALL leider keinen Fan mehr vorm Ofen hervor. Da kann mit noch so vielen visuellen Raffinessen im Multiplex geworben werden.
 
 
the-recall-2017-bild-1
 
 


 
 
 

THE RECALL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Liebloser und sinnbefreiter Alien-Horror mit einem unterforderten WESLEY SNIPES, der wohl hier nur zu sehen ist, weil er sich Filmaufträge nicht mehr aussuchen kann. Snipes quält sich hier durch ein unbrauchbares Drehbuch, das weder Figuren noch Zuschauer fordert. THE RECALL ist nach Schema F gestrickt und sorgt sich weder um seine Helden noch um Spannung oder Originalität. So plätschern Ereignisse unaufgeregt bis zum überraschungsarmen Ende, in dem die wahren Absichten einer Alien-Invasion erläutert werden, die irgendwie gar keinen Sinn ergeben wollen. THE RECALL ist nicht sonderlich spannend. So wird es erst in den letzten dreißig Minuten interessant. Dann nämlich blickt man ins Innere eines Alien-Raumschiffs, das für weiterentwickelte Lebensformen erstaunlich unterentwickelt ist. Ob die erbärmliche Ausstattung auf Sparmaßnahmen zurückzuführen ist? Vermutlich ging das meiste Budget auf das Konto von WESLEY SNIPES, der nach seinem Gefängnisaufenthalt wohl noch offene Rechnungen bezahlen muss. THE RECALL ist nur was für leidenschaftliche Trash-Liebhaber. Der Rest dürfte mit diesem Unfug nur wenig anfangen können.
 
 
 


 
 
 

THE RECALL – Zensur

 
 
 
THE RECALL ist kein Splatterstreifen und auch sonst hält sich der Film mit Gewalt zurück. Blutige Schauwerte hat THE RECALL kaum zu bieten. Daher hat er es ohne Probleme mit einer Freigabe ab 16 Jahren in die Händlerregale geschafft.
 
 
 


 
 
 

THE RECALL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the-recall-bluray

(c) Falcom Media Group

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Recall; Kanada 2017

Genre: Horror, Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 23.02.2018

 

The Recall [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE RECALL – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Falcom Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Alien Abduction (2014)
 
Die Vierte Art (2009)
 
Extraterrestrial (2014)
 
Dark Alien (2014)
 

Filmkritik: „Kochendes Blut“ (1970)

kochendes-blut-1970-poster
 
 
 

KOCHENDES BLUT

(EL COLECCIONISTA DE CADÁVERES | CAULDRON OF BLOOD)

Story

 
 
 

Ganz in der Tradition bekloppter Künstler im Gruselkino steht Franz Badulesco (Boris Karloff), der, lahm und blind, aus Skeletten wahrlich horrible Installationen baut. Was der kreative Wirre nicht weiß: Derzeit verarbeitet er die Überreste der Opfer seiner mörderischen Frau, die aus dem Jenseits schon wieder wenig Gutes plant. Ein junger Schreiberling kommt der Sache auf die Spur…

 
 
 


 
 
 

KOCHENDES BLUT – Kritik

 
 
