Filmkritik: „The Hole in the Ground“ (2019)

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THE HOLE IN THE GROUND

Story

 
 
 

Eine alleinerziehende Mutter erlebt im neuen Heim den Horror auf Erden.

 
 
 


 
 
 

THE HOLE IN THE GROUND – Kritik

 
 
 
Du magst es gruselig und vergräbst Dich gern mal im Kinosessel, während Du dir aus Furcht die Augen zuhältst? Dann haben wir neues Futter für Dich, das dir garantiert schlaflose Nächte bereiten wird. THE HOLE IN THE GROUND nennt sich das unabhängige Horrorstück, das bereits nach seiner Premiere auf dem Sundance Film Festival im Januar 2019 von Kritikern als einer der besten Genre-Filme des Jahres bezeichnet wurde. Das können wir bestätigen. Was hier an psychologischem Grauen über die Leinwand schleicht, ist fesselnd aber auch beängstigend zugleich. Da wird mit fast schon altbackenen Methoden für Unbehagen gesorgt und beim klassischen Angstkino stibitzt. Trotzdem stellen sich die Nackenhaare auf. Eine Kunst für sich, der man an dieser Stelle Respekt zollen muss.
 
 
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THE HOLE IN THE GROUND erzählt eine schaurige Geschichte, die mit Urängsten spielt. Darin zieht es die alleinerziehende Mutter Sarah O’Neill (SEÁNA KERSLAKE) samt Sohnemann (in der zweiten Filmhälfte irgendwie creepy: JAMES QUINN MARKEY) aufs irische Land, wo sie in einem gruseligen Anwesen eine gescheiterte Beziehung hinter sich lassen will. Alles auf Anfang also – doch der Neubeginn hat so seine Tücken. Eines Abends gibt es nämlich Streit mit dem kleinen Chris. Der ist verärgert, flüchtet in die angrenzenden Wälder und scheint plötzlich vom Erdboden verschwunden zu sein. Ein Albtraum, der Mutter Sarah durch die Hölle gehen lässt, denn im Wald hinterm Haus befindet sich ein riesiges Senklock. Doch Gott sei Dank wird alles gut. Das Kind taucht wieder auf und die sind Sorgen vergessen. Leider haben Mütter so ihre Instinkte. Die merken schnell, wenn etwas mit dem Nachwuchs nicht stimmt. So auch unserer Filmheldin. Die stellt plötzlich fest, dass der kleine Chris seit dem mysteriösen Vorfall nicht mehr derselbe ist. Alles nur Einbildung oder Folgen von Stress? Eine beunruhigende Frage, die THE HOLE IN THE GROUND zum wohl gruseligsten Mysterythriller der Saison macht.
 
 
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Jetzt wird es gruselig und das meinen wir auch so. Das Horror-Genre hat nämlich seit einer gefühlten Ewigkeit große Probleme damit dem Zuschauer Gänsehaut zu bereiten. Sei es der Übersättigung wegen oder, weil man Filmzutaten bis zum Erbrechen kopiert, statt mal was Neues auf Zelluloid zu bannen. Wirklich unheimliche Horrorstreifen muss man mit der Lupe suchen. Wohl einer der Gründe, warum LEE CRONIN mit THE HOLE IN THE GROUND zeigt, dass es so einfach sein kann. Der nimmt sich einer kleinen Geschichte an und baut darum ein düsteres Mysterium, das er mit allerhand klassischen Gruselelementen verziert. Da fehlt das bekannte Spiel mit Licht und Schatten ebenso wenig, wie knarrende Dielen, schnell vorbeihuschende Schatten und langsame Kamerafahrten, die von unheimlicher Musik begleitet werden.
 
