Filmkritik: „Nachtratten“ (1982)

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NACHTRATTEN

(VICE SQUAD)

Story

 
 
 
Einem wahnsinnigen Zuhälter soll eine Falle gestellt werden, doch dieser sieht es gar nicht ein, sich verhaften zu lassen und schwört Rache an der Verräterin.
 
 
 


 
 
 

NACHTRATTEN – Kritik

 
 
 
Das Genre Poliziottesco wurde, wie der Name es schon verrät, vordergründig von den Italieniern bedient und hatte sein Hoch in den 70er Jahren. Dass aber auch ein amerikanischer Film solche Elemente bedienen kann, beweist „Nachtratten“ eindrucksvoll. Wer auf der Suche nach anspruchsvoller Kost ist, wird hier ganz sicher nicht fündig werden. Wer allerdings einen dreckigen, ziemlich skurrilen Film haben möchte, ist hier an der richtigen Adresse, denn abgefahrenes Material bietet dieser Streifen in Hülle und Fülle.
 
 
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Die Prostituierte „Prinzessin“ führt ein Doppelleben. Tagsüber ist sie liebevolle Mutter, aber nachts verdient sie sich ihr Geld mit teilweise schwierigen Kunden. Auf der Straße ist es nicht gerade sicher. Als wäre es nicht schon gefährlich genug, nicht von der Polizei geschnappt zu werden, machen auch noch irre Zuhälter die Gegend unsicher. Einer davon ist Ramrod. Dieser sieht es gar nicht gerne, wenn seine Methoden angezweifelt werden und das lässt er die Frauen dann auch spüren. Als es einer Freundin von der Prinzessin an den Kragen geht, sieht die Polizei die Chance, den irren Zuhälter endlich zu schnappen. Die Prinzessin lässt sich sogar darauf ein den Lockvogel zu spielen. Doch kaum wurde Ramrod gefasst, kann er sich auch schon wieder befreien und danach ist er nur noch auf Rache aus. Das Drehbuch ist schon eine Klasse für sich, was nicht zwangsläufig positiv zu verstehen ist. Es ist echt beeindruckend, was für abstruse Ideen man hier verarbeitet hat und wie leicht man es sich in manchen Fällen macht. Das wirkt nicht mal mehr konstruiert, sondern insgesamt einfach künstlich und null glaubwürdig. Eine Tiefe sollte man hier ebenfalls nicht erwarten. Sieht man von solchen Kritikpunkten jedoch mal ab, dann funktioniert die simple Geschichte gut genug, um den Zuschauer für die folgende Laufzeit interessiert zu halten.
 
 
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Dabei ist es vor allen Dingen die Atmosphäre, die ihren Reiz besitzt. „Nachtratten“ kann oder will sich nämlich niemals so richtig festlegen, ob er nun bierernst erscheinen möchte oder doch eher den Trashfan ansprechen will. Der Grundton ist absolut dreckig und düster, wird aber durch so manch skurrilen Einfall immer mal wieder (freiwillig oder unfreiwillig) aufgelockert. Da sind schon ein paar Szenen vorhanden, bei denen man als Zuschauer eher den Kopf schütteln möchte. Ja, in einer Szene wird es sogar unangenehm albern. Im Großen und Ganzen macht jedoch genau dies die Faszination aus. Irgendwo zwischen reißerischer Trash-Gurke und schmuddeligem Großstadt-Thriller macht es sich „Nachtratten“ gemütlich und der Zuschauer wird mit einer eigenwilligen Stimmung überschüttet, die dann doch irgendwie ziemlich authentisch wirkt. Dazu trägt sicherlich auch die ordentliche Inszenierung von Gary Sherman bei. Den größten Aufwand braucht man hier nicht zu suchen, aber die Bilder der Straße verströmen Glaubwürdigkeit. Hier wirkt alles angebracht dreckig und es macht Spaß sich das anzuschauen. Dass sich wirklich alles bei Nacht abspielt, passt da wie die Faust aufs Auge. Aus handwerklicher Sicht ist das Resultat wirklich hübsch gestaltet.
 
 
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Natürlich gibt es da noch einen Grund, weshalb „Nachtratten“ so gut funktioniert. Dieser Grund hört auf den Namen Wings Hauser. Der Mann spielt hier einen echten Psychopathen und macht dies so eindrucksvoll, dass man ihn nicht so schnell wieder vergessen wird. Alleine sein Blick ist Gold wert und diese Leistung kann sich echt sehen lassen. Die restlichen Darsteller wissen allerdings ebenfalls zu gefallen. So weiß Gary Swanson als Cop zu überzeugen und Season Hubley macht als Prinzessin auch etwas her. Das Schauspiel ist allgemein hochwertig und man hat hier eine Vielzahl von recht seltsamen Figuren entworfen. Diese besitzen zwar nicht den Hauch von einer Tiefe und könnten viel belangloser kaum sein, werden aber eben dadurch aufgewertet, dass sie markant wirken und teilweise einfach reichlich verrückt erscheinen. So entgeht „Nachtratten“ gekonnt der Kritik einer schlechten Figurenzeichnung.
 
 
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Dass es am Ende nicht für den ganz großen Wurf reicht, liegt neben der unentschlossenen Atmosphäre vor allen Dingen an mangelnder Spannung. Zwar wird es immer mal wieder etwas packender, doch das Szenario wirkt zuweilen dermaßen abgehoben, dass man es sowieso nicht so ernst nehmen kann. An Tempo fehlt es dabei allerdings nicht und auch der Aufbau ist erfrischend gestaltet. So dauert es doch einige Zeit, bis das eigentliche Szenario beginnt, wobei all das, was zuvor geschieht, keinesfalls belanglos ist. Besonders in der zweiten Hälfte lässt man es dann ganz gerne mal krachen und das Finale ist ebenfalls gelungen. Die Action-Anteile sind ansprechend verteilt und wenn man obskuren Humor mag, wird man zeitweise auch ordentlich bedient. Die Laufzeit von rund 90 Minuten vergeht so jedenfalls zügig, ohne Längen, aber pure Kurzweiligkeit sieht ebenfalls anders aus. Besonders brutal im grafischen Sinne ist „Nachtratten“ dabei eigentlich nie, wobei er es dennoch hinbekommt roh und dreckig zu wirken. Etwas mehr nackte Haut wäre vielleicht angebracht gewesen, doch alles in einem ist dies schon definitiv kein jugendfreier Film. Die Effekte sind eher simpel, aber in Ordnung. Score und Soundtrack passen perfekt und lassen sich optimal anhören.
 
 


 
 
 

NACHTRATTEN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
„Nachtratten“ wirkt wie ein amerikanischer Poliziottesco und ist teilweise herrlich abgefahren. Besonders die Atmosphäre lebt davon, denn was auf der einen Seite dreckig, düster und brutal ist, wirkt auf der anderen Seite schon fast wieder grotesk. Ein paar Szenen werden jedenfalls am ehesten Trashfans ein Lächeln hervorzaubern. Obwohl das teilweise nicht optimal zusammenpasst und durch ein paar völlig überzogene Momente die Spannung flöten geht, unterhält dieser reißerische Thriller doch ordentlich. Das liegt an einer souveränen Inszenierung, an den guten Darstellern und besonders an Wings Hauser. Die Story stellt dabei eher Mittel zum Zweck dar und Tiefgründigkeit gibt es hier wirklich überhaupt nicht. Dafür bekommt man einprägsame, seltsame Charaktere geboten und die Nachtszene wurde wunderbar schmuddelig eingefangen. Selbst wenn manche Szenen es mit Blödheit etwas übertreiben, stellt „Nachtratten“ einen sehr sehenswerten und schrägen Film dar, den man als Fan solcher Streifen nicht verpasst haben sollte!
 
 
 


 
 
 

NACHTRATTEN – Zensur

 
 
 
„Nachtratten“ lief im Kino ungeschnitten und mit FSK18. Die spätere VHS wurde ungeprüft und ebenso mit FSK18 auf VHS-Kassette veröffentlicht. Es folgte eine DVD, bei der es sich aber um ein illegales Bootleg handelte. Die nun veröffentlichte DVD und Blu-ray aus dem Hause Cinestrange Exteme ist die erste legale Veröffentlichung des Film auf Disc in Deutschland. Leider ist Nachtratten seit 1983 indiziert. Eine Folgeindizierung erfolgte im Jahr 2008. Demzufolge sind alle bisherigen Veröffentlichungen auf dem Index. Das gilt auch für die aktuell erschienen Mediabooks.
 
 
 


 
 
 

NACHTRATTEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 

(c) Cinestrange Extreme (Mediabook Cover A – E | jeweils mit Blu-ray + DVD)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Vice Squad; USA 1982

Genre: Krimi, Thriller

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook

Extras: Hauptfilm auf DVD, 24-seitiges Booklet „NACHTRATTEN – Die Hintergründe und Geheimnisse des Kultfilms“ von Christoph N. Kellerbach, Featurette (20 Min.), Alternativer deutscher Vorspann, Bildergalerie, Trailer

Release-Termin: Mediabook: 15.10.2022

 

„Nachtratten“ ungeschnitten im CINESTRANGE SHOP bestellen

 
 


 
 
 

NACHTRATTEN – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Cinestrange Extreme | StudioCanal)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dirty Harry (1971)
 
Rächer der Nacht (1987)
 

Filmkritik: „Dich kriegen wir auch noch!“ (1998)

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DICH KRIEGEN WIR AUCH NOCH!

(DISTURBING BEHAVIOR)

Story

 
 
 
Wenn Schüler durchdrehen, muss nicht zwangsläufig die Pubertät dafür verantwortlich sein, wie uns „Dich kriegen wir auch noch!“ eindrucksvoll beweist.
 
 
 


 
 
 

DICH KRIEGEN WIR AUCH NOCH! – Kritik

 
 
 
Ende der 90er schien es kurz in Mode zu kommen, Horrorfilme mit einer Schüler-Thematik zu produzieren. Anders ist es wohl kaum zu erklären, dass 1998 gleich zwei Werke entstanden, die mit ihrer Grundthematik doch recht ähnlich erscheinen. Doch während „The Faculty“ einen abgehobenen Weg wählte, wirkt „Dich kriegen wir auch noch!“ schon fast bodenständig. Teilweise vielleicht etwas zu bodenständig, was ihn im Endeffekt aber nicht weniger sehenswert machen soll.
 
