Horrorfilm, Mystery, Slasher, Folterfilm, Thriller, Splatterfilm, Gruselfilm, Trashfilm auf FILMCHECK

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Filmkritik: “The Redwood Massacre” (2014)

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THE REDWOOD MASSACRE

Story

 
 
 
Wenn Jason Vorhees auf Leatherface trifft, erlebt man vermutlich THE REDWOOD MASSACRE. Dieser britische Slasher berichtet einmal mehr von abenteuerlustigen Campern, die den Schauplatz eines Vebrechens aufsuchen und feststellen müssen, dass der Killer von einst immer am Leben ist.

 
 
 


 
 
 

THE REDWOOD MASSACRE – Kritik

 
 
 
Mit THE REDWOOD MASSACRE wird die lange Liste günstig gedrehter Backwood-Slasher um einen weiteren Vertreter bereichert und erfüllt Liebhaber grober Schlachtfilme mit Freude, schließlich darf sich endlich mal wieder ein Film mit „Massaker“ im Titel brüsten in dem es dann auch wirklich deftig zur Sache geht. Umso verwunderlicher, was die Prüfer der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) dazu bewegt haben muss THE REDWOOD MASSACRE ungeschnitten für deutsche Horrorkonsumenten freizugeben. Vermutlich saß wohl selbst ein Anhänger der ungemütlichen Filmunterhaltung im Prüfgremium und hatte Erbarmen mit deutschen Slasher-Fans, die sich gierig die Hände nach möglichst blutigen Meuchelwerken reiben – insofern sie denn ungerupft in die Händlerregale kommen.
 
 
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Besser gut kopiert als schlecht selbst gemacht: Regisseurs DAVID RYAN KEITH bedient sich reichlich unverfroren bei den ganz Großen. So muss neben Cunninghams Schitzerepos FREITAG DER 13. auch Hoopers Terrororgie TEXAS CHAINSAW MASSACRE für nicht sonderlich klug gestrickte Low-Budget-Schlitzerei herhalten, die dann wenig eigenständig nach Schema F abgehandelt wird. Kluge Wendungen und kreative Todesarten sind Mangelware. Stattdessen lässt der Britte einen übermenschlichen Killer nach amerikanischem Vorbild auf abenteuerlustige Touristen los, die genau dort campen und feiern wollen, wo sich vor vielen Jahren ein grausames Blutbad ereignet hat. Anfangs noch zu Scherzen aufgelegt, geht es denn Endzwanzigern bald an den Kragen. Der Übeltäter von damals ist zurück und macht das, was er wohl am besten kann: töten, sägen und zerstückeln. Der fleischgewordene Albtraum aus LEATHERFACE und JASON VOORHEES hat unbeschreiblichen Blutdurst und ein ausgeprägtes Verlangen nach unmenschlicher Folterei. Mit spitzem Werkzeug jagt er seine Beute durch die Wälder und stapelt Menschen in seiner Hütte, die irgendwie niemand zu vermissen scheint.
 
 
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Nicht über Filmfehler nachdenken und sich vom Blutrausch berieseln lassen. THE REDWOOD MASSACRE ist erwartungsgemäß nichts Hochgeistiges, sondern will vor allem jene ansprechen, deren Herz bei Old-School-Slashern schneller zu schlagen beginnt. Ganz wie in den guten alten Zeiten ist man um dreckige Atmosphäre und möglichst unangenehme Spezialeffekte bemüht, die übrigens alle handgemacht sind. Schauspieler und Geschichte kommen leider zu kurz und erhalten keine Tiefe – ein Manko, das in einer Zeit ewig gleicher Horrorstreifen den meisten Meuchelfilmen das Genick bricht. Auch THE REDWOOD MASSACRE ereilt gleiches Schicksal, denn die austauschbare Handlung und die schablonenhaften Figuren dürften dafür sorgen, dass dieses Massaker so schnell aus den Köpfen der Horrorfans verschwunden sein wird, wie die meisten Gewinner deutscher Castingshows.
 
 
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THE REDWOOD MASSACRE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Blutreicher Splatter-Exkurs im englischen Hinterland. Die FSK schien bei der Beurteilung ihrer Freigabe nicht ganz bei Sinnen gewesen zu sein, denn der Blutgehalt von THE REDWOOD MASSACRE ist dermaßen hoch, wie schon lange nicht mehr in einem von der Behörde geprüften Horrorfilm. So dürfte es Willkür gewesen sein, dass dieser Slasher ungeschnittenen durch die Prüfung gewandert ist – ganz zur Freude der Fanmeute, die bedenkenlos zugreifen kann. Der Britte DAVID RYAN KEITH macht es bekannten Kultmeuchlern gleich. Nach amerikanischem Vorbild und in bekannter FREITAG DER 13.-Manier wird menschliches Kanonenfutter durch den Fleischwolf gejagt, damit sich der Zuschauer am langsamen Ableben erfreuen kann. Sonderlich neu ist das nicht und das ist das eigentliche Problem dieses britischen Low-Budget-Massakers. Viel zu oft hat man seit Bestehen des Slasher-Genres derart Verbrechen zu sehen bekommen, so dass sich schnell Langeweile breit macht, weil auch THE REDWOOD MASSACRE nur die fürs Subgenre bekannte Klischeeliste abharkt. Die Protagonisten verhalten sich dämlich, der wortkarge Killer tötet skrupellos und die obligatorische Screamqueen nimmt am Ende den Kampf gegen ein maskiertes Monster ufn, das selbstverständlich am Ende in die Kamera blinzelt, damit eine Fortsetzung kommen kann. Aufgrund der routinierter Machart, vielen blutigen Kills und einigen atmosphärischen Einstellungen gibt es trotzdem noch fünf Klappen. Allen Anhängern des rauen 80er-Slashers dürfte die mangelnde Abwechslung vermutlich keine Sorgen bereiten.
 
 
 


 
 
 

THE REDWOOD MASSACRE – Zensur

 
 
 
Ein recht blutiger Vertreter im Slasher-Genre in dem sogar auch etwas gefoltert wird. Hierzulande gab’s dafür erstaunlicherweise den roten 18er-Flatschen von der FSK – ungeschnitten!
 
 
 


 
 
 

THE REDWOOD MASSACRE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Redwood Massacre; Großbritannien 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1

Laufzeit: ca. 100 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Making of

Release-Termin: 24.04.2015

 

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THE REDWOOD MASSACRE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

Die Rechte aller für die Review verwendeten Bilder liegen bei MARITIM PICTURES

 
 
 
Ähnche Filme:
 
See No Evil 2 (2014)

Wolf Creek 2 (2014)

Hatchet 3 (2013)

Freitag der 13. (2009)

Filmkritik: “Prom Ride” (2015)

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PROM RIDE

Story

 
 
 
Der Abschlussball steht für einige Schüler bevor, die sich zur Feier eine Limousine gemietet haben, um darin heil zum Ball gebracht zu werden. Leider sitzt ein Killer am Steuer und hat mit den oberflächlichen Freunden ein Hühnchen zu rupfen …
 
 
 


 
 
 

PROM RIDE – Kritik

 
 
 
Horrorfilme scheinen seit einigen Jahren vor allem dann besondere Aufmerksamkeit zu ernten, wenn sie auf tatsächlichen Begebenheiten beruhen. Fiktive Geschichten sind rar geworden, wird doch Zuschauern immer häufiger zu Beginn klar gemacht, dass sich folgende Erzählung so wirklich zugetragen haben soll. Ob das wirklich der Fall ist, lässt sich in den meisten Fällen nicht eindeutig klären. Fakt jedoch ist, dass man schon lange nicht mehr glauben kann, was sich kreative Marketingstrategen einfallen lassen, damit sich Horrorfilme besser verkaufen lassen. Denn ob Geister, Aliens oder Serienkiller – schenkt man dem Wahrheitsgehalt vermeintlich wahrer Geschichten Glauben, lebt man in dieser Zeit gefährlich. Besonders haarsträubend und einfältig geht es in PROM RIDE zu – einem Terrorfilm, dessen Gegebenheiten so grotesk sind, dass man sich vom Echtheitsslogan im Intro nicht blenden lassen sollte. Die dargestellten Grausamkeiten sollen sich wirklich so ereignet haben, nur die Namen der Beteiligten wurden zum Schutze der Angehörigen geändert. Wer’s glaubt, wird seelig!
 
 
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Der Sensenmann lädt ein zur letzten Autofahrt durch Los Angeles. Damit die Todesfahrt unvergesslich wird, dürfen feierfreudige Teenager in einer weißen Limousine Platz nehmen und darin auf den Tod warten. Die haben sich für den besonderen Abend richtig herausgeputzt und möchten eigentlich nur zum Abschlussball kutschiert werden. Leider findet die aufregende Fahrt ein frühes Ende, denn das Steuer wird von einem Mörder übernommen. Der Unbekannte bringt den Chauffeur um die Ecke und beginnt mit den Jugendlichen ein gemeines Spiel zu spielen. An diesem Abend sollen unbequeme Geheimnisse aufgedeckt werden. Die Wahrheit soll ans Tageslicht kommen und die Kids müssen indiskrete Fragen aus ihrem Privatleben beantworten, die aus Freunden kurzum Feinde machen. Wer sich weigert muss sterben, wer sie beantwortet ebenso. Können die intriganten Teenager gerettet werden, noch bevor sie sich selbst die Augen auskratzen?
 
