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Filmkritik: „Don’t Knock Twice“ (2016)

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DON’T KNOCK TWICE

Story

 
 
 
Nach der leichtsinnigen Aktivierung eines alten Fluches müssen Mutter und Tochter, die sich bereits vor Jahren voneinander entfremdet haben, lernen zusammenzustehen und einander zu vertrauen, um zu überleben …
 
 
 


 
 
 

DON’T KNOCK TWICE – Kritik

 
 
 
Ja, es gibt sie noch: die kleinen, aber feinen Produktionen, die das Herz des klassischen Horrorfans höherschlagen lassen. Auch ohne ein Aufgebot an Leere und Ideenlosigkeit kaschierenden Effekten, Gewalt und Ekel gelingt es DON’T KNOCK TWICE bereits ab dem stimmungsvollen feurigen Vorspann, Interesse an der urbanen Legende um eine alte Hexe zu wecken, an deren Tür man besser nicht zweimal klopfen sollte. Dass sich Protagonisten im Horrorgenre einen Dreck um Verbote scheren und entsprechend unbedarft Verse in Spiegel sprechen, verbotene Zimmer öffnen oder lebensgefährliche Videos konsumieren, ist sicher nicht neu, aber bringt eben doch immer wieder Spaß. Zu Zeiten der Gebrüder Grimm konnten böse alte Hexenweiber, nach dem sie Kinder mittels Lebkuchenhäuschen anlockten, um ihren kannibalistischen Neigungen nachzugehen, noch per Tritt in den lodernden Ofen dauerhaft aus dem Verkehr gezogen werden. Doch derart einfach sind sie heutzutage nicht mehr totzukriegen. So tauchen sie äußerst flott und kampfkunsterprobt im Actionsplatter HÄNSEL & GRETEL: HEXENJÄGER, hinterhältig und gut getarnt nach der Weltherrschaft strebend wie bei HEXEN HEXEN oder in verruckelten BLAIR WITCH-Found-Footage-Streifen immer wieder auf. Einigkeit besteht unter ihnen aber in dem Fakt, dass sie nicht zu unterschätzen sind und wahrhaft Böses im Schilde führen. „Einmal klopfen – Schlaf besiegen. Zweimal dann der Gruft entstiegen …“
 
 
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Nachdem Heimkind Chloe mit ihrem Freund in tiefer Nacht leichtsinnig ihr Glück herausfordert, indem sie an die Tür einer dämonenfütternden Hexe pochen, merken die Teenager recht schnell, das die Legende um verschwundene Kinder mehr Wahrheitsgehalt aufweist, als ihnen lieb sein kann. Mehrfache bedrohliche Erscheinungen später, flüchtet die überzeugend renitent und verängstigte Chloe (LUCY BOYNTON aus FEBRUARY) zu ihrer inzwischen cleanen Mutter (der aus OCULUS und BATTLESTAR GALACTIKA kampferprobten KATEE SACKHOFF), in dem Irrglauben bei ihr in Sicherheit zu sein. Doch da es auch im schicken heimischen Anwesen Türen gibt, lässt das Grauen nicht lange auf sich warten und es klopft erneut an. Erschwert wird der Überlebenskampf dabei zusätzlich durch ungelöste Konflikte zwischen Mutter und Tochter, denen es schwerfällt, unbefangen aufeinander zuzugehen. DON’T KNOCK TWICE ist eine britische Produktion, die es einem nicht unbedingt leicht macht, da sie sich ungewohnt viel Zeit nimmt, um Stimmungen zu erzeugen und das Innenleben ihrer Figuren zu visualisieren. So wird auch vor dem ein oder anderen Dialog nicht zurückgeschreckt. Dabei fährt Regisseur CARADOG W. JAMES (ebenfalls Regie in THE MACHINE) allerdings sehr charmant eine Menge an dem auf, was treue Horrorfans an ihrem Genre so lieben. Ein bedrohlicher Klangteppich untermalt farblich stumme, perfekt durchkomponierte Bilder, die mit einer beeindruckenden Intensität bestechen. Dankenswerterweise hat der überzeugend agierende Cast auch eine ebenso hochwertige Synchro erhalten, was leider nicht selbstverständlich ist.
 
 
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Es ist tatsächlich bewundernswert, wie geschickt es verstanden wird, das Gezeigte auch bei niedrigem Budget hochwertig und wahrhaft unheimlich aussehen zu lassen. Dies gilt ebenso für die atmosphärischen märchenhaften Schauplätze, wie die wirkungs- und liebevoll in Szene gesetzte Kreatur. Das Böse, das THE RING-Samantha nicht unähnlich sieht, beweist, dass man keinesfalls immer einen Rechner benötigt, um eine beeindruckende Ausstrahlung zu erreichen. Wohldosierte Schreckmomente, die sich eindrucksvoll in die ruhigen Sequenzen „sprengen“, runden schließlich das Gesamtbild positiv ab. Zwar lässt das Tempo mitunter etwas zu wünschen übrig und auch die kurzen Rückblicke erscheinen überflüssig, aber trotzdem darf man sich in nahezu jeder Szene entsprechend an einer erzählenden experimentierfreudigen Kameraführung, dem durchdachten Spiel mit Licht und Schatten oder einem lebendigen Score erfreuen. DON’T KNOCK TWICE hat, wenn man sich auf ihn einzulassen versteht, hinter seiner Fassade deutlich mehr zu bieten, als man nach der ersten Sichtung vermuten könnte. So werden erahnte Storyentwicklungen bezüglich der Unterscheidung nach Freund und Feind geschickt konterkariert und ermöglichen auch nach dem Abspann noch eine rege Diskussion über das Gesehene. Erfreulich auch, dass die Logik beim „Getwiste“ nicht auf der Strecke bleibt und man zum Spinnen so manchen Gedankenspiels animiert wird.
 
 
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DON’T KNOCK TWICE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Die eigentliche Qualität des engagierten Films erschließt sich womöglich erst auf den zweiten Blick. Gerade wenn man es gewohnt ist, schnelle Bilder und eine vorangepeitschte, prall aufgemotzte Handlung vorgesetzt zu bekommen, die sich nicht genügend Zeit für das lässt, was eigentlich wichtig ist: das Zelebrieren der Schönheit in all ihren Formen, die dem Filmen innewohnt, wenn man mit Leidenschaft und Visionen bei der Sache ist. DON’T KNOCK TWICE dürfte die breite Masse wohl nicht erreichen, dafür kommt er dann doch zu sperrig und speziell daher. Aber es wäre ihm zu wünschen, dass er viele Sympathiepunkte bei horroraffinen Schöngeistern sammeln kann.
 
 


 
 
 

DON’T KNOCK TWICE – Zensur

 
 
 
Da sich die Aktivitäten von Dämon und Hexenhelferin eher in der Phantasie des Zuschauers manifestieren, mussten keine verunstaltenden Schnitte vorgenommen werden. DON’T KNOCK TWICE hat keine harten Schauwerte zu bieten und wurde von der FSK bereits ab 16 Jahren freigegeben.
 
 
 


 
 
 

DON’T KNOCK TWICE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Don’t Knock Twice; Großbritannien 2016

Genre: Horror, Thriller, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 1.78:1 (1920 x 1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover und O-Card mit Hologramm-Effek

Extras: Deutscher Trailer, Englischer Trailer, Trailershow

Release-Termin: 24.02.2017

 

Don’t knock twice [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

DON’T KNOCK TWICE – Trailer

 
 

 
 

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(Rechte für Abbildungen und Szenenbilder liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
From Hell (2001)
 
Der Fluch von Darkness Falls (2003)
 
Der Fluch – The Grudge (2004)
 
It Follows (2014)
 
Im Bann der Hexe (2013)


Filmkritik: „The Remains“ (2016)

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THE REMAINS

Story

 
 
 

Eine Familie wird in ihrer neuen Bleibe von paranormalen Ereignissen gequält. Wetten hier spukt’s?


 
 
 


 
 
 

THE REMAINS – Kritik

 
 
 
Es gibt Genres innerhalb der Grenzen der Horrorfilmwelt, die wohl nie in Vergessenheit geraten werden. Besonders die Gattung der Spuk- und Geisterfilme will einfach nicht von der Bilderoberfläche verschwinden und erlebt Revival nach Revival – obwohl die meisten Werke dieser Art im Grunde genommen stets ähnlich gemustert konzipiert sind. Mittlerweile haben sich diese Streifen zu einer regelrechten Plage entwickelt, die gerade aufgrund der Erfolge von Film-Reihen wie THE CONJURING oder INSIDIOUS vor allem von kleinen Produktionsstudios in Auftrag gegeben werden. Die investieren meist nicht viel und hoffen auf maximalen Gewinn. Leider scheint die Rechnung oft aufzugehen. Anders lässt sich nicht erklären, warum der Videomarkt Jahre nach Hits wie THE AMITYVILLE HORROR oder POLTERGEIST immer noch regelmäßig von günstig gedrehtem Geisterquatsch geschändet wird. Auch der US-Reißer THE REMAINS orientiert sich beim Erschrecken an Klischees und Handlungsverläufen vieler bekannter Gruselfilme, die man in den letzten Jahrzehnten bis zum Erbrechen zu sehen bekommen hat. Ein altes Haus mit mysteriöser Vergangenheit macht den neuen Bewohnern das Leben schwer. Die Kinder sind empfänglich für die stattfindenden Spukaktivitäten und das Familienoberhaupt wittert flugs, dass die gesamte Familie in großer Gefahr schwebt. Vergleicht man THE REMAINS mit mindestens zehn weiteren aktuellen Spukfilmen, merkt man, dass sich die Geschichten der Hälfte dieser Streifen aufs Haar gleichen. Das kann mit Sicherheit kein Zufall sein.
 
