Kritik: „The Dead – Das Fressen hat begonnen“ (2010)

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THE DEAD – DAS GROSSE FRESSEN HAT BEGONNEN

Story

 
 
 
Apokalypse und Zombies, die 3.589.641.: Lieutenant Brian Murphy (Rob Freeman) strandet nach einem Flugzeugabsturz an der Westküste Afrikas. Er kann sich zwar retten, wird aber schon bald von überall auftauchenden Untoten verfolgt. Erst als er ein Auto findet und auf den afrikanischen Soldaten Daniel (Prince David Oseia) trifft, bahnt sich eine kleine Überlebenschance an. Vielleicht…
 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Kritik

 
 
 
Zwei britische Brüder drehen in Ghana und Burkina Faso einen Film mit schwarzen Zombies…das klingt doch erst mal nach was, oder? Leider jedoch ist den Brüdern Howard J. und Jonathan Ford nicht viel mehr eingefallen als die zugegebenermaßen ungewöhnliche Location ihres Films und dass die Zombies eine andere Hautfarbe haben als in den meisten anderen Zombiefilmen. Spannung, Kreativität und Kurzweil sucht man in diesem 105Minüter leider vergebens. Zwar geht es bei diversen Angriffs- und Fressszenen recht deftig zur Sache, aber mehr als ein bisschen Gore hat „The Dead“ leider nicht zu bieten. Und dann können 105 Minuten Laufzeit sich wirklich ziehen wie Kaugummi.
 
 
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Flugzeugmechaniker und Lieutenant Brian Murphy befand sich gerade auf einem Evakuierungsflug in Westafrika, als die Maschine ins Meer abstürzt. Als Murphy sich an die Küste rettet, muss er feststellen, dass die Zombie-Pandemie auch hier schon um sich gegriffen hat. Rudimentär ausgerüstet macht Murphy sich auf den Weg ins Landesinnere und trifft dabei auf den Soldaten Daniel. Dieser hat bei einem Überfall der Untoten auf sein Dorf just seine Frau verloren, sein Sohn jedoch wurde von Soldaten gerettet und nach Norden in eine Militärbasis verbracht, so hofft Daniel jedenfalls. Also machen sich Murphy und Daniel gemeinsam auf den Weg nach Norden, um zu sehen, ob es noch weitere Überlebende gibt und eine Flucht aus Afrika möglich ist. Immer und überall dabei natürlich: Zombies.
 
 
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Erfreulicherweise lässt sich sagen, dass die Ford-Brothers klug genug waren, fähige Darsteller für ihren Film auszuwählen – keine Selbstverständlichkeit, erst recht nicht im Horrorgenre. Gut, dem gemeinen Zombie werden in der Regel keine großartigen darstellerischen Fähigkeiten abverlangt, die Horde von Untoten kann man darstellerisch also getrost außer Acht lassen, aber sowohl die Protagonisten des Films als auch die Nebendarsteller machen einen guten Job und spielen ihre Rollen angenehm glaubwürdig. Die eher ungewöhnliche Location – Afrika – sorgt für ein paar nette Schauwerte. Staubtrockene Wüsten, lehmbehüttete Dörfer, endlose Weiten – alles recht ungewohnt für einen Horrorfilm und hübsch anzusehen. Bis auf die Nachtaufnahmen allerdings. Hier zeigt sich leider die minderwertige Bildqualität des Mediums – krisselig, verwaschen, wirklich kein schöner Anblick. Das war es dann leider aber auch – neben guten Darstellern und ungewöhnlicher Location fehlt es dem Film nahezu an allem, was einen guten Zombiefilm ausmacht: schwarzer Humor, Kurzweil, Spannung und ordentlich Gore. Zwar sind die Ford-Brothers nicht gerade zimperlich, wenn die Zombies ihre maroden Zähne in blutende Körper hauen, aber meist sind dies nur kurze Sequenzen, zu wenig für einen „echten“ Zombiefilm. Und zwischen den Attacken ist es in der Regel bahnbrechend langweilig. Die stereotype Inszenierung (Zombieangriff – Problem – Problemlösung – Weiterfahrt – Zombieangriff – Problem… usw. usf.) führt schnell zu Ermüdungserscheinungen und kann keine Spannung generieren. In der ersten halben Stunde des Films wird darüber hinaus so gut wie kein Wort gesprochen, so dass der Film fast eher wie ein stummes Drama anmutet denn wie ein blutiger Zombiefilm.
 
 
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Das Tempo des Films ist schlicht zu langsam und es passiert einfach zu wenig, als dass man großes Interesse für „The Dead“ aufbringen könnte. Schlussendlich eiern zwei unterschiedliche Typen in Afrika durch die Steppe und versuchen, sich einer Horde Untoter zu erwehren. Nicht wirklich innovativ, abgesehen von der Location und den afrikanischen Zombies. Auf den 2010er „The Dead“ folgte übrigens 2013 eine Fortsetzung („The Dead 2: India„), ebenfalls inszeniert von den beiden Ford-Brüdern. Insgesamt gehen bislang fünf Filme auf das Konto der Brüder, „The Dead“ war ihr dritter, der zweite Teil ihr vierter.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
„The Dead“ ist kein wirklich schlechter Film. Er verfügt über gute Darsteller, blutige Sequenzen und ungewöhnliche Drehorte. Leider aber haben die Ford-Brüder ihr Potenzial nicht ausgeschöpft. Die Story wird viel zu langsam und langatmig erzählt, so dass „The Dead“ kaum spannend ist oder irgendeine Art von Tempo aufweist. Auch Empathie für die gebeutelten Protagonisten will sich nicht so recht einstellen, sie bleiben einem trotz tragischer Schicksale weitestgehend fremd. Beim Gore hätte man ebenfalls noch eine Schippe drauflegen können. So ist „The Dead“ weder ein gelungenes apokalyptisches Drama noch ein kurzweiliger Zombie-Spaß. Für die leider zu unausgegorene Blutgrätsche der Ford Brothers also nur fünf von zehn staubigen Wüstenabschnitten, in denen haufenweise Zombies rumtorkeln.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Zensur

 
 
 
„The Dead“ wurde in Deutschland ungeschnitten veröffentlicht und ist erst für volljährige Zuschauer geeignet. Demzufolge prankt auf der Heimkinoveröffentlichung der rote FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Savoy Film | Intergroove Media (Erstauflage)

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(c) Savoy Film | Intergroove Media (Limited Edition)

the-dead-2010-Bluray-Zweitauflage

(c) Edel Germany GmbH | Capitol Film (Zweitauflage)

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(c) Endless Classics (weitere Auflage im durchnummerierten Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Dead; Großbritannien 2010

Genre: Drama, Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 105 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Erstauflage: Amaray mit Wechselcover im Schuber | Zweitauflage: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Erst- und Zweitauflage: Originaltrailer | Nur in der Limited Edition zusätzlich: Making of, Bildergalerie, Interviews mit den Regisseuren Howard J. Ford, Jonathan Ford und den Hauptdarstellern Prince David Oseia, Rob Freeman, 2 Bonusfilme: Die Revolte der Zombies und Zombie – Das Tor zur Hölle (Kurzfilm) | Im Mediabook zusätzlich: Booklet

Veröffentlichung: Erstauflage: 07.10.2011 | Limited Edition: 07.10.2011 | Zweitauflage: 30.10.2015 | Mediabook: 03.03.2017

 
 
Großer Fassungs-Wirrwarr: THE DEAD wurde mehrfach auf DVD und Blu-ray ausgewertet. Die Erstauflage erschien bereits im Jahr 2011 in zwei Ausführungen. Neben einer abgespeckten Blu-ray-Version wurde parallel noch eine 2-Disc-Fassung im Schuber auf den Markt gebracht. Die war streng limitiert und enthielt mehr Extras als die abgespeckte Auflage. Einige Jahre später erfolgte eine weitere Auswertung mit anderem Cover. Nachdem die Rechte abermals weitergereicht wurden, wurde THE DEAD im Jahr 2017 noch einmal im streng limitierten Mediabook veröffentlicht. Vermutlich wird es auch hier nicht bei erwähnten Veröffentlichungen bleiben. Übrigens ist THE DEAD auch auf mehreren Filmzusammenstellungen zu finden. Seit einigen Jahren bringen einige Label DVDs und Blu-rays in den Handel auf denen sich gleich mehrere B-Movies aus der Sparte Horror auf einer Disc befinden. Auf einigen dieser Zusammenstellungen ist auch gern mal THE DEAD vertreten.
 
 

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THE DEAD – Mediabook

 
 

(Das limitierte Mediabook ist seit 03.03.2017 erhältlich)

 
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THE DEAD – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Edel Germany GmbH | Capitol Film

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Plague (2014)
 
Wyrmwood: Road of the Dead (2014)
 
The Dead 2: India (2013)
 
Dead Within (2014)
 
Chrysalis (2014)

Filmkritik: „Re-Kill“ (2015)

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RE-KILL

Story

 
 
 
RE-KILL schaut einem SWAT-TEAM bei der täglichen Arbeit über die Schultern. Die Aufgabe der Spezialeinheit ist es, möglichst viele Zombies zu vernichten, damit sich amerikanische Einwohner sicher fühlen können. Dabei werden die Kämpfer von den Kameramännern des TV-Formats „R-Division, Frontline“ begleitet, die die Zuschauer der Sendung über teils beunruhigende Einsätze in den zombieverseuchten Randgebieten bewohnter Städte informieren wollen.
 
 
 


 
 
 

RE-KILL – Kritik

 
 
 
Fast zehn Jahren ist es nun bereits her, seit die Spanier JAUME BALAGUERÓ und PACO PLAZA mit dem sehenswerten Horrortrip [REC] ein Glanzstück in puncto Grauen ins Kino brachten, in dem Zombie- und Found-Footage-Genre auf bis dato noch nie dagewesene Weise vermischt wurde. Mittlerweile sind mehrer Ableger und genug ähnliche gestrickte Streifen erschienen, von denen aber nur die wenigsten überzeugen konnten. Die Festivalbetreiber von AFTER DARK wissen, was Horrorfans wollen und produzieren nach dem erfolgreichen AFTER DARK HORRORFEST unter dem Banner AFTER DARK ORIGINALS seit einigen Jahren selbst Schocker am Fließband (u.a. DARK CIRCLES, RITUAL und CHILDREN OF SORROW). RE-KILL schimpft sich ein weiterer Streifen aus dem reichhaltigen Fundus kurzweiliger Gruselware der AFTER DARK-Horrorexperten. Der sollte bereits 2010 veröffentlicht werden, kam aber erst fünf Jahre später in die Gunst einer Kinoauswertung. Die lange Entstehungszeit tut der Tatsache aber keinen Abbruch, dass RE-KILL gar nicht so übel ist, wie die meisten Zombiefilme neueren Datums. Für diesen Actioner wurde kurzerhand das [REC]-Prinzip noch einmal aufgriffen, um daraus eine fiktive Reality-TV-Show zu machen – blutige Kills und Patronengewitter inklusive.
 
