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Filmkritik: „Darling“ (2015)

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DARLING

Story

 
 
 

Eine junge Frau (Lauren Ashley Carter) bezieht ein Apartment irgendwo mitten in New York City und soll als Hausmeisterin für ein paar Tage auf die bezogene Wohnung achtgeben. Leider erlebt sie darin unvorstellbares Grauen.

 
 
 


 
 
 

DARLING – Kritik

 
 
 
Immer wieder interessant zu beobachten, welchen Weg Horror-Regisseure gehen. Da gibt es die, die der eingeschlagenen Richtung treu bleiben und stets ähnlich gestrickte Schocker drehen, mit denen sie im Horrorfilmgeschäft Fuß gefasst haben. Andere probieren sich wiederum aus und experimentieren mit Stilen und Genres. Zu Gruppe 2 gehört MICKEY KEATING. Dessen Streifen entwickeln sich so langsam zu Geheimtipps, denn seit dem Okkultismus-Thriller RITUAL ist das, was der Regisseur hervorbringt, immer überraschend durchdacht und sorgfältig inszeniert. Nach POD, einem spannenden Ausflug ins Mystery-Fach, verblüfft der ambitionierte Filmemacher mit seiner Neugier für klassisches Grauen, das er in DARLING virtuos – nahezu kunstvoll – auf die Kinoleinwand transferiert. Hierzu knipst er die Farben aus und schaltet den Schwarz-Weiß-Filter an. So fühlt sich das Publikum in eine Zeit versetzt, als noch die Macht der Imagination für schlaflose Nächte gesorgt hat. Keating macht die Furcht vor dem Nichtgreifbaren in DARLING zum Thema und verbeugt sich damit ehrfürchtig vor den Werken des französisch-polnischen Meisterregisseurs ROMAN POLANSKI. Der konnte sich bereits in den 1960ern mit drei Kultfilmen, die man heute manchmal als „Mieter-Trilogie“ zusammenfasst (EKEL, ROSEMARIES BABY, DER MIETER) einen Namen machen und lies brillant nagendstes Grauen in den Köpfen seiner Zuschauer entstehen. Die gleiche Richtung schlägt auch Regisseur MICKEY KEATING ein. Er tritt in die Fußstapfen des Altmeisters und kreiert mit DARLING psychologischen Horror, der sich langsam, dafür aber umso intensiver seinen Weg durch die Köpfe des Publikums frisst.
 
 
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Wie in genannten Werken von ROMAN POLANSKI wird auch in DARLING eine Wohnung zum Schauplatz menschlicher Abgründe. Hier bezieht eine Mittzwanzigerin (LAUREN ASHLEY CARTER aus JUG FACE und THE WOMAN) das älteste Apartment New Yorks auf Zeit. Dort soll sich Tragisches ereignet haben. Eine junge Frau hat sich darin einst das Leben genommen. Doch das schreckt die neue Mieterin nicht ab, die als Hausmeisterin auf die riesige Wohnung achtgeben soll. Weitaus mehr Magenschmerzen bereitet ihr eine verschlossene Tür im oberen Stockwerk. Die soll auf Anraten der Wohnungseigentümerin bitte auch verschlossen bleiben, was Neugier aber auch Unwohlsein auf den Plan ruft. Was verbirgt sich hinter der geheimnisvollen Tür und warum darf das mysteriöse Zimmer nicht betreten werden? Viel Zeit für die Suche nach Antworten bleibt nicht, denn die junge Frau wird bald von schrecklichen Visionen heimgesucht und hört seltsame Stimmen. Erfahrene Horrorfans ahnen, dass das nur Vorboten sind, die ein schreckliches Ende einläuten werden. So ist es auch, denn offenbar scheint die Hauptprotagonistin im Film ihren Verstand zu verlieren und wird zu grausamen Taten angestiftet. Interessanterweise wird die Auflösung nicht auf dem Silbertablett serviert. Regisseur MICKEY KEATING hat das Drehbuch zu DARLING so clever konzipiert, dass mehrere Erklärungen Sinn machen. Hat sich hier ein Geist dem Körper einer jungen Frau bemächtigt, der Rache für unmenschliche Schandtaten fordert? Entpuppt sich das Haus als Pforte zur Hölle, in dem okkulte Rituale gehalten werden, um der Menschheit zu schaden? Oder ist in DARLING eine labile Mieterin nicht mehr Herr der eigenen Sinne, weil sie sich einsam fühlt und Hass gegenüber Männern hegt? Die Interpretationsfähigkeit des Publikums ist gefragt.
 