 
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Wenn man sich amerikanische Horrorfilme der letzten Jahre anschaut, so könnte man meinen, dass sich die Protagonisten in diesen Filmen nicht mehr ohne digitalen Camcorder aus dem Haus trauen. Alltägliches muss nach immer gleichem Konzept auf Film festgehalten werden, damit der Zuschauer pseudoauthentische Horrorfilme zu sehen bekommt, die in Ego-Ansicht und mit meist semiprofessioneller Machart Schrecken verursachen soll. PROM RIDE bedient sich ebenfalls dem erfolgreichen Found-Footage-Konzept, das Horrorfans mittlerweile in zwei Lager spaltet: die, die nach wie vor nicht genug von dieser Sorte Filmen bekommen können und jene, die schon beim Wort „Schüttelfilm“ das kalte Grausen bekommen. PROM RIDE ist kompromissbereit und versucht beide Fanlager zufriedenzustellen. Der Streifen mixt Found-Footage mit gewohnter Filmansicht und lässt spätestens im Diskriminierungspart fast vollständig die Hände von unnötiger Filmwackelei, damit der Zuschauer die gezeigten Abartigkeiten besser beobachten kann.
 
 
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Ähnlich wie in den bereits vor einiger Zeit besprochenen UNTER FREUNDEN oder WOULD YOU RATHER wird auch in PROM RIDE das Bestrafungsprinzip in den Mittelpunkt gerückt. Die meisten der hier in einer Limousine eingesperrten Kids haben so ihre Probleme mit der Ehrlichkeit, so dass der Begriff „Freundschaft“ an diesem Abend eine gänzliche neue Bedeutung für die Anwesenden erhält. Die Wahrheit deckt auf, was lang im Verborgenen versteckt gehalten wurde. Dumm nur, dass dem Zuschauer Mitleid erspart bleibt, denn Sympathien bleiben aus. Eine Identifikationsfigur gibt es nicht. Stattdessen bekommt man oberflächliches Geschnatter von Generation Facebook zu sehen, das das erfahrene Publikum rasch zur Weisglut treiben dürfte. Apropos Weisglut: bleibt zu erwähnen, dass man während der Sichtung von PROM RIDE logischen Menschenverstand ausknipsen sollte. Die aufgescheuchten Hühnchen handeln alles andere als nachvollziehbar. Spätestens jetzt sollte jedem vernünftig denkenden Zuschauer klar sein, dass wohl das Echtheitsprädikat nur eine Farce ist, um PROM NIGHT bei Horrorfans interessant machen zu können. Wir meinen: trivialer Bestrafungs-Terror mit leidlich talentierten Schauspielern und nicht gerade vor Konsequenz strotzenden Bestrafungen.
 
 
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PROM RIDE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Eine unbequem-perverse Todesfahrt für Freunde fieser Quälfilme. In PROM RIDE kommt Verborgenes zu Tage, was für alle Beteiligten unangenehme Folgen hat. Mittels fragwürdiger Bestrafungsmethoden werden Teenager psychisch gequält und anschließend mit dem Todesschuss von ihren Leiden befreit. Die Idee zum Film findet bei Fans solcher Filme vermutlich Anklang. Dennoch, so unmenschlich sich die Geschichte auch liest, sonderlich gut ist PROM RIDE leider nicht. Das mag einerseits an den unzugänglichen Charakteren liegen, die sich durch Oberflächlichkeiten und Arroganz beim Zuschauer unbeliebt machen. Andererseits handeln die jugendlichen Protagonisten derart hölzern, dass man froh darüber ist, wenn sie dann endlich das Zeitliche segnen. Dass PROM RIDE auf wahren Begebenheiten beruhen soll, scheint ein schlechter Scherz zu sein. Der teils im Found-Footage-Stil gefilmte Psychothriller ist mit seiner überraschenden Wendung so unglaubwürdig inszeniert, dass der Zuschauer nicht auf den Echtheitshinweis zu Beginn des Films reinfallen dürfte. PROM RIDE ist Durchschnittshorror ohne Tiefe, Thrill und Überraschungen und nur für Allesseher geeignet, die sich allein des Zeitvertreibes wegen, jeden Quatsch reinziehen müssen.
 
 
 


 
 
 

PROM RIDE – Zensur

 
 
 
Schwer zu sagen, welche Freigabe PROM RIDE in Deutschland erhalten wird. Für eine Jugendfreigabe ab 16 Jahren werden zu viele fragwürdige Dinge gezeigt. Für eine Erwachsenenfreigabe ist das Gebotene zu harmlos. Die meisten Protagonisten werden mit einem Pistolenschuss in die ewigen Jagdgründe befördert. Dabei spitzt das Blut recht zeigefreudig. Wir rechnen dennoch mit einer Freigabe für volljährige Zuschauer: keine Jugendfreigabe.
 
 


 
 
 

PROM RIDE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

Einige für die Kritik verwendeten Grafiken stammen von der offiziellen Internetseite zum Film.

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Unter Freunden – Komm, lass uns spielen (2012)
 
Would you Rather (2012)
 
Truth or Dare (2011)

Kritik: “Always Watching: A Marble Hornets Story” (2015)

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ALWAYS WATCHING: A MARBLE HORNETS STORY

Story

 
 
 
Einige sensationshungrige Reporter entdecken bei Dreharbeiten in einem Keller merkwürdige Videobänder einer spurlos verschwundenen Familie, auf denen eine dürre Kreatur im Anzug ihr Unwesen treibt. Das Filmteam wittert eine packende Story und forscht nach.
 
 
 


 
 
 

ALWAYS WATCHING: A MARBLE HORNETS STORY – Kritik

 
 
 
Was lehrt uns das Horror-Genre immer wieder? Dass man besser nicht die Nase in fremde Angelegenheiten steckt, denn Neugierde wird oft in dieser Art von Filmen mit einem schrecklichen Ableben bestraft. Manchmal ist es besser, wenn man nicht im Leben fremder Menschen herumschnüffelt, denn gerade im Horrorkino ist das Böse begierigen Hobbydetektiven meist stets einen Schritt voraus – eine Weisheit, die den Freunden in ALWAYS WATCHING – A MARBLE HORNETS STORY womöglich das Leben gerettet hätte. Die drei Sensationsreporter gehören zu einem regionalen Nachrichtenteam und sind stets auf der Jagd nach möglichst reißerischen Titelgeschichten, um das Interesse der Zuschauer für sich gewinnen zu können. Während den Dreharbeiten zu einer Reportage über Zwangsvollstreckungen entdeckt man bei Streifzügen durch ein verlassenes Haus eine Kiste Videobänder im Keller. Auf denen beobachten die Freunde mysteriöse Dinge. Eine gesichtslose Gestalt im schwarzen Anzug scheint sich an die Fersen jener Familie geheftet zu haben, die bisher im Haus gewohnt hat. Schnell kommt man zu dem Schluss, dass die ehemaligen Eigentümer nicht von der Bank vertrieben wurden, sondern aus Angst vor einer unheimlichen Kreatur freiwillig das Weite gesucht haben. Was folgt, wird für das Reporter-Team kein gutes Ende nehmen. Sie wittern eine Topstory und versuchen das Geheimnis der Videobänder zu entschlüsseln, nichtsahnend, dass sie bald selbst ins Visier des “Operators” geraten, der den Freunden die letzten Stunden ihres noch jungen Lebens zur Hölle machen wird.
 
 
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Sie sind wieder da: verwackelte Filmaufnahmen, die aus der Ego-Perspektive Horrorgeschichten erzählen. Was täte die Menschheit nur ohne die fiesen Schüttelorgien, die Zuschauer seit BLAIR WITCH PROJECT und PARANORML ACTIVITY regelmäßig zur Verzweiflung treiben? Vermutlich würden Hersteller von Kopfschmerzmedikamenten dann weitaus weniger Umsätze erzielen. Jegliche Kritik über die nicht enden wollende Flut an Found-Footage-Streifen scheint vergebens zu sein, denn die schwindelerregenden Filmdokumente werden wohl auch in den kommenden Jahren nicht von der Bildfläche verschwinden und weiterhin polarisieren. ALWAYS WATCHING – A MARBLE HORNETS STORY ist waschechter Found-Footage, wie es im Buche steht und basiert auf der bekannten Webserie MARBLE HORNETS. Das Fanprojekt erfreute sich zwischen 2009 und 2014 im Netz großer Beliebtheit und machte sich dem Internet-Mythos des Slender Mans zu eigen. Weil sich um die Web-Reihe über Jahre eine internationale Fangemeinde gebildet hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis das Konzept der Serie ausgeschlachtet und irgendwie gewinnbringend auf die Leinwand gebracht werden musste.
 
