Filmkritik: „Dämonen aus dem All“ (1967)

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DÄMONEN AUS DEM ALL

(LA MORTE VIENE DAL PIANETA AYTIN)

Story

 
 
 
Die Erde: Angriffe auf technische Einrichtungen der längst im Frieden vereinigten Menschheit häufen sich. An Nord- und Südpol bringt eine ungekannt starke Hitzequelle das ewige Eis zum Schmelzen. Der Top-Militär Jackson will mit seinem Team hinter die Gründe der Attacken kommen und stößt in Nepal auf eine entsandte Abordnung aggressiver Weltraum-Yetis, die auf der guten alten Erde Tabula Rasa machen wollen. Ausweitung des Lebensraumes, wie ein ganz und gar irdischer Tyrann mal gesagt hat. Wenn alle Menschen weggekocht sind, können die Space-Zausel den Planeten erwärmen und besiedeln. Falls Jackson und seine Mannschaft nicht vorher im Weltall klare Verhältnisse schaffen können natürlich.

 
 
 


 
 
 

DÄMONEN AUS DEM ALL – Kritik

 
 
 
Mit DÄMONEN AUS DEM ALL bringt das italienische Genrefilm-Tausendsassa Antonio Margheriti 1967 sein Four-Piece in fantasievoller Science-Fiction, GAMMA I, zum Abschluss. Den direkten Vorgänger haben wir an dieser Stelle vor ein paar Wochen wohlwollend besprochen und DÄMONEN AUS DEM ALL ist keinesfalls von Qualitätseinbußen betroffen. Im Falle dieses letzten Film der Reihe hier, verhält es sich auch nicht anders: Knalliger und technoider Euro-Trash mit großartig nostalgischer Atmosphäre und getaucht in genug swinging Zeitkolorit, dass es für drei Filme reichen würde. Wie auch immer hart im Horror-Kontext ist das nicht, auch gestopfte Logiklöcher und millionentiefe Produzenten-Geldbeutel sollte sich der geneigte Zuschauer lieber bei einer anderen Heimkino-Veröffentlichung suchen. Allerdings denken wir, dass diesbezüglich die Fronten glasklar und die Vorlieben ebenso deutlich verteilt sind.
 
 
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Der erste Teil des Films spielt mal nicht in den schwarzen, auch im Hyperwarp nicht enden wollenden Weiten des Weltalls. Stattdessen marschiert der aus dem Vorgängerfilm ORION 3000 – RAUMFAHRT DES GRAUENS bekannte Commander Jackson (Giacomo Rossi-Stuart) durch die Hügel von Katmandu. Die Waffe im Anschlag. Dort, auf dem Dach der Erde, versucht er, Licht in die Ereignisse zu bringen, die erneut zu üblen Naturkatastrophen geführt haben.
 
 
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Wie in echt: Der Planet hat’s nicht leicht in diesen Filmen. Die verlässliche Inszenierung von Naturkatastrophen war in amerikanischer Weltuntergangs-Sci-Fi der goldenen Fünfziger – mit der Allgegenwart des Wunders der Atomkraft – eine Grundzutat von Drehbuchautoren. In solcher Sixties-Poppigkeit kam dieses Stilmittel nach Anbruch der Sechziger Jahre aber nur noch in zwei Filmwirtschaften zum Einsatz. Die lagen so weit auseinander wie nur möglich: Japan und, wie hier eben, Italien. In Nippon waren da natürlich die alle Kinos dominierenden Nature-schlägt-zurück-Reißer mit Wüterich Godzilla und seiner schuppigen oder pelzigen Kollegenschaft. Man hatte den perversen Schlussakkord des Krieges, Hiroshima und Nagasaki ist selbstverständlich gemeint, noch lange nicht verarbeitet. Die B-Filmindustrie der römischen Cinecittà hingegen ließ sich da schon lieber inspirieren von den damals sehr beliebten, bonbonbunten Weltraumcomics aus europäischer Herstellung und den günstig gedrehten Science-Fiction-Fernsehserien, die in den USA inzwischen den Platz der Kinoschinken eingenommen hatten. Interessanterweise griff im Folgejahr Kinji Fukasaku, dessen Filmographie ihn deutlich zum japanischen Bruder im Geiste Antonio Margheritis machte, die Abenteuer um die GAMMA-Raumstationen auf. Sein MONSTER AUS DEM ALL ist unter dem bekannteren Titel THE GREEN SLIME ein bei Genrefreunden auf allen Kontinenten beliebter Space-Trasher.
 
 
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DÄMONEN AUS DEM ALL – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Popart-Science Fiction aus unschuldigeren Jugendjahren des Genres. Nachdenken muss hier niemand und auch Antonio Margheriti kann den Swinging Sixties nicht entkommen. Warum auch? Dem Space Age Fan gefällt’s.
 
 
 


 
 
 

DÄMONEN AUS DEM ALL – Zensur

 
 
 
Für heutige Verhältnisse wirkt Gebotenes reichlich trashig und bietet keine brutalen Schauwerte. Der Film ist frei ab 12 Jahren und ungeschnitten. Klassiker-Fans können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

DÄMONEN AUS DEM ALL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) CMV LASERVISION – Erstauflage

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(c) NEW VISION FILMS – Zweitauflage

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: La morte viene dal pianeta Aytin; Italien 1967

Genre: Science Fiction, Klassiker

Ton: Deutsch DD 2.0 (Mono), Italienisch DD 2.0 (Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1920 x 1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Italienischer Trailer, Bildergalerie, Trailershow

Release-Termin: Erstauflage CMV: 13.02.2015 | Zweitauflage NEW VISION FILM: 05.02.2016

 

Dämonen aus dem All [Blu-ray] – Erstauflage von CMV LASERVISION

Dämonen aus dem All – Uncut [Blu-ray] – Zweitauflage von NEW VISION FILMS

 
 
 


 
 
 

DÄMONEN AUS DEM ALL – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei CMV LASERVISION | NEW VISION FILM

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Orion 3000 – Raumfahrt des Grauens (1966)
 
Die Zeitmaschine (1960)
 
Befehl aus dem Dunkel (1965)
 
Planet der Vampire (1965)
 

Filmkritik: „Casting des Todes“ (2015)

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CASTING DES TODES

(CASTING OF DEATH)

Story

 
 
 
Das Casting für eine sexy Cocktail-Show läuft aus dem Ruder, weil die Kamera Dinge aufzeichnet, die sich mit bloßem Auge nicht erkennen lassen.

 
 
 


 
 
 

CASTING DES TODES – Kritik

 
 
 
Seit den Anfängen von FILMCHECKER liegen nicht nur regelmäßig Blu-rays und Screener bekannter deutsche Filmunternehmen und Vertriebe mit Horrormaterial im Briefkasten, das wir in Form von umfangreichen Kritiken auf dem Blog vorstellen. Auch deutsche Nachwuchsfilmemacher und immer häufiger ambitionierte Regisseure aus dem Ausland senden selbstständig Ansichtsmaterialien zu, mit der Bitte darüber zu berichten. Leider können wir aus Zeitgründen nur wenige dieser Projekte berücksichtigen, da sich hinter vielen der teils in Eigenregie produzierten Genrefilme ohnehin nur semiprofessioneller Amateurquatsch verbirgt, der besser im Privatarchiv schlummern sollte, statt ihn deutschen Horrorfans zuzumuten. Dass es auch anders geht, beweist CASTING DES TODES – ein blutiger Kurzfilm aus Deutschland, der beinahe ungesehen blieb, weil dahinter eine weitere Selfmade-Produktion vermutet wurde. Gott sei Dank ist der Fünfzehnminüter dann doch im Player gelandet, sonst wäre wohl die Erkenntnis nie gekommen, dass auch im deutschen Untergrund gute Horrorfilme gedreht werden.
 
 
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Splatter, Spaß und viel nackte Haut – Zutaten, die Horrorfanherzen schneller schlagen lassen. Das war wohl auch Regisseur EZRA TSEGAYE bewusst, der CASTING DES TODES um jede Menge Schauwerte bereichert hat, die Liebhaber von Horrorware nun mal erwarten. Ein ungewöhnliches Casting bietet Stoff für amüsant-trashigen Filmirrsinn, in dem der Zuschauer – laut Aussage von Hauptdarstellerin MICAELA SCHÄFER – die brutalsten Nacktszenen zu sehen bekommt, die der selbsternannte Reality-Star bisher gedreht hat. Model, Moderatorin und Schauspielerin MICAELA SCHÄFER wird in diesem Kurzfilm von zwei erfolglosen Filmemachern zu einem Vorsprechen geladen, bei dem sie für einen neue TV-Show textilfrei Cocktails mixen soll. Doch die Crew ist nicht sonderlich am Können der künftigen Moderatorin interessiert. Das Zielpublikum soll in erster Linie mit optischen Reizen verwöhnt werden, was die Bewerberin natürlich versteht. Sie streift die Kleider ab und hält zwei schlagkräftige Talente in die Kamera. Weil CASTING DES TODES jedoch ein Horrorfilm ist, dürfte klar sein, dass die Geschehnisse eine unerwartet blutige Wendung nehmen werden. Der Kameramann entdeckt Unheimliches. Sein neues Arbeitsutensil filmt nicht das, was sich vor der Linse ereignet. Stattdessen hält es Mord und Totschlag auf Video fest – mit fatalen Folgen.
 
