Filmkritik: „The Dare“ (2019)

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THE DARE

Story

 
 
 

Vier eingesperrte Menschen müssen um ihr Leben bangen. Ein maskierter Psychopath hält sie gefangen und hat offenbar Spaß am Foltern seiner Opfer.

 
 
 


 
 
 

THE DARE – Kritik

 
 
 
Wenn man im Horror-Genre Aufmerksamkeit erhalten will, muss man sich was einfallen lassen. Da genügen schon lange nicht mehr nur laute Schockeffekte und überraschende Wendungen, um die Gunst des Publikums gewinnen zu können. Der Wind ist rauer geworden und wenn man kaum Einfälle besitzt, um eine frische Geschichte zu erzählen, garniert man sein Machwerk mit kontroverser Gewalt. Je perverser, desto besser. Zuletzt ist das dem chilenischen Horrorthriller TRAUMA gelungen. Genannter Schocker bot reichlich Stoff zum Anecken und war damit ganz erfolgreich. Eine Erfolgsformel, die nun auch GILDES ALDERSON nutzt, um Geld zu verdienen. Der vermischt Themen bei denen Zensurwächter nicht unbegründet Alarm schlagen: Folter, Quälerei und Kinder. Normalerweise sind wir davon keine Freunde. Dennoch macht THE DARE so einiges richtig beim Schockieren. Die Kritik verrät Euch mehr.
 
 
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Eigentlich ist Jay ein glücklicher Vater. Der ist zwar oft nicht zu Hause, liebt aber seine Kinder umso mehr. Da bricht eines Tages ein Mann ins Heim ein und überfällt die Familie. Leider kann das besorgte Oberhaupt nicht eingreifen. Noch bevor Jay helfen kann, wird er zu Boden gebracht und bewusstlos geschlagen. Als er wieder zu sich kommt, findet er sich mit drei anderen Menschen in einem verschlossenen Raum wider. Die werden dort gefangen gehalten und regelmäßig von einem maskierten Fremden gefoltert. Einen der Anwesenden hat es dabei besonders hart getroffen. Dem wurde der Mund zugenäht. Als wäre das nicht bereits schlimm genug, schneidet der Peiniger ihm hin und wieder Fleisch von den Knochen. Kein gutes Omen, zumal Hunger der ständige Begleiter ist und keiner der Opfer eine Ahnung davon hat, wohin das Schicksal die Eingesperrten führen wird. Zartbesaiteten sei versichert: THE DARE ist kein leicht verdauliches Gruselfilmchen.
 
 
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Zwei Handlungssträngen führen zum Ziel. THE DARE erzählt zwei Geschichten. Während die eine von vier Gefangenen berichtet, die ein scheinbar endloses Martyrium in einem Kellerloch durchleben, entführt die andere den Zuschauer in das Leben des kleinen Dominic. Letztgenannter unterzieht sich einer Mutprobe und bricht in das Haus eines Unbekannten ein. Der erwischt den Eindringling und hält ihn über Jahre gefangen. Was hat das alles miteinander zu tun? Erst einmal gar nichts. Regisseur GILDES ALDERSON spannt den Zuschauer sprichwörtlich auf die Folter und hat sichtlich Spaß daran. Da wird reichlich Schmuddelkram auf der Mattscheibe zelebriert, um Gewaltfans bei der Stange zu halten. Vier Menschen gilt es zu quälen. Denen werden Nägel durch die Hände geschlagen oder Rasierklingen in die Speiseröhre geschoben. Reißerischen Inhalt gibt es genug, um den kranken Voyeurismus der Sadisten-Fraktion befriedigen zu können. Weil Folter auf Dauer recht eintönig wird, wechselt die Handlung immer mal wieder zum kleinen Dominic. Dem geht es nicht minder bescheiden. Der muss sich in Gefangenschaft den Regeln eines grausamen Mannes unterwerfen, welcher alles daran tut, damit der Junge von der Außenwelt abgekapselt wird. Kranker Shit, der oft ein unangenehmes Bauchgefühl verursacht. Das liegt vor allem daran, weil der unbekannte Kindesentführer weiß, wie er sein minderjähriges Opfer quälen und bestrafen muss, damit es gefügig wird.
 
 
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THE DARE lässt den Atem stocken. Wo andere getrost wegblenden, hält Macher GILDES ALDERSON schonungslos drauf. Der verschleiert durch die Dauerbeschallung von Gewalt so einige Logiklücken. Je mehr sich nämlich der Film seiner Ziellinie nähert, umso haarsträubender wird der Plot. Der mündet in ein Finale, das zwar beide Handlungslinien zusammenführt, aber nicht immer plausibel erscheint. Feingeister werden da zurecht mit dem Kopf schütteln. Trotzdem muss man Filmemacher GILDES ALDERSON zugestehen, dass der weiß wie man Spannung macht. Immer wenn man meint, dass einer der Handlungsstränge zu lang auf der Stelle verharrt, wechselt er kurz in den anderen und bringt damit Tempo ins Geschehen. Dieses Vorgehen macht THE DARE zu einem der besseren Vertreter des Folter-Genres. Letzteres hatte in den 2000ern mit so deftiger Kost wie HOSTEL oder SAW seine Hochzeiten. Mittlerweile sind die aber schon längst Schnee von gestern.
 
 
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THE DARE – Fazit

 
 
7 Punkte Final
 
 
Kontroverser Shit, der dem Genre der Exploitationfilme alle Ehre macht. THE DARE versucht einzig, die niederen Instinkte des Zuschauers zu stimulieren. Es wird gefoltert, gequält und bestraft. Teilweise ist das ganz schön krank. Trotzdem muss man Regisseur GILDES ALDERSON anerkennen, das er einfachste Rezepturen ansprechend verpackt. Der erzählt mit diesem Folter-Filmdrama eine irrsinnige Geschichte, die bei so Filmen wie CHAINED, CARRIE und SAW klaut. Drei vollkommen verschiedene Streifen. Dennoch funktioniert die ungewöhnliche Symbiose ganz gut. THE DARE ist nämlich recht spannend geraten – auch wenn die Auflösung der Geschehnisse unterm Strich so ziemlicher Blödsinn ist. Fans des groben Handwerks wird das aber weniger stören. Für die ist es die Hauptsache, dass Grenzen überschritten werden. Das tut THE DARE zweifelsohne. Die hiesige FSK wirds freuen.
 
 
 


 
 
 

THE DARE – Zensur

 
 
 
THE DARE ist problematisch. Der Film behandelt zwei Themen, mit denen die FSK so gar keinen Spaß versteht. So erleben wir psychische und physische Gewalt an Minderjährigen durch Erwachsene. Andererseits sehen wir grausame Folterszenen als Mittel zum Selbstzweck. Zwei Gründe, warum es THE DARE hierzulande mit einer ungeschnittenen Freigabe schwer haben wird. Wir gehen davon aus, dass es keine ungeschnittene Fassung in Deutschland geben wird.
 
 
 


 
 
 

THE DARE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen stammen von Dutch FilmWorks)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bereavement – In den Händen des Bösen (2010)
 
Chained (2012)
 
Saw (2004)
 

Filmkritik: „True Fiction“ (2019)

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TRUE FICTION

Story

 
 
 

Wenn Experimente außer Kontrolle geraten. Eine Amateur-Schriftstellerin begibt sich in die Hände ihres Idols und lässt sich auf Psychospiele ein, die bald die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verwischen lassen.

 
 
 


 
 
 

TRUE FICTION – Kritik

 
 
 
Filme aus der Mache von BRADEN CROFT scheinen eine sichere Bank zu sein. Mit HEMORRHAGE drehte der Filmemacher bereits 2012 ein intensives und erschütterndes Psychodrama, das vor allem durch filmischen Tiefgang überzeugen konnte. Offenbar ist Anspruch eines der wichtigsten Attribute, die der Regisseur beim Inszenieren seiner Produktionen beherzigt. Der will sein Publikum fordern und nicht immer die gleichen Geschichten erzählen, die man schon dutzende Male auf der Mattscheibe hatte. Eine Tatsache, die auch gleich im neusten Film des Kanadiers eine Rolle spielt. TRUE FICTION nennt sich der Spaß, der alles andere – nur nicht lustig ist. Croft verbeugt sich hier vor gleich zwei Genre-Beiträgen, die erfahrenen Zuschauern ein Begriff sind. So ließ er sich einerseits von der King-Verfilmung MISERY inspirieren, aber auch das Zwei-Personen-Stück HARD CANDY hatte Einfluss. Beide Filme erzählen von Personen, die aus Besessenheit beinahe schon im Wahn handeln. TRUE FICTION hat ähnlichen Verlauf.
 
