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Filmkritik: „Drei Engel auf der Todesinsel“ (1984)

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DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL

(THE LOST EMPIRE)

Story

 
 
 
Es war einmal. Ein höchst bizarres Busenschwenkerinnen-Trio, wohlüberlegt zusammengecastet aus einer Polizistin mit Rachegedanken, einer taffen Gangsterbraut und der überdrallen Geisterwelt-Indianerin Whitestar schleust sich in die passend biblisch Golgatha getaufte Inselfestung eines irren Sektenchefs mit zwei Identitäten ein. Dessen gehörig üble Ideen der Weltherrschafts-Übernahme müssen freilich sofort unterbunden werden. Als Hindernisse legt der schizophrene Schuft den knusprigen Hüterinnen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung insektoide Monsterroboter, Killeraffen und den glatzköpfigen Stuntman und im Privatleben Motorradbanden-Kriminellen Bob Tessier (das Gesicht kennt jeder, mindestens aus dem A-TEAM und allen anderen Knaben-Actionserien der Eighties) in den Weg.
 
 
 


 
 
 

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Kritik

 
 
 
Was. Für. Ein. Film. Als DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL vor wie im Fluge vergangenen 27 Jahren im Nachtprogramm deutscher Privatfernsehens-Hölle versendet wurde, fanden sich die unschuldigen Äuglein manches jugendlichen Zusehers und eventuell späteren Hardcore-Fans der schlockigen Seite des Kinos in Tränen quasireligiöser Erweckung stehend. Geiler Satz. Danke, danke. Das mehr als rassige Russ-Meyer-Sexungeheuer Raven De La Croix kämpft als Kriegerin aus dem Reich der Toten Seit‘ an Seit‘ mit zwei etwas weniger bebend brustlastigen Halbschauspielerinnen gegen die sicherlich sträflich unterbezahlten Heerscharen des Bösewichts. Den verkörpert, als wären alle anderen Freuden dieses kalten Büffets des Grindhouse-Irrsinns nicht schon befriedigend genug, Angus Scrimm – Fans des Horrorgenres als Tall Man aus den PHANTASM/DAS BÖSE-Filmen des sträflich unterschätzten Don Coscarelli bekannt. Dem jungen Filmemacher, welchem die Community des schmutzigen Entertainments diesen Eisbecher und auch Eisbrecher des internationalen Kopfschüttel-Kinos verdankt, sollte das Anheuern eigentlich verblühter B-Stars in gnadenlosen Rumpel-Filmen zum Markenzeichen werden. Neben todesmutiger Verachtung auch der einfachsten Regeln kommerziellen Drehens natürlich. Da sind die Special Effects auch mal eher unspeziell, die abenteuerliche Musik aus der Feder des Carpenter-Kollaborateurs Alan Howarth von eher plastikhafter Synthesizer-Qualität und die Herausstellungsmerkmale der Hauptdarstellerinnen im Textil ihrer Büstenhalter gefangen. Trotzdem, sehr verehrte Damen und Herren, liebe Kinder, erstrahlt hier ein Film auf dem Bildapparat des Heimkinos, der nach dem Anschauen mit einem fürsorglichen Gutenachtküsschen ins Regal gestellt werden muss.
 
 
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Ja, man mag’s sprichwörtlich nicht glauben – selbst wenn’s ja anders nicht geht. Logik und so. Auch ein vermeintlich seit Anbeginn der Sudelfilm-Zeitrechnung existierendes und operierendes Trashologismus-Regie-Schlachtross wie Jim Wynorski hat irgendwann mal seinen Erstling gedreht. Dass es sich bei seinem Einstieg via Chefsessel am Set um ein Feuerwerk des feierlich ausgerufenen schlechten Geschmacks wie DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL handelt, spricht natürlich Bände und ließ Freunde autokinotauglicher Leinwandreißer seinerzeit geradezu frohlocken. Über dreißig Video-Ferkeleien zwischen Monstern, Brüsten und Monsterbrüsten sollten folgen; nicht selten auch mal im Produktions-Tag-Team mit seinem nicht minder schmerzfreien Regisseurs-Kollegen Fred Olen Ray. Wir lehnen uns nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn wir behaupten, dass die vorliegende Model-Möpse-Moonboot-Show zu den besten und unterhaltsamsten Filmen aus der Kralle des guten Jimbo W. zählt. Eine nicht zu leugnende Amerika-Feindlichkeit des hiesigen Trashfilm-Publikums führte zu seligen VHS-Zeiten zu einer gewissen blasierten Ignoranz gegenüber den Werken dieser Generation breit grinsender US-Regisseure ohne Budget. Es ist an der Zeit, diese Leute als das zu würdigen, was sie sind: Die Fackelträger sympathisch hemdsärmeliger B-Hollywood-Filmkunst in Zeiten millionenschwerer und doch seelenloser Giga-Produktionen. THE LOST EMPIRE, wie der Film im Original eher planlos betitelt ist, bietet dem hingerissenen Konsumenten fast alles, was einen standesgemäßen Exploitation-Film am Fuße der achtziger Jahre ausmacht. Amerikanisch verschämte Nackedideleien, comicstriphafte Action, ein debiles Quäntchen Fantasy und im Regelfall schmackiges Tempo. Da ist die angemessen perverse deutsche Synchronisation fast schon Ehrensache. Wir bei FILMCHECKER sind alte Männer und gehen auf keine Partys. Würden wir das doch tun, bekäme DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL von uns völlig unverblümt das Prädikat Partyfilm auf seine schwitzig-schmierige Backe geklebt.
 
 
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DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Hier beginnt die Karriere eines immer und immer wieder Resultate liefernden US-Trash-Meisters. Dieser Film ist ein Wirbelsturm knüppeldicker Exploitation mit Unterhaltungs-Versprechen und liegt obendrein in einer Referenz-Edition vor, die sogar Regisseur Jim Wynorski höchstselbst die Spucke wegbleiben ließ.
 
 


 
 
 

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Zensur

 
 
 
DREI ENGEL AUF DER TODEESINSEL hatte es in Deutschland nicht leicht. Noch im Veröffentlichungsjahr wurde der Film auf den Index verbannt und erst im Jahr 2009 „entlassen“. Weil niemand den indizierten Fantasyklassiker auf DVD veröffentlichen wollte, hat sich nun SCHRÖDER MEDIA erbarmt und im Zuge der Index-Listenstreichung eine Veröffentlichung direkt auf Blu-ray vorgenommen. Lobenswert. Jetzt kann man diesen seltenen Klassiker ohne Umwege und in bester Qualität im heimischen Wohnzimmer genießen.
 
 
 


 
 
 

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) MIG | Schröder Media (auf 1000 Stück limitiertes BD KeepCase im Schuber)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Lost Empire; USA 1984

Genre: Abenteuer, Action, Komödien

Ton:Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Videopitch, Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Kinopitch

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK18 – keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover und Schuber

Extras: Bildergalerie (6:32 Min.), Retro-Trailershow (14:35 Min.): Starker Verkehr, Hell’s Angels ’70, Mandingo, Alles fliegt dir um die Ohren, Die Teuflischen 8

Release-Termin: 01.12.2016

 

3 Engel auf der Todesinsel [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Packshot, Abbildungen und Szenenbilder liegen bei MIG | Schröder Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Herkules (1983)
 
Red Sonja (1985)
 
Conan der Barbar (1982)
 


Filmkritik: „Das Grauen aus der Tiefe“ (1980)

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DAS GRAUEN AUS DER TIEFE

(The HUMANOIDS FROM THE DEEP)

Story

 
 
 
Ein verpenntes Nestchen in amerikanischen Küstenregionen hat eines Tages seltsame Fälle von Vandalen-Kriminalität zu beklagen. Irgendwelche noch nicht identifizierten Unholde erlegen die Hunde der Bürgerlein und die weibliche Bevölkerung wird in beunruhigendem Maße von schattigen Figuren bedrängt, die es so eigentlich nicht geben sollte. Ja, mutierte Fischmenschen plagen den Landstrich, ihre äh maritimen Geschlechtsorgane bereit zur Paarung mit nichts Böses witternden Flachland-Pomeranzen all´Americana!. Die Herren der Schöpfung verweigern sich allzu blumigen Erklärungen. Nur ein amerikanischer Ureinwohner scheint zu wittern, was die Natur mit den frechen Menschen vor hat. Niemand glaubt ihm – natürlich. Als man die Meinungen zum alten Indianer ändert, ist der Käse allerdings längst in den Brunnen gefallen und das Kind gelutscht. Beim groß vorbereiteten Stadtfest nämlich ist Land unter. Die Fischkopf-Admiräle, also Stuntmänner in Taucheranzügen und Algen obendrauf, kommen ans Ufer und verstehen die Kleinstädter als warmes Büffet. Surf And Turf.

