Filmkritik: „Killer Sofa“ (2019)

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KILLER SOFA

(MY LOVER, MY LAZY BOY)

Story

 
 
 

Ein Sitzmöbel führt plötzlich ein Eigenleben und bringt Unheil über den Besitzer.

 
 
 


 
 
 

KILLER SOFA – Kritik

 
 
 
Das Horrorkino ist vielfältig und abwechslungsreich. Neben harten, kontroversen, anspruchsvollen und unheimlichen Beiträgen bietet das Genre auch gut und gerne mal Abwechslung durch Selbstironie und Humor. Da werden immer öfter Horrorfilme gedreht, die sich partout nicht ernst nehmen wollen und mit absurden Ideen locken, für die man mehrere Liter Alkohol intus gehabt haben muss, um diese auf Papier kritzeln zu können. Mittlerweile ist die Liste durchgeknallter Filmspäße lang. Darauf befinden sich Horrorkomödien in denen nicht nur Tomaten, Kühlschränke oder Donuts zu aggressiven Killermaschinen umfunktioniert werden. Auch fliegende Haifische, mordende Weihnachtsbäume oder boshafte Lebkuchenmänner sind im Horror-Genre keine Seltenheit mehr. Trashfilmliebhaber und Fans von Nischenfilmen geben uns da recht.
 
 
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Der nächste Blödsinn steht nun in den Startlöchern. Der kommt diesmal aus Neuseeland und durchforstet die Lagerregale bekannter Möbelhäuser nach möglichen Einrichtungsgegenständen, die dem Besitzer das Leben zu Hölle machen können. Hängen geblieben ist man da bei S wie Sofa. Letzteres wird nun zum Killer-Möbel deklariert und soll Menschen nach dem Leben trachten. So ganz neu ist die Idee aber nicht. Vor einiger Zeit hatten wir hier ähnlichen Low-Budget-Spaß besprochen. Der schimpfte sich BED OF THE DEAD und erzählte die Geschichte eines besessenen Holzbetts, das sich an Menschenblut labte. Genau gleiches Prinzip verfolgt nun KILLER SOFA, der mit seiner skurrilen Idee immerhin für Aufmerksamkeit unter Horrorfilmjüngern sorgte und sich deshalb auf der ein oder anderen Filmvormerkliste befinden dürfte. All jene bekommen nun aber schnell einen Dämpfer. KILLER SOFA sieht zwar auf den ersten Blick ganz brauchbar aus, ist aber bei genauerer Betrachtung weit entfernt vom neuen Trash-Hit. Wir sagen Euch warum.
 
 
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Kein Sofa, sondern eher ein diabolischer Sessel mit Augen. In KILLER SOFA dreht sich alles um die Tänzerin Francesca. Die hat mehrere Verehrer, die der attraktiven Brünetten oft mal etwas zu nahe rücken. So auch ein Stalker von dem man plötzlich Körperteile findet und die Polizei vor Rätsel stellt. Doch damit nicht genug. Francesca gönnt sich den Luxus eines neuen Sessels. Der wird geliefert und beginnt plötzlich ein Eigenleben zu führen. Die ersten Morde stempelt man noch unter Unfall ab. Doch bald schon häufen sich die seltsamen Umstände. Da kommt ein Bekannter der Tänzerin auf den richtigen Pfad. Der ist fest davon überzeugt, dass das Möbel von einem Dibbuk besessen ist – einem, nach jüdischen Volksglauben bösen Totengeist.
 
 
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Ernster als gedacht – aber nicht unbedingt gut. KILLER SOFA verfügt zwar über eine ungewöhnliche Filmidee, ist aber reichlich zäh. Nach blutigem Auftakt quält sich der Streifen mit dem Erzählen seiner Geschichte. Wir bekommen sonderbare Figuren vor die Linse und natürlich auch das Sitzmöbel aus dem Trailer. Irgendwie will aber beides nicht zu einem homogenen Ganzen finden. KILLER SOFA hat Anlaufschwierigkeiten und braucht angesichts der ohnehin schon knappen Laufzeit von 75 Minuten einfach zu lange, um mal überhaupt eine Richtung zu finden. Dass da kaum Spannung entsteht, liegt auf der Hand. Der neuseeländische Filmemacher BERNIE RAO hat hier ein eigenes Drehbuch verfilmt, dem es an Feinschliff fehlt. Die Ereignisse dümpeln vor sich hin, die Protagonisten wirken unnahbar, schwarzer Humor ist überschaubar und nach richtigen Höhepunkten sucht man vergebens. Weil auch noch übertriebener Splatter fehlt, der die Geschehnisse ins Absurdum treiben könnte, versinkt KILLER SOFA schnell in der Bedeutungslosigkeit. Nee, das war nichts – die überwiegend negativen Bewertungen im Filmportal IMDB deuten darauf hin, dass es vielen anderen Zuschauern wohl genauso erging wie uns.
 
 
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KILLER SOFA – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Nix mit gaga und so furchterregend wie auf dem Poster erst recht nicht. Auch wenn sich der Plot über ein mordendes Möbelstück total bescheuert liest, KILLER SOFA enttäuscht. Hier wird viel Potenzial verschenkt, um sich den Preis für den besten Trash-Horror 2019 sichern zu können. Außer der Tatsache, dass hier ein Sitzmöbel von einem Geist besessen ist und Menschen ermordet, fehlt es KILLER SOFA an ausgefallenen Ideen, um den Zuschauer bei Laune halten zu können. Wo sind die ausufernden Splatter-Späße? Wo die für diese Art von Filmen obligatorischen Lacher? Beides Mangelware. Stattdessen zu viel Low-Budget und Belanglosigkeit. Wer gerne sehen möchte, wie ein paar Filmpraktikanten ein Möbel hin- und herschieben, sodass man meinen könnte, es bewege sich von selbst, wird mit KILLER SOFA so seinen Spaß haben. Wer hier Trash-Irrsinn im Stile eine SHARKNADO erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt. KILLER SOFA ist zäh, unwitzig und langweilig obendrein. Erst im Finale passiert endlich mal was. Da hat man schon Besseres aus Neuseeland aufgetischt bekommen. Zumindest hat dort der große PETER JACKSON mit Horror-Trash den Weg ins Filmbusiness geschafft. Der drehte in Neuseeland mit gerade einmal 30.000 NZD den abgefahrenen BAD TASTE und schrieb damit Horrorfilmgeschichte. Von so was kann KILLER SOFA-Regisseur BERNIE RAO nur träumen. Übrigens hieß der Film anfangs noch ganz anders. Weil der ursprüngliche Titel MY LOVER, MY LAZY BOY wenig aussagekräftig erschien, taufte die Verleihfirma den Film einfach in KILLER SOFA um. Irreführend – vor allem auch deshalb, weil es im Film gar kein mordendes Sofa zu sehen gibt. Ob sich die Leute vom Verleih diesen Film überhaupt je angesehen haben?
 
 
 


 
 
 

KILLER SOFA – Zensur

 
 
 
KILLER SOFA hat ein paar blutige Szenen zu bieten. Ausufernde Gewalt oder übertriebene Splattereinlagen sucht man aber vergebens. Die zelebrierten „Gemeinheiten“ bewegen sich in einem FSK16-Rahmen. Die dürfte KILLER SOFA dann auch in Deutschland erhalten. Ein deutscher Rechteinhaber wird sich hier wohl schnell finden lassen.
 
 
 


 
 
 

KILLER SOFA – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei High Octane Pictures | Mad Kiwi Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Attack of the Killer Donuts (2016)
 
Der Kühlschrank (1991)
 
Angriff der Killertomaten (1978)
 
Sharknado – Genug gesagt! (2013)
 
Rubber (2010)
 

Filmkritik: „A Night of Horror: Nightmare Radio“ (2019)

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A NIGHT OF HORROR: NIGHTMARE RADIO

Story

 
 
 

In einer Radiostation gehen schaurige Dinge vor sich, die einem Moderator Angst bereiten.

 
 
 


 
 
 

A NIGHT OF HORROR: NIGHTMARE RADIO – Kritik

 
 
 
Anthologie-Filme sind seit einigen Jahren richtige Verkaufsrenner. Darin werden meist mehrere Kurzgeschichten erzählt, die durch eine Rahmenhandlung miteinander verknüpft sind. Ein Prinzip, das vor allem seit den Erfolgen von so Episodenfilmen wie THE ABCS OF DEATH oder die V/H/S-Reihe lukrativ geworden ist. Leider haben Anthologie-Streifen ein großes Problem. Obwohl sie unter Horrorfans ziemlich beliebt sind, lassen sie sich in der Gesamtheit nur schwer bewerten. Das liegt in erster Linie am Qualitätsgehalt jeder Kurzgeschichte. Meist ist der unterschiedlich und es gesellen sich zu guten Gruselerzählungen auch gern mal richtige Rohrkrepierer. Das ist im Falle von A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO nicht anders. Hierbei gibt es Nachschub für Liebhaber schauriger Gruselhappen. Neun mal mehr, mal weniger unheimliche Segmente und zehn Regisseure wollen den Zuschauer um den Schlaf bringen. Da ist vermutlich für jeden etwas dabei – vor allem für jene, die es gern makaber mögen. Einige der Kurzfilme punkten nämlich mit zynischer Pointe. Die legendäre Erwachsenenausgabe der GESCHICHTEN AUS DER GRUFT lässt grüßen.
 