 
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Fünf Jahre ist es nun bereits her, seit eine Katastrophe knapp 85% der Menschheit in geifernde Kreaturen namens Re-Ans verwandelt hat, die unentwegt durch Dörfer und Städte hetzen, um sich am Fleisch Nichtinfizierter zu laben. Die meisten Großstädte sind immer noch unbewohnbar. Dennoch existieren Überlebende, die sich in kleinen Städten zusammengerafft haben, um weiterhin einem geregelten Leben nachgehen zu können. Um deren Sicherheit zu gewährleisten wurde die sogenannte R-Division gegründet. Dabei handelt es sich um ein speziell geschultes SWAT-Team (darunter Kampfkünstler SCOTT ADKINS), das Zombies in menschenleere Zonen drängen soll, um sie dort von ihren Qualen erlösen zu können. Leider ist der Einsatz für die Mitglieder der Spezialeinheit nicht frei von Gefahren. Etwas, das viele der mutigen Kämpfer unterschätzen und deshalb mit ihrem Leben bezahlen müssen.
 
 
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Der komplett in Bulgarien gedrehte Film gleicht reißerisch inszenierten Reality-Dokus aus Amerika (wie COPS) in denen Polizisten bei der Verbrecherjagd von einem Kamerateam begleitet werden. In RE-KILL werden jedoch keinen Bösewichte hinter schwedische Gardinen gebracht; hier nimmt man den Kampf gegen eine ernstzunehmende Plage auf: Zombies. Die werden mit schwerem Geschütz in den Filmhimmel befördert und knabbern hin und wieder an den Mitgliedern eines SWAT-Teams, die bei gefährlichen Einsätzen etwas zu unachtsam durch das Schlachtfeld stolpern. Das dürfte vermutlich ganz im Sinne des Zuschauers sein. Der wird nicht nur Zeuge schießwütiger Kampfeinsätze, sondern darf sich auch an so manch explodierendem Zombieschädel und genug blutigen Einschusswunden erfreuen.
 
 
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Hektik und grausames Auslöschen soll in RE-KILL Unterhaltungswert beschweren. In diesem Streifen läuft alles in rasender Geschwindigkeit ab. Die Kamera kommt dabei nie zur Ruhe, weil sie nahezu überall sein möchte, damit der Zuschauer das Gefühl bekommt, Teil einer unaufhaltsamen Hetzjagd auf infizierte Bürger zu sein. Das bewirkt zwar anfangs ein hohes Maß an Realität und Tempo, verursacht aber so ziemlich schnell Schwindelgefühl, weil das Geschehen ausschließlich mit Hilfe von verwackelten Bildern vorangetrieben wird. Für kurze Verschnaufpausen sorgen fiktive und zynische Werbefilmchen, wie man sie auch schon in der SciFi-Actionern ROBOCOP oder STARSHIP TROOPERS zu sehen bekommen hat. Die sollen der Bevölkerung im Ausnahmezustand die schönen Dinge des Lebens vor Augen führen. Ein gefundenes Fressen für habgierige Unternehmer, die selbst noch während der Katastrophe möglichst viel Geld mit dem Ängste der Menschen verdienen wollen.
 
 
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Hinter dem etwas anderen Zombiefilm steckt der Bulgare VALERI MILEY. Dessen Arbeiten lesen sich bisher noch sehr übersichtlich. So konnte er immerhin Regie in einem Sequel der bekannten (und nicht gerade sehenswerten) Hinterwäldler-Reihe führen: WRONG TURN 6. Von den inhaltlichen Schwächen des fünften Ablegers jener Kannibalen-Hatz ist RE-KILL weit entfernt. Der Film richtet sich an all jene, denen es im Kino nicht rasant genug zugehen kann. Hier werden nicht nur minütlich hunderte von Patronen zur Vernichtung von Zombies abgefeuert; RE-KILL scheut sogar nicht mit satirischen Seitenhieben gegen das entfesselte kapitalistische System sowie unterschwelliger Kritik an die immer sensationshungrigeren Medien. In diesem Falle hat sich die lange Wartezeit gelohnt, denn der hektische Action-Mix ist wirklich nicht übel!
 
 


 
 
 

RE-KILL – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Schnell, schneller, RE-KILL. Rasantes Action-Zombie-Werk, das so hektisch und temporeich inszeniert wurde, dass man nach dem Abspann erstmal nach Luft ringen muss. Der Bulgare VALERI MILEY hat hier eine Art Reality-Show des spanischen [REC] zusammengeschnippelt, die durchaus Unterhaltungswert besitzt. So mixt er Found-Footage-Elemente mit im wahrsten Sinne des Wortes schwindelerregenden Zombie-Vernichtungseinsätzen, während denen man sich fragt, wie viel Munition so ein Maschinengewehr eigentlich abfeuern kann. Damit das pausenlose Auslöschen von infizierten Menschenfressern nicht zu eintönig wird, bringt RE-KILL unterschwellige Gesellschaftskritik an den Zuschauer. Die wird bissig und satirisch verpackt – ROBOCOP und STARSHIP TROOPERS lassen grüßen.
 
 


 
 
 

RE-KILL – Zensur

 
 
 
Wie es sich für Zombie-Action gehört, werden vor allem die Untoten hingerichtet und Kämpfer angefressen. Die meisten Gewaltmomente reduzieren sich auf Kopfschüsse und Einschusswunden. Weil RE-KILL derart hektisch zusammengeschnitten wurde, bekommt man viele der Spezialeffekte nur kurz zu sehen. Hierzulande reicht das für eine ungeschnittene Freigabe mit rotem FSK-Sticker: Keine Jugendfreigabe.
 
 


 
 
 

RE-KILL – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
[REC] (2007)
 
RoboCop (1987)
 
Starship Troopers (1997)
 

Filmkritik: „Anger of the Dead“ (2015)

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ANGER OF THE DEAD

(AGE OF THE DEAD | APOCALISSE ZERO)

Story

 
 
 
Nach dem Ausbruch eines Virus ist die Menschheit auf der Flucht vor fressgeilen Zombies. Eine kleine Gruppe Überlebender versucht den Weg zu einer Insel zu finden, auf der sich der Virus noch nicht verbreiten konnte. Doch der Weg aufs Eiland ist voller Gefahren.
 
 
 


 
 
 

ANGER OF THE DEAD – Kritik

 
 
 
Der wohl polarisierendste Regisseur aus deutschen Landen ist zurück: DR. UWE BOLL. Er sorgt mit seinen teils durchwachsenen Werken in Fankreisen nicht immer für Begeisterung, hat aber mit den sozialkritischen Werken DARFUR und RAMPAGE bewiesen, dass nicht alles schlecht sein muss, was der Boll’schen Filmmaschinerie entspringt. Trotz konstantem Trommelfeuer an Negativ-Kritiken, die der Regisseur regelmäßig mit seinen Streifen erntet, muss man Boll dennoch zugute halten, dass der gebürtige Wermelskirchener vehement an seiner Leidenschaft zum Film festhält. Er dreht und produziert am Fließband Filme, damit sich Kritiker und Publikum auch weiterhin das Maul über den selbstbewussten Filmemacher zerreißen können.
 
 
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Im Falle des Horrordramas ANGER OF THE DEAD (Alternativtitel: AGE OF THE DEAD) wird zwar mit Boll geworben; der Regisseur hat aber nur als Geldgeber fungiert und dem italienischen Newcomer FRANCESCO PIONE das Regieszepter überlassen. Der hat die Möglichkeit ergriffen und seinen gleichnamigen Kurzfilm aus dem Jahre 2013 in Spielfilmlänge neu verfilmt – freilich mit mehr Budget und richtigen Schauspielern. Hinter dem ambitionierten Erstling verbirgt sich eine zitatenreiche Hommage an die Kultwerke eines GEORGE A. ROMERO, der mit seiner „..OF THE DEAD“-Reihe dem Zombiefilm quasi über Nacht zum Erfolg verholfen hat. Zwar lockt auch Neuling FRANCESCO PIONE mit „..OF THE DEAD“ im Titel und suggeriert dem Zuschauer so einen Zusammenhang mit der bekannten Zombie-Saga von Romero; Horror-Kenner wissen natürlich gleich, dass das Quatsch ist – schließlich ist nur dort Romero drin, wo er auch draufsteht.
 
 
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Gute Zombieunterhaltung sieht anders aus. Viel Geschichte besitzt ANGER OF THE DEAD nicht. Der Film folgt einer kleinen Gruppe Überlebender auf ihrer ziellosen Flucht vor Horden Infizierter, irgendwie hoffend auf Hilfe und Sicherheit. Da hören sie von einer zombiefreien Insel und schöpfen neue Hoffnung. Währenddessen mehrere Meilen entfernt, nutzen skrupellose Schurken die Katastrophe aus, um Frauen zu missbrauchen und Kinder an Zombies zu verfüttern. Menschliche Befindlichkeiten spielen im Ausnahmezustand keine Rolle. Die gesetzlosen Kämpfer lassen lieber Waffen sprechen statt Überlebenden zu helfen. Kein gutes Omen für jene, die sich auf der Suche nach dem rettenden Eiland in das Jagdgebiet der Bösewichte verirren. Statt aggressiver Zombies sehen die sich in einem verlassenen Krankenhaus bald einer weitaus schlimmeren Bedrohung konfrontiert, deren Bekämpfung List und Mut voraussetzt.
 