 
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Der Teenager Steve zieht mit seiner Familie auf die Insel Cradle Bay. Nach einer tragischen Vergangenheit soll hier ein neuer Start ermöglicht werden. Dazu gehört natürlich auch sich auf der neuen Schule neue Freunde zu suchen. Doch von den hochnäsigen Sportfreaks will Steve lieber nichts wissen. Stattdessen lässt er sich auf die Nerds und Underdogs ein. Besonders Gavin erzählt gerne mal seltsame Geschichten darüber, dass manche Schüler einfach morden dürfen und nicht mal die Polizei dagegen etwas unternimmt. Natürlich hält Steve das für Humbug, doch schon bald soll er erfahren, dass an der Schule etwas Merkwürdiges geschieht.
Menschen, die fremdgesteuert werden, Gedankenkontrolle – Das sind wahrlich keine neuen Ideen. Das lässt sich selbst für 1998 eindeutig behaupten. Die Grundidee ist jedoch eine, die sich schon immer hervorragend für das Horrorgenre angeboten hat. Scott Rosenberg hat aus dem Szenario ein simples, aber dennoch recht effektives Drehbuch geschrieben, welches gelungen mit gewissen Ängsten spielt. Was die Geschichte jedoch am ehesten so interessant macht, ist das amüsante Spiel mit vielen Klischees. Außerdem kann man hier doch ein wenig Gesellschaftssatire entdecken. Wirklich dumm ist „Dich kriegen wir auch noch“ für einen Horrorfilm ganz sicher nicht. Komplett ausgeschöpft wird das Potenzial allerdings ebenfalls nicht, denn dafür wird hier zu viel an der Oberfläche gekratzt, ohne jemals den Kern zu erreichen.
 
 
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Es ist sowieso etwas schade, dass „Dich kriegen wir auch noch“ eigentlich fast ohne Spannungs-Elemente auskommen muss. So richtig packend will das alles niemals werden, denn dafür ist das Geschehen dann doch zu entspannt. Zum Glück wird es trotzdem niemals langweilig, aber hier wäre durchaus mehr drin gewesen. Stattdessen macht es sich der Film relativ gemütlich, gibt sich zwar düster, ist aber dennoch niemals so richtig ernst und animiert eher zu einem Grinsen. Als Horrorfilm funktioniert das deshalb weniger, als kleine Satire dafür umso besser. Obwohl die Laufzeit mit 82 Minuten recht kurz ist, überschlägt sich das Tempo niemals. Es geht alles ziemlich gemächlich zur Sache und das könnte bei dem einen oder anderen Zuschauer schon für ein paar Längen sorgen. Aufgrund einiger netter Einfälle bleibt es jedoch meist unterhaltsam und zum Finale hin herrscht dann auch noch etwas mehr Action. Warum der an sich schon ziemlich harmlose Streifen jedoch ehemals mit einer Freigabe ab 18 Jahren bedacht wurde und diese auch heute noch besitzt, ist allerdings mehr als fragwürdig. Es gibt nur wenig Effekte zu betrachten und blutig wird es wirklich nur selten.
 
 
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Ein ganz klarer Pluspunkt ist dann noch die Besetzung und hier tummeln sich einige bekannte Namen herum. James Marsden ist als Held zwar teilweise ein wenig farblos, kann die Identifikationsfigur aber dennoch solide verkörpern. Die junge Katie Holmes strahlt schon hier ein gewisses Charisma aus und besonders Nick Stahl kann völlig überzeugen. Ebenfalls schön ist die wichtige Nebenrolle von William Sadler, doch auch Bruce Greenwood macht als Bösewicht etwas her. Die Figurenzeichnung gibt sich schlicht und kann nicht viel reißen. Hier eine kleine, tragische Hintergrundgeschichte und dort ein schweres Schicksal – Schon sind die Charaktere fertig. Für viel Tiefgrund reicht das nicht aus und lange werden einem diese Figuren sicher nicht in Erinnerung bleiben, aber trotzdem ist hier alles einigermaßen im grünen Bereich. Das liegt daran, dass die Zeichnung doch irgendwie ganz smart und sympathisch ist.
 
 
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Regisseur David Nutter, der eher für seine Arbeit fürs Fernsehen bekannt ist, legt eine solide Arbeit ab, wobei es an echten Schauwerten eher mängelt und „Dich kriegen wir auch noch“ auch als TV-Film durchgehen würde. So richtig aufwendig wurde er nämlich nicht gestaltet. Das muss natürlich nicht schlecht sein und sauber inszeniert wurde das Treiben definitiv. Es mangelt nur eben ab und zu an gewissen Highlights. Dafür bekommt man eine angenehme Atmosphäre geboten, die ganz geschickt verschiedene Stimmungen miteinander kombiniert. So bekommt man einen typischen Teenie-Horrorfilm mit all seinen Klischees geboten, aber auch etwas Mysterythriller gepaart mit Paranoia. Das Ergebnis ist auf unspektakuläre Art und Weise sympathisch, aber leider zu wenig bedrohlich. Der Score ist solide und vor allen Dingen der Soundtrack ist wunderbar passend.
 
 


 
 
 

DICH KRIEGEN WIR AUCH NOCH! – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
„Dich kriegen wir auch noch“ ist ein solider Teenie-Horrorthriller aus den späten 90ern, bei dem man nur nicht unbedingt ein Highlight erwarten sollte. Das Drehbuch besitzt gelungene Ideen und wurde gut geschrieben, macht im Endeffekt nur etwas zu wenig aus dem vorhandenen Potenzial. Die handwerkliche Arbeit ist sauber, die Darsteller überzeugen und die magere Figurenzeichnung wird durch genügend Sympathien ausgeglichen. Das wurde alles mit relativ wenig Aufwand realisiert, langweilt aber (auch dank der kurzen Laufzeit) so gut wie nie. Etwas mehr Spannung hätte sicherlich nicht geschadet, aber die fast schon locker-amüsante Atmosphäre macht schon irgendwie Spaß. Sicher kein großer Wurf, aber sicher auch kein dummer Film und eigentlich perfekt für einen regnerischen Sonntag-Nachmittag geeignet. Gemütlich und nicht anstrengend!
 
 
 


 
 
 

DICH KRIEGEN WIR AUCH NOCH! – Zensur

 
 
 
„Dich kriegen wir auch noch!“ lief im Kino nur gekürzt, damit er einem jugendlichen Publikum gezeigt werden konnte. Die spätere DVD-Auswertung war aber komplett und frei ab 18 Jahren. Das hat sich bisher nicht geändert. Die erste Blu-ray von „Dich kriegen wir auch noch!“ wurde in ungeprüften Mediabooks von CINESTRANGE EXTREME veröffentlicht. Das Label schob im Dezember 2022 eine KeepCase-Auflage nach. Diese besitzt den roten FSK-Sticker und ist ebenso ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

DICH KRIEGEN WIR AUCH NOCH! – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Cinestrange Extreme (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Cinestrange Extreme (Mediabook Cover A – C | jeweils mit Blu-ray + DVD)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Disturbing Behavior; USA 1998

Genre: Horror, Mystery, Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DD 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase + Mediabook

Extras: Bildergalerie, Making of, Deleted Scenes, Musikvideo The Flys „Got You Where I Want You“, Alternatives Ende, Trailer Featurette: Hintergründe zum Film und Einordnung in das Teen-Horror-Genre, Die Schnitte der FSK 16-Fassung | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet von Christoph N. Kellerbach, Hauptfilm auf DVD

Release-Termin: Mediabook: 31.08.2022 | KeepCase: 18.11.2022

 

Dich kriegen wir auch noch ungeschnitten im CINESTRANGE SHOP bestellen

 
 


 
 
 

DICH KRIEGEN WIR AUCH NOCH! – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Cinestrange Extreme | Constantin / Highlight Communications)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Faculty (1998)
 
Detention – Nachsitzen kann tödlich sein (2011)
 
The Source (2002)
 

Filmkritik: „Der City Hai“ (1986)

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DER CITY HAI

(RAW DEAL)

Story

 
 
 
Arnold Schwarzenegger, die 80er Jahre, Action, Mafia – Was kann da noch schiefgehen? Vieles, wie leider „Der City Hai“ eindrucksvoll beweist!
 
 
 


 
 
 

DER CITY HAI – Kritik

 
 
 
Wenn es um ikonische Rollen von Arnold Schwarzenegger geht, werden wohl nicht viele den Namen Kaminski nennen. Kurze Zeit nachdem Sylvester Stallone „Die City-Cobra“ darstellen durfte, wurde Arnie zum City-Hai (natürlich nur in den jeweils deutschen Titeln). Doch während Sly in seinem Film wenigstens die Actionfans bediente, ist „Der City Hai“ eine seltsame Angelegenheit geworden, die vorne und hinten nie so richtig zusammenpassen will.
 
 
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Eine Story zu beschreiben, ist da eigentlich schon überflüssig. Es geht um einen Cop, der zu deftige Methoden hatte und deshalb mehr oder weniger ruhiggestellt wurde. Nun ist die Mafia in der Großstadt jedoch zu mächtig geworden und deshalb muss der gute Kaminski es richten. Alles andere ist egal und mehr gibt die Handlung auch nicht her.
Das muss sie im Actiongenre sicherlich auch nicht tun, nur wirkt „Der City Hai“ selten wie ein reiner Actionfilm. Da versucht man einen gewissen Mafia-Hintergrund zu etablieren, der jedoch vollkommen belanglos bleibt und im Endeffekt lediglich Mittel zum Zweck ist. Doch für welchen Zweck? Für reine Action sicherlich nicht, denn davon gibt es hier zu wenig. Das gesamte Drehbuch wirkt zerfahren und kann sich nicht entscheiden. Nichts will so richtig zusammenpassen, so dass man anfangs noch völlig falsche Hoffnungen hat. Die weitere Entwicklung wirkt einfach nur konstruiert und könnte künstlicher kaum sein. Am schlimmsten ist jedoch, dass diese Geschichte so gar keine eigene Handschrift besitzt.
 
 
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Und das bemerkt man vor allen Dingen an der Figurenzeichnung. Diese ist nämlich nicht nur belanglos, sondern in erster Linie doof. 0815-Charaktere, die den Standard bedienen, ist man vom Actionkino gewohnt. Das darf auch gerne so sein. Wie man es allerdings schafft einen eigentlich markanten Arnold Schwarzenegger so belanglos darzustellen, ist schon fast ein Kunstwerk. Es gibt nicht viele Filme mit ihm, in denen er so farblos bleibt. Seine Schuld ist das auf gar keinen Fall. Schwarzenegger tritt mit seinem bekannten Charisma auf und macht ab und zu immer noch Spaß, aber sein Charakter ist so dermaßen schrecklich unentschlossen kreiert, dass dem Zuschauer schon der Spaß vergehen kann. Hinzu gesellt sich die Tatsache, dass alle weiteren Schauspieler überhaupt nichts reißen können. Auch hier tummenln sich manch bekannte Namen herum und die Leistungen wären an sich brauchbar, wenn nicht sämtliche Charaktere hier die Langeweile in reinster Form verkörpern würden. So kommt sicherlich keine Freude auf.
 