 
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In der Kürze liegt die Würze. A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO hat nichts mit der etwas ähnlich klingenden Anthologie A NIGHT OF HORROR – VOLUME 1 von 2015 am Hut. Bei letzterer handelte es sich um eine Sammlung von Kurzfilmen, die auf dem gleichnahmigen Filmfestival liefen. Das ist bei A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO nicht der Fall. In dieser eigenständigen Sammlung unheimlicher Kurzfilme leitet Moderator Rod eine Radiosendung, die Gänsehaut verursachen soll. Darin können Zuhörer anrufen und live am Telefon von gruseligen Erfahrungen berichten, die man mit der paranormalen Welt gemacht hat. Aber auch der Radioansager selbst ist ein richtiges Plappermaul. Der hat schon viel Mysteriöses erlebt aber auch gehört, das er natürlich seinem Publikum nicht vorenthalten möchte. Doch während all der Geschichtenerzählerei gehen plötzlich seltsame Dinge in der Radiostation vor sich. Ein verängstigtes Kind ruft immer wieder an und bittet um Hilfe. Ein Telefonstreich? Zumindest glaubt Rod anfangs noch daran. Da A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO immer noch im Horror-Genre verankert ist, dürfte schnell klar sein, dass die kleine Anruferin Gründe hat. Die offenbaren sich nach und nach und hinterlassen ein ungutes Bauchgefühl.
 
 
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Zehn Regisseure wollen erschrecken, schockieren und für wohliges Gruselvergnügen sorgen. Darunter in erster Linie unbekannte Filmemacher, die bisher durch Kurzfilme auf Festivals in Erscheinung getreten sind. Von dort haben sich die Macher von A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO auch das meiste Füllmaterial besorgt. Diverse Kurzfilme des vorliegenden Gruselkompendiums liefen bereits erfolgreich auf großen Filmfestivals – andere hingegen wurden bisher noch gar nicht veröffentlicht. Neu hingegen ist die Rahmenhandlung. Die hat man extra für A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO anfertigen lassen. Das hört sich zwar nach schneller Geldmacherei an, ist aber durchaus löblich. Viele Kurzfilme einschlägiger Horrorveranstaltungen verschwinden schnell in den Archiven. Während Langfilme irgendwann Videopremiere feiern, bleibt so eine Veröffentlichung vielen Kurzfilmen vorenthalten. Eine traurige Tatsache, die immerhin manch einer nicht hinnehmen möchte. So tut zum Beispiel das deutsche Label CONCORDE etwas dagegen. Unter dem Banner SHOCKING SHORTS werden jedes Jahr einige der besten Horrorkurzfilme auf Blu-ray und DVD gepresst. Für Anthologie-Fans ein Pflichtkauf.
 
 
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Der Pflichtkauf ist natürlich auch bei A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO vorprogrammiert. Darin sehen wir zynische Friseure, mordende Meerjungfrauen, diabolische Kreaturen, eigensinnige Bestrafungsmethoden und Kämpfe gegen innere Dämonen. Die Liste makabrer Erzählungen ist lang und abwechslungsreich, wobei aber gesagt werden muss, dass nicht jedes Segment auch überzeugen kann. So sehen wir gleich zu Beginn eine der gruseligsten und besten Geschichten der Sammlung. Die spielt irgendwann im späten 19. Jahrhunderts und berichtet von einem kleinen Mädchen, das mit einem der ersten Fotoapparate den Leichnam eines toten Kindes fotografieren soll. Hingegen weniger gelungen: Ein Segment in dem ein Kind der Spur einer clownähnlichen Kreatur folgt. Die lockt mit bunten Luftballons und stiert fies in die Kamera. Was folgt, ist eine Aneinanderreihung schauriger Kameraeinstellungen – ohne dass etwas Nennenswertes passiert. Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt.
 
 
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A NIGHT OF HORROR: NIGHTMARE RADIO – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Schauriges Gruselfutter mit Gänsehautpotenzial. A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO ist eine hochwertige Horror-Anthologie im Stile der V/H/S-Reihe und bietet neun Gruselgeschichten, die von zehn Regisseuren möglichst gruselig in Szene gesetzt wurden. Die meisten derer sind weniger bekannt. Nur die Onetti-Geschwister NICOLAS und LUCIANO dürften einigen Horrorfilmkennern von Begriff sein. Letztere haben mit WHAT THE WATERS LEFT BEHIND und FRANCESCA schon einiges an Horror-Material inszeniert, das es sogar nach Deutschland geschafft hat. Für die hier vorliegende Kurzgeschichtensammlung haben sie die Regie für die Rahmenhandlung übernommen und beweisen erneut ein gutes Gespür für Atmosphäre. Nach Giallo und Backwood-Horror nun Gruselkino. Steht den Brüdern ganz gut. Die bewirken mit wenigen Mitteln maximales Unbehagen. Dazu gehören gerade mal Farbspielereien und Farbfilter. Der Rest ist eine Symbiose aus Licht und Schatten. Was dabei entstanden ist, kann gern so auch als Langfilm fortgesetzt werden. Im Gegensatz zum bisherigen Schaffen der Onetti-Brüder ist die Zuarbeit für A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO eine beachtliche Steigerung. Am Rande: natürlich sind auch die anderen Segmente dieser Anthologie brauchbar. Ob makaber, gut getrickst, gehaltlos oder wirklich schaurig – das Angebot ist reichhaltig und besitzt all das, was man eben von einer gut durchmischten Horror-Anthologie erwartet. Wer daher ein Faible für diese Art von Filme besitzt, kommt an A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO nicht umher. Das ist gelungene Horror-Unterhaltung für ungemütliche Herbstabende. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 
 
 


 
 
 

A NIGHT OF HORROR: NIGHTMARE RADIO – Zensur

 
 
 
A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO ist keine Splattergranate. Es gibt einige Gewalspitzen. Diese sind aber nur kurz. Sollte A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO hierzulande veröffentlicht werden, ist eine FSK16 wahrscheinlich.
 
 
 


 
 
 

A NIGHT OF HORROR: NIGHTMARE RADIO – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Black Mandala)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Stories Of The Dead – Die Farm (2019)
 
The ABCs of Death (2012)
 
Holidays (2016)
 
Tales of Halloween (2015)
 
V/H/S Viral (2014)
 
Southbound (2015)
 
Monsterland (2016)
 
P.O.E. Project of Evil (2012)
 
5 Senses of Fear (2013)
 

Filmkritik: „The Furies“ (2019)

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THE FURIES

Story

 
 
 

Mehrere Frauen müssen sich an einem geheimen Ort gegen diverse Killer behaupten, die ihnen das Leben ausknipsen wollen.

 
 
 


 
 
 

THE FURIES – Kritik

 
 
 
Wo sind sie eigentlich hin? Die kompromisslosen Horrorfilme, die sich vor allem durch eines auszeichnen: Gewalt, Gewalt, Gewalt. In den 2000ern sah man sie so ziemlich oft auf der Leinwand. Mittlerweile muss man sie mit der Lupe suchen – aber es gibt sie noch. Einer dieser seltenen Vertreter ist der australische THE FURIES, der vermutlich bis vor einigen Jahren noch Probleme mit der FSK bekommen hätte, weil er so freizügig Gewalt zeigt, als wäre die im Film selbstverständlich. Darin wird mal wieder der Kampf zwischen den Geschlechtern zum Thema gemacht. Mann gegen Frau und Frau gegen Mann. Doch die Story ist nebensächlich. Stattdessen rückt Regie-Newcomer TONY D’AQUINO lieber Spezialeffekte in den Mittelpunkt. Blut, Gematsche und jede Menge Leichen. Gorehounds wirds freuen.
 
 
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THE FURIES erzählt die Geschichte der besten Freundinnen Kayla (AIRLIE DODDS) und Maddie (EBONY VAGULANS). Die geraten in Streit und werden mitten im Konflikt von Fremden überwältigt. Die verschleppen die Frauen zu einem mysteriösen Ort, wo ihnen niemand zur Hilfe eilen kann. Schnell stellt sich heraus, dass man hier nicht sicher ist. Maskierte Gesellen schleichen durch das Gebiet und gehen auf Beutefang. Sie töten sich entweder gegenseitig oder die vielen Frauen, die sich hier im Gebüsch verstecken. Doch was soll das ganze Theater? Wird hier nur zum Spaß getötet oder hat das gegenseitige Abmetzeln einen tieferen Sinn? Die Antwort darauf wird nach und nach gelüftet. Sonderlich plausibel oder glaubwürdig ist der Twist aber nicht.
 
 
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Handwerklich ganz solider Survival-Horror, der die niederen Instinkte des Zuschauers befriedigen möchte. THE FURIES ist definitiv nichts für Feingeister. Was anfangs noch eine erbarmungslose Menschenjagd im Stile von CARNAGE PARK, WOLF CREEK 2 oder 31 vermuten lässt, wird mit fortschreitender Laufzeit ganz schön haarsträubend. Da fallen plötzlich nicht mehr nur die Frauen zum Opfer. Auch die Killer müssen Federn lassen. Entweder deren Köpfe explodieren aus heiterem Himmel oder sie gehen sich gegenseitig an die Gurgel. Sind wir hier im Krieg? Man sollte sich nicht den Kopf zerbrechen, die Auflösung ist dumm, denn Plausibilität ist nicht unbedingt im Sinne von Regisseur TONY D’AQUINO. THE FURIES ist ein Horrorfilm, der sich ausschließlich an Hardcore-Horrorfilmfans richtet, die es etwas härter mögen. Die Spezialeffekte sind erste Sahne und zeigen mal wieder eindrucksvoll zu was talentierte Maskenbildner und Effektekünstler in der Lage sein können. Gesichter werden gespalten, Augen aus Augenhöhlen gezogen und Köpfe gespalten – da bekommen Liebhaber fürs Grobe feuchte Höschen. Leider ist die schonungslose Detailgenauigkeit von Gewalt auch schon der einzige Punkt mit dem THE FURIES glänzen kann. Der Rest ist Slasher-Standard.
 
