Filmkritik: „Berserker“ (1987)

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BERSERKER

Story

 
 
 
Sechs Teenager brechen auf, ein idyllisches Wochenende in Rainbow Valley zu verbringen, doch eine nordische, bluttriefende Mythengestalt macht ihnen einen Strich durch die Rechnung…

 
 
 


 
 
 

BERSERKER – Kritik

 
 
Jefferson Richards dritte und letzte Regie-Arbeit nach dem Familiendrama „In Search of a Golden Sky“ und dem Crime-Thriller „Rigged“ kann in seinen besten Momenten den relativ „hohen“ Erwartungshaltungen von käsiger 80s-Unterhaltung mit bekloppter Story, dicker Atmosphäre und schrillen Synthesizern gerecht werden, scheitert dann aber doch an der Bewältigung zu oft gesehener Genre-Krankheiten. Ob das Gesamtwerk dabei immer noch sehenswert bleibt, oder aber zurecht in Vergessenheit geraten ist, klären meine folgenden Eindrücke.
 
 
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In der, im 10. Jahrhundert spielenden, Eröffnungsszene zwischen unaufhörlich blasendem Wind und dicken Nebelschwaden legt ein Ruderboot an, bevor ein muskelbepackter, oberkörperfreier, blutiger Typ mit Wolfsgebiss in die Nacht knurrt, böse brüllt und die Titlecard heraufbeschwört: „Berserker – The Nordic Curse“. Ein (echter!) Bär ist von der Seite zu sehen, wie er gutmütig durchs Bild läuft, dann ein zerkratzter Rücken, haarige Beine, dann ein allzu offensichtliches Latex-Prop. Die gequälten Synthesizer setzen wie erwartet ein, Nahaufnahmen des blutigen, aufgerissenen Mauls folgen, Blut tropft von (oder aus?!) den Reißzähnen, bei allem Trash-Gehalt verfehlen diese Szenen ihre Wirkung jedoch nicht.
 
 
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Nach diesen drei Minuten martialischen Openers wird zu einem alten Paar geschnitten, das beim Camping/Angelausflug herzerwärmend Händchen haltend spazieren geht, dabei jedoch scheinbar die Zeit vergisst oder sich massiv verläuft, da es auf einmal Mitternacht ist und die armen Leute, aus Sicht des Berserkers gefilmt, Blut ins Gesicht gespritzt bekommen, was wohl ihr Ableben symbolisieren soll. Dazu gesellen sich erneut Aufnahmen des süßen und echten Grizzlybären, der offensichtlich unbeschwert seines Weges läuft und keine Ahnung hat, in was für eine Produktion er hier geraten ist.
Nachdem die Etablierung des Antagonisten samt Opening Kills also zackig in den ersten fünf Minuten abgehandelt wurde, startet „Berseker“ nun gut gelaunt mit 80s-Rock, breit grinsenden Protagonisten, ausgelassener Ferienstimmung und idyllischer Landschaft, da es natürlich eine Gruppe junger Erwachsener in des Berserkers Wälder verschlägt, um dort zu Campen. Der unter anderem aus „Alligator“, John Carpenter Filmen oder „Maniac Cop“ bekannte John F. Goff kommt als Officer vorbei, ignoriert aber die offensichtlichen Anzeichen von Trunkenheit am Steuer und Drogenbesitz, konzentriert sich stattdessen nur auf die Vermüllung der Umwelt, die die Truppe fleißig betreibt. Eine Szene später und angekommen am Campground von „Rainbow Valley“ trifft die Gruppe nun auf Schauspiellegende George Buck Flower, auch ein Carpenter-Liebling, als „Papi Nyquist“, ein kauziger Charakter mit dicken Akzent, der erneut auf die Umwelt hinweist und den Verdacht eines „Long Weekend“-mäßigen Ökohorrors aufkommen lässt.
 
