Filmkritik: „Head of the Family“ (1996)

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HEAD OF THE FAMILY

(THE BRAIN)

Story

 
 
 

Lance und Loretta haben ein Problem. Das Gangsterpärchen bumst hinter dem Rücken von Lorettas Biker-Ehemann gar ehebrecherisch herum. Dieser, Howard heißt er, ist ein deutlich böserer Hund im Gangsterpark und so müssen die beiden genügend Kohle auftreiben, um die Gegend verlassen zu können. Als sie durch Zufall beobachten, wie vorm Haus der Familie Stackpool offenbar ein Kidnapping stattfindet, erwacht in den Kleinkriminellen der Erpresser-Instinkt. Wenn sie sich da aber nicht die Falschen ausgesucht haben. Stackpools kamen nämlich als mutierte Fünflinge zur Welt und gehorchen den Anweisungen ihres Oberhaupts, das aus einem Riesenhirn mit verkümmerten Gliedmaßen besteht; und diese Anweisungen beinhalten übergeschnappte Experimente an menschlichen Versuchskaninchen im Keller.


 
 
 


 
 
 

HEAD OF THE FAMILY – Kritik

 
 
 
Geile Idee, so zwischen Schwarmintelligenz und außerirdischer Unerklärlichkeit. Manipuliert vom Kopf, beziehungsweise Gehirn des Titels, verfügt jedes Familienmitglied über eine distinktive Eigenschaft. Stärke, erotische Anziehungskraft, besondere Wahrnehmungsfähigkeiten. Jeder Faktor tritt nur in einem der Stackpooles auf und dient dem Mutanten-Familienkollektiv zum Anlocken menschlicher Beute. Perverser Dirigent des Irrsinns ist natürlich das Gehirn, Myron.
 
 
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Wie bereits in vergangenen Kritiken festgestellt, erleben wir im Zuge diverser schöner Heimkino-Veröffentlichungen dieser Tage eine neue, positivere Würdigung der Filme von Charles Band. Nicht, dass man in den schrägen Regiewerken des hauptberuflichen Produzenten und Chefs der Full Moon Studios jetzt plötzlich die Handschrift eines verkannten Genies erkennen würde. Dieser Trend zum Filmgeschichte Umschreiben auf der Grundlage persönlicher Befindlichkeiten und Vorlieben ist eine seltsame Erscheinung, wie sie im postmodernen Internet, gerne in Deutschland, praktisch täglich durchs Dorf getrieben wird. Aber nichtsdestoweniger zu verkennen ist: Band verfügt ohne Zweifel über einen wiedererkennbaren Stil, in dem sich selbstbewusste Genrekenntnis und schwarzer Humor zu verrückten Trashperlen verbinden, die man sich ohne Reue ins Regal stellen darf. Furchtlos-geschmackloser Gaga-Horror, wie er einst etwa in New York bei TROMA FILMS leichthändig vom Band lief. Bei ihrem ersten Erscheinen, in der Endzeit des Mediums Videokassette, ist Bands Filmen bloß das Schicksal belächelter Staubfänger vergönnt. Vermutlich waren die Low-Budget Science-Fiction und Horrorfilme des Kaliforniers nicht deutlich genug einer Sparte zuzuordnen, um den Videothekaren aus den Pranken gerissen zu werden wie vergleichbarer Stoff. THE BRAIN, wie der heute vorliegende THE HEAD OF THE FAMILY auf Video hieß, geht es 1996 nicht anders, war die Kassette doch recht schnell auf den Wühltischen heute nicht mehr existierender Kaufhausketten zu finden.
 
 
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Ungerecht, denn der Film, vom Full-Moon-Direktor unter dem Pseudonym Robert Talbot gedreht, ist mal wieder ein Juwel nach Tradition der beliebten GESCHICHTEN AUS DER GRUFT. Also eine gute, altmodische Moralgeschichte, in deren Verlauf sich dumme Kleinkriminelle mit den falschen Angehörigen des gesellschaftlichen Rands angelegt haben. Meist sind die Opfer, wenn man sie so nennen mag, bevor der Spieß mit Schmackes umgedreht wird, in diesen Stories arm, Einwanderer, geistig nicht ganz auf der Höhe oder einfach Freaks. Bei THE HEAD OF THE FAMILY können wir das Häkchen ruhigen Gewissens hinter dieser letzten Option setzen. Das Superhirn und sein degenerierter Clan sind perfekte Außenseiter, vom ebenso hinterhältigen wie tumben Gaunerpärchen zu finanziellen Melkkühen erklärt. Wie bei den Vorbildern aus der Gruft und deren Ahnen, den EC COMICS des späteren MAD-Magazin-Erfinders William Gaines so üblich, wünscht man nach einer gewissen Zeit den von Raffgier getriebenen Protagonisten ein möglichst grausiges und farbenfrohes Ende. Natürlich enttäuscht auch das Riesenhirn die blutrünstigen Impulse des Publikums nicht. Schließlich steckt in den überdimensionalen Windungen der Denkmaschine genug Bosheit für eine ganze Familie.
 
 
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HEAD OF THE FAMILY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Weiter geht es mit der Wiederentdeckung der Welt der Full Moon Studios. Neben zahlreichen PUPPETMASTER-Episoden und anderen Trash-Franchises, gibt es da auch noch Verrücktheiten wie THE HEAD OF THE FAMILY. 1996 entstanden, dreht Firmenchef Charles Band eine schwarze Komödie mit Horror-Background, die man sich in dieser Form von TROMA in deren bester Verfassung gewünscht hätte. Früher unter ferner liefen im unteren Regal der Videothek versteckt, braucht der Film heute keinen Vergleich mit neueren, teureren Genre-Produktionen mehr zu scheuen.
 
 
 


 
 
 

HEAD OF THE FAMILY – Zensur

 
 
 
HEAD OF THE FAMILY (deutscher Titel: THE BRAIN) wurde in Deutschland von VPS auf VHS veröffentlicht. Danach folgte eine ungeschnittene DVD von CMV LASERVISION, die keine FSK-Freigabe hatte, sondern nur juristisch geprüft wurde. Der Anbieter WICKED VISION ließ den Streifen im Dezember 2019 neu prüfen und erhielt für die ungeschnittene Fassung eine FSK16. Diese wurde nun erstmalig in Deutschland auf Blu-ray veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

HEAD OF THE FAMILY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Wicked Vision Media (Scanavo Box)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Head of the Family; USA 1996

Genre: Horror, Klassiker, Trash, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 72 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Scanavo Box

Extras: Wendecover mit Original-Artwork, Audiokommentar mit Darsteller J. W. Perra, „Bride of the Head”-Promo, Originaltrailer

Veröffentlichung: 06.12.2019

 
 

Head of the Family [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

HEAD OF THE FAMILY – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei Wicked Vision Media)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
The Brain That Wouldn’t Die (1958)
 
They Saved Hitler’s Brain (1968)
 
Re-Animator (1985)
 

Filmkritik: „México Bárbaro 2 – In Blut geschrieben“ (2017)

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MÉXICO BÁRBARO 2 – IN BLUT GESCHRIEBEN

(MÉXICO BÁRBARO 2)

Story

 
 
 

„México Bárbaro 2“ bedient den Zuschauer mit acht weiteren Kurzfilmen, die sich mexikanischen Legenden verschrieben haben und inhaltlich sehr verschieden ausgefallen sind.

 
 
 


 
 
 

MÉXICO BÁRBARO 2 – Kritik

 
 
 
„México Bárbaro 2 – In Blut geschrieben“ sprang auf die beliebte Horrorfilm-Anthologie-Welle auf, als diese Filme gerade sehr beliebt waren, wurde in Deutschland aber erst einige Jahre später veröffentlicht. Deshalb hat es nun auch nicht lange gedauert, bis man hier den zweiten Teil serviert bekommt, der auch schon aus dem Jahre 2017 stammt. Dem Stil ist man treu geblieben. Erneut gibt es acht Kurzfilme von neun verschiedenen Regisseuren zu sehen und wieder haben diese miteinander natürlich nichts zu tun, außer dass sie angebliche mexikanische Legenden erzählen. Das darf teilweise stark bezweifelt werden und leider hat man sich erneut nicht die Mühe für eine Rahmenhandlung gemacht. Nun war der erste Teil schon absolut kein Highlight, aber „México Bárbaro 2“ gelingt eine qualitative Steigerung und besitzt zumindest keinen Totalausfall.
 
 
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Nach einem kurzen Vorspann geht es auch gleich los mit der ersten Geschichte „Juan the Soldier„. Hier geht es um einen unschuldigen Soldaten, der hingerichtet wird und dann einen Pakt mit dem Teufel eingeht. Die Wüsten-Kulisse lässt immerhin etwas mexikanischen Flair entstehen, die Schauspieler sind in Ordnung und filmisch ist das durchaus solide gemacht. Leider gibt es kaum eine Pointe und Effekte werden einem auch kaum geboten. So beginnt „México Bárbaro 2“ mit einem durchschnittlichen Beitrag, der aber nach ca. 10 Minuten auch schon wieder vorbei ist.
 
