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Filmkritik: „The Snare“ (2017)

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THE SNARE

Story

 
 
 
Drei Freunde wollen es sich einige Tage in einem leerstehenden Gebäudekomplex gemütlich machen. Leider muss man sich bald eingestehen, dass man dort eingeschlossen ist und der Magen knurrt.

 
 
 


 
 
 

THE SNARE – Kritik

 
 
 
Skrupelloser und heimtückischer als jeder Geist, Dämon oder Zombie ist der Mensch selbst. Das wird vor allem dann besonders deutlich, wenn er sich in Extremsituationen befindet und der egoistische Überlebenswille Anstand und Moral vergessen macht. So haben sich schon einige Filmemacher mit menschlichen Urinstinkten beschäftigt, die das Tier im Menschen geweckt haben. Die Folgen waren nicht immer schön anzuschauen, denn wenn es um Leben und Tod geht, ist in den meisten Fällen kaum mehr Zeit für Menschlichkeit. Ganz ähnlich passiert das auch im folgenden Film. Eine verzwickte Situation erweckt hier den Drang zum Überleben. Fernab von Kitsch und Klischees wird in THE SNARE die ungeschönte Wahrheit präsentiert. Der Mensch ist keineswegs kompromissbereit und nächstenliebend, sondern ichbezogen und rücksichtslos. Eine brisante Botschaft, die von Regisseur C.A.COOPER nicht minder kontrovers fürs Heimkino aufbereitet wurde. Der steigt hier in die Fußstapfen von Filmen wie HUNGER oder THE HOLE in denen erschütternd vor Augen geführt wurde, zu was man doch fähig sein kann, wenn man überleben will. Entstanden ist recht deftiger Tobak, der aber trotzdem nur bedingt überzeugen kann. Trotz diskussionswürdiger Grundlage, macht mal wieder ein Twist alles zunichte. Der drängt THE SNARE in eine andere Richtung und verwirrt den Zuschauer unnötig. Leider kommt das im Horrorgenre mittlerweile zu häufig vor. Im Falle dieses Psychothrillers dürften gut gemeinte Absichten dann doch eher für verärgerte Gesichter sorgen – irgendwie funktioniert die Überraschungswendung nicht so recht. Manchmal ist eben weniger mehr.
 
 
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Im deprimierenden Kammerstück THE SNARE verschlägt es die drei Mittdreißiger Alice, Carl und Lizzy in einen verlassenen Apartmentkomplex irgendwo am Hintern der Welt. Die Schlüssel hat Lizzy dem Vater stibitzt. Nun will man in einer Wohnung im oberen Stock des Hauses ein paar nette Tage verbringen. Leider bekommt der Zuschauer bald mit, dass die introvertierte Alice nicht alle Latten am Zaun hat. Sie wird von Tagträumen, Visionen und Albträumen gequält und schreibt sich die Angst im Tagebuch von der Seele. Doch die traumatisierte Psyche der gequälten Protagonistin rückt bald in den Hintergrund. Kaum hat es sich das Trio in der verlassenen Wohnung gemütlich gemacht, passiert das Unfassbare. Der Fahrstuhl funktioniert nicht mehr und die Freunde sitzen fest. Es gibt keine Möglichkeit mehr, die Wohnung zu verlassen. Zudem funktionieren die Telefone nicht. Eine erschreckende Einsicht, die bald schaurige Ausmaße erreicht. Das Essen wird nämlich knapp und auch Wasser kommt nicht mehr aus der Leitung. Psychische Strapazen, die aus Freunden bald Gegner macht. Ob die Drei einen Weg aus dem Gefängnis finden werden?
 
 
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Wer sich vom Poster blenden lässt, wird enttäuscht. THE SNARE ist kein Geister- oder Okkult-Horror, wie es das Plakat zum Film suggeriert. Hinter dem Streifen steckt mehr Psychothriller und Drama, als waschechter Horror. Das Grauen ist hier psychologischer Natur, macht aber nicht vor ungemütlicher Bilderflut halt. Regisseur C.A.COOPER beschreibt im ersten Langfilm das psychische Martyrium einer vom Vater missbrauchten Frau, die ihrem seelischen Gefängnis zu entkommen versucht. Leider sorgt die Flucht für Komplikationen, denn kaum der einen Hölle entkommen, verirrt sie sich gleich in der nächsten. THE SNARE ist nicht leicht zu durchschauen. Passiert das hier alles im Kopf der ohnehin traumatisierten Filmheldin Alice, verfällt die Filmheldin im psychischen Inferno dem Wahnsinn oder sind hier wirklich drei Menschen in einem Apartment eingeschlossen und gehen sich hier wegen Hunger und Psycho-Stress gegenseitig an die Gurgel. Sonderlich aufschlussreich ist die Handlung von THE SNARE nicht und wirklich plausible Antworten gibt Filmemacher C.A.COOPER nicht. Das hat selbst uns alte Filmhasen gefordert, was nicht gerade für den Film spricht. THE SNARE ist schwer zu entschlüsseln und strotzt nur so vor Metaphern und Zweideutigkeiten. Demzufolge ist dieser Psycho-Horror nichts fürs anspruchslose Publikum, das sich von plakativen Schocks und handgemachten Ekelhaftigkeiten berieseln lassen möchte. Letztere sind hier nichtsdestoweniger mehr als genug vorhanden. Trotzdem lebt THE SNARE dann doch vorrangig von seiner klaustrophobischen Ausgangssituation und den psychischen Strapazen seiner Hauptdarsteller. Die Ekeleffekte sind da nur schmückendes Beiwerk und sollen die verstörende Stimmung des Films unterstreichen. Vor allem in der zweiten Hälfte gelingt das dem eher gemächlich inszenierten Streifen ganz gut. Trotzdem ist THE SNARE keine Referenz in Sachen Psycho-Horror. Mehrfachinterpretationen verwirren und sollen wohl bei genauerer Betrachtung die vielen Plot-Löcher kaschieren, mit denen der britische Debütstreifen des Öfteren zu kämpfen hat. Dann doch besser noch mal Psychothriller wie DAS EXPERIMENT, DIE HÖHLE oder CUBE in den Player legen. Die protokollieren in schockierendem Ausmaß, wie sich in der platzarmen Enge der Gefangenschaft unterdrückte Ängste, Aggressionen und Begierden ihren Weg bahnen und Menschen zu grauenhaften Taten anstiften.
 
 
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THE SNARE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Um was geht es denn hier eigentlich? Dieser Psycho-Horror ist ein ziemliches Durcheinander, das definitiv nichts für jene ist, die im Film immer plausible Antworten auf dem Silbertablett serviert bekommen möchten. THE SNARE hat gleich ein paar Interpretationsansätze in petto, die aber nicht sonderlich gut funktionieren. Der Film fordert den Zuschauer mit Metaphern und Mehrdeutigkeiten und nimmt zu keiner Zeit richtig Stellung. Da sieht der Zuschauer in den Kopf einer traumatisierten Protagonistin und wird mit verstörenden Visionen konfrontiert. Ein anderes Mal werden Figuren dabei gefilmt, wie sie in Folge von Hunger und Durst unfassbare Dinge tun. Dabei stellt sich stets die Frage, was denn nun real ist und was denn nun dem Kopf der ohnehin bereits psychisch vorgeschädigten Filmheldin entspringt. Als Psychogramm einer traumatisierten Frau funktioniert THE SNARE demnach nicht sonderlich gut. Dazu verwirren Rückblenden, Visionen und Träume unnötig. Sieht man THE SNARE als klaustrophobisches Kammerstück über drei Menschen, die in Folge von Hunger und Durst den Respekt voreinander verlieren, hat der Film durchaus Höhepunkte und Daseinsberechtigung. Weil hier aber Grenzen verschwimmen und der Zuschauer bald selbst keinen Überblick mehr über Geschehnisse im Film hat, dürfte sich dieser Psychothriller mit seiner verworrenen Machart nicht sonderlich viele Freunde machen.
 
 
 


 
 
 

THE SNARE – Zensur

 
 
 
Trotz Psychothriller sind in THE SNARE einige deftige Sachen zu sehen. Vom Vergewaltigen von Frauen, über das Verspeisen von menschlichem Fleisch ist hier allerhand kontroverses Zeug zu sehen, das wohl eine Erwachsenenfreigabe rechtfertigt. Wir vermuten, dass THE SNARE wohl einen roten FSK-Flatschen erhalten wird. Dafür aber in ungeschnittener Form.
 
 
 


 
 
 

THE SNARE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte Film für Grafiken liegen bei Bohemian Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hunger (2009)
 
The Noonday Witch (2016)
 
Vile – Pain (2011)
 
Die Höhle – Überleben ist ein Instinkt, keine Wahl (2014)

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Filmkritik: „The Disappointments Room“ (2016)

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THE DISAPPOINTMENTS ROOM

Story

 
 
 
Ein Film, der angeblich auf wahren Begebenheiten beruht: Eine kleine Familie zieht nach einem Schicksalsschlag in ein altes Landhaus, ohne zu ahnen, was die vorherigen Bewohner für grausame Dinge darin veranstaltet haben.
 
 
 


 
 
 

THE DISAPPOINTMENTS ROOM – Kritik

 
 
 
Es gibt Horrorfilme, da braucht man sich nur Inhaltsangabe oder Trailer anschauen und schon spart man sich den mühsamen Weg bis zum Abspann. Gruselfilme haben seit Jahren im (Heim)Kino Hochkonjunktur, was eigentlich nichts Schlechtes bedeutet. Das Problem ist hierbei jedoch, dass die unheimlichen Streifen in dem meisten Fällen nach gleichem Muster gestrickt werden. Eine gut gemeinte Geste der Drehbuchautoren, um (amerikanische) Zuschauer nicht zu überfordern. Weil aber seit Jahren immer wieder die gleichen Handlungen im Geister- und Spukgenre abgespult werden, sind diese Filme zu richtigen Spannungskillern verkommen. So folgen Handlungen stets gleichem Ablauf, was Gruselfilme so vorhersehbar gestaltet, dass bereits nach wenigen Minuten klar sein dürfte, wohin die Reise gehen soll. Auch der glattgebügelte THE DISAPPOINTMENTS ROOM macht da keine Ausnahme. KATE BECKINSALE bleibt dem Horrorgenre treu, verändert aber ihren Stil. Statt dunkler Latexuniform (wie in den UNDERWOLRD-Filmen) trägt die Schauspielerin nun vornehmlich helle Baumwollgewänder und verwandelt sich von der erbarmungslosen Vampirjägerin in eine treusorgende Hausfrau und Mutter. Die Rolle nimmt man ihr zwar zu keinem Zeitpunkt ab, dafür bekommt der männliche Filmfan was fürs Auge geboten. Das Motto „Sex sells“ gilt eben auch im Horrorfilm. Leider kam der Film – trotz der Beckinsale als Blickfang – beim amerikanischen Publikum nicht sonderlich gut. Von knapp 14 Millionen US-Dollar Budget konnten gerade mal vier wieder eingespielt werden. Ein Kinoerfolg sieht anders aus.
 