 
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Regisseur John Irvin hat sicherlich einige gute Filme gedreht, aber er scheint nicht der geeignete Regisseur für Arnie zu sein. Wobei es durchaus Szenen gibt, die genau das bieten, was der Zuschauer in den 80ern wohl erwartet hat, wenn er einen Film mit diesem Darsteller im Kino besuchte. Dummerweise beißen sich nur gerade solche Szenen mit dem restlichen Erzählton. „Der City Hai“ kann sich nämlich überhaupt nicht entscheiden, was er nun darstellen will. Auf der einen Seite gibt er sich trocken, düster und ernst, nur um dann immer wieder fast schon albern wirkende Szenen zu bieten. Der Spaß bleibt auf der Strecke, weil die Atmosphäre nicht rund erscheint und sich ständig selbst im Wege steht. Aus rein handwerklicher Sicht ist dabei alles im grünen Bereich. „Der City Hai“ wurde gut gefilmt, besitzt seine Schauwerte und macht optisch schon etwas her. Das alleine reicht im Endeffekt jedoch nicht aus, weil die Inszenierung einfach zu unentschlossen ist.
 
 
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Dass sich der Film überhaupt Actionfilm nennen darf, liegt dann wohl auch nur am Hauptdarsteller und am Finale. So viel Action gibt es nämlich gar nicht. Meistens vergehen solche Szenen sehr schnell, nur im Finale lässt man es noch etwas mehr krachen. Kommt es zu Action, macht diese schon Spaß, aber man wünscht sich bei der Sichtung doch durchaus, dass man hier öfter von Schwarzenegger Gebrauch gemacht hätte. Einen wirklichen Nutzen zieht man nämlich weder von seinem Charisma, noch von seiner Statur. So besitzen die 105 Minuten Laufzeit leider einige Längen und so richtig unterhaltsam wird es eigentlich nur noch im Finale. Da darf es immerhin noch ordentlich krachen und brutal genug ist das Werk im Endeffekt auch. Zusätzlich wird das Geschehen von einem soliden Score begleitet. Nur der Soundtrack wurde nicht so passend eingesetzt. Wenn man sich am Ende jedoch mehr gelangweilt gefühlt hat und nur zwei, drei Male schmunzeln konnte, dann weiß man definitiv, dass es doch bessere Filme mit Arnie gibt!
 
 


 
 
 

DER CITY HAI – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
„Der City Hai“ gehört ganz klar zu den schwächeren Werken mit Schwarzenegger, was jedoch ganz eindeutig nicht am Österreicher selbst liegt. Hier ist es eine Kombination aus schwacher Story und unentschlossener Inszenierung. Während es sich das Drehbuch in allen Belangen reichlich leicht macht, kann sich die Regie nicht entscheiden, ob das Treiben nun ernst und düster oder doch eher amüsant und spaßig erscheinen soll. Nimmt man dann noch die enttäuschende Figurenzeichnung dazu, ist das Resultat echt nicht gerade genießbar. Handwerklich ist das gut gemacht, das Finale bietet wenigstens endlich mal solide Action und als Fan von Arnie schaut man ihm natürlich doch irgendwie gerne zu, aber insgesamt ist „Der City Hai“ vergessenswert und wäre da nicht dieser Name in der Hauptrolle, würde dieses Werk heute wohl kaum noch jemanden interessieren.
 
 
 


 
 
 

DER CITY HAI – Zensur

 
 
 
Die aktuelle, deutsche Fassung von „Der City Hai“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Der Kultfilm lief bereits bei seiner Kinoauswertung in den Kinos ungeschnitten ab 16 Jahren. Zu VHS-Zeiten wurde „Der City Hai“ jedoch nur leicht zensiert veröffentlicht. Seit der DVD-Auswertung im Jahre 2001 ist der Actioner aber immer ungeschnitten mit Jugendfreigabe erschienen.
 
 
 


 
 
 

DER CITY HAI – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) StudioCanal (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Raw Deal; USA 1986

Genre: Thriller, Action

Ton: Deutsch PCM 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch PCM 2.0, Französisch DTS-HD MA 5.1, Französisch PCM 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch

Bild: 2.35:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 106 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase

Extras: Arnold Schwarzenegger – Der Mann, der Hollywood auf den Arm nahm, Raw Deal – Ein echter Gangster-Film, Trailer

Release-Termin: KeepCase: 27.10.2022

 

Der City Hai [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

DER CITY HAI – Deutsche UHD

 
 
 
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(c) StudioCanal (4K-UHD und Blu-ray im Steelbook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Raw Deal; USA 1986

Genre: Thriller, Action

Ton: Deutsch PCM 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch PCM 2.0, Französisch DTS-HD MA 5.1, Französisch PCM 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch

Bild: 2.35:1 (3840x2160p UHD) | @23,976 Hz | 4K native, Dolby Vision, HDR10

Laufzeit: ca. 106 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Steelbook

Extras: Arnold Schwarzenegger – Der Mann, der Hollywood auf den Arm nahm, Raw Deal – Ein echter Gangster-Film, Trailer | zusätzlich enthalten: die Blu-ray zum Film

Release-Termin: Steelbook: 27.10.2022

 

Der City Hai [4K-UHD und Blu-ray im Steelbook] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

DER CITY HAI – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei StudioCanal)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die City-Cobra (1986)
 
Harte Ziele (1993)
 
Das Phantom-Kommando (1985)
 

Filmkritik: „The Fog – Nebel des Grauens“ (1980)

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THE FOG – NEBEL DES GRAUENS

(THE FOG)

Story

 
 
 
Im Klassiker von John Carpenter wartet das Grauen im dichten Nebel und eine schreckliche Vergangenheit ist dafür verantwortlich.
 
 
 


 
 
 

THE FOG – Kritik

 
 
 
Nebel ist aus atmosphärischen Horrorfilme nicht wegzudenken und kann, richtig eingesetzt, für eine optimale Stimmung sorgen. Er passt aber auch perfekt zu diesem Genre, denn Nebel schränkt unsere Sicht ein. Die Angst vor dem, was man nicht sehen kann, ist immer groß und John Carpenter kam dann auf die simple, aber höchst effektive Idee den Nebel gleich zu seinem Hauptstar in einem Film zu machen. „The Fog – Nebel des Grauens“ wirkt auf wunderbare Art angestaubt und altmodisch, funktioniert aber selbst heute über 40 Jahre nach seinem Erscheinen noch richtig gut. Dafür ist am ehesten Carpenter selbst verantwortlich, denn der zaubert hier einfach eine ganz tolle Inszenierung hervor.
 
 
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Antonio Bay ist eine ruhige Kleinstadt in Kalifornien an der Küste, mit einem Leuchtturm und sympathischen Einwohnern. Doch am 100. Jahrestag der Stadtgründung soll etwas Schreckliches geschehen. Ein dichter Nebel macht sich vom Meer auf in die Kleinstadt und in diesem Nebel wartet das Grauen. Was hat dies mit dem Tagebuch auf sich, welches Pater Malone einen Abend zuvor gefunden hat? Und was ist in der Vergangenheit geschehen, dass sich scheinbar unheimliche Gestalten im Nebel befinden, um sich zu rächen? Man kann ganz klar sagen, dass die Handlung dünn ist und nicht zu den Highlights von „The Fog – Nebel des Grauens“ gehört. Das ist aber gar nicht schlimm, denn bei Carpenter waren es meist die simplen Ideen, die dann mit ihrer Umsetzung zu überzeugen wussten. Die Hintergrundgeschichte um Schuld und Sühne funktioniert dann aber ganz solide und sorgt noch für etwas Spannung, wenn man den Verlauf der Geschichte noch nicht kennt. Insgesamt wurde das einfache Drehbuch souverän geschrieben, es ist aber trotzdem viel mehr die Umsetzung, die aus dem Werk einen so tollen Horrorfilm macht.
 
 
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Wie John Carpenter den Nebel einsetzt, ist nämlich einfach klasse. Er ist wirklich sehr dicht, leuchtet zudem noch und sorgt für einen wohligen Grusel. Wenn dann noch die Kreaturen zu sehen sind, Augen ganz einfach rot leuchten, dann könnte das zwar kaum viel simpler gestaltet sein, aber es funktioniert ganz prächtig. Das liegt auch mit an einem optimalen Spannungsaufbau. Carpenter lässt sich viel Zeit und steigert den Schrecken zum Finale hin immer mehr. Nebenbei baut er eine wunderbar sympathische Kleinstadt-Atmosphäre auf und auch der Einsatz vom Leuchtturm ist toll. Selbstverständlich ist bei Carpenter auch der Score von Bedeutung, den er natürlich selbst komponiert hat. Wenn sich seine eingängigen Melodien mit den Bildern kombinieren, ist das einfach großartig. „The Fog – Nebel des Grauens“ bietet so richtig schön altmodischen Grusel, der auch wirklich unheimlich ist und eine echt starke Atmosphäre besitzt.
 
 
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Der Unterhaltungswert funktioniert aufgrund der klasse Inszenierung ebenfalls sehr gut, obwohl sich die Ereignisse in „The Fog – Nebel des Grauens“ niemals überschlagen. Der Horror bleibt fast immer subtil und wird fast nie reißerisch. Ein paar kleine Gewalteskapaden dürfen natürlich nicht fehlen, aber sie stehen absolut nicht im Vordergrund. Viel mehr geht es darum ein Geheimnis zu lüften und wenn es dann abends wird, bereitet Carpenter sein Finale mit viel Gefühl vor. Obwohl das Tempo eher gemächlich ist, baut sich da eine angenehme Spannung auf. Genügend Standortwechsel gibt es ebenfalls und allgemein wirken die Kulissen fantastisch. Mit seiner Laufzeit von genau 90 Minuten besitzt das die ideale Laufzeit und so kommt es zu keinerlei Längen. Nebenbei darf man noch ein paar sehr schöne Effekte betrachten. Alleine die Kreaturen aus dem Nebel wurden toll dargestellt und wirken richtig unheimlich.
 
 
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Dass die Figurenzeichnung bei einem Werk wie „The Fog – Nebel des Grauens“ nun nicht so wichtig sein wird, kann man sich mit Sicherheit denken. Tatsächlich ist sie sogar ganz schön schwach, weil man nur sehr wenig über die Charaktere erfährt und sie im Endeffekt allesamt belanglos bleiben. Das stellt dem Werk allerdings überhaupt kein Bein, denn die Figuren sind alle sympathisch und deshalb fällt es kaum auf, dass sie nicht besonders markant gestaltet wurden. Außerdem gibt es da ja dann auch noch solide Darsteller, die ihren Job angenehm machen. Carpenter arbeitete erneut mit Jamie Lee Curtis zusammen, die hier einfach nur sympathisch wirkt. Mit Tom Atkins hat man damals natürlich auch nie etwas falsch gemacht. Hal Holbrook ist passend besetzt und Janet Leigh schaut auch ein paar Male vorbei. Adrienne Barbeau ist charismatisch. Von den Schauspielern werden ganz sicher keine großen Leistungen erwartet, aber trotzdem gibt es in diesem Punkt keinen Grund zu meckern.
 
