Filmkritik: „The Medium“ (2021)

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THE MEDIUM

Story

 
 
 
Was als Dokumentation über Schamanismus beginnt, wird schon bald zu einem dämonischen Horrortrip, der kein gutes Ende zu nehmen scheint.
 
 
 


 
 
 

THE MEDIUM – Kritik

 
 
 
Die Mockumentary bleibt im Horrorfilm ein beliebtes Stilmittel. Warum sollte sich also nicht auch mal ein südkoreanisches Werk an diesem Mittel bedienen? „The Medium“ besitzt streng genommen eigentlich keinerlei neue Zutaten, mischt bekannte Elemente allerdings ein wenig anders zusammen und wirkt so immerhin einigermaßen eigenständig. Der große Wurf bleibt zwar aus, aber für Genrefans ist dieser Film dennoch einen Blick wert.
 
 
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Eine Filmcrew will eine Dokumentation über eine thailändische Schamanin drehen. Während der Dreharbeiten machen sie auch Bekanntschaft mit ihrer Nichte Mink. Diese zeigt Symptome, dass ihr vielleicht der Schamanismus vererbt wird und da sowieso bald eine Zeremonie ansteht, soll alles auf Film verfolgt werden. Doch das Verhalten von Mink wird immer sonderbarer und es dauert nicht lange, da gilt es als zweifelhaft, ob das, was ihr da gerade geschieht, wirklich im Sinne vom Schamanismus ist. Scheinbar hat eine böse Kraft Besitz von Mink ergriffen. Die Story besitzt nun nicht gerade viele Zutaten, die man aus dem Horrorbereich nicht schon in- und auswendig kennt. Lediglich die Tatsache, dass alles wie eine lehrreiche Dokumentation über den Schamanismus beginnt, grenzt sich da von anderen Vertretern dieser Art noch etwas ab. Allgemein ist der Erzählstil relativ eigenständig und trotzdem kommt einem das als Fan solcher Werke irgendwie alles schon bekannt vor. Überraschungen gibt es da nur wenige, Erklärungen gibt es keine und die Geschichte wird etwas langatmig erzählt. Außerdem kann sich auch „The Medium“ nicht vor den typischen Fehlern der Mockumentary schützen.
 
 
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Diese sollten bekannt sein. Es ist einfach unglaubwürdig, wenn das Filmteam in den schlimmsten Gefahrensituationen einfach weiter filmt. Sowieso ist die Frage berechtigt, warum das Werk überhaupt im Stile einer Mockumentary gedreht wurde. So richtig ernst nimmt den Stil hier nämlich niemand. So gibt es ständig Soundeffekte und einen Score zu hören und manchmal fühlt man sich als Zuschauer auch nicht mehr so, als würde man hier gerade eine Fake-Doku schauen. So groß der Reiz dieser Herangehensweise also auch sein mag, es gab definitiv schon Werke, die das authentischer hinbekommen haben. Ansonsten gibt es an der Inszenierung allerdings nicht viel auszusetzen. Das kommt ohne große Effekthascherei aus, wirkt zuweilen fast bodenständig und bietet ein paar hübsche Bilder. Die Atmosphäre hingegen funktioniert nicht immer so gut. Es mangelt „The Medium“ an Bedrohlichkeit und an Grusel. Da kommt zwar immer wieder Horror in angenehmen Portionen auf, aber subtilen Spuk sucht man eher vergebens und das Resultat macht einfach zu wenig Angst. Das ist schade, weil die Stimmung an sich doch sehr düster und hoffnungslos erscheint. Nur wird hier zu wenig daraus gemacht.
 
 
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Ein wenig liegt das sicher auch an der Figurenzeichnung, die doch reichlich mau erscheint. Es gibt allgemein nur wenige Hauptfiguren und einen echten Draht kann man zu keinen der Charaktere aufbauen. Ebenfalls schade ist, dass das gesamte Filmteam so wenig involviert ist. Wer da gerade filmt, bekommt man kaum mit, weil dem Zuschauer die Crew nicht näher gebracht wird. Das wäre aber vorteilhaft gewesen, wenn man mit den Figuren mitfiebern soll. So beobachtet man einfach nur den Untergang von ein paar Leuten, mit denen man sowieso nichts anfangen kann. Die deutsche Synchronisation klingt zudem etwas künstlich und ist nicht so prickelnd. Die darstellerischen Leistungen soll das nicht unbedingt schmälern, denn hier wird man grundsolide bedient. Mehr allerdings auch nicht. Kein Schauspiel will sich so richtig einprägen und leider muss man deshalb von Belanglosigkeit sprechen, selbst wenn die Leistungen wirklich alle brauchbar sind.
 
 
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Mit einer üppigen Laufzeit von guten zwei Stunden ist „The Medium“ nicht gerade kurz ausgefallen und das bemerkt man als Zuschauer. Diese Laufzeit ist keineswegs notwendig gewesen. Nach einer etwas längeren Einleitung, die wirklich noch halbwegs als Doku durchgehen könnte, beginnt man nämlich auch direkt mit dem Horror, lässt sich für diesen dann aber reichlich Zeit. Die ein oder andere Länge entsteht und die vielen Texteinblendungen zwischendurch unterbrechen immer wieder die Illusion der Echtheit. So richtig spannend will das alles kaum werden, aber das fast halbstündige Finale kommt dann reichlich versöhnlich daher. Hier erreicht der Horror seinen Höhepunkt und es wird mächtig finster. Die letzte halbe Stunde macht enorm viel Spaß und haut dermaßen rein, dass man über die ein oder andere Länge zuvor gerne hinwegsehen mag. Auch bestätigt sich hier noch mal der wirklich düstere Grundton des Films. Mit vielen Effekten braucht man bei „The Medium“ nicht zu rechnen und besonders brutal wird es ebenfalls nicht. Dies sind beides Elemente, die der Film jedoch nicht notwendig hat und diese Bodenständigkeit tut ganz gut. Seine Freigabe ab 16 Jahren hat sich das Werk natürlich dennoch verdient. Der Score besteht oftmals eher aus Geräuschen, erfüllt seinen Zweck aber solide.
 
 


 
 
 

THE MEDIUM – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
„The Medium“ ist für Freunde des Genres durchaus zu gebrauchen, er stellt jetzt aber auch nichts Weltbewegendes dar. Der Mockumentary-Stil wurde wenig authentisch benutzt und ergibt an manchen Stellen wenig Sinn. Außerdem bemerkt man ihn manchmal eigentlich kaum. Ob das nun positiv oder negativ ist, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist jedoch, dass die Handlung nicht viel Neues zu bieten hat, die Figurenzeichnung zu belanglos erscheint und die Laufzeit auch gut und gerne um ca. eine halbe Stunde reduziert hätte werden dürfen. Sieht man von diesen Mängeln allerdings ab, dann bekommt man eine solide Qualität geboten. Die Atmosphäre besitzt zwar nicht sonderlich viel Grusel, aber der Horror kommt dennoch oftmals gut zur Geltung. Besonders in der letzten halben Stunde, die wirklich sehr gut gelungen ist. Die Darsteller erledigen ihre Job zufriedenstellend und die Sache mit dem Schamanismus bringt wenigstens noch etwas Eigenständigkeit mit sich. Von daher sicher kein Must-see, aber nice to have!
 
 
 


 
 
 

THE MEDIUM – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Medium“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE MEDIUM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Plaion Pictures (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Plaion Pictures (Blu-ray + Bonusfilm „Shutter – Sie sind unter uns im Medium“ auf einer 2. Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Medium; Südkorea | Thailand 2021

Genre: Horror, Thriller Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 130 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase

Extras: Bildgalerie, Trailer | zusätzlich im Mediabook: Bonusfilm „Shutter – Sie sind unter uns“ (2004), Interviews, Behind the Scenes, Das Fotophänomen, Originaltrailer, Trailershow, Booklet

Release-Termin: Mediabook + KeepCase: 28.07.2022

 

The Medium [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

The Medium [Blu-ray + Bonusfilm „Shutter – Sie sind unter uns im Medium“ auf einer 2. Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE MEDIUM – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Plaion Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Wailing (2016)
 
Erlöse uns von dem Bösen (2014)
 

Filmkritik: „The Cellar – Verlorene Seelen“ (2022)

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THE CELLAR – VERLORENE SEELEN

(THE CELLAR)

Story

 
 
 
Für eine Familie wird der günstige Kauf eines alten Herrenhauses auf dem Land schon bald zum wahren Horrortrip, denn im Keller lauert das Böse.
 
 
 


 
 
 

THE CELLAR – Kritik

 
 
 
Von „The Cellar – Verlorene Seelen“ war ehrlich gesagt nicht besonders viel zu erwarten. Ein deutscher Zusatztitel, der nicht beliebiger wirken könnte, eine Story, die es in den letzten Jahrzehnten immer wieder gab und eine Aufmachung, die nahezu danach schreit in der Belanglosigkeit unterzugehen. Doch siehe da: Der Film kommt nicht nur überraschend hochwertig daher, sondern er schafft es gleichzeitig auch noch relativ eigenständig zu wirken. Wer dem B-Movie-Grusel nicht abgeneigt ist und generell ein Faible für solche Streifen mit sich bringt, bekommt hier schon fast ein Highlight geboten.
 
 
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Keira und ihr Mann ziehen mit ihren beiden Kindern in ein altes Herrenhaus, welches sich abgelegen auf dem Land befindet. Besonders die Tochter Ellie findet dies überhaupt nicht gut und gruselt sich im neuen Anwesen. Als sie eines abends seltsame Ereignisse im Haus spürt und sich in den Keller wagt, verschwindet sie plötzlich. Mutter Keira fühlt sich dafür verantwortlich und glaubt nicht daran, dass Ellie einfach abgehauen ist. Irgendetwas scheint mit dem Haus, besonders mit dem Keller, nicht zu stimmen und nachdem ein paar Recherchen getätigt wurden, ist ganz klar, dass man es hier mit dämonischen Mächten zu tun hat. Die Zutaten sind nun wirklich so alt, dass sie eigentlich kaum noch von alleine gehen können. Da hätten wir das einsame, alte Haus, Türen, die sich von alleine schließen, Lichter, die wild umher flackern und Flüster-Geräusche, die von überall zu vernehmen sind. „The Cellar – Verlorene Seelen“ erfindet das Rad ganz gewiss nicht neu, macht aus der vorhandenen, alt bekannten Prämisse jedoch erstaunlich viel. Das Erfolgsrezept ist hier ganz simpel: Man verrät nicht zu viel, lüftet das Geheimnis kaum und ergänzt die vorhersehbaren Zutaten ein wenig mit mathematischen Formeln. Das ist interessanter ausgefallen, als man hätte vermuten dürfen, wird stimmig und rund erzählt und ergibt im eigenen Filmuniversum erfreulich viel Sinn.
 
