Filmkritik: „Time Lapse“ (2014)

Time-Lapse-2014
 
 
 

TIME LAPSE

Story

 
 
 
Eine mysteriöse Kamera sagt drei Mittzwanzigern die Zukunft voraus. Doch die wundersame Gerätschaft stellt die Freundschaft auf die Probe, weil sie die wahren Gesichter der Freunde zum Vorschein bringt.

 
 
 


 
 
 

TIME LAPSE – Kritik

 
 
 
Geübte Filmfans wissen, dass das Manipulieren von Zeitlinien vor allen in Horror- und Mysteryfilmen nur selten ein gutes Ende nimmt. Bereits im Zeitreise-Thriller BUTTERFLY EFFECT (2004) richtete das Verändern von Zeitebenen ein heilloses Durcheinander an. Aber auch in THE CALLER (2011) oder FREQUENCY (2000) wurde der Zuschauer ziemlich eindringlich davor gewarnt, besser nicht mit Anrufern oder Hobbyfunkern aus einer früheren Zeit Kontakt aufzunehmen, um nachträglich Vergangenheit oder Zukunft beeinflussen zu können. TIME LAPSE macht da keine Ausnahme und ist ein weiterer in einer langen Reihe lehrhafter Mystery-Grusler, die den Filmfreund darauf hinweisen möchten, dass man das eigene Schicksale besser so hinnehmen sollte, wie es der liebe Gott vorbestimmt hat. Der bis dato unbekannte BRADLEY KING steckt hinter dem Zeitsprung-Thriller und liefert – wie so viele Nachwuchsregisseure in letzter Zeit auch – sein Regiedebüt ab, das scheinbar so gut beim Organisatoren-Team des alljährlichen Fantasy Filmfestes angekommen ist, dass er sogar 2014 ins Programm des beliebten deutschen Genre-Festivals aufgenommen wurde.
 
In TIME LAPSE finden Maler Finn, seiner Freundin Callie (aus GIRLS AGAINST BOYS) und Mitbewohner Jasper in der Wohnung ihres vermissten Nachbars eine seltsame Maschine, für deren mysteriöse Funktionen sie anfänglich keine Erklärung finden. Ein riesiges Objektiv ist auf das Wohnzimmerfenster der drei WG-Bewohner gerichtet und projiziert jeden Tag einen geheimnisvollen Schnappschuss auf Fotopapier, der den Freunden verrät, was exakt 24 Stunden später dort stattfinden wird. Für die drei eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. So nutzt Finn die Voraussagungen, um nach einer Schaffenskrise erneut kreative Kunstwerke malen zu können. Jasper dagegen macht mit den magischen Eigenschaften das große Geld und verdient sich mit Wettspielen ein goldenes Näschen. Doch Habgier und Eifersucht treibt einen Keil zwischen die Freundschaft und macht aus Freunden schnell Feinde.
 
TIME LAPSE ist weder Fisch noch Fleisch. Einerseits gelingt Regisseur BRADLEY KING das Kunststück, sein Debüt trotz beschränktem Handlungsspielort spannend zu verpacken und so den Zuschauer bei Laune zu halten. Andererseits hat der Mystery-Thriller Probleme mit Glaubwürdigkeit und Logik, was vor allem Erbsenzähler wahnsinnig machen dürfte, denen hier unzählige Plotungereimtheiten sprichwörtlich auf dem Silbertablett serviert werden. So finden die drei Filmhelden in einer Abstellkammer die modrigen Überreste des früheren Besitzers jenes Fotoapparates, der den Freunden später die Zukunft voraussagen wird. Statt Hilfe herbeizurufen oder die Leiche der Polizei zu übergeben, verriegeln die drei Protagonisten lieber wieder die Tür der Kammer und überlassen den leblosen Körper den Würmern, damit man sich in Ruhe mit den magischen Eigenschaften der wundersamen Zeitmaschine auseinandersetzen kann. Leider sind die WG-Freunde keineswegs darum bestrebt, das Geheimnis der ominösen Gerätschaft ergründen zu wollen, sondern versuchen ausschließlich eigenen Vorteil aus den sonderbaren Funktionen der Maschine zu schlagen. Als schließlich doch noch eine ältere Dame unerwartet an der Haustür klopft und von weiteren Fähigkeiten des eigenartigen Fotoapparates berichten möchte, wird eine Waffe gezückt und ohne Vorwarnung auf die Unwissende geschossen.
 
Kein kluger Schachzug, was aber in TIME LAPSE nichts Ungewöhnliches ist, wird der Zuschauer hier nicht nur einmal Zeuge unerklärlicher Handlungsbeweggründe, die normal denkenden Filmliebhabern partout nicht einleuchten wollen. Die stereotypen Figuren handeln nicht nach logischem Menschenverstand. Viele ihrer Entscheidungen verursachen Unverständnis, wirken konstruiert und nicht nachvollziehbar. Hinzukommt, dass sich das von BRADLEY KING mitgepinselte Drehbuch viel zu oft an den Konventionen des modernen Genre-Kinos orientiert, wo Mord- und Totschlag eine wesentliche Rolle spielen und ein reißerisches Finale mit Überraschungstwist nicht fehlen darf. Die Vorhersehbarkeit schmälert den Filmgenuss, weil dem Zuschauer ziemlich schnell klargemacht wird, vorauf die Geschehnisse des Film hinauslaufen sollen. Etwas weniger Konventionalität hätte daher gut getan, weil TIME LAPSE gerade wegen seiner immerhin unverbrauchten Idee genügend Unterhaltungswert und makabre Einfälle verspricht, damit der Genre-Fan bis zum Abspann geduldig vor der Glotze sitzen bleibt.
 
Dass der Film trotz vieler Defizite besser ist, als manch andere Debüt-Gurke liegt vor allem an den guten Schauspielern, die hier hervorragende Arbeit abliefern – auch wenn ihnen das Drehbuch nicht sonderlich viel abverlangt und die Charakterentwicklung nach bekanntem Schema verläuft. Kurzum: TIME LAPSE hatte reichlich Potenzial, das letztendlich nur bedingt ausgeschöpft wurde, weil man etwas zu halbherzig an der Geschichte gefeilt hat. Für einen verregneten Sonntagnachmittag reicht es dennoch allemal.
 
 
 


 
 
 

TIME LAPSE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Spannender Mystery-Horror mit Überraschungseffekt. Das Filmdebüt von BRADLEY KING hätte ein richtig guter Sci-Fi-Streifen werden können, wäre der Film nicht zugemüllt mit dutzenden Ungereimtheiten, über die sich der Zuschauer am Ende den Kopf zerbrechen dürfte. Sicher ist die Zeitsprung-Geschichte von einem überdimensionalen Fotoapparat, der die Zukunft voraussagt nicht uninteressant. Trotzdem hinterlässt TIME LAPSE einen faden Nachgeschmack, weil die Protagonisten des Films so dämlich handeln, dass gesunder Menschenstand allein nicht ausreicht, um nachvollziehen zu können, warum sich die drei Helden so verhalten, wie sie sich verhalten. Auch wenn sich TIME LAPSE trotz Indie-Status ziemlich streng am konventionellen Horror-Kino orientiert und früh klar wird, wie der Mystery-Thriller ausgehen wird, verspricht TIME LAPSE vermutlich gerade deswegen knapp 90 Minuten solide Horror-Unterhaltung – mehr aber auch nicht.
 