 
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Horror der alten Schule also, der ganz unschuldig beginnt und den Zuschauer unvorbereitet auf eine Reise des Grauens mitnimmt. THE HOLE IN THE GROUND tut alles daran, dass man ihn nicht so leicht durchschauen kann. Da werden falsche Fährten gestreut, um den Zuschauer lang im Dunkeln tappen zu lassen. Was passiert hier eigentlich? Wurde hier tatsächlich der Sohnemann von außerirdischen Besuchern gegen eine seelenlose Kreatur ausgetauscht oder handelt der Streifen von einer überforderten Frau, die plötzlich dem Mutterdasein nicht mehr gewachsen ist – DER BABADOOK lässt grüßen. Die Antwort darauf verraten wir an dieser Stelle natürlich nicht. Fakt ist aber, dass der Regisseur das Spiel mit dem Schrecken perfekt beherrscht. Der thematisiert die Verlustängste übereifriger Helikoptereltern und vermischt diese mit irischer und keltischer Mythologie. Das Resultat ist ein herrlich beunruhigendes Filmvergnügen, dem vielleicht stets besorgte Eltern besser fernbleiben sollten.
 
 
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THE HOLE IN THE GROUND – Fazit

 
 
 
9 Punkte Final
 
 
 
Von mysteriösen Senklöchern und ausgetauschten Kinder. THE HOLE IN THE GROUND ist DIE Gruselüberraschung des Jahres 2019. Nach all den kommerziellen, effektreichen und lauten Blumhouse-Produktionen hätte man nicht daran gedacht, dass klassisches Angstkino überhaupt noch eine Chance hat. Doch THE HOLE IN THE GROUND belehrt eines besseren. Dieser Indie-Trip hat es in sich, weil ihm das gelingt, worin vielen neueren Produktionen versagen. THE HOLE IN THE GROUND ist nämlich trotz überschaubarer Story mindestens genauso gruselig, wie die im Jahr 2001 von ALEJANDRO AMENÁBAR inszenierte Schauermär THE OTHERS. Diese verzichtete auf ausufernde Effekte und konzentrierte sich stattdessen auf unheimliche Stimmung und das Zusammenspiel seiner Figuren. So ähnlich geht es auch Regisseur LEE CRONIN an. Der braucht nicht viel, um Gänsehaut entstehen zu lassen. Trotzdem schafft er es mit Leichtigkeit eine permanent unbehagliche Atmosphäre aufzubauen, die einem die Nackenhaare zu Berge stehen lassen. Da wird in der Grusel-Requisitenkiste alter Horror-Meister gekramt. Die mit einfachen Mitteln aufgebaute Schauerstimmung ist bemerkenswert. Weil auch die Handlung mit einem Twist aufwartet, sollte man nicht zu viel über THE HOLE IN THE GROUND im Internet lesen. Da wird viel gespoilert und das zerstört den Überraschungseffekt. Wer demnach die Auflösung nicht vorweggenommen haben möchte, sollte möglichst unvorbereitet an den Streifen herangehen. Dann wirkt die Auflösung gleich doppelt so heftig. Geheimtipp!
 
 
 


 
 
 

THE HOLE IN THE GROUND – Zensur

 
 
 
THE HOLE IN THE GROUND ist ein Mysterythriller und hat eigentlich keine Gewaltszenen zu bieten. Es gibt nur eine Szene in der eine Frau mit dem Kopf in die Erde eingegraben wird und dabei erstickt. Mehr Schauwerte hat dieser Gruselfilm nicht zu bieten. Hierzulande kommt der Streifen im Mai 2019 ins Kino. Vermutlich wird der Streifen wegen seiner beunruhigenden Stimmung eine FSK16 erhalten. Weltkino konnte sich die Rechte sichern. Wer kann, sollte den Streifen im Kino sehen. Dort wird er seine ganze Wirkung vollständig entfalten können.
 
