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Beiträge mit Schlagwort “Überlebens-Horror

Filmkritik: „Downhill“ (2016)

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DOWNHILL

Story

 
 
 
Wenn Hilfsbereitschaft mit grausamem Terror belohnt wird: Ein paar Radfahrer stoßen im Wald auf einen Fremden, der sich dem Anschein nach mit einer nicht näher zu identifizierenden Krankheit infiziert hat. Ohne Bedenken wird geholfen. Doch der gute Wille hat Konsequenzen: Die gute Tat führt auf direktem Wege ins Desaster.

 
 
 


 
 
 

DOWNHILL – Kritik

 
 
 
Will man mit einem PKW über Landstrassen fegen, benötigt man einen Führerschein. Möchte man mit dem Boot Gewässer erkunden, wird ein Bootsschein vorausgesetzt. Zum Führen einer Schusswaffe wird vom Gesetzgeber sowieso ein Nachweis gefordert, der dazu berechtigt ein solches Ding besitzen zu dürfen. Bei derartigem Sicherheitsdenken fragt man sich doch glatt, warum ein solches Dokument nicht langsam auch von Regisseuren, Drehbuchautoren und Produzenten gefordert wird, die immer noch straffrei das drehen, schreiben und produzieren können, wonach ihnen der Sinn steht. Eine erschreckende Entwicklung, denn in Zeiten eines kaum noch überschaubaren Videomarktes entstehen seit Jahren Filme, die man dem Zuschauer eigentlich nicht mehr zumuten kann. So werden sinnbefreite Horrorfilme gedreht, die ausschließlich dadurch hervorstechen, möglichst brutal und grausam zu sein. Grips und Logik ist da in der Regel Mangelware. Stattdessen wird Mord und Totschlag serviert, der sich in den meisten Fällen nicht einmal die Mühe macht, kreativ zu sein. Horrorbodensatz eben.
 
 
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Der chilenische Trivialgeschichtenerzähler und Filmgurkenzüchter PATRICIO VALLADARES gehört – wie auch schon „Mr. Exploitation“ ELI ROTH – zu jenen Herrschaften, denen man das Filmen langsam mal verbieten sollte. Scheinbar ist auch diesem Filmemacher gar nicht bewusst, dass hinter dem Inszenieren von Horrorfilmen weit mehr steckt, als das bloße Aneinanderreihen von Gewalt und ekligen Momenten. Zuletzt ist PATRICIO VALLADARES zu fragwürdiger Berühmtheit gekommen, nachdem er mit HIDDEN IN THE WOODS auf den ach so populären Rape’n Revenge-Zug aufgesprungen war. Dahinter verbarg sich frauenverachtender No-Budget-Schund, der mit schmuddeliger Rache- und Kannibalismusthematik die niederen Instinkte des Publikums befriedigen wollte. Leider kam der Streifen – vor allem der billigen Machart und den schlechten Schauspielern wegen – bei den meisten Zuschauern nicht sonderlich gut an, weshalb der Regisseur seinen pseudokontroversen Heuler noch einmal mit mehr Budget und der Unterstützung von MICHAEL BIEHN neu interpretierte. Hierbei wurde die Gewaltschraube noch etwas fester gedreht, um zu schocken. Leider ging der Schuss nach hinten los, denn das Remake litt unter den gleichen Schwächen wie die chilenische Vorlage und spulte zudem eine unglaubliche Geschichte ab, die kaum Identifikationsmöglichkeiten zuließ. Offenbar scheint Regisseur PATRICIO VALLADARES unbelehrbar und ebenso uneinsichtig zu sein. Der ließ sich nach den vernichtenden Kritiken nicht entmutigen und machte exakt dort weiter, wo er aufgehört hatte. Entstanden ist DOWNHILL – abermals cineastisches Chaos, das ausnahmsweise zumindest auf technischer Ebene überzeugen kann. Der Rest entpuppt sich als heilloses Durcheinander, bei dem der Frustfaktor hoch ist. Ärger ist da vorprogrammiert.
 
 
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In DOWNHILL geht es um das Paar Joe (BRYCE DRAPER aus ANOTHER DEADLY WEEKEND) und Stephanie (NATALIE BURN), die für den Radsport leben. Besonders das Fahren mit Downhill-Bikes durch unebenes Gelände hat sich für die beiden zur Leidenschaft entwickelt. Als einer der besten Freunde bei einem dieser Radrennen verunglückt, will Joe das Hobby für immer an den Nagel hängen. Doch die Sucht nach dem Nervenkitzel ist größer. So lädt der alte Freund Pablo (ARIEL LEVY) zu einem neuen Radrennen in Chile ein, was sich die Liebenden nicht entgehen lassen wollen. Doch die Freude schlägt bald in Terror um. Als man die Rennstrecke testen möchte, stößt man auf einen, scheinbar durch einen Autounfall, verletzten Mann. Schnell ist Hilfe vor Ort. Doch die wird allen Beteiligten zum Verhängnis. Eine ominöse Bande beginnt auf die Helfer zu schießen. Die flüchten in die Wälder und verstecken sich im Dickicht. Leider schreckt das die Fremden nicht ab, denn die machen Jagd auf Alles und Jeden. Was die Radfahrer nicht wissen: Der Verunglückte trägt einen geheimnisvollen Parasiten in sich und die Killer haben offensichtlich etwas damit zu tun. Kein gutes Omen für Joe und Stephanie, die jetzt in tiefer Wildnis ums Überleben kämpfen müssen.
 
 
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Weg vom Amateurstandard hin zu richtigem Kino-Feeling. Visuell und technisch macht DOWNHILL eine erstaunlich souveräne Figur, was wohl auf mehr Budget zurückzuführen ist. Zu sehen gibt es atmosphärische Kamerafahrten, Lichtspielereien und immerhin Schauspieler, die womöglich mal eine Schauspielschule von Innen gesehen haben. Minimalistisch ausgeleuchtete Kulissen und eklige Make-up-Effekte sorgen für so manch schaurigen Moment und die Skrupellosigkeit der Filmbösewichte geht richtig an die Nieren. Leider ist der Rest wie gehabt und PATRICIO VALLADARES verfällt zu schnell weder dem alten Schema. Das bedeutet: Viel Exploitation, wenig Hirn. So hat das arg verschobene Frauenbild des Regisseurs auch in DOWNHILL Bestand und die haarsträubende Handlung besitzt weder Hand noch Fuß. Der Filmemacher selbst beschreibt seinen Streifen als Mix aus PARANORMAL ACTIVITY und CLIFFHANGER, der an die alten Filme des legendären DAVID CRONENBERG erinnern will. Das ist natürlich vollkommener Unfug und beweist einmal mehr, dass Valladares nicht sonderlich viel Ahnung von Genrefilmen oder sonst etwas besitzt. DOWNHILL macht in ein paar Momenten vom Found-Footage-Stilmittel Gebrauch und protokolliert das Geschehen aus Sicht von Helmkamera, die die Fahrradfahrer auf dem Kopf tragen. Hier aber Vergleiche zu PARANORMAL ACTIVITY zu ziehen, wirkt reichlich übertrieben, denn die wenigen Found-Footage-Elemente lassen sich an einer Hand abzählen. Weitaus schlimmer als die irreführenden Vergleiche des chilenischen Regisseurs, ist die diffuse Handlung mit der DOWNHILL den Zuschauer quält. Valladares – der übrigens mal wieder das Drehbuch selbst geschrieben und vermasselt hat – vermischt verschiedene Subgenres. Leider wirkt der wirre Mix unbeholfen und unglaubwürdig, zumal der Initiator dieses Horror-Quatschs Antworten scheut. Je näher sich DOWNHILL der Zielgeraden nähert, umso länger wird die Liste an Fragen. So stellt sich im Verlauf der Handlung heraus, dass die Helden von einer Art Kult terrorisiert werden, der seltsame Parasiten in die Körper ahnungsloser Spaziergänger verpflanzt. Was damit bezweckt wird und in welchem Zusammenhang Tentakelparasiten mit dem Teufel stehen bleibt weitestgehend offen. Für den Zuschauer eine unbefriedigende Prämisse. Der wird DOWNHILL ziemlich schnell unter Humbug abstellen, weil die Geschehnisse im Film keinen Sinn ergeben wollen.
 
 
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DOWNHILL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Außen Hui – inhaltlich pfui. Nach Rape’n Revenge versucht sich der chilenische Regisseur PATRICIO VALLADARES im Stilmix. DOWNHILL ist eine technisch souverän abgehandelte Mischung aus BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE, Okkultismus-Horror und Quasi-Lovecraft-Kreaturen-Schauer. Was ansprechend klingt, ist in seiner Umsetzung ziemlich einfältig, weil DOWNHILL keinen Sinn ergeben möchte. Lang bleibt unklar, wohin die Reise gehen soll, denn die Helden werden grundlos von Einheimischen durch Wälder gejagt. Erst in den letzten Minuten versucht der Film aufzuklären. Leider werfen Erklärungsversuche nur Fragen auf, die Filmemacher PATRICIO VALLADARES unzureichend erklärt. Das erhöht den Frustfaktor beim Zuschauer, der sich schnell verschaukelt fühlen wird, will er doch wissen, was er da gerade gesehen hat. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn der Regisseur mehr Sorgfalt ins Drehbuch investiert hätte, statt von reißerischer Exploitation Gebrauch zu machen. Wie in den vorherigen Filmen des Regisseurs gibt es manche gewaltverherrlichende Szene zu sehen, die nicht unbedingt hätte sein müssen. Das mag zwar Gewaltfans freuen; die mangelhafte und löchrige Auflösung dürfte aber sogar jene reichlich verärgern.
 
 
 


 
 
 

DOWNHILL – Zensur

 
 
 
DOWNHILL zeigt einiges an blutigem Material. Neben ekligem Mutations-Make-up gehen vor allem einige Einschüsse in menschliche Köpfe und Körper an die Nieren. Weiterhin wird ein Gegenstand durch eine Hand gejagt und ein Kopf mit einem Stein eingeschlagen. Man darf von einer Freigabe mit rotem FSK-Flatschen ausgehen.
 
 
 


 
 
 

DOWNHILL – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
A Lonely Place to Die – Todesfalle Highlands (2011)

Beim Sterben ist jeder der Erste (1972)

Outback – Tödliche Jagd (2011)

Carnage Park (2016)


Filmkritik: „Trapped – Die tödliche Falle“ (1982)

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TRAPPED – DIE TÖDLICHE FALLE

Story

 
 
 

In den Hügeln von Tennessee, das wissen wir Jünger der organisierten Lebenszeit-Vernichtung durch Filmkonsum natürlich schon lange, sollte man sich nicht so unbedarft blicken lassen. Vor allem nicht, wenn man Teil eines Rudels blöder City-Teenager ist, die einfach mal ohne Sinn und Verstand campen gehen. Jetzt ist genau das aber passiert. Mancher Film jener Jahre würde jetzt einen irren Schlitzer oder gar verwilderten Inzucht-Sasquatch auf die Buben und Madeln loslassen, der stalkt und hackt und vielleicht sogar Einmachgläser mit Knaben-Nierchen befüllt. Nicht so TRAPPED – DIE TÖDLICHE FALLE. Da ist die Sache schlimmer. Gewaltmensch Chatwill (Henry Silva) ist aus nicht näher erklärten Gründen der unbestrittene Regierende über ein abgelegenes Kaff, ganz in der Nähe der Wanderroute unserer, naja, Helden. Im Dauerhass bumst es sich nicht gut und so hat seine vernachlässigte Redneck-Flittchen-Frau dem Unhold gerade mit einem anderen Hinterwäldler die Hörner aufgesetzt. Das entgeht Chatwill nicht und er tritt dem Ehebrecher entschlossen gegenüber. Als Richter und Henker. Die Städter sehen das durch einen Drehbuchzufall und haben jetzt den groben Klotz und seine schießwütigen Unterlinge im Kreuz.


