Filmkritik: „The Dead 2: India“ (2013)

The-Dead-2-India
 
 
 

THE DEAD 2: INDIA

Story

 
 
 
Der Zombie-Virus aus THE DEAD (2010) hat sich von den Wüsten West-Afrikas nach Indien vorgearbeitet und auch dort die Bevölkerung zu Menschenfleisch verzehrende Fressmaschinen verwandelt. Elektroingenieur Nicholas Burton begibt sich auf eine Reise voller Gefahren um in den Slums von Mumbai die Liebste zu finden …
 
 
 


 
 
 

THE DEAD 2 – Kritik

 
 
 
Seit die Erfolgsserie THE WALKING DEAD im Fernsehen Einschaltquoten explodieren lässt, sind Zombies im TV nicht mehr wegzudenken. Eine Ironie in sich, haben die wandelnden Toten bis vor einigen Jahren noch deutschen Sittenwächter schlaflose Nächte bereitet und wurden gänzlich in die Erwachsenenabteilungen der Videotheken verbannt. Mittlerweile scheinen auch Mitarbeiter der FSF und FSK Freude an jener Art von Horrorfilmen gefunden zu haben, so dass Zombiefilme nicht nur regelmäßig in den Handel gebracht, sondern auch immer häufiger im Fernsehen gezeigt werden – meist sogar ungeschnitten. Die Zombie-Boom findet kein Ende, wobei seit den jüngsten WORLD WARZ Z und WALKING DEAD-Erfolgen auch der Anspruch an derart Streifen gestiegen ist. Billig ist out, schließlich gab es vor allem auf dem Videomarkt in den letzten Jahren einfach zu viel günstig heruntergekurbeltes Videofutter, das qualitativ unter aller Kanone gewesen war und Käufern nicht selten den Spaß am Schauen jener Schocker genommen hat. Die Brüder HOWARD und JONATHAN FORD haben den qualitativen Verfall jener Horrorware mit ihrem THE DEAD im Jahr 2010 zu ändern versucht. Sie brachten den etwas anderen Zombieschocker in die Wohnzimmer, der vor allem durch die ungewöhnliche, afrikanische Kulisse glänzen und damit viel Lob bei Fans und Kritikern ernten konnte. Weil THE DEAD gut angenommen wurde und scheinbar auch durchaus rentabel gewesen ist, dürfte es demnach niemanden überraschen, dass eine Fortsetzung folgen musste. Die nennt sich nun THE DEAD 2: INDIA und ist laut eigenen Angaben der FORD-Brüder der zweite Teil einer geplanten Trilogie.
 
Die Zombie-Apokalypse wurde kurzum von Afrika nach Indien verlegt, denn statt direkt an den Vorgänger anzuschließen, haben sich die beiden Macher des ersten Teils dazu entschlossen eine andere Geschichte zu erzählen. Gänzlich neu ist die jedoch nicht, denn sieht man von der indischen Kulisse ab, lassen sich immer noch genügend Handlungsstränge finden, die man so ähnlich bereits im Erstling aufgetischt bekommen hat. Die Ford-Brüder HOWARD J.FORD und JONATHAN FORD erzählen erneut von einem Virusausbruch, der binnen weniger Stunden ganze Landstriche entvölkert und Menschen zu Killermaschinen werden lässt. Im Grunde genommen ein mittlerweile gängiges Thema. Doch die Brüder waren schlau und verlagerten die Handlung in eine für das Genre eher ungewöhnliche Umgebung, was THE DEAD 2: INDIA trotz aller Klischees relativ unverbraucht erscheinen lässt. In THE DEAD 2: INDIA begleitet der Zuschauer Nicholas Burton (JOSEPH MILLSON) nach Indien, der dort als Elektroingenieur für einen riesigen Windpark arbeitet und genau in jenem Moment Zeuge einer beunruhigenden Zombie-Invasion wird, als ihm seine indische Partnerin vom bevorstehenden Mutterglück berichtet. Die verschanzt sich zusammen mit der infizierten Mutter und dem besorgten Vater in den eigenen vier Wänden irgendwo in den Slums von Mumbai und hofft nun darauf, dass sich der Liebste auf den langen Weg begibt, um sie aus der Hölle der wandelnden Toten zu befreien.
 
Zurück zu den Anfängen, zumindest orientiert sich das Regie-Duo an den klassischen Zombie-Streifen eines GEORGE A. ROMERO, wo Untote noch schwerfällig durch die Landschaft streiften und nicht zu fressgeilen Hochleistungssprintern verkommen waren, die im Zombiefilm des 21. Jahrhunderts vermehrt durch apokalyptische Weltuntergangsszenerien hetzen. In THE DEAD 2: INDIA taumeln Untote gemach durch menschenleere Ortschaften und über trockene Felder, wobei ihnen trotz Langsamkeit immer wieder mal ein noch Lebender zwischen die Krallen kommt, der anschließend genüsslich verspeist wird. Von wirklicher Bedrohung ist keine Spur, schließlich bleibt den Überlebenden stets genügend Zeit um davon laufen zu können. Trotzdem; aus unerklärlichen Gründen scheinen die Infizierten dann doch den Gesunden haushoch überlegen zu sein – eine Prämisse, die vor allem im italienischen Zombiefilm der 80er vermehrt Verwendung fand und für THE DEAD 2: INDIA noch einmal aus der Mottenkiste gekramt wurde. Die teils altbackenen Zombie-Regeln funktionieren immer noch tadellos, denn HOWARD und JONATHAN FORD beweisen immer mal wieder ein geschicktes Händchen für nostalgisches Grauen. So gefällt eine Szene, in welcher Held Nicholas Burton mit einem Motorrad durch das Dunkel der Nacht düst und um Zombies fahren muss, die plötzlich wie aus dem Nichts im Lichtpegel des Scheinwerfers auftauchen und nach ihren noch lebenden Opfern schnappen.
 