 
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Von solchen Direct-to-Video B-Movies ist selten viel zu erwarten, gerade auch, was die handwerkliche Arbeit betrifft. „The Cellar – Verlorene Seelen“ ist zwar nicht besonders aufwendig gestaltet, wirkt allerdings erfrischend bodenständig. Regisseur Brendan Muldowney, der sich auch für das gelungene Drehbuch verantwortlich zeigte, hat seine Hausaufgaben im Gruselbereich definitiv gemacht. So bedient er die gängigen Klischees, macht dies jedoch auf eine angenehme Art und Weise. Man fühlt sich manchmal etwas an die Gruselwerke eines James Wan oder sogar mal kurz an „Shining“ erinnert. Natürlich wird eine solche Qualität niemals erreicht, doch Muldowney macht genau eines komplett richtig: Er lässt die Bedrohung lange Zeit nur erahnen. Während vieler solcher Filme besonders zum Ende hin oftmals die Luft ausgeht, wird „The Cellar – Verlorene Seelen“ eigentlich immer packender. Selbst das Finale kann sich da noch sehen lassen. Hier wurde noch etwas mehr Aufwand betrieben, doch es bleibt im erfreulich kleinen Rahmen und kann gerade deshalb so gut punkten. Ansonsten wirken die Kamerafahrten gekonnt, die Schauplätze sehen gut aus und so lässt sich rein optisch überhaupt nichts am Resultat aussetzen.
 
 
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Außerdem wird hier einfach die passende Atmosphäre geboten. Allgemein geht es schnell zur Sache. Eine Einleitung gibt es kaum und schon geht es los. Das reißt nicht sofort komplett mit und ist in der ersten Hälfte manchmal noch ein wenig zäh, bietet trotzdem früh genug ein paar interessante Ansätze und wird dann tatsächlich immer packender. Schockeffekte gibt es nur wenige und mit dem größten Grusel wird es hier nichts, aber das ändert nichts daran, dass das gesamte Szenario seine Bedrohlichkeit besitzt und einfach unterhaltsam ist. Besonders die zweite Hälfte bietet ein paar angenehm spannende Momente. Die Laufzeit von 94 Minuten wirkt da insgesamt schon fast zu kurz, denn es wäre gar nicht so verkehrt gewesen, dem Ganzen noch etwas mehr Tiefe zu verleihen. So kann man sich aber wenigstens über keine Längen beklagen. Außerdem ist es erfrischend, dass „The Cellar – Verlorene Seelen“ nahezu ohne Effekte auskommt und überhaupt keine Gewalt zu bieten hat. Im Finale wird es da zwar noch etwas fantastischer, doch das hat man so schön bodenständig bebildert, dass man sich echt nicht über Künstlichkeit beklagen kann.
 
 
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Wenn man überhaupt Gründe zum Meckern finden will, dann wird man in der Figurenzeichnung fündig. Diese ist nämlich wirklich sehr dürftig. Hintergründe erfährt man nahezu keine und die Familie wird dem Zuschauer überhaupt nicht näher gebracht. Deshalb entstehen auch nicht gerade die größten Sympathien. Es reicht zum Glück aus, doch hier hätte man sich gerne noch etwas mehr Mühe geben dürfen. Die Darsteller haben es da also von vornherein nicht so leicht. Die einzig echte Hauptrolle bekleidet dabei Elisha Cuthbert, die den meisten wohl als Kim Bauer aus der Serie „24“ bekannt sein dürfte. Cuthbert hat danach keine sonderlich große Karriere verfolgen dürfen und ist in Filmen nur sporadisch mal zu sehen. Man kann auch nicht behaupten, dass sie in „The Cellar – Verlorene Seelen“ besonders gefordert wird, aber sie spielt die kämpferische Mutter doch durchaus souverän und relativ glaubwürdig. Alle anderen bekleiden nur kleinere Rollen und fallen dabei weder besonders positiv, noch negativ auf. Mit den tollsten Dialogen braucht man sicherlich ebenfalls nicht zu rechnen, aber dem Ton lauscht man dennoch ganz gerne, weil Score und Soundkulisse sich durchaus hören lassen können.

 
 


 
 
 

THE CELLAR – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
„The Cellar – Verlorene Seelen“ schlägt sich viel besser, als zu erwarten war. Der Film macht aus seiner simplen, absolut bekannten Geschichte echt nicht wenig und dient mit ein paar interessanten Ansätzen. Das wirkt alles rund, stimmig und wird gut erzählt. Die Darsteller haben nicht so viel zu tun und die Figurenzeichnung ist schon sehr mager, aber die Leistungen sind trotzdem zu gebrauchen und die Charaktere immerhin noch sympathisch genug. Besonders die Inszenierung wird allen zusagen, die es gerne schlichter mögen und selbst wenn der große Grusel ausbleibt, so ist der Film handwerklich einfach sehr gekonnt gestaltet. Außerdem besitzt die Atmosphäre das gewisse Etwas, was auch das Ende eindrucksvoll unterstreicht. Der Unterhaltungswert ist erfreulich hoch, weil das Tempo stimmt und „The Cellar – Verlorene Seelen“ mit fortschreitender Laufzeit immer spannender wird. Ein wirklich angenehmer B-Horrorfilm, der einfach gekonnt in Szene gesetzt wurde und kurzweilig zu unterhalten vermag. Mehr kann und sollte man von solchen Werken gar nicht erwarten!
 
 
 


 
 
 

THE CELLAR – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Cellar – Verlorene Seelen“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE CELLAR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Plaion Pictures (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Cellar; Irland 2022

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.40:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase

Extras: Interviews, Trailer

Release-Termin: KeepCase: 29.09.2022

 

The Cellar – Verlorene Seelen [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE CELLAR – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Plaion Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Amityville Horror – Eine wahre Geschichte (2005)
 
Insidious (2010)
 
Conjuring – Die Heimsuchung (2013)
 

Filmkritik: „Jeepers Creepers: Reborn“ (2022)

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JEEPERS CREEPERS: REBORN

(JEEPERS CREEPERS 4)

Story

 
 
 
Der Creeper ist zurück und er hat mal wieder mächtig Hunger.
 
 
 


 
 
 

JEEPERS CREEPERS 4 – Kritik

 
 
 
Victor Salva hat ja nun wirklich keinen guten Ruf, wofür er selbst gesorgt hat. Man muss dem Mann aber lassen, dass er mit „Jeepers Creepers“ einen guten und fast schon ikonischen Horrorfilm gedreht hat, der die Filmwelt auch gut 20 Jahre später nicht wirklich loslässt. Nach einer schon etwas schlechteren, aber immerhin noch halbwegs amüsanten Fortsetzung, war es um die Figur des Creepers lange ruhig geworden, bis Salva seine eigene Reihe 2017 mit einem völlig überflüssigen, billigen, dritten Teil fast schon zerstörte. Der kommerzielle Erfolg blieb zwar aus, aber scheinbar glauben die Studios noch immer an ein paar schnelle Einnahmen mit dem Creeper. Anders ist es nicht zu erklären, dass es 2022 zu dem lieblosen Film „Jeepers Creepers: Reborn“ gekommen ist. Mit Salva hat das Ganze jetzt übrigens gar nichts mehr zu tun und das Ganze möchte einen Neustart wagen. Das wäre an sich ja auch nicht verkehrt gewesen, wenn das Ergebnis nicht so schrecklich belanglos ausgefallen wäre.
 
 
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Die Probleme fangen schon bei der austauschbaren Story an. Da geht es einfach um zwei junge Leute, die ein Horror-Festival besuchen. Die junge Frau erhält jedoch immer wieder seltsame Visionen, die mit dem Creeper zu tun haben. Der ist mal wieder reichlich munter und mordet sich durch die Gegend. Mehr lässt sich dazu eigentlich nicht schreiben. Kleinere Ideen wie die, dass der Creeper gewisse Unterstützung erhält und dass Visionen mit im Spiel sind, sind kaum der Rede wert und bereichern das Drehbuch nicht unbedingt. Ansonsten ist das nämlich dermaßen großer 08/15-Standard, dass man selbst zur Zeit, als der erste Teil entstand, nicht begeistert hätte sein können darüber. Der gesamte Verlauf der Handlung ist uninteressant und überraschungsarm. In dieses Drehbuch kann nicht viel Mühe und Zeit gesteckt worden sein; man könnte es eigentlich innerhalb von ein paar Stunden verfassen.
 
 
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Die Probleme setzen sich bei der Figurenzeichnung immens fort. Was sind das hier doch für uninteressante, unsympathische und belanglose Charaktere! Niemand erhält auch nur den Hauch eines Profils und ein Mitfiebern kann so überhaupt nicht entstehen. Die Darsteller haben da zwar von vornherein schlechte Karten, sind aber sowieso nicht besonders gut. Alle wirken ziemlich gelangweilt, was man ihnen nicht verübeln kann, was die Sache jedoch keinen Deut besser macht. Nicht mal im O-Ton hören sich die Dialoge interessant an. Dass man eine Dee Wallace für sich gewinnen konnte, macht da auch keinen großen Unterschied mehr. Ihre Rolle ist sowieso klein und gänzlich belanglos.
 
 
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Über die handwerkliche Arbeit noch positive Worte zu verlieren, fällt alles andere als leicht. Wie bereits am Anfang erwähnt, ist Salva nun überhaupt nicht mehr involviert, aber selbst wenn er sich im dritten Teil nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte, so zeigt Regisseur Timo Vuorensola doch wie es noch deutlich schlechter geht. Selbst wenn sich der Mann mit den beiden „Iron Sky“ Filmen einen gewissen Namen machen konnte, so ist die Inszenierung in „Jeepers Creepers: Reborn“ grauenvoll öde. Lediglich das Filmfestival sorgt für ein paar kleine Schauwerte, ansonsten taugen die Kulissen wenig und sehen manchmal viel zu künstlich aus. Selbst wenn der Film ja gerne ein Reboot sein möchte und deshalb gerne neue Wege gehen darf, wirkt das ganze Treiben trotzdem nicht mehr nach einem Film dieser Reihe. Dafür mangelt es nämlich vor allen Dingen erheblich an Atmosphäre. Horror kommt hier fast gar keiner mehr auf, weil das Geschehen dafür einfach viel zu langweilig ist.
 
 
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Und das bringt uns dann auch zu dem Kritikpunkt, der wohl am schwersten wiegt. Der Unterhaltungswert ist vernichtend gering. Schon der Opener ist mit seinen zehn Minuten Laufzeit erschreckend beliebig und hätte theoretisch auch gleich wegbleiben dürfen. Danach geht es munter weiter mit Belanglosigkeiten und obwohl die Gefahr eigentlich von Anfang an präsent ist, zieht sich das Geschehen dermaßen in die Länge, dass einem die knapp 90 Minuten Laufzeit mindestens doppelt so lang vorkommen. Von Spannung ist keine Spur und die Action ist viel zu lahm. Da man keinerlei Draht zu den Charakteren aufbauen kann, ist es einem sowieso egal, was hier geschieht. Leider war „Jeepers Creepers: Reborn“ dann nicht mal so mutig und belohnt den Zuschauer mit einer krassen Portion Gewalt. Sicherlich ist das manchmal nicht harmlos, aber heute lockt man damit sicher niemanden mehr vor dem Ofen hervor. Die Effekte sind außerdem oftmals zu künstlich und sichtbar aus dem Computer stammend, nur die Maske des Creepers sieht erneut ganz gut aus. Seinen Reiz verliert die Figur hier allerdings komplett und der Score ist auch eher nervig, als schön anzuhören.
 
