Horrorfilm, Mystery, Slasher, Folterfilm, Thriller, Splatterfilm, Gruselfilm, Trashfilm auf FILMCHECK

Film-Reviews

Filmkritik: ” The Last House on Cemetery Lane” (2015)

The Last House on Cemetery Lane-2015
 
 
 

THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE

Story

 
 
 
Ein erfolgreicher Drehbuchautor von Horrorfilmen zieht sich in ein einsames Landhaus zurück und darf sich – was für eine Überraschung – als Geisterjäger beweisen.

 
 
 


 
 
 

THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE – Kritik

 
 
Liest man einen Filmtitel wie THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE hat man hohe Erwartungen, weil sofort Horrorstreifen wie Wes Cravens Rape-and-Revenge-Thriller THE LAST HOUSE ON THE LEFT oder der Fulci-Klassiker HOUSE BY THE CEMETRY ins Gedächtnis zurückkehren. Die haben vor mehr als 30 Jahren Horrorgeschichte geschrieben und gehören mittlerweile zur Grundausstattung jedes eifrigen DVD-Sammlers. Der hier vorgestellte THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE spielt – trotz ähnlicher Titelkreation – leider in einer ganz anderen Liga und ist mit den genannten Kultwerken keineswegs zu vergleichen. Anders als es der Filmtitel vermuten lässt, hält der Zuschauer einen günstig gedrehten Low-Budget-Indie in den Händen über den in wenigen Wochen keiner mehr sprechen wird. Drei Schauspieler, ein abgelegenes Häuschen und genug Langeweile – das sind die Grundzutaten für dieses unabhängige Mystery-Drama, das vermutlich mit kleiner Crew in irgendeiner Wohnung eines Mitarbeiters gedreht wurde und durch langatmige Inszenierung zum Abschalten animieren möchte. Viel gequasselt wird in THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE. Hier geben sich lange Dialoge und seichte Rätselkost die Waage. Letztere wird immer wieder künstlich heraufbeschworen damit dem Zuschauer nicht bereits schon zu Beginn die Augen zufallen. Dennoch dürfte hier paranormaler Hokuspokus allein nicht ausreichen, um den Gruselfreund am Einschlafen zu hintern. Wir wetten, dass die Mehrheit der Hobbygeisterjäger vor den Bildschirmen zu Hause das Ende dieser Indie-Produktion nicht wach erleben werden, schließlich gehört THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE zu den zähsten Genre-Werken des aktuellen Kinojahrs.
 
 
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Im Film bezieht Drehbuchautor John Davies (gespielt von LEE BANE) ein altes Anwesen auf Zeit, um wieder Energie für ein neues Horrorprojekt tanken zu können. Doch viel Freude an der neuen Bleibe hat er nicht. Im zweiten Stock wohnt eine blinde Greisin, die nie vor die Zimmertür geht und nachts spielt aus unerklärlichen Gründen ein Plattespieler alter Songs, damit Autor John aus dem Schlaf gerissen wird. Als er die Bekanntschaft mit der liebenswerten Nachbarin Cassie macht, häufen sich die mysteriösen Ereignisse. Für den genervten Mieter Grund genug, dem Geheimnis des Hauses auf den Grund zu gehen. Ist die alte Frau im zweiten Stock für den Schabernack verantwortlich oder sind hier vielleicht doch finstere Mächte am Werk?
 
 
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Einschlummern ganz ohne Pharmazeutika! Hinter dieser natürlichen Einschlafhilfe verbirgt sich ANDREW JONES. Der übernahm bereits in einigen Horrorfilmen die Regie und inszenierte günstige Werke wie THE NESTING 2, in denen er mit wenig Kapital versuchte, passable Genre-Unterhaltung für Horrorfans abzuliefern. Leider hat das bisherige Vorhaben nie Früchte getragen, denn die meisten seiner Arbeiten blieben durch semiprofessionelle Machart in Erinnerung und konnten sich nicht gegen den Strom ähnlich gestrickter Billigproduktionen behaupten, die tagtäglich in den Verkauf gebracht werden. Den Geisterfilm THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE dürfte da gleiches Schicksal ereilen, denn auch das neue Projekt aus der Mache des Regisseurs quält mit ungeschliffenem Indie-Look, der unweigerlich an Direct-To-Videofilme neueren Datums erinnert. Inhaltlich schaut es da nicht anders aus. Hier wird Mystery-Schauer von der Stange serviert, von dem man sich vor einigen Jahren bereits sattgesehen hat nachdem der damals noch kleine HALEY HOEL OSMENT in THE SIXTH SENSE (1999) dem Zuschauer einzutrichtern versuchte, dass er doch toten Menschen sehen könne.
 
 
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81 Minuten können lang sein vor allem dann, wenn eine Auflösung künstlich hinausgezögert wird, die bereits nach der Halbzeit klar sein dürfte. In THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE wird Horror auf Sparflamme gekocht und das ist auch das größte Problem dieses Gruseldramas, schließlich erwartet man von subtilen Schauergeschichten auch ein gewisses Maß an Gänsehautmomenten und Schreckeffekten. Statt mit konventionellen Mitteln zusammenzucken zu lassen, plätschert die Handlung ermüdend daher und macht aus knapp zwei Stunden belangloses Geister-Gepoltere einen quälend langen Film, der den Eindruck erweckt man habe hier eine Woche vorm Fernseher gesessen. THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE ist kein sehenswerter Film und das perfekte Geschenk für Freunde, Kollegen oder Bekannte, die man nicht sonderlich mag. Wir von FILMCHECKER raten ab und empfehlen: im Händlerregal stehen lassen!
 
 


 
 
 

THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Wenn der Sandmann dreimal klingelt, war vermutlich THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE im Blu-ray-Player. Dieser Streifen ist kein Film für Freunde von “LAST HOUSE”-Werken, bei denen schon der Titel Programm ist. THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE ist Einschlafkino der üblen Sorte, für das man zwar gute Schauspieler gewinnen konnte, deren Talent hier sprichwörtlich für nichts verbraten wird. Die Geschichte ist wenig überraschend und orientiert sich in ihrer Machart an so erfolgreiches Kultkino wie THE SIXTH SENSE, wo subtil erschreckt und mit wendungsreichem Finale verblüfft wird. Originell ist hier gelinde gesagt nichts. Außer vielleicht die Idee, unbeliebten Freunden oder Kollegen zur Abwechslung Filme zu schenken, die man nicht mal mit der Kneifzange aus dem Müllcontainer fischen würde. Finger weg, denn nach dem Kauf dieses Films ist Frust vorprogrammiert.
 
 


 
 
 

THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE – Zensur

 
 
 
THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE ist ein Geisterdrama mit viel Geschwafel, Liebesgezwitscher und seichtem Grusel. Am Ende gibt es eine Tote zu beklagen – das war’s. Eigentlich könnte man den Film ab 12 Jahren freigeben. Aufgrund der Axtszene am Ende wird’s wohl eine FSK 16 draus.
 
 
 


 
 
 

THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Sixth Sense (1999)
 
The Others (2001)
 


Filmkritik: “GirlHouse” (2014)

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GIRLHOUSE

Story

 
 
 
Ein Killer mischt Big Brother auf. Die leicht bekleideten Mädchen einer Strip-Cam-Seite bekommen Besuch von einem wütenden Stalker, der mit den Damen garantiert keinen Kaffeeplausch veranstalten möchte.

 
 
 


 
 
 

GIRLHOUSE – Kritik

 
 
Wer im Horrorfilm dem Beischlaf frönt oder sich ausschließlich leicht bekleidet durch Genre-Streifen bewegt, darf auf jeden Fall davon ausgehen, dass ihm bald ein brutaler Schlächter das Lebenslicht ausknipsen wird. Seit jeher gehört jene goldene Regel zum Slasher, wie das Amen in die Kirche und findet auch drei Jahrzehnte nach HALLOWEEN und FREITAG DER 13. im Film immer noch gern Verwendung, um die blutgeile Fan-Meute glücklich machen zu können. Einer derer, der von dieser Erfolgsformel offensichtlich nicht genug bekommen kann ist Regisseur TREVOR MATTHEWS. Der hat 2007 bereits schon einmal von sich hören lassen und im Monster-Schmunzler JACK BROOKS: MONSTER SLAYER die Hauptrolle eines furchtlosen Monsterjägers übernommen. Der Streifen erntete auf Filmfestivals viel Lob und eröffnete MATTHEWS neue Möglichkeiten – so auch die zum Sicko-Slasher GIRLHOUSE, dessen Idee bereits 2007 geboren wurde. Mittlerweile sind mehr als sieben Jahre vergangen und aus einer anfänglich zu Papier gebrachten Geschichte ist ein richtiger Film geworden, den MATTHEWS auch gleich selbst gedreht hat. Darin warnt er vor dem leichtgläubigen Umgang mit dem Internet – einem Tummelplatz unberechenbarer Persönlichkeiten, die im Schutze der Anonymität abartige Phantasien ausleben. Sei vorsichtig, was Du im Internet von dir preisgibst und wie offen du im Chat fremden Usern gegenübertrittst, denn hinter einen sympathischen Gesprächspartner könnte vielleicht das personifizierte Böse lauern. Jene warnende Botschaft dient in GIRLHOUSE als Aufhänger, um mal wieder ein erbarmungsloses Blutbad zeigen zu können in dem es Slasher-typisch nicht gerade zimperlich zur Sache geht. Für den schlitzfreudigen Meucheltrip konnte Rapper SLAINE gewonnen werden. Der macht es Wrestler GLENN JACOBS (SEE NO EVIL 2) gleich und verkörpert im Film einen wortkargen Psycho, der zur wandelnden und nicht mehr kontrollierbaren Killermaschine mutiert.
 
