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Filmkritik: „Open Water 3 – Cage Dive“ (2017)

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OPEN WATER 3 – CAGE DIVE

(CAGE DIVE)

Story

 
 
 

Drei junge Leute tauchen in einem Käfig ins Meer, um darin Haie in freier Wildbahn filmen zu können. Leider hat deren Vorhaben ein tragisches Ende.

 
 
 


 
 
 

OPEN WATER 3 – Kritik

 
 
 
Es gibt Horrorfilme, die werden am laufenden Band fortgeführt aber niemand weiß so recht wieso. Während beliebte Kultkiller wie Jason Voorhees, Michael Meyers oder Freddy Krueger schon Jahre auf eine Kino-Rückkehr warten, verfallen andere Horrorstreifen in einen regelrechten Fortsetzungsrausch. Aktuelles Beispiel: OPEN WATER 3 – CAGE DIVE. Das bereits zweite Sequel eines minimalistischen Hai-Horrors von 2003 gehört zu einem dieser Filme mit dem wohl keiner gerechnet hat. Der Grund hierfür dürfte auf der Hand liegen. OPEN WATER und OPEN WATER 2 waren nicht sonderlich sehenswert und wurden von Kritikern verrissen. Demzufolge mutet es seltsam an, dass ausgerechnet jene Filmreihe um einen weiteren Ableger bereichert wurde, obwohl bereits der Vorgänger kaum Aufmerksamkeit erhielt. Doch die Pläne geldgieriger Produzenten sind in diesem Falle durchschaubar. Weil Hai-Horror seit den Kinoerfolgen von THE SHALLOWS und IN THE DEEP wieder groß im Kommen ist, musste auch jenes Horror-Franchise aus der Versenkung gezogen werden, damit im Zugwasser der wieder reanimierten Hai-Horror-Welle noch schnell etwas Zaster verdienen werden kann. Fans dieser Sorte Film sollten aber Vorsicht walten lassen. OPEN WATER 3 – CAGE DIVE tritt in die Fußstapfen seiner beiden Vorgänger und quält den Zuschauer mit schlechter Charakterzeichnung, flacher Dramaturgie und spannungsarmer Erzählweise. Zudem ist auch der nervige Found-Footage-Stil wieder mit an Bord. Spätestens jetzt dürfte bei den meisten Horrorfans das Interesse schwinden.
 
 
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OPEN WATER 3 – CAGE DIVE macht es besagtem IN THE DEEP gleich. Wie der Titel des bereits zweiten Ablegers vermuten lässt, kommen diesmal Käfige ins Spiel. Drei junge Leute aus Kalifornien wollen Haien besonders nah kommen. Sie düsen daher nach Australien, um dort den absoluten Kick zu erleben. Ein Tauchgang auf dem Meer soll den bescheren. Dabei werden die Adrenalinjunkies in einen Käfig gesteckt, der anschließend ins Wasser abgesetzt wird. Doch das Vorhaben hat Hintergrund. Man will das riskante Vergnügen auf Film festhalten, um sich mit dem Videomaterial bei einer Reality-Show bewerben zu können. Wer die anderen OPEN WATER-Filme gesehen hat, dürfte vermutlich schon erahnen, dass dieser Ausflug tragisch enden wird. In der Tat geht einiges schief. Kaum im Wasser werden die drei Hauptdarsteller von einer Monsterwelle überrascht. Die zerstört das Boot und reisst die übrige Crew in den Tod. Nun ist guter Rat teuer, denn die drei Tauch-Amateure sitzen im Wasser fest und hoffen auf Hilfe. Leider machen Haie das Leben schwer. Die haben kein Mitleid mit gestrandeten Käfigtauchern und beginnen ein makabres Spiel mit ihrer Beute zu veranstalten. Haie sind eben keine Kuscheltiere.
 