 
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Weiter geht es mit „Paidos Phobos„, dem schwächsten Beitrag der Sammlung. Der Kurzfilm ist recht ruhig aufgemacht und versucht Atmosphäre aufzubauen, bietet im Endeffekt aber eigentlich gar keinen Horror, auch keinerlei Splatter und so werden selbst die ca. 10 Minuten Laufzeit etwas langatmig. Außerdem ist der Twist von Anfang an ziemlich vorhersehbar.
 
 
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Mit dem dritten Beitrag „Potzonalli“ gelingt die Steigerung. Abermals sind religiöse Motive mit im Spiel, aber hier wird das Ganze noch mit Kannibalismus gepaart. Rein thematisch ist das etwas derber und erstmals gibt es hier auch ein paar blutigere Szenen. Außerdem ist der Humor recht eigenwillig und das Ende durchaus interessant. Man kann sich ganz gut unterhalten lassen, wird jedoch nicht vom Hocker gehauen.
 
 
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Das Niveau bleibt auch mit „Fireballs“ auf einem erträglichen Level. Nun geht es um zwei junge Typen, die einen Home-Porno drehen wollen. Nur geraten sie da an die falschen Frauen. Man könnte darin sogar ein wenig Kritik an der Pornobranche erkennen. Allerdings ist die Aufmachung äußerst albern und gewöhnungsbedürftig. Die Inszenierung wirkt aber wenigstens recht experimentell und das Ende ist ganz witzig, weshalb auch dieser Beitrag relativ sehenswert ist.
 
 
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Das Highlight folgt mit „Vitriol„. Hier geht es durchaus ernster zur Sache. Die Atmosphäre ist unangenehm und obwohl man eigentlich gar keinen Horror zu sehen bekommt, entsteht hier eine dichte Atmosphäre, was wohl auch am Aufbau liegt, der in drei Kapitel unterteilt ist. Es gibt nahezu keine Gewalt zu sehen und dennoch fühlt man sich leicht in den Bann gezogen, weil dieser Kurzfilm einfach gut gemacht ist.
 
 
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Ähnliches kann man zum sechsten Beitrag „Do not sleep“ sagen. Die Story, in der es um ein Kind und um Monster geht, wurde doch recht eigenständig umgesetzt. Leider wartet man zwar weiterhin vergeblich auf Splatter, aber zu der ruhigen Aufmachung hätte das auch gar nicht gepasst. Der Beitrag kann unterhalten und enttäuscht dann am Ende nur mit einer schwachen Pointe, die eigentlich gar keine ist.
 
 
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Mit „It’s about time“ wird es wieder deutlich humorvoller. Hier betreiben zwei Girlies eine Teufelsbeschwörung mit nicht so angenehmen Folgen. Das nimmt sich nicht ernst und setzt eher auf Fun-Splatter. Schade, dass man nicht noch etwas mehr die Sau herausgelassen hat, denn hier wäre das durchaus angebracht gewesen. Leider sind auch die Effekte nicht ganz so toll und erbrochenes CGI-Blut sieht wirklich furchtbar aus. Trotzdem ist der Beitrag ganz witzig und angenehm simpel.
 
 
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Den Abschluss macht dann „Exodontia„. Hier verbindet man die Welt der Drogen mit ein paar SM-Szenen, was rein stilistisch wirklich gut gemacht wurde. Außerdem ist dies einer der wenigen Beiträge, die doch härter ausgefallen sind. Zumindest ist die Atmosphäre dreckig und düster. Es gibt einen schön verstörenden Sound, aber da es wieder so gut wie keine sichtbare Pointe gibt, ist man am Ende trotzdem nicht vollkommen zufrieden.
 
 


 
 
 

MÉXICO BÁRBARO 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Wie schon dem ersten Teil, mangelt es auch „México Bárbaro 2 – In Blut geschrieben“ vor allen Dingen an Nachhaltigkeit. Die Stories sind einfach selten wirklich clever und meistens relativ stumpf, haben mit Mexiko im Allgemeinen nicht so viel zu tun, aber trotzdem konnte man sich steigern. Bei acht verschiedenen Kurzfilmen, die im Durchschnitt nur zehn Minuten Laufzeit besitzen, kann es zumindest nicht zur großen Langeweile kommen und da die meisten Beiträge sich tatsächlich leicht über dem Durchschnitt einpendeln, ist man über die Sichtung am Ende auch nicht so enttäuscht. Die handwerkliche Arbeit ist meistens durchaus brauchbar, über die Darsteller kann man sich nicht beklagen und selbst die deutsche Synchronisation ist solide (auch wenn gar nicht so viel gesprochen wird). Außerdem sind die Stimmungen sehr verschieden. Mal geht es düster und mal auch eher humorvoll zur Sache. Nur der richtige Horror bleibt meistens aus und die große Splattergranate sollte hier auch niemand erwarten. Fans der Horrorfilmanthologie können auf jeden Fall mal ein Blick riskieren, denn „México Bárbaro 2“ bietet im Endeffekt zwar nichts Besonderes, ist aber doch ganz kurzweilig und definitiv besser, als der erste Teil!
 
 
 


 
 
 

MÉXICO BÁRBARO 2 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Kaufhausfassung von „México Bárbaro 2 – In Blut geschrieben“ mit dem roten FSK-Sticker im KeepCase (DONAU FILM) ist geschnitten. Wer den Streifen unzensiert sehen möchte, muss zum Mediabook von WICKED VISION MEDIA greifen.
 
 
 


 
 
 

MÉXICO BÁRBARO 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Donau Film (KeepCase – geschnittene Fassung)

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(c) Wicked Vision Media (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 222 Stück limitiert)

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(c) Wicked Vision Media (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 222 Stück limitiert)

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(c) Wicked Vision Media (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 222 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: México Bárbaro 2; Mexiko 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1), Spanisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 83 Minuten (geschnittene Fassung) | 87 Minuten (ungeschnittene Fassung)

FSK: keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung ) | ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover (cut) | Mediabook (uncut)

Extras: KeepCase: Trailer, Bildergalerie | Mediabook: 24-seitiges Booklet mit einem Essay von Christoph N. Kellerbach, „Hinter den Kulissen“-Featurettes, Deutscher Trailer Teil 1 und 2, Originaltrailer Teil 1 und 2, Bildergalerie, Hauptfilm auf DVD

Veröffentlichung: KeepCase: 29.11.2019 | Mediabook: 29.11.2019

 
 

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MÉXICO BÁRBARO 2 – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei Rawside Entertainment | Donau Film | Wicked Vision Media)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
México Bárbaro (2014)
 
A Night of Horror: Nightmare Radio (2019)
 
Stories Of The Dead – Die Farm (2019)
 
The ABCs of Death (2012)
 
Holidays (2016)
 
Tales of Halloween (2015)
 
V/H/S Viral (2014)
 
Southbound (2015)
 
Monsterland (2016)
 
P.O.E. Project of Evil (2012)
 
5 Senses of Fear (2013)
 
 

Filmkritik: „Creepozoids – Angriff der Mutanten“ (1987)

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CREEPOZOIDS – ANGRIFF DER MUTANTEN

(CREEPOZOIDS | CREEP ZONE)

Story

 
 
 

Wir schreiben mal wieder die Saure-Gurken-Zeit kurz nach dem Ende der Welt, 1998 ist das in diesem Falle: Geknallt hat es aber schon früher, 1992 das ist, und die große Pest der Menschenwelt ist der tödliche, säurehaltige Regen, der die Überlebenden in die Knie und in den Schutz unterirdischer Bunkeranlagen zwingt. So geht es auch dem Grüppchen der Protagonisten in CREEPOZOIDS. Ungut allerdings, dass ausgerechnet in diesem aufgetanen Schutzkeller die Armee vorm Krieg blutrünstige Mutanten gezüchtet hat.


 
 
 


 
 
 

CREEPOZOIDS – Kritik

 
 
 
David DeCoteau, geboren Anfang der 1960er im Staate Oregon, gehört in jene gleiche Riege amerikanischer Trash-Horror-Regisseure der 1980er wie etwa Fred Olen Ray, Kenneth J. Hall oder Jim Wynorski. Zusammen mit dem stets umtriebigen Produzenten und Gelegenheitsregisseur Charles Band, oft direkt unter der Fahne von dessen Firmen Empire Video und Full Moon Studios, führen diese leidenschaftlichen Kinofans im Regiestuhl zur Blüte der VHS-Ära die Independent-Film-Tradition ihrer Vorgängergeneration, der eines Roger Corman nämlich, fort und pfeffern eine schräge und am absoluten Ausgabenlimit entstandene Videoperle nach der anderen auf den hungrigen Markt. In den USA durchaus mit Erfolg, anders jedoch hier: Damals wusste man das als durchschnittliche bundesrepublikanische Videotheken-Hyäne oftmals gar nicht so zu schätzen. Lieber geierte man dem x-ten italienischen Metzel-Aufguss oder anderen Irrlichtern hinterher und konnte mit den eigentlich erfrischend straighten Ami-Schlockern der oben genannten Herren und ihrer noch unbekannteren Kollegen nicht wirklich viel anfangen. Heute, nach zahllosen Genre-Trends aus Gedärm, Blut und als Ernsthaftigkeit missverstandener Einfallslosigkeit, dafür umso mehr. Die Filme dieser Regisseure werden weder jemals im Oscarrennen auftauchen, noch die Top-Ten der bestialischsten Gore-Bomben erobern. Ist aber auch nicht nötig.
 
