Filmkritik: „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ (2019)

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EMINENCE HILL – DER TOD IST DIE ERLÖSUNG

(EMINENCE HILL)

Story

 
 
 
Ein paar Gesetzlose treffen in Eminence Hill auf ihren Verfolger, den Marshall und einen Kopfgeldjäger, um sich einen gnadenlosen Showdown zu liefern.

 
 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Kritik

 
 
Der Western gehört zwar schon lange nicht mehr zu einem populären Genre, doch da bekannte Größen immer mal wieder einen neuen Western drehen, der dann meist auch hervorragende Kritiken erhält, ist das Genre noch lange nicht tot. Und wo es große Vorbilder gibt, da gibt es bekanntlicherweise auch kleinere Produktionen. Zu diesen gehört „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“, der sich zwar sichtbar bemüht, dem Zuschauer etwas bieten zu können, dem es im Endeffekt jedoch leider nicht gelingt.
 
 
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Royce hatte einen gesetzlosen Bruder, der zum Tode verurteilt und gehängt wurde. Nun will er dafür Rache und zusammen mit seiner Gruppe macht sich Royce auf den Weg, um alle Geschworenen zu töten, die dafür verantwortlich waren, dass sein Bruder verurteilt wurde. Seine Mission ist eigentlich erledigt, da kidnappt er noch die Tochter seiner letzten Opfer und will sie an ein Bordell verkaufen. Nebenbei ist ihm ein Marshall mit einem ehemaligen Gang-Mitglied auf den Fersen und ein Kopfgeldjäger gesellt sich auch noch mit hinzu. In der abgelegenen Westernstadt Eminence Hill soll es zum großen Showdown kommen. Besonders viel zu bieten, hat die Story leider nicht, aber das soll für einen Western kein Todesurteil sein. In den primitiveren Beiträgen, von denen es jede Menge gibt, ging es eigentlich meistens um Rache und das ist auch hier der Fall, nur dass sich hier der Antagonist für etwas rächen möchte. Das Drehbuch kommt dabei zu selten auf den Punkt und schwafelt zu viel herum. Da werden unnötige Stationen eingebaut, die das Treiben lediglich strecken, ohne dabei etwas zum Gesamtpaket beitragen zu können. Das hätte man ruhig etwas fokussierter schreiben können, doch dann hätte „Eminence Hill“ noch weniger zu erzählen gehabt. Zwar möchte man hinterher noch ein paar Wendungen präsentieren, doch diese wirken unglaubwürdig und konstruiert.
 
 
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Der Film kann schon alleine deshalb nicht funktionieren, weil er für den Zuschauer keinerlei Identifikationsfiguren parat hält. Mit dem Marshall gibt es zwar eigentlich eine gute Figur, doch die ist dem Zuschauer von Anfang an egal. Auch mit Antihelden kann man punkten, doch dann müsste die Zeichnung markanter ausfallen. Royce ist ein langweiliger Antagonist und seine Truppe überzeugt auch nicht gerade. Das sind alles Charaktere, die man nach dem Film schon wieder vergessen hat, woran auch ein paar Wechsel in der Gut-Böse-Sichtweise nichts ändern können. Leider können die Darsteller da auch nichts reißen. Clint James ist passabel, fällt jedoch weder positiv, noch negativ auf. Owen Conway kauft man seine Rolle als Marshall nicht ab. Außerdem bekommt man es mit „Eminence Hill“ mal wieder mit einer ziemlichen Mogelpackung zu tun. Das Cover verspricht einem nämlich, dass es Barry Corbin und Lance Henriksen in den Hauptrollen zu sehen gibt. Beide bekleiden aber nur recht kleine Nebenrollen. Dabei hätten beide echt gut in den Film hineingepasst, aber sie sind sichtbar nur dabei, um ein paar Moneten zu verdienen. Mühe geben sie sich nämlich nicht großartig. Nur mit Dominique Swain hat man nicht ganz so dreist gelogen, denn sie ist öfter zu sehen und macht sich ganz okay.
 
 
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Wirft man einen Blick auf den Regisseur Robert Conway, wird schnell klar, weshalb „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ kein guter Film ist, denn der Mann hat z.B. gleich zwei „Krampus“-Werke verbrochen. Die handwerkliche Arbeit wirkt einfach zu billig. Zwar hat man die Western-Kulissen solide hinbekommen, doch es mangelt dem Werk an Atmosphäre, weil die Optik selten so richtige Western-Stimmung aufkommen lassen will. Meistens gibt es Szenen zu sehen, die auch in jeder anderen Zeit an jedem anderen Ort hätten spielen können. Da fehlte es eindeutig an Budget, doch leider wird dieser Umstand nicht mit Kreativität wieder wett gemacht. Überwiegend wird nämlich nur um den heißen Brei herumgeredet und die 100 Minuten Laufzeit ziehen sich ganz schön in die Länge. Ob es da eine Freigabe ab 18 Jahren gebraucht hätte, ist ebenfalls fraglich, denn es fließt zwar Blut, doch so explizit ist das selten und die Effekte sind auch eher bescheiden. Immerhin bietet das Finale noch etwas mehr Action, selbst wenn das nicht viel retten kann. Der Score ist leider ebenfalls langweilig und passt nicht zu einem Western.
 
 
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EMINENCE HILL – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ hört sich auf dem Papier reizvoll an, kann aber nicht ansatzweise halten, was er verspricht. So dümpelt die Handlung lange Zeit nur vor sich hin und kommt erst ganz zum Schluss auf den Punkt. Der namhafte Cast spielt auch nur eine kleine Rolle. Stattdessen übernehmen recht unbekannte Schauspieler die Hauptrollen, was sie nicht gerade begeisternd tun. Hinzu gesellt sich eine langweilige Figurenzeichnung und eine handwerklich ziemlich billige Arbeit. Die Western-Optik ist zwar passabel, aber die Atmosphäre ist eine Katastrophe. Der Unterhaltungswert ist gering, denn es passiert kaum etwas und nur das kurze Finale bietet noch ein wenig mehr Action. Mit einem solchen Werk macht man den Western sicherlich nicht wieder populärer und da wäre ein stumpfer, austauschbarer Actionfilm sogar reizvoller gewesen!
 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Eminence Hill; USA 2019

Genre: Western

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 100 Minuten

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Original-Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 20.08.2021

 

Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Badland (2019)
 
The Kid – Der Pfad der Gesetzlosen (2019)
 

Filmkritik: „Medusa – Die Schlangenkönigin“ (2020)

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MEDUSA – DIE SCHLANGENKÖNIGIN

(MEDUSA – QUEEN OF THE SERPENTS)

Story

 
 
 
Eine Prostituierte wird von einer Schlange gebissen und entwickelt daraufhin unglaubliche Kräfte, doch diese haben ihren Preis.

 
 
 


 
 
 

MEDUSA – Kritik

 
 
Es ist löblich, wenn ein billiger Horrorfilm sich mal keine Zombies, Vampire oder Werwölfe als Vorbild nimmt und versucht, etwas relativ Eigenständiges zu kreieren. Es ist allerdings doof, wenn der Zuschauer davon nicht besonders viel mitbekommt. „Medusa – Die Schlangenkönigin“ besitzt einen reizvollen Ansatz, kann daraus jedoch überhaupt nichts machen.
 
 
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Carly ist Prostituierte in einer Wohnwagenanlage. Eigentlich wollte sie diesem Leben entkommen, doch sie schafft es einfach nicht und ist zudem drogenabhängig. Eines Tages wird Carly von einer Schlange gebissen und daraufhin erhält sie seltsame Visionen. Scheinbar verändert sich ihr Körper und damit bekommt Carly auch neue Fähigkeiten. Allerdings haben diese ihre Konsequenzen und scheinbar ist es zu spät, diese aufzuhalten.
Die Figur Medusa stammt aus der griechischen Mythologie und wurde natürlich schon für zahlreiche Fantasyfilme benutzt, aber eben selten für einen richtigen Horrorfilm. Deshalb erscheint diese Idee auch keineswegs ausgelutscht und man hätte daraus einen eigenständigen Film drehen können. Nur leider sieht das Drehbuch keinen großen Einsatz des mythologischen Vorbildes vor. Die Story wird quälend langsam vorgetragen und kommt kaum zur Sache. Wenn es dann endlich mal soweit ist, wurden die Ideen auch nicht gerade ansprechend umgesetzt. Leider ist die Handlung in dieser Form kaum brauchbar.
 
