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Filmreview: „The Suffering“ (2016)

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THE SUFFERING

Story

 
 
 

Auf dem Grundstück eines älteren Herrn geht es nicht mit rechten Dingen zu. Das muss auch Nachlassbewerter Henry Dawles erfahren, der Dinge sieht, die ihm offenbar den Verstand rauben wollen.

 
 
 


 
 
 

THE SUFFERING – Kritik

 
 
 
Wenn regelmäßig schlechte Billigfilme über die Mattscheibe flimmern, wird selbst der geduldigste Filmkritiker allmählich müde, diese immer wieder nach Schema F gedrehten Low-Budget-Gurken zu rezensieren. Das hat zur Folge, dass man mit der Zeit jede mit kleinem Geld gedrehte Produktion über einen Kamm schert, was leider all den Filmemachern gegenüber unfair ist, die mit viel Herzblut bei der Sache sind. Ganz ähnlich erging es uns mit THE SUFFERING. Nach Sichtung des Trailers vermuteten wir anspruchsloses Videofutter, das sich nur unwesentlich von den meisten semiprofessionellen Produktionen dieser Art zu unterscheiden schien. Deshalb blieb THE SUFFERING lange Zeit unbeachtet. Letztendlich ist der Film dann doch im Player gelandet und hat uns sogleich eines Besseren belehrt. Hinter diesem Genrefilm steckt nämlich weit mehr als nur herzlose Dutzendware. Schnell zieht einen der Streifen mit seiner mysteriösen Machart in den Bann und lässt so schnell nicht wieder los. Ein Geheimnis soll entschlüsselt werden und das entfacht schnell die Neugier des Zuschauers. Auf einer Farm geht es nicht mit rechten Dingen zu, was Regisseur ROBERT HAMILTON in viele unheimliche Bilder verpackt. Der Mann lässt bewusst lang Fragen offen und sorgt für ausreichend Verwirrung. Das zögert die Spannung hinaus und kommt dem Film zugute.
 
 
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Der Mix aus Gruseldrama, Psychothriller und Mysteryfilm berichtet vom Leidensweg des Henry Dawles (NICK APOSTOLIDES). Der wird vom betagten Mr. Remiel beauftragt dessen Nachlass zu bewerten, was sich aufgrund der Größe des Grundstücks bald als unterschätzte Herausforderung entpuppt. Weitaus herausfordernder als die antiken Gegenstände des älteren Herren zu bewerten, sind die seltsamen Vorkommnisse im Haus, die sich mit der Ankunft des attraktiven Mittdreißigers ereignen. Erst entdeckt Henry auf dem Dachboden des Gästehauses eine verweste Leiche. Später macht er schmerzhafte Bekanntschaft mit einer abgemagerten Kreatur, die ihn erst zu Boden schlägt und anschließend das Weite sucht. Leider schenkt der Hausherr dem Gast keinen Glauben und macht sich stattdessen Sorgen über dessen doch besorgniserregenden Geisteszustand. So Unrecht hat er mit seiner Feststellung nicht, denn Henry beginnt schon bald grausige Stimmen zu hören und scheint dem Wahnsinn nahe. Alles Einbildung oder doch Realität? Die Antwort darauf wird erst in den letzten Minuten gelüftet.
 
 
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Und das ist auch gut so. THE SUFFERING lebt von der Prämisse, dass der Zuschauer möglichst lang im Unklaren gelassen wird. Da ein paar Visionen, dort seltsame Kreaturen, die den Leidgeplagten durch ein Maisfeld jagen. Offensichtlich wollen die Ereignisse in THE SUFFERING keinen Sinn ergeben. Das ist so gewollt, denn Regisseur ROBERT HAMILTON zielt auf einen Überraschungstwist ab. Die Auflösung scheint absurd, aber genial zugleich, denn THE SUFFERING greift gegen Ende sogar auf religiöse Metapher zurück und macht den Streifen so zur runden Angelegenheit. Die Spannung wird konstant gehalten, denn in diesem Mysterythriller ist immer etwas los. Der Held wird mit allerhand seltsamen Ereignissen konfrontiert, die ihn an seinem Verstand zweifeln lassen. Weil man die Zusammenhänge verstehen will, fesselt der Streifen gerade deshalb vor den Fernsehapparat und belohnt mit schaurigen Kameraeinstellungen und düsterer Bildsprache. Daher werden Fans reißerisch gefilmter und hektisch geschnittener Kommerzware an dieser Stelle gewarnt. THE SUFFERING bringt langsam erzähltes und subtil inszeniertes Gruseln in die Heimkinos. Das bedeutet, dass sich Macher ROBERT HAMILTON mehr auf Aufbau von Unbehagen konzentriert, statt seine Geschichte mit oberflächlichen Schocks zu überfrachten oder gar im Blut zu ersäufen. Wer mit dieser Vorkenntnis an den Film herangeht, wird mit einer gut durchdachten Horrorgeschichte belohnt, die so einige Überraschung parat hält.
 
 
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THE SUFFERING – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Überraschend sehenswerter Horror-Indie mit unerwarteter Auflösung, die zur Abwechslung mal wirklich das Prädikat „originell“ tragen darf. Nein, THE SUFFERING ist keine weitere überflüssige Horrorverfilmung eines erfolgreichen Videospiels. Regie-Newcomer ROBERT HAMILTON macht was ganz Eigenes und hat nach ein paar Kurzfilmen den ersten Langfilm inszeniert, mit dem er genau ins Schwarze trifft. Er vermischt in THE SUFFERING psychologischen Schauer mit rätselhaftem Mystery und verfeinert den Gänsehaut-Cocktail mit verstörenden Horror-Elementen, die es in sich haben. Entstanden ist ein außergewöhnlicher Gruselstreifen, der vor allem wegen der zermürbenden Atmosphäre und dem gut durchdachten Handlungsaufbau in Erinnerung bleibt. Das Sahnehäubchen bildet ein Plottwist mit Aha-Moment von dem der SIXTH SENSE und THE VILLAGE-Macher M. NIGHT SHYAMALAN noch etwas lernen kann. Der ist ebenso für seine unerwarteten Überraschungs-Twiste berüchtigt. Leider wirken die mittlerweile derart konstruiert, dass er mit seinen haarsträubenden Filmenden schon länger keinen mehr hinterm Ofen hervorlocken kann. Wer was auf Horrorfilme hält, sollte sich demnach Macher ROBERT HAMILTON auf die Beobachtungsliste setzten. Hat man den cleveren THE SUFFERING gesehen, kann man es gar nicht mehr abwarten zu erfahren, was der Neuling als nächstes fabrizieren wird. Ist das von ähnlicher Qualität wie das Debüt, stehen uns vielversprechende Horrorfilmzeiten ins Haus. Die hat das immer müder werdende Horror-Genre auch dringend nötig.
 
