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Horror-Thriller

Filmkritik: “The Hallow” (2015)

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THE HALLOW

(THE WOODS)

Story

 
 
 
Für die Londoner Clare (Bojana Novakovic) und Adam Hitchens (Joseph Mawle) ist der Umzug in die Wälder Irlands eine willkommene Abwechslung. Dort kann Adam seiner Arbeit als Förster nachgehen, sich um die lokale Wildnis kümmern und gelegentlich ein paar Bäume zum Fällen markieren. Außerdem ist es ein ruhiger Ort für die Beiden, um weit von der schmutzigen Großstadt für das gemeinsame Baby zu sorgen. Leider sind die Anwohner von den neuen Nachbarn nicht überzeugt und versuchen sie, zunächst freundlich und später grob, vor den Gefahren der Wildnis zu warnen. Angeblich teilen sie sich ihr Grundstück mit Waldgeistern, die nachts aus ihrem Versteck kriechen und sich für die Invasion ihres Lebensraums revanchieren wollen. Die volkstümlichen Schreckensgeschichten, die anfangs wie typisches Hinterwäldler-Hokuspokus klingen, werden allmählich gruselige Realität und schon bald wird das Paar bereuen, die Eisengitter vor ihren Fenstern abgebaut zu haben.
 
 
 


 
 
 

THE HALLOW – Kritik

 
 
 
Während andere zeitgenössische Gruselfilme sich auf paranormalen Quatsch beschränken und wilde, unplausible Fantasien heraufbeschwören, geht „The Hallow“ einen erfrischend anderen Weg. Schon bei seiner ersten Exkursion entdeckt der Hobby-Biologe Adam die schreckliche entstellte Leiche eines Rehs, das von einem seltsamen Pilz befallen scheint. Die wissenschaftliche Neugier treibt Adam dazu, eine Probe des seltsamen, schwarz-öligen Schleims des Pilzes zu sichern und genauer zu überprüfen. Benebelt vom grünen Dunst hält er seiner Frau am Abend einen Monolog über einen parasitischen Pilz, der Lebensformen befallen und deren Körper und Geist übernehmen kann. Was sich anhört wie eine weitere, einfallslose Horrorgeschichte, könnte realer nicht sein. Der Parasit, der als Cordyceps bekannt ist, war die Grundlage für den gruseligen Pilz, der den Wald rund ums Haus der Hitchens bevölkert.
 
 
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Natürlich bleibt es nicht bei der Entdeckung dieses Pilzes. Nach Sonnenuntergang wird das neue Heim der jungen Familie von bizarren Kreaturen heimgesucht, die Adam, Clare und ihr Kind vertreiben wollen. Als das Paar einen genaueren Blick auf das Wald-Nekronomikon wirft, das ihr Nachbar ihnen vermacht hat, wird ihnen klar, dass sie es mit genau den missgestalteten Waldfeen zu tun haben, vor denen sie gewarnt wurden. Nachdem der Film in seiner ersten Hälfte nicht über eine Handvoll Jumpscares hinausgekommen ist, dreht „The Hallow“ gewaltig auf, sobald die Hitchens beschließen, ihren neuen Wohnort zu verlassen. Der zweite Teil des Films besteht aus einer nächtlichen Hetzjagd, die ungemein spannend und gruselig gestaltet wurde. Selbstverständlich kommt im Zuge der Flucht auch die Problematik der parasitischen Gedankenkontrolle zum Tragen und spätestens wenn das Paar getrennt durch den Wald stolpert, kann der Film sein volles Potential realisieren und dabei sogar mit einigen Überraschungen aufwarten.
 
 
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Als Hintergrund des Films wird ein modernes Europa serviert, das notgedrungen von der wirtschaftlichen Krise nach den letzten Strohhalmen greift. Dazu gehört sogar das Verkaufen der Wälder. Hieraus ergibt sich eine Story von Mensch gegen Natur. In diesem Fall, mitten in der irischen Wildnis hat die Natur eine klare Überhand. Regisseur Corin Hardy setzt die Natur in Form von rachsüchtigen Waldgeistern extrem bedrohlich um und lässt seine sympathischen Hauptcharaktere durch einen nächtlichen Spießrutenlauf marschieren. Trotz der Tatsache, dass sich ein Großteil des Films in Dunkelheit abspielt, ist er technisch gut umgesetzt und liefert auch in seinen Außenaufnahmen klar erkennbare und gut zusammengesetzte Bilder. Die fiesen Waldbewohner, die dem Film als Hallow ihren Namen geben, sind besonders gut und furchteinflößend designte Kreaturen und präsentieren als Todesengel von Mutter Natur einen denkwürdigen Gegner.
 
 
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THE HALLOW – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Eklig, düster und spannend – Waldhorror trifft auf Bodyhorror. Selten war Mann gegen Natur so gruselig. „The Hallow“ zählt zu den europäischen Juwelen der momentanen Horrorkost. Der Film gönnt sich eine lange Zeit zum Aufwärmen, eskaliert aber schließlich in einem furiosen dritten Akt, in dem typischer Waldhorror auf biologische Elemente und einen Schuss Bodyhorror trifft. Der hochaktuelle Rahmen, in dem Corin Hardy seine Story einbettet, gibt dem Film außerdem einen beunruhigenden, realistischen Hintergrund.
 
 


 
 
 

THE HALLOW – Zensur

 
 
 
„The Hallow“ geizt nicht mit Gruseleinlagen und reichlich ekligen Bildern, allen voran die fürchterlichen Waldkreaturen. Sein hohes Maß an Spannung erreicht er dabei ohne nennenswerte Gewaltexzesse. Von einer Freigabe ab 16 Jahren ist auszugehen.
 
 


 
 
 

THE HALLOW – Trailer

 
 

 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

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Ähnche Filme:
 
Honeymoon (2014)
 
Wrong Turn (2003)
 
Cabin Fever (2002)
 


Filmkritik: “Lost After Dark” (2015)

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LOST AFTER DARK

Story

 
 
 
Teenager verirren sich in ein abgelegenes Landhaus und geraten dort an den letzten Überlebenden einer Kannibalensippe.
 
 
 


 
 
 

LOST AFTER DARK – Kritik

 
 
 
Egal wie einfallslos das Horrorgenre oft sein mag – Teenie-Slasher werden aus unerfindlichen Gründen immer gern gesehen. Seit das Teenager-in-Angst-Kino mit HALLOWEEN seinen Siegeszug antrat, in den 1980ern breitgetreten zum Kassenmagneten avancierte, ist es aus der Welt der Horrorfilme nicht mehr wegzudenken. Das hat sich auch 40 Jahre später nicht geändert. So lange gibt es dieses Subgenre bereits mindestens und trotz der ewig gleichen Handlungsverläufe sind Teenie-Slasher für Fans der derberen Filmunterhaltung unverzichtbar. Retro-Horror schimpft sich der Trend, der neuerdings im Horrorbereich Einzug hält und sich in seiner Machart vor filmischen Stilrichtungen verbeugt, die dem Horrorfilm von Heute den Weg geebnet haben. Ob Retro-Slasher, Neo-Giallo oder Oldschool-Splatter – die Rückbesinnung scheint eine gut gemeinte Geste zu sein, nimmt aber so langsam Überhand, weil immer mehr aktuelle Filme künstlich auf alt getrimmt werden.
 
 
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Auch Neuling IAN KESSNER bringt Jugenderinnerungen zurück auf Kinoleinwände und Fernsehschirme. Er ist mit den Horrorstreifen der 1980er aufgewachsen und will nun Zuschauer jüngeren Semesters zu verstehen geben, dass früher im Horrorfilm alles besser war. Mit seinem ersten Langfilm LOST AFTER DARK hat er eine Hommage an die legendäre Ära der Teen-Slasher auf Film gebannt, die mit ihren bewusst auf alt getrimmten Bilderflut suggerieren will, dass man soeben einen Thriller aus jener Dekade zu sehen bekommt. Hier tragen nicht nur die Protagonisten die Namen bekannter Horrorschauspieler- und Regisseure der 80er; auch Kulisse, Ausstattung und Geschichtenaufbau sind zu konzipiert, dass man meinen könnte dieser Film wäre auch in den 1980ern entstanden. Das mag zwar aufrichtig und lobenswert sein. Genauer betrachtet ist LOST AFTER DARK gerade deshalb alles andere als sehenswert, weil sich Macher IAN KESSNER zu sehr darauf konzentriert, alles genauso aussehen zu lassen, wie in den Filmen des goldenen Slasher-Zeitalters.
 
