Filmkritik: „Blood Runners – Vampire kennen kein Erbarmen“ (2017)

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BLOOD RUNNERS – VAMPIRE KENNEN KEIN ERBARMEN

(BLOODRUNNERS)

Story

 
 
 
Mitten in der Prohibition treibt ein Nachtclub-Besitzer sein Unwesen, aber es geht um mehr, als das Alkoholverbot. Die Gäste des Nachtclubs haben viel mehr Lust auf Blut.

 
 
 


 
 
 

BLOOD RUNNERS – Kritik

 
 
Wenn man das Vampir-Genre bedienen möchte, muss man sich heutzutage schon etwas halbwegs Originelles ausdenken, denn der klassische Stoff wurde dermaßen oft serviert, dass kein Hahn mehr danach kräht. „Blood Runners“ klingt auf dem Papier recht originell, weil er seine Prämisse in die 30er Jahre versetzt und es zusätzlich um die Prohibition geht. Was daraus gemacht wurde, grenzt allerdings schon an einer Frechheit, weil der Zuschauer gnadenlos gelangweilt wird.
 
 
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Bereits bei der Story fangen die zahlreichen Probleme an, denn eine echte Handlung lässt sich einfach nicht erkennen. Da geht es um den Nachtclub-Besitzer Chester, der durch die Zeiten der Prohibition natürlich nicht gerade gut dastehen kann. Zum Glück gibt es genügend korrupte Polizisten, aber eigentlich dürstet es Chester sowieso viel mehr nach Blut, denn er ist ein Vampir. Und so kommt es irgendwann zum finalen Gefecht, wovon der Zuschauer jedoch eher weniger mitbekommt. Das Drehbuch, an dem mehrere Schreiber beteiligt waren, gleicht einer Katastrophe, denn hier will so rein gar nichts funktionieren. So reizvoll die Idee auch sein mag, eine klassische Vampir-Geschichte mit Mafia-Elementen und der Prohibition der 30er Jahre zu verbinden, so wenig hat man daraus gemacht. Die verschiedenen Elemente ergeben zusammen einfach keinerlei Sinn und so wirkt hier alles, als hätte man ein paar Ideen in einen Topf geschmissen, in der Hoffnung, das Ergebnis würde schon irgendwie schmecken. In „Blood Runners“ wird allerdings dermaßen wenig Substanz geboten, dass man sich schon früh wünscht, den Fernseher einfach auszuschalten.
 
 
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Der Film stammt bereits aus dem Jahr 2017 und hat jetzt verspätet auch den Weg nach Deutschland gefunden. Warum? Das weiß wohl keiner. Mühe hat man auch in die deutsche Veröffentlichung nicht gesteckt, was man alleine an dieser unangenehmen Synchronisation hören kann. Dem Treiben zuzuhören, macht nun wirklich keinen Spaß. Es gibt schlechte Synchros, an die man sich gewöhnt und welche, die mit der Zeit immer mehr die Nerven strapazieren. Letzteres ist hier leider der Fall, doch dafür kann das Original-Produkt natürlich nichts. Der Rest zeugt allerdings auch nicht gerade von Qualität. Das sieht man vor allen Dingen an den schlechten Darstellern. Alleine Michael McFadden geht einem in der Hauptrolle schon früh gehörig auf die Nerven. Es gibt viele weitere Nebenrollen zu sehen, die fast allesamt schlecht ausfallen. Daran kann nun auch der Name Ice-T nichts ändern. Er hat immerhin mehr Screen-Time, als man hätte vermuten können und zeigt, dass er kein schlechter Schauspieler ist, agiert nebenbei aber auch gerechtfertigt gelangweilt und kann damit ebenfalls nichts reißen. Dazu gesellt sich eine Figurenzeichnung, die einfach nur plump, austauschbar, belanglos und nichtssagend ist. Wo da der versprochene Kultfaktor von „From Dusk Till Dawn“ aufblitzen soll, bleibt ein großes Rätsel.
 
 
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Wenn man an „Blood Runners“ überhaupt noch irgendetwas Positives finden möchte, dann ist das wohl die Optik. Die Macher waren nämlich immerhin bemüht, die alte Zeit der 30er Jahre authentisch auferstehen zu lassen. Nun weiß man, dass „bemüht“ in der Arbeitszeugnis-Sprache „gescheitert“ heißt, aber trotzdem ist die Optik manchmal noch ganz passabel. Gerade, weil ganz ersichtlich wenig Budget zur Verfügung stand, sehen Kostüme, Autos und Schauplätze noch halbwegs brauchbar aus. Der Rest hingegen versagt und wenn man bildlich den Ersten Weltkrieg nachstellen will, könnten die Bilder auch direkt von „The Asylum“ stammen. Künstlicher geht es nämlich kaum. Da hat sich der Regisseur Dan Lantz, der zuvor nicht gerade viel gemacht hat, nicht mit Ruhm bekleckert. Seine Inszenierung will viel, erreicht jedoch nichts.
 
 
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Die Atmosphäre versucht dermaßen zwanghaft einen alten Mafia-Film mit Vampiren zu verbinden, dass das Resultat nur scheitern kann. Hier wirkt alles verkrampft und nichts echt. Am schlimmsten ist jedoch, dass einfach viel zu selten etwas geschieht. Zwar sind viele Szenenwechsel vorhanden und das Geschehen spielt sich niemals lange am selben Ort ab, doch erzählt wird eigentlich nichts und was dort vor sich geht, ist an Belanglosigkeit kaum zu überbieten. So werden die 95 Minuten Laufzeit zur echten Geduldsprobe, denn es gibt weder Spannung, noch viel Action oder irgendeine Form von Humor. Nicht mal Gewalt bekommt der Zuschauer großartig zu betrachten. Abgesehen von etwas roter Farbe und ein bisschen nackter Haut, sieht man hier nichts. Außerdem sind die Effekte doch eher simpler Natur, so dass selbst ein abgeschnittener Finger nach einer lahmen Halloween-Party aussieht. Das Finale versucht dann zwar mit etwas mehr Action versöhnlich daherzukommen, doch da ist leider schon alles verloren. Der jazzige Soundtrack ist immerhin noch zweckdienlich, während der Score völlig austauschbar bleibt.
 
 


 
 
 

BLOOD RUNNERS – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
„Blood Runners“ lässt sich schon fast als Totalkatastrophe bezeichnen, denn er ist gnadenlos langweilig und besitzt dermaßen wenig Substanz, dass selbst der simpelste Vampirfilm im Gegensatz dazu schon wieder maßlos reizvoll erscheint. Was man aus der halbwegs originellen Grundidee storytechnisch gemacht hat, ist eine Schande, denn der Film hat einfach überhaupt nichts zu erzählen und verknüpft seine verschiedenen Zutaten erschreckend ziellos. Lediglich ein paar Bilder der alten Zeit, die noch halbwegs authentisch wirken und Ice-T erbringen dem Streifen am Ende zwei gnädige Punkte, doch der Rest taugt überhaupt nichts. Der Unterhaltungswert ist eine Katastrophe, die Inszenierung wirkt billig und die meisten Schauspieler taugen nichts. Dazu gibt es eine völlig misslungene Figurenzeichnung, kaum blutige Effekte und eine Atmosphäre, die niemals auch nur ansatzweise funktionieren will. So bleibt im Endeffekt nur ein gut gemeinter Rat übrig, der beinhaltet, einen weiten Bogen um „Blood Runners“ zu machen!
 
 


 
 
 

BLOOD RUNNERS – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Blood Runners – Vampire kennen kein Erbarmen“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Wegen von der FSK höher eingestuftem Bonusmaterial (Trailer zu anderen Filmen) auf der Blu-ray / DVD ist auf der Veröffentlichung aber ein roter FSK-Sticker zu finden.
 
 
 


 
 
 

BLOOD RUNNERS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies / daredo (Soulfood) (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bloodrunners; USA 2017

Genre: Horror, Action, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 95 Minuten

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonusmaterial: keine Jugendfreigabe

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 05.11.2021

 

Blood Runners – Vampire kennen kein Erbarmen [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

BLOOD RUNNERS – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies / daredo (Soulfood))

 
 
 
Ähnche Filme:
 
30 Days of Night: Dark Days (2010)
 
From Dusk Till Dawn 2 – Texas Blood Money (1999)
 

Filmkritik: „Antidote – Serum des Grauens“ (2021)

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ANTIDOTE – SERUM DES GRAUENS

(ANTIDOTE)

Story

 
 
 
Als eine Frau nach einer Notoperation plötzlich gefesselt erwacht, muss sie feststellen, dass sie für grausame Experimente missbraucht werden soll.

 
 
 


 
 
 

ANTIDOTE – Kritik

 
 
Krankenhäuser und Horrorfilme passen perfekt zueinander, denn was sich im Krankenhaus so alles abspielt, ist für viele schon Horror genug. Es ist also nicht verwunderlich, dass manche Filme diesen Schauplatz für eine albtraumhafte Prämisse nutzen. Auch „Antidote – Serum des Grauens“ versucht sich daran und macht seine Sache gar nicht mal so schlecht, verpufft im Endeffekt aber leider aufgrund mangelnder Spannung irgendwo im Mittelmaß.
 
 
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Sharyn muss dringend am Blinddarm operiert werden. Nachdem dies geschehen ist, wacht sie plötzlich gefesselt in ihrem Krankenhausbett auf. Ein neuer Arzt namens Dr. Hellenbach stellt sich vor und erklärt, dass mit Sharyn alles okay sei. Seltsam ist nur, dass die Narbe der Operation bereits verheilt ist. Ist Sharyn also schon länger dort? Antworten will man ihr nicht geben und es dauert nicht lange, da lernt Sharyn andere Patienten kennen. Ein normales Krankenhaus scheint dieser Ort nicht zu sein. An den Menschen werden Experimente mit einem Serum angestellt, welches eine grandiose, heilende Wirkung haben soll. Nur müssen dafür eben auch Verwundungen her. Die Story ist prinzipiell nicht schlecht und die Grundprämisse zumindest halbwegs originell. Nur leider hat man daraus nicht besonders viel gemacht. Nach einer doch recht interessanten Einleitung, geht dem Stoff im mittleren Teil nämlich doch deutlich die Puste aus. Die Rückblicke mögen zwar der Geschichte dienen, bremsen das Treiben allerdings immer wieder aus. Am Ende gibt es dann natürlich noch die Auflösung mit einer ganz netten Pointe. Wer noch nicht viele Horrorfilme gesehen hat, kann sich vielleicht überrascht fühlen, doch insgesamt riecht man den Braten schon recht deutlich. Trotzdem hat man schon viel unlogischere Twists sehen dürfen.
 