 
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Auch CREEPOZOIDS – was für ein perfekter Titel eigentlich! – sieht man natürlich sein recht überschaubares Budget an. Nicht umsonst wählt Charles Bands Produktionsteam einen räumlich limitierten Drehort wie den Bunker aus und verpasst dem Film durch die kleine Besetzung eine beinahe kammerspielartige Erscheinung. Die Überlebenden des Atomschlags und seiner ätzenden Regengüsse müssen sich gegen ein rumpeliges, irgendwie aus einer anderen Zeit des Science-Fiction-Kinos gefallenes Monster und dazu so manches Riesen-Ungeziefer verteidigen. Eine der gehetzten Post-Nuke-Damen wird von Kim McCamy gespielt. Der Name muss jetzt nicht sofort die Lampen aufleuchten lassen. Unter dem Namen Ashlyn Gere allerdings, ist Kim eine der am meisten gebuchten Pornodarstellerinnen der späten Achtziger und frühen Neunziger. Ihr zur Seite steht die Spät-Scream-Queen Linnea Quigley, die der Horrorfan immer gerne sieht.
 
 
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David DeCoteau, liefert nach diesem Debütfilm unter anderem den herrlich gaga betitelten SORORITY BABES IN THE SLIME BALL BOWL-A-RAMA und Charles-Band-Auftragsarbeiten wie den dritten Teil der beliebten Reihe um den bösen PUPPET MASTER ab. Mittlerweile wird der Wahl-Kanadier für ein anderes Spartenprogramm geschätzt: Seit Mitte der Neunziger entstanden unter seiner Regie an die siebzig Softsex-Filme für den schwulen Markt, gerne im Gewand der Horror-Persiflage.
 
 


 
 
 

CREEPOZOIDS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Die beliebte Rubrik „Filme, die so heute nicht mehr aussehen würden“ mal wieder. Man muss CREEPOZOIDS, diesen würzigen Mix aus Fifties-Sci-Fi und hochhaariger Eighties-Video-Verrücktheit beinahe mit dem Wort unschuldig bedenken – und das ist ausschließlich lobend gemeint. Ein Film aus einer Zeit, in der die Video-Pioniere unter den Genrefilm-Produzenten Filme, maßgeschneidert für ein Publikum drehen konnten, ohne dieses Publikum für blöde zu verkaufen. Hach, Nostalgie, Du Dämon.
 
 
 


 
 
 

CREEPOZOIDS – Zensur

 
 
 
Wie so viele Horrorstreifen aus den 1980ern verschwand auch CREEPOZOIDS – ANGRIFF DER MUTANTEN auf dem Index. Der Streifen wurde 1988 in Deutschland auf VHS in der ungeschnittenen Fassung veröffentich und im gleichen Jahr indiziert. Nach diversen deutschen Veröffentlichungen auf DVD (u.a. einer um vier Minuten gekürzten FSK16-Fassung fürs Kaufhaus) hatte man 2013 Erbarmen. Man strich CREEPOZOIDS vom Index und hob die Indizierung auf. Nun hat sich das Label WICKED VISION MEDIA dem Klassiker angenommen und die erste deutsche HD-Fassung veröffentlicht. Diese ist ungeprüft (daher erst für Erwachsene geeignet) und komplett ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

CREEPOZOIDS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Wicked Vision Media (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 222 Stück limitiert)

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(c) Wicked Vision Media (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 222 Stück limitiert)

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(c) Wicked Vision Media (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 222 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Creepozoids; USA 1987

Genre: Horror, Klassiker, Trash, Science Fiction, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.77:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 72 Min.

FSK: ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook

Extras: 24-seitiges Booklet mit Texten von Michael Humberg und Christoph N. Kellerbach, Audiokommentar mit Regisseur David DeCoteau, Originaltrailer, Bildergalerie, Bonusfilm: „Shadowzone“ (85 Min., Deutsch/Englisch), Trailer zu „Shadowzone“, Hauptfilm auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 06.12.2019

 
 
Wicked Vision Media hat drei limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Der Kult-Trash wurde vom 35mm Kamera-Negativ neu abgetastet, aufwendig restauriert und feiert im Mediabook seine europäische HD-Premiere. Übrigens spendiert das Label Wicked Vision Media allen Käufern dieser Veröffentlichung ein zusätzliches Extra. Neben CREEPOZOIDS befindet sich zusätzlich auch noch das B-Movie SHADOWZONE von 1990 als HD-Upscale auf der Blu-ray. Beide Streifen liegen natürlich ungeschnitten vor.

 
 

Creepozoids [Blu-ray + DVD im Mediabook Cover A] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Creepozoids [Blu-ray + DVD im Mediabook Cover B] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Creepozoids [Blu-ray + DVD im Mediabook Cover C] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

CREEPOZOIDS – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei Wicked Vision Media)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Mutant – Das Grauen im All (1982)
 
Astaron – Brut des Schreckens (1980)
 
Planet des Schreckens (1981)
 

Filmkritik: „Deranged – Geständnis eines Necrophilen“ (1974)

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DERANGED – GESTÄNDNIS EINES NECROPHILEN

(DERANGED | BESESSEN | DERANGED: CONFESSIONS OF A NECROPHILE)

Story

 
 
 

Ezra Cobb lebt mit seiner Mutter in einem grässlichen Haus in den amerikanischen Hinterwäldern. Als die Frau Mama dies‘ irdische Jammertal verlässt, fackelt Ezra, übrigens ein auch nicht mehr ganz so junger Bursche, nicht lange und buddelt sie wieder aus. Das Leben könnte harmonisch weitergehen, hätte die Biologie nicht den Prozess der Verwesung in petto. Muttern bleibt nicht lang an einem Stück und Ol‘ Ezra steht unter Zugzwang, bevor seine Mutter, doch sowas wie die einzige Freundin in der Not, nur noch schleimiger Pilzmatsch ist. Also geht’s schwuppdiwupp zurück zum Gottesacker, wo der Unhold wieder und wieder Gräber knackt und Leichen zum Ausweiden klaut. Bald ist das Cobb’sche Domizil mit anliegender Scheune ein wahres Museum der amerikanischen Handwerks- und Einmach-Kunst.

 
 
 


 
 
 

DERANGED – Kritik

 
 
 
Horror-Geeks wissen Bescheid: Ezra Cobb ist eine nur hauchdünn verdeckte Darstellung des berüchtigten Leichenräubers Ed Gein (1906-1984). Dessen bizarrer Kriminalfall ist in weiten Teilen deckungsgleich mit den Abenteuern unserer Hauptfigur hier. Muss auch wirklich ein gehirnzerbröselnder Augenblick gewesen sein. Die örtlichen Bullen, alles im ländlichen Wisconsin wohlgemerkt, kommen bei ihren Ermittlungen zu rätselhaften Grabraubtaten aufs Farmgelände der Geins und finden einen semiprofessionell zum Schlachthof umfunktionierten Schuppen, Speisekammern voller eingekochter menschlicher Organe und einen prallgefüllten Kannibalen-Kühlschrank. Möbelüberzüge, charmante Gebrauchsgegenstände des Alltags und Lampenschirme aus Knochen und Hautfetzen grinsen die dem Überschnappen nahen Staatsdiener an. Psycho-Killer Ed wehrt sich nicht, gibt bereitwillig Auskunft und wandert schließlich ein. Auch im Zuchthaus macht das Männlein durch ausgemachte Höflichkeit von sich Reden.
 
 
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Eigentlich ein armer Hund. Von einer kaputt-religiösen Mutter und einem gewalttätigen Vater von Kindesbeinen an in Richtung Irrsinn gelotst, ist Gein ein Musterbeispiel für einen Milieuschaden. Klaro, nicht jeder von den Alten Getriezte wird zum Hersteller von Unterkiefer-Aschenbechern, bei Ed hat’s aber dazu geführt. Sein Fall, wohl der erste medial ausgeschlachtete (Ha!) Serienkiller/Vollpsychopathen-Fang der Moderne, beeinflusst bis heute Literaten, Künstler und Filmemacher. Ohne den „Plainfield Ghoul“ kein „Psycho“, kein „Blutgericht in Texas“, bis hin zu den postmodernen Kolportage-Horror-Reißern Rob Zombies. Die Filmemacher Allen Ormsby und Jeff Gillen („Children Shouldn’t Play With Dead Things“) wählen für „Deranged“ die Form eines dokumentarisch anmutenden Filmporträts der Ereignisse zwischen Taten und Ermittlungen. Ein Kunstgriff aus der Orson-Welles-Trcikkiste, der den Zuschauern das Gefühl vermitteln soll, direkt Zeugen der auf der Farm geschehenen Unglaublichkeiten zu sein. Die Besetzung der Hauptfigur mit dem geachteten Charakterdarstelller Roberts Blossom (bekannt als der sich selbst verstümmelnde Handwerker in Clint Eastwoods/Don Siegels „Flucht von Alcatraz“) tut der Realitätsbezogenheit keinen Abbruch.
 