 
 
 


 
 
 

DAS GRAUEN AUS DER TIEFE – Kritik

 
 
 
Tja, Experimente mit kleinhirnigen Meeresbewohnern und ihrem Wohnort. Blubb und Autsch! Das war damals so. Wichtige Zutat eines jedes Katastrophen-Films. Großes Genre zwischen 1970 und 1983 etwa. Ob nun mit Naturereignissen, die dem Menschen den Arsch versohlen oder durchgedrehten Expeditionen ins Tierreich. Wenn die Natur zurückschlägt, dann geht es finster aus. Für die Vergewaltigungs-Landgänge scharfer Unterwasser-Lumpen bedarf es allerdings eher eines Roger Corman als eines Stephen Spielberg. Als kein Weißer Hai hier. Manchmal, so beim fassungslosen Wegdriften in die Realität von DAS GRAUEN AUS DER TIEFE greift man verdattert zur Hülle und schaut lieber noch mal nach, ob der Film nicht doch aus Italien stammt. Vor der Kamera mit Doug McClure (der immerhin zu einer eigenen SIMPSONS-Figur mutieren durfte, mit dem Vornamen „Troy“) und dem nur wenige Jahre später am Set von einem Helikopter enthaupteten Vic Morrow Schlachtrösser des Trash- und Sudelfilms, zu denen man eigentlich Sir sagen müsste. Und hinter den Kulissen? Meine Herren, es pocht im Hause FischMac!
 
 
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Okay, selbst der einfallsloseste Drittgrad-Schreiblackel weiß es inzwischen und pupst es von den Dächern: Roger Corman war als Produzent sein Leben lang ein wahrer Mäzen, der jungen Regisseuren, Drehbuchautoren oder anderen Handwerkern des Filmbetriebs in seinen unterschiedlichen Kino-Firmen die Möglichkeit bot, unter realistischen und finanziell äußerst knappen Bedingungen ihr Metier zu erlernen. So etwa wie eine Hochdampf-Filmhochschule ohne Seil und doppelten Boden. Coppola, Bogdanovich, Demme, Nicholson – nur vier Namen von vielen, die beim Drive-In-Gott mit der sonoren Stimme durch die Lehre gegangen sind. Was nun noch kein Binsenweisheitszahn von Journalistico ausgeschlachtet hat: Sir Rogers Funktion als Pate quasi feministischen Filmemachens! Barbara Peeters, über längere Zeit als Regisseurin bei Cormans tätig, zählt zu den ersten Damen im geldscheffelnden Exploitation-Universum, die sich nicht á la Roberta Findlay oder Doris Wishman in die Niederungen der Pornographie begeben musste, um von ihrem obersten Studiochef ernstgenommen zu werden. Roger wusste, was er an der Frau hat. Zweiter Regisseur war der 2014 verstorbene Nippon-Amerikaner Jimmy T. Murakami, der bei Corman noch den irrwitzigen Ranz-Tanz SADOR – HERRSCHER IM WELTRAUM dirigieren durfte aber als Fachmann für Animation unter anderem am Kultfilm HEAVY METAL beteiligt war und Mitte der achtziger Jahre den todtraurigen Atomschlags-Trickfilm WENN DER WIND WEHT verantwortete. Sowas musste sich meine Generation von Sowjet-Fürchtern in der Schule ansehen. Anschließend tagelanges Verbarrikadieren untern Bett, meine Damen und Herren! In den Neunzigern gab es unglaublicherweise für DAS GRAUEN AUS DER TIEFE sogar ein wildes US-Fernsehremake mit ausrangierten Gesichtern aus Edel-TV wie DALLAS oder FALCON CREST. Hossa. Da rasselt´s beim alten Corman in der Kasse.
 
 
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DAS GRAUEN AUS DER TIEFE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Gemächlich startender, dann aber in die Vollen bretternder Fischmann-Vergewaltiigungs-Trash mit gelegentlichen Ausflügen zum Splatter. Als wenn Roger Corman sich eine Story aus den Fifties geborgt und als Grindhouse-Schlammpackung zur Wiedergeburt gebracht hätte. Genossen, der kursierende Bootleg, jetzt auch schon mit zehn Jährchen auf dem illegalen Buckel, war ganz gut, landet jetzt aber bitte im Spendentopf fürs Weihnachtswichteln. Hier liegt jetzt eine offizielle Veröffentlichung von ordentlichem Karat vor!
 
 
 


 
 
 

DAS GRAUEN AUS DER TIEFE – Zensur

 
 
 
DAS GRAUEN AUS DER TIEFE wurde im Jahr 1980 ungeschnitten und für Erwachsene ins Kino gebracht. Seither erschien der Film nie legal auf DVD, VHS oder Blu-ray. Filmfans mussten demzufolge immer mit miserablen Bootlegs oder den ungeschnittenen TV-Ausstrahlungen Vorlieb nehmen. Dank dem Label OFDb FILMWORKS ändert sich das jetzt. Der Rechteinhaber bringt das GRAUEN AUS DER TIEFE erstmals ungeschnitten und offiziell auf Blu-ray und DVD in die Wohnzimmer. Die Fassung ist ungeprüft, wäre aber ein definitiver FSK16-Kandidat, sollte der Streifen der FSK zur Prüfung vorgelegt werden.
 
 
 


 
 
 

DAS GRAUEN AUS DER TIEFE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) OFDB FILMWORKS – Digipack (auf 3000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Humanoids from the Deep; USA 1980

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Digipack limitiert auf 3000 Exemplare

Extras: Audiokommentar mit Cutter Mark Goldblatt (englisch), Audiokommentar von Kai Naumann & Marcus Stiglegger (deutsch), The Making of Humanoids from the Deep (22:42 Min.), The Deep End mit Creature Effects Artist Steve Johnson (21:46 Min.), The Corman Sounds mit Sound Designer David Lewis Yewdall (14:39 Min.), Deleted Scenes (07:11 Min.), Deutscher Trailer (02:00 Min.), Englischer Trailer (01:47 Min.), TV-Spot (00:32 Min), Radio-Spot (00:29 Min.), Fotogalerie, The Directors: Roger Corman – Dokumentation über den Produzenten (58:33 Min.), Leonard Maltin interviewt Roger Corman über die Entstehung des Films (03:26 Min.), 16seitiges Booklet mit einem Text von Thorsten Hanisch, Limitierungszertifikat mit kurzem Geleitwort zum Film, Deckblatt-Karte mit dem „gewissen Extra“

Release-Termin: 25. November 2016

 

Das Grauen aus der Tiefe [Collector’s Edition im Dipipack – BD & 2 DVDs] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 

DAS GRAUEN AUS DER TIEFE – Digipack

 
 
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DAS GRAUEN AUS DER TIEFE – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und Abbildungen liegen bei OFDB FILMWORKS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
It Came from Beneath the Sea (1955)
 
Humanoids from the Deep (1996)
 
Octaman – Die Bestie aus der Tiefe (1971)
 


Filmkritik: „Dead 7“ (2016)

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DEAD 7 – SIE SIND SCHNELLER ALS DER TOD

Story

 
 
 
Da haben sich zwei gefunden: THE ASYLUM produziert mal wieder für SYFY. Im TV-Film DEAD 7 machen sich einige heroische Bösewichte auf, um eine Kleinstadt von Zombies zu säubern. Die werden von einer bösartigen Voodoo-Priesterin und ihrem Handlanger kontrolliert, die nichts Gutes im Schilde führen.

 
 
 


 
 
 

DEAD 7 – Kritik

 
 
 
Egal was THE ASYLUM anfasst, es wird aus irgendeinem Grund erfolgreich. Es mag ja da draußen immer noch Zuschauer geben, die noch nie etwas von der Trash-Werkstatt THE ASYLUM gehört haben. Hierbei handelt es sich um ein amerikanisches Filmstudio, das sprichwörtlich Stuhlgang in Gold verwandelt. So hat man es sich zur Hauptaufgabe gemacht Hollywood den Rang abzulaufen. Wenn immer in der Traumfabrik an Blockbustern gearbeitet wird, stibitzt THE ASYLUM die Ideen zu diesen Streifen und macht daraus eigene Filme – mit überschaubarem Budget versteht sich. Das hat in der Vergangenheit gut funktioniert und konnte sich in viele Länder verkaufen. Seit einiger Zeit hat man aber das Konzept etwas überarbeitet. Statt einfach nur anderer Ideen zu stehlen, tüftelt man an eigenen „Blockbustern“ und lässt allerhand absurdes Zeug auf den Zuschauer los, mit dem sich mittlerweile sogar ernsthafte Kritiker auseinandersetzen. Das wohl erfolgreichste Resultat dieser neuen Richtung ist zweifelsohne SHARKNADO und seine Fortsetzungen, die in Trash-Fan-Kreisen so etwas wie Kultstatus genießen. Darin nehmen längst verschollen geglaubte Film- und Serienstars den Kampf gegen fliegende Riesenhaie auf und treiben damit Feingeister in den Wahnsinn. Für ehemalige Fernsehstars wie IAN ZIERING (BEVERLY HILLS 902010) oder DAVID HASSELHOFF (KNIGHT RIDER) ein gefundenes Fressen. Die erhielten durch die Erfolge der SHARKNADO-Teile mehr Aufmerksamkeit, als sie wohl zu ihren besten Zeiten in den 90ern ernten konnten.
 