 
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Der Rest ist durchaus nicht schlecht, aber leider niemals so richtig erwähnenswert. Das fängt schon bei der Inszenierung an. Peter Daskaloff führte Regie. Der Mann tummelt sich im Filmgeschäft schon einige Zeit herum, hat jedoch nie besonders viel gedreht. Ein großes Budget stand ihm für „Antidote – Serum des Grauens“ sicher nicht zur Verfügung, was man an mangelnden Schauwerten unschwer erkennen kann. Dass die Einrichtung so steril wirkt, ist an sich nicht verkehrt, doch mit der Zeit langweilen die unspektakulären Bilder dann doch etwas. Dabei ist die Inszenierung noch ganz sauber und dient mit ein paar hübsch surrealen Momenten. Eine eigene Handschrift ist hingegen kaum auszumachen. Die Atmosphäre stellt leider auch nichts Halbes und nichts Ganzes dar. Es gibt durchaus ein paar gute Szenen, die etwas Bedrohung ausstrahlen und den Namen Horror verdient haben. Im Gesamtpaket sind es nur eben zu wenige und mit einem Torture-Porn hat das Geschehen auch nicht gerade viel gemeinsam.
 
 
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Bei den Darstellern setzt sich die Uneinigkeit fort. Während die beiden Hauptdarsteller ihre Sache ganz solide machen, fällt der Rest doch deutlich ab. Immerhin kann man sich auf Ashlynn Yennie und Louis Mandylor verlassen. Gerade letzterer strahlt doch ein gewisses Charisma aus und verleiht seiner Figur so einen schön fiesen, nicht völlig durchschaubaren Charme. Zum Glück ist die deutsche Synchronisation auch ganz in Ordnung. Die Figurenzeichnung ist hingegen ganz schön langweilig. Dass Sharyn irgendein Geheimnis haben muss, wird schnell klar, aber der Zuschauer interessiert sich für dieses blöderweise gar nicht mal so sehr. Die anderen Charaktere sind sowieso nur Randfiguren, die niemals eine größere Wichtigkeit erhalten. Lediglich Dr. Hellenbach wirkt etwas interessanter. Bei seiner Figur funktioniert die Geheimnistuerei ganz solide.
 
 
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Der Unterhaltungswert bestätigt am Ende den durchschnittlichen Eindruck, denn er ist weder schlecht, noch jemals richtig gut. Wie bereits erwähnt, ist der Anfang ganz gut gelungen, doch danach wird es schon recht bald ziemlich lahm. Es gibt nicht genügend Einfälle, um das Interesse des Zuschauers oben zu halten. Zum Finale hin möchte man dann doch ganz gerne wissen, ob man mit seiner Vermutung richtig liegt und die Auflösung wird dann passabel serviert, überrascht nur eben kaum. Action ist Mangelware und viel Spannung kommt nicht auf. Die Dialoge sind eher schwach und simpel gehalten. Außerdem sollte man nicht erwarten, dass man die versprochene Schlachtplatte serviert bekommt. „Antidote – Serum des Grauens“ ist nicht harmlos und hat sich seine Freigabe ab 18 Jahren so gerade eben noch verdient, doch es gibt nicht viele blutige Szenen. Die vorhandenen sehen immerhin gut aus und wurden von Hand gemacht. Nur am Ende gibt es dann doch leider noch etwas billigen CGI-Mist zu sehen. Der Score ist okay, bleibt jedoch niemals im Ohr hängen.
 
 


 
 
 

ANTIDOTE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
„Antidote – Serum des Grauens“ ist kein schlechter, für den Horror-Allesschauer ein geeigneter, aber insgesamt doch verzichtbarer Film, weil er keine Qualitäten besitzt, die man nun unbedingt gesehen haben müsste. Die Story ist nicht schlecht geschrieben, besitzt eine gute Grundidee, nur der Twist ist doch relativ vorhersehbar. Insgesamt mangelt es an Spannung und an Highlights, die Schauplätze langweilen und für die Charaktere interessiert man sich leider auch kaum. Dafür ist die handwerkliche Arbeit passabel, der Aufbau funktioniert und die beiden Hauptdarsteller agieren brauchbar. Auch die kleinen Gewalteinlagen sind solide gemacht. Im Endeffekt kann man sich das gut anschauen und muss sich nicht zu sehr langweilen, für eine Kurzgeschichte hätte das Drehbuch aber dennoch mehr getaugt!
 
 


 
 
 

ANTIDOTE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Antidote – Serum des Grauens“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

ANTIDOTE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies / daredo (Soulfood) (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Antidote; USA 2021

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 87 Minuten

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 19.11.2021

 

Antidote – Serum des Grauens [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

ANTIDOTE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies / daredo (Soulfood))

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Clinic (2010)
 
Autopsy (2008)
 
Autopsy 2 (2009)
 

Filmkritik: „The Dinner Party – Für eine Einladung würden Sie sterben!“ (2020)

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THE DINNER PARTY – FÜR EINE EINLADUNG WÜRDE SIE STERBEN

(THE DINNER PARTY)

Story

 
 
 
Für ein Paar wird die Einladung zu einem Dinner zum echten Albtraum, weil die Gastgeber scheinbar eine ganz andere Vorstellung von einem gelungenen Dinner haben.

 
 
 


 
 
 

THE DINNER PARTY – Kritik

 
 
Das Kammerspiel bleibt nach wie vor eine beliebte Variante, um ein gewisses Szenario umzusetzen. Dabei braucht es gar nicht mal so viel, aber vor allen Dingen gute Darsteller und Geschick in der Inszenierung. „The Dinner Party“ versucht sich gewissermaßen ebenfalls an einem Kammerspiel, weil er lange Zeit nur in einem Raum spielt. Wirklich gelungen ist das Resultat nicht, weil der Film viel zu geschwätzig ist und am Ende kaum etwas zu bieten hat.
 
 
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Jeffrey und seine Frau Haley sind zu einem Dinner eingeladen. Gastgeber ist der reiche Chirurg Carmine, der zu einer ausgelassenen Runde einlädt. So sind auch noch andere Gäste vorhanden. Jeffrey verspricht sich davon einen Investor für sein nächstes Theaterstück zu gewinnen. Doch was das Paar nicht ahnen kann, ist, dass hier ein ganz anderes Spiel stattfindet. Nach endlosem Geschwafel stellt sich dann nämlich heraus, dass sowohl Gastgeber, wie auch die anderen Gäste gänzlich anderes vorhaben mit Jeffrey und Haley. Das Dinner diente da nur als Vorwand. Das Drehbuch ist sehr schwer zu bewerten, weil es auf der einen Seite schon manches richtig macht und auf der anderen Seite dennoch ziemlich versagt. Das größte Problem von „The Dinner Party“ ist, dass er zu langsam auf den Punkt kommt, obwohl doch von vornherein klar ist, was hier ungefähr gespielt wird. Deshalb war es unnötig, den Zuschauer so lange hinzuhalten. Es gibt zwar hier und da ein paar Wendungen und auch das Ende dient mit einer Art Twist, doch es gelingt der Handlung leider selten so richtig, den Zuschauer dafür empfänglich zu machen. Dafür gibt es nämlich viel zu viel belangloses Material.
 
 
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Weshalb „The Dinner Party“ fast zwei Stunden Laufzeit besitzen muss, ist und bleibt ein großes Rätsel, denn es mangelt dem Treiben vor allen Dingen an Tempo. In der ersten Hälfte bekommt man das bereits erwähnte Kammerspiel geboten. Ungefähr eine halbe Stunde Laufzeit geht für das titelgebende Dinner drauf. Da wird viel gequatscht und selbst wenn die Dialoge gar nicht so schlecht sind, bleibt das meiste Material doch pures, unwichtiges Geschwafel. Die deutsche Synchronisation, die zwar okay ist, macht es auch nicht gerade angenehmer dem Ganzen zu lauschen, weil sie eben doch relativ künstlich klingt. Deutlich schwerwiegender ist jedoch die Tatsache, dass man zu den Figuren keinerlei Draht erhält. Es gibt keine Einleitung und man startet sofort mit Jeffrey und Haley, die am Anwesen des Gastgebers ankommen. Einen Hintergrund erhält somit niemand. Die verschiedenen Gäste sollen alle reichlich skurril und ominös wirken, doch das wirkt dermaßen gewollt, dass auch hier reine Künstlichkeit herrscht. Diese Charaktere wirken niemals auch nur ansatzweise authentisch und sind dann auch längst nicht so merkwürdig, wie die Macher dies wohl bezwecken wollten. Daraus resultiert vor allen Dingen ein ganz negatives Merkmal: Man interessiert sich für die Protagonisten oder auch Antagonisten überhaupt nicht.
 
 
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Da bringen dann auch die ganz passablen Darsteller nur wenig. Mike Mayhall nimmt man seine Rolle von Anfang an nicht ab und Alli Hart muss ab einer gewissen Zeit sowieso nur noch das weinerliche Opfer spielen. Mit Bill Sage konnte man sogar einen etwas größeren Namen gewinnen, der nicht gerade wenig Screen-Time besitzt. Er gibt sich routiniert, wirkt jedoch gleichzeitig etwas gelangweilt. Miles Doleac, der außerdem Regie führte, ist ebenfalls ganz in Ordnung in seiner Darbietung. Das trifft auf nahezu alle Darsteller zu, nur ist die Figurenzeichnung eben viel zu konstruiert, um mit Leistungen auftrumpfen zu können. Und wenn dies hätte gelingen sollen, hätte das Ergebnis doch deutlich eindrucksvoller sein müssen.
 