 
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Es ist allerdings auch nicht schwer zu erkennen, dass „Medusa – Die Schlangenkönigin“ massive Budget-Probleme besitzt und diese nicht kaschieren kann. Die Schauplätze könnten langweiliger kaum sein und der Horror wurde einfallslos umgesetzt. Einfach nur ein bisschen rotes Licht einzusetzen, bringt in dieser Variante wenig, wenn der Rest stinklangweilig ausschaut. Für Regisseur Matthew B.C. war dies der erste Langfilm und an der misslungenen Story schrieb er ebenfalls mit. Der Inszenierung fällt nicht viel ein, was sie aus den simplen Mitteln herausholen könnte. Das ist zuweilen noch ganz erträglich gestaltet, aber eben viel zu unspektakulär.
 
 
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Das größte Problem, welches daraus entsteht, ist ein vernichtend geringer Unterhaltungswert. Bis es zum Biss kommt, vergeht schon mal das erste Drittel. Das wäre als Einleitung okay gewesen, doch danach tritt man immer noch nicht aufs Gaspedal. Bis es endlich mal zum richtigen Horror kommt, ist schon fast eine Stunde Laufzeit vergangen. Zuvor fühlt man sich eher wie in einem Sozialdrama, welches allerdings auch nicht funktioniert. Das ist alles zu trocken gestaltet. Wenn dann mal etwas geschieht, ist dies gar nicht mal so schlecht gestaltet. Da gibt es z.B. ein paar Effekte zu betrachten, die besser aussehen, als man erwarten dürfte. Viel sollte man davon allerdings nicht erwarten und das Cover mit dem 18er-Sticker sollte einen auch nicht täuschen, denn „Medusa – Die Schlangenkönigin“ ist eigentlich ab 16 Jahren freigegeben. Das passt, denn blutig wird es echt nur selten. Das letzte Drittel lässt immerhin noch ein wenig Unterhaltung aufkommen, doch da ist es eigentlich viel zu spät und der Score klingt auch völlig lustlos.
 
 
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Dass man hier nun mit keinen guten Darstellerleistungen zu rechnen braucht, sollte keine große Überraschung sein. Megan Purvis bleibt in ihrer Hauptrolle doch reichlich limitiert. Kein Schauspieler stört so richtig und die deutsche Synchronisation kann man sich ebenfalls gefallen lassen, aber in Erinnerung werden diese Leistungen sicher nicht bleiben und aufwerten können sie „Medusa – Die Schlangenkönigin“ auch nicht. Dafür ist dann auch die Figurenzeichnung viel zu lahm ausgefallen. Über die Hintergründe von Carly erfährt der Zuschauer nichts und deshalb lässt einen die Figur völlig kalt. Somit kann das mit dem Sozialdrama-Elementen ebenfalls nichts werden und einfach jeder Charakter ist schrecklich belanglos.
 
 
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MEDUSA – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Medusa – Die Schlangenkönigin“ ist eine langweilige Angelegenheit geworden. Aus der simplen Grundidee hätte man durchaus etwas machen können, wenn man sich mehr auf die Figur Medusa fokussiert hätte. Stattdessen hört der Zuschauer allerdings viel mehr endlos langen Dialogen zu und die Schauplätze sehen zudem dermaßen öde aus, dass weder Audio noch Optik hier Freude bereiten. Die Darsteller agieren schwach, die Figurenzeichnung ist belanglos und die Inszenierung taugt nicht viel. Außerdem ist der Unterhaltungswert viel zu gering, weil einfach kaum etwas geschieht. Die wenigen Horrorszenen sind tatsächlich ganz passabel gestaltet, nur hätte es von diesen eben deutlich mehr gebraucht. Im Endeffekt ist „Medusa – Die Schlangenkönigin“ nicht ärgerlich schlecht, aber nicht zu gebrauchen, weil er nichts zu bieten hat!
 
 


 
 
 

MEDUSA – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Medusa – Die Schlangenkönigin“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Weil sich aber auf der Heimkinoveröffentlichung diverse Trailer von Filmen befinden, die von der FSK höher eingestuft wurden, hat die Blu-ray/DVD einen roten FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

MEDUSA – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Medusa: Queen of the Serpents; Großbritannien 2020

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray selbst wegen Bonus: FSK18

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Original + deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 06.08.2021

 

Medusa – Die Schlangenkönigin [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

MEDUSA – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Biss der Schlangenfrau (1988)
 
Avanaida – Todesbiss der Satansviper (1983)
 

Filmkritik: „The White Monster“ (1988)

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THE WHITE MONSTER

(THE UNNAMABLE)

Story

 
 
 
Studenten der Miskatonic University verbringen eine Nacht im verwunschenen Winthrop- Haus, in dem eine mörderische, tragische Kreatur angeblich ihr Unwesen treiben soll…

 
 
 


 
 
 

THE WHITE MONSTER – Kritik

 
 
In der Riege endloser, meist missglückter Lovecraft-Adaptionen mit der Eigenart, nicht nur Elemente aus seinen Geschichten zu adaptieren, sondern gar den Titel mit einer der Originalerzählungen zu teilen, ist mir zuletzt „The Dunwich Horror“ (1970) untergekommen, der einiges richtig gemacht hat, aber schlussendlich nicht überzeugen konnte. 18 Jahre später hat sich nun Jean-Paul Oullette, dessen einzige Regiearbeiten auch dieser Film, sein Sequel, sowie ein recht unbekannter B-Actioner namens „Chinatown Connection“ darstellen, der zwei Seiten knappen Kurzgeschichte „The Unnamable“ angenommen, in der die Protagonisten, auf einem Friedhof sitzend, über die Begrifflichkeiten furchterregender Erfahrungen sinnieren. Kaum genug also, für 87 Minuten Film – was wird hier also erzählt, eine spielfilmlange Debatte gar? Oder hat der Titel mal wieder so gar nichts mit diesem Studentenhorror zu tun? Finden wir es heraus.
 
 
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Den Beginn macht das legendäre Schloss im Unwetter, dazu ein kehliges Krächzen, Point of View- Aufnahmen und ein älterer Herr, der die Kreatur zu besänftigen versucht, was – spätestens in Kombination mit dem Cover – sehr an „Castle Freak“ erinnert, obgleich dieser natürlich eine Dekade später entstanden ist. Stark überraschen tut nun ein deftig getrickster, in Nahaufnahme gezeigter Kill an besagtem Herren, in dem blutig das pochende Herz rausgerissen wird. Sechs Minuten, dann ist der Opening Kill geschehen und die Kirche beerdigt die Leiche, versiegelt das Haus und der Synthesizer/Geigen/Chor-Soundtrack schlägt die üblichen 80s-Töne an, klingt theatralisch und ein wenig verträumt. Schnitt in eine andere Zeit und im hier und jetzt sitzen tatsächlich Studenten auf dem Friedhof und erzählen sich Gruselgeschichten, diese sind nicht nur in sich sichtlich inspiriert von Lovecraft, sondern auch die Situation selbst, die als durchaus sympathischer und charmanter Meta-Verweis zu sehen ist und die Kurzgeschichte 1:1 widerspiegelt. Mark Kinsey Stephenson als Randolph Carter, im Film nur Carter genannt, stiehlt dem oftmals blassen Nebencast dabei fast durchgängig die Show, da er zwischen Pseudo-Detektiv und reinem Goofball overacted, witzig sein soll, möglichst unsympathische und pseudointellektuelle Kommentare vom Stapel lässt, als hätte er die Welt verstanden. Als Horrorautor, dessen Gesicht aufkommt wenn man „smug“ nachschlägt, dominiert er so das Dreiergespann um ihn, den gegen ihn debattierenden Science Major Howard und dem dritten Freund, Joe, der größtenteils passiv bleibt.
 
 
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Das Gespräch darüber, ob die erzählte Geschichte nun wahr sei oder nicht, gipfelt sehr schnell in einem ersten Besuch bei dem gruseligen, alten Haus aus dem Intro, in dem die furchterregende Story stattgefunden haben soll – und das natürlich wenige Meter um die Ecke steht. Die 80s-Klischees hören nicht auf und man hat alles davon schon tausendmal gesehen, doch weil Joe bereits nach 17 Minuten das Haus betritt und das Gespräch so schön schlecht gespielt ist, macht es zu dem Zeitpunkt noch richtig Spaß – schnell zum Punkt kommend und kurzweilig. In einer wunderschönen Einstellung rennt der Geek Howard der hübschen Studentin Wendy auf einem argentoesk großen und stockfinsteren Platz hinterher und wird abgewiesen, im Haus hingegen ist jedes Möbelstück überzeugend mit Staub bedeckt und jeder Raum bunt beleuchtet, mit ansprechend gesetztem Licht und einzig der Soundtrack lenkt bisweilen etwas ab. Doch sobald sich diese, erste Szene des „Rumlaufens im Haus“ nach rund 24 Minuten dann nach etwas Rumgeschreie und einer netten Idee, die aber auch nicht neu ist, in einem Offscreen-Kill entlädt, beginnt leider Gottes die Talfahrt. Denn was spritzig, witzig und überraschend garstig beginnt, entwickelt sich alsbald zum höchst langweiligen und oft gesehenen Standard- Studentenlangweiler, in dessen nächsten 20 Minuten nichts nennenswertes passiert, bis auf einen Grund zu finden, mit mehreren potentiellen Opfern Nachts das Haus zu betreten.
 