 
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Doch abseits der ersten 5 Minuten ist von Horror jetzt erst einmal weit und breit nichts zu sehen, was auch gut so ist, da die folgenden Minuten ein reiner Genuss für jeden Freund von 80s-Käse sind: Schmissige Rockmusik, herumalbernde Darsteller in Rollen, die 5 Jahre jünger geschrieben wurden, dabei wie sie gefährlich Quadfahren, sich homoerotisch oberkörperfrei mit Bier vollspritzen, oder gar den Zuschauer teasen – eine der Schönheiten der Gruppe tut so, als würde sie vor der Kamera ihr Top ausziehen, tut es dann aber entschieden doch nicht. Eine spaßige und kurzweilige Montagesequenz, auch ein letztes leichtherziges und kurzweiliges Durchatmen, bevor der Film langsam aber sicher ruhiger und ernster wird. Das beginnt mit der obligatorischen Lagerfeuer-Horrogeschichtenszene, in der der Mythos um den titelgebenden Berserker etwas beleuchtet wird, geht dann aber unerwartet ruhig, langsam und ernst weiter mit einer fast schon dramatischen, lakonischen, nächtlichen Szene, in der Papi und Officer Hill Schach spielen und sich über ihre verstorbene Verwandschaft, ihre Rückenschmerzen und den Alkoholismus austauschen.
 
 
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Die gesamte erste halbe Stunde, der gesamte erste Akt dieser recht kurzen 85 Minuten sind also stimmig, kurzweilig, sehenswert und als gelungen zu erachten, doch wo bleibt nun die eigentliche Horror- oder zumindest Creature-Komponente? Und was hat der Bär, im Abspann sogar credited als „Bart the Bear“ mit all dem zu tun? Nun, vor sechs Jahren, so erzählt ein Mitglied unserer sechsköpfigen Gruppe, gab es einen Vorfall, bei dem ein kleines Mädchen von einem „Bären“ angegriffen wurde, dazu blendet der Film Aufnahmen von Bart ein, wie er scheinbar den Mond anbrüllt. Ist der Berserker also vielleicht völlig woanders unterwegs und ein riesiger red herring?
 
 
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Jugendliche Streiche und Rummacherei, unbehagliches Toilettensuchen im kalten Wald und laute 80s-Musik in der Holzhütte füllen die nächsten zehn Minuten, bevor kurz vor der Halbzeit die erste Sex-Szene sowie natürlich, damit einhergehend, die ersten Kills zu begutachten sind. Und während die Synthies wie erwartet gellend schreien dürfen und dank der erneuten POV-Variante auch keine billige Kreatur auffällt, so enttäuschen die Tötungen selber effekttechnisch leider doch sehr, da hier einfach nur ein paar Krallen blutige Striemen hinterlassen, welche dann scheinbar tödlich sind.
Da die Atmosphäre in den düsteren, nebligen Wäldern immer wieder stimmt, man mit einem süßen Bären, guter Musik und etwas Nacktheit vertröstet wird, echte Charakterdarsteller in den Nebenrollen gecastet wurden und die Erwartungshaltung nie sonderlich hoch war, kann man sich als Genrefan definitiv auch durch die nächste halbe Stunde retten – doch leider ist hier, in der Mitte des Films, definitiv der meiste Leerlauf und repetitivste, langweiligste Abschnitt zu finden. Dialoglos wird durch die wenig spannend eingefangenen Außensets gelaufen, allzu zäh gestaltet sich das verletzte Rumstolpern und Veräußern halbgarer Dialoge.
 
 
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Aber aber, kurz bevor mein Interesse ganz abgebaut hatte und ich mich nur noch durch den dritten Akt quälen wollte, folgt noch ein unerwartetes Highlight: Nach einer überraschend ehrlichen und gut geschriebenen Dialogszene nämlich bricht plötzlich ein Kampf aus, in dem sich ganz offensichtlich ein echter Mensch mehrere Minuten und Einstellungen lang mit einem echten Bären geprügelt hat, bzw. mit ihm rangelte. Und das ist nicht nur meist überzeugend verschnitten, auch wenn sichtlich und munter zwischen zwei verschiedenen Bären, nämlich einem Grizzly und einem Braunbären, sowie einem Fake-Gebiss, gewechselt wird, sondern vorallem verdammt beeindruckend bis beunruhigend zu sehen, wie dieses riesige Tier mit seinen potentiell tödlichen Pranken hier „spielt“ und es wirklich aussehen lässt, als könnte man schon mal den Sarg bestellen.
 