 
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Willkommen zu einer neuen Episode von „Gute Überlebende gegen böse Überlebende“. Die Zombies spielen in ANGER OF THE DEAD nur eine untergeordnete Rolle, denn in diesem postapokalyptischen Albtraum wird einmal mehr gezeigt, dass der schlimmste Feind des Menschen immer noch der Mensch selbst ist. Somit orientiert sich Piones Horrordebüt dann doch eher an thematisch ähnliche Vertretern wie 28 DAYS LATER oder dem erst kürzlich besprochenen PLAGUE – Parabeln auf eine zunehmend barbarische, egoistische und ausbeuterische Gesellschaft, in denen die Bestie Mensch weitaus grausamer mit ihren Opfern umgeht, als der immer hungrige Zombie. Trotz sozialkritischer Tendenzen gelingt es FRANCESCO PIONE nicht zu fesseln oder gar mitzuleiden, denn ANGER OF THE DEAD verfängt sich zu oft in den längst totgefilmten Klischees des Subgenres und ermüdet dabei auch noch mit sehr gemächlichem Erzähltempo. So stolpern mal wieder Figuren unvorsichtig durch die Handlung, damit sie von Zombies gebissen werden und sich später selbst in Menschenfresser verwandeln.
 
 
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Immerhin schwimmt ANGER OF THE DEAD – vermutlich auch dank des erfahrenen UWE BOLL – technisch auf Höhe der Zeit. Das modrige Zombie-Make-up glänzt durch Liebe zum Detail und auch die überschaubaren Gewaltmomente kommen fast ohne den Computer aus. Zudem lässt Regisseur FRANCESCO PIONE immer mal wieder durchblitzen, dass er ein gutes Gespür für atmosphärisches Unbehagen besitzt. Leider müht sich ANGER OF THE DEAD damit, originell oder spannend zu sein. Gerade weil der Streifen nach bekanntem Schema konstruiert wurde, bleiben nahezu alle Szenenverläufe vorhersehbar. Spannung kommt da nur selten auf, weshalb mal wohl auch schnell das Finale herbeisehnen dürfte. Unterm Strich ist ANGER OF THE DEAD ein solides Regiedebüt – mehr aber auch nicht. Aufgrund der großen Namen im Hintergrund dennoch enttäuschend vor allem deshalb, weil mit UWE BOLL sowie MARCO RISTORI und LUCA BONI (Horrorfilmregisseure und Gründer des italienischen Filmstudios für Genrefilme EXTREME VIDEO SNC) eigentlich erfahrene Geldgeber zu Seite standen, die vor den gröbsten Fehlern im Horrorfilmemachen hätten warnen können.
 
 


 
 
 

ANGER OF THE DEAD – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
28 DAYS LATER auf italienisch. Auch im Land der Pasta und Pizza gilt: alles gehabt und wie eh und je. Abermals kämpfen Menschen gegen Zombies und Zombies fressen Menschen. ANGER OF THE DEAD ist die Spielfilmversion eines mehrfach ausgezeichneten (besseren) Kurzfilms, mit dem Neuling FRANCESCO PIONE im Business Fuß fassen möchte. Technisch zwar ganz ordentlich, kränkelt sein Debüt jedoch an vorhersehbaren Handlungsverläufen und zu langsamer Erzählweise. Da Serienproduktionen wie THE WALKING DEAD oder Kinoblockbuster wie WORLD WAR Z die Messlatte in Sachen Zombieterror weit nach oben gesetzt haben, ist das, was ANGER OF THE DEAD zu bieten hat, Kinderfasching. Zwar wird Zombiepapst GEORGE A. ROMERO zitiert – Horrorfans jüngeren Semesters dürfte das jedoch Schnuppe sein, denn die erwarten von Zombiefilmen blutige Gewalt, hektische Schnitte, muskelbepackte Einzelkämpfer und leicht bekleidete Kampfamazonen. ANGER OF THE DEAD hat trotz gesellschaftskritischer Ansätze nichts dergleichen zu bieten.
 
 


 
 
 

ANGER OF THE DEAD – Zensur

 
 
 
Auch wenn die Gewalt in ANGER OF THE DEAD weitaus dezenter zum Einsatz kommt, als in diversen Zombiefilmen gleicher Machart, gibt es trotzdem böse Momente zu sehen. Neben Köpfschüssen und einem Kehlenschnitt wird ein Bein mit einer Machete abgetrennt sowie die Hand vom Arm eines Protagonisten geschlagen. Vielen Gewaltmomente geschehen im Off oder werden nur angedeutet. Das dürfte wohl auch der Grund sein, weshalb ANGER OF THE DEAD in Deutschland problemlos die rote FSK-Plakette erhalten hat – keine Jugendfreigabe und ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

ANGER OF THE DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) MIG FILM (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Anger of the Dead; Italien | Kanada 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 08.12.2016 (BD KeepCase)

 

Anger of the Dead [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

ANGER OF THE DEAD – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken, Packshot liegen bei MIG FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Plague (2014)
 
Wyrmwood: Road of the Dead (2014)
 
The Dead 2: India (2013)
 
Dead Within (2014)
 
Chrysalis (2014)
 

Filmkritik: „Plague“ (2014)

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PLAGUE

Story

 
 
 
Eine mysteriöse Infektion hat die Menschen in Zombies verwandelt. Zwei Überlebende müssen bald am eigenen Leibe erfahren, dass im postapokalyptischen Australien weitaus schlimmere Bedrohungen warten, als untote Menschenfresser.
 
 
 


 
 
 

PLAGUE – Kritik

 
 
 
Achtung, Achtung – die Zombies sind los! Mittlerweile ist das in der Horrorfilmwelt nichts Ungewöhnliches mehr, denn Zombiefilme zu drehen hat sich seit einigen Jahren mal wieder zum begehrten Sport unter Nachwuchsregisseuren gemausert. Ob günstig fabriziert, tiefgründig, blutig oder künstlerisch wertvoll; Zombies lassen sich auch knapp ein viertel Jahrhundert nach Romeros NIGHT OF THE LIVING DEAD gut vermarkten – egal wie einfältig sie von untalentierten Filmemachern auch in Szene gesetzt werden. Einen etwas anderen Zombiefilm bringen die beiden Australier NICK KOZAKIS und KOSTA OUZAS in die Heimkinos. Die lassen zwar auf dem Cover ihres ersten Spielfilmes mit fressgeilen Monstern werben; der Film schlägt aber eine andere Richtung ein. Horror aus Australien steht auf dem Programm hinter dem sich aber keine Gore- und Splattergranate versteckt, wie man es wohl bei Filmen dieser Art erwarten würde. PLAGUE ist mehr Drama als Horror und deckt auf, was viel unberechenbarer und grausamer ist als Horden untoter Furien: der Mensch selbst.
 
 
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Eine ansteckende Infektion macht in Australien die Runde und hat die Bevölkerung in hungrige Kreaturen verwandelt. Einige Überlebende konnten sich in einem Schuppen vor der Seuche in Sicherheit bringen. Doch das Versteck wird von Infizierten entdeckt und die Flucht vor bereits toten Menschenfressern beginnt von Neuem. Während die Gruppe ihr Lager aufbricht, entscheidet Evie (TEGAN CROWLEY) zurückzubleiben und auf den Liebsten (SCOTT MARCUS) zu warten nichtsahnend, dass ihr bald der Sensenmann höchstpersönlich auf den Leib rücken wird. Das Paar bekommt unerwarteten Besuch von einem hilfsbereiten Fremden (STEVEN KENNEDY), der Unterstützung anbietet und Medikamente besorgt. Doch die Nettigkeiten sind nur Fassade. Als mit dem Unbekannten die Hormone durchgehen, zeigt der sein wahres Gesicht und entpuppt sich als erbarmungsloser Psychopath.
 
 
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Die Regisseure NICK KOZAKIS, KOSTA OUZAS sowie Produzent ALEXANDER OUZAS glauben, dass das Zombie-Genre weit mehr zu bieten hat, als stumpfe Fress- und Gewaltmomente. So nutzen sie den Zombiefilm als Möglichkeit, um menschliche Verhaltensweisen zu studieren und der Gesellschaft den Spiegel vorzuzeigen. In ihrem PLAGUE zeigen sie auf, dass Menschen in Extremsituation zu Einzelkämpfern werden. Grundlegende Vorstellungen über Ethik und Moral geraten da schnell ins Abseits, wenn Überlebensinstinkte geweckt werden und sich jeder selbst der Nächste ist. Dass in PLAGUE die dunkle Seite des Menschen in Mittelpunkt gerückt wird und die Zombies nur als Alibifunktion herhalten müssen, um menschliche Abgründe aufdecken zu können, scheint ein gewagtes Experiment zu sein. Glücklicherweise trägt der Mut zum unkonventionellen Kino Früchte, denn PLAGUE ist trotz überschaubaren Zombieangriffen ein nicht uninteressanter Film. Inmitten eines Weltuntergangszenarios werden essentielle Fragen gestellt. Kannst Du Freunden trauen? Hält Liebe im Chaos Bestand? Was würdest Du für das Leben nahestehender Menschen opfern? Die Realität ist bitter, denn die Protagonisten im Film werden vor schwere Entscheidungen gestellt, die am Ende zu denken geben und verstören.
 
 
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PLAGUE beschönigt nichts und schließt auch mit keinem kitschigen Happy End ab. Ganz im Gegenteil, die Macher stoßen mit einem bitterbösen Finale vor den Kopf, das in seiner Radikalität ein unangenehmes Baugefühl beim Zuschauer verursacht. Der dürfte wohl am Ende selbst überrascht sein, dass PLAGUE trotz kaum vorhandener Splatterszenen weitaus beängstigender ausfällt, als manch ultra-brutale Zombiegurke. Das mag vor allem an der beunruhigenden Atmosphäre liegen, die sich wie ein Pfaden durch den gesamten Film frisst. Der Ton des Films ist deprimierend, ausweglos und bedrückend, so dass bereits nach wenigen Minuten einleuchten dürfte, dass die Geschehnisse in PLAGUE kein gutes Ende nehmen werden. Letztendlich gehört der australische Genrebeitrag zu einem der besseren Zombiefilme, weil er den Virusausbruch aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet. Zombies haben Sendepause und kaum Screentime. Stattdessen wird Aufmerksamkeit auf die Protagonisten gerichtet, die diesmal nicht typischen Heldenbildern entsprechen. Kurioserweise besitzt PLAGUE nämlich keine Helden, auch wenn zu Beginn Sympathien zu den Hauptdarstellern vorgeheuchelt werden. Ihre selbstsüchtigen Entscheidungen bewirken das Gegenteil und das macht den Film besonders und einzigartig. Gerade weil PLAGUE ein vollkommen anderer Zombiefilm ist, sei er an dieser Stellen den Freunden psychologischen Horrors ans Herz, denn wir meinen: sehenswert!