 
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Es müssen nicht immer laute Gruselschocker sein, die sich durch möglichst realistische Ekel- und Spezialeffekte versuchen gegenseitig den Rang abzulaufen. Manchmal können auch dezent und zurückhaltend eingesetzte Schauer ziemlich viel Unbehagen auslösen, was in DARLING gut funktioniert – gerade auch deshalb, weil sich der Film auf das Wesentliche konzentriert und versucht mit simpler Methodik Grauen heraufzubeschwören. Statt sich mit einfältiger Effekthascherei über Wasser zu halten, entsteht in DARLING Horror auf subtile Weise. Regisseur MICKEY KEATING spielt mit den Möglichkeiten von Kamera, Ausleuchtung, Akustik und Schnitten. Die dabei verursachte, gespenstige Atmosphäre ist beachtlich, was DARLING zu einem ganz speziellen Gruselerlebnis für anspruchsvolle Kinogänger macht, die sich nicht mit trivialer Angstmacherei abspeisen lassen möchten, sondern auch im Genrefilm das Besondere suchen. DARLING ist ein ungewöhnliches Gruselerlebnis, das Konventionen strotzt und fast schon die Grenzen zum Arthaus-Kino streift. Die Kulisse ist puristisch gehalten und reduziert sich auf weiße Gänge und spartanisch eingerichtete Räume. Mittendrin LAREN ASHLEY CARTER, die den Zuschauer mit großen Augen durch ein morbides Szenario führt und den gesamten Film fast ganz allein auf den schmalen Schultern tragen muss. Gesprochen wird kaum. Stattdessen beobachtet die Kamera akribisch den psychischen Verfall einer Frau, die von unheimlichen Stimmen geleitet zu einer unfassbaren Tat angestiftet wird. Dabei durchlebt die Leidgeplagte eine sonderbare Verwandlung. Macher MICKEY KEATING bewirkt, dass anfängliche Sympathien für die verängstige Frau in blankes Entsetzen und Abscheu umschlägt. Hinzukommt, dass durch ausgeklügeltes Spiel von Licht und Schatten sowie abrupt ablaufender Szenenabfolgen eine Stimmung ständiger Angst und Unbehagens bewirkt wird. Die beunruhigenden Filmelemente drängen DARLING vom Horror ins Psychofach und lassen den Film virtuos auf den Spuren des Polanski-Klassikers EKEL wandeln, der ziemliche viele Parallelen im Inszenierungsstil und den Erzählmechanismen vorzuweisen hat.
 
 
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DARLING ist kein Genrefilm fürs breite Publikum. Den meisten Zuschauern dürfte die Geschichte wegen der langen Kameraeinstellungen doch etwas zu gemächlich über die Mattscheibe flimmern. Zudem fühlt sich der behäbige und eigenwillige Inszenierungsstil an, als wäre man im Horrorkino der späten 1960ern gefangen. Was sich für die meisten Horrorfreunde befremdlich und nicht gerade zeitgemäß anfühlt, ist aber die eigentliche Quintessenz dieses außergewöhnlichen Filmexperiments. Das orientiert sich bewusst an längst vergangene Zeiten und lässt eine Epoche aufleben, in der mit NIGHT OF THE LIVING DEAD, PSYCHO oder BIS DAS BLUT GEFRIERT wichtige Wegbereiter moderner Horrorware entstanden sind. Wer Filme fernab gängiger Horror-Formate bevorzugt, sollte sich daher dieses klaustrophobische, beängstigende und ungemütliche Stück Psycho-Horror nicht entgehen lassen. Auch wenn DARLING versucht so jedem Horrorklischee aus dem Weg zu gehen ist er vielleicht auch gerade deswegen einen Blick wert. Von FILMCHECKER gibt es daher einen Empfehlung.
 
 
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DARLING – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Beunruhigend inszenierter Psycho-Horror in mehreren Akten, der auf den Pfaden von Polanskis Mieter-Trilogie wandelt und sich an Zuschauer richtet, die eine Vorliebe für Horror-Kopfkino besitzen. Dort spielt sich nämlich das meiste Grauen in DARLING ab, denn wie in den guten alten Zeiten entsteht der Horror hier vornehmlich im Kopf des Publikums. Regisseur MICKEY KEATING macht von klassischer Angstmacherei Gebrauch. Der Film sieht aus, als wäre er in den 1960ern entstanden und nutzt zudem klassische Stilmittel wie schnelle Bildabfolgen, permanentes Flüstern und abrupte Geräusche um Unbehagen zu bewirken. Laut Keating wurde der Film in nur zwölf Tagen fertiggestellt und in einem Haus von Freunden der Hauptdarstellerin LAREN ASHLEY CARTER im Zentrum von New York City gedreht. Entstanden ist ein außergewöhnliches und doppeldeutiges Filmexperiment, das sich konsequent gegen die vordiktierten Konventionen aktueller Horrorware lehnt. Ein mutiger Schritt den Filmemacher MICKEY KEATING da wagt, der in Interviews immer wieder zu verstehen gibt, dass er sich nicht festlegen lassen will, sondern als ernstzunehmender Regisseur ausprobieren möchte. Vergleicht man DARLING mit Keatings bisherigen Arbeiten bestätigt sich dessen Aussage. Alle Filme des Machers sind so unterschiedlich, dass man gespannt sein darf, was als nächstes folgen wird. Wir sind fest davon überzeugt, dass nach RITUAL, POD und DARLING ein weiterer Geheimtipp auf uns zukommen wird, denn genannte Horrorstreifen zeigen eindrucksvoll, worauf es im Horrorgenre ankommt.
 