 
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Ein funkiger, grooviger Song mit Saxophon darf nicht fehlen, ein erst herrlich unpointiertes, dann natürlich noch per Twist einen draufsetzendes Ende auch nicht, die Ruhe nach dem Sturm, das böse Grinsen am Ende, Feierabend. Was bleibt zu sagen? „Berserker“ leidet an seiner Mitte und dem Weg zum Finale, diese „Kampf“-Szene zwischen Mensch und Tier allein macht den Film aber fast schon sehenswert. Ob man der ersten halben Stunde – und somit dem gesamten Film – was abgewinnen kann, das liegt wohl in erster Linie an der 80s-Affinität was Musik, Mode, unbedarftes Schauspiel und unbeschwerte Atmosphäre angeht. Ich war hier deutlich zufriedener, als in vielen Konkurrenzwerken.
 
 


 
 
 

BERSERKER – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
30 Minuten feinster Achtziger-Käse, 30 Minuten unspektakuläres bis langweiliges durch den Wald laufen, dazu ein einmalig dressierter Kampf, ein süßer Bär, etwas Camp-Slasher-Stimmung, starke Schauspiel-Urgesteine am Rand und ein schmissiger, die Stimmung hoch haltender Soundtrack. Stellenweise trashig, dann wieder durchaus atmosphärisch und ansprechend inszeniert.
 
 


 
 
 

BERSERKER – Zensur

 
 
 
„Berserker“ erschien auf Videokassette in Deutschland ungeschnitten. Dennoch stand der Streifen von 1990 bis 2015 auf dem Index. 2019 folgte die erste deutsche DVD-Veröffentlichung durch Great Movies. Die Fassung auf der Scheibe bot die unzensierte Fassung. Genau ein Jahr später wurde „Berserker“ zum ersten Mal auf Blu-ray veröffentlicht. Mittlerweile ist der Backwood-Slasher nicht mehr indiziert und kann ungeschnitten mit rotem FSK-Stempel im Handel gekauft werden. Der Sammler hat die Wahl zwischen der DVD und der Blu-ray.
 
 
 


 
 
 

BERSERKER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Classics / daredo (Soulfood) (Blu-ray im KeepCase)

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(c) White Pearl Classics / daredo (Soulfood) (Blu-ray + DVD im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Berserker; USA 1987

Genre: Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Originaltrailer, Artworkgalerie | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, 16-seitiges Booklet mit Fotos und weiteren interessanten Zusatzinformationen

Release-Termin: Mediabook: 21.02.2020 | KeepCase: 08.10.2021

 

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BERSERKER – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies / daredo (Soulfood))

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Maneater – Tod aus der Kälte (2015)
 
Bear (2010)
 
Backcountry – Gnadenlose Wildnis (2014)
 

Filmkritik: „Django und Sartana – Die tödlichen Zwei“ (1969)

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DJANGO UND SARTANA – DIE TÖDLICHEN ZWEI

(UNA LUNGA FILA DI CROCI)

Story

 
 
 
Zwei Kopfgeldjäger machen gemeinsame Sache und wollen einen Menschenhändler stellen, aber nebenbei treibt einer von ihnen ein falsches Spiel.

 
 
 


 
 
 

DJANGO UND SARTANA – Kritik

 
 
Da soll mal noch jemand behaupten, den Etikettenschwindel gab es früher nicht auch schon! „Django“ und „Sartana“ sind natürlich zwei sehr bekannte Westernfiguren und gerade Django hat es dermaßen schnell zum Kult gebracht, dass es gefühlt unzählige Titel gab, die seinen Namen schmückten. Was könnte man also Besseres tun, als diese beiden Namen zusammenzubringen? Richtig, eigentlich nichts, aber der deutsche Titel „Django & Sartana – Die tödlichen Zwei“ ist reiner Schwindel. Im Original fallen diese Namen nicht mal, was vor allen Dingen dann sehr auffällig ist, wenn plötzlich eine Szene nicht synchronisiert wurde und man den originalen Namen gerufen bekommt. Der alte Western-Fan sollte es jedoch gewöhnt sein, dass deutsche Titel gerne solche Namen trugen, um halt mehr Publikum anzuziehen. Und sofern man nichts gegen einen brutalen, simplen und reißerischen Western hat, dann versagt dieses Exemplar immerhin auch nicht.
 
