Filmkritik: „Camp Wedding“ (2019)

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CAMP WEDDING

Story

 
 
 
Bei den Vorbereitungen zu einer Hochzeit in einem Camp geht es Braut, Bräutigam und ihren Freunden bald an den Kragen, weil sie sich nicht an die Regeln halten.
 
 
 


 
 
 

CAMP WEDDING – Kritik

 
 
Noch immer erfreut sich der Slasher großer Beliebtheit, doch in letzter Zeit kam es mehr und mehr in Mode, ein solches Szenario humorvoll zu gestalten. „Camp Wedding“ will auf diesen Zug aufspringen, hat im Endeffekt aber leider viel zu wenig zu bieten, um den Zuschauer überzeugen zu können.
 
 
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Mia will bald heiraten und stellt sich die Hochzeit ganz besonders vor. Sie soll in einem Camp stattfinden und über alle Social-Media-Kanäle lädt Mia ihre Freunde ein. Sie sollen bei den Vorbereitungen helfen. Das Camp Pocumtuck soll als Kulisse dienen und man hat es mit einem berühmt-berüchtigten Camp zu tun, denn hier fand früher ein Indianer-Massaker statt, es gab Hexenverbrennungen und noch weitere seltsame Dinge ereigneten sich hier. Außerdem gibt es einige Regeln und dazu gehört auch das Verbot der Handynutzung. Das ist den Freunden jedoch ziemlich egal, was bestraft gehört. Die Story war sicherlich als Seitenhieb auf die Social-Media-Generation gemeint, doch davon bekommt der Zuschauer nicht viel mit. Ständig gibt es Gags über Glutenunverträglichkeit und ansonsten tippen die Progatonisten fleißig auf ihren Smartphones herum. Weil das ja verboten ist, rächt sich das Verhalten im Laufe der Zeit, doch dafür braucht man Geduld, denn das Treiben dümpelt lange Zeit ohne echte Ereignisse vor sich hin. Hinterher wird es dann auch noch etwas wirr, aber Überraschungen bleiben größtenteils aus und so gut gemeint die Grundidee auch sein mag, was man daraus gemacht hat, überzeugt überhaupt nicht.
 
 
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Wirklich enttäuschend fällt zudem die Atmosphäre aus, denn vom versprochenen Slasher ist hier nichts zu spüren. Obwohl sich das gesamte Geschehen in einem Camp abspielt, kommt man sich niemals wie in einem Slasher vor, was das Vorhandensein von Geistern noch mal bestätigt. Die Stimmung hat nicht viel zu bieten und von der Komödie bekommt man leider ebenfalls nicht viel mit. Ein paar kleine Einfälle, besonders am Anfang, sind noch halbwegs amüsant, doch hinterher wird das Szenario immer monotoner. Jeder bekommt seltsame Nachrichten auf sein Handy und im Wald lauert die Gefahr, doch Bedrohung kommt keine auf und die Witze wiederholen sich auch nur noch. Das macht die 97 Minuten Laufzeit ziemlich zäh. Das Finale wird noch minimal besser, doch bis dahin ist man schon reichlich gelangweilt.
 
 
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Der Inszenierung fällt da leider nicht viel ein, um der Langeweile entgegenzusteuern, denn „Camp Wedding“ ist einfallslos gestaltet. Dass die ganzen Textnachrichten stets eingeblendet werden, wirkt auf Dauer auch sehr monoton. Aus der Kulisse wird nicht viel gemacht und die Szenen im Wald bei Nacht könnten unspektakulärer kaum aussehen. Viel Budget steckt sicher nicht dahinter, aber zu billig erscheint der Film ebenfalls nicht. Er ist nur eben völlig ohne Kreativität gestaltet. Außerdem mangelt es an Gewalt. Auch hier verdient das Werk den Namen Slasher niemals, denn es geht überwiegend harmlos zur Sache und die Freigabe ab 16 Jahren wirkt fast übertrieben. Somit gibt es auch nicht wirklich viele Effekte zu sehen. Dafür sind die Darsteller noch halbwegs brauchbar. So richtig gut spielt niemand, manche Schauspieler nerven auch etwas, aber man kann mit diesen Leistungen noch leben. Schade ist viel mehr, dass die Figurenzeichnung so langweilig und vor allen Dingen künstlich ausgefallen ist. Man kauft den Freunden niemals ab, dass sie Freunde sein sollen und mit markanten Charakteren braucht man nicht zu rechnen.
 
 
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CAMP WEDDING – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Camp Wedding“ ist vielleicht gut gemeint, aber schlecht gemacht. Aus der simplen Grundidee hätte man etwas machen können, aber weil kreative Einfälle weitestgehend ausbleiben, bekommt es der Zuschauer mit einer Schlaftablette zu tun. Slasher-Feeling kommt überhaupt nicht auf, die Komödie lässt sich ebenfalls nur selten mal blicken und außerdem geht es sehr harmlos zur Sache. Das ist handwerklich okay gemacht, wird von den meisten Darstellern erträglich gespielt und hat ein paar passable Gags in petto, bietet ansonsten aber reichlich monotone Langeweile, Albernheiten und auch manch eine Peinlichkeit. Gerade weil die Atmosphäre so enttäuschend ist, rettet auch das halbwegs solide Finale nichts mehr. Verzichtbar!
 
 


 
 
 

CAMP WEDDING – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Camp Wedding“ ist ungeschnitten und für Zuschauer ab 16 Jahren geeignet.
 
 
 


 
 
 

CAMP WEDDING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies | Daredo (Blu-ray im KeepCase)

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(c) White Pearl Movies | Daredo (Blu-ray + DVD im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Camp Wedding; USA 2019

Genre: Horror, Mystery, Komödien

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 97 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook | Blu-ray im KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow | zusätzlich im Mediabook: 16-seitigem Booklet, Film auf DVD

Release-Termin: Mediabook + KeepCase: 28.05.2021

 

Camp Wedding [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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CAMP WEDDING – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies | Daredo)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
You Might Be the Killer (2018)
 
The Final Girls (2015)
 
Scream – Schrei! (1996)
 

Filmkritik: „Cosmic Sin – Invasion im All“ (2021)

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COSMIC SIN – INVASION IM ALL

(COSMIC SIN)

Story

 
 
 
In ferner Zukunft ist es den Menschen gelungen fremde Planeten zu besiedeln. Doch damit macht man sich auch außerirdische Feinde.
 
 
 


 
 
 

COSMIC SIN – Kritik

 
 
„Cosmic Sin – Invasion im All“ ist der nächste „Das-Gesicht-von-Bruce-Willis-ist-fett-auf-dem-Cover-zu-sehen“ Reißer, der früher am ehesten hartnäckige Videotheken-Gänger interessiert hätte. Viel zu erwarten, ist beim Namen Willis mittlerweile sowieso nicht mehr und so bekommt man das, was vorherzusehen war. Einen langweiligen Science-Fiction-Actioner, bei dem man niemals das Gefühl loswird, dass hier niemand so richtig Lust auf das Ganze hatte.
 
 
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Im Jahr 2524 haben die Menschen mehrere Planeten besiedelt. Ausgerechnet auf dem Mars kommt es nun zu Komplikationen, denn hier soll eine Schlacht mit einer außerirdischen Intelligenz stattfinden. Diese Spezies ist in der Lage den Körper der Menschen zu infizieren und nutzt den Wirt dann für seine Zwecke. General Ford, der einst eine ganze rebellische Mars-Kolonie ausgelöscht hatte, bekommt den Auftrag, diese Gefahr abzuwenden. Doch das wird nicht so einfach. Einfach hingegen macht es sich das Drehbuch. Hier werden einfach zahlreiche Ideen anderer Vorbilder in einen Topf geworfen, man rührt lieblos um und dabei kommt dann eine Story wie die von „Cosmic Sin“ heraus. Mit Hintergründen gibt man sich bedeckt und so wirklich erklärt, wird hier eigentlich gar nichts. Nun muss man bei einem B-Movie sicher mit keiner ausgefeilten Geschichte rechnen, aber etwas lustvoller hätte diese Story schon erzählt werden dürfen. Das wirkt alles sehr austauschbar und die Filmwelt kann damit garantiert nicht bereichert werden.
 
 
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Bei der Inszenierung kommt dem Zuschauer auch am ehesten das Wort „Lustlos“ in den Sinn. Sicherlich war das Budget nicht besonders hoch und das kann der Film kaum verbergen, aber mit etwas mehr Kreativität lässt sich auch aus geringen Mitteln etwas zaubern. Wie diese Zukunft hier dargestellt wurde, ist an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten. Das Treiben könnte auch direkt ein paar Jahre nach unserer Zeit spielen. Regisseur Edward Drake, der mit am Drehbuch schrieb und in nächster Zeit gleich drei weitere Filme mit Bruce Willis herausbringen wird, scheint eher wie am Fließband zu arbeiten, achtet dabei aber nicht besonders auf Qualität. Die Actionszenen sind unübersichtlich und völlig unspannend geraten. Außerdem machen sie visuell einfach nichts her. Die Effekte, von denen es übrigens nicht besonders viele zu sehen gibt, sind allerdings ganz okay ausgefallen und wirken selten zu billig. Die handwerkliche Arbeit kann das jedoch kaum auf den Durchschnitt hieven.
 