 
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THE REMAINS zieht alle Register klassischen Spuks. Eine Familie hat hier ein viktorianisches Gebäude bezogen und hofft nach dem plötzlichen Tod der Mutter nur das Beste. Leider passieren bald merkwürdige Ereignisse. Türen fallen grundlos ins Schloss, seltsame Stimmen sind zu hören und plötzliches Chaos in der Wohnung wirft Fragen auf. Nein, an Spuk ist erstmal nicht zu denken, obwohl die Bewohner von schrecklichen Albträumen geplagt werden und in regelmäßigen Abständen schaurige Schatten durch die Wohnung wandeln sehen. Als man auf dem Dachboden Gegenstände aus dem letzten Jahrhundert entdeckt und ausmisten möchte, spitzt sich die Lage zu. Die Kinder werden krank und der Vater zieht schließlich in Betracht, dass mit der neuen Bleibe etwas nicht stimmt. Eine kurze Recherche im Internet gibt Aufschluss. Dieses Haus ist geprägt von seiner düsteren Vergangenheit, was nichts Gutes verheißt. Und so kommt, was kommen muss. Budenzauber wird entfacht und ein effektreiches Spukfinale soll knapp 90 Minuten vorhersehbare Langeweile ungeschehen machen. Leider vergebens.
 
 
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Eigentlich hat THE REMAINS all das, was ein Spuk -und Geisterfilm mitbringen sollte. Damit langweilt er leider auch schon wieder, weil sich der Streifen zu verkrampft am Gruselstandard orientiert und frische Ideen vermissen lässt. So macht Regisseur THOMAS DELLA BELLA den Fehler, dem Zuschauer bereits im Prolog die Spannung zu rauben. Während einer unachtsamen Geisterbeschwörung dringen böse Mächte in die Welt der Lebenden ein und haben sich in genau dem Haus manifestiert, das in THE REMAINS den Ort des unheimlichen Geschehens abgibt. Angesichts der Tatsache, dass das so in fast jedem Film dieser Art der Fall ist, besteht Verwechslungsgefahr. Nein, dieser Gruselschnarcher besitzt weder Eigenständigkeit noch Höhepunkte. Das einzige, was in Erinnerung bleibt, sind die fiesen Schockmomente. Hier waren die Tontechniker äußerst hinterlistig und haben die akustische Untermauerung der Schrecksequenzen besondern laut abgemischt. Dafür schmoren sie hoffentlich in der Hölle, denn die laute Abmischung reisst nicht nur einmal unsanft aus dem Tiefschlaf und sorgt so für Augenringe. Letztendlich ist THE REMAINS ein Gruselfilm der beliebigen Sorte. Das ist aufgrund der technischen Ausstattung ziemlich bedauerlich. Der Geisterfilm sieht alles andere als kostengünstig aus und verfügt zudem über manche atmosphärische Szene. Übrigens hat Regisseur THOMAS DELLA BELLA bereits an einigen Horrorproduktionen mitgewirkt. So war er als Produktionsassistent an THE DARKNESS beteiligt. Dabei handelt es sich um einem Film aus den kommerziell gar nicht mal so unerfolgreichen Blumhouse-Studios von Jason Blum – dem sogenannten Boxoffice-Guru Hollywoods. Besser hätte er sich von dem einige Tipps eingeholt. Dann wäre aus THE RAMAINS zumindest ein Film mit hohem Unterhaltungswert geworden.
 
 
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THE REMAINS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein neuer THE AMITYVILLE HORROR? Nein, bloß irgendein anderer austauschbarer Film, über den morgen niemand mehr sprechen wird. Hier gilt: Kennste andere, kennste auch diesen. Wer schon einige Spuk- und Geisterfilme über alte Häuser gesehen hat, in denen es nicht mit rechten Dingen zugeht, dürfte die Handlung von THE REMAINS bereits kennen, ohne den Streifen überhaupt gesehen zu haben. Der Film bietet nämlich nichts Neues und klappert ganz belanglos die gängigen Klischees dieser Rubrik ab. An Überraschungen oder gar Neuerungen mangelt es und Schocks werden gezielt mit lauten Soundeinspielungen bewirkt. Das macht THE REMAINS austauschbar und langweilig, weil die meisten Handlungsverläufe vorhersehbar sind. Unterm Strich bleibt nichts, was Erwähnung finden könnte. Außer vielleicht die Tatsache, dass man Lebenszeit auch auf anderem Wege verschwenden kann als die gefühlt tausendste Kopie anzusehen.
 
 
 


 
 
 

THE REMAINS – Zensur

 
 
 
Gewalt gibt es hier eigentlich kaum zu sehen. Die hätte man von einem Spuk- und Geisterfilm wohl auch nicht erwartet. Der Vater schlägt in einer Vision mit einem Gegenstand auf ein schlafendes Familienmitglied ein bis der Kopf blutet. Am Ende bekommt er von seinen besessenen Kindern selbst eine Tracht Prügel. THE REMAINS hat ohne Probleme eine FSK16 erhalten. Wegen Bonusmaterial (Trailershow) ist auf der erhältlichen Scheibe aber ein roter FSK-Flatschen zu sehen.
 
 
 


 
 
 

THE REMAINS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (Blu-ray KeepCase-Version)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Remains; USA 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | wegen Bonusmaterial Blu-ray: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 25.11.2016

 

The Remains [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE REMAINS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei SPLENDID FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Amityville Horror (1979)

Haunt – Das Böse erwacht (2013)

The Conjuring (2013)

The Dead Room (2015)

Das Haus der Dämonen (USA 2009)

Amityville Horror – Eine wahre Geschichte (2005)


Filmkritik: „Scream Week“ (2016)

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SCREAM WEEK

(SNEEKWEEK)

Story

 
 
 

Ein paar Studenten haben den Tod eines Kommilitonen mitzuverantworten und werden dafür zwei Jahre später von einem maskierten Killer gejagt.

 
 
 


 
 
 

SCREAM WEEK – Kritik

 
 
 
Im Original komischer Titel? Schnell erklärt. Hinter dem Wort SNEEKWEEK – so wie SCREAM WEEK eigentlich im Entstehungsland heißt – verbirgt sich ein Event in Friesland, das alljährlich gefeiert wird und jedes Mal mehr Besucher anlockt. Seit 1934 organisieren hier der königliche Wassersportverein Sneek sowie die Gemeinde Zuidwest-Friesland ein Fest, bei dem Segelwettkämpfe unterschiedlicher Kategorien stattfinden. Begleitet wird das Ereignis von Begleit-Veranstaltungen und lauten Partys, die vor allem vom jüngeren Publikum besucht werden. Genau jene Feierlichkeiten werden den Protagonisten des folgenden Horrorfilms zum Verhängnis. Die verschlägt es genau zu jener Zeit in den Norden zum Feiern, als ein kaltblütiger Killer beim Sneekweek-Fest die Runde macht. Ganz unschuldig sind die neunmalklugen Freunde am Erscheinen des Schlitzers aber nicht, denn wie bereits im Horror-Slasher ICH WEISS, WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST haben auch die Figuren dieses holländischen Genre-Beitrags reichlich Dreck am Stecken.
 
 
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Horror aus dem Land der Tulpen. Klingt kitschig – ist aber mutig und lobenswert. Während man in Deutschland auf bekannten Pfaden wandelt und entweder schwermütige Geschichtsdramen, anspruchsvolles Arthouse oder leichte Komödien ins Kino bringt, schauen die Nachbarn über den Tellerrand. Auch in Holland gibt es Horrorfans, die erschreckt werden wollen. So dreht man dort gerne Gruselzeug, das sogar brauchbar ist. So entstanden inländische Produktionen wie THE POOL, SINT, SCHLACHTNACHT oder FRANKENSTEIN’S ARMY, die auch international gehandelt wurden. Anders sieht es da schon in Deutschland aus. Das behandelt das Horror-Genre nach wie vor stiefmütterlich, ließ es aber in den 2000ern kurzzeitig krachen. Während einer kurzen Renaissance der Teen-Slasher, die durch SCREAM entfacht um die ganze Welt ging, entstanden auch deutsche Meuchelkrimis wie ANATOMIE oder FLASHBACK – MÖRDERISCHE FERIEN, die zumindest in Sachen Blutgehalt den amerikanischen Vorbildern in nichts nachstanden. Jene US-Ideale zieht auch der niederländische SCREAM WEEK zum Vergleich heran, der sich auch nicht zu fein ist, dem wohl wichtigsten postmodernen Slasher aus der Hand WES CRAVENS zu huldigen: SCREAM. Der flimmert im Film kurz über einen Fernsehapparat und stellt klar, welcher Horrorklassiker dem Holländer MARTIJN HEIJNE nach wie vor am Herzen liegt.
 