 
 


 
 
 

DARLING – Zensur

 
 
 
DARLING ist mehr Psychothriller als Horrorfilm. Das Grauen wird dabei in erster Linie durch Stilelemente wie Licht- und Schattenspiel oder konfuse Schnitte bewirkt. Gegen Ende wird dann ein klein wenig gesplattert und das sogar in schwarz/weiß. Die Kamera hält zwar drauf, aber durch schnelle Schnitte lässt sich letztendlich nur erahnen, was da vor der Linse passiert. Das ist Kopfkino. Man darf von einer FSK16 ausgehen – insofern sich ein deutsches Label traut, diesen ungewöhnlichen Genrebeitrag hierzulande überhaupt zu veröffentlichen.
 
 
 


 
 
 

DARLING – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The House on Pine Street (2015)
 
Dark Circles (2013)
 
The Babadook (2014)
 
Rosemaries Baby (1968)
 
Delivery: The Beast Within (2013)
 
Rosemaries Baby (1968)
 
Der Mieter (1976)
 
Ekel (1965)
 


Filmkritik: „Black Mountain Side“ (2014)

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BLACK MOUNTAIN SIDE

Story

 
 
 

Einige Archäologen finden bei Ausgrabungen in der nordkanadischen Wildnis ein seltsames Gebilde, das tausende Jahre im Schnee begraben lag. Leider ist die Freude über den mysteriösen Fund nicht von langer Dauer, denn das Team sieht sich bald mit einer unberechenbaren Bedrohung konfrontiert.

 
 
 


 
 
 

BLACK MOUNTAIN SIDE – Kritik

 
 
 
Wer hätte 1982 je daran geglaubt, dass der Arktis-Horror THE THING selbst 35 Jahre nach Entstehung immer noch kreative Regisseure dazu veranlassen würde, Filme in der Machart des trickreichen Science-Fiction-Schockers zu drehen. Vermutlich nicht einmal Macher JOHN CARPENTER selbst wird an den Erfolg seines achten Spielfilms geglaubt haben, der an den Kinokassen gnadenlos unterging und seinerzeit vernichtende Kritiken erhielt. Drei Dekaden später sieht die Sache ganz anders aus. Dank Video- und Heimkinomarkt hat man über die Jahre die eigentliche Qualität des damals unterschätzen Körper-Horrors erkannt und Carpenters DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT vor allem der handgemachten Spezialeffekte wegen zum Horror-Kult deklariert. Mit THE THING als Inspirationsquelle entstanden im Verlauf der Jahre so ähnlich gestrickte Filme wie HARBINGER DOWN oder BLUTGLETSCHER, die sich der Erfolgsformel des Horror-Klassikers bedienten und ehrfürchtig die Vorlage huldigten.
 
 
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Auch der kanadische Regisseur NICK SZOSTAKIWSKYJ outete sich in einem Interview als Fan des Science-Fiction-Meisterwerks und erklärte, dass er einiges aus dem Film für seinen Streifen BLACK MOUNTAIN SIDE übernommen hat. Dennoch stand nicht ausschließlich THE THING Pate für das Debütwerk, das bereits 2014 fertiggestellt und auf Festivals herumgereicht wurde. So gab Szostakiwskyj in Gesprächen mit der Fachpresse an, dass neben DIE FLIEGE, ALIEN und DER HÖLLENTRIP vor allem THE SHINING und ANDROMEDA – TÖDLICHER STAUB AUS DEM ALL den größten Einfluss auf BLACK MOUNTAIN SIDE gehabt haben sollen, um dem Zuschauer maximales Unbehagen bescheren zu können. Dem wird hier psychologischer Horror serviert, der sich nicht so einfach durchschauen lässt. In BLACK MOUNTAIN SIDE wird eine Gruppe Archäologen durch die verschneite Hölle Nordkanadas schickt. Die finden bei Ausgrabungen einen mysteriösen Stein, der tausende Jahre unentdeckt unter dem Schnee begraben war. So enthusiastisch über den archäologischen Fund, häufen sich seltsame Vorkommnisse. Teammitglieder verschwinden spurlos, der Kontakt zur Außenwelt bricht ab und ein unbekanntes Bakterium kontaminiert das Camp. Bald wird die Abgeschiedenheit zur größten Gefahr, denn Arbeiter werden von einer ominösen Kreatur heimgesucht, die zu schrecklichen Taten zwingt. Leider lässt Rettung vergebens auf sich warten. So ist das Team auf sich selbst gestellt und muss gegen eine tödliche Bedrohung kämpfen, die den Zusammenhalt der Gruppe auf eine harte Probe stellt.
 