 
Aus der Zeit, in der die Ur-Horror-Ikone Boris Karloff, inzwischen vom Alter sichtlich gebrechlich geworden und später bemitleidenswert auf einen Rollstuhl angewiesen, das Gnadenbrot in Filmen der AIP Studios oder mexikanischen Z-Film-Klitschen erwirtschaftete, stammt auch KOCHENDES BLUT. In der Alten Welt, Spanien genauer gesagt, entstanden und erst drei Jahre nach Drehschluss als Cash-In auf den Tod des Stars aus FRANKENSTEIN und zufällig auch des Regisseurs für den internationalen Markt veröffentlicht, ist dieser Euro-Horror-Ausflug durchaus ein paar Blicke wert. Erwähntes Produktionshaus AIP und die dort gefertigten Poe-Adaptionen aus der Hand Roger Cormans sollten vom unter spanischem Pseudonym werkelnden Regisseur Edward Mann wohl auch als Inspiration dienen. Die tatsächlich recht Poe-artige Story vom durchgedrehten Kunstschaffenden und dessen Verwendung einst lebenden Rohmaterials gibt es schon immer im Genrefilm. Ob bei Cormans DAS VERMÄCHTNIS DES PROFESSOR BONDI (1959), anschließend HG Lewis‘ COLOR ME BLOOD RED und THE GRUESOME TWOSOME, bis hin zum realen Horror aus den Hirnwindungen des mittlerweile offenbar geistesabwesenden Kadaver-Präparators Gunter von Hagens und seinen doch arg unethischen KÖRPERWELTEN-Reiseausstellungen. Das Faszinosum der Störung der Totenruhe im Namen der bildenden Kunst ist in der westlichen Welt ungebrochen. Unser hier vorliegender Reißer KOCHENDES BLUT atmet den eigentümlichen und unverwechselbaren Geist spanischen Horrorkinos, wie er später immer wieder bei den REITENDEN LEICHEN oder den zahllosen Zelluloid-Knallbonbons des legendären Paul Naschy gesucht und gefunden werden würde. Der hierbei nicht bestreitbare Mangel an stringentem Erzähltempo und -fluss und das permanente lustvolle Opfern inhaltlicher Logik auf dem Altar der Filmatmosphäre verzeiht der gewogene Fan des iberischen Schauerfilms seinen Idolen nur zu gerne, gehört dieses ungewohnte Stilmittel doch zum Gesamtbild wie die bebenden Dekolletés der vom Hammer-Kino beeinflussten Damen in Not. Auch Spaniens berühmt-berüchtigster Inszenator, Jess Franco, kann hier genannt werden. Lustigerweise steht hinter dem Vertrieb des Films das legendäre CANNON-Studio, später prägend für schweinische Actionware der Achtziger.
 
 
kochendes-blut-1970-bild-1
 
 
 


 
 
 

KOCHENDES BLUT – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
William „Boris Karloff“ Pratt. Einer der ersten großen Horror-Stars in den letzten Zügen seiner jahrzehntelangen Karriere. KOCHENDES BLUT ist B-Grusel eindeutig europäischen Charmes und macht sich zweifellos schmuck in den überquellenden DVD-Gewölben des Sammlers von Welt.
 
 
 


 
 
 

KOCHENDES BLUT – Zensur

 
 
 
Während die bisherigen VHS-Fassungen von KOCHENDES BLUT (englischer Titel: CAULDRON OF BLOOD) noch geschnitten waren, sieht das bei der nun erhältliche DVD schon wieder ganz anders aus. Diese besitzt war auch noch das alte FSK-Zeichen, ist aber 100& ungeschnitten. Sammler gruseliger Kuriositäten können demnach bedenkenlos zugreifen und die Lücken in der Horror-Sammlung schließen.
 
 
 


 
 
 

KOCHENDES BLUT – Deutsche DVD

 
 
 
kochendes-blut-dvd

(c) Castle View Film (DVD KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: El Coleccionista de cadáveres; Großbritanien | Spanien 1970

Genre: Horror, Klassiker, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 1.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 1.0 Mono)

Untertitel: Deutsch

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe | FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Deutsche Kinoversion (87:49 Min.)

Veröffentlichung: 27.01.2017

 
 

Kochendes Blut [DVD] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei Castle View Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Color Me Blood Red (1965)
 
Das Vermächtnis des Prof. Bondi (1959)
 
Die Verfluchten – Der Untergang des Hauses Usher (1960)
 
Satanas – Das Schloß der blutigen Bestie (1964)
 

Filmkritik: „Der Kühlschrank“ (1991)

der-kuehlschrank-poster
 
 
 

DER KÜHLSCHRANK – EISKALT, MÖRDERISCH, GEFRÄSSIG!

(THE REFRIGERATOR)

Story

 
 
 
Im metropolen Moloch New York City an eine halbwegs annehmbare Bude zu kommen, raubt potentiellen Mietern seit bald hundert Jahren den letzten Nerv. Steve und Eileen Bateman, nicht verwandt oder verschwägert mit einem Patrick gleichen Nachnamens, geht das nicht viel anders und so kneifen die jung Verheirateten den Popo zusammen und übernehmen das ihnen angebotene Apartment mitsamt den im Mietvertrag aufgeführten Möbeln des Vorbesitzers. Ausgerechnet in der voluminösen Kühlmaschine in der Küche steckt das teuflische Häkchen am Wohnungsglück. Freund Kühlschrank will gefüttert werden. Bevorzugt Mieterfleisch. In Verbindung mit der kriselnden Beziehung der Batemans macht so ein kaltes Aggregat natürlich nur wenig Freude.
 