 
 


 
 
 

PLAGUE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Unberechenbarer und kaltblütiger als jeder Zombie ist die Bestie Mensch: Bitterböses, postapokalyptisches Weltuntergangsszenario mit ungemütlicher, gesellschaftskritischer Botschaft, die zu denken geben dürfte. PLAGUE ist der etwas andere Zombiefilm, der sich jedoch weniger mit Zombies beschäftigt. Vielmehr rücken die australischen Regisseure NICK KOZAKIS und KOSTA OUZAS den Mensch selbst in den Mittelpunkt, der sich im Ausnahmezustand nur noch auf sich verlässt. Soziale Bindungen haben in Extremsituationen kaum noch Stellenwert, denn wenn es ums Überleben geht ist sich jeder selbst der Nächste. Mit schmalen 150.000 Dollar ist den Nachwuchsregisseuren ein verstörender Genre-Beitrag gelungen, der menschliche Abgründe zu Tage bringt und all jene ansprechen soll, die nach Neuerungen im Zombiefilm suchen. Die andere Herangehensweise ist die Quintessenz von PLAGUE. Denn statt den Streifen mit langen Fressmomenten zu füllen, wird der Zuschauer mit grundlegenden, moralischen Fragen konfrontiert. Auch wenn es kaum Untote zu sehen gibt, wirkt da Gezeigte hart und unbequem. Weil die Macher auch ohne Gewalt verstören können, vergeben wir auch hier das Prädikat: „Geheimtipp“.
 
 
 


 
 
 

PLAGUE – Zensur

 
 
 
Es gibt einen kurzen Fressmoment zu sehen in dem ein Charakter von Zombies zerfleischt wird. Ansonsten ist die Gewalt hier vorwiegend psychischer Natur. Dennoch kommt hin und wieder das Schrottgewehr zum Einsatz. Einmal wird einem Protagonisten die Gesichthälfte weggeschossen. In einer anderen Szene bahnt sich Munition durch den Bauch einer Filmfigur. Weil PLAGUE mehr Drama statt Horror ist und sich die gezeigte Gewalt in Grenzen hält, darf man von einer deutschen FSK16 ausgehen.
 
 


 
 
 

PLAGUE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dead Within (2014)
 
Chrysalis (2014)
 
The Dead 2: India (2013)

Filmkritik: „Beautiful People“ (2014)

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BEAUTIFUL PEOPLE

Story

 
 
 
Drei Einbrecher haben Spaß am Quälen unschuldiger Menschen. Als sie ins das Haus der Familie Pontecorvo einsteigen, erleben sie eine böse Überraschung, denn im Keller lauert das Böse …
 
 
 


 
 
 

BEAUTIFUL PEOPLE – Kritik

 
 
 
Das Horrorgenre ist zwar vielseitig. Dennoch mangelt es seit Jahren an Abwechslungsreichtum, denn die Liste der beliebtesten Subgenres liest sich übersichtlich. So haben seit dem Wechsel ins neue Jahrtausend nicht nur Found-Footage-Streifen Hochkonjunktur. Neben Slasher, Zombie- und Geisterfilmen sind es vor allem harte Home-Invasion-Schocker, die den Zuschauer immer wieder versuchen mit unangenehmen Bildern an die Grenze des psychisch Belastbaren zu treiben. Der Trend geht hin zu perversem Sadismus, denn je doller in diesen Filmen unschuldige Protagonisten gequält, vergewaltigt und terrorisiert werden, desto mehr Zuspruch erhält diese Art des Horrors beim gewalthungrigem Publikum.
 
 
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Es mag ja immer noch Horrorfans da draußen geben, die mit dem Begriff „Home-Invasion“ nichts anzufangen wissen. Denen erklärt Regisseur BRINI AMERIGO mit seinem BEAUTIFUL PEOPLE noch einmal ausführlich, worauf es in Filmen dieses Subgenre ankommt. Es sind mal wieder skrupellose Bösewichte, die in die Häuser friedliebender Familien einsteigen, um deren Leben mit bestialischer Quälerei zu zerstören. Einer derer ist Nibbo (diabolisch verkörpert von DANNY CUTLER), der mit dem kleinen Bruder (ALEX SOUTHERN) und seinem Komplizen Testamento (ALEX LUCCHESI) von Haus zu Haus zieht, um eine blutige Spur der Verwüstung nach sich zu ziehen. Vom ausgeprägten Hass auf Gutbetuchte getrieben macht auch Familie Pontecorvo mit den unwillkommenen Gästen Bekanntschaft. Leider haben sich die Ganoven hier wohl das falsche Anwesen für ihre schändlichen Taten ausgesucht, denn im Keller hält Vater John etwas versteckt, von dem die Öffentlichkeit nichts erfahren soll. Für die Schurken kein Grund nicht doch einmal im Keller nach dem Rechten zu sehen, ohne zu wissen, dass sie mit ihrer Neugierde die Büchse der Pandora öffnen.
 
 
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BEAUTIFUL PEOPLE hätte ein neuer Geheimtipp für Liebhaber derber Home-Invasion-Thriller werden können, denn was hier an kaltschnäutzigen Grausamkeiten gegenüber unschuldigen Familien gezeigt wird ist nicht leicht zu verdauen. Leider schien Macher BRINI AMERIGO darum bemüht gewesen zu sein, sein Debüt aus der Masse an ewig gleichem Folter- und Terrorunsinn hervorstechen zu lassen. Statt klassischen Zu-Hause-Horror abzuliefern verirrt sich der Regisseur im Untoten-Genre und springt auf den immer noch äußerst beliebten Zombiezug auf. Eine unglückliche Entscheidung, die BEAUTIFUL PEOPLE nicht unbedingt förderlich ist. Während in der ersten Stunde das Nervenkostüm des Zuschauers durch Psychoterror überstrapaziert wird, kommt in den letzten 30 Minuten der Holzhammer zum Einsatz. Zwischen Unmengen an Fress- und Splatterszenen verliert der Film schnell an Glaubwürdigkeit auf die zu Beginn penibel geachtet wird, damit BEAUTIFUL PEOPLE möglichst authentisch und unbequem wirkt.
 
 
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Im Keller lauern die Zombies! Warum das so ist, macht keinen Sinn. Die Pontecorvos führen unter ihrem Anwesen mysteriöse Experimenten an Menschen durch und scheinen offensichtlich die Gefahr zu unterschätzen, die da im Untergrund lauert. Natürlich ahnen die Einbrecher von all dem nichts und laufen bei ihren Erkundungsstreifzügen durch das Eigenheim geradezu in den Tod. Schnell sind Türen geöffnet, die eigentlich verschlossen bleiben sollten und der zuvor nicht ungeschickt erzählte Streifen verläuft sich in Absurditäten. Aus dem grimmigen Terrorfilm wird ein plumper Zombie-Gähner, in dem Opfer und Täter zu Gejagten werden, die sich im Überlebenskampf zusammenraffen müssen, um mit vereinten Kräften gegen mutierte Kreaturen kämpfen zu können. Zugegeben, das Make-up und die Effekte stimmen. Leider ist der Fortlauf der Geschichte das wohl Dümmste, was man zuletzt im Genre zu sehen bekommen hat. So wollen vielen Entscheidungen nicht einleuchten, die Protagonisten in ihrer Todesangst treffen. Dass im Finale mal wieder äußerst dick aufgetragen werden muss, verdeutlicht nur die Banalität dieses Machwerks. Abermals läuft alles aus dem Ruder und eine Zombieepidemie bahnt sich ihren Weg um den Globus. Erfahrene Zuschauer sehen da schon die Fortsetzung kommen, schließlich ist es mittlerweile nichts ungewöhnliches mehr, wenn Horrorfilme so lange fortgesetzt werden, bis entweder kein Geld mehr damit verdient werden kann oder sie keiner mehr sehen möchte.

 
 


 
 
 

BEAUTIFUL PEOPLE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
FUNNY GAMES trifft auf DAWN OF THE DEAD – dieser Streifen ist knüppelhart, blutig und kompromisslos. BEAUTIFUL PEOPLE ist genau der richtige Film für jene, die die Tauglichkeit von Horrorstreifen anhand der Grausamkeiten im Film bewerten. Das Debüt des noch unbekannten Regisseurs BRINI AMERIGO ist nicht jedermanns Sache und dürfte bei Fans unbequemer Gewaltorgien auf Zustimmung stoßen. Umso mehr verwundert es, dass der menschenverachtende BEAUTIFUL PEOPLE nicht aus Frankreich kommt, sondern in Italien gedreht wurde. Dennoch, es ist nicht alles Gold was glänzt. Trotz schonungsloser Härte hat der Film ein Problem und das ist der leidlich gelungene Versuch Home-Invasion-Horror mit splattriger Zombie-Thematik zu vermischen. Zwar liest sich der Mix durchaus interessant; die Umsetzung ist jedoch nur bedingt gelungen. Sobald die ersten Zombies über die Mattscheibe schlurfen, wird es haarsträubend und der Film entpuppt sich als Sammelsurium der Absurditäten. Die Protagonisten verhalten sich dämlich und übertriebene Fress- und Splattermomente lassen den bedrohlich-ungemütlichen Ton vergessen, auf den anfänglich noch sehr viel Wert gelegt wurde. Wir meinen: die erste Stunde ist Top – die letzten 30 Minuten ein Flop.
 
 
 


 
 
 

BEAUTIFUL PEOPLE – Zensur

 
 
 
BEAUTIFUL PEOPLE ist ziemlich hart. Menschen werden skrupellos gequält und danach ermordet. Einer der Bösewichte filmt die Grausamkeiten sogar mit seinem Handy. Während sich die erste Filmhälfte mit dem Terrorisieren von unschuldigen Menschen beschäftigt, geht es in der zweiten Filmhälfte reichlich splattrig zugange. Zombies wühlen in Organen und Köpfe werden mit Steinen eingeschlagen. Ungewöhnlicherweise ist der Terrorpart wesentlich ungemütlicher und härter ausgefallen, als die diversen Matscheffekte in der letzten halben Stunde. Weil jedoch im Film äußerst menschenverachtend Protagonisten gequält und sogar Kinder ermordet werden, hat BEAUTIFUL PEOPLE in Deutschland keine Freigabe in ungeschnittener Form erhalten. Für einen roten FSK-Flatschen musste geschnitten werden.
 