Die andersartige, exotische Kulisse bekommt THE DEAD 2: INDIA gut, entpuppt sich doch das ländliche Indien als trügerische Idylle, wo hinter jedem Hügel und jedem Haus die infizierte Bedrohung auf den Filmheld lauert. Der Zuschauer folgt Protagonist Nicholas Burton durch malerische Landschaften und verlassene Dörfer, wo er sich zusammen mit einem kindlichen Begleiter namens Javed (ANAND HRISHNA) durch Horden von Zombies durcharbeiten muss. Die werden vermehrt umgangen, statt schaufreudig erschossen. Überraschenderweise konzentrieren sich die Macher in ihrem Zombie-Road-Movie weniger auf das stumpfe Ausradieren der Zombie-Brut, noch werden die Ursachen der Infizierung näher beleuchtet. Stattdessen wird in THE DEAD 2: INDIA von einer Odyssee voller Gefahren berichtet, die von nur einem Ziel vorangetrieben wird: der Liebe. Im Gegensatz zum Vorgänger haben die Macher einige Mankos in der Inszenierung ausgebessert. So wurde das Geschehen nun reichlich flotter gestaltet, hatte doch der Erstling unter dem teils recht langsamen Erzähltempo zu leiden. Zudem wurde noch etwas an den Spezialeffekten und der Technik gefeilt, die THE DEAD 2: INDIA deutlich hochwertiger erscheinen lassen als das, was man sonst so in Sachen „Zombiefilm“ geboten bekommt. Auch wen die Fortsetzung zu THE DEAD kein zweiter WORLD WAR Z geworden ist, gehört das von den FORD-Geschwistern neu geschaffene Untoten-Franchise zu den besseren Vertretern eine langen Reihe von Filmen dieser Art.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
THE WALKING DEAD goes Bollywood. Keine Angst in THE DEAD 2: INDIA gibt es keine tanzenden und singenden Zombies zu sehen. Vielmehr machen die beiden britischen Regisseure HOWARD und JONATHAN FORD Gebrauch von der exotischen Kulisse des Landes, die die Fortsetzung des Überraschungs-Hits THE DEAD (2010) zu einem etwas anderen Zombie-Spektakel werden lässt. Bis auf den ungewöhnlichen Schauplatz ist aber sonst alles beim Alten geblieben, so dass sich THE DEAD 2: INDIA eher wie ein actionreicheres Remake des Vorgängers anfühlt, zumal sich kein direkter Bezug (bis auf den Virus) zum Erstling finden lässt. Nichtsdestotrotz haben die Macher einige Defizite in der Inszenierung ausgebessert, so dass THE DEAD 2: INDIA flüssiger, rasanter und spannender als der erste Teil geworden ist. Mit viel Liebe zum Old-School wandeln die Toten hier gemächlich durch die Szenerie und sind dennoch allgegenwärtig. Fans klassischer Zombiefilme werden mit THE DEAD 2: INDIA ihre Freunde haben, schließlich orientiert sich diese Fortsetzung an den beliebten Zombie-Erzählungen eines GEORGE A. ROMEROS, der mit NIGHT OF THE LIVING DEAD eines der wohl bedeutendsten Horrorwerke unserer Zeit geschaffen hat. Selbstverständlich ist THE DEAD 2: INDIA noch weit von den Qualitäten des jungen ROMEROS entfernt; dennoch haben die FORD Brüder einen interessanten Beitrag zur mittlerweile nicht mehr ganz so frischen Zombie-Thematik geschaffen, der sogar minimal besser als der Erstling geworden ist. Ein würdiger Nachfolger!
 
 
 


 
 
 

THE DEAD 2 – Zensur

 
 
 
THE DEAD 2: INDIA orientiert sich in Sachen Gewalt an Streifen wie WORLD WAR Z oder bereits genannter Horror-Serie THE WALKING DEAD. Viele Schauwerte werden nicht geboten. Die meisten Geewaltszenen bestehen aus Ein- und Streifschüssen. Demnach wurde die Fortsetzung von der FSK für bereits Sechszehnjährige freigegeben. Aufgrund des Bonusmaterials der erhältlichen Heimkinofassung ist diese jedoch erst für Volljährige geeignet: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the-dead-2-bluray

(c) Daredo Media (ungeschnittene Fassung)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Dead 2: India, Großbritannien 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1080p/24)

Laufzeit: ca. 98 Min. (uncut)

FSK: Film: FSK 16 (ungeschnittene Fassung) / Die Blu-ray ist aufgrund des Bonusmaterials jedoch erst für Volljährige geeignet: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer zu THE DEAD und THE DEAD 2, Deleted Scenes, Making of

Release-Termin: 28.11.2014

 

The Dead 2 [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE DEAD 2 – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dead Within (2014)
 
Survival – Überlebe wenn du kannst! (2013)
 
Chrysalis (2014)
 
Infected (2012)
 
Zombie Night (2013)
 
Battle of the Damned (2013)
 
The Dead (2010)
 

Filmkritik: „Game of Assassins“ (2013)

Game-of-assassins-2013
 
 
 

GAME OF ASSASSINS

(THE GAUNTLET)

Story

 
 
 
Fünf unwissende Menschen finden sich in einer Art unterirdischem Labyrinth wieder und sind nicht bereit irgendwelche Spiele zu spielen. Doch der Weg nach draußen ist verschlossen, so dass den unfreiwilligen Teilnehmern keine andere Wahl bleibt, als sich durch eine fallenbespickte Arena vorzuarbeiten. Schnell entdeckt man Gemeinsamkeiten, denn ein jeder der hier Anwesenden soll für begangene Sünden bezahlen. So werden aus Freunden schnell Feinde, schließlich kennt das Spiel wie im richtigen Leben nur einen Sieger…
 
 
 


 
 
 

GAME OF ASSASSINS – Kritik

 
 
 
Lasst die Schlachtspiele beginnen – so zumindest verspricht es der Trailer, in dem sich scheinbar ahnungslose Protagonisten gegenseitig zerfleischen müssen, um überleben zu können! Das Grundgerüst der Geschichte ist nicht neu, denn MATT ESKANDARI ließ sich für seinen GAME OF ASSASSINS offensichtlich von Überlebensfilmen wie BATTLE ROYALE, DIE TODESKANDIDATEN und der TRIBUTE VON PANEM-Reihe inspirieren und mixt sogar etwas dezentes SAW dazu. Im Unterschied zu den genannten Actionern leidet GAME OF ASSASSINS jedoch unter seinem überschaubaren Budget, was der Freude am Mitfiebern schnell einen Dämpfer verpasst. Die mittelalterlich anmutende Kulisse schaut unverkennbar nach Pappmaschee aus und der Nervenkitzel will auch ausbleiben, weil ESKANDARI vermutlich aus Budgetgründen auf fiese Todesarten und gemeine Fallen verzichten musste. Stattdessen werden die Protagonisten in einer Art Schnitzeljagd von einem Schauplatz zum nächsten getrieben, wo sie mit Rätseln konfrontiert werden, deren Lösung meist den Tod eines Anwesenden zur Folge hat. Der wird entweder durch eine Falle ausgelöst oder durch die Hand eines Charakters, der sich nicht selten entscheiden muss wen er opfert, um dem Weg in die Freiheit ein Stück näher kommen zu können. Klingt vielversprechend – ist aber öde.
 
Ursprünglich als THE GAUNTLET betitelt, handelt es sich bei GAME OF ASSASSINS um ein Sammelsurium an Oberflächlichkeiten, Horror-Klischees, Stereotypen und faden Ideen, die hier auf knapp 75 Minuten verteilt werden, damit der Film auf seinen Spielzeit kommt. Dabei fehlt dem Film vor allem das, was ihn wahrscheinlich beim Horrorfan interessant gemacht hätte: Gewalt. Auf die wird nämlich hier weitestgehend verzichtet, obwohl die Überlebensthematik des Streifens wohl dafür prädestiniert gewesen wäre, möglichst viel selbstzweckhaftes Gemeuchel vor der Linse zu zeigen in dem sich die Protagonisten gegenseitig auf die Zwölfe hauen. Stattdessen menschlicht Regisseur MATT ESKANDARI etwas arg gekünstelt mit seinen Helden und schafft sogar das Kunststück, dass der Zuschauer keinerlei Sympathien für die Protagonisten entwickeln kann. Der Grund hierfür dürfte vermutlich in der oberflächlichen Charakterisierung der Teilnehmer liegen. Deren Schicksale werden im Eiltempo mittels eingestreuter Rückblenden überflogen, damit der Film rasch zum Punkt kommen kann. Der Zuschauer erfährt, dass jeder der Mitspieler so seine Leichen im Keller versteckt hält und daher nicht grundlos von einem bis dato noch unbekannten Initiator in einer Kampfarena eingesperrt wurde. So hat Teenager Tyler (NICK LANE) seinen Mitschüler erschossen, weil er dessen Mobbing-Attacken nicht mehr ertragen konnte; Fitness-Trainerin Lee Kim (BAI LING) hat dagegen kurzen und tödlichen Prozess mit einem aufdringlichen Spanner veranstaltet. Der Rest der kleinen Gruppe verbirgt ähnliche Geheimnisse und wird als Konsequenz für das skrupellose Vorgehen im Film mit dem Tod bestraft. Auch wenn Drehbuchautor ADAM LAWSON (der übrigens als Regieassistent an Filmen wie HATCHET 2 oder SNAKES ON A PLAN beteiligt war) jeder seiner Figuren eine kurze Hintergrundgeschichte einräumt, ist es dem Zuschauer mangels Identifikationsmöglichkeiten am Ende gleichgültig, ob und wie die eingesperrten Protagonisten das Zeitliche segnen.
 