 
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Die Rechnung und Studiengebühren häufen sich und nach dem plötzlichen Tod des geliebten Vaters scheint Kylie (ALI CORBIN) ihr Leben nun selbst in die Hand nehmen zu müssen. Um der am Rande des Existenzminimums lebenden Mutter nicht länger auf der Tasche zu liegen, nimmt sie ein Angebot als Webcam-Girl wahr und wird Teil der Internetplattform GIRLHOUSE. Die hier arbeitenden Mädchen leben in einer großzügig eingerichteten Villa, werden 24 Stunden am Tag von Kameras gefilmt und streifen sich gegen Geld die Wäsche vom Körper. Doch nicht jeder Zuschauer gibt sich nur mit einem erotischen Strip zufrieden. Der zahlende Zuschauer “LoverBoy” verliebt sich auf Anhieb in die strippende WG-Mitbewohnerin Kylie, hat aber seit einem Kindheitstrauma so seine Probleme mit Frauen. Als sich die Cam-Girls über ihm lustig machen, brennen in “LoverBoy” die Sicherungen durch. Als Computerexperte und Profihacker macht er die Villa ausfindig und startet einen blutigen Rachefeldzug, wie er grausamer nicht sein könnte.
 
 
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Sei vorsichtig mit wem du chattest, es könnte ein Psychopath sein: GIRLHOUSE ist eine Horror-Version des nicht mehr ganz so frischen BIG BROTHER-Konzepts, in dem eingesperrte Menschen rund um die Uhr von Kameras gefilmt und von Zuschauern beobachtet werden können. Bereits 2008 hat man die Idee so ähnlich für Horrorware verwendet. In der Mini-Serie DEAD SET wurden Teilnehmer einer Fernsehshow in einen Wohncontainer gesperrt und bekamen leider reichlich spät davon Wind, dass außerhalb der Containerwände eine Zombie-Epidemie wütete. Nicht anders geht es in GIRLHOUSE zu. Hier wissen einige textilfreie Mädchen nicht, dass sich soeben ein wütender Killer durch die Stockwerke ihrer Villa arbeitet, der mit den einfältigen Damen kurzen Prozess veranstalten möchte. Stets dabei ist ein gut gefüllter Werkzeugkoffer, in dem der Rächende allerhand Mordutensilien verstaut hat, um die Schaulust des Zuschauers befriedigen zu können. Von stumpfen Schlagwerkzeugen, über scharfe Sägen bis hin zu zweckentfremdeten Dildos bietet GIRLHOUSE eine umfangreiches Arsenal abwechslungsreicher Tötungsinstrumente und lässt Kollegen wie MICHAEL MEYERS oder JASON VOORHEES blass zurück, die in ihren Streifen noch mit Schlachtmesser und Machete Zuschauer unterhalten mussten.
 
 
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Apropos Unterhaltung: Regisseur TREVOR MATTHEWS gelingt das Kunststück, die Spannungsschraube minutiös fester zu drehen. Für einen Slasher eine beachtliche Leistung, geht es doch hier vorwiegend ums Töten und getötet werden – ein Prämisse, die nicht selten Spannung missen lässt. Dass die Handlung trotz bekannter Klischees nicht langweilig wird, dürfte an der etwas anderen Herangehensweise liegen. Macher MATTHEWS lüftet bereits in den ersten Filmminuten die Identität seines Killers und lässt ihn erst reichlich spät in ein Frauenkostüm schlüpfen, um in den letzten 30 Minuten hektisches Gewalteinerlei zeigen zu können. Bis dahin erlebt Killer “LoverBoy” (SLAINE) so etwas wie eine Charakterentwicklung und verwandelt sich vom stillen Außenseiter hin zur aggressiven Furie, die am Ende nicht mehr zwischen Fiktion und Realität unterscheiden kann. Rapper SLAINE passt perfekt in die Rolle des wortkargen und doch unberechenbaren Stalkers. Allein mit passender Mimik verkörpert er eine bemitleidenswerte und verletzliche Kreatur, die letztendlich nur eines will: akzeptiert und gemocht werden.
 
 
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Letztendlich darf sich der männliche Filmfreund auf einen ansprechenden Cocktail aus Gewalt und Erotik freuen, der das Slasher-Genre zwar nicht revolutioniert, aber immerhin bereichert. GIRLHOUSE hat all das, was man von einem zeitgemäßen Slasher erwartet. Neben sexy Mädels, brutalem Mörder und abwechslungsreichen Kills, haben es einige nette Einfälle in den Film geschafft, die für reichlich Adrenalin sorgen. Dass Stalker “LoverBoy” am Ende das Zeitliche segnen muss, dürfte angesichts der vordiktierten Slasher-Regeln verschmerzbar sein, schließlich weiß jeder Horrorfan mittlerweile: egal wie oft sie sterben, sie kommen ohnehin immer wieder. To be continued!
 
 


 
 
 

GIRLHOUSE – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Die Klassiker HALLOWEEN und der Kultfilm FREITAG DER 13. bekommen starke Konkurrenz. GIRLHOUSE ist ein beinharter und nicht zimperlicher Slasher, von dem sich zartbesaitete Gemüter besser fern halten sollten. Dieser Streifen belehrt den Zuschauer einmal mehr, dass das personifizierte Grauen im Internet lauert. Denn dort nutzen viele kranke Persönlichkeiten die Anonymität des Webs als Vorwand, um perfiden Gelüsten nachgehen zu können. GIRLHOUSE treibt die These auf die Spitze und lässt den voyeuristisch veranlagten Nutzer einer Webcam-Seite Amok laufen. Der fühlt sich verletzt, weil er von fünf leicht bekleideten Hühnern schikaniert wurde. Schnell gerät der bemitleidenswerte Stalker-Thriller aus dem Ruder und mutiert zum brutalen Metzelfeuerwerk, in dem mal wieder das kreative Töten auf der Tagesordnung steht. Anders als sonst ist das Morden nach dem 10-kleine-Negerlein-Prinzip überraschend kurzweilig geraten, weil Macher TREVOR MATTHEWS Wert auf Charakteraufbau und Spannungskurve legt. Die Gefahr baut sich langsam auf und das Böse schlägt am Ende mit gnadenloser Härte zu. Slasher-Fans werden vor Freunde im Dreieck, schließlich gibt es hier nackte Mädels und Gore en masse zu sehen. Auch wir von FILMCHECKER haben uns gut unterhalten gefühlt und das, obwohl wir eigentlich einen gewissen Anspruch von Horrorfilmen erwarten – wenn das kein gutes Omen ist.
 
 


 
 
 

GIRLHOUSE – Zensur

 
 
 
Selbstzweckhafte Gewalt gibt es im Film jede Menge zu sehen, von der nicht gerade wenig Gebrauch gemacht wird. Es gibt zermatschte Schädel zu sehen, abgeschlagene Finger und zersägte Körper. Doch das ist nur ein kleiner Teil von dem, was letztendlich in GIRLHOUSE gezeigt wird. Hierzulande darf mit einer ungeschnittenen KJ-Freigabe gerechnet werden, denn im Gegensatz zu Filmen wie WOLF CREEK 2 sind die diversen Matschmomente nur sehr kurz zu sehen und werden nicht sonderlich sadistisch zelebriert. Der Film kommt übrigens im Juni 2015 auch nach Deutschland – das Warten lohnt.
 
 
 


 
 
 

GIRLHOUSE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
See No Evil 2 (2014)

Warte, bis es dunkel wird (2014)

Devil May Call (2013)

Blood Widow (2014)

Halloween (1978)

Rob Zombie’s Halloween (2007)

Laid to Rest (2009)

Hatchet (2006)

Hatchet 2 (2010)

Hatchet 3 (2013)


Filmkritik: “White Settlers” (2014)

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WHITE SETTLERS

Story

 
 
 
Ed (Lee Williams) und Sarah (Pollyanna McIntosh) bekommen während der ersten Nacht im neuen Heim unerwarteten Besuch und müssen um ihre Leben kämpfen.