 
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Die Inszenierung ist dabei noch ganz okay, wobei es komplett an Schauwerten mangelt. Das schicke Anwesen ist in Ordnung, aber ein Großteil der Laufzeit spielt sich in einem nicht gerade pompös aussehenden Raum ab, der am ehesten vom Kerzenlicht leben soll. In der Tat erscheint diese Optik relativ edel, aber es mangelt der Inszenierung dann doch an Dynamik. Die Dialoge stehen oft im Vordergrund und temporeicher wird das Geschehen erst in der zweiten Hälfte, doch gerade am Anfang hätte die Kamera gerne etwas dynamischer arbeiten dürfen. Wenn sich dann hinterher die Ereignisse überschlagen, ist zumindest etwas los und dann gibt es auch eine angebrachte Portion Gewalt zu sehen, die jedoch niemals übermäßig blutig ausgefallen ist. Spannung kommt schon alleine deshalb keine auf, weil die Charaktere dafür zu wenig interessant sind, aber immerhin wird in der zweiten Hälfte mit Tempo gedient. Hätte man das Ganze zuvor schon etwas gestrafft, wäre die Wertung vielleicht auch positiver ausgefallen. So bekommt man aber leider nur einen reichlich langatmigen Film geboten, der keinen echten Horror darstellt, jedoch auch von allen anderen Genre-Zutaten zu wenig besitzt. Der Score klingt ganz brauchbar, ist aber ebenfalls nichts Besonderes.
 
 


 
 
 

THE DINNER PARTY – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Was „The Dinner Party“ bezwecken wollte, ist nicht schwer zu erkennen, aber warum er das in einer solch faden Machart versucht, ist dann doch recht fragwürdig. Nichts an diesem Streifen ist hochwertig genug, um dem Zuschauer ein packendes Kammerspiel zu servieren. So sind die Dialoge an sich zwar nicht schlecht geschrieben, aber es langweilt auf Dauer doch eben zu sehr, sich knapp eine Stunde hinhalten zu lassen. Besonders, wenn man als Zuschauer sowieso längst weiß, was hier ungefähr gespielt wird. Das Drehbuch ist deshalb als misslungen zu betrachten, selbst wenn einzelne Zutaten okay sind. Die Darsteller spielen annehmbar, können aber nichts gegen die gnadenlos konstruierte Figurenzeichnung machen. Die Inszenierung ist passabel, weiß jedoch leider nicht wirklich, wie sie dieses lahme Szenario optisch aufregend gestalten könnte und Atmosphäre kommt viel zu selten auf. Im Endeffekt lässt sich „The Dinner Party“ anschauen, denn er ist nie ärgerlich schlecht, aber er besitzt deutlich zu viel Laufzeit und viel zu wenige Highlights. Wer also mal wieder Schlafprobleme besitzt und nebenbei trotzdem einen Film schauen möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Man muss sich wenigstens nicht ärgern, wenn man dabei einschläft!
 
 


 
 
 

THE DINNER PARTY – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Dinner Party – Für eine Einladung würden Sie sterben!“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE DINNER PARTY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies / daredo (Soulfood) (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Dinner Party; USA 2020

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 115 Minuten

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 03.12.2021

 

Dinner Party – Für eine Einladung würden Sie sterben! [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE DINNER PARTY – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies / daredo (Soulfood))

 
 
 
Ähnche Filme:
 
You’re Next (2011)
 
Ravenous – Friss oder stirb (1999)
 

Filmkritik: „Masquerade – Try to survive the Night“ (2021)

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MASQUERADE – TRY TO SURVIVE THE NIGHT

(MASQUERADE)

Story

 
 
 
Für ein kleines Mädchen wird ein Abend zum Albtraum, weil zwei Diebe bei ihr und ihrer Babysitterin einbrechen. Werden die Eltern rechtzeitig zurück sein?

 
 
 


 
 
 

MASQUERADE – Kritik

 
 
Selbst der Home-Invasion-Thriller ist mittlerweile ziemlich totgenudelt, weil es in den letzten Jahren einfach zahlreiche solcher Prämissen gab. Die Grundzutaten sind dabei stets simpel und deshalb muss die Inszenierung schon sitzen, wenn der Zuschauer spannend unterhalten werden soll. „Masquerade“ stellt nun den gefühlt hunderttausendsten Film dieser Gattung dar und wirkt von Anfang an wenig originell. Doch das muss nicht heißen, dass das Werk nichts taugt. Ob sich eine Sichtung lohnt, erfahrt ihr nun Stück für Stück.
 
 
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Die elfjährige Casey ist alleine mit ihrer Babysitterin, denn ihre wohlhabenden Eltern befinden sich auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung. Dummerweise brechen genau an diesem Abend zwei Gauner ein, die es auf wertvolle Gemälde der Familie abgesehen haben. Schnell ist Casey auf sich alleine gestellt und muss sich gegen die beiden Einbrecher verteidigen, aber zum Glück sind ihre Eltern schon auf dem Weg nach Hause. Eine nette Barkeeperin hat nämlich angeboten, sie nach Hause zu fahren, aber steckt hinter diesem Angebot vielleicht mehr dahinter? Etwas schade ist, dass das Drehbuch gar nicht erst versucht, den Zuschauer auf eine falsche Fährte zu locken. Von vornherein ist klar, was hier gespielt wird und deshalb bleiben Überraschungen auch komplett aus. Dabei hätte man die Sache mit Rose ruhig etwas undurchsichtiger gestalten können. Es wird zwar am Ende versucht noch eine Pointe zu servieren, aber diese ist dermaßen konstruiert und unwichtig für das vorherige Geschehen, dass sie eigentlich keine echte Rolle für die Wertung der Geschichte spielt. Ansonsten gibt die simple Home-Invasion-Prämisse natürlich sowieso eher weniger her. Die Geschichte ist in solchen Filmen meistens sehr simpel und das darf auch so sein, nur muss dann eben der Rest funktionieren und das tut er bei „Masquerade“ nur bedingt.
 
 
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Man kann dem Werk nicht wirklich vorwerfen, total billig zu wirken, wobei früh ersichtlich wird, dass nicht viel Budget zur Verfügung stand. Dieses braucht man für einen effektiven Film dieser Art aber eigentlich auch nicht, denn der Schauplatz sollte sowieso begrenzt sein. Genau hier will „Masquerade“ dann etwas zu viel, weil er einen ausufernden Nebenstrang präsentiert, der sich mit Rose und den Eltern beschäftigt. Ständig wechselt das Geschehen zwischen diesen Ereignissen und dem Einbruch bei Casey. Somit kann jedoch leider keinerlei klaustrophobische Stimmung aufkommen und der Fokus auf einen Strang wäre hier durchaus effektiver gewesen. Ansonsten kann man der Inszenierung allerdings nicht besonders viel vorwerfen. Regisseur Shane Dax Taylor, der bisher nicht sonderlich viel gedreht hat, versteht sein Handwerk einigermaßen und rein optisch geht der Film ebenfalls in Ordnung. Die überwiegend dunklen Bilder sind niemals zu dunkel, so dass man genügend erkennen kann, die Schnitte wirken sauber und allgemein ist die handwerkliche Arbeit für diese Preisklasse okay. Es mangelt zwar an echten Schauwerten, doch damit kann man leben.
 
 
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Deutlich schwerer wiegt da schon die Tatsache, dass es „Masquerade“ leider niemals so richtig gelingt, eine Spannung aufzubauen. Obwohl man keine Gefangenen macht und es früh eine Leiche gibt, sucht man nach der echten Bedrohung vergebens. Mit seinen gerade mal 80 Minuten Laufzeit ist der Film ganz schön kurz geraten und trotzdem lässt er sich kaum als kurzweilig bezeichnen. Bereits nach der ersten Hälfte führt man die zwei Handlungsstränge zusammen, aber die Splittung zuvor wirkt zu willkürlich und will keinen echten Sinn ergeben. Action ist Mangelware und einen Überlebenskampf im eigenen Haus durfte man schon deutlich aufregender beobachten. Mit viel Gewalt sollte man da nun auch nicht rechnen. Nicht, dass das Werk diese gebraucht hätte, aber so hätte das Szenario noch etwas roher wirken können. Allgemein ist die Atmosphäre nämlich eher seicht. „Masquerade“ ist sehr bemüht schön düster und böse zu wirken, aber es gelingt ihm einfach nicht so richtig. Nur der passable Score sorgt noch für etwas Stimmung.
 
 
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Wenigstens sind die Darsteller ganz okay. Mit Bella Thorne konnte man einen größeren Namen gewinnen und selbst wenn sie relativ gelangweilt agiert, ist ihr Schauspiel doch routiniert. Besonders die kleine Alyvia Alyn Lind überzeugt und ihr nimmt man die Emotionen sogar richtig ab. Bei ihr funktioniert auch die Figurenzeichnung einigermaßen, die insgesamt doch eher plump und sehr konstruiert wirkt. Es ist wirklich schade, dass es nicht packender ist, der kleinen Casey zuzuschauen, denn durch das Spiel von Lind wäre dies durchaus möglich gewesen, aber die restlichen Darsteller sind dann doch eher unwichtig, agieren nicht schlecht, aber auch niemals auffällig und ein Mitfiebern kommt kaum zustande.
 
 


 
 
 

MASQUERADE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Aus „Masquerade“ hätte mehr werden können, weil die Grundzutaten bewährt sind und an sich gar nicht so schlecht bedient werden. Die Story stellt sich allerdings selbst ein Bein, weil sie versucht das Geschehen komplexer zu gestalten, als es eigentlich ist und alleine mit dieser Erzählart wird das mit der Spannung nichts. Die handwerkliche Arbeit ist unspektakulär, aber sauber, die Darsteller sind okay, aber meistens belanglos. Nur die kleine Lind gibt sich mehr Mühe, als es der Film eigentlich verdient hätte. Trotz der kurzen Laufzeit ist diese filmische Angelegenheit ganz schön langatmig und Dinge wie Spannung oder Action kommen kaum auf. Die Atmosphäre versucht krampfhaft mächtig böse und düster zu sein, was ihr nur leider selten gelingt. Ein paar Momente sind ganz ordentlich und die Inszenierung erfüllt ihren Zweck, doch darüberhinaus hat „Masquerade“ leider relativ wenig zu bieten.
 
 


 
 
 

MASQUERADE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Masquerade – Try to survive the Night“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

MASQUERADE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Films (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Masquerade; USA 2021

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.00:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 80 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 09.12.2021

 

Masquerade [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

MASQUERADE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mit der Nacht kommt der Tod (1998)
 
Kidnapped (2010)
 
Home Invasion (2016)
 

Filmkritik: „Tanz der Teufel“ (1981)

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TANZ DER TEUFEL

(THE EVIL DEAD)

Story

 
 
 
Im Horrorklassiker „Tanz der Teufel“ geht es um eine Gruppe von Freunden, die mit dem berüchtigten Necronomicon das Böse heraufbeschwören.

