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Filmkritik: „Wrecker – Death Truck“ (2015)

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WRECKER – DEATH TRUCK

(WRECKER)

Story

 
 
 
Zwei naive Schönheiten legen sich mit einem mordlüsternen Truckfahrer an, der die beiden quer durchs Nirgendwo hetzt.
 
 
 


 
 
 

WRECKER – Kritik

 
 
 
Stell Dir vor: der Fahrer eines mysteriösen Trucks nimmt auf einer kaum befahrenen Landstraße die Widerung auf und versucht dich mit fiesen Psychotricks in den Tod zu treiben – was würdest Du tun? Vermutlich nicht so handeln wie die beiden Hauptdarstellerinnen aus dem Horror-Thriller WRECKER, die sich mehr schlecht als recht durch ein Drehbuch kreischen müssen, das von jemanden zu Papier gebracht wurde, der nicht sonderlich erfahren im Schreiben von Horrorgeschichten ist. Nur so lässt sich erklären, weshalb in diesem Straßenduell Dinge passieren, die sich mit logischem Menschenverstand nicht erklären lassen. „Duell“ bringt es auf den Punkt, denn die Drehbuchschreiber EVAN TYLOR (fungierte ebenso als Produzent) und MICHAEL BAFARO (gleichzeitig Regisseur) haben mit ihrem Horror-Gähner eine Light-Version des Kult-Thrillers DUELL auf Film gebannt, der all jene Zutaten fehlen, die einst Spielbergs Highway-Hatz zum Erfolg verholfen haben. Statt mit schwindelerregenden Überholmanövern und elektrisierender Hochspannung zu unterhalten, quält der Streifen mit unerbittlicher Langeweile, hysterischem Hühnergeschrei und sinnbefreiten Handlungsverläufen, die aus WRECKER einen hinterhältigen Zeiträuber machen, der aufgrund seiner Sinnlosigkeit schnell wieder in der Versenkung verschwinden dürfte.
 
 
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Im Mittelpunkt stehen die besten Freundinnen Emily (ANNA HUTCHINS aus CABIN IN THE WOODS) und Leslie (ANDREA WHITEBURN), welche vermutlich ihrer Optik wegen vom Playboy-Shooting direkt an das Filmset gefahren wurden, um dort wenig überzeugend zwei junge Mädchen zu verkörpern, die in das Visier eines ominösen Truckfahrers geraten. Der wird im gesamten Film nicht gezeigt, scheint aber mit dem Okkultem im Bunde zu stehen, weil im Film immer wieder unchristliche Symbole eingeblendet werden, die darauf schließen lassen, dass es die Protagonistinnen hier mit einer höheren Macht zu tun bekommen. Weil die taffe und schnell genervte Leslie eine Flasche nach dem mysteriösen Verfolger wirft, der offensichtlich eine Leidenschaft für dumme Schönheiten besitzt, gehen die Probleme erst richtig los. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt, während der die Frauen in Panik geraten. Der Verfolger lässt sich nicht abschütteln und scheint Gefallen am Terrorisieren von weiblichen Autofahrern zu besitzen. Als nach einem unbedachten Zwischenfall eine der Heldinnen spurlos verschwindet, macht sich die andere auf, um ihre Freundin zu finden. Was folgt sind immer wieder gleiche Szenenverläufe und das vermutlich schläfrigste Horror-Roadmovie der Filmgeschichte.
 