 
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Django und Sartana sind zwei Kopfgeldjäger, die eher zufällig plötzlich gemeinsame Sache machen. Ein reicher Verbrecher schleust nämlich immer wieder mexikanische Arbeiter illegal in die USA und weil das Militär machtlos dagegen scheint, ist mittlerweile ein hohes Kopfgeld auf diesen Mr. Fargo ausgesetzt. Natürlich hat dieser auch seine Männer und deshalb möchte Django die Sache lieber gemeinsam mit Sartana erledigen.
Das ist genauso simpel, wie es auch klingt, aber das kennt man besonders von den alten Western. Eine Geschichte spielt da kaum eine Rolle. Dafür hat man reißerische Ideen verarbeitet, wie z.B. das siebenläufige Gewehr. Das ist natürlich großer Humbug, aber es kommt so herrlich over-the-top daher, dass es schon Spaß machen kann. Ein Großteil der Geschichte verläuft ohne Überraschungen und wirkt teilweise ganz schön trocken. Nur zum Finale hin darf sich der Zuschauer noch auf einen Twist gefasst machen, der absolut an den Haaren herbeigezogen erscheint und nicht mal wirklich unvorhersehbar ist. Die große Kunst stellt dieses Drehbuch also mit Sicherheit nicht dar und trotzdem funktioniert das Resultat.
 
 
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Aus handwerklicher Sicht kommt „Django & Sartana – Die tödlichen Zwei“ nämlich doch relativ ansprechend daher. Die Bilder werden gar nicht mal so sehr von der Wüste dominiert, bieten aber selbstverständlich dennoch die Schauplätze, die man bei einem Western erwartet. Regisseur Sergio Garrone hat es sich um die Entstehungszeit 1969 im Western-Bereich gemütlich gemacht und bedient das Genre solide. Da ist sogar mal Platz für die ein oder andere etwas experimentellere Szene. Optisch macht das jedenfalls etwas her. Die Atmosphäre ist so, wie man sie bei einem Western aus diesem Jahr erwarten darf. Hier muss keine große Moral herrschen und hier darf der Held eigentlich auch ein Bösewicht sein. Das ist herrlich dreckig, zynisch und mies. Ein paar mehr Emotionen, sowie auch der ein oder andere auflockernde Spruch hätten im Endeffekt zwar nicht geschadet, um die Stimmung etwas abwechslungsreicher zu gestalten, doch auch so wird sich der Fan solcher Werke schnell zurecht finden.
 
 
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Die Darsteller agieren dabei grundsolide, ohne wirklich viel zu tun zu haben. Anthony Steffen passt in die Rolle von Django, muss aber überwiegend einfach nur die wortkarge Coolness in Person darstellen. Etwas mehr zu tun, hat da schon William Berger als Sartana, was vor allen Dingen an der theatralischen Figurenzeichnung liegt, die manchmal überhaupt keinen Sinn ergibt und etwas Overacting verlangt. Wenn der eiskalte Killer Sartana da nämlich plötzlich in Tränen ausbricht, weil man ihn bestohlen hat, dann lässt sich das nicht ganz ohne unfreiwillige Komik wahrnehmen. Sowieso grenzen die Charaktere an einer Karikatur, aber eigentlich will man das von diesen alten Western auch so haben. Riccardo Garrone, Bruder des Regisseurs, übernimmt die Rolle des „echten“ Bösewichts und strahlt dabei eine gewisse, bodenständige Ruhe aus, die dem Werk tatsächlich ganz gut tut. Alle anderen stellen lediglich Beiwerk da, ohne im Positiven, noch Negativen aufzufallen.
 