 
 
 


 
 
 

TRAPPED – Kritik

 
 
 
Hat man in dieser Konstellation auch nicht oft. Der kanadische Filmemacher William Fruet wird in seriöseren Kreisen als denen, die wir nie verlassen werden, als Drehbuchautor und Bühnenstück-Dramatiker geschätzt. Freunde des ruppigeren Kinos verbinden seinen schwierigen Namen mit schmieriger Grindhouse-Ware wie AVANAIDA – TODESBISS DER SATASVIPER, dem superduper-knochigen DER MANN, DER AUS DEM DSCHUNGEL KAM oder eben TRAPPED – DIE TÖDLICHE FALLE. Dieser jenige welche, jetzt auf fürwahr netter und limitierter BluRay eingetrudelte Exploiter von Herrn Fruet wildert in den zumeist lebensgefährlichen Mischwäldern des Backwoods-Films. Oh, und er unterhält den Fan, dort unten am Bahnhof, am schmuddeligen Ende des Kino-Spektrums, geradlinig und direkt. Eine, wie – Friede sei mit ihm – Frank Zappa mal (nicht über TRAPPED!) gesagt hat, „titties-and-beer“-Version von BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE. Bang Bang!
 
 
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Heiliger Hodenteufel, entfährt es dem oft missverstandenen Rezensenten, dem das Vergnügen, TRAPPED – DIE TÖDLICHE FALLE zu schauen, anno dazumal schon auf VHS vergönnt war, auch nach tagesaktueller Eigentherapie mit der fließbandfrisch glänzenden BluRay erneut. Und Heiliger Hodenteufel, ist das verstörend, Henry Silva – Hank, motherfucking Silva! – in einem ländlichen Film spielen zu sehen. Geht das überhaupt? Damals gab es doch noch gar kein CGI! Ich war der festen Überzeugung, der Mann zerfiele zu betongrauem Staub, sobald er die Häuserschluchten von New York oder meinetwegen noch die engen und vermüllten Pflasterstein-Gassen von Palermo verlässt. Der Mafiaboss, nein, Boss der Bosse, kaltherzig gespielte Trumpfkarte des Syndikats und granitgesichtiger Drahtleib sizilianischer New Yorkigkeit ! Da thront er, verpackt in das schlecht sitzende Karohemd der verarmten Landbevölkerung und Schwarzbrenner-Jeans und bedroht die blöden Teenies, die sich in die Tennessee-Hills gewagt haben. Dort hat er genau so das Regiment wie in der Bronx. Sein Chatwill ist ein jähzorniger Hassbock selbstherrlicher Un-Rechtsprechung. Jahrzehnte des Method Acting ergießen sich brüllend und brutal über die verdutzte und zu Statisten degradierte Restbesetzung. Henry, trag´ uns diesen Film!
 
 
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TRAPPED – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Damals in den Fluten von Video-Veröffentlichungen untergegangener Hinterwäldler-Thriller mit Hang zum Schmierigen, der auf dem neuen Medium darauf wartet, entdeckt zu werden. Eine Grinsen machende Henry-Silva-One-Man-Show und ein Brutalinski-Grindhouse-Rupfer für Kenner und solche die es werden wollen.
 
 
 


 
 
 

TRAPPED – Zensur

 
 
 
TRAPPED – DIE TÖDLICHE FALLE wurde 1983 indiziert. Nach 25 Jahren erfolgte eine Listenstreichung. Nun ist der Streifen frei ab 18 Jahren und darf sogar im Handel ausgelegt werden. Die nun in Deutschland erhältliche Blu-ray ist trotz Aufhebung des Index-Status ungekürzt und kann von allen Käufern gekauft werden, die volljährig sind.
 
 
 


 
 
 

TRAPPED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Schröder Media Handels GmbH (Blu-ray KeepCase im Schuber)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Trapped; Kanada | USA 1982

Genre: Horror, Klassiker, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 2.0 Stereo), Englisch (DTS-HD Master Audio 2.0 Stereo

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover im Schuber. Darauf aufgedruckte Limitierungsnummer (auf 2000 Stück limitiert).

Extras: Originaltrailer (1:36 Min.) in englischer Sprache mit festen deutschen Untertiteln

Veröffentlichung: KeepCase: 08.09.2016

 
 

Trapped – Die tödliche Falle [Blu-ray im limitierten Schuber] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 

 
 
 


 
 
 

TRAPPED – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei Schröder Media Handels GmbH)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Beim Sterben ist jeder der Erste (1972)
 
Open Season (1974)
 
Eden Lake (2008)
 
Straw Dogs (1971)


Filmkritik: „In the Deep“ (2016)

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IN THE DEEP

(47 METERS DOWN)

Story

 
 
 

Zwei Schwestern steigen in einen speziellen Käfig und lassen sich in die Tiefe des Meeres hinabgleiten, um dort Haie beobachten zu können. Leider kommt es zu einem folgenschweren Unfall.

 
 
 


 
 
 

IN THE DEEP – Kritik

 
 
 
Endlich dürfen Haie im Horrorfilm wieder böse sein. Zuletzt meinte man es nicht sonderlich gut mit den gefräßigen Raubfischen, denen dank gnadenlosen Kleinstudios wie SYFY oder THE ASYLUM der Schrecken genommen und gegen käsige Comichaftigkeit getauscht wurde. Ob fliegende Riesenhaie oder mutierter Dreiköpfer – keine Absurdität war den Bossen genannter Studios zu schade, um ebenso sensationslüstern wie bescheuert mit der Angst vor den maritimen Killern Kasse zu machen. Nur, äh, gut, dass es Hollywood gibt. Dort wird zwar ebenso regelmäßig schrottreifer Filmnonsens verbrochen; ab und an verbirgt sich dahinter aber auch mal eine Überraschung. Das soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Zu diesen nennenswerten Fabrikaten made in Traumfabrik gehört IN THE DEEP – definitiv unbequemer Hai-Horror. Der will Herzklopfen bescheren und zur Abwechslung ganz ohne Trash-Willen, Selbstironie oder miese Effekte auf sich aufmerksam machen. Offensichtlich findet eine Rückbesinnung zu Altbewährtem statt. So wandelte man bereits mit dem erst kürzlich erschienen THE SHALLOWS auf den Pfaden, die anno 1975 Steven Spielbergs DER WEISSE HAI vorgegeben hatte. Das bedeutet weniger Quatsch – stattdessen tödlicher Ernst. Horrorfans, die Probleme mit kompromisslosen Filmszenarien haben, sind an dieser Stelle gewarnt. IN THE DEEP setzt gute Nerven voraus und ist nichts für Zuschauer mit Angststörungen. Behauptet nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt.
 
 
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In der Tiefe hört dich niemand schreien. Diese Erfahrung müssen auch zwei Schwestern durchleben, die sich auf ein ganz besonderes Abenteuer einlassen. Bekannte laden die beiden zum Käfigtauchen ein. Haie können auf diese Art in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet und studiert werden. Ein Angebot, dass die Geschwister Kate (CLAIRE HOLT) und Lisa (MANDY MOORE) nicht ausschlagen wollen. Doch die Freude erhält bald einen Dämpfer. Kaum im Kutter Platz genommen und aufs Meer gefahren, kommen beim Anblick des klapprigen Käfigs erste Zweifel auf. Stabil sieht anders aus und auch die Sicherheitsvorkehrungen haben schon bessere Tage gesehen. Doch die attraktive Begleitung überzeugt durch Charme und lässt alle Ängste vergessen. So steigen die Schwestern in ihre Tauchausrüstung und lassen sich samt Käfig in die Tiefe abseilen. Keine gute Entscheidung, denn die anfänglichen Zweifel werden bald bittere Realität. Die Seilwinde bereitet erste Probleme und der Käfig stürzt ins Dunkel des Meeres. Doch der Unfall wird schnell zum kleineren Übel. Hier unten lauern Haie und auch die Luft in den Gasflaschen wird knapp. Leider ist der Funkkontakt unterbrochen und Panik macht sich breit. Da stellt sich glatt die Frage, ob man noch rechtzeitig auf Hilfe hoffen kann.
 
 
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Du leidest unter Klaustrophobie, hast Angst vor spitzen Tierzähnen und wirst von schwerer Atemnot geplagt? Dann solltest Du IN THE DEEP möglichst meiden. Ein Film, der gezielt mit menschlichen Urängsten spielt und üble Bauchschmerzen hinterlässt. Wieder einmal begeben sich Menschen in Extremsituationen und müssen sich aus verzwickten Szenarien befreien, die man nicht alle Tage erlebt. IN THE DEEP macht genau von dem Konzept Gebrauch, das sich bereits mit besagtem THE SHALLOWS und den Überlebensthrillern OPEN WATER sowie dessen Fortsetzung in die Erinnerung der Zuschauer gebrannt hat. Einmal mehr unterschätzt der Mensch die Unberechenbarkeit der Natur. Die Belehrung folgt auf dem Fuß – Unachtsamkeit muss mit Überlebenskampf bestraft werden. Der flimmert hier äußerst schonungslos über die Leinwand und belastet knapp 90 Minuten das Nervenkostüm des Zuschauers. Mit einfachen Mitteln wird andauernde Panik heraufbeschworen. Erst ist es allgegenwärtige Dunkelheit und Klaustrophobie, weil der schützende Käfig zum Gefängnis wird. Später kommen Luftknappheit und hungrige Haie dazu, die nur darauf warten, dass die Heldinnen Fehler begehen. Die Rettung lässt vergebens auf sich warten. Wer die Schwestern retten möchte, wird radikal zu Fischfutter verarbeitet. Angesichts der vielen Hürden bleibt fraglich, ob ein Entkommen überhaupt noch möglich ist. Dennoch wird gekämpft, schließlich fördert der Überlebenswillen manche Raffinesse zutage, die natürlich am Ende mit der Freiheit belohnt wird.
 