 
 


 
 
 

THE FOG – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Damals von den Kritikern eher verrissen, heute längst Kult, ist „The Fog – Nebel des Grauens“ ein Werk, welches von seiner tollen Inszenierung lebt. Das Drehbuch ist sehr einfach gehalten, besitzt aber immerhin eine funktionierende Hintergrundgeschichte, die Figurenzeichnung könnte ebenfalls kaum simpler sein, ist aber wenigstens absolut sympathisch. Am ehesten sollte man sich diesen Film wegen seinen großartigen Bildern anschauen. Carpenter baut mit diesen nämlich eine wunderbare Atmosphäre auf, die auf altmodische Art und Weise richtig viel Grusel entstehen lässt. Das ist so richtig schön subtil gestaltet und macht mit seiner unheimlichen Stimmung auch heute noch sehr viel Spaß. Die gesamte handwerkliche Arbeit ist zudem ordentlich und die Darsteller wissen ebenfalls zu gefallen. Außerdem macht der Score wie immer Freude. Vielleicht ist „The Fog – Nebel des Grauens“ nicht der beste Film von Carpenter, aber er gehört auf jeden Fall zu seinen Top-Werken und beweist, wie viel man aus einer simplen Idee herausholen kann!
 
 
 


 
 
 

THE FOG – Zensur

 
 
 
Carpenters „The Fog – Nebel des Grauens“ war schon im Kino, auf VHS und DVD frei ab 16 Jahren und ungeschnitten. Auch die aktuellen 4K/HD-veröffentlichungen sind ebenfalls FSK16 und ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

THE FOG – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Kinowelt – KeepCase Blu-ray

 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Fog; USA 1980

Genre: Horror, Thriller, Klassiker

Ton: Deutsch DTS-HD HR 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD HR 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

Medium Blu-ray im Keepcase mit Wendecover

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase

Extras: Trailer

Release: 10.10.2008

 

The Fog – Nebel des Grauens [Blu-ray – Erstauflage] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE FOG – Deutsche Blu-ray Neuauflage (2018)

 
 
 
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(c) StudioCanal – KeepCase Blu-ray (2 Blu-rays)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Fog; USA 1980

Genre: Horror, Thriller, Klassiker

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch PCM 2.0, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

Medium Blu-ray im KeepCase

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Extras: Audiokommentar mit John Carpenter und Debra Hill (Englisch, Optionale Deutsche Untertitel, Optionale Französischen Untertitel), Audiokommentar mit Adrienne Barbeau, Tom Atkins und Tommy Lee Wallace (Englisch, Optionale Deutsche Untertitel, Optionale Französischen Untertitel), Retro-Dokumentation: „Vergeltung: John Carpenters ‚The Fog'“ (44:15 Min.), Featurette: „The Shape of the Things to come: John Carpenter Un-Filmed“ (8:44 Min.), Featurette: „Horrors Hallowed Ground mit Sean Clark“ (20:22 Min.), Einführung von John Carpenter (SD, 8:17 Min.), Geschnittene Szenen (4:10 Min.), Das Storyboard (1:26 Min.), Szenenanalyse von John Carpenter (SD, 3:30 Min.), Die Angst im Film (7:42 Min.), TV-Spots (1:36 Min.), Kinotrailer (2:50 Min.),, Bildergalerie inklusive Hinter den Kulissen (8:02 Min.)

Release 08.11.2018

 

The Fog – Nebel des Grauens [Blu-ray – 2 Disc-Neuauflage] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE FOG – Deutsche 4K-UHD-Blu-ray

 
 
 
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(c) StudioCanal – KeepCase UHD (1 Blu-ray + 1 UHD)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Fog; USA 1980

Genre: Horror, Thriller, Klassiker

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch PCM 2.0, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch

Bild: 3840x2160p UHD (2.35:1) | @24 Hz 4K native, Dolby Vision, HDR10

Laufzeit: ca. 90 Min.

Medium 4K-UHD-Blu-ray im KeepCase

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Extras: Audiokommentar mit John Carpenter und Debra Hill (Englisch, Optionale Deutsche Untertitel, Optionale Französischen Untertitel), Audiokommentar mit Adrienne Barbeau, Tom Atkins und Tommy Lee Wallace (Englisch, Optionale Deutsche Untertitel, Optionale Französischen Untertitel)

Release 14.02.2019

 

The Fog – Nebel des Grauens [4K-UHD + Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE FOG – Trailer

 
 


 
 

Benjamin Falk

(Das Copyright der für diese Review genutzten Grafiken liegen bei Studiocanal)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Fog – Nebel des Grauens (2005)
 
Die Rückkehr der reitenden Leichen (1973)
 
Der Nebel (2007)
 

Filmkritik: „The Passenger“ (2021)

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THE PASSENGER

(LA PASAJERA)

Story

 
 
 
Eine anstrengende Tour mit dem Bulli verwandelt sich in eine tödliche Alieninvasion. Oder: Was nutzt das politische Argument, wenn ich von einer zwei Meter langen Zunge erdrosselt werde?
 
 
 


 
 
 

THE PASSENGER – Kritik

 
 
 
Der spanische Independent Film, wieviel Freude hat er uns bereitet? Von Aktion Mutante über Perdita Durango bis zum Mad Circus präsentiert das spanische Kino immer wieder einen wilden Expressionismus, der nirgendswo anders zu finden ist. Es scheint noch das Blut der spanischen Anarchisten in diesen Filmen zu schlummern. Da, wo andere westeuropäische Produktionen in Tugenden wie dem Subtilen und Untergründigen glänzen, hat es sich der spanische Film zum Ziel gesetzt, eben diese Tugenden durch hemmungslose Übertreibung ad absurdum zu führen.
 
 
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Das Scifi-Horror-Roadmovie The Passenger hat eigentlich alle Zutaten, die eben solch ein Filmvergnügen gewährleisten können: Vier Personen mit unterschiedlichsten Motiven fahren in einem VAN durch eine menschenkarge naturbelassene Einöde, um eine abgestürzte außerirdische Sonde zu finden. Deren glibberiger Inhalt infiziert gleich die jüngste Protagonistin des Teams, um zusammen mit einem folgenschweren Unfall für eine wilde Menschenjagd der Körperfresser zu sorgen. Dabei sind es besonders die gut durchdachten Dialoge der ersten halben Stunde, die für Erheiterung sorgen: der Fahrer des Van kämpft mit machistischer Attitüde gegen Vertreter der Moderne. Er muss sich in seinem uralten Van mit differenzierten Argumenten des neuen Feminismus herumschlagen und kann als Antwort lediglich seinen vorzeitlichen Kassettenrekorder laut aufdrehen.
 
 
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Alles deutet auf einen grundsätzlichen Konflikt hin: antagonistische Weltauslegungen kämpfen gegeneinander an und eskalieren über den spontanen Einsatz des Horrors: auch wenn der spanische Macho mit Argumenten nicht punkten kann, beim Töten von außerirdischen Parasiten ist er in den späteren Szenen des Films ganz in seinem Element.
Dabei sind gerade zum Ende des Werks zahlreiche Drehbuchentscheidungen an Schwachsinnigkeit kaum zu überbieten: während die genre-typische meist einvernehmliche Isolation der Hauptdarsteller zwecks Zurschaustellung blutiger Metzel-Effekte den Fans des Horror-Genres heute nur noch ein müdes Lächeln auf die Lippen zaubert, kitzeln hier die gezielten Autounfälle zur Bekämpfung außerirdischer Passagiere schon ein arges Stirnrunzeln beim Betrachter hervor.
 
 
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THE PASSENGER – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ob nun die zahlreichen Ungereimtheiten als Hommage an das Genre interpretiert werden sollen, bleibt dahingestellt. Fakt ist: sie funktionieren nicht und das ist wohl die größte Schwäche des Films: die wüste Aneinanderreihung irrationaler Entscheidungen schließt letztendlich eine Anteilnahme des Betrachters aus.
 
 
 


 
 
 

THE PASSENGER – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Passenger“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE PASSENGER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) PIERROT LE FOU (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: La Pasajera; Spanien 2021

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.10:1 | @24 Hz

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook

Extras: Making-Of, Kurzfilme der Regisseure Fernando González Gómez und Raúl Cerezo, Trailer, 24-seitiges Booklet inklusive Interview, Poster, Film auf DVD

Release-Termin: Mediabook: 30.09.2022

 

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THE PASSENGER – Trailer

 
 


 
 
 

Oleg Katschingski

(Rechte für Grafiken liegen bei PIERROT LE FOU)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Tucker and Dale vs Evil (2010)
 
Scouts vs. Zombies – Handbuch zur Zombie-Apokalypse (2015)
 
Get Out (2017)
 

Filmkritik: „Paranormal Activity: Next of Kin“ (2021)

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PARANORMAL ACTIVITY: NEXT TO KIN

(PARANORMAL ACTIVITY 7)

Story

 
 
 
Margot hat ihre Mutter nie kennengelernt, da sie zur Adoption freigegeben wurde. Als junge Erwachsene möchte sie mehr über die Hintergründe ihrer Familie erfahren. Die Suche nach ihrer Vergangenheit wird aufgenommen und soll zur ganz persönlichen Dokumentation werden. Es dauert auch nicht lange, bis Margot herausfindet, dass ihre Mutter scheinbar aus einer Amisch-Glaubensgemeinschaft stammte. Dort wird Magot mit ihrem Freund sogar recht herzlich aufgenommen. Es dauert allerdings ebenfalls nicht lange, bis sich herausstellt, dass mit der Gemeinschaft etwas nicht stimmt. Scheinbar hatte Margots Mutter damals gute Gründe ihr Baby wegzugeben.
 
 
 


 
 
 

PARANORMAL ACTIVITY: NEXT TO KIN – Kritik

 
 
 
„Paranormal Activity“ schlug 2007 ein wie eine Bombe. Der Film war höchst simpel gestaltet, kostete dementsprechend wenig, war nebenbei jedoch dermaßen effektiv inszeniert, dass er zum echten Hit wurde. Da ließen mehrere Fortsetzungen natürlich nicht lange auf sich warten und selbst zu zwei Spin-offs kam es. 2015 sollte mit „Ghost Dimension“ dann jedoch Schluss sein und das war auch gut so. Es kann sich eben nicht jedes Konzept ewig halten. Doch genauso, wie man „Saw“ nicht ruhen lassen kann, gelingt es den Studios auch nicht die Finger vom Namen „Paranormal Activity“ zu lassen. Die Marke war einfach mal zu lukrativ. Und so gibt es mit „Next of Kin“ den nächsten Eintrag in diese Reihe, der sich jedoch recht losgelöst von den restlichen Teilen betrachtet. Gerade weil man hier zusätzlich eigenständige Wege geht, wirkt der Titel fast eher wie eine Mogelpackung. Nur hätte das Ergebnis unter selbstständigem Namen sicherlich deutlich weniger Leute angelockt. Alles halb so wild, wenn denn wenigstens der Film gut geworden ist. Aber ist er das? Leider nur bedingt. Während Genre-Fans durchaus mal einen Blick riskieren dürfen, sollten vor allen Dingen Fans des Originals hier eher vorsichtig sein.
 