 
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Zugegeben, die Macher der Kinoversion wissen wie sie Found-Footage-Fans zufriedenstellen müssen, denn ALWAYS WATCHING – A MARBLE HORNETS STORY ist weitaus besser, als der schlechte Ruf jener Gattung Filme. Im Unterschied zur erfolgreichen Internetvorlage geht es in der Spielfilmumsetzung wesentlich flotter zugange, so dass kaum Zeit zum Verschnaufen bleibt. In einer Art Detektivspiel werden die neugierigen Protagonisten von einer Station zur nächsten getrieben und finden Anhaltspunkte, um das mysteriöse Verschwinden der eigentlichen Videotape-Eigentümer rekonstruieren zu können. Verfolgt werden sie dabei von einer gesichtlosen Kreatur im Anzug, die nur auf Videomaterial oder durch die Kamera selbst gesehen werden kann und selbstverständlich nichts Gutes im Schilde führt. Was in ALWAYS WATCHING – A MARBLE HORNETS STORY passiert ist letztendlich nicht sonderlich originell. Zu sehen gibt es die fürs Genre bekannten, stets trivialen Schreckmomente (Stichwort: Filmhund!), die trotz Vorhersehbarkeit dennoch zusammenschrecken lassen. Zudem fehlen ebenso wenig Ton- und Bildausfälle, die immer dann auftreten, wenn das Böse mit seinen Opfern abrechnen möchte.
 
 
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Was den Film aber trotzdem über weite Strecken interessant macht, ist der zugrundeliegende Mythos des beängstigenden Slender Mans – ein fiktives Wesen, geschaffen in der modernen Internetkultur, das dank kreativer Nutzer durch Fotos, Videos, Computerspielen und dem Web selbst zu beachtlicher Popularität gekommen ist. Im Film wird die Kreatur schlicht als “Operator” betitelt. Glücklicherweise wird über deren Herkunft kaum ein Wort verloren, so dass sich immer noch genügend Grauen im Kopf des Zuschauers entwickeln darf, damit dieser Gänsehaut bekommt. Vermutlich dürfte das Kopfkino aber nicht lang Bestand haben. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass finanziell lukrative Horrorfilme in Serie gehen und ihrer Illusionen beraubt werden müssen. Da ALWAYS WATCHING – A MARBLE HORNETS STORY genug Potenzial und Substanz für weitere Fortsetzungen besitzt, dürfte es nicht verwundern, wenn auch dieses Franchise so lang gemolken wird, bis es keiner mehr sehen möchte.
 
 
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ALWAYS WATCHING: A MARBLE HORNETS STORY – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Gänsehautverursachender Angstmacher: ALWAYS WATCHING – A MARBLE HORNETS STORY ist über weite Strecken wirklich gruselig und macht jene Filmfans hellhörig, die sich immer noch nicht an Found-Footage-Streifen sattgesehen haben. Zugegeben, viel Neues gibt es hier nicht zu sehen. Dafür orientiert sich der auf der berüchtigten Webserie MARBLE HORNETS basierende Horrorbeitrag zu sehr am Einmaleins für Wackelfilme aus der Egoperspektive. Interessant macht den Film aber das eigensinnige Filmmonster, über das nicht viele Worte verschwendet wird. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass fehlende Erklärungen meist das Kopfkino des Publikums beansprucht. Das ist auch in ALWAYS WATCHING – A MARBLE HORNETS STORY der Fall und wirkt weitaus verstörender, als den Film bis ins Detail zu analysieren und zu erklären, damit der Filmfan ruhig schlafen kann. Kurzum: dieser Streifen gehört zu den besseren Vertretern der Schüttelschocker.
 
 
 


 
 
 

ALWAYS WATCHING: A MARBLE HORNETS STORY – Zensur

 
 
 
Splatter und Gore ist hier Mangelware. Ein Held erhängt sich selbst und wandelt später als lebender Toter durch den Film. Ein anderer Protagonist wird mit einem Gewehr erschlagen. Da in ALWAYS WATCHING kaum Gewalt gezeigt wird, darf man sich über eine ungeschnittene FSK16 freuen.
 
 


 
 
 

ALWAYS WATCHING: A MARBLE HORNETS STORY – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Marble Hornets (2009 – 2014)
 
The Slender Man (2013)
 
Smiley (2013)
 
The Den (2014)
 

Filmkritik: “Forbidden Zone” (1980)

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FORBIDDEN ZONE

(TOTALER SPERRBEZIRK)

Story

 
 
 
Ein Abbruchhaus in Venice Beach: Der stilecht in rassistisches Blackface-Make-Up gepackte Zuhälter Huckleberry P. Jones muss ein Paket mit Heroin verstecken und öffnet aus Versehen eine geheime Tür im Keller. Dahinter liegt die FORBIDDEN ZONE. Die sechste Dimension ist das. Vier und fünf werden einfach übersprungen. Huckleberry sieht zu, dass er Land gewinnt. Verständlich. Der recht depressive, schwedischstämmige Teerfabrikarbeiter Mister Hercules kauft das Haus. Mit ihm ziehen seine ebenso dauergeschlauchte Frau, der meistens stumme, ab und an jiddisch murmelnde Großvater, die nach einem Schüleraustausch zur Französin gewordene Tochter Susan (jetzt Frenchy) und ihr Bruder Flash in das sehr spezielle Haus ein. Frenchy hat auf dem Schulhof – da redet man über so was – von der sechsten Dimension gehört. Das erzählt sie am Frühstückstisch, nachdem erst mal ein völlig durchgedrehtes Jazzstück aufgeführt worden ist und sich die Familienmitglieder in ausreichendem Maß gegenseitig auf die Köpfe geschlagen haben. In ihrer Schilderung des Schulalltags liefert die Französin eine Playback-Performance von Josephine Bakers hübschem Comedy-Liedchen „La Tonkinoise“ ab. Vor einer Schulklasse, die komplett aus Freaks besteht. Unter anderem Blaxploitation-Zuhälter, glatzköpfige Mutanten, und der Führer. Wieder daheim geht sie in den Keller und stürzt sich in jugendlichem Leichtsinn und dem Morgenmantel, den sie grundsätzlich trägt, mitten hinein ins Dimensionsportal. Dieses Portal ist ein riesiger gemalter Verdauungstrakt, der die Reisenden an ihrem Ziel auch dementsprechend ausscheidet. Als Kackawürste mit braunen Kissen. Drüben angekommen wandert Frenchy planlos umher und betrachtet sich die Musiknummern, die von den zahlreichen Bewohnern des Schattenreichs aufgeführt werden. Sowohl die Nummern, als auch ihre „Stars“, sind alle jenseits von Gut und Böse. Flash und der Großvater begeben sich auf Rettungsmission. Chef in der Zone ist König Fausto, gespielt von Hervé Villechaize, dem Zwerg aus „Fantasy Island“ und dem James-Bond-Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“. Er sitzt an einer Banketttafel, über der nackte Menschen als Kronleuchter angebracht sind. Fausto ist immer scharf und freut sich über Frischfleisch aus der Welt oberhalb des Kellers. Seine Frau Doris (Susan Tyrell, Warhol-Schauspielerin und Exfreundin des kleinwüchsigen Potenzgenerals) ist die klassische böse Märchenkönigin und seine Tochter ein über-kalifornisches Surfergirl, das grundsätzlich mit nackten Möpsen rumrennt und kreischt. Hier sind ohne Zweifel Tabletten im Spiel. Sofort macht sich Eifersucht auf Frenchy breit, die allein schon aufgrund des verwandten Akzents des Königs Aufmerksamkeit sicher hat. Die schäumende Queen Doris lässt sie einkerkern. Dort verwest auch die rechtmäßige Königin der sechsten Dimension – Fausto und Doris sind nur Emporkömmlinge. Ihr Töchterchen soll Frenchy angemessen foltern und dann auf dem elektrischen Stuhl oder dem Richtblock des Henkers enden lassen. Das Rettungskommando für das Rettungskommando lässt nicht lange auf sich warten. Pa Hercules selbst und Frenchys pickliger Schulkumpel Squeezit transportieren sich in die sechste Dimension. Sie besuchen den Teufel, der gerade mit seiner Jazz Big Band Probe hat und bitten ihn um Hilfe. Der sitzt da einfach in einer der vielen Höhlen an seiner Heimorgel. Natürlich.