 
 


 
 
 

TIME LAPSE – Zensur

 
 
 
Bis auf einige Schusswunden, sowie Stichen und Schläge mit Haushaltsgegenständen gibt es in TIME LAPSE nichts zu sehen, was für Fans härterer Filme an Interesse wäre. Zwar fließt Blut, aber der Gewaltgehalt hält sich in Grenzen. Demzufolge kommt TIME LAPSE mit FSK16 in die Händlerregale.
 
 
 


 
 
 

TIME LAPSE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Triangle (2012)

Coherence (2013)

Timecrimes – Mord ist nur eine Frage der Zeit (2007)

Butterfly Effect (2004)

Mine Games (2012)

Frequenzy (2000)

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Filmkritik: „Coherence“ (2013)

coherence-2013
 
 
 

COHERENCE

Story

 
 
 
Ein Mystery-Thriller, der nicht viel benötigt: Ein Abendessen, acht Freunde und ein Kometenschweif am Himmel, der seltsame Vorkommnisse zur Folge hat …
 
 
 


 
 
 

COHERENCE – Kritik

 
 
 
Science-Fiction, Horror, Mystery, Drama oder Thriller – COHERENCE ist einer dieser Filme, der sich nicht so einfach kategorisieren lässt, weil er in keine Schublade passen will. Vielmehr bedient sich der auf Festivals gefeierte Überraschungs-Hit verschiedenster Genre, die hier ganz ungezwungen miteinander verschmelzen. Regisseur JAMES WARD BYRKIT, der bereits mit dem Chamäleon -Zeichentrick RANGO (Drehbuch) von sich hat hören lassen, konnte mit seinem kniffligen Rätselspaß schon einige Preise einheimsen und gibt mit dem kunterbunten Genre-Mix sein Regiedebüt, das bei Zuschauern endlich mal wieder die Köpfe rauchen lässt.
 
COHERENCE ist BYRKITS Reaktion auf seine bisherigen Arbeiten an Blockbustern wie RANGO (2011) und die FLUCH DER KARIBIK-Filme, die ihm sichtlich zu durchgeplant gewesen waren und dabei Möglichkeiten zur Improvisation zunichte machten. BYRKIT, der eigentlich vom Theater kommt, wollte sich von Konventionen lösen und sich wieder zu seinen alten Theater-Zeiten zurückbewegen, wo auf der Bühne allein Geschichte und Charaktere im Mittelpunkt gestanden haben und er die Freiheit zu experimentieren genießen konnte. Die Idee von COHERENCE war Schauspieler und Crew-Mitglieder von ihren Zwängen zu befreien. In einer Art spielfilmlangen Version einer TWILIGHT ZONE-Episode sollte durch minimalen Aufwand und mit einfachsten Mitteln maximales Unbehagen heraufbeschwört werden. Dabei war das Ziel ein filmisches Experiment zu schaffen, dass sich wie einst die Serie auch um wenige Protagonisten drehen sollte, die auf begrenztem Raum einem unheimlichen Mysterium auf die Schliche kommen. BYRKIT war darum bestrebt Augenmerk auf das Wesentliche zu legen, was wiederum bedeutete, dass Spezialeffekte vermieden werden und das Budget im überschaubaren Rahmen bleiben sollte. Gedreht wurde nicht einmal eine Woche am Stück mit kleiner Crew. BYRKIT stellte für die Dreharbeiten das eigene Wohnzimmer zur Verfügung und ein Drehbuch gab es nicht. Stattdessen erhielten die Darsteller an jedem Abend der fünf Drehtage Zettel mit Notizen, aus denen ausschließlich Informationen zum eigenem Charakter und der Hintergrundgeschichte für den jeweiligen Drehabend zu entnehmen waren. Weil keiner mit den Interaktionen des anderen vertraut war, mussten die Schauspieler Mut zur Improvisation beweisen. Ein riskantes Unterfangen, das in COHERENCE dennoch wunderbar funktioniert und wie aus einem Guss wirkt – den hervorragend gewählten Schauspielern sei Dank.
 
COHERENCE nimmt den Zuschauer mit zu einem Dinner in ein abgelegenes Haus irgendwo in Californien. Acht Freunde finden sich hier zusammen, um nach langer Zeit einander wiedersehen zu können. Ein besonderes Spektakel steht bevor, schließlich kreuzt nicht alle Tage ein Komet die Erdumlaufbahn. Doch das spektakuläre Himmelsereignis führt zu einer Reihe seltsamer Vorkommnisse. Erst zersplittern Handybildschirme wie von Geisterhand, bald schon verhalten sich die Gäste eigenartig. Als man wenig später auf Doppelgänger stößt bricht Panik unter den Anwesenden aus. Mehr über den grandios verwirrenden Plot zu verraten wäre fatal, nur soviel: Macher JAMES WARD BYRKIT bedient sich ganz clever der Thematik von Paralleldimensionen, versetzten Zeitebenen sowie Quantenphysik und konstruiert ein faszinierendes Stück Zelluloid, das reichlich Aufmerksamkeit voraussetzt, damit der roten Faden nicht verloren geht. Hierbei geht der Regieneuling den gleichen Weg wie zuletzt DENNIS ILIADIS, der im vergangenen Jahr an einem ähnlichen Film werkelte, welcher letztendlich vom deutschen Rechteinhaber UNIVERSUM FILM unter dem Titel PARTY INVADERS (im Original: +1 (2013)) ganz stillschweigend in die Händlerregale gebracht wurde.
 