 
 
 


 
 
 

TANZ DER TEUFEL – Kritik

 
 
Wer den Namen Sam Raimi nur von Mainstream-Werken wie etwa die „Spider-Man“-Trilogie kennt, der wird nicht schlecht gucken, wenn er sich den Film ansieht, mit dem Raimi erst den Durchbruch schaffte. Genau wie Peter Jackson, der ebenfalls mit deftigem Splatter auf sich aufmerksam machte und danach in Mainstream-Gefilden werkelte, erschuf auch Raimi mit seinem ersten, echten Film „The Evil Dead“, oder zu deutsch „Tanz der Teufel“, einen echten Klassiker. Wobei Raimi schon zuvor einen Langfilm und etliche Kurzfilme drehte. Doch erst der, damals als enorm brutal aufgenommene, Horrorschocker „Tanz der Teufel“ brachte die nötige Aufmerksamkeit. In Deutschland hat das eine bewegte Zensur-Geschichte hinter sich, aber heutzutage ist der Film sogar ab 16 Jahren freigegeben. Sämtliche Sittenwächter sprangen damals auf die Barrikaden. Das waren halt noch die guten, alten 80er, in denen man leicht schocken konnte. Schaut man sich „Tanz der Teufel“ heute an, dann funktioniert er vor allen Dingen aus Nostalgie-Gründen, doch auch so hat Raimi einen hübsch-hässlichen Horrorfilm gezaubert, dem man es gar nicht so oft anmerkt, dass es erheblich an finanziellen Mitteln fehlte.
 
 
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Fünf Freunde fahren in den Urlaub. Ziel ist eine verlassene Waldhütte mitten in der Wildnis von Tennessee. Kaum angekommen, findet man auch schon einen gruseligen Keller, in welchem sich ein ominöses Buch befindet. Die Freunde machen sich einen Spaß daraus und beschwören das Böse. Natürlich glaubt niemand, dass dies funktionieren würde, aber kurze Zeit später ist auch schon einer von ihnen von einer bösen Macht besessen. Und das ist erst der Anfang einer blutigen, grauenvollen Nacht. Sam Raimi, der das Drehbuch selbst schrieb, fühlte sich von „Night of the Living Dead“ inspiriert und setzte dieses Szenario bereits zuvor als Kurzfilm um, der jedoch nie offiziell veröffentlicht wurde. Die Ideen, die Raimi hatte, mögen 40 Jahre später als nicht mehr besonders kreativ oder originell wirken, aber damals war er seiner Zeit doch ein wenig voraus. Viele Zutaten wurden oftmals kopiert und alleine deshalb hat Raimi mit „Tanz der Teufel“ einen Kultfilm erschaffen, der mit seiner Geschichte zwar gänzlich simpel erscheint, durch die vielen Ideen vom Regisseur jedoch mächtig aufgewertet wird.
 
 
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In der Inszenierung hat sich Herr Raimi nämlich mächtig ausgetobt. Schon gleich am Anfang gibt es die berühmte Wackelkamera zu sehen, ein Stilmittel, welches Raimi zwar nicht unbedingt erfunden hat, aber in der Art und Weise, wie er es einsetzte, wurde es sehr oft kopiert. Diese Kamerafahrten durch den Wald in Verbindung mit den unheimlichen Geräuschen erzeugen auch heute noch eine tolle Atmosphäre. Diese wird durch reichlich Nebel ergänzt. Der Schauplatz könnte gar nicht simpler sein, erfüllt seinen Zweck jedoch vollkommen. Dass man nicht viel Budget zur Verfügung hatte, bemerkt der Zuschauer an der handwerklichen Arbeit keineswegs, denn gerade die Effekte sehen selbst heute noch gut aus. Da wurde viel mit Stop-Motion gearbeitet, was ungemein aufwendig gewesen sein muss und das Resultat kann sich noch immer sehen lassen. Die Dämonen-Masken sind abscheulich – im positiven Sinne versteht sich – und gesplattert wird natürlich auch. Zwar ist das Ganze niemals so eine Sause wie z.B. „Braindead“ und die heutige Freigabe ab 16 Jahren ist deutlich berechtigt, aber trotzdem kommt der Gorehound in manchen Szenen auf seine Kosten und die Effekte sehen einfach alle herrlich altmodisch aus.
 
 
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Es ist allerdings vor allen Dingen die Atmosphäre, welche „Tanz der Teufel“ so einmalig macht, denn auf der einen Seite will der Film gar nicht komplett ernst wirken und auf der anderen Seite ist er so schräg, abgefahren und schrill, dass man sich doch fast wie in einer Horrorkomödie vorkommt. Diesen Stil sollte Raimi mit dem zweiten Teil auf die Spitze treiben, doch schon hier sind Anzeichen davon vorhanden. Trotzdem steht der Terror im Vordergrund und es wird oftmals eine unheimliche Stimmung erzeugt. Sogar ein paar surreale Momente gibt es zu verbuchen und das Endergebnis ist vor allen Dingen eines: Verspielt. Nach einer kurzen Einleitung geht es ziemlich schnell zur Sache und in der nächsten Stunde geht man eigentlich nie wieder vom Gas herunter. Sei es eine Vergewaltigung durch Baumwurzeln oder die Waldhütte, die von Minute zu Minute immer gefährlicher wird. Bis zum Finale steigert sich der Wahnsinn immer mehr. Das ist zwar heutzutage nicht mehr unbedingt spannend und als Fan hat man dieses Werk sicher auch schon zu oft gesehen und trotzdem vermag das Treiben noch immer gut zu unterhalten, was eben an dieser starken Atmosphäre liegt.
 
 
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Von den Darstellern sollte man indes nicht zu viel erwarten, denn diese stammen allesamt aus dem Freundeskreis von Raimi und Campbell. Bruce Campbell, selbst ein guter Freund von Raimi, ist eigentlich auch der einzige, der hier eine richtig gute Leistung vollbringt. Er war allerdings auch von Anfang an mit vollem Herzblut an dem Projekt beteiligt und brachte es damit im Horrorbereich zur Kultfigur. Alle anderen Schauspieler, viele sind es sowieso nicht, sind nicht weiter erwähnenswert und haben danach gar nicht mehr so viel mit dem Filmbusiness zu tun gehabt, aber trotzdem gehen ihre Leistungen vollkommen in Ordnung. Für eine solche Low-Budget-Produktion kann man da echt nicht meckern. Die Figurenzeichnung steht natürlich ganz hinten an und es gibt sie quasi gar nicht. Man erfährt nichts über die Charaktere und so hält sich das auch mit den Sympathien in Grenzen. Dafür wäre allerdings auch gar keine Zeit gewesen, denn Raimi legt viel mehr Wert auf dämonischen Terror und hier liefert er einfach ab. Da gibt es genügend Szenen, die man damals nicht vergessen konnte und es bis heute immer noch nicht getan hat. Abgerundet wird das Vergnügen von einem herrlich unheimlichen Score, der zu einem Großteil aus gruseligen Sounds besteht.
 
 


 
 
 

TANZ DER TEUFEL – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
„Tanz der Teufel“ ist ein Klassiker und lässt sich selbst 40 Jahre nach seinem Erscheinen noch immer gut anschauen, selbst wenn der Film längst keine Perfektion darstellt. Dafür sind die Darsteller nicht hochwertig genug, dafür ist die Figurenzeichnung zu belanglos und dafür fehlt dem Werk die klare Linie. Er zelebriert nämlich Terror und ist in manchen Momenten verdammt unheimlich, nur um dann doch wieder abgefahren, skurril und fast schon albern zu wirken. Trotzdem ist Raimi hier Großartiges gelungen, weil er mit wenig Geld und simplen Mitteln eine famose Atmosphäre gezaubert hat. Zudem entwarf er gleich mal Stilmittel, die hinterher zahlreiche Male kopiert wurden. Bruce Campbell wurde danach zur Kultfigur, es gab zwei Fortsetzungen, ein Remake und sogar eine Serie. Selbst wenn das Treiben aus heutiger Sicht etwas harmlos wirkt, gibt es starke Effekte zu betrachten, die jeden Gorehound befriedigen sollten. Außerdem brennen sich viele Szenen einfach ins Gedächtnis ein. Das ist zwar nicht mehr gerade spannend, aber noch immer höchst sehenswert und einfach echt kreativ gemacht!
 
 


 
 
 

TANZ DER TEUFEL – Zensur

 
 
 
„Tanz der Teufel“ hatte es mit den deutschen Zensurbehörden nicht leicht. Der Streifen wurde in den deutschen Kinos ungekürzt mit SPIO-Freigabe gezeigt, zeitgleich kam er auf VHS heraus. 1984 wurde „Tanz der Teufel“ indiziert. Drei Monate später erfolgte die erste Beschlagnahme, von denen noch viele folgen sollten. Anfang der 1990er veröffentlichte man den Film erneut auf VHS und schnitt 44 Sekunden heraus. Diese Fassung wurde aber nur kurz in die Videotheken gebracht und landete 1993 auch auf dem Index. Im August 2016 wurde bekannt, dass die Beschlagnahmen des Splatterklassikers aufgehoben wurde. Im Oktober 2016 wurde „Tanz der Teufel“ auch vom Index gestrichen. Im Januar 2017 wurde der Streifen neu von der FSK geprüft und erhielt in der ungeschnittenen Form eine Freigabe ab 16 Jahren. Seither sind alle aktuellen Heimkino-Veröffentlichungen auf DVD, Blu-ray und in 4K ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

TANZ DER TEUFEL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Evil Dead; USA 1981

Genre: Horror, Klassiker, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.33:1 | 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Disc 1: Blu-ray 16:9 und 4:3 Fassung Remastered (HD, 85:26 Min.): Audiokommentar mit Regisseur Sam Raimi, Produzent Robert Tapert und Darsteller Bruce Campbell (Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), Disc 2 Blu-ray Bonus Blu-ray (SD, über 300 Min.): One by One will take you: The Untold Saga of the Evil Dead (53:45 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), Treasures Room: The Cutting Room Floor (59:22 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), Ellen and Drama Teacher (03:59 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), Make-Up Test (01:07 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), Unconventional: The Ultimate Discussion of Grueling Horror (19:09 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), On Stage Interview (07:18 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), The Ladys of the Evil Dead meet Bruce Campbell (28:54 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), Reunion Panel (31:18 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), At the Drive-In (12:03 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), Discovering Evil Dead (13:05 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), Book of the Dead: The other Pages (01:56 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), Trailer/Spots:Trailer Deutsch 4:3 / 16:9 (02:20 Min., Deutsch), Trailer Englisch 4:3 / 16:9 (02:06 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), TV-Spot #1 (0:32 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), TV-Spot #2 (0:32 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), TV-Spot #3 (0:33 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), TV-Spot #4 (0:33 Min., Englisch, mit optionalen deutschen Untertitel), Poster und Bilder Galerie (13:32 Min.), Talent Bio Bruce Campbell, Talent Bio Sam Raimi (Writer/Director), Talent Bio Robert Tapert (Producer)