 
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Abgesehen von den Spin-offs waren alle Teile der „Paranormal Activity“ Reihe gewissermaßen miteinander verknüpft. Man hätte also eigentlich schon erwarten dürfen, dass es so weitergeht, wenn man es mit einer offziellen Fortsetzung zu tun bekommt. „Next of Kin“ erzählt allerdings seine eigene Geschichte und hätte den Titel „Paranormal Activity“ rein inhaltlich nun wirklich nicht gebraucht. Was hier erzählt wird, ist vom Aufbau her zwar solide gestaltet, aber auch schrecklich durchschnittlich, weil solche Zutaten einfach schon zu oft vorhanden waren. Über eine richtige Auflösung hat man sich ebenfalls keine Gedanken gemacht. Das ist doch sehr schlicht geschrieben und holt im Jahre 2022 wohl keinen mehr so richtig ab.
 
 
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Dafür rettet Regisseur William Eubank mit seiner Inszenierung das, was zu retten ist. Besonders der mittlere Teil ist wirklich effektiv gestaltet und allgemein kann man über die Inszenierung nicht meckern. Das bleibt oftmals subtil genug, verzichtet auf große Effekthascherei und so kann das Geschehen seine Wirkung manchmal schon ganz ordentlich entfalten. Leider hat es Herr Eubank nur mit dem Fake-Doku-Stil nicht so ganz ernst genommen. Da gibt es nämlich einige Szenen, die doch schon eher wie aus einem richtigen Film wirken. Künstlerische Freiheiten mögen zwar erlaubt sein, aber bisher hatte diese Reihe vor allen Dingen ihre Authentizität ausgemacht. An der handwerklich soliden Arbeit ändert dies trotzdem nichts. Die simplen Schauplätze erfüllen ihren Zweck und wie bereits erwähnt, gibt es schon ein paar ziemlich starke Szenen zu betrachten.
 
 
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In diesen kommt dann sogar eine ansprechende Atmosphäre auf, wobei man den größten Horrorschocker eher woanders suchen sollte. „Next of Kin“ besitzt seine unheimlichen Momente, gruselt insgesamt aber trotzdem etwas zu wenig. Vor allen Dingen sitzen die Jumpscares eigentlich kaum. Dass man gewissen Markenzeichen treu geblieben ist, ist natürlich gerade für Fans eine feine Sache und dennoch muss man sagen, dass die Originalreihe das alles stimmungsvoller hinbekommen hat. Das mag jedoch auch am erweiterten Schauplatz liegen. Dieser wurde ja schon in den früheren Filmen immer weiter ausgedehnt und betrifft nun dieses Mal eben ein ganzes Dorf. Die Idee muss nicht schlecht sein, aber es fehlt etwas die ausweglose Isolation. Sowieso wird man das Gefühl nicht los, dass es hier ruhig noch böser und düsterer zur Sache hätte gehen dürfen. Manche Szenen hätten definitiv das Zeug für noch mehr Terror gehabt.
 
 
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Von großer Langeweile kann man insgesamt nicht sprechen, aber eine Unterhaltungsbombe sollte man ebenfalls nicht erwarten. Das erste Drittel lässt sich Zeit, ist unspektakulär, als Anfang jedoch okay. Danach wird ganz solide Spannung aufgebaut und das Finale muss es dann doch etwas zu sehr übertreiben. Spätestens hier ist Schluss mit subtilem Grusel. Die knapp 100 Minuten Laufzeit besitzen im Endeffekt zwar kaum Längen, hätten aber durchaus fesselnder sein können, wenn z.B. die Figurenzeichnung sympathischer ausgefallen wäre. Die drei Hauptfiguren sind halt einfach da. Sie stören dabei nicht, wachsen dem Zuschauer aber auch kaum ans Herz. Aus schauspielerischer Sicht bekommt da niemand viel zu tun, wobei alle Leistungen passabel sind. Es fehlt hier trotzdem insgesamt an einprägsamen Charakteren und das raubt dann leider doch wieder Spannung. Dafür gibt es sogar fast eine Art Score zu hören, was ebenfalls beweist, dass man es mit der Mockumentary nicht ganz so eng sah.
 
 


 
 
 

PARANORMAL ACTIVITY: NEXT TO KIN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
„Paranormal Activity: Next of Kin“ hätte es weder unter diesem Markentitel, noch sonst irgendwie gebraucht. Wer auf Mysteryhorror abfährt, bekommt aber dennoch ein ganz passables Exemplar geboten. Zwar hat der Film nichts mit der Originalreihe zu tun und die Story könnte viel simpler auch kaum sein, aber wenigstens funktioniert der filmische Aufbau. Hier macht Regisseur Eubank seine Sache zum Glück brauchbar und bietet ein paar echt gut gemachte Szenen. Der gesamte Stil ist etwas unentschlossen und als Mockumentary geht „Next of Kin“ nur bedingt durch. Außerdem bedient man die Markenzeichen der Reihe dann doch eher beliebig. Trotzdem ist der Film handwerklich gut gemacht und die Atmosphäre lässt teilweise einen netten Grusel entstehen. Das ist besonders im mittleren Teil sogar mal recht spannend, vergeht einigermaßen kurzweilig, besitzt aber auch ein zu übertriebenes Finale und zu nichtssagende Figuren. Abgeschlossen wirkt der Film nicht und man darf gespannt sein, ob die Marke „Paranormal Activity“ demnächst weiter gemolken wird. „Next of Kin“ tut jedenfalls nicht weh, ist aber fernab von originell zu verbuchen!
 
 
 


 
 
 

PARANORMAL ACTIVITY: NEXT TO KIN – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Paranormal Activity: Next of Kin“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

PARANORMAL ACTIVITY: NEXT TO KIN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Paramount Home Entertainment (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Paranormal Activity: Next of Kin; USA 2021

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DD 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch (Hörfilmfassung) DD 5.1, Französisch DD 5.1, Italienisch DD 5.1, Japanisch DD 5.1, Spanisch DD 5.1, Lateinamerikanisches Spanisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch, Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch, Lateinamerikanisches Spanisch

Bild: 2.39:1 | @24 Hz

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase

Extras: Entfernte Szenen (ca. 26 Min.), Alternatives Ende, Trailer

Release-Termin: KeepCase: 13.10.2022

 

Paranormal Activity: Next of Kin [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

PARANORMAL ACTIVITY: NEXT TO KIN – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Paramount Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Paranormal Activity (2007)
 
Paranormal Activity 2 (2010)
 
Paranormal Activity 3 (2011)
 
Paranormal Activity 4 (2012)
 
Paranormal Activity: Die Gezeichneten (2014)
 
Paranormal Activity: Ghost Dimension (2015)
 

Filmkritik: „The Medium“ (2021)

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THE MEDIUM

Story

 
 
 
Was als Dokumentation über Schamanismus beginnt, wird schon bald zu einem dämonischen Horrortrip, der kein gutes Ende zu nehmen scheint.
 
 
 


 
 
 

THE MEDIUM – Kritik

 
 
 
Die Mockumentary bleibt im Horrorfilm ein beliebtes Stilmittel. Warum sollte sich also nicht auch mal ein südkoreanisches Werk an diesem Mittel bedienen? „The Medium“ besitzt streng genommen eigentlich keinerlei neue Zutaten, mischt bekannte Elemente allerdings ein wenig anders zusammen und wirkt so immerhin einigermaßen eigenständig. Der große Wurf bleibt zwar aus, aber für Genrefans ist dieser Film dennoch einen Blick wert.
 
 
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Eine Filmcrew will eine Dokumentation über eine thailändische Schamanin drehen. Während der Dreharbeiten machen sie auch Bekanntschaft mit ihrer Nichte Mink. Diese zeigt Symptome, dass ihr vielleicht der Schamanismus vererbt wird und da sowieso bald eine Zeremonie ansteht, soll alles auf Film verfolgt werden. Doch das Verhalten von Mink wird immer sonderbarer und es dauert nicht lange, da gilt es als zweifelhaft, ob das, was ihr da gerade geschieht, wirklich im Sinne vom Schamanismus ist. Scheinbar hat eine böse Kraft Besitz von Mink ergriffen. Die Story besitzt nun nicht gerade viele Zutaten, die man aus dem Horrorbereich nicht schon in- und auswendig kennt. Lediglich die Tatsache, dass alles wie eine lehrreiche Dokumentation über den Schamanismus beginnt, grenzt sich da von anderen Vertretern dieser Art noch etwas ab. Allgemein ist der Erzählstil relativ eigenständig und trotzdem kommt einem das als Fan solcher Werke irgendwie alles schon bekannt vor. Überraschungen gibt es da nur wenige, Erklärungen gibt es keine und die Geschichte wird etwas langatmig erzählt. Außerdem kann sich auch „The Medium“ nicht vor den typischen Fehlern der Mockumentary schützen.
 
 
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Diese sollten bekannt sein. Es ist einfach unglaubwürdig, wenn das Filmteam in den schlimmsten Gefahrensituationen einfach weiter filmt. Sowieso ist die Frage berechtigt, warum das Werk überhaupt im Stile einer Mockumentary gedreht wurde. So richtig ernst nimmt den Stil hier nämlich niemand. So gibt es ständig Soundeffekte und einen Score zu hören und manchmal fühlt man sich als Zuschauer auch nicht mehr so, als würde man hier gerade eine Fake-Doku schauen. So groß der Reiz dieser Herangehensweise also auch sein mag, es gab definitiv schon Werke, die das authentischer hinbekommen haben. Ansonsten gibt es an der Inszenierung allerdings nicht viel auszusetzen. Das kommt ohne große Effekthascherei aus, wirkt zuweilen fast bodenständig und bietet ein paar hübsche Bilder. Die Atmosphäre hingegen funktioniert nicht immer so gut. Es mangelt „The Medium“ an Bedrohlichkeit und an Grusel. Da kommt zwar immer wieder Horror in angenehmen Portionen auf, aber subtilen Spuk sucht man eher vergebens und das Resultat macht einfach zu wenig Angst. Das ist schade, weil die Stimmung an sich doch sehr düster und hoffnungslos erscheint. Nur wird hier zu wenig daraus gemacht.
 