Erfrischende Rezepturen gänzlich ohne Klischees und Konventionen sind im Kino mittlerweile eine Seltenheit geworden, vor allem wenn die amerikanische Traumfabrik mal wieder zugeschlagen hat, die dem Zuschauer das Denken so einfach wie möglich gestalten möchte. Ein Übel, dass BYRKIT nicht hinnehmen wollte, wie er in einem Interview verriet. Er war darum bestrebt einen Film zu drehen, der eben nicht bis ins kleinste Detail erklärt werden soll, damit ihn auch jeder Filmzuschauer verstehen kann. Vermutlich ein Grund, warum sich ohnehin kein großes amerikanisches Studio hätte finden lassen, das dazu bereit gewesen wäre, sein rätselbepacktes Filmvergnügen zu unterstützen. Dass sein Film mit einem abrupten Abschluss vollkommen aus der Bahn wirft, ohne klärende Antworten zu liefern, ist nur ein Beispiel dafür wie geschickt er sich den vordiktierten Regeln amerikanischer Hochglanzfilme entgegenlehnt, obwohl er im Grunde genommen einst selbst hier Fuß im Filmbusiness gefasst hat. Für diesen unkommerziellen Weg kann man den Filmemacher nur loben, denn auch wenn man COHERENCE vermutlich mehrmals gesehen haben muss, um auch alle Geheimnisse entschlüsseln zu können, ist dieses klug inszenierte und überraschend unkonventionelle Leinwand-Puzzle über jeden Zweifel erhaben. Für ein so sehenswertes und vor allem mutiges Erstwerk, das Hollywood rigoros den Mittelfinger entgegenstreckt, obwohl Macher JAMES WARD BYRKIT einst mit großen Blockbuster-Hits Erfolge feierte, gibt es vom FILMCHECKER eine zu recht verdiente und ungewöhnliche hohe Punktzahl.
 
 
 


 
 
 

COHERENCE – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Mysteriös-unheimlicher Puzzle-Trip, der in keiner gut sortierten Filmsammlung fehlen sollte. Manchmal ist eine gute Idee mehr Wert als viel Budget und ausufernde Spezialeffekte. COHERENCE ist ein Triumph des Low-Budget-Filmemachens, denn trotz oder gerade aufgrund der Tatsache, dass die Akteure in diesem Kammerspiels vorwiegend improvisieren und kein Drehbuch als Grundlage besitzen, um sich daran festklammern zu können, gehört COHERENCE zum Besten was das Filmjahr 2014 zu bieten hat. Regisseur JAMES WARD BYRKIT ist hier ein Kunststück gelungen, dass die volle Aufmerksamkeit seiner Zuschauer genießt, die schnell ganz leise werden, um wirklich alle Geheimnisse diese grandios verschachtelten Verwirrspiels ergründen zu können. Da stört dann auch die teils wackelige Kameraführung nicht, die zwar immer nah an den Protagonisten ist, um Authentizität bewirken zu können, aber ab und an mit den üblichen Mankos zu kämpfen hat, die man aus den vielen Found-Footage-Werken kennt. Keine Angst COHERENCE ist keiner dieser überdrüssigen Shaky-Cam-Streifen. Vielmehr ist dieser packende und klug umgesetzte Überraschungs-Hit mit all seinen unerwarteten Wendungen Pflichtprogramm für Fans des Phantastischen Films. Daher: Wer im Genre Anspruch statt Holzhammer braucht, muss diesen Film gesehen haben.
 
 
 


 
 
 

COHERENCE – Zensur

 
 
 
COHERENCE ist kein blutrünstiger Horror-Schocker. Hier passieren weder Mord- noch Totschlag. Am Ende kommt der Deckel eines Toilettenspülkastens zum Einsatz – das war’s dann aber auch schon mit der Gewalt. COHERENCE ist mit blauem FSK16-Sticker in den Handel gekommen.
 
 
 


 
 
 

COHERENCE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Coherence; USA 2013

Genre: Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (@24 Hz)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Einzel-BD: KeepCase mit Wechselcover / Special Editon: Amaray im Schuber

Extras: Normale BD: nur Trailer / Special Edition: Booklet mit den Regieanweisungen für die Schauspieler, Soundtrack-CD mit dem Score von Kristin Dyrud, Audiokommentar mit dem Regisseur James Byrkit und den Darstellern Emily Foxler und Alex Manugian, Making-of, Behind the Scenes, Interviews mit den Darsellern, Aufnahmen eines Testshootings

Release-Termin: 27.03.2015

 
 

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COHERENCE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The House ot the End Times (2013)
 
Warhouse – Kriegszustand (2013)
 
Mine Games (2012)
 
Haunter (2013)
 
Und taglich grüsst das Murmeltier (1993)
 
Triangle – Die Angst kommt in Wellen (2009)
 
Timecrimes – Mord ist nur eine Frage der Zeit (2007)
 

Filmreview: „Warhouse – Kriegszustand“ (2013)

Armistice-2013
 
 
 

WARHOUSE – KRIEGSZUSTAND

Story

 
 
 
AJ Budd (Joseph Morgan) erwacht in einem Haus aus dem es kein Entkommen gibt und muss gleichen Tag immer wieder aufs Neue erleben …
 
 
 


 
 
 

WARHOUSE – Kritik

 
 
 
Was ist eigentlich mit ARGENTO, CARPENTER & Co. passiert – jenen Schauer-Maestros, die den Zuschauer über Jahrzehnte mit spannendem Horrorfutter versorgt haben? In letzter Zeit haben die sich recht rar in der Filmlandschaft gemacht und überlassen stattdessen das Gruselhandwerk jungen Nachwuchsregisseuren, die mit überraschend sehenswerten Debütfilmen überzeugen können. Der legendäre EVIL DEAD aus der Mache eines gewissen SAM RAIMI hat den Briten LUKE MASSEY zum Horrorfilm gebracht. Das Multitalent war schon immer vom Filmemachen fasziniert und kam ganz nebenbei mit Gruselstreifen wie dem besagten TANZ DER TEUFEL, THE WICKER MAN und ROSEMARIES BABY in Kontakt. Eine folgenschwere Begegnung, haben doch die Kultwerke MASSEY derart geprägt, dass er schon immer von der Idee besessen war irgendwann selbst einen Horrorfilm zu drehen. Nach Mitarbeit an diversen Kurzfilmen setze er sich mit Co-Autor BENJAMIN READ an einen Tisch und kam auf die Idee, das Beste aus den Lieblingsfilmen GLADIATOR, CASTAWAY und UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER zu nehmen, um daraus etwas ganz Eigenes zu kreieren. WARHOUSE – KRIEGSZUSTAND nennt sich das Endresultat, das mit kleinen Budget umgesetzt wurde und die ungewöhnliche Geschichte von AJ Budd (JOSEPH MORGAN) erzählt, der eines Tages in einem ihm fremden Haus erwacht, aus dem es kein Entkommen gibt. Die Türen sind verriegelt und Fenster lassen sich nicht öffnen. Während der Gefangene krampfhaft nach einem Ausweg sucht, schleicht eine groteske Gestalt durch die Flure, die scheinbar darauf trainiert wurde das Leben des Eingesperrten zu beenden. Rasch bohrt sich ein Messer in den Körper des Monsters und grünes Blut fließt aus der Wunde. Leider ist die Freude über den Sieg nur von kurzer Dauer, denn das Wesen wartet auch am nächsten Tag unversehrt in der Küche. Als wäre es ein Leichtes bringt AJ Budd auch diesmal die Kreatur zu Strecke, nur um am nächsten Tag abermals feststellen zu müssen, dass der Kämpf vermutlich nie ein Ende nehmen wird. Er beginnt im Keller zu graben und findet Aufzeichnungen eines gewissen Edward Sterling (MATT RYAN), der sich zuvor in ähnlich verzwickter Situation befand und den Kummer zu Papier gebracht hat. Große Hoffnungen liefern die Tagebücher jedoch nicht, schließlich schildert Sterling, dass ihm selbst der Freitod keine Lösung brachte. Wenn immer er sich selbst das Leben nahm, begann der ewig gleiche Ablauf am nächsten Morgen von neuem. So gehen die Jahre ins Land, bis AJ Budd zu einer folgendschweren Erkenntnis kommt.
 