GAME OF ASSASSINS ist überraschungsarmes Videofutter das viel Potenzial vergeudet und etwas unfertig wirkt. Die dünne Handlung spielt sich nach dem „Du-bist-der-Nächste“-Prinzip ab und besitzt einen nahezu kaum vorhandenen Spannungsbogen. Zudem schafft es ESKANDARI in den schmalen Gängen und Kammern der Katakomben nur selten eine beklemmende und klaustrophobische Stimmung zu bewirken. Drum sollte sich ein jeder, der eine Leidenschaft für diese Art von Filmen hegt, seine kostbare Lebenszeit in bessere Vertreter jener Gattung investieren. So können wir neben den oben bereit genannten auch die thematisch ähnlichen Streifen THE TOURNAMENT (2009) und THE HUMAN RACE (2013) empfehlen. Dem Letzteren dürfte in etwa das gleiche Budget zur Verfügung gestanden haben. Im Gegensatz zu GAME OF ASSASSINS glänzt der dafür aber mit bitterböser Gewalt, kritischer Botschaft und einfallsreicher Machart.

 
 
 


 
 
 

GAME OF ASSASSINS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Für gerade noch fünf Punkte hat es gereicht und auch nur deswegen, weil MATT ESKANDARI sein schwach inszeniertes Überlebenstraining kurz hält und nach 75 überraschungsarmen Minuten abrupt enden lässt. Man sollte hier seine Erwartungen dämpfen, denn wer bei dem nett zusammengeschnippelten Trailer einen Film in der Machart eines BATTLE ROYALE erwartet, dürfte schnell enttäuscht werden. GAME OF ASSASSINS fehlt der gewisse Biss und natürlich der für das Genre wichtige Gewaltpegel, um ihn bei Fans überhaupt interessant machen zu können. Zudem versucht ESKANDARI seine kämpfenden Protagonisten sympathisch erscheinen zu lassen, bewirkt aber genau das Gegenteil. In GAME OF ASSASSINS pfeift es aus allen Löchern, denn hier hat man auf ein nötiges Feintuning am Drehbuch verzichtet und Filmstoff auf Zelluloid gebannt, der mit Budget, Logik- und Plotlücken zu kämpfen hat. Demnach ist THE GAUNTLET (so wie der Film anfänglich heißen sollte) nur all denen zu empfehlen, die jede Horror-Veröffentlichungen sehen müssen und sei sie auch noch so schlecht.
 
 
 


 
 
 

GAME OF ASSASSINS – Zensur

 
 
 
Anders als erhofft ist GAME OF ASSASSINS keine Gewaltorgie, die man bei einer derartigen Geschichte vermutlich erwartet hätte. Zwar wurden einige Fallen in den unterirdischen Katakomben verstreut, wirklich viel Lied wird aber nicht gezeigt, wenn ahnungslose Protagonisten hineintreten. Einem Charakter wird das Bein aufgespießt; ein anderes Opfer von Ketten zerquetscht. Zudem kommen vermehrt Macheten und Messer zum Einsatz, die sich durch die Leiber der Überlebenden bohren – nichts Spektakuläres und eher KJ-tauglich. Demzufolge dürfte GAME OF ASSASSINS in Deutschland mit rotem Flatschen und ungeschnitten in die Händlerregal kommen.
 
 
 


 
 
 

GAME OF ASSASSINS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Devil’s Dozen (2013)

Unter Freunden – Komm, lass uns spielen (2012)

Would You Rather (2012)

Pain (2011)

The Human Race (2013)

Die Todeskandidaten (2007)

The Tournament (2009)

Panic Button (2010)

Battle Royale (2000)

Die Tribute von Panem – The Hunger Games (2012)

Filmkritik: „Chrysalis“ (2014)

Chrysalis-2014
 
 
 

CHRYSALIS

Story

 
 
 
Ein Film, wie jeder x-beliebiger Weltuntergangsstreifen und am Ende wird man doch eines Besseren belehrt: Nach einer Terror-Katastrophe hat sich ein Virus freigesetzt, der die Menschen zu primitiven Kreaturen hat werden lassen. Einige noch nicht Infizierte versuchen zu überleben …
 
 
 


 
 
 

CHRYSALIS – Kritik

 
 
 
Ein weiteres post-apokalyptischen Weltuntergangsszenario bahnt sich seinen Weg in die Wohnzimmer. Wie so oft in derart Streifen wird der Mensch für die Vernichtung der eigenen Rasse zur Verantwortung gezogen, die entweder durch Naturkatastrophen oder Bio-Waffen in die Knie gezwungen wird. Im Horrordrama CHRYSALIS tragen letztere Schuld, die ein grausames Massensterben zur Folge haben und Menschen in wilde Kreaturen verwandeln. Man könnte meinen, Regisseur JOHN KLEIN habe hier nur ein weiteres, beliebiges Zombie-Spektakel auf Film gebannt, dem ist jedoch nicht so. Der Zuschauer bemerkt schnell, dass hier etwas anders ist als sonst. Die Macher waren darum bestrebt den Konventionen des modernen Zombie-Kinos den Rücken kehren zu wollen. Regisseur JOHN KLEIN betrachtet die Zombie-Thematik mit anderen Augen und lässt die Schlachtwerkzeuge im Keller. Die „Infizierten“ (so wie man sie im Film bezeichnet) werden hier nicht zur Freude des Zombiefans möglichst blutig in die ewigen Jagdgründe befördert. Stattdessen kommen die Protagonisten zu Wort, die von Macher JOHN KLEIN akribisch analysiert werden und sogar eine ernstzunehmende Charakterentwicklung erhalten. Für einen Zombiefilm mag eine derartige Vorgehensweise durchaus suspekt anmuten, konzentriert sich das Untoten-Genre seit jeher auf das grausame Ausradieren seiner fleischgeilen Filmkreaturen, denen nur ein Kopfschuss den Garaus machen kann. CHRYSALIS belehrt den Horrorfan eines Besseren und zeigt, dass eine Zombie-Geschichte auch ohne unnötiges Blutvergießen auskommen und dennoch packend unterhalten kann.
 
Der Streifen führt den Zuschauer ins Jahr 2038. Es ist Winter und ein Bio-Chemischer Terroranschlag hat beinahe die gesamte Menschheit ausgerottet und in aggressive Kreaturen verwandelt, die einen unstillbaren Hunger nach Menschenfleisch entwickelt haben. Doch ihr Untergang scheint längst besiegelt zu sein. Die Nahrungsgrundlage ist knapp geworden, was zu einem rasanten Massensterben unter den Infizierten führt und die Überlebenden hoffen lässt. Auch Joshua (Cole Simon) und Penelope (Sara Gorsky) bahnen sich ihren Weg durch eine sterbende Welt, stets darauf hoffend doch noch auf Überlebende zu stoßen, um die Zivilisation neu aufbauen zu können. Auf ihrer Suche nach Anschluss machen die beiden Bekanntschaft mit Abira (Tanya Thai McBride), die das Paar zu einer Gruppe Überlebender führen will. Doch der Weg dahin ist gefährlich und Abira hütet ein schreckliches Geheimnis, das die Reise vor unüberwindbare Herausforderungen stellt.
 