Release-Termin: KeepCase: 28.03.2017

 

Tanz der Teufel [2 Blu-rays im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

TANZ DER TEUFEL – Deutsche 4K-UHD

 
 
 
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(c) Sony Pictures Entertainment (4K UHD im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Evil Dead; USA 1981

Genre: Horror, Klassiker, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Deutsch DD 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DD 5.1, Italienisch DD 5.1, Lateinamerikanisches Spanisch DD 5.1, Polnisch (Voice-Over) DD 5.1, Spanisch DD 5.1, Tschechisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Brasilianisches Portugiesisch, Chinesisch (traditionell), Chinesisch (vereinfacht), Dänisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hindi, Isländisch, Italienisch, Kroatisch, Lateinamerikanisches Spanisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Serbisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Thailändisch, Tschechisch, Türkisch

Bild: 1.33:1 | 1.85:1 | @23,976 Hz | 4K native, Dolby Vision, HDR10

Laufzeit: ca. 85 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: 4K-UHD + Blu-ray im Keepcase

Extras: Audio-Kommentar mit Sam Raimi, Produzent Robert Tapert und Darsteller Bruce Campbell, Featurettes Dokumentatione, Poster- & Bilder-Galerie, Talent-Biographien, 4 TV-Spots, 2 Kino-Trailer (Deutsch und Englisch)

Release-Termin: KeepCase: 21.10.2021

 

Tanz der Teufel [4K UHD-Disc + Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

TANZ DER TEUFEL – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Sony Pictures Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Evil Ones – Die Verfluchten (2016)
 
Tanz der Teufel II – Jetzt wird noch mehr getanzt (1987)
 
Evil Dead (2013)
 
Armee der Finsternis (1992)
 
Ash vs. Evil Dead (2015-2018)
 

Filmkritik: „The Good Things Devils Do – Willkommen zur Blutnacht“ (2020)

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THE GOOD THINGS DEVILS DO – WILLKOMMEN ZUR BLUTNACHT

(THE GOOD THINGS DEVILS DO)

Story

 
 
 
Eine alte Vampirkönigin wird in der Halloween-Nacht wieder zum Leben erweckt und sorgt passenderweise für reichlich Schrecken.

 
 
 


 
 
 

THE GOOD THINGS DEVILS DO – Kritik

 
 
Das Szenario sieht jedes Jahr ähnlich aus: Meldet sich der Oktober, geht es los mit Halloween-Filmen. Ein paar davon sind sicherlich hochwertiger Natur, doch besonders der B-Movie-Markt wird dann mit Veröffentlichungen überschwemmt. Das einzige, was diese billigen Horrorfilmchen dann von den anderen, die über das gesamte Jahr hinweg veröffentlicht werden, unterscheidet, ist die Tatsache, dass sich eben alles an Halloween abspielt. „The Good Things Devils Do – Willkommen zur Blutnacht“ macht von vornherein keinen wirklich hochwertigen Eindruck, spielt dafür jedoch die 80er-Jahre-Nostalgie-Horror-Karte aus, was zuweilen sogar ganz gut funktioniert, selbst wenn das Resultat im Endeffekt verzichtbar gewesen wäre.
 
 
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Melvin liebt den Grusel und deshalb arbeitet er auch schon lange an seinem eigenen Museum des Makabren. Nun hat sich Melvin die Überreste einer alten Vampirkönigin besorgt, die natürlich perfekt ins Museum passen. Dummerweise erweckt seine Frau durch einen Zufall die Vampirkönigin und schon fließt das Blut. Als dann auch noch ein paar Gangster vorbeikommen, die einen letzten Job erledigen wollen, darf die Opferzahl ansteigen.
Vom Drehbuch sollte man nicht unbedingt viel erwarten, denn hier werden lediglich Zutaten abgespult, die es zuvor schon etliche Male gab. Wirklich neue Ideen gibt es keine zu entdecken und die Kombination der Zutaten wirkt auch nicht gerade besonders kreativ. Das muss den Fan von simplen Horrorfilmen aber nicht zwangsläufig stören, wenn das Resultat gut gemacht wurde. Da das bei „The Good Things Devils Do – Willkommen zur Blutnacht“ zumindest teilweise der Fall ist, ist man dem Werk für seine überraschungsfreie, schwache Story auch nicht ganz so böse.
 
 
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Drehbuchautor und Regisseur Jess Norvisgaard, für den dies erst der erste Langfilm ist, versteht nämlich zumindest sein Handwerk. Dass das Werk nicht gerade viel gekostet hat und man sich mit einem kleinen Budget zufrieden geben musste, ist nicht zu übersehen. Dafür holt Norvisgaard dann doch noch etwas aus dem simplen Szenario heraus. Das macht er, indem er einfach die Retro-Nostalgie-Karte spielt, was zwar schon lange nicht mehr originell, aber immer noch in Mode ist. So gibt es Synthie-Klänge zu hören und allgemein hört sich die Musik ordentlich an. Außerdem wird mit Lichtern und Nebel gespielt. Zusätzlich stammen die Effekte von Hand und selbst wenn sie nicht perfekt sind, machen sie doch etwas her. Die größte Splatter-Keule sollte man allerdings nicht erwarten, denn vieles findet auch im Off statt. Die Freigabe ab 18 Jahren ist aus grafischer Sicht nicht unbedingt nachvollziehbar, aber weil „The Good Things Devils Do – Willkommen zur Blutnacht“ eine recht bösartige, makabre Ader besitzt, geht das trotzdem in Ordnung.
 
 
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Dies sorgt zudem für eine Atmosphäre, die man sich als Horrorfan gefallen lassen kann. Das Ganze nimmt sich nicht zu ernst und dient auch mal mit komödiantischen Anteilen, die zwar eher albern und unpassend wirken, aber trotzdem seltsamerweise kaum stören. Und dann wäre da dieser echt böse, schwarze Humor in Form von ein paar reichlich fiesen Sprüchen. Ein bisschen Halloween-Stimmung kommt zum Glück auch auf. Das Haus ist als Hauptschauplatz zwar nicht besonders spektakulär, aber in der Nachbarschaft gibt es genügend Deko zu betrachten. Allgemein flacht der Unterhaltungswert nach einem gelungenen Start etwas ab. Die Einleitung gibt Gas, macht Spaß und dann hat man es leider verpasst, das Ganze spannender zu gestalten. Erst im Finale geht da wieder etwas mehr die Post ab. Da die Laufzeit mit nur 80 Minuten (mit Abspann) jedoch kurz gehalten wurde, gibt es nicht zu viele Längen und einige Momente sind durchaus unterhaltsam geraten.
 
 
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Dann wären da zudem noch halbwegs brauchbare Darsteller. Bill Oberst Jr. gibt sich Mühe und dient so mit dem hochwertigsten Schauspiel, aber auch David Rucker III geht in Ordnung. Linnea Quigley besitzt eine kleine Rolle und dann wird der Horror-Fan natürlich noch mit dem Namen Kane Hodder gelockt. Dieser besitzt am Anfang auch eine Hauptrolle, die jedoch früh verschwindet. Von Etikettenschwindel kann man nicht unbedingt sprechen, aber seine Rolle hätte gerne trotzdem größer ausfallen dürfen. Insgesamt kann man mit den Leistungen der Darsteller durchaus zufrieden sein, aber leider macht der deutsche Ton dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Manche Schauspieler wurden nämlich ziemlich mies synchronisiert. Das klingt reichlich künstlich und hölzern. Allgemein hat man es bei der Ton-Abmischung ganz schön versemmelt, denn die Stimmen sind viel lauter, als Musik und Hintergrundgeräusche, was in manchen Momenten ganz schön nervig ist.
 
 


 
 
 

THE GOOD THINGS DEVILS DO – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
„The Good Things Devils Do – Willkommen zur Blutnacht“ ist ein durch und durch durchschnittlicher Horrorfilm geworden, der einiges richtig und einiges falsch macht. Die falschen Dinge werden aber größtenteils dem niedrigen Budget zu verschulden sein. Die Story ist gänzlich simpel und hätte ein paar kreative Ideen gebrauchen können, doch die handwerkliche Arbeit ist gar nicht schlecht geraten. Immerhin entsteht etwas Atmosphäre und das simple Spiel mit Lichtern und Nebel zusammen mit etwas Halloween-Deko wurde hier gekonnt umgesetzt. Außerdem sind die Darsteller brauchbar und mit der Figurenzeichnung kann man ebenfalls leben. Die vorhandenen Effekte, selbst wenn es nicht so viele sind, sehen solide aus und der Score hört sich gut an. Im mittleren Teil gibt es ein paar Längen und Spannung will leider keine aufkommen, aber dank der kurzen Laufzeit fühlt man sich selten gelangweilt. Das taugt zwar nicht zum nächsten, großen Halloween-Hit, aber wenn man die guten Filme alle schon durch hat, kann man hier ruhig mal ein Auge riskieren!
 
 


 
 
 

THE GOOD THINGS DEVILS DO – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Good Things Devils Do – Willkommen zur Blutnacht“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE GOOD THINGS DEVILS DO – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Daredo | White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Good Things Devils do; USA 2020

Genre: Horror, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 80 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 24.09.2021

 

The Good Things Devils Do – Willkommen zur Blutnacht [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE GOOD THINGS DEVILS DO – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Daredo | White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Night of the Demons (1988)
 
Night of the Demons 2 (1994)
 
Tanz der Teufel (1981)
 

Filmkritik: „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ (2021)

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THE TRIP – EIN MÖRDERISCHES WOCHENENDE

(THE TRIP)

Story

 
 
 
Für ein sich hassendes Ehepaar wird die Planung, den Partner umzubringen, zu einer viel größeren Gefahr, als auch noch ein paar entflohene Sträflinge auftauchen.