 
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Will man Aufmerksamkeit erregen, muss man polarisieren und provozieren. Das gelingt vor allem dann, wenn man Filmrollen mit C-Prominenz besetzt, über die regelmäßig in der Boulevardpresse berichtet wird. Im Falle des Kurzfilms CASTING DES TODES dürfte die Wahl auf TV-Phänomen MICAELA SCHÄFER das Beste gewesen sein, was dieser Indie-Produktion passieren konnte. Mit Schäfer als Zugpferd hat der Film nämlich reichlich Aufmerksamkeit ernten können und wurde sogar auf diversen Festivals mit Lob überschüttet. So auch auf der LOS ANGELES HORROR COMPETITION, wo die ehemalige GERMANY’S NEXT TOP MODEL-Teilnehmerin als beste Schauspielerin nominiert wurde – und sogar gewann. Das mag tatsächlich begabte Künstler zu Recht deprimieren; trotzdem muss man lobenswerterweise hinzufügend erwähnen, dass Schäfers Auftritt in CASTING DES TODES die bisher überzeugendste Leistung ist, die man von der gebürtigen Leipzigerin zu sehen bekommen hat. Die hat zwar im Film nicht viel zu sagen – dafür sprechen nackte Tatsachen für sich. Den männlichen Fan des Genres dürfte das freuen.
 
 
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Produzent, Drehbuchautor und Regisseur EZRA TSEGAYE erklärte im Interview, dass er schon immer ein Fan fantastischer Filme gewesen ist. So prägte der Science-Fiction-Klassiker FUTUREWORLD – DAS LAND VON ÜBERMORGEN nachhaltig, den er sich im stolzen Alter von fünf Jahren allein angesehen hat, ohne dass die Mutter davon wusste. Doch damit nicht genug. Auch die Mystery-Serie TWILIGHT ZONE und Horror-Klassiker, wie DIE KÖRPERFESSER KOMMEN oder ROSEMARIES BABY verstärkten die Leidenschaft zum Film. So folgten nach Comics für die Schülerzeitung und Kurz-Trickfilmen, erste Filmversuche mit einer Super-8-Kamera, in denen er Realfilm mit Comic-Elementen verknüpfte. Gleiche Kombination findet auch in CASTING DES TODES Verwendung. Tsegaye vermischt Zeichentrick mit Realfilm, zeigt abgenutztes Videomaterial, das man sonst oft in Found-Footage-Machwerken zu sehen bekommt und garniert das kurzweilige Trash-Gebräu mit Sex, Blut und Rock ’n‘ Roll. Dank abwechslungsreicher Kameraperspektiven, chaotischen Schnitten und frechem Filmsong aus der Feder von STEFAN DITTRICH (der übrigens nicht mehr aus dem Ohr geht) bleibt CASTING des TODES länger im Gedächtnis, als manch andere Amateur-Katastrophe aus den Hinterhofgaragen von ITTENBACH, SCHNAAS & Co. Bleibt zu erwähnen, dass diesem Kurzfilm aufgrund professioneller Machart kaum noch Amateurstatus anhaftet. Umso erfreulicher, dass EZRA TSEGAYE die Idee seinen Splatter-Kurztrips ausbauen und auf die große Leinwand bringen möchte. Mit DER TEUFEL IN MIR wird das Casting des Grauens fortgesetzt – größer, blutiger, besser. Dank Crowdfunding und spendablen Geldgebern soll das Projekt mit mehr Budget, internationalen Schauspielern und natürlich MICAELA SCHÄFER für den weltweiten Filmmarkt umgesetzt werden. Ob sich bereits Hollywood die Remake-Rechte gesichert hat? Man darf spekulieren.
 
 
 


 
 
 

CASTING DES TODES – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Warum MICAELA SCHÄFER nach ihrem missratenen Auftritt in SEED 2 wieder vor die Linse darf? Ganz einfach, weil sie die neue (deutsche?) B-Movie-Ikone unserer Zeit ist. Zumindest behauptet das Produzent, Drehbuchautor und Regisseur EZRA TSEGAYE, der von der attraktiven aber auch provokanten Erscheinung der gebürtigen Leipzigerin so überzeugt gewesen ist, dass er sie für die Rolle einer naiven Castingteilnehmerin verpflichten lies. CASTING DES TODES lässt die 1980er und 90er wieder aufleben, denn die Trash-Komödie verbeugt sich mit makabren Humor und blutigen Momenten vor jenen Horror-Splatterfilme genannter Jahrzehnte. Für eine Amateur-Produktion ist Gebotenes beachtlich, denn der Low-Budget-Splatterulk hinterlässt einen guten Eindruck und schaut alles andere als billig aus. Gute Schauspieler (ja auch die Schäfer überzeugt), souveräne Inszenierung und ein Ohrwurm im Abspann garantieren 15 kurzweilige Minuten mit Appetit auf mehr. Trash-Fans sollten daher jetzt gut zuhören, denn CASTING DES TODES ist amüsant-trashiger Filmirrsinn mit hohem Fun-Faktor, der übrigens hier für kleines Geld gesehen werden kann, schließlich ist noch keine kaufbare Heimkinofassung auf physischem Medium erschienen.
 
 
 


 
 
 

CASTING DES TODES – Zensur

 
 
 
CASTING DES TODES (internationaler Titel CASTING OF DEATH) ist Splatter-Quatsch der ironischen Sorte. Die Gewaltmomente werden derart übertrieben dargestellt, dass der Kurzfilm problemlos eine FSK16 erhalten könnte.
 
 
 


 
 
 

CASTING DES TODES – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Botchco Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Staplerfahrer Klaus – Der erste Arbeitstag (2000)
 
Treevenge (2008)
 
Fist of Jesus (2012)
 

Kritik: „Delta III – Wir wollen nicht zur Erde zurück“ (1979)

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DELTA 3 – WIR WOLLEN NICHT ZUR ERDE ZURÜCK

(THE SHAPE OF THINGS TO COME)

Story

 
 
 
Wie so oft. Die Menschheit hat´s endlich geschafft und sich nach einem ewig andauernden Krieg, den sie auch Roboter hat führen lassen, die gute alte Erde fritiert. Nix blaues mehr, alles verpestet. Die wenigen Übriggebliebenen haben direkt nebenan, auf dem Mond nämlich, die Glaskuppelstadt New Washington gegründet. Wir sehen: Auch auf la Luna geht die Menschheit amerikanische Wege. Die Freude über das Entkommen von der Erde ist nicht von langer Dauer. Die Strahlenschäden an den Überlebenden müssen bekämpft werden. Dafür bedarf es eines seltenen Minerals, das nur auf einem einzigen Planeten ausgebuddelt werden kann. Dieser Planet ist das Delta 3 des Titels. Blöd nur, dass den Stern nicht nur das Mineral ausmacht, sondern auch der bekloppte Erdenwissenschaftler Dr. Omus (Jack Palance). Den hat das Leben mit einer Armee ihm treu ergebener Kampf- und Dienerroboter ebenso weich im Kopf wie herrschsüchtig gemacht. Jetzt will er rüber auf den Mond und dort die Macht ergreifen. Sein Dogma: Wissenschaft über alles. Um seinen Absichten ein wenig Nachdruck zu verleihen, kündigt er erstmal an, bei Ungehorsam der letzten Menschen, eine Strahlenwaffe auf den Planeten zu richten und New Washington ins Weltall zu blasen. Eine Gruppe guter Wissenschaftler und anderer weißer Ritter wird nach Delta 3 geschickt, um dort dem irren Professor das Handwerk zu legen und sich anschließend um den Mineraltransport zu kümmern.

 
 
 


 
 
 

DELTA 3 – Kritik

 
 
 
DELTA III – WIR WOLLEN NICHT ZUR ERDE ZURÜCK sieht irgendwie nach Fernsehfilm aus. Tatsächlich können sie ja nicht zurück. Selbst wenn sie denn wollten. Erde ist ja fertiggestrahlt. Bredouille, das. Viele TV-Fratzen sind dabei und auch der einzige Star des Films, das wundervoll granitene Mongolen-Monstrum Jack Palance, war öfter beim amerikanischen Pantoffelkino angestellt. Sein Dr. Omus ist natürlich der stille Höhepunkt dieses augenscheinlich kostengünstig entstandenen Films. Stets schätzenswerter Schauspieler! Bei einem ordentlichen Bösewicht wird der Rest schnell Staffage – das weiß jeder halbwegs funktionierende Drehbuchautor. So geht´s folglich auch des bösen Doktors Gegnerschaft hier.
 