 
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Was jedoch anfänglich belächelt wurde, kam offensichtlich gut an – gerade auch deshalb, weil sich THE ASYLUM traute, längst in der Versenkung verschwundene TV-Sternchen zurück auf die Mattscheibe zu holen. Damit erreichte man neue Zuschauer, welche mit vielen dieser ehemaligen Teenstars (wie RICHARD GRIECO oder SHANNEN DOHERTY) aufwachsen waren, die sich nun mehr schlecht als recht durch haarsträubende ASYLUM-Szenarien schreien. Leider ist es wie so oft bei erfolgreichen Gedankenblitzen: die Kuh muss so lange gemolken werden, bis sie keine Milch mehr gibt. Das sahen wohl auch die Bosse des Produktionshauses THE ASYLUM so. Die dürften wohl emsig alte Fernsehzeitschriften und Musikmagazine durchstöbert haben, um weitere gescheiterte Existenzen für neue Filmprojekte zu finden. Lang mussten sie dafür nicht suchen, denn auch in der Popwelt gab es manch Teenagerschwarm, an den sich heute zu Recht niemand mehr erinnern möchte.
 
 
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BACKSTREET BOYS, O-TOWN, 98 DEGREES und *NSYNC schimpfen sich beliebte Bands, die einst groß im Geschäft waren. Leider sind deren Fans zu schnell erwachsen geworden, weshalb die Jungs genannter Ex-Boygroups arbeitslos geworden sind. Kein Problem für die Macher von THE ASYLUM, die mit dem Elend anderer Leute schnelles Geld verdienen möchten. Die nahmen die mittlerweile nicht mehr ganz so knackigen Kerle unter Vertrag und ließen sie gegen Zombies kämpfen. Leider hört sich die Idee dahinter spaßiger an, als sie letztendlich ist. DEAD 7 heißt der überflüssige Zombie-Schnarcher, der eigentlich nur Daseinsberechtigung besitzt, weil sich hier bekannte Gesichter vor der Kamera zum Obst machen. Klammert man die Tatsache aus, dass ehemalige A-Promis für Geld mittlerweile alles machen, bleibt nicht mehr viel übrig, was den Film ertragbar machen könnte. DEAD 7 ist die Horror-Enttäuschung der Saison, denn der Film besitzt weder einen Spannungsbogen noch unterhaltsame Wortgefechte. Stattdessen wird ein totlangweiliger und unnötig auf „cool“ getrimmter Mix aus THE WALKING DEAD, MAD MAX und DJANGO UNCHAINED geboten, in dem zu lange Dialoge und ständig wiederholende Zombie-Attacken die Geduld begeisterter Horrorfans überstrapazieren. Leider war das abzusehen. Diesmal trifft die Schuld nicht ausschließlich das Studio THE ASYLUM – das DEAD 7 übrigens im Auftrag des amerikanischen TV-Senders SYFY produziert hat. Kein geringerer als NICK CARTER hat sich die Geschichte zum Film einfallen lassen. Der war vor vielen Jahren Mädchenschwarm bei den BACKSTREET BOYS und sollte besser das Schreiben von Horror-Szenarien anderen überlassen.
 
 
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DEAD 7 schleppt sich dahin. Kaum hat man den Kampf gegen Horden Infizierter aufgenommen, wird das Gemetzel von lästigen Dialogen unterbrochen. Einige Gespräche später kommen die Zombies wieder, nur um nach wenige Sekunden durch weitere Dialoge beim Fressen abgehalten zu werden. Mit derart ungeschickter Taktik macht man sich unter Zombiefans keine Freunde – zumal dieses unbedachte Vorgehen den ohnehin kaum vorhandenen Spannungsbogen drosselt. Immerhin gefallen Make-up und Spezialeffekte. Die Zombies wurden ansprechend geschminkt und werden mit blutigen CGI-Kopfschüssen in die ewigen Jagdgründe befördert. Gegen Ende wird es sogar temporeich. Im blutigen Showdown müssen alle Bandmitglieder mit vereinten Kräften gegen eine unaufhaltsame Flut gefräßiger Kreaturen kämpfen und laut Drehbuch nacheinander ihr Leben lassen. Hektische Schnitte und unruhige Kamerafahrten bringen Dynamik in das bis dato behäbige Treiben. Leider rettet das Massensterben im Finale auch nicht vorm Untergang. Weil der Film einzig daraufhin konzipiert wurde, die verschiedenen Mitglieder genannter Musikgruppen möglichst spektakulär auftreten zu lassen, hat man kurzum all das vernachlässigt, auf was es beim Filmemachen eigentlich ankommt. So fehlt nicht nur eine packende Geschichte; auch die für Filme so wichtige Charakterentwicklung der Helden wurde ganz aus dem Drehbuch radiert. Wer sich demnach Unterhaltungswert von DEAD 7 verspricht wird gnadenlos enttäuscht werden. Besser die Zeit nutzen und Musikvideos von 90er-Jahre Bougroups schauen. Die sind zusammen bei weitem gruseliger als DEAD 7.
 
 
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DEAD 7 – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Ein trashiger Mix aus THE WALKING DEAD, DJANGO UNCHAINED und MAD MAX. In DEAD 7 wird der Hund in der Pfanne verrückt. Ex-Backstreet Boy NICK CARTER hat die Geschichte zum Film geschrieben, mitproduziert und tritt im Steifen sogar zusammen mit seinen mittlerweile aufgeschwemmten Bandkollegen als Zombie-Killer in Erscheinung. DEAD 7 ist ganz übler THE ASYLUM-Quark. Nicht weil sich hier gescheiterte Boygroup-Existenzen die Blöße geben für Geld in unteririschem TV-Trash aufzutreten. Der eigentliche Grund liegt darin, dass die Thematik des Streifens so abgedroschen ist, dass man am liebsten das Fernsehgerät ausschalten möchte, sobald sich die ersten Untoten auf der Mattscheibe blicken lassen. Müssen es schon wieder Zombies sein? DEAD 7 vereint all das, was man eigentlich in Zombiefilmen nicht mehr sehen möchte. Zudem fehlt wegen totgefilmten Zombieklischees jegliche Spannung, weil sich Carter auch nicht Neues hat einfallen lassen. So muss im Gefecht gegen Horden infizierter Menschen ein Held nach dem anderen das Leben lassen, um wenig später als Zombie zurückzukehren. Immerhin geht DEAD 7 technisch in Ordnung. Inhaltlich herrscht dagegen gähnende Leere und viele der zwanghaft auf cool getrimmten Wortgefechte verfehlen ihre Wirkung. Nach so einem miesen Zombiestreifen darf man darauf gespannt sein, welche einst erfolgreichen Musiker in den nächsten ASYLUM-Produktionen auftauchen werden. Weil die TV-Ausstrahlung in Amiland gut Quoten hatte, muss das Erfolgskonzept wiederholt werden. Hoffentlich haben die Bosse der Trash-Schmiede Erbarmen und geben keine weiteren Zombie-Gähner im Schlage eines DEAD 7 in Arbeit.
 
 
 


 
 
 

DEAD 7 – Zensur

 
 
 
Wie es sich für einen Zombiefilm gehört, werden auch hier Kreaturen im Akkord in die ewigen Jagdgründe befördert. Meist geschieht das durch CGI-Kopfschüsse. Sonderlich grausam ist das aber für Zombie-Verhältnisse nicht anzuschauen und befindet sich auf TV-Niveau, damit auch zartbesaitete Zuschauer nicht abgeschreckt werden. In Deutschland wurde aber scheinbar doch die Schere angesetzt. Glaubt man diversen Meldungen im Internet ist der Streifen nur geschnitten erhältlich. Dennoch besitzt die Auswertung einen roten FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

DEAD 7 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Great Movies | Daredo | White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dead 7; USA 2016

Genre: Western, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow, Musikvideo

Release-Termin: 16.09.2016 (BD KeepCase)

 

DEAD 7 – Sie sind schneller als der Tod [Blu-ray] auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

DEAD 7 – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei DAREDO | SOULFOOD | GREAT MOVIES)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Dead 2: India (2013)
 
Exit Humanity (2011)
 
Cowboys & Zombies (2011)
 


Filmkritik: „Dämonen aus dem All“ (1967)

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DÄMONEN AUS DEM ALL

(LA MORTE VIENE DAL PIANETA AYTIN)

Story

 
 
 
Die Erde: Angriffe auf technische Einrichtungen der längst im Frieden vereinigten Menschheit häufen sich. An Nord- und Südpol bringt eine ungekannt starke Hitzequelle das ewige Eis zum Schmelzen. Der Top-Militär Jackson will mit seinem Team hinter die Gründe der Attacken kommen und stößt in Nepal auf eine entsandte Abordnung aggressiver Weltraum-Yetis, die auf der guten alten Erde Tabula Rasa machen wollen. Ausweitung des Lebensraumes, wie ein ganz und gar irdischer Tyrann mal gesagt hat. Wenn alle Menschen weggekocht sind, können die Space-Zausel den Planeten erwärmen und besiedeln. Falls Jackson und seine Mannschaft nicht vorher im Weltall klare Verhältnisse schaffen können natürlich.

