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Filmkritik: „Prom Ride“ (2015)

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PROM RIDE

Story

 
 
 
Der Abschlussball steht für einige Schüler bevor, die sich zur Feier eine Limousine gemietet haben, um darin heil zum Ball gebracht zu werden. Leider sitzt ein Killer am Steuer und hat mit den oberflächlichen Freunden ein Hühnchen zu rupfen …
 
 
 


 
 
 

PROM RIDE – Kritik

 
 
 
Horrorfilme scheinen seit einigen Jahren vor allem dann besondere Aufmerksamkeit zu ernten, wenn sie auf tatsächlichen Begebenheiten beruhen. Fiktive Geschichten sind rar geworden, wird doch Zuschauern immer häufiger zu Beginn klar gemacht, dass sich folgende Erzählung so wirklich zugetragen haben soll. Ob das wirklich der Fall ist, lässt sich in den meisten Fällen nicht eindeutig klären. Fakt jedoch ist, dass man schon lange nicht mehr glauben kann, was sich kreative Marketingstrategen einfallen lassen, damit sich Horrorfilme besser verkaufen lassen. Denn ob Geister, Aliens oder Serienkiller – schenkt man dem Wahrheitsgehalt vermeintlich wahrer Geschichten Glauben, lebt man in dieser Zeit gefährlich. Besonders haarsträubend und einfältig geht es in PROM RIDE zu – einem Terrorfilm, dessen Gegebenheiten so grotesk sind, dass man sich vom Echtheitsslogan im Intro nicht blenden lassen sollte. Die dargestellten Grausamkeiten sollen sich wirklich so ereignet haben, nur die Namen der Beteiligten wurden zum Schutze der Angehörigen geändert. Wer’s glaubt, wird seelig!
 
 
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Der Sensenmann lädt ein zur letzten Autofahrt durch Los Angeles. Damit die Todesfahrt unvergesslich wird, dürfen feierfreudige Teenager in einer weißen Limousine Platz nehmen und darin auf den Tod warten. Die haben sich für den besonderen Abend richtig herausgeputzt und möchten eigentlich nur zum Abschlussball kutschiert werden. Leider findet die aufregende Fahrt ein frühes Ende, denn das Steuer wird von einem Mörder übernommen. Der Unbekannte bringt den Chauffeur um die Ecke und beginnt mit den Jugendlichen ein gemeines Spiel zu spielen. An diesem Abend sollen unbequeme Geheimnisse aufgedeckt werden. Die Wahrheit soll ans Tageslicht kommen und die Kids müssen indiskrete Fragen aus ihrem Privatleben beantworten, die aus Freunden kurzum Feinde machen. Wer sich weigert muss sterben, wer sie beantwortet ebenso. Können die intriganten Teenager gerettet werden, noch bevor sie sich selbst die Augen auskratzen?
 
 
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Wenn man sich amerikanische Horrorfilme der letzten Jahre anschaut, so könnte man meinen, dass sich die Protagonisten in diesen Filmen nicht mehr ohne digitalen Camcorder aus dem Haus trauen. Alltägliches muss nach immer gleichem Konzept auf Film festgehalten werden, damit der Zuschauer pseudoauthentische Horrorfilme zu sehen bekommt, die in Ego-Ansicht und mit meist semiprofessioneller Machart Schrecken verursachen soll. PROM RIDE bedient sich ebenfalls dem erfolgreichen Found-Footage-Konzept, das Horrorfans mittlerweile in zwei Lager spaltet: die, die nach wie vor nicht genug von dieser Sorte Filmen bekommen können und jene, die schon beim Wort „Schüttelfilm“ das kalte Grausen bekommen. PROM RIDE ist kompromissbereit und versucht beide Fanlager zufriedenzustellen. Der Streifen mixt Found-Footage mit gewohnter Filmansicht und lässt spätestens im Diskriminierungspart fast vollständig die Hände von unnötiger Filmwackelei, damit der Zuschauer die gezeigten Abartigkeiten besser beobachten kann.
 