 
 
 


 
 
 

THE TRIP – Kritik

 
 
Wenn eine schwarze Komödie aus Skandinavien stammt, darf man sich sicher sein, dass es alles andere als politisch korrekt zur Sache gehen wird. Wenn dann auch noch Tommy Wirkola Regie führt, dann darf man sich zusätzlich sicher sein, dass es reichlich blutig werden wird. „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ klingt schon auf dem Papier reichlich abgefahren, ist in seiner Umsetzung jedoch tatsächlich noch verrückter. Schade, dass sich Wirkola manchmal etwas von belanglosen Nebensträngen ablenken lässt, denn sonst hätte aus dem Streifen ein echter Kulthit werden können, doch auch so kommen Fans von schwarzem Humor auf ihre Kosten!
 
 
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Lisa und Lars führen keine besonders glückliche Ehe, hassen sich irgendwie und können einfach keine Minute friedlich miteinander verbringen. Ein Wochenende in einem abgelegenen Ferienhaus soll es richten, nur was beide Partner voneinander nicht wissen: Der jeweils andere plant, den anderen umzubringen. Als das Ehepaar die Pläne in die Tat umsetzen möchte, stoßen plötzlich drei entflohene Sträflinge in das Szenario und die sind durchaus brutal. So darf sich das Gemetzel erweitern und dabei kommt es Lisa und Lars zu gute, dass sie sich schon ein paar Waffen besorgt haben.
Das klingt wie die weitaus brutalere Variante von „Mr. und Mrs. Smith“ und ungefähr ein solches Szenario erwartet den Zuschauer auch. Nur dass es hier nebenbei eben noch drei brutale Gangster gibt. Alleine diese Idee macht das Geschehen ziemlich abwechslungsreich, wobei Wirkola, der das Drehbuch selbst schrieb, manchmal etwas den Fokus aus den Augen verliert. So wäre es nicht unbedingt nötig gewesen, das Treiben noch mit Rückblenden anzureichern. Teilweise möchte die Geschichte mehr, als sie eigentlich hergibt. Hätte man sich da lieber auf das Wesentliche konzentriert, wäre die Handlung im Endeffekt stimmiger. Trotzdem hatte Wirkola einige stimmige Ideen und setzt diese gekonnt um.
 
 
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Sowieso macht er in seiner Inszenierung viel richtig. Kennt man seine vorherigen Filme wie z.B. „Dead Snow“, weiß man schon in etwa auf welche Richtung man sich gefasst machen sollte. „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ ist gnadenlos schwarzhumorig, pfeift auf politische Korrektheit und gibt sich möglichst derb. Egal ob es mal in Richtung Fäkalhumor geht oder ob es dann doch eher in Richtung „Vergewaltigung des Mannes“ geht – Man behandelt viele Faktoren. Dass der Anfang dabei sogar noch nach einem halbwegs ernsthaften Beziehungsdrama aussieht, macht die Sache nur noch abwechslungsreicher. Es dauert ca. 20 Minuten bis es zum ersten Mal zur Sache geht, aber so richtig starten, tut das Szenario erst nach 40 Minuten, wenn die Verbrecher dazu stoßen. Erstaunlicherweise wird die Atmosphäre danach sogar nahezu richtig fies und man könnte kurze Zeit fast vergessen, dass es ja humorvoll zur Sache ging. Da fühlt sich der Zuschauer fast wie in einem lupenreinen Terrorfilm alter Schule. Dieses Gefühl hält allerdings nicht lange an und schon bald wird wieder hemmungslos auf die Kacke gehauen. Niemand wird verschont und alle stecken ein.
 
 
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Leider sorgen die ganzen Rückblicke immer wieder für eine Unterbrechung und das wäre in dieser Form nicht notwendig gewesen. Hier bremst sich „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ unnötig aus. Allgemein ist der Plot für seine knapp zwei Stunden Laufzeit zu aufgebläht. Hätte Wirkola daraus einen 90-Minüter gemacht, hätte es gar keine Längen gegeben, aber in dieser Form ist der Unterhaltungswert nicht immer ganz oben. Spannung will eigentlich auch nicht wirklich aufkommen, weil das Treiben dafür nicht ernst genug erscheint. So bleibt einem im Endeffekt nichts anderes übrig, als einfach Spaß mit dem blutigen Treiben zu haben und wenn man es gerne böse hat, dann wird einem das nicht schwer fallen. Blut wird jedenfalls genügend vergossen und die Freigabe ab 18 Jahren hat sich der Film durchaus verdient. Die Morde fallen schön kreativ aus und jeder steckt reichlich ein. Die Effekte sind zudem gut gelungen und auch der Score begleitet das Geschehen passend.
 
 
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Das würde jedoch alles noch nicht ausreichen, wenn die Darsteller ihre Rollen nicht gut verkörpern könnten, doch hier kann sich Wirkola auf seinen Cast voll und ganz verlassen. Mit Noomi Rapace arbeitete er nicht das erste Mal zusammen und sie macht sich in ihrer Rolle echt gut. Aber auch Aksel Hennie geht als Lars vollkommen auf und holt den Zuschauer ab. Als die drei Sträflinge wissen Atle Antonsen, Christian Rubeck und André Eriksen zu überzeugen und die überschaubare Anzahl weiterer Schauspieler enttäuscht ebenfalls nicht. Der Fokus liegt sowieso stark auf diesen fünf Darstellern, die das schön übertrieben machen. Das passt, weil die Figurenzeichnung ebenso übertrieben ausgefallen ist. Hier wird mit einigen Klischees gearbeitet und das soll so sein. Das Resultat fördert zwar nicht gerade die Sympathien, aber zu viele davon wären in diesem Falle sowieso kontraproduktiv gewesen. Eine Ewigkeit bleiben einem diese Charaktere sicherlich nicht in Erinnerung, aber es ist markant genug, so dass man sich darüber nicht beschweren kann.
 
 


 
 
 

THE TRIP – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
„The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ ist ein böser, blutiger Spaß geworden, der sich keinen Deut um politische Korrektheit schert und dabei irgendwie typisch skandinavisch wirkt. Besonders die guten Darsteller fallen auf und die Inszenierung sitzt ebenfalls. Leider versucht die Story im Endeffekt mehr zu sein, als sie eigentlich ist und deshalb zieht sich das Treiben etwas in die Länge. Das bemerkt man auch an der Laufzeit, denn der Film ist insgesamt gute 20 Minuten zu lang geraten und das stört natürlich den Unterhaltungswert. Sieht man davon mal ab, bekommt man jedoch herrlich schwarzhumorige und reichlich blutige Unterhaltung geboten, die gute Effekte besitzt und ganz sicher nicht zimperlich mit seinen Figuren umgeht. Aus handwerklicher Sicht ist das souverän gestaltet, die Grundidee ist nicht sonderlich originell, aber spaßig und insgesamt lässt sich durchaus sagen, dass man mit diesem Werk seinen Spaß haben kann, wenn man es eben gerne böse und blutig hat!
 
 


 
 
 

THE TRIP – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE TRIP – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SquareOne Entertainment (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Trip; Norwegen 2021

Genre: Thriller, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Norwegisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.00:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 113 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Making of, Deutscher Trailer

Release-Termin: KeepCase: 29.10.2021

 

The Trip – Ein mörderisches Wochenende [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE TRIP – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei SquareOne Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mr. & Mrs. Smith (2005)
 
Der Rosenkrieg (1989)
 

Filmkritik: „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ (2020)

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ANTI-LIFE – TÖDLICHE BEDROHUNG

(BREACH)

Story

 
 
 
Bruce Willis ist zurück und macht den B-Movie-Sektor mal wieder unsicher. In „Anti-Life“ muss er sich gegen einen außerirdischen Parasiten verteidigen.

 
 
 


 
 
 

ANTI-LIFE – Kritik

 
 
Es gab mittlerweile genügend Intros zu Filmkritiken, die auf Bruce Willis basieren. Wenn man sein gelangweiltes Gesicht auf einem Cover von einem neueren Werk sieht, zieht das scheinbar noch immer genügend Publikum an, aber hochwertige Kost erwartet dahinter sicher kaum noch jemand. „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ klang von vornherein wenig vielversprechend, hätte aber mit einer besseren Inszenierung sogar noch durchschnittlich sein können. So mies ist der Film nicht, nur leider mal wieder ziemlich langweilig.
 
 
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Mit der Erde, unserem Heimatplaneten, ist es vorbei, weshalb eine große Anzahl an Auserwählten mit einem Raumschiff auf einen erdähnlichen Planeten transportiert werden soll. Das Ganze würde auch funktionieren, wenn sich auf dem Schiff nicht irgendwie eine unbekannte Lebensform einquartiert hätte. Das parasitäre Wesen schlüpft in die Körper der Besatzung und schon bald regiert auf dem Raumschiff das Chaos. Wirklich originell klingt das nicht, aber jeder, der schon ein paar Science-Fiction-Filme mit Aliens gesehen hat, weiß, dass es nicht immer die kreativen Einfälle sind, die für Unterhaltung sorgen. Nur gut gemacht, sollte es sein. Bei „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ trifft dies leider eher weniger zu, weshalb die magere Handlung auch nicht so wohlwollend aufgenommen wird. Die Grundzutaten sind allesamt kopiert, hätten jedoch das Zeug dazu gehabt, einen unterhaltsamen Film zu entwerfen. So schlecht geht man das Szenario eigentlich auch gar nicht an. Hier und da wird zwar zu viel Zeit mit Belanglosigkeiten verschwendet, doch hinterher treibt man die Geschichte immerhin schnell voran. Dass das Ganze kaum funktionieren will, liegt am ehesten an der Inszenierung.
 
 
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Diese hat der Regisseur John Suits, der auch schon zuvor ein paar Werke gedreht hat, nämlich ganz schön versemmelt. Wie ein vernünftiger Spannungsaufbau funktioniert, scheint dem Mann jedenfalls fremd zu sein. Erst herrscht Stille, dann kommt die Gefahr ins Bild gehopst, es wird geballert und die Szene ist zu Ende. Das wiederholt sich etliche Male in „Anti-Life“ und da darf sich niemand wundern, wenn so keine Spannung entsteht. Außerdem sind die Kulissen echt ziemlich langweilig. Dass das Szenario wirklich in einem Raumschiff im Weltall stattfinden soll, wird dem Zuschauer nur selten authentisch verkauft. Da wird zwar mit reichlich öden Lichtern gespielt, doch eine Atmosphäre entsteht so kaum. Wenn sich die infizierten Menschen dann wie Zombies verhalten, werden zwar Erinnerungen an „Ghosts of Mars“ wach, doch selbst wenn der Film nicht zu den besten Werken von Carpenter gehört, hat man das Actionspektakel dort trotzdem stimmungsvoller kreiert. Hier fehlt es einfach ganz eindeutig an Schauwerten und das Budget war scheinbar nicht groß genug, um ein paar Visionen so richtig hinzubekommen.
 