Manchmal zahlt sich Improvisationstalent aus. Macher JOHN KLEIN dürften nur wenig finanzielle Mittel zur Verfügung gestanden haben, damit er das interessante Drehbuch von BEN KURSTIN ansprechend adaptieren konnte. Letzterer erhielt die Inspiration zum Skript, als er durch eine kleine Stadt reiste, an der bereits der Zahn der Zeit nagte. Die Idee vom Verfall der Städte in einer Welt ohne Zivilisation fand er bei seinen Erkundungsstreifzügen durch das Kleinod so bewegend, dass er sich an den Schreibtisch setzte und seine Geschichte über Zerfall, Hoffnung und Neuanfang niederschrieb. KLEIN drehte in verfallenen Kirchen, verlassenen Lagerhallen sowie sanierungsbedürftige Altbauten und bewirkt dadurch maximales Grauen, das oftmals weitaus beunruhigender ist, als man es in manch teurem Zombie-Blockbuster zu sehen bekommt. Es bedarf nicht viel um erschütternde Weltuntergangsstimmung aufkommen zu lassen. Im Falle von CHRYSALIS sind es gut durchdachte, fast schon kränklich anmutende Bildkompositionen, die die gegenwärtige Situation in grau gefärbter Tristesse widerspiegeln. Der erschütternden Fäulnis werden starke Protagonisten gegenübergestellt, die trotz Niederlagen vehement für ihr Ziel kämpfen und den Neuanfang versinnbildlichen sollen. KLEIN hat das kleine Ensemble mit exzellenten Schauspielern besetzt, die der Geschichte eine emotionale Tiefe verleihen, wobei man lobend hervorheben sollte, dass die Charaktere überraschenderweise nicht den typischen Stereotypen entsprechen, die man sonst meist im Horrorfilm zu sehen bekommt. Die sympathische Charakterisierung hat aber auch so seine Tücken, schließlich nimmt sich CRYSALIS viel Zeit, um die Schicksale der Protagonisten zu beleuchten. Dass sich der Zuschauer mit den zugänglichen Helden rasch verbunden fühlt und am Ende mitfühlt, wenn KLEIN sie über die Klinge springen lässt, ist eine der wenigen Prämissen, die der Filmfreund in Kauf nehmen muss.
 
Während Penelope sich mit der Tatsache abfinden muss niemals Kinder bekommen zu können und sich mit ihrem Analphabetismus mehr schlecht als recht durchs Leben mogelt, hat Abira ganz andere Probleme. Sie wurde als Kind bereits mit dem Virus infiziert, hat aber überlebt. Seither wird sie rastlos von den Infizierten verfolgt, die der wackeren Kämpfernatur stets an den Fersen haften. Keine guten Voraussetzungen um zu überleben, sind doch all jene in permanenter Gefahr, die sich in Abiras unmittelbarer Nähe aufhalten. CRYSALIS, was hier gleichzusetzen ist mit „Evolution“, ist kein einfacher Film für Zwischendurch. Der Streifen thematisiert Urängste und setzt sich tiefgründig mit Themen wie Einsamkeit, Überlebenswillen und Zusammenhalt auseinander. Die Zombies sind leider nur Beiwerk, was Gorehound vermutlich gar nicht schmecken dürfte. Für die Splatter-Gemeinde wurde CHRYSALIS ohnehin nicht gemacht, vermittelt KLEIN den Anspruch auch ohne dumme Gewalt ernsthaft unterhalten zu wollen. Gelungen ist ihm das allemal, denn mit seinem zweiten Spielfilm verleiht er dem totgefilmten Zombie-Genre (welch nettes Wortspiel) endlich neue Facetten, die wieder Lust auf mehr Horrorstreifen dieser Art machen.
 
 
 


 
 
 

CHRYSALIS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Packend inszenierter Indie-Horror, der darauf wartet entdeckt zu werden. Regisseur JOHN KLEIN verknüpft in CHRYSALIS drei seiner Leidenschaften, nämlich die für Horrorfilme, Dramen und Filmen mit glaubhafter Charakterentwicklung. Die Symbiose seiner drei Vorlieben ist im Falle seines Zweitwerks eine erstaunlich runde Sache geworden, denn sein Horror-Drama glänzt mit spannendem Storyverlauf und gut durchdachtem Drehbuch. Das besticht durch Tiefe und Glaubwürdigkeit und distanziert sich sogar gänzlich vom übertriebenen Blutgematsche, das ja bekanntlich zum Zombie-Genre gehört, wie das Salz in die Suppe. Gewalt erhält in CHRYSALIS kaum Gewichtung und die vom Zerfall gezeichneten Kreaturen sind nur Beiwerk. Stattdessen konzentriert sich die gemächlich erzählte Geschichte fast gänzlich auf seine drei Protagonisten, die einander verstehen und unterstützen und sich durch eine Welt voller Gefahren kämpfen, ohne jedoch den Respekt vor den Infizierten zu verlieren, die schließlich einst auch Menschen gewesen sind. Für das Resultat darf man Drehbuchautor BEN KURSTIN und Regisseur JOHN KLEIN nur beglückwünschen. Das dynamische Duo hat einen der besten Weltuntergangs-Indies gedreht, den man in letzter Zeit gesehen hat – und das sogar noch mit überschaubaren Budget. Man darf gespannt sein, um welche Filmstoffe sie das Genre in Zukunft bereichern werden. Fakt ist: CHRYSALIS bringt frischen Wind in das totgefilmte Zombie-Genre und erhält von uns das seltene Prädikat „Geheimtipp“!
 
 
 


 
 
 

CHRYSALIS – Zensur

 
 
 
CHRYSALIS ist kein brutaler Film. Gewalt spielt sich wenn dann nur im Off ab und reduziert sich auf das Ende des Streifens. In Deutschland dürfte das für eine FSk16 reichen.
 
 
 


 
 
 

CHRYSALIS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Attack of the Undead (2013)
 
Zombie Night (2014)

Antisocial (2013)
 
Open Grave (2013)
 
28 Days Later (2002)
 
28 Weeks Later (2007)
 
Crazies (1973)
 
The Crazies (2010)
 

Filmreview: „Autumn Blood – Zeit der Rache“ (2013)

autumn-blood-2013
 
 
 

AUTUMN BLOOD – ZEIT DER RACHE

Story

 
 
 
Ein 16-jähriges Mädchen (SOPHIA LOWE) lebt mit der Mutter und dem kleinen Bruder zurückgezogen auf einem kleinen Hof in den Tiroler Bergen. Als die Mutter nach schwerer Krankheit stirbt, durchleben die Kinder die Hölle. Erst wird die Tochter mehrfach vom Sohn des Bürgermeisters vergewaltigt; als eine Sozialarbeiterin nach dem Rechten sehen will und die Misshandlungen aufzufliegen drohen, sollen die verstörten Kids sterben damit sie nichts ausplaudern können. Es beginnt eine erbarmungslose Hetzjagd auf die Geschwister, die keinen anderen Ausweg wissen und in die gefährliche Bergwelt der Tiroler Alpen flüchten …
 
 
 


 
 
 

AUTUMN BLOOD – Kritik

 
 