 
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Die opulente Universitätsbibliothek macht optisch was her, doch bis auf vereinzelte POV- Aufnahmen oder vage Andeutungen gibt es bis zur Halbzeit dieses Unterfangens leider keinen Unterhaltungwert mehr zu holen. Doch wer glaubt, dass die zweite Hälfte dafür zufriedenstellend in die Vollen geht, oder sich allgemein an dem drastischen und effektiven Kill der ersten Minuten orientiert, der hat sich leider geschnitten. In einer Sequenz wird oben ohne rumgemacht und bemüht kitschig emotionale Musik setzt ein, bevor eine immerhin witzig brutale Entdeckung folgt, auch ist die Eskalation nach knapp einer Stunde, inklusive blutigen Kills #2, sehr panisch und unterhaltsam, ein letztes Aufatmen des Films. Doch wäre ich nach 50 Minuten vielleicht noch bei 5/10 Punkten wenn man Laufzeit im Verhältnis zur Effektivität des Films sieht, so bleiben bei diesem Gummimonster mit Hufen in der letzten halben Stunde leider nur noch unfreiwillige Trash-Lacher und angestrengtes Laufzeit-Kontrollieren üblich, da weder weitere Flashbacks, noch die erzwungene Einbindung des Necronomicons hier viel retten können.
 
 
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Mehr noch, kurz vor dem angedachten Spannungshöhepunkt und Finale des Films leistet sich Carter nochmal Kindergarten-Comedy mit peinlichem Slapstick, der null zum Gore, noch weniger zu der gewollt mysteriösen, oder gar lovecraftesken Atmosphäre passt. Ein einziger, nennenswert stark handgetrickster und blutiger Kill noch, ein lächerlich schriller Schrei und eine Prügelei mit Kneipenschläger-Choreographie, dann hat man 85 Minuten über sich ergehen lassen, die absolut benennbar sind: Und zwar als unausgegoren, tonal daneben, stark getrickst, aber ultimativ langweilig. Kein Totalausfall dank Gore, anfänglicher Kurzweil und ein paar witzigen Momenten filmischen Unvermögens, auch kann die Bruno Nicolai-Score szenenweise ihre Muskeln spielen lassen, doch der Geamteindruck ist weit weg von einem guten Film.
 
 


 
 
 

THE WHITE MONSTER – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
Von Lovecraft inspirierter, nie aber konsequent in seinem Stil gehaltener 80s-Studentenhorror mit trashiger Kreatur, spaßigem Intro und ein paar drastischen Splattereffekten, die aber nicht über die generelle Langeweile und Leere abseits davon hinwegtäuschen können.

 
 


 
 
 

THE WHITE MONSTER – Zensur

 
 
 
„The White Monster“ wurde in Deutschland auf VHS nur geschnitten veröffentlicht. In dieser Fassung fehlten knapp 25 Sekunden Filmmaterial. Im Jahr 1989 wurde die gekürzte VHS-Veröffentlichung indiziert und erst 2014 wieder vom Index gestrichen. Eine DVD-Premiere der unzensierten Originalversion erfolgte im Jahr 2009. 2018 brachte das Label CMV Laservision die erste ungeschnittene HD-Fassung von „The White Monster“ im limitierten Mediabook auf den deutschen Markt. Diese Fassung war juristisch geprüft und komplett. Nun, im Jahr 2021 erscheint auch die ungekürzte Kaufhausfassung mit rotem FSK18-Flatschen im KeepCase. Fans des 80er-Jahre-Horrors können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

THE WHITE MONSTER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) CMV LASERVSION (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Unnamable; USA 1988

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 87 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase

Extras: Original Trailer, Umfangreiche Bildergalerie, Programmtrailer

Release-Termin: KeepCase: 16.07.2021

 

The White Monster [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE WHITE MONSTER – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei CMV LASERVSION)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blood Bags – Er will Dein Blut (2018)
 
Castle Freak (1995)
 
Goodnight – Die Nacht, als Knecht Blutbrecht kam (1980)
 

Filmkritik: „The Rookies“ (2019)

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THE ROOKIES

(SU REN TE GONG)

Story

 
 
 
Versehentlich gerät der Extremsportler Zhao in ein illegales Handelsgeschäft und wird fortan als Geheimagent von einer ominösen Organisation benutzt.

 
 
 


 
 
 

THE ROOKIES – Kritik

 
 
Seit „James Bond“ in regelmäßigen Abständen die Kinoleinwände besucht, ist der Agententhriller aus dem Mainstream-Blockbuster-Segment nicht mehr wegzudenken. Ab und zu gesellen sich dann auch auf amüsant getrimmte Ableger wie z.B. „Kingsman“ hinzu. Genau in eine solche Kerbe möchte auch der chinesische „The Rookies“ schlagen. Das Ergebnis wäre vielleicht noch halbwegs brauchbar gewesen, wenn es nicht so gnadenlos albern und pubertär wäre.
 
 
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Der junge Zhao gibt sich am liebsten seiner Leidenschaft, dem Extremsport hin und klettert auf die höchsten Hochhäuser. Nach einer solchen Aktion gerät Zhao allerdings plötzlich in eine geheime, illegale Geschäftsaktion, bei welcher es um einen Kauf von wertvollem Gut geht. Da er sich der Situation verblüffend gut stellt, wird er danach sofort von einer geheimen Agentin namens Bruce angeheuert. Zusammen mit einem eigens dafür kreierten Team, soll Zhao den Untergang der Welt aufhalten, denn ein verrückter Bösewicht hat teuflische Pläne.
Das Drehbuch ist vollkommen naiv und wirkt zu jedem Zeitpunkt kindlich. Wobei es wohl selbst einem Kind leichter fallen sollte, sich kreativere Zutaten auszudenken. Wenn da von einem Mr. X und einem Kelch, der ewige Jugend bringen soll, gesprochen wird, fragt man sich echt, ob „The Rookies“ von 2019 ist oder nicht doch eher aus dem Jahre 1970 stammt. Der Rest der Handlung ist nicht weiter der Rede wert und verpulvert jedes halbwegs gängige Klischee, welches man aus solchen Agenten-Streifen kennt. Originell ist das nicht, doch es ist zudem dermaßen einfallslos geschrieben, dass einem bereits am Drehbuch die Freude an diesem Werk vergehen kann.
 
 
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Wenn man es dann noch mit höchst albernem Humor zu tun bekommt, ist das Maß endgültig voll. Von den Japanern ist man dies ja gewohnt, aber die Chinesen besitzen oftmals noch eine gewisse Bodenständigkeit. Bei „The Rookies“ ist das nicht der Fall. Man kommt sich vor wie in einer Mischung aus späteren Direct-to-Video-Ablegern von „American Pie“ und einem reinen Kinderfilm. Hier und da darf es mal ein wenig schlüpfrig werden, was wahrscheinlich humorvoll gedacht war, aber nur peinlich wirkt. Ansonsten schielt der Humor gnadenlos in Richtung Kinderunterhaltung und verursacht damit am ehesten Kopfschmerzen. Dass „The Rookies“ dann sogar eine deutsche Freigabe ab 16 Jahren besitzt, setzt dem Ganzen die Krone auf. Abgesehen von ein wenig vergossenem Blut, ist das Treiben nämlich echt harmlos. Wenn man dann auch noch versucht ein paar ernste Szenen zu entwickeln, könnte das Ergebnis kaum unglaubwürdiger sein. Jungs in der Pubertät können dieser viel zu gewollten Coolness vielleicht noch etwas abgewinnen, aber der Erwachsene schaut damit völlig in die Röhre. Leider kommt die Atmosphäre nämlich ohne den Hauch von Charme daher. Einfach alles an dem Film wirkt erzwungen und künstlich.
 