 
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Dana (KATE BECKINSALE – übrigens diesmal blond) und David (MEL RAIDO) haben es nicht leicht. Nach dem plötzlichen Tod des neugeborenen Kindes soll die kleine Familie wieder zur Ruhe kommen. Der tragische Schicksalsschlag hat das Leben der noch jungen Eheleute ins Wanken gebracht. Doch ein Neuanfang soll’s wieder richten. Dafür bezieht das Paar zusammen mit Sohnemann Lucas ein altes Landhaus, das aber erst einmal auf Vordermann gebracht werden muss. Doch aus kleinen Reparaturen werden schnell große Probleme. Auf dem Dachboden entdeckt Dana einen verschlossenen Raum, der sich auf keinem Bauplan finden lässt. Das weckt die Neugier der leidenschaftlichen Architektin. Sie versucht einen Weg zu finden, um die Tür des geheimnisvollen Zimmers zu öffnen. Selbstverständlich ergibt sich bald eine Möglichkeit, doch der Raum ist leer. Kratzspuren an Wand und Tür hinterlassen ein ungutes Bauchgefühl. Das ist bald auch berechtigt, denn offenbar hat Dana etwas befreit, das eigentlich eingeschlossen bleiben sollte. Was folgt wird zum neuen Schreckgespenst. Furchtbare Albträume und Visionen machen der attraktiven Frau ein weiteres Mal das Leben schwer. Die sieht sich bald mit einer bösartigen Präsenz konfrontiert, die so rein gar nicht zu Scherzen aufgelegt ist. Was will der Geist von der ohnehin gebeutelten Mutter und was hat es mit dem mysteriösen Zimmer auf sich? Die Suche nach Antworten führt fast zur Katastrophe.
 
 
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Spielt sich das alles nur im Kopf der Hauptdarstellerin ab oder sind hier wirklich Geister am Werk? Regisseur D.J.CARUSO macht es Filmen wie DER BABADOOK oder THE HOUSE ON PINE STREET gleich. Das bedeutet, dass er gekonnt zwischen Psychothriller und Geisterfilm springt und damit mehrere Interpretationsansätze zulässt. THE DISAPPOINTMENTS ROOM funktioniert daher als lupenreiner Spukfilm ebenso, wie als Psychogramm einer von Schuldgefühlen geplagten Mutter, die wegen des tragischen Todes ihres Babys den Verstand verliert und plötzlich mysteriöse Dinge sieht. Auch wenn es derartige Taschenspielertricks in letzter Zeit so ziemlich oft auf die Mattscheibe geschafft haben, funktioniert das Verwirrspiel in diesem Film tadellos. THE DISAPPOINTMENTS ROOM ist aufgrund seiner anfänglich undurchsichtigen Machart nämlich ganz spannend geraten, weil lang ungeklärt bleibt, was es mit dem geheimnisvollen Raum im Dachgeschoss auf sich hat. Macher D.J.CARUSO lässt früh erahnen, dass mit diesem kargen Zimmer etwas nicht stimmt und webt darum ein Geheimnis, das von der Filmheldin erkundet werden soll. Die fängt an zu recherchieren und ebnet so ihren Weg in den Wahnsinn. Ein paar Geistererscheinungen sollen den Zuschauer auf falsche Fährten locken und von der psychische Instabilität der Filmheldin ablenken. Gemeine Manipulation, die aber immerhin für Gänsehaut sorgt und Liebhaber unheimlicher Mysterystreifen kurzweilige Schauer beschert. Wer demzufolge eine Vorliebe für alte Gemäuer mit grausamer Vergangenheit besitzt, kann gern dieser gruseligen Schnitzeljagd durch schlecht ausgeleuchtete Räume folgen. Konventionelle Schocks sind garantiert und die makellose Optik dürfte vor allem Mainstream-Zuschauern zusagen. Hollywood bleibt eben Hollywood.
 
 
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THE DISAPPOINTMENTS ROOM – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
THE DISAPPOINTMENTS ROOM ist spannend inszeniertes Gruselkino, das sich aber beim Ablauf am Altbewährten orientiert. Wer schon einmal Filme über alte Gemäuer gesehen hat in denen es spukt, weiß was gemeint ist. Die meisten Streifen dieser Art laufen nämlich nach gleichem Muster ab. So ist es nicht selten so, dass neue Bewohner alter Anwesen von Spukerscheinungen geplagt werden und die Ursachen dafür ergründen müssen. In der Regel ist das unfreiwillige Ableben ahnungsloser Menschen daran schuld, dass genau jene nach dem Tod nicht zu Ruhe kommen. Ganz ähnlich läuft das auch in THE DISAPPOINTMENTS ROOM ab. Hier muss eine attraktive Mutter den tragischen Tod ihres Neugeborenen verarbeiten und wird im neuen Heim auch noch mit Geistern konfrontiert. Hinter dem Spuk steckt Regisseur D.J.CARUSO, der bereits Kommerzielles für Hollywood gedreht hat. Mit DISTURBIA oder ICH BIN NUMMER VIER wurden schon einige Kassenschlager von ihm inszeniert, die für namhafte Studios viel Geld eingespielt haben. Zieht man THE DISAPPOINTMENTS ROOM zum Vergleich heran, ist das Gebotene zwar immer noch kurzweilig, aber weit weg vom potenziellen Kinohit. Der Mix aus Mystery, Psychothriller und Geisterfilm bietet nichts Neues oder gar Originelles, was ihn aus der Masse an Gruselstreifen hervorstechen lässt. Zudem wirkt die bekannte Schauspielerin KATE BECKINSALE (aus den UNDERWOLRD-Filmen) im Film unnahbar und lustlos. Für eine Identifikationsfigur fatal, soll die doch den Zuschauer an die Hand nehmen und durch den Film führen. Immerhin hat die attraktive Darstellerin in jeder Szene die Haare schön und steigt selbst nach einem Nickerchen aus dem Bett, als käme sie gerade aus dem Beautysalon. Da gibt’s von uns glatt mal ein Lob an das Haar- und Make-up-Team. THE DISAPPOINTMENTS ROOM erfindet das Rad nicht neu, bereitet jedoch altbewährte Gruselrezeptur so auf, dass es nicht langweilig wird. Wer Gruselnachschub benötigt, wird demnach nicht enttäuscht werden – auch wenn das Finale dann doch etwas sehr unglaubwürdig erscheint.
 
 


 
 
 

THE DISAPPOINTMENTS ROOM – Zensur

 
 
 
Es gibt eine zerfleischt Katze zu sehen, die von einem Hund attackiert wurde. Weiterhin schlägt KATE BECKINSALE mehrmals mit einem Gegenstand auf einen Kopf ein, so dass vom Schädel nur noch Brei übrig ist. Auch wenn diese Szene sehr hart anzuschauen ist, hat es doch für eine FSK16 gereicht.
 
 
 


 
 
 

THE DISAPPOINTMENTS ROOM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Wild Bunch | Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Disappointments Room; USA 2016

Genre: Horror, Thriller, Grusel, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow, Behind the Scenes

Release-Termin: 09.06.2017

 

The Disappointments Room [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE DISAPPOINTMENTS ROOM – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei Wild Bunch | Universum Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Noonday Witch (2016)
 
The Babadook (2014)
 
Darling (2015)
 
Dark Circles (2013)
 
Rosemaries Baby (1968)
 
The House on Pine Street (2015)
 
Little Devil (2014)
 
Shining (1980)
 
The Suffering (2016)


Filmkritik: „Jack Goes Home“ (2016)

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JACK GOES HOME

Story

 
 
 
Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters begibt sich Jack auf eine Reise zurück in die Vergangenheit und entdeckt furchtbare Dinge, die ihm seine Eltern nicht ohne Grunde über Jahre verschwiegen hatten.

 
 
 


 
 
 

JACK GOES HOME – Kritik

 
 
 
Jede Familie hat ein Geheimnis, von dem besser niemand erfahren sollte. Im Horrorfilm ist eine solche Tatsache mittlerweile keine Seltenheit mehr – hier schlummert das Grauen oft hinter Türen braver Bürger, die dann alles andere als friedliebend sind. Kein Horrorfilm im herkömmlichen Sinne, aber nicht minder unangenehm ist der unabhängig gedrehte Psychothriller JACK GOES HOME. Der beweist einmal mehr, dass Indie-Filme oft die besseren Filme sind, weil sich deren Macher nicht zwingend an Konventionen halten müssen. Hinter dem Streifen steckt Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur THOMAS DEKKER. Der erklärte in Interviews, dass ihm die Inspiration zum Film kam, nachdem der eigene Vater nach elf Jahren mit Alzheimer verstarb. Kurz vor dessen Tod nahm sich der Filmemacher ein Jahr Auszeit und kehrte nach Hause zurück, wo er bei der Pflege des Vaters behilflich war. Während dieser Zeit wurde er mit Erlebnissen aus seiner Kindheit konfrontiert, die ihn erschütterten und nachdenklich stimmten. Aus diesen Erfahrungen resultierte die Idee zum Psychothriller JACK GOES HOME, dessen Drehbuch Dekker nach eigener Aussage in gerade einmal drei Wochen fertigstellen konnte. Beachtlich!
 
 
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Eigentlich hat Jack (RORY CULKIN) alles im Leben erreicht, was man sich nur wünschen kann. Die Freundin erwartet ein Kind und auch im Job läuft alles nach Plan. Doch ein Schicksalsschlag soll das bis dato geregelte Leben aus den Bahnen werfen. Bei einem Unfall verunglückt der Vater tödlich, was Jack dazu bewegt, in die Heimatstadt zurückzukehren, um der Mutter (LYN SHAYE, bekannt aus Horrorfilmen wie ABATTOIR, BIG ASS SPIDER und INSIDIOUS 3) beizustehen. Doch die Ankunft verläuft nicht wie erhofft. Weder Mutter noch Sohn befinden sich im Trauerprozess. Irgendetwas scheint die Emotionen zu blockieren, was eine Reihe von mysteriösen Ereignissen entfacht. So findet der Sohnemann auf dem Dachboden einen alten Kassettenrecorder, in dem Tonbandaufzeichnungen schlummern, die offenbar für ihn bestimmt sind. Darauf versucht der verstorbene Vater dem verwirrten Teenager etwas mitzuteilen, das seit Jahren gut behütet hinter verschlossenen Türen bewahrt wurde. Aber auch die Mutter verhält sich plötzlich eigenartig. Die zerkleinert nachts rohes Fleisch in der Küche und verhält sich reichlich distanziert zum eigenen Kind. Was hat das alles zu bedeuten? Die Antwort darauf entfacht einen Strudel furchteinflössender Ereignisse.
 