 
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Die weiblichen Opfer bestehen aus Stereotypen und über die männlichen Gegenspieler erfährt man nichts. Die verhüllen ihre Gesichter unter Masken, für die man sich von klassischen Schlitzern wie HALLOWEEN, BRENNENDE RACHE, TEXAS CHAINSAW MASSACRE oder FREITAG DER 13. inspirieren lassen hat. Viel Substanz besitzt THE FURIES nicht. Aber die erwartet man auch nicht von einem Film, der bereits im Trailer die Gangart diktiert, mit welcher er um die Gunst des zahlenden Publikums buhlen möchte. Immerhin besitzt die Schlachtplatte kaum Leerlauf. Regisseur TONY D’AQUINO tritt im Spielfilmdebüt aufs Gaspedal, sodass kaum Längen entstehen. Sowas nennt man ehrliche Hausmannskost – mehr aber auch nicht.
 
 
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THE FURIES – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Die Splatter-Antwort auf DIE TRIBUTE VON PANEM. Dreckiges Splatter-Kino für Fans hausgemachter Gewaltmanschereien, das die niederen Instinkte des Publikums befriedigen möchte. THE FURIES macht in Sachen Gewalt keine Gefangenen. Der Ton ist rau und die Stimmung angespannt. Blut fließt reichlich und die Spezialeffekte sind aller erste Sahne. Das war’s dann aber auch schon. Der Rest ist Slasher-Standard. Frauen werden von Killern ausradiert, bis eine übrig bleibt, die sich als kühne Rächerin behaupten muss und allen Bösewichten den Marsch bläst. Die Handlung ist nebensächlich und die Auflösung dumm. Deshalb sollte man das Hirn ausschalten und sich einfach nur berieseln lassen – insofern man überhaupt etwas mit expliziten Filmen anfangen kann, in denen ausschließlich geschrien und getötet wird.
 
 
 


 
 
 

THE FURIES – Zensur

 
 
 
THE FURIES ist sehr blutig. Die Spezialeffekte werden detailliert und lang zelebriert. Dabei hält die Kamera stets darauf. Weil sich der Film auch selbst sehr ernst nimmt, hätte THE FURIES vermutlich vor einigen Jahren von der FSK keine Freigabe erhalten. Mittlerweile ist die aber humaner geworden. Daher kann man von einer ungeschnittenen Veröffentlichung mit rotem Freigabe-Flatschen ausgehen. THE FURIES feiert im September 2019 auf dem FANTASY FILMFEST seine Deutschlandpremiere. Danach wird der Survival-Horror vom Anbieter SPLENDID FILM in die Händlerregale gebracht.
 
 
 


 
 
 

THE FURIES – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei SPLENDID FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Graf Zaroff – Genie des Bösen (1932)
 
Battle Royal (2000)
 
Wrong Turn (2003)
 
A Lonely Place to Die – Todesfalle Highlands (2011)
 
Raze – Fight or Die! (2013)
 

Filmkritik: „Itsy Bitsy“ (2019)

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ITSY BITSY

Story

 
 
 

Eine alleinerziehende Mutter (Elizabeth Roberts) erlebt mit ihren Kindern in einem Landhaus den ultimativen Horror. Dort wird die kleine Familie von einer Riesenspinne terrorisiert.

 
 
 


 
 
 

ITSY BITSY – Kritik

 
 
 
Spinnen sind im Horrorfilm immer eine sichere Bank. Ob große oder kleine Krabbelwesen – Menschen mit Arachnophobie durchleben nicht selten bei dieser Art von Filmen den Horror auf Erden. Wohl ein Grund, warum es nun Nachschub gibt. Der nennt sich ITSY BITSY und greift natürlich einmal mehr die Urangst des Menschen vor den unheimlichen Langbeinen auf. Für diesen durch Crowdfunding finanzierten Tier-Horror zeichnet jemand verantwortlich, der sich mit Spezialeffekten gut auskennt. Das dürfte große Vorfreude schüren, sind es doch in den meisten Fällen ausgerechnet Effekte, die Horrorfilme mit Spinnen besonders eklig machen. Das dürfte wohl auch MICAH GALLO bekannt sein. Der konnte sich bisher als Spezialist für visuelle Effekte in so einigen bekannten Horrorstreifen austoben. Darunter ALMOST HUMAN, HATCHET 3 und SILENT NIGHT. Mit ITSY BITSY wandelt er auf neuen Pfaden. Diesmal hat er es sich auf dem Regiestuhl gemütlich gemacht und feiert zeitgleich sein Spielfilmdebüt. Mit einem so begabten Händchen für Splatter- und Ekelkram darf man gespannt sein.
 
 
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Kara Spencer versucht mit den beiden Kindern ein neues Leben auf dem Land zu beginnen. Nach einem tragischen Ereignis wollte sie nur noch weg aus der Großstadt und hat einen Job als Krankenschwester in ländlicher Idylle angenommen. Dort soll sie einen alten Mann versorgen und zieht in ein leerstehendes Haus gegenüber ein. Keine gute Idee, denn der pflegebedürftige Arbeitgeber entpuppt sich als ominöser Antiquitätenhändler, der in seiner Sammlung so einige Stücke beherbergt, die er über zweifelhafte Umwege erhalten hat. So auch ein Gefäß eines seltsamen Stammes, der einen obskuren Spinnen-Gott verehrt. Das kommt zu Bruch und herauskrabbelt eine riesige Spinne, die ziemlich viel Chaos hinterlässt.
 
 
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Mehr Familiendrama statt Horror. ITSY BITSY dürfte so manchen Horrorfilmfan enttäuschen. Was im Trailer noch reißerisch angepriesen wird, findet nur selten den Weg in den Film. Stattdessen erzählt der Streifen von einer Mutter, die schwer traumatisiert versucht ein neues Leben zu beginnen. Bei einem schweren Unfall ist der kleine Sohn gestorben. Seither plagen Schuldgefühle, die die Mutter tagtäglich aus der Bahn werfen. Als wäre das nicht schon alles schlimm genug, macht auch der älteste Sohn Vorwürfe. Der ist der Meinung, dass die Erziehungsberechtigte allein für die ungeordnete Situation verantwortlich ist, in der sich die kleine Familie nun befindet. Eine Atmosphäre der Verzweiflung, die sich auch auf die Stimmung des Gruselfilms legt. Statt Schreckmomente am Fließband wird Fokus auf zerrüttete Familienverhältnisse gelegt. Viel Gruselei ist da nicht. Stattdessen Drama, Drama, Drama.
 
 
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Aber keine Angst. Die Spinne krabbelt ab und an auch mal vorbei. Die macht es sich in Wannen gemütlich, legt Eier in Puppenhäuser ab und verstecken sich gern auch mal unter aufgestapelten Kuscheltieren. Viel Terror wird ihr aber nicht ermöglicht, was doch etwas verwundert, da der Spinnen-Horror mit sieben Millionen US-Dollar Produktionsbudget hätte eigentlich aus dem Vollen schöpfen können. Wir sehen einen Mix aus praktischen Effekten und Computerarbeiten. Ganz okay, aber nichts, was vom Hocker reisst – vor allem auch deshalb, weil die Inszenierung kaum über TV-Niveau reicht. Das scheint offenbar auch seine Gründe zu haben, saß doch mit BRYAN DICK jemand am Schreibtisch, der zuvor eher an Drehbüchern zu unbedeutenden TV-Arbeiten gearbeitet hat. Da hat man schon Besseres zu sehen bekommen, zumal ITSY BITSY auch in Sachen Gewalt einen Sparkurs fährt. Wo man in anderen Filmen in Kokons gesponnene und schon halb verweste Leichen zu sehen bekommt, bleibt der von MICAH GALLO inszenierte brav und anständig. Ein paar Spinnenbisse und etwas Glibber – das wars. Ganz schön lahm.
 
 
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ITSY BITSY – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Hervorragende Kameraarbeit und gute Spezialeffekte – mehr nicht. ITSY BITSY ist nicht gerade das beste Beispiel für beunruhigenden Spinnen-Horror. Die Ereignisse plätschern vor sich hin und erst im Finale wird es endlich mal interessant. Bis dahin werden diverse innerfamiliäre Konflikte thematisiert, die dann doch etwas zu viel Laufzeit für sich beanspruchen, die man eher in Spinnenauftritte hätte investieren können. Letztere sind überschaubar und lassen sich an einer Hand abzählen. ITSY BITSY schaut zwar ganz ordentlich aus, kann aber seine B-Horror-Herkunft nicht verbergen. Demzufolge können selbst Menschen mit Arachnophobie einen Blick wagen. Sonderlich beunruhigend ist dieser Spinnen-Horrorfilm nämlich nicht. Eine doch enttäuschende Prämisse, wenn man bedenkt, was Filmemacher in den 1970er und 80er mit weitaus weniger Budget bewirken konnten. Da kommen Filme wie ARACHNOPHOBIA oder MÖRDERSPINNEN ins Gedächtnis. Das sind Kultfilme, über die man berechtigterweise selbst heute noch spricht.
 