 
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Ein wenig liegt das sicher auch an der Figurenzeichnung, die doch reichlich mau erscheint. Es gibt allgemein nur wenige Hauptfiguren und einen echten Draht kann man zu keinen der Charaktere aufbauen. Ebenfalls schade ist, dass das gesamte Filmteam so wenig involviert ist. Wer da gerade filmt, bekommt man kaum mit, weil dem Zuschauer die Crew nicht näher gebracht wird. Das wäre aber vorteilhaft gewesen, wenn man mit den Figuren mitfiebern soll. So beobachtet man einfach nur den Untergang von ein paar Leuten, mit denen man sowieso nichts anfangen kann. Die deutsche Synchronisation klingt zudem etwas künstlich und ist nicht so prickelnd. Die darstellerischen Leistungen soll das nicht unbedingt schmälern, denn hier wird man grundsolide bedient. Mehr allerdings auch nicht. Kein Schauspiel will sich so richtig einprägen und leider muss man deshalb von Belanglosigkeit sprechen, selbst wenn die Leistungen wirklich alle brauchbar sind.
 
 
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Mit einer üppigen Laufzeit von guten zwei Stunden ist „The Medium“ nicht gerade kurz ausgefallen und das bemerkt man als Zuschauer. Diese Laufzeit ist keineswegs notwendig gewesen. Nach einer etwas längeren Einleitung, die wirklich noch halbwegs als Doku durchgehen könnte, beginnt man nämlich auch direkt mit dem Horror, lässt sich für diesen dann aber reichlich Zeit. Die ein oder andere Länge entsteht und die vielen Texteinblendungen zwischendurch unterbrechen immer wieder die Illusion der Echtheit. So richtig spannend will das alles kaum werden, aber das fast halbstündige Finale kommt dann reichlich versöhnlich daher. Hier erreicht der Horror seinen Höhepunkt und es wird mächtig finster. Die letzte halbe Stunde macht enorm viel Spaß und haut dermaßen rein, dass man über die ein oder andere Länge zuvor gerne hinwegsehen mag. Auch bestätigt sich hier noch mal der wirklich düstere Grundton des Films. Mit vielen Effekten braucht man bei „The Medium“ nicht zu rechnen und besonders brutal wird es ebenfalls nicht. Dies sind beides Elemente, die der Film jedoch nicht notwendig hat und diese Bodenständigkeit tut ganz gut. Seine Freigabe ab 16 Jahren hat sich das Werk natürlich dennoch verdient. Der Score besteht oftmals eher aus Geräuschen, erfüllt seinen Zweck aber solide.
 
 


 
 
 

THE MEDIUM – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
„The Medium“ ist für Freunde des Genres durchaus zu gebrauchen, er stellt jetzt aber auch nichts Weltbewegendes dar. Der Mockumentary-Stil wurde wenig authentisch benutzt und ergibt an manchen Stellen wenig Sinn. Außerdem bemerkt man ihn manchmal eigentlich kaum. Ob das nun positiv oder negativ ist, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist jedoch, dass die Handlung nicht viel Neues zu bieten hat, die Figurenzeichnung zu belanglos erscheint und die Laufzeit auch gut und gerne um ca. eine halbe Stunde reduziert hätte werden dürfen. Sieht man von diesen Mängeln allerdings ab, dann bekommt man eine solide Qualität geboten. Die Atmosphäre besitzt zwar nicht sonderlich viel Grusel, aber der Horror kommt dennoch oftmals gut zur Geltung. Besonders in der letzten halben Stunde, die wirklich sehr gut gelungen ist. Die Darsteller erledigen ihre Job zufriedenstellend und die Sache mit dem Schamanismus bringt wenigstens noch etwas Eigenständigkeit mit sich. Von daher sicher kein Must-see, aber nice to have!
 
 
 


 
 
 

THE MEDIUM – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Medium“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE MEDIUM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Plaion Pictures (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Plaion Pictures (Blu-ray + Bonusfilm „Shutter – Sie sind unter uns im Medium“ auf einer 2. Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Medium; Südkorea | Thailand 2021

Genre: Horror, Thriller Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 130 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase

Extras: Bildgalerie, Trailer | zusätzlich im Mediabook: Bonusfilm „Shutter – Sie sind unter uns“ (2004), Interviews, Behind the Scenes, Das Fotophänomen, Originaltrailer, Trailershow, Booklet

Release-Termin: Mediabook + KeepCase: 28.07.2022

 

The Medium [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

The Medium [Blu-ray + Bonusfilm „Shutter – Sie sind unter uns im Medium“ auf einer 2. Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE MEDIUM – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Plaion Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Wailing (2016)
 
Erlöse uns von dem Bösen (2014)
 

Filmkritik: „The Cellar – Verlorene Seelen“ (2022)

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THE CELLAR – VERLORENE SEELEN

(THE CELLAR)

Story

 
 
 
Für eine Familie wird der günstige Kauf eines alten Herrenhauses auf dem Land schon bald zum wahren Horrortrip, denn im Keller lauert das Böse.
 
 
 


 
 
 

THE CELLAR – Kritik

 
 
 
Von „The Cellar – Verlorene Seelen“ war ehrlich gesagt nicht besonders viel zu erwarten. Ein deutscher Zusatztitel, der nicht beliebiger wirken könnte, eine Story, die es in den letzten Jahrzehnten immer wieder gab und eine Aufmachung, die nahezu danach schreit in der Belanglosigkeit unterzugehen. Doch siehe da: Der Film kommt nicht nur überraschend hochwertig daher, sondern er schafft es gleichzeitig auch noch relativ eigenständig zu wirken. Wer dem B-Movie-Grusel nicht abgeneigt ist und generell ein Faible für solche Streifen mit sich bringt, bekommt hier schon fast ein Highlight geboten.
 
 
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Keira und ihr Mann ziehen mit ihren beiden Kindern in ein altes Herrenhaus, welches sich abgelegen auf dem Land befindet. Besonders die Tochter Ellie findet dies überhaupt nicht gut und gruselt sich im neuen Anwesen. Als sie eines abends seltsame Ereignisse im Haus spürt und sich in den Keller wagt, verschwindet sie plötzlich. Mutter Keira fühlt sich dafür verantwortlich und glaubt nicht daran, dass Ellie einfach abgehauen ist. Irgendetwas scheint mit dem Haus, besonders mit dem Keller, nicht zu stimmen und nachdem ein paar Recherchen getätigt wurden, ist ganz klar, dass man es hier mit dämonischen Mächten zu tun hat. Die Zutaten sind nun wirklich so alt, dass sie eigentlich kaum noch von alleine gehen können. Da hätten wir das einsame, alte Haus, Türen, die sich von alleine schließen, Lichter, die wild umher flackern und Flüster-Geräusche, die von überall zu vernehmen sind. „The Cellar – Verlorene Seelen“ erfindet das Rad ganz gewiss nicht neu, macht aus der vorhandenen, alt bekannten Prämisse jedoch erstaunlich viel. Das Erfolgsrezept ist hier ganz simpel: Man verrät nicht zu viel, lüftet das Geheimnis kaum und ergänzt die vorhersehbaren Zutaten ein wenig mit mathematischen Formeln. Das ist interessanter ausgefallen, als man hätte vermuten dürfen, wird stimmig und rund erzählt und ergibt im eigenen Filmuniversum erfreulich viel Sinn.
 
 
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Von solchen Direct-to-Video B-Movies ist selten viel zu erwarten, gerade auch, was die handwerkliche Arbeit betrifft. „The Cellar – Verlorene Seelen“ ist zwar nicht besonders aufwendig gestaltet, wirkt allerdings erfrischend bodenständig. Regisseur Brendan Muldowney, der sich auch für das gelungene Drehbuch verantwortlich zeigte, hat seine Hausaufgaben im Gruselbereich definitiv gemacht. So bedient er die gängigen Klischees, macht dies jedoch auf eine angenehme Art und Weise. Man fühlt sich manchmal etwas an die Gruselwerke eines James Wan oder sogar mal kurz an „Shining“ erinnert. Natürlich wird eine solche Qualität niemals erreicht, doch Muldowney macht genau eines komplett richtig: Er lässt die Bedrohung lange Zeit nur erahnen. Während vieler solcher Filme besonders zum Ende hin oftmals die Luft ausgeht, wird „The Cellar – Verlorene Seelen“ eigentlich immer packender. Selbst das Finale kann sich da noch sehen lassen. Hier wurde noch etwas mehr Aufwand betrieben, doch es bleibt im erfreulich kleinen Rahmen und kann gerade deshalb so gut punkten. Ansonsten wirken die Kamerafahrten gekonnt, die Schauplätze sehen gut aus und so lässt sich rein optisch überhaupt nichts am Resultat aussetzen.
 
 
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Außerdem wird hier einfach die passende Atmosphäre geboten. Allgemein geht es schnell zur Sache. Eine Einleitung gibt es kaum und schon geht es los. Das reißt nicht sofort komplett mit und ist in der ersten Hälfte manchmal noch ein wenig zäh, bietet trotzdem früh genug ein paar interessante Ansätze und wird dann tatsächlich immer packender. Schockeffekte gibt es nur wenige und mit dem größten Grusel wird es hier nichts, aber das ändert nichts daran, dass das gesamte Szenario seine Bedrohlichkeit besitzt und einfach unterhaltsam ist. Besonders die zweite Hälfte bietet ein paar angenehm spannende Momente. Die Laufzeit von 94 Minuten wirkt da insgesamt schon fast zu kurz, denn es wäre gar nicht so verkehrt gewesen, dem Ganzen noch etwas mehr Tiefe zu verleihen. So kann man sich aber wenigstens über keine Längen beklagen. Außerdem ist es erfrischend, dass „The Cellar – Verlorene Seelen“ nahezu ohne Effekte auskommt und überhaupt keine Gewalt zu bieten hat. Im Finale wird es da zwar noch etwas fantastischer, doch das hat man so schön bodenständig bebildert, dass man sich echt nicht über Künstlichkeit beklagen kann.
 
 
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Wenn man überhaupt Gründe zum Meckern finden will, dann wird man in der Figurenzeichnung fündig. Diese ist nämlich wirklich sehr dürftig. Hintergründe erfährt man nahezu keine und die Familie wird dem Zuschauer überhaupt nicht näher gebracht. Deshalb entstehen auch nicht gerade die größten Sympathien. Es reicht zum Glück aus, doch hier hätte man sich gerne noch etwas mehr Mühe geben dürfen. Die Darsteller haben es da also von vornherein nicht so leicht. Die einzig echte Hauptrolle bekleidet dabei Elisha Cuthbert, die den meisten wohl als Kim Bauer aus der Serie „24“ bekannt sein dürfte. Cuthbert hat danach keine sonderlich große Karriere verfolgen dürfen und ist in Filmen nur sporadisch mal zu sehen. Man kann auch nicht behaupten, dass sie in „The Cellar – Verlorene Seelen“ besonders gefordert wird, aber sie spielt die kämpferische Mutter doch durchaus souverän und relativ glaubwürdig. Alle anderen bekleiden nur kleinere Rollen und fallen dabei weder besonders positiv, noch negativ auf. Mit den tollsten Dialogen braucht man sicherlich ebenfalls nicht zu rechnen, aber dem Ton lauscht man dennoch ganz gerne, weil Score und Soundkulisse sich durchaus hören lassen können.