 
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Mit JACK GOES HOME zeigt Filmemacher THOMAS DEKKER eindrucksvoll, dass er mehr kann, als nur smart in die Kamera zu lächeln. Der trat bisher in erster Linie als Schauspieler in Erscheinung und war in Genrefilmen wie dem A NIGHTMARE ON ELM STREET-Remake, LAID TO REST 2 oder ENTER THE DANGEROUS MIND zu sehen. Mit JACK GOES HOME beweist er nach dem Drama WHORE zum zweiten Mal sein Regietalent und wagt sich diesmal an psychologischen Horror, der sich mit verletzten Seelen und kranken Köpfen auseinandersetzt. Hierbei gelingt es dem Newcomer geradezu genial, das psychologische Chaos und die emotionale Verwüstung eines jungen Mannes in unschöne Bilder zu verpacken, nachdem der mit seiner verdrängten Vergangenheit konfrontiert wird. Das wird am Ende selbst den Zuschauer fordern, der sich aufgrund des plötzlichen Richtungswandels reichlich unwohl fühlen dürfte. Die Aufdeckung der Familientragödie geht einher mit dem psychologischen Abstieg des Filmhelden. Lange im Unterbewusstsein manifestierte Erlebnisse kommen plötzlich wieder zutage und treiben die Hauptfigur ins psychische Desaster. Jack kann allmählich nicht mehr unterscheiden, was wirklich passiert oder nur Macht der Gedanken ist. Die Folge ist schleichender Wahnsinn, der nicht nur ihm an die Substanz geht.
 
 
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JACK GOES HOME ist Kopf-Horror, der erstaunlich gut funktioniert. Regisseur THOMAS DEKKER schafft Verwirrung zu stiften. JACK GOES HOME ist einer dieser Indie-Filme, die sich nicht so einfach durchschauen lassen. Der Film pendelt scheinbar unentschlossen zwischen Drama, Mystery- und Psychothriller und baut dabei eine äußerst beklemmende Atmosphäre auf. Doch die Unentschlossenheit ist gewollt, denn der Mix der Genres wird dazu benötigt, um das konfuse Seelenheil von Filmheld Jack zu unterstreichen. Was ist hier des Pudels Kern und was hat es mit den mysteriösen Geschehnissen auf sich, die sich seit der Heimkehr des emotional unterkühlten Sohnes ereignen? Die Antwort gibt’s häppchenweise. So lassen verstörende Puzzleteile schnell erahnen, dass hier weit mehr im Argen liegt, als anfänglich vermutet. Das hält den Spannungspegel konstant oben und fesselt. Ein flaues Gefühl in Magengegend gibt’s obendrein dazu. Neben der beachtlichen Regiearbeit und dem überraschend unkonventionellen Drehbuch von THOMAS DEKKER sollten an dieser Stelle auch die Leistungen von Hauptdarsteller RORY CULKIN (übrigens einer der kleinen Brüder von Ex-Kinderstar MACAULAY CULKIN) nicht unerwähnt bleiben. Gäbe es im Horrorfilm auch so etwas wie einen Oscar für herausragende Schauspielleistungen, wäre ihm der Preis dafür sicherlich gewiss. Der liefert – so nebenbei – die bis dato beste Schauspielarbeit in seiner Vita ab und entpuppt sich als bemerkenswert talentierter Charakterdarsteller mit Mut zu Extremen. Demzufolge sollte man sich diesen kleinen Indie-Psychotrip nicht entgehen lassen, an dem übrigens UWE BOLL mitgewirkt haben soll. Schenkt man den Informationen im Abspann Glauben, soll er hier als Produzent beteiligt gewesen sein. Das hätte man Herrn Boll gar nicht zugetraut, ist doch JACK GOES HOME so ganz anders als das, was der kontroverse Filmemacher selbst so auf die Beine gestellt hat.
 
 
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JACK GOES HOME – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Wenn aus einer erschütternden Familientragödie blanker Horror wird. JACK GOES HOME ist ein verstörender Filmalbtraum, der noch lange nachwirkt. Diese unabhängig verwirklichte Produktion ist Kopf-Horror wie er im Buche steht und den man so nicht alle Tage zu sehen bekommt. Der Indie-Streifen vermischt Thriller, Mystery- und Horror-Elemente virtuos und schockt mit einem überraschenden Twist, der ein ungutes Gefühl in der Magengegend hinterlässt. THOMAS DEKKER hat hier ein verstörendes und gleichzeitig kontroverses Psychodrama über die Suche nach der eigenen Identität geschaffen, das Dank herausragender Schauspielleistungen niemanden kalt lässt. Für Zuschauer, die eine Vorliebe für unkonventionelle Nischenfilme mit Tiefgang besitzen, ist dieses Kunststück des Indie-Genre-Kinos absolutes Pflichtprogramm.
 
 
 


 
 
 

JACK GOES HOME – Zensur

 
 
 
Blut oder gar Gewalt gibt es in JACK GOES HOME kaum zu sehen. Der Filmheld schneidet sich in einer Vision selbst die Kehle durch. Zudem wird ein Hund im Off ermordet. Hierzulande gibt es für dieses psychologische Genre-Drama wohl eher eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

JACK GOES HOME – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Poster aus dieser Review liegen bei Yale Productions)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Enter the Dangerous Mind (2013)
 
Hemorrhage (2012)
 
Simon Killer (2012)
 
Alexandre Aja´s Maniac (2012)
 
Magic Magic (2013)
 
The House on Pine Street (2015)
 
A beautiful Mind (2001)
 
Fight Club (1999)
 


Filmkritik: „Tank 432“ (2015)

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TANK 432

(BELLY OF THE BULLDOG)

Story

 
 
 

In einem verlassenden Panzer treffen flüchtende Soldaten auf unsichtbare Feinde. Die nennen sich Stress und Paranoia und machen aus Verbündeten Feinde.

 
 
 


 
 
 

TANK 432 – Kritik

 
 
 
Krieg hinterlässt Spuren – nicht nur bei Zivilisten. Auch Soldaten und Friedenskämpfer bleiben vom hässlichen Gesicht des Krieges nicht unverschont und sind während ihrer Einsätze psychischem Stress ausgesetzt, der erst nach dem Krieg zum eigentlichen Problem wird. Studien belegen, dass immer mehr Soldaten schwer traumatisiert von der Front heimkehren und sich später in psychologische Behandlung begeben müssen, damit sie Erlebtes verarbeiten können. Leider gelingt vielen die Rückkehr ins normale Leben nicht, denn mittlerweile sterben immer mehr Veteranen durch Selbstmord, als bei Einsätzen in Kriegsgebieten. Was Krieg mit Soldaten macht, versucht auch Regisseur NICK GILLESPIE auf die Leinwand zu bringen. Der britische Filmemacher hat sich bisher eher als Fachmann hinter der Kamera einen Namen gemacht und versuchte sich als Regisseur von Kurzfilmen. TANK 432 gehört nun zu einem der ersten Langfilme bei denen der ambitionierte Brite die Regie übernommen hat. Als Produzent stand Kumpel BEN WHEATLEY (SIGHTSEERS und KILL LIST) zur Seite für den NICK GILLESPIE bisher immer mal wieder als Kameramann zur Verfügung stand. Was der Regie-Newcomer aber hier unter dem Banner Spielfilm fabriziert hat, wird in Filmkreisen oft als Rohrkrepierer bezeichnet. Der günstig produzierte BELLY OF THE BULLDOG (so der Alternativtitel) ist nämlich trotz brisanter Thematik reichlich konfus und zäh. Etwas, mit dem man bei Horrorfans gewöhnlicherweise keinen Eindruck hinterlässt.
 
 
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Das selbst geschriebene Drehbuch erzählt die Geschichte von einer Gruppe britischer Soldaten, die sich auf eine geheime Mission begeben. Mit zwei Gefangenen im Schlepptau sollen Kriegsgebiete erkundet werden, damit die Umgebung wieder sicher gemacht werden kann. So entdeckt man bei Streifzügen durch das Land auf einem verlassenen Bauernhof einen Container. Darin haust eine verwirrte Frau, die erst einmal mit Medikamenten ruhiggestellt und anschließend mitgenommen wird. Leider kommt die Gruppe nicht weit. Auf der Flucht vor vermeintlichen Feinden verschanzt man sich in einem Bulldog-Panzer und wähnt sich in Sicherheit. Doch die Unterschlupf entpuppt sich als fiese Falle, denn die Tür nach draußen lässt sich nicht mehr öffnen. So verharrt man bangend im Panzer und hofft auf Rettung. Was die Soldaten aber unterschätzen ist der psychische Stress. Mit steigendem Druck und auf engstem Raum wächst die Paranoia jedes Teammitglieds. Was folgt ist kein Kindergarten, denn aus vermeintlich Verbündeten werden plötzlich unerbittliche Feinde. Fragt sich nur wer in einer solchen verzwickten Situation einen kühlen Kopf bewahren kann.
 
 
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DOG SOLDIERS trifft auf JACOB’S LADDER. Das Konzept hinter TANK 432 ist eigentlich gar nicht mal so dumm. So haben schon viele Regisseure menschliches Verhalten in Extremsituationen studiert und damit für unangenehme Filmminuten gesorgt. Leider ist die von Regisseur NICK GILLESPIE auf Zelluloid gebannte psychologische Studie von Menschen unter Druck keine nennenswerte Angelegenheit, denn zwischen Paranoia und Klaustrophobie entsteht hier leider nur eines: Grenzenlose Langeweile. Dass NICK GILLESPIE durchaus Geschick im Umgang mit der Kamera besitzt will man dem ambitionierten Filmemacher sicher nicht streitig machen. Talent für Spannungsbogen und Erzählaufbau besitzt er leider nicht, denn TANK 432 ist so wirr, langatmig und nervig inszeniert, des dem Zuschauer spätestens bei den Szenen im Panzer die Lust am Weiterverfolgen der Handlung vergeht. Die Figuren sind unnahbar und unsympathisch. Ihre Streitereien rauben den letzten Nerv. Zudem wirkt ein Überraschungstwist aufgesetzt und erzwungen. Gut, dass der Horrorfan die Macht über die Fernbedienung besitzt. Die ermöglicht das Abschalten – wann immer man es will. Wir raten so früh wie möglich abzuschalten, denn man verpasst nichts, wenn man TANK 432 nicht gesehen hat. Das vermeidet nicht nur Enttäuschungen, sondern spart auch Zeit, Geld und Nerven.
 
 
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TANK 432 – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Wer TANK 432 gesehen hat, wird im wahrsten Sinne des Wortes paranoid vor Wut, denn dieser Film gehört zur jener Gattung Kinoschund, für den man am liebsten sein Geld zurück haben möchte. Die psychologische Studie über Stress und seine Folgen ist nicht nur langweilig; sie schafft es nicht einmal in den Bann zu ziehen und irgendwie emotional zu bewegen. Schuld sind die unsympathischen Figuren, deren Leid nicht einmal die Bohne interessiert. Angesichts der kontroversen Thematik über Folgen von Kriegseinsätzen ist die Anteilslosigkeit des Zuschauers schon irgendwie als grotesk zu betiteln. Vielleicht wäre es demnach in Zukunft für Regisseur NICK GILLESPIE besser, wenn er sich wieder auf das konzentriert, was er auch wirklich kann. Drehbücher schreiben und Regie führen scheint nicht sein Ding zu sein – hinter der Kamera stehen schon eher.
 