 
 


 
 
 

THE HOLE IN THE GROUND – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei A24 | Weltkino Filmverleih)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Babadook (2014)
 
Der fremde Sohn (2008)
 
The Noonday Witch (2016)
 
Die Körperfresser kommen (1978)
 
Das Dorf der Verdammten (1995)
 

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Filmkritik: „Frank“ (2014)

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FRANK

Story

 
 
 
Der Hobbymusiker Jon (Domhnall Gleeson) stößt zufällig zur experimentellen Band Soronprfbs samt Frontmann Frank (Michael Fassbender) und gelangt inmitten des Bandgefüges an seine künstlerischen und zwischenmenschlichen Grenzen. Darüber hinaus beschäftigt ihn die Frage, warum Frank tagein, tagaus einen Pappmaché-Kopf trägt, so dass ihn selbst seine langjährigen Bandmitglieder noch nie ohne gesehen haben.
 
 
 


 
 
 

FRANK – Kritik

 
 
 
Der Ire Lenny Abrahamson hat sich für seinen vierten Langfilm das Leben des britischen Komikers und Musikers Chris Sievey (1955 – 2010) vorgenommen. Dieser schuf Anfang der 80er Jahre die Figur Frank Sidebottom, zu der ein überdimensionierter Pappmaché-Kopf gehörte. Als Sidebottom trat Sievey als Komiker und auch Sänger mit seiner Band auf und wurde damit sehr populär. Regisseur Abrahamson konzentriert sich in seinem Film jedoch ausschließlich auf Franks musikalisches Talent und verlegt die Handlung von den 80er Jahren in die Gegenwart.
Der junge Hobbymusiker Jon wird eines Tages Zeuge, wie ein Mann bei winterlichen Temperaturen ins nahegelegene Meer watet und sich offensichtlich umzubringen versucht. Wie sich herausstellt, ist es der Keyborder der Band Soronprfbs. Dieser Vorfall soll sich für Jon als Glücksfall erweisen, bekommt er doch so zufällig die Chance, als Ersatz für den suizidalen Musiker einzuspringen. Frontmann Frank, der stets einen riesigen Pappmaché-Kopf trägt, ist sogar so angetan von Jon, dass er ihn zum Bandmitglied macht und auch gleich mit zu den Proben des neuen Albums in einer abgelegenen Hütte irgendwo in Irland einlädt. Frank hat sehr eigenwillige Vorstellungen von der Musik, die er machen möchte. Diese setzt sich aus verschiedensten Alltagsgeräuschen und merkwürdigen Texten zusammen. Jon möchte die Musik der Band (u. a. Maggie Gyllenhaal) etwas massentauglicher machen und postet heimlich Ausschnitte der Proben im Internet. Dadurch erhält die Band so große Aufmerksamkeit, dass sie sogar auf einem Festival in Amerika auftreten soll. Doch der vermeintliche Erfolg treibt die Band immer weiter auseinander und stürzt Frank in eine große Krise.
 
 
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„Frank“ ist ein seltsamer Film, zu dem wohl nur die Wenigsten Zugang finden dürften. Die 95 Minuten Filmdauer ziehen sich wie Kaugummi, was zum einen an der befremdlichen Story liegt und zum anderen an den unzugänglichen Charakteren, deren Handlungen nur selten nachvollziehbar sind. Drehbuchschreiber Jon Ronson (der vor Jahrzehnten selbst einige Zeit in Chris Sieveys Band am Keyboard spielte) hat aus seinen Erfahrungen ein Drehbuch gemacht, für dessen Hauptrolle er beim Schreiben eigentlich Johnny Depp als Frank im Hinterkopf hatte. Dennoch hat man sich schlussendlich für den Deutsch-Iren Michael Fassbender entschieden, von dem aber über 90% der gesamten Laufzeit nur der Körper zu sehen ist. Demzufolge musste sich Fassbender voll und ganz auf seine Gestik und Stimme konzentrieren, um Frank glaubhaft darstellen zu können.
 