 
 
 


 
 
 

WHITE SETTLERS – Kritik

 
 
Immer öfter wird auch der Horrorfilm zum Sprachrohr für Kritik an gesellschaftlichen Missständen. Im Fall des Thrillers WHITE SETTLERS lag dieser Kritik eine brisante Debatte zugrunde, die im September 2014 weltweit durch die Medien ging. Per Volksabstimmung sollte über die Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien entschieden werden. Letztendlich scheiterte die schottische Unabhängigkeitsbewegung aufgrund mangelnder Befürworter, so dass der Landesteil im Norden und der Rest des Vereinigten Königreichs auch weiterhin eins bleiben mussten. Regisseur SIMEON HALLIGAN bezieht in seinem Kinostück klare Position. Im Gewand eines Horror-Thrillers nutzt er die Gelegenheit, sich kritisch über die politische Lage zu äußern. Sein Standpunkt ist kaum zu überhören, denn im Film wird mehrmals darauf hingewiesen, dass Engländer und Schotten besser nicht miteinander vermischt werden sollten. Dass sein WHITE SETTLERS auch noch kurz vor Ende des Schottland-Referendums in britischen Kinos kommen musste, unterstreicht nur die radikale Einstellung des Regisseurs, dem aber als Befürworter der Bewegung und gleichzeitig Systemkritiker trotzdem kein schlechter Horrorstreifen gelungen ist.
 
 
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In WHITE SETTLERS erleben Ed (Lee Williams) und Sarah (Pollyanna McIntosh) eine Nacht des Grauens. Sie haben gerade in der schottischen Einöde ein morsches Häuschen von einer Maklerin zum Schnäppchenpreis gekauft, die offenkundig froh darüber war, dass sie das historische Gemäuer an den Mann bringen konnte. Das verliebte Paar stört sich nicht an der bewegten Vergangenheit des alten Gebäudes und beginnt sogleich mit der Sanierung, schließlich soll das neue Heim für Entspannung fernab der hektischen Stadt sorgen. Die Möbel sind kaum an ihre Plätze gerückt, da raschelt es schon auf dem Hof. Einbrecher mit Schweinemasken haben sich Zutritt zum Haus verschafft und beginnen ein erbarmungsloses Katz- und Mausspiel zu veranstalten, das die ahnungslosen Opfer an die Grenzen des Erträglichen treibt.
 
 
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“Schottland ist ein sehr freundliches Land” beteuert die Maklerin beim Hausverkauf zu Beginn des Streifens – eine der vielen doppeldeutigen Aussagen, mit denen die lokalpolitische Unzufriedenheit des Regisseurs zum Ausdruck gebracht werden soll. Ein rauer Wind weht durch WHITE SETTLERS, denn Macher SIMEON HALLIGAN macht mal wieder von jener Panikmache Gebrauch, die schon der alte SAM PECKINPAH mit STRAW DOGS beängstigend real in Szene zu setzen verstand: Home-Invasion-Horror. Diesmal bleibt das Grauen jedoch weniger durch Sadismus und Folterei im Gedächtnis. HALLIGAN macht sich die bekannte Terrormasche zu Eigen und hetzt seine Opfer lieber von Zimmer zu Zimmer, um ihnen anschließend so viel Angst wie möglich einzujagen. In WHITE SETTLERS steht das Finden kreativer Verstecke auf dem Programm, denn die Protagonisten sind die Hälfte der Laufzeit damit beschäftigt sich neue Orte zu suchen, an denen sie sich vor den mit Schweinemasken vermummten Einbrechern in Sicherheit wähnen können. Doch die Bösewichte scheinen nicht sonderlich daran interessiert zu sein, ihre Beute brutal und bestialisch niederzustrecken. Warum das so ist klärt das Filmende auf. Das darf zur Abwechslung mal wirklich die Etikette “garantiert nicht vorhersehbar” tragen.
 
 
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Ein Schelm, wer bei Schweinemasken tragenden Einbrechern an den Splatter-Hit YOU’RE NEXT denken muss. Der ist dem hier besprochenen WHITE SETTLERS nicht unähnlich, wenngleich WINGARDS Gewalt-Orgie aus dem Jahr 2011 hauptsächlich durch fiese Effekt-Raffinessen auffallen konnte. Die fehlen in WHITE SETTLERS gänzlich, schließlich will SIMEON HALLIGAN mit gesellschaftskritischer Botschaft vor den Kopf stoßen, statt dem Zuschauer mit blutigen Gemeinheiten auf den Magen zu schlagen. Trotz Blutarmut und mittlerweile bekanntem Handlungsverläufen überrascht, dass das hier inszenierte Katz- und Mausspiel durchaus spannende Momente auf die Mattscheibe bringt. Zwar erfindet HALLIGAN keinesfalls das Rad neu; dank gutem Schauspiel und souveräner Machart wird aus einem einfachen Plot trotzdem fesselndes Angstkino ohne Längen. Aufgrund der kontroversen Thematik wird WHITE SETTLERS die Zuschauer jedoch in zwei Lager spalten. Die, die sich an der Problematik des Films nicht stoßen, dürften sich nicht nur einmal dabei ertappen, wie sie sich tief in den Filmsessel graben.
 
 


 
 
 

WHITE SETTLERS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Nervenzerfetzendes Angstkino à la carte. Wer meint, dass in Schottland die Welt noch in Ordnung ist, irrt. SPLINTERED-Regisseur SIMEON HALLIGAN nutzt die friedliche Kulisse schottischen Weidelandes, um einen Home-Invasion-Schocker mit politischer Botschaft an den Zuschauer zu bringen. Was in WHITE SETTLERS gezeigt wird, hat man eigentlich schon unzählige Male gesehen. Abermals werden unschuldige Menschen von maskierten Fieslingen terrorisiert, die ihre Opfer durch den Film hetzen und – das scheint neu – nicht daran interessiert sind, ihnen Böses anzutun. Warum das so ist wird erst am Ende erklärt. Bis dahin schafft es Macher SIMEON HALLIGAN trotz einfacher Geschichte, uns zu fesseln. Sein ungemütliches Terrorwerk reduziert sich auf das Wesentlich und lässt keine Längen entstehen. Zudem laden kräftige Adrenalinschübe zum Mitfiebern ein – den glaubhaften und guten Schauspielleistungen der beiden Hauptdarsteller sei Dank.
 
 


 
 
 

WHITE SETTLERS – Zensur

 
 
 
WHITE SETTLERS hält sich im direkten Vergleich zu ähnlichen Thrillern dieser Art mit der Zurschaustellung von Gewalt und Gore zurück. Für die Splatter-Fraktion gibt es gerade einmal einen zermatschten Kopf, einen unglücklichen Tritt in eine Bärenfälle sowie „Schnitzarbeiten“ mit einem Teppichmesser an der Wade der Heldin zu sehen. Demnach wird der Film garantiert mit FSK16 im Handel stehen, denn viel zu beanstanden wird die FSK hier nicht haben.
 
 
 


 
 
 

WHITE SETTLERS – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Deadly Virtues: Love.Honour.Obey. (2014)
 
Hate Crime (2013)
 
Home Invasion (2012)
 
Home Sweet Home (2013)
 
In their Skin (2012)
 
Funny Games (1997)
 
Kidnapped (2010)
 


Filmkritik: “Bloodparty” (1980)

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BLOODPARTY

(HOME SWEET HOME)

Story

 
 
 
Es ist Erntedank im Durchschnittsamerika. Etwas ab vom Schuss bereiten die Bradleys eine Festivität vor, die Gäste trudeln ein. Aus der nicht weit entfernt gelegenen Irrenanstalt entkommt passend zum Fest der anabolikagestählte Eltern-Schlitzer Jay Jones, den es, mitsamt Schneidewerkzeug größeren Kalibers, zu Bradleys’ wie für ich geschaffener Ansammlung potentieller Mordopfer zieht, wie die geistesranke Motte ans Licht. Jones hat sich zu allem Überfluss auch noch PCP in die Blutbahn gejagt, was seinen Gegnern deutlich erschwert, sich ordentlich zur Wehr zu setzen.
 