ARMISTICE (so der OT – was soviel heißt wie Waffenstillstand) ist schon sehr außergewöhnliches Kino, das man vermutlich zweimal sehen muss, um es überhaupt verstehen zu können. Regisseur LUKE MASSEY lag die Thematik von Isolation, Einsamkeit und Verzweiflung am Herzen, die er hier mit ganz einfacher Machart umzusetzen verstand. Die wenigen Räume sind eng und spartanisch eingerichtet, die Monologe knapp und auf den Punkt gebracht. Zudem wird von einer überschaubaren Farbpalette Gebrauch gemacht, damit die Ausweglosigkeit und das kränkelnde Seelenheil des Filmhelden besser veranschaulicht werden kann. Der entwickelt sich im ewig gleichen Alltagstrott und ohne soziales Umfeld über die Jahre zu ähnlich primitiver Kreatur, gegen die er bisher jeden Morgen kämpfen musste. Natürlich finden die Qualen nach knapp 70 Minuten ein erlösendes Ende, wobei die Aussage des Films viel Interpretationsspielraum zulässt. Unüberhörbar bleibt jedoch MASSEYS Botschaft vom Leben, das mit einem kontinuierlichen Kampf gleichzusetzen ist, mit dem ein jeder von uns tagtäglich auf Neue konfrontiert wird. WARHOUSE dürfte mit Sicherheit nicht jedem Filmliebhaber schmecken, denn der Low-Budget-Indie ist ziemlich unkonventionell gestrickter Dramen-Mystery und hat mit Horror nur bedingt etwas am Hut. Zudem dürften sich die meisten Zuschauer am trägen Erzählrhythmus stoßen, der sich des Öfteren in einer stagnierenden Ereignislosigkeit verfängt. Wer jedoch das Außergewöhnliche sucht, das auch etwas Tiefgang besitzt, sollte sich WARHOUSE – KRIEGSZUSTAND auf jeden Fall vormerken, schließlich gehört WARHOUSE zu den besseren Filmen innerhalb des Phantastischen Films.
 
 
 


 
 
 

WARHOUSE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
WARHOUSE ist ein Ausnahmefilm, mit ernüchtender Botschaft und gutem Hauptdarsteller, dem es gelingt nahezu den gesamten Film allein zu tragen. Die Geschichte ist erfrischend unkonventionell gestrickt, beklemmend inszeniert und bleibt bis zum Ende so ziemlich unvorhersehbar. Dem Briten LUKE MASSEY ist mit dem 250 000 Pfund teuren Erstling ein durchweg sehenswertes Filmchen fernab des ideenlosen Mainstreams gelungen, dass Tiefgang besitzt und anderen Horrorschaffenden zeigt, dass man auch ohne Stereotypen und Klischees sehenswerte Film drehen kann – insofern man das überhaupt möchte.
 
 
 


 
 
 

WARHOUSE – Zensur

 
 
 
WARHOUSE oder ARMISTICE (so wie der Film im Original heißt) hat kaum böse Momente zu bieten. Die grausamen Momente bestehen aus dem Erdolchen der Kreaturen, denen grünes Blut aus den Wunden tropft. Für einen Horrorfilm ist das Gezeigte sehr harmlos anzuschauen. Trotzdem wurde die hiesige Heimkinofassung des Films in Deutschland erst ab 18 Jahren freigegeben. Das liegt jedoch nicht am Hauptfilm, sondern am Bonusmaterial. WARHOUSE – KRIEGSZUSTAND ist bereits für 16-jährige geeignet.
 
 
 


 
 
 

WARHOUSE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Edel Germany

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Armistice; Großbritannien 2013

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: Film selbst: FSK16 – auf Grund von Bonusmaterial erhielt die Scheibe: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow

Release-Termin: 27.06.2014

 
 
 

Warhouse – Kriegszustand [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

WARHOUSE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Und taglich grüsst das Murmeltier (1993)
 
Triangle – Die Angst kommt in Wellen (2009)
 
Timecrimes – Mord ist nur eine Frage der Zeit (2007)
 

Filmreview: „The House at the End of Time“ (2013)

The House at the End of Time
 
 
 

THE HOUSE AT THE END OF TIME

Story

 
 
 
Eine Familie erlebt in ihrem Haus den ultimativen Terror. Die Kinder verschwinden auf unerklärliche Weise, der Vater kommt unter ominösen Umständen ums Leben und Hausfrau Dulce (Ruddy Rodríguez) wird für das Chaos zur Verantwortung gezogen. Sie sucht nach Antworten und findet heraus, dass ein gut gehütetes Geheimnis um das vermeintlich sichere Heim rankt …
 
 
 


 
 
 

THE HOUSE AT THE END OF TIME – Kritik

 
 
 
Es gruselt wieder. Diesmal jedoch auf venezolanisch und das auch noch zum allerersten Mal in der Geschichte des Landes. LA CASA DEL FIN DE LOS TIEMPOS heißt das grandiose Stück Gänsehaut aus Venezuela und ist der beste Beweis dafür, dass guter Horror schon längst nicht mehr nur aus der Traumfabrik kommt. In der internationalen Horrorszene brodelt es und das gewaltig. Da kochen unerfahrene aber höchst ambitionierte Filmregisseure mit allerlei experimentellen Zutaten extravagante Süppchen, so dass nicht selten der Gaumen des Horrorfans Samba tanzt, wenn er Horrorstreifen aus fernen Ländern zu sehen bekommt. Hat man dann erst einmal Gefallen am Unkonventionellen gefunden, fällt es schwer den ewig gleichen Gewohnheitsfraß aus Hollywood zu goutieren, schließlich wird dort meist bevorzugt Altbekanntes immer nur neu und anspruchslos aufgewärmt. Nachwuchsregisseur ALEJANDRO HIDALGO macht all das richtig, was man eigentlich als Neuer in der Filmwelt beachten sollte. Der weiß nämlich, dass Horror dafür da ist, um Angst einzujagen. Zudem hat er eine wirklich gute Geschichte zu Papier gebracht, an der sich Gurkenzüchter wie M.NIGHT SHYAMALAN (THE VILLAGE, AFTER EARTH) ein Beispiel nehmen sollten. Letzterer hat ja ein goldenes Händchen dafür qualvoll-dumme Mystery-Thriller zu drehen, die den Zuschauer mit abstrusen und nahezu peinlich-beschämenden Überraschungsplots quälen. Hätte der einst talentierte Regisseur Leute wie ALEJANDRO HIDALGO an der Hand gehabt, SHYAMALAN müsste sich heute nicht für seine ach so strunz-doofen Machwerke schämen.
 