 
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Wenn man schon mit dem Wort „lustlos“ um sich schmeißt, kann man auch gleich zu den Darstellern kommen. Bruce Willis macht mal wieder das, was er im letzten Jahrzehnt am besten konnte: Sich in einer belanglosen Nebenrolle bewegen, bei welcher er durchaus gelangweilt wirkt und überhaupt nichts machen muss. Frank Grillo, der erst vor kurzem so positiv in „Boss Level“ auffiel, macht es dem alten Actionstar glatt nach und liefert eine belanglose Leistung ab. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass die Darsteller nichts gegen die platte Figurenzeichnung unternehmen können. In „Cosmic Sin – Invasion im All“ bekommt niemand ein richtiges Profil spendiert und nicht mal der Feind wirkt in irgendeiner Art und Weise markant. Deshalb ist man auch froh, wenn man diese Figuren nach 88 Minuten Laufzeit schnell wieder vergessen darf. Am ehesten überzeugen da noch Costas Mandylor und Lochlyn Munro, aber wirklich reißen kann hier echt niemand etwas.
 
 
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Der Unterhaltungswert taugt im Endeffekt leider kaum etwas. Das Treiben beginnt schon relativ lahm und dies kann man im weiteren Verlauf nicht steigern. Es gibt zwar Action zu sehen, aber sie wirkt obligatorisch. Als hätte man die Actionszenen nur eingebaut, weil das ja erwartet wird. Das stumpfe Geballer lässt jedenfalls niemals Spannung aufkommen. Sowieso bekommt man kaum mit, was hier Einleitung, Hauptteil und Finale darstellen soll. So langweilt man sich durch die, immerhin normal gehaltene, Laufzeit. Die Atmosphäre lässt dabei niemals richtige Stimmung entstehen. Es fehlt an Witz, an Coolness, an Tiefe, an Bedrohung. Der austauschbare Score rundet das dann passend ab, lässt sich aber noch anhören.
 
 
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COSMIC SIN – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Cosmic Sin – Invasion im All“ ist eine schrecklich öde Angelegenheit geworden, bei der man sich als Zuschauer fragt, ob hier überhaupt ein einziger Beteiligter irgendwie Lust auf die ganze Sache hatte. Das Problem fängt schon bei der lahmen Story an, die zwar bei vielen Vorbildern abkupfert, daraus aber niemals etwas Gutes kreieren kann. Die Darsteller brauchen sich keinerlei Mühe zu geben, die Inszenierung wirkt zwar relativ sauber, besitzt jedoch keinen kreativen Anstrich und die Atmosphäre könnte belangloser gar nicht sein. Dass das nicht unterhaltsam sein kann, sollte keine Überraschung darstellen. Es mangelt einfach an Ideen, es fehlt an einer brauchbaren Figurenzeichnung und selbst wenn man auf Science-Fiction abfährt, bekommt man hier visuelle Lustlosigkeit par excellence geboten. Ein paar Effekte sind okay, aber das war es dann auch schon. Rein qualitativ noch okay, aber wirklich grauenvoll langweilig!
 
 


 
 
 

COSMIC SIN – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Cosmic Sin – Invasion im All“ ist ungeschnitten und für Zuschauer ab 16 Jahren geeignet.
 
 
 


 
 
 

COSMIC SIN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Dolphin Medien & Beteiligungs GmbH | Koch Films (Blu-ray im KeepCase mit Schuber)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cosmic Sin; USA 2021

Genre: Thriller, Action, Abenteuer, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Schuber und Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow, Slideshow

Release-Termin: KeepCase: 12.05.2021

 

Cosmic Sin – Invasion im All [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

COSMIC SIN – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Dolphin Medien & Beteiligungs GmbH | Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blade Runner (1982)
 
Ghosts of Mars (2001)
 

Filmkritik: „Blood On My Name“ (2019)

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BLOOD ON MY NAME

(BLOOD ON HER NAME)

Story

 
 
 
„Blood On My Name“ erzählt die Geschichte eines unbeabsichtigten Mordes und der Konsequenzen, wenn man zu dieser Tat auch noch stehen will.
 
 
 


 
 
 

BLOOD ON MY NAME – Kritik

 
 
Es ist ein beliebtes Stilmittel, dass der Zuschauer in ein Szenario geworfen wird, welches er am Anfang nicht greifen kann und in dem er sich überhaupt nicht sicher sein kann, was hier gespielt wird. Bei einem guten Aufbau kann das für ungemeine Spannung sorgen. Wie man es eher nicht macht, zeigt der kleine Krimi „Blood on my Name“.
 
 
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Auch hier wirft man den Zuschauer in eine Prämisse, die sich schon ereignet hat. Leigh hat nämlich einen Mann getötet und nun ergibt sich das Problem, was sie mit der Leiche tun soll. Warum, weshalb und wieso Leigh das überhaupt getan hat, muss sich der geduldige Zuschauer erst selbst erabeiten. Jedenfalls kommen der Frau dann doch gewisse Zweifel und sie möchte die Familie des Leichnams kontaktieren, damit diese weiß, was los ist. Das erweist sich dann allerdings als schwerer Fehler, für den Leigh teuer bezahlen muss. Das Drehbuch funktioniert hinten und vorne nicht. Wenn man den Zuschauer anfangs schon im Dunkeln tappen lässt, was hier vorgefallen sein könnte, dann sollte man nebenbei auch eine gewisse Art der Spannung aufbauen. „Blood On My Name“ gelingt dies niemals. Von vornherein wirkt diese Geschichte uninteressant und man kann hier einfach keinerlei Spannungsbogen entstehen lassen. Es gibt zwar einige Wendungen und Twists, doch diese sind reichlich konstruiert und wirken absolut nicht interessant. So zieht sich der gesamte Verlauf wie Kaugummi dahin und die Erzwählweise steckt so voller Schwächen, dass es einfach schade ist.
 
 
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Schade ist es deshalb, weil „Blood On My Name“ aus rein handwerklicher Sicht durchaus zu gebrauchen ist. In diesem Absatz fallen dann auch die einzigen, positiven Aspekte. Optisch ist das Werk gelungen und selbst wenn die Schauplätze nicht gerade nach dem größten Budget schreien, kann man sie sich gut anschauen. Die Inszenierung ist nicht verkehrt. Regisseur Matthew Pope, der zuvor nur in Serien oder Kurzfilmen in Erscheinung trat, versteht sein Handwerk einigermaßen. Die Darsteller sind soweit brauchbar. Das sind zwar alles Leistungen, die nicht in Erinnerung bleiben werden, aber schlecht gespielt ist das absolut nicht.
 
 
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Profitieren kann „Blood On My Name“ davon allerdings niemals, weil er sich nahezu alle Punkte mit seiner lahmen Geschichte selbst zerstört. Die passable Inszenierung bringt nämlich nichts, wenn die Story es nicht vorsieht, mal ein paar Highlights zu setzen. Die brauchbaren Darsteller bringen nichts, wenn die Figurenzeichnung niemals zündet. Hier liegt ein weiteres, großes Problem: Atmosphäre. Im Endeffekt stellt die Stimmung eine Mischung aus Thriller und Drama dar, aber kein Punkt davon wird gut bedient. Der Thriller wird im Keim erstickt, weil niemals Spannung aufkommt und für das Drama ist die Figurenzeichnung zu beliebig. Der Zuschauer erhält keinerlei Draht zu den Charakteren und somit sind sie einem auch schlichtweg egal. Man hat sich hier keine Mühe gegeben, den künstlichen Figuren etwas Leben einzuhauchen und so verkommt alles zur reinen Belanglosigkeit.
 
 
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Die Erzwählweise sorgt indessen für einen ermüdenden Unterhaltunsgwert. Bereits der Einstieg ist schlecht, weil er keinerlei Interesse für die Geschehnisse weckt. Hat man anfangs noch die Hoffnung, dass sich das Szenario dann langsam aufbaut, wird man spätestens ab der zweiten Hälfte ernüchternd feststellen, dass da nicht mehr viel kommt. Da herrscht keine Action, keine Spannung, es kommen keine Emotionen auf und das Ganze ist dermaßen trocken, dass man selbst im Platzregen nicht drohen würde nass zu werden. Obwohl „Blood On My Name“ nur 83 Minuten lang ist, zieht er sich wie Kaugummi. Wenn dann im kurzen Finale doch noch etwas Blut vergossen wird, ändert das auch nichts an der gähnenden Langeweile. Zusätzlich fällt der Score sehr beliebig und eintönig aus.
 