 
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Die Kritik an diesem Omus und seinesgleichen steht natürlich stellvertretend für die Kritik an einem blinden, eigentlich schon längst zur Ersatzreligion mit Wahrheitsanspruch mutierten Wissenschaftsglauben. Das ist ein beliebtes Motiv in der Science-Fiction nach den Hippie-Jahren, die oft Schreckensbilder von Dystopien statt Utopien aufzeigt. Neue Denkmodelle waren entstanden, der unbedingte Wille zum nach vorn Peitschen von Forschung und Technik hatte Gegenstimmen erhalten. Man wusste, dass am Ende der Technikentwicklung doch wieder nur tödliche Waffen stehen würden. Pierre Boulles berühmter Affenplanet lässt grüßen, wenn wir uns vor Augen halten, dass die Vernichtung der Erde von den gleichen Labor-Propheten losgetreten und vollendet worden ist, die jetzt eine neue, absolutistische Herrschaft anstreben. Hier ist das sogar noch viel griffiger, wenn Dr. Omus – nach den alles zerballernden Roboterweltkriegen – eine Armee von Robotern befehligt.
 
 
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In Kanada, seinem Herstellungsland also, lief der Film auch als THE SHAPE OF THINGS TO COME. Mit H.G. Wells bekannter Sci-Fi-Dystopie von der Welt nach dem großen Rums hat DELTA III, bis auf die postapokalyptische Zivilisation, bloß nicht wirklich viel zu tun. Für eine akkuratere Adaption jener finsteren Story muss man schon auf William Cameron Menzies durchaus passend finsteren aber leider auch recht trockenen THINGS TO COME von 1936 zurückgreifen. Schön trotzdem, mal zu sehen, dass geistesgestörte Umtitelungen auch außerhalb des deutschen Sprachraums verbrochen werden. Wir sind da ja eigentlich die Meister drin.
 
 
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DELTA 3 – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Typische Seventies Science-Fiction-Dystopie. Das Schicksal der Trümmerwelt entscheidet sich zwischen den blinden Technokraten von einst und den veränderungsbereiten Jungen. DELTA III – WIR WOLLEN NICHT AUF DIE ERDE ZURÜCK (Originaltitel: THE SHAPE OF THINGS TO COME) ist kein SOYLENT GREEN und auch kein LOGAN´S RUN – zwei Klassiker, deren debile deutsche Titel mir gerade nicht auf der Zunge/den Fingern liegen – kann man sich aber problemlos nachts oder Sonntags mittags einfahren.
 
 
 


 
 
 

DELTA 3 – Zensur

 
 
 
Die mittlerweile auf DVD erschienen Filmfassung ist ebenso ungeschnitten, wie die bisherigen Veröffentlichungen von DELTA 3 auf VHS. Diese ist bereits für Zwölfjährige geeignet.
 
 
 


 
 
 

DELTA 3 – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Castle View Film | Al!ve

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: The Shape of Things to Come; Kanada 1979

Genre: Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 06.11.2015

 

Unternehmen Delta 3 (DVD) ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

DELTA 3 – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

Die Rechte für alle Grafiken liegen bei Castle View Film | Al!ve

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Flash Gordon (1980)
 
Alarm im Weltall (1956)
 
Raumpatrouille Orion (1966)
 

Filmkritik: „Rise Of The Animals“ (2011)

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RISE OF THE ANIMALS – MENSCH VS. BIEST

Story

 
 
 
Völlig ohne Grund fangen Tiere an Menschen zu töten. Mitten im Chaos versuchen drei Teenager ein verlorenes Handy dem Besitzer wiederzubringen.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Kritik

 
 
 
RISE OF THE ANIMALS ist Chris Wojciks Spielfilmdebüt, das er für rund 7.000 Dollar inszeniert hat. Leider ist das dann auch so ziemlich alles, was man an erwähnenswerten Hintergrundinformationen über den Film in Erfahrung bringen kann. Wenig inszenatorische Qualität steckt hinter diesem Machwerk, wobei man fairerweise sagen muss, dass es sich bei RISE OF THE ANIMALS um blödsinnigen Trash handelt, den die Macher immerhin lustvoll zelebrieren. So sieht man knapp 60 Minuten, wie Laiendarsteller von Plüschtieren angesprungen und von schlecht animierten CGI-Tieren gefressen werden. Irgendwo dazwischen versteckt sich dann auch eine völlig belanglose Teen-Romanze, die vollkommen deplatziert wirkt. Dennoch, RISE OF THE ANIMALS sorgt dank seiner fürchterlichen Effekte zumindest für einige Lacher. Die allein reichen jedoch nicht aus, um den Zuschauer die gesamte Laufzeit über unterhalten zu können. Stellen, die wohl erheiternd wirken sollten, sind nicht lustig und immer wieder mangelt es dem Film an Spannung, so dass sich RISE OF THE ANIMALS zieht wie Kaugummi. Ganz besonders übel sind diverse Fremdschämmomente, die auf Unerfahrenheit des Machers zurückzuführen sein dürften, so dass es keine große Freude bereitet sich RISE OF THE ANIMALS anzusehen. RISE OF THE ANIMALS ist nichts fürs Otto-Normal-Horrorpublikum und dürfte daher nur für den Fan des schlechten Filmgeschmacks von Interesse sein.
 
 
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RISE OF THE ANIMALS – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Leider ist RISE OF THE ANIMALS kein neuer BIRDEMIC. Für Amateur- und Trashfilmfans gibt es dennoch den ein oder anderen spaßigen Moment. Für alle übrigen Horrorfans hat RISE OF THE ANIMALS leider kaum etwas zu bieten.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Zensur

 
 
 
Der Film ist am 4. September 2015 von Cosmopolitan Pictures in seiner ungeschnittenen Fassung auf DVD und Blu-ray veröffentlicht worden. Als Bonusmaterial bieten sowohl die DVD als auch die Blu-ray einen Audiokommentar mit Cast & Crew. Die erhältliche Fassung wurde jedoch erst für Zuschauer ab 18 Jahren freigegeben und besitzt den roten 18er-Flatschen. Der Grund für die hohe Freigabe ist im Bonusmaterial zu suchen, denn der Film selbst ist bereits frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Cosmopolitan Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Rise of the Animals; USA 2011

Genre: Horror, Trash, Komödie

Ton:Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 72 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Aufgrund des Bonusmaterials: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Making of, Trailershow, Audiokommentar

Release-Termin: 21.08.2015

 

Rise of the Animals – Mensch vs. Biest [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Trailer

 
 


 
 

Sam Freissler

Die Rechte für alle Grafiken liegen bei COSMOPOLITAN PICTURES

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Panik in der Sierra Nova (1977)
 
Birdemic: Shock and Terror (2010)
 
Die Meute (1977)
 
Die Vögel II – Die Rückkehr (1994)
 

Filmkritik: „Der scharlachrote Henker “ (1965)

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DER SCHARLACHROTE HENKER

(SCARLETTO – SCHLOSS DES BLUTES)

Story

 
 
 
Ein lustig’ Grüppchen wuchtiger Sixties-Mannequins hat ein schaurig-schönes Spukschloß zur Location für ihr nächstes halberotisches Fotoshooting auserkoren und schleicht, gemeinsam mit dem zuständigen Magazinherausgeber, in das Gemäuer. Legenden ranken sich um das Schloß. Im Mittelalter soll hier der weiland wohnhafte Edelmann übergeschnappt sein und reihenweise Jungfrauen auf fiesen Foltergeräten zu Tode gequält haben. Der jetzt im Schlösschen lebende Nachkomme des Schänders von einst, ein Schauspieler (Mickey Hargitay) lässt die ungebetenen Gäste von seinen Bodyguards rauswerfen, entscheidet sich aber dann plötzlich um und markiert den charmanten Gastgeber. Was die betonfrisierten Wuchtbrummen nicht ahnen können: Der Nachkomme ist Ziel eines Fluchs, der ihn glauben lösst, sein eigener Urahn zu sein. Flugs setzt sich der gestählte Edelmann die scharlachrote Kapuze auf den kantigen Schädel und schnappt sich ein Mädel nach dem nächsten. Opis Ferkelkeller steht noch in voller Pracht.
 