 
 


 
 
 

THE SUFFERING – Zensur

 
 
 
Gewalt spielt im Film keine sonderlich große Rolle. THE SUFFERING ist eher subtiler Natur und lebt von unheimlichen Bildern und schauriger Stimmung. Dennoch gibt es einige kurze Schauwerte zu bestaunen. Eine verweste Leiche wird gefunden, Menschen mit entfernten Augen gibt es zu sehen und am Ende schießt sich eine Figur mit einem Schrotgewehr den Kopf weg. Hierzulande reicht das alles für eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

THE SUFFERING – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Last Will and Testament of Rosalind Leigh (2012)
 
The Awakening (2011)
 
The Abandoned (2015)

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Filmreview: „Dark House“ (2014)

Dark-House-2014
 
 
 

DARK HOUSE

Story

 
 
 
Nick (Luke Kleintank) besitzt hellseherische Fähigkeiten und erbt ein geheimnisvolles Landhaus, in dem sich das Böse versteckt hält, das schon seit vielen Jahren auf die Ankunft des Erben wartet …
 
 
 


 
 
 

DARK HOUSE – Kritik

 
 
 
ACHTUNG: Kritik beinhaltet viele SPOILER!
 
 
 
VICTOR SALVA ist ein ganz schön ausgekochtes Schlitzohr, denn der JEEPERS CREEPERS-Schöpfer scheint nicht nur eine Leidenschaft fürs Phantastische Genre zu hegen. In seinem letzten Psycho-Thriller ROSEWOOD LANE (2011) bewies der Filmemacher, dass er ein ziemlich sicheres Händchen für unerwartete Wendungen besitzt und auch schon mal mit verblüffenden Enden konfrontiert, die der Zuschauer vermutlich so nicht kommen gesehen hat. Weil’s wahrscheinlich gut angekommen ist, macht SALVA auch gleich da weiter, wo er aufgehört hat. DARK HOUSE heißt der aktuelle Kracher aus der Feder des umstrittenen Regisseurs, der in der Vergangenheit eine Menge Probleme mit dem amerikanischen Rechtstaat bekam, weil er sich an einem minderjährigen Darsteller vergriffen hatte. Nach 15 Monaten Haft wurde SALVA wegen guter Führung aus dem Gefängnis entlassen und konzentriert sich seither auf das, was er wirklich gut kann: Filme drehen.
 
Wahrlich extravagant ist die Titelkreation des neusten Schockers nicht gerade und lässt diverse Spuk- und Geisterfilme Revue passieren, die man in letzter Zeit auf dem Schirm hatte. Umso enttäuschender zumindest für jene Horrorfans, die hier Paranormales erwarten, denn mit garstigen Poltergeistern und klassischem Geisterspuk im herkömmlichen Sinne hat DARK HOUSE (der ursprünglich übrigens als HAUNTED in die Kinos kommen sollte) rein gar nichts am Hut. Es geht um Nick Di Santo (LUKE KLEINTANK), der mal wieder seine Mutter in der Klapse besucht, um feststellen zu müssen, dass die wirklich nicht alle Latten am Zaun hat. Die gute Frau will dem Sohnemann partout nichts über den leiblichen Vater verraten, von dem er eine mysteriöse Gabe weitervererbt bekommen hat. Er kann den Tod jener Menschen voraussehen, die er berührt was aber auch Nachteile mit sich bringt, denn oftmals schwirren ihm so Dinge vor Augen, die er eigentlich nicht freiwillig sehen möchte. Als er in Rage nach der Mutter greift, sieht er auch gleich ihr letztes Stündlein schlagen. Wenige Stunden später stirbt sie eines grausamen Todes und vermacht dem Sohn ein riesiges Anwesen. Viel Zeit zum Trauern bleibt nicht, denn Nick kennt das Haus von vielen Bildern und Skizzen, die er seit frühster Kindheit gezeichnet hat. Eine logische Erklärungen hierfür findet er nicht, dafür aber eine Urkunde mit einer Adresse, die ihm direkt zu jenem Gemäuer führen soll. Leider wurde die Gegend um das Haus vor vielen Jahren von einem Hochwasser verwüstet, was die Suche weitaus schwieriger gestaltet, als anfänglich erwartet. Auch die Einheimischen sind keine Hilfe. Die kennen nur die Legenden und warnen vor drohendem Unheil. Gott sei Dank begegnet man drei Landvermessern, die natürlich wissen wo man das verfallene Grundstück finden kann und Nick genau zu jenem Häuslein bringen, das ihn seit Kindertagen bis in die Träume verfolgt. Kaum angekommen stoßen sie auf einen langhaarigen Zottelkopf (TOBIN BELL), der nicht gerade einen vertrauenserweckenden Eindruck hinterlässt. Der hetzt einen Trupp springender Axtwerfer auf die nichtsahnenden Besucher und macht den Fremden unmissverständlich klar, dass sie hier nichts zu suchen haben.
 
TOBIN BELL (Jigsaw aus der SAW-Serie), der hier einen seltsamen Eigenbrödler spielt, hat wieder Lust ein Spiel zu spielen. Diesmal erschließt sich dem Zuschauer aber vorerst nicht, auf welcher Seite er stehen wird. VICTOR SALVI entführt den Zuschauer auf eine rasante Achterbahn voller Twists und Wendungen, der es ganz spielerisch gelingt dem festgefahrenen Horror-Genre frischen Wind einzuverleiben. In diesem Horrortrip ist nichts wie es anfänglich scheint. Hier herrscht verkehrte Welt, denn in DARK HOUSE sind Bösewichte nicht bösartiger Natur, sondern die Guten die Bösen. In SALVAS neustem Genre-Flick ist ne Menge los, was man so in dieser Art mit Sicherheit noch nicht auf dem Bildschirm hatte. Vor allem die fürs Genre wichtigen Horrorgestalten bleiben in Erinnerung, schließlich flimmern nicht alle Tage axtschwingende Riesen über den TV-Apparat, die auf Kommando seitlich im Takt springen. Die stummen und langhaarigen Kreaturen handeln im Auftrag des seltsamen Seth (TOBIN BELL), der dem neuen Hausbesitzer erst einmal einen Heidenschreck einjagen muss, damit dieser mit seinen Freunden möglichst zügig wieder verschwindet. Warum er das tut wird schnell klar, denn eigentlich will er Schlimmes verhindern, schließlich lebt im Keller des Hauses eine dämonische Macht, die nur auf die Ankunft des Erben gewartet hat, um die Hölle auf Erden errichten zu können.
 
Regisseur VICTOR SALVA bringt nach dem Überraschungserfolg JEEPERS CREEPERS ein weiteres Horror-Highlight in die internationalen Wohnzimmer, das wir von FILMCHECKER uneingeschränkt empfehlen können. DARK HOUSE bedient sich bei diversen Subgenres des Horrorfilms und macht daraus etwas vollkommen Neues, das den Fan auch noch packend zu unterhalten versteht. Hier sehen wir übrigens einen der besten Horror-Momente der letzten Jahre: Die Helden rütteln an einer verschlossenen Kellertür während im Mondschein unzählige von axtschwingenden Monstern in Richtung Horrorhaus hüpfen. Als die Freunde von der Tür lassen bleiben die Kreaturen stehen. Nun heißt es sich so leise wie möglich an den langhaarigen Riesenprimaten vorbeizuschleichen. Fünf Minuten Adrenalin pur. Vielen Dank dafür Herr SALVA.
 