 
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In tiefverschneiter Wildnis hört dich niemand schreien. Wie unberechenbar Mutter Natur sein kann, wird in BLACK MOUNTAIN SIDE mal wieder mehr als deutlich, denn in völliger Isolation von der Außenwelt wird schneebedeckte Idylle zum klaustrophobischen Albtraum. Macher NICK SZOSTAKIWSKYJ kopiert Vorbilder und zeigt, dass er die Werke von JOHN CARPENTER und STANLEY KUBRICK gründlich studiert hat. So macht er von kalter, distanzierter Atmosphäre Gebrauch, um die Menschlichkeit der handelnden Figuren bloß stellen zu können. Zudem achtet der Regisseur bewusst auf die Wirkung von Akustik und experimentiert mit langen Kameraeinstellungen. Wie präzise er dabei Kubrick kopiert, wird im Finale deutlich. Hier gibt es eine fünfminütige Szene zu sehen, in der einer der Protagonisten durch verschneite Landschaft stapft und mit einer Schrotflinte bewaffnet Kameraden auslöscht. Die Kamera folgt dem scheinbar fremdgesteuerten Charakter auf Schritt und Tritt und hält eine grausame Tat fest, die ganz ohne Filmschnitte auskommt. Trotz durchdachter Technik und ausgeprägtem Gespür fürs Visuelle, mangelt es dem Streifen jedoch an Klarheit. Regie-Newcomer NICK SZOSTAKIWSKYJ will nämlich nicht so recht mit der Sprache herausrücken, was denn nun Grund oder Auslöser für seltsame Vorkommnisse in BLACK MOUNTAIN SIDE ist. Nacheinander sterben die Arbeiter wie Fliegen. Immer wieder taucht eine Wendigo-ähnliche Kreatur auf, die Archäologen zu bösen Taten anstiftet. Zudem kontaminiert ein ominöses Bakterium das Camp und frisst sich durch die Körper der Filmfiguren. Sind hier höhere Mächte am Werk oder ist das Mysterium natürlichen Ursprungs?
 
 
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Viele Fragen bleiben selbst nach dem Abspann unbeantwortet. Bedeutungsschwangere Worte greifen kurz vor dem Abspann tiefphilosophische Fragen nach dem Sinn des Lebens auf, verwirren den Zuschauer aber unnötig, statt Antworten zu geben. Das mag für die meisten Horrorfans unbefriedigend sein. Trotzdem räumt Regisseur NICK SZOSTAKIWSKYJ genug Spielraum ein, so dass mehrere Interpretationsmöglichkeiten legitim sind. So bleibt es dem Zuschauer selbst überlassen, ob er die Wahnvorstellungen der Teammitglieder auf eisige Isolation zurückführt, einen übermenschlichen Gegner zur Verwantwortung zieht oder den Grund für Halluzinationen in der Infektion mit einem unbekannten Bakterium sieht. Wer auch beim Sehen von Horrorfilmen das Hirn gebrauchen möchte, wird an diesem bedrückenden Science-Fiction-Horror Gefallen finden und BLACK MOUNTAIN SIDE als cleveres Indie-Kino abstempeln. Alle übrigen Zuschauer, die heftige Spezialeffekte sehen wollen und plausible Erklärungen benötigen, um beruhigt einschlafen zu können, sollten dieses beklemmende Winterszenario besser meiden.
 
 
 


 
 
 

BLACK MOUNTAIN SIDE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT trifft auf THE SHINING. Psychologischer Indie-Horror mit bedrückender Stimmung vor idyllischer Schneekulisse, der gekonnt mit menschlichen Urängsten spielt. Auch wenn sich Regie-Neuling NICK SZOSTAKIWSKYJ rigoros an genannten Werken aus der Mache von JOHN CARPENTER UND STANLEY KUBRICK bedient hat, sollt man BLACK MOUNTAIN SIDE nicht mit falschen Erwartungen ansehen. Die Geschichte erinnert zwar an THE THING von 1982; der Überlebens-Horror zeigt weder trickreiche Metamorphosen – noch Kreaturen aus dem All. Das Grauen ist eher psychologischer Natur und plausible Erklärungen sind Mangelware. Stattdessen wird die Interpretationsgabe des Zuschauers geweckt, der sich seine Auflösung selbst zusammenreimen muss. Auch wenn der Film durch gemächliche Inszenierung mit Längen zu kämpfen hat, gefällt Szostakiwskyjs Gespür fürs Visuelle und Akustik. Mit einfachsten Mitteln bewirkt er beklemmende Atmosphäre und unwohliges Magengefühl. So bleibt eine Szene in Erinnerung, die allein durch monoton abspielende Klingelgeräusche Panik entstehen lässt. Wer demzufolge ein Herz für subtilen Horror besitzt, der sich in erster Linie im Kopf des Zuschauers zusammenbraut, sollte einen Blick wagen. Fans harter Schauwerte und ekliger Matscheffekte könnten enttäuscht werden. Zwar wird im Film Munition durch Köpfe gejagt; die Gewalteffekte sind aber so rar gesät, dass BLACK MOUNTAIN SIDE gewalthungrige Gorebauern kaum zufriedenstellen dürfte.
 