 
 
 


 
 
 

DÄMONEN AUS DEM ALL – Kritik

 
 
 
Mit DÄMONEN AUS DEM ALL bringt das italienische Genrefilm-Tausendsassa Antonio Margheriti 1967 sein Four-Piece in fantasievoller Science-Fiction, GAMMA I, zum Abschluss. Den direkten Vorgänger haben wir an dieser Stelle vor ein paar Wochen wohlwollend besprochen und DÄMONEN AUS DEM ALL ist keinesfalls von Qualitätseinbußen betroffen. Im Falle dieses letzten Film der Reihe hier, verhält es sich auch nicht anders: Knalliger und technoider Euro-Trash mit großartig nostalgischer Atmosphäre und getaucht in genug swinging Zeitkolorit, dass es für drei Filme reichen würde. Wie auch immer hart im Horror-Kontext ist das nicht, auch gestopfte Logiklöcher und millionentiefe Produzenten-Geldbeutel sollte sich der geneigte Zuschauer lieber bei einer anderen Heimkino-Veröffentlichung suchen. Allerdings denken wir, dass diesbezüglich die Fronten glasklar und die Vorlieben ebenso deutlich verteilt sind.
 
 
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Der erste Teil des Films spielt mal nicht in den schwarzen, auch im Hyperwarp nicht enden wollenden Weiten des Weltalls. Stattdessen marschiert der aus dem Vorgängerfilm ORION 3000 – RAUMFAHRT DES GRAUENS bekannte Commander Jackson (Giacomo Rossi-Stuart) durch die Hügel von Katmandu. Die Waffe im Anschlag. Dort, auf dem Dach der Erde, versucht er, Licht in die Ereignisse zu bringen, die erneut zu üblen Naturkatastrophen geführt haben.
 
 
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Wie in echt: Der Planet hat’s nicht leicht in diesen Filmen. Die verlässliche Inszenierung von Naturkatastrophen war in amerikanischer Weltuntergangs-Sci-Fi der goldenen Fünfziger – mit der Allgegenwart des Wunders der Atomkraft – eine Grundzutat von Drehbuchautoren. In solcher Sixties-Poppigkeit kam dieses Stilmittel nach Anbruch der Sechziger Jahre aber nur noch in zwei Filmwirtschaften zum Einsatz. Die lagen so weit auseinander wie nur möglich: Japan und, wie hier eben, Italien. In Nippon waren da natürlich die alle Kinos dominierenden Nature-schlägt-zurück-Reißer mit Wüterich Godzilla und seiner schuppigen oder pelzigen Kollegenschaft. Man hatte den perversen Schlussakkord des Krieges, Hiroshima und Nagasaki ist selbstverständlich gemeint, noch lange nicht verarbeitet. Die B-Filmindustrie der römischen Cinecittà hingegen ließ sich da schon lieber inspirieren von den damals sehr beliebten, bonbonbunten Weltraumcomics aus europäischer Herstellung und den günstig gedrehten Science-Fiction-Fernsehserien, die in den USA inzwischen den Platz der Kinoschinken eingenommen hatten. Interessanterweise griff im Folgejahr Kinji Fukasaku, dessen Filmographie ihn deutlich zum japanischen Bruder im Geiste Antonio Margheritis machte, die Abenteuer um die GAMMA-Raumstationen auf. Sein MONSTER AUS DEM ALL ist unter dem bekannteren Titel THE GREEN SLIME ein bei Genrefreunden auf allen Kontinenten beliebter Space-Trasher.
 
 
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DÄMONEN AUS DEM ALL – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Popart-Science Fiction aus unschuldigeren Jugendjahren des Genres. Nachdenken muss hier niemand und auch Antonio Margheriti kann den Swinging Sixties nicht entkommen. Warum auch? Dem Space Age Fan gefällt’s.
 
 
 


 
 
 

DÄMONEN AUS DEM ALL – Zensur

 
 
 
Für heutige Verhältnisse wirkt Gebotenes reichlich trashig und bietet keine brutalen Schauwerte. Der Film ist frei ab 12 Jahren und ungeschnitten. Klassiker-Fans können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

DÄMONEN AUS DEM ALL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) CMV LASERVISION – Erstauflage

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(c) NEW VISION FILMS – Zweitauflage

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: La morte viene dal pianeta Aytin; Italien 1967

Genre: Science Fiction, Klassiker

Ton: Deutsch DD 2.0 (Mono), Italienisch DD 2.0 (Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1920 x 1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Italienischer Trailer, Bildergalerie, Trailershow

Release-Termin: Erstauflage CMV: 13.02.2015 | Zweitauflage NEW VISION FILM: 05.02.2016

 

Dämonen aus dem All [Blu-ray] – Erstauflage von CMV LASERVISION

Dämonen aus dem All – Uncut [Blu-ray] – Zweitauflage von NEW VISION FILMS

 
 
 


 
 
 

DÄMONEN AUS DEM ALL – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei CMV LASERVISION | NEW VISION FILM

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Orion 3000 – Raumfahrt des Grauens (1966)
 
Die Zeitmaschine (1960)
 
Befehl aus dem Dunkel (1965)
 
Planet der Vampire (1965)
 


Filmkritik: „Casting des Todes“ (2015)

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CASTING DES TODES

(CASTING OF DEATH)

Story

 
 
 
Das Casting für eine sexy Cocktail-Show läuft aus dem Ruder, weil die Kamera Dinge aufzeichnet, die sich mit bloßem Auge nicht erkennen lassen.

 
 
 


 
 
 

CASTING DES TODES – Kritik

 
 
 
Seit den Anfängen von FILMCHECKER liegen nicht nur regelmäßig Blu-rays und Screener bekannter deutsche Filmunternehmen und Vertriebe mit Horrormaterial im Briefkasten, das wir in Form von umfangreichen Kritiken auf dem Blog vorstellen. Auch deutsche Nachwuchsfilmemacher und immer häufiger ambitionierte Regisseure aus dem Ausland senden selbstständig Ansichtsmaterialien zu, mit der Bitte darüber zu berichten. Leider können wir aus Zeitgründen nur wenige dieser Projekte berücksichtigen, da sich hinter vielen der teils in Eigenregie produzierten Genrefilme ohnehin nur semiprofessioneller Amateurquatsch verbirgt, der besser im Privatarchiv schlummern sollte, statt ihn deutschen Horrorfans zuzumuten. Dass es auch anders geht, beweist CASTING DES TODES – ein blutiger Kurzfilm aus Deutschland, der beinahe ungesehen blieb, weil dahinter eine weitere Selfmade-Produktion vermutet wurde. Gott sei Dank ist der Fünfzehnminüter dann doch im Player gelandet, sonst wäre wohl die Erkenntnis nie gekommen, dass auch im deutschen Untergrund gute Horrorfilme gedreht werden.
 
 
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Splatter, Spaß und viel nackte Haut – Zutaten, die Horrorfanherzen schneller schlagen lassen. Das war wohl auch Regisseur EZRA TSEGAYE bewusst, der CASTING DES TODES um jede Menge Schauwerte bereichert hat, die Liebhaber von Horrorware nun mal erwarten. Ein ungewöhnliches Casting bietet Stoff für amüsant-trashigen Filmirrsinn, in dem der Zuschauer – laut Aussage von Hauptdarstellerin MICAELA SCHÄFER – die brutalsten Nacktszenen zu sehen bekommt, die der selbsternannte Reality-Star bisher gedreht hat. Model, Moderatorin und Schauspielerin MICAELA SCHÄFER wird in diesem Kurzfilm von zwei erfolglosen Filmemachern zu einem Vorsprechen geladen, bei dem sie für einen neue TV-Show textilfrei Cocktails mixen soll. Doch die Crew ist nicht sonderlich am Können der künftigen Moderatorin interessiert. Das Zielpublikum soll in erster Linie mit optischen Reizen verwöhnt werden, was die Bewerberin natürlich versteht. Sie streift die Kleider ab und hält zwei schlagkräftige Talente in die Kamera. Weil CASTING DES TODES jedoch ein Horrorfilm ist, dürfte klar sein, dass die Geschehnisse eine unerwartet blutige Wendung nehmen werden. Der Kameramann entdeckt Unheimliches. Sein neues Arbeitsutensil filmt nicht das, was sich vor der Linse ereignet. Stattdessen hält es Mord und Totschlag auf Video fest – mit fatalen Folgen.
 
 
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Will man Aufmerksamkeit erregen, muss man polarisieren und provozieren. Das gelingt vor allem dann, wenn man Filmrollen mit C-Prominenz besetzt, über die regelmäßig in der Boulevardpresse berichtet wird. Im Falle des Kurzfilms CASTING DES TODES dürfte die Wahl auf TV-Phänomen MICAELA SCHÄFER das Beste gewesen sein, was dieser Indie-Produktion passieren konnte. Mit Schäfer als Zugpferd hat der Film nämlich reichlich Aufmerksamkeit ernten können und wurde sogar auf diversen Festivals mit Lob überschüttet. So auch auf der LOS ANGELES HORROR COMPETITION, wo die ehemalige GERMANY’S NEXT TOP MODEL-Teilnehmerin als beste Schauspielerin nominiert wurde – und sogar gewann. Das mag tatsächlich begabte Künstler zu Recht deprimieren; trotzdem muss man lobenswerterweise hinzufügend erwähnen, dass Schäfers Auftritt in CASTING DES TODES die bisher überzeugendste Leistung ist, die man von der gebürtigen Leipzigerin zu sehen bekommen hat. Die hat zwar im Film nicht viel zu sagen – dafür sprechen nackte Tatsachen für sich. Den männlichen Fan des Genres dürfte das freuen.
 