 
 


 
 
 

TANK 432 – Zensur

 
 
 
TANK 432 ist eher psychologischer Natur und hält sich mit Schauwerten zurück. Einige kurze Gewaltmomente gibt es dennoch zu sehen. So wird ein Protagonist von einem Panzer überrollt, andere erschossen oder mit spitzen Gegenständen verwundet. Hierzulande dürfe der Paranoia-Horror eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

TANK 432 – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Belstone Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Beneath (2013)
 
POD (2015)
 
Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits (1990)
 
The Noonday Witch (2016)
 


Filmkritik: „Shelley“ (2016)

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SHELLEY

Story

 
 
 

Wenn die Leihmutterschaft unerträglich wird: Eine Gastarbeiterin trägt für Geld das Baby ihrer Arbeitgeberin aus und erlebt in dieser Zeit die schlimmsten Schrecken auf Erden.

 
 
 


 
 
 

SHELLEY – Kritik

 
 
 
Wenn die Schwangerschaft zum Horror wird – ein Thema, mit dem sich schon viele Filmemacher beschäftigt haben. Der wohl bekannteste dieser Riege ist zweifelsohne ROMAN POLANSKI, der mit ROSEMARY’S BABY vielen werdenden Müttern manche schlaflose Nacht bereitet hat. Der polnischstämmige Franzose hatte vor fast 50 Jahren erreicht, was vielen ambitionierten Newcomern heutzutage nur mühsam gelingt. Statt plumper Effekthascherei und plakativem Erschrecken ließ er den eigentlichen Horror im Kopf des Zuschauers entstehen. Dafür wurde er seinerzeit zu Recht gelobt. In der Gegenwart sieht das leider ganz anders aus. In Zeiten hektisch geschnittener Gewaltepen mutet subtile Angstmacherei vielen altbacken an. Demzufolge macht sich Kopf-Horror allmählich rar im Genre-Kino, was aber neugierige Nachwuchsregisseure nicht davon abhält, mit dieser Art des filmischen Grauens zu experimentieren. Der Däne ALI ABBASHI ist so ein Fall. Der zitiert nicht nur fleißig aus dem anfangs erwähnten Okkult-Klassiker, sondern macht bereits auf dem Filmplakat darauf aufmerksam, vor welchem Klassiker er sich verneigen möchte. Kenner sehen die Parallelen. Vergleicht man das Plakat zum Filmdebüt SHELLEY und das des Schauermärchens ROSEMARY’S BABY ist eine gewisse Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen. Doch nicht nur werbetechnisch besitzen beide Genrewerke Gemeinsamkeiten. Auch inhaltlich folgt Regisseur ALI ABBASHI den von Polanski diktierten Pfaden. Das bedeutet: leise Töne und langsame Inszenierung dafür maximalen Horror. Kann das in einer schnelllebigen Zeit wie der Heutigen noch funktionieren?
 
 
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Wie in ROSEMARY’S BABY verfallen in SHELLEY Protagonisten allmählich dem Wahnsinn. Doch bevor der eintritt, ist es ein langer Weg. SHELLEY rückt zwei Frauen in den Mittelpunkt, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Die eine kommt aus Rumänien und will als Gastarbeiterin in Dänemark schnelles Geld verdienen, um sich in der Heimat ein Haus kaufen zu können. Die andere ist Selbstversorgerin und lebt mit dem Mann in einer Hütte am See – ganz ohne Strom und Moderne. Weil man Unterstützung im Haushalt und Garten benötigt, nimmt man die Gastarbeiterin auf und entlohnt sie für anfallende Arbeiten. Schnell entsteht eine innige Freundschaft zwischen den beiden Frauen, weshalb sich Louise (ELEN DORRIT PETERSEN) der neuen Seelenverwandten anvertraut. Sie erklärt dem Hausmädchen auf Zeit, dass sie keine Kinder bekommen kann. Nach einer Fehlgeburt musste ihr die Gebärmutter entfernt werden. Doch eingefrorene Eizellen könnten immer noch eine Leihmutterschaft ermöglichen. Weil Gastarbeiterin Elena (COSMINA STRATAN) viel Geld wittert, schlägt sie vor, das Kind auszutragen. Doch die Schwangerschaft verläuft nicht ohne Probleme. Bald schon passieren seltsame Dinge, was die werdende Mutter veranlasst zu glauben, dass die Frucht in ihrem Leib das Böse beherbergt. Ob sie damit Recht behält?
 
 
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Von der Angst über Nachwuchs, der im Körper heranwächst und der Besessenheit endlich Mutter zu werden. SHELLEY ist zweifelsohne Gruselvergnügen alter Schule, das sogar noch Hirn hat. Statt nur plump zu kopieren, kombiniert Macher ALI ABBASHI souverän und lässt dabei etwas Eigenes entstehen. So ist SHELLEY eigentlich ein Film, der zwei Geschichten und Schicksale vereint. Was nämlich anfangs eine neumodische ROSEMARY’S BABY-Interpretation vermuten lässt, ist weit mehr als das. Der Psychothriller wird gegen Ende zum waschechten Okkult-Grusler und wandelt auf den Spuren des Teufelsjungen Damien aus DAS OMEN. Spätestens hier macht ALI ABBASHI Nägel mit Köpfen, was Kennern der Polanski-Vorlage vielleicht etwas zu kommerziell geraten sein dürfte. Hat der damals den Zuschauer selbst darüber entscheiden lassen, ob der Teufel im Bunde oder alles nur Einbildung war, bezieht Abbashi in SHELLEY klare Stellung. Hier ist wirklich das Böse zuhause und die Tatsache verursacht Gänsehaut. Die wird mit einfachen Mitteln bewirkt, was den Film für all jenen interessant machen dürfte, die sich gern das Fürchten fernab der Traumfabrik lehren lassen möchten. SHELLEY funktioniert auch trotz der eindeutigen Erklärungen gerade wegen seiner eigensinnigen Machart. Lange Kameraeinstellungen gesellen sich zu gut durchdachtem Erzählstil. Der ist in erster Linie ruhig und macht zudem von wenig Musikeinsatz Gebrauch. Langsam bahnt sich das Grauen seinen Weg durch den Film – nur um am Ende gnadenlos zuzuschlagen. So überschlagen sich im Finale die Ereignisse und es kommt zu folgenschweren Entschlüssen. Angesichts mangelnder Schocks und Gewaltexzesse ist die dort verursachte Stimmung des Unbehagens bemerkenswert. Spätestens an dieser Stelle sollte man dem dänischen Newcomer für seine Arbeit beglückwünschen, denn Gänsehaut mit einfachen und unkonventionellen Mitteln zu bewirken, kann nicht jeder.
 
 
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SHELLEY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Altmodisch – aber oho: Wenn subtiles Angstkino der 1960er in die Gegenwart transferiert wird. Dann entsteht so etwas wie SHELLEY, der souverän zeigt, dass subtil erzählte Horrorfilme auch genauso gut heute funktionieren. Weniger Schocks auf der Mattscheibe, dafür mehr Grauen im Kopf. Das sind die eigentlichen Intensionen, die der dänische Regisseur ALI ABBASHI verfolgt und damit alles richtig macht. SHELLEY ist so nichts für jene, die Herzflattern und Adrenalinkick beim Schauen von Horrorfilmen voraussetzen. Dieser Film beschreitet den Weg des Grauens langsam und wirft somit Ritalin-Patienten vollkommen aus der Bahn. Das Böse wird im Film vielerorts nur angedeutet. Dennoch entsteht schnell eine fesselnde Aura des Unbehagens. Ist die Heldin im Film nur dem Wahnsinn nahe oder sind hier wirklich teuflische Mächte am Werk? Wo sich ROMAN POLANSKI in ROSEMARY’S BABY eindeutige Erklärungen verkniff, macht SHELLEY Nägel mit Köpfen. Das ist aber auch das einzige was man dem Film vorwerfen könnte. Der Rest ist über jeden Zweifel erhaben – insofern man überhaupt etwas mit langsam erzählten Gruselstreifen anfangen kann, in denen sich das Grauen langsam den Weg bahnt. Langsamkeit ist nämlich in SHELLEY Programm und zeigt mal wieder, dass gut durchdachte Geschichten, talentierte Schauspieler und lobenswerte Kameraarbeit plakative Schocks und Gewaltmomente überflüssig machen.
 
 
 


 
 
 

SHELLEY – Zensur

 
 
 
Gewalt spielt in SHELLEY kaum eine Rolle. Eine versuchte Abtreibung wird angedeutet und gegen Ende wird der Kopf eines Protagonisten mit der Autotür zermatscht. Das sieht man aber nicht, da die Kamera wegblendet. SHELLEY dürfte in Deutschland wohl mit einer FSK16 davonkommen.
 
 
 


 
 
 

SHELLEY – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Devil Incarnate (2013)
 
Bleed (2016)
 
The House on Pine Street (2015)
 
Delivery: The Beast Within (2013)
 
Devil’s Due – Teufelsbrut (2014)
 
Unborn – Kind des Satans (1991)
 
Rosemaries Baby (1968)
 


Filmkritik: „Paranormal Drive“ (2016)

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PARANORMAL DRIVE

(MARSHRUT POSTROEN)

Story

 
 
 

Psychothriller oder Geisterdrama? Niemand weiß es so genau. In PARANORMAL DRIVE stimmt was nicht mit dem neu gekauften BMW eines Ehepaares. In dem Wagen spielen sich plötzlich ganz seltsame Dinge ab.

 
 
 


 
 
 

PARANORMAL DRIVE – Kritik

 
 
 
Böse Autos, die mordend über Landstraßen fegen, gibt es im Horror-Genre immer wieder mal zu sehen. Der wohl bekannteste Film dieser Art dürfte die von JOHN CARPENTER inszenierte Stephen-King-Verfilmung CHRISTINE gewesen sein, in der ein gut polierter Oldtimer ein blutiges Eigenleben führt. Doch es geht noch weiter. Nach thematisch ähnlich gelagerten Streifen wie WRECKER, BLOOD CAR, HYBRID oder dem sehr speziellen Tschechoslowaken DER AUTOVAMPIR erweitert nun ausgerechnet Russland die faszinierende Riege unberechenbarer Killerautos im Film um einen weiteren Kandidaten. Der wurde im eigenen Land unter dem Titel MARSHRUT POSTROEN ins Multiplex gebracht und verschlang eine Million Russische Rubel an Produktionsbudget. Zieht man das Einspielergebnis zum Vergleich heran, kann MARSHRUT POSTROEN dann doch schon als finanzieller Erfolg bezeichnet werden. 58 Millionen Russische Rubel Gewinn erzielte der Streifen allein im Entstehungsland. Eine beachtliches Ergebnis, von dem manches Filmstudio in Hollywood nur träumen kann. Garantieren viele Kinogänger auch gleichzeitig einen guten Horrorfilm? Im Falle von PARANORMAL DRIVE (so der ebenso sympathische wie einfallsreiche internationale Titel) dürfte der eine oder andere russische Gruselfan enttäuscht das Kino verlassen haben. Der Grund liegt mal wieder an der Unentschlossenheit der Macher. OLEG ASSADULIN hatte sich vor einiger Zeit schon einmal im Horrorgenre ausprobiert. PHOBOS nannte sich der etwas holprig inszenierte Mysteryt-Triller in dem sich sieben Freunde versehentlich selbst in einem geheimnisvollen Bunker eingeschlossen hatten. Holprig und unüberlegt geht es auch im aktuellen Werk zu. Hier sind nicht die Schauspieler das Problem, sondern das Drehbuch. Die Handlung passt auf einen Bierdeckel, wurde aber mit Effekten und JumpScares auf Spielfilmlänge aufgeblasen. Nur Spuk- und Geisterfans mit Liebe für oberflächliche Schocks könnte das gefallen. Wer’s gut überlegt und atmosphärisch aufgebaut braucht, kommt hier leider zu kurz.
 