 
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DERANGED – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ezra Cobb mag zwar seine Leichen geschändet haben, diese Neuauflage von „Deranged“ tut der deutschen Sprache solcherlei Grausamkeiten allerdings nicht mehr an. Aus den „Geständnissen eines Necrophilen“ des früheren Artworks hat man das blöde Werbe-C wie Citronen, Cigaretten und Chocolade entfernt wie die Crankheit, die das war! Ja, wir achten auf solche Ästhtetik-Beleidigungen. Aber auch innerlich weiß das Package zu überzeugen. „Kuratiert“ von Jörg Buttgereit, versammelt man neben der Unrated-Fassung des Films selbst, ein ganzes virtuelles Regal von Dokumentationen und Featurettes über „Deranged“ und den Fall Ed Gein. Dürfte, was diesen Film angeht, nicht mehr zu toppen sein.
 
 
 


 
 
 

DERANGED – Zensur

 
 
 
Zum 45. Jahrestag hat der Rechteinhaber WICKED VISION „Deranged – Geständnis eines Necrophilen“ zum ersten mal in HD veröffentlicht. Die im Mediabook enthaltene Filmfassung beinhaltet die Unrated-Fassung des Klassikers, welche hierzulande bereits im Jahr 2004 auf DVD veröffentlicht wurde. Zuvor gab es den Streifen nie ungeschnitten zu sehen. Damit der Film in Amerika ins Kino kommen konnte, musste er bereits vor seiner Erstveröffentlichung Federn lassen. Diverse Szenen mussten aus dem Film entfernt werden, damit „Deranged“ ein R-Rating von der Motion Picture Association of America (MPAA) erhalten konnte. Seine Deutschland-Premiere hatte der Low-Budget-Horror im Free-TV. Das war 1994 – wenn auch leider nur in einer stark gekürzten Fassung. Das änderte sich erst 2004. Dann nämlich ließ der Anbieter LEGEND FILMS die Unrated-Fassung neu prüfen und erhielt für selbige eine Freigabe ab 16 Jahren. Diese ist nun auch im Mediabook enthalten. Wer seltene Horrorklassiker mag, sollte unbedingt zuschlagen.
 
 
 


 
 
 

DERANGED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) WICKED VISION MEDIA (Mediabook – Cover A – auf 444 Stück limitiert)

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(c) WICKED VISION MEDIA (Mediabook – Cover B – auf 222 Stück limitiert)

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(c) WICKED VISION MEDIA (Mediabook – Cover C – auf 222 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Deranged; Kanada | USA 1974

Genre: Horror, Thriller, Klassiker

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1,85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook

Extras: 24-seitiges Booklet mit einem Essay von Christoph N. Kellerbach, Audiokommentar mit Tom Savini und Calum Waddell, Audiokommentar mit Jörg Buttgereit und Dr. Gerd Naumann, Einleitung von Jörg Buttgereit, Interview mit Produzent Tom Karr, Deranged Chronicles: The Making of „Deranged“, The Ed Gein Story: Producer Tom Karr on Location, „A Blossoming Brilliance“: Scott Spiegel über „Deranged“, Ed Gein – American Maniac: True-Crime-Dokumentation, Das Sequel, das keines war: Hinter den Kulissen von „Creep“, „Kannibale und Liebe“ – Mitschnitt des Theaterstücks von Jörg Buttgereit, Kurzfilm: „Ein Moment der Stille am Grab von Ed Gein“, Original Kinotrailer, Alternativer Trailer, Teaser-Trailer, „Trailers from Hell“ mit Adam Rifkin, Trailer zu: „Kannibale und Liebe“, Bildergalerie

Release-Termin: 27.05.2019

 
 
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DERANGED – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei WICKED VISION MEDIA)

 
 
Ähnche Filme:
 
Blutgericht in Texas (1974)
 
Maniac (1980)
 
Don’t Look In The Basement (1973)

Filmkritik: „Dark Waters“ (1993)

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DARK WATERS

(DEAD WATERS | TEMNYE VODY)

Story

 
 
 

Die junge Britin Elisabeth reist auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte gen Osteuropa. In einem ukrainischen Kloster hat sie ihre Mutter unter mysteriösen Umständen zur Welt gebracht. Kaum angekommen in diesem immer von schweren Stürmen geplagten Alptraumgemäuer, merkt Elisabeth, dass die Betschwestern nicht nur alle schwer einen an der Murmel haben, sondern auch einer Religion anhängen, die nicht wirklich christlich ist. Etwas altes und im Kloster omnipräsentes wird verehrt und vorm Ausbruch in die Welt der Menschen abgehalten.

 
 
 


 
 
 

DARK WATERS – Kritik

 
 
 
Ein Nonnenfilm ohne Nunsploitation zu sein, ein Italo-Horrorfilm ohne die groben Gore-Eskapaden des späteren Lucio Fulci und dem Genre treu ohne zu kopieren. Es ist wie ein Fluch: Mariano Bainos „Dark Waters“ ist schlicht ein Meisterwerk. Volle Punktzahl in allen Belangen. Böse gesagt ist dem neapolitanischen Regisseur mit seinem Spielfilmdebüt bereits das Magnum Opus gelungen, an dem sich seine weitere Filmographie messen lassen muss; ein zwickmühlenartiges Vergleichen, dem alles, was Baino in den letzten 25 Jahren an Filmen abgeliefert hat, gar nicht standhalten kann. Vielleicht weiß er das aber auch. Nachdem er über eine Spezialversion der amerikanischen Green Card an eine Arbeitserlaubnis gekommen ist, betätigt sich der Italiener nämlich von New York City aus mit einigem Erfolg als Multimedia-Künstler. Das Erschaffen von Spielfilmen ist längst nicht mehr sein primärer Fokus. Ganze drei sind es seit „Dark Waters“, der in seiner Wahlheimat unter dem Titel „Dead Waters“ firmiert, geworden.
 
 
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„Dark Waters“ basiert auf einer Kurzgeschichte des Autors Andy Bark. Eine fadenscheinige Information, die nur zum Lückenfüllen in Kritiken dient, ist doch der eigentliche Motor der Story niemand Geringeres als der große H.P. Lovecraft. Selten ist einem Film das Projizieren der literarischen Alleinstellungsmerkmale des womöglich bedeutendsten Horror-Schriftstellers per se so vorzüglich gelungen wie diesem hier. Die Abgelegenheit des Handlungsortes, der Bezug auf das Meer als doch noch weitgehend unerforschte Heimstatt kosmisch-riesenhafter Monstrositäten, die Rolle der Menschen als nichtige, eigentlich nur der eigenen Beruhigung dienende „Wachmannschaft“ und die Verbindung des Protagonisten mit den erlebten Ereignissen. All das könnte direkt aus „Der Schatten über Innsmouth“ oder einer anderen maritimen Schreckensetüde Lovecrafts stammen. „Dark Waters“, dem ersten nach Zusammenbruch der Sowjetunion in der Ukraine gedrehten Film, gelingt hervorragend die karge, in einer undefinierten Vergangenheit steckengebliebene Parallelwelt dieses osteuropäischen Staats für seine Atmosphäre zu benutzen.
 
 
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Wo er H.P. Lovecraft für den narrativen Unterbau des Films übernimmt, bedient sich Baino für die Optik bei einigen der besten und beliebtesten Bild-Komponisten der italienischen Kinogeschichte. So erinnert manche Einstellung und Farbwahl an den unerreichten Mario Bava, die eine oder andere verwegene Kamerafahrt an Dario Argento. Bei Erscheinen von „Dark Waters“ zuerst auf den einschlägigen Genrefilm-Festivals, lag es für manch einen Chronisten des Horrorkinos dann auch auf der Hand, Mariano Baino als logische Fortführung des Italo-Horror-Stammbaums zu erachten. Die Frage, was der Mann in einer kinofreundlicheren Epoche noch auf die Reihe bekommen hätte, muss leider im Reich der Hypothesen verpuffen.
 