 
 


 
 
 

THE CELLAR – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
„The Cellar – Verlorene Seelen“ schlägt sich viel besser, als zu erwarten war. Der Film macht aus seiner simplen, absolut bekannten Geschichte echt nicht wenig und dient mit ein paar interessanten Ansätzen. Das wirkt alles rund, stimmig und wird gut erzählt. Die Darsteller haben nicht so viel zu tun und die Figurenzeichnung ist schon sehr mager, aber die Leistungen sind trotzdem zu gebrauchen und die Charaktere immerhin noch sympathisch genug. Besonders die Inszenierung wird allen zusagen, die es gerne schlichter mögen und selbst wenn der große Grusel ausbleibt, so ist der Film handwerklich einfach sehr gekonnt gestaltet. Außerdem besitzt die Atmosphäre das gewisse Etwas, was auch das Ende eindrucksvoll unterstreicht. Der Unterhaltungswert ist erfreulich hoch, weil das Tempo stimmt und „The Cellar – Verlorene Seelen“ mit fortschreitender Laufzeit immer spannender wird. Ein wirklich angenehmer B-Horrorfilm, der einfach gekonnt in Szene gesetzt wurde und kurzweilig zu unterhalten vermag. Mehr kann und sollte man von solchen Werken gar nicht erwarten!
 
 
 


 
 
 

THE CELLAR – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Cellar – Verlorene Seelen“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE CELLAR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the-cellar-2022-bluray

(c) Plaion Pictures (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Cellar; Irland 2022

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.40:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase

Extras: Interviews, Trailer

Release-Termin: KeepCase: 29.09.2022

 

The Cellar – Verlorene Seelen [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE CELLAR – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Plaion Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Amityville Horror – Eine wahre Geschichte (2005)
 
Insidious (2010)
 
Conjuring – Die Heimsuchung (2013)
 

Filmkritik: „Jeepers Creepers: Reborn“ (2022)

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JEEPERS CREEPERS: REBORN

(JEEPERS CREEPERS 4)

Story

 
 
 
Der Creeper ist zurück und er hat mal wieder mächtig Hunger.
 
 
 


 
 
 

JEEPERS CREEPERS 4 – Kritik

 
 
 
Victor Salva hat ja nun wirklich keinen guten Ruf, wofür er selbst gesorgt hat. Man muss dem Mann aber lassen, dass er mit „Jeepers Creepers“ einen guten und fast schon ikonischen Horrorfilm gedreht hat, der die Filmwelt auch gut 20 Jahre später nicht wirklich loslässt. Nach einer schon etwas schlechteren, aber immerhin noch halbwegs amüsanten Fortsetzung, war es um die Figur des Creepers lange ruhig geworden, bis Salva seine eigene Reihe 2017 mit einem völlig überflüssigen, billigen, dritten Teil fast schon zerstörte. Der kommerzielle Erfolg blieb zwar aus, aber scheinbar glauben die Studios noch immer an ein paar schnelle Einnahmen mit dem Creeper. Anders ist es nicht zu erklären, dass es 2022 zu dem lieblosen Film „Jeepers Creepers: Reborn“ gekommen ist. Mit Salva hat das Ganze jetzt übrigens gar nichts mehr zu tun und das Ganze möchte einen Neustart wagen. Das wäre an sich ja auch nicht verkehrt gewesen, wenn das Ergebnis nicht so schrecklich belanglos ausgefallen wäre.
 
 
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Die Probleme fangen schon bei der austauschbaren Story an. Da geht es einfach um zwei junge Leute, die ein Horror-Festival besuchen. Die junge Frau erhält jedoch immer wieder seltsame Visionen, die mit dem Creeper zu tun haben. Der ist mal wieder reichlich munter und mordet sich durch die Gegend. Mehr lässt sich dazu eigentlich nicht schreiben. Kleinere Ideen wie die, dass der Creeper gewisse Unterstützung erhält und dass Visionen mit im Spiel sind, sind kaum der Rede wert und bereichern das Drehbuch nicht unbedingt. Ansonsten ist das nämlich dermaßen großer 08/15-Standard, dass man selbst zur Zeit, als der erste Teil entstand, nicht begeistert hätte sein können darüber. Der gesamte Verlauf der Handlung ist uninteressant und überraschungsarm. In dieses Drehbuch kann nicht viel Mühe und Zeit gesteckt worden sein; man könnte es eigentlich innerhalb von ein paar Stunden verfassen.
 
 
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Die Probleme setzen sich bei der Figurenzeichnung immens fort. Was sind das hier doch für uninteressante, unsympathische und belanglose Charaktere! Niemand erhält auch nur den Hauch eines Profils und ein Mitfiebern kann so überhaupt nicht entstehen. Die Darsteller haben da zwar von vornherein schlechte Karten, sind aber sowieso nicht besonders gut. Alle wirken ziemlich gelangweilt, was man ihnen nicht verübeln kann, was die Sache jedoch keinen Deut besser macht. Nicht mal im O-Ton hören sich die Dialoge interessant an. Dass man eine Dee Wallace für sich gewinnen konnte, macht da auch keinen großen Unterschied mehr. Ihre Rolle ist sowieso klein und gänzlich belanglos.
 
 
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Über die handwerkliche Arbeit noch positive Worte zu verlieren, fällt alles andere als leicht. Wie bereits am Anfang erwähnt, ist Salva nun überhaupt nicht mehr involviert, aber selbst wenn er sich im dritten Teil nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte, so zeigt Regisseur Timo Vuorensola doch wie es noch deutlich schlechter geht. Selbst wenn sich der Mann mit den beiden „Iron Sky“ Filmen einen gewissen Namen machen konnte, so ist die Inszenierung in „Jeepers Creepers: Reborn“ grauenvoll öde. Lediglich das Filmfestival sorgt für ein paar kleine Schauwerte, ansonsten taugen die Kulissen wenig und sehen manchmal viel zu künstlich aus. Selbst wenn der Film ja gerne ein Reboot sein möchte und deshalb gerne neue Wege gehen darf, wirkt das ganze Treiben trotzdem nicht mehr nach einem Film dieser Reihe. Dafür mangelt es nämlich vor allen Dingen erheblich an Atmosphäre. Horror kommt hier fast gar keiner mehr auf, weil das Geschehen dafür einfach viel zu langweilig ist.
 
 
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Und das bringt uns dann auch zu dem Kritikpunkt, der wohl am schwersten wiegt. Der Unterhaltungswert ist vernichtend gering. Schon der Opener ist mit seinen zehn Minuten Laufzeit erschreckend beliebig und hätte theoretisch auch gleich wegbleiben dürfen. Danach geht es munter weiter mit Belanglosigkeiten und obwohl die Gefahr eigentlich von Anfang an präsent ist, zieht sich das Geschehen dermaßen in die Länge, dass einem die knapp 90 Minuten Laufzeit mindestens doppelt so lang vorkommen. Von Spannung ist keine Spur und die Action ist viel zu lahm. Da man keinerlei Draht zu den Charakteren aufbauen kann, ist es einem sowieso egal, was hier geschieht. Leider war „Jeepers Creepers: Reborn“ dann nicht mal so mutig und belohnt den Zuschauer mit einer krassen Portion Gewalt. Sicherlich ist das manchmal nicht harmlos, aber heute lockt man damit sicher niemanden mehr vor dem Ofen hervor. Die Effekte sind außerdem oftmals zu künstlich und sichtbar aus dem Computer stammend, nur die Maske des Creepers sieht erneut ganz gut aus. Seinen Reiz verliert die Figur hier allerdings komplett und der Score ist auch eher nervig, als schön anzuhören.
 
 
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JEEPERS CREEPERS 4 – Fazit

 
 
2 Punkte Final
 
 
Konnte man schon „Jeepers Creepers 3“ als Enttäuschung abtun, so geht „Jeepers Creepers: Reborn“ tatsächlich noch einen Schritt weiter hinunter, was die Qualität betrifft. Das hier ist eine typische, seelenlose Möchtegern-Fortsetzung, die lediglich mit einem bekannten Namen dafür sorgen soll, dass schnelles Geld gemacht wird. Mühe hat nämlich sicherlich niemand in dieses Werk gesteckt. Die ideenlose Story grenzt an einer Frechheit, die Charaktere sind hundsmiserabel geschrieben und die Darsteller können nicht in Erinnerung bleiben. Die Inszenierung wirkt gelangweilt und einfach nichts an dem Film macht den Eindruck, als hätte jemand Lust darauf gehabt. Eine Atmosphäre kommt erst gar nicht auf und die ehemals echt coole Figur des Creepers, wird hier zur belanglosen Randnotiz. Es gibt eine kleine Portion Gewalt und ein paar minimale Schauwerte, doch ansonsten herrscht hier überwiegend quälend langweiliger Leerlauf. Selbst wenn da in der zweiten Hälfte doch einiges los ist und die Geschichte noch mit tollen Wendungen dienen möchte, gibt es keinerlei Spannung. Man ist definitiv froh wenn dieser Murks vorbei ist. Und dass „Jeepers Creepers: Reborn“ der Auftakt einer neuen Trilogie sein soll, wirkt bei diesem Ergebnis schon eher als Drohung. Ganz schwach!
 
 
 


 
 
 

JEEPERS CREEPERS 4 – Zensur

 
 
 
„Jeepers Creepers: Reborn“ hat von der FSK eine Jugendfreigabe erhalten und ist ungeschnitten frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

JEEPERS CREEPERS 4 – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jeepers Creepers – Es ist angerichtet (2001)
 
Jeepers Creepers 2 (2003)
 
Jeepers Creepers 3 (2017)
 

Filmkritik: „Friedhof der Kuscheltiere 2“ (1992)

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FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE 2

(PET SEMATARY 2)

Story

 
 
 
Nachdem seine berühmte Mutter bei einem Filmdreh tragisch umkommt, zieht der traumatisierte Jeffrey mit seinem Vater in die Nähe eines gewissen Friedhofs, der angeblich Tote zum Leben erwecken soll…
 
 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE 2 – Kritik

 
 
So weltberühmt Mary Lamberts erste Filmadaption von Stephen King’s legendärer Haustierhorrorgeschichte auch ist, so wenig hatte ich bisher von Teil 2 gehört – weder als eins der schlechtesten Sequels aller Zeiten, noch als unterbewerteten Klassiker hatte ich je von diesem Film gehört, eben darum war mein Interesse hier also geweckt. Was hatte Frau Lambert dieses Mal nur für eine Vision im Sinn, die Geschichte ohne Romanvorlage weiterzuspinnen? 100 Minuten später entlockt die Antwort auf diese Frage mir schon nur noch ein müdes Gähnen, da sie tatsächlich der unspannendste Part dieses gesamten Projekts ist: Denn rein inhaltlich ist „Pet Sematary 2“ nicht mehr oder weniger als ein ziemlich unmotivierter Nachklapp, ein halbgares Remake mit den exakt selben Storybeats und Abläufen, nur dass es diesmal halt ein Hund statt einer Katze ist und ein Stiefvater statt des Sohnemannes. Wer eine wirkliche Neuheit, eine peinliche full-on-90s-Musikvideo-Inszenierung oder aber gar einen guten Horrorfilm will, der ist hier also definitiv an der falschen Adresse. Da Unterhaltungswert allerdings nicht nur diesen Attributen entspringen kann, schauen wir doch Mal, was es sonst so zu holen gibt.
 