 
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JEEPERS CREEPERS 4 – Fazit

 
 
2 Punkte Final
 
 
Konnte man schon „Jeepers Creepers 3“ als Enttäuschung abtun, so geht „Jeepers Creepers: Reborn“ tatsächlich noch einen Schritt weiter hinunter, was die Qualität betrifft. Das hier ist eine typische, seelenlose Möchtegern-Fortsetzung, die lediglich mit einem bekannten Namen dafür sorgen soll, dass schnelles Geld gemacht wird. Mühe hat nämlich sicherlich niemand in dieses Werk gesteckt. Die ideenlose Story grenzt an einer Frechheit, die Charaktere sind hundsmiserabel geschrieben und die Darsteller können nicht in Erinnerung bleiben. Die Inszenierung wirkt gelangweilt und einfach nichts an dem Film macht den Eindruck, als hätte jemand Lust darauf gehabt. Eine Atmosphäre kommt erst gar nicht auf und die ehemals echt coole Figur des Creepers, wird hier zur belanglosen Randnotiz. Es gibt eine kleine Portion Gewalt und ein paar minimale Schauwerte, doch ansonsten herrscht hier überwiegend quälend langweiliger Leerlauf. Selbst wenn da in der zweiten Hälfte doch einiges los ist und die Geschichte noch mit tollen Wendungen dienen möchte, gibt es keinerlei Spannung. Man ist definitiv froh wenn dieser Murks vorbei ist. Und dass „Jeepers Creepers: Reborn“ der Auftakt einer neuen Trilogie sein soll, wirkt bei diesem Ergebnis schon eher als Drohung. Ganz schwach!
 
 
 


 
 
 

JEEPERS CREEPERS 4 – Zensur

 
 
 
„Jeepers Creepers: Reborn“ hat von der FSK eine Jugendfreigabe erhalten und ist ungeschnitten frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

JEEPERS CREEPERS 4 – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jeepers Creepers – Es ist angerichtet (2001)
 
Jeepers Creepers 2 (2003)
 
Jeepers Creepers 3 (2017)
 

Filmkritik: „Friedhof der Kuscheltiere 2“ (1992)

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FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE 2

(PET SEMATARY 2)

Story

 
 
 
Nachdem seine berühmte Mutter bei einem Filmdreh tragisch umkommt, zieht der traumatisierte Jeffrey mit seinem Vater in die Nähe eines gewissen Friedhofs, der angeblich Tote zum Leben erwecken soll…
 
 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE 2 – Kritik

 
 
So weltberühmt Mary Lamberts erste Filmadaption von Stephen King’s legendärer Haustierhorrorgeschichte auch ist, so wenig hatte ich bisher von Teil 2 gehört – weder als eins der schlechtesten Sequels aller Zeiten, noch als unterbewerteten Klassiker hatte ich je von diesem Film gehört, eben darum war mein Interesse hier also geweckt. Was hatte Frau Lambert dieses Mal nur für eine Vision im Sinn, die Geschichte ohne Romanvorlage weiterzuspinnen? 100 Minuten später entlockt die Antwort auf diese Frage mir schon nur noch ein müdes Gähnen, da sie tatsächlich der unspannendste Part dieses gesamten Projekts ist: Denn rein inhaltlich ist „Pet Sematary 2“ nicht mehr oder weniger als ein ziemlich unmotivierter Nachklapp, ein halbgares Remake mit den exakt selben Storybeats und Abläufen, nur dass es diesmal halt ein Hund statt einer Katze ist und ein Stiefvater statt des Sohnemannes. Wer eine wirkliche Neuheit, eine peinliche full-on-90s-Musikvideo-Inszenierung oder aber gar einen guten Horrorfilm will, der ist hier also definitiv an der falschen Adresse. Da Unterhaltungswert allerdings nicht nur diesen Attributen entspringen kann, schauen wir doch Mal, was es sonst so zu holen gibt.
 
 
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Im stummen Retro-Menü, mit dem alten Coverdesign, aus einer immerhin vorbildlichen Auswahl an Sprachen und Untertiteln den O-Ton samt englischen Subs gefischt, dann startet der Film auch direkt relativ trashig mit einer Titlecard zu Nebel und Blut, dramatischen Geigen und einem Hund mit leuchtenden Augen. In einem alten Schloss wird ein Horrofilm gedreht, weil natürlich wird er das, wir sind schließlich in den Neunzigern und meta und cool und müssen darum direkt mit einer Film-im-Film-Szene anfangen. In dieser wird als Einstieg in die Handlung dann die explizite, ziemlich ausführliche und sadistische Zu-Tode-Elektrisierung von Jeffs Mutter inszeniert, woraufhin der trauernde Jeff mit seinem Vater Chase in ein neues Haus zieht. Seit Teil Eins scheint eine Umgehungsstraße für die wahnsinnigen LKW-Fahrer gebaut worden zu sein, denn von der konstanten Bedrohung Geschwindigkeitsbegrenzungen ignorierender Lastwagenfahrer ist nichts über geblieben – stattdessen erinnert in den ersten Minuten nur ein müder Katzen-Jumpscare an den Vorgänger, sowie das Design des Friedhofs und einige recht erzwungene Querverweise im Dialog. Der Nachbarsjunge Drew sowie sein riesiger, flauschiger, süßer Hund „Zowie“ kommen vorbei und somit steht auch schon überdeutlich fest, welches Tier wohl dieses Mal zum Leben erweckt wird.
 
 
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In einer unerwartet zynischen Szene wird unser Protagonist, der gerade seine Mutter verloren hat, als „celebrity boy“ in der Schule gemobbt, mehr an ein Comicheft denn an den King’schen Kleinstadtbösewicht erinnert in diesen Szenen der Anführer der Mobber, der weder vor der Gefährdung unschuldiger Tiere, noch vor physischer Gewalt zurückschreckt. Als letzte Komponente, jetzt wo der Friedhof und das zu begrabene Tier etabliert sind, fehlt nun noch die wohl größte Stütze des Films: Denn während der Originalfilm ohne Fred Gwynne’s kernige Performance als Jud Crandall nie derselbe gewesen wäre, so lebt gerade „Friedhof der Kuscheltiere 2“ ebenfalls von der zentralen Performance einer Schauspiellegende. So ist es nämlich der seine Frau und seinen Stiefsohn Drew terrorisierende, cholerische Sheriff Gus, gespielt von niemand geringerem als Clancy Brown, seinerzeit noch am Beginn seiner Schauspielkarriere, der in einer furchtbar unnatürlich und erzwungen geschriebenen Szene von null auf 100 schaltet und den Hund erschießt, damit dieser zu unpassendem 90s-Indie-Rock-Grunge und ohne einen Hauch der Atmosphäre des Originals unter ein paar Steinen begraben werden kann. Spätestens wenn Zombie-Zowie dann jedoch für einen kurzen Moment sein Herrchen angrinst und Drew daraufhin einen allzu peinlichen Alptraum davon hat, wie seine Mutter auf einmal einen Hundekopf bekommt, kommt man als Zuschauer dann doch auf die Idee, hier eventuell in eine Falle getappt zu sein.
 
 
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Wollte „Friedhof der Kuscheltiere 2“ etwa nie ein ernsthafter Horrorfilm sein, ist das hier nicht nur schlecht gealtert und darum trashig, sondern auch vor 30 Jahren schon bewusst komödiantisch, drüber und selbstironisch gemeint gewesen? Die Hoffnung stirbt zuletzt, nur ernst nehmen kann man dieses langatmige, vorhersehbare, billig die Stationen des Originals abklappernde Quasi-Remake von jetzt an leider kaum noch. Als wären die Traumszenen nämlich noch nicht peinlich genug, haben diese unglaublich unglaubwürdigen Bullies sich inmitten eines Trinkgelages zu Halloween nämlich minutenlang mucksmäuschenstill auf dem Tierfriedhof versteckt, in der Hoffnung, dass Jeff vorbeikommt, nur um diesen dann mit einer per Seilkonstruktion in den Bäumen hängenden Schaufensterpuppe, die ihn an seine tote Mutter erinnern soll, zu erschrecken. Den Aufwand hinter dieser Aktion muss man sich erstmal vorstellen, leider versucht der Film zumindest diese Szenen aber durchaus ernst zu meinen.
 
 
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Hat man diese Irrsinnigkeit überlebt, folgt die Krone der gekünstelten, unnatürlichen Scriptentscheidungen: Nachdem unser cholerischer Gus, der gerade äußerst unnachvollziehbar und krude den Hund erschossen hat, nämlich die Party sprengt und auch auf dem Friedhof auftaucht, versucht dieser tatsächlich seinen Stiefsohn mit einem Kreuz umzubringen, wird dabei aber von dem Zombiehund angefallen und zu Tode gebissen. Da der Antagonist des Films aber natürlich nicht einfach nach der Hälfte der Laufzeit verschwinden darf, beleben unsere Protagonisten ihn jetzt einfach selbst und freiwillig wieder, indem sie ihn weder finden lassen noch ein Krankenhaus oder seine Frau anrufen, nein, natürlich muss er gefriedhoft werden. Dass sich neben Clancy Brown noch ein junger Edward Furlong als Protagonist, Größen wie Anthony Edwards oder Wilbur Fitzgerald in Nebenrollen, Russell Carpenter – die Cinematografin von u.a. „Titanic“ – hinter der Kamera finden lassen, sich die Regisseurin des Klassen besseren Vorgängers für diesen Film verantwortlich zeichnet – das alles wirkt zu diesem Zeitpunkt kaum noch glaubhaft. Doch ist man auf reinen Unterhaltungsfaktor aus, auf reine Kurzweil und ein möglichst gnädiges Absitzen der restlichen ~45 Minuten Laufzeit, dann wird man von nun an immerhin belohnt: Denn Clancy Brown darf ab jetzt aufdrehen.
 
 

„The dog isn’t sick, it’s dead!“

 
 
Den ganzen Nebenplot um den Hundeblut identifizierenden Tierarzt hätte man sich sparen können, auch profitiert dieser Film nicht von noch mehr Zeit, die einzig darauf verschwendet wird, Verbindungen zu Teil 1 aufzubauen – doch sobald Sheriff Gus Gilbert als untote, charmante, langsam dahin rottende, aber eben auch seiner Frau das Top vom Leib reißende, Sprüche reißende Karikatur einer Bedrohung in den Film tritt, kann man tatsächlich von kurzweiliger Unterhaltung sprechen. Jeglichen Anspruch an Logik erneut aus dem Fenster werfend, wird die untote und meist wortkarge Reinkarnationen des Sheriffs nämlich einfach hingenommen, bevor dieser Streifen sich im letzten Drittel endgültig als nie ernst zu nehmend offenbart. Clancy Brown lacht und wütet und tötet fast schon in Slasher-Manier Teenager, haut One-Liner raus und hat sichtlich Spaß an seiner inzwischen fast schon charismatischen Rolle, rettet, was zu retten ist. Unpassender 90’s Alternative Industrial Rock/Metal läuft, eine Mutter wird mit ihrem Sohn frontal in den Gegenverkehr gecrasht, das Begraben neuer Leichen hört gar nicht mehr auf und die Tonalität ist weit entfernt von jeder Koherenz. Dass sich im tatsächlich halbwegs stimmigen Finale noch einige wirklich starke Effekte verbergen, der Film in dieser Hinsicht allgemein recht hart und ruppig anmuten kann, möchte ich gar nicht bestreiten – nur ist jegliches Zuschauerinteresse an dieser Farce zu dem Zeitpunkt leider schon lange dahin.