 
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Produzent, Drehbuchautor und Regisseur EZRA TSEGAYE erklärte im Interview, dass er schon immer ein Fan fantastischer Filme gewesen ist. So prägte der Science-Fiction-Klassiker FUTUREWORLD – DAS LAND VON ÜBERMORGEN nachhaltig, den er sich im stolzen Alter von fünf Jahren allein angesehen hat, ohne dass die Mutter davon wusste. Doch damit nicht genug. Auch die Mystery-Serie TWILIGHT ZONE und Horror-Klassiker, wie DIE KÖRPERFESSER KOMMEN oder ROSEMARIES BABY verstärkten die Leidenschaft zum Film. So folgten nach Comics für die Schülerzeitung und Kurz-Trickfilmen, erste Filmversuche mit einer Super-8-Kamera, in denen er Realfilm mit Comic-Elementen verknüpfte. Gleiche Kombination findet auch in CASTING DES TODES Verwendung. Tsegaye vermischt Zeichentrick mit Realfilm, zeigt abgenutztes Videomaterial, das man sonst oft in Found-Footage-Machwerken zu sehen bekommt und garniert das kurzweilige Trash-Gebräu mit Sex, Blut und Rock ’n‘ Roll. Dank abwechslungsreicher Kameraperspektiven, chaotischen Schnitten und frechem Filmsong aus der Feder von STEFAN DITTRICH (der übrigens nicht mehr aus dem Ohr geht) bleibt CASTING des TODES länger im Gedächtnis, als manch andere Amateur-Katastrophe aus den Hinterhofgaragen von ITTENBACH, SCHNAAS & Co. Bleibt zu erwähnen, dass diesem Kurzfilm aufgrund professioneller Machart kaum noch Amateurstatus anhaftet. Umso erfreulicher, dass EZRA TSEGAYE die Idee seinen Splatter-Kurztrips ausbauen und auf die große Leinwand bringen möchte. Mit DER TEUFEL IN MIR wird das Casting des Grauens fortgesetzt – größer, blutiger, besser. Dank Crowdfunding und spendablen Geldgebern soll das Projekt mit mehr Budget, internationalen Schauspielern und natürlich MICAELA SCHÄFER für den weltweiten Filmmarkt umgesetzt werden. Ob sich bereits Hollywood die Remake-Rechte gesichert hat? Man darf spekulieren.
 
 
 


 
 
 

CASTING DES TODES – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Warum MICAELA SCHÄFER nach ihrem missratenen Auftritt in SEED 2 wieder vor die Linse darf? Ganz einfach, weil sie die neue (deutsche?) B-Movie-Ikone unserer Zeit ist. Zumindest behauptet das Produzent, Drehbuchautor und Regisseur EZRA TSEGAYE, der von der attraktiven aber auch provokanten Erscheinung der gebürtigen Leipzigerin so überzeugt gewesen ist, dass er sie für die Rolle einer naiven Castingteilnehmerin verpflichten lies. CASTING DES TODES lässt die 1980er und 90er wieder aufleben, denn die Trash-Komödie verbeugt sich mit makabren Humor und blutigen Momenten vor jenen Horror-Splatterfilme genannter Jahrzehnte. Für eine Amateur-Produktion ist Gebotenes beachtlich, denn der Low-Budget-Splatterulk hinterlässt einen guten Eindruck und schaut alles andere als billig aus. Gute Schauspieler (ja auch die Schäfer überzeugt), souveräne Inszenierung und ein Ohrwurm im Abspann garantieren 15 kurzweilige Minuten mit Appetit auf mehr. Trash-Fans sollten daher jetzt gut zuhören, denn CASTING DES TODES ist amüsant-trashiger Filmirrsinn mit hohem Fun-Faktor, der übrigens hier für kleines Geld gesehen werden kann, schließlich ist noch keine kaufbare Heimkinofassung auf physischem Medium erschienen.
 
 
 


 
 
 

CASTING DES TODES – Zensur

 
 
 
CASTING DES TODES (internationaler Titel CASTING OF DEATH) ist Splatter-Quatsch der ironischen Sorte. Die Gewaltmomente werden derart übertrieben dargestellt, dass der Kurzfilm problemlos eine FSK16 erhalten könnte.
 
 
 


 
 
 

CASTING DES TODES – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Botchco Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Staplerfahrer Klaus – Der erste Arbeitstag (2000)
 
Treevenge (2008)
 
Fist of Jesus (2012)
 


Kritik: „Delta III – Wir wollen nicht zur Erde zurück“ (1979)

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DELTA 3 – WIR WOLLEN NICHT ZUR ERDE ZURÜCK

(THE SHAPE OF THINGS TO COME)

Story

 
 
 
Wie so oft. Die Menschheit hat´s endlich geschafft und sich nach einem ewig andauernden Krieg, den sie auch Roboter hat führen lassen, die gute alte Erde fritiert. Nix blaues mehr, alles verpestet. Die wenigen Übriggebliebenen haben direkt nebenan, auf dem Mond nämlich, die Glaskuppelstadt New Washington gegründet. Wir sehen: Auch auf la Luna geht die Menschheit amerikanische Wege. Die Freude über das Entkommen von der Erde ist nicht von langer Dauer. Die Strahlenschäden an den Überlebenden müssen bekämpft werden. Dafür bedarf es eines seltenen Minerals, das nur auf einem einzigen Planeten ausgebuddelt werden kann. Dieser Planet ist das Delta 3 des Titels. Blöd nur, dass den Stern nicht nur das Mineral ausmacht, sondern auch der bekloppte Erdenwissenschaftler Dr. Omus (Jack Palance). Den hat das Leben mit einer Armee ihm treu ergebener Kampf- und Dienerroboter ebenso weich im Kopf wie herrschsüchtig gemacht. Jetzt will er rüber auf den Mond und dort die Macht ergreifen. Sein Dogma: Wissenschaft über alles. Um seinen Absichten ein wenig Nachdruck zu verleihen, kündigt er erstmal an, bei Ungehorsam der letzten Menschen, eine Strahlenwaffe auf den Planeten zu richten und New Washington ins Weltall zu blasen. Eine Gruppe guter Wissenschaftler und anderer weißer Ritter wird nach Delta 3 geschickt, um dort dem irren Professor das Handwerk zu legen und sich anschließend um den Mineraltransport zu kümmern.

 
 
 


 
 
 

DELTA 3 – Kritik

 
 
 
DELTA III – WIR WOLLEN NICHT ZUR ERDE ZURÜCK sieht irgendwie nach Fernsehfilm aus. Tatsächlich können sie ja nicht zurück. Selbst wenn sie denn wollten. Erde ist ja fertiggestrahlt. Bredouille, das. Viele TV-Fratzen sind dabei und auch der einzige Star des Films, das wundervoll granitene Mongolen-Monstrum Jack Palance, war öfter beim amerikanischen Pantoffelkino angestellt. Sein Dr. Omus ist natürlich der stille Höhepunkt dieses augenscheinlich kostengünstig entstandenen Films. Stets schätzenswerter Schauspieler! Bei einem ordentlichen Bösewicht wird der Rest schnell Staffage – das weiß jeder halbwegs funktionierende Drehbuchautor. So geht´s folglich auch des bösen Doktors Gegnerschaft hier.
 
 
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Die Kritik an diesem Omus und seinesgleichen steht natürlich stellvertretend für die Kritik an einem blinden, eigentlich schon längst zur Ersatzreligion mit Wahrheitsanspruch mutierten Wissenschaftsglauben. Das ist ein beliebtes Motiv in der Science-Fiction nach den Hippie-Jahren, die oft Schreckensbilder von Dystopien statt Utopien aufzeigt. Neue Denkmodelle waren entstanden, der unbedingte Wille zum nach vorn Peitschen von Forschung und Technik hatte Gegenstimmen erhalten. Man wusste, dass am Ende der Technikentwicklung doch wieder nur tödliche Waffen stehen würden. Pierre Boulles berühmter Affenplanet lässt grüßen, wenn wir uns vor Augen halten, dass die Vernichtung der Erde von den gleichen Labor-Propheten losgetreten und vollendet worden ist, die jetzt eine neue, absolutistische Herrschaft anstreben. Hier ist das sogar noch viel griffiger, wenn Dr. Omus – nach den alles zerballernden Roboterweltkriegen – eine Armee von Robotern befehligt.
 