 
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Im stummen Retro-Menü, mit dem alten Coverdesign, aus einer immerhin vorbildlichen Auswahl an Sprachen und Untertiteln den O-Ton samt englischen Subs gefischt, dann startet der Film auch direkt relativ trashig mit einer Titlecard zu Nebel und Blut, dramatischen Geigen und einem Hund mit leuchtenden Augen. In einem alten Schloss wird ein Horrofilm gedreht, weil natürlich wird er das, wir sind schließlich in den Neunzigern und meta und cool und müssen darum direkt mit einer Film-im-Film-Szene anfangen. In dieser wird als Einstieg in die Handlung dann die explizite, ziemlich ausführliche und sadistische Zu-Tode-Elektrisierung von Jeffs Mutter inszeniert, woraufhin der trauernde Jeff mit seinem Vater Chase in ein neues Haus zieht. Seit Teil Eins scheint eine Umgehungsstraße für die wahnsinnigen LKW-Fahrer gebaut worden zu sein, denn von der konstanten Bedrohung Geschwindigkeitsbegrenzungen ignorierender Lastwagenfahrer ist nichts über geblieben – stattdessen erinnert in den ersten Minuten nur ein müder Katzen-Jumpscare an den Vorgänger, sowie das Design des Friedhofs und einige recht erzwungene Querverweise im Dialog. Der Nachbarsjunge Drew sowie sein riesiger, flauschiger, süßer Hund „Zowie“ kommen vorbei und somit steht auch schon überdeutlich fest, welches Tier wohl dieses Mal zum Leben erweckt wird.
 
 
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In einer unerwartet zynischen Szene wird unser Protagonist, der gerade seine Mutter verloren hat, als „celebrity boy“ in der Schule gemobbt, mehr an ein Comicheft denn an den King’schen Kleinstadtbösewicht erinnert in diesen Szenen der Anführer der Mobber, der weder vor der Gefährdung unschuldiger Tiere, noch vor physischer Gewalt zurückschreckt. Als letzte Komponente, jetzt wo der Friedhof und das zu begrabene Tier etabliert sind, fehlt nun noch die wohl größte Stütze des Films: Denn während der Originalfilm ohne Fred Gwynne’s kernige Performance als Jud Crandall nie derselbe gewesen wäre, so lebt gerade „Friedhof der Kuscheltiere 2“ ebenfalls von der zentralen Performance einer Schauspiellegende. So ist es nämlich der seine Frau und seinen Stiefsohn Drew terrorisierende, cholerische Sheriff Gus, gespielt von niemand geringerem als Clancy Brown, seinerzeit noch am Beginn seiner Schauspielkarriere, der in einer furchtbar unnatürlich und erzwungen geschriebenen Szene von null auf 100 schaltet und den Hund erschießt, damit dieser zu unpassendem 90s-Indie-Rock-Grunge und ohne einen Hauch der Atmosphäre des Originals unter ein paar Steinen begraben werden kann. Spätestens wenn Zombie-Zowie dann jedoch für einen kurzen Moment sein Herrchen angrinst und Drew daraufhin einen allzu peinlichen Alptraum davon hat, wie seine Mutter auf einmal einen Hundekopf bekommt, kommt man als Zuschauer dann doch auf die Idee, hier eventuell in eine Falle getappt zu sein.
 
 
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Wollte „Friedhof der Kuscheltiere 2“ etwa nie ein ernsthafter Horrorfilm sein, ist das hier nicht nur schlecht gealtert und darum trashig, sondern auch vor 30 Jahren schon bewusst komödiantisch, drüber und selbstironisch gemeint gewesen? Die Hoffnung stirbt zuletzt, nur ernst nehmen kann man dieses langatmige, vorhersehbare, billig die Stationen des Originals abklappernde Quasi-Remake von jetzt an leider kaum noch. Als wären die Traumszenen nämlich noch nicht peinlich genug, haben diese unglaublich unglaubwürdigen Bullies sich inmitten eines Trinkgelages zu Halloween nämlich minutenlang mucksmäuschenstill auf dem Tierfriedhof versteckt, in der Hoffnung, dass Jeff vorbeikommt, nur um diesen dann mit einer per Seilkonstruktion in den Bäumen hängenden Schaufensterpuppe, die ihn an seine tote Mutter erinnern soll, zu erschrecken. Den Aufwand hinter dieser Aktion muss man sich erstmal vorstellen, leider versucht der Film zumindest diese Szenen aber durchaus ernst zu meinen.
 
 
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Hat man diese Irrsinnigkeit überlebt, folgt die Krone der gekünstelten, unnatürlichen Scriptentscheidungen: Nachdem unser cholerischer Gus, der gerade äußerst unnachvollziehbar und krude den Hund erschossen hat, nämlich die Party sprengt und auch auf dem Friedhof auftaucht, versucht dieser tatsächlich seinen Stiefsohn mit einem Kreuz umzubringen, wird dabei aber von dem Zombiehund angefallen und zu Tode gebissen. Da der Antagonist des Films aber natürlich nicht einfach nach der Hälfte der Laufzeit verschwinden darf, beleben unsere Protagonisten ihn jetzt einfach selbst und freiwillig wieder, indem sie ihn weder finden lassen noch ein Krankenhaus oder seine Frau anrufen, nein, natürlich muss er gefriedhoft werden. Dass sich neben Clancy Brown noch ein junger Edward Furlong als Protagonist, Größen wie Anthony Edwards oder Wilbur Fitzgerald in Nebenrollen, Russell Carpenter – die Cinematografin von u.a. „Titanic“ – hinter der Kamera finden lassen, sich die Regisseurin des Klassen besseren Vorgängers für diesen Film verantwortlich zeichnet – das alles wirkt zu diesem Zeitpunkt kaum noch glaubhaft. Doch ist man auf reinen Unterhaltungsfaktor aus, auf reine Kurzweil und ein möglichst gnädiges Absitzen der restlichen ~45 Minuten Laufzeit, dann wird man von nun an immerhin belohnt: Denn Clancy Brown darf ab jetzt aufdrehen.
 
 

„The dog isn’t sick, it’s dead!“

 
 
Den ganzen Nebenplot um den Hundeblut identifizierenden Tierarzt hätte man sich sparen können, auch profitiert dieser Film nicht von noch mehr Zeit, die einzig darauf verschwendet wird, Verbindungen zu Teil 1 aufzubauen – doch sobald Sheriff Gus Gilbert als untote, charmante, langsam dahin rottende, aber eben auch seiner Frau das Top vom Leib reißende, Sprüche reißende Karikatur einer Bedrohung in den Film tritt, kann man tatsächlich von kurzweiliger Unterhaltung sprechen. Jeglichen Anspruch an Logik erneut aus dem Fenster werfend, wird die untote und meist wortkarge Reinkarnationen des Sheriffs nämlich einfach hingenommen, bevor dieser Streifen sich im letzten Drittel endgültig als nie ernst zu nehmend offenbart. Clancy Brown lacht und wütet und tötet fast schon in Slasher-Manier Teenager, haut One-Liner raus und hat sichtlich Spaß an seiner inzwischen fast schon charismatischen Rolle, rettet, was zu retten ist. Unpassender 90’s Alternative Industrial Rock/Metal läuft, eine Mutter wird mit ihrem Sohn frontal in den Gegenverkehr gecrasht, das Begraben neuer Leichen hört gar nicht mehr auf und die Tonalität ist weit entfernt von jeder Koherenz. Dass sich im tatsächlich halbwegs stimmigen Finale noch einige wirklich starke Effekte verbergen, der Film in dieser Hinsicht allgemein recht hart und ruppig anmuten kann, möchte ich gar nicht bestreiten – nur ist jegliches Zuschauerinteresse an dieser Farce zu dem Zeitpunkt leider schon lange dahin.

 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE 2 – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Alberner, unnötiger, anstrengender, zäher und vorhersehbarer Nachklapp, der den Vorgänger teils 1:1 kopiert und nur durch einen motiviert-wahnsinnigen Clancy Brown sowie einige Effekte oder WTF-Momente überhaupt noch unterhalten kann.
 
 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE 2 – Zensur

 
 
 
„Friedhof der Kuscheltiere 2“ erschien in den 1990ern in zwei Fassungen: Einmal in der ungeschnittenen FSK18-Fassung und einmal geschnitten mit FSK16. Die ungekürzte Fassung wurde schnell indiziert und stand von 1993 bis 2016 auf dem Index. Am 30.12.2016 wurde die Fortsetzung von der Indizierungsliste gestrichen. Wenig später folgte eine FSK-Prüfung. Die FSK gab den Streifen ungeschnitten für volljährige Zuschauer frei. Im Jahr 2022 wurde das Sequel erneut von der FSK geprüft und erhielt in der ungeschnittenen Fassung eine Freigabe ab 16 Jahren. Diese befindet sich demzufolge auf allen aktuellen Blu-ray und DVD-Auswertungen. Übrigens: Die aktuelle Blu-ray besitzt einen roten FSK-Sticker, obwohl „Friedhof der Kuscheltiere 2“ mittlerweile ungeschnitten frei ab 16 Jahren ist. Das liegt daran, weil auf der Heimkinoscheibe Bonusmaterial zu finden ist, das von der FSK höher eingestuft wurde als der Hauptfilm.
 
 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Paramount Home Entertainment (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Pet Sematary II; USA 1992

Genre: Horror, Thriller, Drama, Fantasy

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch (Hörfilmfassung) DD 5.1, Französisch DD 2.0, Italienisch DD 2.0, Spanisch DD 2.0, Ungarisch DD 2.0

Untertitel: Deutsch, Chinesisch (traditionell), Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Koreanisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch, Ungarisch

Bild: 1.78:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 100 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 18.08.2022

 

Friedhof der Kuscheltiere 2 [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE 2 – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Paramount Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Friedhof der Kuscheltiere (2019)
 
Friedhof der Kuscheltiere (1989)
 
Geschichten aus der Schattenwelt (1990)
 
Stephen Kings Nachtschicht (1990)