 
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Eigentlich will sich das Paar Andrey und Olga (scheinbar gibt es in Russland nur diesen einen Frauennamen) bloß den Wunsch vom neuen Auto erfüllen. Dass der Gatte beim Autohändler mit dem neuen Fahrzeug ein richtiges Schnäppchen macht, kommt natürlich gelegen, denn man will verreisen und benötigt jeden Rubel. Doch das neue Auto bereitet technische Probleme. Erst ist es ein elektrischer Schlag am Lautstärkeregler des Radios. Später kommen ominöse Geräusche und plötzlicher Benzinverlust dazu. Leider treten bald Zweifel auf, ob der Autokauf doch nicht zu übereilt abgeschlossen wurde. Hinzu kommt, dass sich das Paar in einer Ehekrise befindet und man in Erwähnung zieht, nicht doch die Scheidung einzureichen. So kommt, was unweigerlich kommen muss. Die Fahrt zum Flughafen wird zum blanken Horror. Etwas Böses scheint das Steuer übernommen zu haben und will die Beziehung der beiden auseinandertreiben. Was Andrey und Olga nicht wissen: Der Vorbesitzer des Fahrzeugs hat nach einem Ehekrach die Liebste ermordet und deren Einzelteile im Kofferraum durch die Gegend kutschiert. Da liegt der Verdacht nahe, dass es sich der Geist der Ermordeten auf dem Rücksitz gemütlich gemacht hat.
 
 
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Entscheiden Sie sich jetzt. Was Regisseur und Drehbuchautor OLEG ASSADULIN mit PARANORMAL DRIVE abliefert, ist weder Fisch noch Fleisch. Der Gute scheint sich irgendwie nicht so recht schlüssig darüber gewesen zu sein, was er denn nun für einen Film drehen wollte. Was anfänglich einen Geisterstreifen vermuten lässt, verwandelt sich in den letzten zehn Minuten zum Psychothriller. Da werden plötzlich Themen wie Schizophrenie und Wahnsinn gestreift und lassen den bis dato akribisch auf Spuk getrimmten Horrorfilm löchrig und vor allem unplausibel erscheinen. Seit dem Erfolg des Mystery-Thrillers THE SIXTH SENSE gehören unerwartete Filmauflösungen in Horrorstreifen wieder zum guten Ton. Das ist auch gut so, insofern Filmwendungen Hand und Fuß haben. Im Falle des russischen PARANORMAL DRIVE ist das leider nicht so, denn der plötzliche Twist verwirrt unnötig und wirft mehr Fragen auf, als dass er Antworten geben kann. Demzufolge sollte man doch besser einige Kilometer weiter gen Osten schauen. Dort liegt nämlich jenes Land von dem sich der russische Geister-Psycho-was-auch-immer-Streifen hat inspirieren lassen: Japan. Da werden zwar Geisterfilme en masse produziert – tragen aber dann auch wirklich das Prädikat: unheimlich. Meistens. Davon ist PARANORMAL DRIVE leider weit entfernt. Gruselig sind hier nur die ständigen Streitereien zweier Eheleute, deren Beziehung schon bessere Tage erlebt hat. Kann man aber auch günstiger haben. Einfach mal das Ohr an die Wohnungstür des Nachbars halten und aufmerksam lauschen. Spätestens dann ist man garantiert mittendrin statt nur dabei.
 
 
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PARANORMAL DRIVE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Wenn die Fahrt zum Flughafen mit dem neuen Auto zum Albtraum wird. PARANORMAL DRIVE ist genauso einfallslos, wie die enervierend plumpe Titelkreation für den internationalen Filmmarkt. PARANORMAL DRIVE heißt im russischen Original eigentlich MARSHRUT POSTROEN. Weil das aber keiner versteht, musste etwas Auffälligeres her. „Paranormal“ heißt das Zauberwort, mit dem sich sichere Umsätze generieren lassen, denn seit PARANORMAL ACTIVITY vor fast zehn Jahren Traumsummen an den Kinokassen erwirtschaftete, geht in der Horrorwelt ohne als paranormal verkaufte Phänomene offensichtlich nur noch wenig. Leider verbirgt sich hinter PARANORMAL DRIVE eine Mogelpackung. Der Film beginnt wie jeder 08/15-Spukhausfilm, nur mit dem Unterschied, dass sich unerklärliche Ereignisse diesmal in einem Auto abspielen. Leider schlägt der Streifen in den letzten Filmminuten eine ganz andere Richtung ein und sorgt so für unangenehme Verwirrung. Nur Regisseur und Drehbuchautor OLEG ASSADULIN allein weiß, warum Protagonisten im Film handeln, wie sie handeln. Da funktionieren plötzlich Bremsen nicht mehr, ist Benzin aus unerklärlichen Gründen knapp und Fahrer schlafen am Steuer ein, fahren aber trotzdem weiter. Normalsterbliche Reisende hätten da wohl gleich den ADAC-Pannennotdienst gerufen oder ein Nickerchen am Rastplatz gemacht. Nicht in PARANORMAL DRIVE. Hier werden mysteriöse Ereignisse von genervten Eheleuten weggestritten. Was für ein Blödsinn.
 
 
 


 
 
 

PARANORMAL DRIVE – Zensur

 
 
 
PARANORMAL DRIVE bzw. MARSHRUT POSTROEN – wie er in Russland vermarktet wird – ist ziemlich harmlos. Es gibt Dutzende plakativ eingesetzte Schockmomente zu sehen. Die Grausamkeiten reduzieren sich auf eine Nagelschere, die einem Protagonisten in den Hals gerammt wird. Zudem wird einer Verkäuferin in den Kopf geschossen und die Heldin verletzt sich am Finger. PARANORMAL DRIVE ist ein sicherer FSK16-Kandidat.
 
 
 


 
 
 

PARANORMAL DRIVE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Christine (1983)
 
Hybrid 3D (2010)
 
The Car – Der Teufel auf Rädern (1977)
 
Der Autovampir (1981)
 
Blood Car (2007)


Filmkritik: „Puls“ (2016)

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PULS

(CELL)

Story

 
 
 

„… Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich …“ tönte es vor ein paar Jährchen aus den Volksempfängern. Leider gilt das nicht für alle Protagonisten in PULS. All jene, die nicht vom Handy lassen können, verwandeln sich hier durch ein seltsames Funksignal in aggressive Furien und machen den übrigen Menschen das Leben zur Hölle. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

 
 
 


 
 
 

PULS – Kritik

 
 
 
STEPHEN KING und seine Bestseller sind immer so eine Sache. Nicht jeder Horrorfan wird mit seinen Kurzgeschichten und Romanen warm, weil der Autor dafür bekannt ist, sich oft (zu viel) Zeit für den Aufbau von Grauen zu nehmen. Angesichts der Tatsache, dass heute die Konkurrenz für ein Publikum mit der Aufmerksamkeitsspanne einer Springbohne zu massiv ist, gewinnt man mit derart altmodischen Erzählform offensichtlich keinen Blumentopf mehr. Gleiches gilt übrigens auch für die Verfilmungen seiner Bücher. Auch die spalten Zuschauer und Leser gern mal in zwei Lager und können nicht immer den hohen Erwartungen gerecht werden. Einer der Gründe: viele King-Filme leiden unter einem schwerfälligen und meist zähen Handlungsaufbau, der lang benötigt, bis er eine Temposteigerung zulässt. Das ist nicht jedermanns Sache, denn in Zeiten in denen hektische Schnitte und rasante Verfolgungsjagden für Schwindelgefühle sorgen, kann so traditionelles Heraufbeschwören von Unbehagen zur ermüdenden Angelegenheit werden. Auch wenn King in erster Linie bekannt für subtile Schauer und detailliertes Erforschen von Albträumen ist, lässt sich mit dessen Werken auch Jahre nach dem Adaptions-Wahn während der 80er und 90er viel Geld verdienen. So musste nach Werken wie ZIMMER 1408 und DER NEBEL nun auch der Handy-Horror PULS dran glauben, dessen Leinwandumsetzung nach langer Entstehungszeit Anfang 2016 unter dem Titel CELL in Amerika veröffentlicht wurde.
 
 
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Wenn Technologie zum Horror wird. In PULS (so der deutsche Filmtitel) stürzen Handys und Funksignale die Menschheit ins Verderben. Sie machen aus Menschen willenlose Zombie-Marionetten. Was sich skurril anhört, macht aber Sinn. So verriet der Bestsellerautor im Interview, dass er Mobilfunkgeräte für die Geißel des 20. bzw. 21. Jahrhunderts hält und deshalb kein Handy sein Eigen nennt. Ganz so Unrecht hat er da nicht, denn offensichtlich geht ohne Smartphone und Tablet in heutiger Zeit leider gar nichts mehr. Da denkt nicht nur der Mann aus Maine, dass es eigentlich gar keine mysteriösen Signale mehr braucht. Zombifiziert sind die Jünger von Steve Jobs und ähnlichen finsteren Gottheiten sowieso schon. Das sah King als Anlass, um sich genauer mit modernen Technologien auseinander zu setzen und deren unaufhaltsamen Fortschritt zu kritisieren, der die Menschen immer abhängiger macht. Was bereits im Buch PULS aktuelles Thema war, kommt nun auch auf die Leinwand. Zwar wurden einige Handlungsstränge verändert; die Grundaussage bleibt aber die Gleiche. King-Kenner dürften sich da wohl an RHEA-M zurückerinnert fühlen.
 
 
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Im Film erlebt Comiczeichner Clay Riddell (JOHN CUSACK – nach ZIMMER 1408 wieder am Start) am Flughafen Sonderbares. Als während eines Telefonats mit dem Sohn der Akku versagt, verwandeln sich plötzlich die Menschen in seiner Umgebung in tobende Furien. Sie beginnen einander zu zerfleischen und hinterlassen eine Schneise der Verwüstung. In letzter Sekunde kann sich der Familienvater retten und verschanzt sich zusammen mit anderen Flüchtenden (u.a. SAMUEL L. JACKSON) in seinem Apartment. Schnell wird klar, dass hier Höheres im Spiel ist. Und in der Tat, das Funksignal der Handys scheint die Hirne ihrer Besitzer zu vernebeln. Die werden in fremdgesteuerte Zombies umfunktioniert, welche sich willenlos einem nichtgreifbare Macht unterwerfen und sich zu Schwärmen zusammenrotten. Gott, schon wieder wollen wir schreiben, dass sich das liest, wie eine ganz normale Szene aus dem deutschen Alltag. Nach anfänglichen Schrecken kommt die Familie in den Sinn. Riddell will retten was zu retten ist und macht sich auf, um Frau und Kind zu suchen. Leider ist der Weg bis dahin steinig, denn die zornigen Kreaturen sind überall. Ihre Geister schließen sich auf einer telepathischen Ebene zu einer neuen Existenz zusammen, die nur eines im Sinn hat: die wenigen Normalmenschen ebenfalls zu unterjochen. Wird Riddell die Familie finden und die Welt vorm sicheren Untergang bewahren können?
 
