Filmkritik: „Antidote – Serum des Grauens“ (2021)

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ANTIDOTE – SERUM DES GRAUENS

(ANTIDOTE)

Story

 
 
 
Als eine Frau nach einer Notoperation plötzlich gefesselt erwacht, muss sie feststellen, dass sie für grausame Experimente missbraucht werden soll.

 
 
 


 
 
 

ANTIDOTE – Kritik

 
 
Krankenhäuser und Horrorfilme passen perfekt zueinander, denn was sich im Krankenhaus so alles abspielt, ist für viele schon Horror genug. Es ist also nicht verwunderlich, dass manche Filme diesen Schauplatz für eine albtraumhafte Prämisse nutzen. Auch „Antidote – Serum des Grauens“ versucht sich daran und macht seine Sache gar nicht mal so schlecht, verpufft im Endeffekt aber leider aufgrund mangelnder Spannung irgendwo im Mittelmaß.
 
 
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Sharyn muss dringend am Blinddarm operiert werden. Nachdem dies geschehen ist, wacht sie plötzlich gefesselt in ihrem Krankenhausbett auf. Ein neuer Arzt namens Dr. Hellenbach stellt sich vor und erklärt, dass mit Sharyn alles okay sei. Seltsam ist nur, dass die Narbe der Operation bereits verheilt ist. Ist Sharyn also schon länger dort? Antworten will man ihr nicht geben und es dauert nicht lange, da lernt Sharyn andere Patienten kennen. Ein normales Krankenhaus scheint dieser Ort nicht zu sein. An den Menschen werden Experimente mit einem Serum angestellt, welches eine grandiose, heilende Wirkung haben soll. Nur müssen dafür eben auch Verwundungen her. Die Story ist prinzipiell nicht schlecht und die Grundprämisse zumindest halbwegs originell. Nur leider hat man daraus nicht besonders viel gemacht. Nach einer doch recht interessanten Einleitung, geht dem Stoff im mittleren Teil nämlich doch deutlich die Puste aus. Die Rückblicke mögen zwar der Geschichte dienen, bremsen das Treiben allerdings immer wieder aus. Am Ende gibt es dann natürlich noch die Auflösung mit einer ganz netten Pointe. Wer noch nicht viele Horrorfilme gesehen hat, kann sich vielleicht überrascht fühlen, doch insgesamt riecht man den Braten schon recht deutlich. Trotzdem hat man schon viel unlogischere Twists sehen dürfen.
 
 
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Der Rest ist durchaus nicht schlecht, aber leider niemals so richtig erwähnenswert. Das fängt schon bei der Inszenierung an. Peter Daskaloff führte Regie. Der Mann tummelt sich im Filmgeschäft schon einige Zeit herum, hat jedoch nie besonders viel gedreht. Ein großes Budget stand ihm für „Antidote – Serum des Grauens“ sicher nicht zur Verfügung, was man an mangelnden Schauwerten unschwer erkennen kann. Dass die Einrichtung so steril wirkt, ist an sich nicht verkehrt, doch mit der Zeit langweilen die unspektakulären Bilder dann doch etwas. Dabei ist die Inszenierung noch ganz sauber und dient mit ein paar hübsch surrealen Momenten. Eine eigene Handschrift ist hingegen kaum auszumachen. Die Atmosphäre stellt leider auch nichts Halbes und nichts Ganzes dar. Es gibt durchaus ein paar gute Szenen, die etwas Bedrohung ausstrahlen und den Namen Horror verdient haben. Im Gesamtpaket sind es nur eben zu wenige und mit einem Torture-Porn hat das Geschehen auch nicht gerade viel gemeinsam.
 
 
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Bei den Darstellern setzt sich die Uneinigkeit fort. Während die beiden Hauptdarsteller ihre Sache ganz solide machen, fällt der Rest doch deutlich ab. Immerhin kann man sich auf Ashlynn Yennie und Louis Mandylor verlassen. Gerade letzterer strahlt doch ein gewisses Charisma aus und verleiht seiner Figur so einen schön fiesen, nicht völlig durchschaubaren Charme. Zum Glück ist die deutsche Synchronisation auch ganz in Ordnung. Die Figurenzeichnung ist hingegen ganz schön langweilig. Dass Sharyn irgendein Geheimnis haben muss, wird schnell klar, aber der Zuschauer interessiert sich für dieses blöderweise gar nicht mal so sehr. Die anderen Charaktere sind sowieso nur Randfiguren, die niemals eine größere Wichtigkeit erhalten. Lediglich Dr. Hellenbach wirkt etwas interessanter. Bei seiner Figur funktioniert die Geheimnistuerei ganz solide.
 
 
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Der Unterhaltungswert bestätigt am Ende den durchschnittlichen Eindruck, denn er ist weder schlecht, noch jemals richtig gut. Wie bereits erwähnt, ist der Anfang ganz gut gelungen, doch danach wird es schon recht bald ziemlich lahm. Es gibt nicht genügend Einfälle, um das Interesse des Zuschauers oben zu halten. Zum Finale hin möchte man dann doch ganz gerne wissen, ob man mit seiner Vermutung richtig liegt und die Auflösung wird dann passabel serviert, überrascht nur eben kaum. Action ist Mangelware und viel Spannung kommt nicht auf. Die Dialoge sind eher schwach und simpel gehalten. Außerdem sollte man nicht erwarten, dass man die versprochene Schlachtplatte serviert bekommt. „Antidote – Serum des Grauens“ ist nicht harmlos und hat sich seine Freigabe ab 18 Jahren so gerade eben noch verdient, doch es gibt nicht viele blutige Szenen. Die vorhandenen sehen immerhin gut aus und wurden von Hand gemacht. Nur am Ende gibt es dann doch leider noch etwas billigen CGI-Mist zu sehen. Der Score ist okay, bleibt jedoch niemals im Ohr hängen.
 
 


 
 
 

ANTIDOTE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
„Antidote – Serum des Grauens“ ist kein schlechter, für den Horror-Allesschauer ein geeigneter, aber insgesamt doch verzichtbarer Film, weil er keine Qualitäten besitzt, die man nun unbedingt gesehen haben müsste. Die Story ist nicht schlecht geschrieben, besitzt eine gute Grundidee, nur der Twist ist doch relativ vorhersehbar. Insgesamt mangelt es an Spannung und an Highlights, die Schauplätze langweilen und für die Charaktere interessiert man sich leider auch kaum. Dafür ist die handwerkliche Arbeit passabel, der Aufbau funktioniert und die beiden Hauptdarsteller agieren brauchbar. Auch die kleinen Gewalteinlagen sind solide gemacht. Im Endeffekt kann man sich das gut anschauen und muss sich nicht zu sehr langweilen, für eine Kurzgeschichte hätte das Drehbuch aber dennoch mehr getaugt!
 
 


 
 
 

ANTIDOTE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Antidote – Serum des Grauens“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

ANTIDOTE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies / daredo (Soulfood) (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Antidote; USA 2021

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 87 Minuten

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 19.11.2021

 

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ANTIDOTE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies / daredo (Soulfood))

 
 
 
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The Clinic (2010)
 
Autopsy (2008)
 
Autopsy 2 (2009)