 
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Worum es aber genau geht oder warum Abrahamson dies für cineastisch wertvoll hielt, wird nicht wirklich klar. „Frank“ besteht aus einer willkürlich wirkenden Abfolge von Bandauftritten, Übungssessions, wirren Gesprächen, künstlich wirkender Dramatik und einer allgegenwärtigen Ziellosigkeit. Die Musik der Band – wenn man das seltsame Geschrammel denn so bezeichnen möchte – wäre bestenfalls experimentell zu nennen, realistischer wäre wohl aber unmelodisch bis nervtötend. Die Texte sind völliger Irrsinn und die Melodien, die teils auch mit einem Theremin (Big Bang Theory-Fans werden wissen, was das ist) erzeugt werden, klingen einfach nur grauenhaft.
 
 
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Lauscht man nicht gerade den atonalen Musikeinlagen mit hochgradig verquasten Songtexten, kann man sich das seltsame Gebaren der Bandmitglieder anschauen. Man läuft hierhin und dorthin, streitet sich, probt die merkwürdige Musik, versucht sich an normalen Gesprächen (und scheitert) oder starrt gedankenverloren in der Szenerie umher. Der Spannungsbogen, den Regisseur Abrahamson hier eventuell straffzuziehen versucht, hängt schlapp und lustlos am Boden und findet nicht zu seiner eigentlichen Form zurück. Nach endlosen Proben in der Abgeschiedenheit von Irlands Wäldern geht es zurück in die Zivilisation, wo das fragile Bandgefüge endgültig auseinanderbricht. Nun ist auch Jon mit seinem Latein am Ende. Er treibt Titelfigur Frank an den Rand des Nervenzusammenbruchs, woraufhin dieser buchstäblich seinen Kopf verliert und verschwindet. Was folgt ist musikalisches Geklimper sowie verwirrte und verirrte Dialoge. Danach ist „Frank“ – muss man leider sagen – Gott sei Dank vorbei.
 
 


 
 
 

FRANK – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
„Frank“ ist ein Film, dessen Aussage sich nicht erschließt und der keinerlei Sinnhaftigkeit erkennen lässt, warum dieser Film überhaupt gedreht wurde. Selbst Liebhaber seltsamer Filme, die sich gerne abseits jeglicher Mainstreampfade bewegen, dürften mit „Frank“ kaum etwas anfangen können. Man weiß einfach nicht, was das Ganze überhaupt soll. Darüber hinaus ist der Film so sperrig und schräg inszeniert, dass man selbst bei aller experimentellen Gleichmut kaum einen Zugang zu den Gedankenwelten des Regisseurs oder der Protagonisten findet. Somit lohnt sich hier auch nicht die Mehrausgabe für die Blu-ray. An Bild und Ton ist nichts auszusetzen, qualitativ sind hier aber auch keine optischen oder akustischen Höhenflüge zu verzeichnen. Vielmehr stellt man sich die grundlegende Frage, warum man sich einen Film wie „Frank“ überhaupt ansehen sollte. Die Antwort darauf bleibt der Film schuldig. Viel gewagt, aber leider wenig gewonnen. So werden es leider nicht mehr als zwei von zehn Pappmaché-Köpfen, die nur das Tüpfelchen auf dem I der Skurrilität sind.
 
 


 
 
 

FRANK – Zensur

 
 
 
„Frank“ hat von der FSK eine Freigabe ab 12 Jahren erhalten. Die erhältliche Heimkinofassung ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

FRANK – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Weltkino

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Frank; Großbritannien | Irland 2014

Genre: Drama, Komödien, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Interviews mit Cast & Crew, Behind the Scenes

Release-Termin: 30.10.2015

 

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FRANK – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei SONY PICTURES HOME ENTERTAINMENT

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Frank Sidebottom’s Fantastic Shed Show (1992)

Filmkritik: „The Target“ (2014)

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THE TARGET

Story

 
 