 
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Dass IN THE DEEP kein Schnellschuss ist, wird deutlich, wenn man schaut, wer für den Film verantwortlich zeichnet. Regisseur JOHANNES ROBERTS kennt sich mit Horror aus. Er wagte erste Ausflüge in Angstfach mit dem TV-Trasher ROADKILL und dem Horrorthriller F-LONDON HIGHSCHOOL MASSAKER, perfektionierte seine Gruselfähigkeit aber mit dem THE OTHER SIDE OF THE DOOR, der es sogar in die Kinos schaffte. Einen weitaus höheren Bekanntheitsgrad dürften aber die Produzenten in Horrorkreisen besitzen. Die ehemaligen Chefs des Studios Miramax, BOB und HARVEY WEINSTEIN und der Franzose ALEXANDRE AJA werden im Vorspann als Geldgeber genannt. Letzterer hat ein goldenes Händchen für Horror-Hits und brachte mit Neuverfilmungen zu THE HILLS HAVE EYES oder PIRANHA frischen Wind ins kommerzielle Genrekino. Auch wenn es IN THE DEEP vermutlich nicht zum Hit bringen wird, muss das nicht zwangsläufig Schlechtes bedeuten. Der anfänglich eigentlich als 47 METERS DOWN betitelte Überlebensthriller tut es anderen sehenswerten Hai-Schockern gleich. Der Film ködert mit Schocks, Action und Adrenalin. Die Rechnung geht auf. Die packend inszenierte Taucherei zieht einen von der ersten Minute an in den Bann. Dennoch sollte man wissen worauf man sich einlässt. IN THE DEEP ist nichts für Anfänger. Weil viele Flucht- und Erkundungstouren gerade wegen schlecht ausgeleuchteter Szenen durch den dunklen Meereskorridor ausweglos und unerträglich wirken, könnte das den einen oder anderen Horrorfan verstören. Spätestens hier hat Macher JOHANNES ROBERTS das eigentliche Ziel eines jeden Horrorfilmen erreicht: Angst bereiten.
 
 


 
 
 

IN THE DEEP – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Unerträglich aber ultraspannend – klaustrophobischer Überlebenskampf in den Tiefen der Meere, der einen garantiert mitnimmt und nicht kalt lässt. Statt auf dem Wasser muss nun tief unter der Wasseroberfläche ums Überleben gekämpft werden. IN THE DEEP (der anfangs eigentlich 47 METERS DOWN heißen sollte) ist Haifisch-Horror, wie man ihn sich wünscht. Die Situation scheint ausweglos, denn Luftknappheit, Klaustrophobie und Haie machen den beiden Hauptdarstellerinnen zu schaffen. Die bekommen es in der Tiefe des Meeres mit der Angst zu tun, finden aber nicht ohne Weiteres an die Oberfläche zurück. Panik und Puls heißt der effektive Film-Mix, der in diesem Hai-Horror dafür sorgen wird, dass sich zartbesaitete Zuschauer des Öfteren die Hände vor die Augen halten. Das ist auch berechtigt, denn Regisseur JOHANNES ROBERTS fordert seinen Heldinnen und dem Publikum einiges ab. Letzteres dürfte sich immerhin sicher im trockenen Filmsessel wähnen, während die beiden Hauptprotagonistinnen vergebens nach einem Ausweg aus dem feuchten Gefängnis suchen. Trotzdem kommt auch der Zuschauer nicht so einfach davon. Auch dem tut nach dem Film eine erfrischende Dusche gut. Die ist nämlich angesichts des von Panik durchschwitzen T-Shirts auch dringend von Nöten. IN THE DEEP ist packend inszenierter Überlebens-Horror, der Kompromisse gnadenlos scheut. Sehenswert und nur mit geübten Nerven zu ertragen.
 
 
 


 
 
 

IN THE DEEP – Zensur

 
 
 
In INTO THE DEEP gibt es kaum reißerische Fressmomente zu sehen. Die wenigen Attacken passieren so schnell, dass Liebhaber fürs Grobe kaum auf ihre Kosten kommen werden. Im Finale wird immerhin einer Protagonistin sehr unsanft ins Bein gebissen. Vermutlich wird Gezeigtes mit FSK12 ins Heimkino kommen. Klingt nach einem Kinderfilm. Wir können aber bruhigen: INTO THE DEEP ist alles andere – nur nicht das!
 
 
 


 
 
 

IN THE DEEP – Trailer

 
 
Trailer folgt in Kürze!
 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Deep Blue Sea (1999)
 
Open Water (2003)
 
Open Water 2 (2006)
 
The Reef – Schwimm um dein Leben (2010)
 


Kritik: „The Shallows – Gefahr aus der Tiefe“ (2016)

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THE SHALLOWS – GEFAHR AUS DER TIEFE

Story

 
 
 

Eine Badeurlauberin besucht den Ort ihrer Kindheit, um ein wenig zu surfen. Doch im Wasser lauert eine unberechenbare Gefahr, die keine natürlichen Feinde kennt.

 
 
 


 
 
 

THE SHALLOWS – Kritik

 
 
 
GOSSIP GIRL auf Abwegen. Einmal mehr konfrontiert Hollywood schöne Menschen mit den Launen der Natur. Diesmal ist es Schauspielerin BLAKE LIVELY, die im Film THE SHALLOWS – GEFAHR AUS DER TIEFE feststellen muss, dass so ein chilliger Surftrip ins Paradies auch unerfreulich ausgehen kann. Die Traumfabrik versucht’s mal wieder mit dem Aufwärmen gängiger Horrorfilm-Rezepturen und widmet sich erneut unberechenbaren Giganten aus den Ozeanen, die seit Spielbergs DER WEISSE HAI ausreichend Kinogänger ins Multiplex locken, damit kräftig abgesahnt werden kann. Immerhin hat die immer gleiche Formel von gefräßigen Haifischen stets gut funktioniert und die Ticketverkäufe angekurbelt. Ob SHARK NIGHT 3D, DEEP BLUE SEA oder BAIT 3D – zumindest finanziell haben sich die auf Zelluloid gebannten Überlebenskämpfe immer ausgezahlt, so dass zweifelsohne behauptet werden kann: Aggressive Haifische im Kino gehen eigentlich immer. Auch mit THE SHALLOWS wird sich das nicht ändern, denn der Horrorthriller scheut das Unkonventionelle und macht es stattdessen nach bekanntem Muster. Regisseur JAUME COLLET-SERRY (HOUSE OF WAX und ORPHAN – DAS WAISENKIND) geht auf Nummer sicher und orientiert sich beim Bescheren von Nervenkitzel an den üblichen Verdächtigen. Insbesondere der Found-Footage-Thriller OPEN WATER und dessen Fortsetzung dürften Pate gestanden haben, denn schaut man genauer hin, sind Parallelen zu genannten Überlebens-Schockern nicht von der Hand zu weisen.
 
 
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Eine beunruhigende Situation wird für 80 ungemütliche Filmminuten missbraucht, um das Herz des Zuschauers schneller schlagen zu lassen. Ein gutes Nervengerüst ist folglich auch die Voraussetzung, will man THE SHALLOWS unbeschadet überstehen. Wenn der Hai die Witterung aufgenommen hat, wird’s brenzlig. Eine solche Erfahrung macht auch die Hobbysurferin und Medizinstudentin Nancy Adams (BLAKE LIVELY), die zu einem malerischen Strand reist, um dort mit dem Surfbrett auf den Wellen zu reiten. Die ersten Anläufe gelingen auf Anhieb, doch kaum draußen im Meer wird es gefährlich. Ein weißer Hai ist besonders aggressiv und wittert die Fährte. Er beißt der Surferin ins Bein und reist sie in die Tiefe hinab. Doch Nancy ist zäh. Sie kann entkommen und rettet sich auf einen Felsen, der aus dem Meer herausragt. Weil’s sich bei dem idyllischen Flecken Erde um einen Geheimtipp handelt, ist aber auch keine Menschenseele zu sehen, die helfen könnte. So verharrt die verängstigte Frau wenige Meter entfernt von der Küste im Wasser und nimmt den Kampf gegen ein Tier auf, das über eine ungewöhnlich hohe Intelligenz verfügt.
 
 
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Willkommen zu einer weiteren kleinen Dokumentation über hungrige Bewohner der Meere, die dafür sorgen dürfte, dass Meeresbiologen fassungslos die Hände über den Kopf zusammenschlagen werden. Drehbuchautor ANTHONY JASWINKSI (KRISTY – LAUF UM DEIN LEBEN) war nämlich um besonders authentischen Realismus bemüht, stattet aber seine Filmbestie mit taktisch besonders hinterlistigen Eigenschaften aus, damit möglichst viele Menschen zerfleischt werden. Das ist natürlich vollkommener Blödsinn, vor allem wenn man im Hinterkopf hat, dass Haifische um Menschen mehr oder weniger einen großen Bogen machen. Offensichtlich war das den Filmemachern wohl wenig reißerisch genug, weshalb in der Klischeekiste gekramt werden musste. Nichtsdestotrotz ist THE SHALLOWS nicht zwangsläufig schlecht. Ganz im Gegenteil. JAUME COLLET-SERRY beherrscht die Gabe des Panikmachens besonders gut und treibt die Heldin in allerhand verzwickte Situationen. Die gibt sich wacker und handelt clever, um dem fleischreichen Speiseplan des Tieres entgehen zu kommen.
 
 
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Trotz immer gleicher Handlungsverläufe vom Entkommen und sich Retten, wird das Geschehen nie langweilig. Das ist in Anbetracht der dünnen Handlung schon als kleine Meisterleistung zu bezeichnen. Auch deshalb, weil kaum Verschnaufpausen geboten werden. Immer wieder attackiert der Hai sein Opfer und lässt dem Zuschauer dabei den Atem stocken. Leider vermasselt das zu effekthascherische Finale den eigentlich positiven Gesamteindruck. Das bis dato hyperintelligente Tier begeht plötzlich Fehler und macht den Überlebenskampf fairer. Gut für die Hilfesuchende – blöd für den Zuschauer, dem der etwas zu dick aufgetragene Schlussfight auf einer Boje im Wasser dann doch etwas sehr übertrieben erscheint. Das ist halt Hollywood. Besser man schaltet den Kopf aus. Nur dann kann man nicht enttäuscht werden.
 
 


 
 
 

THE SHALLOWS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Wenn es Tiere mit dem Menschen aufnehmen und andersherum. THE SHALLOW – GEFAHR AUS DER TIEFE ist typisches Mainstream-Futter fürs konventionelle Publikum, das Logik scheut und Protagonisten in absurde Situationen bringt. Ein Hai ist es mal wieder, der sich in diesem Film als überlegener Gegner wähnt und am Ende doch in die Schranken gewiesen wird. Ein bisschen DER WEISSE HAI hier, ein wenig OPEN WATER da – fertig ist Haifisch-Horror von der Stange, der zumindest eines kann: packend unterhalten. THE SHALLOWS hat durchaus Höhepunkte und ist aus irgendeinem Grund richtig spannend geworden. Das dürfte wohl in erste Linie Verdienst des erfahrenen JAUME COLLET-SERRY gewesen sein, der mit Thrillern wie UNKNOWN IDENTITY und NON-STOP schon einiges an Nervenzerfetzern auf die Kinoleinwand gebracht hat. Starke Nerven und gute Kondition brauchte übrigens auch Hauptdarstellerin BLAKE LIVELY. Die erklärte in Interviews, dass sie für den Film an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit ging. 13 Stunden war sie täglich im Wasser und musste gegen steile Wellengänge ankämpfen. Besonders Gatte RYAN REYNOLDS machte der Schauspielerin für die schwierigen Dreharbeiten in Australien Mut – von dessen nicht weniger anstrengenden Performance in BURIED lies sich die Amerikanerin nämlich inspirieren. Ihr willenstarker Einsatz hat sich im Falle des Haifisch-Thrillers bezahlt gemacht. THE SHALLOWS ist kurzweilig, beunruhigend und spannend – so sollte Horrorkino am besten immer sein.
 