 
 


 
 
 

DER KÜHLSCHRANK – Kritik

 
 
 
Zwar als komödiantisch arrangierter Horrorfilm vermarktet, steckt hinter dem unabhängig auf die Beine gestellten Küchengeräts-Horror aus den frühen Neunzigern hier doch einiges mehr. Ja, durch die (damals wie heute) knallige Covergestaltung, die doch irrwitzige Thematik und das Herausstellen der überschaubaren Gore-Effekte scheint hier eine an die sympathisch-behämmerten Troma-Studios aus der New Yorker Nachbarschaft erinnernde Grusel-Klamaukiade vorzuliegen. Sogar an Frank Oz‘ Eighties-Remake von „Der kleine Horrorladen“ könnte man inhaltlich kurz denken. Beides nicht der Fall. Viel eher aber als bei den Herren Corman oder Kaufman, scheinen sich die Macher von DER KÜHLSCHRANK bei Andrzej Zulawskis POSSESSION umgeschaut zu haben. Auch bei diesem im geteilten Berlin angesiedelten Schizo-Meisterwerk ungemütlichen Horrors bricht der übernatürliche Wahnsinn wie eine satanische Kaltwetterfront über zwei längst nicht mehr im Leben stehende Eheleute herein. Spätestens, wenn der Fokus unseres Films hier vom oberflächlichen Thrill eines kannibalistischen Eiskastens zum aufreibenden Beziehungs-Zähneknirscher zwischen zwei stadt-amerikanischen Durchschnittsmenschen wechselt, ist das Element der Phantastik nur noch Werkzeug der Filmemacher. Ein Werkzeug, ihren lebensnahen Stoff ideenreich und genreartig aufzupeppen. Hier wird auch mit kurzen, heftigen Ausbrüchen zynischen Humors nicht gegeizt. Passt aber auch – denn schon bei Bergman und Fassbinder, zwei der großen Regie-Vorbilder in Sachen chirurgische Demontage von Lebensentwürfen, sitzen die Lacher oft an den bittersten und aufwühlendsten Stellen.
 
 
der-kuehlschrank-1991-bild-1
 
 
Das sind jetzt viele Querverweise, die den einen oder anderen Leser vielleicht stutzig machen. Soll natürlich nicht sein. DER KÜHLSCHRANK ist eine nicht immer stilsichere aber von überzeugten Filmemachern in die Tat umgesetzte Mischung aus Genre-Trash und schauspieler-intensivem Independent-Kino mit genügend Hirnschmalz. Die Bilder der Weltmetropole vor Anbeginn der digitalen Gegenwart wirken heute fast schon exotisch und sind ein weiterer Grund, diesem jetzt fürs Heimkino veröffentlichten kleinen Film ein Zuhause im Regal zu bieten.
 
 
der-kuehlschrank-1991-bild-2
 
 


 
 
 

DER KÜHLSCHRANK – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Schräges Filmdokument einer kreativen Zeit im Umbruch. Manchmal Horror, manchmal Beziehungsdrama, hier und da sogar Ausbrüche in schrägen Indie-Film-Humor. DER KÜHLSCHRANK knallt zwischen die Stühle glatter Genrezuteilung und trägt ein „Ich bin kein Film für Jedermann“-Schild vor der Brust. Entdecken lohnt sich.
 
 


 
 
 

DER KÜHLSCHRANK – Zensur

 
 
 
Wie bereits im Kino, auf VHS und im Fernsehen ist DER KÜHLSCHRANK auch auf DVD ungeschnitten und bereits für Minderjährige zumutbar. Die erhältliche, digitale Heimkinoveröffentlichung ist frei an 16 Jahre.
 
 
 


 
 
 

DER KÜHLSCHRANK – Deutsche DVD

 
 
 
der-kuehlschrank-dvd

(c) MIG | Schröder Media (auf 1000 Stück limitierte DVD)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Refrigerator; USA 1991

Genre: Trash, Horror, Komödie

Ton:Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Keine

Bild: 1,85:1 (anamorph | 16:9)

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer (1:38 Min.), Wendecover ohne FSK Logo

Release-Termin: 02.02.2017

 

Der Kühlschrank – Eiskalt, mörderisch, gefräßig! [DVD – Limited Edition] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

DER KÜHLSCHRANK – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Packshot, Abbildungen und Szenenbilder liegen bei MIG | Schröder Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Pridyider (2012)
 
Angriff der Killertomaten (1978)
 
Die Rückkehr der Killertomaten (1988)