 
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Ähnlich wie in den bereits vor einiger Zeit besprochenen UNTER FREUNDEN oder WOULD YOU RATHER wird auch in PROM RIDE das Bestrafungsprinzip in den Mittelpunkt gerückt. Die meisten der hier in einer Limousine eingesperrten Kids haben so ihre Probleme mit der Ehrlichkeit, so dass der Begriff „Freundschaft“ an diesem Abend eine gänzliche neue Bedeutung für die Anwesenden erhält. Die Wahrheit deckt auf, was lang im Verborgenen versteckt gehalten wurde. Dumm nur, dass dem Zuschauer Mitleid erspart bleibt, denn Sympathien bleiben aus. Eine Identifikationsfigur gibt es nicht. Stattdessen bekommt man oberflächliches Geschnatter von Generation Facebook zu sehen, das das erfahrene Publikum rasch zur Weisglut treiben dürfte. Apropos Weisglut: bleibt zu erwähnen, dass man während der Sichtung von PROM RIDE logischen Menschenverstand ausknipsen sollte. Die aufgescheuchten Hühnchen handeln alles andere als nachvollziehbar. Spätestens jetzt sollte jedem vernünftig denkenden Zuschauer klar sein, dass wohl das Echtheitsprädikat nur eine Farce ist, um PROM NIGHT bei Horrorfans interessant machen zu können. Wir meinen: trivialer Bestrafungs-Terror mit leidlich talentierten Schauspielern und nicht gerade vor Konsequenz strotzenden Bestrafungen.
 
 
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PROM RIDE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Eine unbequem-perverse Todesfahrt für Freunde fieser Quälfilme. In PROM RIDE kommt Verborgenes zu Tage, was für alle Beteiligten unangenehme Folgen hat. Mittels fragwürdiger Bestrafungsmethoden werden Teenager psychisch gequält und anschließend mit dem Todesschuss von ihren Leiden befreit. Die Idee zum Film findet bei Fans solcher Filme vermutlich Anklang. Dennoch, so unmenschlich sich die Geschichte auch liest, sonderlich gut ist PROM RIDE leider nicht. Das mag einerseits an den unzugänglichen Charakteren liegen, die sich durch Oberflächlichkeiten und Arroganz beim Zuschauer unbeliebt machen. Andererseits handeln die jugendlichen Protagonisten derart hölzern, dass man froh darüber ist, wenn sie dann endlich das Zeitliche segnen. Dass PROM RIDE auf wahren Begebenheiten beruhen soll, scheint ein schlechter Scherz zu sein. Der teils im Found-Footage-Stil gefilmte Psychothriller ist mit seiner überraschenden Wendung so unglaubwürdig inszeniert, dass der Zuschauer nicht auf den Echtheitshinweis zu Beginn des Films reinfallen dürfte. PROM RIDE ist Durchschnittshorror ohne Tiefe, Thrill und Überraschungen und nur für Allesseher geeignet, die sich allein des Zeitvertreibes wegen, jeden Quatsch reinziehen müssen.
 
 
 


 
 
 

PROM RIDE – Zensur

 
 
 
Schwer zu sagen, welche Freigabe PROM RIDE in Deutschland erhalten wird. Für eine Jugendfreigabe ab 16 Jahren werden zu viele fragwürdige Dinge gezeigt. Für eine Erwachsenenfreigabe ist das Gebotene zu harmlos. Die meisten Protagonisten werden mit einem Pistolenschuss in die ewigen Jagdgründe befördert. Dabei spitzt das Blut recht zeigefreudig. Wir rechnen dennoch mit einer Freigabe für volljährige Zuschauer: keine Jugendfreigabe.
 
 


 
 
 

PROM RIDE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

Einige für die Kritik verwendeten Grafiken stammen von der offiziellen Internetseite zum Film.

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Unter Freunden – Komm, lass uns spielen (2012)
 
Would you Rather (2012)
 
Truth or Dare (2011)

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