 
 


 
 
 

THE SHALLOWS – Zensur

 
 
 
THE SHALLOWS – GEFAHR AUS DER TIEFE ist kein sonderlich blutiger Vertreter der Gattung Hai-Horror. Der Heldin wird in den Oberschenkel gebissen, einem Mann wird der Unterleib abgerissen und ansonsten werden einiger Surfer vom Hai unter Wasser gezogen. Rot eingefärbtes Wasser deutet an, dass die Opfer das Zeitliche gesegnet haben. Auch wenn das Nervenkostüm des Zuschauers arg strapaziert wird, hat es hierzulande von der FSK den grünen FSK-Flatschen geben. In Amerika PG-13 – hierzulande FSK12. Übrigens ist zeitgleich zu THE SHALLOWS ein ähnlicher Film erschienen. Der nennt sich IN THE DEEP und macht von gleichem Filmprinzip Gebrauch – nur unter Wasser.
 
 
 


 
 
 

THE SHALLOWS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SONY PICTURES HOME ENTERTAINMENT

 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Shallows; USA | Australien 2016

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Russisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Dänisch, Estnisch, Finnisch, Lettisch, Litauisch, Norwegisch, Russisch, Schwedisch, Türkisch

Bild: 2.39:1 | @23,976 Hz (16:9)

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase | Steelbook

Extras: 3 Entfallene Szenen (4:51 Min.), Der Dreh von „The Shallows – Gefahr aus der Tiefe“ (5:57 Min.), Wenn Haie angreifen (7:34 Min.), Wie man einen Hai konstruiert (6:56 Min.), Die Suche nach dem perfekten Strand: Lord Howe Island (6:01 Min.), Trailer

Release-Termin: 27.12.2016

 

The Shallows – Gefahr aus der Tiefe [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE SHALLOWS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Filmplakat und Abbildungen liegen bei SONY PICTURES GERMANY)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
In the Deep (2016)
 
Open Water (2003)
 
Open Water 2 (2006)
 
The Reef – Schwimm um dein Leben (2010)
 
Frozen (2010)
 


Filmkritik: „Girl in Woods“ (2016)

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GIRL IN WOODS

Story

 
 
 

Die attraktive Grace (JULIET REEVES LONDON – huschte übrigens mal kurz in TEXAS CHAINSAW 3D als Statist durch die Kamera) verirrt sich beim Wandern in den Wäldern und verliert ihren Verstand.

 
 
 


 
 
 

GIRL IN WOODS – Kritik

 
 
 
Seit der Horrorfilmmarkt boomt und man sogar mit miesen Ideen kleines Geld verdienen kann, finden immer häufiger Filme in die Wohnzimmer, die man am liebsten in Grund und Boden verteufeln möchte. Zu einem dieser fiesen Übeltäter gehört GIRL IN WOODS, der auf den ersten Blick eigentlich keinen üblen Eindruck hinterlässt. Der Trailer überzeugt und auch auf technischer Ebene ist GIRL IN WOODS vielen günstig gedrehten Low-Budget-Produktionen um Längen voraus. Leider trügt der Schein, denn dieser Streifen versucht den Zuschauer heimtückisch zu blenden. Inhaltlich wird nämlich haarsträubendes Zeug geboten das gerade deshalb wütend macht, weil der Film auf Zwang versucht zu verschleiern, was bereits nach wenigen Minuten offensichtlich ist. Regisseur JEREMY BENSON geht es psychologisch an. Er rückt keine Monster oder Bösewichte in den Fokus, sondern erforscht den kranken Geist seiner psychisch gestörten Hauptprotagonistin. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass man aus so einem kontroversen Stoff durchaus beunruhigende Filme machen kann. Leider trifft das nicht auf GIRL IN WOODS zu, denn der Survival-Thriller wird zur Tortur für den Zuschauer, weil hier eine Figur in den Mittelpunkt gerückt wird, der man wegen dummen Verhaltens einen schnellen Tod wünscht. Leider lässt der vergebens auf sich warten. Zum Leidwesen des Publikums, das nach 90 Minuten feststellen muss, für einen nicht sonderlich klugen Genreausflug Lebenszeit verschwendet zu haben.
 
 
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Eigentlich hätte viel verhindert werden können, wenn die Filmheldin etwas aufmerksamer gewesen wäre. Die will mit Freund Jim (JEREMY LONDON aus B-Movies wie BUDDY HUTCHINS und THE DEVIL’S DOZEN) in den Wäldern ein schönes Wochenende verbringen und die Natur erkunden. Doch nach einem traumhaften Heiratsantrag mausert sich ein idyllischer Wandertrip zum Albtraum. Weil der Verlobte das Gewehr nicht ordnungsgemäß gesichert hat, jagt er sich versehentlich eine Kugel durch den Kopf und stirbt noch an der Unfallstelle. Tragisch für Freundin Grace (JULIET REEVES LONDON), die auf den Liebsten vertraut und sich nicht die bisherige Wanderroute gemerkt hat. Nach dem ersten Schock folgt der Zweite. Die junge Frau irrt orientierungslos durch Dickicht und bekommt es mit der Angst zu tun. Unheimliche Schatten kreuzen ihren Weg und schreckliche Visionen machen zu schaffen. Schnell ist klar: man hat sich verlaufen. Das Handy hat keinen Empfang und auch das GPS für die Navigations-App funktioniert nicht richtig. Nun ist guter Rat teuer, denn bald plagen Hunger und Durst. Ein reißender Bach sorgt für erste Linderung. Doch die Verirrte folgt nicht dem Gewässer bis zur nächsten Siedlung, sondern geht stattdessen tiefer in den Wald hinein. Keine guten Voraussetzungen zu überleben, denn bald macht auch die Psyche zu schaffen. Die Leidgeplagte hat nämlich ihre Pillen nicht dabei, die regelmäßig eingenommen werden müssen, um den Ausbruch von Schizophrenie zu verhindern. Doch alles halb so tragisch, denn Grace ist bald nicht mehr allein. Zwei Alter-Egos geben wertvolle Tipps, um in menschenleerer Wildnis bestehen zu können. Leider verschwimmen bald Fiktion und Wirklichkeit, was nicht nur die Filmheldin vor unüberwindbare Herausforderungen stellt. Auch der Zuschauer stößt bald an seine Grenzen, denn der permanente Wechsel zwischen Psyche und Wirklichkeit strapaziert Geduld und Nerven.
 
 
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Warum nur hat man den Filmfiguren nicht Pillen und Wegbeschreibung in den Rucksack gepackt? Dann wäre wohl viel Elend und Dummheit erspart geblieben? GIRL IN WOODS ist psychologischer Überlebens-Horror, der ein großes Geheimnis um Ereignisse macht, die der Hauptprotagonistin Grace in jungen Jahren passiert sind. Auf ihrer Suche nach einem Weg raus aus den Wäldern wird sie mit inneren Dämonen konfrontiert, die zu bizarren Taten anstiften. Lang im Unterbewusstsein verborgene Erlebnisse stiften Verwirrung und versuchen den Zuschauer zu manipulieren. Weil dem aber schon recht früh einleuchtet, dass die Protagonistin neben der Spur steht, entwickeln sich die falschen Fährten zur Farce. GIRL IN WOODS ist ein gutes Beispiel dafür, wie man einen Film versemmeln kann, wobei die Idee hinter dem Psychothriller eigentlich nicht uninteressant ist. Leider fällt Regisseur JEREMY BENSON mit der Tür ins Haus und verrät so ziemlich früh, welche Richtung der Streifen einschlagen wird. Das ist – wie der Film selbst – nicht sonderlich clever, denn sobald der Überlebenstrip eigentliche Intentionen verrät, geht’s mit der Spannung abwärts. Vergessene Pillen sind Schuld, dass hier eine Handlung ins Absurdum geführt wird. So verliert eine Frau wegen nicht eingenommener Medikamente das psychische Gleichgewicht und verwandelt sich vom Mensch zum Tier, um überleben zu können. Das ist haarsträubend – in erster Linie auch deshalb, weil das Gezeigte nicht sonderlich glaubwürdig ist. Filmfigur Grace verhält sich nämlich nicht gerade helle und bringt den Zuschauer mit planlosem Verhalten schnell auf die Palme. Schauspielerin JULIET REEVES LONDON ist am Desaster nicht ganz unschuldig. Die verkörpert zwar mit voller Inbrunst eine psychisch kranke Frau; für ein eher psychologisches Psychodrama sind die Leistungen aber nicht ausreichend – dazu wirken viele Emotionsausbrüche zu hölzern und unfreiwillig komisch. Wir empfehlen keine Zeit zu verschwenden und weitaus bessere Horrorthriller zu schauen, in denen Hauptfiguren unter einer kranken Psyche zu leiden haben. Gute Alternativen gibt es zahlreich. Darunter: LAST GIRL STANDING, THE BABADOOK oder WHERE THE DEVIL DWELLS – um nur einige zu nennen.
 
 
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GIRL IN WOODS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Deprimierendes Psychodrama trifft auf ausweglosen Survival-Schocker. In GIRL IN WOODS wird eine Frau in den Wahnsinn getrieben. Die hat nicht nur mit schrecklichen Kindheitserinnerungen zu kämpfen, sondern halluziniert zudem zusätzlich wegen Hunger und Durst, weil sie sich im Wald verlaufen hat. Was hier interessant klingt, ist chaotisch zusammengeschusterter Psycho-Horror, für den man selbst gute Nerven benötigt. Das liegt aber nicht in erster Linie an unbequemer Bilderflut. Vielmehr nerven Filmheldin Grace und die teils konfusen Rückblenden, Halluzinationen und Visionen, die das seelische Ungleichgewicht der orientierungslosen Frau versinnbildlichen sollen. Wenn die Hauptdarstellerin auf den Zünder geht, hat ein Film keine Chance. Das trifft ebenso auf GIRL IN WOODS zu, denn JULIET REEVES LONDON verkörpert reichlich hölzern eine schizophrene Figur, die nicht von der hellsten Sorte ist. Die handelt teils nicht sonderlich klug und mutiert vom desorientierten Opfer zur kaltblütigen Mörderin. Bei solch haarsträubender Verwandlung dürfte Kopfschütteln nicht ausbleiben – gerade auch deshalb, weil eine psychische Krankheit dafür missbraucht wird, um am Ende reißerische Kannibalismus-Thematik anreißen zu können. Was für ein Blödsinn! Immerhin gibt’s ein Wiedersehen mit verschollen geglaubter Schauspielerin. CHARISMA LEE CARPENTER ist in einer Nebenrolle zu sehen. Die war in den 1990ern bei Teenagern beliebt und wurde durch die Rolle der Cordelia in Serien-Hits wie BUFFY oder dem Spin-off ANGEL bekannt.
 