 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE 2 – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Alberner, unnötiger, anstrengender, zäher und vorhersehbarer Nachklapp, der den Vorgänger teils 1:1 kopiert und nur durch einen motiviert-wahnsinnigen Clancy Brown sowie einige Effekte oder WTF-Momente überhaupt noch unterhalten kann.
 
 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE 2 – Zensur

 
 
 
„Friedhof der Kuscheltiere 2“ erschien in den 1990ern in zwei Fassungen: Einmal in der ungeschnittenen FSK18-Fassung und einmal geschnitten mit FSK16. Die ungekürzte Fassung wurde schnell indiziert und stand von 1993 bis 2016 auf dem Index. Am 30.12.2016 wurde die Fortsetzung von der Indizierungsliste gestrichen. Wenig später folgte eine FSK-Prüfung. Die FSK gab den Streifen ungeschnitten für volljährige Zuschauer frei. Im Jahr 2022 wurde das Sequel erneut von der FSK geprüft und erhielt in der ungeschnittenen Fassung eine Freigabe ab 16 Jahren. Diese befindet sich demzufolge auf allen aktuellen Blu-ray und DVD-Auswertungen. Übrigens: Die aktuelle Blu-ray besitzt einen roten FSK-Sticker, obwohl „Friedhof der Kuscheltiere 2“ mittlerweile ungeschnitten frei ab 16 Jahren ist. Das liegt daran, weil auf der Heimkinoscheibe Bonusmaterial zu finden ist, das von der FSK höher eingestuft wurde als der Hauptfilm.
 
 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Paramount Home Entertainment (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Pet Sematary II; USA 1992

Genre: Horror, Thriller, Drama, Fantasy

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch (Hörfilmfassung) DD 5.1, Französisch DD 2.0, Italienisch DD 2.0, Spanisch DD 2.0, Ungarisch DD 2.0

Untertitel: Deutsch, Chinesisch (traditionell), Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Koreanisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch, Ungarisch

Bild: 1.78:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 100 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 18.08.2022

 

Friedhof der Kuscheltiere 2 [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE 2 – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Paramount Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Friedhof der Kuscheltiere (2019)
 
Friedhof der Kuscheltiere (1989)
 
Geschichten aus der Schattenwelt (1990)
 
Stephen Kings Nachtschicht (1990)
 

Filmkritik: „Trouble Every Day“ (2001)

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TROUBLE EVERY DAY

Story

 
 
 
Ein frisch verheiratetes, amerikanisches Paar fliegt nach Paris und kratzt dort alte Wunden auf, die alsbald bis in die Gegenwart bluten …
 
 
 


 
 
 

TROUBLE EVERY DAY – Kritik

 
 
Bevor der für mich erste Film der allerspätestens seit „High Life“ weltbekannten, französischen Regisseurin Claire Denis überhaupt wirklich losging, war meine Erfahrung mit „Trouble Every Day“ bereits ein Wechselbad der Gefühle: Das Kölner Label „Rapid Eye Movies“ steht bei mir allein aufgrund der Titelauswahl prinzipiell hoch im Gunst, auch gilt es ein ansprechendes Motiv samt Wendecover zu loben; doch gleichzeitig kommt die schmucklose DVD-VÖ ohne jegliche Extras daher, ohne Szenenauswahl und mit einem langweiligen Menü. Dennoch haben die Kritikerstimmen auf dem Backcover weiter Lust auf das Werk gemacht, ziehen sie doch Vergleiche zu Julia Ducournaus Filmen; schwärmen sie doch von einer „alptraumhaften Bildsprache“.
 
 
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Dass Auteur und Ego-Dekonstrukteur Vincent Gallo hier mitspielt, wusste ich bereits vorher – von Béatrice Dalle’s Rolle (Betty Blue, Inside) allerdings hatte ich noch nicht gehört und ihren Namen dann, zum melancholisch jazzigen Rock der Tindersticks, in Comic Sans MS (!) in den dreiminütigen Opening Credits zu lesen, war dann doch ein durch und durch unerwarteter Einstieg.
 
 

„I’m happy, are you happy?“ – „…“ – „I’m happy.“

 
 
Die ersten Minuten des Films selber starten nun recht kryptisch, wenn auch stimmungsvoll: Ein Pärchen macht leidenschaftlich auf der Rückbank eines Autos herum, Großstadtlichter spiegeln sich im Wasser unter den Brückenbögen, ein Biker sucht Béatrice Dalle’s Charakter in einem blutverschmierten Feld, während langsam die Sonne aufgeht. Ein frisch vermähltes Pärchen, gespielt von Vincent Gallo & Tricia Vessey, sitzt in einem Flugzeug. Dr. Shane Brown (Gallo) erlebt einen Nervenzusammenbruch auf der Flugzeugtoilette und kriegt die Bilder einer blutverschmierten Frau nicht aus dem Kopf. Erzählt wird bereits hier langsam und realistisch, mit unerwartet seltenem Soundtrackeinsatz und langen Takes.
 
 
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Innerhalb der nächsten halben Stunde entwirrt und erklärt sich die Situation jedoch, was eine nahezu erschreckend simple und geradlinige Situation bzw. Story offenbart: Dalle spielt „Coré“, die blutige Frau aus dem Feld, und ist mit Dr. Léo zusammen; dem Biker vom Anfang. Dr. Shane Brown und June Brown sind Amerikaner, die ihre Flitterwochen in Paris verbringen. Doch wieso genau Paris, woher die Flashbacks im Flugzeug, wieso die Vergleiche zu „Raw“ und „Titane“ und woher spritzt wann wessen Blut? Eine einzige weitere Ebene gibt es, die man sich vielleicht nicht denken kann und die ich auch nicht spoilern werde, aus der dieser Film noch so etwas wie Rätsel- oder Verlaufsspannung ziehen kann. Und ja, Paris ist eine immer wieder sehr ansprechend eingefangene, romantische Stadt, die gerade in Kombination mit dem Soundtrack punkten kann. Vincent Gallo kann auch mit wenig Dialog sehr ausdrucksstark spielen und hat eine enorme Präsenz, auch der Rest des Casts kann sich absolut sehen lassen.
 
 
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Doch so klinisch und kalt wie hier in Laborszenen aus Forschungsgründen das Gehirn zerteilt wird, so distanziert gibt sich auch der Film selber und somit war meine Seherfahrung oftmals allzu anteilnahmslos. Es gibt eine ganz bestimmte Szene, die die FSK-Freigabe absolut rechtfertigt und ausreizt, die damals sicherlich für einen kleinen Aufschrei gesorgt hat und grandios getrickst, unangenehm zu gucken ist. Auch ist der Kontrast zwischen eben jener heftigen, schonungslosen Explizität und der zärtlichen, sanften Sinnlichkeit anderer Stellen bemerkenswert und die Mischung, in dieser Form, zumindest anno 2001 sicherlich ziemlich einzigartig gewesen. Doch damit das Finale und Ende ein Schlag ins Gesicht wären, dafür hätte ich vorher mehr investiert sein müssen in auch nur irgendeinen Charakter oder Handlungsstrang – doch durch die teils allzu nüchtern-realistische, teils kunstvolle und elegische, eine simple Story kryptisch erzählende Inszenierung dieser erwachsenen, tragischen und anstrengenden Minimalgeschichte wurde ich leider wirklich nicht warm mit diesen 93 Minuten dramatischer Romanze.

 
 


 
 
 

TROUBLE EVERY DAY – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ruhiger und doch angespannter, schmuckloser und doch ästhetischer, dialogarmer, aber gut gespielter, romantischer, jedoch unterkühlter Paristrip zwischen hingebungsvoller Liebe und drastischem Exzess.
 
 
 


 
 
 

TROUBLE EVERY DAY – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Trouble Every Day“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

TROUBLE EVERY DAY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Rapid Eye Movies (Blu-ray im Digipack)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Trouble Every Day; Deutschland | Frankreich | Japan | Luxemburg 2001

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Englisch DD 5.1, Französisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 101 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Digipack

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: BD-Digipack: 05.08.2022

 

Trouble Every Day [Blu-ray im Digipack] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

TROUBLE EVERY DAY – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Rapid Eye Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
In My Skin (2002)
 
Possession (1981)
 

Filmkritik: „The Curse of Audrey Earnshaw“ (2020)

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THE CURSE OF AUDREY EARNSHAW

Story

 
 
 
Eine kleine Gemeinde sieht sich mit teuflischen Kräften konfrontiert und muss den Kampf gegen die Hexerei aufnehmen.
 
 
 


 
 
 

THE CURSE OF AUDREY EARNSHAW – Kritik

 
 
 
Geht man sich das deutsche Cover von „The Curse of Audrey Earnshaw“ an und nimmt dazu noch diesen Titel, darf man schnell den nächsten, billigen Spukfilm erwarten, der auf den Markt geschmissen wurde. Diese Erwartung ist berechtigt, jedoch nicht ganz fair, kommt dieser Film doch deutlich anders daher. Ob ihn das nun besser macht, liegt jedoch am jeweiligen Zuschauer selbst. Besitzt man nämlich kein Faible für ein ruhiges Horrordrama, dürfte man dieses Werk hier sehr schnell als reichlich langweilig empfinden. Kann man sich darauf allerdings einlassen, bekommt man schon ein paar Qualitäten serviert.
 
 
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Im Nordamerika des Jahres 1973 lebt eine kleine, irische Gemeinde völlig zurückgezogen auf dem Land. Die frommen Menschen haben mit der Kälte, mit Hunger und Krankheit zu tun und führen so ein hartes, unglückliches Leben. Nur Agatha Earnshaw, die nochmals zurückgezogener lebt und mit der restlichen Gemeinde nichts zu tun haben will, wird von alle dem verschont. Bei ihr gedeiht das Gemüse und auch sonst scheint bei der Frau alles rund zu laufen. Der Neid und der daraus resultierende Hass der anderen Bürger ist Agatha somit sicher, doch diese hat ein dunkles Geheimnis, welches es zu bewahren gilt. Man wird das Gefühl nicht los, dass solche von Religion geprägten, ruhigen Horrorfilme in letzter Zeit auch immer öfter herauskamen. Neue Zutaten besitzt „The Curse of Audrey Earnshaw“ eigentlich nicht, aber dass die Geschichte eher aus der Sicht der vermeintlichen Hexen erzählt wird, ist wenigstens eine kleine Veränderung. Besonders viel Nutzen kann das Drehbuch daraus jedoch nicht ziehen. Dafür ist die Story im Kern einfach zu simpel. Da gibt es keine Überraschungen und leider auch keinen echten Schwerpunkt, weshalb sich die Handlung in ihrer Langsamkeit verliert.
 