 
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Dass diese Verfilmung aus der Feder des legendären STEPHEN KING überhaupt noch das Licht der Welt erblickt hat, grenzt fast schon an ein Wunder. Die Leinwandadaption des Roman PULS sollte eigentlich bereits 2006 in den Dreh gehen. Kein geringerer als der für moderne Schnapsideen von Exploitation-Filmen berüchtigte ELI ROTH hatte sich die Filmrechte gesichert und wollte den kritischen Schauerstoff ins Kino bringen. Weil der aber seinerzeit an der misslungenen HOSTEL-Fortsetzung tüftelte und nach den Dreharbeiten feststellen musste, dass er mit Kings Werken doch nicht so kann, musste die Idee zum Film auf Eis gelegt werden. Erst 2009 kamen neue Pläne auf den Tisch. So sollte der Romanstoff als vierstündige TV-Serie ins Fernsehen gebracht werden. Leider wurde auch dieses Vorhaben schnell wieder revidiert, obwohl bereits ein fertig geschriebenes Drehbuch von King selbst vorlag. Immerhin konnte man sich fünf Jahre später einigen. Nach ersten Konzeptplakaten im Internet wurden Januar 2014 endlich Dreharbeiten aufgenommen und das Projekt nahm Gestalt an. Das schien auch King gefreut zu haben, der im Internet die Werbetrommel für den Kinostart rührte und Fans versicherte, dass das veränderte, düstere Ende neue Maßstäbe setzen würde. So Unrecht hat er da nicht. Das von ADAM ALLECA überarbeitete Drehbuch weicht nämlich großzügig von jenem Skript ab, das der Bestsellerautor extra für den Film beigesteuert hat. Statt Erlösung und Happy End gibt’s kurz vor dem Abspann den sprichwörtlichen Schlag ins Gesicht. Ein geschickter Schachzug, denn ohne Zweifel bleibt PULS mit seinem unerfreulichen Ausgang länger im Gedächtnis hängen, als es das postapokalyptische Weltuntergangsszenario anfangs vermuten lassen würde.
 
 


 
 
 

PULS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Keine schlechte King-Verfilmung, aber auch nicht die Beste. Wie schon bei vielen anderen Leinwandadaptionen der Bücher von STEPHEN KING, hat auch PULS (Originalfilmtitel: CELL) hin und wieder Probleme mit dem Tempo. Ab und an dümpeln die Geschehnisse nämlich auf der Stelle. Zudem wird Nebencharakteren mancherorts zu viel Zeit für Entwicklung eingeräumt. Das lässt Längen entstehen. Dennoch zieht PULS seinen Reiz daraus, dass die Zombie-Problematik aus einer anderen Perspektive betrachtet wird. Bei den Kreaturen in diesem Überlebensthriller handelt es sich nämlich nicht um traditionelle Untote, wie man sie in den Werken des legendären GEORGE A. ROMERO (alter Alki-Freund Kings, von dem er sich immer wieder hat inspirieren lassen – Prost!) zu sehen bekommt. Vielmehr geht es hier um Menschen, die von einer fremden Macht manipuliert und gesteuert werden – Kritik am Fortschrittsgedanken inklusive. Wer die Bücher des erfolgreichen Romanautors mag, sollte unbedingt einen Blick riskieren, auch wenn die Verfilmung hin und wieder von der King’schen Romanvorlage abweicht. So bildet der krönende Abschluss ein Finale, das mit unerfreulichem Ausgang so manchen Zuschauer verstören wird. Spätestens hier haben Drehbuchautor und Regisseur alles richtig gemacht.
 
 
 


 
 
 

PULS – Zensur

 
 
 
PULS (der in Amerika als CELL vermarktet wird) ist keine Gewaltgranate. Zu Beginn geht drunter und drüber. Auf einem Flughafen verwandeln sich Menschen zu Furien und fallen über sich selbst her. Da gibt es kurz einige Gewaltspitzen und Knochenbrüche zu sehen. Danach ist damit größtenteils Schluss. Hierzulande hat es für PULS problemlos den blauen FSK-Flatschen gegeben. FSK16.
 
 
 


 
 
 

PULS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Concorde Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cell; USA 2016

Genre: Horror, Mystery, Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 | @23,976 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Behind the Scenes, Deutscher Kinotrailer, Original-Kinotrailer

Release-Termin: 17.01.2017

 

Puls [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

PULS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken & Poster liegen bei CONCORDE HOME ENTERTAINMENT)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Don’t Grow Up (2015)
 
Plague (2014)
 
Dead Within (2014)
 
The Crazies – Fürchte deinen Nächsten (2010)
 
World War Z (2013)
 
28 Weeks Later (2007)
 
28 Days Later (2002)
 


Filmkritik: „Girl in Woods“ (2016)

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GIRL IN WOODS

Story

 
 
 

Die attraktive Grace (JULIET REEVES LONDON – huschte übrigens mal kurz in TEXAS CHAINSAW 3D als Statist durch die Kamera) verirrt sich beim Wandern in den Wäldern und verliert ihren Verstand.

 
 
 


 
 
 

GIRL IN WOODS – Kritik

 
 
 
Seit der Horrorfilmmarkt boomt und man sogar mit miesen Ideen kleines Geld verdienen kann, finden immer häufiger Filme in die Wohnzimmer, die man am liebsten in Grund und Boden verteufeln möchte. Zu einem dieser fiesen Übeltäter gehört GIRL IN WOODS, der auf den ersten Blick eigentlich keinen üblen Eindruck hinterlässt. Der Trailer überzeugt und auch auf technischer Ebene ist GIRL IN WOODS vielen günstig gedrehten Low-Budget-Produktionen um Längen voraus. Leider trügt der Schein, denn dieser Streifen versucht den Zuschauer heimtückisch zu blenden. Inhaltlich wird nämlich haarsträubendes Zeug geboten das gerade deshalb wütend macht, weil der Film auf Zwang versucht zu verschleiern, was bereits nach wenigen Minuten offensichtlich ist. Regisseur JEREMY BENSON geht es psychologisch an. Er rückt keine Monster oder Bösewichte in den Fokus, sondern erforscht den kranken Geist seiner psychisch gestörten Hauptprotagonistin. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass man aus so einem kontroversen Stoff durchaus beunruhigende Filme machen kann. Leider trifft das nicht auf GIRL IN WOODS zu, denn der Survival-Thriller wird zur Tortur für den Zuschauer, weil hier eine Figur in den Mittelpunkt gerückt wird, der man wegen dummen Verhaltens einen schnellen Tod wünscht. Leider lässt der vergebens auf sich warten. Zum Leidwesen des Publikums, das nach 90 Minuten feststellen muss, für einen nicht sonderlich klugen Genreausflug Lebenszeit verschwendet zu haben.
 
 
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Eigentlich hätte viel verhindert werden können, wenn die Filmheldin etwas aufmerksamer gewesen wäre. Die will mit Freund Jim (JEREMY LONDON aus B-Movies wie BUDDY HUTCHINS und THE DEVIL’S DOZEN) in den Wäldern ein schönes Wochenende verbringen und die Natur erkunden. Doch nach einem traumhaften Heiratsantrag mausert sich ein idyllischer Wandertrip zum Albtraum. Weil der Verlobte das Gewehr nicht ordnungsgemäß gesichert hat, jagt er sich versehentlich eine Kugel durch den Kopf und stirbt noch an der Unfallstelle. Tragisch für Freundin Grace (JULIET REEVES LONDON), die auf den Liebsten vertraut und sich nicht die bisherige Wanderroute gemerkt hat. Nach dem ersten Schock folgt der Zweite. Die junge Frau irrt orientierungslos durch Dickicht und bekommt es mit der Angst zu tun. Unheimliche Schatten kreuzen ihren Weg und schreckliche Visionen machen zu schaffen. Schnell ist klar: man hat sich verlaufen. Das Handy hat keinen Empfang und auch das GPS für die Navigations-App funktioniert nicht richtig. Nun ist guter Rat teuer, denn bald plagen Hunger und Durst. Ein reißender Bach sorgt für erste Linderung. Doch die Verirrte folgt nicht dem Gewässer bis zur nächsten Siedlung, sondern geht stattdessen tiefer in den Wald hinein. Keine guten Voraussetzungen zu überleben, denn bald macht auch die Psyche zu schaffen. Die Leidgeplagte hat nämlich ihre Pillen nicht dabei, die regelmäßig eingenommen werden müssen, um den Ausbruch von Schizophrenie zu verhindern. Doch alles halb so tragisch, denn Grace ist bald nicht mehr allein. Zwei Alter-Egos geben wertvolle Tipps, um in menschenleerer Wildnis bestehen zu können. Leider verschwimmen bald Fiktion und Wirklichkeit, was nicht nur die Filmheldin vor unüberwindbare Herausforderungen stellt. Auch der Zuschauer stößt bald an seine Grenzen, denn der permanente Wechsel zwischen Psyche und Wirklichkeit strapaziert Geduld und Nerven.
 
 
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Warum nur hat man den Filmfiguren nicht Pillen und Wegbeschreibung in den Rucksack gepackt? Dann wäre wohl viel Elend und Dummheit erspart geblieben? GIRL IN WOODS ist psychologischer Überlebens-Horror, der ein großes Geheimnis um Ereignisse macht, die der Hauptprotagonistin Grace in jungen Jahren passiert sind. Auf ihrer Suche nach einem Weg raus aus den Wäldern wird sie mit inneren Dämonen konfrontiert, die zu bizarren Taten anstiften. Lang im Unterbewusstsein verborgene Erlebnisse stiften Verwirrung und versuchen den Zuschauer zu manipulieren. Weil dem aber schon recht früh einleuchtet, dass die Protagonistin neben der Spur steht, entwickeln sich die falschen Fährten zur Farce. GIRL IN WOODS ist ein gutes Beispiel dafür, wie man einen Film versemmeln kann, wobei die Idee hinter dem Psychothriller eigentlich nicht uninteressant ist. Leider fällt Regisseur JEREMY BENSON mit der Tür ins Haus und verrät so ziemlich früh, welche Richtung der Streifen einschlagen wird. Das ist – wie der Film selbst – nicht sonderlich clever, denn sobald der Überlebenstrip eigentliche Intentionen verrät, geht’s mit der Spannung abwärts. Vergessene Pillen sind Schuld, dass hier eine Handlung ins Absurdum geführt wird. So verliert eine Frau wegen nicht eingenommener Medikamente das psychische Gleichgewicht und verwandelt sich vom Mensch zum Tier, um überleben zu können. Das ist haarsträubend – in erster Linie auch deshalb, weil das Gezeigte nicht sonderlich glaubwürdig ist. Filmfigur Grace verhält sich nämlich nicht gerade helle und bringt den Zuschauer mit planlosem Verhalten schnell auf die Palme. Schauspielerin JULIET REEVES LONDON ist am Desaster nicht ganz unschuldig. Die verkörpert zwar mit voller Inbrunst eine psychisch kranke Frau; für ein eher psychologisches Psychodrama sind die Leistungen aber nicht ausreichend – dazu wirken viele Emotionsausbrüche zu hölzern und unfreiwillig komisch. Wir empfehlen keine Zeit zu verschwenden und weitaus bessere Horrorthriller zu schauen, in denen Hauptfiguren unter einer kranken Psyche zu leiden haben. Gute Alternativen gibt es zahlreich. Darunter: LAST GIRL STANDING, THE BABADOOK oder WHERE THE DEVIL DWELLS – um nur einige zu nennen.
 