 
 


 
 
 

GIRL IN WOODS – Zensur

 
 
 
GIRL IN WOODS schaut zwar anfangs aus wie knüppelharter Survival-Horror, schlägt aber eine andere, weitaus psychologische Richtung ein. Es werden mehrere Köpfe grafisch mit einer Waffe weggeschossen. Zudem wird eine Hand „verarztet“ nach dem sich ein Gegenstand hindurchgebohrt hat. Weiterhin wird an Leichen geknabbert und am Ende etwas gemordet. Das klingt alles sehr hart – ist es aber nicht. Hierzulande gibt es vermutlich für GIRL IN WOODS eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

GIRL IN WOODS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Where the Devil Dwells (2014)

Decay (2015)

Darling (2015)

Enter the Dangerous Mind (2013)

Hemorrhage (2012)

Simon Killer (2012)

Magic Magic (2013)

The Babadook (2014)

Psych:9 (2010)


Filmkritik: „Hush“ (2016)

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HUSH

(STILL)

Story

 
 
 

Irgendwo im Hinterland wird eine ahnungslose, taubstumme Schriftstellerin (KATE SIEGEL aus OCULUS) von einem armbrustschwingenden Psychopathen terrorisiert, der leider den Mut und die Wut seines behinderten Opfers unterschätzt hat.

 
 
 


 
 
 

HUSH – Kritik

 
 
 
Was macht selbst die austauschbarsten Horrorfilme interessant? Wenn man die Helden dieser Filme mit einem Handicap versieht, das selbst alltägliche Verrichtungen erschwert und gewöhnlichste Situationen in unüberwindbare Herausforderungen verwandelt. So geschehen in einigen der letzten Produktionen, die wir hier auf FILMCHECKER besprochen haben. Die Blindheit ihrer Protagonisten hat Filmen wie DEVIL MAY CALL oder DAS PENTHOUSE zu halbwegs passabler Genreunterhaltung gemacht, weil die Macher dieser Thriller das Spiel mit der Beeinträchtigung der Sehkraft so geschickt für den Spannungsaufbau ihrer Filme verwendet haben, dass aus eigentlich belanglosen Horrorfilmen ganz packende Samstagabend-Filme geworden ist. Auch das neue Werk von OCULUS-Macher MIKE FLANAGAN ist auf dem Papier nicht gerade das, was mancher Horror-Feingeist als Offenbarung bezeichnen würde. Bitterböses Home-Invasion-Grauen wird mal wieder geboten. In der Vergangenheit kam so was zu zweifelhaften Ruhm, wenn in vielen ähnlich gelagerten Filmen gedemütigt, gequält und schließlich gemordet wurde. Den gleichen Kurs behält auch HUSH bei, der in erster Linie durch blutiges Einerlei auffällt, aber unterm Strich doch fesselnder ist, als die Inhaltsangabe vermuten lässt.
 
 
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Die Geschichte zu HUSH ist schnell erzählt. Nach dem Spiegel-Horror OCULUS entführt Regisseur MIKE FLANAGAN Genrefans in dunkle Wälder, wo die taubstumme Schriftstellerin Maddie (KATE SIEGEL) zurückgezogen in einem adrett eingerichteten Haus lebt und ganz modern mit Smartphone und Laptop kommuniziert. Die beste Freundin kommt zu Besuch, bleibt aber nicht lange (am Leben), weil ein maskierter Killer vor dem Haus mörderische Spiele treibt. Der scheint eine Leidenschaft fürs Terrorisieren ahnungsloser Frauen zu besitzen, die fernab der Zivilisation besseres zu tun haben, als sich gegen einen unaufhaltsamen Psychopathen zur Wehr zu setzen, der dazu noch mit einer Armbrust Pfeile in unachtsame Opfer schießt. Leider hat’s Maddie als nächstes getroffen. Doch die Frau bleibt stark. Sie lässt sich auf ein blutiges Katz- und Mausspiel ein, das am Ende nur einen Sieger kennt. Mögen die Spiele beginnen.
 
 
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Eigentlich ist HUSH (der übrigens in Deutschland unter dem Titel STILL veröffentlicht wurde) nicht der Rede wert, denn grundsätzlich hat der Streifen neben hektischen Hetzjagden durch Haus und Garten nicht viel zu erzählen. Der dialogarme, ja passend fast dialoglose Horrorthriller zehrt aber vom unbändigen Überlebenswillen seiner sympathischen Hauptfigur, die es dem Bösewicht mit viel Geschickt und List nicht gerade leicht macht, sein Opfer in den Filmhimmel zu befördern. Heldin Maddie ist nämlich mit allen Wassern gewaschen und weiß sich zur Wehr zu setzen – und das nicht gerade zimperlich. So schnappt sie sich ganz nebenbei das Mordwerkzeug ihres Gegenübers und feuert schonungslos zurück. Trotz einfacher Genre-Rezeptur besitzt HUSH einen gut durchdachten Spannungsbogen. In Angesicht der eher überschaubaren Handlung ist das schon als Kunststück zu bezeichnen, denn Regisseur MIKE FLANAGAN versteht Altbekanntes so aufzuärmen, dass man das Gefühl hat etwas Neues serviert zu bekommen. Das fährt Publikumslob ein. Definitiv sogar, denn trotz der vorhersehbaren Szenenabläufe zieht einen HUSH ziemlich schnell in seinen Bann – vor allem auch, weil Flanagan weiß, was Horrorfans wollen. Das ist nun mal Gewalt und die wird im Film ordentlich zur Schau gestellt, ob sie nun hätte sein müssen oder nicht. Damit tritt HUSH in die Fußstapfen bekannter Home-Invasion-Referenztitel, die unter den Titeln INSIDE oder YOU’RE NEXT, jedem halbwegs bewanderten Horrorfan ein Begriff sein dürften. Qualitativ und gewalttechnisch ist der Streifen von den blutigen Qualitäten genannter junger Klassiker nicht entfernt. Demnach ist HUSH für Horrorfans ein Muss.
 
 
 


 
 
 

HUSH – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein schonungslos-blutiges Katz-und-Mausspiel par excellence. Der neue Horrorbeitrag vom OCULUS-Regisseur MIKE FLANAGAN dürfte bei Horrorfans einen löblichen Eindruck hinterlassen. Der Film ist tatsächlich ziemlich brutal und zudem auch noch spannend. Eine Glanzleistung, erzählt HUSH im Grunde nichts anderes, als viele Home-Invasion-Schocker vor ihm. Was den Film aber vom Gros des Genres abhebt, sind die unerwarteten Kräftemessereien zwischen Opfer und Täter. Die bekriegen sich im Verlauf der Handlung bis aufs Messer, so dass sich die Mattscheibe rot färbt! Filmemacher MIKE FLANAGAN spielt mit dem Handicap seiner taubstummen Filmheldin und erschafft gekonnt Spannung. Hauptfigur Maddie kann nämlich nicht hören, was der Killer so treibt, wenn er die Beeinträchtigung seines Opfers ausnutzt, um ihr an die Kehle zu gehen. Einige pulstreibende Momente sind so garantiert. Das lässt HUSH aus der Landschaft so vieler schlechter Horrorfilme hervorstechen wie eine Blüte im Sumpf. Der Film erlebte übrigens eine sonderbare Erstveröffentlichung in Deutschland. Statt – wie gewöhnlich für die meisten Indie-Horrorfilme – auf DVD oder Blu-ray Premiere zu feiern, erschien HUSH hierzulande unter dem Titel STILL exklusiv auf der VOD Plattform NETFLIX. Wohlmöglich um mehr Genrefans zum Abonnement zu bewegen. Film-Sammler, die eine Vorliebe fürs physische Medium besitzen, dürfte eine derartige Veröffentlichungspolitik erst einmal tief getroffen haben. Da kann man hoffen, dass eine derartige Release-Politik keine Schule macht.
 
 
 


 
 
 

HUSH – Zensur

 
 
 
In HUSH (deutscher Titel: STILL) geht es recht schroff zu. Eine Protagonistin wird regelrecht mit einem Messer abgeschlachtet. Eine andere Filmfigur bekommt ein Messer in den Hals gerammt und verblutet. Ansonsten gibt es viele kleine Gemeinheiten zu sehen (u.a. Pfeile durch Körper, zermatschte Hand), die die Gewaltfraktion zufriedenstimmen werden. Hierzulande dürfte es bei einer Prüfung durch die FSK dafür eine ungeschnitten Erwachsenenfreigabe geben – keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

HUSH – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Deadly Home (2015)
 
Tiger House (2015)
 
The Aggression Scale (2012)
 
Home Sweet Home (2013)
 


Filmkritik: „Don’t Grow Up“ (2015)

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DON’T GROW UP

(ALONE)

Story

 
 
 

Sechs straffällige Jugendliche müssen auf einer Insel feststellen, dass hier Kinder und Teenager in Lebensgefahr sind. Die Erwachsenen scheinen wie vom Erdboden verschwunden zu sein. Kein gutes Omen, wie sich bald herausstellen wird.

 
 
 


 
 
 

DON’T GROW UP – Kritik

 
 
 
Manch einer muss jetzt tapfer sein, denn auch wenn sich das Team von FILMCHECKER geschworen hat in Zukunft weniger schlechte Zombiefilme zu besprechen, flattern uns hin und wieder solche Streifen ins Postfach, die dann doch eine Kritik rechtfertigen. DON’T GROW UP ist so ein Fall und sollte allein schon deshalb Erwähnung finden, weil es sich diesmal nicht um unterirdischen Low-Budget-Trash handelt, wie er in den letzten Jahren zu oft von untalentierten Filmemachern gedreht und meist sogar noch in Eigenregie produziert wurde. Mit DON’T GROW UP wird Qualität geboten, was wohl auch daran liegt, wer da auf dem Regiestuhl Platz genommen hat. Jemand, dessen Herz für Zombiefilme schlägt. Der Franzose THIERRY POIRAUD steckt dahinter und ließ bereits in mehreren Interviews verlauten, dass er mit Vorliebe das Untoten-Genre dazu benutzt, um Gesellschaftskritik zu äußern. Damit tritt er – erfahrene Horrofans werden es ahnen – in die Fußstapfen des legendären GEORGE A. ROMERO. Der Urvater des Zombiefilms hat bereits seinerzeit mit dem Kultwerk NIGHT OF THE LIVING DEAD gesellschaftliche Missstände angeprangert. Ganz nebenbei gelang ihm einer der wichtigsten Beiträge zum modernen Horrorkino.
 