 
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Wirklich erfolgreich ist die 20-jährige Hobby-Schriftstellerin Avery Malone (SARA GARCIA) nicht. Ein Grund mehr, warum sie sich für eine Stelle als Assistentin bei ihrem Lieblingsautor Caleb Conrad (JOHN CASSINI) bewirbt, um sich dort ein paar Kniffe abschauen zu können. Der will einen neuen Roman schreiben und benötigt Unterstützung. Zufälligerweise kommt die junge Frau in die engere Auswahl und freut sich wahnsinnig, als die den Job bekommt. Doch der bekannte Schriftsteller hat eine andere Vorstellung vom Assistieren. Der überredet Avery an einem Experiment teilzunehmen, das als Basis für ein neues Buch dienen soll. Was folgt, ist grotesk: Die Probandin wird mit Ängsten konfrontiert, damit Conrad deren emotionale Reaktionen dokumentieren, kontrollieren und verstehen kann. Weil TRUE FICTION immer noch im Horror-Genre beheimatet ist, dürfte klar sein, dass das Psycho-Experiment schnell außer Kontrolle gerät. Avery verliert den Bezug zur Realität und kann bald nicht mehr differenzieren, was tatsächlich passiert oder ihrem vernebelten Verstand entspring. Spätestens jetzt wirds blutig.
 
 
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Das hat man nicht kommen gesehen. TRUE FICTION ist eine waschechte Überraschung. Das Kammerspiel beginnt unscheinbar und ruhig, ändert aber schnell seinen Ton. Regisseur BRADEN CROFT hat mit seinem dritten Spielfilm ein effektives Verwirrspiel auf Zelluloid gebannt, bei dem nichts ist, wie es scheint. Während im ersten Teil der Handlung die erfolglose Avery Malone den perversen Angst-Experimenten ihres Vorbilds ausgeliefert ist, dreht Croft in der Halbzeit den Spieß einfach um. Da werden auf einmal Opfer-Täter-Rollen vertauscht, nur um die Karten kurz vor Ende abermals neu zu mischen. Wer ist denn nun in dieser Handlung der Bösewicht und zu was wird das alles hier führen? Ganz so einfach ist TRUE FICTION nicht zu durchschauen. Immer wenn man meint, genug Antworten gefunden zu haben, kommt ein neuer Twist um die Ecke, der alles über Bord wirft. Das macht diesen Psychotrip zu einem gelungenen Genre-Beitrag, in dem es sogar relativ blutig einhergeht. Da mündet ein spannendes Psychospiel plötzlich in deftige Splatterei und die Protagonisten werden mit reichlich Kunstblut übergossen. Klingt alles verwirrend, macht aber am Ende Sinn. Mehr über den Fortlauf der Handlung zu verraten, wäre dem Publikum unfair zugegen. TRUE FICTION zehrt von der Tatsache, dass Regeln missachtet werden und der Zuschauer verblüfft wird. Das macht den Streifen zu erfrischender Genre-Unterhaltung für verregnete Wochenenden. Deshalb: Unbedingt auf die Horrorfilm-Watchlist setzen!
 
 
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TRUE FICTION – Fazit

 
 
7 Punkte Final
 
 
Eine bitterböse Wundertüte, die alle Beteiligten durch die Hölle gehen lässt. TRUE FICTION zeigt, was passiert, wenn Grenzen zwischen Realität und Fiktion verwischen. Regisseur BRADEN CROFT – der übrigens auch den Horrorfilm FEED THE GODS inszenierte – hat hier eine weitere Version des King-Buches MISERY auf Film gebannt, die aber Indie-Horror alle Ehre macht. Statt vertraute Abläufe abzuhandeln, traut sich der Filmemacher was, das man sich eigentlich nur im Indie-Kino trauen kann. Er verlässt bekannte Pfade und erzählt eine Geschichte, deren Verlauf man so nicht kommen sieht. In diesem Psycho-Horror wird gekonnt mit der Erwartungshaltung des Publikums gespielt. Hinzukommt, dass gleich mehrere Wendungen für Verwirrung sorgen. Nicht zu ahnen, was passieren wird – daraus zieht TRUE FICTION seinen Reiz. Wem es im Genre daher nach Neuerungen dürstet und mal über den Tellerrand schauen will, muss diesen unabhängigen Psycho-Horror sehen. Festival-Geheimtipp!
 
 
 


 
 
 

TRUE FICTION – Zensur

 
 
 
Während sich die erste Filmhälfte eher mit psychologischer Gewalt beschäftigt, geht es in der zweiten Hälfte recht blutig zu. So werden unter anderem Finger abgetrennt und die beiden Protagonisten bieten sich ein Gewalt-Duell der Extraklasse. Hierzulande dürfte der Film wohl erst für Volljährige Filmfans geeignet sein. Zu schneiden wird es aber nichts geben. Eine ungeschnittene Freigabe mit rotem FSK-Flatschen ist denkbar.
 
 
 


 
 
 

TRUE FICTION – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen stammen von 775 Media Corp)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Audition (1999)
 
Extremity – Geh an deine Grenzen (2018)
 
Misery (1990)
 

Filmkritik: „The Assent“ (2019)

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THE ASSENT

Story

 
 
 

Ein schizophrener Vater macht sich Sorgen um das eigene Kind, als das plötzlich auch Wesensveränderungen an den Tag legt. Hat es die furchtbare Krankheit vom Vormund geerbt? Eine Frage mit der THE ASSENT versucht den Zuschauer zu verwirren.

 
 
 


 
 
 

THE ASSENT – Kritik

 
 
 
Die wohl wichtigste Regel im Horrorfilmgeschäft: Wenn Dein Film nicht sonderlich dolle ist, schneid einen guten Trailer zusammen und liefer ein vielversprechendes Filmplakat ab. So ist die Aufmerksamkeit des Publikums gewiss und die Filmfans kaufen blind. Genau diese Masche fährt auch Regisseur PEARRY REGINALD TEO mit dem Okkult-Horror THE ASSENT. Das Poster schaut Bombe aus und der Werbefilm macht Lust auf mehr. Die Einsicht kommt nach der Sichtung. THE ASSENT ist einer dieser Low-Budget-Grusler die man früher ohne Umwege in die Videotheken gestellt hat. Die liefen zwei bis drei Wochen gut und wanderten anschließend in die unteren Regale, um dort zu verstauben. Kaum Neuerungen. Stattdessen altbekannte Abläufe und Überraschungsarmut. Muss das denn sein?
 
 
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THE ASSENT rückt den alleinstehenden Vater Joel (Hollywood-Schauspieler ROBERT KAZINSKY) in den Mittelpunkt. Der hat kein einfaches Los gezogen. Seit die Gattin bei einem Autounfall gestorben ist, muss er sich um Sohnemann Mason (CADEN DRAGOMER) kümmern und versucht mit Nebenjobs den Lebensunterhalt zu bestreiten, um nicht das Sorgerecht zu verlieren. Kein leichtes Unterfangen, zumal das Familienoberhaupt auch noch unter Schizophrenie leidet und ständig seltsame Dinge sieht. Da kündigt aus heiterem Himmel die Babysitterin und das geregelte Leben gerät aus den Fugen. Wer passt nun auf das Kind auf, während der Vater das Geld verdient? Eine Frage, die auf einmal in Angst umschlägt. Mason beginnt sich plötzlich zu verändern und erblickt wie der Vater Dinge, die sonst niemand sieht. Entwickelt der Spross etwa die gleichen Symptome wie der Papa? Gut, dass sich der Sache ein Priester annimmt. Der hat von der Wesensveränderung des Jungen gehört und vermutet dämonische Kräfte. Schnell wird ein Exorzismus vorbereitet, um den Eindringling zu vertreiben. Ob am Ende alles gut ausgehen wird?
 
 
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THE ASSENT wurde als gruseligster Film auf dem Toronto After Dark Filmfestival 2019 beworben. Das stimmt aber nur bedingt. Was sofort ins Auge fällt und die Tatsache bekräftigt, ist der düstere Look. Atmosphärisch kann man diesem Gruselstreifen nicht abstreiten, dass es ihm hin und wieder gelingt, mit gespenstigen Bildern und surrealen Kameraeinstellungen eine schaurige Stimmung zu erzeugen. Inhaltlich ist das, was THE ASSENT aber bietet Schnee von gestern. Drehbuchautor und Regisseur PEARRY REGINALD TEO bedient sich ganz unverfroren bei Friedkins DER EXORZIST, ohne aber je dessen Klasse zu erreichen. Wir haben ein Kind, das von dämonischen Kräften heimgesucht wird und drei Stufen durchlebt, die einen Exorzismus unausweichlich machen. Damit die Plattheit der Handlung nicht ganz so offensichtlich ist, wird von Verwirrungstaktik Gebrauch gemacht. Sind die Wesensveränderungen auf eine psychische Krankheit zurückzuführen, an der bereits Vater Joel leidet und welche er seinem Sohnemann weitervererbt hat? Oder hat die Verwandlung übernatürliche Gründe und gehen auf das Konto des Teufels? Der Täuschungsversuch steuert einen Twist an. Der kommt vor Abspann ganz überraschend und klärt den Zuschauer hinterlistig auf, dass der sich gutgläubig an der Nase hat herumführen lassen. Aufgrund der unvorhersehbaren Auflösung bekommt THE ASSENT gerade noch so die Kurve. Hätte man auf den Überraschungsmoment verzichtet, wäre dieser Okkult-Horror auch nur einer von mittlerweile viel zu vielen.
 