 
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Und Langsamkeit zelebriert Regisseur Thomas Robert Lee, der auch das Drehbuch schrieb, hier wirklich. Man gewinnt beim Zuschauen fast den Eindruck, als wären die Szenen in verlangsamter Geschwindigkeit gedreht. In manchen Momenten sorgt dieses Stilmittel für ein paar eindrucksvolle Szenen, auf die Dauer von 94 Minuten Laufzeit wirkt das allerdings schon etwas ermüdend. Der Inszenierung kann man aber wenig Vorwürfe machen, denn aus handwerklicher Sicht ist „The Curse of Audrey Earnshaw“ gut gelungen. Die Kostüme und Kulissen sehen authentisch aus und sorgen für Stimmung. Besonders die wunderschönen Landschaftsaufnahmen, die eine große Distanz und Kälte ausstrahlen, machen richtig etwas her.
Der Horror wurde zudem hübsch subtil gestaltet und hält sich angenehm zurück. Mit billigen Jumpscares braucht hier niemand zu rechnen. Streng genommen gibt es kaum übernatürliche Motive, wobei die unterschwellige Bedrohung trotzdem für eine gewisse Atmosphäre sorgt. Im Großen und Ganzen gibt es dann sowieso viel mehr Drama, welches zwar niemals seine gesamte Wirkung entfalten kann, aber die Stimmung ist herrlich kühl, düster und besitzt das gewisse Etwas. Schade das daraus nicht noch mehr gemacht wurde.
 
 
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Lee lässt nämlich durchaus Potenzial liegen. Das liegt vor allen Dingen an der wenig einprägsamen Figurenzeichnung. Es werden zwar ein paar Hauptfiguren etabliert, doch so richtig will der Fokus hier auf niemandem liegen. Dass nebenbei fast so eine Art Coming-of-Age-Geschichte erzählt wird, zieht am Zuschauer relativ unentdeckt vorbei. Die simple Handlung hätte deutlich mehr erreichen können, wenn diese Charaktere feiner ausgearbeitet worden wären. So bleibt es doch leider eher bei Belanglosigkeiten. Das ist auch deshalb schade, weil man sich über die Darsteller nicht beklagen kann. „The Curse of Audrey Earnshaw“ bietet sicher keine Leistungen, die lange in Erinnerung bleiben werden, aber er wird durchaus solide und brauchbar gespielt. Die deutsche Synchronisation kann sich übrigens auch hören lassen.
 
 
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Am Ende stehen und fallen solche Filme mit dem Unterhaltungswert und dieser ist hier nicht eindeutig zu formulieren. Da kommt es eben ganz auf die Sehgewohnheiten des Zuschauers an. Für manch einen wird das hier die Langeweile in reinster Form sein, während sich der andere solide unterhalten fühlen kann. Fakt ist jedoch, dass es an Spannungselementen fehlt. Streng genommen geschieht in „The Curse of Audrey Earnshaw“ nicht viel. Das Ganze beginnt und ist dann wieder zu Ende. Highlights gibt es zwischendurch keine und dennoch war die Laufzeit nicht zu langatmig. Es wäre tortzdem schön gewesen, wenn es wenigstens an der ein oder anderen Stelle noch ein wenig intensiver geworden wäre, denn somit fehlt es dem Werk im Endeffekt einfach an Besonderheit. Effekte gibt es nicht viele zu sehen, aber die Freigabe ab 16 Jahren ist durchaus gerechtfertigt. Der Score ist sehr ruhig und klingt gut, hätte aber mit einprägsameren Melodien dienen dürfen.
 
 


 
 
 

THE CURSE OF AUDREY EARNSHAW – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
„The Curse of Audrey Earnshaw“ ist ein sehr langsames, ruhiges und unspektakuläres Horrordrama, welches den Fokus doch sehr auf das Drama legt. Trotzdem kommt der Horror stets unterschwellig durch. Besonders aus handwerklicher Sicht kann man sich nicht beklagen. Die Inszenierung ist gelungen und sorgt für stimmungsvolle Bilder. Auch die Darsteller sind vollkommen in Ordnung. Die einfache Geschichte hätte allerdings viel mehr Wirkung entfalten können, wenn die Figurenzeichnung besser ausgearbeitet gewesen wäre. Außerdem gab es diese Handlung schon oftmals zu sehen und eine eigene Handschrift kann der Film hier kaum entwickeln. Der Unterhaltungswert ist sicher nicht schlecht, wenn man sich auf die sehr langsame Art und Weise einlassen kann, aber Highlights findet man hier keine und das gesamte Treiben plätschert dann doch etwas zu beliebig vor sich her. Schlecht ist „The Curse of Audrey Earnshaw“ also im Endeffekt nicht, erwähnenswert hingegen ebenfalls nicht!
 
 
 


 
 
 

THE CURSE OF AUDREY EARNSHAW – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Curse of Audrey Earnshaw“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE CURSE OF AUDREY EARNSHAW – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) I-On New Media (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Curse of Audrey Earnshaw; Kanada 2020

Genre: Horror, Mystery, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 27.05.2022

 

The Curse of Audrey Earnshaw [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE CURSE OF AUDREY EARNSHAW – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei I-ON New Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Witch (2015)
 
Hellbender – Growing Up Is Hell (2021)
 

Filmkritik: „Jackass Forever“ (2022)

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JACKASS FOREVER

Story

 
 
 
Hochgesprengte Dixieklos, gebrochene Knochen, würgende Kameramänner – Jackass ist zurück!
 
 
 


 
 
 

JACKASS FOREVER – Kritik

 
 
 

„Hello, I’m Johnny Knoxville. Welcome to Jackass!“

 
 
Als Anfang der 2000er die erste Folge Jackass erschien, hätte man sich nicht erträumen können, was für ein riesiges Franchise, was für einen Hype, was für eine generationenprägende Erfahrung die wilden Stunts, Comedyskits und Ekelaktionen rund um die nun legendäre Jackass-Crew in den folgenden zwei Dekaden erblühen würde. In drei Staffeln und ebenso vielen Kinofilmen, in diversen Nebenprojekten, Shows und Deleted Scenes-Extrafilmen, zwischen MTV-Takeover, Rehabs, Live-Touren und Biografien sind Persönlichkeiten wie Johnny Knoxville, Danger Ehren, Bam Margera, Preston Lacey, Wee-Man, Steve-O usw. zu lebenden Legenden geworden, zu Social-Media-aktiven Weltstars, deren Höhen und Tiefen öffentlich dokumentiert wurden – und was für Höhen und Tiefen es doch gab.
 
 
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Inzwischen, anno 2022, man ahnt es kaum, trifft sich die rüstige Gruppe 50-jähriger Männer für ein vermutlich letztes Mal auf der großen Leinwand wieder und von Anfang an war klar: Wenn hier kein Castmitglied während der Dreharbeiten versterben soll, muss sich zumindest ein bisschen mehr zurückgehalten werden. Neue, junge Crew-Mitglieder sind zwar schön und gut, aber in erster Linie habe ich, als auch mit der Bande groß gewordener, damaliger „Viva la Bam“-Fan, mich auf eine witzige Re-Union alter Freunde gefreut, die Einblicke in ihr Leben geben und denselben pubertären Scheiß machen, wie damals.
 
 

„Almost twenty years ago today, we filmed the original cup test… and now twenty years later we’re still doing the same stupid shit.“

 
 
Und zumindest „pubertär“ beschreibt viele der Stunts, „Witze“ oder Ideen nach wie vor ganz gut, lange – seit des letzten Jackass-Films nämlich – gab es nicht mehr so viele Penisse in Nahaufnahme auf der Kinoleinwand zu sehen, lange nicht mehr so viel nackte, krampfende, lachende, weinende Männer. Von unnötigem Scham oder Zurückhaltung in dem Department kann also keine Rede sein, es wird eklig und stumpf, schmerzhaft und explizit, schlägt einmal allzu sadistisch über die Stränge, wie es eigentlich jeder Film getan hat.
 
 
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Steve-O bricht sich gefühlt fast das Genick, Knoxville kann es auch im höheren Alter einfach nicht lassen, die Bullen zu ärgern, alles beim Alten – und gerade der nostalgische Abspann war eine perfekte Abrundung, da hier nochmal gezeigt wird, wie fast jeder Stunts das Remake einer früheren Idee war. Doch worüber das leider nicht hinwegtäuschen kann, das ist das fehlende, halsbrecherische Gruppenspektakel, für das die älteren Filme auch legendär waren.
 
 

„Concussions aren’t great, but as long as you have them before you’re 50, it’s cool, and Knoxville is 49, so we’re good.“

 
 
Die Skala vieler Aktionen wirkt ein wenig kleiner als zuvor, – vom epochalen Intro abgesehen – was absolut verschmerzbar wäre mit mehr Anekdoten, mehr Interviews, emotionalem Wert, Nostalgie, einem gemeinsamen Zurückgucken oder Besuchen alter Freunde. Doch so spontan sympathisch die neuen Cast-Mitglieder sind, so wenig erfahren wir über sie – und auch die Stammbesetzung hatte in den früheren Teilen zwar kaum Zeit für irgendwelche Interviews bis auf Reaktionen, war damals aber auch nicht 50 Jahre alt, reflektierter denn je, umso spannender als Charakter.
 
 

„He’s about to have 5 gallons of pig cum dumped on him.“

 
 
Ein Blick auf Netflix nimmt einiges dieser Kritik dann allerdings sofort wieder, da dort „Jackass 4.5“ erschienen ist, der nächste Film mit Extraszenen, gelöschten Einspielern, gestrichenen Stunts, usw. – und genau hier gibt es dann auch, im etwas ruhigeren Pace, einige schöne Charaktermomente oder Aussagen, Einblicke in die Behind-the-Scenes und den Prozess von „Jackass Forever“; all das, das ich vermisst habe – und dazu noch einige meiner Lieblingsstunts!
 
 
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Als zusammen genommenes Projekt sind „Jackass Forever“ und „Jackass 4.5“ also ein voller Erfolg, eine kurzweilige Stuntorgie mit verschiedensten Konzepten und Tieren, Star-Cameos und Wettkämpfen, Ekelmomenten und irrsinnig witzigen Reaktionen – als Einzelfilm allerdings, nach all den Jahren, bevorzuge ich zum ersten Mal in meiner Geschichte mit diesem Franchise den „Nachwurf“, einfach da „4.5“ mehr Herz hat, einen mehr auf die gemeinsame Reise dieses Projekts mitnimmt, mehr Kontext liefert statt „nur“ die Stunts. Doch versteht mich nicht falsch – auch wenn ich als jahrelanger Fan keine Tränen in den Augen hatte und darum ein wenig enttäuscht war vom Haupttitel, so ist dieser Film, in der richtigen Runde und Stimmung spätestens, ein spektakulärer Hochgenuss voll gefährlicher Tiere, dummer Entscheidungen, schmerzhafter Momente und schallendem Gelächters vor sowie hinter der Kamera.
 