 
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LOST AFTER DARK spielt im Jahr 1984 und der Frühlingsball an einer amerikanischen High School ist in vollem Gange. Für einige Teenager nicht ausreichend. Sie wollen ihre ganz eigene Party feiern, schließen den Schulbus kurz und machen sich auf zu einer Jagdhütte in den Wäldern. Leider geht dem Schulbus unterwegs das Benzin aus und guter Rat ist teuer. Da entdeckt man im Dunkel der Nacht ein verlassenes Farmhaus. Darin soll die Party weitergehen. Doch ein Psychopath ist gar nicht darüber erfreut, dass sich unangemeldeter Besuch in seiner Bleibe eingenistet hat. Einer nach dem anderen muss für den rücksichtlosen Lärm mit dem Leben bezahlen. Da bekommt Schulleiter Mr. Cunningham (!) davon Wind, dass einige Teenager ungefragt den Schulball verlassen. Zusammen mit einem Vater der Schülerinnen folgt er der Spur der Ausreißer.
 
 
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Neuerungen haben Sendepause und das ist das eigentliche Problem dieses Regiedebüts. LOST AFTER DARK handelt genau jene Regeln und Etappen ab, die man von dieser Art von Filmen erwartet. So werden jugendliche Protagonisten von Schauspielern verkörpert, die seit Jahren keine Schule mehr besucht haben. Die schlüpfen in die Rollen von Stereotypen, die selbstverständlich nacheinander von einem herzlosen Psychopathen nach allen Regeln des Slasher-Handwerks in den Filmhimmel transferiert werden. Spannung bleibt aus, weil sich Drehbuchautor und Regisseur IAN KESSNER keinen Deut darum kümmert, vom rechten Pfad austauschbarer Meuchelstreifen abzukommen. Den Horrorfilmfans tut er damit keinen Gefallen, denn wer schon einige Teen-Slasher gesehen hat, dürfte die rudimentäre Handlung vorausahnen können, ohne überhaupt eine Inhaltsangabe gelesen zu haben. Skurrilerweise hatte Kessner bereits indirekt Kontakt mit einer der ganz großen Slasher-Legenden. Im Jahr 1998 zeichnete er für den Nachdreh einiger Szenen zum Remake des Gruselklassikers CARNIVAL OF SOULS verantwortlich. Die Neuauflage wurde von keinem Geringerem als WES CRAVEN mitproduziert – jenem Altmeister, den Kessner auch in seinem Erstling zitiert. Leider liegen zwischen den Werken des bekannten Filmemachers und dem Retro-Horror LOST AFTER DARK Welten. Während Craven mit A NIGHTMARE ON ELM STREET einer ganzen Generation den Schlaf raubte, gelingt es dem beliebigen LOST AFTER DARK das Publikum in den Schlaf zu wiegen. Wie man Retro-Horror zeitgemäß an den Filmfan bringt, bewies Craven vor 20 Jahren. Mit SCREAM – SCHREI holte er ein ganzes Subgenre aus der Versenkung und verhalf dem tot geglaubten Slasher zu neuem Leben. Vermutlich hätte Kessners Horrorprojekt Früchte getragen, wenn er sich an der selbstironischen Slasher-Persiflage orientiert hätte. So aber ist der überflüssige LOST AFTER DARK nur jenen Liebhabern zu empfehlen, die trotz immer gleicher Handlungen, Dialoge und Klischees nicht genug von Slashern bekommen können. Der Rest dürfte trotz hausgemachter Tötungsarten ziemlich schnell die Minuten bis zum erlösenden Finale zählen.
 
 
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LOST AFTER DARK – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Eine visuell bemerkenswerte Verbeugung an die Slasher der 80er Jahre. Leider ist dieser nett ausgestattete Teen-Slasher der alten Schule frei von eigenen Ideen – außer vielleicht der, dass die vermeintliche Scream-Queen und Heldin als erstes getötet wird. Trotz handgemachter Spezialeffekte und schmuddeligem Vintage-Look, der hin und wieder an zu oft abgespielte Filmrollen erinnert, besitzt LOST AFTER DARK nichts, was erwähnenswert wäre. In seinem Erzählstil bleibt er der nicht mehr ganz so frischen Slasher-Formel treu und zeigt dumme Teenager, die gerade wegen dieser unerträglichen Dummheit mit dem Tod bestraft werden müssen. Weil Macher IAN KESSNER jedoch zu verkrampft nach den erfolgreichsten Slaher-Streifen der 1980er schielt ohne seinem Film etwas Neues hinzuzufügen, entpuppt sich LOST AFTER DARK als schläfriger Ausflug in das berüchtigte Schlitzer-Filmmilieu und bleibt so austauschbar, wie die meisten Slasher seiner Zeit und viele neueren Datums.
 
 


 
 
 

LOST AFTER DARK – Zensur

 
 
 
Der Film bietet zwar handgemachte Tötungsarten – sonderlich raffiniert, extravagant oder brutal sind diese jedoch nicht. In ihrer Machart orientieren sie sich an die alten Freitag der 13.-Teilen. Für heutige Verhältnisse ist das kaum der Rede wert. LOST AFTER DARK wird hierzulande ungeschnitten mit KEINE JUGENDFREIGABE in den Handel kommen.
 
 


 
 
 

LOST AFTER DARK – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Headless (2015)
 
Discopath (2013)
 
Hayride 2 (2015)
 
Varsity Blood (2014)
 
Bloody Homecoming (2013)
 


Filmkritik: “The Curse of Downers Grove” (2015)

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THE CURSE OF DOWNERS GROVE

Story

 
 
 
Ein tödlicher Fluch sorgt im Ort Downers Grove für Schrecken. Teenager Chrissie (Bella Heathcote) glaubt, dass sie die Nächste auf der Liste des Sensenmannes sein wird. Da wird sie in einen Strudel bedrohlicher Ereignisse gezogen.
 
 
 


 
 
 

THE CURSE OF DOWNERS GROVE – Kritik

 
 
 
Kult-Schriftsteller BRET EASTON ELLIS meldet sich zurück. Vielen Lesern dürfte der amerikanische Romancier vor allem durch seinen Skandalschmöker AMERICAN PSYCHO in Erinnerung geblieben sein, der im Jahr 2000 mit Batman CHRISTIAN BALE in der Hauptrolle verfilmt wurde. Dass der erfolgreiche Bestellerautor nicht nur Romane schreibt, sondern auch Drehbücher verfasst, ist hingegen weniger bekannt. So steuerte er das Drehbuch für den Thriller THE CANYONS (mit Skandalnudel LINDSAY LOHAN in der Hauptrolle) bei und kümmerte sich auch um das Skript für den vorliegenden Psycho-Horror THE CURSE OF DOWNERS GROVE. Letzterer basiert auf der Novelle DOWNERS GROVE, die von MICHAEL HORNBURG veröffentlicht und 1999 in die Bücherregale gebracht wurde. Ob AMERICAN PSYCHO, DIE REGELN DES SPIELS oder THE INFORMERS; Autor BRET EASTON ELLIS weiß wie er Leser in den Bann ziehen und damit schockieren muss. So ist es der Verfall der Werte oder Themen wie Drogen und Sex mit denen er in seinen Werken stets versucht zu polarisieren. Die Verkaufszahlen seiner Romane sprechen für sich und beweisen, dass er damit genau den Nerv seiner Leserschaft trifft. Nur lässt sich die Erfolgsformel auch auf die von ihm geschriebenen Drehbücher übertragen?
 