 
 


 
 
 

DER SCHARLACHROTE HENKER – Kritik

 
 
 
Was für ein Film! Bei seiner Veröffentlichung zu VHS-Zeiten noch unter SCARLETTO – SCHLOSS DES BLUTES firmierend, lenkt der neue Titel unsere Aufmerksamkeit völlig zurecht auf die Hauptfigur. Was als lockere comedia all’italiana beginnt und sich zur gotischen Schlossbesichtigung wandelt, endet in einer übergeschnappten Revue trashigen Grand Guignol Theaters, für das selbstverständlich mal wieder der alte Marquis De Sade als Inspirationsquelle herhalten muss. Mit großem Spaß triezt der rote Henkersknecht die Fotomodelle in seinem Perverso-Keller und lässt kein Auge trocken. Durch die ungebremste Schwachsinnigkeit dieser Szenen scheppern die Sadismen des Folteronkels derart krachend ins Unernste, dass DER SCHARLACHROTE HENKER beim besten Willen nicht mehr mit dem Prädikat „beängstigender Horrorfilm“ versehen werden kann. Tut dem Filmspaß aber trotzdem keinen Abbruch.
 
 
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Mickey Hargitay, echter Vorname Miklos, war Bodybuilder professionellen Formats. Mit seiner Einwanderung in die USA bereits wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg war der Ungar so etwas wie der Vorreiter europäischer Kraftsportler, die in den Jahrzehnten danach versuchten, im Land der ungbrenzten Möglichkeiten Fuß zu fassen und ihr Geld in der Unterhaltungsbranche zu machen. Bekanntester Name hier natürlich Arnold Schwarzenegger, der den 2006 im zufriedenstellenden Alter von achtzig Jahren verstorbenen Hargitay in Interviews als eines seiner Vorbilder bezeichnete. In einem Biopic über La Mansfield anno 1980 spielte Ahnuld gar den Mickey.Vor den Dreharbeiten zu DER SCHARLACHROTE HENKER musste der Muskelmann gerade die Scheidung von Jayne Mansfield über sich ergehen lassen. Mit der kurvenreichen Marilyn Monroe-Epigonin hatte Hargitay in einem pinkfarbenen Barbie-Alptraum von Palast, samt herzförmigem Swimming Pool, gelebt und gerne mal vor laufender Kamera wahnsinnig lachend seine Gattin über den Kopf gestemmt wie eine Hantel aus Chiffon und Möpsen. Persönliche Differenzen gabs auch in den Sechzigern schon in Hollywood und so war Jayne auch schon nur noch des Pumpers Exfrau, als sie sich bei einem Autounfall die Rübe abriss. Die Trauer beutelte den osteuropäischen Kraftprotz trotzdem ganz gehörig. Ich schweife ab. Zur Drehzeit des HENKERS blutete Maitre Hargitay der Geldbeutel und der Hass auf das Weibsvolk brodelte tüchtig. Nur so ist zu erklären, was der Mann über die Laufzeit für ein Feuerwerlk des Overactings abliefert. Grimassieren, Brüllen und nicht nur an der Streckbank generelles tierisch auf die Kacke hauen. Beim abendlichen Drehschluss dürfte der Mann jedes Mal mit Elefantenbetäubungspfeilen niedergestreckt worden sein. Herrlich!
 
 
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Hinter dem pornotauglichen Regisseurs-Kriegsnamen MAX HUNTER steckt der Italiener MASSIMO PUPILLO (DAS FOLTERHAUS DER LADY MORGAN; DJANGO TÖTET LEISE), der mit DER SCHARLACHROTE HENKER einen Spaghetti-Gothic-Knaller der Kategorie G wie Gnadenlos abgeliefert hat. Hier passt alles. Die erotisch gemeinten und doch züchtigen Modelle (damals sah man generell zwei Jahrzehnte älter aus), die wunderbare Gruselatmosphäre des alten Schlags auf Schloß Sudelstein, die genretypische Kameraarbeit, die herrliche Primitivität der Effekte (diese monströse Spinne allein!) und natürlich das unbarmherzige Chargieren des Hauptdarstellers Sir Lord Mickey Hargitay, Esquire. MASSIMO PUPILLO genießt zur Belohnung noch immer sein Leben. Er ist sechsundachtzig.
 
 
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DER SCHARLACHROTE HENKER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Sleaziger Hundert-Prozent-Trash aus der Pastaküche der lange Jahre verrücktesten Filmwirtschaft Europas. DER SCHARLACHROTE HENKER kommt ein bisschen daher wie die eindeutig italienische Variante der Filme von HERSCHELL GORDON LEWIS – mit deutlich weniger Kunstblut. Ein Vergnügen für Liebhaber und Kenner von B-Film-Italien und bekloppt-schmieriger Sexploitation.
 
 
 


 
 
 

DER SCHARLACHROTE HENKER – Zensur

 
 
 
Von DER SCHARLACHROTE HENKER existieren zwei verschiedene Schnittfassungen: eine für den US-Markt und einmal eine für Europa. Der Anbieter OSTALGICA hat sich getraut erstmals eine restaurierte Komplettversion des Streifens zu veröffentlichen. Diese wurde ungeschnitten auf DVD gepresst und ist frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

DER SCHARLACHROTE HENKER – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Ostalgica

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Il Boia scarlatto; Italien / USA 1965

Genre: Klassiker, Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono), Italienisch (Dolby Digital 2.0 Mono)

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover und Schuber

Extras: Deutscher Originaltrailer, US Trailer, 2 Bildergalerien, Programmtipps, geschnittene Szenen, VHS Szenen, Super-8 Fassung, deutscher und englischer Vorspann, französischer Trailer, gekürzte frühere DVD Fassung, Booklet

Release-Termin: 26.06.2015

 

Der scharlachrote Henker [2 DVD-Edition] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DER SCHARLACHROTE HENKER – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Ostalgica.

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Die Schlangengrube und das Pendel (1967)

Baron Blood (1972)

Das Ungeheuer auf Schloss Bantry (1960)

Filmkritik: „Forbidden Zone“ (1980)

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FORBIDDEN ZONE

(TOTALER SPERRBEZIRK)

Story

 
 
 
Ein Abbruchhaus in Venice Beach: Der stilecht in rassistisches Blackface-Make-Up gepackte Zuhälter Huckleberry P. Jones muss ein Paket mit Heroin verstecken und öffnet aus Versehen eine geheime Tür im Keller. Dahinter liegt die FORBIDDEN ZONE. Die sechste Dimension ist das. Vier und fünf werden einfach übersprungen. Huckleberry sieht zu, dass er Land gewinnt. Verständlich. Der recht depressive, schwedischstämmige Teerfabrikarbeiter Mister Hercules kauft das Haus. Mit ihm ziehen seine ebenso dauergeschlauchte Frau, der meistens stumme, ab und an jiddisch murmelnde Großvater, die nach einem Schüleraustausch zur Französin gewordene Tochter Susan (jetzt Frenchy) und ihr Bruder Flash in das sehr spezielle Haus ein. Frenchy hat auf dem Schulhof – da redet man über so was – von der sechsten Dimension gehört. Das erzählt sie am Frühstückstisch, nachdem erst mal ein völlig durchgedrehtes Jazzstück aufgeführt worden ist und sich die Familienmitglieder in ausreichendem Maß gegenseitig auf die Köpfe geschlagen haben. In ihrer Schilderung des Schulalltags liefert die Französin eine Playback-Performance von Josephine Bakers hübschem Comedy-Liedchen „La Tonkinoise“ ab. Vor einer Schulklasse, die komplett aus Freaks besteht. Unter anderem Blaxploitation-Zuhälter, glatzköpfige Mutanten, und der Führer. Wieder daheim geht sie in den Keller und stürzt sich in jugendlichem Leichtsinn und dem Morgenmantel, den sie grundsätzlich trägt, mitten hinein ins Dimensionsportal. Dieses Portal ist ein riesiger gemalter Verdauungstrakt, der die Reisenden an ihrem Ziel auch dementsprechend ausscheidet. Als Kackawürste mit braunen Kissen. Drüben angekommen wandert Frenchy planlos umher und betrachtet sich die Musiknummern, die von den zahlreichen Bewohnern des Schattenreichs aufgeführt werden. Sowohl die Nummern, als auch ihre „Stars“, sind alle jenseits von Gut und Böse. Flash und der Großvater begeben sich auf Rettungsmission. Chef in der Zone ist König Fausto, gespielt von Hervé Villechaize, dem Zwerg aus „Fantasy Island“ und dem James-Bond-Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“. Er sitzt an einer Banketttafel, über der nackte Menschen als Kronleuchter angebracht sind. Fausto ist immer scharf und freut sich über Frischfleisch aus der Welt oberhalb des Kellers. Seine Frau Doris (Susan Tyrell, Warhol-Schauspielerin und Exfreundin des kleinwüchsigen Potenzgenerals) ist die klassische böse Märchenkönigin und seine Tochter ein über-kalifornisches Surfergirl, das grundsätzlich mit nackten Möpsen rumrennt und kreischt. Hier sind ohne Zweifel Tabletten im Spiel. Sofort macht sich Eifersucht auf Frenchy breit, die allein schon aufgrund des verwandten Akzents des Königs Aufmerksamkeit sicher hat. Die schäumende Queen Doris lässt sie einkerkern. Dort verwest auch die rechtmäßige Königin der sechsten Dimension – Fausto und Doris sind nur Emporkömmlinge. Ihr Töchterchen soll Frenchy angemessen foltern und dann auf dem elektrischen Stuhl oder dem Richtblock des Henkers enden lassen. Das Rettungskommando für das Rettungskommando lässt nicht lange auf sich warten. Pa Hercules selbst und Frenchys pickliger Schulkumpel Squeezit transportieren sich in die sechste Dimension. Sie besuchen den Teufel, der gerade mit seiner Jazz Big Band Probe hat und bitten ihn um Hilfe. Der sitzt da einfach in einer der vielen Höhlen an seiner Heimorgel. Natürlich.