 
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So muss der Zuschauer dann auch größtenteils auf gute Effekte verzichten, wobei es unfair wäre zu behaupten, dass alle total billig aussehen würden. Okay, den Flammenwerfer hätte man sich besser gespart, doch das blaue Zeug hinterher sieht sogar ganz nett aus. Außerdem wird doch eine gute Portion gesplattert und so harmlos kommt „Anti-Life“ gar nicht mal daher. Am Ende darf man sogar eine große Alien-Kreation begutachten, die nicht toll, aber auch nicht miserabel ausschaut. Den Unterhaltungswert macht das alles nicht fett, jedoch kann man behaupten, dass der Film in seinen besten Momenten sogar halbwegs anziehend wirken kann. Die Dialoge sind zwar selten interessant und die Prämisse gibt nicht viel her und dennoch gibt es immer wieder Phasen, in denen „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ dank reichlich Action kurzweilig erscheint. Leider sind es im Endeffekt aber nicht genügend solcher Momente und dass das Ende dann dermaßen offen und abrupt geschieht, wirft auch eher ein Fragezeichen auf.
 
 
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Selbstverständlich muss man noch auf die Darsteller zu sprechen kommen. Bruce Willis – Dieser Name, der wohl bei keinem Filmfreund heutzutage noch ein Lächeln aufkommen lassen will. Er stört in „Anti-Life“ gar nicht mal und noch überraschender ist: Er spielt tatsächlich eine vollwertige Hauptrolle. Dabei darf er ein paar Sprüche klopfen, wie das in der guten, alten Zeit der Fall war. Normalerweise ist das eigentlich keine Leistung, die man erwähnen müsste, aber man muss sie dennoch erwähnen, weil sie eben nicht ganz so gelangweilt wirkt, wie man das mittlerweile von Willis gewohnt ist. Daneben gibt es noch ein paar andere bekannte Namen in kleineren Rollen zu sehen. Thomas Jane schaut kurz vorbei, aber echt nur kurz, Ralf Moeller ist kurz zu vernehmen, Timothy V. Murphy kann kurz in Erinnerung bleiben und Johnny Messner ist auch kurz mit dabei. Die eigentliche Hauptrolle wird von Cody Kearsley reichlich unspektakulär gespielt. Insgesamt gilt jedoch: Die Schauspieler sind in Ordnung. Nur haben sie bei der dünnen Figurenzeichnung natürlich so gut wie keine Chance. Die Charaktere werden dem Zuschauer herzlich egal sein, weshalb es auch nicht stört, wenn mal jemand stirbt. Da kommen zu wenig Sympathien auf und richtig markant will es leider auch nicht wirken, es sei denn das Aussehen des Darstellers sorgt dafür.
 
 
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ANTI-LIFE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
„Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ ist keine Totalkatastrophe, teilweise sogar ganz okay und kann dennoch nicht empfohlen werden, weil er einfach nur wenig zu bieten hat. Mal ganz abgesehen davon, dass wieder mit prominenten Namen geworben wird. Im Falle von Bruce Willis ist das immerhin keine Mogelpackung, denn der spielt eine richtige Hauptrolle und stört in dieser nicht mal. In erster Linie ist es der ideenarmen, langweiligen Inszenierung zu verdanken, dass „Anti-Life“ keine echte Freude aufkommen lassen will, denn das ist doch alles reichlich plump und generisch gestaltet. Zwar kommt nach einem langweiligen, ersten Drittel doch überraschend viel Action auf, aber das ist alles ohne echtes Gespür gestaltet. Die Story wirkt so, als wäre sie schon tausende Male zuvor erzählt worden und die Figurenzeichnung hinterlässt keinen bleibenden Eindruck. So muss man sich doch eher langweilen, selbst wenn es ein paar unterhaltsame Momente gibt. Die Effekte sind okay, nur der Sound lädt ebenfalls zum Einschlafen ein. Unterm Strich ist „Anti-Life“ nicht so schlecht, wie man bei einem Mitwirken von Willis hätte vermuten können, aber wirklich viel taugen, tut er ebenfalls nicht!
 
 


 
 
 

ANTI-LIFE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

ANTI-LIFE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) KOCH FILMS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Breach; USA 2020

Genre: Action, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase mit Schuber

Extras: Trailershow, Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: KeepCase: 21.10.2021

 

Anti-Life – Tödliche Bedrohung [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

ANTI-LIFE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei KOCH FILMS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ghosts of Mars (2001)
 
Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)
 
Life (2017)

Filmkritik: „Monster Hunter“ (2020)

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MONSTER HUNTER

Story

 
 
 
In der Videospielverfilmung „Monster Hunter“ geht es in erster Linie darum, sich gegen riesige Monster zur Wehr setzen zu können.

 
 
 


 
 
 

MONSTER HUNTER – Kritik

 
 
Paul W. S. Anderson hatte ein paar, mit „Event Horizon“ sogar einen richtig guten, Filme gedreht, bevor er den großen Durchbruch mit seiner Interpretation der Videospiele-Reihe „Resident Evil“ erlangte. Nicht nur machte er damit Milla Jovovich, die nun schon lange seine Ehefrau ist, zu einer echten Marke, sondern schuf Anderson zugleich seine eigene Handschrift, die aus Style-over-Substance besteht. Wenn sich also dieser Mann einer weiteren, beliebten Videospielreihe annimmt, nachdem mit „Resident Evil“ aus seiner Hand ja Schluss ist, weiß der Zuschauer eigentlich genau, was er zu erwarten hat. Und deshalb darf sich auch niemand beklagen, wenn ihm „Monster Hunter“ nicht gefällt, denn es war völlig klar, wie dieser Film ausfallen wird!
 
 
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Über die Story muss man bzw. kann man gar nicht viele Worte verlieren. Artemis, Anführerin einer Militär-Einheit, ist gerade mit ihren Leuten auf einer Mission, da kommt auch schon ein gewaltiger Sandsturm auf und plötzlich befindet man sich an einem komplett anderen Ort. Scheinbar ist dies nicht mehr die normale Welt, denn riesige Monster machen hier die Gegend unsicher. Artemis schlägt sich allerdings durch und erhält Unterstützung.
Mehr gibt es zur Handlung, welche übrigens ebenfalls Paul W. S. Anderson schrieb, nicht zu berichten. Da sich das Ganze auf eine Videospielreihe bezieht, was man zu jedem Moment bemerkt, muss die Story aber auch gar nicht ausgefeilter sein. Mit Erklärungen gibt man sich rar und serviert dem Zuschauer im letzten Drittel gerade eben so viele, dass man es noch duldet. Weshalb die Schwerter Feuer fangen, wenn man sie kreuzt, bleibt aber ein großes Rätsel, so wie eigentlich alles an der Handlung rätselhaft ist. Nun kann man sich über die riesigen Logiklücken sicherlich gut beschweren, doch wenn das Hirn mal wieder Pause braucht, ist ein Film wie „Monster Hunter“ sicher nicht verkehrt. Das Drehbuch ist alles andere, als optimal geschrieben, doch immerhin versagt die Umsetzung keineswegs.
 
 
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Dafür besitzt Anderson auch einfach zu viel Erfahrung in seinem Bereich. Die Inszenierung kann sich echt sehen lassen und lässt spektakuläre Schauwerte aufkommen. Das fertige Ergebnis ist zwar an Künstlichkeit kaum zu übertreffen und nicht jeder der CGI-Effekte sieht berauschend aus, aber es wird dem Zuschauer so viel optischer Krawall geboten, dass man sich visuell definitiv bedient fühlt. Aus rein handwerklicher Sicht ist „Monster Hunter“ gut gelungen. Ein paar Millionen an Budget mehr hätten das Gesamtergebnis vielleicht noch atemberaubender gemacht, doch auch so bekommt man eine reichhaltige Variation aus verschiedenen Monstern und den dazugehörigen Tötungsarten zu betrachten. Dabei fühlt man sich manchmal sogar an das Spiel „Minecraft“ erinnert, wenn die bösen Spinnen bei Tageslicht nicht herausdürfen. Eine Prise „Der Herr der Ringe“ ist vorhanden, das Sandmonster lässt Erinnerungen zu „Tremors“ aufkommen und eine Portion „Starship Troopers“ erkennt man ebenfalls. Eine wilde Mischung, die sicher kein bisschen originell oder kreativ ist, dafür aber eines nicht tut: Langweilen.
 
 
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Damit es zu keiner Langeweile kommt, drückt Anderson von vornherein auf’s Gaspedal. Es sind keine paar Minuten vergangen, da befinden sich die Figuren schon in der Welt der Monster. Und dann geht es Schlag auf Schlag weiter. Es gibt dann eigentlich nur noch zwei etwas ruhigere Momente, ansonsten wird „Monster Hunter“ von Action dominiert. Diese ist selten wirklich spannend ausgefallen, was auch an einer völlig simplen Dramaturgie liegt, aber trotzdem wird dafür gesorgt, dass der Zuschauer sich das Treiben gerne anschaut. Hier und da wird für das Mainstream-Publikum etwas Humor platziert, doch sowieso ist die Atmosphäre eher locker, als düster. Dabei hätte das Szenario auch knallhart und finster wirken können. Die rund 100 Minuten Laufzeit (zu denen auch noch eine Post-Credit-Szene gehört) vergehen am Ende ohne spürbare Längen und unterhaltsam ist dieses actionreiche, laute Treiben allemal. Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch der Score, von dem zwar deutlich zu viel Gebrauch gemacht wird, der mit seinen elektronischen Klängen aber einfach optimal passt.
 
 
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Dann wären da ja auch noch die Darsteller, von denen jedoch nur wenige erwähnt werden müssen. Bekommt man anfangs noch einige Charaktere zu sehen, reduziert „Monster Hunter“ schon sehr früh und dann steht natürlich Milla Jovovich im Vordergrund. Sie spielt ihre Rolle so, wie man das schon aus den zahlreichen „Resident Evil“ Verfilmungen kennt und macht sich als toughe Kriegerin nach wie vor sehr gut. Ansonsten ist es vor allen Dingen Tony Jaa, der für einen bleibenden Eindruck sorgt. Er kann zwar nicht ansatzweise zeigen, was er körperlich so alles auf dem Kasten hat, ist dafür aber irgendwie drollig, wenn er lautstark nach mehr Schokolade verlangt. Seine Leistung wirkt sympathisch. Abgesehen davon, dass man sonst noch Ron Perlman in einer kleinen Nebenrolle zu sehen bekommt, haben die restlichen Darsteller kaum etwas zu sagen. Das trifft auch auf die Figurenzeichnung zu, die wahnsinnig oberflächlich bleibt. Man bräuchte nicht mal die Hälfte eines kleinen Notizzettels, um die Charaktere hier zu beschreiben. Eine Tiefe vermeidet man so konsequent und das passt dann im Endeffekt auch wiederum ziemlich gut zum Gesamtergebnis.
 