 
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SCREAM WEEK wandelt auf bekannten Teen-Slasher-Pfaden. Also lässt er junge Darsteller über die Klinge springen. Ein maskierter Bösewicht hat Freude daran, elektronische Handwerkzeuge zu missbrauchen, um damit naiven Studienabgängern die Leben zu verkürzen. Doch seine Taten sind nicht unbegründet. Die Opfer haben Dreck am Stecken. So hat sich vor genau zwei Jahren Tragisches ereignet. Ein Kommilitone ist beim Feiern während der Sneekweek auf schreckliche Weise ums Leben gekommen. Weil man Konsequenzen fürchtete, hat man der Polizei nicht die ganze Wahrheit erzählt. Leider bleibt keine Tat im Horrorfilm ungesühnt. Pünktlich zum erfolgreichen Uni-Abschluss gerät das Ereignis wieder in Erinnerung. Jemand Unbekanntes hat die Freunde von damals in ein schickes Anwesen eingeladen und weiß offensichtlich, was die Bande vor zwei Jahren getan hat. Doch die hat nur Feiern im Kopf. Es ist wieder Sneekweek, der Alkohol kalt und die Nächte laut. Demzufolge bleiben die Schreie ungehört. Leider pflastern schon bald erste Leichen die Wege und Fragen kommen auf, wer hier mit geschärftem Mordwerkzeug einen Denkzettel verpasst bekommen soll. Wie es bei solchen Filmen meist der Fall ist, wird das am Ende nur das „Final Girl“ erfahren. Die schlägt sich wacker, wird den Bösewicht demaskieren, und ihm selbstverständlich das Handwerk legen. Das ist heute so.
 
 
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ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST auf Niederländisch. SCREAM WEEK weicht erst gar nicht von den Mustern oder Pfaden ab, die das Slasher-Genre so ausgetrampelt hat. Hier wird wie seit jeher gemordet und gestorben – funktioniert bereits über 40 Jahre prima. Dabei sind die holländischen Schreihälse den amerikanischen intellektuell ebenbürtig. Auch denen ist vor allem dreierlei wichtig: Party, Sex und Alkohol. Dass das rigoros bestraft werden muss, weiß jeder Fan des Subgenres. Leider hat SCREAM WEEK ein Problem. Während sich seit Carpenter und HALLOWEEN hinsichtlich der gezeigten Gewalt einiges getan hat, geht diese niederländische Produktion einen Schritt zurück. Zwar zückt der Killer im Film Winkelschleifer, Handkreissäge, Nagelpistole und Bohrmaschine – die Kamera blendet aber in den meisten Fällen weg, sobald es für Horrorfans interessant wird. Angesichts der steigenden Gier nach harter Brutalität in Horrorfilmen, ist das was Regisseur MARTIJN HEIJNE hier an Kills zeigt schon als Enttäuschung zu bezeichnen. Nichtsdestotrotz ist SCREAM WEEK aber weitaus besser, als das Meiste, was man für den US-Videomarkt produziert. Trotz zurückhaltender Zeigefreudigkeit und knapp zwei Stunden Laufzeit wurde die Stundenten-Auslöschung sauber inszeniert. Klischees sind da – ohne Stereotypen geht mal wieder gar nichts; dennoch wurde SCREAM WEEK trotz vorhersehbarer Handlungsverläufe spannend verpackt. Nach so vielen Filmen dieser Art muss man MARTIJN HEIJNE ein Lob aussprechen. Altbewährtes so zu drehen, dass es nicht langweilt, ist eine Kunst für sich.
 
 
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SCREAM WEEK – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Die niederländische Version von ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST macht gar keine so üble Figur! Da kann sich Deutschland gern mal eine Scheibe abschneiden. Denn während man in Holland Horrorfilme für den Weltmarkt produziert, tritt man hierzulande beim Drehen von Kinofilmen auf der Stelle. Hauptsache staatstragend und intellektuell. Der bis auf wenige Ausnahmen humorfreie SCREAM WEEK (Originaltitel: SNEEKWEEK) ist typischer Horrorthrill fürs jugendliche Publikum. Zu sehen gibt es schöne Menschen mit wenig Kleidung (vorrangig Soap-Stars aus holländischen Vorabendserien), denen jedoch schreckliches Schicksal vorbestimmt ist. Technisch und auch atmosphärisch kann der Teen-Slasher einiges. Regisseur MARTIJN HEIJNE legt die für Slasher-Filme typischen falschen Fährten, um die Identität des Filmkillers möglichst lange zu bewahren. Gelingt ganz gut – hinsichtlich Spannung bietet der Film einige Höhepunkte. Demzufolge überrascht die Auflösung am Ende doch ziemlich. In Anbetracht der vordiktierten Slasher-Regeln macht SCREAM WEEK fast alles richtig. Nur bei der Gewalt hält sich die NL-Horror-Produktion zurück. Das dürfte den meisten Fans dieser Gattung Film gar nicht schmecken. Ist aber auch nicht weiter schlimm, denn der Film richtet sich ohnehin an all jene, die noch nicht so mit Slasher-Filmen bewandert sind. Die werden gut unterhalten.
 
 
 


 
 
 

SCREAM WEEK – Zensur

 
 
 
SCREAM WEEK ist ein eher harmloser Vertreter der Gattung Slasher. Zwar geht der Killer mit Bohrmaschine, Nagelpistole und ähnlich kräftigem Werkzeug zu Werke, die Kamera schwenkt aber weg, sobald es blutig wird. Der Film hat eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

SCREAM WEEK – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Black Hill Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: SneekWeek; Niederlande 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Englisch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: 108 Minuten

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 25.11.2016

 
 

Scream Week [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

SCREAM WEEK – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Black Hill Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
 Bloody April Fools – Los inocentes (2013)
 
Bloody Bloody Bible Camp (2012)
 
The Girl in the Photographs (2015)
 
Lost After Dark (2015)
 


Filmkritik: „He Never Died“ (2015)

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HE NEVER DIED

Story

 
 
 
Jack (Henry Rollins) kommt einfach nicht zur Ruhe. Er ist dazu verdammt ewig auf Erden zu wandeln, um bösen Jungs die Hintern zu versohlen. Als seine 19-jährige Tochter Andrea (Jordan Todosey) unerwartet an der Wohnungstür klingelt und ihren Vater kennenlernen möchte, gerät das bisher geregelte Leben des eigenbrötlerischen Zeitgenossen aus den Bahnen.

 
 
 


 
 
 

HE NEVER DIED – Kritik

 
 
 
Anfang der 1980er gelang HENRY ROLLINS der musikalische Durchbruch. Als zweiter Sänger der einflussreichen Hardcore-Band BLACK FLAG brachte er Konzerthallen zum Kochen und gründete 1987 die erste Version der nach ihm benannten ROLLINS BAND. Aber Hank ist ein Multitalent. Er macht nicht mehr ausschließlich Musik, sondern verdient sich sein Lohn und Brot neben Spoken-Word-Performances auch als Autor, Verleger und Schauspieler. Leider musste er sich bisher immer nur mit Nebenrollen in Filmen zufriedengeben, in denen er meist noch vor dem Abspann das Zeitliche segnete (u.a. WRONG TURN 2 und FEAST). Das ändert sich jedoch in HE NEVER DIED, denn diesmal darf er überleben und andere in Jagdgründe befördern – herrlich schwarzhumorig und garantiert nicht unblutig.
 
 
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Jack (HENRY ROLLINS in einer Rolle, die ihm offensichtlich auf den Leib geschneidert wurde) lebt seit Jahrhunderten kein einfaches Leben. Der Eigenbrötler kann nämlich nicht sterben, besitzt eine unbändige Gier nach Menschenfleisch und versucht die Lust am Töten durch eine gewissen Routine im Leben zu unterbinden. So besucht er jeden Abend das gleiche Restaurant, spielt regelmäßig Bingo und kauft illegal Blut von Krankenhäusern, um seinen Durst stillen zu können. Leider kommt der bisher minutiös geplante Tagesablauf ins Wanken, als Tochter Alexandra unerwartet an der Wohnungstür klingelt. Die will endlich ihren Vater kennenlernen, ist aber über dessen eigensinnigen Willkommensgesten nicht sonderlich erfreut. Leider bleibt nicht viel Zeit für tiefsinnige Gespräche, denn das Mädchen wird von bösen Jungs verschleppt. Keine gute Idee, denn Vater Jack wird zum Rächer und tötet unkontrolliert jeden, der sich ihm in den Weg stellt.
 
 
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Kannibalismus und Rache in Kombination mit coolen Sprüchen, biblischen Motiven und viel schwarzem Humor. Das sind Genre-Zutaten, die Horrorfanherzen schneller schlagen lassen. Irgendwo zwischen JOHN WICK, THE PUNISHER und EIN MANN SIEHT ROT verkörpert HENRY ROLLINS einen schweigsamen Einzelgänger, der immer einen trockenen Spruch auf den Lippen hat, wenn er kriminelle Typen verprügelt. Dabei zuzusehen bereitet eine Menge Spaß, denn der etwas andere Superheldenfilm für Erwachsene glänzt durch clever geschriebene Dialoge, eine Menge einfallsreicher Ideen und abartig gute Lacher. Leider fällt – wie so oft in Indie-Produktionen – das magere Budget ins Gewicht, denn viel Spielraum stand nicht zur Verfügung. Das macht sich vor allem bei Bühnenbild und Kulissen bemerkbar, die eher zweckmäßig umgesetzt wurden und an TV-Ware erinnern, aber immerhin den düsteren Ton des Streifens unterstreichen. Das ist aber auch nicht sonderlich schlimm, liegt der Fokus ohnehin auf den skurrilen Figuren, die sich in HE NEVER DIED so schräg verhalten, dass man meinen könnte, sie wären einem Comic entsprungen.
 