 
 


 
 
 

ITSY BITSY – Zensur

 
 
 
ITSY BITSY hat kaum Gewalt zu bieten. Oft sieht man nur die Resultate der Angriffe durch die Riesenspinnen. So sehen wir einige Male kurz, wie sich die Körper der Gebissenen durch das Gift verändern. Die Spinne attackiert zudem einen Mann und beißt ihm die Augen aus. Ansonsten reduzieren sich die Spezialeffekte auf diverse Bisswunden und darauf fließender Glibber. Hierzulande dürfte ITSY BITSY ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

ITSY BITSY – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Shout! Studios)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Arac Attack – Angriff der achtbeinigen Monster (2002)
 
Arachnophobia (1990)
 
Taranteln – Sie kommen um zu töten (1977)
 
Arachnid (2001)
 
Spider Attack – Achtbeinige Monster (2000)
 
Big Ass Spider (2013)
 

Filmkritik: „No Mercy“ (2019)

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NO MERCY

Story

 
 
 
Als die Schwester von einer jungen Frau entführt wird, macht diese sich ihre Kenntnisse als Bodyguard zu Nutze und schwört den Kidnappern blutige Rache.

 
 
 


 
 
 

NO MERCY – Kritik

 
 
 
Aus Südkorea darf man ab und zu starke Genrekost erwarten. „No Mercy“ zählt leider nicht dazu. Die simple Geschichte wird leider etwas arg konstruiert erzählt und auch sonst bleibt dieses Werk hinter seinen Möglichkeiten zurück, selbst wenn daran längst nicht alles schlecht ist.
 
 
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Inae arbeitet als Bodyguard und ist deshalb aus beruflichen Gründen nicht immer für ihre geistig behindere Schwester da. Eines Tages wird diese dann nach der Schule entführt. Was wie ein Streich von Mitschülerinnen aussieht, endet bei Gangstern und Zuhältern. Es dauert nicht lange bis Inae erste Namen herausfinden kann und von da an ist sie stets auf der Suche nach ihrer Schwester, die sich allerdings nie lange bei einem Entführer aufhält. Das größte Problem an der Geschichte ist wohl, dass sie enorm konstruiert wirkt. Was anfangs noch geradlinig erscheint, wird schon bald unnötig verschachtelt, aber an Glaubwürdigkeit gewinnt das Szenario deshalb noch lange nicht. Der Plot ist eigentlich sehr simpel und an sich handelt es sich einfach nur um eine Rache-Geschichte, doch in der zweiten Hälfte bekommt das noch sehr viel Hintergrund. Eigentlich ist das eine lobenswerte Herangehensweise, nur will das bei „No Mercy“ leider niemals so richtig auf den Punkt kommen und irgendwann ist man als Zuschauer dann davon genervt.
 
 
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Im mittleren Teil besteht der Film aus viel zu vielen Rückblenden. Hier gibt es alle paar Sekunden eine neue Szene aus der Vergangenheit. Selbst wenn man damit einen Hintergrund erschafft, ist es zu viel des Guten und das aktuelle Geschehen wird immens ausgebremst. Besonders am Anfang und am Ende bemerkt man, dass es „No Mercy“ gut getan hätte, wenn er seine Story einfach geradlinig gelassen hätte. Über die Inszenierung kann man sich jedoch weniger beklagen. Die Optik ist auf jeden Fall gut und die Actionszenen wurden ebenfalls solide realisiert, selbst wenn die Kamera hier ab und zu etwas zu hektische Bilder entstehen lässt. Der Zuschauer darf sich auf eine Mischung aus etwas Thriller und etwas Action gefasst machen, denn beide Komponenten spielen eine Rolle. Die Kämpfe sind meist recht knackig und kurz gehalten, lassen aber tatsächlich etwas Spannung entstehen. Das liegt sicherlich auch mit daran, dass sich hier eine zierliche Frau durch eine harte Männerwelt kämpfen muss. Zwar ist das Anno 2019 keineswegs mehr originell, doch Si-young Lee, die wirklich eine gute Arbeit abliefert, wirkt nun echt dermaßen unerfahren im Kampf, dass man zwangsläufig etwas mit ihr mitfiebern muss.
 
 
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Die kleine Portion Drama darf man dann getrost vergessen, denn selbst wenn bei „No Mercy“ emotionale Momente aufkommen sollen, so wirkt das einfach nicht besonders intensiv. Dafür sind die Charaktere dann leider auch zu belanglos. Während Inae eigentlich die einzige Identifikationsfigur für den Zuschauer ist, verkommt besonders die Männerwelt zum reinen Selbstzweck. Klar, die Welt ist ein böser Ort, aber in diesem Film sind einfach alle Männer böse und triebgesteuert. Im Endeffekt ist das eine Spur zu plakativ und bedauernswerterweise entfaltet sich auch die gewünschte Beziehung zwischen den Schwestern nie so richtig authentisch. Trotz dieser Mängel erweist sich „No Mercy“ als relativ kurzweilig. Er kommt schnell zur Sache und streut immer wieder kleine Actionszenen ein. An expliziter Gewalt wird zwar leider gespart und die Freigabe ab 18 Jahren wird wohl am ehesten aus den Selbstjustiz-Motiven entstanden sein, aber gänzlich harmlos ist das nun ebenfalls nicht. Alle Darsteller erledigen ihre Sache ganz passabel, nur der der meist elektronische Score verliert bei seinem Dauereinsatz irgendwann an Wirkung.
 
 
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NO MERCY – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
„No Mercy“ ist ein kleiner Actionhappen für zwischendurch, der absolut nichts Weltbewegendes darstellt, von Genrefans aber ruhig mal angetestet werden darf. Leider wird gerade die einfache Geschichte durch ihre unnötig konstruierte Erzählweise etwas kaputt gemacht. Dafür bekommt man eine passable Inszenierung, solide Darsteller und besonders Si-young Lee macht sich in der Hauptrolle doch sehr ordentlich. Die Figurenzeichnung ist deutlich zu plakativ und so richtig intensiv will das Geschehen auch nie werden, dennoch muss sich der Zuschauer nie zu sehr langweilen und bekommt ein paar flott gemachte Actionszenen zu sehen. Ein paar Rückblenden weniger wären schön gewesen, etwas mehr brachiale Gewalt ebenfalls, so dass sich positive, wie negative Aspekte im Endeffekt am ehesten die Waage halten!
 
 
 


 
 
 

NO MERCY – Zensur

 
 
 
Rachefilme und die FSK – das ist immer so eine Sache. Sobald sich Frauen in dieser Art Filmen rächen, ist es generell so, dass die Prüfbehörde damit keinen Spaß versteht und die Freigabe verweigert. Anders bei „No Mercy“. Der Film wurde ungeschnitten mit einem roten FSK-Flatschen freigegeben.
 
 
 


 
 
 

NO MERCY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: No Mercy; Südkorea 2019

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Koreanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 16.08.2019

 

No Mercy [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

NO MERCY – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Oldboy (2003)
 
Sympathy for Mr. Vengeance (2002)
 
Lady Vengeance (2005)
 
I Saw the Devil (2010)
 

Filmkritik: „Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“ (1999)

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ECHOES – STIMMEN AUS DER ZWISCHENWELT

(STIR OF ECHOES)

Story

 
 
 

Nachdem ein Familienvater sich hypnotisieren ließ, wurde eine Tür in ihm geöffnet und nun wird er von Visionen geplagt, die mit einem schrecklichen Ereignis zusammenhängen.

 
 
 


 
 
 

ECHOES – Kritik

 
 
 
1999 gab es gleich zwei richtig starke Geisterhorrorfilme. Doch während „The Sixth Sense“ ein ungemeiner Erfolg wurde, konnte „Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“ sich nicht zum Kultfilm entwickeln. Das ist eigentlich unberechtigt, bekommt man hier doch einen wirklich guten Film geboten, der nicht zum Spuk-Einheitsbrei gehört.
 
 
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Familie Witzky lebt ein zufriedenes Leben. Eines Abends lässt sich Vater Tom auf einer Party zum Spaß hypnotisieren, doch etwas geht dabei schief. Plötzlich wird Tom von Visionen und Erscheinungen geplagt. Noch beunruhigender ist jedoch, dass selbst der kleine Sohn scheinbar Dinge sieht, was für ihn aber normal erscheint. Umso länger die Visionen von Tom andauern, desto mehr steigert er sich in einen Wahn hinein, denn er will unbedingt wissen, was hier Sache ist.
Das Drehbuch basiert auf einem Roman und erzählt eine ganz normale Geistergeschichte. Nichts an „Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“ ist besonders kreativ oder originell. Dafür funktioniert die Story aber ausgesprochen gut, denn sie ergibt einen Sinn, wird schlüssig aufgelöst und lässt den Zuschauer schön miträtseln. Es gibt nämlich immer wieder Anhaltspunkte, um darauf zu kommen, was hier gespielt wird und da braucht es am Ende gar keinen großen „Wow“-Effekt, um überzeugen zu können. Die kleinen Details werden schön eingebaut und am Ende ist das einfach ein Drehbuch, welches von vorne bis hinten bestens funktioniert.
 