 


 
 
 

JACKASS FOREVER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Jackass Forever indeed! Liebevolle, witzige, eklige, kurzweilige, grundsympathische Verquickung leicht nostalgisch anmutender Stunts, Skits und Cameos. Ein großer Spaß für Fans, für den vollen Kontext und Genuss unbedingt zusammen mit „Jackass 4.5“ zu gucken!
 
 
 


 
 
 

JACKASS FOREVER – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Jackass Forever“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

JACKASS FOREVER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
jackass-forever-2021-bluray

(c) Paramount Home Entertainment (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Jackass Forever; USA 2022

Genre: Unterhaltung, Action, Dokumentation, Komödien

Ton: Deutsch DD 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DD 5.1, Spanisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch, Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Finnisch, Französisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Spanisch

Bild: 1.78:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 09.06.2022

 

Jackass Forever [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

JACKASS FOREVER – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Paramount Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jackass: The Movie (2002)
 
Jackass: Nummer Zwei (2006)
 
Jackass 2.5 (2007)
 
Jackass 3D (2010)
 
Jackass 3.5 (2011)
 

Filmkritik: „Shelter – You Will Die To Stay Here“ (2021)

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SHELTER – YOU WILL DIE TO STAY HERE

(SHELTER IN PLACE)

Story

 
 
 
Inmitten der Pandemie verbringt ein frisch verheiratetes Ehepaar ihre Flitterwochen im Hollywood Roosevelt Hotel, das bis auf zwei merkwürdige Angestellte jedoch wie ausgestorben wirkt …
 
 
 


 
 
 

SHELTER – Kritik

 
 
Ich gebe es ganz offen zu, meine Erwartungshaltung an „Shelter in Place“ sah nicht gerade rosig aus: Klar, ein offensichtlich Shining-inspirierter Isolationshorror in einem schicken Hotel könnte auch mit wenig Geld recht mysteriös und stimmig werden – doch gleichzeitig ist nichts langweiliger als ein ideen- und budgetloses Indie-Kammerspiel mit wenigen; dafür talentlosen Darstellern und nur einer öden Location. Dass es nur sechs Kapitel, keine Untertitel oder Extras und das Coverdesign, mit panischer Musik unterlegt, als ein billiges Menü gibt; sorgt erstmal für einen schlechten Ersteindruck – aber für die Veröffentlichung selber kann der Film ja nun nichts.
 
 
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Ein innerhalb weniger Sekunden als fremdgehend, sexistisch und unsympathisch charakterisierter, reicher junger Businessman liegt zwischen Palmen am Pool und versucht mit einer Hotelmitarbeiterin zu flirten, diese hinterlässt ihm aber nur eine Tarot-Karte. Im Aufzug findet er eine weitere Karte, zu sphärischen Chören und elektronischem Rauschen folgt er dem Zimmerservice in einen Raum, nur um kurz danach zu desorientierenden Rufen, schnellen Schnitten und exzellentem Sounddesign blutend durch den Flur zu kriechen.
Ein altes Lied namens „Handsome Man“ ertönt, die dicken, roten Buchstaben der Titlecard erinnern an Retro-Horror und Grindhouse-Cinema, woran der Film sonst allerdings wirklich nicht erinnert.
 
 

„Just the tiny staff & us in this huge place?“

 
 
Zur Quarantäne ist ein junges Ehepaar in ihren Flitterwochen in einem sonst verlassenen, kalifornischen Hotel gefangen und der Film versteht es bestens, das alte Hotel mit herrlichen Lounge/Easy-Listening/Muzak-Soundtracks, Lens-Flares, Vogelgezwitscher und einer schwülen Urlaubsatmo als trügerisches Idyll zu inszenieren, das so bedrohlich nicht wirkt. Die verlassene Lobby ist todschick und bildhübsch eingefangen, die Balken der verzierten Decke sorgen für eindrucksvolle Aufnahmen, fällt das Licht aus, werden die endlos langen, holzvertäfelten Gänge mit dem Shining-Teppich in roter Notfallbeleuchtung angestrahlt, was auch für einige visuelle Schmankerl sorgt.
 
 

„Here’s to the strangest honeymoon ever!“

 
 
Wann immer sich einzig auf unser von Anfang an merkwürdig zerstrittenes, schnell unsympathisch werdendes Pärchen fokussiert wird, verliert der Film allerdings an Tempo und Qualität – das Schauspiel ist bei fast jedem Cast-Mitglied schwankend, erzählt wird wenig, intime Szenen werden harmlos und sinnlich gemeint, durch den übermäßig manipulativ-emotionalen Soundtrack aber allzu schwülstig und gewollt inszeniert. Wo „Shelter“ dafür aber abseits der Technik des Ganzen noch punkten kann, das ist die subtile Inszenierung mysteriöser Schreckensmomente: So wird das Erschrecken in diesem unbekannten Indiefilm an direkt zwei Stellen des ersten Akts dem Zuschauer überlassen, ganz ohne Audio-Cue oder Zoom auf den eigentlichen Horror, und dadurch umso furchterregender.
 
 
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Sarah sieht nachts Gestalten über ihrem Bett oder im Flur, ganz ohne sich zuziehende Türen oder nerviges Klopfen; John hingegen bleibt eine lange Zeit verschont von dunklen Vorahnungen oder Angstzuständen und versucht stattdessen mit der schweigsamen, leicht merkwürdigen Maid Adela zu flirten, wobei er sich allerdings zunehmend zum Affen macht. Doch was hatte Adela nachts mit dem nackten, alten Mann gemacht und warum ist Raum 508 immer abgesperrt? Die richtig hübsch designte und gefilmte Küche birgt ein scheinbar sehr wichtiges Telefon, der hünenhafte Butler Ty begrüßt John für ein Gespräch zu zweit an seiner Bar, was erneut sehr an Kubricks Meisterwerk erinnert – nur mit dem Unterschied, dass Brendan Hines kein Jack Nicholson ist und sein überzeichnet arroganter, unsympathischer Charakter wie aus einem Joel Haver-Sketch entsprungen scheint. Bei allem Verständnis für blanke Nerven nach zwölf Tagen missglückten Flitterwochen und Quarantäne – wie wenig Empathie Joe für seine frisch geheiratete Frau hat, ist absolut unnachvollziehbar.
 
 
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Weitere auf der Stelle tretende Füllerszenen mit Beziehungsschnickschnack würden die Nerven des Horrorfans allzu sehr belasten, würden die Winkel, Einstellungen, Spiegelungen und Beleuchtungen der jeweiligen Settings nicht stets überzeugen. Ein wenig überdramatisierte, beide Charaktere wenig nachvollziehbar formende, kaum mitreißende Beziehungsödnis in hübschen Bildern gilt es noch zu ertragen, dann aber wird die Hälfte der Laufzeit mit einer nächtlichen Erkundung eingeläutet, die sich inszenatorisch sowie atmosphärisch wahrlich sehen lassen kann. Statt die weitere Erkundung des Hotels jetzt allerdings mit dunklen „Buh!“- Szenen und langsamen Taschenlampenschwenks zu füllen, begnügt sich „Shelter“ stattdessen nicht mit schnell abgehandelten Genreklassikern oder ästhetischen Poolszenen – die es aber auch gibt – sondern spricht die offensichtlichste Vermutung direkt an und verläuft anschließend anders, als man es vielleicht meinen sollte. Durch versteckte Gänge, rotes Licht, ein altes Hotel und die Grundstimmung wird man immer wieder an Argento-Einflüsse erinnert, genretechnisch befinden wir uns, wie durch viele Andeutungen aber keine wirkliche Explizität, geflüsterte Geheimnisse, aber keine echten Antworten, auch vielmehr im Mystery-Thriller- denn Horror-Bereich.
 
 
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Das schnelle Maintheme, welches im Menü noch wenig Effekt auslösen konnte, setzt nun erneut ein und erstmalig treibt es richtig an, vermischt sich mit ernsthaft gruseligen, summenden und singenden Stimmen, während im Hintergrund eine Gestalt entlang huscht. Hauptdarstellerin Tatjana Marjanovic findet im Verlauf des dritten Aktes zu richtiger Stärke, auch inszenatorisch dreht der Film mit einer Suspiria-Gedächtnispose im Finale als schöne Hommage, klinisch weißen Gängen mit kontrastierenden Kostümen, unangenehm blutig-brutalen, kryptischen Foltermethoden und in voller Lautstärke singenden Frauenchören im dritten Akt nochmal richtig auf. Es gibt originelle, unübliche und witzige Charaktermomente sowie -entscheidungen zu loben, Anflüge einer sozialkritischen Message sind mir auch nicht verborgen geblieben und ja, als Gesamtwerk war „Shelter“ deutlich besser, spannender, professioneller und gelungener, als erwartet. Das Ende ist durchaus böse, mutig, unerwartet und kann interpretiert werden, es könnte alles so gut sein.
 
 
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Nur leider, leider schleichen sich auch immer wieder arg billig aussehende Momente ein; Charakterentscheidungen, die keinen Sinn ergeben; Dialogzeilen und Betonungen, die man einfach nicht glaubt – und zusammen mit dem langsamen Pacing, pärchenlastigen ersten zwei Akten und einer größtenteils fehlenden Auflösung reicht das leider schon völlig aus, um diesen Film zwar einmalig zu genießen, aber kein weiteres Mal gucken oder lieben zu können.
 
 


 
 
 

SHELTER – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Technisch hochwertiger, hübsch fotografierter, stellenweise sehr atmosphärischer oder gar gruseliger Mystery-Thriller mit guten Ideen und starkem Sounddesign, der regelmäßig unter seinem durchwachsenen Script und seinen schwankenden Performances leidet.
 
 
 


 
 
 

SHELTER – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Shelter – You Will Die To Stay Here“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Wegen einigen von der FSK höher eingestuften Werbefilmchen zu anderen Titeln des Anbieters auf der Disc, befindet sich auf selbiger ein roter FSK-Sticker.
 
 
 


 
 
 

SHELTER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Shelter-2021-bluray

(c) I-ON New Media (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Shelter in Place; USA 2021

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonus: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 29.07.2022

 

Shelter – You Will Die To Stay Here [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

SHELTER – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei I-ON New Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Night – Es gibt keinen Ausweg (2020)
 

Filmkritik: „Ash & Dust“ (2022)

ash-and-dust-2022-poster
 
 
 

ASH & DUST

Story

 
 
 
In der verschneiten, ländlichen Umgebung Kanadas startet eine Spirale der Gewalt, nachdem ein junger Mann eine altes Schatzkästchen findet.

 
 
 


 
 
 

ASH & DUST – Kritik

 
 
Als großer Fan langsamer, unzugänglicher, kryptischer und dialogarmer Arthouse-Filme, die in erster Linie durch ihre einprägsamen Bilder oder ihre Atmosphäre überzeugen, war ich doch eigentlich sehr glücklich, diesen kanadischen Indie-Thriller rezensieren zu dürfen. Auf der deutschen Blu-ray ist schließlich von einem einzigartigen Filmerlebnis die Rede, von einem „intensive[n] Film, düster und grossartig!“. Und auch die vage auf dem Backcover erzählte Rachestory in farbentsättigter, verschneiter Umgebung, klang genau so, wie ich mir einen solchen Streifen wünschen würde.
 