 
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Alles wie gehabt. Viele Neuerungen hat OPEN WATER 3 nicht zu bieten. Der Film erzählt zwar eine eigenständige Geschichte, orientiert sich aber in der Machart an den Vorgängerfilmen. Das bedeutet, dass auch der dritte Teil krampfhaft versucht authentisch zu wirken, indem er Geschehnisse aus der Egoperspektive protokolliert und damit Schwindelgefühle beim Zuschauer auslöst. Abermals werden Ereignisse aus gefundenem Bildmaterial rekonstruiert, das aus einer Kamera stammt, welche einer der Helden bei sich getragen hat. Das ist auch schon das eigentliche Problem des Überlebensthrillers, denn die Found-Footage Zutat erschwert das Folgen. Trotz überschaubarer Handlung und wenigen Figuren ist nicht immer klar, wer gerade jammert und was vor der Linse passiert. Hinzukommt, dass sich OPEN WATER 3 in Unglaubwürdigkeiten verläuft. Die drei Hilfesuchenden beginnen im Überlebenskampf zwischenmenschliche Diskrepanzen zu klären. Es ist mal wieder Eifersucht, die aus Menschen Einzelkämpfer macht und für haarsträubendes Chaos sorgt, das OPEN WATER 3 ins Absurdum treibt. So fängt ein Rettungsboot plötzlich Feuer, weil im Streit eine Seenot-Fackel versehentlich aktiviert wird. Zudem leidet einer der Anwesenden an Herzproblemen, die mit Medikamenten behandelt werden müssen. Zufälle gibt’s, die gibt es gar nicht. Immerhin wurde OPEN WATER 3 etwas deftiger gewürzt. Zwar halten sich die Gewaltmomente in Grenzen. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängerfilmen ist aber eine Steigerung hinsichtlich Schauwerte zu verzeichnen. Ob das OPEN WATER 3 – CAGE DIVE jedoch besser macht, dürfte fraglich bleiben. Aufgrund unsympathischer Figuren, nervtötender Zickereien und oftmals kaum ertragbarer Wackeloptik schießt sich der dritte Ausflug in offene Gewässer früh selbst ins Aus und ist daher nur jenen zum empfehlen, die auch jeden Horrorthriller sehen müssen, um mitreden zu können.
 
 
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OPEN WATER 3 – Fazit

 
 
 

5 Punkte Final

 
 
 
Ein mittelprächtiger Überlebenskampf von Regie-Neuling GERALD RASCIONATO inszeniert. OPEN WATER 3 – CAGE DIVE hat eigentlich nichts mit dem Low-Budget-Horror von 2003 am Hut. Bei gerade einmal 130.000 Dollar Produktionskosten spielte der Überlebensschocker weltweit fast 55 Millionen Dollar ein. Was danach folgte, war keine offizielle Fortsetzung, sondern wurde vom Filmstudio nur OPEN WATER 2 genant, um den Film an die bekannte Marke binden zu können. Ähnlich erging es auch OPEN WATER 3. Der hieß anfangs noch CAGE DIVE, wurde aber letztendlich umgetauft, um das Projekt lukrativer vermarkten zu können. Unterm Strich logisch, weil OPEN WATER 3 – CAGE DIVE bei genauerer Betrachtung das gleiche Prinzip wiederholt, welches bereits vor knapp 15 Jahren in OPEN WATER Verwendung fand. Zu sehen gibt es zu viel Found-Footage, hungrige Haie und dumme Menschen. Ersteres hat mittlerweile ausgedient und macht den neusten Ableger der Hai-Horror-Serie zum Geduldsspiel. Nach zu häufigem Gebrauch von verwackeltem Bildmaterial, das möglichst viel Realismus und Authentizität reflektieren soll, hat man sich am Found-Footage-Stilmittel über die Jahre sattgesehen. Das wird im Falle von OPEN WATER 3 zum Problem. Der Film beginnt rasant und hektisch. Sind die Helden im Wasser und geraten in Panik, erschwert der Wackellook und die nicht konstante Kamera das Folgen. Die nervtötenden Figuren tun da ihr Übriges. OPEN WATER 3 ist ein mehr als anstrengendes Filmerlebnis – in zweierlei Hinsicht. Deshalb ist der dritte Ableger auch nur denen zu empfehlen, die mit der bisherigen Reihe und ihrem eigensinnigen Filmstil kein Problem hatten. Der Rest wird auch an diesem Sequel – trotz Haiallarm – keine Freude haben.
 
 
 


 
 
 

OPEN WATER 3 – Zensur

 
 
 
Die Gewaltmomente in OPEN WATER 3 halten sich in Grenzen und sind rar gesät. Ein zerfetztes Gesicht wird gezeigt, kurze Haiattacken und einige Körperwunden. Die härteste Szene ist die in der ein Rettungsboot versehentlich angezündet wird und eine bewusstlose Frau darin bei lebendigem Leib verbrennt. Hierzulande hat OPEN WATER 3 eine FSK16 erhalten – ungeschnitten ist er auch.
 