 
 


 
 
 

BEAUTIFUL PEOPLE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Studio Hamburg | i-catcher media (Blu-ray KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dead House; Philippinen 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 73 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Deutscher Trailer, Originaltrailer, Trailershow

Veröffentlichung: KeepCase: 26.10.2018

 
 

Beautiful People [Blu-ray] auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

BEAUTIFUL PEOPLE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshots liegen bei Studio Hamburg | i-catcher media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
White Settlers (2014)
 
Deadly Virtues: Love.Honour.Obey. (2014)
 
Hate Crime (2013)
 
Home Invasion (2012)
 
Home Sweet Home (2013)
 
In their Skin (2012)
 
The Aggression Scale (2012)
 
Funny Games (1997)
 
Kidnapped (2010)
 

Filmkritik: „Hoffnung auf Eis“ (1989)

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HOFFNUNG AUF EIS

(THE CHILLING)

Story

 
 
 
Falls Sie es nicht wussten: Irgendwo im Mittleren Westen steht der Welt tollste kryogenische Klinik. Hier sind (der Film spielt angeblich in der Zukunft, wo man immer noch die Frisuren später Achtziger trägt) zum Beispiel Walt Disney oder Michael Jackson eingefroren, um in schöneren Zeiten wieder auf die Menschheit losgelassen zu werden. Näher am Plot liegt hier aber auch der kleinkriminelle Sohn des ansässigen Großindustriellen, den’s bei einem Raubüberfall zerlegt hat. Als in der Halloweennacht das Stromnetz dem Gewitter zum Opfer fällt, tauen die Frostbeulen vorzeitig auf und schlurfen mordlüstern zu den Warmblütern.
 
 
 


 
 
 

HOFFNUNG AUF EIS – Kritik

 
 
 
Unsere amerikanischen Freunde nennen Filmchen wie HOFFNUNG AUF EIS „local marvels“, also so was wie ortsansässige Wunder. Damit weisen sie halbironisch darauf hin, wie phänomenal gut, schlecht oder wenigstens schräg es daherkommt, wenn ein filmbegeisterter Amateur den örtlichen Gewerbeverein unter Vorlage seines Drehbuchentwurfs abklappert und im Idealfall mit Budgetspenden und Drehgenehmigungen nach Hause kommt. Bevorzugt bewegen sich solcherlei Filmchen im Spannungsfeld von Amateursplatter (hierzulande, dank günstiger Digitalvideotechnik und viel Waldgegenden, größer denn je) und auch mal schämenswerter Kampfsportaction. HOFFNUNG AUF EIS, gedreht am Rande von Kansas City, Missouri, ist ein trashiges Moralstück im Stil der EC Comics/Tales From The Crypt-Reihe. Der Versuch, sich nicht in ausgetretenen Nebenhandlungspfaden zu verlaufen, scheitert selbstverständlich und so kann der geneigte DVD-Einwerfer wahnwitzig miesen Schießereien mit Bluteffekten, die das professionellste Element des Films darstellen dürften, in ihrer ganzen gnadenlosen Länge beiwohnen. Auch der breite Nebenauftritt des ebenso breiten Dan Haggerty, einst beliebt als DER MANN AUS DEN BERGEN, war hoffentlich kostengünstig. Und Linda Blair, ach Linda Blair.. Das waren die Hungerjahre des früheren Horrorkinderstars. Sprit, Pillen … und Hoffnung auf Eis.
 
Durch all diese Anekdötchen kann dann vielleicht auch entschuldigt werden, wenn die präsentierte Bild- und Tonqualität eher so aussieht, dass sich der Film in Nachbarschaft von Videokassetten wohler fühlen dürfte als bei DVDs oder gar Blu-rays.
 
 
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HOFFNUNG AUF EIS – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
In heimischen Straßen gedrehter Videokamera-Schrott mit Gastauftritten halbwegs bekannter Gesichter. Mit den richtigen Begleitern ein großer Filmabend-Spaß. Allein geschaut kann so was sehr weh tun.
 
 
 


 
 
 

HOFFNUNG AUF EIS – Zensur

 
 
 
Die aktuelle DVD-Veröffentlichung trägt die alte FSK-Freigabe und ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

HOFFNUNG AUF EIS – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Chilling; USA 1989

Genre: Horror, Thriller, Komödie, Klassiker

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Keine

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK 18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit alternativem Wendecover

Extras: Behind the Scenes (21:25 Min.), Trailer (1:44 Min.), Outtakes (ohne Ton) (6:41 Min.), Promo Reel (8:35 Min.)

Release-Termin: 05.12.2014

 

Hoffnung auf Eis (DVD) – Ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

HOFFNUNG AUF EIS – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Return of the Living Dead (1985)
 
Toll treiben es die wilden Zombies (1988)
 
Return of the Living Dead 3 (1993)
 

Filmkritik: „Wyrmwood: Road of the Dead“ (2014)

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WYRMWOOD:

ROAD OF THE DEAD

Story

 
 
 
Abermals verwandelt eine unbekannte Bedrohung nichtsahnende Menschen in Zombies. Eine Gruppe Überlebender sammelt sich und versucht der Lage Herr zu werden.

 
 
 


 
 
 

WYRMWOOD – Kritik

 
 
Seit jeher gelten vor allem die Japaner in Sachen Horror als schonungslos und ausgefallen. Dort krabbeln nicht nur nasse Geistermädchen aus TV-Geräten und Waschmaschinen (RINGU); auch absurde Splatter- und Goregranaten (GUTS OF A BEAUTY) färben immer mal wieder Leinwände rot und buhlen um die Gunst des internationalen Kinopublikums. Dass aber nicht nur Filmemacher aus dem Land der untergehenden Sonne abgefahrene Blutorgien inszenieren können, beweist der Australier KIAH ROACHE-TURNER. Der ist noch recht frisch im Filmgeschäft und hat mit dem Erstling WYRMWOOD gleich einen potenziellen Hitkandidat gedreht, der das Zeug zum neuen Kult-Horror hat. Der Splatter-Klassiker BRAINDEAD bekommt Konkurrenz, denn Regieneuling ROACHE-TURNER lässt hier ein actiongeladenes Gewaltfeuerwerk aller erster Güte auf den Zuschauer los, das nicht mit kongenialen Gedankenblitzen, frechen Späßen und klebrigem Kunstblut geizt.
 
 
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MAD MAX trifft auf DAWN OF THE DEAD – so oder ähnlich lässt sich in knappen Worten beschreiben, was der Horror-Fraktion mit WYRMWOOD geboten wird. In diesem Film wird dem müden Sub-Genre der immer wieder gleichen Zombiegurken frischer Wind einverleibt. Der weht ziemlich kräftig durch ein apokalyptisches Weltuntergangsszenario, in dem mal wieder einige Menschen vor Zombies flüchten und ums Überleben bangen müssen. Im Mittelpunkt steht Familienvater Barry (JAY GALLAGHER). Der hört eines Abends Geräusche in der Küche und befindet sich wenig später mit Frau und Tochter auf der Flucht vor Horden aggressiver Menschen, die nach noch warmem Menschenfleisch gieren. Nachdem sich auch Gattin und Kind zu einem dieser primitiven Menschenfresser verwandelt haben, macht sich Barry allein auf die Suche nach Schwesterherz Brooke (BIANCA BRADEY). Die wurde in ein mysteriöses Labor verschleppt und muss nun obskure Experimente über sich ergehen lassen, die ein verrückter Wissenschaftler an ihr durchführt. Doch die unmenschlichen Versuche segnen das hilflose Testobjekt mit wundersamen Kräften. Brooke entwickelt neue Fähigkeiten, die ihr bald schon den Weg aus der Zombieinvasion bahnen. Mit Hilfe ihrer Gedanken kann sie die zornigen Fressmaschinen kontrollieren. Eine Eigenschaft, die ihr bald den Hintern retten wird.
 
 
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Nichts ist schlimmer als Filme zu sehen, die langweilen. Leider haben ziemlich viele der letzten Zombie-Heuler mit akuter Ideenarmut und immer wieder gleichen Handlungsverläufen gequält, so dass Horrorfans mittlerweile vorsichtig geworden sind, wenn ein Film mit Zombies auf dem Cover wirbt. Anders sieht das bei WYRMWOOD aus. Regisseur KIAH ROACHE-TURNER muss wohl im Drogenwahn gewesen sein, als er die Masse an kunterbunten Einfällen für sein Debüt zu Papier gebracht hat. Die Geschehnisse im Film sind teilweise so bescheuert, dass man den Quatsch gesehen haben muss, um es glauben zu können. In WYRMWOOD werden Zombies als Tankstelle missbraucht. Die Kreaturen produzieren in ihren verwesenden Körpern Treibstoff mit dem Fahrzeuge betrieben werden können. Für die Überlebenden ein praktischer Nutzen, lässt es sich mit schnellem Gefährt besser vor den Untoten flüchten – vorausgesetzt man hat stets einen wandelnden Toten als „Reserve“ im Kofferraum.
 
 
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Vier Jahre lang war WYRMWOOD in der Mache, weil die meisten Szenen mit Freunden am Wochenende gedreht werden mussten. Somit folgt KIAH ROACHE-TURNER denen, die einst den Fuß mit semiprofessionellen Amateurfilmen ins Business bekommen haben und mittlerweile Erfolge in Hollywood feiern: SAM RAIMI und PETER JACKSON. Doch nicht nur Low-Budget-Produktionen wie TANZ DER TEUFEL (1981) und BAD TASTE (1987) boten dem Newcomer Inspirationsgrundlage. In einem Interview verriet der Nachwuchsregisseur, dass ihn maßgeblich MAD MAX zum Dreh des Films getrieben hat. Schon lange wartete er gemeinsam mit seinem Bruder auf eine weitere postapokalyptische Weltuntergangssaga im Stile des Kult-Actioners aus den 80er Jahren. Weil die aber vergebens auf sich warten lies, entschlossen die Geschwister selbst einen Film auf die Beine zu stellen, der an jene Filme erinnern sollte, die bereits in der Kindheit Eindruck hinterlassen haben: DAWN OF THE DEAD und MAD MAX.
 