 
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DON’T GROW UP – der in Frankreich als ALONE vermarktet wird – geht das Zombie-Genre etwas anders an und macht ihn deshalb so interessant. Statt Horden Untoter auf ahnungslose Menschen zu hetzen, rückt THIERRY POIRAUD ein postapokalyptisches Szenario in den Mittelpunkt, das sich in erster Linie durch eine beängstigende und beklemmende Stimmung in Gedächtnis brennt. Die Zombies kommen da fast schon etwas zu kurz, was in DON’T GROW UP aber nicht sonderlich tragisch ist, zehrt zumindest die erste Filmhälfte von der Prämisse, Zuschauer und Protagonisten darüber im Ungewissen zu lassen, was in dieser spanisch-französischen Koproduktion als nächstes passieren wird. Das steigert die Spannung und verursacht Magenschmerzen, denn inmitten Nebel und Dunkelheit schlägt eine Bedrohung ganz unverhofft zu – schonungslos und brutal. Sechs straffällig gewordene Teenager aus Problemfamilien müssen in DON’T GROW UP ums Überleben kämpfen. Sie müssen eines Morgens feststellen, dass die Aufseher und Erzieher des Heims verschwunden sind, in dem sie wieder auf den rechten Pfad gebracht werden sollen. Die Abwesenheit der Erziehungsberechtigten macht neugierig. So werden Spinde aufgebrochen und Akten durchstöbert. Leider werden die Heranwachsenden bald durstig. Alkohol muss her, weshalb man sich in die Stadt macht, um Hochprozentiges zu kaufen. Was jedoch dort passiert, lässt ihnen das Blut in Adern gefrieren. Die Geschäfte sind menschenleer und von Erwachsenen ist keine Spur. Was ist hier passiert? Die Antwort auf diese Frage lässt nicht lange auf sich warten.
 
 
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Willkommen zu einem weiteren Weltuntergangsszenario, wo Chaos, Zerstörung und Gewalt eine wesentliche Rolle spielen. Zwischen spektakulären Landschaften und friedlich eingefangener Idylle (der Film wurde auf Teneriffa gedreht) verbirgt sich eine unberechenbare Bedrohung, die hier Blutzoll fordert. Es sind die Erwachsenen, die ähnlich wie in Romeros THE CRAZIES zu tollwütigen Bestien mutiert sind und töten müssen. Auch den sechs Hauptdarstellern blüht gleiches Schicksal. Die müssen erfahren, dass die Verwandlung zur Bestie immer dann eintritt, wenn die Jugendlichen die Schwelle zum Erwachsenwerden betreten haben. Der Verlust von Reinheit und Unschuld sorgt dafür, dass aus artigen Kindern desorientierte Monster werden. Groteskerweise ist das Schicksal für jeden der Protagonisten im Film vorbestimmt – eben so wie im richtigen Leben.
 
 
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Regisseur THIERRY POIRAUD macht diesmal ernst. Während der Vorgängerfilm GOAL OF THE DEAD mit schwarzem Humor und knapp zwei Stunden Spielzeit viel Sitzfleisch vorausgesetzt hat, ist im Folgefilm alles anders. Trotz des gleichen Subgenres ist DON’T GROW UP frei von Lachern und mit knapp 70 Minuten sogar etwas kurz geraten. Kurz, knackig und ernst könnte man meinen, doch leider ist dem nicht so. Der Streifen macht zwar anfangs alles richtig und zeigt spannungsgeladenes Überlebenskino mit wenigen Gewalteinlagen. In der Halbzeit weht ein anderer Wind und DON’T GROW UP wird zum behäbig inszenierten Coming-of-Age-Drama mit zu vielen Längen und reichlich Teenager-Romantik. Zombiefans werden da die Nase rümpfen, vor allem auch deshalb, weil der Richtungswechsel das Tempo drosselt und dem Film die Spannung raubt. So wird eine erzwungene Liebesgeschichte zum Todesurteil für einen Film, der eigentlich stark begonnen hatte, sich am Ende aber selbst im Weg steht. Bleibt zu erwähnen, dass sich Macher THIERRY POIRAUD für seinen Horror-Dramen-Mix von den Filmen des Regisseurs LARRY CLARK inspirieren lies. Der beschäftigt sich in seinen meist kontroversen Kinoerlebnissen stets mit der Weise, wie wir heutzutage in der Gesellschaft Jugendliche wahrnehmen – oder wie zumindest CLARK sie wahrnimmt. Verarbeitet hat der seine Beobachtungen in Werken wie BULLY, KIDS und KEN PARK. Die meisten davon lösten heikle Debatten unter Filmfans aus. Die dürften dem unentschlossenen DON’T GROW UP wohl verwehrt bleiben.
 
 
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DON’T GROW UP – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Peter-Pan-Syndrom meets Zombies. Oder: Desorientierte Kinder und ihre Zukunft. In DON’T GROW UP ist die leider nicht sonderlich rosig, denn sobald Kinder im Film die Schwelle zum Erwachsenwerden betreten, verwandeln sie sich zu gewissenlosen Kreaturen – ganz wie im richtigen Leben eben. Der neue Streifen von GOAL OF THE DEAD-Macher THIERRY POIRAUD ist eine Allegorie auf das Erwachsenwerden, beginnt mit einer starken ersten Filmhälfte und verirrt sich nach der Halbzeit im Coming-of-Age-Schmalz. Das ist ärgerlich, weil aus DON’T GROW UP ein richtig fieses Filmchen hätte werden können, wenn man den anfänglich eingeschlagenen Survival-Horror-Kurs beibehalten hätte. Auch wenn sich aggressive Furien für einen Zombie-Schocker ziemlich rar machen, gelingt es Regisseur THIERRY POIRAUD eine allgegenwärtige Weltuntergangsstimmung zu erzeugen und die Küste von Teneriffa (der Filme wurde dort gedreht) in den Vorhof zur Hölle zu verwandeln. Trotz Gesellschaftskritik ist DON’T GROW UP trotzdem kein tiefgründiges Filmerlebnis. Um ernstgenommen zu werden, wirkt der Film einfach nicht rund genug und hat mit vielen Logiklöchern zu kämpfen. Hardcore-Zombiefans werden sich von der Gesellschaftskritik im Film ohnehin nicht beeindrucken lassen. Weil sich zelebrierte Gewalt in Grenzen hält, schalten die vermutlich ohnehin nach der Hälfte ab. Damit liegen die gar nicht mal so falsch. Auch wir empfehlen nach der Halbzeit abzuschalten, denn was danach kommt, ist kaum der Rede wert.
 
 
 


 
 
 

DON’T GROW UP – Zensur

 
 
 
Bei den Zombies im Film handelt es sich um aggressive Erwachsene, die Kinder jagen – Splattermomente bleiben aber aus. Das gilt auch für Gewalt, die sehr sparsam eingesetzt wird.
Das meiste passiert im Off und viele Angriffe tollwütiger Erwachsener gibt es auch nicht zu sehen. Weil Schauwerte überschaubar sind, könnte es für DON’T GROW UP eine FSK16 geben.
 
 
 


 
 
 

DON’T GROW UP – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Terror Z – Der Tag danach (2013)
 
Carriers (2009)
 
The Crazies (1973)
 
The Crazies – Fürchte deinen Nächsten (2010)
 
28 Weeks Later (2007)
 
28 Days Later (2002)


Filmkritik: „Man Vs.“ (2015)

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MAN VS.

Story

 
 
 

Fünf Tage allein in der Wildnis. Ein TV-Star dreht nur mit einer Kamera ausgerüstet eine Reality-Show in den kanadischen Wäldern. Leider bekommt er dort unerwarteten Besuch, der ihn das Fürchten lehren wird.

 
 
 


 
 
 

MAN VS. – Kritik

 
 
 
Wenn Menschen in die Wildnis reisen, um dort das Abenteuer zu suchen, wissen erfahrene Horrorfilmfans bereits, dass der Ausflug kein gutes Ende nehmen wird. Die Filmwelt hat gelehrt, dass man besser nicht unerforschtes Land betritt oder jenseits der Wanderwege auf Entdeckungsreise geht, denn oftmals lauern in unberührter Natur Gefahren, mit denen man besser nicht konfrontiert werden möchte. So gab es in der Vergangenheit schon manch unerfreuliches Aufeinandertreffen zwischen Mensch und Horrorgestalt in der Natur zu begutachten, das – zur Freude des Zuschauers – nicht immer unblutig zelebriert wurde. Ob mordgierige Teenager in PRESERVATION, aggressiver Bär in BACKOUNTRY oder zornige Waldgeister in EVIL DEAD – dunkle Wälder und verwachsene Wildnis sind im Horrorfilm immer wieder gern verwendete Kulissen, damit maximales Unbehagen bewirkt werden kann. Das hat auch Regisseur ADAM MASSEY erkannt. Der hat im Jahr 2015 erstmalig Horrorluft geschnuppert und offensichtlich Blut geleckt, weshalb er nach DIE EINDRINGLINGE einen weiteren Genrefilm gedreht hat, der unter dem skurrilen Titel MAN VS. veröffentlicht wurde. Schlaue Füchse bemerken, dass in der Titelkreation etwas fehlt. So wird nicht erwähnt, gegen wen oder was der männliche Hauptdarsteller kämpfen wird. Das ist gewollt, denn MAN VS. lässt den Zuschauer im Dunkeln tappen und rückt erst so ziemlich am Ende mit der Sprache heraus, um was für einen Gegenspieler es sich handelt. Ein geschickter Schachzug, um die Spannung halten zu können.
 
 
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In MAN VS. verirrt sich der Moderator eines sehr erfolgreichen Serienformats in ein einsames Waldstück irgendwo in den Wäldern Nordkanadas, wo er fünf Tage lang nur mit dem Nötigsten ausgerüstet den Zuschauern beweisen möchte, dass der Mensch auch ohne Zelt, Proviant und Wechselkleidung überleben kann. Die Natur gibt all das her, was man benötigt, um fernab der Zivilisation bestehen zu können. So werden Kaninchen gefangen, um den Hunger zu stillen und über einem Feuer geschmort, das mit Hilfe einer Getränkedose gemacht wurde. Leider passieren bald seltsame Dinge. Das Funktelefon verschwindet unter mysteriösen Umständen und an Bäumen aufgehängte Verpflegung ist am nächsten Morgen nicht mehr an Ort und Stelle. Offensichtlich ist Moderator Doug (CHRIS DIAMANTOULOS) nicht allein. Irgendjemand scheint ihn zu beobachten und auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Nur wer ist der gemeine Übeltäter, der dem Serienstar nichts Gutes will?
 