 


 
 
 

BLOOD ON MY NAME – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
Es gibt Filme, die machen einfach keinen Spaß, aber dann kann man wenigstens eine hübsche Kritik dazu schreiben. Bei „Blood On My Name“ machte weder die Sichtung, noch das Rezensieren Freude, weil man eigentlich gar nicht viel zu diesem Werk schreiben kann. Das einzige, was hier vor einer (subjektiven) Totalkatastrophe schützt, ist die handwerklich passable Arbeit und den Darstellern kann man nun auch keinen Vorwurf machen. Die größte Schwäche ist das mehr als lahme Drehbuch, welches kaum etwas zu erzählen hat und versucht, dies mit einer ungewissen Herangehensweise zu kaschieren. Spannung kommt dadurch jedoch niemals auf und auch das Drama ist mehr als lahm. Wie immer gilt, dass dies Geschmackssache ist und vielleicht springen andere Zuschauer eher auf diese Erzählweise an, aber eine Empfehlung ist an dieser Stelle nicht möglich, weil es „Blood On My Name“ an Atmosphäre und an Daseinsberechtigung mangelt!
 
 


 
 
 

BLOOD ON MY NAME – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Blood On My Name“ ist ungeschnitten und für Zuschauer ab 16 Jahren geeignet.
 
 
 


 
 
 

BLOOD ON MY NAME – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Films (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Blood on Her Name; USA 2019

Genre: Thriller, Drama, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: KeepCase: 25.03.2021

 

Blood on My Name [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

BLOOD ON MY NAME – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Red, White & Blue (2010)
 

Filmkritik: „Voices – Stimmen aus dem Jenseits“ (2020)

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VOICES – STIMMEN AUS DEM JENSEITS

(VOICES)

Story

 
 
 
Nachdem ein junges Mädchen erblindet ist, kann es die Stimmen von Toten hören. Diese Gabe soll ein zukünftiges Verbrechen auflösen.

 
 
 


 
 
 

VOICES – Kritik

 
 
Wenn man einen Film mit Werken wie „Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“ oder „The Sixth Sense“ vergleicht, weckt das sicherlich Erwartungen, denn diese Vorbilder sind Meisterleistungen in ihrem Gebiet. Einen Gefallen tut man „Voices“ und vor allen Dingen dem Zuschauer damit jedoch überhaupt nicht, denn man bekommt hier nur eine dröge Schlaftablette geboten, die einfach nichts aus dem vorhandenen Material machen kann.
 
 
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In der Kindheit erleidet Lilly mit ihrer Mutter einen Unfall, der sie blind macht und der Mutter das Leben nimmt. Kurz darauf beginnt Lilly Stimmen zu hören, die von toten Menschen stammen. Ihre Erblindung hat ihre anderen Sinne geschärft. Mit den Jahren gewöhnt sich Lilly daran, aber die Stimmen werden auch immer leiser und verschwinden dann. Erst als sie schwanger wird, tauchen die vielen Stimmen wieder auf. Darunter befindet sich z.B. ein kleines Mädchen aus der Nachbarschaft, welches mit einem unaufgeklärten Verbrechen zu tun hat. Außerdem bedrohen die toten Seelen das Baby von Lilly. Kann die blinde Frau das alles lösen? Vom reinen Grundgedanken her geht die Story durchaus in Ordnung. Sie kupfert zwar hemmungslos bei anderen Vorbildern, besonders bei „Echoes“ ab, doch in diesem Bereich ist es sicher nicht einfach, sich etwas Originelles einfallen zu lassen. Leider macht das Drehbuch aus der Grundprämisse sowieso viel zu wenig. Was hier erzählt wird, hätte für einen Kurzfilm gereicht. Es gibt dermaßen viel belangloses Füllmaterial, dass man die Geduld verlieren kann.
 
 
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Dass „Voices – Stimmen aus dem Jenseits“ dann auch noch ganze 108 Minuten lang sein muss, ist einfach keine clevere Entscheidung gewesen, denn es versteht sich von selbst, dass er sich damit nur unnötig in die Länge zieht. Alleine die ganzen Rückblicke aus Lillys Kindheit und dem Teenager-Alter wirken wie verschwendete Zeit, weil sie die Story nahezu gar nicht voranbringen. Das Geschehen in der Gegenwart ist allerdings kaum interessanter, weil man hier erst zum Ende endlich mal auf den Punkt kommt. Das Finale ist dann sogar erträglich gestaltet und lässt zum Glück mal etwas Action aufkommen. Wenn von 108 Minuten jedoch lediglich 15 Minuten halbwegs unterhaltsam sind, dann ist das einfach viel zu wenig. Die handwerkliche Arbeit kann da auch nicht viel reißen. Zwar ist die Optik okay, aber Schauwerte bekommt man kaum welche geboten. Mit richtigem Horror hat „Voices“ ebenfalls nicht viel am Hut. Das ist ein Mysterythriller, aber einer der ganz zahmen Sorte. Wenn ab und zu mal ein paar Tote im Bild sind, muss das für den Grusel ausreichen. Wenigstens sind die wenigen Effekte ganz in Ordnung und die Gestalt am Ende sieht sogar leicht kreativ aus.
 
 
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Bis es jedoch soweit ist, muss man sich mit ziemlich uninteressanten Charakteren herumschlagen. Der Film versucht sich zwar an einer funktionierenden Figurenzeichnung, nur leider gelingt ihm das nicht. Hier wirkt alles künstlich und konstruiert, so wie die gesamte Handlung, die mit ihrem Twist am Ende sicher nicht für viele offene Münder sorgen dürfte. Passend dazu gibt es auch noch eine ziemlich schlechte, deutsche Synchronisation obendrauf. Die Dialoge werden reichlich hölzern vorgetragen und dienen mit viel pseudo-philosophischen Gewäsch. Der Score wird in den falschen Momenten zu theatralisch eingesetzt und ist in den richtigen Momenten zu wenig präsent. Zumindest gehen die Darsteller noch einigermaßen in Ordnung. Mit Jordan Ladd und Leslie Easterbrook sind ein paar Namen mit dabei, die dem einen oder anderen bekannt vorkommen könnten. Die Hauptrolle spielt jedoch Valerie Jane Parker. Dies macht sie völlig unaufällig, aber immerhin nicht gänzlich unbrauchbar. Wäre der deutsche Ton nicht so plump, kämen eventuell minimale Sympathien auf, aber ausreichend wäre das trotzdem niemals.
 
 
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VOICES – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Voices – Stimmen aus dem Jenseits“ ist selbst für einen seichten Sonntag-Nachmittag-Mysterythriller zu langweilig. Vor einer Totalkatastrophe schützen lediglich halbwegs brauchbare Darsteller, ein paar ganz nette Effekte und das fast passable Finale. Ansonsten taugt der Film nichts. Aus der wenig originellen Story hätte man etwas machen können, aber man erzählt lieber viel belanglosen Kram und würzt das Ganze dann noch mit einem vorhersehbaren, völlig konstruierten Twist. Die Charaktere wirken künstlich, die deutsche Synchronisation nervt und es passiert einfach viel zu wenig. Die Drama-Anteile, die reichlich lahm wirken, sind zu hoch, echter Grusel will nie aufkommen und der Thrill-Faktor ist höchstens am Ende noch minimal gegeben. Leider absolut nicht empfehlenswert!
 
 


 
 
 

VOICES – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Voices – Stimmen aus dem Jenseits“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Die Freigabe ist gerechtfertigt.
 
 
 


 
 
 

VOICES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Voices; USA 2020

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 108 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 19.02.2021

 

Voices – Stimmen aus dem Jenseits [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

VOICES – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt (1999)
 
The Sixth Sense (1999)
 
Du hättest gehen sollen (2020)
 

Filmkritik: „Trolls World – Voll vertrollt“ (2020)

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TROLLS WORLD – VOLL VERTROLLT

Story

 
 
 
Ein böser Troll, der im Mittelalter verbannt wurde, gelangt durch einen Zufall wieder zum Leben und versucht seinen Plan, die Welt zu erobern, fortzusetzen.

 
 
 


 
 
 

TROLLS WORLD – Kritik

 
 
Als Trashfan sollten einem „Troll“ und besonders „Troll 2“, der teilweise als schlechtester Film aller Zeiten bezeichnet wird, durchaus ein Begriff sein. Ca. 25 Jahre später plante Eric Dean Hordes eine inoffizielle Fortsetzung, die teilweise durch Crowdfunding finanziert wurde. Doch dann hörte man von dem Projekt plötzlich gar nichts mehr. Nun, im Jahre 2020, liegt tatsächlich „Trolls World – Voll vertrollt“ vor, doch warum hat das so lange gedauert? Die Geschichte dahinter ist wirr und kaum nachvollziehbar. Scheinbar haben sich Darstellerin/Mit-Produzentin/Geldgeberin Eva Habermann und Regisseur Eric Dean Hordes zerstritten, weil unterschiedliche Visionen mit im Spiel waren. Hordes durfte seinen Film dann nicht herausbringen und mittlerweile existieren gar zwei Versionen von diesem Streifen. Man findet ihn nämlich auch unter „Goblin – Das ist echt Troll“. Mittlerweile wird Hordes aber auch bei „Trolls World – Voll vertrollt“ als Regisseur gelistet. Was auch immer da hinter den Kulissen geschehen ist, es ist wahrscheinlich deutlich interessanter, als die Version des Filmes, die hier vorliegt. Man bekommt es nämlich mit einem unfassbar albernen Werk zu tun, welches so hart versucht Trash zu sein, dass es seine Wirkung verfehlt.
 