 
 


 
 
 

BLOODPARTY – Kritik

 
 
 
Als man sich solche Slasher vom alten Schund und Korn früher via gefährlich raubkopierter VHS und mit dem Funkeln der Erwartung einer neuen Horror-Offenbarung anschaute, gab es ein kleines Wettspiel. Werden Homer Simpson (im irdischen Leben Norbert Gastell natürlich) oder Christian Tramitz (berüchtigt als Mittäter des bayerischen Humorhassers Bully Herbig) als Synchronsprecher an Bord sein? Schnell lernte man im Kreise seiner Film-Lieben, wie gefährlich es war, auch nur eine Deutschmark darauf zu setzen, ein Film wie BLOODPARTY käme ohne mindestens einen der beiden Sprechkapitäne aus. Hier ist’s diesmal der alte Simpson und er darf auch wieder Heuler loslassen, die – da bin ich mir nach etwa fünftausend rotziger Tapes sicher – frei, aber nicht frei von Spirituosen, improvisiert worden sei mussten.
 
 
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Eine Obskurität: Vermutlich ist das ein Film, den die Nerd-Bande um das Projekt GRINDHOUSE seinerzeit nicht kannte und einen Fake-Trailer über einen Erntedank-Slasherfilm lieferte. Das hier wäre dann einer der Real Deals, neben den vielen Filmen mit Böslingen im Nikolauskostüm oder Carpenters großem Kürbis von Haddonfield. BLOODPARTYS Killer heißt Jay Jones, erfüllt also Michael Myers Alliterations-Anforderungen (kleiner Grammatikscherz am Rande) und wird vom Muckibudenbewohner Jake Steinfeld gespielt, der Jahre später in den Untiefen amerikanischen Kabelfernsehens als fliegender Händler dubioser Fitnessprodukte auftauchen sollte. Auch ansonsten finden sich hier vor und hinter der Kamera eher Fans als Profis, deren Karriere-Resümees sich meistens auf den vorliegenden Film beschränken.
 
 
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BLOODPARTY – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Passionierter und doch erwartungsgemäß schablonenhafter Slasher aus der ersten Hochzeit des Genres. Schlockige Horrorware, stilecht im Feiertagssettig, für Fans jener Jahre empfohlen.
 
 
 


 
 
 

BLOODPARTY – Zensur

 
 
 
Die Indizierung wurde im November 2011 aufgehoben. Die aktuelle DVD-Veröffentlichung trägt die alte FSK-Freigabe und ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

BLOODPARTY – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Home Sweet Home; USA 1981

Genre: Horror, Thriller, Klassiker

Ton: Deutsch (Dolby Digital 1.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 1.0 Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK 18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit alternativem Cover, das der VHS von Rainbow gleicht

Extras: Keine

Release-Termin: 30.01.2015

 

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BLOODPARTY – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnche Filme:
 
American Killing (1980)
 
Die Forke des Todes (1980)
 
Der Teufel tanzt weiter (1980)
 


Filmkritik: “Terror Eyes – Der Frauenköpfer” (1981)

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TERROR EYES

(NIGHT SCHOOL)

Story

 
 
 
Boston steht unter Schock. In der Ostküstenmetropole geht ein Seriemörder um, der bevorzugt jungen Frauen auflauert, die er dann enthauptet. Kommissar Austin und sein Assistent ermitteln in Richtung Ritualmord. Als sich die Verdachtsmomente auf ein Abendkolleg konzentrieren, spitzt sich die Lage zu. Hier sind die bevorzugten Opfer des Verrückten quasi auf dem Silbertablett angerichtet.
 
 
 


 
 
 

TERROR EYES – Kritik

 
 
 
Was im Original den unscheinbaren und auch einem Softporno auf dem Playboy Channel zupass kommenden Titel NIGHT SCHOOL trägt, wurde im splatter- und zensurwilden Deutschland der Achtziger Jahre ein durchaus gesuchtes VHS-Kassettchen – und das ausschließlich wegen seines verwegenen Kampfnamens: TERROR EYES – DER FRAUENKÖPFER! Jaaa! Da frohlockten die Träger schmutziger Herrenmäntel, immer auf der Suche schmieriger Ausweidungs-Schocker auf Kosten des schönen Geschlechts und krallten sich die Verleihschildchen aus den hinteren Videothekenregalen. Daheim in Muttis Keller war die Enttäuschung dann groß: Kein Kopf wird in fulci-esker Maissirup-Geilheit vom Rumpfe gemanscht, kein Gedärm wie Spaghetti aufgerollt. Viel eher sahen die erwähnten Mäntel und, viel wichtiger: sehen wir, heute, im Besitz der netten DVD, ein seltenes Beispiel für einen amerikanischen Giallo.
 
 
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Stehen in den Originalen des Subgenres die kreativen Morde und das Augenmerk auf der Perversität des Täters im Vordergrund, bietet TERROR EYES – DER FRAUENKÖPFER eine angenehm ausgewogene Mischung aus Darstellung der Morde und Polizeiarbeit mit Beleuchtung der Hintergründe der Mordserie. Wenn man so will, ist der Film sogar ein Vorfahr der graphischen Polizeithriller, die seit den frühen 2000ern das amerikanische und folglich globale Fernsehprogramm dominieren. Als Kommissar ist Leonard Mann dabei, der als Kind italienischer Einwanderer in New York City zweisprachig aufwuchs und in den Siebziger und Achtziger Jahren sogar auf unserer Seite des Atlantiks Filmrollen ergattern konnte. Eigentlich heißt er Leonardo Manzella. Ein weiteres Bindeglied zur angenehm europäischen Note von TERROR EYES. Weibliche Hauptrolle gibt die debütierende Rachel Ward, die wirklich wahnwitzig gut aussieht und kurz nach ihre Auftritt mit der Über-Schmonzettenserie DIE DORNENVÖGEL sehr prominent werden sollte. Für Regisseur Ken Hughes sollte TERROR EYES der Karriereabschluss werden. Einer Karriere, die Glanzlichter wie das Original von CASINO ROYALE und den Kinderfilmklassiker TSCHITTI TSCHITTI BANG BANG hinterlassen hat. Von letztgenanntem zum Frauenköpfer. Das ist wie in einem bitteren Drehbuch gelesen.
 
 


 
 
 

TERROR EYES – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Seltener Mix aus amerikanischem Fernsehkrimi und europäischen Giallo-Ideen, der Killer sieht exakt aus wie der aus DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER. Keine Gore-Bombe und auch einige Jahre zu spät, um den Zuschauer gänzlich in die beliebte Atmosphäre italienischer Thriller eintauchen zu lassen aber unterhaltsam und liebevoll gefilmt.
 
 
 


 
 
 

TERROR EYES – Zensur

 
 
 
Der Thriller TERROR EYES war bis vor einiger Zeit in Deutschland indiziert. Zudem waren alle bisherigen Fassung geschnitten. Die aktuelle DVD-Veröffentlichung trägt zwar die alte FSK-Freigabe, ist aber ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

TERROR EYES – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Night School; USA 1981

Genre: Horror, Thriller, Klassiker

Ton: Deutsch (Dolby Digital 1.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 1.0 Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK 18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 30.01.2015

 

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TERROR EYES – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Rage (2010)
 


Filmkritik: “Hoffnung auf Eis” (1989)

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HOFFNUNG AUF EIS

(THE CHILLING)

Story

 
 
 
Falls Sie es nicht wussten: Irgendwo im Mittleren Westen steht der Welt tollste kryogenische Klinik. Hier sind (der Film spielt angeblich in der Zukunft, wo man immer noch die Frisuren später Achtziger trägt) zum Beispiel Walt Disney oder Michael Jackson eingefroren, um in schöneren Zeiten wieder auf die Menschheit losgelassen zu werden. Näher am Plot liegt hier aber auch der kleinkriminelle Sohn des ansässigen Großindustriellen, den’s bei einem Raubüberfall zerlegt hat. Als in der Halloweennacht das Stromnetz dem Gewitter zum Opfer fällt, tauen die Frostbeulen vorzeitig auf und schlurfen mordlüstern zu den Warmblütern.
 
 
 


 
 
 

HOFFNUNG AUF EIS – Kritik

 
 
 
Unsere amerikanischen Freunde nennen Filmchen wie HOFFNUNG AUF EIS „local marvels“, also so was wie ortsansässige Wunder. Damit weisen sie halbironisch darauf hin, wie phänomenal gut, schlecht oder wenigstens schräg es daherkommt, wenn ein filmbegeisterter Amateur den örtlichen Gewerbeverein unter Vorlage seines Drehbuchentwurfs abklappert und im Idealfall mit Budgetspenden und Drehgenehmigungen nach Hause kommt. Bevorzugt bewegen sich solcherlei Filmchen im Spannungsfeld von Amateursplatter (hierzulande, dank günstiger Digitalvideotechnik und viel Waldgegenden, größer denn je) und auch mal schämenswerter Kampfsportaction. HOFFNUNG AUF EIS, gedreht am Rande von Kansas City, Missouri, ist ein trashiges Moralstück im Stil der EC Comics/Tales From The Crypt-Reihe. Der Versuch, sich nicht in ausgetretenen Nebenhandlungspfaden zu verlaufen, scheitert selbstverständlich und so kann der geneigte DVD-Einwerfer wahnwitzig miesen Schießereien mit Bluteffekten, die das professionellste Element des Films darstellen dürften, in ihrer ganzen gnadenlosen Länge beiwohnen. Auch der breite Nebenauftritt des ebenso breiten Dan Haggerty, einst beliebt als DER MANN AUS DEN BERGEN, war hoffentlich kostengünstig. Und Linda Blair, ach Linda Blair.. Das waren die Hungerjahre des früheren Horrorkinderstars. Sprit, Pillen … und Hoffnung auf Eis.
 