 
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Die Darsteller haben da quasi von vornherein verloren und begeistern kann hier niemand. Wang Talu quält sich albern durch den Film ohne jemals überzeugen zu können. Sandrine Pinna wirkt mit ihrer Leistung auch eher unentschlossen, was jedoch an der absolut unglaubwürdigen Figurenzeichnung liegt. Keinem Charakter kauft man es ab, was er hier darstellen soll. Eigentlich ist jede Figur sowieso nur dafür konstruiert ein paar Lacher zu provozieren. Humor ist Geschmackssache und vielleicht findet das chinesische Publikum das ja witzig, aber die Gags sind wirklich dermaßen platt, billig und pubertär, dass keine Freude aufkommen mag. Um den Rest der Welt auch noch etwas für „The Rookies“ begeistern zu können, hat man Milla Jovovich in einer anfangs gar nicht mal so kleinen, aber später unwichtigen Rolle für sich gewinnen können. Mit Jovovich macht man im Actiongenre bekanntlicherweise nicht viel verkehrt, aber sie wirkt hier noch gelangweilter, als ein Bruce Willis in seinen B-Movies.
 
 
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Dass „The Rookies“ am Ende doch noch drei, objektiv gemeinte Punkte erhält, liegt an der sauberen Inszenierung. Dass der Film nicht gerade mit wenig Aufwand realisiert wurde, sieht man nämlich deutlich. Die Inszenierung ist zwar fast durchgehend hektisch und knallbunt, übertreibt es mit den coolen Slow-Motions und hat keine Action zu bieten, die man woanders nicht schon besser gesehen hätte, aber sie besitzt einen gewissen Style und bietet ein paar hübsche Bilder. Die meistens recht künstlichen Effekte besitzen ebenfalls Qualität und aus handwerklicher Sicht lässt sich hier durchaus nicht meckern. Dazu gesellt sich ein solider Score und es ist wirklich ständig etwas los. Wenn man den Grundton vom Film mag, kann man sich also gar nicht langweilen. Wenn man ihn nicht mag, quält man sich durch fast zwei Stunden Laufzeit, die niemals Spannung aufkommen lassen.
 
 


 
 
 

THE ROOKIES – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„The Rookies“ wäre wohl gerne eine Variante von „Kingsman“ und versucht eine altmodische Agentenstory in ein hypermodernes Gewand zu stecken, scheitert aber schon alleine aufgrund der wahnsinnig unoriginellen Ideen. Außerdem ist der Humor hier wirklich zu viel des Guten. Es geht albern, hektisch, hysterisch, schrill, pubertär zur Sache und das Ergebnis will so gar keine Freude aufkommen lassen. Die Figurenzeichnung ist unsympathisch, die Darsteller können echt nichts aus diesen doofen Charakteren machen und nicht mal eine Jovovich bietet hier Qualität. Die Action sieht solide aus und aus handwerklicher Sicht kann man dem Werk definitiv keine Vorwürfe machen, aber der gesamte Rest ist für die Tonne. Wenn man sich nicht gerade im Alter von 8 bis 12 Jahren befindet, wird man mit diesem lächerlichen, fast debilen Ton sicher wenig anfangen können. Ein gänzlich lieblos gestaltetes Produkt, dessen Sinn man wohl erst noch erfinden muss!
 
 


 
 
 

THE ROOKIES – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Rookies“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE ROOKIES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Eurovideo Medien (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Su ren te gong; China | Ungarn 2019

Genre: Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.40:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 113 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase

Extras: Original Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 22.07.2021

 

The Rookies [Blu-ray im KeepCase] auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE ROOKIES – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Eurovideo Medien)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Kingsman: The Secret Service (2014)
 
Spy Kids (2001)
 

Filmkritik: „Camp Wedding“ (2019)

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CAMP WEDDING

Story

 
 
 
Bei den Vorbereitungen zu einer Hochzeit in einem Camp geht es Braut, Bräutigam und ihren Freunden bald an den Kragen, weil sie sich nicht an die Regeln halten.
 
 
 


 
 
 

CAMP WEDDING – Kritik

 
 
Noch immer erfreut sich der Slasher großer Beliebtheit, doch in letzter Zeit kam es mehr und mehr in Mode, ein solches Szenario humorvoll zu gestalten. „Camp Wedding“ will auf diesen Zug aufspringen, hat im Endeffekt aber leider viel zu wenig zu bieten, um den Zuschauer überzeugen zu können.
 
 
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Mia will bald heiraten und stellt sich die Hochzeit ganz besonders vor. Sie soll in einem Camp stattfinden und über alle Social-Media-Kanäle lädt Mia ihre Freunde ein. Sie sollen bei den Vorbereitungen helfen. Das Camp Pocumtuck soll als Kulisse dienen und man hat es mit einem berühmt-berüchtigten Camp zu tun, denn hier fand früher ein Indianer-Massaker statt, es gab Hexenverbrennungen und noch weitere seltsame Dinge ereigneten sich hier. Außerdem gibt es einige Regeln und dazu gehört auch das Verbot der Handynutzung. Das ist den Freunden jedoch ziemlich egal, was bestraft gehört. Die Story war sicherlich als Seitenhieb auf die Social-Media-Generation gemeint, doch davon bekommt der Zuschauer nicht viel mit. Ständig gibt es Gags über Glutenunverträglichkeit und ansonsten tippen die Progatonisten fleißig auf ihren Smartphones herum. Weil das ja verboten ist, rächt sich das Verhalten im Laufe der Zeit, doch dafür braucht man Geduld, denn das Treiben dümpelt lange Zeit ohne echte Ereignisse vor sich hin. Hinterher wird es dann auch noch etwas wirr, aber Überraschungen bleiben größtenteils aus und so gut gemeint die Grundidee auch sein mag, was man daraus gemacht hat, überzeugt überhaupt nicht.
 
 
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Wirklich enttäuschend fällt zudem die Atmosphäre aus, denn vom versprochenen Slasher ist hier nichts zu spüren. Obwohl sich das gesamte Geschehen in einem Camp abspielt, kommt man sich niemals wie in einem Slasher vor, was das Vorhandensein von Geistern noch mal bestätigt. Die Stimmung hat nicht viel zu bieten und von der Komödie bekommt man leider ebenfalls nicht viel mit. Ein paar kleine Einfälle, besonders am Anfang, sind noch halbwegs amüsant, doch hinterher wird das Szenario immer monotoner. Jeder bekommt seltsame Nachrichten auf sein Handy und im Wald lauert die Gefahr, doch Bedrohung kommt keine auf und die Witze wiederholen sich auch nur noch. Das macht die 97 Minuten Laufzeit ziemlich zäh. Das Finale wird noch minimal besser, doch bis dahin ist man schon reichlich gelangweilt.
 
 
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Der Inszenierung fällt da leider nicht viel ein, um der Langeweile entgegenzusteuern, denn „Camp Wedding“ ist einfallslos gestaltet. Dass die ganzen Textnachrichten stets eingeblendet werden, wirkt auf Dauer auch sehr monoton. Aus der Kulisse wird nicht viel gemacht und die Szenen im Wald bei Nacht könnten unspektakulärer kaum aussehen. Viel Budget steckt sicher nicht dahinter, aber zu billig erscheint der Film ebenfalls nicht. Er ist nur eben völlig ohne Kreativität gestaltet. Außerdem mangelt es an Gewalt. Auch hier verdient das Werk den Namen Slasher niemals, denn es geht überwiegend harmlos zur Sache und die Freigabe ab 16 Jahren wirkt fast übertrieben. Somit gibt es auch nicht wirklich viele Effekte zu sehen. Dafür sind die Darsteller noch halbwegs brauchbar. So richtig gut spielt niemand, manche Schauspieler nerven auch etwas, aber man kann mit diesen Leistungen noch leben. Schade ist viel mehr, dass die Figurenzeichnung so langweilig und vor allen Dingen künstlich ausgefallen ist. Man kauft den Freunden niemals ab, dass sie Freunde sein sollen und mit markanten Charakteren braucht man nicht zu rechnen.
 
 
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CAMP WEDDING – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Camp Wedding“ ist vielleicht gut gemeint, aber schlecht gemacht. Aus der simplen Grundidee hätte man etwas machen können, aber weil kreative Einfälle weitestgehend ausbleiben, bekommt es der Zuschauer mit einer Schlaftablette zu tun. Slasher-Feeling kommt überhaupt nicht auf, die Komödie lässt sich ebenfalls nur selten mal blicken und außerdem geht es sehr harmlos zur Sache. Das ist handwerklich okay gemacht, wird von den meisten Darstellern erträglich gespielt und hat ein paar passable Gags in petto, bietet ansonsten aber reichlich monotone Langeweile, Albernheiten und auch manch eine Peinlichkeit. Gerade weil die Atmosphäre so enttäuschend ist, rettet auch das halbwegs solide Finale nichts mehr. Verzichtbar!
 