 
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Im 14. Jahrhundert wird ein böser Troll zu einer Statue verwandelt. So konnte man seine Pläne, die Unterwelt zu öffnen und mit einer Troll-Armee die Welt zu erobern, erfolgreich vereiteln. Bei Bauarbeiten in Baden-Baden wird ausgerechnet diese Statue beschädigt und der Troll kommt frei. Er schlüpft in den Körper von Vanessa, braucht eine Jungfrau, braucht auch noch ein Baby und kommt seinem Ziel allmählich immer näher. Wenn man die originalen „Troll“ Filme kennt, weiß man schon, dass einem hier am ehesten Quatsch geboten wird, aber Schwachsinn ist nicht gleich Schwachsinn. Es gibt die Art, die zu unterhalten vermag und die, die wirklich nur Schrott darstellt. Leider hat man es hier eher mit zweiteren Gattung zu tun. Als richtige Fortsetzung darf man das nun ebenfalls nicht verstehen, aber das ist auch egal, weil die Story sowieso kaum einen roten Faden besitzt. Hier werden allerlei Zutaten in einen Topf geschmissen, vermischt und dann genauso wieder heraus geschmissen. Einen Sinn sucht man dahinter vergebens.
 
 
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Wobei der gesamte Film dermaßen skurril daher kommt, dass man zeitweise schon nicht schlecht staunt. „Trolls World – Voll vertrollt“ bietet die volle Breitseite an Klamauk und ist wahnsinnig albern. Manchmal rechnet man fast damit, dass gleich Otto mit seinen sieben Zwergen vorbeischaut. Dabei waren die Vorbilder schon im Bereich des Horrorfilms angesiedelt. Davon ist hier nichts mehr übrig, was auch die Freigabe ab 12 Jahren beweist, denn es wird niemals auch nur ansatzweise blutig, höchstens ein wenig sexistisch. Eine weitere Kuriosität ist, dass man es zwar mit überwiegend deutschen Darstellern zu tun hat, diese aber dennoch nachsynchronisiert wurden und deshalb allerlei bekannte Stimmen aus amerikanischen Filmen besitzen. Das wirkt befremdlich, macht zuweilen aber fast schon etwas Spaß. Spaß, den man ansonsten vergeblich sucht. Der Film versucht dermaßen krampfhaft einen auf Trash zu machen, dass er im Endeffekt zwar solchen darstellt, aber eben keinen sympathischen. Nur aufgrund der Vorgeschichte kann man sich nicht sicher sein, ob daran nun wirklich Regisseur Hordes schuld ist.
 
 
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Die Darsteller sind mit reichlich Overacting mit dabei, sorgen aber immerhin noch für ein paar Schmunzler. Eva Habermann ist okay und Katy Karrenbauer macht es auch nicht verkehrt. Zudem sieht man Helmut Krauss in seiner letzten Rolle. Synchronsprecher Santiago Ziesmer zu sehen, sorgt ebenfalls für etwas Freude und eine schöne Idee war es George Hardy mit ins Geschehen einzubauen. Der spielte nämlich damals schon in „Troll 2“ mit. Viel mehr Positives gibt es dann aber leider kaum zu berichten. Zwar ist die Inszenierung ganz okay und „Trolls World – Voll vertrollt“ wirkt rein optisch nicht zu billig, aber die Atmosphäre versagt. Man fühlt sich wie in einer albernen Fantasy-Komödie mit deutscher Kulisse. Anfangs sorgt das zwar für ein paar befremdliche Gefühle, doch das reicht nicht aus, um durchgehend unterhalten zu werden. Die platten Sprüche ebenfalls nicht. Und die paar Effekte auch nicht. Der Troll sieht gar nicht so verkehrt aus und die Lichteffekte besitzen einen Retro-Charme, doch wenn die 95 Minuten Laufzeit vorbei sind, ist man trotzdem erleichtert.
 
 
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TROLLS WORLD – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Trolls World – Voll vertrollt“ ist ein seltsames Projekt mit noch viel seltsamerer Hintergrundgeschichte. Dort blickt man fast genauso wenig durch, wie durch die konfuse Handlung, die man hier vorgesetzt bekommt. Wenn es als Komödie von Otto gedacht gewesen wäre, dann wäre das jedenfalls weniger verwirrend gewesen, als diese Hommage an einen trashigen Horrorfilm, die mit Horror jedoch rein gar nichts mehr gemeinsam hat. Nun ist das Ganze wenigstens ab und zu dermaßen skurril, dass man sich minimal unterhalten fühlt und die bekannten Darsteller machen ihre Sache ebenfalls nicht schlecht. Allerdings geht es teilweise auch unerträglich albern und platt zur Sache, weshalb sich die Laufzeit spätestens aber der zweiten Hälfte doch arg in die Länge zieht. Aus rein handwerklicher Sicht kann man damit leben, aber der krampfhafte Versuch edlen Trash zu spendieren, geht nach hinten los. Da sieht man sich doch lieber erneut „Troll 2“ an, denn der ist wirklich so schlecht, dass er schon wieder gut ist.
 
 


 
 
 

TROLLS WORLD – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Trolls World – Voll vertrollt“ ist mit ihrer FSK12-Freigabe vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

TROLLS WORLD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

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(c) White Pearl Movies (Steelbook Blu-ray – auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Trolls World – Voll vertrollt; Deutschland 2020

Genre: Horror, Trash, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Steelbook

Extras: Internationale Filmfassung: “Trolls World – Possessed by a Monster” (OV, Optional Englische Untertitel), Trolls World – Behind the Scenes (Deutsch, ca. 28 Min.), Deutscher Trailer, Alternativer Kurztrailer, Diverse Interviews zum Film: u.a. mit Eva Habermann, Katy Karrenbauer, Désirée Nick, Lutz van der Horst uvm., Entfallene Szenen, Outtakes, Trailershow

Release-Termin: KeepCase + Steelbook: 23.10.2020

 

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TROLLS WORLD – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Troll (1986)
 
Troll 2 (1990)
 

Filmkritik: „Sind wir schon tot? – Death is in da House!“ (2019)

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SIND WIR SCHON TOT? – DEATH IS IN DA HOUSE!

(ARE WE DEAD YET)

Story

 
 
 
Für fünf Freunde endet ein Diebstahl in einem alten Schloss, in dem es zusätzlich auch noch spukt.

 
 
 


 
 
 

SIND WIR SCHON TOT – Kritik

 
 
Horrorkomödien stellen tatsächlich eine hohe Kunst dar, denn besonders die Aufgabe beide Komponenten gleichwertig einzubauen, ist alles andere als leicht. Deshalb gibt es auch gar nicht so viele richtig gute Horrorkomödien. „Sind wir schon tot?“ versucht sich daran und scheitert auf ganzer Linie. Um die positiven Aspekte aufzuzählen, braucht man nicht mal eine komplette Hand, für die negativen reichen hingegen beide nicht aus.
 
 
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Fünf Freunde, die nebenbei als Diebe tätig sind, nehmen einen letzten Job an, aber danach soll endgültig Schluss sein. Leider geht alles ziemlich schief und dann geht den Einbrechern auch noch der Sprit aus. Man flüchtet in die Wälder und findet zum Glück ein altes Schloss, in welchem man nächtigen möchte. Doch hier tummeln sich viele Geister herum. Es geht um einen Fluch und um weitere Irrungen und Wirrungen. Wenn man an der Story etwas Positives finden möchte, dann ist das am ehesten die Tatsache, dass es nicht zu vorhersehbar zur Sache geht. Man hat hinterher einige Wendungen eingebaut und so simpel die Prämisse eigentlich ist, sie wird verschachtelter erzählt, als man anfangs denken könnte. Nur leider bringt das der Handlung so gut wie gar nichts, weil sie trotzdem schlecht aufbereitet wurde. Es gelingt dem Drehbuch niemals ein Interesse für das Geschehen aufzubauen und die meisten Ideen wirken sehr lustlos.
 
 
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Regisseur Fredi Nwaka, mit dem lustigen Zusatznamen „Kruga“, hat mit „Sind wir schon tot?“ seinen ersten Langfilm realisiert und dass die Mittel bescheiden waren, ist nicht zu verschleiern. Schon optisch macht das Ganze kaum Spaß. Die Beleuchtung ist manchmal zu schlecht, die Bilder allgemein zu dunkel und die Schauplätze wirken reichlich langweilig. Auch die Effekte können nicht überzeugen. Das gesamte Make-up der Geister sieht aus, als würde es von einer privaten Halloween-Party stammen. Blut und Splatter braucht man erst gar nicht zu erwarten. Hinzu gesellen sich Darsteller, die echt nicht gut sind. Zum Glück wird hier niemand besonders gefordert, denn so fallen die schlechten Leistungen weniger auf. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass die Charaktere reichlich nervig geraten sind. Die deutsche Synchronisation gibt sich erst gar keine große Mühe und macht die doofen Figuren dadurch nicht gerade sympathischer. Wo die vielen bekannten Gesichter sind, die einem ein Spruch auf der Bluray verspricht, ist übrigens auch ein Rätsel, da hier einfach keine großen Namen vorhanden sind.
 