 
Nachbarland Österreich mischt nun ganz souverän mit auf dem internationalen Filmmarkt und scheint erkannt zu haben, dass deutschsprachige Horrorfilme auch gern im Ausland gesehen werden. Zuletzt hat MARVIN KREN mit seinem kritischen Öko-Schocker BLUTGLETSCHER (2013) von der internationalen Presse viel Lob erhalten und MICHAEL HANEKE schaffte es mit der kontroversen Terror-Satire FUNNY GAMES (1997) sogar bis nach Hollywood, wo er zehn Jahre später seinen eigenen Spielfilm neu drehen und auf Hochglanz poliert in die Kinos bringen durfte. Beim nächsten Glücksgriff handelt es sich um den Tiroler Werbefilmer MARKUS BLUNDER. Der gebürtige Kufsteiner hat sich sein filmisches Handwerk in München und Los Angeles angeeignet und bisher zahlreiche Musikvideos und Werbefilme gedreht. Nun hat er seinen ersten Langfilm inszeniert und damit schon auf einschlägigen Filmfestivals Zuspruch erhalten. Dass der Regisseur mit seinem Debüt aber ganz unfreiwillig ins Horror-Genre geschlittert ist, dürfte der Österreicher vermutlich gar nicht so geplant haben. Der Filmneuling bezeichnet seinen Streifen nämlich selbst als „alpinen Western“. Die für dieses Genre typischen Cowboys, Saloons und taffen Sprüche sucht man hier jedoch vergebens, denn eigentlich ist sein AUTUMN BLOOD eine Mischung aus Heimatfilm, Überlebenstrip und Rape-and-Revenge-Thriller, bei der aber der Racheplot aus dem Drehbuch gestrichen wurde. Gedreht wurde im Ötztal und im Lechtal sowie in der Zugspitzregion, was dem Thriller eine ganz individuelle Note verleiht, weil man derart Filmstoff bisher noch nie vor solch beeindruckender Kulisse erleben durfte. Die Protagonisten hetzen durch bildgewaltige Landschaften, bewegen sich über schwindelerregende Schluchten und durchqueren märchenhaft anmutende Wälder. Die wunderbare Kameraarbeit tut da ihr Übriges und lässt des Öfteren die wenigen Protagonisten vergessen, die äußerst wortkarg durch die dünne Handlung stolpern. Gesprochen wird in AUTUMN BLOOD übrigens kaum, stattdessen glänzen die erfahrenen Schauspieler mit ausdrucksstarkem Schauspiel. Die Prämisse ist zwar anfänglich recht gewöhnungsbedürftig; hat man sich erst einmal an die ungewöhnliche Dialogarmut gewöhnt, fesselt AUTUMN BLOOD trotz hanebüchener Handlung durch anständigem Thrill und schweißtreibende Atmosphäre.
 
Regisseur MARKUS BLUNDER bringt die überwältigende Macht der Bilder zurück in die Kinos. In AUTUMN BLOOD fungiert nicht das magere Drehbuch als Geschichtenerzähler, sondern der stimmige Soundtrack in Kombination mit den geheimnisvollen Landschaften der Tiroler Bergwelt. Demzufolge sei dem Leser geraten, sich diesen Geheimtipp möglichst auf der großen Leinwand anzuschauen, denn nur hier dürfte der Streifen seine ganze Wirkung entfalten können. BLUNDER hat mit seinem Erstling einen einzigartigen Thriller gedreht, der Lust auf mehr von dem macht, was der talentierte Filmneuling in Zukunft auf Zelluloid bannen wird. Auch wenn sein HEIDI meets BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE so seine Logikpatzer besitzt (seit wann kommuniziert man im ländlichen Tirol ausschließlich in Englisch) gehört der beklemmende Survivaltrip zweifelsohne zum Besten, was das europäisches Genrekino hervorgebracht hat. Auf Filme wie AUTUMN BLOOD können die Österreicher zu Recht stolz sein und es würde nicht wundern, wenn BLUNDER als nächster Österreicher demnächst in Hollywood außergewöhnliche Filme drehen darf. Für so wunderschön gefilmtes Grauen bekommt BLUNDERS Debüt vom FILMCHECKER-Team verständlicherweise eine seltene Bewertung von acht Filmklappen und das Prädikat: Geheimtipp!
 
 
 


 
 
 

AUTUMN BLOOD – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
HEIDI meets BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE – Grausamer Überlebenstrip vor der traumhaften Bergkulisse Tirols. AUTUMN BLOOD entpuppt sich als schwindelerregende Hetzjagd durch malerische Landschaft, die statt Dialoge zu nutzen lieber Bilder sprechen lässt. Zwar ist die Geschichte vom Mädchen, das vergewaltigt wird und vor ihren Peinigern in die Wälder flüchtet nicht neu; die etwas gewöhnungsbedürftige Symbiose aus Heimatfilm, Terror- und Rape’n Revenge-Thiller funktioniert jedoch erstaunlich gut und dürfte sogar das Interesse von Expoitationfans auf den Plan rufen, die hier jedoch kein ultra-derbes Gewaltmachwerk erwarten sollten. AUTUMN BLOOD ist österreichische Thriller-Unterhaltung auf hohem Niveau, was vor allem an der bildgewaltigen Machart liegt, wie Regisseur MARKUS BLUNDER hier das Grauen auf Film bannt, denn bei so ansprechend gefilmter Bergkletterei wird dem Zuschauer allein schon beim Zusehen schwindelig. Wer die Chance hat diesen österreichischen I SPIT ON YOU GRAVE-Ableger (freilich ohne Rachepart) auf der großen Leinwand zu sehen, sollte sie nutzen. Denn nur hier dürfte die packende Bilderflut und der spannende Überlebenskampf erst richtig wirken.
 
 
 


 
 
 

AUTUMN BLOOD – Zensur

 
 
 
Für einen Rape’n Revenge-Thriller ist das Gezeigte ziemlich harmlos. Es gibt eine Vergewaltigung zu sehen, die aber im Off stattfindet. Ein paar Einschüsse haben die FSK dennoch dazu veranlasst, den Film hierzulande erst für Volljährige freizugeben. Dafür aber ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

AUTUMN BLOOD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
autumn-blood-bluray

(c) Donau Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Autumn Blood; Österreich, USA 2013

Genre: Drama, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 | @24 Hz

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Deleted Scenes

Release-Termin: 19.06.2015

 

Autumn Blood – Zeit der Rache [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

AUTUMN BLOOD – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Mooring (2012)
 
Eden Lake (2008)
 
I SPIT ON YOU GRAVE 2 (2013)
 

Filmreview: „Trail of Blood“ (2011)

trail of blood 2011
 
 
 

TRAIL OF BLOOD

Story

 
 
 
Einige Kids wollen es sich im Wald so richtig schön gemütlich machen und schlagen ihre Zelte ahnungslos auf einer Waldlichtung auf. Als sie in der Nähe eine Blutspur finden und dieser folgen, geraten sie an ein psychopathisches Pärchen, das so richtig Lust darauf hat, den Freunden den Campingausflug zu vermasseln …
 
 
 


 
 
 

TRAIL OF BLOOD – Kritik

 
 