 
 


 
 
 

DARK HOUSE – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Horrorpflichtprogramm! DARK HOUSE ist eine überraschungsreiche Achterbahn mit cleveren Wendungen und unerwarteten Twists. Der Schöpfer der beliebten JEEPERS CREEPERS-Saga hat hier einen großartigen Horrorfilm gedreht, der sich zwar aus bekannten Horrorelementen zusammensetzt und doch am Ende verblüfft, weil man derart Mixtur bisher noch nicht auf dem Schirm hatte. Hervorzuheben sind die wirklich obskuren Filmmonster und die Tatsache, dass man eigentlich nie weiß wohin die Reise führen wird. Dass der Schocker nicht einmal eine Million Dollar gekostet haben soll, will man gar nicht so recht glauben, denn DARK HOUSE macht trotz Indie-Status alles andere als einen billigen Eindruck. Letztendlich bleibt zu erwähnen, dass Regisseur VICTOR SALVA hier schwer unterhaltsame Genreware gedreht hat, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Denn nach dem genannten JEEPERS CREEPERS (2001) gehört DARK HOUSE zu dem Besten, was der Filmemacher bisher hervorgebracht hat.
 
 
 


 
 
 

DARK HOUSE – Zensur

 
 
 
DARK HOUSE ist nicht sonderlich grausam. Dennoch schwingt man hier leidenschaftlich mit der Axt, so dass auch mal ein Kopf gespalten wird. Ansonsten gibt es herausgerissene Herzen und ein wenig Gekröse zu sehen. Das ist nicht sonderlich brutal und wurde von der FSK daher auch ab 16 Jahren freigegeben. Dennoch ist die erhältliche Heimkinofassung erst für Volljährige geeignet. Der Grund liegt im Bonusmaterial.
 
 
 


 
 
 

DARK HOUSE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Pandastorm Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Haunted; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.35:1 (1080p – Full HD, @24 Hz)

Laufzeit: ca. 102 Min.

FSK: Film: FSK 16 / Blu-ray wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 24.03.2015

 

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DARK HOUSE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Haunt (2013)
 
House of Bad (2013)
 
Haunter (2013)
 
Jeepers Creepers (2001)
 


Filmreview: „Barricade“ (2012)

Barricade 2012 Filmposter
 
 
 

Barricade

Story

 
 
 
Nach dem tragischen Tod seiner geliebten Frau versucht der treusorgende Familienvater Terrance Shade wieder etwas Normalität in das kränkelnde Familien-Idyll zu bringen. Zusammen mit seinen beiden Kindern möchte er die Weihnachtsfeiertage fernab von jeglichen Erinnerungen weit draußen im Wald verbringen. Ein einsam gelegenes Waldhaus kommt ihm dabei gerade recht um Geschehenes zu verarbeiten. Kaum angekommen erfreuen sich die Kinder der malerischen Winterlandschaft – doch der Familienfrieden scheint schnell getrübt, als eine unbekannte Präsenz um das Haus schleicht und damit beginnt die kleine Familie zu terrorisieren.
 
 
 


 
 
 

Barricade – Kritik

 
 
 
Trostlose Einöde, düstere Waldpfade, eine schneebedeckte Winterlandschaft und unangenehm eisige Kälte – Zutaten, die bereits Kubricks „The Shining“ zu einem unverkennbaren Klassiker des Genres gemacht haben. Auch der Horror-Thriller „Barricade“ lebt von diesen teilweise märchenhaft-verträumten Bildkompositionen und zaubert aus diesem kleinen, wahrlich unscheinbaren Filmchen ganz großes atmosphärisches Kino. Regisseur „Andrew Currie“, der sich zuletzt mit Zombie-Komödie „Fido“ in der Horror-Szene einen Namen gemacht hat, schlägt mit seinem aktuellen Werk gänzlich unlustigere Töne ein. In „Barricade“ regiert die Angst und das Unbehagen, welches an den Nerven der drei ahnungslosen Protagonisten zerrt und die kleine Familie bis an den Rand des Nervenzusammenbruchs drängt. Von erlösender Heiterkeit ist in den rund 80 Minuten Filmlaufzeit nicht zu spüren, denn „Barricade“ versucht dem Zuschauer Angst einzujagen, höllische Angst.
 
Überraschenderweise gelingt es dem Film merklich einfach nach nur wenigen Filmminuten eine spürbar unangenehme Atmosphäre zu entwickeln, die eine unangenehme Bedrohung vorausahnen lässt. Der Zuschauer ist nie von Vorteil, weiß oftmals weniger als die Leidtragenden selbst und durchlebt Schritt für Schritt das ultimative Martyrium zusammen mit der kleinen Familie. Dabei überzeugt Regisseur „Andrew Currie“ mit einer recht unkonventionellen Erzählweise, die es auf unerklärliche Weise schafft, den Zuschauer reichlich zu manipulieren. Was anfänglich noch geradlinig und plausibel erklärt und erzählt wird, verliert spätestens ab der Hälfte des Filmes an Logik und Sinn. Das Szenario trägt sich reichlich surreal und lässt den „ungeübten“ Filmfreund des öfteren rat- und ahnungslos Zusammenzucken, wenn einer der höchst effektiv eingesetzten Schockeffekte aus den heimischen Surround-Lautsprechern donnert. Natürlich ergeben sich die Gegebenheiten nicht von ungefähr. Eine logisch zusammengezimmerte Erklärung (fernab des Phantastischen) erfährt der Zuschauer am Ende des Filmes. Diese äußert sich zwar simple, aber dennoch nicht an den Haaren herbeigezogen, und dürfte trotz ihrer logischen Banalität für reichlich offene Münder sorgen.
 
Manchmal ist weniger mehr, denn oftmals reicht einfach nur eine gute Idee und ein markerschütterndes Setting, um eine ganz schön gruselige Geschichte zu erzählen. Genre-Regisseur „Andrew Currie“ ist mit seinem „Barricade“ ein recht effektives und gemeines Filmchen gelungen, dass sogar gänzlich ohne Blutvergießen auskommt, was man ihm in Zeiten derben Folter- und Meuchel-Krams hoch anrechnen sollte. Das Rätselraten um die Geschehnisse bleibt bis zum Schluss gut verschleiert, sodass der findige Filmfreund erst gar nicht versuchen sollte, die Gegebenheiten vorzeitig zu analysieren. Vielmehr sollte der Genre-Liebhaber die wirklich sehr perfide Atmosphäre genießen, die „Barricade“ so einzigartig macht. Jede Szene ist stimmig und wunderbar grausig, sodass man permanent das Gefühl hat, als würde gleich irgendetwas um die Ecke huschen wollen. Wer eine Faible für dichte und subtile Horrorgeschichten besitzt sollte sich „Barricade“ ganz oben auf seiner „muss-ich-sehen-Liste“ notieren. Der blutgierige Rest setzt diesmal aus und wartet auf den nächsten „Holzhammer-Horror-Schocker“, denn für Gorehounds und Splatter-Fans gibt es in „Barricade“ leider nichts dergleichen zu sehen.
 
 
 


 
 
 

Barricade – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Licht aus, Heimkino auf Endstufe und in die Couch-Decke gekuschelt. Ein ganz schön unheimliches und gruseliges Filmvergnügen für winterlich-verschneite Sonntag-Abende!
 