LA CASA DEL FIN DE LOS TIEMPOS orientiert sich in seiner Machart an die Anfangsgrusler des berüchtigten SHYAMALAN, der im Jahr 1999 mit seinem THE SIXTH SENSE einen Filmhit landete und quasi den wendungsreichen Horrorfilm mit Überraschungsmoment zurück in die Kinosäle holte. Ähnlich überraschend geht es auch in THE HOUSE AT THE END OF TIME zu. Der Film beginnt wie einer dieser typischen Geisterfilme und versucht den Zuschauer mit plötzlich schließenden Türen, schemenhaften Gestalten und merkwürdigen Geräuschen zu erschrecken. Was aber anfänglich austauschbaren Spukhorror vermuten lässt, entpuppt sich am Ende als wahrlich klug ersponnener und clever verschachtelter Mystery-Horror, der mit Geistern rein gar nix am Hut hat, sondern eher in der Zeitschleifenproblematik verschachtelt ist.
 
Im Mittelpunkt von THE HOUSE AT THE END OF TIME steht eine kleine Familie, die vor fünf Jahren eine alte Villa bezogen hat. Günstig war das Haus gewesen, drum wurde es schnell erworben. Jetzt muss die Rechnung für den niedrigen Kaufpreis gezahlt werden. Eines Nachts passieren seltsame Dinge. Die Kinder müssen mal wieder hungrig ins Bett, weil Vater Juan José (GONZALO CUBERO) partout keine Arbeit findet, um die leeren Mägen füllen zu können. Es kommt zum Streit zwischen den Eltern und das Familienoberhaupt verlässt wutentbrannt das Schlafzimmer. Was folgt lässt sich nicht erklären: Seltsame Schatten huschen durch die Gänge, die Kinder verschwinden unter mysteriösen Umständen, der Vater wird erdolcht im Schlafzimmer vorgefunden und Mutter Dulce (RUDDY RODRíGUEZ) wird für die unerklärlichen Vorkommnisse zur Verantwortung gezogen. Als sie nach 30 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, kehrt sie ergraut und gebrechlich an den Ort der Geschehnisse zurück. Noch immer herrscht hier eine Aura grausigen Unbehagens und mysteriöse Erscheinungen ängstigen die traumatisierte Dulce zu Tode. Die ältere Dame wird schon bald von der schicksalsreichen Vergangenheit eingeholt, fasst jedoch allen Mut zusammen und beginnt die Geheimnisse des geschichtsträchtigen Gebäudes zu entschlüsseln. Bei ihren Untersuchungen stößt sie auf ein Mysterium, für das sie keine plausiblen Erklärungen findet kann.
 
Welchen Mehrwehr so eine sorgfältig und gut durchdachte Geschichte doch haben kann. THE HOUSE AT THE END OF TIME ist einer jener Filme, die auch ohne großes Blutvergießen auskommen und fast gänzlich auf Effekthascherei verzichten. Hier wird mit minimalistischen Mitteln maximales Grauen verursacht. Sei es die morbid-farblose Kulisse, die oft an spanisches Horrorkino erinnert und düstere Gruselwerke wie JULIA’S EYES (2010) oder THE DEVIL’S BACKBONE (2001) ins Gedächtnis zurückkehren lassen. Oder die detailreich durchdachte Story, die den Zuschauer häppchenweise mit Informationen versorgt, aber nie zuviel verrät. Echte Spannung zeichnet sich hier ab, die sich konsequent durch den gesamten Film zieht. ALEJANDRO HIDALGO jongliert mit Rückblenden, schließlich sind viele Antworten der rätselhaften Story in der Vergangenheit zu suchen. Demnach bewegt sich die kleine Geschichte lückenhaft zwischen den Zeitebenen. Wir erfahren, was sich einst zugetragen hat und welch seelische Qualen Mutter Dulce nach der Haftentlassung erleiden muss. Am Ende wird eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschlagen bei der das Haus eine wichtige Schlüsselfunktion einnimmt. Aus anfänglichen Plot- und Logiklöchern ergibt sich ein plausibles Ganzes, wobei man Macher ALEJANDRO HIDALGO für das wirklich intelligente Drehbuch loben muss, das er da selbst verfasst hat.
 
Was wäre, wenn wir die Zeit beeinflussen könnten. Eine Frage, die sich vermutlich ein jeder schon einmal gestellt haben dürfte. THE HOUSE AT THE END OF TIME ist Indie-Horror, der sich die Frage zueigen macht und sie auf ganz eigene Weise versucht zu interpretieren. Für seinen ersten Gruselhit könnte Regie-Debütant ALEJANDRO HIDALGO die international erfolgreiche RUDDY RODRíGUEZ gewinnen, die nicht nur gern gesehene Kino, TV- und Theaterschauspielerin ist, sondern auch als gefragtes Model in den 80ern Karriere machte. Für THE HOUSE AT THE END OF TIME läuft sie noch einmal auf Hochform auf, lässt sich vom Make-up-Team um Jahrzehnte älter schminken und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise voller Überraschungen. ALEJANDRO HIDALGOS Erstling ist willkommen abwechslungsreicher Horror mit einem Schuss Mystery, der zwar auf falsche Fährten lockt, den Zuschauer aber nie an der Nase herumführt. Wenn das Rätsel am Ende gelüftet wird und der Abspann über die Mattscheibe flimmert, dürfte sich der ein oder andere Filmfreund einen Wolf freuen, weil er soeben einen außergewöhnlich guten Film gesehen hat, von dem er dringend seinen Freunden erzählen muss. Wir haben uns schon lange nicht mehr so „unheimlich“ gut unterhalten gefühlt. Von daher gibt’s vom FILMCHECKER das Prädikat: Geheimtipp!
 
 
 


 
 
 

THE HOUSE AT THE END OF TIME – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Regie-Neuling ALEJANDRO HIDALGO wirft Klischees über Bord und bringt angenehm schauriges Horrorfutter in die Heimkinos bei dem sich der Horror vornehmlich im Kopf des Zuschauers abgespielt. Sein Debüt ist einer der besten Gruselstreifen der letzten Jahre von denen es in der Vergangenheit dank Found Footage und PARANORMAL ACTIVITY einfach viel zu viele gegeben hat. Der erste, in Venezuela produzierte Horrorfilm beeindruckt mit subtiler Schauerstimmung, morbider Atmosphäre und bedrückenden Bildern. Die erinnern in ihrer farblosen Tristesse ziemlich oft an viele spanische Horrorwerke jüngeren Datums, die ja bekanntlich weniger durch Gewalt- und Blutexzesse, als vielmehr durch unheimliche Momente und düstere Bildkompositionen aufgefallen sind. THE HOUSE AT THE END OF TIME überzeugt mit einem penibel ausgearbeiteten Drehbuch, überraschenden Wendungungen und konsequentem Spannungsbogen. Das FILMCHECKER-Team war angetan und meint: Wer THE HOUSE AT THE END OF TIME verpasst ist selber schuld!
 