 
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GIRL IN WOODS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Deprimierendes Psychodrama trifft auf ausweglosen Survival-Schocker. In GIRL IN WOODS wird eine Frau in den Wahnsinn getrieben. Die hat nicht nur mit schrecklichen Kindheitserinnerungen zu kämpfen, sondern halluziniert zudem zusätzlich wegen Hunger und Durst, weil sie sich im Wald verlaufen hat. Was hier interessant klingt, ist chaotisch zusammengeschusterter Psycho-Horror, für den man selbst gute Nerven benötigt. Das liegt aber nicht in erster Linie an unbequemer Bilderflut. Vielmehr nerven Filmheldin Grace und die teils konfusen Rückblenden, Halluzinationen und Visionen, die das seelische Ungleichgewicht der orientierungslosen Frau versinnbildlichen sollen. Wenn die Hauptdarstellerin auf den Zünder geht, hat ein Film keine Chance. Das trifft ebenso auf GIRL IN WOODS zu, denn JULIET REEVES LONDON verkörpert reichlich hölzern eine schizophrene Figur, die nicht von der hellsten Sorte ist. Die handelt teils nicht sonderlich klug und mutiert vom desorientierten Opfer zur kaltblütigen Mörderin. Bei solch haarsträubender Verwandlung dürfte Kopfschütteln nicht ausbleiben – gerade auch deshalb, weil eine psychische Krankheit dafür missbraucht wird, um am Ende reißerische Kannibalismus-Thematik anreißen zu können. Was für ein Blödsinn! Immerhin gibt’s ein Wiedersehen mit verschollen geglaubter Schauspielerin. CHARISMA LEE CARPENTER ist in einer Nebenrolle zu sehen. Die war in den 1990ern bei Teenagern beliebt und wurde durch die Rolle der Cordelia in Serien-Hits wie BUFFY oder dem Spin-off ANGEL bekannt.
 
 
 


 
 
 

GIRL IN WOODS – Zensur

 
 
 
GIRL IN WOODS schaut zwar anfangs aus wie knüppelharter Survival-Horror, schlägt aber eine andere, weitaus psychologische Richtung ein. Es werden mehrere Köpfe grafisch mit einer Waffe weggeschossen. Zudem wird eine Hand „verarztet“ nach dem sich ein Gegenstand hindurchgebohrt hat. Weiterhin wird an Leichen geknabbert und am Ende etwas gemordet. Das klingt alles sehr hart – ist es aber nicht. Hierzulande gibt es vermutlich für GIRL IN WOODS eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

GIRL IN WOODS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Where the Devil Dwells (2014)

Decay (2015)

Darling (2015)

Enter the Dangerous Mind (2013)

Hemorrhage (2012)

Simon Killer (2012)

Magic Magic (2013)

The Babadook (2014)

Psych:9 (2010)


Filmkritik: „The Pool“ (2014)

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THE POOL

(DE POEL)

Story

 
 
 

Zwei Familien suchen Erholung in der freien Natur. Doch der erquickliche Campingurlaub wird zum Horrortrip, denn bald mehren sich die unheimlichen Ereignisse.

 
 
 


 
 
 

THE POOL – Kritik

 
 
 
Heute werfen wir mal einen Blick rüber zu unseren holländischen Nachbarn. Dort hat man an einem schönen Beispiel für raffinierten Psycho-Horror getüftelt, der gerade aufgrund seiner einfachen aber umso intelligenteren Machart nicht unerwähnt bleiben sollte. THE POOL (im Original DE POEL) heißt der Ausflug ins Horrorfach, der vor allem deshalb so besonders ist, weil er in den Niederlanden entstanden ist – einem Land also, in dem gefühlt alle zehn Jährchen mal ein Horrorfilm gedreht wird. Zuletzt hat man dort mit FRANKENSTEIN’S ARMY für Aufsehen gesorgt. Das Found-Footage-Spektakel blieb vor allem wegen seiner grotesken Filmmonster in Erinnerung, die sich durch ein bizarres Kriegs-Szenario metzelten, in dem sich meterhohe Leichenberge stapelten. Umso verwunderlicher, dass die ruppige Monsterhatz und der eher psychologische THE POOL mehr Gemeinsamkeiten besitzen, als man anfangs annehmen würde. Hinter THE POOL und FRANKENSTEINS ARMY verbirgt sich nämlich ein und derselbe Autor. Der heißt CHRIS W. MITCHELL und versucht sich nun nach einigen Kurzfilmen und verfassten Drehbüchern auch mal selbst im Filmemachen. Erstaunlich gut ist sein Vorhaben gelungen – auch wenn die Schauspieler des Debüts zur Abwechslung mal nicht den amerikanischen Schönheitsidealen entsprechen. Hier zählt der Inhalt!
 
 
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Zwei Familien und ein See. THE POOL berichtet von zwei Familien, die sich aufmachen, um ihren Urlaub zu genießen. Der soll fernab der gewohnten Großstadthektik stattfinden. Irgendwo im Wald hat man ein schönes Plätzchen Erde, gelegen an einem traumhaften See, entdeckt und die Zelte ausgepackt. Die ersten Stunden versprechen Erholung pur. Es wird gebadet, gekocht und geruht. Doch die Idylle ist trügerisch. Am folgenden Morgen setzt sich ein sonderbarer Strudel bizarrer Ereignisse in Gang. Erst verderben Lebensmittel unter mysteriösen Umständen und Familienmitglieder werden von Albträumen aus dem Schlaf gerissen. Später erkrankt einer der Anwesenden und stirbt. Leider kann keine Hilfe gerufen werden. Die Handys haben keinen Empfang und alle Wege weg vom Camp führen letztendlich zurück ins Camp. Was passiert hier und welch furchtbares Geheimnis umgibt diese friedliche Gegend? Die Antworten darauf sind alles andere als erfreulich.
 
 
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Sind wir hier auf den Privaten? Nein, THE POOL ist keine Horror-Version des ehemaligen Quotenhits DIE CAMPER, der mit tumbem Humor und sattsam bekannten Alltagssituationen auf RTL die Zuschauer erfreute. Ganz im Gegenteil. Zu lachen haben die Protagonisten des besprochenen Filmalbtraums leider herzlich wenig. Ihnen blüht ein schreckliches Schicksal, dem am Ende leider nur einer entgehen kann. Regisseur CHRIS W. MITCHELL geht es in seinem ersten Langfilm clever an. Der hält sich bedeckt, was Erklärungen angeht, gibt nur wenig preis und lässt sich bis kurz vorm Abspann mehrere Interpretationsmöglichkeiten offen. Im Lager kommt rasch schlechte Stimmung auf. Weil Lebensmittel verdorben sind und sich die Eheleute beim Fremdgehen beobachten, gibt es bald Ärger. Aber es kommt noch dicker. Zwei Brüder balzen um ein Mädchen, was zusätzlich Konflikte schürt und die Gemüter erhitzt. Stress bringt die Familien gegeneinander auf die Barrikaden und seltsame Visionen treiben Familienvater Lennaert regelrecht in den Wahnsinn. Der ist bald nicht mehr Herr der eigenen Sinne und legt schrecklich aggressives Verhalten an den Tag. Was folgt erinnert ein wenig an die Stephen-King-Adaption THE SHINING vom Altmeister STANLEY KUBRICK. Der Wald wird zum klaustrophobischen Gefängnis, aus dem es kein Entkommen gibt. Die Tatsache zerrt an den Nerven der Protagonisten, die einander nicht mehr ver- sondern misstrauen. Das ist kein guter Ausgang für ein gemütliches Beisammensein – vor allem dann, wenn Freunde plötzlich zu Feinden werden und sich gegenseitig ausradieren.
 
 
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In THE POOL wird psychologischer Horror mit übernatürlichem Grauen vermischt, was den Zuschauer schon fordert. Der wird im Film ziemlich geschickt auf falsche Fährten geführt und mit immer neuen Informationen gefüttert, die aber irgendwie nicht plausibel erscheinen wollen. Mal streift der Film subtile Mystery, mal wird es psychologisch. Nur, in welche Schublade will der Film gesteckt werden? Für die Antwort darauf muss sich der Zuschauer bis zur letzten Einstellung gedulden. Erst dort ergibt das Puzzle einen Sinn, wenn CHRIS W. MITCHELL mit nur einem Kameraschwenk ohne Brimborium erklärt, warum in THE POOL zuviel Wirbel gemacht wird.
 
 
 


 
 
 

THE POOL – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
12 Points goes to The Netherlands. Holland kann nicht nur Käse und Tulpen. Auch im Horrorfach gibt es Potenzial. Das beweisen uns die Nachbarn eindrucksvoll mit THE POOL (Originaltitel: DE POEL), der ziemlich geschickt eine unheimliche Geschichte erzählt, die dezent mit Horrorelementen verfeinert wird und einen gemütlichen Campingausflug zum Albtraum werden lässt. Schwarzer Humor soll auflockern, schlägt einem aber spätestens in der letzten halben Stunde böse auf den Magen. Dort überschlagen sich die Ereignisse und führen zur Katastrophe, was vor allem einem starken Schauspieler-Ensemble zu verdanken ist, dessen Mitglieder im Vergleich zu vielen amerikanischen Berufskollegen zur Abwechslung mal was können. Regisseur CHRIS W. MITCHELL verriet, dass er sich von namhaften Horrorfilmen inspirieren ließ. So haben Klassiker wie THE SHINING, THE BLAIR WITCH PROJECT oder der immer noch sträflich wenig bekannte australische Natur-Thriller LONG WEEKEND maßgeblichen Einfluss beim Schreiben des Drehbuchs genommen. Zwar ist THE POOL noch weit von genannten Kultkandidaten entfernt. Trotzdem stemmt sich der Psychothriller souverän gegen die nicht mehr aufzuhaltende Flut an unnötigen No-Budget-Produktionen, die tagtäglich irgendeinen Weg von Amiland nach Europa suchen. Im Vergleich zu all den miserablen Low-Budget-Gurken aus Übersee kann THE POOL nämlich was – nämlich gruseln. Ein Psycho-Horror-Geheimtipp mit reichlich fies gelegten Fährten! Definitiv sehenswert.
 
 
 


 
 
 

THE POOL – Zensur

 
 
 
THE POOL ist trotz überschaubarer Horror-Elemente eher psychologischer Natur. Ein Hals wird aufgeschnitten. Zudem verwest eine Leiche im Zelt und wird wenig später verbrennt. Außerdem fällt eine Filmfigur mit dem Kopf auf einen Zelthaken und ein faulender Finger wird abgehakt. Hierzulande dürfte es für den holländischen Genre-Beitrag eine FSK16 geben.
 