 
 


 
 
 

Barricade – Zensur

 
 
Eine ungeschnittene, zukünftige deutsche Fassung dürfte das FSK16-Siegel tragen, da es im Film keine selbstszweckhaften Mordszenen gibt.
 
 
 


 
 
 

Barricade – Trailer

 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
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Filmreview: „Smiley“ (2012)

Smiley (2012)
 
 

SMILEY

Story

 
 
 
Die unbeholfene und zurückhaltende Ashley ist neu an der Uni und findet Halt bei ihrer Kommilitonin, Mitbewohnerin und Freundin Proxi, die ihr Unterschlupf in ihrer Villa bietet. Bei einer trinkfreudigen Party erfahren die beiden von der urbanen Legende des SMILEY. Einem ominösen Serienkiller, der durch das World Wide Web spukt und seinen Opfern in diversen Cam-Chat-Räumen auflauert. Glaubt man den mysteriösen Erzählungen, so meuchelt die ominöse Gestalt den ahnungslosen Chatpartner kaltblütig nieder, sobald man virtuell drei mal nach ihr ruft. Zuvor noch als Hirngespinst belächelt, beginnt die seltsame Legende das Interesse der beiden Freundinnen zu wecken. Schnell durchstöbern die beiden die unzähligen Chaträume des Internets um nach einem potenziellen Probanden für ihr makabres Experiment zu suchen. Der lässt nicht lange auf sich warten und so staunen die beiden Mädchen nicht schlecht, als das Gegenüber von SMILEY höchstpersönlich ins Jenseits befördert wird, nachdem die Freundinnen drei Mal den Satz „I did it for the lulz“ in das Dialogfeld ihres Laptops hämmern. Anfänglich noch für einen schlechten Scherz gehalten, ist es Ashley die nach und nach von Schuldgefühlen geplagt wird und scheinbar den Verstand zu verlieren scheint, weil sie glaubt von SMILEY verfolgt und tyrannisiert zu werden.
 
Ist der Killer wirklich real, oder entspringt er allein nur der Vorstellungskraft der labilen Ashley?
 
 
 


 
 
 

SMILEY – Kritik

 
 
 
Wer kennt sich nicht, die urbane Legende der Bloody Mary, die auch heute noch Stoff für immer wieder neue Horrorfilm-Produktionen bietet. Unzählige Unwissende haben in den bisher diversen Genre-Filmen mit ihrem Leben gepokert, nachdem sie drei mal erwartungsvoll nach dem Geist der jungen Damen gerufen haben. Und auch der aktuelle Horrorbeitrag SMILEY macht keinen Hehl daraus, sich dreist dieser altbekannten Geschichte zu bedienen, um sie ins 21.Jahrhundert zu transferieren und die Erzählung rundum erneuert ins Internet zu verlegen, damit sie unweigerlich zum aktuellen Zeitgeschehen passt. Eigentlich keine schlechte Idee, wäre da nicht das unglaublich miese, unwichtige und vollkommen hirnrissige Drehbuch, dass dem Film regelrecht das Genick bricht. Denn SMILEY ist einer dieser kleinen Horrorproduktionen, die Dank eines hübsch-ansprechenden Trailers mehr versprechen, als der Film selbst überhaupt zu bieten hat. So wirklich einordnen lässt sich MICHAEL J. GALLAGHERS aktuelle Regiearbeit nämlich nicht. Denn gänzlich der Erwartungen der Fan-Base handelt es sich bei SMILEY um keinen traditionellen Teenie-Slasher, wie man es vermutlich nach Sichtung des Trailers erwarten dürfte. Vielmehr beschäftigt sich Gallagher mit dem Phänomen „Internet“, dessen Verbreitungs- und Manipulationsmöglichkeiten und dem Tabuthema des „Cyber-Mobbings“, dessen Auswirkungen meist katastrophale Auswirkungen für die Betroffenen zur Folge hat. Hierbei jongliert der Nachwuchsregisseur derart engstirnig mit der kontroversen Thematik, dass er gänzlich den Bezug zum eigenen Film zu verlieren scheint und vollkommen vergisst, dass er eigentlich einen Horrorfilm erzählen möchte. Warum er letztendlich ein derart brisantes Thema überhaupt mit einem Genre-Film verbindet vermag Regisseur MICHAEL J. GALLAGHER vermutlich selbst nur allein zu beantworten wissen, denn SMILEY kocht derart Erklärungs- und Interpretationsansätze auf Sparflamme. Filmfreunde, die hier einen bluttriefenden Slasher-Flick erwarten, dürften bedingungslos enttäuscht werden, denn von derben Morden ist (abgesehen zu Beginn und kurz gegen Ende) weit und breit keine Spur. Stattdessen konzentriert sich die Geschichte einzig und allein auf die labile Ashley, die in regelmäßigen Abständen das mysteriösen Internet-Phantom zu Gesicht bekommt, davon läuft und allmählich den Versand zu verlieren scheint, zumal ihr niemand Glauben schenken und ihr bei dem Kampf gegen den Killer beistehen möchte.
 
Dabei beginnt dieser Horror-Schnell-Schluss eigentlich recht vielversprechend. Die Einführungssequenz beweist Talent sowie handwerkliches Geschick und der obligatorische Intro-Mord sitzt mit all seinen vorhersehbaren Schocks deftig. Auch der ominöse Killer, der in seiner Darstellung eher Übernatürliches vermuten lässt, weiß mit seiner grotesken Maske zu überzeugen. Doch statt auf konventionellen Wege altbekannte Regeln und Klischees abzuhaken verliert sich SMILEY in purer Langeweile. Der gesamte Film hat damit zu kämpfen, überhaupt irgendeine halbwegs vernünftige Geschichte zu erzählen. Dabei darf der Zuschauer der jungen Ashley beiwohnen, wie sie verwirrt und planlos von einem Setting zum nächsten irrt. Die junge Protagonistin kämpft sich durch das stressigen Uni-Leben, vergnügt sich mit einem seltsamen Außenseiter und sitzt verzweifelt auf der Polizeiwache, um die Beamten von der Existenz eines Internet-Killers zu überzeugen. Wirklich spannend wird es zu keiner Zeit, ganz Geschweige davon, dass der maskierte Mörder überhaupt erwartungsgemäß zur Tat schreitet.
 
Bis kurz vor Ende bleibt ungewiss, ob der Killer real oder fiktiv ist, wobei der unerwartete Story-Twist einmal mehr beweist, wie armselig so mancher Drehbuchschreiber um sein Überleben pinseln muss, um seine unlogischen Drehbücher an den Mann bringen zu können. Die letztendliche Auflösung der Geschichte gestaltet sich derart hanebüchen und aufdringlich konstruiert, dass man sich als hungriger Horrorfilmfreund schon irgendwie hintergangen fühlt und am liebsten das Geld für das Kinoticket zurück erstreiten möchte. Mit seinen gerade einmal 24 Jahren hat Regisseur MICHAEL J. GALLAGHER einen wahrhaft souverän gedrehten Film abgeliefert – zumindest was technische Belange betrifft. Inhaltlich ist SMILEY null die Bohne wert, denn selten hat man einen Film gesehen, der soviel Potenzial verschenkt hat. Der Killer ist Bombe, dessen Maske wahrlich unheimliche und die Tatsache, dass er aus dem Internet heraus auf unnatürlichem (?) Wege seinen Blutdurst stillt, eigentlich überaus spannend. Das Endergebnis ist eine einzige Enttäuschung. Keiner der guten Ansätze wurde überhaupt genutzt und so bleibt ein überaus unwichtiger und gehaltloser Film, der absolut unspannend vor sich her plätschert und dessen durchaus konstruiert wirkendes Ende diesen bedeutungslosen Film auch nicht mehr über den Durchschnitt rettet.
 