 
 


 
 
 

THE HOUSE AT THE END OF TIME – Zensur

 
 
 
LA CASA DEL FIN DE LOS TIEMPOS oder THE HOUSE AT THE END OF TIME (so wie er in unseren Gefilden genannt wird) ist ein subtiler Gruselfilm, der eher durch unheimliche Stimmung und permanente Spannung unterhalten möchte. Hier gibt es nur ein Messer im Rücken zu sehen – das war’s auch schon an Gewaltmomenten. THE HOUSE AT THE END OF TIME ist mit dem blauen 16er-Stempel durch die FSK kommen.
 
 
 


 
 
 

THE HOUSE AT THE END OF TIME – Deutsche Blu-ray

 
 
 
The House at the End of Time Blu-ray

(c) Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: La casa del fin de los tiempos; Venezuela 2013

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 – @24 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 101 Min.

FSK: FSK 16

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Keine

Release-Termin: 20.02.2015

 

The House At The End Of Time [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE HOUSE AT THE END OF TIME – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mama (2013)
 
The Sixth Sense (1999)
 
The Devil’s Backbone (2001)
 
Darkness (2002)
 
Fragile – A Ghost Story (2005)
 
Das Waisenhaus (2007)
 

Filmreview: „Haunter – Jenseits des Todes“ (2013)

haunter-2013
 
 
 

HAUNTER – JENSEITS DES TODES

Story

 
 
 
Lisa (Abigail Breslin) erfährt, dass sie von einem längst verstorbenen Serienkiller um die Ecke gebracht wurde und nun als Geist ein jämmerlich routiniertes Dasein in einer Zwischenwelt fristen muss. Als die rastlose Seele des Mörders den neuen Bewohnern ihres Elternhauses Böses möchte, nimmt Lisa Kontakt mit den Lebenden auf, um deren Leben retten zu können …
 
 
 


 
 
 

HAUNTER – Kritik

 
 
 
Wenn die Protagonisten im Film den immer gleichen Tag neu erleben und dabei die immer gleichen Situationen durchmachen müssen, dürften sich alteingesessene Horrorfilmfans rasch in einem Zeitschleifenthriller wähnen, die sich nach TRIANGLE (2009), MINE GAMES (2012) und TIMECRIMES (2007) zuletzt großer Beliebtheit erfreut haben. Auch Regisseur VINCENZO NATALI schien großes Potenzial in derartigen Filmen gesehen zu haben, so dass er die Zeitschleifenproblematik gleich einmal zur Ausgangssituation sein neusten Genre-Werks HAUNTER – JENSEITS DES TODES gemacht hat. NATALI scheint eine bescheidene Vorliebe für Unkonventionelles zu hegen, denn sein Geisterhaus-Plot ist im Vergleich zum üblichen Horrorstandard als erstaunlich speziell zu betiteln, wobei man immerhin sagen muss, dass „speziell“ nicht immer Schlechtes bedeuten muss. Bereits in seinen Frühwerken CUBE (1997) und CYPHER (2002) hat der amerikanische Filmemacher mit italienischer Abstammung bewiesen, dass er sich stets mit seinem Schaffen von der breiten Horrormasse abzuheben verstand. Während er mit dem Mainstream-Thriller SPLICE (2009) etwas vom rechten Weg abgekommen war, versucht er nun mit HAUNTER zu alten Qualitäten zurückzufinden und wechselt zeitgleich auch die Fronten. Mit Science Fiction hat sein neuster Film nämlich gar nichts mehr am Hut. Diesmal unternimmt der Regisseur einen Ausflug ins Haunted-House-Genre und beweist, dass Spukhaushorror nicht zwangsläufig nur von den typischen Klischees zehren muss, sondern auch einmal aus einer ganz anderen Perspektive geschildert werden kann: der der Geister.
 
In HAUNTER erlebt Teenager Lisa (ABIGAIL BRESLIN) zusammen mit ihrer Familie den immer gleichen Tag. So wirklich verwunderlich ist das jedoch nicht, hat die 17-jährige zusammen mit ihren Eltern und dem kleinen Bruder vor vielen Jahren das Zeitliche gesegnet und wandelt nun zusammen mit den Angehörigen rastlos in einer Art Zwischenwelt umher. Vor der Haustür machen sich dichte Nebelschaden breit und führen ins Nichts. Drinnen raubt die tägliche Routine der kecken Heranwachsenden beinahe den Verstand. Bald jedoch schon passieren unheimliche Dinge in Lisas Gegenwart, denen die neugierige Jugendliche natürlich auf den Grund gehen möchte. Seltsame Stimmen rufen ihren Namen, fremde Mädchen liegen in ihrem Bett und führen sie zu einem geheimen Gang hinter der Waschmaschine. Ihre Nachforschungen verändern zwar den stupiden Tagesablauf, rufen aber auch die Missgunst eines unheimlichen Fremden (STEPHEN MCHATTIE) auf dem Plan. Der entpuppt sich als Geist des früheren Besitzers des Elternhauses und zeichnet für den Mord an diversen Mädchen und Familien verantwortlich, die in seinem Anwesen gelebt haben. Auch Lisa und ihre Familie gehen auf dessen Meuchelkonto, kann sich doch der rastlose Geist des Serienkillers der Körper der Lebenden bemächtigen, so dass es ihm auch nach dem Tod gelingt, sein krankes Schlitzerhandwerk unbemerkt fortzusetzen. Je mehr Lisa über das eigene Ableben in Erfahrung bringen kann, um so deutlicher wird das Hilfegesuch der pubertären und noch lebenden Olivia (ELEANOR ZICHY), die nun zusammen mit ihrer Familie in jenem Haus wohnt und um ihr Leben bangen muss. Kurzum stellt sich Lisa ihren Ängsten und beginnt den Kampf gegen den unberechenbaren Killergeist aufzunehmen.
 