 
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Leider läuft „Sind wir schon tot?“ mit seinen 98 Minuten dann auch noch etwas zu lang. Das fällt natürlich deutlich schwerwiegender ins Gewicht, weil der Streifen von Anfang an langweilig ist. Dass dem so ist, ist aber auch kein Wunder. Die Atmosphäre hätte wunderbar vielseitig sein können, aber jedes Genre wird hier schlecht bedient. So hat man es mit einem Horrorfilm zu tun, der aber keinen Horror entstehen lässt. Über die Geister hier würde sich nicht mal ein 12-jähriger erschrecken. Mit der Komödie wird es aber ebenfalls nichts, weil es einfach keine guten Gags gibt. Selbst wenn Humor Geschmackssache bleibt, so kommt man über ein Schenkel-Klopfer-Niveau nicht hinaus. Am amüsantesten sind da noch die Geister, wenn sie zusammen quatschen. Letztendlich ist eigentlich auch eine gar nicht so kleine Krimi-Komponente vorhanden, doch hier wird ebenfalls jegliches Potenzial verschenkt. Nimmt man alle drei Versuche zusammen bleibt am Ende nur eines übrig: Langeweile!
 
 
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SIND WIR SCHON TOT – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
Abgesehen von einem guten Versuch und ein paar Zutaten, aus denen man etwas machen hätte können, bietet „Sind wir schon tot?“ nichts, was ihn irgendwie sehenswert machen würde. Die wendungsreiche Story wird zu uninteressant erzählt, die Darsteller können nicht viel und die Charaktere sind schrecklich nervig. Wenn Humor nur aus diesen doofen Figuren entstehen soll, wird man vielleicht lachen können, aber richtige Gags gibt es hingegen kaum. Da aber auch keinerlei echter Horror entsteht, hat der Film sein Ziel deutlich verfehlt. Die Effekte bestätigen nur, wie wenig Geld man scheinbar zur Verfügung hatte, aber mit Charme und Herzblut konnte man das hier nicht ausgleichen. Leider ein langweiliger, nicht empfehlenswerter Film!
 
 


 
 
 

SIND WIR SCHON TOT – Zensur

 
 
 
Die Veröffentlichung von „Sind wir schon tot? – Death is in da House!“ hat von der FSK in der ungeschnittenen Fassung die Einstufung „FSK16“ erhalten.
 
 
 


 
 
 

SIND WIR SCHON TOT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies | Best Entertainment (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Are We Dead Yet; Großbritannien 2019

Genre: Thriller, Horror, History, Komödien, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Original Trailer, Deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 25.09.2020

 

Sind wir schon tot? – Death is in da House! [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SIND WIR SCHON TOT – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies | Best Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Scary Movie 2 (2001)
 
Beetlejuice (1988)
 
Housebound (2014)
 

Filmkritik: „On Halloween – Die Nacht des Horrorclowns“ (2020)

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ON HALLOWEEN – DIE NACHT DES HORRORCLOWNS

(ON HALLOWEEN)

Story

 
 
 
Jedes Jahr zu Halloween massakriert ein fieser Killer-Clown die Stadt, aber scheinbar kann er auf der ganzen Welt gleichzeitig tätig sein.

 
 
 


 
 
 

ON HALLOWEEN – Kritik

 
 
Wenn der Oktober beginnt, gibt es jedes Jahr ein paar neue Filme, die sich mit Halloween beschäftigen. Dass darunter auch oftmals C-Movies stecken, dürfte niemanden verblüffen, denn mit keinem Genre lässt sich wohl so schnell Geld verdienen, als mit Horror. „On Halloween – Die Nacht des Horrorclowns“ hat sich die reale Begebenheit um Leute im Clownskostüm, die in den letzten Jahren vor allen Dingen in Amerika ahnungslose Passanten erschreckten, zunutze gemacht und daraus einen austauschbaren Slasher kreiert, der nicht gerade unterhaltsam daherkommt.
 
 
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In der Zeit um Halloween verschwinden immer wieder Menschen spurlos. Es herrscht eine Legende um einen Clown namens Boo, der die Menschen tötet und für seine Rituale benutzt. Erst vor kurzem wurde jemand deshalb verhaftet, doch dieses Jahr gibt es erneut Taten, welche die selbe Handschrift besitzen. Die Journalistin Jordan möchte der Sache nachgehen und recherchiert fleißig, bis sie das dunkle Geheimnis um den mordenden Clown herausfinden soll. Halloween mit einem Killer-Clown zu verbinden, ist wohl so originell wie einen maskierten Killer in einem Slasher auftreten zu lassen. Doch es sind manchmal durchaus die simplen Ideen, die zu gefallen wissen. Leider ist das bei „On Halloween“ kaum der Fall. Hier verläuft einfach alles zu sehr nach Schema F und das Drehbuch kann kein Interesse wecken. Lediglich ein paar Einfälle sind noch als okay zu verbuchen und bewahren die Story vor dem größten Abgrund.
 
 
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Dem Rest gelingt dies kaum. Zunächst hätten wir da eine billige Optik, die einfach keinen Spaß macht. Man erkennt sofort, dass der Film günstig war und das Filmmaterial nicht hochwertig ist. So wenig Freude das visuell auch macht, so lobenswert ist dennoch, dass man hier viele verschiedene Schauplätze zu sehen bekommt. Mit einem gewissen Aufwand wurde „On Halloween“ eigentlich schon versehen, nur bringt ihm dies nichts, denn er scheitert schon alleine an seinen blöden Charakteren. Eigentlich ist es förderlich, wenn es viele Hauptpersonen gibt. Das Treiben spielt sich in drei Handlungssträngen ab. So verfolgt man nicht nur zwei Detectives, die gerade für eine Fernsehsendung gefilmt werden, sondern auch noch ein paar Pseudo-Teenager, die den Clown finden wollen und zusätzlich eben die Journalistin, die zusätzlich schwanger ist. Blöd ist nur, dass fast alle Figuren nervig und unsympathisch sind und deshalb wird der gute Ansatz wieder zerstört. Da hätte man sich doch besser ausschließlich auf Jordan konzentriert, denn sie wird von Giselle van der Wiel noch am erträglichsten gespielt und hat auch die normalste deutsche Synchronisation erhalten. Alle anderen machen ihren Job nicht gerade gut und nerven mit ihrem Gelaber schon bald.
 
 
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Für einen Verriss ist das dennoch nicht schlecht genug, denn auch wenn die handwerkliche Arbeit nicht viel auf dem Kasten hat, so bleibt das Tempo doch stets hoch und es mangelt dem Geschehen nicht an Abwechslung. Leider ermüdet sich das auf Dauer trotzdem und es wäre durchaus förderlich gewesen, wenn man anstatt der 90 Minuten nur 70 gefüllt hätte, denn nicht zwangsläufig jede Szene hätte es gebraucht. Der Clown sieht dabei noch ganz okay aus, nervt mit seinen Reimen aber irgendwann auch und macht zu sehr einen auf Leprechaun. Es fehlt einfach an Spannung und an Highlights. Nichts daran ist sterbenslangweilig, aber auch rein gar nichts jemals unterhaltsam. Immerhin bekommt man noch eine gute Portion Blut zu sehen. Das ist nichts Weltbewegendes, rechtfertigt aber so gerade eben die Freigabe ab 18 Jahren und die Effekte sind in Ordnung. Etwas schade ist allerdings, dass hier kaum eine Halloween-Atmosphäre aufkommen möchte, aber so oder so wird es mit dem ernsthaften Horror nicht wirklich etwas.
 
 


 
 
 

ON HALLOWEEN – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„On Halloween – Die Nacht des Horrorclowns“ ist ein billiger Horrorfilm mit schlechten Darstellern, nervigen Figuren und einer sehr preiswerten Optik. Dass es trotzdem weitaus miesere Werke gibt, liegt an ein paar passablen Ideen und einem hohen Tempo. Zwar wird es dadurch nicht unterhaltsam, aber wenigstens ist meistens etwas los und es wird ganz gut gemordet. Eine eigentlich ganz nette Schlusspointe gibt es ebenfalls noch. Das reicht nie und nimmer für eine Empfehlung, aber eben auch zu keinem kompletten Verriss!
 
 


 
 
 

ON HALLOWEEN – Zensur

 
 
 
Die Veröffentlichung von „On Halloween – Die Nacht des Horrorclowns“ hat von der FSK in der ungeschnittenen Fassung die Einstufung „keine Jugendfreigabe“ erhalten.
 
 
 


 
 
 

ON HALLOWEEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
on-halloween-2020-bluray

(c) White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: On Halloween; Australien 2020

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 09.10.2020

 

On Halloween – Die Nacht des Horrorclowns [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

ON HALLOWEEN – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Stitches – Böser Clown (2012)
 
Halloween Haunt (2019)
 
Clownhouse (1989)
 

Filmkritik: „The Deep Ones“ (2020)

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THE DEEP ONES

(H.P. LOVECRAFTS THE DEEP ONES)

Story

 
 
 

Für „The Deep Ones“ durfte mal wieder der Name H.P. Lovecraft herhalten, denn es geht um Cthulhu und Monsterwesen aus dem Wasser, welche von einer Sekte verehrt werden.