 


 
 
 

BLACK MOUNTAIN SIDE – Zensur

 
 
 
Es gibt eine tote Katze zu sehen, infizierte Gliedmaßen werden abgeschlagen und Munition bohrt sich durch menschliche Körper. Gerade am Ende ist ein kurzer Amoklauf dann doch recht hart anzusehen, weshalb unklar bleibt, ob BLACK MOUNTAIN SIDE mit FSK16 oder einer Erwachsenenfreigabe in den deutschen Handel kommen wird.
 
 
 


 
 
 

BLACK MOUNTAIN SIDE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei: A Farewell To Kings)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blutgletscher (2013)
 
Der Höllentrip (1980)
 
The Shining (1980)
 


Filmkritik: „The Midnight Game“ (2013)

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THE MIDNIGHT GAME

Story

 
 
 
Fünf Kids probieren das MIDNIGHT GAME aus – ein angeblich heidnisches Ritual, dessen Anleitung Shane (Guy Wilson) im Internet gefunden hat. Bald schon kommt der Midnight-Man zu Besuch und hält den übermütigen Teenagern die eigenen Ängste vor Augen. Mit ungeahnten Folgen …
 
 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT GAME – Kritik

 
 
 
Seit jeher übt das Ouija-Brett in Horrorfilmen eine nahezu unbeschreibliche Faszination aus. Doch leider wissen dessen Benutzer nur selten über die korrekte Nutzung bescheid, weil die Anleitung zur Kontaktaufnahme mit dem Jenseits meist nicht gründlich studiert wird. Die Katastrophe ist demnach schon vorprogrammiert, was dem Horror-Fan geradezu recht scheint, sucht der doch in solchen Filmen den obligatorischen Gänsehaut-Kick. Während das Hexenbrett im Genre meist unachtsamerweise als okkultes Spielzeug auf Partys Verwendung findet, erfreuen sich allerhand andere unheimliche Spiele und Rituale im Genre großer Beliebtheit. Die Beschwörung der “Bloody Mary” dürfte wohl hier immer noch zu den bekannteren Zeitvertreiben gehören, mit der sich nun schon einige Filmemacher beschäftigt haben und die schon unzähligen Filmhelden das Leben gekostet hat.
 
Regisseur und Drehbuchautor A.D. CALVO erweitert die Reihe an okkulten Spielereien um das sogenannte “Mitternachtsspiel”, das angeblich auf ein heidnisches Ritual zurückzuführen ist, bei dem Gesetzlose und Ungläubige bestraft werden sollten. Ob es einen derartigen Ritus wirklich gegeben hat, lässt sich an dieser Stelle nicht klären. Wir gehen davon aus, dass eine derart haarsträubende Legende wohl in den Weiten des Internets geboren wurde. Fakt jedoch ist, dass CALVO mit seinem THE MIDNIGHT GAME einen durchaus annehmbaren Vertreter der Gattung Dämonen-Horror gemacht hat, dessen Heimkino-Fassung man sich an einem trüben Herbstabend gern einmal in den Player legen kann, um sich angenehm gruseln zu lassen.
 
Fünf Freunde werden in THE MIDNIGHT GAME zur Jagdbeute des dämonischen Midnight-Mans, der aus jugendlicher Neugierde heraufbeschworen wird, weil Schul-Quarterback Shane (GUY WILSON) im Internet darüber gelesen hat. Als die Eltern unterwegs sind lädt Kaitlan (RENEE OLSTEAD) die besten Freunde zu sich nach Hause ein, um bei Bier und flotten Sprüchen etwas Abstand vom stressigen High-School-Alltag gewinnen zu können. Es dauert nicht lang und Begeisterung kommt auf, als Shane vom MIDNIGHT GAME spricht und es vorschlägt zu spielen. Es werden Kerzen aufgestellt, das Licht gedimmt und die Spielregeln erklärt. Ein jeder erhält die Aufgabe sich zu seinen Ängsten zu bekennen und den Schein seiner Kerze im Auge zu behalten. Erlischt diese, muss sie binnen von zehn Sekunden erneut entzündet werden. Gelingt dies nicht, bietet ein Kreis aus Salz Schutz vor der Heimsuchung des Midnight-Mans, die erst dann ein Ende findet, wenn die Uhr 3.33 geschlagen hat. Selbstverständlich kommt wieder alles anders, als es die Freunde erwartet haben. Die Unachtsamkeit der Kids hat zu Folge, dass die paranormale Beschwörungssause aus dem Ruder läuft. Erst ist es Jenna (VALENTINA DE ANGELIS), die sich plötzlich seltsam verhält. Später verschwindet Jeff (SPENCER DANIELS) unter mysteriösen Umständen, was die Gruppe stutzig werden lässt. Als Rose (SHELBY YOUNG) auch noch seltsame Todesvisionen erhält und ein groteskes Ding durch die Flure huschen sieht, sind sich alle einig: Die Legende vom Midnight-Man ist bittere Realität und der Dämon will die Rufenden mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontieren.
 