 
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Fieser Survival-Horror mit einer Priese Found-Footage. Keine Sorge, auch wenn im vorhergehenden Satz jenes Subgenre genannt wird, das mittlerweile lautet Stöhnen beim Horrorpublikum verursacht, hält sich der Anteil verwackelter Bilder in Grenzen. So wechselt der Streifen immer dann in die Found-Footage-Ansicht, sobald Filmheld Doug sich selbst mit einer Kamera filmt, um den Zuschauern seiner TV-Show wertvolle Überlebenstipps mit auf dem Weg zu geben. Der Großteil des Überlebens-Thrillers behält die herkömmliche Filmansicht bei und erzählt von der beunruhigenden Verwandlung eines unerschrockenen Pfadfinders, der es plötzlich mit der zu tun Angst bekommt. Dabei erweist sich Schauspieler CHRIS DIAMANTOULOS als Glücksgriff, der bis zum bitteren Ende sympathisch bleibt und den gesamten Film auf seinen Schultern tragen muss, ohne Zuschauer zu langweilen. Die Ein-Mann-Show macht von der Prämisse Gebrauch, dass Antworten möglichst lang hinausgezögert werden. Regisseur ADAM MASSEY vermeidet bewusst Hinweise und spielt mit Held und Publikum ein gemeines Spiel, dessen Auflösung aber nicht sonderlich einfallsreich ist. Während der Spannungsbogen bis kurz vor Ende gehalten werden kann, trübt kurz vor der Zielgeraden das magere Budget den positiven Gesamteindruck. Nicht sonderlich professionelle Computereffekte deuten daraufhin, dass ein Sparkurs gefahren werden musste. Unausgereiftes CGI nimmt Illusionen und raubt dem Streifen die unbequeme Anziehungskraft, welche sich zuvor wie ein roter Faden durch MAN VS. geschlängelt hat. So verliert eine makabre Schlusspointe an Gewichtung, die den Überlebensthriller versucht in eine andere Richtung zu drängen, um einer möglichen Fortsetzung die Tür offen zu halten. Das ist dahingegen bedauerlich, weil der Streifen hätte mit mehr Kapital ein Horror-Hit werden können.
 
 
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MAN VS. – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Packendes Überlebenstraining mit unerwartetem Ausgang. MAN VS. ist eigentlich ein sehenswerter Horrorfilm. Wären am Ende nicht die bescheidenen Computereffekte, die den Streifen in die Knie zwingen. Sicherlich ist der Survival-Thriller immer noch Längen von dem entfernt, was so Filmabfall-Schmieden wie THE ASYLUM oder SYFY mit ihren bewusst missratenen Spezialeffekten dem Publikum zumuten. Weil MAN VS. eigentlich weit entfernt von Trash ist, verursacht die Tatsache Magenschmerzen, dass der kanadische Regisseur ADAM MASSEY mehr wollte aber nicht konnte. Geld kann manchmal ein Arschloch sein. Im Falle von MAN VS. hätten ein paar kanadische Dollar mehr wahre Wunder bewirken und dem Streifen zum Hit verhelfen können. Bedauer- und ärgerlich!
 
 
 


 
 
 

MAN VS. – Zensur

 
 
 
Viele Schauwerte hat MAN VS. nicht zu bieten. Gleich zu Beginn gibt es einen verletzten Finger in Großaufnahme zu sehen und ein Kaninchen wird nach dem Fangen vor der Kamera geschlachtet. Weiterhin gibt es übel zugerichtete Tiere und einige gehäutete Leichen zu sehen. Man darf mit einer ungeschnittenen FSK16 rechnen.
 
 
 


 
 
 

MAN VS. – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Entertainment One)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Predator (1987)
 
Predator 2 (1990)
 
Dark Angel (1990)
 
Split Second (1992)
 


Filmkritik: „Black Mountain Side“ (2014)

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BLACK MOUNTAIN SIDE – DAS DING AUS DEM EIS

Story

 
 
 

Einige Archäologen finden bei Ausgrabungen in der nordkanadischen Wildnis ein seltsames Gebilde, das tausende Jahre im Schnee begraben lag. Leider ist die Freude über den mysteriösen Fund nicht von langer Dauer, denn das Team sieht sich bald mit einer unberechenbaren Bedrohung konfrontiert.

 
 
 


 
 
 

BLACK MOUNTAIN SIDE – Kritik

 
 
 
Wer hätte 1982 je daran geglaubt, dass der Arktis-Horror THE THING selbst 35 Jahre nach Entstehung immer noch kreative Regisseure dazu veranlassen würde, Filme in der Machart des trickreichen Science-Fiction-Schockers zu drehen. Vermutlich nicht einmal Macher JOHN CARPENTER selbst wird an den Erfolg seines achten Spielfilms geglaubt haben, der an den Kinokassen gnadenlos unterging und seinerzeit vernichtende Kritiken erhielt. Drei Dekaden später sieht die Sache ganz anders aus. Dank Video- und Heimkinomarkt hat man über die Jahre die eigentliche Qualität des damals unterschätzen Körper-Horrors erkannt und Carpenters DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT vor allem der handgemachten Spezialeffekte wegen zum Horror-Kult deklariert. Mit THE THING als Inspirationsquelle entstanden im Verlauf der Jahre so ähnlich gestrickte Filme wie HARBINGER DOWN oder BLUTGLETSCHER, die sich der Erfolgsformel des Horror-Klassikers bedienten und ehrfürchtig die Vorlage huldigten.
 
 
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Auch der kanadische Regisseur NICK SZOSTAKIWSKYJ outete sich in einem Interview als Fan des Science-Fiction-Meisterwerks und erklärte, dass er einiges aus dem Film für seinen Streifen BLACK MOUNTAIN SIDE – DAS DING AUS DEM EIS übernommen hat. Dennoch stand nicht ausschließlich THE THING Pate für das Debütwerk, das bereits 2014 fertiggestellt und auf Festivals herumgereicht wurde. So gab Szostakiwskyj in Gesprächen mit der Fachpresse an, dass neben DIE FLIEGE, ALIEN und DER HÖLLENTRIP vor allem THE SHINING und ANDROMEDA – TÖDLICHER STAUB AUS DEM ALL den größten Einfluss auf BLACK MOUNTAIN SIDE gehabt haben sollen, um dem Zuschauer maximales Unbehagen bescheren zu können. Dem wird hier psychologischer Horror serviert, der sich nicht so einfach durchschauen lässt. In BLACK MOUNTAIN SIDE wird eine Gruppe Archäologen durch die verschneite Hölle Nordkanadas schickt. Die finden bei Ausgrabungen einen mysteriösen Stein, der tausende Jahre unentdeckt unter dem Schnee begraben war. So enthusiastisch über den archäologischen Fund, häufen sich seltsame Vorkommnisse. Teammitglieder verschwinden spurlos, der Kontakt zur Außenwelt bricht ab und ein unbekanntes Bakterium kontaminiert das Camp. Bald wird die Abgeschiedenheit zur größten Gefahr, denn Arbeiter werden von einer ominösen Kreatur heimgesucht, die zu schrecklichen Taten zwingt. Leider lässt Rettung vergebens auf sich warten. So ist das Team auf sich selbst gestellt und muss gegen eine tödliche Bedrohung kämpfen, die den Zusammenhalt der Gruppe auf eine harte Probe stellt.
 
 
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In tiefverschneiter Wildnis hört dich niemand schreien. Wie unberechenbar Mutter Natur sein kann, wird in BLACK MOUNTAIN SIDE mal wieder mehr als deutlich, denn in völliger Isolation von der Außenwelt wird schneebedeckte Idylle zum klaustrophobischen Albtraum. Macher NICK SZOSTAKIWSKYJ kopiert Vorbilder und zeigt, dass er die Werke von JOHN CARPENTER und STANLEY KUBRICK gründlich studiert hat. So macht er von kalter, distanzierter Atmosphäre Gebrauch, um die Menschlichkeit der handelnden Figuren bloß stellen zu können. Zudem achtet der Regisseur bewusst auf die Wirkung von Akustik und experimentiert mit langen Kameraeinstellungen. Wie präzise er dabei Kubrick kopiert, wird im Finale deutlich. Hier gibt es eine fünfminütige Szene zu sehen, in der einer der Protagonisten durch verschneite Landschaft stapft und mit einer Schrotflinte bewaffnet Kameraden auslöscht. Die Kamera folgt dem scheinbar fremdgesteuerten Charakter auf Schritt und Tritt und hält eine grausame Tat fest, die ganz ohne Filmschnitte auskommt. Trotz durchdachter Technik und ausgeprägtem Gespür fürs Visuelle, mangelt es dem Streifen jedoch an Klarheit. Regie-Newcomer NICK SZOSTAKIWSKYJ will nämlich nicht so recht mit der Sprache herausrücken, was denn nun Grund oder Auslöser für seltsame Vorkommnisse in BLACK MOUNTAIN SIDE ist. Nacheinander sterben die Arbeiter wie Fliegen. Immer wieder taucht eine Wendigo-ähnliche Kreatur auf, die Archäologen zu bösen Taten anstiftet. Zudem kontaminiert ein ominöses Bakterium das Camp und frisst sich durch die Körper der Filmfiguren. Sind hier höhere Mächte am Werk oder ist das Mysterium natürlichen Ursprungs?
 
 
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Viele Fragen bleiben selbst nach dem Abspann unbeantwortet. Bedeutungsschwangere Worte greifen kurz vor dem Abspann tiefphilosophische Fragen nach dem Sinn des Lebens auf, verwirren den Zuschauer aber unnötig, statt Antworten zu geben. Das mag für die meisten Horrorfans unbefriedigend sein. Trotzdem räumt Regisseur NICK SZOSTAKIWSKYJ genug Spielraum ein, so dass mehrere Interpretationsmöglichkeiten legitim sind. So bleibt es dem Zuschauer selbst überlassen, ob er die Wahnvorstellungen der Teammitglieder auf eisige Isolation zurückführt, einen übermenschlichen Gegner zur Verwantwortung zieht oder den Grund für Halluzinationen in der Infektion mit einem unbekannten Bakterium sieht. Wer auch beim Sehen von Horrorfilmen das Hirn gebrauchen möchte, wird an diesem bedrückenden Science-Fiction-Horror Gefallen finden und BLACK MOUNTAIN SIDE als cleveres Indie-Kino abstempeln. Alle übrigen Zuschauer, die heftige Spezialeffekte sehen wollen und plausible Erklärungen benötigen, um beruhigt einschlafen zu können, sollten dieses beklemmende Winterszenario besser meiden.
 
 
 


 
 
 

BLACK MOUNTAIN SIDE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT trifft auf THE SHINING. Psychologischer Indie-Horror mit bedrückender Stimmung vor idyllischer Schneekulisse, der gekonnt mit menschlichen Urängsten spielt. Auch wenn sich Regie-Neuling NICK SZOSTAKIWSKYJ rigoros an genannten Werken aus der Mache von JOHN CARPENTER UND STANLEY KUBRICK bedient hat, sollt man BLACK MOUNTAIN SIDE – DAS DING AUS DEM EIS nicht mit falschen Erwartungen ansehen. Die Geschichte erinnert zwar an THE THING von 1982; der Überlebens-Horror zeigt weder trickreiche Metamorphosen – noch Kreaturen aus dem All. Das Grauen ist eher psychologischer Natur und plausible Erklärungen sind Mangelware. Stattdessen wird die Interpretationsgabe des Zuschauers geweckt, der sich seine Auflösung selbst zusammenreimen muss. Auch wenn der Film durch gemächliche Inszenierung mit Längen zu kämpfen hat, gefällt Szostakiwskyjs Gespür fürs Visuelle und Akustik. Mit einfachsten Mitteln bewirkt er beklemmende Atmosphäre und unwohliges Magengefühl. So bleibt eine Szene in Erinnerung, die allein durch monoton abspielende Klingelgeräusche Panik entstehen lässt. Wer demzufolge ein Herz für subtilen Horror besitzt, der sich in erster Linie im Kopf des Zuschauers zusammenbraut, sollte einen Blick wagen. Fans harter Schauwerte und ekliger Matscheffekte könnten enttäuscht werden. Zwar wird im Film Munition durch Köpfe gejagt; die Gewalteffekte sind aber so rar gesät, dass BLACK MOUNTAIN SIDE gewalthungrige Gorebauern kaum zufriedenstellen dürfte.
 
