Filmkritik: „Demonic Toys“ (1992)

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DEMONIC TOYS

Story

 
 
 

Ein Polizeieinsatz gegen Waffenschmuggler artet mächtig aus. Die Bösewichte befreien einen alten Dämon, dessen schwarzmagische Kräfte herkömmliche Spielzeuge zu Mordinstrumenten machen. Für seine eigene Reinkarnation pickt sich der Teufel das heranreifende Baby im Bauch der diensthabenden Polizistin Judith heraus. Jetzt ist die Arme bis über ihre kosmetisch gestrafften Ohren damit beschäftigt, sich das schlachtbereite Spielzeug vom Halse und den ätherischen Fiesling von der Schwangerschaftskugel zu halten.

 
 
 


 
 
 

DEMONIC TOYS – Kritik

 
 
 
Peter Manoogians „Demonic Toys“ ist ein Schüsselchen routinierten Low-Budget-Kartoffelsalats aus dem reichhaltigen Fundus von Phantastik-Film-Knallfröschen der berühmt-berüchtigten „Full Moon Studios“ aus Hollywood. Der karge Lagerhallen-Drehort spart Geld und das knackige Drehbuch hält sich nicht lange mit Petitessen wie Logik oder Stringenz auf, stammt es doch aus der Feder des Studiochefs höchstselbst: Charles Band.
 
 
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Als Charles, flankiert vom im höchsten Maß business-erfahrenen Vater Albert und Bruder Richard, seines Zeichens als Filmkomponist tätig, die „Full Moon Studios“ gründet, ist im Bereich des Popkultur-Horrorfilms gerade sowas wie ein Maskottchen-Fieber angesagt. Joe Dantes einflussreiche „Gremlins“ verbinden 1984 amerikanische Monsterfilm-Traditionen mit der Ironie eines langjährigen Genre-Liebhabers und – nicht zuletzt – einer schier endlosen Vermarktbarkeit. Zu den Nachzüglern der erst kuscheligen und dann schleimigen Mini-Ungeheuer gehören später zum Beispiel die populären „Critters“ (1986). Bei „Full Moon“ ist man jedoch schneller am Ball und präsentiert schon 1985 den ersten Teil der boshaften „Ghoulies“. Die flauschigen „Zone Troopers“ im gleichnamigen, bizarr-fantastischen Film laufen ebenfalls 1985 auf und beschäftigen sich nebenbei erstmals mit einem von Bands liebsten Filmcharakteren: Nazis.
 
 
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Ab 1989 produziert man die „Puppet Master“-Reihe, die ihre Inspirationen aus den bitterbösen EC-Comics und weiterhin dem Horrorkino des just zu Ende gehenden Jahrzehnts bezieht. Diese besessenen Spielzeuge sind teils „Gremlins“, teils „Chucky – Die Mörderpuppe“ und stehen am Anfang einer bis in die Gegenwart anhaltenden Veröffentlichungs-Lawine aus Puppen-Trash, Monsterspielzeug-Trash, Lebkuchenmann-Trash, Haschischpfeifen-Trash und beliebig geschnitzten Kombinationen dieser Zutaten.
In einigen Szenen der „Demonic Toys“ ist im Hintergrund auf Fernsehern dann auch ein Film der „Puppet Master“-Reihe zu sehen. 2005 wirft Charles Band – inzwischen in der kuschelweichen Welt der Retro-Phänomene angelangt – die beiden Filme in einen Topf und präsentiert „Puppet Master vs. Demonic Toys“. Mit der Continuity der Vorgängerfilme hat der allerdings nichts zu tun.
 
 
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Regisseur Manoogian und sein Impresario Charles Band kennen sich seit den 1980ern. „Empire“, das war Bands Firma vor „Full Moon“ übernimmt unter anderem den Vertrieb von Manoogians bestem Film, dem Alien-Gladiatoren-Beklopptheits-Fest „Steel Arena – Todematch der Giganten“ (1989). Den kann man sich übrigens so vorstellen wie die großen Monsterpuppen der „Fraggles“ als blutgierige Cagefighter. Ja, tatsächlich. They don’t make em like that anymore!
 
 
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DEMONIC TOYS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Tempus Fungus! Die Zeit verpilzt. Oder so ähnlich. Zu seiner Erscheinungszeit 1992 war der passionierte Videothekenregal-Abgraser einem „Demonic Toys“ gegenüber noch eher negativ eingestellt. Zu ähnlich sahen sich die all schrägen Puppen-Horror-Trasher aus der Terrorschmiede des Charles Band, zu hoch der Output seiner Full Moon Studios. Fast 30 Jahre und 5000 beschissene Zombiefilme mit digitalen Splatter-FX später und man möchte der Famiglia Bandinelli und ihren Monstern aus Plastik eine Schachtel Entschuldigungs-Konfekt zukommen lassen.
 
 
 


 
 
 

DEMONIC TOYS – Zensur

 
 
 
„Demonic Toys“ wurde im Jahr 1993 in der ungeschnittenen Fassung indiziert. Es folgten ungeprüfte DVD-Veröffentlichungen wobei einer derer sogar für eine FSK16 heruntergeschnitten wurde. Im Dezember 2016 wurde „Demonic Toys“ vom Index genommen. Leider ist die nun erhältliche, ungeschnittene Blu-ray von WICKED VISION weiterhin ungeprüft. Würde der Streifen heutzutage neu von der FSK geprüft werden, dürfte er locker eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

DEMONIC TOYS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) WICKED VISION MEDIA (Scanavo-Box)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Demonic Toys; USA 1992

Genre: Horror, Trash

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD Master Audio 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: ungeprüft

Verpackung: Scanavo-Boxen mit Wendecover

Extras: Wendecover mit Original-Artwork, Audiokommentar mit Daniel Perée & Marco Erdmann, Videozone, Interview mit Charles Band, Deutscher Trailer, Originaltrailer, Bildergalerie

Release-Termin: 24.05.2019

 

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Anbieter Wicked Vision feiert die HD-Premiere von „Demonic Toys“ in einer neuen Sammler-Reihe. Unter dem Banner „Full Moon Classic Selection“ werden ab sofort diverse Produktionen der trashigen FULL MOON Schmiede in bester Qualität und zu einem erschwinglichen Preis veröffentlicht. Alle Veröffentlichungen werden nicht wie gewohnt im Mediabook veröffentlicht. Stattdessen setzt das Label dieses Mal auf Scanavo-Boxen mit Wendecover-Motiv. Auf Bonusmaterial muss selbstverständlich auch nicht verzichtet werden. Dass die Film ungeschnitten veröffentlicht werden, liegt auf der Hand. Sammler greifen schnell zu.

 
 
 


 
 
 

DEMONIC TOYS – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei WICKED VISION MEDIA)

 
 
Ähnche Filme:
 
Puppet Master (1989)
 
Tod im Spielzeugland – Dollman vs. Demonic Toys (1993)
 
Blood Dolls (1999)
 
Chucky – Die Mörderpuppe (1988)
 

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