 
 
 


 
 
 

FORBIDDEN ZONE – Kritik

 
 
 
Kennen sie die schwarzweißen Zeichentrickfilme der Fleischer Studios? „Betty Boop“, die bekannteste Schöpfung der nach New York ausgewanderten Österreicher, doch bestimmt? Diese recht krude animierten und nach viel Substanzenmissbrauch ihrer Zeichner hergestellten Cartoons sind schwindelerregend verrückt. Viele der Filmchen wurden über die Jahre wegen zu offener Rauschgiftreferenzen, Sex- und Gewaltszenen oder rassistischer Figuren Opfer von Verbotskampagnen. FORBIDDEN ZONE ist die 1980 entstandene Realfilmversion dieser Cartoons aus den Zwanziger bis Vierziger Jahren. Bloß noch brutaler, noch sexbesessener, noch bedrogter und noch überzogener. Oh, und als Halbplayback-Musical. Während der Realfilmszenen werden immer wieder animierte Hintergründe verwendet. Die Schauspieler hat man hierfür fotografiert und von Hand eingefügt.
 
 
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Was für Gastauftritte! In einem Flashback auf Squeezits unglückliche Kindheit taucht kein geringerer als Joe Spinell aus Ekel-Kult-Horrorfilm „Maniac“ natürlich, auf, der sich über den schmächtigen Sohn seiner Affäre lustig macht. Der Teufel ist Danny Elfman, Bruder des Regisseurs und Begründer der „Mystic Knights Of The Oingo Boingo“, jener durchgedrehten Theatergruppe hinter THE FORBIDDEN ZONE. Satan ist hier ein fracktragender Bandleader, der mit seinem Orchester eine ordentliche Version von Cab Calloways Hot-Jazz-Standard „Minnie The Moocher“ zum Besten gibt und gleichzeitig Squeezit den Kopf abschlägt. Der wird dann in ein Hühnchen verwandelt, sein Kopf schwebt frei durch den Rest des Films. Zu dem Zeitpunkt ist das Hirn von sechzig Minuten Laufzeit bereits so weichgekocht, dass man diese Szene als völlig normal empfindet. Der Mensch ist an sich einfach nicht gebaut für eine spirituelle Kleinhirn-Grillparty wie THE FORBIDDEN ZONE, sollte sich aber weiterentwickeln. Später wurde Elfman natürlich zu einem der erfolgreichsten Komponisten für Film- und Fernsehsoundtracks, Standardkomponist für die Filme Tim Burtons und Schreiber der „Simpsons“-Titelmelodie. Die Musik, zum Teil Playback, zum Teil eigene, sehr geile Songs, variiert zwischen altem Jazz für große Orchester und dem hektischen, perkussiven New Wave, den Danny Elfman bis in seine Soundtracks immer wieder aufgreifen sollte. Oingo Boingo, seine Band in den Achtzigern, war aus den Mystic Knights hervorgegangen.
 
 
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Richard Elfman, Dannys Bruder, ist seit Jahren schon ein mittelhohes Tier bei den Geldverdienern von Scientology. Interessante Gedankengänge bei dem Mann. Von Gehirnzellen zu Marmelade verarbeitendem Filmgut zur Vereinigung fürs Abkochen selbstoptimierungsgeiler Finanzjongleure. Ganz groß. Mit Punkten nicht zu bewertendes Kino, weil nicht mit anderen Filmen zu vergleichen..
 
 
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FORBIDDEN ZONE – Fazit

 
 
 
10 Punkte Final
 
 
 
FORBIDDEN ZONE sollten Personen meiden, die von sich behaupten, geistig voll bei der Sache zu sein. Allen anderen eröffnet sich eine phantasievoll gedrechselte Klapsenwelt, die in der Filmgeschichte keine Parallelen hat und sogar musikalisch richtig knallt. „The Rocky Horror Picture Show“ nachdem man an einer psychedelischen röte geleckt hat. Gerüchten zufolge gibt es Menschen, die FORBIDDEN ZONE nicht gut finden. Sollte das stimmen, sind das zweifelsohne kranke Perverse, die eingeschläfert werden müssten. Dieser Film sollte in Schulen zum Pflichtprogramm gehören.
 
 
 


 
 
 

FORBIDDEN ZONE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von FORBIDDEN ZONE ist für Jugendliche geeignet. Auf der erhältlichen DVD befindet sich die ungeschnittene Fassung: FSK16.
 
 
 


 
 
 

FORBIDDEN ZONE – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) CMV (Kleine Hardbox Cover A)

 
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(c) CMV CMV (Kleine Hardbox Cover B)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Forbidden Zone; USA 1980

Genre: Komödie

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 70 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Kleine Hardbox – in 2 verschiedenen Covermotiven erhältlich

Extras: Entfernte Szenen ( 5:44 ), Original Trailer ( 0:45 ), Japanische Promotion ( 3:51 ), Dokumentation “A Look into Forbidden Zone” ( 35:46 ), Outtakes ( 10:49 ), Musikvideo “Private Life” von Oingo Boingo ( 3:40 ), Zwei Szenen aus “The Hercules Family” ( 5:25 ), Audiokommentar eines nicht näher vorgestellten Sprechers, kolorierte Version

Release-Termin: 24.01.2014

 

Forbidden Zone – Total Sperrbezirk (DVD – Hardbox Cover A) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

FORBIDDEN ZONE – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller für die Review verwendeten Bilder liegen bei CMV

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Rocky Horror Picture Show (1975)
 
Eraserhead (1977)
 
Fantasia (1940)
 
Charlie und die Schokoladenfabrik (2005)
 

Filmkritik: “Bedlam” (2015)

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BEDLAM

Story

 
 
 
Weil dem verunsicherten George seltsame Stimmen durch den Kopf geistern, beschließt er sich vom gleichen Arzt untersuchen zu lassen, der einst auch schon die psychisch kranke Mutter behandelt hat. Der diagnostiziert am Patienten Schizophrenie und verspricht in seiner Klinik Heilung. George unterschreibt die Behandlungspapiere, wird in eine Irrenanstalt eingewiesen und erfährt bald am eigenen Leibe, dass der Arzt ganz eigene Untersuchungsmethoden anwendet, um die Leiden seiner Patienten lindern zu können.
 
 
 


 
 
 

BEDLAM – Kritik

 
 
 
Die Jungs von AFTER DARK FILMS melden sich zurück. Der ehemalige Filmfestveranstalter hat eine Leidenschaft für gruselige Unterhaltung und versorgt die weltweite Fangemeinde mit abwechslungsreichem Horror, der nun schon seit geraumer Zeit im eigenen Produktionsstudio hergestellt wird. Wie im vergangenen Jahr war man auch 2015 nicht untätig und bringt mit dem dem Psycho-Thriller BEDLAM den ersten Streifen einer ganzen Reihe selbstgemachter Horrorfilme in die internationalen Wohnzimmer, die im weiteren Verlauf des aktuellen Filmjahres ausgewertet und dem Horror-erprobten Zuschauer Gänsehaut bescheren sollen.
 
 
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Der erste Beitrag der neuen AFTER DARK FILMS-Staffel geht es ebenso finster an, wie die bisherigen Filme aus dem noch jungen Produktionsstudio und orientiert sich thematisch an Psycho-Trips, wie dem erst kürzlich besprochenen ENTER THE DANGEROUS MIND, in dem der Zuschauer Einblicke in die Gedankenwelt eines psychisch gestörten Mannes erhält. Der nennt sich in BEDLAM George (GUY EDMONDS) und begibt sich nach dem tragischen Tod der Mutter in psychiatrische Behandlung, weil ihm böse Stimmen im Kopf das Leben zur Qual machen. Kaum die Diagnose Schizophrenie erhalten, findet sich George in der Psychiatrie wieder und soll mit fragwürdigen Experimenten von seinem Leiden befreit werden. Dem ahnungslosen Patienten wird jedoch schnell bewusst, dass in dieser Klinik der Heilung psychisch Erkrankter nur wenig Beachtung geschenkt wird. Stattdessen werden aus Patienten Versuchskaninchen, die von Arzt und Wärtern so lang erniedrigt, gefoltert und gequält werden, bis der Tod die unfreiwilligen Probanden von ihren Qualen erlöst.
 
 
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Unbequemes Filmmaterial kommt da auf den Zuschauer zu, das angeblich auf wahren Begebenheiten beruhen soll, die sich so ähnlich in den 60er Jahren zugetragen haben sollen. BEDLAM spielt in einer Zeit in der die moderne Behandlung psychisch Erkrankter noch in den Kinderschuhen steckte, kaum Nutzen brachte und stattdessen mehr Schaden bei Betroffenen anrichtete, als ihnen Linderungen zu versprechen. PETER MCALLUM spielt hier einen erbarmungslosen Arzt mit nationalsozialistischen Gedankengut, der fest der Überzeugung ist, dass psychische Krankheiten durch Masturbation und Unzucht ausgelöst werden. Mit gnadenloser Härte injiziert er starke Medikamente, führt fragwürdig Operationen durch und setzt Patienten unter Strom, um ihnen die Gehirne zu waschen. Widerstand ist zwecklos, denn den Insassen – ob nun wirklich krank oder nicht – wird mit unmenschlichen Methoden Respekt eingejagt. Zwei erbarmungslose Aufseher handeln nach eigenen Gesetzen, vergewaltigen und prügeln damit Horrorfans auch die nötige Dosis Gewalt zu sehen bekommen. Die ist natürlich Mittel zum Zweck, denn eine ernstzunehmende Auseinandersetzung mit der Psyche des Filmhelden wird ziemlich früh aus den Augen verloren. Das anfängliche nicht uninteressant erzählte Psychogramm eines als Kind sexuell missbrauchten Mannes muss sich recht bald den Regeln moderner Horrorware unterwerfen. So verkommt die Psychoanalyse zum plumpen Anstalts-Thriller in dem Patienten wahllos gefoltert werden, damit sie sich am Ende rächen können.
 
