Filmkritik: „Backcountry – Gnadenlose Wildnis“ (2014)

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BACKCOUNTRY – GNADENLOSE WILDNIS

Story

 
 
 
Glückliches Pärchen gerät beim Campen in das Jagdgebiet eines hungrigen Schwarzbären und muss ums Überleben bangen …
 
 
 


 
 
 

BACKCOUNTRY – Kritik

 
 
 
Ernstzunehmende Tier-Horrorfilme sind mittlerweile ziemlich rar im Kino geworden. Entweder werden die am Fließband von selbsternannten Trash-Studios wie THE ASYLUM produziert oder wollen dem Zuschauer im nicht mehr ganz so frischen Found-Footage-Stil auf den Wecker gehen. Lang ist es her seit Spielberg mit seinem DER WEISSE HAI einen regelrechten Boom des Tier-Horrors einläutete und eine ganze Flut sehenswerte Tier-Schocker folgen lies, von denen wohl in den letzten Jahren nur Ajas dreidimensionales PIRANHA-Remake (2010) und der packende Tiger-Schocker BURNING BRIGHT (2010) bleibenden Eindruck hinterlassen konnten. Nach viel unterirdischem Trash der letzten Zeit scheinen aber dennoch Regisseure darin bestrebt zu sein, dem Tier-Horror wieder die nötige Ernsthaftigkeit zurückgeben zu wollen, die das Subgenre auch verdient hat. Einer dieser ambitionierten Filmemacher ist ADAM MACDONALD. Der versucht mit dem unbequemen Bären-Terror namens BACKCOUNTRY klarzustellen, dass er nicht nur vor der Kamera eine gute Figur machen kann. Nach kleinen Rollen in Streifen wie WOLVES oder HOME SWEET HOME war es für ihn an der Zeit, auch sein Können als Drehbuchschreiber und Regisseur unter Beweis zu stellen. So drehte er mit wenig finanziellen Mitteln einen hochgradig verstörenden Film, in welchem dem Menschen mal wieder die Unberechenbarkeit von Mutter Natur vor Augen geführt werden muss – wenn auch mit kleinen Fehlern.
 
 
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MACDONALD beschreibt sein Leinwand-Debüt als eine Art OPEN WATER in den Wäldern für das er sich von wahren Begebenheiten inspirieren lies. Während den ersten Recherchen zum Drehbuch kam er mit Campern und Wanderern ins Gespräch, die bereits unfreiwillig Bekanntschaft mit Schwarzbären im Hinterland Nordontarios gemacht hatten. Schnell stieß er so auf die tragische Geschichte eines jungen Pärchens, das während einer Bärenattacke tödlich verwundet wurde. MACDONALDS war von dem Vorfall derart erschütterte, dass er darin die Idee zum Film sah, in dem ebenfall ein Paar in den Wäldern Kanadas ums Überleben bangen muss. MISSY PEREGRYM und JEFF ROOP spielen in BACKCOUNTRY Jenn und Alex, die es in die kanadische Wildnis zum Campen zieht. Doch Alex hat anderes im Sinn, als die Natur zu genießen. An einem idyllischen See will er der Liebsten einen Antrag machen und verzichtet absichtlich auf Karte und Kompass, weil er den Weg dahin aus dem Gedächtnis kennt. Natürlich verläuft die Wanderung nicht nach Plan. Nach drei Tagen Fußmarsch ist kein Ziel in Sicht. Die Vorräte sind aufgebraucht und das Paar muss sich eingestehen, vom rechten Weg abkommen zu sein. Nun ist guter Rat teuer, denn ohne Karte und Telefon erweist sich die Rückkehr als unmöglich. Schlimmer als die Einsicht sich verirrt zu haben ist jedoch die Tatsache, dass sich Alex und Jenn in das Territorium eines hungrigen Schwarzbären verirrt haben, der sich mit leeren Magen an die Fersen des Liebenden heftet. Rasch entbrennt ein grausamer Kampf zwischen Mensch und Tier, der am Ende nur einen Sieger kennt: Mutter Natur.
 