 
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THE ASSENT – Fazit

 
 
6 Punkte Final
 
 
Familiendrama meets Dämonen-Horror. Atmosphärischer Exorzismus-Horror mit verblüffender Auflösung für den Regisseur PEARRY REGINALD TEO verantwortlich zeichnet. Der hat schon einige Billig-Horrorsachen – wie DEAD INSIDE oder GHOSTHUNTERS – verbrochen. Das waren arschlangweilige und günstig produzierte Gurken über die zurecht heute niemand mehr spricht. THE ASSENT ist die bis dato beste Arbeit des Filmemachers, wenngleich aber auch nicht unbedingt eine Sternstunde des Besessenheit-Genres. Alles verläuft hier nach den Regeln, die einst William Friedkin mit seinem DER EXORZIST im Jahr 1973 für Horrorfilme aufgestellt hat, in denen Menschen von Priestern exorziert werden müssen. Während dieses scheinbar zeitlose Meisterwerk auch heute noch unverfroren schockiert und das Publikum aus den Kinosesseln reißt, gelingt das vielen neueren und ähnlich gelagerten Produktionen nur selten. Gleiches trifft auf THE ASSENT zu, der vermutlich deswegen kaum gruselt, weil er eben fast die gleichen Handlungsabläufe abspult, die man seit genannten Klassiker zu häufig vor der Linse hatte. Immerhin gefällt ein Twist am Ende des Films. Dennoch ist THE ASSENT nichts mehr als Video-Dutzendware, die mittlerweile am Fließband produziert wird. Kann man schauen, muss man aber nicht.
 
 
 


 
 
 

THE ASSENT – Zensur

 
 
 
Gewalttechnisch passiert in THE ASSENT eigentlich nicht viel. Etwas Gruselige Stummung und ein paar verstörende Visionen dürften dafür sorgen, dass der Exorzismus-Horror hierzulande eine sichere FSK16 erhalten wird.
 
 
 


 
 
 

THE ASSENT – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen stammen von Eagle Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Exorzist (1973)
 
Incarnate – Teuflische Besessenheit (2016)
 
Erlöse uns von dem Bösen (2014)
 
Possession – Das Dunkle in Dir (2012)
 

Filmkritik: „The Dawn“ (2019)

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THE DAWN

Story

 
 
 

Eine junge Nonne wird in einem Kloster mit den Geistern der Vergangenheit konfrontiert.

 
 
 


 
 
 

THE DAWN – Kritik

 
 
 
Manchmal ist die bisherige Leistung eines Filmschaffenden Warnung genug. Regisseur BRANDON SLAGLE begann seine Laufbahn im Filmgeschäft als Schauspieler in zahlreichen Spielfilmen und TV-Serien. Irgendwann wechselte er die Fronten und wurde hauptberuflich Regisseur von teils selbstfinanzierten Low-Budget-Produktionen. Obwohl Slagle bisher mit kleinem Geld fleißig Filme am Fließband inszeniert hat, blieb die Anerkennung aus. Ein Grund hierfür könnte mangelte Qualität sein. Hat man nämlich Horrorstreifen mit klangvollen Titelkreationen wie THE BLACK DAHLIA HAUNTING oder HOUSE OF MANSON gesehen, ist schnell der Spaß vorbei, wenn man den Namen BRANDON SLAGLE im Abspann liest. Dem Filmemacher fehlt das Talent im Schreiben von Drehbüchern und dem Inszenieren von Filmen. Fast alle Filme aus der Mache des Regisseurs waren unterdurchschnittlich. Eine Tatsache mit der auch THE DAWN den Zuschauer quält.
 
 
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Darin geht es um die kleine Rose, die irgendwann zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit ansehen muss, wie der Vater im Wahn die Familie abschlachtete. Der kam traumatisiert aus dem Ersten Weltkrieg zurück und wurde von mysteriösen Stimmen heimgesucht, die zum Massaker an Frau und Kindern anstifteten. Nur Rose überlebte das Verbrechen und wird als Vollwaise in ein Kloster geschickt. Einige Jahre später ist aus dem kleinen Mädchen eine junge Frau geworden. Die soll endlich das letzte Gelübde ablegen, um offiziell Nonne zu werden. Doch Selbstzweifel und Ressentiments gegenüber ihrem Vater veranlassen zum Zögern. Da passieren auf einmal seltsame Dinge. Rose wird von schrecklichen Visionen geplagt und macht plötzlich ebenfalls Bekanntschaft mit den gleichen Stimmen, die einst den Vater um den Verstand gebracht haben. Ein Schelm, wer hierbei denkt, dass sich die Ereignisse von damals ein weiteres Mal ereignen werden.
 
 
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THE DAWN ist so etwas, das man eine ästhetische Mogelpackung nennt. Set und Kamerafahrten sind ganz atmosphärisch. Doch innerhalb glanzvoller Optik befindet sich gähnende Langeweile. Regisseur BRANDON SLAGLE wagt mit diesem Okkult-Schnarcher einen Ausflug in Exorzisten-Fach und bedient sich dabei jedem Klischee dieses Subgenres. Eine Frau macht vermeintlich übernatürliche Erfahrungen und muss sich dafür im finalen Akt einer Teufelsaustreibung unterziehen – mit allem Drum und Dran. Bis dahin sollen zusammenhangslose Visionen für Verwirrung stiften und den Zuschauer auf eine falsche Fährte locken. Wird Rose etwa von unverarbeiteten Erinnerungen aus der Kindheit geplagt, die ihr Kopfkino anwerfen und den Albtraum von einst noch einmal ablaufen lassen? Oder ist die Heldin doch von bösen Mächten besessen, die zu schrecklichen Taten verleiten? Ja, ja – die Antwort darauf spannt vermutlich einige Leser hier auf die Folter. Wir können aber schon einmal versichern, dass Regisseur BRANDON SLAGLE den Weg des geringsten Widerstandes geht. Das bedeutet: Einfach gestrickte Kinounterhaltung ohne Umwege.
 
 
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Weitaus schlimmer als die totgefilmte und vorhersehbare Handlung ist die Talentlosigkeit der meisten Schauspieler. Was hier an desaströsem Laientheater zugemutet wird, geht auf keine Kuhhaut. Offenbar hat man ein paar Statisten vom Supermarkt auf das Set gekarrt, ein Blatt Papier in die Hand gedrückt, auf dem einige Zeilen standen, die abgelesen werden sollten. Einzig Hauptdarstellerin DEVANNY PINN (aus SATANIC) ist ganz ertragbar. Die spielte bisher in einige Filme von Regisseur BRANDON SLAGLE mit. Offenbar war die Rolle in THE DAWN für sie ein Freundschaftsdienst. Am gut durchdachten Drehbuch (*hust*) kann es nicht gelegen haben.
 
 
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THE DAWN – Fazit

 
 
4 Punkte Final
 
 
Fängt an wie THE AMITYVILLE HORROR und endet wie DER EXORZIST. THE DAWN ist ein behäbig erzählter Gruselfilm, mit langsamen Kamerafahrten und schläfrig machendem Drehbuch. Die unnötig aufgeblasenen Dialoge strengen an, Laienschauspiel strapaziert die Geduld und der übertrieben epische Soundtrack passt zwar zur immerhin atmosphärischen Kulisse, mutet aber aufgrund der semiprofessionellen Inszenierung lächerlich an. Wirklich spannend wird THE DAWN zu keiner Minute. Die Geschichte dümpelt auf der Stelle und kommt nicht in die Pötte. Nee, langweilige Filme braucht niemand. Daher an dieser Stelle auch keine positive Bewertung.
 
 
 


 
 
 

THE DAWN – Zensur

 
 
 
THE DAWN ist ein harmloser Vertreter des Exorzismus-Horrors. Gleich zu Beginn schlägt ein Protagonist mehrfach mit einer Waffe auf sein Opfer ein. Der Angriff wird nicht detailliert gezeigt, sondern nur angedeutet. Später sticht eine andere Protagonistin mehrfach mit einem spitzen Gegenstand auf einen Beichtvater ein. Auch dort sieht man nicht sonderlich viel. Hierzulande dürfte THE DAWN problemlos eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE DAWN – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen stammen von Vertical Entertainment | Kaleidoscope Film Distribution | Jaguar Cinema)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Verónica – Spiel mit dem Teufel (2017)
 
The Crucifixion (2017)
 
The Convent (2018)
 

Filmkritik: „Antiviral“ (2012)

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ANTIVIRAL

Story

 
 
 
Syd March ist Mitarbeiter der Lucas Clinic, die die infizierten Zellen von Promis an ihre Fans verkauft. Als er eines Tages die Vorschriften ignoriert, wird er bald Teil eines tödlichen Geheimnisses.