 
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In Kanada, seinem Herstellungsland also, lief der Film auch als THE SHAPE OF THINGS TO COME. Mit H.G. Wells bekannter Sci-Fi-Dystopie von der Welt nach dem großen Rums hat DELTA III, bis auf die postapokalyptische Zivilisation, bloß nicht wirklich viel zu tun. Für eine akkuratere Adaption jener finsteren Story muss man schon auf William Cameron Menzies durchaus passend finsteren aber leider auch recht trockenen THINGS TO COME von 1936 zurückgreifen. Schön trotzdem, mal zu sehen, dass geistesgestörte Umtitelungen auch außerhalb des deutschen Sprachraums verbrochen werden. Wir sind da ja eigentlich die Meister drin.
 
 
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DELTA 3 – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Typische Seventies Science-Fiction-Dystopie. Das Schicksal der Trümmerwelt entscheidet sich zwischen den blinden Technokraten von einst und den veränderungsbereiten Jungen. DELTA III – WIR WOLLEN NICHT AUF DIE ERDE ZURÜCK (Originaltitel: THE SHAPE OF THINGS TO COME) ist kein SOYLENT GREEN und auch kein LOGAN´S RUN – zwei Klassiker, deren debile deutsche Titel mir gerade nicht auf der Zunge/den Fingern liegen – kann man sich aber problemlos nachts oder Sonntags mittags einfahren.
 
 
 


 
 
 

DELTA 3 – Zensur

 
 
 
Die mittlerweile auf DVD erschienen Filmfassung ist ebenso ungeschnitten, wie die bisherigen Veröffentlichungen von DELTA 3 auf VHS. Diese ist bereits für Zwölfjährige geeignet.
 
 
 


 
 
 

DELTA 3 – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Castle View Film | Al!ve

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: The Shape of Things to Come; Kanada 1979

Genre: Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 06.11.2015

 

Unternehmen Delta 3 (DVD) ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

DELTA 3 – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

Die Rechte für alle Grafiken liegen bei Castle View Film | Al!ve

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Flash Gordon (1980)
 
Alarm im Weltall (1956)
 
Raumpatrouille Orion (1966)
 


Filmkritik: „Rise Of The Animals“ (2011)

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RISE OF THE ANIMALS – MENSCH VS. BIEST

Story

 
 
 
Völlig ohne Grund fangen Tiere an Menschen zu töten. Mitten im Chaos versuchen drei Teenager ein verlorenes Handy dem Besitzer wiederzubringen.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Kritik

 
 
 
RISE OF THE ANIMALS ist Chris Wojciks Spielfilmdebüt, das er für rund 7.000 Dollar inszeniert hat. Leider ist das dann auch so ziemlich alles, was man an erwähnenswerten Hintergrundinformationen über den Film in Erfahrung bringen kann. Wenig inszenatorische Qualität steckt hinter diesem Machwerk, wobei man fairerweise sagen muss, dass es sich bei RISE OF THE ANIMALS um blödsinnigen Trash handelt, den die Macher immerhin lustvoll zelebrieren. So sieht man knapp 60 Minuten, wie Laiendarsteller von Plüschtieren angesprungen und von schlecht animierten CGI-Tieren gefressen werden. Irgendwo dazwischen versteckt sich dann auch eine völlig belanglose Teen-Romanze, die vollkommen deplatziert wirkt. Dennoch, RISE OF THE ANIMALS sorgt dank seiner fürchterlichen Effekte zumindest für einige Lacher. Die allein reichen jedoch nicht aus, um den Zuschauer die gesamte Laufzeit über unterhalten zu können. Stellen, die wohl erheiternd wirken sollten, sind nicht lustig und immer wieder mangelt es dem Film an Spannung, so dass sich RISE OF THE ANIMALS zieht wie Kaugummi. Ganz besonders übel sind diverse Fremdschämmomente, die auf Unerfahrenheit des Machers zurückzuführen sein dürften, so dass es keine große Freude bereitet sich RISE OF THE ANIMALS anzusehen. RISE OF THE ANIMALS ist nichts fürs Otto-Normal-Horrorpublikum und dürfte daher nur für den Fan des schlechten Filmgeschmacks von Interesse sein.
 
 
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RISE OF THE ANIMALS – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Leider ist RISE OF THE ANIMALS kein neuer BIRDEMIC. Für Amateur- und Trashfilmfans gibt es dennoch den ein oder anderen spaßigen Moment. Für alle übrigen Horrorfans hat RISE OF THE ANIMALS leider kaum etwas zu bieten.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Zensur

 
 
 
Der Film ist am 4. September 2015 von Cosmopolitan Pictures in seiner ungeschnittenen Fassung auf DVD und Blu-ray veröffentlicht worden. Als Bonusmaterial bieten sowohl die DVD als auch die Blu-ray einen Audiokommentar mit Cast & Crew. Die erhältliche Fassung wurde jedoch erst für Zuschauer ab 18 Jahren freigegeben und besitzt den roten 18er-Flatschen. Der Grund für die hohe Freigabe ist im Bonusmaterial zu suchen, denn der Film selbst ist bereits frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Cosmopolitan Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Rise of the Animals; USA 2011

Genre: Horror, Trash, Komödie

Ton:Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 72 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Aufgrund des Bonusmaterials: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Making of, Trailershow, Audiokommentar

Release-Termin: 21.08.2015

 

Rise of the Animals – Mensch vs. Biest [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Trailer

 
 

 
 

Sam Freissler

Die Rechte für alle Grafiken liegen bei COSMOPOLITAN PICTURES

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Panik in der Sierra Nova (1977)
 
Birdemic: Shock and Terror (2010)
 
Die Meute (1977)
 
Die Vögel II – Die Rückkehr (1994)
 


Filmkritik: „Der scharlachrote Henker “ (1965)

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DER SCHARLACHROTE HENKER

(SCARLETTO – SCHLOSS DES BLUTES)

Story

 
 
 
Ein lustig’ Grüppchen wuchtiger Sixties-Mannequins hat ein schaurig-schönes Spukschloß zur Location für ihr nächstes halberotisches Fotoshooting auserkoren und schleicht, gemeinsam mit dem zuständigen Magazinherausgeber, in das Gemäuer. Legenden ranken sich um das Schloß. Im Mittelalter soll hier der weiland wohnhafte Edelmann übergeschnappt sein und reihenweise Jungfrauen auf fiesen Foltergeräten zu Tode gequält haben. Der jetzt im Schlösschen lebende Nachkomme des Schänders von einst, ein Schauspieler (Mickey Hargitay) lässt die ungebetenen Gäste von seinen Bodyguards rauswerfen, entscheidet sich aber dann plötzlich um und markiert den charmanten Gastgeber. Was die betonfrisierten Wuchtbrummen nicht ahnen können: Der Nachkomme ist Ziel eines Fluchs, der ihn glauben lösst, sein eigener Urahn zu sein. Flugs setzt sich der gestählte Edelmann die scharlachrote Kapuze auf den kantigen Schädel und schnappt sich ein Mädel nach dem nächsten. Opis Ferkelkeller steht noch in voller Pracht.
 
 
 


 
 
 

DER SCHARLACHROTE HENKER – Kritik

 
 
 
Was für ein Film! Bei seiner Veröffentlichung zu VHS-Zeiten noch unter SCARLETTO – SCHLOSS DES BLUTES firmierend, lenkt der neue Titel unsere Aufmerksamkeit völlig zurecht auf die Hauptfigur. Was als lockere comedia all’italiana beginnt und sich zur gotischen Schlossbesichtigung wandelt, endet in einer übergeschnappten Revue trashigen Grand Guignol Theaters, für das selbstverständlich mal wieder der alte Marquis De Sade als Inspirationsquelle herhalten muss. Mit großem Spaß triezt der rote Henkersknecht die Fotomodelle in seinem Perverso-Keller und lässt kein Auge trocken. Durch die ungebremste Schwachsinnigkeit dieser Szenen scheppern die Sadismen des Folteronkels derart krachend ins Unernste, dass DER SCHARLACHROTE HENKER beim besten Willen nicht mehr mit dem Prädikat „beängstigender Horrorfilm“ versehen werden kann. Tut dem Filmspaß aber trotzdem keinen Abbruch.
 
 
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Mickey Hargitay, echter Vorname Miklos, war Bodybuilder professionellen Formats. Mit seiner Einwanderung in die USA bereits wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg war der Ungar so etwas wie der Vorreiter europäischer Kraftsportler, die in den Jahrzehnten danach versuchten, im Land der ungbrenzten Möglichkeiten Fuß zu fassen und ihr Geld in der Unterhaltungsbranche zu machen. Bekanntester Name hier natürlich Arnold Schwarzenegger, der den 2006 im zufriedenstellenden Alter von achtzig Jahren verstorbenen Hargitay in Interviews als eines seiner Vorbilder bezeichnete. In einem Biopic über La Mansfield anno 1980 spielte Ahnuld gar den Mickey.Vor den Dreharbeiten zu DER SCHARLACHROTE HENKER musste der Muskelmann gerade die Scheidung von Jayne Mansfield über sich ergehen lassen. Mit der kurvenreichen Marilyn Monroe-Epigonin hatte Hargitay in einem pinkfarbenen Barbie-Alptraum von Palast, samt herzförmigem Swimming Pool, gelebt und gerne mal vor laufender Kamera wahnsinnig lachend seine Gattin über den Kopf gestemmt wie eine Hantel aus Chiffon und Möpsen. Persönliche Differenzen gabs auch in den Sechzigern schon in Hollywood und so war Jayne auch schon nur noch des Pumpers Exfrau, als sie sich bei einem Autounfall die Rübe abriss. Die Trauer beutelte den osteuropäischen Kraftprotz trotzdem ganz gehörig. Ich schweife ab. Zur Drehzeit des HENKERS blutete Maitre Hargitay der Geldbeutel und der Hass auf das Weibsvolk brodelte tüchtig. Nur so ist zu erklären, was der Mann über die Laufzeit für ein Feuerwerlk des Overactings abliefert. Grimassieren, Brüllen und nicht nur an der Streckbank generelles tierisch auf die Kacke hauen. Beim abendlichen Drehschluss dürfte der Mann jedes Mal mit Elefantenbetäubungspfeilen niedergestreckt worden sein. Herrlich!
 