 
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Macher ADAM MACDONALD outete sich in einem Interview als großer Fan des Schaffens von ROB ZOMBIE (HALLOWEEN, LORDS OF SALEM) und DEREK CIANFRANCE (THE PLACE BEYOND THE PINES) bei deren Filmen er reichlich Ideeninput für sein Erstlingswerk sammeln konnte. Entstanden ist ein sehenswerter Überlebens-Thriller, der sich authentisch mit den Urängsten der Menschheit auseinandersetzt und belehrend aufzeigt, wie sehr der Mensch die Gefahren der Natur unterschätzt. Nahezu unvernünftig handeln die beiden Helden im Film. Dass deren Torheit bitter bestraft werden muss, ist im Falle von BACKCOUNTRY kein Genre-Gesetz, sondern bittere Realität. In ungeschönten Bildern protokolliert MACDONALD den Überlebenskampf zwischen Mensch und Tier, wobei sich der Regieneuling als guter Erzähler erweist und ein geschicktes Gefühl für Spannung und Atmosphäre an den Tag legt. Langsam bahnt sich die bevorstehende Bedrohung ihren Weg durch den Film und schlägt in den letzten 30 Minuten mit gnadeloser Härte zu. Hier gerät dann auch das ruhige Erzähltempo aus den geregelten Bahnen und aus dem netten Naturfilm mit falschen Fährten entsteht knüppelharter Tier-Terror mit unappetitlichen Szenen. Durch den Einsatz hektischer Kameraschwenks wird Panik bewirkt, die leider auch den logischen Menschenverstand der Protagonisten ausschaltet. Nach einer gefährlichen Bärenattacke verhalten die sich reichlich sonderbar und handeln im Schockzustand nur selten nachvollziehbar. Immerhin hielt man für den Film Abstand von Getier aus dem Rechner. Für BACKCOUNTRY kamen lobenswerterweise zwei echte Bären vor die Kamera – vermutlich auch deshalb, weil MACDONALD seinen Erstling so realistisch wie möglich inszenieren wollte. Geglückt ist sein Vorhaben allemal, denn auch wenn am Ende vor gekünstelter Hektik nicht immer alles logisch scheint, gehört BACKCOUNTRY ohne Zweifel zu den besseren Tier-Horrorfilmen, die das Subgenre bis dato hervorgebracht hat.
 
 
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BACKCOUNTRY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
OPEN WATER nur in den Wäldern. Erschütternder Überlebenskampf vor traumhafter Naturkulisse mit fiesen Spezialeffekten und pulstreibendem Finale. ADAM MACDONALD ist noch unerfahren im Filmemachen und hat mit seinem Leinwanddebüt gleich was wirklich Sehenswertes hervorgebracht. In BACKCOUNTRY wird die Unberechenbarkeit der Natur auf recht unangenehme Weise zum Thema gemacht, welche den törichten Menschen mal wieder in seine Schranken weisen muss. Nach einem gemächlichen Einstieg zieht Drehbuchautor und Regisseur ADAM MACDONALD die Spannungsschrauben minutiös fester und tritt den Zuschauer mit einer derart gemeinen Wendung in die Magengrube, wie man sie schon lange nicht mehr im Subgenre der Tier-Horrorfilme zu sehen bekommen hat. Erschütternd und gerade deswegen sehenswert, auch wenn die Protagonisten am Ende vor lauter Panik fernab des rationalen Menschverstandes handeln.
 
 
 


 
 
 

BACKCOUNTRY – Zensur

 
 
 
Es gibt im Finale einige reichlich ungemütliche Szenen zu sehen, in denen jedoch die Kamera derart hektisch wackelt, dass die wenigen Gewaltmomente nicht so schnell zu durchschauen sind. Ein Protagonist wird von einem Bären zerfleischt. Hierbei geht es nicht zimperlich zur Sache. In einer anderen Szene werden Arme und Beine von der Bärenpranke verletzt. Zwar blutig, da die Gewalt hier jedoch von Tieren ausgeht, wurde der Film von der FSK für Zuschauer ab 16 Jahren freigegeben.
 