 
 
 


 
 
 

ANTIVIRAL – Kritik

 
 
Da ich nach kultig-einmaligen und sehenswerten Glanzstücken wie „Videodrome“ und gerade „The Brood“, gepackt mit furchterregendem Body-Horror und beißender Gesellschaftskritik, definitiv zum David Cronenberg-Fan geworden bin, war ich mehr als nur neugierig zu erfahren, was Sohnemann Brandon wohl in seinem Debüt gezaubert hat, dessen Prämisse und Setting bereits an die Regiewurzeln anmahnen: Krankheiten und ihre Viren stehen im Fokus, Fetischisierung und Ikonisierung von Stars werden auf ein galliges Maximum getrieben. Zusammen mit einer steril-durchstilisierten Umgebung und einem tragendem Hauptdarsteller also alles nicht fernab von einer Black Mirror-Folge – bis auf die Laufzeit.
 
 
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Und somit ist mein Gesamteindruck auch leider schon recht präzise wiedergegeben – gerade für ein Debüt hat Cronenberg hier einen optisch sehr versierten Film geschaffen, dessen Setdesigns Spaß machen und Cast nahezu durchgängig überzeugen kann – doch statt sich 100 Minuten lang selber zu beobachten und die in Reihung dann leider doch zu ähnlichen Bilder mit langsamen Pace durch zu exerzieren, wäre es vielleicht weiser gewesen, wahlweise sympathische Charaktere, oder zumindest Kurzweil durch Genreeinlagen zu verwenden – so aber ist „Antiviral“ genauso kalt und leer wie seine Optik und das kann man als Stilvollendung auf Metaebene und Vorhalten des Zuschauers begreifen, aber vielleicht auch eher als Script, das eine gute Kernidee hat, diese aber nicht ausarbeiten weiß.
 
 
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David Cronenberg hat oft von Außenseitern erzählt, von Exzentrikern und Ausgestoßenen, noch öfter aber von solchen, die es wurden – diese menschliche Seite fehlt dem unangenehm und grandios von Caleb Landry Jones gespieltem Hauptdarsteller aber leider, und auch sonst bleiben die Charaktere oftmals funktional, für das Script clever oder ominös oder für die Szene interessant genug, im Kopf bleiben oder für weitere Mysterien sorgen tun sie aber nicht. Allgemein werden die reizvolle Prämisse und das Worldbuilding fast nur auf die Lucas Klinik und wenige weitere Orte angewendet, von einer größeren, lebendigen Welt mit Eigenmechanik fehlt leider jede Spur – ein weiterer Kritikpunkt, der bei einem Einstünder nicht weiter auffiel, auf 100 Minuten gestreckt jedoch leider schon.
 
 
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Body-Horror-Effekte, gorige Einlagen oder furchterregende Momente sind bei einem solchen Setting und stetiger Anwesenheit von Patienten natürlich naheliegend, doch auch hier sollte man den Vornamen und nicht nur „Cronenberg“ lesen, da die genannten Einlagen zwar funktionieren, eine Wirkung erzielen und auch ordentlich getrickst sind, die Gewalt oder Ideen derer nur leider nicht nahe gehen oder wirklich verstören, da, erneut, die Charaktere bzw. Umstände nicht fesselnd genug, menschlich genug, nachvollziehbar genug geschrieben sind, um wirklich zu kümmern. Es bleibt ein sehr ambitionierter Film mit einer hervorragenden Grundidee, gelungener Regie und einer starken Hauptperformance, der nur leider nie das volle Potential seiner Ideen herauskitzeln kann und optisch auf höchstem Niveau gepflegt begeistert, einlullt, langweilt. Definitiv einmalig sehenswert und interessant, aber keine Großtat für das Genre sozialkritischen Bodyhorrors.
 
 
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ANTIVIRAL – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„Antiviral“ schafft es bestens, eine spannende Prämisse aufzubauen und in seine Welt zu ziehen, inszeniert Gräueltaten und Ungeheuerliches routiniert als Alltag und hat sehenswerte Elemente in sich, als Gesamtwerk aber leider zu leer, aufgeblasen und kalt für meinen Geschmack.
 
 


 
 
 

ANTIVIRAL – Zensur

 
 
 
„Antiviral“ hat von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren in der ungeschnittenen Form erhalten. Diese ist auch gerechtfertigt. Body-Horror-Fans können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

ANTIVIRAL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Antiviral; Kanada 2012

Genre: Horror, Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 107 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 19.10.2018

 

Antiviral [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

ANTIVIRAL – Trailer

 
 


 
 
 

Dr. Barry Nyle

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
eXistenZ (1999)
 
Replace (2017)
 

Filmkritik: „Freaks – Sie sehen aus wie wir“ (2018)

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FREAKS – SIE SEHEN AUS WIE WIR

FREAKS

Story

 
 
 
Die siebenjährige Chloe muss die schmerzhafte Erfahrung machen, dass es außerhalb der eigenen vier Wänden alles andere als sicher ist.

 
 
 


 
 
 

FREAKS – Kritik

 
 
Wenn ein Film mit dem Titel FREAKS auf Blu-ray und DVD gepresst wird, stehen Filmfans nicht unbegründet die Haare zu Berge. Wurde hier etwa die Remake-Presse angeworfen? Im Fall dieser US-amerikanischen Produktion können wir aber Entwarnung geben. Hier halten wir keine Neuverfilmung des gleichnamigen Gruselklassikers von 1932 in den Händen. Stattdessen lockt man mit frischen Ideen und cleverer Erzählweise vom Ofen hervor. Das sah man auch auf einigen Filmfestivals so. FREAKS wurde als Überraschungshit in Toronto und Sitges gefeiert. Zu Recht, denn der Mix aus Science-Fiction, Horror und Drama ist nicht nur hoch spannend, sondern spielt auch noch virtuos mit der Unsicherheit des Publikums. Das klingt nach sehenswerter Gruselunterhaltung – und das ist sie auch.
 
 
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Sieben Jahre ist Chloe (LEXY KOLKER) jetzt alt und viel gesehen hat sie von der Welt noch nicht. Das hat auch seinen Grund, denn der Vater (EMILE HIRSCH aus THE AUTOPSY OF JANE DOE) hat sich zusammen mit dem Mädchen in einem heruntergekommenen Haus versteckt, wo er es vor der Außenwelt schützen will. Für Chloe unverständlich. Blickt die heimlich aus dem Fenster auf die Straße, kann sie keine Bedrohung entdecken. Doch das ändert sich schon bald. Als das Familienoberhaupt nach einem Einkauf verletzt nach Hause kommt, wächst der Widerstand zwischen den Familienmitgliedern und die Vater-Tochter-Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt. Chloe stellt Fragen und will endlich wissen, was draußen vor sich geht. Da nimmt sich der Vater ein Herz und klärt den Zögling auf. Mit erschreckenden Folgen.
 
 
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Schwer einen Film vorzustellen, der von seinem Twist lebt. FREAKS – SIE SEHEN AUS WIE WIR (so der erweiterte deutsche Titel) beginnt wie jedes postapokalyptische Weltuntergangsszenario. Wir sehen die Geschehnisse ausschließlich durch die Augen der kleinen Chloe. Die soll auf eine nicht näher erläuterte Katastrophe vorbereitet werden, wird aber – wie der Zuschauer auch – über Hintergründe im Unklaren gelassen. So sind Antworten bewusst Mangelware, um die Spannung zu steigern. Erst nach und nach wird Licht ins Dunkel gebracht und das anfangs noch als Kammerspiel konzipierte Mysterydrama gerät aus den Fugen. Da werden erste Anhaltspunkte verstreut und die kleine hervorragend gewählte Jungdarstellerin kann aus ihrem scheinbar sicherem Gefängnis ausbrechen. Aus Mystery und Drama wird Action und Thrill. Was folgt, ist ein ungewöhnlicher Trip auf der Suche nach der eigenen Identität, der vollgestopft wurde mit interessanten Wendungen, die aus FREAKS eine überraschend kurzweilige Angelegenheit machen.
 