 


 
 
 

CAMP WEDDING – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Camp Wedding“ ist ungeschnitten und für Zuschauer ab 16 Jahren geeignet.
 
 
 


 
 
 

CAMP WEDDING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies | Daredo (Blu-ray im KeepCase)

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(c) White Pearl Movies | Daredo (Blu-ray + DVD im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Camp Wedding; USA 2019

Genre: Horror, Mystery, Komödien

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 97 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook | Blu-ray im KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow | zusätzlich im Mediabook: 16-seitigem Booklet, Film auf DVD

Release-Termin: Mediabook + KeepCase: 28.05.2021

 

Camp Wedding [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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CAMP WEDDING – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies | Daredo)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
You Might Be the Killer (2018)
 
The Final Girls (2015)
 
Scream – Schrei! (1996)
 

Filmkritik: „Cosmic Sin – Invasion im All“ (2021)

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COSMIC SIN – INVASION IM ALL

(COSMIC SIN)

Story

 
 
 
In ferner Zukunft ist es den Menschen gelungen fremde Planeten zu besiedeln. Doch damit macht man sich auch außerirdische Feinde.
 
 
 


 
 
 

COSMIC SIN – Kritik

 
 
„Cosmic Sin – Invasion im All“ ist der nächste „Das-Gesicht-von-Bruce-Willis-ist-fett-auf-dem-Cover-zu-sehen“ Reißer, der früher am ehesten hartnäckige Videotheken-Gänger interessiert hätte. Viel zu erwarten, ist beim Namen Willis mittlerweile sowieso nicht mehr und so bekommt man das, was vorherzusehen war. Einen langweiligen Science-Fiction-Actioner, bei dem man niemals das Gefühl loswird, dass hier niemand so richtig Lust auf das Ganze hatte.
 
 
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Im Jahr 2524 haben die Menschen mehrere Planeten besiedelt. Ausgerechnet auf dem Mars kommt es nun zu Komplikationen, denn hier soll eine Schlacht mit einer außerirdischen Intelligenz stattfinden. Diese Spezies ist in der Lage den Körper der Menschen zu infizieren und nutzt den Wirt dann für seine Zwecke. General Ford, der einst eine ganze rebellische Mars-Kolonie ausgelöscht hatte, bekommt den Auftrag, diese Gefahr abzuwenden. Doch das wird nicht so einfach. Einfach hingegen macht es sich das Drehbuch. Hier werden einfach zahlreiche Ideen anderer Vorbilder in einen Topf geworfen, man rührt lieblos um und dabei kommt dann eine Story wie die von „Cosmic Sin“ heraus. Mit Hintergründen gibt man sich bedeckt und so wirklich erklärt, wird hier eigentlich gar nichts. Nun muss man bei einem B-Movie sicher mit keiner ausgefeilten Geschichte rechnen, aber etwas lustvoller hätte diese Story schon erzählt werden dürfen. Das wirkt alles sehr austauschbar und die Filmwelt kann damit garantiert nicht bereichert werden.
 
 
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Bei der Inszenierung kommt dem Zuschauer auch am ehesten das Wort „Lustlos“ in den Sinn. Sicherlich war das Budget nicht besonders hoch und das kann der Film kaum verbergen, aber mit etwas mehr Kreativität lässt sich auch aus geringen Mitteln etwas zaubern. Wie diese Zukunft hier dargestellt wurde, ist an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten. Das Treiben könnte auch direkt ein paar Jahre nach unserer Zeit spielen. Regisseur Edward Drake, der mit am Drehbuch schrieb und in nächster Zeit gleich drei weitere Filme mit Bruce Willis herausbringen wird, scheint eher wie am Fließband zu arbeiten, achtet dabei aber nicht besonders auf Qualität. Die Actionszenen sind unübersichtlich und völlig unspannend geraten. Außerdem machen sie visuell einfach nichts her. Die Effekte, von denen es übrigens nicht besonders viele zu sehen gibt, sind allerdings ganz okay ausgefallen und wirken selten zu billig. Die handwerkliche Arbeit kann das jedoch kaum auf den Durchschnitt hieven.
 
 
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Wenn man schon mit dem Wort „lustlos“ um sich schmeißt, kann man auch gleich zu den Darstellern kommen. Bruce Willis macht mal wieder das, was er im letzten Jahrzehnt am besten konnte: Sich in einer belanglosen Nebenrolle bewegen, bei welcher er durchaus gelangweilt wirkt und überhaupt nichts machen muss. Frank Grillo, der erst vor kurzem so positiv in „Boss Level“ auffiel, macht es dem alten Actionstar glatt nach und liefert eine belanglose Leistung ab. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass die Darsteller nichts gegen die platte Figurenzeichnung unternehmen können. In „Cosmic Sin – Invasion im All“ bekommt niemand ein richtiges Profil spendiert und nicht mal der Feind wirkt in irgendeiner Art und Weise markant. Deshalb ist man auch froh, wenn man diese Figuren nach 88 Minuten Laufzeit schnell wieder vergessen darf. Am ehesten überzeugen da noch Costas Mandylor und Lochlyn Munro, aber wirklich reißen kann hier echt niemand etwas.
 
 
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Der Unterhaltungswert taugt im Endeffekt leider kaum etwas. Das Treiben beginnt schon relativ lahm und dies kann man im weiteren Verlauf nicht steigern. Es gibt zwar Action zu sehen, aber sie wirkt obligatorisch. Als hätte man die Actionszenen nur eingebaut, weil das ja erwartet wird. Das stumpfe Geballer lässt jedenfalls niemals Spannung aufkommen. Sowieso bekommt man kaum mit, was hier Einleitung, Hauptteil und Finale darstellen soll. So langweilt man sich durch die, immerhin normal gehaltene, Laufzeit. Die Atmosphäre lässt dabei niemals richtige Stimmung entstehen. Es fehlt an Witz, an Coolness, an Tiefe, an Bedrohung. Der austauschbare Score rundet das dann passend ab, lässt sich aber noch anhören.
 
 
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COSMIC SIN – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Cosmic Sin – Invasion im All“ ist eine schrecklich öde Angelegenheit geworden, bei der man sich als Zuschauer fragt, ob hier überhaupt ein einziger Beteiligter irgendwie Lust auf die ganze Sache hatte. Das Problem fängt schon bei der lahmen Story an, die zwar bei vielen Vorbildern abkupfert, daraus aber niemals etwas Gutes kreieren kann. Die Darsteller brauchen sich keinerlei Mühe zu geben, die Inszenierung wirkt zwar relativ sauber, besitzt jedoch keinen kreativen Anstrich und die Atmosphäre könnte belangloser gar nicht sein. Dass das nicht unterhaltsam sein kann, sollte keine Überraschung darstellen. Es mangelt einfach an Ideen, es fehlt an einer brauchbaren Figurenzeichnung und selbst wenn man auf Science-Fiction abfährt, bekommt man hier visuelle Lustlosigkeit par excellence geboten. Ein paar Effekte sind okay, aber das war es dann auch schon. Rein qualitativ noch okay, aber wirklich grauenvoll langweilig!
 
 


 
 
 

COSMIC SIN – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Cosmic Sin – Invasion im All“ ist ungeschnitten und für Zuschauer ab 16 Jahren geeignet.
 
 
 


 
 
 

COSMIC SIN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Dolphin Medien & Beteiligungs GmbH | Koch Films (Blu-ray im KeepCase mit Schuber)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cosmic Sin; USA 2021

Genre: Thriller, Action, Abenteuer, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Schuber und Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow, Slideshow

Release-Termin: KeepCase: 12.05.2021

 

Cosmic Sin – Invasion im All [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

COSMIC SIN – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Dolphin Medien & Beteiligungs GmbH | Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blade Runner (1982)
 
Ghosts of Mars (2001)
 

Filmkritik: „Blood On My Name“ (2019)

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BLOOD ON MY NAME

(BLOOD ON HER NAME)

Story

 
 
 
„Blood On My Name“ erzählt die Geschichte eines unbeabsichtigten Mordes und der Konsequenzen, wenn man zu dieser Tat auch noch stehen will.
 
 
 


 
 
 

BLOOD ON MY NAME – Kritik

 
 
Es ist ein beliebtes Stilmittel, dass der Zuschauer in ein Szenario geworfen wird, welches er am Anfang nicht greifen kann und in dem er sich überhaupt nicht sicher sein kann, was hier gespielt wird. Bei einem guten Aufbau kann das für ungemeine Spannung sorgen. Wie man es eher nicht macht, zeigt der kleine Krimi „Blood on my Name“.
 