 

„You can’t outrun faith!“

 
 
Vielleicht ein Hauch Fargo-Feeling, sollte sich „Ash & Dust“ nicht zu ernst nehmen, vielleicht aber auch eher eine dauerhaft angespannte, authentische Thriller-Storyline wie in „Wind River“, was sollte mich nur erwarten? Würde der Film gar so poetisch, eigensinnig und Cormac McCarthy-esk wie „Hold the Dark“ werden? Alles noch gut möglich nach dem leicht billig wirkenden, inhaltlich aber perfekt passenden Intro: In entsättigten Bildern wird festgehalten, wie ein verwundeter, am Bein blutender Mann durch die verschneite Landschaft rennt, dann folgt ein zylindertragender Reiter und erschießt ihn, schnappt sich eine kleine Schatulle.
 
 

„Before you embark on a journey of revenge, dig two graves.“

 
 
Nach diesem durchaus interessanten, wortkargen Einstieg geht es weiter im Hier und Jetzt mit dem weiblichen Sheriff einer Kleinstadt, die mitten auf einem Feld eine gekreuzigte, brennende Leiche findet. Ein tiefer Männerchor röhrt dazu im Soundtrack, kein Wort wird gesprochen und die Opening Signals einen schweigsamen, metaphorischen Rachedramas mit ggf. leicht übernatürlichem Einschlag verfestigen sich. Ein junger Mann mit schwangerer Freundin schaufelt ein Grab für seinen frisch verstorbenen Hund, dabei stößt er auf die mysteriöse kleine Box/Schatulle vom Anfang. Derweil wird im anderen „Handlungs“pfad eine weitere Leiche entdeckt, mit aufgeschossener Brust. Eine Szene später lebt besagte Leiche allerdings noch, da sich langsam aber sicher die achronologische Erzählstruktur von „Ash & Dust“ offenbart, die zusammen mit dem ausbleibenden Dialog, dem quälend langsamen Pacing und der demotivierenden, farblosen und eintönigen Farbpalette endgültig dafür verantwortlich ist, dass man maximal distanziert zu dem Geschehen bleibt. Auch wenn man noch folgen kann, ist alles dermaßen unterkühlt, monoton, oft gesehen und egal, dass jede Chance auf einen neuen „Blue Ruin“ oder auch nur einen durchschnittlichen Gangster-Rachethriller mit Arthouse-Faktor in Rekordzeit vergessen werden kann. Nach 20 Minuten dieses prinzipiell kurzweiligen 84-Minüters hatte ich bereits den Verdacht, dass dieser Film zwar recht atmosphärisch und ganz hübsch auf der Oberfläche ist, nur eben auch unfassbar leer und langweilig dahinter. Aber trotzdem habe ich natürlich noch jede Chance gegeben, hier mehr als einen bemüht minimalistischen, lieblosen Amateurfilm zu sehen – doch dann folgt innerhalb von 15 Minuten die volle Breitseite an dem, dass hier alles nicht klappt.
 
 
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Nachdem wir mit einem einzelnen, kleinen Brocken Backstory vertröstet werden, um auch nur irgendwie am Ball zu bleiben – so wurde die frühere Partnerin unserer weiblichen Protagonistin scheinbar von einer Gang umgebracht – startet eine abermals dialoglose Montage mehrerer Charaktere, die ich kaum kenne und die mir völlig egal sind, dabei, wie sie zu trauriger Klaviermusik bedröppelt gucken, Alkohol trinken oder rudimentären Tätigkeiten nachgehen. Das überstanden, wird ein bärtiger Mann irgendwo im Wald gefoltert; was wohl möglichst hart und schonungslos wirken soll, aufgrund peinlichst unpassender Stock-Sounds aber nur trashig rüberkommt. Auch dabei ist ein Antagonist mit Augenklappe, der an bewusst selbstironische Astron 6-Retrovideos erinnert, aber nicht an irgendeinen auch nur ernst zu nehmenden Charakter oder Film. Und dann, um den Vogel abzuschießen, belohnt dieser unsägliche Blödsinn den ambitionierten Zuschauer noch mit dem mit Abstand miesesten CGI-Tier, das ich in einer langen Zeit gesehen habe. Schallendes Gelächter machte sich breit, denn selbst „The Asylum“, die sich zumeist Welten weniger ernst nehmen, hätten hier einen besseren Job geleistet. Wie dieser Effekt in dieser Form im Film bleiben konnte, ist mir wahrlich schleierhaft – aber immerhin gab es einen kurzen Grund, unterhalten zu sein. Unterhaltung bleibt ansonsten nämlich, ihr könnt es euch schon fast denken, gehörig auf der Strecke. Das wäre bei einem bewussten Brechen von Genrekonventionen, bei einem spektakulär gefilmten oder editierten, oder erzählten Film mit irgendeinem bemerkenswerten Soundtrack auch vielleicht noch in Ordnung, gäbe es hier starke Dialoge oder Charaktere oder Actioneinlagen, Spannung, Gewalt, Erotik, beeindruckende Naturpanoramen, auch nur IR-GEND-WAS als letzten Strohhalm, an den man sich als verwirrter, wahlweise unter- oder überforderter, so oder so aber desinteressierter Zuschauer noch hängen kann.
 
 

„Just tell us where is is and nothing bad happens.“

 
 
Doch dem ist nicht so, bei weitem nicht. Langeweile regiert, Langeweile in optischer Form durch farbentsättigte, ewig grau ausgewaschene, eintönige Bildkompositionen und Settings, inhaltliche Langeweile durch eine simple, konsequenzlose, achronologische Geschichte mit einem Minimum an Dialogen oder Charakteren, für die man sich auch nur annähernd interessiert. Zeit für röhrende Chöre, die in Zeitlupe abgespielte Aufnahmen metaphorisch aufladen sollen, findet dieser Streifen jederzeit – aber wieso einen irgendwas davon kümmern sollte, bleibt schleierhaft.
 
 
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Als Kurzfilm hätte sich „Ash & Dust“ vielleicht noch retten können, da ein unerklärtes Mysterium mit ein paar hübschen, unverbrauchten Bildern für ein paar Minuten Unterhaltung auf jeden Fall reichen kann – doch selbst mit knapp bemessenen 81 Minuten zieht sich diese lachhaft austauschbare, charakterlose Crime-Tale wie Kaugummi, wird zum Finale hin noch einmal richtig absurd und dümmlich, auf Krampf artistisch, in letzter Instanz peinlich
 
 


 
 
 

ASH & DUST – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
Träger, anstrengender, monotoner, langweiliger und ideenloser Pseudo-Arthouse-Drama-Thriller mit einer hässlichen Fassade, unter der sich ein billig inszeniertes Vakuum statt einer Story befindet. Durch ein Fehlen von Charakteren, Subtext, Dialog oder vernünftigem Pacing leider absolut ungenießbar.
 
 
 


 
 
 

ASH & DUST – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Ash & Dust“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Wegen einigen von der FSK höher eingestuften Werbefilmchen zu anderen Titeln des Anbieters auf der Disc, befindet sich auf selbiger ein roter FSK-Sticker.
 
 
 


 
 
 

ASH & DUST – Deutsche Blu-ray

 
 
 
ash-and-dust-2022-bluray

(c) I-ON New Media (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Ash & Dust; Kanada 2022

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2,39:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonus: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 24.06.2022

 

ASH & DUST [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

ASH & DUST – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei I-ON New Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Stay Out Stay Alive (2019)
 

Filmkritik: „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ (1991)

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TERMINATOR 2 – TAG DER ABRECHNUNG

(TERMINATOR 2: JUDGEMENT DAY)

Story

 
 
 
In der Fortsetzung zum Science-Fiction Hit „Terminator“ von 1984 geht es um nichts Geringeres, als um die Bedrohung der gesamten Existenz der Menschheit.
 
 
 


 
 
 

TERMINATOR 2 – Kritik

 
 
Mit „Terminator“ schafften es gleich zwei Größen der Filmwelt 1984 zum endgültigen Durchbruch. Die Rede ist natürlich von Regisseur James Cameron und von Darsteller Arnold Schwarzenegger. Obwohl das Budget gar nicht mal so groß war, erlangte der kleine, fiese Science-Fiction-Thriller schnell den Kultstatus, welcher sich allerdings erst ca. sieben Jahre später festigen sollte. Was Cameron 1991 nämlich mit der Fortsetzung „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ auf die Filmlandschaft los ließ, ist etwas, für das das Wort Superlative scheinbar erfunden wurde. „Terminator 2“ ist sicherlich nicht mehr so dreckig und düster, wie sein Vorgänger, aber er bietet alles, was perfektes Popcorn-Kino besitzen sollte und ist trotz seines Alters von mittlerweile über 30 Jahren noch kein bisschen angestaubt!
 
 
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Bereits im ersten Teil wurde versucht, die Geburt von John Connor zu verhindern, indem ein Terminator aus der Zukunft geschickt wurde, um seine Mutter Sarah Connor zu töten, bevor sie ihren Sohn überhaupt gebären kann. Das hat nicht geklappt und einige Jahre später wird schon wieder ein Terminator aus der Zukunft geschickt. Scheinbar genauso bedrohlich und böse, ist er dieses Mal jedoch da, um den jungen John Connor zu beschützen. In der Zukunft hat sich nämlich viel getan und es gilt als überlebenswichtig für die gesamte Menschheit, dass John überlebt. Gleichzeitig ist aber ein Nachfolgemodell des Terminators ebenfalls in die Gegenwart geschickt worden, um John zu eliminieren. Und somit darf ein epischer Kampf beginnen. „Terminator“ wirkte damals zwar wie reine Science-Fiction, ist aber gerade in der heutigen Zeit, in der es künstliche Intelligenzen gibt oder Kriegsführung teilweise schon automatisiert per Drohnen stattfindet, absolut kein dummer Film mehr. Er besitzt mehr Anspruch, als man meinen dürfte und „Terminator 2“ dehnt diesen nun noch aus. Es werden reichlich Fragen nach Ethik und Moral in den Raum geworfen, die man für einen solch bombastischen Blockbuster, der in erster Linie der Unterhaltung dienen soll, doch überraschend hochwertig behandelt. Davon mal abgesehen, wird die Geschichte einfach genial und echt clever fortgeführt. Es gibt sicherlich nicht viele Fortsetzungen, die dermaßen sinnvoll erscheinen, wie „Terminator 2“. Die zahlreichen Einfälle sind schlichtweg toll und der Aufbau der Handlung könnte besser gar nicht funktionieren.
 