 
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Geübte Zuschauer erkennen schnell Parallelen zu den reißerisch inszenierten Frauengefängnisfilme der 70er Jahre, in denen Sex, Folter und Gewalt publikumswirksam auf Zelluloid festgehalten wurde und so dem Exploitationfilm zu zweifelhaftem Ruhm verhalten. Nicht wesentlich anders geht es in BEDLAM zu, der sich viel zu versteift auf barbarische Untersuchungspraktiken konzentriert, statt sich mit der zweifelhaften Thematik ernsthaft zu beschäftigen. So dürfte es wenig wundern, dass der Film seine Probleme mit der Glaubwürdigkeit besitzt, schließlich war Regisseur CHEW BARKER dann doch mehr darum bestrebt Zuschauer mit platten Foltermomenten zu schockieren, statt sie mit den Protagonisten mitleiden zu lassen. Protagonist George glänzt in jeder Szenen mit frisch getrimmten Dreitagebart und Patienten Sofia (CASSANDRA SWABY) hat zwischen all den unmenschlichen Erniedrigungen immer noch genügend Zeit, um sich stets perfekt schminken und frisieren zu können. Die meisten der eindimensionalen Charaktere wirken befremdlich, handeln nicht nach Verstand, sondern nach den mittlerweile gängigen Regeln für möglichst hölzerne Horrorfilme. Dass die kontroverse Thematik aufgrund der wirren Erzählung und den unzugänglichen Stereotypen schnell an Reiz verliert ist bedauerlich. Vermutlich wäre es wohl besser gewesen, wenn BEDLAM ein einauthentisches Drama geworden wäre. Als Horrorfilm zumindest überzeugt der Film keineswegs. Wenigstens kommt die gewalthungrige Fan-Fraktion auf ihre Kosten – auch wenn viel Sitzfleisch vorausgesetzt wird, bis man erste Quälereien zu sehen bekommt.
 
 


 
 
 

BEDLAM – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Schockierender Filmstoff mit Echtheitszertifikat. AFTER DARK FILMS ist wieder da. Der ehemalige Festivalbetreiber macht jetzt selbst Filme und ist mit einer Reihe neuer Horror-Schocker am Start. Leider versemmelt man im hauseigenen Produktionsstudio gleich den ersten Beitrag der neuen Staffel und bringt einen leidlich spannenden Film in die Heimkinos, in dem man sich mit grotesken Methoden zur Behandlung psychischer Erkrankungen beschäftigt. Zwar wirbt man gleich zu Beginn damit, dass das aktuelle Machwerk aus der AFTER DARK FILMS-Schmiede auf wahren Ereignisse beruhen soll. So authentisch einige der Behandlungsmethoden auch in Szenen gesetzt werden – BEDLAM mangelt es an Glaubwürdigkeit und Zugänglichkeit. Die Protagonisten wirken befremdlich und unsympathisch. Ein Mitfiebern wird demzufolge unmöglich gemacht. Zudem versucht Regisseur CHEW BARKER sein Filmdebüt zu verkrampft in die Horrorschublade zu pressen, obwohl es dort vollkommen deplatziert ist. BEDLAM handelt von obskuren Praktiken zur Heilung psychisch Erkrankter, die zu jener Zeit noch in den Kinderschuhen steckten, in welcher der Streifen spielt. Eine kontroverse Thematik, die vermutlich besser in Form eines Dramas aufgehoben gewesen wäre. Leider konzentriert sich BARKER zu sehr auf die Abhandlung diverse Folterpraktiken, so dass er im wirren Gewaltreigen die Entwicklung seiner Figuren aus den Augen verliert. Das macht BEDLAM ziemlich anstrengend, zumal der Film mit 100 Minuten Laufzeit etwas arg lang geraten ist.
 
 
 


 
 
 

BEDLAM – Zensur

 
 
 
Trotz Foltermethoden ist BEDLAM keine Schlachtplatte. Es werden Zähne gezogen, Patienten ausgepeitscht und vergewaltigt. Dennoch dürften die Schauwerte hierzulande dafür ausreichen, dass BEDLAM von der FSK keine Jugendfreigabe erhalten und mit rotem Flatschen in die Händlerregale gebracht werden wird.
 
 


 
 
 

BEDLAM – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Antisocial Behavior (2014)
 
Hemorrhage (2012)
 
Alexandre Ajas Maniac (2012)
 
Found (2012)
 
Henry: Portrait of a Serial Killer (1986)
 
Mike Mendez’ Killers (1996)
 
Behind the Mask: The Rise of Leslie Vernon (2006)
 

Filmkritik: “Blood Diner” (1987)

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BLOOD DINER

Story

 
 
 
In einem amerikanischen Schnellrestaurant geht’s hart zur Sache. Aber der Reihe nach: Vor zwanzig Jahren bringt der irre Anwar der obskuren altägyptischen Göttin seiner Wahl, Sheetar heißt die Gute, Menschenopfer. Bis ihm die Polizei eines schönen Tages den Deckel drauf macht. Zum Glück (?) hat der Psychopriester seinen beiden Neffen eine halbwegs ordentliche Okkultisten-Ausbildung angedeihen lassen, so dass die Burschen jetzt dort ansetzen können, wo der Onkel gezwungenermaßen aufhören musste. Zeitgemäß führen die beiden jetzt ein beliebtes vegetarisches Restaurant. Den Onkel, na ja, sein Gehirn zumindest, haben sie schon wiedererweckt, weiter geht die religiöse Betätigung mit der alten Pyramidenhexe. Aus Leichenteilen wollen sich die Brüder ihre Sheetar-Gottheit basteln und eine große Zeremonie mit zombifizierten Restaurantbesitzern veranstalten. Wenn das die ernährungsbewussten Gäste wüssten..

 
 
 


 
 
 

BLOOD DINER – Kritik

 
 
 
Wenn das gerade Gelesene jetzt wie BLOOD FEAST (1963) oder allgemein den frühen Splatterfilmen von Herschell Gordon Lewis klingt, dann ist das hier ausnahmsweise weder Zufall noch ungeschickt kaschierte Drehbuchklauerei. Regisseurin Jackie Kong wollte mit BLOOD DINER tatsächlich die Fortsetzung zum erwähnten Ur-Splatterfilm drehen. Der zum Plan passende Alternativtitel BLOOD FEAST II kursiert zwar, ist aber eine eher inoffizielle Sache, BLOOD DINER damit mehr Tribut als Teil des Franchises. Die chinesisch-amerikanische Regisseurin war in den Achtzigern an vorderster Front der Lewis-Bewunderer. Damals, als die Filmjournalisten-Welt den findigen Filmemacher aus Chicago langsam aber sicher in den Status des ernstzunehmenden Autoren emporschrieb, lebte Jackie Kong in Kalifornien und zollte ihrem großen Vorbild filmisches Tribut. Mit BLOOD DINER ist ihr das auch ganz vortrefflich gelungen. Später siedelte sie nach Deutschland über und vertrieb raubkopierte Videokassetten von Lewis Filmen.
 
 
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In BLOOD DINER wird eine Mixtur serviert, die seit den Gory Eighties nur selten nicht von Erfolg gekrönt bleiben sollte. Kruder, detailversessen drastisch zur Aufführung gebrachter Spezialeffekt-Splatter mit Humoreinlagen, die durch die Bank vollkommen jenseits des guten Geschmacks angesiedelt sind und den leichter zu beeindruckenden Zuschauer abwechselnd kichern oder würgen lassen sollen. Auf diesem Rezept fußt das Gesamtkonzept der New Yorker Troma-Films bis heute. Peter Jacksons Frühphase mit BAD TASTE oder BRAINDEAD und Kultfilme wie RE-ANIMATOR basieren ebenfalls auf dieser Prämisse. Im Gegensatz zu vielen einfach nur anstrengend schrillen Gore-Bomben mit taktlosem Humorzwang, die man bei halbwegs gesundem Hirn nach fünfzehn Minuten aus dem Player nehmen und in der Mitte durchbrechen möchte, besitzt BLOOD DINER aber tatsächlich eine Rechtfertigung. Die nämlich als Tributfilm einer in der Geschichte des B-Films bewanderten Regisseurin, als frühes Beispiel des Untergenres Funsplatter und als dunkelschwarze Horrorkomödie, die sogar funktioniert.
 