 
 


 
 
 

SMILEY – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Selten hat man einen Film gesehen, der trotz guter Voraussetzungen sein gesamtes Potenzial verschenkt hat. SMILEY ist trotz gutem Killer-Design ein arg öder Gruselstreifen, der des reißerischen Covers/Trailers wegen vollkommen falsche Erwartungen weckt.
 
 
 


 
 
 

SMILEY – Zensur

 
 
 
Aufgrund kaum vorhandener Morde ist die deutsche Fassung ungeschnitten mit FSK16 durch die Prüfstelle gekommen. Demnach kann der Horrorfan beruhigt zugreifen. Für eine Freigabe musste nämlich an SMILEY nicht geschnippelt werden.
 
 
 


 
 
 

SMILEY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
SMILEY Blu-ray

(c) Ascot Elite Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Smiley; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Deleted Scenes, Gag Reel, Trailer

Release-Termin: 25.02.2014

 
 
 

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Smiley – Trailer

 
 
 

 
 
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Mask Maker – Meet your Maker / Maskerade (2010)

The Sleeper (2011)

 

 


Filmreview: „The Pact“ (2012)

"The Pact" (2012) - Filmplakat - Filmreview und Filmkritik auf Filmcheck
 
 
 

The Pact

Story

 
 
 
Nachdem Annie und ihre Schwester vom plötzlichen Tod ihrer sadistisch veranlagten Mutter erfahren zieht es die beiden Geschwister, trotz arger Bedenken, zurück in das mütterliche Anwesen, einem kleinen Haus am Rande der Stadt. Doch mit dem Eintreffen der jüngeren Schwester Annie geschehen plötzlich seltsame Dinge. Nicht nur, dass die Ärmste von einer unheimliche Präsens attackiert und durch das mütterliche Heim geschleudert wird, auch von ihrer älteren Schwester fehlt weit und breit jegliche Spur. Als Annie , nach diversen Albträumen und unerklärlichen Visionen allmählich nach Erklärungen für die seltsamen Vorkommnisse forscht, stößt sie auf die Spur eines Geistes, der zwangsläufig mit der verunsicherten Frau Kontakt aufnehmen möchte …
 
 
 


 
 
 

The Pact – Kritik

 
 
 
Nach den erfolgreichen Geister Indie-Hits „Paranormal Activity“ und „Insidious“ ist der Geister-Horror aus dem Kino und aus den weltweiten Videotheken nicht mehr wegzudenken! Demzufolge lockt derart munterer Genre-Stoff auch unzählige Filmneulinge dazu ihre ganz eigenen Filmvisionen und Ideen cineastisch möglichst kreativ umzusetzen. Oftmals unbrauchbar belanglos, manchmal aber auch überraschend unterhaltsam und innovativ. „The Pact“ des ambitionierten Nachwuchsregisseurs Nicholas McCarthy ist dabei eine Produktion, die die Fans des Fantastischen Films vermutlich in zwei Lager spalten dürfte. Dabei wird schnell deutlich, dass es sich bei McCarthy´s Spielfilmdebüt um einen recht sperrigen und sehr gemächlich erzählten Gruselfilm handelt, der nur am Rande des Thema „Spuk“ fokussiert und der eigentlich mehr Drama und Detektiv-Story ist, als waschechter Spukfilm. Zwar knarren hier ebenso Türen, kommt ein Medium zum Einsatz und Ouija-Bretter finden an Bedeutung, aber in Anbetracht der überraschenden Wendung am Ende des Films und vor allem des unplausiblen Abschlusses dürften sich aufgeschlossene Filmfreunde schon mehr als veräppelt und hintergangen fühlen. Unplausibel ist vermutlich die beste Umschreibung des titelgebenden „Pakts“ der eigentlich rein gar nichts mit dem eigentlichen Films zu tun hat. Eine logische Erklärung dessen fehlt nämlich im Film gänzlich und lässt den Zuschauer nur spekulieren, welchen Sinn der Titel mit dem fertigen Film überhaupt gemein hat.
 
Aber nicht nur beim Filmtitel lässt Regisseur Nicholas McCarthy die Suggestionskraft der Filmzuschauers spielen, auch diverse Logiklöcher in der Handlung lassen sich mit (zugegeben einfachen, aber effektiven) Schocks und treffsicheren Gänsehautmomenten nicht wirklich gekonnt kaschieren. So fallen die Logik- und Plotlöcher mit fortlaufender Spiellaufzeit offensichtlicher ins Gewicht und gipfeln in einem Finale, dass unglaubwürdiger nicht hätte ausfallen können. Die abschließende, fast schon grotesk-surreal anmutende, Endsequenz wirkt absolut deplatziert und hinterlässt bereits unzählige neue Fragen beim Zuschauer, die natürlich nicht beantwortet, sondern die allein zur Spekulation in den Raum geworfen werden.
 
Trotzdem, wer sich auf diesen Film einlässt und sich mit dieser doppeldeutigen Erzählweise anfreunden kann, deren plausible Erklärungen allein nur in der Vorstellungskraft des Filmfreundes „erraten“ werden können, erlebt mit „The Pact“ einen recht schickes und höllisch unheimliches Mystery-Drama, dass den interessierten Filmfreund vermutlich so schnell nicht wieder loslassen wird. Das Häuschen der Mutter ist mit all den morbid-alten und geschmacklich fragwürdigen Tapeten wie für einen Film dieses Kalibers geschaffen. Zocker-freudige Filmfans, die sich noch gut an den 2. Teil der Videospielreihe „Silent Hill“ erinnern können, dürften sich zumindest was das altmodische schrullige Setting betrifft, direkt heimisch fühlen. Aufgrund des recht subtilen Untertons von „The Pact“ in Kombination mit dem sehr gelungenen Sounddesign (zumindest dann, wenn die Bedrohung in Erscheinung tritt) und der düster-unheimlichen Ausstattung sind minimale Parallelen zu einem „Silent Hill 2“-Game nicht von der Hand zu weisen.
 