 
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Mit „You Stop, You Die“ wird auf dem Filmplakat geworben. Ein Grund mehr die „Stop“-Taste des Heimkinoabspielgerätes im Auge zu behalten, denn es könnte gut möglich sein, dass der Zuschauer noch von ihr Gebrauch machen muss, damit er nicht vor Langeweile den Verstand verliert. MICHAEL BAFARO, der im Falle von WRECKER nicht nur mit am miesen Drehbuch geschrieben hat, zeichnet für den bedeutungslosen Schnellschuss als Regisseur verantwortlich und setzt so seine Filmografie nicht sonderlich sehenswerter Horrorfilme fort, mit denen er bisher kaum Erfolge verbuchen konnte. Das dürfte sich auch mit WRECKER nicht ändern, der zwar ambitioniert nach den großen Truck-Schockern schielt, aber dem es trotzdem nicht gelingt ansprechend zu kopieren. So werden Szenen aus besagtem DUELL oder dem Hochglanz-Thriller JOYRIDE stibitzt, aber nicht sonderlich klug oder packend recycelt, was zur Folge hat, dass der Film keinen Spannungsbogen aufbauen kann. Die Opfer werden knapp 90 Minuten durch karge Landschaften gejagt und entwickeln keinen plausiblen Plan, um entkommen zu können. Handys funktionieren mal wieder nicht und Helfer werden ohne Rücksicht auf Verlust vom Bösewicht ins Jenseits befördert. Vorhersehbarkeit ist in WRECKER Programm und vermiest den ohnehin kaum vorhandenen Unterhaltungswert. Hinzukommt, dass sich die Ereignisse nur schleppend entwickeln und der Zuschauer schnell das Interesse am Fortgang der Geschichte verlieren dürfte, weil sie einfach zu uninteressant zusammengeschustert wurde. So bleiben Höhepunkte aus und machen WRECKER zu einem der miesesten Verfolgungsjagden, die man bisher auf dem Bildschirm hatte. Eine Folge ALARM FÜR COBRA 11 ist im Gegensatz dazu aufregender.
 
 
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WRECKER – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Man sollte sich nicht vom ansprechend zusammengeschnittenen Trailer blenden lassen, denn in WRECKER geht alles drunter und drüber. Das bedeutet: flache Charaktere, miese Dialoge, dumme Handlungsverläufe und kaum Spannung. Das ist nicht gerade das, was man von einem Film erwartet, in dem Protagonisten bei mindestens 100 Kilometer pro Stunde über schmale Straßen gejagt werden. WRECKER ist die wohl bedeutungsloseste und überraschungsärmste Highway-Hatz, die man bisher zu sehen bekommen hat, obwohl Filme wie DUELL und JOYRIDE gezeigt haben, wie man es richtig macht. WRECKER kopiert fleißig, aber nicht sonderlich klug. Da genügt es letztendlich auch nicht mit deftigen (und zugegeben unerwarteten) Schocks Helfer in den Filmhimmel zu treiben, um vom desaströsen Flickwerk ablenken zu können. WRECKER ist ein enttäuschendes Katz- und Mausspiel über staubige Straßen, das so übel inszeniert wurde, dass eine unfreiwillige Komik nicht von der Hand zu weisen ist. Deshalb raten wir: Finger weg!
 
 


 
 
 

WRECKER – Zensur

 
 
 
Blut gibt es keines zu sehen. Ein Polizist wird unerwartet überfahren. Das ist alles, was man an Gewalt zu sehen bekommt. WRECKER – DEATH TRUCK (so wie der Film in Deutschland heißt) hat eine FSK16 erhalten und ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

WRECKER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Wrecker; USA 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080i) | @50 Hz

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Trailer Deutsch

Veröffentlichung: 05.10.2017

 
 
 

Wrecker – Death Truck [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

WRECKER – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Abbildungen liegen bei Tiberius Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Duell (1971)
 
Joyride – Spritztour (2001)
 
JoyRide 2 – Dead Ahead (2008)
 
Reeker (2005)
 
Jeepeers Creepers (2001)
 

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Filmreview: „Rage“ (2010)

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RAGE

Story

 
 
 
Nachdem er seine Affäire zu Dana beendet hat, wird Dennis von einem wütenden Motorradfahrer verfolgt, der nichts Gutes im Schilde führt …
 
 
 


 
 
 

RAGE – Kritik

 
 