 


 
 
 

BLACK MOUNTAIN SIDE – Zensur

 
 
 
Es gibt eine tote Katze zu sehen, infizierte Gliedmaßen werden abgeschlagen und Munition bohrt sich durch menschliche Körper. Gerade am Ende ist ein kurzer Amoklauf dann doch recht hart anzusehen. Trotzdem wurde BLACK MOUNTAIN SIDE – DAS DING AUS DEM EIS von der FSK mit einer Freigabe ab 16 Jahren bedacht.
 
 
 


 
 
 

BLACK MOUNTAIN SIDE – Deutsche Blu-ray

 
 
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(c) Lighthouse Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Black Mountain Side; Kanada 2014

Genre: Horror, Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.39:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer

Release-Termin: 23.09.2016

 

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BLACK MOUNTAIN SIDE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei LIGHTHOUSE HOME ENTERTAINMENT)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blutgletscher (2013)
 
Der Höllentrip (1980)
 
The Shining (1980)
 


Filmkritik: „Preservation“ (2014)

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PRESERVATION

Story

 
 
 
Wenn aus Menschen Tiere werden: Drei Camper wollen in der amerikanischen Wildnis ihre Jagdkünste unter Beweis stellen, geraten dann jedoch selbst ins Visier barbarischer Freizeitjäger.

 
 
 


 
 
 

PRESERVATION – Kritik

 
 
 
Ein Bär tötet, um sich zu verteidigen, ein Löwe, weil er Hunger hat und der Mensch, weil es ihm schlichtweg Spaß bereitet. Genau jene Weisheit wird für drei ahnungslose Hobbyjäger bittere Realität. Für das Trio entwickelt sich ein Camping-Trip durch Americana zum Albtraum, als sie vom Bösen in Menschengestalt quer durch die Wildnis gejagt werden. PRESERVATION ist ein äußerst kruder Vertreter der Gattung Survival-Horror, der einmal mehr ein äußerst brisantes Thema aufgreift, das neuerdings immer Öfters zum Mittelpunkt von Horrorfilmen gemacht wird. Wenn aus Minderjährigen unkontrollierbare Killermaschinen werden – eine kontroverse Botschaft, die bereits der Brite JAMES WATKINS mit seinem EDEN LAKE (2008) an den Mann und ganz nebenbei einen der unangenehmsten Terrorfilme der letzten Jahre ins Kino brachte, der aufgrund kompromissloser Grausamkeit hierzulande bei der FSK wenige Befürworter fand. Auch Jungregisseur CHRISTOPHER DENHAM wittert mit PRESERVATION den großen Coup und hat ähnlich perfides Katz-und-Mausspiel vor traumhafter Naturkulisse auf Film gebannt, in dem er sich ebenso mit den Abgründen heutiger Teenager auseinandersetzt und dabei nicht vor knüppelhartem Psychoterror Abstand hält.
 
 
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Wenn sich der Zuschauer verängstigt in seinen Filmsessel gräbt und vor Anspannung an den Nägeln knabbert, hat ein Regisseur ihn dort, wo er ihn haben wollte. CHRISTOPHER DENHAM lässt seine schwangere Heldin (überzeugend gespielt von WRENN SCHMIDT) unerbittlich durch die Hölle gehen und setzt stahlharte Nerven voraus, um den in PRESERVATION protokollierten Überlebenskampf überhaupt ertragen zu können. Sichtlich angelehnt an Boormans Klassiker BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE (1972) ist das hier Gezeigte nicht einfach zu verdauen, denn anders als im besagten EDEN LAKE bleiben die kindlichen Mörder weitestgehend stumm, ihre Beweggründe dafür umso makabrer. Kaltblütiges Töten als kranker Sport – einmal mehr wird im Horrorfilm mahnend der Zeigefinger erhoben, denn auch wenn Regisseur CHRISTOPHER DENHAM nicht viel über die Täter im Films verrät, bleibt die harsche Gesellschaftskritik nicht ungehört. Hier werden die laxen Waffengesetze der Vereinigten Staaten an den Pranger gestellt, die es perspektivlosen Kids von Heute ermöglichen, problemlos an Gewehre, Pistolen und Munition zu kommen.
 
 
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So reichen blutige Handy-Shooter allein nicht mehr aus, um die gelangweilte Jugend in PRESERVATION bei Laune zu halten. Die erhebt das Töten von Menschen zum Freizeitspaß und lauert ahnungslosen Campern auf, um sie fernab der Zivilisation in die ewigen Jagdgründe zu befördern. Lang gefackelt wird da nicht, was PRESERVATION mehr ins Horrorfach steckt, weil sich DENHAM mehr auf das Abhandeln genretypischer Schauwerte konzentriert, statt sich mit seiner brisante Kritik genauer auseinander zu setzen. Die verliert in der rasant inszenierten Hetzjagd schnell an Gewichtung, weil der Fokus vermehrt auf das Morden und Rächen gerichtet wird und sich am Ende sogar Opfer in Täter verwandeln, um die Blutgier des Zuschauers befriedigen zu können. Dennoch, auch wenn PRESERVATION hin und wieder von seltsamen Zufälligkeiten begleitet wird und die maskierten Kinder über Bärenkräfte verfügen, gehört dieser knüppelharte Überlebens-Thriller zu den besten Psycho-Trips, die das Genre in letzter Zeit gesehen hat. Wer schweißtreibende Nervennahrung bevorzugt kommt an PRESERVATION nicht vorbei – aber Achtung, wir haben gewarnt!
 
 
 


 
 
 

PRESERVATION – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Kompromisslos und knüppelhart: PRESERVATION ist vermutlich der unoffizielle EDEN LAKE 2 und einer der härtesten Überlebens-Thriller, die das Genre in den letzten Jahren gesehen hat. Nach dem Horror-Thriller HOME MOVIE (2009) bleibt Regisseur CHRISTOPHER DENHAM (der auch schon als Schauspieler in THE BAY zu sehen war) dem Genre treu und hat mit seinem zweiten Spielfilm ein quasi amerikanisches Remake des Terrorfilms EDEN LAKE inszeniert, der vor einigen Jahren für reichlich Aufsehen unter Fans derberer Filmware gesorgt hat. PRESERVATION spielt in der gleichen Liga und erzählt praktisch die gleiche Geschichte, natürlich ähnlich packend. Auch hier sehen sich ahnungslose Camper mit skrupellosen Kids konfrontiert, die das Töten von Menschen zum Freizeitsport gemacht haben. Wer ein schwaches Nervenkostüm besitzt, sollte von diesem Film die Finger lassen, denn die hier gezeigten Grausamkeiten wirken aufgrund ihrer Kompromisslosigkeit erschreckend real, was professionelle Jugendschützer in Alarmbereitschaft versetzen dürfte. Nichtsdestotrotz ist PRESERVATION adrenalinförderndes Terrorkino so wie es sein sollte und das nach dem Abspann noch lange nachwirken wird. Wer ein Faible für jene Art Film besitzt, kommt hieran nicht vorbei. Für Horrorfans definitiv sehenswert!
 
 
 


 
 
 

PRESERVATION – Zensur

 
 
 
Im direkten Vergleich zum besagten EDEN LAKE ist PRESERVATION in Sachen Brutalität zurückhaltender, was aber nicht heißen soll, dass es hier nicht ebenso deftig zur Sache geht. Die Brutalität ist vorwiegend psychischer Natur. Dennoch gibt es auch richtige Gewalt zu sehen. Neben Gewehr- und Messerstichen in Bauch oder Beine, wird einem Protagonisten mit einer zerbrochenen Flasche der Hals aufgerissen. Dennoch hatte wohl die FSk einen guten Tag. PRESERVATION hat es ungeschnitten nach Deutschland geschafft: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

PRESERVATION – Deutsche Blu-ray

 
 
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(c) Pierrot le Fou (ungeschnittene Fassung im KeepCase)

 
 
 
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(c) Pierrot le Fou (ungeschnittene Fassung im limitierten Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Preservation; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover | Mediabook (limitiert und durchnummeriert auf 4000 Stück)

Extras: Trailer, Bloopers, Deleted Scenes | zusätzlich im Mediabook: Filmplakat, Film auf DVD und ein 24-seitiges Booklet

Release-Termin: Mediabook & Amaray: 24.07.2015

 
 
 


 
 
 

PRESERVATION – Mediabook

 
 
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Die beliebte Mediabook-Sammlerreihe des Anbieters Pierrot le Fou geht in die sechste Runde. Auch diesmal können sich Freunde der begehrten Buchverpackung auf eine schön gestaltete Veröffentlichung freuen, die selbstverständlich streng limitiert ist. Pierrot le Fou orientiert sich in der Aufmachung an den bisherigen Büchern der Reihe. So liegt neben der Blu-ray in hervorragender Bild- und Tonqualität auch diesem Mediabook die obligatorische DVD bei, damit sich auch Horrorfans ohne HD-Abspielgerät an diesem sehenswerten Überlebensthriller erfreuen können. Wie bereits schon bei den Filmen GERMAN ANGST und LET US PREY beinhaltet die Buchverpackung ein gefaltetes Filmplakat mit einem alternativen Covermotiv. Zudem kann nach dem Filmgenuss in einem ausführlichen Booklet mit Hintergrundinformationen geschmökert werden. Dieses beinhaltet ein ausführliches Interview mit dem Regisseur des Streifens, das in Zusammenarbeit mit der Genre-Zeitschrift DEADLINE erstellt wurde. Leider besitzt die Heimkinoveröffentlichung von PRESERVATION einen kleinen Wermutstropfen. Wer nach Bonusmaterial sucht, muss sich mit dem Trailer, gelöschten Szenen und lustige Outtakes zufriedengeben. Interviews, Audiokommentare oder ein Making-of haben es leider nicht auf die Scheiben geschafft. Diese Extras hätten die Veröffentlichung runder gemacht. Sammler dürfte das jedoch kaum stören. Im Gegensatz zu Mediabooks aus dem deutschsprachigen Ausland ist das von PRESERVATION zu einem günstigen Kurs zu haben, so dass die Entscheidung nicht schwer fallen dürfte. Der Film ist sehenswert, die Aufmachung des Mediabooks lobenswert – wer als Liebhaber von Sonderverpackungen nicht zugreift, ist selber schuld.

 
 

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PRESERVATION – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

(Alle Rechte der auf der Seite abgebildeten Grafiken liegen bei Pierrot le Fou)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Eden Lake (2008)
 
Beim Sterben ist jeder der Erste (1972)
 
Wolf Creek 2 (2013)
 
Outback – Tödliche Jagd (2011)
 
The Mooring (2012)
 
Tower Block (2012)
 
Black Rock (2012)
 
King of the Hill (2007)