 
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Interessanterweise wurde der souverän verfilmte FREAKS nicht von routinierten Filmemachern inszeniert. Hinter FREAKS stecken die zwei Freunde ADAM B. STEIN und ZACH LIPOVSKY. Letzterer drehte bereits die beiden durchwachsenen Horrorfilme DEAD RISING – WATCHTOWER sowie LEPRECHAUN: ORIGINS und fungierte als Geldgeber für den Sci-Fi-Wackelfilm AFFLICTED. Die beiden Filmfans lernten sich bei Arbeiten an TV-Serien für die WALT DISNEY COMPANY kennen und stellten schnell fest, dass beide eine große Leidenschaft für Science-Fiction-Filme verbindet. Diese brachte man in einem gemeinsamen Drehbuch unter, das die Kumpels über mehrere Jahre schrieben und letztendlich mit kleinem Budget selbst verfilmten. Das Resultat ist für Newcomer-Verhältnisse mehr als solide. Was hier mit kleinem Budget über die Leinwand fegt, ist schon beachtlich. FREAKS schaut zu keiner Minute nach Low-Budget aus, was vor allem auch an den talentierten Schauspielern liegt. Nach diesem gelungenen Festivalhit kann man nur gespannt darauf sein, was das Duo als Nächstes auf die Leinwand bringen wird. Schenkt man dem Ende von FREAKS Glauben, wäre eine Fortsetzung möglich. Die würden vermutlich eingefleischte Horror- und Science-Fiction-Fans mehr als begrüßen.
 
 
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FREAKS – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Superspannender Genre-Mix, der nach deutlich mehr ausschaut, als er wohl gekostet hat. Was emotional und klaustrophobisch beginnt, verwandelt sich spätestens nach der Halbzeit in einen packenden Thriller mit jeder Menge Wendungen. FREAKS – SIE SEHEN AUS WIE WIR ist kein Film, den man sofort durchschaut. Das intelligente Drehbuch lässt den Zuschauer auf glühenden Kohlen sitzen und versorgt das Publikum nur häppchenweise mit Informationen. Eine raffinierte Hinhaltetaktik, die FREAKS weit mehr als gewöhnlich macht. Die letztendliche Auflösung macht Lust auf mehr und hält sich so einige Hintertürchen für (eine) mögliche Fortsetzung(en) offen. Unbedingt sehenswert!
 
 
 


 
 
 

FREAKS – Zensur

 
 
 
FREAKS – SIE SEHEN AUS WIE WIR ist keine Gewaltorgie. Erst in der zweiten Filmhälfte gibt es einige Tote zu sehen. Die Gewalt ist hierbei sehr reduziert. Meist blendet die Kamera weg. Hierzulande bekam der Streifen von der FSK eine Jugendfreigabe. Die deutsche Fassung besitzt einen blauen FSK16-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

FREAKS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Freaks; Kanada | USA 2018

Genre: Thriller, Drama, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 105 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow, Behind the Scenes

Release-Termin: 31.01.2020

 

Freaks – Sie sehen aus wie wir [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

FREAKS – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Brightburn – Son of Darkness (2019)
 
The Road (2009)
 
Chronicle – Wozu bist Du fähig? (2012)
 

Filmkritik: „Mr. Long“ (2017)

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MR. LONG

(RYU SAN)

Story

 
 
 

Nach einem fehlgeschlagenem Anschlag flüchtet sich ein schwer verwundeter Auftragskiller in die verlassenen Ruinen einer japanischen Kleinstadt.

 
 
 


 
 
 

MR. LONG – Kritik

 
 
 
Filme von SABU werden gesehen, so lautet seit Jahren meine simple Devise. Denn auch wenn mich bisher erst ein Film des kultigen, japanischen Regisseurs wirklich durchgängig überzeugen konnte, – sein entschlacktes Langfilmdebüt „Dangan Runner“ nämlich – so hat er doch stets derart interessant konzipierte, ungewöhnlich erzählte, nächtliche, atmosphärische, szenenweise brilliant surreal-entrückte, tief schwarzhumorige Filme über ironische Antihelden, gebrochene Kleinkriminelle und melancholische Anzugträger gemacht, die Opfer ihrer Gesellschaft, Umstände, Familie und Entscheidungen werden, dass mich jeder Titel wieder aufs Neue magisch anzieht, in der großen Hoffnung auf das eine Magnum Opus, vollends zu begeistern. „Unlucky Monkey“ handelte dabei von einem schief gelaufenem Banküberfall und hatte großartige erste 15 Minuten, dann aber zunehmend langsamere und wirrer wirkende Szenen. „Drive“ verdient auch mehr Aufmerksamkeit und ist verdammt, dank Refn kaum entdeckt zu werden, doch hat er eine ganz eigene Atmosphäre für sich, die man kaum in anderen Werken findet und gerade „Postman Blues“ unterstreicht zwischen all der Lakonie nochmal die komödiantische Note verwirrender Verwicklungen und tragischer Unfälle, die das einzigartige Oeuvre dieses Regiemeisters so sehr auszeichnet.
 
 
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Nach Jahren des Fandoms nun also endlich das neueste Werk in den Händen zu halten war eine beinahe spirituelle Erfahrung und meine Freude ist groß, die Kunde teilen zu dürfen – „Mr. Long“ ist einer der schönsten, entdeckens- und sehenswertesten Filme der letzten Jahre und auch wenn sich viele Zuschauer an vielen Szenen stoßen werden, so dürfte der Rest vielleicht auch einen neuen Namen am japanischen Filmhorizont für sich entdeckt haben. Mit 129, bzw. ohne Abspann 124 Minuten Laufzeit nicht deutlich über den anderen Werken angesiedelt, unterscheidet sich der Film dabei anfangs gar nicht so sehr vom Rest seiner Filme, da uns wunderschöne, verträumte Einstellungen der nächtlichen, asiatischen Großstadt einleiten und mit Details die Umgebungseindrücke für den Zuschauer greifbar werden, bevor eine dröhnende, elegische Score zusammen mit den Bildern schon fast an „Only god forgives“ erinnert. Mitten in seinem Element scheint SABU dann direkt zu agieren, wenn eine Gruppe Kleinkrimineller über ein schief gelaufenes Begräbnis labert und lacht und man sich gemütlich zurücklehnt, um der regen Diskussion beizuwohnen. Aus dem Nichts kommt dann extrem realistische, schmerzend drastische, unwitzige Gewalt ohne Musik oder ironischen Bruch und auf einmal befinden wir uns in „Pusher“-Gefilden, um bei den Refn-Vergleichen zu bleiben, da auf eine ästhetische, aber spröde und unkommentierte Weise drastische Gewalt als Alltagsroutine inszeniert wird, die unser schnell eingeführter Auftragskiller regungslos hinnimmt. Nur dass dies hier mit der Dolce Vita-Ästhetik eines „Bittersweet Life“ oder „The Raid 2“ vermischt wird, nicht mit dreckigen Hinterhöfen.
 
 
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Ein treibender Elektro-Soundtrack, der klingt als hätte Jon Hopkins Philip Glass getroffen, leitet uns nach Tokyo in ein nächtliches Clubsetting, das ansprechend geschmackvoll erotisch, realistisch und stilsicher farbenfroh eingefangen wurde, bevor jazzige Trompeten kurz darauf eine intensive und spannende Hetzjagd im Feld untermalen und ich endgültig weggeblasen war von der Kreativität, Inszenierung, Professionalität und dem allgemeinen Genre, mit dem SABU hier agiert. Etwa eine halbe Stunde lang bietet „Mr. Long“ die exzellent hohe, gewohnte Produktionsqualität, Brutalität und Narrative, die man vom meist koreanischen Rachekino gewöhnt ist, bevor dann der break kommt, und die eigentliche Hauptstory startet. Denn auch Mr. Long ist ein Krimineller sowie Opfer seiner Umstände und SABU wäre nicht SABU, wenn er nicht viel interessierter an der Nebengeschichte und dem Crash verschiedener sozialer Gefüge wäre, denn an dem Spektakel. Und somit folgen nun volle Entschleunigung, Minimalismus, keine Action, kaum Dialoge, wenig Soundtrack bis auf einzelne Klaviernoten und ein schwer verwundeter Hauptcharakter, der durchs Kochen auf sich aufmerksam macht. Ja, ihr habt richtig gelesen, durchs Kochen – denn was im Mittel- und Hauptteil des Films dominiert, ist eine Stimmung, die das Internet wohl als „wholesome“ bezeichnen würde, gemütlich, empathisch, gar entspannt und so wunderbar witzig, teils gar albern, wie man es aus dem Frühwerk kennen kann. Nur haben wir hier keine Shakycam mehr, keine Handkamera in vermüllten Großstadtgassen oder kleinen Büroräumen, sondern großartig geplante und beleuchtete, hoch ästhetische Kamerafahrten und Einstellungen mit Cadrage zum Niederknien, visuellem Storytelling und liebenswerten Charakteren. Hauptdarsteller Chen Chang charakterisiert nonverbal und mit extrem minimalistischem Spiel eine Rolle, die in bluttriefenden Kämpfen sowie als genervter Koch überzeugt und nie zum Abziehbild gerät, der Kinderdarsteller ist tatsächlich auch nuanciert genug, nicht zur Trope zu verkommen.
 