 
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DARK WATERS – Fazit

 
 
 
9 Punkte Final
 
 
 
Als die italienische Kinoindustrie völlig im Einer war und man Geld nur noch über das korrupte Fernsehsystem Silvio Berlusconis verdienen konnte, schafft ein unbekannter Filmemacher aus dem Südzipfel des Landes das Unvorstellbare: „Dark Waters“ ist der letzte große Italo-Horrorfilm und ein Glanzstück des Genres an sich. Nebenbei stellt der Film noch eine der akkuratesten Leinwandabbildungen der Ideen H.P. Lovecrafts dar, was auch schon wieder Bonuspunkte sammelt
 
 
 


 
 
 

DARK WATERS – Zensur

 
 
 
„Dark Waters“ wurde bislang nicht in Deutschland veröffentlicht. Die nun erhältliche, deutsch synchronisierte Veröffentlichung ist somit die Erstveröffentlichung des Titels in Deutschland. Der Streifen wurde nicht von der FSK geprüft und ist somit ungeprüft. Die deutsche Fassung ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

DARK WATERS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) WICKED VISION MEDIA (Mediabook – Cover A – auf 333 Stück limitiert)

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(c) WICKED VISION MEDIA (Mediabook – Cover B – auf 444 Stück limitiert)

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(c) WICKED VISION MEDIA (Mediabook – Cover C – auf 333 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dark Waters; Großbritannien | Italien | Russland 1993

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: ungeprüft

Verpackung: Mediabook

Extras: 48-seitiges Booklet mit einem Text und Kurzgeschichte von David Renske sowie einem Text von Michele De Angelis [in Deutsch/Englisch], Audiokommentar mit Regisseur Mariano Baino & Michele De Angelis, Vorwort von Mariano Baino, „Beneath Dark Waters“: Video-Essay von Pelle Felsch, Featurette: „Lovecraft Made Me Do It“, Featurette: „Let There Be Water“, Featurette: „Controlling the Uncontrollable“, Featurette: „Aqua Destruit Ecclesiam“ Featurette: „Alles Lovecrafts Schuld“, Featurette: „The Darkest Water (2019)“, Dokumentation: „Deep into the Dark Waters“, Kurzfilme mit Regie-Kommentar: „Dream Car“ – „Caruncula“ – „Never Ever After“, Making-of: „Never Ever After“, Musik-Video: „Face and the Body“, Promo-Clips 1-4 (2019), Wicked-Promo 2019, Geschnittene Szenen, Silent Bloopers, Vorwort des Regisseurs (2006), Originaltrailer, Deutscher Trailer, Bildergalerien

Release-Termin: 27.05.2019

 

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Bei der erhältlichen Veröffentlichung von WICKED VISION im Mediabook handelt es sich um die deutsche Erstveröffentlichung des Titels. Das Label scheute keine Kosten und ließ den Film 25 Jahre nach der Welturaufführung synchronisieren. Zudem wurde „Dark Waters“ vom Anbieter sogar noch einmal in deutsche Kinos gebracht. Bei „Dark Waters“ handelt es sich um einen der ersten Horrorfilme, die nach dem Mauerfall in der Ukraine gedrehte wurden. Leider wurde dem Streifen hierzulande bisher kaum Beachtung geschenkt. Das ändert sich jetzt. WICKED VISION hat dem Okkult-Thriller eine besondere Veröffentlichung spendiert. Der Film erscheint hierzulande in drei limitierten Mediabooks. Die darin enthaltene Filmfassung ist ungeschnitten und ungeprüft.

 
 
 


 
 
 

DARK WATERS – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei WICKED VISION MEDIA)

 
 
Ähnche Filme:
 
Die Teufel (1971)
 
Die Mächte des Wahnsinns (1994)
 

Filmkritik: „Demonic Toys“ (1992)

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DEMONIC TOYS

Story

 
 
 

Ein Polizeieinsatz gegen Waffenschmuggler artet mächtig aus. Die Bösewichte befreien einen alten Dämon, dessen schwarzmagische Kräfte herkömmliche Spielzeuge zu Mordinstrumenten machen. Für seine eigene Reinkarnation pickt sich der Teufel das heranreifende Baby im Bauch der diensthabenden Polizistin Judith heraus. Jetzt ist die Arme bis über ihre kosmetisch gestrafften Ohren damit beschäftigt, sich das schlachtbereite Spielzeug vom Halse und den ätherischen Fiesling von der Schwangerschaftskugel zu halten.

 
 
 


 
 
 

DEMONIC TOYS – Kritik

 
 
 
Peter Manoogians „Demonic Toys“ ist ein Schüsselchen routinierten Low-Budget-Kartoffelsalats aus dem reichhaltigen Fundus von Phantastik-Film-Knallfröschen der berühmt-berüchtigten „Full Moon Studios“ aus Hollywood. Der karge Lagerhallen-Drehort spart Geld und das knackige Drehbuch hält sich nicht lange mit Petitessen wie Logik oder Stringenz auf, stammt es doch aus der Feder des Studiochefs höchstselbst: Charles Band.
 
 
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Als Charles, flankiert vom im höchsten Maß business-erfahrenen Vater Albert und Bruder Richard, seines Zeichens als Filmkomponist tätig, die „Full Moon Studios“ gründet, ist im Bereich des Popkultur-Horrorfilms gerade sowas wie ein Maskottchen-Fieber angesagt. Joe Dantes einflussreiche „Gremlins“ verbinden 1984 amerikanische Monsterfilm-Traditionen mit der Ironie eines langjährigen Genre-Liebhabers und – nicht zuletzt – einer schier endlosen Vermarktbarkeit. Zu den Nachzüglern der erst kuscheligen und dann schleimigen Mini-Ungeheuer gehören später zum Beispiel die populären „Critters“ (1986). Bei „Full Moon“ ist man jedoch schneller am Ball und präsentiert schon 1985 den ersten Teil der boshaften „Ghoulies“. Die flauschigen „Zone Troopers“ im gleichnamigen, bizarr-fantastischen Film laufen ebenfalls 1985 auf und beschäftigen sich nebenbei erstmals mit einem von Bands liebsten Filmcharakteren: Nazis.
 
 
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Ab 1989 produziert man die „Puppet Master“-Reihe, die ihre Inspirationen aus den bitterbösen EC-Comics und weiterhin dem Horrorkino des just zu Ende gehenden Jahrzehnts bezieht. Diese besessenen Spielzeuge sind teils „Gremlins“, teils „Chucky – Die Mörderpuppe“ und stehen am Anfang einer bis in die Gegenwart anhaltenden Veröffentlichungs-Lawine aus Puppen-Trash, Monsterspielzeug-Trash, Lebkuchenmann-Trash, Haschischpfeifen-Trash und beliebig geschnitzten Kombinationen dieser Zutaten.
In einigen Szenen der „Demonic Toys“ ist im Hintergrund auf Fernsehern dann auch ein Film der „Puppet Master“-Reihe zu sehen. 2005 wirft Charles Band – inzwischen in der kuschelweichen Welt der Retro-Phänomene angelangt – die beiden Filme in einen Topf und präsentiert „Puppet Master vs. Demonic Toys“. Mit der Continuity der Vorgängerfilme hat der allerdings nichts zu tun.
 
 
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Regisseur Manoogian und sein Impresario Charles Band kennen sich seit den 1980ern. „Empire“, das war Bands Firma vor „Full Moon“ übernimmt unter anderem den Vertrieb von Manoogians bestem Film, dem Alien-Gladiatoren-Beklopptheits-Fest „Steel Arena – Todematch der Giganten“ (1989). Den kann man sich übrigens so vorstellen wie die großen Monsterpuppen der „Fraggles“ als blutgierige Cagefighter. Ja, tatsächlich. They don’t make em like that anymore!
 
 
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DEMONIC TOYS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Tempus Fungus! Die Zeit verpilzt. Oder so ähnlich. Zu seiner Erscheinungszeit 1992 war der passionierte Videothekenregal-Abgraser einem „Demonic Toys“ gegenüber noch eher negativ eingestellt. Zu ähnlich sahen sich die all schrägen Puppen-Horror-Trasher aus der Terrorschmiede des Charles Band, zu hoch der Output seiner Full Moon Studios. Fast 30 Jahre und 5000 beschissene Zombiefilme mit digitalen Splatter-FX später und man möchte der Famiglia Bandinelli und ihren Monstern aus Plastik eine Schachtel Entschuldigungs-Konfekt zukommen lassen.
 
 
 


 
 
 

DEMONIC TOYS – Zensur

 
 
 
„Demonic Toys“ wurde im Jahr 1993 in der ungeschnittenen Fassung indiziert. Es folgten ungeprüfte DVD-Veröffentlichungen wobei einer derer sogar für eine FSK16 heruntergeschnitten wurde. Im Dezember 2016 wurde „Demonic Toys“ vom Index genommen. Leider ist die nun erhältliche, ungeschnittene Blu-ray von WICKED VISION weiterhin ungeprüft. Würde der Streifen heutzutage neu von der FSK geprüft werden, dürfte er locker eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

DEMONIC TOYS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) WICKED VISION MEDIA (Scanavo-Box)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Demonic Toys; USA 1992

Genre: Horror, Trash

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD Master Audio 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: ungeprüft

Verpackung: Scanavo-Boxen mit Wendecover

Extras: Wendecover mit Original-Artwork, Audiokommentar mit Daniel Perée & Marco Erdmann, Videozone, Interview mit Charles Band, Deutscher Trailer, Originaltrailer, Bildergalerie

Release-Termin: 24.05.2019

 

Demonic Toys (Full Moon Selection Nr.4) [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
Anbieter Wicked Vision feiert die HD-Premiere von „Demonic Toys“ in einer neuen Sammler-Reihe. Unter dem Banner „Full Moon Classic Selection“ werden ab sofort diverse Produktionen der trashigen FULL MOON Schmiede in bester Qualität und zu einem erschwinglichen Preis veröffentlicht. Alle Veröffentlichungen werden nicht wie gewohnt im Mediabook veröffentlicht. Stattdessen setzt das Label dieses Mal auf Scanavo-Boxen mit Wendecover-Motiv. Auf Bonusmaterial muss selbstverständlich auch nicht verzichtet werden. Dass die Film ungeschnitten veröffentlicht werden, liegt auf der Hand. Sammler greifen schnell zu.