 
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Wenn Väter sich aufmachen, um ihre Kinder aus den Fängen des Bösen zu befreien: HE NEVER DIED ist zynisches Rachekino mit geheimnisvollen Antihelden, der Stoff für mindestens eine Fortsetzung liefert. Das sahen die Leute aus dem Produktionsstudio 108 MEDIA ähnlich. Dort hat man sich kurzerhand dazu entschlossen den Horrorspaß gleich in Serie gehen zu lassen. Weil Horrorserien im TV momentan der Renner sind, soll eine achtteilige Miniserie die Hintergründe von Filmcharakter Jack näher beleuchten. Der outet sich im Verlauf der Filmhandlung als biblische Figur Kain, die für den Mord an Bruder Abel von Gott dazu verdammt wurde, ewig in Form eines fleischfressenden Monsters auf Erden zu wandeln. Ob er von seinen Leiden erlöst werden kann, wird sich im Serienformat zeigen. Fakt ist, dass es Drehbuchautor und Regisseur JASON KRAWCZYK mit HE NEVER DIED gelungen ist, Kannibalismus- und Rachekino so zu verschmelzen, dass am Ende ein unterhaltsamer Film entstanden ist, den man so noch nicht gesehen hat. Im Dschungel der immer wieder gleichen Horrorgeschichten ist das schon als Kunststück zu bezeichnen.
 
 
 


 
 
 

HE NEVER DIED – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein abgefahrener Rache-Mix aus Humor und Gewalt, der dank Hauptdarsteller HENRY ROLLINS schwer unterhaltsam ist. Der etwas andere Superheldenfilm für Erwachsene glänzt durch abgefahrene Ideen und viel trockenem Humor, der allein das Sehen von HE NEVER DIED rechtfertigt. Buchautor und Musiker Rollins trägt den Film auf seinen breiten Schultern und liefert eine unglaubliche Leistung ab. Beachtlich, erklärte der Künstler in einem Interview mit der Zeitschrift ROLLING STONE, dass er bisher nie Schauspielunterricht besucht hat und sich bei den Verkörperungen seiner Rollen stets auf eigene Lebenserfahrung verlassen konnte. Die Figur des mürrischen Einzelgängers scheint Rollins wie auf dem Leib geschneidert und macht Lust auf mehr Filme in denen der Sänger als Held mit scharfer Zunge fiese Schurken verprügelt. Wir meinen: HE NEVER DIED ist ein Fest – nicht nur für HENRY ROLLINS-Fans. Unbedingt sehenswert!
 
 
 


 
 
 

HE NEVER DIED – Zensur

 
 
 
Einige böse Momente gibt es zu sehen. Die sind aber nicht sonderlich schlimm anzuschauen. Trotzdem wurde der Film von der FSK erst für Erwachsene (keine Jugendfreigabe) freigegeben. Natürlich ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

HE NEVER DIED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) I-ON (KeepCase Blu-ray)

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(c) I-ON (limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: He Never Died; Kanada 2015

Genre: Horror, Action, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | limitiertes Mediabook

Extras: Trailer | zusätzlich im Mediabook: Film-DVD und Booklet

Release-Termin: 27.05.2016

 

He never died – Limited Mediabook [Blu-ray] auf AMAZON bestellen

He never died – KeeCase Version [Blu-ray] auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

HE NEVER DIED – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Alle Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei I-ON)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
God’s Army (1995)
 
Constantine (2005)
 
Legion (2010)
 


Filmkritik: „Last Shift“ (2014)

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LAST SHIFT

(PAYMON – THE KING OF HELL)

Story

 
 
 
Neuer Job, absolutes Grauen: Polizistin Jessica Loren (Juliana Harkavy) erlebt am ersten Arbeitstag in einer Polizeiwache die Hölle auf Erden.
 
 
 


 
 
 

LAST SHIFT – Kritik

 
 
 
ANTHONY DIBLASI ist aus der Versenkung aufgetaucht. Lang war es still um jenen Regisseur geworden, der vor einigen Jahren noch als vielversprechender Newcomer in der Horror-Szene gehandelt wurde, weil er sich den Filmadaptionen diverser Kurzgeschichten von Erfolgsautor CLIVE BARKER (HELLRAISER) angenommen hatte. So fungierte er 2008/2009 in MIDNIGHT MEAT TRAIN und BOOK OF BLOOD als ausführender Produzent und nahm für den Psycho-Horror DREAD gleich selbst Platz auf dem Regiestuhl. Mit Letzterem feierte er sein Regiedebüt und erhielt für seine gelungene Arbeit von Kritikern und Fans viel Lob. Im Falle des neuen Streifens LAST SHIFT muss ANTHONY DIBLASI jedoch ohne Kultschriftsteller CLIVE BARKER auskommen, denn diesmal ist das Drehbuch und die Idee zum Film auf eigenem Mist gewachsen. Ein gewagtes Unterfangen, das der Regisseur jedoch mehr als souverän meistert, schließlich besitzt LAST SHIFT all das, was man von einem guten Horrorfilm neueren Datums erwartet. Um sich jedoch nicht die Spannung nehmen zu lassen, sei an dieser Stelle vorm Lesen der Kritik gewarnt, denn dieser Streifen gehört zu jener Art von Filmen, die nur dann ihr ganzes Gruselpotenzial entfalten können, wenn man vorab so wenig wie möglich über Handlung und Auflösung in Erfahrung bringt. Demzufolge gilt: Weiterlesen aus eigene Gefahr!
 
 
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Es geht um Jessica Loren (JULIANA HARKAVY), die als junge Polizistin in einer Polizeidienststelle das absolute Grauen erlebt. Die attraktive Mittdreißigerin ist gerade in den Dienst getreten und soll in einer Polizeistation die letzte Wache halten bevor das Gebäude für immer geschlossen wird. Was sie erst später erfährt: in diesem Gemäuer regiert der Terror, denn vor genau einem Jahr hat sich hier der Anführer eines satanischen Kultes (JOSHUA MIKEL) zusammen mit zwei weiblichen Anhängern das Leben genommen. Seitdem geht es in der Polizeiwache nicht mit rechten Dingen zu, denn der brutale Sektenguru scheint keine Ruhe gefunden zu haben. Mit allerhand paranormalen Schabernack sorgt er für blutige Unruhe und versucht aus dem Jenseits heraus sein Serienkillerdasein fortzusetzen.
 
 
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Fiese Schockmomente, verstörende Schreie und jede Menge Gänsehaut. Nein, LAST SHIFT ist keiner dieser quälend langweiligen Geisterfilme, die seit PARANORMAL ACTIVITY unermüdlich gedreht werden und sich bis auf Titel und Schauspieler kaum voneinander unterscheiden. Statt die immer gleichen Szenenverläufe nach vorhersehbarem Muster abzuspielen macht ANTHONY DIBLASI von hinterlistiger Verwirrungstaktik Gebrauch und versucht Heldin und Zuschauer zu manipulieren. Die sehen in einer menschenleeren und spärlich ausgeleuchteten Wache plötzlich ominöse Gestalten und werden Zeuge schrecklicher Visionen, die den Augen angsteinflößende Streiche spielen. Was in dieser Polizeistation im Argen liegt, lässt sich nicht so einfach durchschauen, denn Macher Diblasi geizt mit Anhaltspunkten. Ein mehr als geschickter Schachzug, um die Spannung konstant aufrechterhalten zu können, denn erst nach und nach macht Sinn, was anfangs überhaupt nicht einleuchten möchte.
 
 
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Kein Film für schreckhafte Gemüter. PAYMON – THE KING OF HELL, so wie LAST SHIFT in England vermarktet wird, bietet nicht nur atmosphärisches Gruseln nach allen Regeln der Kunst. Dieser Streifen zeigt, dass die eigentliche Geheimzutat eines jedes Geisterfilms seine unvorhersehbaren Schreckmomente sind. LAST SHIFT hat einige der makabersten Schocks in petto, welche man zuletzt im Horrorkino zu sehen bekommen hat. Die sitzen tief vor allem oder gerade wegen einem höchst gelungenen Einsatz von unheilvollen Geräuschen in Kombination mit unbequemen Bildern. Letztere sprechen für sich und sorgen im Finale für schnellen Puls, so dass der von den Morden eines gewissen CHARLES MANSON inspirierte Ausflug ins Horrorgenre länger nachwirkt, als man es anfangs vermutlich erwartet hätte.
 
 
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LAST SHIFT – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
ASSAULT – ANSCHLAG BEI NACHT trifft auf LET US PREY. LAST SHIFT ist ein Lehrfilm in Sachen Angstmacherei, der endlich auch mal wieder für Gänsehaut und schnelleren Puls sorgt. Demnach bleibt nicht viel zu sagen außer vielleicht, dass LAST SHIFT ein verdammt guter Grusel-Schocker ist, weil Macher und Horrorfan ANTHONY DIBLASI verstanden hat, worauf es im Horrorkino ankommt. Die clever gestrickte Handlung gibt nur spärlich Informationen preis, die Schockmomente haben es in sich und für Freunde blutiger Horrorware gibt es sogar am Ende etwas Rot zu sehen – bitterböse Auflösung inklusive. Eine markerschütternde Geräuschekulisse komplettiert das gelungene Gruselpaket – was will das Horrorherz eigentlich mehr?
 