 
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Dass die Geschwister in der Jugend nicht nur Filme sondern auch Comics verschlungen haben, wird in WYRMWOOD mehr als deutlich. Der Streifen entpuppt sich als rasante Comic-Blutorgie, deren Macher konsequent das Gaspedal durchtreten und offensichtlich darum bestrebt waren, das zu Papier gebrachte nicht bierernst zu nehmen. Dank dutzender Slapstickelemente, haarsträubenden Einfällen und groteskem Overacting erhält WYRMWOOD eine fast schon befremdlich wirkende Erzählsprache, die dann doch sehr an Comicware jüngeren Datums erinnert. Nicht weniger überdreht kommt Gewalt im Film zum Einsatz. Hier wird geklotzt und nicht gekleckert. Mit Hilfe von günstigem CGI werden Köpfe gespalten, Gliedmaßen abgeschlagen und Schädel zum Explodieren gebracht. WYRMWOOD ist nichts für Warmduscher, denn scheinbar wollte Regisseur KIAH ROACHE-TURNER Fans härterer Horror-Streifen gerecht werden und verbrät in seinem Erstling literweise Kunstblut und Kunststoffgedärm. Bei einem so zeigefreudigen Gewaltrausch dürfte das Splatter-Herz zu tanzen beginnen, schließlich gehört WYRMWOOD zu jenen Zombie-Schockern, die zwar blutig aber auch sehenswert sind.
 
 
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WYRMWOOD – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
DAWN OF THE DEAD trifft auf MAD MAX. Schluss mit gähnendem Zombie-Murks. WYRMWOOD ist ein abgefahrenes Splatter-Epos in dem minutiös Blut auf die Leinwand spitzt und das ein beachtliches Tempo an den Tag legt, bei dem einem ganz schwindelig wird. Der hektisch geschnittene Fun-Splatter macht Comic-Leser glücklich, denn Macher KIAH ROACHE-TURNER bannt Absurditäten auf Zelluloid, die man eigentlich so nur in Comics zu sehen bekommt. Da werden Zombies abgemolken und mittels Telekinese ferngesteuert; coole Antihelden ballern sich um den Verstand und 98 Minuten zeigefreudiger Splatter-Spaß beschert Fans des drastischen Kinos feuchte Höschen. Bei so viel Freude am Kunstblut verliert die Erkenntnis an Bedeutung, dass mit WYRMWOOD das Kunststück gelungen ist, einem müden Sub-Genre frischen Wind einzuverleiben. Man darf auf eine Fortsetzung hoffen. Denn im Falle von WYRMWOOD wäre es fatal, wenn diese nicht gedreht werden würde.
 
 


 
 
 

WYRMWOOD – Zensur

 
 
 
In WYRMWOOD: ROAD OF THE DEAD wird geballert, gemetzelt und gesplattert als gebe es keinen Morgen mehr. Trotzdem ist der Zombie-Streifen ungeschnitten nach Deutschland gekommen. Dass die FSK in letzter Zeit ziemlich human mit Filmen dieser Art ins Gericht geht, hat auch WYRMWOOD zu spüren bekommen. Trotz Mord und Totschlag gabs für die ungeschnittene Version den roten FSK-Flatschen: keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

WYRMWOOD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film / Sunfilm

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Wyrmwood; Australien 2014

Genre: Splatter, Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch | Extras haben auch deutsche UT

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras:Audiokommentar, Making of, Deleted Scenes, Storyboards, Indiegogo Videos

Release-Termin: 06.08.2015

 

Wyrmwood [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

WYRMWOOD – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

(Die Rechte der Bilder in der Kritik liegen bei Tiberius Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dead Within (2014)

Chrysalis (2014)

Open Grave (2013)

Attack of the Undead (2010)

28 Days Later (2002)

28 Weeks Later (2007)

Crazies (1973)

The Crazies (2010)

Filmkritik: „The Demon’s Rook“ (2013)

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THE DEMON’S ROOK

Story

 
 
 
Ein mächtiger Dämon entführt einen kleinen Jungen, um ihn in schwarzer Magie zu unterrichten. Jahre später kehrt der Verschleppte zurück in die Welt der Lebenden und muss die Menschheit vor dem Untergang bewahren.

 
 
 


 
 
 

THE DEMON’S ROOK – Kritik

 
 
Ach was waren die Zeiten schön, als im Horrorfilm noch bevorzugt per Hand gesplattert wurde und die Effekte nicht aus dem Computer kamen. Die 80er waren das Jahrzehnt kreativer Absurditäten, wo mit Latex, Glibber und Kunstblut versucht wurde dem Kinogänger das Ekeln zu lehren. Während am anderen Ende der Welt ein junger SAM RAIMI im Splatter-Klassiker EVIL DEAD die Teufel tanzen lies, produzierte Altmeister DARIO ARGENTO Jahre später einen ebenso berüchtigten Genrefilm in Italien, der den meisten Horrorfans unter dem Titel DANCE OF THE DEMONS von Begriff sein dürfte. Das Multitalent JAMES SIZEMORE holt nostalgisches Dämonen-Gematsche zurück auf die Mattscheiben und will mit seinem Regiedebüt an die guten, alten VHS-Zeiten anknüpfen, in denen man sich nicht vom mageren Produktionsbudget abschrecken lies und soviel Handgemachtes wie möglich in Horrorfilmen zeigen wollte. Sein THE DEMON’S ROOK entpuppt sich als herzliche Hommage an das nicht immer perfekte Indie-Horrorkino der 80er und dürfte vor allem bei jenen Filmfans Herzklopfen verursachen, die mit diesen Filmen aufgewachsen sind.
 
 
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Der kleine Roscoe ist ein erkundungsfreudiges Kind, von Dämonen regelrecht besessen und spielt tagsüber mit der besten Freundin Monsterspiele im Garten. Dennoch zieht sich der aufgeweckte Junge immer öfter in sein Zimmer zurück, wo er finstere Visionen und grausige Fratzen mit Kreide zu Papier bringt. Die Eltern sind stolz auf das phantasiebegabte Kind, bis der Sohnemann von einem mächtigen Dämon Besuch erhält und verschleppt wird. Doch die Kreatur namens Dimwos ist nicht böser Natur. Sie weiht den Knaben in die Macht schwarzer Magie ein und fungiert als Pförtner zwischen Licht und Dunkelheit, um die Menschheit vor dem Bösen zu beschützen. Als es dennoch einigen Geschöpfen der dunklen Seite gelingt in die Welt der Lebenden zu krabbeln, liegt es an dem mittlerweile erwachsenen Roscoe die bevorstehende Apokalypse aufzuhalten. In seiner ehemaligen Spielkameradin Eva sieht er eine Verbündete um Dämonen, Zombies und Besessene aufhalten zu können.
 
 
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THE DEMON’S ROOK ist kein sonderlich guter oder professioneller Film, aber das ist diesmal auch nicht von Bedeutung. Der Film bietet einen regelrechten Bilderrausch handgemachter Maskeneffekte, die mal weniger, mal besser gelungen sind. Ob wandelnde Zombies, dämonische Kreaturen aus der Hölle oder der Leibhaftige persönlich – THE DEMON’S ROOK bietet ein buntes Sammelsurium kreativer Effektspielereien, die allein dessen schon die Sichtung rechtfertigen. Dass ein derart visueller Ideenrausch auch seine Problemchen mit sich bringt, scheint die logische Konsequenz zu sein. Schauspielerisch fährt Regisseur, Produzent und Schauspieler (er selbst hat auch gleich die Hauptrolle im Film übernommen) nämlich einen konsequenten Sparkurs. Fast alle Helden, Kreaturen und Filmopfer werden von Freunden des Machers verkörpert, die dann auch noch Haus und Hof für die Dreharbeiten zur Verfügung gestellt haben, damit mehr Geld für Kunstblut und Splatter-Exzesse ausgegeben werden konnte. Viel Improvisationstalent stellt SIZEMORE unter Beweis. Um neumodische Wohnzimmer atmosphärisch aussehen zu lassen, holt er kurzum die Nebelmaschine aus dem Keller und lässt das semiprofessionelle Set in satte Rot-, Blau- und Grün-Töne erstrahlen. So gleicht er finanzielle Defizite aus und erinnert ganz nebenbei mit stimmigen Farbspielereien an die frühen Werke des Giallo-Mitbegründers DARIO AGENTO, die sogar auch noch von charmantem Synthesizer-Gedudel begleitet werden.
 
 
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Es muss nicht immer perfekt sein, vor allem dann nicht, wenn ein Horrorfan versucht seine Obsession zum Genre mittels phantasievoller Bilderflut zum Ausdruck zu bringen. THE DEMON’S ROOK ist ein leidenschaftliches Fanprojekt, das vor allem das besitzt, was man bei vielen Horrorfilmen neueren Datums vermisst: Herzblut. Der Streifen glänzt durch nostalgischem 80er-Jahre-Charme und schaut dank guter Kameraarbeit oftmals teurer aus, als er vermutlich gewesen ist. Bei so viel Liebe zum Genre schaut man gern über Mankos in der Inszenierung hinweg und vergisst schnell, dass hier erzählerische Tiefe kaum Stellenwert besitzt. Kurzum: THE DEMON’S ROOK ist eine blutrote Dämonenhatz für all jene, die ohnehin der Meinung sind, dass früher im Horrorfilm alles besser war. Kein Wunder, bringt Macher JAMES SIZEMORE jenes schrill-experimentierfreudige Jahrzehnt zurück ins Gedächtnis, das wichtige Genre-Meilensteine wie HELLRAISER, RE-ANIMATOR, THE THING oder Cronenbergs DIE FLIEGE hervorgebracht hat.
 
 
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THE DEMON’S ROOK – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
THE DEMON’S ROOK ist ein kleiner Juwel am Horrorhimmel und ein blutgetränktes Gore-Fest der Extraklasse. Diese Produktion ist nicht für die breite Masse bestimmt, sondern ein Film für alle Nostalgiker, die zu jener Zeit aufgewachsen sind, vor der sich THE DEMON’S ROOK verbeugt: Ein Hoch auf die 80er – Lang lebe das VHS-Zeitalter!
 