 
 
 


 
 
 

FORBIDDEN ZONE – Kritik

 
 
 
Kennen sie die schwarzweißen Zeichentrickfilme der Fleischer Studios? „Betty Boop“, die bekannteste Schöpfung der nach New York ausgewanderten Österreicher, doch bestimmt? Diese recht krude animierten und nach viel Substanzenmissbrauch ihrer Zeichner hergestellten Cartoons sind schwindelerregend verrückt. Viele der Filmchen wurden über die Jahre wegen zu offener Rauschgiftreferenzen, Sex- und Gewaltszenen oder rassistischer Figuren Opfer von Verbotskampagnen. FORBIDDEN ZONE ist die 1980 entstandene Realfilmversion dieser Cartoons aus den Zwanziger bis Vierziger Jahren. Bloß noch brutaler, noch sexbesessener, noch bedrogter und noch überzogener. Oh, und als Halbplayback-Musical. Während der Realfilmszenen werden immer wieder animierte Hintergründe verwendet. Die Schauspieler hat man hierfür fotografiert und von Hand eingefügt.
 
 
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Was für Gastauftritte! In einem Flashback auf Squeezits unglückliche Kindheit taucht kein geringerer als Joe Spinell aus Ekel-Kult-Horrorfilm „Maniac“ natürlich, auf, der sich über den schmächtigen Sohn seiner Affäre lustig macht. Der Teufel ist Danny Elfman, Bruder des Regisseurs und Begründer der „Mystic Knights Of The Oingo Boingo“, jener durchgedrehten Theatergruppe hinter THE FORBIDDEN ZONE. Satan ist hier ein fracktragender Bandleader, der mit seinem Orchester eine ordentliche Version von Cab Calloways Hot-Jazz-Standard „Minnie The Moocher“ zum Besten gibt und gleichzeitig Squeezit den Kopf abschlägt. Der wird dann in ein Hühnchen verwandelt, sein Kopf schwebt frei durch den Rest des Films. Zu dem Zeitpunkt ist das Hirn von sechzig Minuten Laufzeit bereits so weichgekocht, dass man diese Szene als völlig normal empfindet. Der Mensch ist an sich einfach nicht gebaut für eine spirituelle Kleinhirn-Grillparty wie THE FORBIDDEN ZONE, sollte sich aber weiterentwickeln. Später wurde Elfman natürlich zu einem der erfolgreichsten Komponisten für Film- und Fernsehsoundtracks, Standardkomponist für die Filme Tim Burtons und Schreiber der „Simpsons“-Titelmelodie. Die Musik, zum Teil Playback, zum Teil eigene, sehr geile Songs, variiert zwischen altem Jazz für große Orchester und dem hektischen, perkussiven New Wave, den Danny Elfman bis in seine Soundtracks immer wieder aufgreifen sollte. Oingo Boingo, seine Band in den Achtzigern, war aus den Mystic Knights hervorgegangen.
 
 
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Richard Elfman, Dannys Bruder, ist seit Jahren schon ein mittelhohes Tier bei den Geldverdienern von Scientology. Interessante Gedankengänge bei dem Mann. Von Gehirnzellen zu Marmelade verarbeitendem Filmgut zur Vereinigung fürs Abkochen selbstoptimierungsgeiler Finanzjongleure. Ganz groß. Mit Punkten nicht zu bewertendes Kino, weil nicht mit anderen Filmen zu vergleichen..
 
 
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FORBIDDEN ZONE – Fazit

 
 
 
10 Punkte Final
 
 
 
FORBIDDEN ZONE sollten Personen meiden, die von sich behaupten, geistig voll bei der Sache zu sein. Allen anderen eröffnet sich eine phantasievoll gedrechselte Klapsenwelt, die in der Filmgeschichte keine Parallelen hat und sogar musikalisch richtig knallt. „The Rocky Horror Picture Show“ nachdem man an einer psychedelischen röte geleckt hat. Gerüchten zufolge gibt es Menschen, die FORBIDDEN ZONE nicht gut finden. Sollte das stimmen, sind das zweifelsohne kranke Perverse, die eingeschläfert werden müssten. Dieser Film sollte in Schulen zum Pflichtprogramm gehören.
 
 
 


 
 
 

FORBIDDEN ZONE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von FORBIDDEN ZONE ist für Jugendliche geeignet. Auf der erhältlichen DVD befindet sich die ungeschnittene Fassung: FSK16.
 
 
 


 
 
 

FORBIDDEN ZONE – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) CMV (Kleine Hardbox Cover A)

 
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(c) CMV CMV (Kleine Hardbox Cover B)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Forbidden Zone; USA 1980

Genre: Komödie

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 70 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Kleine Hardbox – in 2 verschiedenen Covermotiven erhältlich

Extras: Entfernte Szenen ( 5:44 ), Original Trailer ( 0:45 ), Japanische Promotion ( 3:51 ), Dokumentation „A Look into Forbidden Zone“ ( 35:46 ), Outtakes ( 10:49 ), Musikvideo „Private Life“ von Oingo Boingo ( 3:40 ), Zwei Szenen aus „The Hercules Family“ ( 5:25 ), Audiokommentar eines nicht näher vorgestellten Sprechers, kolorierte Version

Release-Termin: 24.01.2014

 

Forbidden Zone – Total Sperrbezirk (DVD – Hardbox Cover A) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

FORBIDDEN ZONE – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller für die Review verwendeten Bilder liegen bei CMV

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Rocky Horror Picture Show (1975)
 
Eraserhead (1977)
 
Fantasia (1940)
 
Charlie und die Schokoladenfabrik (2005)
 

Filmkritik: „Dracula und seine Opfer“ (1967)

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DRACULA UND SEINE OPFER

(BLOOD OF DRACULA’S CASTLE)

Story

 
 
 
Glens Onkel verlässt unser irdisches Jammertal und bedenkt seinen Neffen mit der Erbschaft eines Borderline-Disney-Schlosses in der kalifornischen Wüste. Bevor der junge Herr Neureich nebst Lebensabschnittspartnerin allerdings in den neuweltlichen Gotik-Tempel einziehen kann, gilt es, den aktuellen Bewohnern die Mieterschaft abzuerkennen. Graf Townsend nebst Gattin, plus einem von Gnadenlosallesspieler John Carradine gegebenen Hausdiener und dem Zubehörbuckligen Mango. Um dem Titel auf deutsch und englisch gerecht zu werden, sind die Townsends zumindest Vampire und haben dazu gerade mal überhaupt keine Lust, sich von den jungen Sixties-Schnöseln aus dem heimischen Gemäuer verjagen zu lassen.

 
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Kritik

 
 
 
Al Adamson, auch oder sogar bei Fans bittersten amerikanischen No-Budget-Schrotts für die Tiefschlagqualität seiner Werke berüchtigt, konnte auch bei dieser knackigen Blutsauger-Gurke alle Register dessen ziehen, was wir hier nicht als „Können“ bezeichnen möchten. Eher handelt es sich bei der filmischen Vision des 1995 von seinem Untermieter ermordeten Kaliforniers um ein eigenes Irrsinns-Universum, wie es in den Fünfzigern zum Beispiel Ed Wood verwaltete. Die oft gleiche Riege von Altstars auf der Suche nach einem darstellerischen Gnadenbrot und jungen, maßlos untalentierten Tunichtguten tobt unter Adamsons Aufsicht über die stets ähnlichen Kulissen und folgt Regieanweisungen, die nicht selten erst am Drehtag improvisiert wurden. Herauskommen sollten bei diesen Über-Trash-Orgien keine Genre-Meilensteine für die Ewigkeit, pickepackevoll mit kultisch zu verehrenden Schauspielerleistungen, Horroratmosphäre oder gar zitierfähigen Szenen für die Fan-Ewigkeit, nein, Al Adamson entstammte der B-Film-Tradition amerikanischer Super-Exploitation, die gerne einmal ein reißerisches Filmplakat vorzuweisen hatte, bevor auch nur eine Seite Drehbuch geschrieben oder eine Minute Zelluloid bespielt war. Möglichst einfach und unter großzügiger Nutzung der Schlüsselelemente Sex und Gewalt wurden da Filme auf den Autokinomarkt geworfen, denen mit cineastischer Logik nicht beizukommen ist. Hierbei verdingte sich die Adamson-Gang in beliebten Filmsparten wie dem Rockerfilm (DIE SADISTEN SATANS), Blaxploitation (BLACK SAMURAI) oder auch wahnwitziger Science Fiction (HORROR OF THE BLOOD MONSTERS), unbeschreiblichem wie dem Zukunfts-Märchen-Musical LIEBE IM RAUMSCHIFF VENUS oder eben, wie hier, Horror. DRACULA UND SEINE OPFER macht da keine Ausnahme im Angriff auf die geistige Gesundheit des Publikums. Weder lässt sich ergründen, wieso das Vampirpaar Townsend (?) in der sonnenfrittierten Mojave-Wüste lebt, noch, wie man auf den Trichter kam, sich im Schlosskeller an die Wand gefesselte Go-Go-Girls als Blutspenderinnen zu halten. Könnte ein Vorläufer des Bio- und Nachhaltigkeitsgedanken sein. Oh, California … Vollends ausschalten sollte man sein Gehirn bei der Ankunft des übergeschnappten Vergewaltigers Johnny, eines Freundes der Familie, der aus der Psychiatrie ausbüxt und auch in größter Verfolgungsnot noch Zeit findet, seinen kriminellen Sellerie in bedauernswerte Passantinnen zu dippen. Sinn ist hier keiner aber warum sollte gerade an den Punkt damit angefangen werden?
 