 
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Auch hier wirft man den Zuschauer in eine Prämisse, die sich schon ereignet hat. Leigh hat nämlich einen Mann getötet und nun ergibt sich das Problem, was sie mit der Leiche tun soll. Warum, weshalb und wieso Leigh das überhaupt getan hat, muss sich der geduldige Zuschauer erst selbst erabeiten. Jedenfalls kommen der Frau dann doch gewisse Zweifel und sie möchte die Familie des Leichnams kontaktieren, damit diese weiß, was los ist. Das erweist sich dann allerdings als schwerer Fehler, für den Leigh teuer bezahlen muss. Das Drehbuch funktioniert hinten und vorne nicht. Wenn man den Zuschauer anfangs schon im Dunkeln tappen lässt, was hier vorgefallen sein könnte, dann sollte man nebenbei auch eine gewisse Art der Spannung aufbauen. „Blood On My Name“ gelingt dies niemals. Von vornherein wirkt diese Geschichte uninteressant und man kann hier einfach keinerlei Spannungsbogen entstehen lassen. Es gibt zwar einige Wendungen und Twists, doch diese sind reichlich konstruiert und wirken absolut nicht interessant. So zieht sich der gesamte Verlauf wie Kaugummi dahin und die Erzwählweise steckt so voller Schwächen, dass es einfach schade ist.
 
 
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Schade ist es deshalb, weil „Blood On My Name“ aus rein handwerklicher Sicht durchaus zu gebrauchen ist. In diesem Absatz fallen dann auch die einzigen, positiven Aspekte. Optisch ist das Werk gelungen und selbst wenn die Schauplätze nicht gerade nach dem größten Budget schreien, kann man sie sich gut anschauen. Die Inszenierung ist nicht verkehrt. Regisseur Matthew Pope, der zuvor nur in Serien oder Kurzfilmen in Erscheinung trat, versteht sein Handwerk einigermaßen. Die Darsteller sind soweit brauchbar. Das sind zwar alles Leistungen, die nicht in Erinnerung bleiben werden, aber schlecht gespielt ist das absolut nicht.
 
 
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Profitieren kann „Blood On My Name“ davon allerdings niemals, weil er sich nahezu alle Punkte mit seiner lahmen Geschichte selbst zerstört. Die passable Inszenierung bringt nämlich nichts, wenn die Story es nicht vorsieht, mal ein paar Highlights zu setzen. Die brauchbaren Darsteller bringen nichts, wenn die Figurenzeichnung niemals zündet. Hier liegt ein weiteres, großes Problem: Atmosphäre. Im Endeffekt stellt die Stimmung eine Mischung aus Thriller und Drama dar, aber kein Punkt davon wird gut bedient. Der Thriller wird im Keim erstickt, weil niemals Spannung aufkommt und für das Drama ist die Figurenzeichnung zu beliebig. Der Zuschauer erhält keinerlei Draht zu den Charakteren und somit sind sie einem auch schlichtweg egal. Man hat sich hier keine Mühe gegeben, den künstlichen Figuren etwas Leben einzuhauchen und so verkommt alles zur reinen Belanglosigkeit.
 
 
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Die Erzwählweise sorgt indessen für einen ermüdenden Unterhaltunsgwert. Bereits der Einstieg ist schlecht, weil er keinerlei Interesse für die Geschehnisse weckt. Hat man anfangs noch die Hoffnung, dass sich das Szenario dann langsam aufbaut, wird man spätestens ab der zweiten Hälfte ernüchternd feststellen, dass da nicht mehr viel kommt. Da herrscht keine Action, keine Spannung, es kommen keine Emotionen auf und das Ganze ist dermaßen trocken, dass man selbst im Platzregen nicht drohen würde nass zu werden. Obwohl „Blood On My Name“ nur 83 Minuten lang ist, zieht er sich wie Kaugummi. Wenn dann im kurzen Finale doch noch etwas Blut vergossen wird, ändert das auch nichts an der gähnenden Langeweile. Zusätzlich fällt der Score sehr beliebig und eintönig aus.
 
 


 
 
 

BLOOD ON MY NAME – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
Es gibt Filme, die machen einfach keinen Spaß, aber dann kann man wenigstens eine hübsche Kritik dazu schreiben. Bei „Blood On My Name“ machte weder die Sichtung, noch das Rezensieren Freude, weil man eigentlich gar nicht viel zu diesem Werk schreiben kann. Das einzige, was hier vor einer (subjektiven) Totalkatastrophe schützt, ist die handwerklich passable Arbeit und den Darstellern kann man nun auch keinen Vorwurf machen. Die größte Schwäche ist das mehr als lahme Drehbuch, welches kaum etwas zu erzählen hat und versucht, dies mit einer ungewissen Herangehensweise zu kaschieren. Spannung kommt dadurch jedoch niemals auf und auch das Drama ist mehr als lahm. Wie immer gilt, dass dies Geschmackssache ist und vielleicht springen andere Zuschauer eher auf diese Erzählweise an, aber eine Empfehlung ist an dieser Stelle nicht möglich, weil es „Blood On My Name“ an Atmosphäre und an Daseinsberechtigung mangelt!
 
 


 
 
 

BLOOD ON MY NAME – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Blood On My Name“ ist ungeschnitten und für Zuschauer ab 16 Jahren geeignet.
 
 
 


 
 
 

BLOOD ON MY NAME – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Films (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Blood on Her Name; USA 2019

Genre: Thriller, Drama, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: KeepCase: 25.03.2021

 

Blood on My Name [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

BLOOD ON MY NAME – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Red, White & Blue (2010)
 

Filmkritik: „Voices – Stimmen aus dem Jenseits“ (2020)

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VOICES – STIMMEN AUS DEM JENSEITS

(VOICES)

Story

 
 
 
Nachdem ein junges Mädchen erblindet ist, kann es die Stimmen von Toten hören. Diese Gabe soll ein zukünftiges Verbrechen auflösen.

 
 
 


 
 
 

VOICES – Kritik

 
 
Wenn man einen Film mit Werken wie „Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“ oder „The Sixth Sense“ vergleicht, weckt das sicherlich Erwartungen, denn diese Vorbilder sind Meisterleistungen in ihrem Gebiet. Einen Gefallen tut man „Voices“ und vor allen Dingen dem Zuschauer damit jedoch überhaupt nicht, denn man bekommt hier nur eine dröge Schlaftablette geboten, die einfach nichts aus dem vorhandenen Material machen kann.
 
 
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In der Kindheit erleidet Lilly mit ihrer Mutter einen Unfall, der sie blind macht und der Mutter das Leben nimmt. Kurz darauf beginnt Lilly Stimmen zu hören, die von toten Menschen stammen. Ihre Erblindung hat ihre anderen Sinne geschärft. Mit den Jahren gewöhnt sich Lilly daran, aber die Stimmen werden auch immer leiser und verschwinden dann. Erst als sie schwanger wird, tauchen die vielen Stimmen wieder auf. Darunter befindet sich z.B. ein kleines Mädchen aus der Nachbarschaft, welches mit einem unaufgeklärten Verbrechen zu tun hat. Außerdem bedrohen die toten Seelen das Baby von Lilly. Kann die blinde Frau das alles lösen? Vom reinen Grundgedanken her geht die Story durchaus in Ordnung. Sie kupfert zwar hemmungslos bei anderen Vorbildern, besonders bei „Echoes“ ab, doch in diesem Bereich ist es sicher nicht einfach, sich etwas Originelles einfallen zu lassen. Leider macht das Drehbuch aus der Grundprämisse sowieso viel zu wenig. Was hier erzählt wird, hätte für einen Kurzfilm gereicht. Es gibt dermaßen viel belangloses Füllmaterial, dass man die Geduld verlieren kann.
 