 
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Tatsächlich liegt das in erster Linie an Arnold Schwarzenegger und der simplen Entscheidung ihn nun nicht mehr als Bösewicht, sondern als Beschützer auftreten zu lassen. Schwarzenegger hatte sich zuvor auch schon erfolgreich in Komödien versucht und war mittlerweile viel mehr als einfach nur ein „Conan“, weshalb er diese Rolle hier perfekt umsetzen konnte. Sicherlich hat der Mann, der den amerikanischen Traum zelebriert hat, schon immer ikonische Rollen geschmückt, aber wohl kaum eine dürfte so einprägsam gewesen sein, wie die in „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“. Über seine Schauspielkünste streitet man sich selbst heute noch gerne, doch seine Präsenz in diesem Film ist einfach phänomenal. Und das nutzt dann z.B. Edward Furlong in der Rolle des jungen John Connors genial aus bzw. das Drehbuch zaubert aus dem Zusammenspiel der beiden Charaktere Szenen, die man nie mehr vergisst. Furlong ist als rebellischer Teenager, der trotzdem seinen Tiefgrund besitzt, perfekt besetzt und kann glänzen. Wenn Schwarzenegger als quasi Ersatzvater-Figur dazu kommt, ist das einfach magisches Kino. So plakativ und konstruiert die Figurenzeichnung hier auch sein mag: Sie funktioniert in Perfektion und sorgt für höchstmögliche Sympathien.
 
 
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Selbstverständlich darf da auch eine Linda Hamilton nicht vergessen werden, die ihre Figur aus dem ersten Teil nun ganz anders auslegen darf und sich zur idealen Actionfigur mausert. Hamilton begeistert mit ihrer Präsenz, doch so richtig genial wird es erst, wenn man das Quartett der wichtigsten Figuren vollmacht. Robert Patrick ist nämlich als T-1000 ebenfalls grandios. Diese fiese Ausstrahlung begeistert nach wie vor, aber sowieso ist dieser Terminator phänomenal erdacht. Alleine diese einfache Idee, einen altmodischen Terminator gegen einen höher entwickelten antreten zu lassen, wird hier so kreativ ausgespielt, dass man sich davon nur unterhalten fühlen kann. Nein, „Terminator 2“ ist mit Sicherheit keine Charakterstudie und ja, das Drehbuch besitzt immense Logikfehler, aber die Art und Weise, wie dem Zuschauer das hier alles verkauft wird, könnte einfach nicht besser sein. Die zahlreichen Nebendarsteller haben bei der Wucht der vier Hauptdarsteller übrigens wenig Chance groß aufzufallen, doch Joe Morton gelingt es trotzdem wunderbar sich ins Gedächtnis zu spielen. Seine letzte Szene ist unvergesslich.
 
 
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Bei der Inszenierung kann der Lobgesang nicht aufhören. Mittlerweile mag man von James Cameron ja halten was man will, aber in den 80er und 90er Jahren hat er Großartiges abgeliefert. Schon in „Aliens“ bewies er dabei, wie stark er das Actiongenre versteht. Nun war „Terminator“ ein etwas kleinerer Film, aber „Terminator 2“ brach damals alle Rekorde. Produktionskosten von über 100 Millionen Dollar sind heute keine Seltenheit mehr, doch für damalige Verhältnisse war es ein Novum, dass ein Film so viel kostete. Und diese Kosten sieht man „Terminator 2“ vollkommen an. Der Action-Anteil wurde bezüglich des ersten Teils immens in die Höhe geschraubt, kann sich aber auch nach heutigen Standards echt noch sehen lassen. Von Anfang an herrscht hier Tempo, ohne dass es jemals zu gehetzt wirken würde. In der zweiten Hälfte steigert sich das von Minute zu Minute und es gibt so viele tolle Szenen, die sich ins Gedächtnis brennen, dass man „Terminator 2“ selbst dann kaum vergessen kann, wenn man ihn nur ein einziges Mal geschaut hat. Vor allen Dingen beweist Cameron immer wieder ein Händchen für sehr einprägsame Momente, weshalb der Film auch nicht gerade wenige Szenen besitzt, die immer wieder zitiert oder parodiert wurden.
 
 
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Wenn man vom handwerklichen Aspekt spricht, dann muss man zwangsläufig auch etwas näher auf die Effekte eingehen, die für den damaligen Stand einfach atemberaubend sind. Das heutige Publikum ist Computereffekte, viel CGI etc. völlig gewöhnt, doch selbst hochpreisige Produktionen erfüllen nicht immer den Standard. „Terminator 2“ sieht allerdings selbst heute noch unverschämt gut aus. Klar, an der Technik hat sich viel verbessert, aber man kann dennoch kaum behaupten, dass die Effekte hier angestaubt wirken oder veraltet aussehen. Hier wurde einfach ein perfekter Job gemacht! Die Pyro-Effekte sehen sowieso toll aus, aber alleine die Darstellung des flüssigen Metalls macht selbst heute noch Freude. Das liegt jedoch auch eben daran, dass „Terminator 2“ keine reine CGI-Party geworden ist, sondern dass hier handwerkliche Effekte mit etwas Computereinsatz verfeinert wurden. Das Resultat könnte selbst heute schöner kaum sein und bietet enorme Schauwerte.
 
 
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In seiner längsten Fassung, dem Ultimate Cut, läuft „Terminator 2“ stolze 156 Minuten und ist dabei zu keiner Sekunde auch nur ansatzweise langweilig. Im Gegenteil: Umso länger das läuft, desto mehr ist man im Geschehen drin und spätestens in der zweiten Hälfte bekommt das nahezu epische Ausmaße. Die Action sieht genial aus, Spannung kommt regelmäßig auf und für Humor ist ebenfalls gesorgt. Es gibt ein paar herrlich komische Szenen und dazu ein paar ikonische Oneliner. Die Atmosphäre ist eigentlich auch sehr mainstreamig ausgefallen, denn es wird nie zu düster oder hoffnungslos und trotzdem besitzt der Film seine Härten und weniger optimistische Szenen. Wenn dann im Finale in atemberaubender Kulisse ein Abschied ansteht, darf man sogar mal kurz die Taschentücher zücken, so herzergreifend ist das geraten. Neben den vielen Science-Fiction- und Actionanteilen, gibt es nämlich auch einige Emotionen, die gerade aufgrund der sympathischen Figurenzeichnung so gut funktionieren. Daneben kommen einem noch Begriffe wie Fantasy, Horror und Komödie in den Sinn, weshalb die Atmosphäre sehr vielseitig ist. Und der Score von Brad Fiedel ist nach wie vor bombastisch und so eingängig, dass man ihn nur mit diesem Film verbinden kann.
 
 


 
 
 

TERMINATOR 2 – Fazit

 
 
 
10 Punkte Final
 
 
 
„Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ mag seine Logikfehler besitzen und er mag viel kommerzieller ausgerichtet sein, als sein Vorgänger, aber er stellt dennoch einen der besten Blockbuster Hollywoods dar und daran wird sich selbst in 50 Jahren nichts geändert haben. Selbst heute, gute 30 Jahre später, sehen die Effekte noch immer toll aus und der Bombast, der einem hier geboten wird, übertrifft so manch ein Marvel-Abenteuer von heute mit Leichtigkeit. Darüberhinaus besitzt „Terminator 2“ jedoch vor allen Dingen eines: Eine Seele. Die Figuren sind höchst sympathisch und die gesamte Geschichte wurde toll erdacht. Nebenbei ist das auch alles gar nicht so dumm und besitzt durchaus eine Portion Anspruch. Die enorm starken Leistungen der Darsteller machen das alles nur noch besser. Schwarzenegger war wohl niemals zuvor oder danach dermaßen ikonisch und nicht ohne Grund haben sich hier einige Oneliner verewigt. Doch auch die Inszenierung ist einfach meisterhaft und die handwerkliche Arbeit besitzt enorm hohe Qualitäten. Das ist spannend, lustig, brutal, atemberaubend, entspannend, kreativ, emotional und langweilt selbst bei der hohen Laufzeit niemals. Im Endeffekt stellt „Terminator 2“ perfekte Unterhaltung dar und verdient deshalb auch nur die Höchstpunktzahl, denn was Filme aus dem Mainstream betrifft, gehört er zu den besten seinr Art!
 
 
 


 
 
 

TERMINATOR 2 – Zensur

 
 
 
„Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ hatte nie Probleme mit der FSK. Er lief 1991 ungeschnitten mit FSK16-Freigabe in den meisten Kino. In einigen Kinos wurde der Film mit einer FSK-18-Freigabe angegeben, was natürlich vollkommener Quatsch war, weil der Film von der FSK eine Jugendfreigabe erhielt. Auf allen Heimkinomedien erschien „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ ebenfall komplett und ungeschnitten. Das hat sich auf in HD- und 4K-Zeiten nicht geändert. Mittlerweile gibt es so viele Veröffentlichungen des Kultfilms auf DVD, Blu-ray und 4K-UHD, dass der Käufer die Qual der Wahl hat. Hierbei kann sogar zwischen der Kinofassung dem längeren Director’s Cut gewählt werden. Weiter unten auf dieser Seite haben wir einige der letzten Releases zusammengefasst, die die Kaufentscheidung erleichtern sollten.
 
 
 


 
 
 

TERMINATOR 2 – Deutsche Blu-ray (Special Edition – Digital Remastered)

 
 
 
terminator-2-1991-bluray-keepcase

(c) STUDIOCANAL (Blu-ray im KeepCase // Special Edition – Digital Remastered)

terminator-2-1991-3d-bluray-keepcase

(c) STUDIOCANAL (Blu-ray + 3D-Blu-ray im KeepCase)

terminator-2-1991-4k-uhd-keepcase

(c) STUDIOCANAL (Blu-ray + 4K-UHD im KeeCase)

terminator-2-1991-4k-uhd-steelbook

(c) STUDIOCANAL (Blu-ray + 4K-UHD im Steelbook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Terminator 2: Judgment Day; USA 1991

Genre: Thriller, Action, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 137 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase

Extras: Kinofassung (HD, ca. 137 Min.), Director’s Cut (HD, ca. 154 Min.), Extended Special Edition (HD, ca. 156 Min.) Audiokommentare von Cast & Crew, Neu: „T2 Reprogramming the Terminator“ mit brandneuen Interviews mit James Cameron und Arnold Schwarzenegger, Making of, „Terminierte Daten“: „Die Suche des T-1000“, „Die Zukunftssequenz“ wahlweise mit Audiokommentaren, Trailer

Release-Termin: BD-KeepCase: 23.11.2017 | 3D-KeepCase: 23.11.2017 | 4K-UHD-Steelbook: 09.12.2021 | 4K-UHD-KeepCase: 23.11.2017

 

Terminator 2 – Tag der Abrechnung [Blu-ray im KeepCase // Special Edition – Digital Remastered] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Terminator 2 – Tag der Abrechnung [Blu-ray + 3D-Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Terminator 2 – Tag der Abrechnung [Blu-ray + 4K-UHD im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Terminator 2 – Tag der Abrechnung [Blu-ray + 4K-UHD im Steelbook] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

TERMINATOR 2 – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei STUDIOCANAL)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Shocking Dark (1989)
 
Terminator (1984)
 
Terminator 3 – Rebellion der Maschinen (2003)
 
Terminator: Genisys (2015)
 
Terminator: Dark Fate (2019)