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Knüppelbekloppter Drive-In-Trash aus den amerikanischen Sechzigern. Wenig für Horrorfans, mehr für Trash-Aficionados, die sich schon eine oder zwei Ebenen oberhalb des Schlock-Einstiegslevels befinden.
 
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Zensur

 
 
 
Im Gegensatz zu den bisherigen Veröffentlichungen ist die deutschen DVD ungeschnitten und trägt den alten FSK18-Flatschen. Sammler können bedenkenlos zugreifen.
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Deutsche DVD

 
 
 
dracula-und-seine-opfer-dvd

(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Blood of Dracula’s Castle; USA 1960

Genre: Horror, Klassiker

Ton: Deutsch Dolby Digital 1.0 (Mono), Englisch Dolby Digital 1.0 (Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Keine

Release-Termin: 24.10.2014

 

Dracula und Seine Opfer (DVD) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Cabaret der Zombies (1964)
 
Draculas Bluthochzeit mit Frankenstein (1971)
 
Plan 9 aus dem Weltall (1959)
 

Filmkritik: „Mosquito“ (1995)

mosquito-1995
 
 
 

MOSQUITO

Story

 
 
 
Nachdem ein Raumschiff abstützt und in einem Sumpf landet, beginnen sich Mosquitos am Blut der Außerirdischen zu laben und verwandeln sich in riesige Monster. Als die mutierten Kreaturen damit beginnen die Bewohner eines naheliegenden Ortes zu terrorisieren , sammelt sich eine kleine Gruppe Überlebender um den Rieseninsekten den Garaus zu machen…
 
 
 


 
 
 

MOSQUITO – Kritik

 
 
 
MOSQUITO ist der Debütfilm von Low-Buget-Filmer GARY JONES, der nach dieser 200.000 Dollar B-Movie Produktion dem Genre weiterhin treu bleiben sollte. Fünf Jahre später inszenierte er den sehr unterhaltsamen Streifen SPIDER ATTACK – ACHTBEINIGE MONSTER (2000). Danach folgte mit CROCODILE II (2002) eine eher laue Fortzsetzung des von TOBE HOOPER im Jahr 2000 inszenierten Tier-Trashs unter gleichem Namen.
 
Mit MOSQUITO hat JONES wohl einen seiner besten Filme abgeliefert. Hier werden all jene Fans zufriedengestellt, die eine Vorliebe für trashige oder campige Filme hegen, welche sich selbst nur selten ernst nehmen. In MOSQUITO musste improvisiert werden, denn das Budget war knapp. Das magere Startkapital sieht man dem Film zwar deutlich an, jedoch gibt es für Freunde von handgemachten Effekten eine ganze Reihe an Schauwerten zu bestaunen. So wurden die riesigen Mosquitos beispielsweise nicht mit Computer-Effekten erzeugt (die zum damaligen Zeitpunkt auch sehr teuer gewesen sein dürften). Stattdessen kommen große Gummipuppen zum Einsatz, die ihren Zweck nicht verfehlen, auch wenn sie in einigen Szenen ein wenig unbeholfen wirken. Das ist die gesunde Portion B-Movie-Charme, die Streifen aus der Mache eines GARY JONES auszeichnen. Einige Effekt-Aufnahmen von kleinen Mosquitos, wie sie jemanden auf der Haut krabbeln und Blut saugen wurden sogar mit Hilfe der guten alten Stop-Motion Technik erzeugt. Andere Aufnahmen, in denen die großen Blutsauger einfach ins Bild geschnitten wurden funktionieren dafür weniger gut.
 
Was den Cast angeht, so gibt es für Horrorfilm-Fans in MOSQUITO ein kleines Highlight zu bestaunen. Gerne-Legende GUNNAR HANSEN übernimmt hier eine größere Rolle und konnte sich einst als Kettensägenkiller Leatherface im Original TEXAS CHAINSAW MASSACRE (1974) ein Denkmal setzen. Für die MOSQUITO-Macher Grund genug im Film einen Gag zu platzieren, der auf genau jene Rolle in BLUTGERICHT IN TEXAS anspielt. So betritt HANSENS Figur im Film mit einer riesigen Kettensäge den Raum und spricht: „Hab ich im Keller gefunden. So ein Ding hab‘ ich schon seit mehr 20 Jahren nicht mehr in den Händen gehalten“. Bei soviel Mut zur Selbstironie bleibt bei Horrorfans wahrlich kein Auge trocken.
 
 
 


 
 
 

MOSQUITO – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
MOSQUITO ist ein durchaus unterhaltsamer Film geworden den man sich allerdings nur ansehen sollte, wenn man etwas mit Trashfilmen oder campigen B-Movies anfangen kann. Die handgemachten Effekte sind nett anzusehen und der Streifen nimmt sich selbst kein Stück ernst, was bei der Thematik auch gut so ist. Für einen Film dieser Art spielen die Schauspieler durch die Bank weg angemessen. GARY JONES kündigte nach dem Verkaufsstart von MOSQUITO eine Fortsetzung an welche 1998 erscheinen sollte. Diese kam jedoch aufgrund der schlechten Kritiken des ersten Teils nie zustande. Vielleicht hätte JONES heutzutage mit seinem Vorhaben mehr Glück gehabt, wenn man bedenkt was Produktionsschmieden wie THE ASYLUM mittlerweile an Schund auf den Zuschauer loslassen. Im Gegensatz dazu kann man MOSQUITO fast schon als oscarreifes Kino betiteln.
 
 
 


 
 
 

MOSQUITO – Zensur

 
 
 
MOSQUITO erschien damals in Deutschland sowohl gekürzt (von New Vision) als auch ungekürzt (von Screen Power) auf VHS. Paragon Movies haben den Film hierzulande am 11. Juli 2014 in seiner unzensierten Fassung mit einer 18er-Freigabe auf DVD veröffentlicht. Den Film veröffentlichten bereits Labels wie Laser Paradise in der DVD-Red-Edition-Reihe uncut.
 
 
 


 
 
 

MOSQUITO – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Paragon Movies

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Mosquito; USA 1995

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1.33:1

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover, das dem Cover der alten RED EDITION ähnelt

Extras: Originaltrailer

Release-Termin: 11.07.2014

 
 
 

Mosquito (DVD) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

MOSQUITO – Trailer

 
 


 
 

Sam Freissler

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Shark Attack 2 (2000)

Rottweiler – Zum Killen dressiert (1982)

 
Big ass Spider (2013)
 
King Cobra (1999)
 
Blood Lake (2014)
 
Arac Attack – Angriff der achtbeinigen Monster (2002)
 
Spiders (2000)
 
Spiders 2 (2001)
 
Camel Spiders – Angriff der Monsterspinnen (2011)
 
Arachnophobia (1990)
 

Filmkritik: „Tom Holland’s Twisted Tales“ (2013)

Tom-Hollands-Twisted-Tales
 
 
 

TOM HOLLAND’S TWISTED TALES

Story

 
 
 
Altmeister TOM HOLLAND präsentiert neun Geschichten, kurz und reich an Wendungen, die von allerlei Horror-Kram erzählen …
 
 
 


 
 
 

TOM HOLLAND’S TWISTED TALES – Kritik

 
 