 
 
 


 
 
 

THE DEEP ONES – Kritik

 
 
 
Wohl kaum ein Mensch war so beeinflussend für die Horrorwelt, wie H.P. Lovecraft. Selbst über 80 Jahre nach seinem Tod, gibt es noch immer zahlreiche Werke, die auf seinen Ideen basieren. Dazu zählt nun auch der Low-Budget-Reißer „The Deep Ones“, der aus der Vorlage aber leider nur ein müdes Gähnen hervorzaubert.
 
 
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Alex und Petri wollen mal wieder richtig schön entspannen und dem Alltag entfliehen, weshalb sie sich ein schickes Ferienhaus am Strand mieten. Die Vermieter sind auch vor Ort und drängen sich nach Alex Meinung etwas zu sehr auf. Nur Petri genießt den Kontakt mit ihnen. Schon bald stellt sich heraus, dass die Vermieter zusammen mit anderen Bewohnern der Gegend eine Sekte führen, die einem Monsterwesen aus dem Wasser huldigt und Alex soll ein ganz besonderes Geschenk erhalten. Dass hier Lovecraft als Vorbild fungierte, ist nicht zu übersehen. Man hat sich seiner Geschichte um den Cthulhu-Kult angenommen und aus der Story überhaupt nichts Eigenständiges gemacht. So wie das hier erzählt wird, wurde es schon etliche Male erzählt. Eigene Ideen sieht man eigentlich gar nicht und das alles wäre kaum so schlimm, wenn wenigstens die Umsetzung überzeugen könnte, nur leider gestaltet sich dort alles ähnlich lustlos.
 
 

 
 
Regisseur Chad Farrin, der hier auch für das Drehbuch verantwortlich war, konnte schon bei etwas größeren Werken mitwirken, aber wenn er selbst inszeniert, hat er sich ganz dem billigen Trash verpflichtet und dass die Mittel in „The Deep Ones“ sehr begrenzt waren, sieht man dem Streifen zu jeder Sekunde an. Die Schauplätze wirken nicht gerade toll und nicht mal der Meerausblick oder der Strand sorgen hier für Schauwerte. Zwar wird manchmal etwas mit Farben und Lichtern gespielt, aber das sieht ebenfalls nicht gerade spektakulär aus. Die Atmosphäre atmet eher Mystery, als richtigen Monsterhorror, wird aber sowieso dermaßen plump aufgebaut, dass sie einen kaum erreichen kann. Für Kinder, die solche Filme eigentlich noch nicht sehen dürften, ist das bestimmt ein wahres Fest und auch unheimlich, aber an diese richtet sich ein solches Werk ja nun mal nicht primär. Weil das handwerklich schon sehr begrenzt ist und kaum Stimmung aufkommen lassen will, hat es der Unterhaltungswert sowieso nicht leicht.
 
 
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Dabei ist der Anfang noch vielversprechend, denn es dauert wirklich nicht lange, bis die bösen Absichten der Vermieter klar sind und ein paar Flashbacks bringen auch gleich etwas Horror mit ins Geschehen, so dass man denken könnte, es würde so weitergehen. Doch nach dem recht temporeichen Beginn, gibt es bis zum Finale fast nur noch Langweile. Höhepunkt ist hier die Party mit einer gefühlt minutenlangen Begrüßung aller Gäste. Die Dialoge sind nicht gerade hörenswert und von Monstern fehlt auch fast jegliche Spur. Lediglich im kurzen Finale gibt es noch ein paar nette Kostüme zu sehen, aber Splatter gibt es gar keinen, weshalb man für „The Deep Ones“ eigentlich schon wieder die Freigabe ab 14 Jahren einführen sollte. Zum Glück läuft das Ganze nur 82 Minuten und ist von daher nicht so lang geraten, aber selbst innerhalb dieser Laufzeit gibt es zu viele Längen. Die Darsteller können das auch kaum retten. Gina La Piana und Robert Miano machen ihre Sache noch ganz okay, doch der Rest spielt das wirklich nicht gut und die Charaktere sind sowieso dermaßen dünn gestaltet, dass hier keine Sympathien aufkommen können.
Der billige Score passt zwar, hört sich aber nicht gerade prickelnd an.
 
 


 
 
 

THE DEEP ONES – Fazit

 
 
3 Punkte Final
 
 
„The Deep Ones“ bedient sich fleißig an Lovecraft und kreiert daraus einen Film, den es schon oft genug gegeben hat, nur oftmals eben in deutlich besser. Wenn nicht viele Mittel zur Verfügung stehen, muss das kein K.O.-Kriterium sein, aber diesem Werk merkt man einfach keinerlei Leidenschaft an. Es gibt fast ausschließlich langweilige Szenen zu sehen und nur ganz selten mal ein paar hübsche Monsterkostüme. Die handwerkliche Arbeit ist höchstens durchschnittlich, die Darsteller agieren nicht gerade begeisternd die Endpointe ist so vorhersehbar, wie alles an dem Streifen. Leider nicht empfehlenswert!
 
 
 


 
 
 

THE DEEP ONES – Zensur

 
 
 
„The Deep Ones“ hat kaum grausame Schauwerte zu bieten. Abgesehen von etwas roter Farbe und ein paar Monsterkostümen ist dieser Streifen völlig harmlos. Daher könnte er bedenkenlos ab 12 Jahren freigeben werden. Dennoch denken wir, dass es eine FSK16 werden wird.
 
 
 


 
 
 

THE DEEP ONES – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Crappy World Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Call of Cthulhu (2005)
 
H.P. Lovecrafts Necronomicon (1993)
 

Filmkritik: „Alien Prey“ (1977)

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ALIEN PREY

(PREY | THE DESTRUCTOR)

Story

 
 
 
Ein Alien in Menschenform bezirzt eine junge Frau, die mit ihrer Freundin auf einem abgelegenen Bauernhof lebt…

 
 
 


 
 
 

ALIEN PREY – Kritik

 
 
Synthies, fette, dreckige Synthesizer spucken frühe, teils quälende Melodien und Quietschgeräusche vor die minimalistischen Credits, ein mysteriöses „I’m now in orbit“ vor schwarzer Leinwand, dann wird der Zuschauer mit der jungen Jessica synchronisiert, da sich beide mit bunten Lichtern aus dem Wald konfrontiert sehen, die in das Schlaf- bzw. Wohnzimmer der erschrockenen Dame, bzw. des amüsierten Zuschauers gelangen. Jessica ist dabei gespielt von Glory Annen, deren größter bzw. einziger Hit wohl „Felicity“ gewesen sein durfte, vor dem sie hier aber ihr Spielfilmdebüt in einer Rolle geben durfte, die sich durch Schönheit und lautes Schreien auszeichnet.
 
 
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Jessica erzählt ihrer Freundin, Josephine, von einem Alptraum über eine Kreatur sowie den sehr realen Lichtern vor dem Haus, per POV-Aufnahme erfahren wir kurz danach auch schon, dass scheinbar etwas im Gebüsch wartet. Furchtbar nachsynchronisierte Stöhner beim lesbischen Rummachen sowie den eher belanglosen Dialogen, kurz darauf wird bei Nacht ein Unbekannter unblutig umgebracht, Vampirzähne blitzen auf, mehr buntes Licht und wir befinden uns gerade einmal 5 Minuten im Film. Soll „Alien Prey“ tatsächlich die skurrile, britische, ideenreiche und kurzweilige 70s-Lesben-Alien-Unterhaltung sein, als die sie beworben wird?
 
 
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Schnitt und der nächste Szenenblock lebt in erster Linie von Jessicas unfassbar intensiv blumiger Bluse, der idyllischen Umgebung, nur mit Vogelgezwitscher unterlegt, und hin und wieder unfreiwillig komischer, verhalten trashiger Unterhaltung, da im langsamen Tempo ein komplett in grau gekleideter Mann, der sich zögerlich stotternd und wenig menschlich als „Anderson“ vorstellt, auf die beiden trifft. Die naive Jessica nimmt den Fremden gerne auf der abgelegenen Farm des Paares auf, Joe lässt sich zögerlich überreden, kurz vorher noch wird lautes Knacken im Wald mit Eichhörnchen erklärt und die toten, unangefressenen Tiere in der Umgebung natürlich mit Füchsen. Auf unbedarfte, trashige Weise weiß dieser Anfangsabschnitt zu unterhalten, wenn „Anders Anderson“ roboterhaft durch die teils hübsch eingefangenen Szenen chargiert, per halbsekündiger Zwischenschnitte immer wieder sein amüsantes Alien-Gesicht samt Reißzähnen eingeblendet wird und sogar eine kurze Jagdsequenz mit einem Polizisten entsteht. Doch was anfangs noch zu unterhalten weiß, ist mit der Zeit dann leider immer ermüdender, denn da es offensichtlich kaum ein Budget gab, nur wenige Darsteller und als „Effekt“ Kindergarten-Makeup mit dunklen Kontaktlinsen und billigen Reißzähnen herhalten muss, wird die Zeit liebend gerne mit allem anderen gefüllt. Das könnte sich durch eine motivierte Regie, wildes Editing oder ein tightes Script mit starken Dialogen bestens retten, doch leider bleibt es seht steif, sehr langsam und sehr belanglos, wenn unser Dreiergespann fortan Kleider anzieht und Sekt trinkt, oder eine zu lange lesbische Softsex-Szene folgt, während Anderson wenig spannend durchs Haus streift.
 