 
 


 
 
 

BACKCOUNTRY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Pandastorm Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Backcountry; Kanada 2014

Genre: Drama, Horror, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 10.07.2015

 

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BACKCOUNTRY – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Pandastorm Pictures

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Claws (1977)
 
Red Machine (2014)
 
Grizzly (1976)
 
Grizzly Park (2007)
 

Filmreview: „Beneath“ (2013)

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BENEATH – ABSTIEG IN DIE FINSTERNIS

Story

 
 
 
Nach einem Unfall ist eine Gruppe Bergleute Untertage von der Außenwelt abgeschottet und muss 72 Stunden auf Rettung warten. Die beklemmende Situation scheint jedoch noch das Beste zu sein, was ihnen an diesem Tag widerfahren ist, denn mit dem Einsturz wurde auch etwas Unheimliches freigelegt …
 
 
 


 
 
 

BENEATH – Kritik

 
 
 
Das Wort BENEATH scheint derzeit immer wieder Verwendung bei der Titelkreation von Horrorfilmen zu finden. Erst kürzlich haben wir einen Streifen mit gleichem Titel besprochen, der vom amerikanischen Horror-Kanal CHILLER in Produktion gegeben wurde und inhaltlich mit seiner Monsterfisch-Thematik jedoch eine ganz andere Richtung einschlägt. Gleiches gilt übrigens auch für den von DAGEN MERRILL inszenierten Mystery-Thriller, der von PARAMOUNT CLASSICS und MTV FILMS hergestellt und für eine lukrative DVD-Auswertung bereits im Jahr 2007 in die Händlerregale gebracht wurde. Der nun vorliegende BENEATH schmückt sich zwar mit gleichem Namen, ist jedoch im Unterschied zu den genannten Genre-Werken um Längen besser. Demnach sollte der interessierte Horrorfan Vorsicht walten lassen und beim Kauf darauf achten, dass er auch wirklich den richtigen BENEATH in den Einkaufskorb legt. Schließlich verliert man bei so vielen Filmen mit gleichem Schriftzug auf dem Cover schnell den Überblick.
 
In der Tiefe hört dich niemand schreien – mit einem derart reißerischen Untertitel hätte man vermutlich der Verwechslungsgefahr entgegenwirken und das Interesse der Zuschauer für sich gewinnen können, schließlich umschreibt der Slogan trefflich, was den verängstigten Protagonisten in BEN KETAIS Thriller passieren wird. Umso verwunderlicher, dass der Streifen, zumindest in seinem Herstellungsland, von solch werbewirksamen Floskeln absieht und ohne mediales Brimborium auf Heimkinomedium ausgewertet wurde. Eine durchaus mutige Entscheidung der Macher, hat sich doch Regisseur BEN KETAI mit der miserablen Video-Fortsetzung zu 30 DAYS OF NIGHT nicht gerade mit Ruhm bekleckert, so dass sein neuer Film BENEATH verständlicherweise mit eher gemischten Gefühlen von Fans erwartet werden dürfte. Allen Skeptikern zum Trotz darf man jedoch verlauten lassen, dass KETAI einen überraschend sehenswerten Film abgeliefert hat, der sich recht effektiv bei den menschlichen Urängsten bedient und die auch gleich zum Thema eines bemerkenswert guten Grusel-Trips gemacht hat.
 
Samantha Marsh (KELLY NOONAN) steigt in BENEATH zusammen mit ihrem Vater (ein erschreckend gealterter JEFF FAHEY) und dessen Arbeitskollegen hinab in ein dunkles Bergwerk, um einerseits den kränkelnden Papa an seinem letzten Arbeitstag noch einmal über die Schulter schauen zu können und um den übrigen Herrschaften zu beweisen, dass auch eine Rechtsanwältin in Extremsituationen ihren Mann stehen kann. Frauen am Arbeitsplatz bringen Unglück – eine Bergbauweisheit, die sich in BENEATH rasch bewahrheitet, denn während Bohrarbeiten im Inneren der Mine kommt es zu einem Unfall und die Gruppe wird verschüttet. Nun ist guter Rat teuer, denn bis Rettung eintrifft werden knapp 72 Stunden vergehen. Zeit, die die Überlebenden jedoch nicht haben, schließlich ist hier unten nicht nur der Sauerstoff knapp. Glaubt man den Legenden wurden in den 1920ern hier bereits schon einmal 19 Bergleute unter ähnlichen Umständen begraben. Leider konnten deren Überreste bis heute nicht ausfindig gemacht werden. Eine Tatsache, die den Verschütteten während ihres Überlebenskampfes nicht gerade förderlich ist, erkennen sie doch, dass mit dem Einsturz etwas Unheimliches befreit wurde.
 