 


 
 
 

LAST SHIFT – Zensur

 
 
 
Anfangs noch sehr zurückhaltend, überschlagen sich im Finale die Ereignisse. Dort gibt es Kopfschüsse zu sehen. Trotz rotem Lebenssaft ist LASH SHIFT jedoch keine Gewaltorgie. Der Streifen lebt hauptsächlich von der ungemütlichen Atmosphäre, die in bedrohliche Bilder eingefangen wird. Der Film hat hierzulande in der ungeschnittenen Fassung eine FSK16 erhalten. Aus irgendeinem Grund wurde aber der rote FSK-Flatschen auf die Blu-ray gedruckt. Vermutlich wegen einigen Werbefilmchen im Bonusmaterial.
 
 
 


 
 
 

LAST SHIFT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) I-ON New Media (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Last Shift; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | wegen Bonusmaterial ist die Blu-ray: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 27.01.2017

 

Last Shift [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

LAST SHIFT – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Packshot / Grafiken liegen bei I-ON New Media

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Let us Prey (2014)
 
Raised by Wolves (2014)
 
Children of Sorrow (2012)
 
The Manson Family (2003)
 
Helter Skelter – Die Nacht der langen Messer (1976)
 


Filmkritik: „Turbo Kid“ (2015)

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TURBO KID

Story

 
 
 
Für die meisten von uns war 1997 das Jahr, in dem die Spice Girls Radio sowie Musiksender bevölkerten und auf erstaunlich robusten Mobiltelefonen Snake gespielt wurde. Für den jungen Comic-Fan, der nur als „The Kid“ (Munro Chambers) bekannt ist, besteht 1997 hauptsächlich aus Fahrradtouren durch eine Welt, die von nuklearem Krieg verwüstet wurde. Zusammen mit der merkwürdigen Apple (Laurence Leboeuf) und dem Cowboy Frederic (Aaron Jeffery) durchstreift er die Weiten der zerstörten Gegend auf der Suche nach Schrott, Spielzeugen, Waffen und anderem illustrem Gut. Der apokalyptische Alltag wird unterbrochen, als die Gruppe ihren Weg mit dem von Zeus (Michael Ironside) kreuzt, der als despotischer Herrscher Gladiatorenkämpfe veranstaltet und allerlei fiese Verbrechen begeht. Selbstverständlich muss Zeus gestoppt werden. Mit dem Superhelden-Kostüm, das das zukünftige „Turbo Kid“ in einem abgestürzten Flugzeug entdeckt, sollte das Duell sogar zu gewinnen sein.
 
 
 


 
 
 

TURBO KID – Kritik

 
 
 
Schon während des Vorspanns fliegt dem geneigten Zuschauer eine große Menge an Nostalgie entgegen. Mit einem stimmigen Soundtrack aus Synthesizer-Sounds und feinstem Power-Rock flitzt Turbo Kid auf seinem BMX durch die nukleare Wüste, so dass man sich sofort in die Popkultur der 80er und 90er Jahre zurückversetzt fühlt. Natürlich dürfen auch Referenzen an beliebte Filme der Ära (beispielsweise „Armee der Finsternis“) nicht fehlen. Abgerundet wird die spaßige Hommage an vergangene Zeiten mit dem Auftritt von Michael Ironside, der durch Auftritte in „Total Recall“ oder „Starship Troopers“ zu einem der denkwürdigsten Retro-Leinwandschurken avanciert ist. In der knallbunten Ausstattung des Films spiegelt sich der nostalgische Geist von „Turbo Kid“ ebenso gut wie in der passenden musikalischen Untermalung wieder.
 
 
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Angereichert wird der Ritt durch die 80er und 90er von einem Festival aus kreativem Splatter und Gore, das nicht zuletzt von Zeus Handlanger Skeletron verursacht wird. Wenn Turbo Kid mit seinem Turbo-Handschuh reihenweise Schurken zum Explodieren bringt und Heldin Apple mit ihrem Gnome-Stick (ein Waffe bestehend aus einem Stock und einem Gartenzwerg) Köpfe einschlägt, verdient sich „Turbo Kid“ herzhaftes Jubeln und lautes Gelächter. Bei einem solchem Spaß verlassen sich die Autoren des Films nicht nur auf Referenzen an vergangene Publikumshits, sondern liefern auch eigene Ideen, wie zum Beispiel das etwas andere Geheimnis, das Turbo Kids Gefährtin Apple verbirgt.
 
 
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Etwas ärgerlich ist die Tatsache, dass der Protagonist des Films zwischen den Nebencharakteren verblasst. Die exzentrisch-freundliche Apple, der Endzeit-Cowboy Frederic und natürlich der große Bösewicht Zeus sind allesamt interessanter und passen besser in das schräge Universum des Films als der eher dröge und langweilige Junge, der das Ziel der altmodischen Rache verfolgt.
 
 
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TURBO KID – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Blutiges und witziges Retro-Spektakel mit abgefahrenen Ideen und deftigen Schauwerten, die das Herz jedes Horrorfans schneller schlagen lassen. „Turbo Kid“ ist eine liebevolle Hommage an die Action- und Splatterfilme der B-Kategorie, von der die 80er und 90er so zahlreiche Beispiele hervorgebracht haben. Mit kreativen, handgemachten und vor allem lustigen Splattereffekten und einem stimmigen Soundtrack sorgt der etwas andere postapokalyptische Film für jede Menge kurzweiligen Spaß und ist gleichermaßen ein Tipp für Fans von Comics als auch Splatterfreunde.
 
 


 
 
 

TURBO KID – Zensur

 
 
 
Der Film punktet mit großzügigem Einsatz von Kunstblut, Prothesen und brutalen Spitzen. Zu jeder Zeit schwingt jedoch eine Menge Humor mit, so dass „Turbo Kid“ sogar von der FSK bereits für Sechsehnjährige freigegeben wurde. Alle Heimkino-Medien des Films sind ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

TURBO KID – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) LFG (KeepCase)

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(c) LFG (Mediabook Cover A – limitiert auf 3000 Stück)

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(c) LFG (Mediabook Cover B – limitiert auf 500 Stück)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Turbo Kid; Kanada / Neuseeland 2015

Genre: Komödie, Horror, Action, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Deutsch Stereo 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Amaray: Bildergalerie, Trailer | Mediabook: zusätzlich 20-seitiges Booklet mit Texten von Dr. Marcus Stiglegger, Making Of, Bonusfilm: „T is for Turbo“ (englisch), RKSS (Road Kill Superstars) Kurzfilme (englisch), RKSS Faketrailer

Release-Termin: Amaray: 13.11.2015 | Mediabook: 13.11.2015

 

Turbo Kid [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Turbo Kid Mediabook Cover A (Blu-Ray+2DVD) ungeschnitten bei Cyper-Pirates kaufen

Turbo Kid Mediabook Cover B (Blu-Ray+2DVD) ungeschnitten bei Cyper-Pirates kaufen

 
 
 


 
 
 

TURBO KID – Trailer

 
 

 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Ledick Filmhandel

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Deathgasm (2015)
 
Army of Darkness – Armee der Finsternis (1992)
 
Bad Taste (1987)
 


Filmkritik: „Harbinger Down“ (2015)

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HARBINGER DOWN

Story

 
 
 
Einige Studenten wollen die Auswirkung der globalen Erwärmung auf Orca-Wale in der Beringsee erforschen und kommen nach der Bergung eines Eisblocks mit einer tödlichen Bedrohung in Berührung
 
 
 


 
 
 

HARBINGER DOWN – Kritik

 
 
 
Rache kann, so sagt man, süß sein, vor allem dann, wenn große Studiobosse im Affekt entscheiden und handgemachte Effektarbeit durch die aus dem Computer ersetzen. So ähnlich erging es dem F/X-Künstler ALEC GILLIS. Dem Gründer des Spezialeffektunternehmens ADI (IM LAND DER RAKETENWÜRMER, STARSHIP TROOPERS, ALIEN VS. PREDATOR) wäre im Jahr 2011 beinahe ein großer Traum in Erfüllung gegangen. Sein Talent war gefragt und er wurde von den UNIVERSAL STUDIOS damit beauftragt, die Monster-Metamorphosen im THE THING-Remake beizusteuern. Gillis investierte viel Herzblut in die Erstellung handgemachter Puppeneffekte und war dann umso enttäuschter, als er das Resultat zu sehen bekam. Nur wenige seiner Monsterkreationen waren in der teuren Neuverfilmung zu sehen. Stattdessen wurden sie in der Post-Production durch Computereffekte ersetzt, um der neuen Generation von Horrorfans keine Illusionen zu nehmen. Nachdem das Remake in den Kinos anlief und Filmfans kaum welche der versprochenen Effekte der ADI STUDIOS zu sehen bekamen, stellte Gillis einige Filmschnipsel seiner Arbeiten am Remake auf Youtube und erhielt überwiegend positive Resonanz. So entstand die Idee einen eigenen Film im Stile von THE THING auf die Beine zu stellen – ganz ohne digitale Spielereien, künstlichen CGI und Launen kommerzorientierter Major-Studios. Die Idee zu HARBINGER DOWN war geboren, dessen Finanzierung durch Crowdfunding auf der Plattform KICKSTARTER ermöglicht wurde. Ganz nebenbei gelang Gillis mit der Kampagne ein neuer Rekord: mit großzügigen 384.181 Dollar war HARBINGER DOWN der bis dato erfolgreichste Horror/Sci-Fi-Aufruf für den begeisterte Genre-Fans auf KICKSTARTER Geld spendeten, so dass ALEC GILLIS genug Kapital zur Verfügung stand, um seiner unbändigen Kreativität freien Lauf lassen zu können.
 
