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Filmreview: „Bitter Feast – Blutiges Kochduell“ (2010)

 

Der Fernsehkoch Peter Grey bangt um die Zukunft seiner TV Kochshow, denn aufgrund schlechter Quoten soll diese abgesetzt werden. Die vernichtende Kritik des Internet-Bloggers JT Franks, dessen Lebenshauptaufgabe vermutlich darin besteht, durch  Falschaussagen die Leben anerkannter Gourmetköche durcheinander zu bringen, kommt Peters Karriere rein gar nicht förderlich.

Prompt verliert er nicht nur seinen Job als Koch in einem Nobelrestaurant, auch die Kochshow, in die er bisher enorm Herzblut investiert hatte wird letztendlich von der Sendeanstalt abgesetzt.

Perspektivlos schmiedet der, nun arbeitslose Koch einen teuflischen Plan: er entführt Franks und verschleppt ihn in seine abgelegene Ferienwohnung, wo er Franks kulinarischen Koch-Qualitäten auf die Probe stellen möchte.

 

 

Vorliegende Inhaltsangabe liest sich eigentlich schon einmal recht ansprechend, oder?

Die Story über einen Koch, der auf Rachefeldzug aus ist, hat das Genrekino bisher noch nicht bis zum Erbrechen ausgewalzt und todgefilmt. Die Idee klingt frisch und hat eigentlich enorm Potenzial für ordentlich perverses Gekrösel und Gekrümel und bietet Spielraum für allerlei ekelerregende und splattrig-schöne Gourmetattacken. Aber wie es nun einmal allzu oft der Fall ist, verbirgt sich hinter hübsch makaberen Blu-ray Coverdesigns und leckeren Inhaltsangaben ganz oft mehr Schein als Sein. Auch „Bitter Feast“ macht da keine Ausnahme und bietet ein recht zähes und ausgegorenes „Kochduell“, dem die gewissen Priese Salz und ein gehörig würziger Schuss Pfeffer fehlt.

Immerhin war Regisseur und Autor Joe Maggio bemüht, dem Zuschauer ein überaus zynisches und sarkastisches Stelldichein zwischen dem recht „engagierten“ Internetautoren Franks und dem zutiefst gekränkten Ex-Koch „Grey“ zu präsentieren, das zwar halbwegs funktioniert, aber das mangels Interaktionsmöglichkeiten Franks nicht wirklich an Fahrt gewinnt.

Denn, der zu Beginn zutiefst böse und unsympathisch beschriebene Franks verliert im Verlauf der Handlung scheinbar seine „böse“ Ader und lässt jede Demütigung Greys schön hübsch und artig über sich ergehen. Inhaltlich hätte ich mir da mehr würzigen Dialogpower zwischen dem akkuraten Fernsehkoch Greys und dem miesen Charakterschwein Franks gewünscht, denn das Schauspiel zwischen den beiden Protagonisten untereinander ist eindeutig etwas zu langatmig ausgefallen. Außerdem fällt auf, dass auch  „Bitter Feast“ gehörig vom allseits bekannten Klischee-Arsenal Gebrauch macht. So scheitert natürlich, wie könnte es auch anders sein, Franks erste Flucht durch den Wald aufgrund eines Stolperanfalls und einem verstauchten Knöchleins. Wie süß!

Auch die genreüblichen dezent gesetzten Gewaltexzesse (Keine Jugendfreigabe-Kennzeichung geht vollkommen in Ordnung) reißen den Thriller, der unpassender Weise gegen Ende zu einem lupenreinen Backwood-Slasher mutiert, nicht über Standartmittelmaß hinweg.

Bitter Feast“ beginnt und endet so, wie man es aus unendlich vielen ähnlichen Backwood-Slasherfilmen/Thrillern bereits schon zig mal (besser) gesehen hat

Der miserabel aufdringliche Billig-Digital-Look und die unglaubhaft billig produzierte deutsche Synchronisation des Sternekochs Grey unterstreichen dabei noch einmal die recht durchwachsene Qualität dieser aktuellen Genre-Produktion.

Trotzdem, meine Kritik liest sich scheinbar schlechter als der Film letztendlich ist.

Ich habe schon schlechteres gesehen. Anhand der (vermute ich mal) beschränkten finanziellen Möglichkeiten ist „Bitter Feast“ dennoch genießbar. Kein Gourmetmenü, eher ein Snack für Zwischendurch.

 

 

Fazit 6/10 Punkte

 

Ein durchschnittlicher Horror-Gourmetbeitrag, der noch einige Minuten länger braten hätte müssen. Als Zwischensnack geeignet!

 

Hellraiser80

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