Durch all diese Anekdötchen kann dann vielleicht auch entschuldigt werden, wenn die präsentierte Bild- und Tonqualität eher so aussieht, dass sich der Film in Nachbarschaft von Videokassetten wohler fühlen dürfte als bei DVDs oder gar Blu-rays.
 
 
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HOFFNUNG AUF EIS – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
In heimischen Straßen gedrehter Videokamera-Schrott mit Gastauftritten halbwegs bekannter Gesichter. Mit den richtigen Begleitern ein großer Filmabend-Spaß. Allein geschaut kann so was sehr weh tun.
 
 
 


 
 
 

HOFFNUNG AUF EIS – Zensur

 
 
 
Die aktuelle DVD-Veröffentlichung trägt die alte FSK-Freigabe und ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

HOFFNUNG AUF EIS – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Chilling; USA 1989

Genre: Horror, Thriller, Komödie, Klassiker

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Keine

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK 18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit alternativem Wendecover

Extras: Behind the Scenes (21:25 Min.), Trailer (1:44 Min.), Outtakes (ohne Ton) (6:41 Min.), Promo Reel (8:35 Min.)

Release-Termin: 05.12.2014

 

Hoffnung auf Eis (DVD) – Ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

HOFFNUNG AUF EIS – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Return of the Living Dead (1985)
 
Toll treiben es die wilden Zombies (1988)
 
Return of the Living Dead 3 (1993)
 


Filmkritik: “Wyrmwood: Road of the Dead” (2014)

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WYRMWOOD:

ROAD OF THE DEAD

Story

 
 
 
Abermals verwandelt eine unbekannte Bedrohung nichtsahnende Menschen in Zombies. Eine Gruppe Überlebender sammelt sich und versucht der Lage Herr zu werden.

 
 
 


 
 
 

WYRMWOOD – Kritik

 
 
Seit jeher gelten vor allem die Japaner in Sachen Horror als schonungslos und ausgefallen. Dort krabbeln nicht nur nasse Geistermädchen aus TV-Geräten und Waschmaschinen (RINGU); auch absurde Splatter- und Goregranaten (GUTS OF A BEAUTY) färben immer mal wieder Leinwände rot und buhlen um die Gunst des internationalen Kinopublikums. Dass aber nicht nur Filmemacher aus dem Land der untergehenden Sonne abgefahrene Blutorgien inszenieren können, beweist der Australier KIAH ROACHE-TURNER. Der ist noch recht frisch im Filmgeschäft und hat mit dem Erstling WYRMWOOD gleich einen potenziellen Hitkandidat gedreht, der das Zeug zum neuen Kult-Horror hat. Der Splatter-Klassiker BRAINDEAD bekommt Konkurrenz, denn Regieneuling ROACHE-TURNER lässt hier ein actiongeladenes Gewaltfeuerwerk aller erster Güte auf den Zuschauer los, das nicht mit kongenialen Gedankenblitzen, frechen Späßen und klebrigem Kunstblut geizt.
 
 
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MAD MAX trifft auf DAWN OF THE DEAD – so oder ähnlich lässt sich in knappen Worten beschreiben, was der Horror-Fraktion mit WYRMWOOD geboten wird. In diesem Film wird dem müden Sub-Genre der immer wieder gleichen Zombiegurken frischer Wind einverleibt. Der weht ziemlich kräftig durch ein apokalyptisches Weltuntergangsszenario, in dem mal wieder einige Menschen vor Zombies flüchten und ums Überleben bangen müssen. Im Mittelpunkt steht Familienvater Barry (JAY GALLAGHER). Der hört eines Abends Geräusche in der Küche und befindet sich wenig später mit Frau und Tochter auf der Flucht vor Horden aggressiver Menschen, die nach noch warmem Menschenfleisch gieren. Nachdem sich auch Gattin und Kind zu einem dieser primitiven Menschenfresser verwandelt haben, macht sich Barry allein auf die Suche nach Schwesterherz Brooke (BIANCA BRADEY). Die wurde in ein mysteriöses Labor verschleppt und muss nun obskure Experimente über sich ergehen lassen, die ein verrückter Wissenschaftler an ihr durchführt. Doch die unmenschlichen Versuche segnen das hilflose Testobjekt mit wundersamen Kräften. Brooke entwickelt neue Fähigkeiten, die ihr bald schon den Weg aus der Zombieinvasion bahnen. Mit Hilfe ihrer Gedanken kann sie die zornigen Fressmaschinen kontrollieren. Eine Eigenschaft, die ihr bald den Hintern retten wird.
 
 
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Nichts ist schlimmer als Filme zu sehen, die langweilen. Leider haben ziemlich viele der letzten Zombie-Heuler mit akuter Ideenarmut und immer wieder gleichen Handlungsverläufen gequält, so dass Horrorfans mittlerweile vorsichtig geworden sind, wenn ein Film mit Zombies auf dem Cover wirbt. Anders sieht das bei WYRMWOOD aus. Regisseur KIAH ROACHE-TURNER muss wohl im Drogenwahn gewesen sein, als er die Masse an kunterbunten Einfällen für sein Debüt zu Papier gebracht hat. Die Geschehnisse im Film sind teilweise so bescheuert, dass man den Quatsch gesehen haben muss, um es glauben zu können. In WYRMWOOD werden Zombies als Tankstelle missbraucht. Die Kreaturen produzieren in ihren verwesenden Körpern Treibstoff mit dem Fahrzeuge betrieben werden können. Für die Überlebenden ein praktischer Nutzen, lässt es sich mit schnellem Gefährt besser vor den Untoten flüchten – vorausgesetzt man hat stets einen wandelnden Toten als “Reserve” im Kofferraum.
 
 
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Vier Jahre lang war WYRMWOOD in der Mache, weil die meisten Szenen mit Freunden am Wochenende gedreht werden mussten. Somit folgt KIAH ROACHE-TURNER denen, die einst den Fuß mit semiprofessionellen Amateurfilmen ins Business bekommen haben und mittlerweile Erfolge in Hollywood feiern: SAM RAIMI und PETER JACKSON. Doch nicht nur Low-Budget-Produktionen wie TANZ DER TEUFEL (1981) und BAD TASTE (1987) boten dem Newcomer Inspirationsgrundlage. In einem Interview verriet der Nachwuchsregisseur, dass ihn maßgeblich MAD MAX zum Dreh des Films getrieben hat. Schon lange wartete er gemeinsam mit seinem Bruder auf eine weitere postapokalyptische Weltuntergangssaga im Stile des Kult-Actioners aus den 80er Jahren. Weil die aber vergebens auf sich warten lies, entschlossen die Geschwister selbst einen Film auf die Beine zu stellen, der an jene Filme erinnern sollte, die bereits in der Kindheit Eindruck hinterlassen haben: DAWN OF THE DEAD und MAD MAX.
 
 
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Dass die Geschwister in der Jugend nicht nur Filme sondern auch Comics verschlungen haben, wird in WYRMWOOD mehr als deutlich. Der Streifen entpuppt sich als rasante Comic-Blutorgie, deren Macher konsequent das Gaspedal durchtreten und offensichtlich darum bestrebt waren, das zu Papier gebrachte nicht bierernst zu nehmen. Dank dutzender Slapstickelemente, haarsträubenden Einfällen und groteskem Overacting erhält WYRMWOOD eine fast schon befremdlich wirkende Erzählsprache, die dann doch sehr an Comicware jüngeren Datums erinnert. Nicht weniger überdreht kommt Gewalt im Film zum Einsatz. Hier wird geklotzt und nicht gekleckert. Mit Hilfe von günstigem CGI werden Köpfe gespalten, Gliedmaßen abgeschlagen und Schädel zum Explodieren gebracht. WYRMWOOD ist nichts für Warmduscher, denn scheinbar wollte Regisseur KIAH ROACHE-TURNER Fans härterer Horror-Streifen gerecht werden und verbrät in seinem Erstling literweise Kunstblut und Kunststoffgedärm. Bei einem so zeigefreudigen Gewaltrausch dürfte das Splatter-Herz zu tanzen beginnen, schließlich gehört WYRMWOOD zu jenen Zombie-Schockern, die zwar blutig aber auch sehenswert sind.
 