 
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Hinter dem pornotauglichen Regisseurs-Kriegsnamen MAX HUNTER steckt der Italiener MASSIMO PUPILLO (DAS FOLTERHAUS DER LADY MORGAN; DJANGO TÖTET LEISE), der mit DER SCHARLACHROTE HENKER einen Spaghetti-Gothic-Knaller der Kategorie G wie Gnadenlos abgeliefert hat. Hier passt alles. Die erotisch gemeinten und doch züchtigen Modelle (damals sah man generell zwei Jahrzehnte älter aus), die wunderbare Gruselatmosphäre des alten Schlags auf Schloß Sudelstein, die genretypische Kameraarbeit, die herrliche Primitivität der Effekte (diese monströse Spinne allein!) und natürlich das unbarmherzige Chargieren des Hauptdarstellers Sir Lord Mickey Hargitay, Esquire. MASSIMO PUPILLO genießt zur Belohnung noch immer sein Leben. Er ist sechsundachtzig.
 
 
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DER SCHARLACHROTE HENKER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Sleaziger Hundert-Prozent-Trash aus der Pastaküche der lange Jahre verrücktesten Filmwirtschaft Europas. DER SCHARLACHROTE HENKER kommt ein bisschen daher wie die eindeutig italienische Variante der Filme von HERSCHELL GORDON LEWIS – mit deutlich weniger Kunstblut. Ein Vergnügen für Liebhaber und Kenner von B-Film-Italien und bekloppt-schmieriger Sexploitation.
 
 
 


 
 
 

DER SCHARLACHROTE HENKER – Zensur

 
 
 
Von DER SCHARLACHROTE HENKER existieren zwei verschiedene Schnittfassungen: eine für den US-Markt und einmal eine für Europa. Der Anbieter OSTALGICA hat sich getraut erstmals eine restaurierte Komplettversion des Streifens zu veröffentlichen. Diese wurde ungeschnitten auf DVD gepresst und ist frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

DER SCHARLACHROTE HENKER – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Ostalgica

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Il Boia scarlatto; Italien / USA 1965

Genre: Klassiker, Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono), Italienisch (Dolby Digital 2.0 Mono)

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover und Schuber

Extras: Deutscher Originaltrailer, US Trailer, 2 Bildergalerien, Programmtipps, geschnittene Szenen, VHS Szenen, Super-8 Fassung, deutscher und englischer Vorspann, französischer Trailer, gekürzte frühere DVD Fassung, Booklet

Release-Termin: 26.06.2015

 

Der scharlachrote Henker [2 DVD-Edition] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DER SCHARLACHROTE HENKER – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Ostalgica.

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Die Schlangengrube und das Pendel (1967)

Baron Blood (1972)

Das Ungeheuer auf Schloss Bantry (1960)


Filmkritik: „Forbidden Zone“ (1980)

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FORBIDDEN ZONE

(TOTALER SPERRBEZIRK)

Story

 
 
 
Ein Abbruchhaus in Venice Beach: Der stilecht in rassistisches Blackface-Make-Up gepackte Zuhälter Huckleberry P. Jones muss ein Paket mit Heroin verstecken und öffnet aus Versehen eine geheime Tür im Keller. Dahinter liegt die FORBIDDEN ZONE. Die sechste Dimension ist das. Vier und fünf werden einfach übersprungen. Huckleberry sieht zu, dass er Land gewinnt. Verständlich. Der recht depressive, schwedischstämmige Teerfabrikarbeiter Mister Hercules kauft das Haus. Mit ihm ziehen seine ebenso dauergeschlauchte Frau, der meistens stumme, ab und an jiddisch murmelnde Großvater, die nach einem Schüleraustausch zur Französin gewordene Tochter Susan (jetzt Frenchy) und ihr Bruder Flash in das sehr spezielle Haus ein. Frenchy hat auf dem Schulhof – da redet man über so was – von der sechsten Dimension gehört. Das erzählt sie am Frühstückstisch, nachdem erst mal ein völlig durchgedrehtes Jazzstück aufgeführt worden ist und sich die Familienmitglieder in ausreichendem Maß gegenseitig auf die Köpfe geschlagen haben. In ihrer Schilderung des Schulalltags liefert die Französin eine Playback-Performance von Josephine Bakers hübschem Comedy-Liedchen „La Tonkinoise“ ab. Vor einer Schulklasse, die komplett aus Freaks besteht. Unter anderem Blaxploitation-Zuhälter, glatzköpfige Mutanten, und der Führer. Wieder daheim geht sie in den Keller und stürzt sich in jugendlichem Leichtsinn und dem Morgenmantel, den sie grundsätzlich trägt, mitten hinein ins Dimensionsportal. Dieses Portal ist ein riesiger gemalter Verdauungstrakt, der die Reisenden an ihrem Ziel auch dementsprechend ausscheidet. Als Kackawürste mit braunen Kissen. Drüben angekommen wandert Frenchy planlos umher und betrachtet sich die Musiknummern, die von den zahlreichen Bewohnern des Schattenreichs aufgeführt werden. Sowohl die Nummern, als auch ihre „Stars“, sind alle jenseits von Gut und Böse. Flash und der Großvater begeben sich auf Rettungsmission. Chef in der Zone ist König Fausto, gespielt von Hervé Villechaize, dem Zwerg aus „Fantasy Island“ und dem James-Bond-Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“. Er sitzt an einer Banketttafel, über der nackte Menschen als Kronleuchter angebracht sind. Fausto ist immer scharf und freut sich über Frischfleisch aus der Welt oberhalb des Kellers. Seine Frau Doris (Susan Tyrell, Warhol-Schauspielerin und Exfreundin des kleinwüchsigen Potenzgenerals) ist die klassische böse Märchenkönigin und seine Tochter ein über-kalifornisches Surfergirl, das grundsätzlich mit nackten Möpsen rumrennt und kreischt. Hier sind ohne Zweifel Tabletten im Spiel. Sofort macht sich Eifersucht auf Frenchy breit, die allein schon aufgrund des verwandten Akzents des Königs Aufmerksamkeit sicher hat. Die schäumende Queen Doris lässt sie einkerkern. Dort verwest auch die rechtmäßige Königin der sechsten Dimension – Fausto und Doris sind nur Emporkömmlinge. Ihr Töchterchen soll Frenchy angemessen foltern und dann auf dem elektrischen Stuhl oder dem Richtblock des Henkers enden lassen. Das Rettungskommando für das Rettungskommando lässt nicht lange auf sich warten. Pa Hercules selbst und Frenchys pickliger Schulkumpel Squeezit transportieren sich in die sechste Dimension. Sie besuchen den Teufel, der gerade mit seiner Jazz Big Band Probe hat und bitten ihn um Hilfe. Der sitzt da einfach in einer der vielen Höhlen an seiner Heimorgel. Natürlich.

 
 
 


 
 
 

FORBIDDEN ZONE – Kritik

 
 
 
Kennen sie die schwarzweißen Zeichentrickfilme der Fleischer Studios? „Betty Boop“, die bekannteste Schöpfung der nach New York ausgewanderten Österreicher, doch bestimmt? Diese recht krude animierten und nach viel Substanzenmissbrauch ihrer Zeichner hergestellten Cartoons sind schwindelerregend verrückt. Viele der Filmchen wurden über die Jahre wegen zu offener Rauschgiftreferenzen, Sex- und Gewaltszenen oder rassistischer Figuren Opfer von Verbotskampagnen. FORBIDDEN ZONE ist die 1980 entstandene Realfilmversion dieser Cartoons aus den Zwanziger bis Vierziger Jahren. Bloß noch brutaler, noch sexbesessener, noch bedrogter und noch überzogener. Oh, und als Halbplayback-Musical. Während der Realfilmszenen werden immer wieder animierte Hintergründe verwendet. Die Schauspieler hat man hierfür fotografiert und von Hand eingefügt.
 