 
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Es liegt allerdings besonders an Kevin Bacon, dass „Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“ so gut funktioniert, denn der liefert hier sehr gut ab. Bacon stellt seinen Wahn ideal dar, bleibt dabei jedoch stets sympathisch und manche Szenen sind schon sehr intensiv gespielt. Doch auch Kathryn Erbe macht als seine Film-Ehefrau eine durchaus gute Figur. Sogar der kleine Zachary David Cope ist für sein Alter echt gut und spielt das niemals nervig. In Nebenrollen überzeugen Illeana Douglas und Kevin Dunn. Die Besetzung nimmt die gute Figurenzeichnung dankend an, denn in diesem Film gibt es nicht zu viele Klischees. So ist es schön, dass Tom trotz seines Wahns niemals gewalttätig wird und Maggie sich der Sache nicht komplett verschließt. Die Charaktere handeln glaubwürdig und das macht ein Mitfiebern für den Zuschauer erst so gut möglich. Eine gute Entscheidung war es auch, dass Jake als kleines Kind zwar mit eingebaut wurde, der Fokus jedoch nicht so sehr auf ihm liegt. Wenn es dann zur Auflösung kommt, kann man die Figuren noch immer halbwegs nachvollziehen und das ist erfreulich.
 
 
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Daneben lebt „Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“ aber auch von der durchaus passenden Inszenierung. Hier wird nicht so viel Wert auf Schockeffekte gelegt, selbst wenn man sich ab und zu mal erschrecken kann. Die Atmosphäre, welche aufgebaut wird, hat es in sich, denn obwohl es niemals zu nervenzerreißend wird, besitzt der Film seine düstere, unheimliche Stimmung, die gekonnt ausgebaut wird. Regisseur David Koepp inszeniert das Treiben relativ ruhig, baut aber auch immer mal kleine Spielereien mit ein. Wie man z.B. die Hypnose bildlich dargestellt hat, ist sehr gelungen. Doch auch die kleinen Visionen wurden stark bebildert. Obwohl man es dabei mit einem Horrorfilm zu tun hat, legt es der Film gar nicht so sehr auf Horror an. Es gibt nämlich einige Drama-Elemente und im Endeffekt ist das sogar eher ein Krimi. Der Aufbau funktioniert bestens und die 90 Minuten Laufzeit vergehen sehr schnell. Es gibt keine große Einleitung und hinterher wird immer mehr an der Spannungsschraube gezogen, bis es im Finale sogar noch eine kleine Portion Action gibt. Nebenbei ist erfreulich, dass hier ohne viele Effekte ausgekommen wird und der Score rundet das positive Gesamtbild ordentlich ab.
 
 
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ECHOES – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
„Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“ darf sich kleiner Klassiker des Geisterhorrors nennen, denn er funktioniert selbst 20 Jahre nach Erscheinen noch wunderbar. Die Handlung wird schlüssig und interessant erzählt, die Darsteller sind toll und die Figurenzeichnung kommt ohne Unglaubwürdigkeiten aus. Zusätzlich wurde alles schön unheimlich inszeniert und eine richtige Stärke ist die Atmosphäre, denn diese reicht von entspannt bis hin zu richtig unheimlich. Es ist kein lauter Spuk, sondern eher ein subtiler, der edel erzählt wird. Selbst nach mehrmaligem Schauen unterhält das noch sehr gut und wirklich kein Fan vom Grusel sollte „Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“ verpasst haben!
 
 
 


 
 
 

ECHOES – Zensur

 
 
 
„Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“ ist eher ein subtiler Gruselfilm. Deshalb erhielt der Film bereits für die Kinoauswertung eine ungeschnittene FSK16. Gleiches folgte für die Auswertung auf DVD. Die nun erhältliche Blu-ray besitzt auch den blauen FSK16-Sticker.
 
 
 


 
 
 

ECHOES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) KOCH FILMS (Mediabook – Cover A)

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(c) KOCH FILMS (Mediabook – Cover B)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Stir of Echoes; USA 1999

Genre: Horror, Mystery, Thriller,

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 109 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook mit 2 Cover-Auflagen

Extras: Booklet, Audiokommentar, Interviews, Making of, Trailer

Release-Termin: 11.07.2019

 

Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt – Mediabook A [Blu-ray + DVD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt – Mediabook B [Blu-ray + DVD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

ECHOES – Trailer

 
 


 
 

Benjamin Falk

(Die Rechte für alle Grafiken liegen bei KOCH FILMS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Echoes 2 – Stimmen Aus Der Zwischenwelt (2007)
 
Paranormal Resurrection (2014)
 
Schatten der Wahrheit (2000)
 
Jessabelle (2014)
 
White Noise (2005)
 

Filmkritik: „Life-Snatcher“ (2019)

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LIFE-SNATCHER

(ASSIMILATE)

Story

 
 
 

Könnte auch aus der Feder von Stephen King stammen: Zwei Teenager decken seltsame Vorkommnisse auf, die sich in einer verschlafenen Kleinstadt ereignen.

 
 
 


 
 
 

LIFE-SNATCHER – Kritik

 
 
 
Wenn die Indie-Schmiede GRAVITAS VENTURES mal wieder einen ihrer schnell und günstig gedrehten Produktionen auf die Horrorgemeinde loslässt, ist Vorsicht geboten. Noch vorsichtiger sollte man sein, wenn hinter genau diesem Genrefilm ein Regisseur steckt, der sich in der Vergangenheit beim auf Zelluloid gebannten Horror nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hat. JOHN MURLOWSKI hat so ziemlich viele Videounfälle verbrochen. Der war in der Vergangenheit besonders fleißig und bescherte uns herausragende Videothekenperlen, über die nicht unbegründet heute keiner mehr reden will. Darunter so unvergessliche Highlights wie AMITYVILLE – A NEW GENERATION, RETURN OF THE FAMILY MAN oder FREEWAY KILLER. Genau dieser Regisseur hat mit LIFE-SNATCHER (im Original: ASSIMILATE) nun einen Film inszeniert, der so gar nicht zur zweifelhaften Qualität des bisherigen Schaffens passt. LIFE-SNATCHER wurde zwar auch mit kleinem Budget umgesetzt, macht aber das Beste aus dem schmalen Kapital. Das Ergebnis ist ein nettes Science-Fiction-B-Movie, das zwar fleißig bei großen Klassikern stibitzt, sich dennoch wacker schlägt. Das hätte man nicht erwartet.
 
 
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Die Teenager Zach Henderson und Randy Foster sind nicht nur beste Freunde; sie wollen auch den Leuten auf Youtube zeigen, dass ihr Heimatort gar nicht so langweilig ist, wie er auf den ersten Blick scheint. Deshalb wollen sie eine Reportage über die Stadt drehen, in der sie aufgewachsen sind und zur Schule gehen. Dass sich plötzlich seltsame Vorkommnisse in der Gegend häufen, kommt den Kumpels geradezu recht. Nachbarin Frau Bissette berichtet von einer Invasion seltsamer Insekten und auch sonst verhalten sich immer mehr Einwohner alles anderer als normal. Alles scheint, als hätten die Leute ihre Emotionen verloren. Stoff aus dem Hobbyfilmfan-Träume sind. Mit Kameras ausgestattet, geht es ans Recherchieren. Was die beiden Nachwuchsjournalisten während der Arbeit an einer Dokumentation über ihren Heimatort herausfinden, lässt das Blut sprichwörtlich in den Adern gefrieren.
 
 
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Hat ROBERT RODRIGUEZ heimlich eine Videofortsetzung zum Kassenhit THE FACULTY in Arbeit geben lassen? Oder haben sich findige Produzenten die Rechte an DIE NACHT DER CREEPS gekrallt, um schnell eine günstige Neuverfilmung des Kultfilms in die Wohnzimmer bringen zu können? LIFE-SNATCHER hat natürlich nichts mit genannten Horrorfilmen am Hut, schaut sich aber einige Kniffe ab. Hier wird eine jungendkonforme Version von DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN auf die Horrorgemeinde losgelassen, die besser ist, als man vermuten würde. Der Grund ist in den sympathischen Figuren und der rasanten Umsetzung zu suchen, die den Zuschauer regelrecht durch eine Handlung hetzt, in der es kaum Verschnaufpausen gibt. Die Bewohner einer Kleinstadt werden durch eine größere Macht geklont und ausgetauscht. Einige High School Kids tun sich zusammen, um das Schlimmste zu verhindern. Klingt natürlich nach einer weiteren INVASION VOM MARS-Kopie und ist es letztendlich auch. Dennoch unterhält LIFE-SNATCHER ungemein. Lang gefackelt wird nicht. Schnell ist man mittendrin und begibt sich mit dem talentierten Teenager-Cast auf eine Reise voller Gefahren. Da stößt man auf glibbrige Kokons und wird bald von zombiegleichen Horden ausgetauschter Kleinstadtmenschen verfolgt, die ein ganzes Haus im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf stellen.
 