 
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Ein Fluch hält die Bewohner des Städtchens Downers Grove in Aufruhr. Der Sensenmann persönlich fordert jedes Jahr pünktlich am letzten Schultag nach den Abschlussprüfungen das Leben eines Schülers, der die High School verlassen wird. Doch wer wird es in diesem Jahr sein? Schülerin Chrissie Swanson (BELLA HEATHCOTE) befürchtet Schlimmes. Die glaubt zwar anfangs an rationale Erklärungen; als sie aber an den unberechenbaren Chuck (KEVIN ZEGERS aus THE COLONY und ENTITLED) gerät und beinahe von ihm vergewaltigt wird, revidiert sie ihre Vermutung. Der Sohn eines einst bedeutsamen Polizisten entwickelt fortan eine krankhafte Obsession für das schüchterne Mädchen, die jedoch bald in Hass umschlägt, weil Zuneigungen nicht erwidert werden. So ist sich Chrissie ihres Lebens nicht mehr sicher und schmiedet einen schrecklichen Plan, um ihrem kranken Verehrer einen Denkzettel zu verpassen. Im smarten Bobby (LUCAS TILL aus WOLVES und KRISTY) findet sie einen Verbündeten.
 
 
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Keine Frage, der für Ellis Bücher berüchtigte unbequeme Schreibstil kommt auch im Drehbuch zu THE CURSE OF DOWNERS GROVE zum Tragen. Abermals macht der Autor von seinen Lieblingsthemen Gebrach und vermischt bildlich dargestellte Gewalt mit der moralischen Verkommenheit seiner jugendlichen Charaktere. Die prügeln und vergewaltigen zum Spaß, wähnen sich in Sicherheit, weil die Eltern in wichtigen Ämtern der Stadt tätig sind. Regisseur DERICK MARTINI versteht es in radikalen Bildern die brutalen und abgründigen Phantasien seines Drehbuchautors auf Film zu bannen. Dennoch; trotz ausgestochenem Auge, gebrochenen Handgelenken und zerfetzten Köpfen bleibt die Glaubwürdigkeit auf der Strecke. Die meisten Figuren in THE CURSE OF DOWNERS GROVE verhalten sich sonderbar und handeln wie von Sinnen. Da wird gemordet, geprügelt und gerächt – selbstverständlich ohne Konsequenzen. Feingeister und Logikfanatiker werden da wohl schnell die Nase rümpfen, schließlich passiert es nicht alle Tage, dass Polizeisöhne zu Stalkern mutieren und Mauerblümchen mit Schrotgewehren hantieren.
 
 
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Im Örtchen Downers Grove ist nichts wie es auf den ersten Blick scheint, denn Regisseur DERICK MARTINI gelingt es mit Leichtigkeit das Publikum zu manipulieren. Das erwartet eigentlich rätselhaften Mystery. Doch statt einem geheimnisvollen Fluch auf die Schliche zu kommen, wendet sich THE CURSE OF DOWNERS GROVE dann doch eher dem Stalker-Genre zu. Der überraschende Wechsel kommt unverhofft und stellt vor allem die Horrorfans zufrieden – vor allem gerade deshalb, weil THE CURSE OF DOWNERS GROVE mit seinen stereotypen Figuren, haarsträubenden Ungereimtheiten und den grafischen Gewaltmomenten dann doch eher auf Horrorpfaden wandelt, als sich ernsthaft mit seinen Helden und deren Ängsten zu beschäftigen. Wer blutigen Nervenkitzel sucht, ist hier genau richtig – auch wenn man von Skandalautor BRET EASTON ELLIS dann doch etwas weitaus Geistreicheres erwartet hätte. Immerhin: auch mit THE CURSE OF DOWNERS GROVE dürfte es Dank seiner Hilfe gelingen zu polarisieren, auch wenn der Film wohl eher unter Horrorfans Beachtung finden wird.
 
 
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THE CURSE OF DOWNERS GROVE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Wendungsreicher Mysterystreifen, der eigentlich gar kein Mysteryfilm ist. Vielmehr verbirgt sich hinter dem doppeldeutigen THE CURSE OF DOWNERS GROVE ein ruppiger und nicht unblutiger Stalker-Thriller, der sich mit Themen beschäftigt, die typisch für die Bücher des Beststellerautors BRET EASTON ELLIS sind. Der hat diesmal kein Roman geschrieben, sondern ein Drehbuch verfasst und erzählt darin von gewissenlosen und verrohten Jugendlichen, denen Gesetze oder menschliche Befindlichkeiten fremd sind. Wer Geld hat und von besserem Stand ist, kann sich im Leben alles erlauben – auch wider das Gesetz zu handeln. Die kritische Botschaft bleibt nicht unerhört. Trotzdem kommt sie nicht an, weil THE CURSE OF DOWNERS GROVE dann doch mehr auf Horrorpfaden wandelt und so seine Probleme mit der Glaubwürdigkeit besitzt. Als Teen-Horrorthriller ganz passabel. Um der Gesellschaft mit dieser Kritik den Spiegel vorzuzeigen zu können, mangelt es dem Streifen jedoch an Ernsthaftigkeit.
 
 


 
 
 

THE CURSE OF DOWNERS GROVE – Zensur

 
 
 
Man hätte wohl nach dem eher jugendkonformen Trailer auch jugendkonforme Unterhaltung erwartet. Erstaunlicherweise geht es alles andere als zurückhaltend zur Sache. Gerade weil in THE CURSE OF DOWNERS GROVE einige recht böse Gewaltmomente in Verbindung mit Selbstjustiz gezeigt werden, dürfte der Film hierzulande erst für Erwachsene freigegeben werden.
 
 


 
 
 

THE CURSE OF DOWNERS GROVE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Girls against Boys (2012)
 
Bound to Vengeance (2015)
 


Filmkritik: “Howl” (2015)

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HOWL

Story

 
 
 
Nach einem langen Tag auf den Schienen freut Schaffner Joe (Ed Speleers) sich auf den verdienten Feierabend. Zu allem Überfluss muss er für einen verhinderten Kollegen einspringen und den letzten Zug des Tages begleiten. Ebenfalls an Bord ist Kollegin Ellen (Holly Weston), die der schüchterne Joe unheimlich gerne auf ein Date einladen würde. Irgendwo im nirgendwo der britischen Wildnis nimmt das Schicksal seinen Lauf, kreuzt sich mit einem wilden Hirsch und eine abrupte Notbremsung später steht der Zug still. Wenig später ertönt ein bedrohliches Knurren und die Insassen merken, dass hinter den dünnen Scheiben des Zuges nicht nur eine regnerische Nacht und schier unendliches Niemandsland wartet. Im Angesicht geringer Überlebenschancen muss Joe die Initiative ergreifen, um seine Schäflein heil ins Trockene zu bringen.
 
 
 


 
 
 

HOWL – Kritik

 
 
 
Nach einem starken Anfang stehen die Vorzeichen für „Howl“ sehr gut. Ein feiger Protagonist, der über sich selbst hinauswachsen muss, eine Meute ängstlicher Fahrgäste und eine scheinbar unbesiegbare Bedrohung. All das im engen Raum eines Regionalzuges, den Regisseur Paul Hyett passend als klaustrophobische Todesfalle inszeniert. Es ist bedauernswert, dass „Howl“ diesen vielversprechenden Pegel nicht lange halten kann. Der sympathische Hauptcharakter Joe gerät im Verlauf des Films immer mehr in den Hintergrund und muss weitaus weniger interessanteren Nebencharakteren Raum machen. In der Folge verliert der Werwolf-Schocker immer mehr den Faden und der Zuschauer den Spaß am Film.
 
 
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Erschwerend kommt hinzu, dass „Howl“ seine halbwegs originelle Prämisse immer mehr links liegen lässt und sich in den ältesten Klischees des Genres verliert. Dazu gehören selbstverständlich die infizierte Passagierin und ihr treuer Ehemann, der sehenden Auges eine Katastrophe heraufbeschwört. Diese Zeitbombe im Plot lässt Hyett so lange ticken, bis jegliche Spannung verflogen ist und man ungeduldig auf das Unvermeidliche wartet. Das anfangs solide Drehbuch degeneriert zusehends und mündet in zahlreichen Situationen, die jegliche Logik vermissen lassen und beim Publikum mehrfach heftiges Kopfschütteln auslösen.
 
 
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Als Spezialist für Effekte, Kreaturen und Make-Up kann Peter Hyett schlussendlich eine seiner Stärken voll ausspielen. Die Bisswunden, die leider viel zu selten in Erscheinung treten, sind erstklassig gemacht und jagen dem geneigten Zuschauer etliche Ekelschauer den Rücken herunter. Auch das Design der Werwölfe, auf die man einen Tick zu lange warten muss, ist furchteinflößend, effektiv und vor allem handgemacht. Daher ist es ein besonders großes Ärgernis, das viele blutige Schlüsselszenen des Films sich im stetig flackernden Licht eines Zugabteils abspielen und eher Kopfschmerz als Aufregung auslösen.
 