 
 
 


 
 
 

DEMONIC TOYS – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei WICKED VISION MEDIA)

 
 
Ähnche Filme:
 
Puppet Master (1989)
 
Tod im Spielzeugland – Dollman vs. Demonic Toys (1993)
 
Blood Dolls (1999)
 
Chucky – Die Mörderpuppe (1988)
 

Filmkritik: „Die tödlichen Bienen“ (1967)

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DIE TÖDLICHEN BIENEN

(THE DEADLY BEES)

Story

 
 
 

Ein durchgedrehter Bienenzüchter schreibt den Behörden Drohbriefe. Seinen geplanten Terrorszenarien unter dem Einsatz steuerbarer Schwärme von Killerbienen werden als Spinnereien abgetan. Das Geschehen verlagert sich an die Seite der Schlagersängerin Vicki Robbins, die der Stress während einer Fernsehshow von den Beinen gehauen hat. In ein nobles Sanatorium auf einer Insel verfrachtet, trifft das Popsternchen auf verschiedene exzentrische Charaktere, unter denen sich, wie es der Zufall will, ein schräger Bienenfreund befindet. Plötzlich scheint der erpresserische Imker seine Drohungen in die Tat umzusetzen…

 
 
 


 
 
 

DIE TÖDLICHEN BIENEN – Kritik

 
 
 
Wenn man auf einer dieser klischeebelasteten Cocktail-Parties, zu denen man ja glücklicherweise gar nicht erst eingeladen wird, den Kultur-Smalltalk mit dem Bonmot „Hammer Films dürfte die wichtigste Produktionsgesellschaft der englischen, wenn nicht gar europäischen Horrorfilmgeschichte gewesen sein“ bereichern würde, wäre das nicht einmal aus der Luft gegriffen. Klassische Figuren des viktorianischen Schauer-Entertainments wie Graf Dracula oder Dr. Frankenstein samt dessen Monster, stilecht anzutreffen in gotischen, obskur-alteuropäischen Gemäuern, treffen auf knallige Technicolor-Blutspritzer auf den zugeschnürt-bebenden Dekolletés überrumpelter Jungfern, die vor lauter Unschuld und Weltfremde kaum geradeausschauen können. Die Charakterausarbeitung erwähnter Damen bleibt hierbei stets weit weniger-dimensional ausgearbeitet als ihre Körperbauten. Eine oft wiederholte Rezeptur, die das „House Of Horror“ über Jahre hinweg zu einer veritablen Gelddruckmaschine macht.
 
 
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Beginnend in den frühen Sechziger Jahren erhalten die ehrwürdigen Studios Konkurrenz im eigenen Vorgarten. Die in die Alte Welt eingereisten Amerikaner Max J. Rosenberg und Milton Subotsky verpassen dem britischen Genrekino eine Infusion, nein, eine Dopingbehandlung. Unter dem Namen Amicus Films erhöht das Produzenten-Team M und M die Drehzahl deutlich. Der englische Horrorfilm gewinnt an bizarren Todesszenen, die erahnen lassen, wie das Splatter-Genre bald aussehen wird. Gleiches gilt für die Taktung der, im internationalen Vergleich sicherlich noch immer zahmen, Szenen von Nacktheit und Erotik. Der größte Input von Amicus ist allerdings das Verlagern eines Großteils der produzierten Filmhandlungen in die Gegenwart. Wo Hammer noch mit Vorliebe in einer nicht näher bezifferten Zeitzone der Spukschlösser und Postkutschen dreht, finden sich bei Amicus schon früh moderne Settings. In den späten Sechzigern und dann den Siebzigern muss sich das heute zuschauende Auge dann auch erstmal an die Potpourris schmieriger Frisuren und fieser Kleidung gewöhnen.
 
 
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„Die tödlichen Bienen“ ist für solcherlei Swinging-London-Ausstattungs-Exzesse noch nicht ganz zu haben. Allein die Entstehungsgeschichte aber zeugt von der künstlerischen Vision seiner Produzenten: Ursprünglich 1941 als Roman „Bitterer Honig“ des Krimischriftstellers H.F. Heard erschienen, ist der Plot noch ein stark an den Logik-Detektivabenteuern um Sherlock Holmes und Dr. Watson orientiertes Unterhaltungsstück. Rosenberg und Subotsky beauftragen Robert Bloch, Horror-Autor und Verfasser des Drehbuchs zu Alfred Hitchcocks „Psycho“, mit dem Aufpolieren der Buchvorlage. Bloch merkt, nicht ganz zu Unrecht, dass spätestens mit „Die Vögel“, natürlich ebenfalls vom großen Sir Alfred, die Zeichen der Zeit auf Filme deuten, in denen die Natur sich gegen die Vorherrschaft des Menschen auf Erden wendet. Ob diese Rache der Umwelt nun mit Erdbeben oder Sturmfluten erfolgt oder die Tierwelt auf die arroganten Zweibeiner loslässt – alles legitim und zuschauerfreundlich. Realistischer Horror eben. Ein seit ein paar Jahren in den Medien hochgeschriebenes Ereignis kommt dem talentierten Scriptwriter dazu gerade Recht: Ende der Fünfziger Jahre wirkt eine Real-Life-Frankensteiniade fest auf die Vorstellungskraft der schockierten Zeitungsleser. Ein Biologe namens Kerr züchtet, hochoffiziell mit Staatsauftrag, im brasilianischen Dschungel eine neue, zu höherer Produktionsleistung fähige Bienenart. Hierzu bedient sich der Wissenschaftler einer eigens aus Afrika importierten Unterart der Insekten. Kerrs neue Biene fällt zuerst durch ihre markanteste negative Eigenschaft auf: Sie ist ungemein aggressiv. Der Begriff der „Killerbiene“ erobert die Medien. Selbstredend ist der 1967, also nur ein paar Jährchen nach Hitchcocks Gefieder-Horror und noch keine Dekade nach den echten Monsterinsekten in Südamerika, entstandene „Die tödlichen Bienen“ kein hoch-budgetierter Hollywood-Schocker. Der Film ist ganz und gar britisch. Die Settings, die Gesichter, die Regierarbeit des Hammer-Veteranen Freddie Francis. Unverkennbar und Muss für Fans des Genrefilms von der Insel.
 
 
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DIE TÖDLICHEN BIENEN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
„Die tödlichen Bienen“ ist vieles. Eine frühe Wegmarke fürs Genre Tierhorror, Englands Antwort auf „Die Vögel“, ein klassischer Amicus-Film und nicht zuletzt der erste Film, in dessen Zentrum kriegerische Honigbienen auf Menschenjagd stehen. Besonders ist den Siebzigern, jenem Jahrzehnt des Katastrophenfilms, werden die Tierchen zur festen Bank im Kino und bis heute erleben wir immer wieder, wie die Thematik neu aufgegriffen wird. Ohne diesen selten gesehenen und doch so wichtigen Film wäre das nicht möglich.
 
 
 


 
 
 

DIE TÖDLICHEN BIENEN – Zensur

 
 
 
DIE TÖDLICHEN BIENEN gehört zu den ersten Bienen-Horrorfilmen, die jemals gedreht wurden. Der Streifen wurde für seine Kino-Uraufführung in Deutschland von der FSK ab 16 Jahren in ungeschnittener Form freigegeben. Auch die späteren Ausstrahlungen im Pay- und Free-TV waren ungeschnitten. Leider wurde DIE TÖDLICHEN BIENEN nie auf Blu-ray und DVD ausgewertet. Dank dem Label WICKED VISION ändert sich das jetzt. Dort hat man sich dem Amicus-Klassiker angenommen und eine aufwendige HD-Veröffentlichung spendiert. Das Release von WICKED VISION im Mediabook ist ebenso ungeschnittenen, wie alle bisher erhältlichen Fassungen und natürlich frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

DIE TÖDLICHEN BIENEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) WICKED VISION MEDIA (Mediabooks)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Deadly Bees; Großbritannien 1966

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 2.0 Mono), Englisch (DTS-HD Master Audio 2.0 Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: 3 verschiedene Mediabooks

Extras: 24-seitiges Booklet mit einem Essay von Dr. Rolf Giesen, Audiokommentar mit Dr. Gerd Naumann & Dr. Rolf Giesen, „Hives of Horror“: Interview mit Produktionsmanager Ted Wallis und Requisiteur Peter Allchorne, „Monsterama“: Interview mit Suzanna Leigh, Bildergalerie, Originaltrailer

Release-Termin: 29.03.2019

 

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DIE TÖDLICHEN BIENEN war bis zum Jahr 2019 weder auf VHS, DVD oder gar Blu-ray erhältlich. Doch das Label WICKED VISION schafft nun Abhilfe. Dort hat man sich die Rechte am britischen Tier-Horror gesichert und bringt den Amicus-Klassiker auch gleich als deutsche HD-Premiere auf den Markt. Hierbei hat der Horrorfilm-Fans die Wahl der Qual. WICKED VISION spendiert dem Horrorthriller drei unterschiedliche Cover-Varianten im Mediabook. Entscheides Euch zwischen dem deutschen, amerikanischen und italienischen Kinoplakat. Jedes Mediabook ist streng limitiert und mit reichlich Bonusmaterial ausgestattet. Neben dem Hauptfilm auf Blu-ray und DVD besitzt das Release einige Extras, sowie das 50-minütige Monsterama Special mit Suzanna Leigh. Ein 24-seitiges Booklet mit einem Essay von Dr. Rolf Giesen runden dieses tolle Sorglos-Paket ab.