 
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Regisseur JOHN MURLOWSKI zitiert nicht nur Science-Fiction-Horror der 1950er, sondern ließ es sich nicht nehmen auch eine Anspielung an den von Romero gedrehten NIGHT OF THE LIVING DEAD im Film unterzubringen. Da verschanzen sich unsere Freunde in einem Haus und werden plötzlich von vielen geklonten Menschen umzingelt, die nur eins wollen: ran an die noch nicht ausgetauscht Beute. Wir sehen Hände durch Spalten greifen und verzehrte Gesichter durch Fenster starren. Wer diese Hommage an genannten Klassiker übersieht, benötigt dringend eine Weiterbildung in Sachen Horrorfilm. LIFE-SNATCHER macht alles richtig. Statt sich darüber Gedanken zu machen, wie man die vielen Ideen mit kleinem Budget in Szene setzen kann, wird einfach umgesetzt. Natürlich bleibt bei den Spezialeffekten nicht verborgen, dass ein Sparkurs gefahren werden musste. Trotzdem tut dieser günstige Science-Fiction-Horror alles daran, um den Zuschauer auch mit kleinem Budget zu unterhalten. Mit einem Mordstempo eilt LIFE-SNATCHER dem Abspann entgegen und belehrt am Ende das Publikum eines Besseren. Letzter erkennt mal wieder, dass sich gute Horror-Unterhaltung nicht unbedingt an den Produktionskosten festmachen lässt. Billig bedeutet nicht unbedingt schlecht. Vorurteile, die man unbedingt ablegen sollte.
 
 
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LIFE-SNATCHER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Günstig – aber oho! Spannender Science-Fiction-Horror mit hohem Unterhaltungswert. Regisseur JOHN MURLOWSKI stibitzt für LIFE-SNATCHER wo es nur geht. Ob bei DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN, DICH KRIEGEN WIR AUCH NOCH oder DORF DER VERDAMMTEN – dieser Horrorthriller besteht beinahe nur aus Ideen anderer bekannter Horrorklassiker. Das ist zwar frech, aber unterhaltsam. Treu der Devise „Besser gut geklaut, als schlecht neu erfunden“ wird all das kopiert, was schon mal irgendwie im Horror-Genre funktioniert hat. Der dreiste Ideenklau zahlt sich aber aus. LIFE-SNATCHER besitzt zugängliche Helden und ein Mordstempo. Letzteres ist beachtlich und lässt dem Zuschauer kaum Zeit darüber nachzudenken, dass er all das hier im Film schon mal woanders gesehen hat. Ein cleverer Schachzug, denn wegen der rasanten Inszenierung fallen auch die Spezialeffekte nicht so sehr ins Gewicht, die wegen mangelndem Budget dann doch eher an so selbst produzierten Billigschund der Marken THE ASYLUM und SYFY-CHANNEL erinnern. Wäre mehr Kapital vorhanden gewesen, hätte es LIFE-SNATCHER vermutlich zum neuen Science-Fiction-Blockbuster gebracht. Das hätte man Regisseur JOHN MURLOWSKI gar nicht zugetraut, der seit den 1990ern eine Video-Schlaftablette nach der nächsten dreht.
 
 
 


 
 
 

LIFE-SNATCHER – Zensur

 
 
 
LIFE-SNATCHER hat kaum reißerische Schauwerte zu bieten. Einer Frau wird ein Gegenstand in die Brust gerammt, der Körper einer anderen Filmfigur wird so bearbeitet, dass er ohne Probleme in einen Wäschekorb gequetscht werden kann. Weiterhin sieht man Bisswunden, welche durch einen außerirdischen Käfer verursacht wurden. Hierzulande hat LIFE-SNATCHER ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

LIFE-SNATCHER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SPLENDID FILM (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Assimilate; USA 2019

Genre: Horror, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 27.09.2019

 

Life-Snatcher [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

LIFE-SNATCHER – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Splendid Film | Replicate LLC.)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dich kriegen wir auch noch! (1998)
 
Die Nacht der Creeps (1986)
 
The Faculty (1998)
 
Body Snatchers – Angriff der Körperfresser (1993)
 
Die Körperfresser kommen (1978)
 
Invasion vom Mars (1986)

Filmkritik: „Mollywood“ (2019)

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MOLLYWOOD

Story

 
 
 

Keine Macht den Drogen: Ein Drogen-Dealer vertickt nicht nur gern Rauschmittel auf einer Party. Er tötet auch die Konsumenten seiner bunten Pillen – blutig und grausam. Zur Abschreckung, als Lehre oder nur zum Spaß? Wer die langweiligsten 90 Minuten des Jahres 2019 übersteht, wird vermutlich nicht viel klüger sein.

 
 
 


 
 
 

MOLLYWOOD – Kritik

 
 
 
Hoch lebe die IMDB. Seit vielen Jahren gehört diese Webseite zum unverzichtbaren Nachschlagewerk für Filmemacher und Filmbegeisterte. Das Online-Portal hält nicht nur wichtige Fakten über jede erdenkliche Kino-, Video- oder TV-Produktion parat. Auch Filmbewertungen gehören zum obligatorischen Standard, damit sich Besucher über die Qualität des gesuchten Streifens informieren können. Oftmals verrät die viel, vor allem auch deshalb, weil Nutzer weltweit dazu beitragen können, die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Filmdatenbank ermöglicht es nämlich, dass Kinoliebhaber gesehen Filme bewerten können. Da werden schnell mal mehrere tausend Stimmen abgegeben, damit andere Besucher wissen, ob ein Film lohnt gesehen zu werden oder eben nicht. Eine wichtige Funktion, die so überflüssige Machwerke wie MOLLYWOOD entlarvt. Schenkt man nämlich den IMDB-Bewertungen Glauben, hat man es hier mit Bodensatz zu tun. Die Warnung können wir nur bestätigen. MOLLYWOOD ist Zelluloid-Verschwendung und ein gemeiner Zeiträuber dazu. Der Farbe beim Trocknen zuschauen ist spannender.
 
 
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Irgendwo in Chicago steht ein Club namens Mollywood, der zu den begehrtesten Diskotheken gehört, die die Stadt zu bieten hat. Die Gründe für die Beliebtheit liegen auf der Hand. Dort läuft nicht nur angesagte Mukke – auch neue Drogen bekommt man dort unter der Hand. Eine Tatsache, die ein Irrer namens Chase ausnutzt. Er verkauft jungen Menschen ein selbstgemachtes Betäubungsmittel und schlachtet seine Käufer in der Phase des Rauschzustandes ab. Da häufen sich so langsam die Leichen, was den Undercover-Polizisten Zach zu Ermittlungen zwingt. Leider ist die Suche nach dem selbsternannten Rächer nicht gerade einfach. Die Drahtzieher im Untergrund halten nämlich dicht, schließlich lässt sich mit Drogen und deren Konsumenten ganz schön viel Geld verdienen.
 
 
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Von leicht zu erobernden Frauen und prolligen Alphamännchen – Herr wirf Hirn vom Himmel. Die Welt von Drehbuchautor KEN HOYD scheint ziemlich verschoben zu sein. Der hat mit MOLLYWOOD einen Horrorthriller zu Papier gebracht, dessen intelligenzfreien Figuren man besser nicht im Dunkeln begegnen möchte. Frauen werden hier zu unterwürfigen und nicht immer hellen Begattungswesen deklariert; Männer dagegen verhalten sich wie allseits potente Macho-Gangster, die sofort zum Messer greifen, wenn man zu persönlich wird. So oberflächlich die Charakterisierung, so oberflächlich gestalten sich auch die Gespräche zwischen den Protagonisten. Der beschränkte Wortschatz besteht ausschließlich aus einer Aneinanderreihung vulgärer Floskeln. Im Vergleich dessen sind die Dialoge in TV-Formaten privaten Fernsehanstalten preisverdächtig.
 
 
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MOLLYWOOD besitzt keinerlei Sympathieträger und auch sonst quält sich der Streifen damit eine Geschichte zu erzählen. Regisseur MOROCCO VAUGHN hat seinen Film mit vielen unwichtigen Szenen gefüllt, in denen uninteressante Figuren etwas sagen, das ohnehin nicht von Bedeutung ist. Irgendwo dazwischen passieren Morde, die MOLLYWOOD offenbar ihre Daseinsberechtigung geben. Betrachtet man sich das Machwerk nämlich genauer fällt schnell auf, dass die Handlung um die wenigen Gewaltexzesse geschrieben wurde und nur Alibifunktion besitzt, damit MOLLYWOOD überhaupt Spielfilmlänge erreicht. Nun gut, mag man meinen. Im Slasher-Film der 1980er Jahre hat man das nicht anders gemacht. Das ist korrekt. Nur war dort das abwechslungsreiche Morden der eigentliche Höhepunkt jedes Meuchelthrillers. Anders dagegen in MOLLYWOOD. Zwar sind auch hier sadistische Kills vorhanden; die einfältigen Effekte sind aber so durchschaubar, billig und hektisch geschnitten, dass selbst Fans härterer Filme gelangweilt abwinken. Alles wirkt hingeschludert und wirklich böse oder gar schonungslos ist MOLLYWOOD zu keiner Minute. Angesichts dessen, dass viele Horrorfilme neueren Datum zumindest versuchen mit grausamen und perfiden Gewalteinlagen zu schockieren ist das, was in MOLLYWOOD gezeigt wird, kaum der Rede wert. Selten so einen schlechten Horrorstreifen gesehen. Das sahen wohl auch die vielen Nutzer der Filmdatenbank IMDB so. Die hinterließen auf dem Portal ein vernichtendes Feedback zu MOLLYWOOD, das sich mit unseren negativen Eindrücken deckt. Besser meiden!
 