Paranoia-Thriller oder Geister-Horror? So wirklich festlegen wollten sich die beiden Drehbuchautoren PATRICK DOODY und CHRIS VALENZIANO beim Schreiben vermutlich nicht. BENEATH ist nämlich einer dieser doppelbödigen Filme, deren Erklärung sich der Zuschauer selbst zusammenreimen muss. Die verschütteten Protagonisten müssen sich diversen Ängsten stellen. So werden die Charaktere nicht nur mit permanenter Sauerstoffknappheit konfrontiert. Zusätzliche Stressfaktoren wie Dunkelheit, Klaustrophobie und plötzlich auftretende Panikattacken erschweren den Kampf ums Überleben enorm. Nach körperlichem Stress folgt Realitätsverlust, der dafür sorgt, dass sich die Kumpels gegenseitig abschlachten, spielt ihnen doch die eigene Psyche gemeine Streiche. Dass die Paranoia durch die Legende von den verschollenen Bergarbeitern aus den 20ern nur unnötig vorangetrieben wird, dürfte nur logisch sein. Wer sich im Übrigen mit plausiblen Erklärungen schwer tut, darf sich natürlich auch gern seinen eigenen, paranormalen Erklärungsansatz zusammenwürfeln, denn auf Horror-Ebene funktioniert BENEATH genauso gut. So werden aus Wahnvorstellungen flink besessene Minenarbeiter, in deren Körper die Geister jener Bergleute geschlüpft sind, die vor fast 100 Jahren mehrere Meter unter der Erde einen grausamen Tod gefunden haben.
 
Regisseur BEN KETAI jongliert ganz selbstsicher mit Nervenkitzel und Gänsehaut. Das schwach beleuchtete Setting bewirkt zusammen mit einigen grotesk anmutenden Morphing-Effekten maximales Gruselfeeling und eine temporeich inszenierte Höhlen-Hatz (THE DESCENT lässt grüßen) macht aus BENEATH packend gewerkelte Gruselunterhaltung. KETAIS Überlebensfilm lässt sich in keine Schublade pressen. Die Tatsache, dass der Zuschauer keine Antworten auf dem Silbertablett serviert bekommt, macht BENEATH äußerst reizvoll. Und gerade der Umstand, dass Macher BEN KETAI den Zuschauer bis zum Abspann im Unklaren lässt, welche Richtung BENEATH nun einschlagen wird, sorgt dafür, dass der Spannungspegel konstant beibehalten werden kann. Leider stört mal wieder das „Alles total wahr“-Gequassel zu Beginn. Seit jedes zweite Horrorwerk mit dem „Inspiriert von“-Slogan um die Gunst der Käuferschar buhlt, geht einem als Horrorfan jene Vermarktungsstrategie gehörig auf den Zünder. Dennoch, sieht man von diesem kleinen Manko ab, ist BENEATH zweifelsohne beängstigend-klaustrophobisches Horror-Kino, das für einen schnellen Pulsschlag sorgen dürfte.
 
 
 


 
 
 

BENEATH – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Im Dunkeln ist gar nicht gut Munkeln. BENEATH ist klaustrophobischer Höhlen-Horror, der die Spannungsschraube minutiös fester dreht. Die menschlichen Urängste haben nun bereits schon unzählige Regisseure zum Thema ihrer Filme gemacht und nur wenigen von ihnen ist es in letzter Zeit gelungen Gruselstreifen in die Heimkinos zu bringen, die auch dem Zuschauer einiges abverlangt haben. Regisseur BEN KETAI hat nach 30 DAYS OF NIGHT: DARK DAYS endlich guten Horror gebastelt, der sich der Urangst-Problematik bedient und dennoch nicht zwingend im Horror-Bereich einzuordnen ist. Er überlässt dem Zuschauer nämlich selbst, in welche Schublade er BENEATH stecken möchte. Ob nun nur packender gedrehter Paranoia-Überlebens-Thriller oder unheimlich inszenierter Geister-Schocker – die Entscheidung fällt letztendlich der Horrorfan selbst. Fakt ist, dass BENEATH beidseitig funktioniert und 90 Minuten wohliges Schauern garantiert. Deshalb: Ein sehenswerter Horrortrip unter Tage.
 