 
 


 
 
 

THE POOL – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Shining (1980)
 
Darling (2015)
 
Black Mountain Side (2014)
 


Filmkritik: „Darling“ (2015)

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DARLING

Story

 
 
 

Eine junge Frau (Lauren Ashley Carter) bezieht ein Apartment irgendwo mitten in New York City und soll als Hausmeisterin für ein paar Tage auf die bezogene Wohnung achtgeben. Leider erlebt sie darin unvorstellbares Grauen.

 
 
 


 
 
 

DARLING – Kritik

 
 
 
Immer wieder interessant zu beobachten, welchen Weg Horror-Regisseure gehen. Da gibt es die, die der eingeschlagenen Richtung treu bleiben und stets ähnlich gestrickte Schocker drehen, mit denen sie im Horrorfilmgeschäft Fuß gefasst haben. Andere probieren sich wiederum aus und experimentieren mit Stilen und Genres. Zu Gruppe 2 gehört MICKEY KEATING. Dessen Streifen entwickeln sich so langsam zu Geheimtipps, denn seit dem Okkultismus-Thriller RITUAL ist das, was der Regisseur hervorbringt, immer überraschend durchdacht und sorgfältig inszeniert. Nach POD, einem spannenden Ausflug ins Mystery-Fach, verblüfft der ambitionierte Filmemacher mit seiner Neugier für klassisches Grauen, das er in DARLING virtuos – nahezu kunstvoll – auf die Kinoleinwand transferiert. Hierzu knipst er die Farben aus und schaltet den Schwarz-Weiß-Filter an. So fühlt sich das Publikum in eine Zeit versetzt, als noch die Macht der Imagination für schlaflose Nächte gesorgt hat. Keating macht die Furcht vor dem Nichtgreifbaren in DARLING zum Thema und verbeugt sich damit ehrfürchtig vor den Werken des französisch-polnischen Meisterregisseurs ROMAN POLANSKI. Der konnte sich bereits in den 1960ern mit drei Kultfilmen, die man heute manchmal als „Mieter-Trilogie“ zusammenfasst (EKEL, ROSEMARIES BABY, DER MIETER) einen Namen machen und lies brillant nagendstes Grauen in den Köpfen seiner Zuschauer entstehen. Die gleiche Richtung schlägt auch Regisseur MICKEY KEATING ein. Er tritt in die Fußstapfen des Altmeisters und kreiert mit DARLING psychologischen Horror, der sich langsam, dafür aber umso intensiver seinen Weg durch die Köpfe des Publikums frisst.
 
 
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Wie in genannten Werken von ROMAN POLANSKI wird auch in DARLING eine Wohnung zum Schauplatz menschlicher Abgründe. Hier bezieht eine Mittzwanzigerin (LAUREN ASHLEY CARTER aus JUG FACE und THE WOMAN) das älteste Apartment New Yorks auf Zeit. Dort soll sich Tragisches ereignet haben. Eine junge Frau hat sich darin einst das Leben genommen. Doch das schreckt die neue Mieterin nicht ab, die als Hausmeisterin auf die riesige Wohnung achtgeben soll. Weitaus mehr Magenschmerzen bereitet ihr eine verschlossene Tür im oberen Stockwerk. Die soll auf Anraten der Wohnungseigentümerin bitte auch verschlossen bleiben, was Neugier aber auch Unwohlsein auf den Plan ruft. Was verbirgt sich hinter der geheimnisvollen Tür und warum darf das mysteriöse Zimmer nicht betreten werden? Viel Zeit für die Suche nach Antworten bleibt nicht, denn die junge Frau wird bald von schrecklichen Visionen heimgesucht und hört seltsame Stimmen. Erfahrene Horrorfans ahnen, dass das nur Vorboten sind, die ein schreckliches Ende einläuten werden. So ist es auch, denn offenbar scheint die Hauptprotagonistin im Film ihren Verstand zu verlieren und wird zu grausamen Taten angestiftet. Interessanterweise wird die Auflösung nicht auf dem Silbertablett serviert. Regisseur MICKEY KEATING hat das Drehbuch zu DARLING so clever konzipiert, dass mehrere Erklärungen Sinn machen. Hat sich hier ein Geist dem Körper einer jungen Frau bemächtigt, der Rache für unmenschliche Schandtaten fordert? Entpuppt sich das Haus als Pforte zur Hölle, in dem okkulte Rituale gehalten werden, um der Menschheit zu schaden? Oder ist in DARLING eine labile Mieterin nicht mehr Herr der eigenen Sinne, weil sie sich einsam fühlt und Hass gegenüber Männern hegt? Die Interpretationsfähigkeit des Publikums ist gefragt.
 
 
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Es müssen nicht immer laute Gruselschocker sein, die sich durch möglichst realistische Ekel- und Spezialeffekte versuchen gegenseitig den Rang abzulaufen. Manchmal können auch dezent und zurückhaltend eingesetzte Schauer ziemlich viel Unbehagen auslösen, was in DARLING gut funktioniert – gerade auch deshalb, weil sich der Film auf das Wesentliche konzentriert und versucht mit simpler Methodik Grauen heraufzubeschwören. Statt sich mit einfältiger Effekthascherei über Wasser zu halten, entsteht in DARLING Horror auf subtile Weise. Regisseur MICKEY KEATING spielt mit den Möglichkeiten von Kamera, Ausleuchtung, Akustik und Schnitten. Die dabei verursachte, gespenstige Atmosphäre ist beachtlich, was DARLING zu einem ganz speziellen Gruselerlebnis für anspruchsvolle Kinogänger macht, die sich nicht mit trivialer Angstmacherei abspeisen lassen möchten, sondern auch im Genrefilm das Besondere suchen. DARLING ist ein ungewöhnliches Gruselerlebnis, das Konventionen strotzt und fast schon die Grenzen zum Arthaus-Kino streift. Die Kulisse ist puristisch gehalten und reduziert sich auf weiße Gänge und spartanisch eingerichtete Räume. Mittendrin LAREN ASHLEY CARTER, die den Zuschauer mit großen Augen durch ein morbides Szenario führt und den gesamten Film fast ganz allein auf den schmalen Schultern tragen muss. Gesprochen wird kaum. Stattdessen beobachtet die Kamera akribisch den psychischen Verfall einer Frau, die von unheimlichen Stimmen geleitet zu einer unfassbaren Tat angestiftet wird. Dabei durchlebt die Leidgeplagte eine sonderbare Verwandlung. Macher MICKEY KEATING bewirkt, dass anfängliche Sympathien für die verängstige Frau in blankes Entsetzen und Abscheu umschlägt. Hinzukommt, dass durch ausgeklügeltes Spiel von Licht und Schatten sowie abrupt ablaufender Szenenabfolgen eine Stimmung ständiger Angst und Unbehagens bewirkt wird. Die beunruhigenden Filmelemente drängen DARLING vom Horror ins Psychofach und lassen den Film virtuos auf den Spuren des Polanski-Klassikers EKEL wandeln, der ziemliche viele Parallelen im Inszenierungsstil und den Erzählmechanismen vorzuweisen hat.
 
 
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DARLING ist kein Genrefilm fürs breite Publikum. Den meisten Zuschauern dürfte die Geschichte wegen der langen Kameraeinstellungen doch etwas zu gemächlich über die Mattscheibe flimmern. Zudem fühlt sich der behäbige und eigenwillige Inszenierungsstil an, als wäre man im Horrorkino der späten 1960ern gefangen. Was sich für die meisten Horrorfreunde befremdlich und nicht gerade zeitgemäß anfühlt, ist aber die eigentliche Quintessenz dieses außergewöhnlichen Filmexperiments. Das orientiert sich bewusst an längst vergangene Zeiten und lässt eine Epoche aufleben, in der mit NIGHT OF THE LIVING DEAD, PSYCHO oder BIS DAS BLUT GEFRIERT wichtige Wegbereiter moderner Horrorware entstanden sind. Wer Filme fernab gängiger Horror-Formate bevorzugt, sollte sich daher dieses klaustrophobische, beängstigende und ungemütliche Stück Psycho-Horror nicht entgehen lassen. Auch wenn DARLING versucht so jedem Horrorklischee aus dem Weg zu gehen ist er vielleicht auch gerade deswegen einen Blick wert. Von FILMCHECKER gibt es daher einen Empfehlung.
 
 
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DARLING – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Beunruhigend inszenierter Psycho-Horror in mehreren Akten, der auf den Pfaden von Polanskis Mieter-Trilogie wandelt und sich an Zuschauer richtet, die eine Vorliebe für Horror-Kopfkino besitzen. Dort spielt sich nämlich das meiste Grauen in DARLING ab, denn wie in den guten alten Zeiten entsteht der Horror hier vornehmlich im Kopf des Publikums. Regisseur MICKEY KEATING macht von klassischer Angstmacherei Gebrauch. Der Film sieht aus, als wäre er in den 1960ern entstanden und nutzt zudem klassische Stilmittel wie schnelle Bildabfolgen, permanentes Flüstern und abrupte Geräusche um Unbehagen zu bewirken. Laut Keating wurde der Film in nur zwölf Tagen fertiggestellt und in einem Haus von Freunden der Hauptdarstellerin LAREN ASHLEY CARTER im Zentrum von New York City gedreht. Entstanden ist ein außergewöhnliches und doppeldeutiges Filmexperiment, das sich konsequent gegen die vordiktierten Konventionen aktueller Horrorware lehnt. Ein mutiger Schritt den Filmemacher MICKEY KEATING da wagt, der in Interviews immer wieder zu verstehen gibt, dass er sich nicht festlegen lassen will, sondern als ernstzunehmender Regisseur ausprobieren möchte. Vergleicht man DARLING mit Keatings bisherigen Arbeiten bestätigt sich dessen Aussage. Alle Filme des Machers sind so unterschiedlich, dass man gespannt sein darf, was als nächstes folgen wird. Wir sind fest davon überzeugt, dass nach RITUAL, POD und DARLING ein weiterer Geheimtipp auf uns zukommen wird, denn genannte Horrorstreifen zeigen eindrucksvoll, worauf es im Horrorgenre ankommt.
 
 
 


 
 
 

DARLING – Zensur

 
 
 
DARLING ist mehr Psychothriller als Horrorfilm. Das Grauen wird dabei in erster Linie durch Stilelemente wie Licht- und Schattenspiel oder konfuse Schnitte bewirkt. Gegen Ende wird dann ein klein wenig gesplattert und das sogar in schwarz/weiß. Die Kamera hält zwar drauf, aber durch schnelle Schnitte lässt sich letztendlich nur erahnen, was da vor der Linse passiert. Das ist Kopfkino. Interessanterweise gab es dafür von der FSK eine Erwachsenenfreigabe. Auf dem Heimkinocover ist deshalb der rote FSK-Flatschen zu sehen.
 
 
 


 
 
 

WOLVES AT THE DOOR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Darling; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p) | @23,976 Hz | schwarz-weiss

Laufzeit: ca. 78 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 29.09.2017

 

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DARLING – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The House on Pine Street (2015)
 
Dark Circles (2013)
 
The Babadook (2014)
 
Rosemaries Baby (1968)
 
Delivery: The Beast Within (2013)
 
Rosemaries Baby (1968)
 
Der Mieter (1976)
 
Ekel (1965)