 
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HARBINGER DOWN handelt von Sadie (gespielt von CAMILLE BALSAMO), die zu einem Team von Studenten gehört, die in der Antarktis die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Orcas untersuchen möchte. Unter dem Kommando des Schiffskapitän Graff (LANCE HENRIKSEN) stößt man mit dessen Krabben-Kutter namens Harbinger auf ein seltsames Objekt im Eis, das geborgen und aufgetaut wird. In einer verkrusteten Kapsel entdeckt man die Überreste eines sowjetischen Astronauten, der Jahrzehnte zuvor nach einer Monderkundung abgestützt und im ewigen Eis gestrandet war. Doch der Leichnam ist nicht die einzige Entdeckung. Mit an Bord wurde ein mutierter Organismus geborgen, der seinen Aggregatzustand von fest zu flüssig und von flüssig zu fest verändern kann. Kein gutes Omen für die Besatzung, die nacheinander von der tödlichen Bedrohung infiziert wird und erkennen muss, dass das Grauen nicht außerirdischen Ursprungs ist, sondern von Menschenhand gemacht wurde.
 
 
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Viele Effekte für kleines Geld. Mit seinem Kinodebüt tut es Gillis dem legendären Altmeister JOHN CARPENTER gleich. Mit schmalem Budget wird dank detailverliebten Monstereffekte maximales Grauen heraufbeschworen, das gerade wegen der handgemachten Metamorphosen an Filme aus einer längst vergessenen Ära erinnert. HARBINGER DOWN ist ein Monsterfilm der alten Schule, der atmosphärisch unverkennbare Parallelen zu DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT ausweist. Das bedeutet, dass sich die Protagonisten durch eine frostige, klaustrophobische Kulisse durcharbeiten müssen und sich mit ekligen Verwandlungen konfrontiert sehen. Ganz ähnlich hat das übrigens vor einiger Zeit auch der Österreicher MARVIN KREN versucht. Mit seinem BLUGLETSCHER (2013) verbeugte er sich ehrfürchtig vor Carpenters Arktis-Horror THE THING und erntete auf einschlägigen Festivals viel Lob. Demzufolge dürften sich auch bei HARBINGER DOWN Fans der THE THING-Verfilmung aus den 80ern sofort heimisch fühlen, denn auch dieser Streifen orientiert sich in seiner Machart an all die Creature-Movies der 80er in denen Helden den Kampf gegen schleimigen Wesen aus fremden Gefilden aufnehmen mussten.
 
 
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Leider hat die charmante Hommage an handgemachten Sci-Fi-Horror der 80er auch so ihre Schwächen, denn zu oft wird deutlich, dass Macher ALEC GILLIS nun mal Effekt-Profi und kein Regisseur oder gar Geschichtenerzähler ist. Ach wenn er für seinen Erstling B-Film-Schauspiellegende LANCE HENRIKSEN (u.a. HOLLOWS GROVE, ALIENS, IT’S IN THE BLOOD, PUMPKINHEAD oder GINGERCLOWN) gewinnen konnte, hat sein erster abendfüllender Spielfilm unter ziemlich haarsträubenden Plot-Verläufen und einem sehr trivialen Drehbuch zu leiden. Das hat Gillis selbst geschrieben und es glänzt nicht gerade mit Einfallsreichtum. Die Dialoge sind schwach, der Handlungsverlauf vorhersehbar und die Protagonisten bringen das Publikum zu Verzweiflung, weil sie nicht nach logischem Menschenverstand handeln wollen. Zudem hat HARBINGER DOWN so seine Probleme mit Spannung und Charakterausarbeitung. Letztere sind zwar da und müssen sterben – dem Zuschauer wird es nicht ermöglicht, überhaupt zu einer der Figuren eine Bindung aufzubauen. So ist HARBINGER DOWN zwar ein nettes Werbevideo für das kreative Effekt-Können von ALEC GILLIS; Geschichte und Charaktere sind jedoch so flach, wie der Pegel von Flüssen an trockenen Sommertagen.
 
 
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HARBINGER DOWN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ekliger und atmosphärisch dichter Indie-Horror der Machart von THE THING und ALIEN. Die Voraussetzungen hätten nicht besser sein können: HARBINGER DOWN ist ein düsterer Monster-Schocker der alten Schule, der gerade wegen der handgemachte Effekte an die vielen Monster- und Alien-Ekelorgien der 1980er erinnert. Hier kämpfen sich verzweifelte Protagonisten durch eine eisige Welt voller Gefahren. Vergleiche zu Carpenters THE THING sind nicht zufällig, denn Macher ALEC GILLIS war bereits beim THE THING-Remake aus dem Jahre 2011 involviert und hat mit seinem Spielfilmdebüt quasi eine eigene Version von DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT auf Zelluloid gebracht. Leider ist Gillis hauptberuflich F/X-Künstler und kein Regisseur oder Geschichtenerzähler. Die Tatsache bekommt auch HARBINGER DOWN zu spüren, der zwar für mageres Geld gute Effekte zeigt, aber unterm Strich doch mehr Werbevideo für die Arbeiten des Spezialeffekte-Meisters ALEC GILLIS ist, statt packend inszeniertes Monster-Feature. So sind die Tricks im Film der eigentliche Star. Der übrige Cast geht im Zuge des schwach geschriebenen Drehbuchs und dessen Ungereimtheiten komplett unter. Das ist bitter!
 
 


 
 
 

HARBINGER DOWN – Zensur

 
 
 
Wer Carpenters DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT und das THE THING-Remake aus dem Jahre 2011 gesehen hat, dürfte in etwa einschätzen können, was in Sachen Gewalt auf ihn zukommen wird. HARBINGER DOWN orientiert sich auch beim Gewaltpegel an genannte Werke. Das bedeutet: statt plakativer Gewalt liegen eher eklige Monsterverwandlungen im Fokus. Diese sind vorhanden und haben HARBINGER DOWN hinzulande das blaue FSK-Zeichen beschert. Der Film hat ungeschnittenen eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

HARBINGER DOWN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Harbinger Down; USA 2015

Genre: Horror, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.40:1 (1920 x 1080p)

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 29.01.2016

 

Harbinger Down – Das Grauen lauert im Eis [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

HARBINGER DOWN – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen und Szenenbilder liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blutgletscher (2013)
 
The Thing (2011)
 
Das Ding aus einer anderen Welt (1982)
 
Der Blob (1988)
 
Pandorum (2009)
 
Virus – Schiff ohne Wiederkehr (1999)
 


Filmkritik: „The Nightmare“ (2015)

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THE NIGHTMARE

Story

 
 
 
Eine Horror-Dokumentation über das Phänomen Schlafparalyse und mysteriösen Begegnungen, die viele Betroffene während dieser Phase in Todesangst versetzen.
 
 
 


 
 
 

THE NIGHTMARE – Kritik

 
 
 
Stell dir vor du liegst im Bett und erwachst, kannst dich jedoch nicht mehr bewegen und erlebst Dinge, die dich zu Tode ängstigen. Zirka sechs Prozent der Menschen weltweit leiden regelmäßig unter sogenannter Schlaflähmung – ein Zustand, halb träumend halb wachend, in dem der Körper bewegungsunfähig ist. So auch Regisseur RODNEY ASCHER, der für seine Dokumentation ROOM 237 im Jahr 2012 von Kritikern gelobt und auf einschlägigen Filmfestivals mit Preisen ausgezeichnet wurde. In einem Interview erzählte er, dass er bereits selbst mit Schlafparalyse in Berührung kam. Er lebte während der 1990er in einer WG, erwachte morgens gegen vier im Bett und konnte sich weder bewegen noch um Hilfe rufen. Er fühlte sich von der schwarzen Silhouette eines dünnen Mannes beobachtet, die immer näher kam und sich über das Bett beugte. In seiner Todesangst versuchte er krampfhaft die Kontrolle über den Körper wiederzuerlangen. Nach mehreren Versuchen gelang es ihm sich aus dem Bett zu rollen. Weil ihm diese Schlaferfahrung eine Menge Sorgen bereitete, begann er das Thema genauer zu erforschen und nach Gleichgesinnten zu suchen. Im Internet wurde er fündig. Dort lernte er eine Menge Menschen kennen, die sich ganz eigene mythologische und philosophische Erklärungen zurechtgelegt hatten, um sich weitestgehend die Angst vor diesem Mysterium zu nehmen. Ascher war überwältigt und fasziniert zugleich. Daher beschloss er das Thema genauer zu beleuchten und begann mit der Arbeit zu THE NIGHTMARE – einer Dokumentation mit der er bereits bei Betroffenen und in Horrorfankreisen viel Aufmerksamkeit erregte.
 
 
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In THE NIGHTMARE folgt der Zuschauer den Berichten acht verschiedener Menschen, die alle unter dem Phänomen der Schlafparalyse leiden. Für die Betroffenen eine beklemmende Erfahrung, befinden die sich während des Schlafes in einer Art Schockstarre und können sich nicht mehr bewegen. Während dieser Phase begegnen die Leidtragenden dem Unbegreiflichen, für das sich nur schwer Worte finden lassen. So wird im Film von Schattenwesen, Dämonen oder geisterhaften Erscheinungen berichtet, denen Schlafgelähmte schutzlos ausgeliefert sind.
 