 
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MONSTER HUNTER – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„Monster Hunter“ ist ein stupider Fantasy-Action-Film, der es möglichst laut und hektisch angeht, dabei auf jegliche Tiefe verzichtet und stattdessen ein Effektegewitter zelebriert. Das muss man schon mögen, aber schlecht gemacht ist der Film deshalb noch lange nicht. Die Inszenierung sitzt definitiv und die wenigen Darsteller können abliefern. Außerdem weiß Anderson schon, was er da macht und liefert eine astreine Inszenierung ab, die zwar hektisch und schnell ist, gleichzeitig dennoch gekonnt wirkt. Die Effekte sehen nicht alle optimal aus, wissen in der Überzahl jedoch zu überzeugen und der Unterhaltungswert ist durchaus sehr gut zu gebrauchen. Wer hingegen eine richtige Story oder eine Figurenzeichnung braucht, der sucht sich lieber in anderen Gefilden um. Dramaturgisch ist „Monster Hunter“ eine ziemliche Totalkatastrophe geworden und Anspruch sollte man hier absolut nicht suchen, aber wer actionreiche Hirn-Aus-Unterhaltung will, der wird hier definitiv fündig und bekommt reichlich Schauwerte geboten. Sollte es zu einer Fortsetzung kommen, darf man die Geschichte aber gerne weiter ausarbeiten!
 
 


 
 
 

MONSTER HUNTER – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Monster Hunter“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

MONSTER HUNTER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) CONSTANTIN FILM (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Monster Hunter; China | Deutschland | Japan | Südafrika | USA 2020

Genre: Horror, Abenteuer, Action, Fantasy, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD HR 5.1, Deutsch (Hörfilmfassung) DD 2.0, Englisch DTS-HD HR 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 103 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailershow, Trailer, 3D-Fassung des Films, The Monster Hunters (ca. 8 Min.), For The Players: Game to Screen (ca. 7 Min.), Monstrous Arsenal (ca. 5 Min.), Deleted Scenes (ca. 3 Min.), Interviews (ca. 26 Min.)

Release-Termin: KeepCase: 14.10.2021

 

Monster Hunter [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

MONSTER HUNTER – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei CONSTANTIN FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Starship Troopers (1997)
 
Tremors – Im Land der Raketenwürmer (1990)
 
Mortal Kombat (2021)
 

Filmkritik: „Dark Stories to Survive the Night“ (2019)

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DARK STORIES TO SURVIVE THE NIGHT

(DARK STORIES)

Story

 
 
 
Der Anthologien-Horror geht in die nächste Runde. In „Dark Stories to Survive the Night“ werden fünf gruselige Geschichten erzählt, um die Nacht zu überleben.

 
 
 


 
 
 

DARK STORIES TO SURVIVE THE NIGHT – Kritik

 
 
Horror-Anthologien gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Manchmal mit originellen Grundprämissen, manchmal auch einfach nur so. „Dark Stories to Survive the Night“ macht einen ziemlich unspektakulären Eindruck und glänzt nicht unbedingt mit großer Vielfalt, macht aus den doch sehr simplen Geschichten aber stets etwas Eigenständiges und kommt sympathisch daher.
 
 
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Wie sich das gehört, gibt es eine Rahmenhandlung. In dieser geht es um Christine, die eines Tages ein Paket mit einer unheimlichen Puppe erhält. Diese führt ein beängstigendes Eigenleben und bedroht sofort das Leben von Christine. Um die Puppe hinzuhalten, erzählt Christine ihr fünf Gruselgeschichten, aber am Ende kommt alles ganz anders, als gedacht. Der finale Twist lässt sich dabei zwar schon etwas vorhersehen, wirkt aber dennoch nicht schlecht. Allgemein ist die Rahmenhandlung zwar konstruiert, erfüllt jedoch ihren Zweck. Man hätte dem zwischendurch ruhig etwas mehr Aufmerksamkeit schenken dürfen, denn lediglich zu Beginn und am Ende geschieht hier etwas, doch alles in einem ist die Rahmenhandlung in Ordnung und kommt zum Schluss mit einem kleinen Augenzwinkern daher. Mit Kristanna Loken gibt es hier auch eine etwas bekanntere Darstellerin zu sehen und wie man die Puppe dargestellt hat, weiß ebenfalls zu gefallen. Zwar hat man es sich hier relativ leicht gemacht, aber im Endeffekt ist das doch besser, als billige CGI-Effekte zu servieren.
 
 
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Ansonsten lebt „Dark Stories to Survive the Night“ natürlich von seinen fünf Geschichten. Der Anfang führt den Zuschauer in ein Museum, in dem die Gemälde ein erschreckendes Eigenleben führen. Schuld daran sind Ghouls und obwohl an diesen Geschöpfen mittlerweile nichts mehr originell erscheint, wirkt die Geschichte halbwegs kreativ. Man hat das schon recht verspielt umgesetzt, dient mit etwas albernem Humor und die Stimmung ist harmlos-gruselig, so dass man sich schon fast wie in einer Episode von „Gänsehaut“ vorkommt. Handwerklich ist das solide gemacht, die Effekte können sich sogar sehen lassen, die Schauplätze wirken authentisch und über die Darsteller kann man sich nicht beklagen. Außerdem wird mit einer netten Pointe gedient, so dass man für diese Episode gerne sechs Punkte springen lassen kann!
 
 
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Weiter geht es mit einer Geschichte, die in einem Park spielt. Hier geht es um Geister. Die Stimmung wird deutlich düsterer, aber die Episode ist gleichzeitig etwas langweiliger. Selbst wenn die Laufzeit (wie im Durchschnitt alle Folgen) nur 15 Minuten beträgt, lässt man sich insgesamt etwas zu viel Zeit. Dafür geht es etwas surrealer zur Sache und vom Handwerk her ist auch hier alles im grünen Bereich. Die Pointe ist ebenfalls passabel. Fünf Punkte dafür!
 
 
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Wenn es in der nächsten Episode dann um einen Zombie geht, darf man zurecht befürchten, dass man nun langweiligen Einheitsbrei serviert bekommt. Doch dies umgeht man gekonnt, weil man das Geschehen mit reichlich verschrobenem Humor angereichert hat. So fühlt man sich schon eher wie in einer Horrorkomödie. Dabei darf es mal etwas blutiger werden und die Effekte können sich echt sehen lassen. Das wird gut gespielt, ist relativ kreativ gestaltet und sogar etwas actionreicher, so dass man hier von einem kleinen Highlight sprechen kann, welches sich sieben Punkte verdient hat.
 
 
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In der vierten Geschichte geht es um einen Dämon, um genauer zu sein, um einen Djinn. Auch dies macht überhaupt keinen originellen Eindruck und die Story ist viel zu simpel, um sie als gut zu bezeichnen. Dies wird jedoch mit einer guten Atmosphäre ausgeglichen und der Horror spielt hier eine deutlich größere Rolle, als noch in der vorherigen Episode. So kommt ein angenehmer Schauer auf. Die Darsteller spielen gut, die Charaktere wirken recht sympathisch und das Ende ist dann schön böse, so dass immerhin sechs Punkte drin sind.
 
 
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In der finalen Episode geht es dann um Aliens, was sicherlich nicht sofort begeisternd klingt. Die Herangehensweise ist allerdings selbst in dieser Geschichte etwas anders. Von allen Stories ist diese wohl am dialoglastigsten und es dauert ziemlich lange, bis mal etwas geschieht. Das Ende haut einen nicht unbedingt vom Hocker, aber die Schauplätze machen etwas her und das Schauspiel lässt sich erneut als durchaus solide bezeichnen. Außerdem darf man hier auch mal erwähnen, dass die deutsche Synchronisation gut gelungen ist. Zwar ist der Abschluss etwas schwach, aber er langweilt kaum und bringt es so noch mal auf gut gemeinte fünf Punkte!
 
 


 
 
 

DARK STORIES TO SURVIVE THE NIGHT – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„Dark Stories to Survive the Night“ erfindet das Rad nicht neu, bedient den Anthologien-Horror aber auf angenehme Art und Weise. Die Grundprämissen der Geschichten sind überhaupt nicht originell, jedoch hat man stets etwas recht Eigenständiges daraus gezaubert und zum Glück hat man nicht vergessen, dass böse Pointen bei Kurzgeschichten gut wirken können. Aus rein handwerklicher Sicht ist dieses französische Exemplar absolut sauber gemacht und dass hier nicht das große Budget hinter steckt, bemerkt man als Zuschauer selten, denn alle Schauplätze und Effekte sehen völlig brauchbar aus. Viel Gewalt braucht man zwar nicht zu erwarten, aber langweilig wird es deshalb trotzdem so gut wie nie. Selbst die Rahmenhandlung ist nicht schlecht geraten und unterdurchschnittlich wird es mit keiner Episode. Das Niveau reißt nie ganz nach oben aus, pendelt sich jedoch in einem passablen Rahmen ein. Die Darsteller sind brauchbar, der Score hört sich solide an und die rund 100 Minuten Laufzeit sind ziemlich flott vergangen. Sicher nicht der nächste, große Wurf in Kurzfilmsammlungen, aber für Fans von solchen absolut zu gebrauchen und atmosphärisch irgendwie echt sympathisch!
 
 


 
 
 

DARK STORIES TO SURVIVE THE NIGHT – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Dark Stories to Survive the Night“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

DARK STORIES TO SURVIVE THE NIGHT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SPLENDID FILM (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dark Stories; Frankreich 2019

Genre: Horror, Drama, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Polnisch

Bild: 2.00:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 102 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailershow, Trailer

Release-Termin: KeepCase: 24.09.2021

 

Dark Stories to Survive the Night [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

DARK STORIES TO SURVIVE THE NIGHT – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei SPLENDID FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Geschichten aus der Gruft (1989–1996)
 
The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte (2019)
 
Stephen King’s Katzenauge (1985)