 
 


 
 
 

OPEN WATER 3 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Open Water 3: Cage Dive; Australien 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Making of „Open Water: Cage Dive“, Trailer, Trailershow

Release-Termin: 27.10.2017

 

Open Water – Cage Dive [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

OPEN WATER 3 – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte führ Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Open Water (2003)
 
Open Water 2 (2006)
 
The Reef – Schwimm um dein Leben (2010)
 

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Filmreview: „Wolf Creek 2“ (2013)

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WOLF CREEK 2

Story

 
 
 
Outback-Killer Mick Taylor ist wieder zurück und hat auch gleich die Fährte zweier Touristen aus Deutschland gewittert, die planlos durch die Einöde Australiens trampen. Auf der Flucht vor dem irren Schlitzer geraten sie an den Briten Paul Hammersmith, der eigentlich nur helfen will und dabei ebenfalls ins Visier des Touristen-Mörders gerät …
 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK 2 – Kritik

 
 
 
Im australischen Outback hört dich niemand schreiben – das zumindest suggerierte der Horror-Schocker WOLF CREEK, der im Jahr 2005 in die Kinos gebracht wurde und inspiriert von den Survival-Thrillern der 70er gekonnt auf der damals boomenden Terrorwelle mitritt. Mittlerweile sind neun Jahre vergangen und den Horror-Machern die Ideen ausgegangen, so dass man ganz fleißig Altbewährte neu aufbrüht, um noch einmal Geld damit machen zu können. Schlicht und einfach WOLF CREEK 2 nennt sich der unoriginelle Käse, der mit knapp einem Jahrzehnt Verspätung nachgeschoben wird und quasi die besten Szenen des Erstlings mit zusätzlichem Ekelgehalt anreichert, damit einfach gestrickte Horrorgemüter feuchte Höschen von der hier gezeigten Brutalität bekommen. WOLF CREEK-Regisseur GREG MCLEAN hat sich die Blöße gegeben und auch gleich die überflüssige Fortsetzung gedreht, die quasi eine ähnliche Geschichte wie sein Vorgänger erzählt und sich einen Deut darum schert sich überhaupt weiterzuentwickeln zu wollen. Die australische Kulisse wurde beibehalten und der zuvor schweigsame Killer entwickelt sich zur zynischen Plaudertasche, der seinen Schlitzer-Kollegen FREDDY KRUEGER, LEPRECHAUN und CHUCKY Konkurrenz machen möchte. Der Rest ist wie gehabt: Einige ahnungslose Rucksack-Touristen verirren sich im Wolfe-Creek-Krater-Nationalpark und geraten dabei in das Jagdgebiet des ominösen Fremden aus dem vorhergehenden Teil, der auch gleich mit seiner Metzel-Hatz beginnt.
 
Der Ton ist rauer geworden, denn mit subtilem Terror gewinnt man im Horrorfilm schon lange keinen Blumentopf mehr. MCLEAN dreht daher an der Gewaltschraube und lässt Köpfe explodieren, Finger absägen und Opfer enthaupten. Wurde die Gewalt im Erstling noch weitestgehend angedeutet wird in WOLF CREEK 2 schonungslos draufgehalten, was natürlich das Interesse der Fans solcher Filme wecken dürfte. Leider macht stumpfe Gewalt allein schon lange keinen guten Horrorfilm mehr aus, denn aufgrund der Vielzahl ähnlicher Streifen ist WOLF CREEK 2 nur ein weiterer Film dieser Art in einer nahezu nicht enden wollenden Reihe trivial gestrickter Brutalo-Werke. Immerhin wird der Filmfan mit Kurzweil belohnt. Psychopath MICK TAYLOR (gespielt von JOHN JARRATT) entpuppt sich als scheinbar unkaputtbarer Super-Killer, der jede Situation vorausahnen kann und trotz Liebe zum Alkohol mit ner Menge Glück gesegnet wurde. Der Schlitzer ist seinen Opfern weitaus überlegen und immer einen Schritt voraus. Er hetzt das menschliche Schlachtgut von einem Ort zum nächsten und zieht trotz geistiger Beschränktheit stets am längeren Hebel. Macher und Produzent GREG MCLEAN gönnt dem Zuschauer kaum Verschnaufpausen und verknüpft den dünnen Slasher-Plot mit recht packend inszenierten Verfolgungsjagden durch die trostlose Einöde Australiens. Hier wächst der Film zu wahrer Größe heran, denn einige Duelle zwischen Opfer und Killer auf den Straßen im Nirgendwo wurden von MCLEAN ziemlich spannend in Szene gesetzt. Leider werden derart Momente immer wieder durch die obligatorischen Gewaltszenen ausgebremst, denn irgendwie mag man in WOLF CREEK 2 das Gefühl nicht loswerden wollen, als ob man fast schon besessen daran gearbeitet hat, der Fanbase gerecht werden zu wollen. Der dürstet es seit harten Sicko-Streifen, wie I SPIT ON YOUR GRAVE 2 (2013) und dem gefeierten MARTYRS (2008) nach möglichst krankem Folter-Dreck, um nach Sichtung prahlen zu können, welch abartigen Nonsens man soeben gesehen hat. Regisseur GREG MCLEAN hat diesbezüglich etwas zu sehr nach den ganz Großen Metzelorgien geschielt und dabei ganz vergessen die Geschichte rund um seinen Charakter Mick Taylor konsequent weiterzuspinnen. Wirklich Neues erfährt der Horrorfan nämlich nicht, so dass die Fortsetzung auch eher als professionell gedrehtes Splatter-Remake gewertet werden darf.
 