 


 
 
 

THE DEMON’S ROOK – Zensur

 
 
 
Blut gibt es reichlich zu sehen. Von Zombie-Fressszenen bis Pfeilmord ist alles dabei, bei dem das Horror-Herz tanzt. Insofern THE DEMON’S ROOK überhaupt in Deutschland veröffentlicht wird, wird er auf jeden Fall mit rotem FSK-Flatschen im Händlerregal stehen – in welcher Schnittform dürfte aber fraglich sein.
 
 
 


 
 
 

THE DEMON’S ROOK – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Evil Dead (1981)
 
Dance of the Demons (1985)
 
Dance of the Demons 2 (1986)
 
Demon Knight – Ritter der Dämonen (1995)
 

Filmkritik: „Zombie Fight Club“ (2014)

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ZOMBIE FIGHT CLUB

Story

 
 
 
Ein tödlicher Zombievirus hat in der Millionenstadt Taipei ein Desaster angerichtet. Jegliche soziale Strukturen befinden sich am Rande des Zusammenbruchs, was Kriminalität und Korruption blühen lässt. In einem Hochhaus irgendwo in der Innenstadt werden aus Gangstern Gejagte. Die müssen sich ähnlich wie im Remake zu JUDGE DREDD von Stockwerk zu Stockwerk vorarbeiten, um Horden Infizierter Hausbewohner entkommen zu können.

 
 
 


 
 
 

ZOMBIE FIGHT CLUB – Kritik

 
 
 
In Taiwan ist mal wieder die Hölle los, denn dort wandeln erneut hungrige Zombies durch Straßen und Gassen, stets auf der Suche nach wohlschmeckendem Menschenfleisch. Regisseur JOE CHIEN hat ein Herz für Fans von Zombiefilmen. Der fernöstliche Filmemacher scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben Liebhabern solcher Filme mit immer wieder neuem Horrormaterial zu versorgen, in dem sich verängstigte Protagonisten vor Horden Untoter in Sicherheit bringen müssen. Nach dem eher bescheidenen ZOMBIE WORLD WAR (OT: ZOMBIE 108), der zumindest in Taiwan ordentlich Zaster in die Kassen bringen konnte, war es nur eine Frage der Zeit bis CHIEN ein weiteres Mal auf dem Regiestuhl Platz nehmen sollte, um dort anzuknüpfen, wo er zuletzt Erfolge verbuchen konnte. Mit ZOMBIE FIGHT CLUB hat er die sehnlich erwartete Fortsetzung zu ZOMBIE WORLD WAR gedreht und macht quasi nichts anderes als die Gewinnformel seines Erstlings abzuarbeiten und diese um Extremgewalt, Sex und Splatter zu erweitern. Technisch bleibt alles beim Alten. Abermals wird dem Zuschauer eine auf Hochglanz gebügelte und in dreckige Farben getauchte Zombieapokalypse geboten, in der Handlung, Figuren und deren Schicksale kaum Gewichtung finden. Stattdessen wird das grafische Auslöschen von Mensch und Zombie in den Mittelpunkt gerückt, was im direkten Vergleich zu aktuellen, amerikanischen Zombie-Produktionen nicht ganz ohne ist. Neben hektischen Schnitten und schnellen Kampfszenen liegt das Augenmerk auf rasante Schussduelle, ekelige Verwandlungs- und Matscheffekte sowie reißerische Zeitlupenmorde, die so genüsslich und schonungslos zelebriert werden, dass deutschen Zensurbehörden mit ZOMBIE FIGHT CLUB gar keinen Spaß verstehen dürften. Hier wird Gewalt als Mittel zum Selbstzweck eingesetzt, denn die unzugänglichen Protagonisten sehen im kaltblütigen Ausmerzen von Überlebenden und Infizierten den einzigen Ausweg einem postapokalyptischen Weltuntergangsszenario entkommen zu können. Dass im unkontrollierten Blutrausch die Handlungsbeweggründe aller Beteiligten nicht immer Sinn ergeben, ist eines der vielen Mankos mit denen ZOMBIE FIGHT CLUB sprichwörtlich zu kämpfen hat. Dem Zuschauer dürfte es da schwer fallen sich überhaupt mit einem der reichlich unsympathischen Charaktere identifizieren zu können, denn nach einer glaubhaften Charakterisierung sucht man in diesem Splatterfest vergebens.
 
In ZOMBIE FIGHT CLUB handeln die Protagonisten nicht nachvollziehbar. So finden einige Ganoven im Überlebenskampf mit dutzenden Zombies immer noch genügend Zeit, um hilflose Schulmädchen zu vergewaltigen. Zudem handelt ein Lehrer wie von Sinnen, weil seine Tochter erschossen wurde, was ihn aus unerklärlichen Gründen dazu nötigt zwei unschuldige Schulmädchen zu ermorden, mit denen er wenige Minuten zuvor noch friedlich an der Kaffeetafel gesessen hat. Vieles in ZOMBIE FIGHT CLUB ist kaum einleuchtend, weil sich JOE CHIEN zu versteift auf blutige Kämpfe und das grafische Zerschießen von Köpfen konzentriert, statt sich mit seinem Film und dessen Figuren ernsthaft auseinanderzusetzen. Fast alle Protagonisten sind Kanonenfutter, die kurz vorgestellt und wenig später kreativ vor der Kamera um die Ecke gebracht werden. Förderlich ist dies dem Film keineswegs, weil sich trotz abwechslungsreicher Gewaltakte schnell Langeweile einstellt. Letztendlich wird die dünne Handlung allein von den immerhin hervorragend umgesetzten Effekten getragen.
 
ZOMBIE FIGHT CLUB besteht aus zwei unterschiedlichen Filmhälften. Während in der ersten Stunde der Ausbruch einer Zombie-Plage zum Thema des Films gemacht wird und sich einige (kriminelle) Überlebende durch ein Hochhaus kämpfen müssen, setzt die Handlung in den letzten 30 Minuten ein Jahr später ein. In einer Art unterirdischer Kampfarena müssen Überlebende gegen Infizierte kämpfen, um just genau jenen Lehrer zu belustigen, der ein Jahr zuvor seine Tochter auf perfide Weise verloren hat. Mittlerweile handelt der nicht mehr ganz so ehrenhaft und ist zur dunklen Seite übergewechselt, hält sich Überlebende als Sklaven, um diese zu demütigen oder ermorden zu lassen. Bei derart trivialer Filmunterhaltung werden Erinnerungen an das ruppige Exploitationkino der 70er wach, denn JOE CHIEN bleibt bis zum Abspann seinem Kurs treu und ergänzt Zombie-Klischees um Sex, Martial-Arts-Action und Gewalt, so dass zumindest Freunde der etwas härteren Filmgattung gut unterhalten werden dürften. Letztendlich bleibt trotz technisch versierter Machart und reichlich Action die Spannung aus, was ZOMBIE FIGHT CLUB nur zu einem weiteren, unbedeutenden Zombie-Streifen macht, den man nach Sichtung schnell wieder vergessen haben dürfte. Eigentlich schade, hätte CHIENS Zweitwerk durchaus Potenzial gehabt, ein neuer asiatischer Splatter-Hit werden zu können. Leider mangelt es ZOMBIE FIGHT CLUB am Feinschliff, denn trotz glatt polierter Optik fehlt mal wieder das, was man in jedem zweiten Horrorfilm schmerzlich vermisst: ein sympathischer Charakter, der im Verlauf eine glaubwürdige Entwicklung durchlebt, damit sich der Zuschauer mit ihm verbunden fühlen und mitfiebern kann. Dennoch, trotz aller Kritik gehört das Sequel ZOMBIE FIGHT CLUB zu den wenigen Ausnahmen, in denen die Fortsetzung besser ist, als das Original. Demzufolge sollten Zombiefans auf jeden Fall einen Blick riskieren.
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE FIGHT CLUB – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Die taiwanesische Antwort auf THE WALKING DEAD. ZOMBIE FIGHT CLUB ist ein rasantes Zombie-Splatterfest, das seinesgleichen sucht und anfänglich etwas zu offensichtlich an den Action-Kracher THE RAID oder das JUDGE DREDD-Remake aus dem Jahre 2012 erinnert. Hier wird all das verbraten, was man bereits im schmuddeligen Exploitationkino der 70er zu sehen bekommen hat. Es wird geschossen, gefressen und zermatscht als gebe es keinen Morgen mehr, was zumindest Fans derber Gewaltstreifen durchaus zusagen dürfte. Sieht man jedoch vom hektisch geschnittenen Sex- und Gewaltcocktail sowie einigen frauenfeindlichen Filmmomenten ab, bleibt nicht mehr viel übrig, was ZOMBIE FIGHT CLUB über Wasser halten kann. Die Charaktere sind flach, die Geschichte dünn und Spannung hält sich auch in Grenzen. Wer darüber hinwegsehen kann, wird mit diesem ziemlich kruden Schmuddel-Action-Mix trotzdem gut unterhalten – den vielen kreativen und hervorragend umgesetzten Gewaltspitzen sei Dank, die diesmal vorwiegend aus dem Rechner kommen, jedoch perfekt zum unbequemen Ton der düsteren Kulisse passen.
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE FIGHT CLUB – Zensur

 
 
 
ZOMBIE FIGHT CLUB hat hierzulande eine ungeschnittene Freigabe erhalten. Das ist verwunderlich. Nicht nur, dass hier ziemlich fragwürdige Gewalt gegenüber Frauen fast schon zelebriert wird; in diesem Film werden in nahezu jeder Filmminute Menschen und Zombies auf grausame Weise um die Ecke gebracht. Manchmal sind die Beurteilungen der FSK nicht nachvollziehbar. Zombiefans dürfte das aber freuen, hat es ZOMBIE FIGHT CLUB mit rotem FSK-Flatschen in die Händlerregale geschafft. Keine Jugendfreigabe!
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE FIGHT CLUB – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Mad Dimension

 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Zombie Fight Club; Taiwan 2014

Genre: Horror, Splatter, Thriller, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Mandarin DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Schwarze KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer zum Film, Trailershow

Release-Termin: 31.07.2015

 

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ZOMBIE FIGHT CLUB – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Judge Dreed (2012)
 
The Raid (2011)
 
The Raid 2 (2014)
 

Filmkritik: „The Dead 2: India“ (2013)

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THE DEAD 2: INDIA

Story

 
 