 
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Dass „Voices – Stimmen aus dem Jenseits“ dann auch noch ganze 108 Minuten lang sein muss, ist einfach keine clevere Entscheidung gewesen, denn es versteht sich von selbst, dass er sich damit nur unnötig in die Länge zieht. Alleine die ganzen Rückblicke aus Lillys Kindheit und dem Teenager-Alter wirken wie verschwendete Zeit, weil sie die Story nahezu gar nicht voranbringen. Das Geschehen in der Gegenwart ist allerdings kaum interessanter, weil man hier erst zum Ende endlich mal auf den Punkt kommt. Das Finale ist dann sogar erträglich gestaltet und lässt zum Glück mal etwas Action aufkommen. Wenn von 108 Minuten jedoch lediglich 15 Minuten halbwegs unterhaltsam sind, dann ist das einfach viel zu wenig. Die handwerkliche Arbeit kann da auch nicht viel reißen. Zwar ist die Optik okay, aber Schauwerte bekommt man kaum welche geboten. Mit richtigem Horror hat „Voices“ ebenfalls nicht viel am Hut. Das ist ein Mysterythriller, aber einer der ganz zahmen Sorte. Wenn ab und zu mal ein paar Tote im Bild sind, muss das für den Grusel ausreichen. Wenigstens sind die wenigen Effekte ganz in Ordnung und die Gestalt am Ende sieht sogar leicht kreativ aus.
 
 
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Bis es jedoch soweit ist, muss man sich mit ziemlich uninteressanten Charakteren herumschlagen. Der Film versucht sich zwar an einer funktionierenden Figurenzeichnung, nur leider gelingt ihm das nicht. Hier wirkt alles künstlich und konstruiert, so wie die gesamte Handlung, die mit ihrem Twist am Ende sicher nicht für viele offene Münder sorgen dürfte. Passend dazu gibt es auch noch eine ziemlich schlechte, deutsche Synchronisation obendrauf. Die Dialoge werden reichlich hölzern vorgetragen und dienen mit viel pseudo-philosophischen Gewäsch. Der Score wird in den falschen Momenten zu theatralisch eingesetzt und ist in den richtigen Momenten zu wenig präsent. Zumindest gehen die Darsteller noch einigermaßen in Ordnung. Mit Jordan Ladd und Leslie Easterbrook sind ein paar Namen mit dabei, die dem einen oder anderen bekannt vorkommen könnten. Die Hauptrolle spielt jedoch Valerie Jane Parker. Dies macht sie völlig unaufällig, aber immerhin nicht gänzlich unbrauchbar. Wäre der deutsche Ton nicht so plump, kämen eventuell minimale Sympathien auf, aber ausreichend wäre das trotzdem niemals.
 
 
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VOICES – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Voices – Stimmen aus dem Jenseits“ ist selbst für einen seichten Sonntag-Nachmittag-Mysterythriller zu langweilig. Vor einer Totalkatastrophe schützen lediglich halbwegs brauchbare Darsteller, ein paar ganz nette Effekte und das fast passable Finale. Ansonsten taugt der Film nichts. Aus der wenig originellen Story hätte man etwas machen können, aber man erzählt lieber viel belanglosen Kram und würzt das Ganze dann noch mit einem vorhersehbaren, völlig konstruierten Twist. Die Charaktere wirken künstlich, die deutsche Synchronisation nervt und es passiert einfach viel zu wenig. Die Drama-Anteile, die reichlich lahm wirken, sind zu hoch, echter Grusel will nie aufkommen und der Thrill-Faktor ist höchstens am Ende noch minimal gegeben. Leider absolut nicht empfehlenswert!
 
 


 
 
 

VOICES – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Voices – Stimmen aus dem Jenseits“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Die Freigabe ist gerechtfertigt.
 
 
 


 
 
 

VOICES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Voices; USA 2020

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 108 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 19.02.2021

 

Voices – Stimmen aus dem Jenseits [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

VOICES – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt (1999)
 
The Sixth Sense (1999)
 
Du hättest gehen sollen (2020)
 

Filmkritik: „Trolls World – Voll vertrollt“ (2020)

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TROLLS WORLD – VOLL VERTROLLT

Story

 
 
 
Ein böser Troll, der im Mittelalter verbannt wurde, gelangt durch einen Zufall wieder zum Leben und versucht seinen Plan, die Welt zu erobern, fortzusetzen.

 
 
 


 
 
 

TROLLS WORLD – Kritik

 
 
Als Trashfan sollten einem „Troll“ und besonders „Troll 2“, der teilweise als schlechtester Film aller Zeiten bezeichnet wird, durchaus ein Begriff sein. Ca. 25 Jahre später plante Eric Dean Hordes eine inoffizielle Fortsetzung, die teilweise durch Crowdfunding finanziert wurde. Doch dann hörte man von dem Projekt plötzlich gar nichts mehr. Nun, im Jahre 2020, liegt tatsächlich „Trolls World – Voll vertrollt“ vor, doch warum hat das so lange gedauert? Die Geschichte dahinter ist wirr und kaum nachvollziehbar. Scheinbar haben sich Darstellerin/Mit-Produzentin/Geldgeberin Eva Habermann und Regisseur Eric Dean Hordes zerstritten, weil unterschiedliche Visionen mit im Spiel waren. Hordes durfte seinen Film dann nicht herausbringen und mittlerweile existieren gar zwei Versionen von diesem Streifen. Man findet ihn nämlich auch unter „Goblin – Das ist echt Troll“. Mittlerweile wird Hordes aber auch bei „Trolls World – Voll vertrollt“ als Regisseur gelistet. Was auch immer da hinter den Kulissen geschehen ist, es ist wahrscheinlich deutlich interessanter, als die Version des Filmes, die hier vorliegt. Man bekommt es nämlich mit einem unfassbar albernen Werk zu tun, welches so hart versucht Trash zu sein, dass es seine Wirkung verfehlt.
 
 
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Im 14. Jahrhundert wird ein böser Troll zu einer Statue verwandelt. So konnte man seine Pläne, die Unterwelt zu öffnen und mit einer Troll-Armee die Welt zu erobern, erfolgreich vereiteln. Bei Bauarbeiten in Baden-Baden wird ausgerechnet diese Statue beschädigt und der Troll kommt frei. Er schlüpft in den Körper von Vanessa, braucht eine Jungfrau, braucht auch noch ein Baby und kommt seinem Ziel allmählich immer näher. Wenn man die originalen „Troll“ Filme kennt, weiß man schon, dass einem hier am ehesten Quatsch geboten wird, aber Schwachsinn ist nicht gleich Schwachsinn. Es gibt die Art, die zu unterhalten vermag und die, die wirklich nur Schrott darstellt. Leider hat man es hier eher mit zweiteren Gattung zu tun. Als richtige Fortsetzung darf man das nun ebenfalls nicht verstehen, aber das ist auch egal, weil die Story sowieso kaum einen roten Faden besitzt. Hier werden allerlei Zutaten in einen Topf geschmissen, vermischt und dann genauso wieder heraus geschmissen. Einen Sinn sucht man dahinter vergebens.
 
 
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Wobei der gesamte Film dermaßen skurril daher kommt, dass man zeitweise schon nicht schlecht staunt. „Trolls World – Voll vertrollt“ bietet die volle Breitseite an Klamauk und ist wahnsinnig albern. Manchmal rechnet man fast damit, dass gleich Otto mit seinen sieben Zwergen vorbeischaut. Dabei waren die Vorbilder schon im Bereich des Horrorfilms angesiedelt. Davon ist hier nichts mehr übrig, was auch die Freigabe ab 12 Jahren beweist, denn es wird niemals auch nur ansatzweise blutig, höchstens ein wenig sexistisch. Eine weitere Kuriosität ist, dass man es zwar mit überwiegend deutschen Darstellern zu tun hat, diese aber dennoch nachsynchronisiert wurden und deshalb allerlei bekannte Stimmen aus amerikanischen Filmen besitzen. Das wirkt befremdlich, macht zuweilen aber fast schon etwas Spaß. Spaß, den man ansonsten vergeblich sucht. Der Film versucht dermaßen krampfhaft einen auf Trash zu machen, dass er im Endeffekt zwar solchen darstellt, aber eben keinen sympathischen. Nur aufgrund der Vorgeschichte kann man sich nicht sicher sein, ob daran nun wirklich Regisseur Hordes schuld ist.
 
 
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Die Darsteller sind mit reichlich Overacting mit dabei, sorgen aber immerhin noch für ein paar Schmunzler. Eva Habermann ist okay und Katy Karrenbauer macht es auch nicht verkehrt. Zudem sieht man Helmut Krauss in seiner letzten Rolle. Synchronsprecher Santiago Ziesmer zu sehen, sorgt ebenfalls für etwas Freude und eine schöne Idee war es George Hardy mit ins Geschehen einzubauen. Der spielte nämlich damals schon in „Troll 2“ mit. Viel mehr Positives gibt es dann aber leider kaum zu berichten. Zwar ist die Inszenierung ganz okay und „Trolls World – Voll vertrollt“ wirkt rein optisch nicht zu billig, aber die Atmosphäre versagt. Man fühlt sich wie in einer albernen Fantasy-Komödie mit deutscher Kulisse. Anfangs sorgt das zwar für ein paar befremdliche Gefühle, doch das reicht nicht aus, um durchgehend unterhalten zu werden. Die platten Sprüche ebenfalls nicht. Und die paar Effekte auch nicht. Der Troll sieht gar nicht so verkehrt aus und die Lichteffekte besitzen einen Retro-Charme, doch wenn die 95 Minuten Laufzeit vorbei sind, ist man trotzdem erleichtert.
 