Auch wenn die männliche Scream-Queen am Ende unter nicht nachvollziehbaren Umständen überleben darf und zuvor durch eine finstere und effekthascherische Geisterbahn geführt wird, so ist die Fortsetzung zu WOLF CREEK ein weiteres, schnell heruntergeleiertes Sequel, auf das nun wahrlich niemand gewartet hat. Im Übrigen bekommt der Zuschauer in WOLF CREEK 2 eine der geschmacklosesten Szene der letzten Jahre zu Gesicht: Während Opfer Paul Hammersmith (RYAN CORR) mit seinem Auto vor dem übertrieben patriotisch veranlagtem Mörder Mick Taylor flüchtet, überquert ein Rudel Kängurus die Fahrbahn. Die Tiere schlagen in fast schon erheiternder Detailfreude auf den Windschutzscheiben der Fahrzeuge auf und werden anschließend blutig von den Rädern überrollt. Herr MCLEAN, auch wenn WOLF CREEK 2 nur ein Film ist, finden Sie das witzig?
 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK 2 – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
WOLF CREEK 2 ist ein derbes Splatter-Gewitter für Freunde brutaler Metzelfilme. Leider ist der Gewaltgrad auch das einzig Nennenswerte, was der Streifen zu bieten hat, denn im Grunde genommen ist das Sequel mehr überflüssiges Remake statt Fortsetzung und bietet mehr Splatter statt subtilem Terror. Aufgrund der schonungslos dargestellten Brutalitäten, die nun wahrlich nichts für zarte Gemüter sind, dürften die hiesigen Zensurbehörden das Stück Tortur-Kino gnadenlos in der Luft zerreißen. Ungeschnitten wurde der Film hierzulande nicht veröffentlicht; profitgeile Ösi-Unternehmen dürfte das freuen, schließlich kann man im Nachbarland viel Geld mit ungeschnittenen Mediabooks verdienen.
 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK 2 – Zensur

 
 
 
WOLF CREEK 2 ist ziemlich brutal. Opfer werden ausgeweidet und zerhackt, Kehlen durchgeschnitten und Köpfe weggeschossen. Demzufolge wurde der Streifen hierzulande nur geschnitten in die Händlerregale gebracht. Die deutsche Fassung wurde um einige Schauwerte erleichtert.
 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) KSM GmbH (geschnittene Fassung im Amaray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Wolf Creek 2; Australien 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 103 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover, die Blu-ray wird parallel im limitierten Steelbook vertrieben

Extras: Making Wolf Creek 2 (ca 50 Minuten mit dt. Untertiteln), Deleted Scenes, Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: 20.10.2014

 

Wolf Creek 2 [Blu-ray] auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK 2 – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wolf Creek (2005)
 
Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre (2003)
 
The Butcher Boys (2012)
 
The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen (2006)
 
High Tension (2003)
 
Haus der 1000 Leichen (2003)
 


Filmreview: „Para Elisa“ (2013)

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PARA ELISA – FOR ELISA

Story

 
 