 
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Im leichtfüßigen, rasend schnellem Tempo gleitet man durch diesen fantastisch menschlichen, lakonischen, leisen, witzigen, ästhetischen und simpel erzählten Film, bevor der Fokus sich gar auf eine Romanze legt und sehr natürliche, süße Flirtereien und Sprachverwirrungen vorkommen, deren Synchronisation für japanisch-mandarine Gespräche ich mir nicht vorstellen möchte. Keine Gangster, kein Mr. Long, keine Gewalt und doch befindet man sich auf einmal eine Stunde im Film und fragt sich, worauf genau es jetzt hinauslaufen soll oder wird. Viele Zuschauer werden sich, gerade nach dem furiosen Intro, sicherlich an dem bewussten Tempo des Films stoßen, an der Vermeidung von Konflikt im Mittelteil – doch genau mit diesen Kontrasten und Genres spielt SABU federleicht, nur um anschließend dann die wohl persönlichsten, drastischsten und unangenehmsten Szenen zu servieren, die ich bisher in seinen Filmen gesehen habe. Denn „Mr. Long“ hält sich nun absolut nicht zurück und geht in Sozialdramagefilde, die man in einer solchen Drastik vielleicht nicht erwartet hätte. Zweifelsohne bleibt es nuanciert, abwechslungsreich, emotional und punktuell nach wie vor witzig oder spannend, doch die Leichtigkeit geht dem Film absolut verloren und stattdessen sinkt man wie ein Stein im Wasser, zurück auf den Boden der Tatsachen.
 
 
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Eine großartige Tischtennisszene, die Farben mehrerer Kostüme und Settings sowie wiederholende Szenen zum Darstellen von Fortschritt in die ein oder andere Richtung lassen dem Ästheten in mir ein Herz aufgehen und zeigen auf, was für ein Ryan Gosling-ähnlicher Charakter „Mr. Long“ doch tatsächlich ist, doch selbst mir wurde es rund 30 Minuten vor Ende des Films etwas zu langsam, meditativ, stillstehend. Das Finale könnte konsequenter, unkonventioneller und mutiger sein, auch lässt SABU eine lange Zeit fast alle Möglichkeiten offen, doch der Weg dahin ist schockierend und effektiv wie vorher kaum eine Szene, gerade durch den gelungenen Cast. Als letzte Szene dann eine derart kitschig-peinliche, überzogene Farce zu liefern kann man auf mehrere Weise deuten, ich bin mir aber sicher dass hier nicht blind oder aus Versehen agiert wurde.
 
 


 
 
 

MR. LONG – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
„Mr. Long“ ist ein Triumph in Sachen Framing und visuellem Storytelling, ein geradliniger Film mit perfektem Bildfluss, ein mitreißend melodramatisches Werk mit leiser Komik, den mit besten ersten 20 Minuten, die ich so gesehen habe und einem originellen, spannendem Konzept. Ein paar Minuten weniger und ein anderes Ende oder Finale, ich würde von einem meiner absoluten Lieblinge reden, da SABU hier einen seiner reifsten und formvollendetsten Filme geschaffen hat, der eine vielschichtige Tonalität an einer simplen Prämisse aufbaut. Herzerwärmend, spannend, brutal, entspannt, harmlos, menschlich, wunderschön und absolut sehenswert.
 
 
 


 
 
 

MR. LONG – Zensur

 
 
 
Auf dem Cover des Digipacks von „Mr. Long“ prankt ein FSK16-Logo. Die enthaltene Fassung ist ungeschnitten. Fans asiatischer Filmware können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

MR. LONG – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Rapid Eye Movies

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Ryu san; Hong Kong | Japan | Taiwan 2017

Genre: Action, Drama, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Japanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.35:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 128 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Digipack im Schuber

Extras: Berlinale Pressekonferenz, Kinotrailer

Release-Termin: 20.12.2019

 

Mr. Long [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

MR. LONG – Trailer

 
 


 
 
 

Dr. Barry Nyle

(Rechte für Abbildungen stammen von Rapid Eye Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Postman Blues (1997)
 
Bittersweet Life (2005)
 
Happiness (2016)
 
Drive (2011)
 

Filmkritik: „The Shed“ (2019)

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THE SHED

Story

 
 
 

Ein Vampir verschanzt sich in einem Schuppen und stellt damit das Leben eines Teenagers auf den Kopf.


 
 
 


 
 
 

THE SHED – Kritik

 
 
 
Normalerweise verstecken sich Vampire in Särgen, bevor die Sonne aufgeht. Da wird bis zur Abenddämmerung darin verweilt, um sich vor schmerzenden Sonnenstrahlen zu schützen. Mittlerweile ist das Schnee von gestern. Moderne Vampire geben sich mit modrigen Holzkisten nicht mehr zufrieden. Viel zu unbequem und beengend. Das haben auch Macher von Vampirfilmen erkannt, die ständig nach kreativen Lösungen suchen, um das Treiben blutlechzender Dracula-Monster an die heutige Zeit anzupassen. Schluss mit Friedhof, Gruft und Särgen. Blutsauger in aktuellen Horrorfilmen mieten sich abgedunkelte Altbauwohnungen und schlafen in weichen Himmelbetten. Luxus, den der Filmbösewicht in THE SHED wohl auch gern hätte. Der ist schlecht organisiert und hat die Zeit nicht im Blick. Prompt ist es hell und nur ein klappriger Schuppen in Sicht. Gemütlich ist anders.
 
 
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Teenagers Stan hat es nicht leicht. Die Eltern sind unter tragischen Umständen gestorben. Seither ist der Heranwachsende den Launen des cholerischen Großvaters ausgesetzt, der mit seinem Enkel so gar nicht warm werden möchte. Doch der aggressive Vaterersatz ist nur eines der vielen Probleme im Leben von Stan. Auch in der Schule läuft es nicht gut. Zusammen mit Kumpel Dommer wird er von Mitschülern gemobbt. Kann es da noch schlimmer kommen? Natürlich! Eine blutrünstige Vampirbestie nistet sich im Schuppen des Großvaters ein. Die hat mit niemandem erbarmen, der ihr Versteck entdeckt. Leider kommt die Erkenntnis für Großvater Ellis zu spät. Der nimmt die Warnungen des Enkels nicht ernst, schaut im Schuppen nach dem Rechten und wird dafür mit dem Tod bestraft. Da ist Stan nun allein. Der steht unter Schock und macht es sich zur Aufgabe, dass der Bretterverschlag von niemand weiterem betreten wird. Eine gute Sache. Bis plötzlich alles aus dem Ruder läuft.
 
 
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Regisseur und Drehbuchautor FRANK SABATELLA liefert mit THE SHED den zweiten Langfilm ab und macht seine Arbeit ganz ordentlich. Mit kleinem Budget hat er einen soliden Horrorfilm inszeniert, der sich so weit wie möglich vom Vampirmythos entfernt. Anders wie in den üblichen Dracula-Plagiaten wird das Böse hier nicht als charismatischer Frauenverführer in Szene gesetzt, der das weibliche Geschlecht bezirzt und anschließend mit Leidenschaft aussaugt. Der Vampir in THE SHED ist eine zombiegleiche Tötungsmaschine – hässlich, aggressiv und erbarmungslos. Das bekommen auch einige der Figuren im Film zu spüren, die sich furchtlos in den Schuppen begeben und dort in Stücke gerissen werden. Splatterfans wirds freuen, denn Streifen wie 30 DAYS OF NIGHT, VAMPIRE NATION oder DAYBREAKERS lassen grüßen.
 
 
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Interessanterweise besteht THE SHED aus zwei Teilen. Während sich die erste Hälfte damit beschäftigt, wie der unwillkommene Gast von Filmheld STAN in Zaum gehalten wird und nicht aus seinem Versteck flüchten kann, geht die zweiten Filmhälfte weitaus deftigere Wege. Dann nämlich kann sich das Böse einen Weg in die Freiheit bahnen und beginnt das Gute zu terrorisieren. So wird aus subtilem Schrecken plötzlich eine actionreiche Überlebenshatz – etwas zu hektisch aber dafür atmosphärisch. Regisseur FRANK SABATELLA knippst das Licht aus und reduziert die Beleuchtung. Eine gute Methode, um Unbehagen entstehen zu lassen. Da wird unser Held im Dunkel vom Bösen umzingelt und muss seinen Mut zusammennehmen. Als habe man es geahnt, ist in THE SHED auch Liebe im Spiel. Wie es sich für einen Film mit einem Außenseiter gehört, darf ein attraktives Mädchen nicht fehlen, in das sich der introvertierte Sonderling verguckt hat. Da THE SHED auf ein Happy End hinausläuft, ist selbstverständlich klar, dass sich beide am Ende in den Armen liegen. Auch im Horror-Genre ist man vor Kitsch nicht gefeit.
 