 
WES CRAVEN hat es getan und ELI ROTH war nicht abgeneigt. Nun tut es auch JOE DANTE und gibt seinen guten Namen für einen günstig heruntergeleierten Horrorfilm her, damit er sich besser vermarkten lässt. Auf dem Filmplakat des Wildnis-Slashers TRAIL OF BLOOD wird kräftig mit DANTE als Zugpferd geworben, schließlich macht ein bekannter Name auf dem Cover hellhörig und lässt ganz nebenbei zusätzliche Dollars in die leeren Kassen gewinnorientierter Produzenten fließen. In Zeiten offensichtlicher Kassenflops altbekannter Horrormaestros, ist es ratsam sich vorab über die Qualität jener Werke im Internet kundig machen, denn was einem da an Lobpreisungen von in-die-Jahre-gekommenen Kultregisseuren auf dem Einleger untergejubelt wird, hat mit dem Inhalt oft nur wenig gemein. Immerhin hat DANTE bei TRAIL OF BLOOD als Produzent fungiert, schließlich muss der Mann auch irgendwie seinen Lebensunterhalt bestreiten. Die Jahre erfolgreicher Kinohits sind schon längst vorbei und der Schöpfer der beliebten GREMLINS Reihe hat in der Vergangenheit eher durch Produzententätigkeit geglänzt und als Regisseur für seichte TV-Serien von sich hören lassen. Mit TRAIL OF BLOOD kehrt er mal wieder zum Genre zurück, auch wenn er hier einzig als Geldgeber in Erscheinung tritt und das Regiezepter den Brüdern JOSEPH GUERRIERI und JUSTIN GUERRIERI überlassen hat. Die beiden sind recht neu im Geschäft, haben zuvor nur kleine Kurzfilme gedreht und präsentieren mit TRAIL OF BLOOD ihr Spielfilmdebüt, bei dem sie sich auch direkt die Freiheit genommen, das Drehbuch zum Streifen niederzukritzeln. Viel Geschick steckt da leider nicht dahinter, denn die Geschichte von TRAIL OF BLOOD liest sich wie das Best-of aller halbwegs bekannten (Backwood)Slasher- und Torturwerke der letzten zehn Jahre.
 
Viel Neues hat der Horrorfan von TRAIL OF BLOOD nicht zu erwarten. Es ist es mal wieder die altbewährte Geschichte von einigen neunmalklugen Kids, die während einer entspannten Campingsause an ein dynamisches Duo geraten, das eine Vorliebe für makabre Spiele hegt. Der männliche Part entpuppt sich schnell als durchgeknallter Ex-Marine-Soldat, der sich selbst als „Angel of Death“ bezeichnet und sein Stirnband vermutlich etwas zu fest um den Kopf gebunden hat, so dass es ihm offensichtlich schwer fällt gescheit zu denken. Seine stumme, ebenso schein-intellektuelle Mitspielerin ist stattdessen einfach nur da und hat die Haare schön, frönt dem frivolen Treiben wortlos bei und freut sich einen Ast ab, wenn „Angel“ mal wieder ein wehrloses Menschlein erbarmungslos und heimtückisch um die Ecke gebracht hat. Natürlich lassen sich die Kids ihren friedlichen Camping-Trip nicht von zwei kranken Irren vermasseln und versuchen immer wieder dem fleischgewordenen Albtraum zu entkommen. Bis jedoch die erlösende Rettung eintrifft und die beiden Psychopathen in die Schranken gewiesen werden können, müssen vorab jedoch erst einmal einige der verschüchterten Jungspunde auf unschöne Weise das Zeitliche segnen, schließlich will manch Horrorfan auch etwas Gewalt im Heimkino zu sehen bekommen.
 
Es ist schon etwas verwunderlich, was DANTE dazu bewegt haben muss, für diesen Bullshit Geld locker zu machen. Nach einem zugegebenermaßen wirklich schönen Intro, das eigentlich eher einen unheimlichen Geisterfilm vermuten lässt, gibt es mal wieder Folter- und Überlebenskampf light für einfache Gemüter, die von einem Genrefilm partout keinen Anspruch erwarten, sondern einfach nur hohle Gewalt sehen wollen. Nach dem obligatorischen Tohuwabohu, in dem jedem der Protagonisten eine notdürftige Charakterisierung aufgezwungen wird, geht es auch schon geradezu in die Kampfarena, wo sich die Kids gegen ihre gemeingefährlichen Widersacher behaupten müssen. Zum Glück ist einer der Guten ebenso ein gestandener US-Marine-Soldat, der natürlich gelernt hat, wie man sich in einer derartigen Situation zu verhalten hat. Glaubhaft ist das natürlich nicht gerade, was vor allem daran liegen mag, dass für die Rolle des Helden ausgerechnet der Film-unerfahrene TIM BARRACE verpflichtet wurde, der seinem gefährlichen Widersacher (TREVOR TRSETH) nicht einmal ansatzweise das Wasser reichen kann. Die ihm zugeteilte Charakterentwicklung ist so das dümmste was die Filmgeschichte bisher hervorgebracht hat, denn Held Jim mausert sich in knapp 80 Minuten vom mutigen Helden zum eiskalten Psychopath, der bald nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden kann und alles niederballert, was seinen Weg kreuzt. Ansonsten wird dem Zuschauer hier mal wieder der ewig gleiche Standartbrei aufgetischt, der eigentlich in jedem zweiten Slasher zum Thema gemacht wird. Die Protagonisten sind mal wieder so flach, wie die Oberweite von Schauspielerin KEIRA KNIGHTLEY und ihr unüberlegtes Handeln, dürfte den Zuschauer mehr als einmal fassungslos fluchend vor der Glotze zurücklassen. Immerhin gibt es ab und an Terror zu sehen. Da werden die Kids auf eine Runde Russisches Roulett eingeladen und sogar auf falsche Fährten gelockt. Gut ist TRAIL OF BLOOD deshalb aber noch lange nicht, denn so hanebüchen wie er angefangen hat, endet der Streifen letztendlich auch. Am Ende bleibt ein bedeutungsloses Süppchen aus Slasher, Tortur- und Terrorelementen mit vielen Klischees und dummen Protagonisten, das Genre-Neulinge durchaus zu fesseln versteht. Wer aber das ABC des modernen Horrorfilms bereits in- und auswendig kennt, dem wird hier nur ein müdes Lächeln entlockt werden können.
 
 
 


 
 
 

TRAIL OF BLOOD – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Es geht abwärts mit JOE DANTE, dem aktuell vermutlich vollkommen egal ist, für welchen Stuss er seinen Namen hergibt, insofern die Kohle stimmt. TRAIL OF BLOOD ist belangloser Überlebens-Horror mit dummen Teens, trivialer Story und einigen gut platzierten Kopfschüssen. Immerhin gibt es für wenig bewanderte Horrorfans etwas Kurzweil auf der Mattscheibe zu sehen. Ansonsten ist TRAIL OF BLOOD kaum der Rede wert. Nichts, was man unbedingt in der Sammlung haben müsste: gesehen, abgehakt und wieder verkauft.
 
 
 


 
 
 

TRAIL OF BLOOD – Zensur

 
 
 
Im Überlebens-Thriller TRAIL OF BLOOD werden die Opfer hauptsächlich durch Kopfschüsse erledigt. Demnach sollte man hier kein Gewaltfeuerwerk der Extraklasse erwarten. Zwar sind die Gemeinheiten ziemlich fies in Szene gesetzt, was aber durchaus KJ-tauglich sein dürfte. Wir meinen TRAIL OF BLOOD wird ungeschnitten in Deutschland mit der KEINE JUGENDFREIGABE-Kennzeichnung erscheinen.
 