 
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Atmosphäre oder Anspannung wollen nie aufkommen, punktuelle skurrile Ereignisse helfen allenfalls vor dem völligen Abschalten des Zuschauers – so ist das Paar vegetarisch, weshalb unser fleischfressender Alien nach einem Bissen bereits ungeniert auf den Tisch erbricht und sich dafür später die Hühner des Hofes vornimmt. Jegliches blutiges Treiben bleibt aber passiv präsentiert und geschieht offscreen, weshalb die wohlig dröhnenden Retro-Synthesizer und die Nacktheit noch die größten Vertröster bzw. Qualitäten sind, die dieser Film besitzt. „Hand of a Stranger“ und ein weiterer, gelungen gewählter Song veredeln die Score um ein vielfaches, die Kostüme sind positiv hervorzuheben und ja, auch auf der Trash-Skala kann der turbulente, folgende Verlauf des Films einschlagen – doch dass auch nur 10 Minuten ununterbrochen ein Unterhaltungsfaktor aufkommt, ist eine Seltenheit. In einer furchtbar penetrant lauten und anstrengenden Manier wird nur noch hart übersteuert geschrien, statt geschauspielert, eine unnötig ewig gestreckte Szene zeigt Anderson mit dem Paar in Zeitlupe am panischen Herumplanschen im bräunlichen Dreckswasser, eine Fuchsjagdszene endet, ohne je einen Fuchs gezeigt zu haben und jegliche Konfrontationen oder Tode sind stumpf, unpointiert und vorhersehbar. Auf dem Papier ist das Ende überzeugend konsequent, auf dem Papier hätte sich diese großartige Prämisse aber auch für einen stilvollen Mysterythriller mit nebelverhangenem Bauernhof im britischen Hinterland, oder aber einen sleazigen Partyfilm mit schleimigen Effekten, Nacktheiten und ausgiebigen Splattereinlagen angeboten. Leider ist beides nicht geschehen.
 
 
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ALIEN PREY – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
Minimalistische Schlaftablette, die ihre reizvolle Prämisse auch innerhalb ihres geringen Budgets noch gegen die Wand fährt. Vereinzelt trashige Kuriositäten, ein solider Synthesizer-Soundtrack, zeigefreudige Darstellerinnen sowie eine handvoll ästhetisch ansprechender Bilder reichen hier leider nicht.
 
 


 
 
 

ALIEN PREY – Zensur

 
 
 
„Alien Prey“ war in Deutschland auf DVD und VHS nur in gekürzter Fassung zu haben. Mit der Blu-ray hat sich das geändert. Alle in Deutschland erhältlichen Blu-ray-Fassung sind ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

ALIEN PREY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray + DVD im Mediabook | auf 1000 Stück limitiert)

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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Prey; Großbritannien 1977

Genre: Horror, Science Fiction, Trash

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.66:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook | KeepCase mit Wechselcover

Extras: Audiokommentar, Interviews, Original Trailer, Artworkgalerie | zusätzlich im Mediabook: Booklet, Film auf DVD

Release-Termin: Mediabook: 08.02.2019 | KeepCase: 11.09.2020

 
 

Alien Prey [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Alien Prey [Blu-ray + DVD im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

ALIEN PREY – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies | DAREDO)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Des Teufels Saat (1977)
 
Xtro – Nicht alle Außerirdischen sind freundlich (1982)
 
Samen des Bösen (1981)
 

Filmkritik: „Inner Ghosts – Schlüssel zur Hölle“ (2018)

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INNER GHOSTS – SCHLÜSSEL ZUR HÖLLE

(INNER GHOSTS)

Story

 
 
 
Neurowissenschaftlerin Helen kriegt nach dem Tod eines befreundeten Mediums 7 Millionen für ihr Forschungsprojekt geschenkt, in dem sie im Namen der Alzheimerforschung Geister interviewt.

 
 
 


 
 
 

INNER GHOSTS – Kritik

 
 
Ein weiteres Langfilmdebüt hat es geschafft, einen deutschen Vertrieb zu finden, ein weiterer tapferer Reviewer stellt sich den ohne Abspann 85 Minuten, die der portugiesische bisher Co-Regisseur Paulo Leite hier inszeniert hat. Ob es eine gute Idee war, diesem Streifen eine Chance zu geben? Kämpfen wir uns doch durch knapp 5 Seiten Notizen und finden es heraus.
 
 
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Ein ruhiges Klavierstück mit krächzenden Instrumenten im Hintergrund vermag Unbehagen zu verbreiten, während, merkwürdig gewählt, die Opening Credits von oben nach unten durchs Bild scrollen. Eine dialoglose Montage zeigt blutige, aber im Endeffekte harmlose sowie offensichtlich nicht echte Aufnahmen einer Operation, Nahaufnahmen zudem von einer geplagten jungen Frau, die etwas notiert und schließlich Selbstmord begeht. Die weinende Mutter rennt auf die Leiche ihrer Tochter zu, Schnitt und sie wird uns als Protagonistin vorgestellt, Celia Williams spielt die Neurowissenschaftlerin Helen, die gerade um eine Finanzierung ihres Projekts bittet, bei dem Alzheimerpatienten geholfen werden soll, sich zu erinnern. Williams gibt dabei von Anfang an die wohl überzeugendste und beste Performance des Films ab, was aber regelmäßig auch schwer anders erdenklich ist, da der Restcast so unfassbar hölzern agiert. Hübsch geframete Bilder beißen sich mit den charakterlos matten und entsättigten Farben, Plot kommt dann immerhin zügig in Form der Mutter einer Freundin daher, die sich im hohen Alter befindet, Helen früher unterrichtet hat, und sich ihres baldigen Todes bewusst ist.
 
 
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Recht stimmig bis professionell geschnittene Szenen an der Universität, unterlegt mit fader und charakterloser Musik, sowie die Informationen dass Helen scheinbar ein Medium ist, ihre Tochter aber nicht erreichen konnte weil das „beyond her gift“ ist (?), sie sich geschworen hat, nie wieder ihre Gabe zu nutzen und dass die alte Frau von Helen genau das aber verlangt, folgen innerhalb weniger Minuten als funktionierende Exposition. Ebenfalls recht zufrieden stimmt, dass es nach gerade einmal elf Minuten jetzt wohl richig „loszugehen“ scheint, da sie für ihr Projekt, an einer wissenschaftlichen Universität wohlgemerkt, das sie an Geistern durchführen möchte, mal eben 7 Millionen bekommt. Von einem solchen Budget könnte der Film selber aber vermutlich nur träumen, weshalb der Zuschauer nun auf keinen Fall Hightech-Gear oder auch nur aufwendige designte Apparaturen erwarten sollte, stattdessen wird auf das Budget schlichtweg nie wieder eingegangen, nachdem Helen ein erstes Mal beim irritierend schlecht und inkonsistent spielendem Doctor der Uni vorbeigekommen ist, um den Vertrag zu unterschreiben. Das schwere Atmen der Mutter von Helens Freundin wird vom Horrorfan dann sicherlich wohlig dämonisch assoziiert und sorgt ggf. für erste Spannung, doch der Geist der alten Dame ist nicht nur freundlich gesinnt, sondern auch unspektakulär inszeniert, da einfach nur die Schauspielerin selber noch einmal im Bild steht und mit leicht verzerrter Stimme redet. Sprüche wie „Death is just a wave coming back“ oder „Let the pain go!“ helfen dabei weder Helen, noch dem Zuschauer.
 
 
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In der Box der Verstorbenen finden sich Schlüssel und bald tut sich ein alter, lange nicht mehr genutzter Ort auf, an dem es vor Geistern wohl nur so wimmelt, wie von Helen wenig atmosphärisch oder mysteriös schlichtweg angenommen wird. „There’s an entity to your left“ sagt sie zu ihrer Freundin und zeigt leger nach links, das Sounddesign ist durch ganz viel generisches Rauschen und Radiofrequenzen und Stimmen und mehr Störgeräusche bestenfalls bemüht, aber nie gruselig. Müsste nach gerade einmal 21 Minuten auch gar nicht der Fall sein, wären die ausgebauten und langen Dialogszenen dafür zumindest packend, spannend oder gut gespielt – doch trotz Kerzenbeleuchtung und dunklen Ecken fallen selbst die atmosphärisch platzierten Geistergespräche sehr lange sehr mundän bis peinlich aus, da hier im Endeffekt einfach nur Interviews mit leicht weiß geschminkten, vergessenswert gespielten Typen durchgeführt werden, die mit einem kindischen Sprachverzerrer sprechen. „Albert“, der hilfreiche Geist, erklärt jedenfalls dass die Geister eine neue, gefährliche und experimentelle Art der Kommunikation gefunden hätten, geht auch darauf aber nie wieder ein.
 