 
Schmerzverzerrte Gesichter auf Filmplakaten wecken den Horror-Heißhunger bei Fans düsterer Kinoware, schließlich lässt sich meist daran ableiten, dass den Protagonisten im Film viel Leid widerfahren wird. Im Falle von RAGE ist das gar nicht so abwegig, denn in diesem Indie beweist der Sensenmann, dass er eine Leidenschaft für schnelle Flitzer hegt. Die Angst vor dem gewalttätigen Unbekanntem wird in RAGE zum Mittelpunkt der Geschichte deklariert, in der sich Held Dennis Twist (RICK CRAWFORD) vor einem wütenden Motorradfahrer in Sicherheit bringen muss. Dessen Missgunst ruft der ahnungslose Ehebrecher während einer Verabredung mit Affäre Dana (ANNA LODEJ) auf den Plan, die nicht so recht fassen mag, dass sich ihr Liebhaber letztendlich für Frau Crystal entschieden hat und nicht für ein knisterndes Abenteuer mit ihr. Leider scheint die Einsicht zum falschen Zeitpunkt gekommen zu sein, hat sich doch ein Motorrad fahrender Albtraum aus JASON VOORHEES und MICHAEL MEYERS an die Fersen des potenten Junghengstes geheftet und will nun gern ein makabres Katz- und Mausspiel mit dem unwissenden Dennis treiben. Der Psychopath beginnt sein Opfer durch die Straßen der Stadt zu hetzen, das sich selbst zu Hause nicht in Sicherheit wähnen kann. Der Unbekannte folgt Dennis bis vor die Haustür, wo Gattin Crystal so rein gar nicht erfreut ist über den mordlüsternen Besucher.
 
RAGE ist ein waschechter Indie, der bereits auf einschlägigen Festivals Preise einheimsen konnte. Hinter dem Psycho-Spielchen steckt Autor und Regisseur CHRISTOPHER R. WITHERSPOON, der hier persönliche Schicksalsschläge verarbeitet hat. Zudem lies er sich für seine zweite Regiearbeit von Spielbergs DUELL (1971) inspirieren und hat eine für Indie-Verhältnisse erstaunlich rasante Mixtur aus Verfolgungs-Thriller und Terrorfilm abgeliefert. Gerade einmal 100.000 Dollar soll RAGE gekostet haben – eine Tatsache, die der Zuschauer nicht so recht glauben mag. WITHERSPOON beweist nämlich ein hohes Maß an technischem Verständnis und lässt sein Zweitwerk bedeutend teurer aussehen, als es letztendlich gewesen ist. Hektische Schnitte, durchdachte Kamerafahrten und sogar symbolhafte Bildsprache (die Alarmfarbe Rot dient als Vorbote drohender Gefahr) deuten von Erfahrung auf dem Gebiet des Filmemachens. Die kommt nicht von Ungefähr, hat WITHERSPOON in einem Interview zu verstehen gegeben, dass er Werke von Hitchcock, Spielberg, Carpenter, Craven und Kubrick penibel studiert hat, um deren Erfolgsrezeptur auch für seine (künftigen) Werke nutzen zu können. Die Hausaufgaben hat der Regisseur mit nötiger Sorgfalt erledigt, denn RAGE lässt ganz schnell die schlimmen No-Budget-Streifen aus letzter Zeit vergessen, die durch beliebtes Found-Footage-Gewackel unverständlich viel Aufmerksamkeit erhalten haben. Von allmählich überdrüssigem Kameragewackel sieht WITHERSPOON ab und sorgt stattdessen endlich wieder für Spannung in einem Low-Budget-Indie. Die erreicht der Filmemacher durch rasante Verfolgungsjagden, die WITHERSPOON geschickt in Szene gesetzt hat. Benötigt Filmcharakter Dennis dann doch mal eine Verschnaufpause, wandelt RAGE auf Terror-Pfaden, schließlich frönt der wortkarge Fremde einer Leidenschaft für gemeine Terrorspiele. Er attackiert sein Opfer in der Toilette und verfolgt es sogar bis in die Tagträume – für Zuschauer und Filmheld bleibt da kaum Zeit um aufatmen zu können.
 