 
Der Zombie-Virus aus THE DEAD (2010) hat sich von den Wüsten West-Afrikas nach Indien vorgearbeitet und auch dort die Bevölkerung zu Menschenfleisch verzehrende Fressmaschinen verwandelt. Elektroingenieur Nicholas Burton begibt sich auf eine Reise voller Gefahren um in den Slums von Mumbai die Liebste zu finden …
 
 
 


 
 
 

THE DEAD 2 – Kritik

 
 
 
Seit die Erfolgsserie THE WALKING DEAD im Fernsehen Einschaltquoten explodieren lässt, sind Zombies im TV nicht mehr wegzudenken. Eine Ironie in sich, haben die wandelnden Toten bis vor einigen Jahren noch deutschen Sittenwächter schlaflose Nächte bereitet und wurden gänzlich in die Erwachsenenabteilungen der Videotheken verbannt. Mittlerweile scheinen auch Mitarbeiter der FSF und FSK Freude an jener Art von Horrorfilmen gefunden zu haben, so dass Zombiefilme nicht nur regelmäßig in den Handel gebracht, sondern auch immer häufiger im Fernsehen gezeigt werden – meist sogar ungeschnitten. Die Zombie-Boom findet kein Ende, wobei seit den jüngsten WORLD WARZ Z und WALKING DEAD-Erfolgen auch der Anspruch an derart Streifen gestiegen ist. Billig ist out, schließlich gab es vor allem auf dem Videomarkt in den letzten Jahren einfach zu viel günstig heruntergekurbeltes Videofutter, das qualitativ unter aller Kanone gewesen war und Käufern nicht selten den Spaß am Schauen jener Schocker genommen hat. Die Brüder HOWARD und JONATHAN FORD haben den qualitativen Verfall jener Horrorware mit ihrem THE DEAD im Jahr 2010 zu ändern versucht. Sie brachten den etwas anderen Zombieschocker in die Wohnzimmer, der vor allem durch die ungewöhnliche, afrikanische Kulisse glänzen und damit viel Lob bei Fans und Kritikern ernten konnte. Weil THE DEAD gut angenommen wurde und scheinbar auch durchaus rentabel gewesen ist, dürfte es demnach niemanden überraschen, dass eine Fortsetzung folgen musste. Die nennt sich nun THE DEAD 2: INDIA und ist laut eigenen Angaben der FORD-Brüder der zweite Teil einer geplanten Trilogie.
 
Die Zombie-Apokalypse wurde kurzum von Afrika nach Indien verlegt, denn statt direkt an den Vorgänger anzuschließen, haben sich die beiden Macher des ersten Teils dazu entschlossen eine andere Geschichte zu erzählen. Gänzlich neu ist die jedoch nicht, denn sieht man von der indischen Kulisse ab, lassen sich immer noch genügend Handlungsstränge finden, die man so ähnlich bereits im Erstling aufgetischt bekommen hat. Die Ford-Brüder HOWARD J.FORD und JONATHAN FORD erzählen erneut von einem Virusausbruch, der binnen weniger Stunden ganze Landstriche entvölkert und Menschen zu Killermaschinen werden lässt. Im Grunde genommen ein mittlerweile gängiges Thema. Doch die Brüder waren schlau und verlagerten die Handlung in eine für das Genre eher ungewöhnliche Umgebung, was THE DEAD 2: INDIA trotz aller Klischees relativ unverbraucht erscheinen lässt. In THE DEAD 2: INDIA begleitet der Zuschauer Nicholas Burton (JOSEPH MILLSON) nach Indien, der dort als Elektroingenieur für einen riesigen Windpark arbeitet und genau in jenem Moment Zeuge einer beunruhigenden Zombie-Invasion wird, als ihm seine indische Partnerin vom bevorstehenden Mutterglück berichtet. Die verschanzt sich zusammen mit der infizierten Mutter und dem besorgten Vater in den eigenen vier Wänden irgendwo in den Slums von Mumbai und hofft nun darauf, dass sich der Liebste auf den langen Weg begibt, um sie aus der Hölle der wandelnden Toten zu befreien.
 
Zurück zu den Anfängen, zumindest orientiert sich das Regie-Duo an den klassischen Zombie-Streifen eines GEORGE A. ROMERO, wo Untote noch schwerfällig durch die Landschaft streiften und nicht zu fressgeilen Hochleistungssprintern verkommen waren, die im Zombiefilm des 21. Jahrhunderts vermehrt durch apokalyptische Weltuntergangsszenerien hetzen. In THE DEAD 2: INDIA taumeln Untote gemach durch menschenleere Ortschaften und über trockene Felder, wobei ihnen trotz Langsamkeit immer wieder mal ein noch Lebender zwischen die Krallen kommt, der anschließend genüsslich verspeist wird. Von wirklicher Bedrohung ist keine Spur, schließlich bleibt den Überlebenden stets genügend Zeit um davon laufen zu können. Trotzdem; aus unerklärlichen Gründen scheinen die Infizierten dann doch den Gesunden haushoch überlegen zu sein – eine Prämisse, die vor allem im italienischen Zombiefilm der 80er vermehrt Verwendung fand und für THE DEAD 2: INDIA noch einmal aus der Mottenkiste gekramt wurde. Die teils altbackenen Zombie-Regeln funktionieren immer noch tadellos, denn HOWARD und JONATHAN FORD beweisen immer mal wieder ein geschicktes Händchen für nostalgisches Grauen. So gefällt eine Szene, in welcher Held Nicholas Burton mit einem Motorrad durch das Dunkel der Nacht düst und um Zombies fahren muss, die plötzlich wie aus dem Nichts im Lichtpegel des Scheinwerfers auftauchen und nach ihren noch lebenden Opfern schnappen.
 
Die andersartige, exotische Kulisse bekommt THE DEAD 2: INDIA gut, entpuppt sich doch das ländliche Indien als trügerische Idylle, wo hinter jedem Hügel und jedem Haus die infizierte Bedrohung auf den Filmheld lauert. Der Zuschauer folgt Protagonist Nicholas Burton durch malerische Landschaften und verlassene Dörfer, wo er sich zusammen mit einem kindlichen Begleiter namens Javed (ANAND HRISHNA) durch Horden von Zombies durcharbeiten muss. Die werden vermehrt umgangen, statt schaufreudig erschossen. Überraschenderweise konzentrieren sich die Macher in ihrem Zombie-Road-Movie weniger auf das stumpfe Ausradieren der Zombie-Brut, noch werden die Ursachen der Infizierung näher beleuchtet. Stattdessen wird in THE DEAD 2: INDIA von einer Odyssee voller Gefahren berichtet, die von nur einem Ziel vorangetrieben wird: der Liebe. Im Gegensatz zum Vorgänger haben die Macher einige Mankos in der Inszenierung ausgebessert. So wurde das Geschehen nun reichlich flotter gestaltet, hatte doch der Erstling unter dem teils recht langsamen Erzähltempo zu leiden. Zudem wurde noch etwas an den Spezialeffekten und der Technik gefeilt, die THE DEAD 2: INDIA deutlich hochwertiger erscheinen lassen als das, was man sonst so in Sachen „Zombiefilm“ geboten bekommt. Auch wen die Fortsetzung zu THE DEAD kein zweiter WORLD WAR Z geworden ist, gehört das von den FORD-Geschwistern neu geschaffene Untoten-Franchise zu den besseren Vertretern eine langen Reihe von Filmen dieser Art.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
THE WALKING DEAD goes Bollywood. Keine Angst in THE DEAD 2: INDIA gibt es keine tanzenden und singenden Zombies zu sehen. Vielmehr machen die beiden britischen Regisseure HOWARD und JONATHAN FORD Gebrauch von der exotischen Kulisse des Landes, die die Fortsetzung des Überraschungs-Hits THE DEAD (2010) zu einem etwas anderen Zombie-Spektakel werden lässt. Bis auf den ungewöhnlichen Schauplatz ist aber sonst alles beim Alten geblieben, so dass sich THE DEAD 2: INDIA eher wie ein actionreicheres Remake des Vorgängers anfühlt, zumal sich kein direkter Bezug (bis auf den Virus) zum Erstling finden lässt. Nichtsdestotrotz haben die Macher einige Defizite in der Inszenierung ausgebessert, so dass THE DEAD 2: INDIA flüssiger, rasanter und spannender als der erste Teil geworden ist. Mit viel Liebe zum Old-School wandeln die Toten hier gemächlich durch die Szenerie und sind dennoch allgegenwärtig. Fans klassischer Zombiefilme werden mit THE DEAD 2: INDIA ihre Freunde haben, schließlich orientiert sich diese Fortsetzung an den beliebten Zombie-Erzählungen eines GEORGE A. ROMEROS, der mit NIGHT OF THE LIVING DEAD eines der wohl bedeutendsten Horrorwerke unserer Zeit geschaffen hat. Selbstverständlich ist THE DEAD 2: INDIA noch weit von den Qualitäten des jungen ROMEROS entfernt; dennoch haben die FORD Brüder einen interessanten Beitrag zur mittlerweile nicht mehr ganz so frischen Zombie-Thematik geschaffen, der sogar minimal besser als der Erstling geworden ist. Ein würdiger Nachfolger!
 
 
 


 
 
 

THE DEAD 2 – Zensur

 
 
 
THE DEAD 2: INDIA orientiert sich in Sachen Gewalt an Streifen wie WORLD WAR Z oder bereits genannter Horror-Serie THE WALKING DEAD. Viele Schauwerte werden nicht geboten. Die meisten Geewaltszenen bestehen aus Ein- und Streifschüssen. Demnach wurde die Fortsetzung von der FSK für bereits Sechszehnjährige freigegeben. Aufgrund des Bonusmaterials der erhältlichen Heimkinofassung ist diese jedoch erst für Volljährige geeignet: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Daredo Media (ungeschnittene Fassung)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Dead 2: India, Großbritannien 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1080p/24)

Laufzeit: ca. 98 Min. (uncut)

FSK: Film: FSK 16 (ungeschnittene Fassung) / Die Blu-ray ist aufgrund des Bonusmaterials jedoch erst für Volljährige geeignet: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer zu THE DEAD und THE DEAD 2, Deleted Scenes, Making of

Release-Termin: 28.11.2014

 

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THE DEAD 2 – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dead Within (2014)
 
Survival – Überlebe wenn du kannst! (2013)
 
Chrysalis (2014)
 
Infected (2012)
 
Zombie Night (2013)
 
Battle of the Damned (2013)
 
The Dead (2010)