 
 


 
 
 

TRAIL OF BLOOD – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Mooring (2012)

If a Tree falls (2010)

Last House on the Left (2009)

Last House on the Left (1972)

Filmreview: „The Last Days“ (2013)

the last days 2013
 
 
 

THE LAST DAYS

Story

 
 
 
In Barcelona ist das „The Panic“-Syndrom ausgebrochen. Eine Panikerkrankung, die durch die Asche eines Vulkans hervorgerufen wird und zum Tod führt, wenn man sich im Freien bewegt. Marc (Quim Gutiérrez) versucht sich einen Weg durch den Untergrund der Stadt zu bahnen, um seine schwangere Freundin Julia (Marta Etura) wiederzufinden …
 
 
 


 
 
 

THE LAST DAYS – Kritik

 
 
 
Spanien ist seit einigen Jahren immer wieder für eine Überraschung gut und entwickelt sich nach der erfolgreichen Terrorwelle aus Frankreich zum neuen Mekka eines selbstbewussten, europäischen Horrorfilms. Ob Found-Footage (APARTMENT 143), Kannibalen-Schocker (OMNíVOROS) oder subtiles Schauermärchen (DAS WAISENHAUS) – was neuerdings aus Spanien kommt, steht für Qualität und lehrt uns das Fürchten. Das hat auch Hollywood begriffen und kopiert fleißig, was im Land des Stierkampfs an den Kinokassen erfolgreich war (u.a. [REC]). Der neuste Clou aus Spanien heißt LOS ÚLTIMOS DÍAS und wurde für den internationalen Filmmarkt kurz und bündig in THE LAST DAYS umbenannt, was nicht ohne Grund an apokalyptische Szenarien gemahnt. Die spanischen Brüder DAVID und ÀLEX PASTOR stecken hinter dem Endzeitdrama und haben sich mit der Problematik bereits 2009 in CARRIERS beschäftigt. Dort standen einige Kids im Mittelpunkt der Geschehnisse, die während einer Pandemie ums nackte Überleben kämpfen mussten. Der, für den internationalen Markt produzierte Überlebens-Thriller war zwar handwerklich durchweg solide anzuschauen, kam aber bei vielen Kritikern und Filmfans nicht so gut weg, so dass man sich dann doch lieber wieder dazu entschloss, mit kleinem Budget in eigener Landessprache zu drehen. THE LAST DAYS ist der erste spanische Langfilm der Geschwister und handelt kurioserweise wieder vom Weltuntergang. Diesmal sind es weder Viren, Aliens oder Atomkriege, die für das Massensterben verantwortlich gemacht werden, sondern schlicht und einfach Mutter Natur, die aus unerklärlichen Gründen die Menschheit in die Knie zwingt.
 
Auf der gesamten Welt herrscht der Ausnahmezustand. Auch Barcelona ist von der Außenwelt abgeschnitten, die Wasserversorgung wurde gekappt und Elektrizität gibt es nicht. Grund hierfür ist ein Vulkanausbruch, dessen Asche bei den Menschen eine Art Panik auslöst und zum Tod führt, wenn sie ins Freie müssen. Fortan trauen sich die Bewohner nicht mehr auf die Straße und bewegen sich stattdessen in den Abwässerkanälen und U-Bahnschächten der Stadt zum gewünschten Ziel. Auch Programmierer Marc Delgado (QUIM GUETIÉRREZ) sitzt seit einer Ewigkeit auf der Arbeit fest und hat schon seit Wochen Freundin Julia (MARTA ETURA) nicht mehr gesehen. Die erwartet ein Kind von ihm und hat sich kurz vor dem Vorfall mit dem Liebsten gestritten. Als Marc davon Wind bekommt, dass sein Vorgesetzter ein Navigationssystem in seinem Rucksack versteckt hält, beschließen beide sich mittels GPRS-Ortungssystem einen Weg durch den Untergrund Barcelonas zu bahnen. Doch tief unter der Stadt herrscht das Recht des Stärkeren. Hier wartet eine Welt voller Chaos und Gefahren, was die Suche nach den Familienangehörigen erheblich erschwert.
 
Es muss nicht immer der Zombievirus sein, der nach einer vom Mensch verursachten Umweltkatastrophe die halbe Menschheit dezimiert. Warum soll nicht einfach mal Mutter Natur gnadenlos zuschlagen, um der vermeintlich überlegenen Menschheit ihre Macht zu demonstrieren. In THE LAST DAYS werden keine Hintergründe beleuchtet. Über die Suche nach Antworten und den Ursachen der Katastrophe wird in diesem Streifen keine Zeit verschwendet. Stattdessen konzentriert sich das Regieduo ausschließlich auf seine Protagonisten, die in derart schwierigen Zeiten immer noch soviel Solidarität beweisen, um ihr gemeinsames Ziel sicher erreichen zu können. Aus Gegnern werden kurzerhand Verbündete und der von Stress geplagte Marc kooperiert gemeinsam mit seinem erfolgsorientierten Chef Enrique (JOSÉ CORONADO), der seinen Angestellten zuvor noch mit ausreichend Überstunden unter Druck gesetzt hat. Auf ihrer Reise bewegen sie sich durch verlassene Einkaufscenter und verwüstete Kirchen, kämpfen mit Bären und stoßen auf Überlebende, die aus Hunger heraus sogar zu Mördern werden. Für rund fünf Millionen Euro Produktionskosten hat man bei THE LAST DAYS erheblich oft in die Trickkiste gegriffen, um eine stetige Untergangsstimmung bewirken zu können. Die diversen Computereffekte machen dabei einen hervorragenden Eindruck, so dass das was man dann letztendlich an Endzeitfeeling auf der Leinwand präsentiert bekommt, sich freilich nicht vor den üblichen Verdächtigen aus Hollywood verstecken braucht. Es wird vorwiegend mit erdig-düsteren Farbtönen gearbeitet, die sich durch das verfallene und scheinbar Menschen leere Barcelona fressen. Das dreckig-farblose Setting unterstreicht das postapokalyptische Szenario perfekt und lässt sogar hin und wieder subtiles Gruselfeeling aufkommen. Dennoch handelt es sich bei THE LAST DAYS um keinen Vertreter innerhalb des Horrorgenres. Das macht sich auch beim Gewaltpegel bemerkbar. Auf blutgeiles Massengemetzel wird fast gänzlich verzichtet, was ja in Zeiten der Virus infizierten Zombies schon nahezu unmöglich scheint. Kommt dann doch einmal Gewalt ins Spiel, ist sie weniger expliziter Natur, sondern resultiert einzig aus Verzweiflung vor dem Hungertod heraus.
 
THE LAST DAYS entpuppt sich unterm Strich als dramenlastiger Überlebens-Thriller, der den Zuschauer rund 100 Minuten packend unterhält und bis auf wenige Momente ganz auf Action und Gewaltexzesse verzichtet. Das Schicksal von Protagonist Marc wird im Verlauf des Films in mehreren Rückblenden geschildert, was dem Charakter mehr Menschlichkeit verleiht. Damit auch die weiblichen Zuschauer am Ende ruhigen Gewissens das Kino verlassen können, orientiert sich das Finale an den gängigen Kitsch-Klischees der amerikanischen Traumfabrik. Wenn sich in den letzten Sekunden das Pärchen verliebt in die Arme schließt, sich saftiges Grün hoffnungsvoll durch Berge tumber Betonklötzer frisst und die Natur den Neuanfang der Spezies einläutet, bleibt kein Auge trocken. Das wirkt zwar im Vergleich zum Rest des Films etwas arg dick aufgetragen; das zuckersüße Happy End dürfte aber den mainstreamverwöhnten Filmfan nicht weiter stören, auch wenn bei derart disneyesken Bildern eine unfreiwillige Komik nicht von der Hand zu weisen ist.
 
 
 


 
 
 

THE LAST DAYS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ist Spanien das neue Mekka des phantastischen Films? Wenn man die diversen inländischen Genreproduktionen der letzten Zeit näher betrachtet, könnte man meinen, dass das Land am Mittelmeer dem erfolgsverwöhnten Hollywood die Stirn bieten möchte. Im direkten Vergleich zum sonst so schachsinnigen Mainstream-Schund aus Übersee schneidet THE LAST DAYS gar nicht mal so übel ab. Nach dem eher durchschnittlichen CARRIERS beweisen die PASTOR-Brüder, dass man bedeutend frischere und sehenswerte Filme machen kann, wenn man sich nicht zwingend an den Vorgaben geldgeiler US-Produzenten orientieren muss. THE LAST DAYS ist ein packender Überlebens-Thriller mit sympathischen Helden und spannender Inszenierung. Da schaut man am Ende doch etwas verdutzt aus der Wäsche, dass das sogar alles ohne großartiges Blutvergießen gelingt. Wozu braucht man EMMERICH, BAY und Co., wenn man doch weiß, dass es auch spanische Filmemacher drauf haben? Gut gemacht, mehr davon!
 