 
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WYRMWOOD – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
DAWN OF THE DEAD trifft auf MAD MAX. Schluss mit gähnendem Zombie-Murks. WYRMWOOD ist ein abgefahrenes Splatter-Epos in dem minutiös Blut auf die Leinwand spitzt und das ein beachtliches Tempo an den Tag legt, bei dem einem ganz schwindelig wird. Der hektisch geschnittene Fun-Splatter macht Comic-Leser glücklich, denn Macher KIAH ROACHE-TURNER bannt Absurditäten auf Zelluloid, die man eigentlich so nur in Comics zu sehen bekommt. Da werden Zombies abgemolken und mittels Telekinese ferngesteuert; coole Antihelden ballern sich um den Verstand und 98 Minuten zeigefreudiger Splatter-Spaß beschert Fans des drastischen Kinos feuchte Höschen. Bei so viel Freude am Kunstblut verliert die Erkenntnis an Bedeutung, dass mit WYRMWOOD das Kunststück gelungen ist, einem müden Sub-Genre frischen Wind einzuverleiben. Man darf auf eine Fortsetzung hoffen. Denn im Falle von WYRMWOOD wäre es fatal, wenn diese nicht gedreht werden würde.
 
 


 
 
 

WYRMWOOD – Zensur

 
 
 
In WYRMWOOD: ROAD OF THE DEAD wird geballert, gemetzelt und gesplattert als gebe es keinen Morgen mehr. Demzufolge dürfte fraglich bleiben in welcher Form der Zombie-Streifen nach Deutschland kommen wird. Dass die FSK in letzter Zeit ziemlich human mit Filmen dieser Art ins Gericht gegangen ist, könnte auch WYRMWOOD von Nutzen sein. Wir rechnen trotz viel Mord und Totschlag mit einer ungeschnittenen Freigabe: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

WYRMWOOD – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dead Within (2014)

Chrysalis (2014)

Open Grave (2013)

Attack of the Undead (2010)

28 Days Later (2002)

28 Weeks Later (2007)

Crazies (1973)

The Crazies (2010)


Filmkritik: “Buddy Hutchins” (2015)

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BUDDY HUTCHINS

Story

 
 
 
Ein Familienvater versteht die Welt nicht mehr. Da brennen ihm die Sicherungen durch und er nimmt mit einer Kettensäge blutige Rache an jedem, der ihm zuvor nur Böses wollte.

 
 
 


 
 
 

BUDDY HUTCHINS – Kritik

 
 
Vermutlich dürften sich viele Horrorfans noch an Schauspieler JAMIE KENNEDY zurückerinnern können. Der spielte in der beliebten SCREAM-Reihe einen sympathischen Film-Nerd namens Randy, der in der Slasher-Serie viel zu früh das Zeitliche segnen musste. Mittlerweile sind viele Jahre vergangen und der smarte Witzbold von einst lässt sich mal wieder im Genre blicken. Für seinen aktuellen Streifen namens BUDDY HUTCHINS hat er sich reichlich Winterspeck angefuttert und absichtlich verunstalten lassen. Als ungepflegte Alkoholiker scheint er vom Pech verfolgt und wird unter tragischen Umständen zur tickenden Zeitbombe. FALLING DOWN lässt grüßen, denn es lassen sich allerhand Parallelen zum Thriller aus der Mache von JOEL SCHUMACHER erkennen. Der brachte im Jahr 1993 einen wütenden MICHAEL DOUGLAS ins Kino, dem in Los Angeles die Sicherungen durchbrannten. Natürlich ist hier alles eine Nummer kleiner. BUDDY HUTCHINS ist eine günstige Low-Budget-Produktion ohne Staraufgebot, die zum großen Teil in den vier Wänden von Regisseur JARED COHN (Macher der ASYLUM-Gurken: 12/12/12 oder BORN BAD) umgesetzt wurde. Dank gutem Hauptdarsteller fällt der rigorose Sparkurs dieses unabhängigen Horror-Thrillers nicht negativ ins Gewicht, denn BUDDY HUTCHINS gehört zu jener Art von Indie-Filmen, in denen gutes Schauspiel manch fehlenden Dollar im Budget verschmerzen lässt.
 
 
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Im Film hat Figur Buddy Hutchins kein einfaches Los gezogen. Geldsorgen plagen den unglücklichen Familienvater, der es aber immerhin von einem Jahr geschafft hat sein Alkoholproblem in den Griff zu bekommen und den sarkastischen Humor nicht verlernt hat. Doch die Bemühungen scheinen nicht viel Eindruck bei den Angehörigen hinterlassen zu haben. Die Ehefrau treibt es heimlich hinter dem Rücken mit dem besten Freund und auch der pubertierende Sohnemann hat schon längst den Respekt vor dem Vater verloren. Als dem mürrischen Pechvogel die Kinder weggenommen werden sollen, seine geliebte Mutter an Herzversagen stirbt und es beruflich bergab geht, ist es für Buddy Hutchins an der Zeit all jene zu bestrafen, die ihm bisher nichts Gutes wollten. Er wirft eine Motorsäge an und startet einen grausamen Rachefeldzug ohne Erbarmen.
 
 
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Regisseur JARED COHN bevorzugt es schwarzhumorig, denn BUDDY HUTCHINS geizt nicht mit zynischen Sprüchen und makabren Späßen. Dennoch bleibt im Unklaren was sein Kettensägenmassaker eigentlich sein soll. Für eine schwarze Komödie ist BUDDY HUTCHINS schlichtweg zu tragisch und für ein Drama dann doch wieder etwas sehr sarkastisch. Zudem finden am Ende drastische Horror-Elemente den Weg in die Handlung, so dass unschlüssig bleibt, ob man das Gezeigte ernst zu nehmen hat oder darüber schmunzeln soll. Als überhaupt nicht erheiternd kann die Gesellschaftskritik im Film gewertet werden, denn einmal mehr wird ein Genrefilm dazu verwendet, um sich kritisch über Missstände äußern zu können. Das liebe Geld gerät ins Visier des kontroversen Angriffs, denn das steuert in BUDDY HUTCHINS alle Bereiche des täglichen Miteinanders. Es treibt Familien auseinander, macht aus Freunden unerbittliche Feinde und entscheidet sogar über Leben und Tot. Für die Titelfigur ein Teufelskreislauf, der wieder nur mit Gewalt durchbrochen werden kann. Der Antiheld schnappt sich eine Kettensäge und versucht Aggressionen abzubauen, in dem er Köpfe spaltet und so Problem aus der Welt schafft. Die hierfür zum Einsatz kommenden Spezialeffekte sind Marke “Eigenbau”, simpel gestrickt aber nicht immer gleich zu durchschauen. Zur Freude der Gorehounds fließt reichlich Lebenssaft, was Zensurwächter hierzulande wenig Gefallen bereiten dürfte, kommt doch abgebrühte Gewalt zum Einsatz, damit Konflikte beseitigen werden können.
 
 
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Drehbuchautor und Filmemacher JARED COHN verarbeitet in BUDDY HUTCHINS eigene Schicksalsschläge. Die Idee zur bissigen Familientragödie kam ihm, als er sich selbst an einem Punkt in seinem Leben befand, an dem er nicht weiterwusste. Seine Gefühle und Gedanken verarbeitete er, in dem er die mutige Figur des Buddy Hutchins schuf und sie Dinge tun lies, über die vermutlich jeder schon einmal in ähnlicher Situation nachgedacht hat: Tritt Feinde nicht mit den Füßen, wenn sie bereits am Boden liegen, sie könnten grausame Rache nehmen.
 
 
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Letztendlich kann sich die filmische Umsetzung der zu Papier gebrachten Rachephantasie durchaus sehen lassen. Zwar litt die Produktion unter dem knappen Kapital, das keine Experimente zuließ. Dank zermürbender Atmosphäre und facettenreichem Schauspiel eines ambitionierten sowie talentiertem JAMIE KENNEDY, sticht BUDDY HUTCHINS unter der Vielzahl ähnlicher Rachestreifen positiv hervor. Ganz nebenbei hat COHN hier übrigens den besten Spielfilm seiner bisherigen Karriere abgeliefert. Nachdem er zuvor Miserables für Trash-Mache THE ASYLUM inszeniert hatte überrascht, dass der Regisseur weit mehr kann, als Filme für die Schrottpresse zu inszenieren. Letztendlich wäre zu erwähnen, dass BUDDY HUTCHINS im Gedächtnis bleibt – ein Kunststück, das unabhängigen Filmen neueren Datums nur selten gelingt. Bemerkenswert!
 