 
Produzent, Autor, Regisseur und Schauspieler TOM HOLLAND tut es dem Crypt Keeper aus der kultigen TALES FROM THE CRYPT-Reihe gleich. Als makabrer Geschichtenerzähler lässt er nämlich seine eigene Web-Serie auf die Horrorgemeinde los, die nun als TOM HOLLAND’S TWISTED TALES fürs Heimkinomedium gepresst wurde und unter die Leute gebracht werden soll, schließlich sind Horror-Anthologien derzeit so gefragt wie schon lange nicht mehr. In neun mehr oder weniger brauchbaren Kurzgeschichten findet all jenes Verwendung, was im gegenwärtigen Horrorfilm seine Runden dreht. Ob Racheplot, Vampirgurke oder der Deal mit dem Teufel – HOLLAND persönlich hat sich zu knapp 140 Minuten Horror-Trash hinreisen lassen, der zwar zwischenzeitlich ganz gut unterhält, aber kaum Tiefgang bietet. Ursprünglich war das Projekt als Web-Serie für die Horrorseite FEARnet angedacht, was dann auch erklärt, warum TOM HOLLAND’S TWISTED TALES so verdammt kostengünstig ausschaut. Viel Geld war nicht vorhanden, so dass das Resultat nicht einmal ansatzweise den Standards aktueller TV-Serien entspricht. Dennoch hat es HOLLAND irgendwie geschafft, eine Elite der Genre-Schauspielerschaft um sich zu scharen, damit sein Projekt beim Anhänger makabrer Unterhaltung auf möglichst breite Aufmerksamkeit stößt. Neben HALLOWEEN-Sternchen DANIELLE HARRIS, die immer mal wieder selbst in unterirdischem Horror-Abfall vorbeischaut, bekommt der Zuschauer sogar I SPIT ON YOUR GRAVE-Opfer SARAH BUTLER und MAY-Darstellerin ANGELA BETTIS vor die Linse, die die teils etwas unausgereiften Geschichten erträglich halten. Letztere hatte Glück. BETTIS hat sich die Hauptrolle der wohl besten Episode der gesamten Grusel-Sammlung ergattert. In SHOCKWAVE muss sie gemeinsam mit Lover, Haushälterin und Freunden ums Überleben bangen. Eine elektromagnetische Schockwelle rast auf Los Angeles zu und weckt den Überlebenswillen jedes Einzelnen. Ein Schutzraum soll Unterschlupf bieten; darin ist aber nur Platz für zwei. Am Ende der Geschichte wird der Zuschauer mit harscher Gesellschaftskritik und bitterbösem Schluss-Gag konfrontiert, den man so nicht kommen gesehen hat.
 
Ebenso bitterböse enden die Episoden im übrigen samt und sonders. Denn wie der Titel der Anthologie bereits verrät, handelt es sich hier um twistreiche Segmente, die zumeist mit zynischem Abschluss an die beliebte TALES FROM THE CRYPT-Serie erinnern. Für die hatte HOLLAND bereits in den 90ern drei Folgen beigesteuert, bevor sich der Regisseur endgültig aus der Kinolandschaft verabschiedet hat. Leider hat sich der Filmemacher mit seinem unfreiwilligen Leinwand-Ende auch von filmischer Qualität verabschiedet. Vorbei die Zeiten, als HOLLAND Horrorfanherzen im Sturm erobern konnte. Fast dreißig Jahre nach grandiosen Kultwerken wie EINE RABENSCHWARZE NACHT – FRIGHT NIGHT (1985) und CHUCKY – DIE MÖRDERPUPPE (1988) geht er den gleichen Weg, wie viele einst gefragte Altmeister des modernen Horrorkinos. Statt im Kino das Fürchten zu lehren, verdient man sich das Geld mit bedeutungsloser Low-Budget-Massenware. Denn was in den 80ern noch gut angenommen wurde, entlockt Kids von heute nur noch ein müdes Lächeln. Auch HOLLAND’S TWISTED TALES fühlt sich wie Horror aus einer längst vergessenen Zeit an. Der gut gemeinten Hommage an TWILIGT ZONE und TALES FROM THE CRYPT fehlt es an frischen und vor allem zeitgemäßen Ideen. Viele der hastig heruntergedrehten Kurzgeschichten erinnern in ihrer billig wirkenden Inszenierung an schlimmstes VHS-Futter, das dem Filmfreund zu Hochzeiten des Video-Booms in den Videotheken angedreht wurde. Weitaus erschreckender sind jedoch all die minderwertigen CGI-Effekte, für deren dilettantische Umsetzung sich kaum Worte finden lassen. Immerhin sind Horror-Junkies die wohl fehlertolerantesten Fans der Welt. Auch wenn TOM HOLLAND’S TWISTED TALES weit weg ist von perfekter Samstagabendunterhaltung wird auch dieser Billig-Trash seine Liebhaber finden. Im direkten Vergleich zu den üblichen Anthologie-Verdächtigen der letzten Zeit, zieht diese etwas unausgereift Horror-Sammlung auf jeden Fall den Kürzeren.
 
 
 


 
 
 

TOM HOLLAND’S TWISTED TALES – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Eine makabre Horror-Sammlung für den kleinen Genre-Hunger zwischendurch. TOM HOLLAND-Anhänger dürften jedoch mit dieser Sammlung zynischer Geschichten das kalte Grausen bekommen und sich leider eingestehen müssen, dass der einst gefragte CHUCKY-Regisseur die besten Zeiten längst hinter sich gelassen hat. Mit TOM HOLLAND’S TWISTED TALES hat der Filmemacher neun teils wirklich gehaltlose Kurzgeschichten gedreht, die weniger durch Inhalt glänzen sondern vielmehr die Frage aufkommen lassen, warum man auf Biegen und Brechen eine Serie drehen muss, wenn dafür ohnehin kaum Geld zur Verfügung steht. Der herzlosen Anthologie mangelt es an allem. So ärgert am meisten der fiese Video-Look und die teils haarsträubend-miserablen Bluescreen-Effekte, die manchmal sogar noch mieser umgesetzt wurden als das, was man in Streifen der Schundschmiede ASYLUM zu sehen bekommt. Geiz ist nicht immer geil, vor allem dann nicht, wenn ein großer Name auf dem Cover lockt und das Resultat nicht einmal ansatzweise dem gerecht wird, wofür HOLLAND in den 80ern gefeiert wurde. Zwar wurden die semiprofessionellen Geschichten mit Starauftritten bekannter Horrorgesichter bereichert; sieht man allerdings von der Episode mit der BETTIS in der Hauptrolle ab, kann kein Segment wirklich überzeugen. Unterm Strich bleibt eine überflüssige Horror-Anthologie, die man wohl besser als Web-Serie belassen hätte und für die TOM HOLLAND mit Sicherheit keine Lobgesänge erhalten dürfte, auch wenn er sich die Mühe gemacht hat, vor jeder Geschichte als Moderator in Erscheinung zu treten. Daher: 08/15 Fast Food-Horror von der Stange, der nur Hardcore-Fans zusagen dürfte.
 
 
 


 
 
 

TOM HOLLAND’S TWISTED TALES – Zensur

 
 
 
TOM HOLLAND’S TWISTED TALES ist nicht sonderlich grausamer Schrecken der hierzulande auf Heimkinomedium mit dem roten KJ-Stempel veröffentlicht wurde. Natürlich ungeschnitten – kein Wunder, bleibt großartiges Gemetzel und blutgeiles Gewaltgematsche fast gänzlich aus.
 
 
 


 
 
 

TOM HOLLAND’S TWISTED TALES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
tom-hollands-twisted-tales-bluray

(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Twisted Tales; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Deutsch Dolby Digital 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1,85:1 (1080p – Full HD)

Laufzeit: ca. 148 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: 5 Making of, 3 Trailer

Release-Termin: 24.03.2015

 

Tom Holland’s Twisted Tales [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

TOM HOLLAND’S TWISTED TALES – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Phobia (2009)
 
P.O.E. Project of Evil (2012)
 
The Penny Dreadful Picture Show (2013)
 
5 Senses of Fear (2013)
 
Sanitarium (2013)
 
Scary or Die (2012)
 

Filmreview: „Animal“ (2014)

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ANIMAL

Story

 
 
 
Fünf Freunde geraten auf die Speisekarte einer gefräßigen Kreatur, die in den Wäldern am Holland Creek ihr Unwesen treibt …
 
 
 


 
 
 

ANIMAL – Kritik

 
 
 
Der amerikanische Horror-Sender CHILLER mausert sich mit seinen eigens produzierten Horrorfilmen so langsam zum Geheimtipp unter Liebhabern finsterer Videounterhaltung. In der sendereigenen Filmwerkstatt namens CHILLER FILMS werden nämlich seit einiger Zeit Horrorstreifen produziert, die kaum erahnen lassen, ob sie nun eigentlich für eine Fernseh- oder Kinoauswertung angedacht waren. Die Macher des Grusel-Studios scheinen bestrebt darin zu sein, den Anspruch ihrer Filmkreationen konsequent steigern zu wollen, hat doch das Schaffen der aktuellen CHILLER FILMS-Staffel mittlerweile Kino-Niveau erreicht. Dem Horrorfan kann das nur recht sein. Schließlich freut dieser sich, wenn er ordentlich gemachte Horror-Ware in den Player legen kann und sich bei Schockern wie CHILLING VISIONS: 5 SENSES OF FEAR (dem übrigens demnächst eine Fortsetzung folgen soll) so richtig „chillig“ gruseln kann.
 