 
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HOWL – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Paul Hyetts zweiter Film nach „The Seasoning House“ verfügt über viele gute Zutaten, wie zum Beispiel ordentliches Kreaturendesign, gute Kameraarbeit und herausragende Make-Up-Effekte. Das Drehbuch des Films, das im Verlauf der Story einen steilen Weg abwärts in Richtung Dummheit purzelt, ist wiederum eine großer Frustfaktor und macht vor allem die zweite Hälfte des Films anstrengender, als sie sein dürfte.
 
 


 
 
 

HOWL – Zensur

 
 
 
Die Konflikte mit den pelzigen Gegnern lassen zwar etwas auf sich warten, hauen aber gut rein und geizen nicht mit Gedärm-Prothesen und Kunstblut. Je nachdem wie die Prüfungskommission aufgelegt ist, bewegt „Howl“ sich zwischen Freigaben ab 16 und 18.
 
 


 
 
 

HOWL – Trailer

 
 

 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Capelight Pictures

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Late Phases (2014)
 
Wolves (2014)
 
Wer – Das Biest in Dir (2013)
 
The Seasoning House (2012)
 
WolfCop (2014)
 


Filmkritik: “Harbinger Down” (2015)

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HARBINGER DOWN

Story

 
 
 
Einige Studenten wollen die Auswirkung der globalen Erwärmung auf Orca-Wale in der Beringsee erforschen und kommen nach der Bergung eines Eisblocks mit einer tödlichen Bedrohung in Berührung
 
 
 


 
 
 

HARBINGER DOWN – Kritik

 
 
 
Rache kann, so sagt man, süß sein, vor allem dann, wenn große Studiobosse im Affekt entscheiden und handgemachte Effektarbeit durch die aus dem Computer ersetzen. So ähnlich erging es dem F/X-Künstler ALEC GILLIS. Dem Gründer des Spezialeffektunternehmens ADI (IM LAND DER RAKETENWÜRMER, STARSHIP TROOPERS, ALIEN VS. PREDATOR) wäre im Jahr 2011 beinahe ein großer Traum in Erfüllung gegangen. Sein Talent war gefragt und er wurde von den UNIVERSAL STUDIOS damit beauftragt, die Monster-Metamorphosen im THE THING-Remake beizusteuern. Gillis investierte viel Herzblut in die Erstellung handgemachter Puppeneffekte und war dann umso enttäuschter, als er das Resultat zu sehen bekam. Nur wenige seiner Monsterkreationen waren in der teuren Neuverfilmung zu sehen. Stattdessen wurden sie in der Post-Production durch Computereffekte ersetzt, um der neuen Generation von Horrorfans keine Illusionen zu nehmen. Nachdem das Remake in den Kinos anlief und Filmfans kaum welche der versprochenen Effekte der ADI STUDIOS zu sehen bekamen, stellte Gillis einige Filmschnipsel seiner Arbeiten am Remake auf Youtube und erhielt überwiegend positive Resonanz. So entstand die Idee einen eigenen Film im Stile von THE THING auf die Beine zu stellen – ganz ohne digitale Spielereien, künstlichen CGI und Launen kommerzorientierter Major-Studios. Die Idee zu HARBINGER DOWN war geboren, dessen Finanzierung durch Crowdfunding auf der Plattform KICKSTARTER ermöglicht wurde. Ganz nebenbei gelang Gillis mit der Kampagne ein neuer Rekord: mit großzügigen 384.181 Dollar war HARBINGER DOWN der bis dato erfolgreichste Horror/Sci-Fi-Aufruf für den begeisterte Genre-Fans auf KICKSTARTER Geld spendeten, so dass ALEC GILLIS genug Kapital zur Verfügung stand, um seiner unbändigen Kreativität freien Lauf lassen zu können.
 
 
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HARBINGER DOWN handelt von Sadie (gespielt von CAMILLE BALSAMO), die zu einem Team von Studenten gehört, die in der Antarktis die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Orcas untersuchen möchte. Unter dem Kommando des Schiffskapitän Graff (LANCE HENRIKSEN) stößt man mit dessen Krabben-Kutter namens Harbinger auf ein seltsames Objekt im Eis, das geborgen und aufgetaut wird. In einer verkrusteten Kapsel entdeckt man die Überreste eines sowjetischen Astronauten, der Jahrzehnte zuvor nach einer Monderkundung abgestützt und im ewigen Eis gestrandet war. Doch der Leichnam ist nicht die einzige Entdeckung. Mit an Bord wurde ein mutierter Organismus geborgen, der seinen Aggregatzustand von fest zu flüssig und von flüssig zu fest verändern kann. Kein gutes Omen für die Besatzung, die nacheinander von der tödlichen Bedrohung infiziert wird und erkennen muss, dass das Grauen nicht außerirdischen Ursprungs ist, sondern von Menschenhand gemacht wurde.
 
 
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Viele Effekte für kleines Geld. Mit seinem Kinodebüt tut es Gillis dem legendären Altmeister JOHN CARPENTER gleich. Mit schmalem Budget wird dank detailverliebten Monstereffekte maximales Grauen heraufbeschworen, das gerade wegen der handgemachten Metamorphosen an Filme aus einer längst vergessenen Ära erinnert. HARBINGER DOWN ist ein Monsterfilm der alten Schule, der atmosphärisch unverkennbare Parallelen zu DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT ausweist. Das bedeutet, dass sich die Protagonisten durch eine frostige, klaustrophobische Kulisse durcharbeiten müssen und sich mit ekligen Verwandlungen konfrontiert sehen. Ganz ähnlich hat das übrigens vor einiger Zeit auch der Österreicher MARVIN KREN versucht. Mit seinem BLUGLETSCHER (2013) verbeugte er sich ehrfürchtig vor Carpenters Arktis-Horror THE THING und erntete auf einschlägigen Festivals viel Lob. Demzufolge dürften sich auch bei HARBINGER DOWN Fans der THE THING-Verfilmung aus den 80ern sofort heimisch fühlen, denn auch dieser Streifen orientiert sich in seiner Machart an all die Creature-Movies der 80er in denen Helden den Kampf gegen schleimigen Wesen aus fremden Gefilden aufnehmen mussten.
 
 
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Leider hat die charmante Hommage an handgemachten Sci-Fi-Horror der 80er auch so ihre Schwächen, denn zu oft wird deutlich, dass Macher ALEC GILLIS nun mal Effekt-Profi und kein Regisseur oder gar Geschichtenerzähler ist. Ach wenn er für seinen Erstling B-Film-Schauspiellegende LANCE HENRIKSEN (u.a. HOLLOWS GROVE, ALIENS, IT’S IN THE BLOOD, PUMPKINHEAD oder GINGERCLOWN) gewinnen konnte, hat sein erster abendfüllender Spielfilm unter ziemlich haarsträubenden Plot-Verläufen und einem sehr trivialen Drehbuch zu leiden. Das hat Gillis selbst geschrieben und es glänzt nicht gerade mit Einfallsreichtum. Die Dialoge sind schwach, der Handlungsverlauf vorhersehbar und die Protagonisten bringen das Publikum zu Verzweiflung, weil sie nicht nach logischem Menschenverstand handeln wollen. Zudem hat HARBINGER DOWN so seine Probleme mit Spannung und Charakterausarbeitung. Letztere sind zwar da und müssen sterben – dem Zuschauer wird es nicht ermöglicht, überhaupt zu einer der Figuren eine Bindung aufzubauen. So ist HARBINGER DOWN zwar ein nettes Werbevideo für das kreative Effekt-Können von ALEC GILLIS; Geschichte und Charaktere sind jedoch so flach, wie der Pegel von Flüssen an trockenen Sommertagen.
 