 
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Optisch-atmosphärisches Highlight, wenn man denn auf diese nächtliche Stadtoptik steht, dürfte die kurze Sequenz sein, in der eine Joggerin bis zum überraschend klappenden Jumpscare und Offscreen-Angriff angenehm durchdacht eingefangene Bilder durchqueren darf. Das sieht nicht nur besser aus, sondern ist auch marginal spannender als Helens Seance, in der mittlerweile kein einziger Geist mehr gezeigt wird, sondern nur noch zahlreiche Stimmen von 100 abwärts zählen dürfen für ihre Tests. Wie irgendwas davon wissenschaftlich sein oder Alzheimerpatienten helfen soll, in einer Welt, in der Geister nicht als existent etabliert sind, sondern einfach von Helen so angenommen und ja auch erfahren werden, vom Rest der Menschheit aber scheinbar nicht, bis auf anderen Medien, ist die berechtigte Frage, die sich der Zuschauer – nebst anderen – sowie auch der Doctor der Uni stellt. Mit dem ärgerlichen Nebeneffekt nur, dass diese belanglosen, extrem repetitiven und vorhersehbaren Gespräche immer wieder kommen, nichts vorantreiben, keinen Unteschied oder Spaß machen und ganz fürchterlich von Miguel Linares gespielt sind. Wie dem auch sei, die Joggerin stellt sich als weiteres Medium heraus, die von Helen geschult werden will und ihre Visionen zudem als Graphic Designerin und Künsterlin umsetzt. Interessanter Charakter prinzipiell, selbstredend wird bis auf ein „Ich werde seit meiner Kindheit gejagt“ nichts daraus gemacht. Ein Drittel des Films, etwa eine halbe Stunde ist vergangen und bis auf die kurze Jogsequenz noch kein Hauch von Horror, dafür aber werden die Mädels sowie der Zuschauer von Helen mit einem ewigen pseudowissenschaftlichen Monolog zugemüllt, indem drei Arten von Geistern unterschieden werden, was offensichtlich auch keinen Unterschied für irgendwas macht.
 
 
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Wichtig ist nur, dass der Film und auch Helen im Film implizieren, dass die Geister prinzipiell harmlos sind und nichts Böses wollen, ihre neuen „Schülerinnen“ also nichts Böses zu erwarten haben – der Soundtrack hingegen versucht eine möglichst mysteriöse und bedrohliche Atmosphäre herauf zu beschwören, was von der geschilderten Szene aber an sich boykottiert wird. Zur Halbzeit der ganzen Chose dürfen dann Münzen gekotzt werden und auch der nächste, ok aussehende, aber mit einem extradiegetisch lautem Geräusch unterlegte, Jumpscare folgt. Und weil diese kurze und kaum effektive Sequenz schon wieder genug Aufregung für diesen Horror(?)film ist, spendiert Helen uns weitere unsinnige und frustrierend vage erklärte Dämonenkonzepte von Huntern und Doppelgängern. Die zahlreichen dämonischen Dokumente der Nacht werden von der wissenschaftlich agierenden Uni merkwürdigerweise auch beim dritten Mal nicht gerade herzlich empfangen, weshalb dieser grottig spielende Schauspieler Helen nun endlich feuern darf, wodurch sie das Projekt an sich aber wohl nicht verliert.
 
 
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Nach geschlagenen 50 Minuten wird die ach-so-bedrohliche Kreatur ungeschönt und unverdeckt mit Licht für zu viele Sekunden gezeigt und zieht sich comichaft in seinen Schatten zurück, nachdem sie von Helen einfach nur angeschrien wurde. Der wahre Horror ist es, hier nicht lachen oder zum zwanzigsten Mal auf den Timer gucken zu müssen. Im Dunkeln, schnell geschnitten und angedeutet hätte dieses simple Mann-im-Anzug-Design zweifelsohne funktionieren können, so aber hat sich der Horror enttarnt und lächerlich gemacht, bevor er auch nur aufgekommen ist. Der Wissensvorsprung des Zuschauers hilft dabei wenig, gute 10 Minuten länger als wir braucht das Dreiergespann junger visionengeplagter Damen nämlich (was ein Zufall übrigens, dass alle drei Medien unterschiedlich alte, attraktive Frauen sind) um zu verstehen, was Sache ist. Um nach Ewigkeiten, aber somit ganz wie im Film, auch endlich etwas Deutlicheres als plot device zu nutzen als „Geister und tote Tochter“ in dieser Review, stelle ich die Laserscanner und 3D-Drucker vor, die eine von den Dämonen per unvollständiger Anleitung hinterlegte Maschine zur Kommunikation mit eben jenen drucken soll, damit Helen, äh…sowas wie einen Wi-FI-Verstärker für ihre Gabe hat, und ihre Tochter sprechen kann? Ich meine, Kommunikation existiert ja bereits darum ist die Motivation der Gruppe bis auf reine Neugierde schleierhaft, doch ich gebe mein Bestes, hier Sinn zu finden. Kaum steht die an sich wenig gruselige Kinderspielzeug-Apparatur, folgen auch erstmalig im ganzen Film leicht atmosphärische, unscharfe Einstellungen umherhuschender Silhouetten, wo einige effektive Perspektiven bei sind, sowie auch bedrohliche Musik. Doch statt die Geisterrichtung nach halbgaren Drama-Ansätzen und viel Leere endlich einzuschlagen, kommt nun doch tatsächlich der gottverdammte Doktor wieder vorbei, um den Sehgenuss zu schmälern…
 
 
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Weiter nacherzählen möchte ich wie üblich nicht, denn wenn dieser elendig langsame, charakterlose und fade Pseudohorror endlich mal eine Idee, einen plot device, eine Bedrohung, einen Antagonisten oder irgendwas gefunden hat, das längeres Interesse wecken könnte, ist er auch gott sei Dank schon wieder vorbei – etwa 30 Minuten bleiben an dieser Stelle noch und gruselig ist nur, wie hier völlige Dunkelheit mit offensichtlichem Licht inszeniert wird und Türen knallen sowie Darstellerinnen, die „I’m so afraid!“ rufen, als Horror gelten sollen. Die Rolle des Doktors im Kontrast zu Helen kratzt an der absoluten Oberfläche der Grundsätze moralischer wissenschaftlicher Arbeit, ein durchaus ekliger Mann im Gummianzug sorgt später für Erinnerungen an glorreichere Genretage oder z.B. den unterbewerteten „The Rambler“, das Framing ist immer wieder motivierter als der Rest des Films und Celia Williams kauf ich mehr ab, als jedem anderen Castmitglied. Doch wenn wir 18 Minuten vor Ende wirklich noch weitere Pseudosicence-Interfaces gezeigt kriegen und eine rappelnde Box als faszinierend verkauft werden soll, dann bleibt wenig Gnade oder Mitleid für diese elendig ideenlose und fade Produktion über, die unsere Heldinnen plötzlich als völlig wehrlose Opfer darstellt, die nicht viel tun können bis auf nervig zu schreien.
 
 
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Als sei das noch nicht nervig genug, setzt der Film seine gesamte Brutalität, seinen gesamten Schockfaktor in einen einzelnen Effekt und gestaltet diesen dann aber mindestens so offensichtlich schlecht getrickst und künstlich wie drastisch, was zu spät und zu wenig ist. Und als sei DAS auch noch nicht enttäuschend genug, werden die beiden gelungensten Ideen bzw. kreativsten Sequenzen, die auch am besten funktionieren, am Stück am Ende des Films verheizt, so dass möglichst wenig Menschen sie sehen und es wirklich keinen Unterschied mehr macht. Doch auch die entschädigen für gar nichts, da hier noch eine deutliche Epilepsiewarnung ausgesprochen werden muss dank der fabelhaften Idee, gute sieben Minuten des Films nur mit flackerndem Licht zu verbringen, um es sich bei der Effektarbeit leichter zu machen, oder einfach damit ein paar Menschen weniger in den Genuss kommen müssen. Das Script dieses Horrorfilms über Alzheimerforschung selber von einem Alzheimerpatienten schreiben zu lassen, der die Hälfte der Plotpoints sowie jegliche Idee von Pacing regelmäßig völlig vergisst, ist ein mutiger Schachzug gewesen, der sich imo nicht ausgezahlt hat.
 
 


 
 
 

INNER GHOSTS – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
Unterirdisch langweiliger, generischer, ideenloser und größtenteils furchtbar gespielter Geisterfilm, der weder als Drama noch als Horror annährend funktioniert. Punktuell hübsch kadrierte Bilder und eine stabilisierende Performance der Protagonistin helfen wenig wenn von spannenden Charakteren, Dialogen, Konflikten, Antagonisten oder auch nur etwas Kurzweil keine Spur zu finden ist

 
 


 
 
 

INNER GHOSTS – Zensur

 
 
 
„Inner Ghosts – Schlüssel zur Hölle“ hat von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten. Die deutsche Filmfassung ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

INNER GHOSTS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Lighthouse Home Entertainment (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Inner Ghosts; Brasilien | Portugal 2018

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.40:1 (1080i) | @25 Hz

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 21.08.2020

 

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INNER GHOSTS – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Lighthouse Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ashes (2018)
 
I am ZoZo (2012)
 
The House on Pine Street (2015)