Schön altmodisch beginnt HAUNTER. Schmetterlings umflattern spärlich ausgeleuchtete Regale und leuchten im unheimlichen Vorspann die Geschehnisse von HAUNTER ein. Ein konsequentes Stilmittel, das Regisseur VINCENZO NATALI auch im Verlauf seines Filmes kreativ einzusetzen versteht. Mysteriös, gruselig und unheimlich geht es nämlich auch nach dem Intro weiter, wobei die Idee, die Geschehnisse aus der Perspektive der Geister zu schildern nicht gänzlich neu ist. Bereits im Gruselszenario THE OTHERS (2001) hat ALEJANDRO AMENÁBAR gezeigt, dass Geister nicht zwangsläufig nur Böses im Schilde führen müssen. In HAUNTER wird dieser Gedanke auf die Spitze getrieben. Hier kämpfen gute Geister gegen die Bösen, wobei man NATALI für die Art loben muss, wie er sein Geistermär an den Zuschauer bringt. Die aufgefallene Erzähltechnik wirkt anfangs wirr und unverständlich. Hat man sich jedoch einmal zurechtgefunden, bekommt der Zuschauer eine ungemein fesselnde und komplexe Geschichte serviert, die trotz aller konventionellen Schreckmomente jeden Gruselkracher der letzten Jahre in den Schatten stellt. Mitgrübeln ist in HAUNTER Pflichtprogramm, was ja im Horrorfilm zuletzt leider durchweg vernachlässigt wurde. Diesen Anspruch wollte der kanadische Filmemacher VINCENZO NATALI beibehalten und fordert enorme Aufmerksamkeit vom Zuschauer, damit dieser die haarsträubenden Sprünge zwischen Jen- und Diesseits überhaupt verstehen kann. Aus dem anfänglich mysteriösen Grusler wird im Verlauf der Handlung ein vielschichtiger Zeitreisen-Streifen, der nach und nach die Geschichte des Hauses und die des Täters offenbart. Um die Hintergründe des eigenen Ablebens und das der vielen unschuldigen Familien in Erfahrung bringen zu können, springt Protagonistin Lisa nicht nur zwischen der Gegenwart und den 80ern hin und her; auch eine Reise ins 19. Jahrhundert zu den Wurzeln allen Übels bleibt dem Zuschauer und der mutigen Protagonistin nicht erspart. Viele kleine, für die Epochen typische Kleinigkeiten deuten darauf hin, dass viel Herzblut in HAUNTER investiert wurde. So erfährt Lisa in einer stummfilmartigen Sequenz von der Vergangenheit des Killers und sucht im Diesseits auf Olivias Ipod krampfhaft nach dem „Play“-Button, um die Nachricht der Hilfesuchenden sehen zu können. Lisa selbst entspringt den 80ern, trägt einen „Siouxsie and the Banshees“-Pulli und Bruder Robbie (PETER DECUNHA) daddelt mit viel Leidenschaft auf seinem Atari, ganz so wie es die Kids vor fast 30 Jahren eben getan haben.
 
Während der Filmfan zu Beginn im Dunkeln darüber gelassen wird, in welche Richtung denn HUNTER nun eigentlich driften soll, erhält er häppchenweise Informationen, die das Puzzle im Verlauf der Handlung plausibel lüften. Dabei ist das Tempo in HAUNTER eher ruhig. Gewalt, Splatter oder gar Tortur bekommt der Horrorfilmfreund in diesem Genre-Highlight rein gar nicht geboten. Der Film lebt hauptsächlich von seiner unheilvollen Atmosphäre und der Idee der Zeitreise, mit der ein möglicher Mord verhindern werden soll. Hierbei entpuppt sich ABIGAIL BRESLIN in ihrer Rolle als tapfere Lisa als Glücksgriff. Die Amerikanerin hat nämlich bereits als Kind die Herzen der Zuschauer in LITTLE MISS SUNSHINE (2006) im Sturm erobert und bereits in ZOMBIELAND (2009) allen Horrorfans gezeigt, dass sie nicht nur knuddelig in die Kamera blinzeln und liebreizend aussehen kann. Mittlerweile ist der ehemalige Kinderstar zu einer jungen Dame herangewachsen, die es sich sogar nicht nehmen lässt, in sehenswerten Genre-Vertretern aufzutauchen. HAUNTER dürfte sich in BRESLINS Vita hervorragend machen und VINCENZO NATALI die Aufmerksamkeit geben, die er nach großartigen Werken wie CUBE oder CYPHER mehr als verdient hat.
 
 
 


 
 
 

HAUNTER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Das Spukhaus-Thema einmal anders: HAUNTER – JENSEITS DES TODES gehört zweifelsohne zu den cleversten Spukfilmen, die das Genre bisher hervorgebracht hat. Ein unheimliches, vielschichtiges und packendes Stück Film von CUBE-Schöpfer VINCENZO NATALI und definitiv ein Horror-Highlight!
 
 
 


 
 
 

HAUNTER – Zensur

 
 
 
In HAUNTER – JENSEITS DES TODES dominieren die leisen, unheimlichen Töne. Hier setzt man weniger auf lautes Effektgewitter und gewaltgeile Blutorgien, sondern besinnt sich auf das subtile Gruseln zurück. Brutal oder blutig ist HAUNTER daher nicht, so dass er von der FSK ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben wurde.
 
 
 


 
 
 

HAUNTER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
haunter-blu-ray

(c) Koch Media Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Haunter; Frankreich, Kanada 2013

Genre: Thriller, Horror, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 97 Min. (uncut)

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Original Kinotrailer, 2 Audiokommentare, Storyboards (ca. 40 Minuten)

Release-Termin: 22.05.2014

 
 
 

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HAUNTER – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:

The Others (2001)

White Noise: Fürchte das Licht (2007)

Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt (1999)

Filmreview: „Mine Games“ (2012)

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MINE GAMES

Story

 
 
 
Sieben Studenten machen Urlaub in der Einöde Amerikas und entdecken eine mysteriöse Mine. Unzählige Warnschilder halten die Freunde jedoch nicht davon ab, das geheimnisvolle Bergwerk zu erkunden, was natürlich wenig später im Desaster endet …
 
 
 


 
 
 

MINE GAMES – Kritik

 
 
 
Achtung: wer sich den Filmspaß nicht verderben lassen möchte, sollte vom Lesen der Kritik absehen – hier sind nämlich Spoiler enthalten!
 
 
 
Wenn die Helden eines Films einen Ausflug in die amerikanische Wildnis unternehmen möchten und dabei gänzlich auf Internet- und Handyempfang verzichten müssen, dürfte der interessierte Filmfreund schon ein ungutes Gefühl in der Magengegend verspüren. Finden die Protagonisten dann noch eine versteckte Mine, vor deren Betreten ausdrücklich gewarnt wird, liegt die Vermutung nahe, dass das unvorsichtige Erkunden des Stollens mit Sicherheit ein böses Ende nehmen wird. Im erfinderischen Psychothriller MINE GAMES trifft genau das zu, wobei man Regisseur RICHARD GRAY immerhin zugute halten muss, dass er sich mit seinem Filmchen vom üblichen Horrorbrei der letzten Jahre abzuheben versucht. Bei seinem MINE GAMES handelt es sich um keinen weiteren unnötigen Vertreter innerhalb des Genres, denn auch wenn die Thematik einmal mehr Folter- und Slashergurken ins Gedächtnis ruft – der Film geht vollkommen andere Wege. Umso eindringlicher der Ratschlag, sich vor Sichtung des Gruselstücks weder Trailer, Inhaltsangabe oder Kritiken zu Gemüte zu führen – denn gänzlich unvorbereitet erzielt GREYS Zweitwerk die beste Wirkung beim Zuschauer. 2010 hat der australische Regisseur mit seinem romantischen Drama SUMMER CODA Frauenherzen schneller schlagen lassen und erste Regieerfahrungen sammeln können. Umso überraschender, dass er sich nach zwei Jahren Pause ausgerechnet mit einem Horrorfilm zurückmeldet und diesen sogar in die amerikanischen Lichtspielhäuser bringen konnte. Anders als in seinem melodramatischen Erstling geht es in MINE GAMES weitaus düsterer zugange, wobei der Mysterythriller einige Hochschulabsolventen durch die Filmhölle jagt.
 