 
 


 
 
 

BUDDY HUTCHINS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein Familienvater sieht rot. Grimmiger Rachestreifen – grandios gespielt! Das hauptsächlich für seichte Komödien bekannte SCREAM-Sternchen JAMIE KENNEDY gibt im depressiven BUDDY HUTCHINS sein Bestes und macht aus dem kostengünstigen Rache-Thriller wirklich sehenswertes Indie-Kino in dem schwarzer Humor nicht zu kurz kommt. Zwar bekommt der Zuschauer hier eine wirklich seltsame Kombination aus Drama, Komödie und Horrorfilm zu Gesicht; irgendwie scheint der sonderbare Genre-Mix trotzdem zu funktionieren, weil KENNEDY den wohl bemitleidenswertesten aber gleichzeitig sympathischsten Antihelden verkörpert, den man bis dato in einem Rachefilm zu sehen bekommen hat. Dass Geld knapp gewesen ist, kann auch diese unabhängige Produktion nicht verbergen. Dennoch war Macher JARED COHN darum bestrebt seinen Film teurer aussehen zu lassen, als er letztendlich gewesen ist. Mit blutigen Taschenspielertricks macht er zudem Gorehounds glücklich, die am Ende überrascht sein dürften, wie zeigefreudig die Gewalt im Film zelebriert wird. Wem kostengünstiger Look in Indie-Thrillern nichts ausmacht wird BUDDY HUTCHINS schnell ins Herz schließen. Fans des “schönen” Mainstream-Horror bereitet das hier Gebotene jedoch kaum Freude.
 
 


 
 
 

BUDDY HUTCHINS – Zensur

 
 
 
Schwer zu sagen, ob BUDDY HUTCHINS ungeschnitten durch die FSK kommen wird. Hier werden Köpfe mit Baseballschläger eingeschlagen. Zudem bohrt sich eine Kettensäge durch Körper und Schädel. Dennoch blendet die Kamera immer dann weg, wenn es für den Zuschauer unerträglich wird. Oftmals hat das den Anschein, als ob bereits vor der amerikanischen Veröffentlichung die Schere angesetzt wurde. Viele Schnitten wirken hart und unprofessionell, was den Eindruck erweckt, dass bereits vorab gekürzt wurde. Aufgrund der kontroversen Rache-Thematik dürfte es BUDDY HUTCHIN in Deutschland nicht leicht haben. Wir tippen trotzdem auf eine ungeschnittene KJ-Fassung mit rotem Flatschen auf dem Cover.
 
 
 


 
 
 

BUDDY HUTCHINS – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Falling Down – Ein ganz normaler Tag (1993)
 
Rampage (2009)
 
Axed (2012)
 
Hobo with a Shotgun (2011)
 


Filmkritik: “Enter the Dangerous Mind” (2013)

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ENTER THE DANGEROUS MIND

Story

 
 
 
Die Stimmen in seinem Kopf wird er nicht mehr los: Jim Whitman ist musikbegeistert, schüchtern und leidet dazu auch noch unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung. Als eine Frau in sein Leben tritt, geraten die Stimmen in seinem Kopf aus dem Gleichgewicht.
 
 
 


 
 
 

ENTER THE DANGEROUS MIND – Kritik

 
 
 
Wenn psychisch gestörte Persönlichkeiten zu kaltblütigen Killermaschinen werden. Filmstoff, der im Horrorfilm immer wieder gern Verwendung findet, aber meist nicht gründlich und ernstzunehmend ausgearbeitet wird. Leider dienen immer wieder psychische Krankheiten im Horrorkino nur als Vorwand, um viele grausame Bilder aneinanderschnippeln zu können, denn scheinbar gewinnt man nur so das Interesse der Zuschauer. Das Regie-Duo YOUSSEF DELERA und VICTOR TERAN macht es unzähligen Filmemachern gleich und hat sich dem psychologischen Horror angenommen. Mit ihrem ENTER THE DANGEROUS MIND versuchen sie Werke wie dem erschütternden CLEAN, HAVEN (1993) nachzueifern. Leider scheitern die beiden aber kläglich an der Unentschlossenheit ihres Machwerks, denn in welche Sparte sie es letztendlich stecken wollten, scheint ihnen doch nicht ganz so einleuchtend gewesen zu sein. Erfahrene Leser ahnen vermutlich schon was damit gemeint ist, denn was bei FILMCHECKER besprochen wird, ist garantiert kein Kinderkino. SNAP (so der ursprüngliche Titel des Filmprojekts) ist knüppelharter Psycho-Thrill, der anfänglich zwar vortäuscht ein Drama zu sein, am Ende jedoch sehr ins Horrorfach abgleitet und mal wieder viele unangenehme Momente im Heimkino zelebriert, die Zartbesaitete mit Sicherheit verstören werden.
 
 
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Jim Whitman (JAKE HOFFMAN) ist ein Einzelgänger, hat kaum Freunde und flüchtet bevorzugt in die Welt der Musik, um dem monotonen Alltag entfliehen zu können. Er besitzt eine Leidenschaft für selbstgemachte Dubstep-Tracks und versucht als PC-Spezialist seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Eigentlich ein normaler Mittzwanziger, wäre da nicht jenes schreckliche Erlebnis zu Kindstagen gewesen, das seither jeden Tag zum Albtraum werden lässt. Das böse Alter Ego Jake (THOMAS DEKKER aus LAID TO REST 2) hat es sich in Jims Leben bequem gemacht und ist als Person oder Stimme im Kopf allgegenwärtig. Ob in den eigenen vier Wänden, im Job oder auf der Straße – der böse Mann im Ohr gibt zwar Nachhilfe in Sachen „Frauen“, macht dem unerfahrenen Eigenbrödler jedoch das Leben zur Qual. Als Jim durch einen Nebenjob zufällig Bekanntschaft mit der attraktiven Wendy (NIKKI REED) macht und in ihr einen verständnisvollen Seelenverwandten sieht, scheint nach jahrelanger Finsternis endlich wieder die Sonne aufzugehen. Doch ENTER THE DANGEROUS MIND wäre kein Horror-Thriller, würde nicht doch etwas Unerfreuliches passieren.
 
 
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Musik spielt in ENTER THE DANGEROUS MIND eine tragende Rolle. Immer wieder werden ausweglose Schreie, unkontrollierbare Störgeräusche und pulsierende Schläge aus der selbstgemachten Musik der psychisch labilen Filmfigur eingespielt, die quasi den psychischen Zusammenbruch des Antihelden einläuten und dessen Durcheinander im Kopf widerspiegeln sollen. Der Zuschauer wird hierbei ganz nebenbei zum Mitleidenden, denn nicht selten verursachen die Elektronikklänge auch bei ihm Kopfschmerzen und versinnbildlichen, was da eigentlich im Kopf des Hauptprotagonisten vorgeht. ENTER THE DANGEROUS MIND protokolliert in ungemütlichen Bildern den psychischen Verfall eines Mannes, der allmählich die Kontrolle über sich selbst verliert und von seinem zweiten bösen Ich gesteuert wird. Das manipuliert den Filmhelden auf heimtückische Weise, damit der am Ende an unschuldigen Menschen ein Exempel statuieren darf. Den Fan kontroverse Gewaltakte dürfte das vermutlich freuen, bekommt der doch ziemlich gemeine Szenen zu sehen, in dem ein Luftgewehr auf Menschen gerichtet wird. In einem Finale, das an abgebrühtem Home-Invasion-Terror erinnert, läuft ENTER THE DANGEROUS MIND dann zu Hochform auf. Da wird ausradiert und gewimmert, als gebe es keinen Morgen mehr. Für Horrorfans durchaus interessant – wer es stattdessen plausibel und tiefgründig bevorzugt wird enttäuscht, denn ein glaubhaft inszeniertes Psychogramm eines traumatisierten Menschen, der für sich und andere zur Gefahr wird, ist ENTER THE DANGEROUS MIND leider keineswegs. Der Film verläuft sich zu sehr im Genre und ist am Ende lediglich FSK18-Gematsche mit “Hab-ich-morgen-wieder-vergessen”-Garantie. Die Protagonisten bleiben blass und wirken unzugänglich. Sympathien werden im Keim erstickt, noch bevor sie aufgebaut werden können und die Krankheitsproblematik wird nur oberflächlich umrissen, damit sich die Verwandlung vom Niemand zum Serienkiller rechtfertigen lässt. So wird aus einem anfänglichen Psycho-Drama lediglich Dutzendware für Leute, die beim Schauen von Filmen nicht sonderlich gefördert werden wollen.
 