 
 
 


 
 
 

DIE TÖDLICHEN BIENEN – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei WICKED VISION MEDIA)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Vögel (1963)
 
Der tödliche Schwarm (1978)
 
Killerbienen (1976)
 

Filmkritik: „Haus der Todsünden“ (1976)

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HAUS DER TODSÜNDEN

(HOUSE OF MORTAL SIN | THE CONFESSIONAL MURDERS)

Story

 
 
 

Jenny (Susan Penhaligon) ist jung, hübsch und verfügt über einen, nun ja, nicht gerade strengen Moralkodex. Nachdem sie ihren alten Freund Bernard trifft, der zwischenzeitlich zu Gott gefunden und sogar die Priesterweihe erhalten hat, denkt sie über Religion nach. Passt gut, verlässt sie doch gleich ihr Lover Terry. Jenny möchte bei Bernard beichten gehen. Leider hat der ältere Priester Meldrum (Anthony Sharp) Dienst. Er nimmt ihr die Beichte ab und dreht anschließend ordentlich am Rad. Eine schiere Besessenheit von der jungen Frau packt den Gottesmann. Erpressung mit Jennys auf Tonband aufgenommener Beichte ist da noch das harmloseste Vergehen, da der Pfarrer zu einem ausgewachsenen Slasher mutiert, dessen Mord-Arsenal immer einen Kirchenbezug hat. Giftige Hostien oder ein geschwungener Weihrauchkessel kommen zum irren Einsatz.

 
 
 


 
 
 

HAUS DER TODSÜNDEN – Kritik

 
 
 
Nicht erst im schleimigen Glanze der ständig aktuellen Skandale um sexuell ausgebeutete kleine Bübchen ist Kritik an der Katholischen Kirche angebracht. Der nach eigener Einschätzung heilige Moloch aus Rom ist seit zweitausend Jahren das finanzstärkste Unternehmen des Planeten und geht im Namen seines absoluten Machterhalts und der Deutungshoheit über einen Großteil der weltweit religiös engagierten Menschlein buchstäblich über Leichen. Politik, Dominanz, Krieg. Wenn es der Organisation nützt, werden auch ganz und gar nicht fromme Herrscher der weltlichen Fraktion gefördert. So weit, so brachial-banal. Kirchenkritische Filme gibt es ähm, Gottseidank, fast seit Anbeginn der Kinowirtschaft. Das Spektrum ist breit gefächert, reicht zum Beispiel von Luis Bunuels karriereumspannender Prügel für den Klerus über beinahe körperlich schmerzende Leinwand-Exzesse wie Pier Paolo Pasolinis „Salo – Die 120 Tage von Sodom“ (1975) oder Ken Russels „Die Teufel“, vier Jahre davor bis hin zu derben Quatsch-Komödien aus – eigentlich pervers – stramm katholischen Ländern wie Italien oder Spanien. Mit „Haus der Todsünden“ betritt 1975 niemand Geringeres als der Brite Pete Walker die Bühne des cinematischen Anprangerns kommerziell organisierter Religionen. …und das tut er auf seine ganz eigene Weise.
 
 
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Peter Walker, 1939 in Brighton geboren, ist während seiner Schaffenszeit, 1968 bis 1983, so etwas wie die Exploitation-Geheimwaffe des britischen B-Films. Zielsicher und einsetzbar an jedem Schauplatz. Kaum eine Sparte des grellen Bahnhofskinos, die nicht mit ätzenden Juwelen aus der Hand dieses boshaft-zynischen Regisseurs beschenkt worden wäre. Eindeutig britisch kommt sein Stil daher. Grundsätzlich. Deprimierende, graue Außenaufnahmen trister englischer Stadtpanoramen, seltsame, völlig in ihrer Zeitepoche verhaftete Figuren, von denen niemand wirklich komplett sympathisch gezeichnet ist und plötzliche Ausbrüche von über die Lächerlichkeit der menschlichen Tragödie spottender Brutalität zeichnen das Oeuvre Peters des Großen aus.
 
 
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In Pete Walkers an Höhepunkten nicht armer Filmografie leuchten herausragende Werke wie der fiese Vorstadt-Kannibalismus-Klassiker „Frightmare“ (1974) oder schräge Erotik-Trasher á la „The Four Dimensions of Greta“ (1972) und der hierzulande brillant betitelte „Der Porno-Graf vor Schweden“ (1969), harr, harr. Für seinen letzten Film, die 1983 erschiene Spaß-Horrorschau „Das Haus der langen Schatten“ versammelt er sogar die rüstige Gruselfilm-Altstar-Gang Vincent Price, Christopher Lee, Peter Cushing und John Carradine vor der Kamera. Seine größten Momente hat Pete Walker, wenn er mit dem Drehbuchautor David McGillivray zusammenarbeiten kann. Der ist auch nicht minder menschenfeindlich bei der Sache. Regisseur und Autor ergänzen sich derart kongenial, dass wahre Glücksfälle entstehen können. „Haus der Todsünden“ ist ein solcher Glücksfall. McGillivray bekommt als Ausgangsbasis eine Story aus der Feder Walkers vorgelegt und verwandelt die in ein Skript, bereit für Walkers Verfilmung. Da ist Gedankenübertragung in beide Richtungen am Werk – künstlerisch ideal. Im Bonusmaterial des nun erhältlichen Mediabooks aus dem Hause Wicked Vision findet sich ein Gespräch McGillivrays mit dem unverwüstlichen englischen Horror-Kenner Kim Newman.
 
 
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Die dem „Haus der Todsünden“ zu Grunde liegende Kurzgeschichte Walkers ist geprägt von persönlichen Eindrücken und entsprechend wütend geschrieben. Man kann den Groll des desillusionierten Katholiken im Regisseur deutlich herauslesen. Daher ist Susan Penhaligon – für Pete-Walker-Verhältnisse – in der Hauptrolle auch erstaunlich positiv angelegt. Anthony Sharps hervorragend gespielter Gaga-Priester ist eine regelrechte Verkörperung der Verlogenheit und Zielstrebigkeit von Mutter Kirche. Ein „der Zweck heiligt die Mittel“ personifiziert in der Gestalt eines einzelnen, Vernunft und Mitgefühl gleichermaßen unterdrückenden Würdenträgers im Auftrag des Herrn, dem aber die Realität längst zwischen den Fingern durchgeronnen ist. Der bereits erwähnte Berufswahnsinnige Ken Russell, dessen noch heute viel-zensierter „Die Teufel“ jedem englischsprachigen Film-Provokateur nach 1971 ein Vorbild gewesen sein muss, wirkt von Sharps Performance inspiriert. In seinem 1984 erschienen Schmier-Thriller „China Blue – Bei Tag und Nacht“ quält der verrückte Pfarrer Peter Shayne (Anthony Perkins, natürlich ebenso top wie over-the-top) seine Opfer zum Beispiel mit messerscharfen Dildos. Parallelen, auch im Spiel der beiden Anthonys, sind deutlich.
 
 


 
 
 

HAUS DER TODSÜNDEN – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
„Haus der Todsünden“ ist ein späterer und ungewöhnlich persönlicher (man höre sich seinen Audiokommentar an) Film eines der wenigen noch lebenden Exploitation-Zauberer und natürlich ein toller zweiter Eintrag in die Pete-Walker-Collection, welche das Label Wicked Vision nun ins Leben gerufen hat. Ein Projekt, von dem man sich Komplettismus wünschen möchte. Zur makellosen Ausstattung der Mediabook-Veröffentlichung kommt die mutige und ungemein begrüßenswerte Entscheidung des Labels, die unvermeidliche deutsche Audiokommentar-Spur mal von anderen als den üblichen zweieinhalb Wichtigtuern des heimischen Marktes einsprechen zu lassen. Der gute Rolf Giesen war dazu schon eine Autorität auf dem Gebiet des Phantastischen Films als man für solcherlei Passionen hierzulande noch quasi-öffentlich für geistesgestört gehalten wurde. Herausragendes Mediabook.
 