Mit seinem unsäglich miserablen Besessenheits-Gähner HOUSE OF DUST (2013) hat sich Macher A.D. CALVO keinen Gefallen getan. Statt zu Gruseln hat er dem Zuschauer mit seiner spannungsarmen Inszenierung das Einschlafen erleichtert. Umso erfreulicher, dass er aus den Fehlern gelernt hat und in THE MIDNIGHT GAME mehr Sorgfalt hat walten lassen. Das Grauen wird hier klassisch heraufbeschworen, was trotz der offensichtlichen Vorhersehbarkeit relativ gut gelingt, zumal die Geschehnisse in THE MIDNIGHT GAME von permanentem Gegrummel untermalt werden, so dass durchaus angenehme Gruselstimmung bewirkt werden kann. Erst ist es leises Poltern, das die Kids verunsichern lässt. Bald schon bewegen sich Möbel wie von Geisterhand und gespenstische Schatten huschen durch die Gänge. Eigentlich beliebiges Geisterkino, wäre da nicht ein halb-Mensch-halb-Widder-artiges Teufelswesen, das den Teenagern das Fürchten lehrt und zweifeln lässt, dass der Midnight-Man nur Aberglaube ist. Schauderhafte Todesvisionen lassen einen Hauch FINAL DESTINATION aufkommen und veränderte Verhaltensmuster lassen auf Besessenheit schließen. In THE MIDNIGHT GAME ist wahrlich viel los, denn A.D. CALVO streut die gängigen Mixturen diverser Sub-Genres in die überschaubare Handlung, ohne den Überblick zu verlieren. Die vielfältige Kombination funktioniert tadellos, denn THE MIDNIGHT GAME hat zwei Pluspunkte: Ein straffes Drehbuch und Atmosphäre. Letztere bewirkt ein permanentes Gefühl des Unbehagens, das vor allem durch gute Kameraarbeit bewirkt werden kann, die in Kombination mit einem subtilen Score schnell ein beklemmendes Gefühl der Angst heraufbeschwört. Dabei wird das Geschehen durch verschiedene Kamerawinkel dokumentiert, das im Falle von THE MIDNIGHT GAME recht schnell an Fahrt gewinnt, obwohl die Kamera seinen Helden mit eher behäbigen Tempo folgt. Letztendlich hinterlässt CALVOS Streifen gerade aufgrund der eher zurückhaltend eingesetzten Schreckmomente und dem Verzicht auf Gore und Spezialeffekte einen durchweg positiven Gesamteindruck. Der Film ist zwar mit kurzen 75 Minuten knapp bemessen; in Anbetracht der stimmungsvollen und atmosphärischen Machart ist er ähnlich gestrickten Low-Budget-Horrorfilme einen großen Schritt voraus.
 
Am Ende ist man doch überraschter als erwartet. Nicht nur, dass der Film durch einen geschickt platzierten Twist eine ungeahnte Wendung erlebt; der anfänglich austauschbare Teenager-Spuk entwickelt sich recht flott zu unterhaltsamen Gruselfutter, das trübe Herbsttage angenehm schaurig versüßt.
 
 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT GAME – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Stimmungsvoller Mystery-Thriller, der mehr Wert auf Atmosphäre legt, als seine Protagonisten möglichst derb und schaufreudig über die Klinge springen zu lassen. Regisseur A.D. CALVO ist mehr daran interessiert, ein beklemmendes Gefühl der Angst heraufzubeschwören, als möglichst viel grafische Gewalt auf der Mattscheibe zu zeigen. Nach dem miserablen HOUSE OF DUST ist ihm das zu allem Erstaunen auch noch recht gut gelungen, denn der Filmemacher beherrscht plötzlich die Fähigkeit Atmosphäre zu schaffen – etwas, was man in seinen bisherigen Werken leider schmerzlich vermisst hat. THE MIDGNIGHT GAME ist ein kleiner, kurzweiliger Gruselfilm, der aus Versatzstücken diverser Sub-Genres besteht und daraus etwas eigenes macht. Dreister Ideenklau wird zwar von Horror-Fans meist mit Ignoranz bestraft; im Falle von THE MIDNIGHT GAME darf man dennoch gern einen Blick riskieren.
 