 
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BLOOD DINER war zu VHS-Zeiten und sogar den Anfangstagen digitalen Heimkinos schwer verstümmelt. Nachdem dann modernerer, festivalerprobter Funsplatter zu einem respektablen Einkommensfeld für verschiedenste Publisher hierzulande geworden war, durfte auch das heimische Publikum in den Genuss der vollen Schlachtplatte aus dem Hause Kong kommen. Ein Vintage-Produkt nennt man das in der Feinkost dann wohl.
 
 
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BLOOD DINER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Debiler Humor ohne Rücksicht auf Geschmacksgrenzen, wirklich schweinisch-drastische Metzeleffekte und die nicht zu verleugnende Stimmung seiner Entstehungszeit. BLOOD DINER ist ein Freunden von Llyod Kaufmanns Film-Psychiatrie Troma und Funsplatter-Fans klar empfohlenes Filmchen aus vergangenen Tagen.
 
 
 


 
 
 

BLOOD DINER – Zensur

 
 
 
BLOOD DINER wurde zu VHS-Hochzeiten von der FSK ab 18 Jahren freigegeben und wurde ungewöhnlicherweise nicht indiziert. Dennoch musste der Film für eine Freigabe Federn lassen. Der erste ungeschnittene DVD-Release erfolgte über das deutschsprachige Ausland (Label: DRAGON) und war ungeprüft. Für eine reguläre, deutsche DVD-Veröffentlichung im Jahr 2009 bemühte man sich um eine Neuprüfung und konnte eine Jugendfreigabe für die ungeschnittene Fassung bewirken: FSK 16. Auch die nun erhältliche HD-Version steht ungeschnitten im Handel und kann bereits von Jugendlichen gekauft werden.
 
 
 


 
 
 

BLOOD DINER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Blood-Diner-Bluray

(c) New Vision Films / Edel Germany (Kaufhaus-Fassung im KeepCase)

 
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(c) CMV (Mediabook – limitiert auf 250 Stück)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Blood Diner; USA 1987

Genre: Horror, Komödie

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook (auf 250 Stück limitiert)

Extras: Trailershow

Release-Termin: KeepCase-Variante: 27.03.2015 | Mediabook-Variante: 24.04.2015

 

Blood Diner [Blu-ray KeepCase-Variante] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

BLOOD DINER – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller für die Review verwendeten Bilder liegen bei NEW VISION FILMS / EDEL GERMANY

 
 
 
Ähnche Filme:
 
American Burger (2014)
 
Braindead (1992)
 
Bad Taste (1987)
 

Filmkritik: “Alien Shock” (1980)

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ALIEN SHOCK

(DAS GEHEIMNIS DER FLIEGENDEN TEUFEL)

Story

 
 
 
Die genreübliche Horde rolliger Teenager hat Lust auf einen wilden Abenteuerurlaub in den amerikanischen Hinterwäldern. Dort hört dich niemand stöhnen. Man begegnet eingangs natürlich dem ortsansässigen Tankstellen-Alkoholiker, der die Kids warnt, doch lieber mit dem Arsch daheim zu bleiben. Hören natürlich nicht auf den alten Spritter und werden zur Strafe von fliegenden Vampir-Rochen aus dem Weltall attackiert. Planlos wie geköpfte Hühner machen sich die jungen Sexurlauber zusammen mit einem ausgemusterten Armee-Haudegen reiferen Alters und einer ebenfalls im Niemandsland umherstreichenden Pfadfindergruppe auf die Flucht vor den brutalen Extraterrestrischen. Die Flugbiester sind nämlich nur der kleinste Teil der Bedrohung vom anderen Stern.

 
 
 


 
 
 

ALIEN SHOCK – Kritik

 
 
 
Regisseur Greydon Clark kommt aus dem Umfeld des großen amerikanischen Käsefilmers Al Adamson. Wie sein ehemaliger Vorgesetzter auch, arbeitete der Mann aus Michigan in jedem Untergenre, das die Welt des Schmuddelfilms in ihrer Hochzeit zu bieten hatte. Vor untd hinter der Kamera. Schmierige Rockerfilme wie DIE SADISTEN SATANS, verquer feministischer Agentinnenquatsch wie ANGELS HÖLLENKOMMANDO oder Blaxploitation-Irrsinn wie BLACK SHAMPOO sind nur drei Titel aus der schwer unterhaltsamen Filmographie Clarks. Sein ALIEN SHOCK ist ein mit beschränkten Mitteln (nicht nur finanziell) gedrehter Vorläufer des ungleich bekannteren Schwarzenegger-Vehikels PREDATOR von 1987. Da wie hier steckt im Kautschuk-Anzug der zwei Meter zwanzig Riese Kevin Peter Hall. Das Kostüm für den Film hier hat in etwa soviel gekostet wie zwei Reißverschlüsse beim Predator.
 
 
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Die eigentliche Besetzung ist natürlich auch heiß. Der Zuschauer bekommt hier ein Paradebeispiel für die Resteverwertung einstmals großer Schauspieler in Schrottfilmen präsentiert, wie sie typisch für die Welt der Exploitation war und ist. Nein, damit ist nicht Fernsehkommissar David Caruso gemeint, der bei ALIEN SHOCK einen der dauergeilen Campingteenager spielt und heute gefühlt jeden Abend auf RTL Sonnebrillen verspeist. Jack Palance und Martin Landau sind die Stars des Films, geben die von der Armee ausgespuckten älteren Knochen mit deftig Verfolgungswahn und Kenntnissen über die Alien-Attacken. Kantenfratze Palance hat ja sein Leben lang kaum Rollen verschmäht. Geld stinkt ja nun nicht. Martin Landaus Karriere war Ende der Siebziger dafür ganz gewaltig in der Grütze. Tatsächlich schlitterte der Charakterdarsteller erst mit seiner oscarprämierten Darstellung Bela Lugosis in Tim Burtons Filmbiographie ED WOOD, Mitte der Neunziger, wieder heraus aus dem Schlick teuflischer Video-Grindhouse-Unterhaltung. Nach der hochverdienten Oscar-Rolle unternahm der Schauspieler dann wieder einen Kopfsprung in die Tiefen eher unguter Kinoware. Tragisch.
 
 
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ALIEN SHOCK presst die Schablone beliebter Slasherfilme, also das unkaputtbare Prinzip der Zehn kleinen Negerlein, auf einen Science-Fiction-Monsterheuler, wie er so oder so ähnlich schon in den Fünfzigern gedreht worden wäre. Somit ist auch an der Splatterfront nicht viel zu holen. Das bösartig miese Außerirdischenkostüm und die fliegenden Ungetüme reichen jedoch schon wieder aus, den Film auf die Liste der Guten zu kritzeln. Nicht umsonst ist der ALIEN SHOCK bereits in unzähligen Fassungen verschiedener Zensurstufen veröffentlicht worden. Das BluRay-Upgrade ist allerdings neu.
 
 
 


 
 
 

ALIEN SHOCK – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Greydon Clarks ALIEN SHOCK ist eine angenehm trashige Mischung aus Slasherfilm und Alienjäger-Spaß á la PREDATOR. Ein kleiner Exploitation-Klassiker made in USA, der schon immer zahlreiche Fans sein eigen nennen darf. Nachvollziehbar.
 
 
 


 
 
 

ALIEN SHOCK – Zensur

 
 
 
Der Film war in Deutschand nie indiziert und in der FSK 18-Version auch immer ungekürzt. Nur eine DVD aus dem Hause E-M-S wurde für eine Jugendfreigabe geschnitten. Die nun erhältliche Filmversion auf Blu-ray ist ebenso ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

ALIEN SHOCK – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) New Vision Films / Edel Germany (Kaufhaus-Fassung im KeepCase)

 
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(c) CMV (Mediabook – limitiert auf 250 Stück)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Without Warning; USA 1980

Genre: Horror, Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook (auf 250 Stück limitiert)

Extras: Neue deutsche Synchronisation, Audiokommentar des Regisseurs Greydon Clark (englisch ohne Untertitel), Original Trailer (1:42 Min.) englisch, Bildergalerie (3:40 Min./ 36 Bilder), Trailershow

Release-Termin: KeepCase-Variante: 27.03.2015 | Mediabook-Variante: 24.04.2015

 

Alien Shock [Blu-ray] – KeepCase Version bei AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

ALIEN SHOCK – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller für die Review verwendeten Bilder liegen bei NEW VISION FILMS / EDEL GERMANY

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)
 
Almost Human (2013)
 

Filmkritik: “Rage – Midsummer’s Eve” (2015)

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RAGE: MIDSUMMER’S EVE

Story

 
 
 
Für RAGE – MIDSUMMER’S EVE geht es in finnische Wälder. Dort wollen sich’s einige Teenager in einem Sommerhaus mit Musik und Alkohol gemütlich machen. Leider erfahren die Kids bald am eigenen Leibe, dass ihre Hilfeschreie fernab der Zivilisation von niemandem gehört werden können. Eine sonderbare Kreatur treibt hier draußen ihr Unwesen. Sie verarbeitet schreiende Jugendliche zu Hackfleisch und geht mit taktischer Raffinesse vor, damit kein Opfer je wieder zurück in die Stadt findet.
 