 
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HARBINGER DOWN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ekliger und atmosphärisch dichter Indie-Horror der Machart von THE THING und ALIEN. Die Voraussetzungen hätten nicht besser sein können: HARBINGER DOWN ist ein düsterer Monster-Schocker der alten Schule, der gerade wegen der handgemachte Effekte an die vielen Monster- und Alien-Ekelorgien der 1980er erinnert. Hier kämpfen sich verzweifelte Protagonisten durch eine eisige Welt voller Gefahren. Vergleiche zu Carpenters THE THING sind nicht zufällig, denn Macher ALEC GILLIS war bereits beim THE THING-Remake aus dem Jahre 2011 involviert und hat mit seinem Spielfilmdebüt quasi eine eigene Version von DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT auf Zelluloid gebracht. Leider ist Gillis hauptberuflich F/X-Künstler und kein Regisseur oder Geschichtenerzähler. Die Tatsache bekommt auch HARBINGER DOWN zu spüren, der zwar für mageres Geld gute Effekte zeigt, aber unterm Strich doch mehr Werbevideo für die Arbeiten des Spezialeffekte-Meisters ALEC GILLIS ist, statt packend inszeniertes Monster-Feature. So sind die Tricks im Film der eigentliche Star. Der übrige Cast geht im Zuge des schwach geschriebenen Drehbuchs und dessen Ungereimtheiten komplett unter. Das ist bitter!
 
 


 
 
 

HARBINGER DOWN – Zensur

 
 
 
Wer Carpenters DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT und das THE THING-Remake aus dem Jahre 2011 gesehen hat, dürfte in etwa einschätzen können, was in Sachen Gewalt auf ihn zukommen wird. HARBINGER DOWN orientiert sich auch beim Gewaltpegel an genannte Werke. Das bedeutet: statt plakativer Gewalt liegen eher eklige Monsterverwandlungen im Fokus. Diese sind vorhanden und werden HARBINGER DOWN hinzulande das blaue FSK-Zeichen bescheren. Man darf mit einer ungeschnittenen FSK16 rechnen.
 
 


 
 
 

HARBINGER DOWN – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blutgletscher (2013)
 
The Thing (2011)
 
Das Ding aus einer anderen Welt (1982)
 
Der Blob (1988)
 
Pandorum (2009)
 
Virus – Schiff ohne Wiederkehr (1999)
 


Filmkritik: “Die Frau in Schwarz 2” (2014)

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DIE FRAU IN SCHWARZ 2

Story

 
 
 
Es ist das Jahr 1941 und London wird vom himmlischen Feuer der deutschen Kriegsmaschinerie in Schutt und Asche gelegt. Eine Gruppe von Kindern verlässt unter der Aufsicht von Eve Parkins (Phoebe Fox) und Jean Hogg (Helen McCrory) die Stadt und flüchtet in die Marschen, wo in einem verlassenen Herrenhaus fernab von Bomben und Tod der Alltag aufrecht erhalten werden soll. An Stelle des gewünschten Friedens finden sie den rachsüchtigen und nicht sehr gastfreundlichen Geist der Frau in Schwarz vor, der sich mit dem Besuch nicht einverstanden zeigt. Einzig der stille Waisenjunge Alfie (Alfie Simmons) scheint einen wackeligen Draht zur verstorbenen Frau zu haben. Gemeinsam mit dem Piloten Edward (Oaklee Pendergast) versuchen Eve und Jean, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen.
 
 
 


 
 
 

DIE FRAU IN SCHWARZ 2 – Kritik

 
 
 
Zwei Jahre zuvor war der Vorgänger „Die Frau in Schwarz“ eine der ersten Bemühungen von Daniel Radcliffes, seiner bis dahin typischen Rolle des Zauberlehrlings Harry Potter zu entfliehen. Als seichter Horrorschocker, der seine Wirkung hauptsächlich über clevere Jump-Scares und eine diesige, viktorianische Atmosphäre entfaltete, funktionierte der erste Teil überraschend gut. Die Geschichte des jungen Anwalts Arthur Kipps, der sich dem tödlichen Geist alleine stellen musste, ist ein gelungenes, gruseliges Kammerspiel, das zu den besten Exemplaren zählt, die in den letzten Jahren produziert wurden.
 
 
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Im zweiten Teil springt die Handlung 40 Jahre nach vorne und nimmt Platz vor der vielversprechenden, angsterfüllten Kulisse des Zweiten Weltkrieges. In bester Sequel-Manier sind die Einsätze in „Die Frau in Schwarz 2“ noch höher, dieses Mal ist es eine Gruppe aus Kindern und Erziehern, die im Spuk-Domizil Unterschlupf suchen und ins Visier des Todesengels geraten. Wie es oft der Fall ist, bringt das Aufblasen des Plots nicht den gewünschten Effekt und der Film versinkt im Fahrwasser seines zumindest etwas originellen Vorgängers.
 
 
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Aus seinem Kriegs-Setting, das wenigstens zu Beginn des Films noch stimmig wirkt, holt der Film im weiteren Verlauf leider nichts heraus, was ihn zu einer arg herkömmlichen und uninspirierten Grusel-Story macht. Wo in Teil 1 mit Daniel Radcliffe ein sympathischer Protagonist die Leinwand beherrschte, bleibt in der Fortsetzung eine ungeordnete Gruppe von Charakteren übrig, die durchweg uninteressant und farblos bleiben. Eine mögliche Ehrenrettung durch ähnlich einprägsame Schockmomente wie im Vorgänger bleibt leider aus. Regisseur Tom Harper verlässt sich auch hier auf den inszenatorischen Basis-Level, auf dem er seine müden, extrem vorhersehbaren Jump-Scares einfängt
 
 
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DIE FRAU IN SCHWARZ 2 – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
Mit der exakt selben Backstory wie im ersten Teil hätte man sich eine Fortsetzung erhoffen können, die mindestens auf einem gleichen Level spielt, wie der Vorgänger. Leider werden diese Hoffnungen enttäuscht und stattdessen wird ein laues „Feuerwerk“ aus abgetretenen, langweiligen Schockszenen abgefeuert, die von einem stark durchschnittlichen Drehbuch und einem beinahe unerträglich kitschigen Ende abgerundet werden.
 
 
 


 
 
 

DIE FRAU IN SCHWARZ 2 – Zensur

 
 
 
Der Film ist in Deutschland ungeschnitten ab 12 freigegeben. Zu schneiden gibt es sowieso nichts, da der Film keine nennenswerten Gewaltszenen bietet. Aufgrund der Extras ziert die Heimkinofassung jedoch der blaue FSK16-Sticker.
 
 
 


 
 
 

DIE FRAU IN SCHWARZ 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Concorde Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Woman in Black 2: Angel of Death; Großbritannien | Kanada 2014

Genre: Horror, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: Film: FSK 12 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray aufgrund einiger Trailer: FSK16

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Alle Extras in HD: Featurettes, Interviews, entfallene Szenen, dt. und Original-Kinotrailer

Release-Termin: 16.07.2015

 

Die Frau in Schwarz 2 – Engel des Todes [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DIE FRAU IN SCHWARZ 2 – Trailer

 
 

 
 
 

Timo Löhndorf

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Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Concorde Home Entertainment

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
The Woman in Black (2012)

Oculus (2013)

Ouija (2014)


Filmkritik: “Alléluia” (2014)

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ALLÉLUIA

Story

 
 
 
Für Gloria (Lola Duenas) hat das Leben nicht viel zu bieten. Sie lebt allein mit ihrer Tochter und hat ein überschaubares soziales Umfeld. Auch in ihrem Arbeitsalltag geschieht wenig, denn Gloria arbeitet im Leichenschauhaus eines Krankenhauses. Ein zaghafter Vorstoß im Online-Dating bringt sie mit dem schicken Weiberheld Michel (Laurent Lucas) zusammen. Die Beiden verbringen eine hitzige Nacht miteinander, doch kurz danach offenbaren sich Michels wahre Intentionen, die über den Liebesakt hinaus und bis in den kriminellen Bereich gehen. Fasziniert vom mysteriösen Mann schließt Gloria sich ihm an und begibt sich als seine Komplizin auf einen steinigen Weg aus Betrug, Besessenheit und einer instabilen Liebesbeziehung.
 
 
 


 
 
 

ALLÉLUIA – Kritik

 
 
 
Im vergangenen Jahr war der Belgier Fabrice du Welz fleißig. Neben „Alléluia“ übernahm er das Steuer des Polizei-Thrillers „Colt 45“, der von dieser beunruhigenden Romanze kaum weiter entfernt sein könnte. Grob basierend auf der wirklichen Geschichte der Lonely Hearts Killers, die in den späten 40ern zwanzig Menschen ermordet haben, erzählt er die Geschichte von zwei stark geschädigten Seelen, die entgegen jeder Wahrscheinlichkeit genau das finden, was sie suchen.
 