Mit „The Pact“ erlebt der Filmfreund ein sehr wortkarges Grusel-Drama das nicht jedem Horrorfilmfreund munden dürfte. Puristen, die nach plausiblen Antworten dürsten, dürften bei diesem Debüt-Werk unbefriedigt den Kinosaal verlassen. Vielmehr lebt „The Pact“ von seiner wirklich morbiden und unheimlichen Atmosphäre und von den vielen Schlüsselszenen bekannter Genrewerke („Shutter“, „Silent Hill“, „The Inkeepers“, „Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“, „The Entity“) welche Regisseur Nicholas McCarthy zwar dreist stibitzt, aber dennoch zu einem recht kreativ-sehenswerten Eigenem zusammenbastelt. „The Pact“ nährt von seinen sehr beängstigenden Bildern und Kamera-Spielereien (eine Flucht der Protagonistin wird in Zeitlupe erzählt), die zu Recht nur puristisch (wenn überhaupt) mit Musik unterlegt werden. Außerdem besitzt McCarthy´s Erstlingswerk viele starke dramaturgische Momente die wirklich zu gefallen wissen, allen voran die Szene in der ein blindes Medium den Schauplatz der Gegebenheiten untersucht und die Hauptprotagonistin mit ihrem rätselhaften Geplapper vollkommen verunsichert. Leider schaffen es die oftmals sehr simplen, aber dennoch sehr raffiniert eingesetzten Schockszenen nicht vom arg löchrigen Drehbuch abzulenken, denn immer dann wenn der Zuschauer nach Antworten der Gegebenheiten sucht, gerät das Drehbuch in Erklärungsnot. Das hinterlässt bei diesem, eigentlich sehr sehenswerten, Indie-Film einen überaus ungenießbaren Beigeschmack und macht „The Pact“ dadurch gerade mal zu üblicher Durchschnittsware. Schade!
 
 
 


 
 
 

The Pact – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Ein eigentlich guter Film mit einer ganz eigenen (Erzähl- und Bild)Sprache, der aber permanent in Erklärungsnot gerät und zu viele offene Fragen in den Raum wirft. Dennoch, für ein Debüt-Werk absolut passabel!
 
 
 


 
 
 

The Pact – Zensur

 
 
 
Die FSK 16er Freigabe in Deutschland ist ungeschnitten!
 
 
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The Pact – Trailer

 
 
 

 
 
 

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Ähnliche Filme:
 
 
Babycall (2011)

Cassadaga (2011)

The Innkeepers (2011)

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Filmreview: „Babycall“ (2011)

 

 

Nachdem uns die Schweden zuletzt mit ihrem kongenialen Vampir-Drama „So finster die Nacht“ eindrucksvoll bewiesen haben, dass auch nordeuropäisches Gruselkino in der Lage sein kann, für gehörig Gänsehaut zu sorgen, erscheint demnächst ein weiterer Vertreter aus dem fernen Norden auch in unseren Gefilden.

Der norwegische Mysterythriller „Babycall“ scheint auf den ersten Blick gewisse Parallelen zum obig genannten schwedischen Meisterwerks zu besitzen, handelt „Babycall“ doch auch von trostloser Einsamkeit, von der Suche nach Geborgenheit und Verständnis und von Menschen, die eigentlich anders sind, als deren Umfeld.

Mutter „Anna“ und ihr wortkarger 8-jähriger Sohn sind derart bemitleidenswerte Kreaturen.

 

 

Nachdem Sohn „Anders“ jahrelang vom eigenen Vater misshandelt wurde, ziehen Mutter und Sohn in die anonyme Großstadt um in einer kleinen Sozialwohnung ein neues Leben zu beginnen.

Doch der erhoffte Neubeginn birgt Unmengen an Problemen und Herausforderungen.

Fast panisch überwacht und kontrolliert „Anna“ ihren kleinen Schützling, immer die Angst im Nacken, dass der Kindsvater herausfinden könnte, wo sich die kleine Familie momentan aufhält.

In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an den Elektronikfachverkäufer „Helge“, der ihr ein Babyphone verkauft, mit welchen „Anna“ auch des Nachts unbekümmert jeden Schritt des Sohnes verfolgen kann.

Es dauert nicht lang, bis die besorgte Mutter, seltsame Schreie und Geräusche aus dem neu erstandenen Utensil wahrnimmt, deren Herkunft sie nicht erklären kann …

 

 

Vorab, der Film(trailer) sorgt freilich für überaus Verwirrung, denn mit „Babycall“ hat Regisseur Pål Sletaune einen zwar soliden Film geschaffen, der aber mehr Sozialdrama ist und nur minimale Mystery-Elemente vorweisen kann.

Wobei diese Genre-Unschlüssigkeit das größte Problem dieses Thrillers ist, denn die Mystery-Elemente passen einfach nicht zum Grundgedanken des Filmes und wirken, gerade zum Ende hin, zunehmend konstruiert und vor allem vollkommen deplatziert.

Dabei hätte die zutiefst traurige Geschichte derart Schiene gar nicht nötig gehabt, lebt sie doch allein von den 3(!) Hauptprotagonisten, die sich fast 90 Minuten ohne Worte zu verständigen wissen und der wahrhaftig genialen Bildkomposition, die es ohne großartiges virtuoses Tam-Tam mit minimalen Mitteln schafft, ein unglaublich depressives und hilfloses Gefühl beim Zuschauer zu entwickeln.

Farbenfrohe Szenen sucht man hier vergebens, eine begleitenden akustische Untermalung ebenso, denn die tritt nur in wenigen ruhigen Minuten in Erscheinung, sodass sich der Zuschauer gänzlich auf das absolut vortreffliche Schauspiel der wenigen Protagonisten konzentrieren kann.

Noomi Rapace , in der Rolle als hilflose Übermutter „Anna“ ist vortrefflich gewählt, unterstreicht ihr psychisch labiles Schauspiel den vollkommen zermürbenden Grundton des Filmes.

Auch Kristoffer Joner als Elektro-Fachverkäufer „Helge“, der sich in die hilflose „Anna“ verliebt, sie aber emotional nicht erreicht, ist in seiner Darstellung zwar überaus zurückhaltend fügt sich dennoch perfekt in die trostlose Handlung ein.

Leider passen die vollkommen aufdringlichen Gruseleffekte nach Annas Kauf des Babyphones nicht wirklich in die Handlung und zerstören den wesentlichen Teil, der arg verstörenden Atmosphäre des Films. Das ist recht schade, denn diese Genre-Unschlüssigkeit schraubt die Filmqualität enorm gen Keller. Hier wollte Regisseur Pål Sletaune vermutlich den ganz großen Coup beweisen und mit einem trefflich überraschenden Storytwist im Stile eines M. Night Shyamalan punkten. Gebracht hat das leider wenig, denn seine unbrauchbare Auflösung fühlt sich an, wie kalter ungenießbarer Kaffee, den man in derart Form in fast schon jedem zweiten Mysterythriller der letzten Jahre gesehen hat.

Babycall“ ist leider eine kleine Enttäuschung geworden. Es gibt wahrlich viele gute Ansätze, die den Film hätten über den Durchschnitt heben können. Ein fast schon unerträglich trauriger und depressiver Grundton unterstreicht den gesamten Film. Die schauspielerischen Qualitäten sind vortrefflich, wäre da nicht der erzwungene Mystery-Abklatsch ab Filmmitte, der den Film vollkommen unbrauchbar macht.

Hätte sich Regisseur Pål Sletaune gänzlich auf die Drama-Komponente konzentriert wäre ihm ein einzigartiger Film gelungen, der mit seinem kontroversen Filmstoff mit Sicherheit den ein oder anderen Zuschauer zum Nachdenken hätte anregen können.

Das Endresultat ist recht ernüchternd und bietet leider nur noch durchwachsene Filmkost, deren Logiklücken gen Ende hin unweigerlich schwer ins Gewicht fallen – überaus Schade!