 
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Macher FRANK SABATELLA ist ein echtes Arbeitstier und schreibt oder dreht nicht nur selbst Genre-Schocker. Der war schon als Schauspieler im Slasher THE RANGER zu sehen und hat seine Leidenschaft für Horrorfilme zum Beruf gemacht. In Interviews verriet der Regisseur, dass er ein Kind der 1980er ist. Der wurde mit vielen modernen Schockern groß, die im Jahrzehnt der 99 Luftballons in Videotheken verliehen wurden und über Mattscheiben flimmerten. THE SHED beruht auf einer Kurzgeschichte, die von einem Freund von der Filmhochschule Anfang der 2000er geschrieben wurde. Die hinterließ derart Eindruck, dass Sabatella selbst Jahre nach Entstehung immer noch so fasziniert von der Erzählung war, dass er unbedingt daraus einen Film drehen wollte. Gesagt, getan. Das Ergebnis überrascht mit guten Schauspielern und durch souveräne Inszenierung. Darüber hinaus, überzeugt THE SHED durch praktische Effekte. Da fliegen Köpfe durch die Luft und Arme werden abgerissen. Hoch lebe die blutige Handarbeit.
 
 
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THE SHED – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Coming-of-Age-Drama meets Horror. THE SHED ist eine der besseren Indie-Horrorproduktion des Filmjahres 2019, die das brisante Thema vom Mobbing als Horrorfilm verpackt. Zu sehen gibt es Old-School-Horror, der ein wenig an die 1980er erinnert. Ein jugendlicher Außenseiter muss das Böse bekämpfen und bekommt am Ende das Mädchen seiner Träume. Dazwischen Schulsorgen, Raufereien und Proletengehabe. Klingt nach einer Menge Pickelkram und Horrorklischees – ist aber ganz passable Horrorunterhaltung. THE SHED beginnt mit viel Drama und Sorgen – endet im fulminanten Splatterrausch. Das hat man nicht kommen gesehen, zumal sich FRANK SABATELLA ziemlich viel Zeit mit Charakterisierung lässt, um seinen Filmhelden so sympathisch wie möglich zu gestalten. Das Resultat ist um Längen besser als das, was uns der Regisseur vor einigen Jahren mit seinem Regiedebüt BLOOD NIGHT – THE LEGEND OF MARY HATCHET zugemutet hatte. Offenbar hat Sabatella diesmal vor den Dreharbeiten Hausarbeiten gemacht. Auf die Frage, von welchen Filmen er sich für die Arbeit zu THE SHED inspirieren ließ, fielen nämlich Titel bekannter Kultfilme wie THE LOST BOYS, NEAR DARK und FRIGHT NIGHT. Große Klassiker, die ausreichend analysiert wurden – aber natürlich überlegen sind. Macht aber nichts. THE SHED ist stimmig, professionell gemacht und hin und wieder sogar richtig spannend. Ob da Regisseur MIKE MENDEZ seine Finger mit im Spiel hatte? Der fungierte hier als Produzent und ist unter Horrorfilmfans kein Unbekannter. Mendez ist selbst Horrorfilmemacher und war 1996 mit seinem kontroversen MIKE MENDEZ‘ KILLERS in aller Munde.
 
 
 


 
 
 

THE SHED – Zensur

 
 
 
THE SHED hat einige Gewaltmomente zu bieten. Meist passieren die aber im Off und man sieht nur das Ergebnis diverser Morde. Im Finale wird etwas Splatter gezeigt. Da aber alles bei Nacht passiert, werden die Gewalteskapaden in Dunkelheit gehüllt. Hierzulande dürfte THE SHED ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE SHED – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei RLJE Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Near Dark – Die Nacht hat ihren Preis (1987)
 
Fright Night – Remake (2011)
 
Vampire Nation (2010)
 

Filmkritik: „Donnybrook – Below the Belt“ (2018)

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DONNYBROOK – BELOW THE BELT

(DONNYBROOK)

Story

 
 
 
Für den Ex-Marine Earl und seine Familie scheint der einzige Ausweg aus der Perspektivlosigkeit ein illegales Kampfturnier und der Geldgewinn für den Sieger zu sein.

 
 
 


 
 
 

DONNYBROOK – Kritik

 
 
Irgendwie muss man eine Handlung beschreiben – so viel ist klar – und wenn am Ende ein Faustkampf-Turnier steht, dann sollte das erwähnt werden. „Donnybrook“ wird aber trotzdem für viele enttäuschte Gesichter sorgen, weil er von der Story her einfach etwas anderes zu sein scheint, als man im Endeffekt vor sich hat. Nur wer sich darauf einlassen kann, wird mit einem soliden Film belohnt, der Rest wird sich eher ärgern.
 
 
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Der Ex-Marine Earl lebt in ärmlichen Verhältnissen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern. Er würde alles für seine Familie tun und deshalb will er an dem illegalen Faustkampf-Turnier „Donnybrook“ teilnehmen, welches jährlich stattfindet. Dabei gilt, dass er nur gewinnen oder sterben kann. Das liest sich nach einem reißerischen B-Actioner, doch der Kampf steht höchstens in den letzten fünf Minuten im Fokus. Zuvor begleitet man noch den eiskalten Verbrecher Angus, der ein seltsames Ding mit seiner Schwester am laufen hat und ansonsten geht es viel mehr um den Weg zum Austragungsort des Turniers. Das Drehbuch, welches auf dem gleichnamigen Roman von Frank Bill basiert, gibt sich höchst unaufgeregt, still und beobachtend. Es geht um den Wunsch nach einem Neuanfang und um die Erkenntnis, dass man wohl nie aus seiner Haut kann. Das wird authentisch und ohne Übertreibungen eingefangen und besitzt dann eben am Ende noch den Käfigkampf, aber wer sich davon viel erhofft, kann nur enttäuscht sein.
 
 
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„Donnybrook“ mag ein wenig Drogenfilm sein, er mag vielleicht sogar ein ganz bisschen ein Thriller sein, aber vor allen Dingen stellt er ein Sozialdrama dar und auf gar keinen Fall einen Actionfilm. Die Action kommt so marginal vor, dass man sie kaum bemerkt. Nicht mal im ganz kurzen Finale lässt man es hier krachen, weil es der Film darauf einfach nicht anlegt. Viel mehr beobachtet er sein Milieu und zeigt an ein paar Charakteren eine gewisse Hoffnungslosigkeit. Wärme sollte man in diesem Werk nicht suchen, denn sie kommt nur an ganz wenigen Stellen vor. Die Atmosphäre ist düster und pessimistisch. Wer da einen launigen Actionreißer erwartet, schaut in die Röhre und könnte sich aufgrund der Schwere überfordert fühlen. „Donnybrook“ macht nämlich echt keinen Spaß, was hier nicht negativ verstanden werden soll. Diese trostlose Stimmung erzeugt nämlich schon einen gewissen Bann, dem man sich nicht entziehen kann.
 
 
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Trotzdem macht es einem der Unterhaltungswert nicht immer leicht, weil der Film wirklich enorm ruhig gestaltet ist. Nicht mal ein Score wurde oft verwendet. Meistens dominiert Stille das Geschehen, manche Dinge werden nicht mal gezeigt und finden nur im Kopf des Zuschauers statt. Das ist besonders in der ersten Hälfte reichlich trocken, weil da die Zusammenhänge noch nicht komplett geklärt wurden. Der Nebenstrang um Deputy Whalen fällt sogar etwas belanglos aus. Dennoch gewinnt das mit zunehmender Laufzeit immer mehr an Reiz. Man gewöhnt sich an das Tempo und in der zweiten Hälfte wird es deutlich unterhaltsamer. Die kurzen Kampfeinlagen am Ende hätten dann gar nicht mehr zwingend sein müssen, bringen aber natürlich noch etwas Abwechslung mit sich.
 