 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT GAME – Zensur

 
 
 
In Amerika wurde THE MIDNIGHT GAME mit einem „Rated R“ abgestraft. Ganz so hart dürfte es den Streifen hierzulande jedoch nicht treffen, denn wirklich brutal ist das Schauermärchen nicht. Es wird eine ziemlich unangenehme Szene gezeigt, in der eine der Protagonistinnen mit einem Auto überrollt wird. Des Weiteren bekommen wir einen abgetrennten Kopf zu sehen und eine Heldin, die sich mit einem Seil im Gästezimmer erhängt. Das reicht für eine ungeschnittene FSK 16!
 
 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT GAME – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
I am ZoZo (2012)

The Ouija Experiment (2011)

Bloody Mary (2006)

Candyman’s Fluch (1992)


Filmreview: „YellowBrickRoad“ (2010)

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YellowBrickRoad

Kritik

 
 
 
Lust auf einen wirklich unwichtigen Film, mit unglaublich stumpfsinniger Handlung und wirklich dilettantisch umgesetzten Spezialeffekten, die den Zuschauer einmal mehr an den Rande des Sekundenschlafs treiben? Dann eignet sich der hölzerne und gähnend langweilig Möchtegern-Schocker „YellowBrickRoad“ als vortreffliche Wahl, zumindest wenn man darauf aus ist, sich den eigentlich gemütlichen TV-Abend ansprechend zu verderben.
 
YellowBrickRoad“ ist ein ganz furchtbarer Hirnverdreher und derart „kopflos„, wie es das Filmplakat bereits suggeriert. Die Handlung ist vollkommen unspannend, die Akteure nerven derart, dass man ihnen den schnellen Tod wünscht und die wenigen Krösel-Effekte wirken eher albern, als das sie dem Film überhaupt förderlich wären. Aber alles der Reihe nach. Bereits im Sommer 2011 durften sich deutsche Genre-Fans von den nicht vorhandenen Schauwerten dieser Indigurke auf dem alljährlichen Fantasy Filmfest überzeugen. Nun, fast 1,5 Jahre später erscheint  „YellowBrickRoad“ bundesweit direkt auf Blu-ray und DVD. Dass sich der deutsche Heimkino-Release derart verzögert hat, rührt nicht von ungefähr, denn führt man sich das Endprodukt zu Gemüte, so fragt man sich, warum der hiesige Vertrieb „dtp entertainment AG“ derart Quark überhaupt in Deutschland veröffentlichen muss, gibt es doch unzählige andere bisher unveröffentlichte (bessere) Perlen da draußen, die sehnlichst auf eine Veröffentlichung warten. Bereits nach nur wenigen Minuten wird deutlich, welch nennenswerte Qualität „YellowBrickRoad“ überhaupt birgt und die liegt schlicht und einfach darin, den Zuschauer unwillkürlich für dumm zu verkaufen und streckenweise vollkommen desaströs zu langweilen. Vor allem die stümperhaft eingesprochene, deutsche Synchronisation tut da ihr übriges, denn diese sorgt unweigerlich dafür, dass die Nerven des Zuschauers rund 100 Minuten lang überstrapaziert werden. Dabei beginnt die Geschichte um die mysteriöse Gegend um die „YellowBrickRoad“ eigentlich recht vielversprechend.
 
Einige Wissenschaftler, Forscher und Nichtskönner raffen sich zusammen, um das seltsame Verschwinden der Bewohner einer ganzen Stadt zu untersuchen. Bereits im Jahre 1940 folgte die Bevölkerung des fiktiven Örtchens „Friar“ in „New Hampshire“ einem geheimnisvollen Waldweg – keiner derer jedoch, die den Ort verlassen haben, kehrte je wieder lebend zurück. Nun 70 Jahre später wollen jene Einfaltspinsel derart ungelösten Fall erneut untersuchen und ihre Erkenntnisse in einem Buch niederschreiben. Sie scharren allerhand nützliches Equipment zusammen und folgen jenem sagenumwobenen Waldweg, der einst auch die Einwohner von „Friar“ ins Verderben stürzte. Nach nur wenigen Metern wird klar, dass die Gegend mitnichten so friedlich scheint, wie anfänglich gedacht. Die Geräte spielen verrückt und schnell stellen die Anwesenden fest, dass das gesamte technische Equipment wenig hilfreich ist, um die Expedition überhaupt fortsetzen zu können. Was nun folgt spottet jeglicher Beschreibung und ist an filmischen Dilettantismus kaum noch zu überbieten. Anstatt den Heimweg anzutreten, beschließen die Crew-Mitglieder dem Vorschlag des Expeditionsleiter „Teddy Barnes“ zu folgen. Der scheint noch nicht genug aussagekräftiges Material zu besitzen, um sein Buch zu füllen. Und so kommt es eben, wie der routinierte Filmfreund es vorausahnt. Je tiefer die Anwesenden in den Wald vordringen, umso lauter ertönt ein mysteriöses Gedudel, dass den Anwesenden (und vor allem dem Zuschauer) schier den Verstand raubt. In ihrer Panik teilt sich die Gruppe auf und beginnt sich im Wahn gegenseitig zu dezimieren.
 