 
 


 
 
 

RAGE – Kritik

 
 
 
Ein weiterer unabhängiger Horrorfilm einer ambitionierten Regisseurin, die für ihr bisheriges Schaffen bereits viel Lob und diverse Auszeichnungen erhalten hat. TII RICKS ist bisher noch nicht im Horror-Bereich aufgefallen. Die Tochter einer finnischen Mutter und eines amerikanischen Vaters wurde im deutschen Bad Hersfeld geboren, wuchs in Amerika auf, erkannte aber erst nach dem Umzug ins idyllische Finnland, dass sie ihre Passion “Horrorfilm” zum Beruf machen wollte. Nach Arbeiten an unzähligen TV-Shows, Videoclips und Dokumentation war es dann soweit. Der leidenschaftliche Horrorfan ergriff die Möglichkeit und drehte den ersten Schauerstreifen für den RICKS sogar selbst das Drehbuch verfasste. Der ist nun fertig und soll mit reißerischem Titel für Aufmerksamkeit sorgen. RAGE: MIDSUMMER’S EVE nennt sich das abendfüllende Machwerk, für das sich die Regisseurin bei jenen Lieblingsfilmen Inspirationen holte, die in der Kindheit Eindruck hinterlassen haben. So zählen Kulthits wie HALLOWEEN, FREITAG DER 13. und A NIGHTMARE ON ELM STREET zu den Lieblingsfilmen und werden dementsprechend auch in RAGE: MIDSUMMER’S EVE zitiert.
 
 
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Viel zitiert, aber kaum an sich gedacht: in RAGE hagelt es Unmengen Danksagungen und Verweise an all jene Filmklassiker, die maßgeblich daran beteiligt gewesen sind, dass Regisseurin TII RICKS zum Horrorgenre gefunden hat. Nur leider sucht man zwischen Verbeugungen und Anspielungen an bekannte Slasher-Ware der 80er Eigenständigkeit und Originalität, um das Interesse all jener wecken zu können, die nahezu jeden wichtigen Horror-Schlitzer der letzten drei Jahrzehnte gesehen haben. Was in RAGE: MIDSUMMER’S EVE passiert, lässt sich demzufolge vorausahnen und hält kaum Neuerungen parat, weil man sich zu versteift auf das Abhandeln obligatorischer Slasher-Regeln konzentriert.
 
 
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Wenn junge Erwachsene zum Trinken tief in den Wald fahren, kann das in den meisten Fällen nur tödlich ausgehen – und so ist es auch. Für RAGE: MIDSUMMER’S EVE wurde tief in der Klischeekiste gegraben und all das zu Tage gebracht, was bereits seit den Anfängen des Schlitzer-Genres für Aufsehen gesorgt und in SCREAM selbstironisch persifliert wurde. Der Handyempfang ist plötzlich verschwunden, Teenager irren planlos durch die Kulisse und statt sich im Wald zu verstecken verbarrikadiert man sich lieber in einem Häuschen, um darin auf den Tod zu warten. Sonderlich klug ist RAGE: MIDSUMMER’S EVE nicht gestrickt auch wenn peinlich darauf geachtet wird, dass die Identität des Killers möglichst lang im Verborgenen bleibt. Die Kamera fängt wenig ein, so dass selbst weit nach dem Abspann unklar bleibt, was denn da eigentlich auf Beutezug geht. Ob eiskalter Killer, verlauster Waldmensch oder unheimliche Kreatur aus der Welt der Mythen und Legenden – was in RAGE durch Wald und Flur schleicht bleibt weitestgehend unerforscht.
 
 
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RAGE wirkt unfertig, denn wesentliche Fragen bleiben weitestgehend unbeantwortet. Das abrupte Ende legt der Vermutung nahe, als habe jemand 10 Minuten vor dem Abspann die Schere angesetzt und den Endkampf herausgeschnitten. Vermutlich benötigte Macherin TII RICKS noch Material für eine Fortsetzung, weshalb das Finale gestrafft werden musste – anders lässt sich der holprige und unfertige Schlussakt nicht erklären. Bleibt zu erwähnen, dass es in RAGE: MIDSUMMER’S EVE niemals dunkel wird. Der Film wurde während des finnischen Mittsommers gedreht – einer der wichtigsten Nationalfeiertage Finnlands, an dem die Sonne nicht untergeht. Dementsprechend konnte während der Produktion auf künstliche Beleuchtung verzichtet und das natürliche Licht der Sonne genutzt werden. Fluch und Segen zugleich, denn Gruselatmosphäre will an einem Tageslicht-Set natürlich nicht aufkommen. Unterm Strich ist RAGE: MIDSUMMER’S EVE keine Offenbahrung. Der Film ist eine Aneinanderreihung von bekannten Szenenverläufen, die man nun mittlerweile überhaben dürfte. Die schauspielerischen Leistungen sind kaum der Rede wert und quälende Vorhersehbarkeit wirkt sich negativ auf die Spannungskurve aus. Die ist kaum vorhanden, weil man bereits weiß was passiert, noch bevor es passiert. Keine guten Voraussetzungen, um als Horrorfans von der Horrorgemeinde ernst genommen zu werden. Von einem möglichen Sequel raten wir dringend ab!
 
 
 


 
 
 

RAGE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Mutiger Indie-Horror made in Finnland. Auch wenn in den letzte Jahren mit Filmen wie REC, SO FINSTER DIE NACHT und TROLLHUNTER einige äußerst nennenswerte Horrorfilme in Europa entstanden sind, werden selbstverständlich im europäischen Ausland auch die Filme gedreht, die man in Fankreisen auch als Rohrkrepierer betitelt. Die finnische Indie-Produktion RAGE: MIDSUMMER’S EVE ist so eine cineastische Katastrophe, die dem Horrorfan gar keinen Spaß bereiten möchte. Bei diesem Film handelt es sich um einen austauschbaren Slasher, der sich den ewig gleichen Regeln bedient, über die man sich schon in Horrorwerken wie SCREAM lustig gemacht hat. Die Schauspieler sind mau, die Geschichte bekannt und Splatter-Momente: Fehlanzeige! Stattdessen wirkt RAGE unfertig, holprig und benötigt auch recht lange um überhaupt in Fahrt zu kommen. Nach dem vor einiger Zeit hier besprochenen isländisch-finnischen Koproduktion FROST ergänzt RAGE die Reihe finnischer Horrorfilme, die man besser meiden sollte. Demzufolge wäre es ratsam sich nicht vom vielversprechenden Filmposter blenden zulassen. Das ist weit gruseliger als der Film selbst – Hände weg!
 
 
 


 
 
 

RAGE – Zensur

 
 
 
Die Gewalttaten werden im Off zelebriert oder der Zuschauer bekommt nur das Ergebnis zu sehen. Demzufolge wird RAGE: MIDSUMMER’S EVE hierzulande auch eine niedrige Altersfreigabe erhalten. Man darf mit einer FSK16 rechnen!
 
 
 


 
 
 

RAGE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

Alle Grafiken dieser Review stammen von der offiziellen Filmseite

 
 
 
Ähnche Filme:
 
GirlHouse (2014)
 
Warte bis es dunkel wird (2014)
 
Wrong Turn 6: Last Resort (2014)
 
See No Evil 2 (2014)
 

Filmkritik: “Devil Dance” (1994)

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DEVIL DANCE

IM SPIEGELBILD DES TEUFELS

Story

 
 
 
Geigenvirtuose Jeffrey (Carlton Beener) ist ein talentiertes Kind, allerdings autistisch behindert. Zusammen mit seiner großen Schwester, der Ballettratte Marlee (Tracey Wells), verwaist er, nachdem die Eltern der beiden einen schlimmen Autounfall nicht überlebt haben. Die Stiefschwester Rosalyn taucht auf und will sich das Erbe der Minderjährigen erschleichen. In Zusammenarbeit mit dem ziemlich unethisch operierenden Arzt Dr. Lasky setzt sie Marlee auf Drogen und lässt sie postwendend zum Entzug in einem Kloster unterbringen. Anschließend greift das Aas auf den perversen Hausmeister zurück, der den Kindern Angst machen soll. Im Zuhause der Betschwestern ist es wenig angenehm. Neben dem schlüpfrigen Angestellten, der gerne auch mal an Nonnenslips schnuppert, schleicht eine blinde Schwester des Glaubens umher und keift durchgedrehtes Zeug. Der evil Spiegel aus dem ersten Teil taucht auch wieder auf und gibt den Geärgerten die Möglichkeit, die drangsalierenden Fieslinge aus der entfernten Familie mal von ihrer eigenen Medizin kosten zu lassen.