Leider verliert WITHERSPOON in der zweiten Filmhälfte das eigentliche Ziel vor Augen, endet doch RAGE im üblichen Blut- und Splatter-Rausch. Der zuvor kontinuierlich aufgebaute Spannungsbogen wird zugunsten bekannter Terror- und Home-Invasion-Regeln außer Acht gelassen. Der anonyme Killer, dessen Identität selbst nach dem Abspann ungeklärt bleibt, vergreift sich an Ehegattin Crystal, die als schuldlose Unbeteiligte die Wut des Fremden mit aller Härte zu spüren bekommt. Dass die obligatorische Vergewaltigung da freilich nicht fehlen darf, dürfte auf die lukrative Ausschlachtung jenes zweifelhaften Filmthemas zurückzuführen sein, das sich vor einigen Jahren großer Beliebtheit erfreut hat. RAGE wurde bereits im Jahr 2010 auf den amerikanischen Filmmarkt geworfen – zu einer Zeit, als kontroverse Remakes zu Klassikern wie I SPIT ON YOUR GRAVE oder LAST HOUSE ON THE LEFT im Kino Kasse machten und sich schmuddeliges Exploitation-Kino schon längst zu Mainstream entwickelt hatte. Dass WITHERSPOON auf dieser durchaus wirtschaftlichen Welle mitreiten wollte, kann man dem Regisseur nicht verübeln, schließlich ist es im Filmgeschäft keine Seltenheit mehr, dass unbekannte Filmemacher lukrative Trends nacheifern, wenn andere damit viele Dollars verdient haben. Auch wenn RAGE nach dem temporeichen Beginn enttäuschend viel Potenzial verschenkt und mal wieder nur die Erwartungen blutgeiler Gorehounds befriedigt werden, kommt immerhin der raue Indie-Look den diversen Brutalo-Momenten gelegen, die mit der ungeschönten Optik dann doch schon recht hart anzuschauen sind. So bedient sich der Killer wie einst LEATHERFACE aus dem berüchtigten TEXAS CHAINSAW MASSACRE auch einer Kettensäge und zerteilt zur Freude der Splatter-Gemeinde die netten Nachbarn von Nebenan. Die wimmern vergebens ums Überleben und werden ziemlich ruppig ins Jenseits befördert. Dass die Szene jedoch vollkommen deplatziert wirkt und rein gar nicht zum Rest des Filmes passen will, ist nur eines der vielen kleinen Vergehen, für die man WITHERSPOON nicht tadeln sollte. Unterm Strich ist RAGE kein übler Film, betrachtet man das erschreckend niedrige Budget, das dem Streifen zur Verfügung gestand hat. Eigentlich wollte Macher WITHERSPOON statt RAGE unheimlichen Anthologie-Horror drehen. Weil ihm das benötigte Kapital fehlte, entschied er sich vorerst für die Umsetzung dieses blutreichen Thriller-Plots. Da kann man nur hoffen, dass Horrorfans auch Jahre nach der Fertigstellung von RAGE Interesse bekunden und sich das Filmchen kaufen. Nur so dürften garantiert werden, dass WITHERSPOON eifrig weiter werkeln kann. Insofern man ihm die Gelegenheit geben würde mit mehr Budget drehen zu dürfen, könnte da durchaus etwas Kultiges entstehen – da sind wir uns sicher.
 
 
 


 
 
 

RAGE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Spielbergs DUELL trifft auf FREITAG DER 13. und HALLOWEEN. RAGE ist ein temporeicher Indie-Horrorstreifen, der die Gewaltschraube am Ende nahezu im Minutentakt fester dreht. Man muss schon eine Vorliebe für ungeschliffenes Indie-Kino besitzen, um WITHERSPOONS Slasher-Variante von Spielbergs DUELL überhaupt genießen zu können. Mainstream verwöhnte Kinogänger werden an den teils schlecht ausgeleuchteten Bildern und den manchmal hölzern agierenden Schauspielern kaum Gefallen finden. Tadeln darf man Regisseur CRISTOPHER WITHERSPOON dafür jedoch nicht, hat er schließlich mit einem Mikro-Budget von gerade einmal 100.000 Dollar einen soliden Thriller auf die Beine gestellt, den manch Filmschaffender selbst mit millionenschwerem Kapital nicht besser gemacht hätte. Sichtlich von Meistern wie HITCHCOCK, CARPENTER und SPIELBERG inspiriert beweist WITHERSPOON ein talentiertes Händchen für geschickt platzierte Spannungsmomente und rasante Verfolgungsjagden – auch ohne Bluescreen-Technik und CGI. Dass er sogar an die Gorebauern unter den Horrorfans gedacht hat, gehört leider zum notdürftigen Übel, schließlich erwarten Fans von „bösen“ Filmen nun mal heutzutage, dass in Horrorfilmen reichlich Lebensaft zu sehen ist. Fazit: Offene Horror-Zuschauer dürfen gern mal einen Blick wagen, denn RAGE ist ein ambitioniertes Projekt eines eifrigen und talentierten Filmemachers, dem man auf jeden Fall eine Chance geben sollte.
 