 
 


 
 
 

BENEATH – Zensur

 
 
 
BENEATH ist kein Metzel-Feuerwerk für Splatter-Fans. Hier töten sich die Protagonisten selbst, wobei unklar bleibt, ob sie im Wahn handeln oder von Geistern besessen sind. Meist bekommt der Zuschauer jedoch nur das Ergebnisse deren Handelns zu Gesicht. Einige verstörende Morphing-Effekte verstärken das Grusel-Feeling. Der Film wurde ungeschnittenen ab FSK16 freigegeben.
 
 
 


 
 
 

BENEATH – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) METEOR FILM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Beneath; USA 2013

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover – Erstauflage im Schuber

Extras: Interviews, Drehvorbereitungen, Featurette „Die Neunzehn“, Newsreel, Teaser, Trailershowr

Release-Termin: 24.10.2014

 

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BENEATH – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Underneath (2013)
 
The Descent (2005)
 
The Cave (2005)
 
The Descent 2 (2009)
 
The Cavern – Abstieg ins Grauen (2005)
 
Underground – Tödliche Bestien (2011)
 
In Darkness We Fall (2014)
 

Filmreview: „In Fear“ (2013)

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IN FEAR

Story

 
 
 
Tom und Lucy daten sich seit einiger Zeit und sind bis über beide Ohren ineinander verschossen. Leider erleitet die zuckersüße Turtelei einen herben Niederschlag, als sich die beiden in der ländlichen Einöde Irlands verfahren und anfangen zu streiten. Als dann das Paar auch noch von einem maskierten Irren verfolgt wird, steht die frische Beziehung vor einer harten Bewährungsprobe …
 
 
 


 
 
 

IN FEAR – Kritik

 
 
 
Auch wenn die neuste Elektronik das Leben oft erheblich erleichtert, ist es manchmal besser sich nicht allzu sehr auf den hochmodernen Kram zu verlassen. Im Horrorfilm zum Beispiel passiert es nämlich ständig, dass just in Momenten der Gefahr Telefon und Internet versagen und das Opfer dumm aus der Wäsche schaut, weil es keine Hilfe anfordern kann. Unsere beiden Protagonisten im Gruselfilm IN FEAR haben mit dem ganzen Hightech-Schnickschnack ebenso wenig Glück. Die hatten gerade in einem Pub mit ein paar Einheimischen Ärger und befinden sich nun auf dem Weg zu einem irländischen Musikfestival, wo sie sich mit guten Freunden treffen wollen. Lucy (ALICE ENGLERT) ist schon ganz aufgeregt, aber Freund Tom (IAIN DE CAESTECKER) hat vorerst andere Pläne, schließlich gilt es das zweiwöchige (!) Bestehen der noch frischen Beziehung zu feiern. Ein kuscheliges Zimmer in einem Hotel fernab der Straße soll das Ereignis besonders machen. Doch der Weg dahin will sich einfach nicht finden lassen. Eine Karte hat man nicht eingepackt und das Navigationssystem fällt in der trostlosen Einöde ganz unerwartet aus. Schon bald stellen die Frischverliebten fest, dass hier irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Fahrt hat kein Ziel, weil man immer nur im Kreis düst und ein maskierter Mann scheint Gefallen daran gefunden zu haben, ahnungslose Städter zu Tode zu ängstigen. Als dann auch noch das Benzin knapp wird, ist guter Rat teuer.
 