Klingt alles nach vollkommen wirren Bullshit – ist es auch. Auch wenn das grobe Story-Geflecht weitaus ansprechendes Horror-Einerlei mutmaßen lässt, so ist der fertige „YellowBrickRoad“ ein niederschmetterndes Filmchen, das durch und durch enttäuscht. Allein schon der ziemlich zähe und langatmige Erzählfluss tapst genüsslich vor sich daher und birgt eine fast schon dreiste Ideenlosigkeit, dass dem Horrorfilmfreund glatt der Spaß am Genre vergehen könnte. Das nervtötend gemächliche Tempo des Filmes erweist sich als unzumutbar, dürfte jedoch unter Filmfreunden mit Schlafproblemen für einen wohlig-erholsamen Tiefschlaf sorgen.
Wirklich viel zu sagen hat „YellowBrickRoad“ nicht. Zumindest wenn man einmal die Erkenntnis außen vor lässt, wie unsäglich quälend lang 100 Minuten Filmlaufzeit sein können. Da werden Lollies gelutscht und von giftigen Beeren genascht, obwohl wenige Minuten zuvor vor der Ungenießbarkeit der Früchte gewarnt wurde. Da stibitzt eine Protagonistin aus Hunger den letzten Proviant, um wenige Minuten später freiwillig und ohne jegliche Logik von einer Felsklippe zu springen. Sinn ergibt das wirre Gequassel und die peinlichen Interaktionen der Anwesenden selten und so reduziert sich der Film allein darauf, irgendwie ein Ende zu finden. Das ist natürlich schnell gefunden. Anstatt die zugrunde liegenden Gegebenheiten in irgendeiner Weise kreativ zu Ende zu spinnen, sorgt die unzureichende Phantasie der Drehbuchautoren dafür, dass die wenigen Charaktere ein schnelles und vor allem unwichtiges Ende finden. Demnach metzeln sich die Helden der Geschichte uninspiriert um die Ecke, sodass nach gefühlten Stunden endlich der Abspann über den Bildschirm flimmern darf.
 
YellowBrickRoad“ ist ein ganz einfältiges Filmchen, auf das man als Filmfreund gänzlich verzichten kann. Hier stimmt einfach rein gar nichts. Die Erzählung ist zäh, unwichtig und eindeutig viel zu lang. Die handvoll unwichtiger Protagonisten beginnen schon nach nur wenigen Minuten zu nerven und die ganze Inszenierung erweist sich als einschläfernde und vor allem dilettantische Nummernrevue ohne Sinn und Verstand. Die Effekte wirken eher unfreiwillig komisch, als das sie ängstigen sollen (da reißt ein Charakter einer Protagonistin eigenhändig (!) eine Bein aus), sodass selbst Gorehounds keinen Spaß mit dieser Gurke haben dürften. Gott weiß, was in die beiden Regisseure Jesse Holland und Andy Mitton gefahren sein muss, als sie die glorreiche Idee hatten, diesen minderbemittelten Film zu drehen. Vermutlich haben die beiden sich in irgendeiner Bar gehörig besoffen, um wenige Minuten später ein unzureichend plausibles Drehbuch zu Papier zu bringen, dass innerhalb weniger Tage mit einer handvoll untalentierter Nachwuchspappnasen auf Zelluloid gebahnt werden musste. Wohlmöglich wäre es dem Film förderlicher gewesen, hätten sich die Macher hinter „YellowBrickRoad“ vor der Realisierung ihrer Schlaftablette einige bessere Vertreter des Genres zu Gemüte geführt, um zu studieren, wie ein „guter“ Horrorfilm auszuschauen hat! Auch wenn es hierbei im einen Indie-Film handelt, so hat man aus derart Sektor bereits schon unzählig bessere und vor allem innovative Vertreter gesehen. Wer allein nur nach guten Filmen Ausschau hält, der sollte um „YellowBrickRoad“ einen großen Bogen machen. Denn dieser Film ist einer dieser Beiträge, nach deren Sichtung man unweigerlich bereut, überhaupt kostbare Lebenszeit für derart hirnrissigen Schund verschwendet zu haben.
 
 
 


 
 
 

YellowBrickRoad – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
Haste Einschlafprobleme? Oder suchst Du noch nach einem passenden Geschenk für Bekannte, die Du eigentlich weniger magst – „YellowBrickRoad“ bittet die Lösung!
 
 
 


 
 
 

YellowBrickRoad – Zensur

 
 
 

Die deutschen Fassung ist mit „keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung ungeschnitten.
 
 

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YellowBrickRoad – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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