 
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Nun gibt es „Django & Sartana – Die tödlichen Zwei“ endlich auch in Deutschland ungeschnitten, wobei die knapp fünf Minuten mehr Laufzeit lediglich zwei relativ unwichtige Handlungsszenen betrifft. Allgemein ist die Laufzeit mit rund 100 Minuten doch ein wenig zu lang ausgefallen, weil der Film halt nicht viel Substanz besitzt. Das langweilt zwar niemals so richtig, ist aber eben auch nicht komplett kurzweilig. Zum Glück ist meistens etwas los und nachdem sich das Szenario etwas holprig eingeleitet hat, geht es auch oftmals zur Sache. An Schießereien mangelt es da nun wirklich nicht und selbst wenn das niemals Spannung aufkommen lässt, lädt die Action zum Verweilen ein. Harmlos geht es dabei ebenfalls nicht zur Sache. Da trifft mangelnde Moral auf viele Leichen und die Morde finden nicht alle nur per Schießeisen statt. Aus heutiger Sicht wirkt das natürlich eher harmlos und die Effekte sind sehr simpel, aber für die damalige Zeit kann sich der Gewaltpegel sehen lassen. Abgerundet wird das passable Ergebnis von einem netten Score, der sich so anhört, wie man das von einem Western gewohnt ist. Da fehlt zwar die eigene Handschrift, aber gut ist die muskalische Begleitung auf alle Fälle.
 
 


 
 
 

DJANGO UND SARTANA – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„Django & Sartana – Die tödlichen Zwei“ ist ein primitiver, reißerischer und brutaler Western, der sich gar nicht erst die Mühe macht, seine Geschichte besonders ansprechend zu erzählen oder seine Charaktere mit einer Tiefe zu versehen. Stattdessen gibt es die coolen Antihelden und jede menge zwiellichtige Gestalten – Einer böser, als der andere. Das Drehbuch ist recht schwach und wirkt am Ende maßlos konstruiert, aber so richtig störend ist das gar nicht mal, weil immerhin die handwerkliche Arbeit sitzt. Optisch hat der Film etwas zu bieten und die Darsteller erledigen ihre Sache ebenfalls passabel. Außerdem gibt es doch eine ordentliche Portion Action, viel Gewalt und so halten sich die Längen tatsächlich in Grenzen. Das ist manchmal etwas zu langatmig geraten, aber die zynische Atmosphäre funktioniert schon ziemlich gut, der Score lässt sich wunderbar anhören und ein paar seltsam-theatralische Szenen laden zudem zum Lachen ein. Mit Sicherheit ist „Django & Sartana – Die tödlichen Zwei“ kein Klassiker und absolut kein hochwertiger, dafür aber ein kurzweiliger, trockener und dennoch irgendwie amüsanter Western!
 
 


 
 
 

DJANGO UND SARTANA – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Django & Sartana – Die tödlichen Zwei“ erschien jüngst erstmals ungeschnitten auf Blu-ray und DVD in Deutschland und ist dabei frei ab 18 Jahren. Bis dato war der Streifen hierzulande nur geschnitten erhältlich. Es fehlten einige Handlungszenen.
 
 
 


 
 
 

DJANGO UND SARTANA – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies / daredo (Soulfood) (Blu-ray im KeepCase)

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(c) White Pearl Movies / daredo (Soulfood) (Blu-ray + DVD im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Una lunga fila di croci; Italien 1969

Genre: Action, Drama, Western

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Französisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 101 Minuten

FSK: Film: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Trailer | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, 16-seitiges Booklet mit tollen Fotos und Hintergrundinformationen

Release-Termin: Mediabook: 23.10.2020 | KeepCase: 10.12.2021

 

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DJANGO UND SARTANA – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies / daredo (Soulfood))

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Gott vergibt … Django nie! (1967)
 
Auf die Knie, Django (1968)
 
Sartana kommt… (1970)