 
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ENTER THE DANGEROUS MIND – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Kontroverser Psycho-Schocker, der dem Zuschauer am Ende in die Magengegend tritt. Im Falle von ENTER THE DANGEROUS MIND sollte jedoch kontrovers nicht zwangsläufig mit anspruchsvoll gleichgesetzt werden, denn sonderlich diskussionswürdig ist ENTER THE DANGEROUS MIND nicht. Das liegt vor allem daran, dass die brisante Thematik von Schizophrenie im Film nur als Indikator dient, um ein blutiges und unangenehmes Finale im Heimkino zelebrieren zu können. Die beiden Regisseure YOUSSEF DELERA und VICTOR TERAN schienen kein Interesse an einem glaubhaften und durchdachten Psycho-Drama gehabt zu haben. Statt sich ernsthaft mit dem Krankheitsverlauf des Antihelden zu beschäftigen, muss mal wieder alles aus dem Ruder laufen und die Mattscheibe rot gefärbt werden. In diesem Film dient Gewalt als einziges Mittel zur Problemlösung. Warum das so sein musste, scheint unklar. Vermutlich haben die vielen Stimmen im Kopf der Macher über den unpassenden Ausgang der halbherzigen Geschichte entschieden. Starker Beginn, schwache Wendung – deshalb: mittelprächtig!
 
 
 


 
 
 

ENTER THE DANGEROUS MIND – Zensur

 
 
 
Weil am Ende mit einem Luftgewehr wahllos und grafisch in Gesichter ahnungsloser Menschen geschossen wird, dürfte ENTER THE DANGEROUS MIND definitiv erst für Volljährige geeignet sein: keine Jugendfreigabe!
 
 
 


 
 
 

ENTER THE DANGEROUS MIND – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80/ Marcel Demuth

Die in der Kritik hinterlegten Grafiken stammen von der offiziellen Seite zum Film

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Hemorrhage (2012)
 
Simon Killer (2012)
 
Alexandre Aja´s Maniac (2012)
 
Magic Magic (2013)
 
A beautiful Mind (2001)
 
Fight Club (1999)
 


Filmkritik: “The Demon’s Rook” (2013)

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THE DEMON’S ROOK

Story

 
 
 
Ein mächtiger Dämon entführt einen kleinen Jungen, um ihn in schwarzer Magie zu unterrichten. Jahre später kehrt der Verschleppte zurück in die Welt der Lebenden und muss die Menschheit vor dem Untergang bewahren.

 
 
 


 
 
 

THE DEMON’S ROOK – Kritik

 
 
Ach was waren die Zeiten schön, als im Horrorfilm noch bevorzugt per Hand gesplattert wurde und die Effekte nicht aus dem Computer kamen. Die 80er waren das Jahrzehnt kreativer Absurditäten, wo mit Latex, Glibber und Kunstblut versucht wurde dem Kinogänger das Ekeln zu lehren. Während am anderen Ende der Welt ein junger SAM RAIMI im Splatter-Klassiker EVIL DEAD die Teufel tanzen lies, produzierte Altmeister DARIO ARGENTO Jahre später einen ebenso berüchtigten Genrefilm in Italien, der den meisten Horrorfans unter dem Titel DANCE OF THE DEMONS von Begriff sein dürfte. Das Multitalent JAMES SIZEMORE holt nostalgisches Dämonen-Gematsche zurück auf die Mattscheiben und will mit seinem Regiedebüt an die guten, alten VHS-Zeiten anknüpfen, in denen man sich nicht vom mageren Produktionsbudget abschrecken lies und soviel Handgemachtes wie möglich in Horrorfilmen zeigen wollte. Sein THE DEMON’S ROOK entpuppt sich als herzliche Hommage an das nicht immer perfekte Indie-Horrorkino der 80er und dürfte vor allem bei jenen Filmfans Herzklopfen verursachen, die mit diesen Filmen aufgewachsen sind.
 
 
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Der kleine Roscoe ist ein erkundungsfreudiges Kind, von Dämonen regelrecht besessen und spielt tagsüber mit der besten Freundin Monsterspiele im Garten. Dennoch zieht sich der aufgeweckte Junge immer öfter in sein Zimmer zurück, wo er finstere Visionen und grausige Fratzen mit Kreide zu Papier bringt. Die Eltern sind stolz auf das phantasiebegabte Kind, bis der Sohnemann von einem mächtigen Dämon Besuch erhält und verschleppt wird. Doch die Kreatur namens Dimwos ist nicht böser Natur. Sie weiht den Knaben in die Macht schwarzer Magie ein und fungiert als Pförtner zwischen Licht und Dunkelheit, um die Menschheit vor dem Bösen zu beschützen. Als es dennoch einigen Geschöpfen der dunklen Seite gelingt in die Welt der Lebenden zu krabbeln, liegt es an dem mittlerweile erwachsenen Roscoe die bevorstehende Apokalypse aufzuhalten. In seiner ehemaligen Spielkameradin Eva sieht er eine Verbündete um Dämonen, Zombies und Besessene aufhalten zu können.
 
 
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THE DEMON’S ROOK ist kein sonderlich guter oder professioneller Film, aber das ist diesmal auch nicht von Bedeutung. Der Film bietet einen regelrechten Bilderrausch handgemachter Maskeneffekte, die mal weniger, mal besser gelungen sind. Ob wandelnde Zombies, dämonische Kreaturen aus der Hölle oder der Leibhaftige persönlich – THE DEMON’S ROOK bietet ein buntes Sammelsurium kreativer Effektspielereien, die allein dessen schon die Sichtung rechtfertigen. Dass ein derart visueller Ideenrausch auch seine Problemchen mit sich bringt, scheint die logische Konsequenz zu sein. Schauspielerisch fährt Regisseur, Produzent und Schauspieler (er selbst hat auch gleich die Hauptrolle im Film übernommen) nämlich einen konsequenten Sparkurs. Fast alle Helden, Kreaturen und Filmopfer werden von Freunden des Machers verkörpert, die dann auch noch Haus und Hof für die Dreharbeiten zur Verfügung gestellt haben, damit mehr Geld für Kunstblut und Splatter-Exzesse ausgegeben werden konnte. Viel Improvisationstalent stellt SIZEMORE unter Beweis. Um neumodische Wohnzimmer atmosphärisch aussehen zu lassen, holt er kurzum die Nebelmaschine aus dem Keller und lässt das semiprofessionelle Set in satte Rot-, Blau- und Grün-Töne erstrahlen. So gleicht er finanzielle Defizite aus und erinnert ganz nebenbei mit stimmigen Farbspielereien an die frühen Werke des Giallo-Mitbegründers DARIO AGENTO, die sogar auch noch von charmantem Synthesizer-Gedudel begleitet werden.
 
 
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Es muss nicht immer perfekt sein, vor allem dann nicht, wenn ein Horrorfan versucht seine Obsession zum Genre mittels phantasievoller Bilderflut zum Ausdruck zu bringen. THE DEMON’S ROOK ist ein leidenschaftliches Fanprojekt, das vor allem das besitzt, was man bei vielen Horrorfilmen neueren Datums vermisst: Herzblut. Der Streifen glänzt durch nostalgischem 80er-Jahre-Charme und schaut dank guter Kameraarbeit oftmals teurer aus, als er vermutlich gewesen ist. Bei so viel Liebe zum Genre schaut man gern über Mankos in der Inszenierung hinweg und vergisst schnell, dass hier erzählerische Tiefe kaum Stellenwert besitzt. Kurzum: THE DEMON’S ROOK ist eine blutrote Dämonenhatz für all jene, die ohnehin der Meinung sind, dass früher im Horrorfilm alles besser war. Kein Wunder, bringt Macher JAMES SIZEMORE jenes schrill-experimentierfreudige Jahrzehnt zurück ins Gedächtnis, das wichtige Genre-Meilensteine wie HELLRAISER, RE-ANIMATOR, THE THING oder Cronenbergs DIE FLIEGE hervorgebracht hat.
 
 
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THE DEMON’S ROOK – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
THE DEMON’S ROOK ist ein kleiner Juwel am Horrorhimmel und ein blutgetränkten Gore-Fest der Extraklasse. Diese Produktion ist nicht für die breite Masse bestimmt, sondern ein Film für alle Nostalgiker, die zu jener Zeit aufgewachsen sind, vor der sich THE DEMON’S ROOK verbeugt: Ein Hoch auf die 80er – Lang lebe das VHS-Zeitalter!
 
 


 
 
 

THE DEMON’S ROOK – Zensur

 
 
 
Blut gibt es reichlich zu sehen. Von Zombie-Fressszenen bis Pfeilmord ist alles dabei, bei dem das Horror-Herz tanzt. Insofern THE DEMON’S ROOK überhaupt in Deutschland veröffentlicht wird, wird er auf jeden Fall mit rotem FSK-Flatschen im Händlerregal stehen – in welcher Schnittform dürfte aber fraglich sein.
 
 
 


 
 
 

THE DEMON’S ROOK – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Evil Dead (1981)
 
Dance of the Demons (1985)
 
Dance of the Demons 2 (1986)
 
Demon Knight – Ritter der Dämonen (1995)
 


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