 
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Wie auch in normalen, nicht-mörderischen Beziehungen, sind die Dinge für Gloria und Michel nicht ganz so einfach, wie sie zu Beginn scheinen. Mit der Vereinigung der beiden gestörten Menschen zeichnet sich das Rezept für ein unheilbares Desaster ab, unter dem die Opfer des Killer-Paares leiden werden. Der raubeinige, düstere Stil, den du Welz bereits in „Colt 45“ zur Schau stellte, funktioniert in „Alléluia“ noch besser. An Stelle eines flinken, actionlastigen Cop-Thrillers präsentiert er hier einen Blick in zwei Köpfe, in die man lieber nicht gesehen hätte. Als Wurzel für die Gräueltaten seiner Protagonisten beschränkt er sich nicht auf Sadismus oder die morbide Lust am Töten, sondern auf ein kompliziertes und äußerst flüchtiges Verhältnis zwischen Gloria und Michel. Für jeden der beiden erhalten wir einen Blick in eine düstere Vergangenheit, was den Charakteren die nötige Tiefe verleiht, um den Film wirklich interessant zu machen.
 
 
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„Alléluia“ ist ein Film, der so unangenehm und schwer verdaulich ist, wie man es von einem psychologischen und sexuellen Thriller erwarten kann. Die Hauptdarsteller Lola Duenas und Laurent Lucas laufen zu einer Hochform auf und üben trotz der abstoßenden Natur ihrer Charaktere eine gewisse Faszination auf den Zuschauer aus. Mit ihrer Hilfe untersucht Fabrice du Welz die schlimmstmöglichen Konsequenzen, die eine Liebe zwischen zwei Menschen haben kann.
 
 
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ALLÉLUIA – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Fies, schmutzig und beklemmend – NATURAL BORN KILLERS in ernst. „Alléluia“ ist ein schockierender Albtraum aus Sex und Gewalt in dem der Belgier Fabrice du Welz einmal mehr zeigt, was er kann. Mit sicherer Hand führt er seine Schauspieler und strickt einen spannenden, schmutzigen Psycho-Thriller, der den seelischen Abstieg seines Paares in grausamen Details festhält. „Alléluia“ ist ein Geheimtipp für Freunde des unkommerziellen Kinos – sehenswert!
 
 
 


 
 
 

ALLÉLUIA – Zensur

 
 
 
Seine Härte erlangt „Alléluia“ primär über die beklemmende Atmosphäre, die den Film durchweg beherrscht. Trotzdem enthält der Film einige Gewaltspitzen, die allerdings nicht durch übertriebenes Vergießen von Kunstblut wirken. Stattdessen hält Fabrice du Welz die Kamera in seinen Tötungsszenen gnadenlos auf Opfer und Täter, was ihnen einen besonders rohen Charakter verleiht. Eine Freigabe ab 16 hat der Film von der FSK erhalten – ungeschnitten!
 
 
 


 
 
 

ALLÉLUIA – Trailer

 
 

 
 
 

Timo Löhndorf

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Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei PIERROT LE FOU

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Natural Born Killers (1994)
 
Vinyan (2008)
 
Unter Kontrolle (2008)
 


Filmkritik: “Anger of the Dead” (2015)

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ANGER OF THE DEAD

(AGE OF THE DEAD | APOCALISSE ZERO)

Story

 
 
 
Nach dem Ausbruch eines Virus ist die Menschheit auf der Flucht vor fressgeilen Zombies. Eine kleine Gruppe Überlebender versucht den Weg zu einer Insel zu finden, auf der sich der Virus noch nicht verbreiten konnte. Doch der Weg aufs Eiland ist voller Gefahren.
 
 
 


 
 
 

ANGER OF THE DEAD – Kritik

 
 
 
Der wohl polarisierendste Regisseur aus deutschen Landen ist zurück: DR. UWE BOLL. Er sorgt mit seinen teils durchwachsenen Werken in Fankreisen nicht immer für Begeisterung, hat aber mit den sozialkritischen Werken DARFUR und RAMPAGE bewiesen, dass nicht alles schlecht sein muss, was der Boll’schen Filmmaschinerie entspringt. Trotz konstantem Trommelfeuer an Negativ-Kritiken, die der Regisseur regelmäßig mit seinen Streifen erntet, muss man Boll dennoch zugute halten, dass der gebürtige Wermelskirchener vehement an seiner Leidenschaft zum Film festhält. Er dreht und produziert am Fließband Filme, damit sich Kritiker und Publikum auch weiterhin das Maul über den selbstbewussten Filmemacher zerreißen können.
 
 
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Im Falle des Horrordramas ANGER OF THE DEAD (Alternativtitel: AGE OF THE DEAD) wird zwar mit Boll geworben; der Regisseur hat aber nur als Geldgeber fungiert und dem italienischen Newcomer FRANCESCO PIONE das Regieszepter überlassen. Der hat die Möglichkeit ergriffen und seinen gleichnamigen Kurzfilm aus dem Jahre 2013 in Spielfilmlänge neu verfilmt – freilich mit mehr Budget und richtigen Schauspielern. Hinter dem ambitionierten Erstling verbirgt sich eine zitatenreiche Hommage an die Kultwerke eines GEORGE A. ROMERO, der mit seiner “..OF THE DEAD”-Reihe dem Zombiefilm quasi über Nacht zum Erfolg verholfen hat. Zwar lockt auch Neuling FRANCESCO PIONE mit “..OF THE DEAD” im Titel und suggeriert dem Zuschauer so einen Zusammenhang mit der bekannten Zombie-Saga von Romero; Horror-Kenner wissen natürlich gleich, dass das Quatsch ist – schließlich ist nur dort Romero drin, wo er auch draufsteht.
 
 
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Gute Zombieunterhaltung sieht anders aus. Viel Geschichte besitzt ANGER OF THE DEAD nicht. Der Film folgt einer kleinen Gruppe Überlebender auf ihrer ziellosen Flucht vor Horden Infizierter, irgendwie hoffend auf Hilfe und Sicherheit. Da hören sie von einer zombiefreien Insel und schöpfen neue Hoffnung. Währenddessen mehrere Meilen entfernt, nutzen skrupellose Schurken die Katastrophe aus, um Frauen zu missbrauchen und Kinder an Zombies zu verfüttern. Menschliche Befindlichkeiten spielen im Ausnahmezustand keine Rolle. Die gesetzlosen Kämpfer lassen lieber Waffen sprechen statt Überlebenden zu helfen. Kein gutes Omen für jene, die sich auf der Suche nach dem rettenden Eiland in das Jagdgebiet der Bösewichte verirren. Statt aggressiver Zombies sehen die sich in einem verlassenen Krankenhaus bald einer weitaus schlimmeren Bedrohung konfrontiert, deren Bekämpfung List und Mut voraussetzt.
 
 
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Willkommen zu einer neuen Episode von „Gute Überlebende gegen böse Überlebende“. Die Zombies spielen in ANGER OF THE DEAD nur eine untergeordnete Rolle, denn in diesem postapokalyptischen Albtraum wird einmal mehr gezeigt, dass der schlimmste Feind des Menschen immer noch der Mensch selbst ist. Somit orientiert sich Piones Horrordebüt dann doch eher an thematisch ähnliche Vertretern wie 28 DAYS LATER oder dem erst kürzlich besprochenen PLAGUE – Parabeln auf eine zunehmend barbarische, egoistische und ausbeuterische Gesellschaft, in denen die Bestie Mensch weitaus grausamer mit ihren Opfern umgeht, als der immer hungrige Zombie. Trotz sozialkritischer Tendenzen gelingt es FRANCESCO PIONE nicht zu fesseln oder gar mitzuleiden, denn ANGER OF THE DEAD verfängt sich zu oft in den längst totgefilmten Klischees des Subgenres und ermüdet dabei auch noch mit sehr gemächlichem Erzähltempo. So stolpern mal wieder Figuren unvorsichtig durch die Handlung, damit sie von Zombies gebissen werden und sich später selbst in Menschenfresser verwandeln.
 