 

 

 

Fazit 5,5 / 5 Punkten

 

Ein durchschnittlicher Film, der sich leider vollkommen in seinem überflüssigen Genre-Wirrwar verirrt.

Eigentlich schade, zumal die bedrückende Sozialdrama-Komponente zu gefallen weiß.

Deutschlandfilmstart: Juni 2012

FSK-Prognose: ungeschnitten mit FSK16

 

 

Hellraiser80


Filmreview: „Stalker“ (2011)

 

Die erfolgreiche, aber offensichtlich gestresste Buchautorin Paula Martin, zieht sich für das Schreiben an ihrem neuen Werk zurück in das Elterliche Anwesen „Crows Hall“.

Aber auch hier verfolgen sie unendlich seltsame Visionen und Alpträume, die sie scheinbar an den Rand des Wahnsinns treiben.

Nachdem sie sich unglücklicherweise die Hand an einem herausragenden Nagel in der Kellerwand verletzt hat steht ihr die Assistentin Linda hilfreich zur Seite, die ab nun an die Gedanken der Autorin zu Papier bringt.

Doch das anfängliche Vertrauen zwischen den beiden Frauen wird jeher verletzt, als die Schriftstellerin Paula erfährt, dass Linda die von ihr vordiktierten Gedanken verfälscht und den neuen Roman nach ihrem Ermessen weiterspinnt.

 

 

Dieser kleine „Low-Budget“-Thriller scheint auf dem ersten Blick eine gehörige Mogelpackung darzustellen, denn der Filmtitel „Stalker“ dürfte für den ein oder anderen Filmfreund nach Sichtung als relativ irreführend gewählt, denn im Film selbst ist weit und breit nichts zu sehen von einem titelgebenden menschlichen Verfolger.

Mit dem Psychothriller „Stalker“ erhält der Genrefilmfreund einen zwar ganz soliden Horrorthriller, der aber leider mit so einigen sehr groben Schnitzern zu kämpfen hat.

Einerseits sind da die beiden Charaktere Paula und Linda, die anfänglich noch miteinander sympathisieren, aber im Verlauf der Handlung zu sich hassenden Kontrahenten mutieren. Irgendwie scheint den Drehbuchautoren nichts wirklich kreatives eingefallen sein, denn das Schauspiel, sowie die Wortgefechte der beiden Protagonisten untereinander wollen partout nicht überzeugen und plätschern irgendwo zwischen unglaubwürdig oder ziemlich zäh-belanglos daher.

Die arg einnehmende Präsenz der Assistenten Linda, die sich im Verlauf der Handlung zu einem überaus mordgierigen Psychopathen verwandelt, kommt so unglaublich unimpulsiv daher und ihre scheinbar plötzlich auftretenden und unerklärlichen cholerischen Ausbrüche wirken so deplaziert, dass der Zuschauer sich fragt, ob er lieber mit den laienhaften schauspielerischen Leistungen der Linda-Darstellerin Mitleid empfinden soll, oder für das eigentliche Filmopfer Paula.

Dabei versucht Regisseur Martin Kemp, ähnlich wie unzählige Filmemacher vor ihm, die unzähligen Logikpatzer und dramaturgischen Schwächen seines Filmes mit einem überaus uninspirierten und unspektakulären Plottwist zu stopfen.

Die Erklärungen für das Verhalten der beiden Rivalinnen scheinen oberflächlich gesehen zwar halbwegs einleuchtend, psychologisch und tiefgründig gesehen gestalten dieses sich aber leider als absolut fraglich.

Demnach erahnt der Zuschauer bereits schon ab Filmmitte, vorauf der eigentlich Film hinaus will, denn geübte Horrorfilmfans dürften den scheinbar überraschenden Filmtwist und die  Auflösung des ominösen Geschehens weit vor Filmende erahnen.

Scheinbar war Regisseur Martin Kemp dessen bewusst, und versucht die Aufmerksamkeit der Genrefreunde mit einer handvoll kaltblütiger, aber leider unwesentlich wichtigen, Mordszenen zu gewinnen. Das Vorgehen scheint klug gewählt, aber ändert nichts an der Tatsache, dass mit seinem „Stalker“ kein bahnbrechend neuer und vor allem guter Film das Licht der Filmwelt erblickt hat.

Alte Filmhasen dürften während der Sichtung schnell gelangweilt zur Stoptaste ihres Heimkinosystems greifen, junge Filmfreunde, aufgrund der zu laschen und recht blutleeren Inszenierung (bis auf einen deftigen Mord), unbeeindruckt sein.

Regisseur Martin Kemp, der bisher als Darsteller für unzählig schlechte B-Movie-Ware und Serienproduktionen vor der Kamera stand, hat auch mit seinem zweiten abendfüllenden Ausflug in die Welt hinter der Kamera kein Fünkchen Originalität bewiesen.

Sein aktuelles Werk ist unoriginell, unmotiviert und hanebüchen und dürfte schnell als monotone Dauer-TV-Wiederholung im Nachtprogramm diverser Privatsender landen.

 

 

 

Filmpunkte 5,5/ 10

 

Ein unorigineller und vor allem „unböser“ Film, den man man in dieser Form schon zu oft gesehen hat und dem einfach der „Pfeffer“ fehlt.

Stimmungsvoller Einstig – Oberflächlich betrachtet, ein ganz passabel erklärtes Ende. Leider passt das „Dazwischen“ irgendwie nicht zum Rest des Films und will kein Fünkchen überzeugen. Schade!

 

FSK-Prognose: Aufgrund eines recht detailiert zelebrierten Mord gehe ich davon aus, dass die FSK dem Film in der ungeschnitten Form eine „Keine Jugendfreigabe“ – Kennzeichung attestieren wird. Mit viel Glück eventuell auch eine FSK 16er Freigabe, obwohl ich diese Entscheidung eher bezweifle.

Deutschland-Start: bisher noch unbekannt

 

 

Hellraiser80


Filmreview: „Rosewood Lane“ (2011)

"Rosewood Lane" (2011) Filmreview auf Filmcheck , Horrorfilm, Review
 
 
 

Rosewood Lane

Story

 
 
 
Nach dem mysteriösen Tod ihres Vaters zieht es die bekannte Radio-Psychologin und Moderatorin SONNY BLAKE zurück in die Heimat, wo sie als Kind gutbürgerlich heranwuchs.
Da das Elternhaus über ein Jahr leer gestanden hat, sie es aber bisher nicht übers Herz bringen konnte, es zu verkaufen, entschließt sie sich letztendlich dazu, das vertraute elterliche Heim auf der ROSEWOOD LANE selbst zu beziehen. Doch kaum eingezogen erhält sie recht aufdringlichen Besuch von einem der örtlichen Zeitungsjungen, der ihr ein Abo der lokalen Tageszeitung verkaufen möchte. Aufgrund seiner recht direkten und unhöflichen Vorgehensweise weist sie den Jungen jedoch zurück und bittet ihn sie in Zukunft nicht mehr zu belästigen. Ein fataler Fehler, denn der Bursche lässt nicht locker und beginnt die junge Frau auf arg dreiste Art zu terrorisieren …

 
 
 


 
 
 

Rosewood Lane – Kritik

 
 