 
Das etwas andere Jobangebot: Ana bewirbt sich auf eine Stelle als Babysitterin und landet bei einem etwas ungewöhnlichen Mutter-Tochter-Gespann, das eine unbeschreibliche Freude an menschlichen Puppen besitzt …
 
 
 


 
 
 

PARA ELISA – Kritik

 
 
 
Die Spanier beweisen in letzter Zeit, dass sie ein ziemlich talentiertes Händchen für schaurige Horrorfilme besitzen. Da werden nahezu regelmäßig Gruselstreifen am Fließband produziert, in denen lobenswerterweise fast immer Geschichten erzählt werden, die der Zuschauer so noch nicht auf der Leinwand gesehen hat. In Spanien scheint man bestrebt zu sein, der amerikanischen Filmindustrie Konkurrenz zu machen, denn in Hollywood kopiert man lieber erfolgreiche Filmhits aus dem Ausland, als sich die Mühe zu machen eigene Ideen zu Papier zu bringen. Mit PARA ELISA wird nun die Reihe spanischer Horrorhits fortgesetzt. JUANRA FERNÁNDEZ hat hier eine ganz eigene Vision des Schreckens auf Film gebannt, die sich aber qualitativ von den bisherigen Horrorbeiträgen aus dem Land des Flamencos absetzt. Nach eher grusellastigem Schauerkino versucht man es jetzt nämlich mit Terror, was im Falle des spanischen KIDNAPPED im Jahr 2010 schon einmal funktioniert hat. Leider ist der Ausflug ins Terror-Genre diesmal gehörig missglückt, was man der bis dato noch unerfahrenen JUANRA FERNÁNDEZ jedoch nicht übel nehmen sollte, schließlich ist PARA ELISA (der international auch als ELISA und FOR ELISA vermarktet wird) immer noch besser als das, was da zuletzt aus Übersee gekommen ist.
 
Ähnlich wie die Hauptdarstellerin in Ti Wests THE HOUSE OF THE DEVIL (2009) ist Ana (ONA CASAMIQUELA) auf der Suche nach einen Studentenjob. Sie braucht dringend 1000 Euro für einen Kurzurlaub, den sie sich nach Abschluss des Kunststudiums zusammen mit ihren Freunden gönnen möchte. Weil die Mutter nichts locker machen will und Ana auch bei Drogendealer-Freund Alex (JESÚS CABA) an der falschen Adresse ist bleibt ihr nichts anderes übrig fürs Vergnügen selbst arbeiten zu gehen. Sie bewirbt sich auf eine Stelle als Babysitterin bei einer älteren Dame, die Ana natürlich sofort kennenlernen will. Leider verbirgt sich hinter der freundlichen Fassade das skrupellose Böse, denn die vermeintlich gastfreundliche Diamantina (LUISE GAVASA) sucht für ihre zurückgebliebenen Tochter Elisa (ANA TURPIN) ein neues menschliches Püppchen. Schnell wird Ana mit Drogen gefügig gemacht und findet sich wenig später gefesselt im Kinderzimmer als lebendiges Spielzeug wieder. Leider ist es auch in PARA ELISA so, dass hier die Eltern für ihren Nachwuchs haften. Die ungezogene Tochter besitzt ein äußerst ungezügeltes Temperament und schubst die geliebte Mutter nach einer überraschenden Panikattacke ganz unfreiwillig in den Tod. Für die gefangene Ana eigentlich Grund zur Freude – wäre da nicht die behinderte Widersacherin, die nach dem Ableben des Vormunds in Rage gerät und mit einem Hammer alles niederschlägt, was nicht artig auf seinem Stuhl sitzen bleiben möchte.
 