 
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TROLLS WORLD – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Trolls World – Voll vertrollt“ ist ein seltsames Projekt mit noch viel seltsamerer Hintergrundgeschichte. Dort blickt man fast genauso wenig durch, wie durch die konfuse Handlung, die man hier vorgesetzt bekommt. Wenn es als Komödie von Otto gedacht gewesen wäre, dann wäre das jedenfalls weniger verwirrend gewesen, als diese Hommage an einen trashigen Horrorfilm, die mit Horror jedoch rein gar nichts mehr gemeinsam hat. Nun ist das Ganze wenigstens ab und zu dermaßen skurril, dass man sich minimal unterhalten fühlt und die bekannten Darsteller machen ihre Sache ebenfalls nicht schlecht. Allerdings geht es teilweise auch unerträglich albern und platt zur Sache, weshalb sich die Laufzeit spätestens aber der zweiten Hälfte doch arg in die Länge zieht. Aus rein handwerklicher Sicht kann man damit leben, aber der krampfhafte Versuch edlen Trash zu spendieren, geht nach hinten los. Da sieht man sich doch lieber erneut „Troll 2“ an, denn der ist wirklich so schlecht, dass er schon wieder gut ist.
 
 


 
 
 

TROLLS WORLD – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Trolls World – Voll vertrollt“ ist mit ihrer FSK12-Freigabe vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

TROLLS WORLD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

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(c) White Pearl Movies (Steelbook Blu-ray – auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Trolls World – Voll vertrollt; Deutschland 2020

Genre: Horror, Trash, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Steelbook

Extras: Internationale Filmfassung: “Trolls World – Possessed by a Monster” (OV, Optional Englische Untertitel), Trolls World – Behind the Scenes (Deutsch, ca. 28 Min.), Deutscher Trailer, Alternativer Kurztrailer, Diverse Interviews zum Film: u.a. mit Eva Habermann, Katy Karrenbauer, Désirée Nick, Lutz van der Horst uvm., Entfallene Szenen, Outtakes, Trailershow

Release-Termin: KeepCase + Steelbook: 23.10.2020

 

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TROLLS WORLD – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Troll (1986)
 
Troll 2 (1990)
 

Filmkritik: „Sind wir schon tot? – Death is in da House!“ (2019)

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SIND WIR SCHON TOT? – DEATH IS IN DA HOUSE!

(ARE WE DEAD YET)

Story

 
 
 
Für fünf Freunde endet ein Diebstahl in einem alten Schloss, in dem es zusätzlich auch noch spukt.

 
 
 


 
 
 

SIND WIR SCHON TOT – Kritik

 
 
Horrorkomödien stellen tatsächlich eine hohe Kunst dar, denn besonders die Aufgabe beide Komponenten gleichwertig einzubauen, ist alles andere als leicht. Deshalb gibt es auch gar nicht so viele richtig gute Horrorkomödien. „Sind wir schon tot?“ versucht sich daran und scheitert auf ganzer Linie. Um die positiven Aspekte aufzuzählen, braucht man nicht mal eine komplette Hand, für die negativen reichen hingegen beide nicht aus.
 
 
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Fünf Freunde, die nebenbei als Diebe tätig sind, nehmen einen letzten Job an, aber danach soll endgültig Schluss sein. Leider geht alles ziemlich schief und dann geht den Einbrechern auch noch der Sprit aus. Man flüchtet in die Wälder und findet zum Glück ein altes Schloss, in welchem man nächtigen möchte. Doch hier tummeln sich viele Geister herum. Es geht um einen Fluch und um weitere Irrungen und Wirrungen. Wenn man an der Story etwas Positives finden möchte, dann ist das am ehesten die Tatsache, dass es nicht zu vorhersehbar zur Sache geht. Man hat hinterher einige Wendungen eingebaut und so simpel die Prämisse eigentlich ist, sie wird verschachtelter erzählt, als man anfangs denken könnte. Nur leider bringt das der Handlung so gut wie gar nichts, weil sie trotzdem schlecht aufbereitet wurde. Es gelingt dem Drehbuch niemals ein Interesse für das Geschehen aufzubauen und die meisten Ideen wirken sehr lustlos.
 
 
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Regisseur Fredi Nwaka, mit dem lustigen Zusatznamen „Kruga“, hat mit „Sind wir schon tot?“ seinen ersten Langfilm realisiert und dass die Mittel bescheiden waren, ist nicht zu verschleiern. Schon optisch macht das Ganze kaum Spaß. Die Beleuchtung ist manchmal zu schlecht, die Bilder allgemein zu dunkel und die Schauplätze wirken reichlich langweilig. Auch die Effekte können nicht überzeugen. Das gesamte Make-up der Geister sieht aus, als würde es von einer privaten Halloween-Party stammen. Blut und Splatter braucht man erst gar nicht zu erwarten. Hinzu gesellen sich Darsteller, die echt nicht gut sind. Zum Glück wird hier niemand besonders gefordert, denn so fallen die schlechten Leistungen weniger auf. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass die Charaktere reichlich nervig geraten sind. Die deutsche Synchronisation gibt sich erst gar keine große Mühe und macht die doofen Figuren dadurch nicht gerade sympathischer. Wo die vielen bekannten Gesichter sind, die einem ein Spruch auf der Bluray verspricht, ist übrigens auch ein Rätsel, da hier einfach keine großen Namen vorhanden sind.
 
 
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Leider läuft „Sind wir schon tot?“ mit seinen 98 Minuten dann auch noch etwas zu lang. Das fällt natürlich deutlich schwerwiegender ins Gewicht, weil der Streifen von Anfang an langweilig ist. Dass dem so ist, ist aber auch kein Wunder. Die Atmosphäre hätte wunderbar vielseitig sein können, aber jedes Genre wird hier schlecht bedient. So hat man es mit einem Horrorfilm zu tun, der aber keinen Horror entstehen lässt. Über die Geister hier würde sich nicht mal ein 12-jähriger erschrecken. Mit der Komödie wird es aber ebenfalls nichts, weil es einfach keine guten Gags gibt. Selbst wenn Humor Geschmackssache bleibt, so kommt man über ein Schenkel-Klopfer-Niveau nicht hinaus. Am amüsantesten sind da noch die Geister, wenn sie zusammen quatschen. Letztendlich ist eigentlich auch eine gar nicht so kleine Krimi-Komponente vorhanden, doch hier wird ebenfalls jegliches Potenzial verschenkt. Nimmt man alle drei Versuche zusammen bleibt am Ende nur eines übrig: Langeweile!
 
 
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SIND WIR SCHON TOT – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
Abgesehen von einem guten Versuch und ein paar Zutaten, aus denen man etwas machen hätte können, bietet „Sind wir schon tot?“ nichts, was ihn irgendwie sehenswert machen würde. Die wendungsreiche Story wird zu uninteressant erzählt, die Darsteller können nicht viel und die Charaktere sind schrecklich nervig. Wenn Humor nur aus diesen doofen Figuren entstehen soll, wird man vielleicht lachen können, aber richtige Gags gibt es hingegen kaum. Da aber auch keinerlei echter Horror entsteht, hat der Film sein Ziel deutlich verfehlt. Die Effekte bestätigen nur, wie wenig Geld man scheinbar zur Verfügung hatte, aber mit Charme und Herzblut konnte man das hier nicht ausgleichen. Leider ein langweiliger, nicht empfehlenswerter Film!
 
 


 
 
 

SIND WIR SCHON TOT – Zensur

 
 
 
Die Veröffentlichung von „Sind wir schon tot? – Death is in da House!“ hat von der FSK in der ungeschnittenen Fassung die Einstufung „FSK16“ erhalten.
 
 
 


 
 
 

SIND WIR SCHON TOT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies | Best Entertainment (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Are We Dead Yet; Großbritannien 2019

Genre: Thriller, Horror, History, Komödien, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Original Trailer, Deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 25.09.2020

 

Sind wir schon tot? – Death is in da House! [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SIND WIR SCHON TOT – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies | Best Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Scary Movie 2 (2001)
 
Beetlejuice (1988)
 
Housebound (2014)