 
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Was für Gastauftritte! In einem Flashback auf Squeezits unglückliche Kindheit taucht kein geringerer als Joe Spinell aus Ekel-Kult-Horrorfilm „Maniac“ natürlich, auf, der sich über den schmächtigen Sohn seiner Affäre lustig macht. Der Teufel ist Danny Elfman, Bruder des Regisseurs und Begründer der „Mystic Knights Of The Oingo Boingo“, jener durchgedrehten Theatergruppe hinter THE FORBIDDEN ZONE. Satan ist hier ein fracktragender Bandleader, der mit seinem Orchester eine ordentliche Version von Cab Calloways Hot-Jazz-Standard „Minnie The Moocher“ zum Besten gibt und gleichzeitig Squeezit den Kopf abschlägt. Der wird dann in ein Hühnchen verwandelt, sein Kopf schwebt frei durch den Rest des Films. Zu dem Zeitpunkt ist das Hirn von sechzig Minuten Laufzeit bereits so weichgekocht, dass man diese Szene als völlig normal empfindet. Der Mensch ist an sich einfach nicht gebaut für eine spirituelle Kleinhirn-Grillparty wie THE FORBIDDEN ZONE, sollte sich aber weiterentwickeln. Später wurde Elfman natürlich zu einem der erfolgreichsten Komponisten für Film- und Fernsehsoundtracks, Standardkomponist für die Filme Tim Burtons und Schreiber der „Simpsons“-Titelmelodie. Die Musik, zum Teil Playback, zum Teil eigene, sehr geile Songs, variiert zwischen altem Jazz für große Orchester und dem hektischen, perkussiven New Wave, den Danny Elfman bis in seine Soundtracks immer wieder aufgreifen sollte. Oingo Boingo, seine Band in den Achtzigern, war aus den Mystic Knights hervorgegangen.
 
 
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Richard Elfman, Dannys Bruder, ist seit Jahren schon ein mittelhohes Tier bei den Geldverdienern von Scientology. Interessante Gedankengänge bei dem Mann. Von Gehirnzellen zu Marmelade verarbeitendem Filmgut zur Vereinigung fürs Abkochen selbstoptimierungsgeiler Finanzjongleure. Ganz groß. Mit Punkten nicht zu bewertendes Kino, weil nicht mit anderen Filmen zu vergleichen..
 
 
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FORBIDDEN ZONE – Fazit

 
 
 
10 Punkte Final
 
 
 
FORBIDDEN ZONE sollten Personen meiden, die von sich behaupten, geistig voll bei der Sache zu sein. Allen anderen eröffnet sich eine phantasievoll gedrechselte Klapsenwelt, die in der Filmgeschichte keine Parallelen hat und sogar musikalisch richtig knallt. „The Rocky Horror Picture Show“ nachdem man an einer psychedelischen röte geleckt hat. Gerüchten zufolge gibt es Menschen, die FORBIDDEN ZONE nicht gut finden. Sollte das stimmen, sind das zweifelsohne kranke Perverse, die eingeschläfert werden müssten. Dieser Film sollte in Schulen zum Pflichtprogramm gehören.
 
 
 


 
 
 

FORBIDDEN ZONE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von FORBIDDEN ZONE ist für Jugendliche geeignet. Auf der erhältlichen DVD befindet sich die ungeschnittene Fassung: FSK16.
 
 
 


 
 
 

FORBIDDEN ZONE – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) CMV (Kleine Hardbox Cover A)

 
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(c) CMV CMV (Kleine Hardbox Cover B)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Forbidden Zone; USA 1980

Genre: Komödie

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 70 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Kleine Hardbox – in 2 verschiedenen Covermotiven erhältlich

Extras: Entfernte Szenen ( 5:44 ), Original Trailer ( 0:45 ), Japanische Promotion ( 3:51 ), Dokumentation „A Look into Forbidden Zone“ ( 35:46 ), Outtakes ( 10:49 ), Musikvideo „Private Life“ von Oingo Boingo ( 3:40 ), Zwei Szenen aus „The Hercules Family“ ( 5:25 ), Audiokommentar eines nicht näher vorgestellten Sprechers, kolorierte Version

Release-Termin: 24.01.2014

 

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FORBIDDEN ZONE – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller für die Review verwendeten Bilder liegen bei CMV

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Rocky Horror Picture Show (1975)
 
Eraserhead (1977)
 
Fantasia (1940)
 
Charlie und die Schokoladenfabrik (2005)
 


Filmkritik: „Dracula und seine Opfer“ (1967)

dracula-und-seine-opfer-1969
 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER

(BLOOD OF DRACULA’S CASTLE)

Story

 
 
 
Glens Onkel verlässt unser irdisches Jammertal und bedenkt seinen Neffen mit der Erbschaft eines Borderline-Disney-Schlosses in der kalifornischen Wüste. Bevor der junge Herr Neureich nebst Lebensabschnittspartnerin allerdings in den neuweltlichen Gotik-Tempel einziehen kann, gilt es, den aktuellen Bewohnern die Mieterschaft abzuerkennen. Graf Townsend nebst Gattin, plus einem von Gnadenlosallesspieler John Carradine gegebenen Hausdiener und dem Zubehörbuckligen Mango. Um dem Titel auf deutsch und englisch gerecht zu werden, sind die Townsends zumindest Vampire und haben dazu gerade mal überhaupt keine Lust, sich von den jungen Sixties-Schnöseln aus dem heimischen Gemäuer verjagen zu lassen.

 
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Kritik

 
 
 
Al Adamson, auch oder sogar bei Fans bittersten amerikanischen No-Budget-Schrotts für die Tiefschlagqualität seiner Werke berüchtigt, konnte auch bei dieser knackigen Blutsauger-Gurke alle Register dessen ziehen, was wir hier nicht als „Können“ bezeichnen möchten. Eher handelt es sich bei der filmischen Vision des 1995 von seinem Untermieter ermordeten Kaliforniers um ein eigenes Irrsinns-Universum, wie es in den Fünfzigern zum Beispiel Ed Wood verwaltete. Die oft gleiche Riege von Altstars auf der Suche nach einem darstellerischen Gnadenbrot und jungen, maßlos untalentierten Tunichtguten tobt unter Adamsons Aufsicht über die stets ähnlichen Kulissen und folgt Regieanweisungen, die nicht selten erst am Drehtag improvisiert wurden. Herauskommen sollten bei diesen Über-Trash-Orgien keine Genre-Meilensteine für die Ewigkeit, pickepackevoll mit kultisch zu verehrenden Schauspielerleistungen, Horroratmosphäre oder gar zitierfähigen Szenen für die Fan-Ewigkeit, nein, Al Adamson entstammte der B-Film-Tradition amerikanischer Super-Exploitation, die gerne einmal ein reißerisches Filmplakat vorzuweisen hatte, bevor auch nur eine Seite Drehbuch geschrieben oder eine Minute Zelluloid bespielt war. Möglichst einfach und unter großzügiger Nutzung der Schlüsselelemente Sex und Gewalt wurden da Filme auf den Autokinomarkt geworfen, denen mit cineastischer Logik nicht beizukommen ist. Hierbei verdingte sich die Adamson-Gang in beliebten Filmsparten wie dem Rockerfilm (DIE SADISTEN SATANS), Blaxploitation (BLACK SAMURAI) oder auch wahnwitziger Science Fiction (HORROR OF THE BLOOD MONSTERS), unbeschreiblichem wie dem Zukunfts-Märchen-Musical LIEBE IM RAUMSCHIFF VENUS oder eben, wie hier, Horror. DRACULA UND SEINE OPFER macht da keine Ausnahme im Angriff auf die geistige Gesundheit des Publikums. Weder lässt sich ergründen, wieso das Vampirpaar Townsend (?) in der sonnenfrittierten Mojave-Wüste lebt, noch, wie man auf den Trichter kam, sich im Schlosskeller an die Wand gefesselte Go-Go-Girls als Blutspenderinnen zu halten. Könnte ein Vorläufer des Bio- und Nachhaltigkeitsgedanken sein. Oh, California … Vollends ausschalten sollte man sein Gehirn bei der Ankunft des übergeschnappten Vergewaltigers Johnny, eines Freundes der Familie, der aus der Psychiatrie ausbüxt und auch in größter Verfolgungsnot noch Zeit findet, seinen kriminellen Sellerie in bedauernswerte Passantinnen zu dippen. Sinn ist hier keiner aber warum sollte gerade an den Punkt damit angefangen werden?
 
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Knüppelbekloppter Drive-In-Trash aus den amerikanischen Sechzigern. Wenig für Horrorfans, mehr für Trash-Aficionados, die sich schon eine oder zwei Ebenen oberhalb des Schlock-Einstiegslevels befinden.
 
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Zensur

 
 
 
Im Gegensatz zu den bisherigen Veröffentlichungen ist die deutschen DVD ungeschnitten und trägt den alten FSK18-Flatschen. Sammler können bedenkenlos zugreifen.
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Blood of Dracula’s Castle; USA 1960

Genre: Horror, Klassiker

Ton: Deutsch Dolby Digital 1.0 (Mono), Englisch Dolby Digital 1.0 (Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Keine

Release-Termin: 24.10.2014

 

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DRACULA UND SEINE OPFER – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Cabaret der Zombies (1964)
 
Draculas Bluthochzeit mit Frankenstein (1971)
 
Plan 9 aus dem Weltall (1959)