 


 
 
 

MOLLYWOOD – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Die wohl langweiligste Suche nach einem perfiden Killer im aktuellen Filmjahr. Okay, MOLLYWOOD hat ein paar Gewaltmomente zu bieten in denen ein fanatischer Serienkiller aus Bestrafung jungen Menschen tötet, die kurz zuvor noch selbstgebraute Drogen beim Mörder gekauft haben. Die Morde machen dieses Machwerk aber auch nicht zur Sternstunde des Slasher-Kinos, weil die wenigen Kills schlichtweg beliebig sind. Da wird ein Bein abgesägt und Chemikalien ins Auge geträufelt. Sieht alles billig und semiprofessionell aus, was wohl vermutlich von den Machern nicht so gewollt war. MOLLYWOOD will in seinen Gewaltexzessen brutal und schonungslos sein. Das Resultat ist ernüchternd, weil man wegen mangelnder Sympathie zu den Opfern kaum Interesse am Ableben der Opfer hegt. Die mangelnde Qualität der Spezialeffekte tut da ihr Übriges. Dass dieser miserable Anti-Drogen-Propaganda-Film dazu noch kaum Handlung besitzt, macht ihn gleich doppelt unbrauchbar. Immerhin lässt man kurz einige Horror-Kultfilme der 1980/90er aufleben. MOLLYWOOD erinnert mit seinem vermummten Rächer an jene Horrorfilme in denen Polizisten aus der Hölle das Gesetz selbst in die Hand nahmen und Opfer wie Täter kaltblütig des Spaßes wegen ausradiert haben. Wer jetzt nicht weiß welche Filme gemeint sind: PSYCHO COP oder MANIAC COP sind einige derer.
 
 
 


 
 
 

MOLLYWOOD – Zensur

 
 
 
MOLLYWOOD hat in der zweiten Filmhälfte einige Gewaltszenen zu bieten. Es werden u.a. Chemikalien in das Auge eines Frau geträufelt, die zur Folge haben, dass die Haut verätzt. Weiterhin wird das Bein eines soeben mit Drogen benebelten Opfers abgesägt. Die meisten Gewaltszenen reduzieren sich auf die letzte halbe Stunde. MOLLYWOOD ist ein FSK18-Kandidat. Eine Indizierung muss nicht befürchtet werden.
 
 
 


 
 
 

MOLLYWOOD – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Momentum Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Psycho Cop (1989)
 
Maniac Cop (1988)
 
Maniac Cop 2 (1990)
 
Maniac Cop 3 (1993)
 

Filmkritik: „Zoo“ (2018)

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ZOO

Story

 
 
 

Das letzte Paar auf der Erde: Zwei Menschen am Ende ihrer Beziehung finden während einer Zombie-Apokalypse plötzlich wieder zusammen.

 
 
 


 
 
 

ZOO – Kritik

 
 
 
Mal wieder ein Film über einen Zombie-Virus, der unbescholtene Bürger in aggressive Furien verwandelt. Och nee, nicht schon wieder – das gab es doch in den letzten Jahren zu Genüge in Kino und Fernsehen. Das zumindest dürften sich Stammleser von FILMCHECKER denken. Seit Gründung dieser Seite im Jahr 2011 haben wir so ziemlich viele dieser Kandidaten besprochen. Einige derer sind einfallsreich, kreativ und manchmal sogar kritisch mit der abgenutzten Zombie-Thematik umgegangen. Andere wiederum haben einfach nur des schnellen Geldes wegen bekannte Zombie-Klischees aneinandergereiht und sind damit kläglich gescheitert. Irgendwo dazwischen bewegt sich der folgende Indie-Horror. ZOO ist eine europäische Genre-Produktion, die den Mut wagt, den Zombie-Ausbruch aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Weniger Zombies, dafür mehr Figurenentwicklung und Drama. Ob sowas bei eingefleischten Fans von Zombiefilmen positiv ankommt?
 
 
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Wenn eine Zombie-Apokalypse eine Ehe kittet: Genau im ungünstigsten Moment stellen Karen und John fest, dass die Beziehung so gar keinen Sinn ergibt. Beide haben sich voneinander entfernt und stehen kurz vor ihrer Scheidung. Da wird plötzlich der Ausnahmezustand ausgerufen. Eine ominöse Seuche breitet sich in London aus und macht auch nicht im Haus der verzweifelten Streithähne Halt. Was tun? Am besten gar nichts. So zumindest entscheiden die Helden der Genre-Komödie ZOO. Sie verbarrikadieren sich in den eigenen vier Wänden und hoffen auf Hilfe. Bis dahin plündert man die Wohnungen der übrigen Mietparteien, um nicht auf den täglichen Wohlstand verzichten zu müssen. Eine gute Sache, die sich auch positiv auf die Beziehung von Karen und John auswirkt. Die lernen sich neu kennen und sind sich auf einmal vertrauter denn je. Ob die Ehe doch noch gerettet werden kann? Eine Frage mit der ZOO viel Zeit verbringt.
 
 
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ZOO ist kein konventioneller Horror-Spaß, was vermutlich auch darauf begründet ist, weil hinter dem Streifen jemand steckt, der bisher eher eine Schwäche für Geschichten jenseits des Massengeschmacks hegt. ANTONIO TUBLÉN nennt sich der schwedische Filmemacher, der bereits auf Festivals wegen seiner eigensinnigen Regiearbeiten wie dem Science-Fiction-Drama LFO oder der Komödie ORIGINAL viel Lob erhielt. Die individuelle Handschrift des Filmemachers und dessen Liebe fürs Unkonventionelle ist auch im dritten Spielfilm unverkennbar. Dabei irritiert vor allem die Richtung in welche ZOO tendiert. Viel mit Zombie-Horror hat der Streifen nichts am Hut. ZOO nutzt eine Zombie-Seuche als Alibi-Funktion aus, um den Fokus auf eine der wohl sonderbarsten Beziehungskonstellationen zu richten, die man im Horror-Genre zu sehen bekommen hat. Unsere beiden Filmhelden finden nämlich im Film bisher ungeahnte Dinge über sich heraus, die wohl im Verlauf der Beziehung unentdeckt blieben.
 
 
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Während sich Karen plötzlich als Expertin für Betäubungsmittel entpuppt und in der Wohnung ein ganzes Arsenal an harten Drogen vor ihrem Mann versteckt hält, gewährt Gatte John endlich Zutritt in seine emotionale Festung und ermöglicht seiner Partnerin so tiefe Einblicke in dessen emotionales Seelenchaos. Mit neu gewonnenen Erkenntnissen schmiedet man perfide Pläne und geht damit sogar über Leichen. Nein, ZOO ist nicht der Liebesfilm, den man sich wohl in erster Linie vorstellt, wenn man sich die Inhaltsangabe durchliest. Regisseur ANTONIO TUBLÉN schmückt seine etwas andere Liebesschmonzette mit allerhand schwarzem Humor aus, der seine Bahnen unterschwellig durch die Handlung zieht. Da bekommt man plötzlich Besuch von den Nachbarn, deren Wohnungen man zuvor noch geplündert hat. Als die nach etwas Proviant fragen und um Hilfe bitten, denkt man lieber über Mord nach, statt die Nachbarn höflichst darum bitten, nach einer Stärkung doch wieder die Wohnung zu verlassen. Mit Zynismus geizt ZOO keineswegs. Wer diese Art des Humors schätzt, dürfte sich an so einigen bitterbösen Wendungen erfreuen.
 
 
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Leider kann ZOO aber nicht die ganze Laufzeit überzeugen. Während sich die erste Filmhälfte alle Türen offenhält und durch schwarzhumorige Späße nicht immer bierernst nimmt, wendet sich in der letzten halbe Stunde das Blatt. Da verliert ZOO plötzlich seinen Humor und verläuft sich in überschwänglicher Sentimentalität und bedeutungsschwangeren Gesprächen – Tränen inklusive. Aus Spaß wird Ernst, was irgendwie so gar nicht zum Rest des übrigen Films passen will. So nimmt eine aufgesetzte Beziehungstragödie ihren Lauf, die die beiden Protagonisten plötzlich über den Sinn der Liebe fachsimpeln lässt. Da werden viele Zugeständnisse gemacht, die man innerhalb der Beziehung nie eingehen wollte und plötzlich ist man sich näher, als man sich zuvor nie war. Alles gut und schön, nur warum belästigt man damit den Zuschauer? Der plötzliche Wandel und die gekommene Einsicht machen aus zuvor coolen und überzeichneten Antihelden, teils langweilige und dazu auch noch gewöhnliche Menschen. Eine etwas unglückliche Entscheidung.
 
 
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ZOO – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein etwas anderer Beitrag zum Subgenre des Zombiefilms. Viele Zombies und die für diese Art des Films obligatorischen Fress- und Knabber-Szenen gibt es nicht zu sehen. Vielmehr nutzt man den Hintergrund einer Zombie-Apokalypse aus, um eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zu erzählen. ZOO spielt sich fast die gesamte Laufzeit über in den Räumen einer Wohnung ab. Dabei passieren allerhand schräge Dinge, die vor allem durch eines glänzen: schwarzer Humor. Leider ist ZOO aber kein nennenswerter Film. Irgendwie kann sich der Streifen nicht entscheiden, was er denn nun eigentlich sein will. Regisseur ANTONIO TUBLÉN will seinen dritten Spielfilm offenbar nicht krampfhaft in eine Schublade stecken. Er bedient sich Elementen aus apokalyptischen Zombie-Szenarien, kramt aber auch Zutaten klaustrophobischer Kammerspiele hervor, wo sich Handlungen auf nur begrenzte Schauplätze fokussieren. Als wäre das nicht schon eine Menge, schmückt der Filmemacher die Handlung dazu noch mit viel Dramatik, schwarzem Humor und überschwänglicher Sentimentalität aus. Ein ganz schön kalorienlastiger Cocktail, der wohl nicht jedem Zuschauer schmecken wird.
 