 
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THE NIGHTMARE liefert keine wissenschaftlich fundierten Aussagen über dieses Phänomen und lässt keine Experten auf dem Gebiet der Schlaflähmung zu Wort kommen. Vermutlich hätten rationale Erklärungen dem unheimlichen Mysterium die Angst genommen. Regisseur RODNEY ASCHER will nicht informieren, aufklären oder wachrütteln, sondern in erster Linie beunruhigen und Angst einjagen. Teilweise gelingt ihm das ganz gut, denn die vielen Erfahrungsberichte werden mit Schauspielern nachgestellt und gruselig in Szene gesetzt, damit der ein oder andere Schauer über den Rücken laufen kann. Leider ist THE NIGHTMARE nichts für Rationalisten. Im Film wird das nicht uninteressante Thema der Parawissenschaft zugeordnet, denn Ursachen oder Behandlungsmethoden werden nicht ergründet. Vielmehr ist das Augenmerk auf die Betroffenen gerichtet, die in Interviews von Dingen erzählen, die sie nicht erklären können.
 
 
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Auch wenn die unterschiedlichen Aussagen betroffener Menschen im Film ein flaues Gefühl hinterlassen und Macher RODNEY ASCHER etwas zu verkrampft darum bemüht ist viele schauderhafte Bilder aneinanderzureihen um Gänsehaut zu bescheren, wird der Zuschauer mit vielen Fragen zurückgelassen. Um nutzbare Informationen einzuholen muss der sich am Ende selbst die Mühe machen und recherchieren. Das ist bedauerlich, setzt man doch von einer Dokumentation voraus, dass sie Informationsgehalt liefert. Nach dem sucht man in THE NIGHTMARE vergebens. Denn statt die Thematik Schlaflähmung tiefer zu erforschen und darüber aufzuklären, wandelt THE NIGHTMARE ausschließlich auf Horrorpfaden – der Angst wegen. Am Ende bleibt die Frage nach dem Sinn. Was wollte RODNEY ASCHER mit seiner visuell ansprechend umgesetzten Dokumentation eigentlich bezwecken? Eine zufriedenstellende Antwort wird im Falle von THE NIGHTMARE nicht gegeben. Immerhin dürfte der Filmemacher mit der unverbrauchten Thematik mal wieder dafür sorgen, dass über ihn gesprochen wird. Der schnelle Dollar ist da garantiert, denn das ist doch letztendlich das worauf es im Filmgeschäft hinausläuft – oder?
 
 
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THE NIGHTMARE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Bizarr, erschreckend und unheimlich! THE NIGHTMARE ist eine der angsteinflößendsten Dokumentationen, die je gedreht wurden. In diesem Film wird ein äußerst kurioses Schlafereignis zum Mittelpunkt gemacht an dem knapp 6% aller Menschen auf unserem Erdball leiden: Schlaflähmung. Während dieses Zustands berichten Betroffene von vollständiger Bewegungsunfähigkeit und Begegnungen mit Geistern, Schattenwesen und sogar Außerirdischen. ROOM 237-Regisseur RODNEY ASCHER zeichnet für diesen filmischen Albtraum verantwortlich und verarbeitet quasi eigene Erfahrungen. Das macht er ganz geschickt, denn THE NIGHTMARE bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen Dokumentation und Horrorfilm – ist aber am Ende mehr Horror als Doku. ASCHER reißt das Thema nur an, taucht aber nicht tiefgründiger ein. So bekommt der Zuschauer zwar gruslige Erfahrungsberichte von acht Leidtragenden zu sehen; wissenschaftliche Hintergründe werden jedoch nicht gegeben. Das ist bedauerlich, wird der Filmfan am Ende mit unnötig vielen Fragen im Unklaren gelassen. Immerhin sorgt THE NIGHTMARE für reichlich Gänsehaut, denn viele Erfahrungsberichte werden in Form kurzer Gruselszenen unheilvoll nachgespielt. Wer wohldosierte Schauer sucht, ist mit THE NIGHTMARE gut beraten! Viel Wissensgehalt bietet die Dokumentation dennoch nicht.
 
 


 
 
 

THE NIGHTMARE – Zensur

 
 
 
THE NIGHTMARE ist kein Horrorfilm, sondern eine Dokumentation mit finsterem Filmlook. Es wird vornehmlich von subtiler Angstmacherei Gebrauch gemacht. Gewalt gibt es gar nicht zu sehen. Einige unheimliche Bilder und deftige Schreckmomente sorgen aber für schaurige FSK-16-Unterhaltung. Aufgrund des Bonusmaterials wurde die erhältliche Heimkinoauswertung aber erst für Volljährige freigegeben.
 
 
 


 
 
 

THE NIGHTMARE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) polyband Medien GmbH / WVG Medien GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Nightmare; USA 2014

Genre: Horror, Dokumentation, Thriller

Ton:Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: Blu-ray: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung) | Film: FSK16

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover und im Schuber

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 30.10.2015

 

The Nightmare [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE NIGHTMARE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

Die Rechte für verwendete Grafiken liegen bei polyband Medien GmbH / WVG Medien GmbH

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Horsehead – Wach auf wenn du kannst (2014)
 
Before I Wake (2015)
 
A Nightmare on Elm Street (1984)
 


Filmkritik: „Sin City 2: A Dame To Kill For“ (2014)

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SIN CITY 2

A DAME TO KILL FOR

Story

 
 
 
Segmente, weniger verwoben als im ersten Film. „Just Another Saturday Night“ ist vermutlich ein für den Film geschriebener Part. Profi-Brutalinsk Marv (Sir Mickey Rourke) wird inmitten eines Unfallorts wach und muss rekonstruieren, wieso um ihn herum tote Verbindungsstudenten auf der Gasse liegen. „The Long Bad Night“: Poker-Zocker Johnny (Joseph Gordon-Levitt) kommt mit der Absicht nach Basin City, die größte illegale Glücksspielerrunde der Stadt zu sprengen. Unglücklicherweise steht an deren Spitze Überbösewicht Senator Roark (Powers Boothe). Die Titelstory „A Dame To Kill For“ ist am dichtesten an der Film Noir Tradition. Dwight (Josh Brolin) bekommt Besuch von den Gesitern der Vergangenheit. Seine Exfreundin, die Volldampf-Femme-Fatale Ava (Eva Green) bittet ihn um Rettung vor ihrem reichen Ehemann und seinem auf Genital-Folter spezialisierten Chauffeur und Bodyguard Manute (Dennis Haysbert als Ersatz für den verstorbenen Michael Clarke Duncan). Aber nichts findet statt wie geplant und Dwight muss einmal mehr die Hilfe der militanten Straßenmädchen aus Old Town in Anspruch nehmen. „Nancy’s Last Dance“ schließlich zeigt die beliebte Stripperin (Jessica Alba), die, vier Jahre nachdem sich ihr Retter, Polizist Hartigan (Bruce Willis) selbst richtet, um sie vor den Fängen Senator Roarks zu schützen, in einen Strudel aus Verfolgungswahn und Racheplänen gezogen wird. Dazu gibt es kurze Nebenschauplätze, die Gaststars wie Ray Liotta als Ehebrecher oder Christopher Lloyd als irrem Wissenschaftler kleine Bühnen bieten. Auch Robert Rodriguez neue Lieblingsmuse Lady Gaga läuft auf.

 
 
 


 
 
 

SIN CITY 2 – Kritik

 
 
 
Die Stadt der Sünde, jene namen- und zeitlose Manifestation von in hundert Film Noirs der Vierziger Jahre gesehenen Szenarien metropoler Hölle und ihrer verzweifelten Einwohner auf der falschen Seite des Gesetzes. Durch den poppigen Beschleunigungswolf der Kunstform Comic gedreht, erfreute den Genre-Fan Frank Millers Comicreihe „Sin City“, die es 2005 zu einer Verfilmung brachte, in der die Grenzen zwischen Papier und Leinwand quasi aufgelöst zu sein schienen. Selten danach, trotz sich weiterentwickelnden technischen Möglichkeiten, konnte der Mix aus Comic-Animation, aufgeputschter Neo-Noir-Atmosphäre und einfach modernem, unterhaltsamem Kino so überzeugen.
 
 
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In „Sin City 2: A Dame To Kill For“ treffen wir auf vertraute Charaktere wie Mickey Rourkes monströsen Kneipenschläger Marv, die von Schuldgefühlen zerfressene Stripperin Nancy (Jessica Alba) und ihren von Bruce Willis gespielten väterlichen Freund Hartigan oder Dwight McCarthy, einen Gangster mit Sinn für Gerechtigkeit, diesmal von Josh Brolin gegeben. Dazu gibt es neue Geschichten, zwei davon sogar nie in Comicform erschienen und auch frische Figuren, etwa die titelgebende Dame, für die sich ein Mord lohnt, Ava (Eva Green) oder Johnny, gespielt vom derzeit sehr beliebten Joseph Gordon-Levitt, der sich beim Pokern mit den finsteren Größen Sin Citys anlegt – Gelegenheit, dem ewig unterschätzten Powers Boothe als Senator Roarke erneut eine Bühne zu bieten.
 