Im Vergleich zu dem, was man sonst aus Spanien vorgesetzt bekommt ist der vorliegende PARA ELISA schon eine kleine Enttäuschung, was vor allem daran liegen mag, dass ein ziemlich laues Lüftchen durch die finsteren Räume des Schauplatzes weht. Die Bezeichnung Spielfilm trifft hier nur bedingt zu, denn im Grunde genommen hätte dieses Debüt besser als Kurzfilm funktioniert. In knapp 70 Minuten passiert nicht viel. Regisseurin JUANRA FERNÁNDEZ versucht fast schon zwanghaft die dünne Geschichte mit möglichen Wendungen zu füllen, damit der Zuschauer nicht bereits vor dem Abspann das Weite sucht, weil ihm das Gebotene einfach nicht unterhalten will. Von Terror ist hier nur selten etwas zu verzeichnen, Glaubwürdigkeit sucht man ebenfalls vergebens. Filmheldin Ana scheint trotz Studium nicht gerade die Hellste zu sein. Ständig purzelt sie über die eigenen Beine oder verhält sich vollkommen sinnbefreit, so dass ihr nahendes Schicksal wenig überraschend über den Bildschirm flimmert. Zudem passieren in PARA ELISA allerhand unerklärliche Dinge, deren Logik JUANRA FERNÁNDEZ beim Schreiben ihres Drehbuchs ganz unauffällig unter den Teppich gekehrt haben muss. So wird die egozentrische Alte in einer Affekthandlung von ihrer hysterischen Tochter zu Boden geworfen und verendet ganz unbemerkt auf dem Kinderzimmerteppich. Elisa, die sich auf dem geistigen Niveau einer Siebenjährigen befindet, schleift die tote Mutter nun in die Wohnstube, nimmt sich ein Beil und hackt ihr den Arm ab. Später versucht sie mit dem abgetrennten Körperteil Beethovens „Für Elise“ auf dem Klavierflügel zu spielen, weil’s die Mutter zuvor auch immer getan hat. Dumme Momente gibt es in PARA ELISA jede Menge. So verwandelt sich das verwirte Gör in Nullkommanichts zur Folter- und Schlachtexpertin, als hätte es sein Lebtag nicht anderes gemacht. Ein Beil soll nötigen Respekt einjagen; beim Hammer hat sich JUANRA FERNÁNDEZ von MISERY (1990) inspirieren lassen. Immerhin stimmt die Technik. Das auf Old-School getrimmte Treiben hat viele stimmige Momente. So hinterlässt das beengende Heim mit all den Porzellanpuppen, altmodischen Tapeten und antiken Möbeln bereits beim ersten Betreten ziemlich gespenstiges Unbehagen. Aber auch die eher erdig gehaltene Farbtöne und bewusst schlecht ausgeleuchteten Flure der abgeriegelten Behausung lassen zeitweise den Gothic-Horror ins (Heim)Kino zurückkehren. Leider will im Falle von PARA ELISA die Kombination aus dünner Handlung und atmosphärischer Optik nicht so recht funktionieren. Da kann auch der makabre Schlussgag am Ende nichts mehr reißen. Absolut ärgerlich.
 
 
 


 
 
 

PARA ELISA – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Der vermutlich erste Gothic-Terrorfilm seiner Art. Leider bleibt das spanische Filmchen weit hinter den Erwartungen zurück, weil sich mit der hier gebotenen Geschichte kein Blumentopf gewinnen lässt. Was hat Regisseurin JUANRA FERNÁNDEZ nur geritten, als sie am Drehbuch zu PARA ELISA gepinselt hat? Die dünne Geschichte strotzt nur so vor Ungereimtheiten, Logiklücken und Vorhersehbarkeiten. Hinzukommt, dass beinahe jede Interaktionen an Glaubwürdigkeit missen lässt, weil normal denkende Menschen einfach partout nicht so handeln würden, wie das bei den Protagonisten in PARA ELISA der Fall ist. Was bleibt ist eine wirklich bedrückende Atmosphäre, die sich fast durch den ganzen Film zieht. Trotz anständiger Optik bleiben Spannung und Angstmacherei dennoch aus. Für einen Horrorfilm ist das fatal.
 
 
 


 
 
 

PARA ELISA – Zensur

 
 
 
PARA ELISA oder FOR ELISA ist einer dieser Streifen, bei denen der Trailer mehr vorgaukelt, als im Film überhaupt gezeigt wird. Sonderlich brutal ist PARA ELISA nämlich nicht. Ein Arm wird abgehakt und Beine werden mit einem Hammer wie in MISERY zertrümmert. Das wird aber nur im Off gezeigt. Ansonsten hält sich der Film mit der Zurschaustellung von Gemeinheiten zurück. Wir gehen aber dennoch von einer KJ-Freigabe aus. Demnach dürfte PARA ELISA nur mit rotem FSK-Sticker in den Handel kommen.
 
 
 


 
 
 

PARA ELISA – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Misery (1990)
 
Mum & Dad (2008)
 
Haus der Vergessenen (1991)