 
 


 
 
 

ZOO – Zensur

 
 
 
ZOO hat wenige Gewaltszenen zu bieten. Zwei Protagonisten werden vergiftet und einer Filmfigur wird in den Hals gestochen, sodass diese verblutet. Weiterhin gibt es Zombies zu sehen und Wunden, die die Kreaturen ahnungslosen Protagonisten zugefügt haben. Außerdem kommen Schusswaffen zum Einsatz. Hierzulande dürfte ZOO ohne Probleme eine FSK16 erhalten. Sonderlich blutig ist der Film nicht.
 
 
 


 
 
 

ZOO – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei PingPongFilm)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dead Within (2014)
 
Chrysalis (2014)
 

Filmkritik: „Shed of the Dead“ (2019)

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SHED OF THE DEAD

Story

 
 
 

Ein fauler und unsympathischer Möchtegerngärtner verschläft beinahe eine Zombie-Invasion und wird am Ende als Held gefeiert. Sowas kann es eigentlich nur im Film geben.

 
 
 


 
 
 

SHED OF THE DEAD – Kritik

 
 
 
Vor einiger Zeit hatten wir so etwas schon einmal auf dem Schirm. Da wollte man es dem Actionkracher THE EXPENDABLES gleich machen und möglichst viele bekannte Horrorfilmstars in einen Splatterstreifen pressen, um dem Genre-Fan feuchte Höschen bescheren zu können. Leider war DEATH HOUSE – trotz stattlicher Anzahl an bekannten Gesichtern – alles andere als gut. Kein Hals- und Beinbruch dachte sich Filmemacher DREW CULLINGHAM. Der wagt einen weiteren Versuch in eine ähnliche Richtung. Für den konnte er ebenso Ikonen des Horrorfilms gewinnen, die nun ein weiteres Mal vereint das Genre unsicher machen wollen. SHED OF THE DEAD nennt sich das Resultat, das trotz verheißungsvoller Sprüche auf dem DVD- und Blu-ray-Cover auch wieder nicht das geworden ist, das man von einem derartigen Vorhaben erwarten würde. Hier versuchen namhafte Schlitz- und Splattergrößen wie KANE HODDER, MICHAEL BERRYMAN und BILL MOSELEY einen miserablen Film zu tragen, der schon nach wenigen Minuten langweilt, weil er einfach nichts Neues zeigt und all das mit Füßen tritt, was gute Horrorkomödien auszeichnet. Keine sympathischen Figuren, keine zündenden Gags und eine Story, die das Dümmste ist, was man zuletzt im Horrorfilm zu sehen bekommen hat. Wenigstens hatten alle Beteiligten Spaß. Schade nur, dass sich Letzterer überhaupt nicht auf den Zuschauer übertragen will. Sowas nennt man normalerweise Bruchlandung. Setzen, 6!
 
 
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Der gefühlt tausendste Film über ein Zombie-Invsion, die aus heiterem Himmel ausbricht. Genau jenes Szenario muss auch Verlierer Trever durchleben, der aber davon kaum etwas mitbekommt, weil er mit sich selbst und seinem vermasselten Leben beschäftigt ist. Privat läuft es nämlich nicht so gut. Um der nervigen Ehegattin aus dem Weg zu gehen, hat sich der arbeitslose Trevor einen Schrebergarten gemietet, wo er heimlich Wodka aus gestohlenen Kartoffeln braut und mit Kumpel Graham Tabletop-Figuren bemalt. Eigentlich ein entspannter Rückzugsort vom Alltagsstress. Würde da nicht der spießige Gartenbesitzer Mr. Parsons Probleme bereiten. Der hat nämlich bereits Wind davon bekommen, dass Trevor ein fauler Schmarotzer ist. Deshalb will er ihn aus der Gartenidylle vertreiben. Er startet eine Petition und findet unter den übrigen Schrebergärtnern Verbündete, die ebenso den Abgang des Störenfrieds wünschen. Da kommt es zur Konfrontation und plötzlich ist Mr. Parsons tot. Was nun? Eine gute Frage, die unser Antiheld mit der Säge löst. Er zerteilt den Körper der Leiche in kleine Teile und staunt nicht schlecht, als der eigentlich tote Schrebergärtner plötzlich wieder von den Toten aufersteht. Willkommen zu einer weiteren Episode: Zombie gegen Menschen und umgekehrt.
 
 
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SHED OF THE DEAD hat mal wieder die of the Dead-Kreation im Titel. Erfahrene Zuschauer wissen mittlerweile, dass eine an die Kult-Klassiker des verstorbenen GEORGE A. ROMERO angelehnte Titelbezeichnung in der Regel den regelmäßigen Zombie-Wahnsinn einleitet. Im Falle von SHED OF THE DEAD ist aber so langsam das Maß aller Dinge erreicht. Der Film will nämlich in die Fußstapfen des britischen Horrorspaßes SHAUN OF THE DEAD treten. Leider befindet sich die Produktion weit weg von den Qualitäten jener Horrorkomödie, die unter Fans des Genres seit Jahren Kult genießt. Dafür verantwortlich sind infantile Witze, Fäkal-Humor und Späße weit unter der Gürtellinie. Wirklich clever oder gar einfallsreich ist hier nichts. SHED OF THE DEAD ist plump, quält mit nervigen Hauptdarstellern und zieht ermüdend Zombie-Klischees durch den Kakao, bereits so oft persifliert wurden, dass man darüber schon lange nicht mehr lachen kann. Regisseur und Drehbuchautor DREW CULLINGHAM füllt seine belanglose Geschichte mit pubertären Zoten, die wohl ein Teenager besser zu Papier gebracht hätte. Hinzukommt, dass der Zombie-Ulk zu keiner Minute witzig ist. Für eine Komödie fatal, die das Publikum eigentlich zum Lachen bringen möchte.
 
 
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SHED OF THE DEAD erweckt den Eindruck, als habe man das Budget falsch investiert. Offenbar floss das meiste Geld in die Auftritte der bekannten Schauspieler, um damit zugkräftige Verkaufsargumente für die Fanbase zu besitzen. Deshalb musste anderenorts gespart werden. So kommen die für Zombiefilme essenziellen Splatter-Szenen größtenteils aus dem Computer. Die wenigen Schauplätze zeichnen sich durch Minimalismus aus und über das fertige Drehbuch konnte man offenbar nicht noch einmal einen Profi lesen lassen, weil der wohl zu viel Kapital verschlungen hätte. Nein, SHED OF THE DEAD ist keine Sternstunde des Zombiefilms und dürfte wohl nur deshalb etwas Aufmerksamkeit erhalten, weil man drei bekannte Ikonen des modernen Horrorkinos engagieren konnte, denen offenbar mittlerweile vollkommen egal ist, für was man seinen bekannten Namen hergibt, solange es dafür Geld gibt. Hier wird im wahrsten Sinne des Wortes BAD TASTE geboten – wenngleich auch im negativen Sinne.
 
 
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SHED OF THE DEAD – Fazit

 
 
 

5 Punkte Final

 
 
 
BAD TASTE meets SHAUN OF THE DEAD. Auch wenn wir zwei ganz große Streifen des Horror-Genres in einem Atemzug nennen, um damit in etwa ausdrücken zu können, wohin die Reise in SHED OF THE DEAD gehen soll, hält man hier alles andere als nennenswerte Zombie-Unterhaltung in den Händen. Regisseur und Drehbuchautor DREW CULLINGHAM klaut von überall etwas zusammen. Ob ein paar Ideen aus Jacksons Kult-Titel BRAINDEAD oder dem rabenschwarzen SHAUN OF THE DEAD – an Zitaten mangelt es freilich nicht. Die Huldigungen hätte man diesem Zombiefilm auch gerne gegönnt, wenn SHED OF THE DEAD nicht undankbar witzfrei wäre. Der Streifen entpuppt sich als Sammelsurium infantiler Späße, die wohl nicht mal pubertäre Teenager witzig finden werden. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, kommt auch die Geschichte nur selten in Schwung. Da kann man es vielen Horrorfilmfans nicht vergönnen, wenn die behaupten, dass das Zombie-Genre so langsam die besseren Tage hinter sich hat. Ein ideenloser Film wie SHED OF THE DEAD unterstreicht diese These geradewegs.
 
 
 


 
 
 

SHED OF THE DEAD – Zensur

 
 
 
SHED OF THE DEAD hat von der FSK eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten. Das ist für eine Zombiekomödie etwas ungewöhnlich. Zwar fließt etwas Blut und ein paar Splatter-Momente gibt es auch zu sehen. Diese sind aber so überzogen, dass die Erwachsenenfreigabe verwundert. SHED OF THE DEAD wurde in Deutschland ungeschnitten veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

SHED OF THE DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Meteor Film (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Shed of the Dead; Großbritannien 2019

Genre: Horror, Splatter, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,39:1 / (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Behind the Scenes, B-Roll, Bildergalerie

Release-Termin: 31.05.2019

 

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SHED OF THE DEAD – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Meteor Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Stalled (2013)
 
Shaun of the Dead (2004)
 
Zombieland (2009)
 
Tucker and Dale vs Evil (2010)
 
Braindead (1992)
 
Scouts vs. Zombies – Handbuch zur Zombie-Apokalypse (2015)
 
Cooties (2014)