 
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Keine direkte Fortsetzung, liegen die Zeitebenen der im Film gezeigten und ineinander verwobenen Short Stories von Zockern, Gangstern und Femmes Fatales parallel vor aber auch nach der Handlung von Teil eins. Eine Tatsache, die dessen schon beträchtlichen Verwirrungsgehalt noch erhöht. Die Gewalt ist, wie in Vorlage und Teil eins, so brutal und überspitzt, dass sie die Linie zur grotesken Komik überschreitet und im Hintergrund blitzen akustische Fetzen kreischender Jazz-Saxophone auf. Stylish. Frank Miller, der Mann, dessen Batman-Geschichte „The Dark Knight Returns“ in den 1980er Jahren immerhin dem amerikanischen Comic zu einem neuen Leben als Unterhaltungsform auch für Erwachsene verholfen hat, ist dann gut, wenn er sich eingesteht, kein echter Filmregisseur zu sein und diesen Stuhl geschulterem Personal – hier wieder Robert Rodriguez – überlässt. Quasi das Gegenstück zu Zack Snyder, mit dem Miller bei 300 zusammenarbeiten konnte. Dazu wird der Autor ein wenig eitel und gönnt sich gleich zwei minimale Cameos. So quälend schlecht wie der unnötige Aufguss von Millers erwähntem Spartaner-Epos in Schrott-3D ist „Sin City 2: A Dame To Kill For“ nicht, aber auch nicht so herausragend, um zu sagen, es ist schade, fast zehn Jahre auf das Sequel gewartet haben zu müssen.
 
 
 


 
 
 

SIN CITY 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
In der Ästhetik des Vorgängers gehaltene Comic Noir Verfilmung, die dem Original nicht das Wasser reichen kann. Optik noch immer brillant nah an der gedruckten Vorlage und im höchsten Maß stilsicher, trotzdem erreicht Sin City 2: A Dame To Kill For nicht die Qualitäten des geradezu meisterlichen Films von 2005.
 
 
 


 
 
 

SIN CITY 2 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung zu „Sin City 2: A Dame To Kill For“ ist ungeschnitten, nicht für Jugendliche geeignet und trägt die rote „Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung.
 
 
 


 
 
 

SIN CITY 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film – Nicht limitierte KeepCase-Version

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sin City : A Dame To Kill For; USA 2014

Genre: Action, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 1.85:1

Laufzeit: ca. 103 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: The Dame To Kill For, Behind The Shadows, Makeup, 15 Minutes, Interviews

Release-Termin: 30.01.2015

 

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Neben der herkömmlichen Blu-ray wurde der Film auch in diversen anderen, limitierten Varianten auf den Markt gebracht. So wurde neben der normalen KeepCase-Veröffentlichung auch ein Mediabook und Steelbook produziert. Eine 3D-Version des Film gibt es zu dem auch in KeepCase und Steelbook zu kaufen. Der Käufer hat die Qual der Wahl.
 
 
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(c) Splendid Film – Limitierte BD-Version im Steelbook

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(c) Splendid Film – Limitierte 3D BD-Version im Steelbook

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(c) Splendid Film – Limitierte BD-Version im Mediabook mit zusätzlicher Film-DVD

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(c) Splendid Film – 3D BD-Version im KeepCase

 
 
 


 
 
 

SIN CITY 2 – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte an allen in der Review hinterlegten Grafiken liegen bei SPLENDID FILM

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sin City (2005)
 
The Spirit (2008)
 
300 (2006)
 
300: Rise Of An Empire (2014)
 


Filmkritik: „Jinn“ (2014)

Jinn-2014
 
 
 

JINN

Story

 
 
 
Böse Dämonen – zu denen auch die Djinn gehören – vermiesen Shawn (Dominic Rains) in diesem Film das Wochenende. Als er ein mysteriöses Videoband zugespielt bekommt, auf dem der verstorbene Vater vor drohendem Unheil warnt, tut sich plötzlich die Hölle auf. Shawn scheint dazu auserkoren zu sein die Menschheit vor den Djinn zu retten und fügt sich seinem Schicksal.
 
 
 


 
 
 

JINN – Kritik

 
 
 
Dass die Djinn nicht immer nur friedliebende Kreaturen sind, die den Menschen ungezwungen Wünsche erfüllen, dürfte seit Kurtzmanns Überraschungshit WISHMASTER längst bekannt sein. Der hat im Jahr 1997 eine düstere Version der bekannten Erzählung von ALADINS WUNDERLAMPE in Umlauf gebracht und damit vor allem das Interesse von Horrorfans geweckt. Viel mit dem ursprünglich islamischen Volksglauben hatte der Splatter-Spass jedoch nicht gemein, denn der bekannte Spezialeffekte-Guru konzentrierte sich zu verkrampft auf das Abhandeln möglichst grafischer Gewaltmomente, so dass der durchaus interessante Glaube vom Djinn etwas ins Abseits geriet. Der gebürtige Detroiter Filmemacher AJMAL ZAHEER AHMAD will das jetzt ändern und kramt für seinen Horrorfilm JINN (die englische Bezeichnung für „Djinn“) noch einmal jene Dämonen hervor, die laut arabischer und islamischer Folklore aus Feuer erschaffen wurden: die Djinn.
 
Die müssen im diesem Dämonen-Thriller zur Strecke gebracht werden, denn seit Jahrtausenden kämpfen die Kreaturen gegen die Menschheit, um die Macht über die Erde an sich reißen zu können. Der ahnungslose Autodesigner Shawn soll das verhindern. Er erfährt vom Fluch der Djinn, der seit Generationen der Familie anhaftet und für den plötzlichen Tod aller Nachkommen verantwortlich gemacht wird. Als Shawn ein mysteriöses Videoband per Post erhält, auf dem der verstorbene Vater vor drohendem Unheil warnt, geschehen plötzlich seltsame Dinge, die nichts Gutes verheißen.
 
Wer die Mythologie vom Djinn und dessen diversen Untergruppierungen nicht kennt, dürfte in diesem Fantasy-Grusler schnell fragend nach Antworten suchen, denn für den unbewanderten Zuschauer entwickelt sich JINN ziemlich schnell zu einer wirren Aneinanderreihung kaum Sinn ergebender Actionsequenzen. Immerhin geht hervor, dass die Wesen im Streifen böse sind und vernichtet werden müssen, bevor sie die Weltherrschaft an sich reißen können und die Menschen versklaven. Bis es jedoch soweit ist, muss sich Filmheld Shawn einer Menge Prüfungen unterziehen. Er gilt als der Auserwählte und soll den Kampf gegen die garstigen Kreaturen aufnehmen. Selbstverständlich besteht der tapfere Mittdreißiger die ihm auferlegten Prüfungen, so dass er ganz souverän den Dolch zücken und sich damit munter durch den Film schlitzen kann. Action am laufenden Band ist in JINN bitter nötig, denn schauspielerisch kann hier keiner überzeugen. Stattdessen überfrachtet der Regisseur sein unausgereiftes Fantasy-Spektakel mit Effekten, damit der Zuschauer nicht davon Wind bekommt, wie es den Schauspielern an Talent mangelt und im Drehbuch wurmt. Letzteres entpuppt sich als dreiste Mogelpackung, denn Regisseur und Drehbuchautor AJMAL ZAHEER AHMAD hat Stoff für eine halbstündige TV-Episode auf Spielfilmlänge geblasen, um JINN als Film bezeichnen zu können. Dem interessierten Horrorfan tut er damit keinen Gefallen, denn der sucht hier nicht nur vergebens nach dem roten Faden, sondern fühlt sich bei so konfusem Effekte-Gewitter sichtlich schnell gelangweilt. Da schmerzt das Cineasten-Herz, wenn Geld für wirklich sehenswerte Effekte verschwendet wird, das manch sehenswertem Horror-Indie in der Kasse fehlt. Wir können von JINN nur abraten, denn mit diesem langweiligen Fantasy-Horror vermiest man sich nur den Tag.
 
 
 


 
 
 

JINN – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
In JINN ist einiges schiefgelaufen. Zwar bekommt der Horrorfan ansprechende Effekte geboten; schauspielerisch und dramaturgisch ist dieser Fantasyfilm leider unter aller Kanone. Vielleicht sollte sich Regisseur AJMAL ZAHEER AHMAD demnächst vornehmlich auf das Drehen seiner Filme konzentrieren und das Schreiben von Drehbüchern Leuten überlassen, die sich damit auskennen. Sein JINN ist nicht nur vollkommen spannungsfrei inszeniert; dem Film fehlt der rote Faden und eine richtige Geschichte. Letztere besteht hier nur aus einer Aneinanderreihung wirrer Kampf- und Actionszenen, die scheinbar verbergen sollen, dass der Macher unausgereifte Einfälle zu Papier gebracht hat und daraus unbedingt einen Langfilm machen musste. Absolute Zeitverschwendung!
 
 
 


 
 
 

JINN – Zensur

 
 
 
Sonderlich hart ist JINN nicht. Hierzulande hat der Streifen keine Probleme mit der FSK erhalten und wurde bereits für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben – selbstverständlich in ungekürzter Form.
 
 
 


 
 
 

JINN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) WVG Medien GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Jinn; USA 2014

Genre: Horror, Mystery, Thriller, Fantasy

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 102 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray ohne Wendecover

Extras: Trailershow, Bildergalerie

Release-Termin: 31.10.2014

 

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JINN – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Wishmaster (1997)
 
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