Die Geschichte dreht sich um sieben Freunde, die sich für ein trinkfestes Party-Wochenende ausgerechnet ein Haus im Nirgendwo ausgesucht haben. Fernab von Lärm und Hektik sagen sich hier nicht nur Fuchs und Hase Gute Nacht, auch vom technischen Fortschritt ist weit und breit nichts zu spüren. So verzichten die Studenten gern auf Handy und Internet und frönen Alkohol und Drogen. Auf dem Weg zur Sause huscht den Kids dann doch irgendwas vor die Karre, so dass sie in die Büsche brettern und das Auto selbstverständlich zum Erliegen kommt. Weiter geht´s per Fußmarsch. Die Freunde erreichen wenig später eine schick eingerichtete Hütte und lassen sich´s dort erst einmal gut gehen. Während Michael (JOSEPH CROSS) ein „klein wenig“ an Schizophrenie leidet und immer wieder aufgefordert werden muss, doch seine Pillen zu nehmen, finden einige der Anwesenden im Wald eine verlassene Mine, die natürlich die Neugier weckt. Die Verbotsschilder werden missachtet und mysteriöse Symbole an den Wänden der Mine beeindrucken herzlich wenig. Gute Laune steht im Vordergrund und so begibt sich die Bande auf Erkundungstour ins Dunkel. Das Party-Wochenende scheint seinen Siedepunkt zu erreichen, bis plötzlich seltsame Dinge vor sich gehen. Im Bergwerk werden tote Körper entdeckt, die den eigenen gleichen und Medium Rose (REBECCA DA COSTA) findet in ihrem schlauen Büchlein heraus, dass jene missachteten Zeichnungen im Inneren der Höhle den „Ouroborus“ zeigen – jene Kreatur aus der antiken Mythologie, die das Leben als eine endlose Reihe von Leben und Wiedergeburt symbolisiert.
 
Wer im Genre bewandert ist und schon einige Filme gesehen hat, dürfte sich wohl gleich an TRIANGLE (2009) zurückerinnert fühlen. Dort konfrontierte Regisseur CHRISTOPHER SMITH Heldin Jess (MELISSA GEORGE) mit ähnlich komischen Vorkommnissen. Jess fand heraus, dass sie wohl Teil eines sich ständig wiederholenden Zeitstrudels sein muss. Auch der zwei Jahre zuvor abgedrehte TIMECRIMES des Spaniers NACHO VIGALONDO bediente sich der raffinierten Zeitschleifen-Thematik und bot ein verschachteltes Filmerlebnis, dass dem Zuschauer volle Aufmerksamkeit abforderte. MINE GAMES ist aus ähnlichem Holz geschnitzt, wenn auch nicht ganz so intelligent und komplex gestrickt, wie der spanische Geheimtipp aus dem Jahre 2007. Das spiegelt sich vor allem in der etwas trivial gehaltenen Inszenierung wieder, denn GREYS Folgewerk kommt weitaus jugendkonformer daher und richtet sich mit seinen adretten Protagonisten zweifelsohne an ein eher MTV-gewohntes Kinopublikum. Hier ist offensichtlich, dass die teils unbekannten Jungschauspieler (die vermutlich nur aufgrund ihrer Optik engagiert wurden) zwar ganz brauchbar interagieren – wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen sie aber keineswegs. Die eindimensionalen Rollen differenzieren kaum voneinander, so dass dem Zuschauer das besiegelte Schicksal der sieben Freunde vollkommen am Allerwertesten vorbeigehen dürfte. Immerhin stimmt auf technischer Ebene alles. MINE GAMES wurde solide gefilmt, so dass kaum auffallen dürfte, dass der Film mit magerem Budget auskommen musste. In Zeiten millionenschwerer Kinoblockbuster immerhin eine beachtliche Glanzleistung, schafft es GREY sogar hin und wieder mit einfachsten Mitteln, so etwas wie Gruselfeeling zu entwickeln. Leider wird der unheimlichen Kulisse nur wenig Beachtung geschenkt, was auf Kostengründe zurückzuführen ist. Begeben sich die Freunde auf Höhlenexpedition, gewinnt auch der Film an Spannung. Die ist leider in MINE GAMES Mangelware, da den gesichtslosen Schnarchnasen viel zu viel Zeit für deren nicht vorhandene Entwicklung eingeräumt wird. So spielt sich ein Großteil der Handlung im Inneren des Feriendomizils ab und protokolliert mit schläfrigem Erzählstil, wie man irgendwie versucht, die knapp 90 Minuten Filmlaufzeit mit Handlung zu versehen. Immerhin geht es am Ende schlag auf Schlag. Das Tempo wird erheblich angezogen, das undurchsichtige Puzzle logisch entschlüsselt und der Film findet einen ganz brauchbaren Abschluss. Ob´s jedoch für einen sehenswerten Gruseltrip ausreicht, sollte jeder Filmfreund selbst beurteilen.
 
 
 


 
 
 

MINE GAMES – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Cleverer erzählter und raffiniert getrickster Horrorthriller mit ebenso schlauer Auflösung. Leider leidet der anfänglich spannend erzählte Gruseltrip etwas am zähen Erzähltempo, denn so wirklich passieren will partout nichts. Immerhin gewinnt der unheimliche Mystery-Grusler gegen Ende wieder an Fahrt. Aufgrund der (zwar nicht neuen aber dennoch) interessanten Zeitschleifen-Thematik ist MINE GAMES dennoch einen Blick wert. Für Fans des Gruselschockers TRIANGLE (2009) definitiv ein Must See!
 
 
 


 
 
 

MINE GAMES – Zensur

 
 
 
Gewalt in MINE GAMES? Die wird hier auf Sparflamme geköchelt und nur selten auf der Mattscheibe zelebriert. Zwar kommen die Protagonisten am Ende dieses Thrillers arg übereilt zu ihrem Tod; brutal oder selbstzweckhaft wirkt das selbstverständlich nicht. Demnach kann der Filmfreund davon ausgehen, dass MINE GAMES hierzulande ungeschnitten veröffentlicht wird – mit FSK16 versteht sich!
 
 
 


 
 
 

MINE GAMES – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Triangle – Die Angst kommt in Wellen (2009)

Timecrimes – Mord ist nur eine Frage der Zeit (2007)