 
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Immerhin schwimmt ANGER OF THE DEAD – vermutlich auch dank des erfahrenen UWE BOLL – technisch auf Höhe der Zeit. Das modrige Zombie-Make-up glänzt durch Liebe zum Detail und auch die überschaubaren Gewaltmomente kommen fast ohne den Computer aus. Zudem lässt Regisseur FRANCESCO PIONE immer mal wieder durchblitzen, dass er ein gutes Gespür für atmosphärisches Unbehagen besitzt. Leider müht sich ANGER OF THE DEAD damit, originell oder spannend zu sein. Gerade weil der Streifen nach bekanntem Schema konstruiert wurde, bleiben nahezu alle Szenenverläufe vorhersehbar. Spannung kommt da nur selten auf, weshalb mal wohl auch schnell das Finale herbeisehnen dürfte. Unterm Strich ist ANGER OF THE DEAD ein solides Regiedebüt – mehr aber auch nicht. Aufgrund der großen Namen im Hintergrund dennoch enttäuschend vor allem deshalb, weil mit UWE BOLL sowie MARCO RISTORI und LUCA BONI (Horrorfilmregisseure und Gründer des italienischen Filmstudios für Genrefilme EXTREME VIDEO SNC) eigentlich erfahrene Geldgeber zu Seite standen, die vor den gröbsten Fehlern im Horrorfilmemachen hätten warnen können.
 
 


 
 
 

ANGER OF THE DEAD – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
28 DAYS LATER auf italienisch. Auch im Land der Pasta und Pizza gilt: alles gehabt und wie eh und je. Abermals kämpfen Menschen gegen Zombies und Zombies fressen Menschen. ANGER OF THE DEAD ist die Spielfilmversion eines mehrfach ausgezeichneten (besseren) Kurzfilms, mit dem Neuling FRANCESCO PIONE im Business Fuß fassen möchte. Technisch zwar ganz ordentlich, kränkelt sein Debüt jedoch an vorhersehbaren Handlungsverläufen und zu langsamer Erzählweise. Da Serienproduktionen wie THE WALKING DEAD oder Kinoblockbuster wie WORLD WAR Z die Messlatte in Sachen Zombieterror weit nach oben gesetzt haben, ist das, was ANGER OF THE DEAD zu bieten hat, Kinderfasching. Zwar wird Zombiepapst GEORGE A. ROMERO zitiert – Horrorfans jüngeren Semesters dürfte das jedoch Schnuppe sein, denn die erwarten von Zombiefilmen blutige Gewalt, hektische Schnitte, muskelbepackte Einzelkämpfer und leicht bekleidete Kampfamazonen. ANGER OF THE DEAD hat trotz gesellschaftskritischer Ansätze nichts dergleichen zu bieten.
 
 


 
 
 

ANGER OF THE DEAD – Zensur

 
 
 
Auch wenn die Gewalt in ANGER OF THE DEAD weitaus dezenter zum Einsatz kommt, als in diversen Zombiefilmen gleicher Machart, gibt es trotzdem böse Momente zu sehen. Neben Köpfschüssen und einem Kehlenschnitt wird ein Bein mit einer Machete abgetrennt sowie die Hand vom Arm eines Protagonisten geschlagen. Vielen Gewaltmomente geschehen im Off oder werden nur angedeutet. Das dürfte wohl auch der Grund sein, weshalb ANGER OF THE DEAD bei Erscheinen in Deutschland problemlos die rote FSK-Plakette erhalten wird – keine Jugendfreigabe und ungeschnitten.
 
 


 
 
 

ANGER OF THE DEAD – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Plague (2014)
 
Wyrmwood: Road of the Dead (2014)
 
The Dead 2: India (2013)
 
Dead Within (2014)
 
Chrysalis (2014)
 


Filmkritik: “Dark Was the Night” (2014)

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DARK WAS THE NIGHT

Story

 
 
 
Etwas Böses terrorisiert die keine Stadt Maiden Woods. Zerfetzte Körper werden gefunden und seltsame Dinge geschehen. Sheriff Paul Shields (KEVIN DURAND) will den Bewohnern die Angst nehmen und geht den mysteriösen Ereignissen auf den Grund.
 
 
 


 
 
 

DARK WAS THE NIGHT – Kritik

 
 
 
Monsterfilme sind auch nicht mehr das, was sie mal waren – und das ist auch gut so. Seit einiger Zeit sind ambitionierte Filmemacher daher bestrebt, dummen Monsterstreifen so etwas wie Anspruch einzuhauchen. Entstanden sind so herausragende Horrordramen wie SPRING oder LATE PHASES, die auf eindrucksvolle Weise zeigten, dass sich Kreaturen-Horror nicht zwangsläufig in eine Schublade packen lässt. Auch BAD MILO– und STATIC-Produzent JACK HELLER versucht mit seinem DARK WAS THE NIGHT Tiefe in die Materie der Monsterheuler zu bringen. Statt Augenmerk auf Böses zu richten, sind ihm seine Figuren wichtig. Die haben in erster Linie mit Schicksalsschlägen und inneren Dämonen zu kämpfen – gefräßige Monster haben zu warten.
 
 
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KEVIN DURAND spielt den sensiblen Sheriff Paul Shields, der entgegen dem stereotypen Bild des Helden auch einmal weinen darf und sogar Angst kennt. Er hat kein einfaches Los gezogen und befindet sich nach dem tragischen Unfalltod des Sohnemanns in einer Lebenskrise. Das Familieleben leidet darunter, denn der Zweitgeborene hat erkannt, dass sich die Eltern nach dem Ableben des Bruders voneinander entfernt haben. Als plötzlich Dinge im Ort geschehen, muss der Sheriff aus seiner Lethargie erwachen. Er soll dem Mysterium auf den Grund gehen, denn die Bewohner seiner Stadt Maiden Woods vermuten, dass etwas Böses aus den Wäldern gekommen ist und nichts Gutes im Schilde führt. Für den rational denkenden Gesetzeshüter eine Herausforderung. Der muss sich nämlich bald eingestehen, dass es auf der Welt Dinge gibt, die sich nicht so einfach erklären lassen.
 
 
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Deprimierende Familientragödie mit Monstern: eigentlich macht Regisseur JACK HELLER fast alles richtig. DARK WAS THE NIGHT besitzt Tiefgang, authentische Protagonisten, unwohlige Atmosphäre und einen ständig wachsenden Spannungsbogen. Auch räumt man Publikum und Figuren genügend Zeit ein, damit sich Charaktere entwickeln und Zuschauer mit den Geschehnissen vertraut machen können. Was trotzdem übel aufstößt ist die Tatsache, dass das Monster nicht vor die Linse darf. Das tritt den blutigen Rachefeldzug gegen die Menschheit bereits im Prolog an – in voller Pracht wird es nur für wenige Sekunden im Finale gezeigt. Filmemacher JACK HELLER übertreibt das Spiel mit der Andeutung. Das Monster scheint allgegenwärtig zu sein und dennoch bekommt der Zuschauer nur dunkle Schatten zu sehen oder vernimmt unheilverkündendes Stampfen. Warum das so ist, wird im Endkampf klar. Ein rigoroser Sparkurs zwang die Produktion in die Knie. Um wirtschaften zu können, musste der Filmbösewicht am Rechner geboren werden – leider mehr schlecht als recht. Die Animationen wirken unglaubhaft und das Wesen derart künstlich, das es nicht in die Szenerie passen will. Dass da das Gänsehautgefühl in den Keller saust und aufgebaute Illusionen zu Staub verpuffen, ist nur die logische Konsequenz. Da kann auch der rabenschwarze Schlussgag nichts reißen, der die Tür für eine mögliche Fortsetzung offen hält. DARK WAS THE NIGHT ist eine Enttäuschung und das trotz Tiefgang. Wer demzufolge in Monsterstreifen fressgierige Bestien sehen will, sollte sich fern halten – dieser Film macht’s eher subtil.
 