(Er)Schrecken am laufendem Band: Filmfans, die ohnehin schon ihre Problemchen mit der Pumpe besitzen, sollten den vorliegenden IN FEAR möglichst meiden, denn in diesem finsteren Horrortrip werden die Helden nahezu minutiös von unerwarteten Überraschungen aus dem Dunkel der Nacht heimgesucht. Wie der Titel bereits verrät, hat sich der TV-erprobte JEREMY LOVERING der Angst verschrieben. Die Inspiration zum Film kam dem Regisseur bei Dreharbeiten zu einer Dokumentation in Sligo (nördliches Irland), wo er von den Einheimischen an der Nase herumgeführt wurde. Die hatten die Beschilderung des Ortes verändert, so dass LOVERING immer wieder zu einem nahe liegenden Pub gelotst wurde und kurz davor war den Verstand zu verlieren. Geschwind kam ihm die Idee von der Urangst-Problematik in den Sinn – der Angst vor Dunkelheit und der damit verbundenen Orientierungslosigkeit. Die erleben IAIN DE CAESTECKER und ALICE ENGLERT auf ziemlich authentische Weise, denn den Schauspielern wurde bei den Dreharbeiten so einiges abverlangt. Ein Drehbuch gab es für die beiden nicht. Sie erhielten lediglich Anweisungen am Tag des Drehs. Das bescherte maximales Adrenalin und authentische Angstschreie, da die Schauspieler nie wussten, was ihnen am aktuellen Drehtag blühen wird. Schaut man im Film etwas genauer hin, wird das mehr als einmal deutlich. Viele der gut platzierten Schocks kommen ganz unerhofft und zerren am Nervengerüst – nicht nur beim Zuschauer. Leider findet die anfänglich gute Vorangehensweise mal wieder eine unerwartete Wendung. Wie es im Horrorfilm nämlich üblich ist, muss ein obligatorischer Twist her. Aus unheimlichem Mystery wird bedrückendes Terrorkino, das sich vorwiegend in der zunehmend klaustrophobischen Enge von Toms Auto abspielt. Das verliebte Paar gabelt einen verletzten Fremden auf einer kaum befahrbaren Landstraße auf, der sich selbstverständlich wenig später als kranker Psychopath entpuppt und es nur auf das möglichst hinterlistige Ermorden der ahnungslosen Durchreisenden abgesehen hat. LOVERING selbst gibt zu zuvor Streifen wie FUNNY GAMES, THE HITCHER und BURIED studiert zu haben, um seinen Erstling möglichst intensiv angsteinflößend und unangenehm klaustrophobisch in Szene setzen zu können. Der Ideenklau hat gut funktioniert, denn den spielerischen Umgang mit den Konventionen des modernen Horrorfilms beherrscht der Filmemacher ziemlich souverän. Das Spielfilmdebüt glänzt mit anhaltend bedrohlicher Atmosphäre und ziemlich gemeinen Schocks, die den Genrefan einmal mehr spüren lassen, warum sich der Horrorfilm immer noch großer Beliebtheit erfreut. Zwar ist IN FEAR nicht sonderlich brutal; ertönt dann jedoch erst einmal der aggressiv-pumpende Bass während die Protagonisten in Panik durch den Wald flitzen, ist das weitaus verstörender als literweise Filmblut und Kunstgedärm.
 
 
 


 
 
 

IN FEAR – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
BLAIR WITCH PROJECT meets THE HITCHER. Schlichter, aber hochgradig verstörender Schocker, der dem Zuschauer mal wieder vor Augen hält, dass Genre-Werke nicht immer zwangsläufig nur in Blut ersoffen werden müssen. Loverings IN FEAR führt den Filmfreund zu den Wurzeln des Horrorfilms zurück. Seit nämlich ultra-harte Gewaltgurken unentwegt in den Heimkinos rotieren, ist das eigentlich Ziel von Horrorfilmen in Vergessenheit geraten. Regisseur JEREMY LOVERING holt die angestaubten Tugenden des Horrorfilms zurück auf die Leinwand und versucht es mal wieder mit der altmodischen Art: Dem Angst einjagen. Er macht die menschlichen Urängste zum Thema seines Streifens und ist dabei sogar noch recht gut darin. Zwar gibt’s trotzdem den obligatorischen Twist kurz vor Ende, bis dahin dreht LOVERING ziemlich geschickt an der Schock- und Spannungsschraube – ganz so wie einst die Altmeister des modernen Genrefilms. Gut gemacht!
 
 
 


 
 
 

IN FEAR – Zensur

 
 
 
IN FEAR setzt vermehrt auf Angst und Schocks, hält sich aber mit Gewalt weitestgehend zurück. Das hat dem Horrorfilm hierzulande eine ungeschnittene FSK 16 eingebracht.
 
 
 


 
 
 

IN FEAR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Studiocanal

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: In Fear; Großbritannien (2013)

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 21.08.2014

 
 
 

In Fear [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZOn kaufen

 
 
 


 
 
 

IN FEAR – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Hitcher (1986)
 
Blair Witch Project (1999)
 
Funny Games (1997)
 
Joyride – Spritztour (2001)
 
Jeepers Creepers (2001)