 
 


 
 
 

RAGE – Zensur

 
 
 
RAGE gibt sich nicht zurückhaltend. Gerade das Ende geizt nicht mit reichlich Brutalität. Da werden Körper mit Kettensäge und Messer bearbeitet. Zudem schlägt die Vergewaltigung einer Protagonistin auf den Magen. Sollte RAGE in Deutschland veröffentlicht werden gibt’s den roten FSK-Flatschen. Keine Jugendfreigabe – ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

RAGE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Duell (1971)
 
Jeepers Creepers (2001)
 
Joyride – Spritztour (2001)
 
Death Proof (2007)
 


Filmreview: „Wolf Creek 2“ (2013)

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WOLF CREEK 2

Story

 
 
 
Outback-Killer Mick Taylor ist wieder zurück und hat auch gleich die Fährte zweier Touristen aus Deutschland gewittert, die planlos durch die Einöde Australiens trampen. Auf der Flucht vor dem irren Schlitzer geraten sie an den Briten Paul Hammersmith, der eigentlich nur helfen will und dabei ebenfalls ins Visier des Touristen-Mörders gerät …
 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK 2 – Kritik

 
 
 
Im australischen Outback hört dich niemand schreiben – das zumindest suggerierte der Horror-Schocker WOLF CREEK, der im Jahr 2005 in die Kinos gebracht wurde und inspiriert von den Survival-Thrillern der 70er gekonnt auf der damals boomenden Terrorwelle mitritt. Mittlerweile sind neun Jahre vergangen und den Horror-Machern die Ideen ausgegangen, so dass man ganz fleißig Altbewährte neu aufbrüht, um noch einmal Geld damit machen zu können. Schlicht und einfach WOLF CREEK 2 nennt sich der unoriginelle Käse, der mit knapp einem Jahrzehnt Verspätung nachgeschoben wird und quasi die besten Szenen des Erstlings mit zusätzlichem Ekelgehalt anreichert, damit einfach gestrickte Horrorgemüter feuchte Höschen von der hier gezeigten Brutalität bekommen. WOLF CREEK-Regisseur GREG MCLEAN hat sich die Blöße gegeben und auch gleich die überflüssige Fortsetzung gedreht, die quasi eine ähnliche Geschichte wie sein Vorgänger erzählt und sich einen Deut darum schert sich überhaupt weiterzuentwickeln zu wollen. Die australische Kulisse wurde beibehalten und der zuvor schweigsame Killer entwickelt sich zur zynischen Plaudertasche, der seinen Schlitzer-Kollegen FREDDY KRUEGER, LEPRECHAUN und CHUCKY Konkurrenz machen möchte. Der Rest ist wie gehabt: Einige ahnungslose Rucksack-Touristen verirren sich im Wolfe-Creek-Krater-Nationalpark und geraten dabei in das Jagdgebiet des ominösen Fremden aus dem vorhergehenden Teil, der auch gleich mit seiner Metzel-Hatz beginnt.
 