 
 
 


 
 
 

DEVIL DANCE – Kritik

 
 
 
Statt es sich allzu bequem zu machen und die Handlung von DEVIL DANCE – IM SPIEGELBILD DES TEUFELS direkt ans Ende von MIRROR MIRROR zu tackern, wollte man sich auf Seiten der Rechteinhaber dann doch selbst herausfordern. Einzig die kurz erwähnte Verwandtschaft zu einer Figur aus Teil eins stellt eine – völlig unerhebliche – Verbindung zum Film von 1990 her. Der ehemals titelgebende Spiegel ist zwar immer noch verhext und bringt die Bewohnerinnen des Nonnenbunkers in Schwierigkeiten, steht jedoch weniger im Mittelpunkt als letztes Mal.
 
 
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Der Gehalt an Splatterszenen ist drastisch reduziert, dafür zieht die hübsche Balletttänzerin Marlee immer wieder mal blank oder hopst zumindest in Unterwäsche durchs Bild. Getanzt wird übrigens nicht wenig. So konnte man die Laufzeit von DEVIL DANCE – IM SPIEGELBILD DES TEUFELS um ein paar Minuten puffern. Naja, der Film hat ja den Tanz sogar im Titel, überraschen sollte dieses Element also niemanden. Das karg bemessene Budget floss zum Teil in frühzeitliche Computereffekte, die selbstverständlich nicht gut gealtert sind und Kopfwehgefahr mit sich bringen. So ist das immer. Schauen Sie Sich heute mal den RASENMÄHER-MANN an ohne Wegzurennen. Trivia: Einen kleinen Auftritt hat der damals noch unbekannte Mark Ruffalo, der heute bei den AVENGERS zum Beispiel gutes Geld verdient. Als grünliche CGI-Figur.
 
 
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DEVIL DANCE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Unausgegorenes Sequel zu einem vergessenen Horrorfilm aus der Übergangs in die Neunziger Jahre. Kaum Bezug auf den Erstling, pendelt man zwischen gialloartiger Erbschafts-Schote und zahmem, andeutungsschwangerem Nonnen-Grusel. Nicht so richtig von Hocker reißende Sache, dieser DEVIL DANCE.
 
 
 


 
 
 

DEVIL DANCE – Zensur

 
 
 
Zwar ist auf der DVD-Premiere die alte FSK-Freigabe zu sehen; dennoch kann bedenkenlos zugegriffen werden. Die digitale Heimkino-Variante ist vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

DEVIL DANCE – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Mirror Mirror 2: Raven Dance; USA 1994

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Surround)

Untertitel: Keine

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK 18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit alternativem Wendecover

Extras: Trailer “Mirror Mirror” (2:20 Min.) englisch, Trailer “Devil Dance” (1:50 Min.) englisch

Release-Termin: 27.03.2015

 

Devil Dance – Im Spiegelbild des Teufels (DVD) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller für die Review verwendeten Bilder liegen bei MARITIM PICTURES

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mirror Mirror (1990)
 
Oculus (2013)
 
Mirrors (2007)
 
Mirrors 2 (2010)
 
Dark Mirror (2007)
 

Filmkritik: “Mirror Mirror” (1990)

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MIRROR MIRROR

Story

 
 
 
Schon länger ist das Gruselhaus mitten in der amerikanischen Vorstadt unbewohnt. In einer Stube dort steht nämlich ein antiker Spiegel, in dem mindestens ein Dämon steckt. Wenn nicht gar das Böse an sich. Neue Mieter schicken sich an, ein wenig Leben in die verlassene Bude zu bringen. Diese Mieter wären Nervenärztin Susan (die unvergessene Karen Black) und ihre Tochter Megan (Rainbow Harvest – klingt wie eine Spielzeugmarke oder eine Haschischsorte), die im neuen Heim ein wenig Abstand zum bisherigen Leben nehmen wollen. Die Psychiaterin benutzt ihre beruflichen Fähigkeiten sehr unredlich und macht ihrer Tochter die Pubertät ganz fürchterlich schwer. Megan hat’s aber auch unterwegs nicht leicht, wird in der Schule von ihren Mitschülerinnen-Mistviechern deftig gemobbt. Man könnte sie das verhassteste Mädchen der Schule nennen. Zuhause spricht sie dann der Spiegel an und verleiht ihr fiese Kräfte, mit denen sie mit ihrer Mutter und den Pausenhof-Peinigern aufräumt. Es stellt sich die Frage, ob das Böse im Spiegel nicht doch aus Megan kam und der Spiegel nur das tat, was ein Spiegel so tut: Reflektieren.

 
 
 


 
 
 

MIRROR MIRROR – Kritik

 
 
 
Meine Herren! Vier Durchgänge gibt’s von der Spiegelshow. Eine Reihe, „Franchise“, wie man so sagt, die zu den eher obskuren der Horrorfilmgeschichte zählen dürfte. Bis in die frühen Zweitausender hatten leidlich talentierte Regissorios Freude an der Story um das besessene Antikmöbel. Spürbare Veränderungen: Der Grad an harmloser Softerotik wurde von Folge zu Folge höher, der Horrorgehalt wich einer Hinwendung zum Thriller mit okkulten Untertönen. Dazu kamen eben die Einflüsse von seinerzeit beliebten Nackig-Schockern wie BASIC INSTINCT. MIRROR MIRROR, der vorliegende Ersteintrag der Serie ist ein Cocktail aus guten Zutaten, die schon andere Filme zu Erfolg und Liebhaberei von Seiten ihres Publikums führen konnten. Da ist der von finsteren Mächten in Besitz genommene Teil des unangenehmen Hauses. Den hat man direkt aus Tobe Hoopers eigentlich von Spielberg gedrehtem Klassiker POLTERGEIST gelüpft.
 
 
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Der Haupthandlungsfaden, der mit dem getriezten Mädel, das irgendwann die Faxen dicke hat und den zuständigen Teenager-Abschaum plus manipulativer Frau Erziehungsberechtigter erledigt, ist natürlich aus Brian De Palmas Verfilmung von Stephen Kings Debüt CARRIE – DES SATANS JÜNGSTE TOCHTER „geliehen“. Dazu kommt ein gerüttelt Maß an Slasherfilm-Stimmung, wenn die kleinen Bösewichter einer nach dem anderen auf phantasievolle Weise ins Gras beißen müssen. Diese erwartungsgemäß regelrecht zelebrierten Gewaltszenen sind dann auch stilecht blutig und detailliert, weswegen die Besitzer der alten deutschen Videokassette mit ein paar Zensurschnitten zu leben hatten. Ein leider großes Problem von MIRROR MIRROR ist sein gemächliches Tempo. Bis Megan endlich auf die Kacke haut und den ekelhaften Mitschülern das Fell über die Ohren zieht, vergeht ein ganzes Stündchen Laufzeit. Das ist zuviel, sogar für Zuschauer, die entschleunigte Genreware aus alten Tagen gewohnt sind. Spaßig hingegen ist die Besetzung. Neben Horror-Ikone und Schrottqueen Karen Black läuft William Sanderson auf. Den kennen Fans besonders ruppiger Exploitationfilme aus AUSBRUCH ZUR HÖLLE von 1977, in dem er den entkommenen Zuchthäusler Jesse Lee Kane gibt und im halbimprovisierten Schauspielstil so durchgedreht und rassistisch am Rade dreht, dass er sich heute dafür schämt.
 
 
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MIRROR MIRROR – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Manchmal etwas zu träger CARRIE-Nachzügler mit tapfer zusammengeklauten Handlungsideen und kurzen, effektiven Splatterszenen. Vielleicht eines der letzten Aufflackermomente des liebgewonnenen Horrorfilmstils der Achtziger Jahre und gar nicht übel – wenn da nicht das arg gemütliche Tempo wäre.
 
 
 


 
 
 

MIRROR MIRROR – Zensur

 
 
 
Glaubt man den Einträgen im Internet, soll die deutsche VHS-Fassung leicht gekürzt gewesen sein. Die nun erhältliche DVD des Anbieters MARITIM PICTURES enthält jedoch trotz des alten FSK-Stickers die ungeschnittene Filmfassung und ist nicht indiziert. Somit können Sammler und Nostalgie-Fans im Kaufhaus bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

MIRROR MIRROR – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Mirror Mirror; USA 1990

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 1.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 Surround)

Untertitel: Keine

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 100 Min.

FSK: FSK 18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit alternativem Wendecover. Das besitzt das alte VHS-Motiv.

Extras: Trailer “Mirror Mirror” (2:20 Min.) englisch, Trailer “Devil Dance” (1:50 Min.) englisch

Release-Termin: 27.03.2015

 

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MIRROR MIRROR – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller für die Review verwendeten Bilder liegen bei MARITIM PICTURES

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Oculus (2013)
 
Mirrors (2007)
 
Mirrors 2 (2010)
 
Dark Mirror (2007)
 

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