 
 


 
 
 

HAUS DER TODSÜNDEN – Zensur

 
 
 
Die damaligen deutschsprachigen VHS-Veröffentlichungen vom Anbieter VMP waren ungekürzt. Eine dieser erhielt sogar in der ungeschnittenen Fassung eine FSK18. „Haus der Todsünden“ wurde 1984 von der BPjM indiziert. Erst im Jahre 2009 wurde die Indizierung aufgehoben. Das Label Wicked Vision hat den Streifen nun erneut im Mediabook veröffentlicht – erstmalig sogar auf DVD und Blu-ray. Die Veröffentlichung ist zwar ungeprüft, aber ebenso ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

HAUS DER TODSÜNDEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) WICKED VISION MEDIA (Mediabooks)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: House of Mortal Sin; Großbritannien 1976

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 2.0 Mono), Englisch (DTS-HD Master Audio 2.0 Mono)

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.66:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 104 Min.

FSK: ungeschnittene, ungeprüfte Fassung

Verpackung: 3 verschiedene Mediabooks

Extras: 24-seitiges Booklet mit einem Essay von Jonathan Rigby, Audiokommentar mit Regisseur Pete Walker und Jonathan Rigby, Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen, Dr. Gerd Naumann und Matthias Künnecke, Featurette: „Sheila Keith – Eine nette alte Frau?“, Interview mit Pete Walker, „House of Walker“: David McGillivray & Kim Newman über „Das Haus der Todsünden“, Bildergalerie, Originaltrailer

Release-Termin: 29.03.2019

 

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Anbieter Wicked Vision feiert die HD-Premiere von „Haus der Todsünden“ mit drei Mediabooks und veröffentlicht den Streifen in der Pete-Walker-Collection Nr. 2. Jedes der Bücher besitzt ein anderes Cover-Motiv und ist streng limitiert. Darüber hinaus wurde die Veröffentlichung mit ausführlichem Bonusmaterial ausgestattet. Neben diversen Audiokommentaren, einem Interview mit Pete Walker sowie weiteren Featurettes liegt ein 24-seitiges Booklet mit einem Essay von Jonathan Rigby bei. Natürlich ist diese Veröffentlichung von „Haus der Todsünden“ ungeschnitten. Sammler greifen schnell zu, denn lange wird es diese Mediabooks wegen der hohen Nachfrage nicht geben.

 
 
 


 
 
 

HAUS DER TODSÜNDEN – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei WICKED VISION MEDIA)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Teufel (1971)
 
China Blue – Bei Tag und Nacht (1984)
 
Killer Nun (1979)
 

Filmkritik: „Bloodsucking Bastards“ (2015)

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BLOODSUCKING BASTARDS

Story

 
 
 
Die Mitarbeiter eine Firma sehen sich mit Vampiren konfrontiert, gegen die man sich blutig zu wehren weiß.
 
 
 


 
 
 

BLOODSUCKING BASTARDS – Kritik

 
 
 
Wie wäre das schön, wenn es Mitarbeiter geben würde, die 24 Stunden am Tag im Büro sitzen, um ohne Pause am Schreibtisch schaffen zu können. Effektives Arbeiten wird im Horrorspass BLOODSUCKING BASTARDS neu definiert. In diesem Film wird der Traum eines jeden Arbeitgebers zur blutigen Realität, denn wie der doppeldeutige Titel bereits vermuten lässt, sind hier gewinnorientierte Firmenbosse und hungrige Vampire am Werk. Letztere suchen eine Firma heim, um verhindern zu können, dass ein marodes Unternehmen roten Zahlen schreibt. Der neue Kurs ist denkbar einfach. Mitarbeiter sollen in Blutsauger verwandelt werden, um ganztags in abgedunkelten Büroräumen den schönen Dingen des Lebens nachgehen zu können: dem Geldverdienen.
 
 
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So wird der Zuschauer in den Büroalltag des überarbeiteten Evan (FRAN KRANZ aus CABIN IN THE WOODS) entführt, dessen Leben momentan so gar nicht nach Plan verlaufen will. Nicht nur, dass er sich mit Beziehungsproblemen umherschlagen muss; auch der erhoffte Managerposten wird ihm kurzerhand vor der Nase weggeschnappt. Jugendfeind Max (PEDRO PASCAL) wird für die neue Stelle besetzt und macht dem Verkaufsteam (darunter diverse Gesichter der Comedy-Gruppe DR. GOD) das Leben schwer. Leider stellt das Ekelpaket das kleinere Übel dar, denn immer mehr Büromitarbeiter verwandeln sich plötzlich in blutgierige Vampire. Für Evan kein Grund zur Sorge. Zusammen mit den Kollegen sucht er nach Antworten und nimmt den Kampf gegen Horden aggressiver Blutsauger auf, die sich jedoch kreativ zu wehren wissen.
 
 
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Ein im wahrsten Sinne des Wortes bissiger Spaß, der sich zu keiner Zeit ernst nimmt. Regisseur BRIAN JAMES O’CONNELL macht’s mit Hilfe sarkastischem Humors, abgedrehten Antihelden und jeder Menge Kunstblut. Ein mittlerweile gängiger Mix, der seit einigen Jahren vor allem in Spoof-Komödien wie der SCARY MOVIE-Reihe oder TUCKER AND DALE VS. EVIL gern Verwendung findet. BLOODSUCKING BASTARDS steht genannten Horrorkomödien in nichts nach und mixt Horror mit teils zynischen Wortgefechten, die kein Augen trocken lassen. Doch dazu nicht genug. Diese Vampirkomödie ist nicht nur blutig und witzig – BRIAN JAMES O’CONNELL teilt auch kräftig aus. So wird hier die Profitgeilheit mancher Arbeitgeber auf die Spitze getrieben, die meinen müssten Angestellte wie Sklaven rund um die Uhr schuften zu lassen – koste es was es wolle. Dass deren fragwürdige Prozeduren im Film auf die Schippe genommen werden, ist vor allem den Drehbuchschreibern zu schulden. Untern den Autoren gesellen sich nämlich auch die Mitglieder des Comedy-Trupps DR. GOD, von denen sich einige sogar im Film blicken lassen. Die bekannten Spaßmacher aus Los Angeles haben sich vor allem einem Namen durch die Entwicklung diverse Formate auf Sendern wie CARTOON NETWORK, FOX oder NICKELODEON gemacht und sind in Übersee durch Auftritte auf COMEDY CENTRAL, MTV und VH1 einem Millionenpublikum bekannt. Im Falle von BLOODSUCKING BASTARDS eine positive Bereicherung, die den Film – trotz mühsamen Start – zum bitterbösen Gagfeuerwerk verhilft. Der Witzgehalt bleibt konstant hoch und gipfelt in einem blutroten Finale, das sogar Fans der groben Unterhaltung zufriedenstellen dürfte. Wenn das mal keine guten Aussichten sind.
 
 
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BLOODSUCKING BASTARDS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Von faulen Angestellten und egozentrischen Abteilungsleitern, die nicht anderes im Sinn haben, als über Leichen zu gehen. BLOODSUCKING BASTARDS ist die blutreiche Spielfilmversion des Comedy-Hits ALLES ROUTINE – nur mit Vampiren. Die funktionieren unmotivierte Angestellte in allseits bereite Arbeitssklaven um, damit das Unternehmen schwarze Zahlen schreiben kann. Humor vs. Blut lautet die Devise, denn von genannten Zutaten wird viel Gebrauch gemacht. Der gegensätzliche Mix macht BLOODSUCKING BASTARDS einzigartig, denn Blut- und Gaggehalt halten sich die Waage und sorgen für gute Laune – und das sogar den gesamten Film über. Wer ein Faible für zynische Horrorkomödien besitzt, die sich alles andere als ernst nehmen, sollte unbedingt einen Blick wagen, schließlich stecken hinter BLOODSUCKING BASTARDS einige der bewandertsten Humor-Experten Amerikas: Das Team von Dr. GOD.
 
 


 
 
 

BLOODSUCKING BASTARDS – Zensur

 
 
 
Im Finale von BLOODSUCKING BASTARDS geht es mächtig zur Sache. Vampire explodieren, Schädeldecken werden mit Büromaterialien eingeschlagen und das Blut fließt zeigefreudig über die Mattscheibe. Weil sich der Film zu keine Minute bierernst nimmt, hat auch die FSK keine Probleme mit den gezeigten Splatterszenen gehabt. Der Film hat eine FSK16 erhalten und wurde im Mediabook veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

BLOODSUCKING BASTARDS – Deutsche Blu-ray im Mediabook

 
 
 
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Cover A – auf 222 Stück limitiert (c) DONAU FILM

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Cover B – auf 333 Stück limitiert (c) DONAU FILM

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Cover C – auf 333 Stück limitiert (c) DONAU FILM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bloodsucking Bastards; USA 2015

Genre: Horror, Splatter, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.39:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook in drei verschiedenen Ausführungen

Extras: 24-seitiges Booklet mit einem Text von Marco Erdmann, Weltweit erstmals im korrekten Bildformat von 2.39:1, Audiokommentar mit Dr. God, Hinter den Kulissen, Outtakes, Trailer, Promo-Clips, eine zusätzliche DVD auf der der Film noch einmal enthalten ist.

Release-Termin: 15.06.2018

 

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BLOODSUCKING BASTARDS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Donau Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
5 Zimmer Küche Sarg (2014)
 
Therapie für einen Vampir (2014)
 
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Fright Night – Die rabenschwarze Nacht (1985)
 
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Suck – Bis(s) zum Erfolg! (2009)