 
 


 
 
 

THE LAST DAYS – Zensur

 
 
 
THE LAST DAYS verzichtet fast gänzlich auf Gewalt, so dass der Streifen hierzulande ungeschnitten ab 12 Jahren in den deutschen Handel gekommen ist.
 
 
 


 
 
 

THE LAST DAYS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
The-Last-Days-Blu-ray

(c) Capelight Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Los Últimos días; Spanien 2013

Genre: Abenteuer, Science Fiction, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 102 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making of, Entfallene Szenen, Virale Clips, Kinotrailer

Release-Termin: 02.05.2014

 
 
 

The Last Days [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE LAST DAYS – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
28 Days Later (2002)
 
28 Weeks Later (2007)
 
Carriers (2009)
 
I am Legend (2007)

Review: „U-Bahn – Nächster Halt: Terror“ (2013)

red_line_2013
 
 
 

U-BAHN – NÄCHSTER HALT:TERROR

Story

 
 
 
Mitten in Los Angeles kommt es zu einer gewaltigen Explosion im U-Bahn-System, die die Wagons einer U-Bahn unter Unmengen von Gestein begräbt. Einige Reisende sind sofort tot; die wenigen Überlebenden versuchen sich einen Ausweg aus der misslichen Lage zu bahnen. Leider kommt ein Unglück nur selten allein und so befindet sich unter den Fahrgästen ein Terrorist, der für die Taten verantwortlich zeichnet und bereits die nächste Bombe platziert hat. Noch wissen die Anwesenden nicht, dass ihr Leben in Gefahr ist …
 
 
 


 
 
 

U-BAHN – NÄCHSTER HALT:TERROR – Kritik

 
 
 
Vor kurzem hatten wir den sehenswerten, britischen Independent-Thriller THE LAST PASSENGER (2013) auf dem Schirm, in dem ein Zug von einem unbekannten Irren in Beschlag genommen wurde und samt Besatzung in den Tod rast. Dort konnten die Fahrgäste jedoch mit viel Geschick ihrem Schicksal entkommen und sich in letzter Sekunde in Sicherheit bringen. Die Passagiere im vorliegenden U-BAHN – NÄCHSTER HALT:TERROR sehen sich mit einer ähnlichen Situation konfrontiert, haben aber nicht annähernd soviel Glück wie die Reisenden im erwähnten Hochspannungs-Thriller von OMID NOOSHIN. Hier rumpelt es zu Beginn gewaltig und eine U-Bahn wird im Herzen von L.A. durch eine verursachte Explosion in einem Tunnel unter Massen von Schutt und Geröll vergraben. Der Grund hierfür ist rasch erörtert. Ein Terrorist befindet sich unter den Überlebenden, der seinen hinterhältigen Selbstmordplan, koste es was es wolle, heimtückisch beenden möchte. Während schon das nächste Unheil auf die Reisenden wartet und sich ein Erste-Hilfe-Koffer als raffiniert zusammengetüftelte Sprengstofffalle entpuppt, beginnt unter den Anwesenden ein makabres Ratespiel in dem ergründet wird, wer für die Tat verantwortlich gemacht werden kann. Ein Übeltäter ist schnell gefunden. Fahrgast Al (KUNAL SHARMA) wird aufgrund seiner exotischen Nationalität schnell als vermeintlicher Täter herausgedeutet. Doch U-BAHN – NÄCHSTER HALT:TERROR wäre kein guter Überlebens-Thriller, würde er nicht mit geschickt platzierten Wendungen überraschen. Das schweißtreibende Rätselraten geht Regisseur und Drehbuchautor ROBERT KIRBYSON (SNOWMEAN; TV-Serie: CTRL) derart locker von der Hand, dass es dem Zuschauer kaum auffallen dürfte, dass hier mit wenig finanziellen Aufwand eine durchweg spannende Suspense-Granate verwirklicht wurde. Vor allem den glaubhaften Schauspielern ist es zu verdanken, dass RED LINE (so wie U-BAHN NÄCHSTER HALT:TERROR im Original heißt) spannend bis zur letzten Minute bleibt. Die verhalten sich zu Beginn verständlicherweise etwas sehr verängstigt, wachsen aber im Verlauf der Handlung über sich hinaus und erstaunen durch Zusammenhalt. Glücklicherweise gelingt es KIRBYSON selbstsicher, sich von genretypischen Klischees fernzuhalten. Die Protagonisten sind keine nervenden Stereotypen, wie man sie in jedem zweiten dieser Filme zu sehen bekommt. Stattdessen kann sich der Zuschauer vermutlich kaum entscheiden, welchen der im Film agierenden Helden er zuerst die Daumen drücken möchte.
 
Großer Pluspunkt gilt allerdings der finsteren Kulisse. Der verschüttete Bahnwagon bietet nicht selten klaustrophobische Momente. Die Überlebenden beginnen sich in ihrer panischen Angst durch schmale Gänge zu zwängen oder sich unter der Bahn in kleinen Spalten vor dem Terroristen zu verstecken. Zuletzt hat man derart schweißtreibende Geduldsmomente in der britischen Höhlenerkundung THE DESCENT (2005) erdulden müssen, wo sich eine Gruppe von Hobby-Höhlenerforscherinnen auf ihrer Flucht vor seltsamen Kreaturen durch Schächte und Felsspalten quälte. Auch in U-BAHN – NÄCHSTER HALT:TERROR sorgen derartige Momente für ennerviertes Nägelkauen, was den Thriller zu einer kurzweiligen Angelegenheit macht. Das Ende ist zügig erreicht und kommt schnörkellos zum Punkt, wobei der doch arg moralisch aufgesetzte Schlussakt etwas dick aufgetragen wirkt. Macht nichts, U-BAHN – NÄCHSTER HALT:TERROR ist ein recht sehenswerter Suspense-Thriller, der mit spartanischer Kulisse effektives Grausen verursacht. Wer seine regelmäßige Ration Pulsschlagerhöhung benötigt, sollte sich diesen Schocker definitiv vormerken!
 
 
 


 
 
 

U-BAHN – NÄCHSTER HALT:TERROR – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Kurzweilig, schweißtreibend und gnadenlos spannend – U-BAHN – NÄCHSTER HALT:TERROR ist ein Suspense-Thriller, der für einen erhöhten Pulsschlag sorgen wird.
 
 
 


 
 
 

U-BAHN – NÄCHSTER HALT:TERROR – Zensur

 
 
 
In U-BAHN – NÄCHSTER HALT:TERROR wird es nicht blutig. Wir sehen zu Beginn einige verunglückte Fahrgäste – das wars. Von daher hat der Film problemlos eine Jugendfreigabe seitens der FSK erhalten und ist mit blauem FSK16-Flatschen in den Handel gekommen.
 
 
 


 
 
 

U-BAHN – NÄCHSTER HALT:TERROR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
U-Bahn - Nächster Halt Terror Blu-ray

(c) TIBERIUS FILM / SUNFILM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Red Line; USA 2013

Genre: Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 06.02.2014

 
 
 

U-Bahn – Nächster Halt: Terror! [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

U-BAHN – NÄCHSTER HALT:TERROR – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Elevator (2011)

Last Passenger (2013)