 
Fast 11 Jahre ist es nun bereits her, dass Regisseur und Drehbuchautor VICTOR SALVA mit seinem JEEPERS CREEPERS weltweit Erfolge verbuchen und sich zurück in die Liga nennenswerter Horrorfilmregisseure katapultieren konnte. Kein einfacher Weg, den er bis dato zu bestreiten hatte.
Denn während seines Debüt-Horrorwerkes CLOWNHOUSE (1989) vergriff er sich mehrfach sexuell an dem damals noch 12-jährigen Hauptdarsteller des Films (NATHAN FORREST WINTERS) und wurde aufgrund seines Vergehens zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Seine Rückkehr in die Welt des Films verlief demnach alles andere als rosig, denn aufgrund einer Hetzkampagne, die 1994 zum Filmstart seinen Films POWDER durch Ex-Darsteller WINTERS ins Leben gerufen wurde, floppt sein Comeback an den Kinokassen gewaltig und sorgte dafür, dass ihm wichtige Filmaufträge ausblieben. Erst fünf Jahre später gelang dem Regisseur mit dem Horrorfilm JEEPRES CREEPERS eine überraschendes Comeback und zugleich der weltweit Durchbruch. Aufgrund der überzeugenden Einspielergebnisse war es nur eine Frage der Zeit bis dem Erstling ein Sequel spendiert wurde, dass dabei nahtlos an den grandiosen ersten Teil anschloss, jedoch nicht einmal annähernd den gleichen Erfolg verbuchen konnte, wie das zuvor abgedreht Original.
 
Mit ROSEWOOD LANE hat es SALVA vorerst einmal geschafft wieder von sich hören zu lassen. Sein aktueller Horrorfilm geht hierbei recht traditionelle Wege und setzt mehr auf Suspense und Spannung, als auf schaufreudiges Gematsche mit dem Holzhammer, wie man es wohl nach all den kontroversen Extrem-Folterschinken der letzten Jahre erwartet hätte.
Das kommt dem vorliegenden Thriller recht gelegen, denn das arg seltsame Verhalten des pubertären Milchreisbubis gestaltet sich als durchaus kreativ, erfrischend und ziemlich makaber, sodass die Geschichte mit Sicherheit Potenzial für mindestens eine Fortsetzung gehabt hätte. Hierbei lässt sich offensichtlich nicht bestreiten, dass SALVA sein virtuoses Talent in der Aneinanderreihung herrlich gemeiner Schocks nicht verlernt zu haben scheint, denn dass arg „unartige“ Vorgehen des Möchtegern-Casanovas lässt den interessierte Filmfan nicht nur einmal derbe Zusammenzucken. Sein forsches und vor allem unerwartetes Erscheinen dürfte vor allem zartbesaiteten Zuschauern mächtig den Puls in die Höhe treiben und für einige durchweg schlaflose Nächste sorgen.
 
In ROSEWOOD LANE ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Hinter dem Antlitz des unschuldigen Jungen, versteckt sich das zutiefst Böse, dass den Bewohnern der Straße mächtig Angst einzujagen versucht. SALVA gelingt es auf gekonnte Weise, nicht nur die Protagonisten des Films mit den fragwürdigen Handlungen des Burschen zu verwirren, sondern auch den Zuschauer mit den reichlich diabolischen Interaktionen des Bösewichts zu manipulieren. Die Beweggründe des Nachwuchspsychopathen bleiben weitestgehend ungeklärt und sein Handeln wirkt durch die Bank weg befremdlich, sodass einzig darauf schließen lässt, dass der „Paperboy“ mit dem Teufel im Bunde stehen muss. Bis zur letzten Filmminute bleibt das Handeln dieses ominösen Zeitgenossen ungeklärt. Erst in den letzten Sekunden bringt Regisseur VICTOR SALVA Licht ins Dunkel und verblüfft mit einem haarsträubenden Twist, den der Filmfreund vermutlich in derart obskuren Art nicht erwartet hätte. Zwar gestaltet sich die Auflösung als simpel; trotzdem dürfte man sich als Zuschauer doch etwas hinter das Licht geführt fühlen, mit derart grotesken Wendung konfrontiert zu werden.
 
 
 
Mit ROSEWOOD LANE hat es VICTOR SALVA geschafft, mittels überzeugenden Beitrag erneut von sich hören zu lassen. Sein aktueller Genre-Ausflug ist ein ziemlich gemeines Stück Zelluloid, dass den Zuschauer rund 90 Minuten kurzweilig zu unterhalten versteht. Zwar gibt es gerade ab Filmmitte einige Handlungs- und Spannungsdefizite und auch mit der Logik hapert es des Öfteren; dennoch hat er mit seinem ROSEWOOD LANE einen ganz schön gemeinen Schocker gebastelt, der Filmfans durchaus in Erinnerung bleiben dürfte.
 
 
 


 
 
 

Rosewood Lane – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Kleiner, ziemlich böser Film. Der überraschende Plottwist ist so verblüffend, wie simpel und dürfte vor allem die letzten unglaublich dummen und vor allem schlechten Filme eines M. NIGHT SHYAMALAN alt ausschauen lassen.
 
 
 


 
 
 

Rosewood Lane – Zensur

 
 
 
Die deutsche Heimkinofassung ist ungeschnitten ab FSK16 freigegeben – nicht wirklich verwunderlich, gibt es im Film keine ausufernden Todesszenen!
 
 
 


 
 
 

Rosewood Lane – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Rosewood Lane Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Rosewood Lane; USA 2011

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1; (1920x1080p) Full HD

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: FSK 16

Verpackung: Schwarze Amaray mit Wendecover

Extras: Making of, Trailer

 
 
 
Der kleine Überraschungs-Hit ROSEWOOD LANE bekommt von PLANET MEDIA HOME ENTERTAINMEMT eine zwar etwas dürftige Ausstattung spendiert, wobei jedoch in punkto Technik nicht gemeckert werden kann. Das Bild und der Ton befinden sich auf einem durchweg hohen Niveau. Die Schärfe bleibt im mittelstarken Wert, ebenso Kontrast und Schwarzwert. Oftmals wirken die Farben etwas kühl, was aber den durchweg gruseligen Unterton des Filmes verstärkt. Der Ton wurde gut abgemischt und wirkt hin und wieder sehr dynamisch. Zudem wurde der Film mit einer sehr angenehmen Synchronisation beschenkt, was aktuell ja nicht von allem Low Budget-Werken behauptet werden kann. Zu den Extras gesellen sich gerade einmal der Trailer zum Film in Deutsch und Englisch, sowie ein ca. 29-minütiges Making of, dass leider wie üblich von PLANET MEDIA nicht untertitelt wurde. Somit lohnt sich der Bonusbereich hauptsächlich für alle jene Filmfans, die der englischen Sprache vertraut sind. Bleibt zu erwähnen, dass der Vertrieb noch mit drei Werbefilmchen zu kommenden Veröffentlichungen etwas Eigenwerbung betreibt und die ROSEWOOD LANE Blu-ray mit einem Wechselcover ausstattet. Interessanterweise ist die Amaray-Hülle nicht Blau, sondern in edlem Schwarz gehalten, sodass die Auswertung dadurch hübsch aufgewertet wird.
 
 

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Rosewood Lane – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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