 
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Über die Darsteller kann man sich nicht beklagen. Jamie Bell spielt seine Rolle äußerst zurückhaltend, was hier angebracht ist. Frank Grillo ist als eiskalter Killer wirklich verachtenswert, macht das aber gut und Margaret Qualley besitzt auch irgendwie das gewisse Etwas. Die Figurenzeichnung gestaltet sich teilweise als recht ambivalent, weil es in „Donnybrook“ eigentlich keinen echten „Guten“ gibt. Mit Sympathien hält man sich stark zurück, doch gerade diese Ecken und Kanten machen dann die Menschlichkeit aus. Das ist dermaßen unaufgeregt, dass es schon fast dadurch wieder markant wird, weil man hier eben nicht danach schreit möglichst auffallend zu sein. Letztendlich hat auch Regisseur Tim Sutton seine Sache solide gemacht. Der Film wurde sehr ruhig inszeniert und die Bilder werden so gut wie niemals hektisch. Eine gewisse Melancholie schwebt auch in der Machart, wird jedoch selten richtig greifbar. Zusätzlich gibt es eine Prise Gewalt. Zwar ist die Freigabe ab 18 Jahren vielleicht etwas übertrieben, aber andererseits wird die Gewalt so beiläufig und selbstverständlich gezeigt, dass sie schon eine rohe Wirkung besitzt.
 
 


 
 
 

DONNYBROOK – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
„Donnybrook“ ist nichts für Actionfans! Das sollte jedem zuvor klar sein. Man bekommt ein reines Drama geboten, welches mit Action absolut nichts zu tun hat. Die Handlung ist simpel, funktioniert aber, weil sie ihre Personen so gut beobachtet. Passend dazu ist die Figurenzeichnung wunderbar unauffällig und authentisch. Die Inszenierung weiß zu überzeugen und die Atmosphäre besitzt eine kühle Schwere, die keinerlei gute Laune aufkommen lässt. Der Unterhaltungswert ist allerdings durchwachsen, denn bei der Langsamkeit kommen zwangsläufig Längen auf. Zwar ist das Schauspiel durchweg brauchbar, aber Highlights gibt es eigentlich keine und wer sich nicht auf ein sehr langsames Drama einlassen möchte, lässt von „Donnybrook“ besser die Finger. Alle anderen können ruhig einen Blick riskieren!
 
 
 


 
 
 

DONNYBROOK – Zensur

 
 
 
„Donnybrook – Below the Belt“ hat von der FSK eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten. Die Fassung ist ungeschnitten, darf aber nur von Volljährigen gekauft oder gesehen werden.
 
 
 


 
 
 

DONNYBROOK – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Films (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Donnybrook; USA 2018

Genre: Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 101 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 28.11.2019

 

Donnybrook – Below the Belt [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

DONNYBROOK – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Red, White & Blue (2010)
 

Filmkritik: „The Silence“ (2019)

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THE SILENCE

Story

 
 
 
In „The Silence“ wird die Menschheit von einer unbekannten Parasitenart überfallen, die ein enorm gutes Gehör besitzt. Es gilt also: Nur, wer sich absolut still verhalten kann, hat auch Chancen zu überleben.

 
 
 


 
 
 

THE SILENCE – Kritik

 
 
Die Story von „The Silence“ mag denen, die „A Quiet Place“ gesehen haben ziemlich bekannt vorkommen. Da dieser 2018 einer der größten Überraschungs-Hits war, liegt der Verdacht nahe, dass man es hier mit einer Kopie zu tun hat, weil andere auch etwas vom Kuchen abhaben wollten. Das wäre jedoch unfair, weil die Dreharbeiten zu „The Silence“ bereits 2017 begannen, außerdem basiert das Ganze auch noch auf einem Roman. Trotzdem sind Vergleiche natürlich nicht zu verhindern, da sich die Szenarien sehr ähneln. Man hat aus der Geschichte jedoch eine sehr eigenständige Variante gemacht, die äußerst kurzweilig daherkommt.
 
 
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In einem Höhlensystem wird eine bislang unbekannte Parasitenart entdeckt, die sich rasch verbreitet und schon bald ganz oben in der Nahrungskette steht. Diese Spezies, welches „Wespe“ genannt wird, ist blind, kann aber äußerst gut hören. Deshalb muss sich jeder enorm still verhalten, wenn er überleben möchte. Nun bekommt der Zuschauer den Überlebenskampf vom Familie Andrews zu sehen, die schon bald nach der Nachricht, was in der Welt vor sich geht, aufbricht, um irgendwie irgendwo bestehen zu können. Wie auch bei „A Quiet Place“ ist ein taubes Familienmitglied vorhanden, Gebärdensprache kommt vor, dominiert das Geschehen jedoch nicht so stark und geflüstert wird ebenfalls reichlich. Viele Elemente sind gleich, doch kopiert wirkt das dennoch niemals, denn dafür sind die Herangehensweisen zu unterschiedlich. Die Parasiten, welche die Prämisse erst möglich machen, sind nicht gerade ein kreativer Höhepunkt, dienen aber sowieso nur als Mittel zum Zweck. Im letzten Drittel schlägt man nämlich überraschend einen doch noch ganz anderen Weg ein. Gerade hier distanziert man sich sehr von „A Quiet Place“. Genügend Eigenständigkeit ist also vorhanden und somit weiß das Drehbuch zu überzeugen.
 
 
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Anfangs gibt es noch ganz normale Dialoge zu hören, denn da ist die Welt noch in Ordnung. Es dauert nicht lange, bis die Wesen angreifen und mit fortschreitender Laufzeit wird immer weniger gesprochen. Hinterher wird oftmals geflüstert oder man verständigt sich über Gebärdensprache. Man muss als Zuschauer also schon mal desöfteren Untertitel lesen, doch allgemein sind die Dialoge, ob nun gesprochen oder in Textform, gar nicht so interessant. Viel packender ist es immer dann, wenn absolute Stille das Treiben beherrscht und man versuchen muss, diese aufrecht zu erhalten. Hieraus schöpft „The Silence“ ein paar spannende Momente, die zwar leider meistens recht flott wieder gelöst werden, aber dennoch für Kurzweil sorgen. Die 90 Minuten Laufzeit sind wirklich zügig vorbei und besitzen keinerlei Längen. Das offene Ende ist fast etwas zu happy geraten, doch allgemein ist die Atmosphäre schön düster und ein wenig postapokalyptisches Feeling kommt mit simplen Mitteln ebenfalls zustande. Das wurde handwerklich schon souverän gestaltet. Die Schauplätze wechseln einige Male und das Tempo ist sehr hoch. Zeitgleich werden viele Szenen aber von dieser Ruhe beherrscht – Ein schöner Gegensatz, der das Geschehen nur noch unterhaltsamer macht. Über die Effekte kann man sich ebenfalls nicht beklagen. Zwar sieht man, dass die Parasiten aus dem Computer stammen und ihr Aussehen ist nicht höchst originell, aber solide ist das durchaus. Zudem gibt es ein paar recht brutale Szenen, die schon weh tun können.
 
 
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Die Darsteller wissen zu überzeugen. Allen voran ist Stanley Tucci absolut souverän in seiner Rolle. Er strahlt eine tolle Ruhe aus, aber auch Kiernan Shipka ist als seine taube Filmtochter gut und die Beiden geben auf jeden Fall die eindringlichsten Leistungen von sich. Vom Rest wird weniger verlangt, doch enttäuscht wird man hier ebenfalls nicht. So viele Darsteller gibt es übrigens gar nicht zu sehen, was im Falle von „The Silence“ gut so ist. Die Figurenzeichnung ist ziemlich normal und zweckdienlich. Viel erfährt man über die Charaktere nicht und wirklich viel erzählen, dürfen sie ja auch gar nicht. Trotzdem sind genügend Sympathien vorhanden, um mit Familie Andrews mitfiebern zu können. Schön ist nebenbei, dass das Verhalten der Protagonisten recht logisch ist und nebenbei bekommt man noch einen unaufdringlichen Score zu hören, der die Atmosphäre gut unterstützt.
 
 
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THE SILENCE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Mit „The Silence“ bekommt der Sinnes-Horror einen weiteren, gelungenen Beitrag spendiert. Der Film erinnert zwar schon sehr an „A Quiet Place“, stellt jedoch keine reine Kopie dar und macht einige Dinge sogar besser. Auf jeden Fall ist er dynamischer und kurzweiliger. Aus der simplen Grundprämisse hat man mit guten Ideen eine ganze Menge gemacht und selbst wenn die Logik manchmal minimal schwächelt, ist das Szenario authentisch umgesetzt. Außerdem gibt es gute Darsteller zu sehen, die handwerkliche Arbeit überzeugt und manche Szenen besitzen eine ordentliche Portion Spannung. Leider kommt das Ende ziemlich abrupt und manche Momente hätten noch deutlich mehr Potenzial gehabt, aber Fans von „A Quiet Place“ sollten sich diese Variante keineswegs entgehen lassen. Unterhaltsam!
 
 
 


 
 
 

THE SILENCE – Zensur

 
 
 
„The Silence“ hat von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten. Die Fassung ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

THE SILENCE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Constantin Film (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Silence; Deutschland | USA 2019

Genre: Thriller, Horror, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD HR 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD HR 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 07.11.2019

 

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THE SILENCE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Constantin Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
A Quiet Place (2018)
 
Bird Box – Schließe deine Augen (2018)