 
Für den Arzt Tae-joon (Jin-wook Lee) läuft alles wie geschmiert. Einen stabilen Job im Krankenhaus, eine coole Wohnung und eine schwangere Frau. Natürlich lässt das drohende Unheil nicht lange auf sich warten und platzt in Form des schwer verletzten Yeo-hoon (Seung-ryong Ryu) in Tae-joons Leben. Der mysteriöse Mann, der nicht nur eine Kugel im Bauch, sondern auch eine direkte Konfrontation mit einem Auto überlebt hat, wird ins Krankenhaus eingeliefert und mit Mühe stabilisiert. Als behandelnder Arzt übernimmt Tae-joon die Verantwortung für Yeo-hoon, was sich als wenig vernünftige Entscheidung herausstellt. Einige Stunden später liegt der Arzt mit einer Platzwunde am Kopf auf dem Boden seiner Küche, von seiner entführten Frau keine Spur. Bis das Telefon klingelt.
 
 
 


 
 
 

THE TARGET – Kritik

 
 
 
Nachdem die Filmwelt seit vielen Jahren die Früchte Koreas geerntet und für den jeweiligen Markt aufbereitet hat, wurde der Spieß jetzt umgedreht. Glücklicherweise funktioniert der internationale Remake-Austausch in dieser Richtung besser, „The Target“ („Pyojeok“) vom koreanischen Regisseur mit dem markanten Namen Chang ist um Einiges weniger gesundheitsschädlich als beispielsweise ein „Oldboy“-Massaker von Spike Lee. Bedienen tun Chang und Konsorten sich in Frankreich, genauer gesagt bei „Point Blank – Aus kurzer Distanz“ („À bout portant“), einem Krimi/Action-Thriller aus dem Jahr 2010.
 
 
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Die Tatsache, dass es es sich bei „The Target“ streng genommen um ein Remake handelt, ist allerdings weitgehend bedeutungslos. Dafür kommt die Handlung mit den gewohnten Pinselstrichen eines Actionkrimis aus, die nicht gerade vor innovativem, kreativem Genie strotzen. Unter ihnen finden sich neben entführter Familie und korrupten Cops die üblichen Twists, Kurven und Offenbarungen. Für Überraschungen oder gar Schocks genügt die Story um Tae-joon, Yeo-hoon und ihre Angehörigen zwar nicht, allerdings vermag sie ihr Publikum mühelos bei Laune zu halten. Dazu trägt auch das flotte Tempo des Films bei. Über die Laufzeit von gut 90 Minuten legt „The Target“ kaum Atempausen ein und wirft dem Zuschauer in schöner Regelmäßigkeit Action-Sequenzen, Verfolgungsjagden und andere interessante Dinge um die Ohren. Als visueller oder erzählerischer Maßstab wird Changs zweiter Film sicher nicht in die Geschichtsbücher einziehen. Dafür konzentriert er sich auf das, was man von einem schnellen Action-Reißer für zwischendurch erwarten kann, und liefert einen kurzweiligen, genießbaren Krimi ab.
 
 
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THE TARGET – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Nach unzähligen asiatischen Filmen, die für den europäischen und/oder amerikanischen Markt übersetzt und nachgemacht wurden, ist Korea dran und versucht sich an der Interpretation eines französischen Action-Krimis. Das Resultat ist Changs „The Target“, ein schneller, schnörkelloser Film, mit dem man die nächsten anderthalb Stunden etwas schneller verfliegen lassen kann.
 
 
 


 
 
 

THE TARGET – Zensur

 
 
 
Der Film hat seine saftigen Szenen, übertreibt es mit der Gewalt aber nicht. Insgesamt ist die 16er-Freigabe, die „The Target“ unzensiert in Deutschland erhalten hat, nachvollziehbar.
 
 
 


 
 
 

THE TARGET – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Weltkino Filmverleih

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Pyojeok; Korea 2014

Genre: Action, Thriller

Ton: Deutsch (5.1 DTS-HD MA, Stereo DTS-HD MA), Koreanisch (5.1 DTS-HD MA)

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,40:1 (1080/24p Full HD)

Laufzeit: ca. 102 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 07.08.2015

 

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THE TARGET – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Weltkino Filmverleih

 
 
 
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