Nachdem der Seemonster-Trash BENEATH und der Mystery-Thriller DEAD SOULS aus der CHILLER FILMS-Staffel des Jahres 2013 gut angenommen wurden, schien die Konsequenz daraus nur logisch, dass CHILLER FILMS an der Umsetzung weiterer Horrorfilme tüfteln würde. Die sind nun fertig und warten darauf im TV gezeigt oder lukrativ an den Heimkinofreund verhökert zu werden. Für einen der ersten Beiträge der neuen Season konnte noch einmal BRETT SIMMONS (HUSK) gewonnen werden, der mit THE MONKEY’S PAW ein Jahr zuvor bereits schon einmal Horrorstoff für CHILLER FILMS ins Fernsehen brachte. Statt der Verfilmung einer Kurzgeschichte hat er sich diesmal für die Umsetzung eines soliden Drehbuchs entschieden, dem aber das gewisse Etwas fehlt, um wirklich überzeugen zu können. ANIMAL heißt der Monster-Heuler, der, wie bereits der Titel und das Filmplakat vermuten lassen, dem Genre des Tier-Horrorfilms zuzuordnen ist.
 
Fünf Mittzwanziger müssen den Kampf mit einer hungrigen Bestie aufnehmen, über die man jedoch nur wenig im Film erfährt. Diese lebt in den Wäldern von Holland Creek und wird von ständigen Heißhungerattacken gequält. Damit der immer leere Magen gefüllt werden kann, werden ahnungslose Spaziergänger gejagt, die dann horrorfilmtypisch durch Wald und Flur gehetzt und anschließend in Stücke zerrissen werden. Auch den fünf stereotypen Jungdeppen in ANIMAL steht gleiches Schicksal bevor. Hätten diese jedoch einige Horrorfilme der letzten Jahre gesehen, wäre ihnen aufgefallen, dass Orte mit „Creek“ im Namen meist nichts Gutes zu bedeuten haben. Bei einer Tageswanderung durch die Wälder am Holland Creek treffen sie ganz unvorbereitet auf das mutierte Mauskopf-Predator-Wolfsmensch-Ding, dem sogleich einer der Freunde zum Opfer fällt. Der Rest flüchtet zu einer nahestehenden Hütte, in dem bereits eine andere Gruppe älteren Semesters Schutz vor den Attacken des blutgierigen Wesens gefunden hat. Kaum Zuflucht gefunden werden wie in Romeros NIGHT OF THE LIVING DEAD Zugänge verbarrikadiert und Fenster vernagelt. Doch das Monster lässt keine Möglichkeit aus, um irgendwie ins Innere der schützenden Behausung zu gelangen.
 
DREW BARRYMORE hat „nach Hause telefoniert“. Diesmal jedoch nicht um mit E.T. neuste Schmink- und Modetipps auszutauschen, sondern um sich an der Produktion von ANIMAL zu beteiligen. Der smarte Engel für Charlie fungierte hier als Finanzspritze und hat den Streifen quasi mitproduziert. Leider scheint die Gute noch etwas unbewandert im Horror-Bereich zu sein, denn würde sie etwas Ahnung von Horrorfilmen haben, hätte sie vermutlich ihr Geld in die Herstellung anderer, weitaus besserer Gruselstreifen investiert. Auch wenn ANIMAL trotz Trash-Note wirklich bemerkenswert gut ausschaut und zwischen ASYLUM-Billig-Nonsens und Edel-Trash-Welt liegt, mangelt es diesem Film zu sehr an neuen und unverbrauchten Ideen. Die Geschichte von dummen Kids, die nacheinander von einem Mann im Monsterkostüm zerfetzt und gefressen werden strotzt nicht gerade vor Innovationen. Da Regisseur BRETT SIMMONS jedoch ziemlich oft Blutfontänen spritzen lässt, um die Mattscheibe rot färben zu können, dürften die teils hektisch geschnittenen Blutmomente zumindest den Freunden übertriebener Gore-Einlagen reichlich Spaß bereiten.
 
Apropos hektisch: Wenn einem Horrorfilm das Tempo fehlt, kann manch eifrig zusammengeflicktes Schnittmassaker selbst aus langweiligen Schlaftabletten unterhaltsame Filme machen. Macher BRETT SIMMONS nimmt sich dieser Methodik hier nur allzu gerne an, um die minimalistische Handlung des Streifens voranzutreiben. Auch einige Defizite im Design des von GARY J. TUNNICLIFFE entworfenen Monsters konnten mit dem Hektik-Gimmick geschickt verschleiert werden. Löblicherweise sieht man in ANIMAL zudem von günstigem Einsatz schlecht umgesetzter Computereffekte ab. Alle Gore- und Creature-Effekte sind handgemacht, was vor allem Retro-Fans zusagen dürfte, schließlich lässt ANIMAL ab und an Erinnerungen an charmante Tier- und Monsterheuler der 80er wach werden und schafft es mit lautem Grunzen und Quieken der Kreatur, den Besitzern von Surround-Anlagen die Nackenhaare aufzusträuben. Somit sind achtzig solide Unterhaltungsminuten garantiert, auch wenn ANIMAL mit Sicherheit kein nennenswertes Highlight im Genre der Tier- und Monsterstreifen darstellt.
 
 
 


 
 
 

ANIMAL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein charmanter Monster- und Tiergrusler, wie man sie in den 80ern häufiger im Video-Recorder hatte. Natürlich hat sich seit Filmen wie RAZORBACK, CUJO und DER WERWOLF VON TARKER MILLS so einiges verändert: Die Schnitte sind hektischer geworden, der Look ist tadellos auf Hochglanz poliert und die Protagonisten hören Musik mit der Mp3-Funktion ihrer Handys, anstelle ihres Walkmans. Handmade-Effekte an die Macht heißt die Devise in ANIMAL, denn trotz B-Movie-Charme hat man auf den Einsatz überflüssiger Computereffekte verzichtet, was man in Horrorfilmen neueren Datums immer seltener zu sehen bekommt. Denn seit Trash-Schmieden wie ASYLUM oder der TV-Sender SYFY miserablen Abfall am Band produzieren, ist der Einsatz von CGI im Horrorfilm zur Gewohnheit geworden. Im Gegensatz zu genannten Produktionshäusern schaut der für den Horrorsender CHILLER produzierte ANIMAL ganz passabel aus und erreicht optisch fast schon Kino-Niveau. Dennoch vermiesen die austauschbare Handlung und die für das Genre obligatorischen Klischees den positiven Gesamteindruck. Wie in Filmen dieser Art typisch sind die meist jugendlichen Stereotypen nicht gerade die hellsten Kerzen auf dem Kuchen. So finden eine farbigen Powerfrau (Hip-Hop-Sängerin KEKE PALMER), der muskelbepackte Beschützertyp, eine Sprüche klopfende Obertucke und der smarte Sunnyboy in ANIMAL wenig überraschend einen schnellen Tod. Ausgerechnet die unsympathische Filmzicke darf am Ende überleben. Dass sich das Finale die Option für eine Fortsetzung offen lässt, war auch schon in ähnlich gestrickten Schockern der 80er der Fall. Wer eine Leidenschaft für trashige Monster- und Tierheuler besitzt ist mit ANIMAL gut beraten. Denn auch wenn sich der Film ausschließlich auf das beliebte 10-kleine-Negerlein-Prinzip konzentriert, gefällt der Film durch sein nicht übel getrickstes Filmmonster und das strafe Filmtempo. Daher: Solider Horrorfilm, der vom FILMCHECKER-Team das Prädikat „Edel-Trash“ verliehen bekommt.
 
 
 


 
 
 

ANIMAL – Zensur

 
 
 
ANIMAL ist ein waschechter Vertreter des Tier-Horrorgenres. Bei solcher Art Filmen passiert es nicht selten, dass die FSK milder einstuft. Meist sind derart Streifen bereits für Jugendliche geeignet. ANIMAL macht da keine Ausnahme. Bis auf einige Blutfontänen gibt es nicht viel Gewalt zu sehen. In wenigen Szenen bekommt der Zuschauer zudem nur die Ergebnisse der Attacken der Kreatur zu sehen. Sonderlich hart ist ANIMAL demnach nicht anzuschauen und dürfte mit FSK16 in die Kaufhäuser kommen.
 
 
 


 
 
 

ANIMAL – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Piranhaconda (2012)
 
Primal (2010)
 
The Cave (2005)
 
Mosquito Man (2004)
 
They Nest – Tödliche Brut (2000)