 
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DARK WAS THE NIGHT – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Atmosphärischer Monster-Grusler alter Schule. Bei diesem Indiestück handelt es sich in erster Linie um ein deprimierendes Drama, das sich als Monsterfilm tarnt. Statt blutige Fressorgien oder hektische Hetzjagden zu zelebrieren, geht es Regisseur JACK HELLER ruhiger an und beschäftigt sich in erster Linie mit seinen Protagonisten, die mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen haben. Dennoch; was hätte DARK WAS THE NIGHT für ein großartiger Film werden können – wenn mehr Geld zur Verfügung gestanden hätte! In diesem Monsterfilm steckt zwar Hirn; weil Budget knapp war musste man wohl improvisieren und auf subtile Weise Gänsehaut heraufbeschwören. DARK WAS THE NIGHT ist ein Monsterfilm ohne Monster. Nicht, dass es nicht da wäre. Ganz im Gegenteil, die Filmkreatur ist allgegenwärtig. Dennoch wird sie erst am Ende für wenige Sekunden gezeigt wohl, weil man keine Dollars für ausuferndes Creature-Design übrig hatte. Mit den miserablen CGI-Effekten verpuffen auch die Illusionen, die Regisseur JACK HELLER zuvor mit viel Liebe für Oldschool-Horror aufgebaut hat. Übrigens: dieser Film ist nichts für die Liebhaber hektisch geschnittener Hochglanzfilme aus der Mache eines Michael Bay. DARK WAS THE NIGHT ist langsam erzählte Gruselware, die den Anspruch bewahrt. Zuschauer, die nichts mit Horror der alten Schule anfangen können, dürften gelangweilt abschalten.
 
 


 
 
 

DARK WAS THE NIGHT – Zensur

 
 
 
Sonderlich zeigefreudig ist DARK WAS THE NIGHT nicht. Die meisten Gewaltmomente passieren im Off. Zudem setzt der Streifen vordergründig auf subtilen Horror. Hierzulande dürfte es dafür eine FSK16 geben.
 
 


 
 
 

DARK WAS THE NIGHT – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Indigenous (2014)
 
Feed the Gods (2014)
 
Exists (2014)
 
Leprechaun: Origins (2014)
 


Filmkritik: “Starve” (2014)

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STARVE

Story

 
 
 
Drei Mittzwanziger geraten in einer Geisterstadt auf der Suche nach urbanen Legenden in die Hände eines gelangweilten Psychopathen, der mit Durchreisenden abartige Hungerspiele spielt.
 
 
 


 
 
 

STARVE – Kritik

 
 
 
Mit STARVE (zu Deutsch: verhungern) folgt ein Film, der all jene glücklich machen dürfte, die die Qualität von Horrorfilmen an ihrem Blutgehalt und den gezeigten Abartigkeiten festmachen. Die Urangst des Verhungerns muss diesmal als Alibi herhalten, damit sich Menschen gegenseitig töten, um überleben zu können. Das ist Stoff aus dem Horrorfanträume sind – insofern man sich am Leid verzweifelter Protagonisten erfreuen kann und kein Problem damit besitzt, wenn sich Menschen des eigenen Überlebenswillen wegen in Raubtiere verwandeln. Hinter der Kamera hat jemand Platz genommen, der sich mit dem Machen von Horrorfilmen und dem Einsatz blutiger Spezialeffekte auskennt. Multitalent GRUFF FURST ist Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent aber auch Regisseur und war schon an viel Horrorschlamassel beteiligt. Seine umfangreiche Vita umfasst Filme wie DEMONIC (Schauspieler), MASK MAKER (Drehbuch/Regie) oder die unnötige Fortsetzung LAKE PLACID 3 (Regie). Letztgenannter Streifen feierte auf dem amerikanischen Sender SYFY Premiere – kein gutes Omen.
 
 
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Im Low-Budget-Horror STARVE geht es zwei Brüdern samt Freundin an den Kragen. Eine urbane Legende führt die drei in eine unheimliche Geisterstadt. Erzählungen von wilden Kannibalenkindern machen hier die Runde und sollen als Inspiration für einen Comic dienen. Doch es kommt alles anders. Als man in einem verlassenen Haus auf Entdeckungsreise geht, gerät man in die Fänge eines gewissenlosen Schurken, der mit neugierigen Durchreisenden abartige Spiele spielt. Die werden in eine leerstehenden Schule gebracht, dort in Zellen gesperrt und auf Diät gesetzt, damit sie sich dann im Hungerwahn gegenseitig an die Gurgel gehen, wenn herzhafte Zwischenmahlzeiten kredenzt werden. Auch unsere Helden bekommen es bald mit dem Hunger zu tun. Der Verstand schaltet sich aus und man wird vor die Wahl gestellt: gegeneinander kämpfen und töten oder sich ergeben und verhungern.
 
 
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Mit Video- und TV-Produktionen ist FURST vertraut, schließlich wurden viele seiner bisherigen Regiearbeiten direkt fürs Fernsehen oder den Heimkinomarkt gemacht. Dennoch, Fursts ausgeprägtes Gespür für schnell abgedrehte Dutzendware bekommt STARVE negativ zu spüren. Der Überlebensschocker erweckt kostengünstigen Eindruck und lässt Schlimmes befürchten. Schmuddelige TV- und Videooptik dominiert. Die unterstreicht aber immerhin den perversen Ton der nicht immer nachvollziehbaren Geschehnisse. Trotzdem, inhaltlich wird kaum Substanz geboten. STARVE folgt dem Einmaleins austauschbarer Horrorfilme, in denen vornehmlich geschrieen und gestorben wird. Logik kommt da nur selten zum Einsatz, Opfer und Täter handeln willkürlich nach Drehbuch – nicht nach Menschenverstand. So häufen sich im Finale Ungereimtheiten und Filmfehler, weil sich Gut und Böse den Gesetzen des Genres unterwerfen müssen. Das frustriert, vor allem deshalb, weil STARVE nicht sonderlich einfallsreich geschrieben wurde und vorhersehbar ist.
 
 
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Die Hungerspiele sind eröffnet: Regisseur GRIFF FURST konfrontiert in STARVE mit der Frage, wie weit Menschen gehen würden, wenn der Magen knurrt. Eine durchaus interessante Thematik, die aber in STARVE zum plakativen Gewaltrausch umfunktioniert wird. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit menschlichen Urängsten gibt es nicht. Stattdessen müssen sich die Protagonisten mit abwechslungsreichem Waffenarsenal die Rübe einschlagen, damit das Publikum – RAZE lässt grüßen – blutige Erwachsenenunterhaltung zu sehen bekommt. Auch wenn es manch böse Momente zu sehen gibt; die reißerische Zurschaustellung von hungrigen Menschen, die alles dafür tun, um etwas essen zu können, langweilt schnell. Wie im genannten RAZE folgen die immer gleichen Szenenverläufe, in denen Menschen gegeneinander antreten müssen, um sich gegenseitig auszulöschen. Wer nicht genug vom stumpfsinnigen Morden bekommen kann, dürfte wohl trotz Logiklöcher auch mit STARVE gut unterhalten werden. All jene, die hungrig nach guten Horrorfilmen sind, sollten stattdessen auf FILMCHECKER nach sehenswerten Horrorperlen mit Hirn Ausschau halten, schließlich macht STARVE nicht hungrig, sondern verdirbt den Magen.
 
 
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STARVE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Hungerst du noch, oder kämpfst du schon? STARVE ist die Erwachsenenversion von DIE TRIBUTE VON PANEM. In diesem Überlebensfilm werden ahnungslose Menschen auf Diät gesetzt und müssen sich für Essen gegenseitig auslöschen. Originalität? Fehlanzeige! STARVE wurde für die Filmfraktion gemacht, die von Horrorfilmen nicht viel erwartet. So liegt der Fokus auf blutigen Spezialeffekten und reißerischen Überlebenskämpfen – Filmfehler inklusive. STARVE ist beliebiges Horrorfutter, das nach Schema F gefertigt wurde. Wer mehr erwartet, ist selber schuld.
 
 


 
 
 

STARVE – Zensur

 
 
 
Einige böse Szene gibt es in STARVE zu sehen. Ein Protagonist verstümmelt sich selbst und reißt sich die gebrochene Hand eigenständig vom Arm. Außerdem bekommt eine Protagonistin einen Elektroschocker in den Hals gerammt. Körper werden zermatscht und Blut gibt es auch zu sehen. Keine Gewaltgranate. Trotzdem gibt es für STARVE in Deutschland wohl die rote FSK-Plakette. Vermutlich immerhin ungeschnitten.
 
 


 
 
 

STARVE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hunger (2009)
 
Raze – Fight or Die! (2013)
 
The Hole (2001)
 


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