Der Ton ist rauer geworden, denn mit subtilem Terror gewinnt man im Horrorfilm schon lange keinen Blumentopf mehr. MCLEAN dreht daher an der Gewaltschraube und lässt Köpfe explodieren, Finger absägen und Opfer enthaupten. Wurde die Gewalt im Erstling noch weitestgehend angedeutet wird in WOLF CREEK 2 schonungslos draufgehalten, was natürlich das Interesse der Fans solcher Filme wecken dürfte. Leider macht stumpfe Gewalt allein schon lange keinen guten Horrorfilm mehr aus, denn aufgrund der Vielzahl ähnlicher Streifen ist WOLF CREEK 2 nur ein weiterer Film dieser Art in einer nahezu nicht enden wollenden Reihe trivial gestrickter Brutalo-Werke. Immerhin wird der Filmfan mit Kurzweil belohnt. Psychopath MICK TAYLOR (gespielt von JOHN JARRATT) entpuppt sich als scheinbar unkaputtbarer Super-Killer, der jede Situation vorausahnen kann und trotz Liebe zum Alkohol mit ner Menge Glück gesegnet wurde. Der Schlitzer ist seinen Opfern weitaus überlegen und immer einen Schritt voraus. Er hetzt das menschliche Schlachtgut von einem Ort zum nächsten und zieht trotz geistiger Beschränktheit stets am längeren Hebel. Macher und Produzent GREG MCLEAN gönnt dem Zuschauer kaum Verschnaufpausen und verknüpft den dünnen Slasher-Plot mit recht packend inszenierten Verfolgungsjagden durch die trostlose Einöde Australiens. Hier wächst der Film zu wahrer Größe heran, denn einige Duelle zwischen Opfer und Killer auf den Straßen im Nirgendwo wurden von MCLEAN ziemlich spannend in Szene gesetzt. Leider werden derart Momente immer wieder durch die obligatorischen Gewaltszenen ausgebremst, denn irgendwie mag man in WOLF CREEK 2 das Gefühl nicht loswerden wollen, als ob man fast schon besessen daran gearbeitet hat, der Fanbase gerecht werden zu wollen. Der dürstet es seit harten Sicko-Streifen, wie I SPIT ON YOUR GRAVE 2 (2013) und dem gefeierten MARTYRS (2008) nach möglichst krankem Folter-Dreck, um nach Sichtung prahlen zu können, welch abartigen Nonsens man soeben gesehen hat. Regisseur GREG MCLEAN hat diesbezüglich etwas zu sehr nach den ganz Großen Metzelorgien geschielt und dabei ganz vergessen die Geschichte rund um seinen Charakter Mick Taylor konsequent weiterzuspinnen. Wirklich Neues erfährt der Horrorfan nämlich nicht, so dass die Fortsetzung auch eher als professionell gedrehtes Splatter-Remake gewertet werden darf.
 
Auch wenn die männliche Scream-Queen am Ende unter nicht nachvollziehbaren Umständen überleben darf und zuvor durch eine finstere und effekthascherische Geisterbahn geführt wird, so ist die Fortsetzung zu WOLF CREEK ein weiteres, schnell heruntergeleiertes Sequel, auf das nun wahrlich niemand gewartet hat. Im Übrigen bekommt der Zuschauer in WOLF CREEK 2 eine der geschmacklosesten Szene der letzten Jahre zu Gesicht: Während Opfer Paul Hammersmith (RYAN CORR) mit seinem Auto vor dem übertrieben patriotisch veranlagtem Mörder Mick Taylor flüchtet, überquert ein Rudel Kängurus die Fahrbahn. Die Tiere schlagen in fast schon erheiternder Detailfreude auf den Windschutzscheiben der Fahrzeuge auf und werden anschließend blutig von den Rädern überrollt. Herr MCLEAN, auch wenn WOLF CREEK 2 nur ein Film ist, finden Sie das witzig?
 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK 2 – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
WOLF CREEK 2 ist ein derbes Splatter-Gewitter für Freunde brutaler Metzelfilme. Leider ist der Gewaltgrad auch das einzig Nennenswerte, was der Streifen zu bieten hat, denn im Grunde genommen ist das Sequel mehr überflüssiges Remake statt Fortsetzung und bietet mehr Splatter statt subtilem Terror. Aufgrund der schonungslos dargestellten Brutalitäten, die nun wahrlich nichts für zarte Gemüter sind, dürften die hiesigen Zensurbehörden das Stück Tortur-Kino gnadenlos in der Luft zerreißen. Ungeschnitten wurde der Film hierzulande nicht veröffentlicht; profitgeile Ösi-Unternehmen dürfte das freuen, schließlich kann man im Nachbarland viel Geld mit ungeschnittenen Mediabooks verdienen.
 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK 2 – Zensur

 
 
 
WOLF CREEK 2 ist ziemlich brutal. Opfer werden ausgeweidet und zerhackt, Kehlen durchgeschnitten und Köpfe weggeschossen. Demzufolge wurde der Streifen hierzulande nur geschnitten in die Händlerregale gebracht. Die deutsche Fassung wurde um einige Schauwerte erleichtert.
 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) KSM GmbH (geschnittene Fassung im Amaray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Wolf Creek 2; Australien 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 103 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover, die Blu-ray wird parallel im limitierten Steelbook vertrieben

Extras: Making Wolf Creek 2 (ca 50 Minuten mit dt. Untertiteln), Deleted Scenes, Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: 20.10.2014

 

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WOLF CREEK 2 – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wolf Creek (2005)
 
Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre (2003)
 
The Butcher Boys (2012)
 
The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen (2006)
 
High Tension (2003)
 
Haus der 1000 Leichen (2003)