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Filmkritik: „Cave“ (2016)

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CAVE

Story

 
 
 
Zwischenmenschliche Diskrepanzen mit Hindernissen: Drei Kriegsheimkehrer unternehmen gemeinsam eine Höhlenexpedition und erleben dabei Stunden des Grauens.

 
 
 


 
 
 

CAVE – Kritik

 
 
 
Wenn Protagonisten im Kino in Höhlen krabbeln, weiß der Horrorfilmfan mittlerweile, dass die meisten Expeditionen dieser Art im Chaos enden werden. Viel kann darin passieren, was nicht immer schön anzusehen ist. So haben Filme wie THE DESCENT oder THE CAVE gezeigt, dass sich tief unter der Erde auch gern mal das Böse vor allzu neugierigen Blicken versteckt. Doch es geht auch anders, wie der nun folgende Beitrag aus Norwegen beweist. Von bösartigen Monstern oder gar hungrigen Tieren ist hier nichts zu sehen. Die Bestie in CAVE heißt Mensch und ist heimtückischer als jede Kreatur aus der Hölle. Der zeigt sich hier mal wieder von seiner ganz ekligen Seite und offenbart mit schonungsloser Grausamkeit, wie unberechenbar er doch in der Regel doch ist. HENRIK MARTIN DAHLSBAKKEN hat den schweißtreibenden Überlebenstrip für die Ewigkeit festgehalten. Zu sehen gibt’s das, was oben genannte Horrorthriller ausgemacht haben. Das bedeutet: Kraxeleien durch enge Gänge mit Paranoia und allem drum und dran. Auf was man vergebens wartet sind zähnefletschende Monster. Doch die hat CAVE nicht zwingend nötig. Angst kann man auch anderweitig bewirken.
 
 
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Tief unter der Erde hört dich keiner schreien – auch am Handy nicht. In diesem Psychothriller machen sich drei Freunde auf dem Weg, um ein unerforschtes Höhlensystem auf eigene Faust zu erkunden. Man kennt sich vom Kriegseinsatz in Afghanistan und hat mal wieder Lust gemeinsam was zu unternehmen. Doch zwischenmenschliche Diskrepanzen trüben die Freude an der Expedition. Charlotte und Adrian sind nämlich seit der Rückkehr vom Kriegseinsatz ein Paar, was Viktor nicht sonderlich gut wegstecken kann. Der hat immer noch Gefühle für die Angebetete, unterdrückt aber das Herzklopfen zugunsten der Höhlenerkundung. Eine gute Entscheidung, wie sich bald herausstellen wird. Kaum wurde die Höhle betreten, wird von den Freunden viel abverlangt. Enge Gänge, Luftnot und Dunkelheit erschweren das Erforschen. Hinzu gesellen sich Stress, Angst und Paranoia. Als Adrian beim Krabbeln durchs Höhlensystem auch noch steckenbleibt und die Decke über ihn einstürzt, bricht Panik aus. Ob die drei Hobbyhöhlenforscher heil nach draußen finden werden?
 
 
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Kein sonderlich einfallsreicher Film – aber dafür ein spannender. Der Grund liegt mal wieder in den Gefahren, die in solchen Filmen bewusst als Mittel des Adrenalinkicks eingebaut werden. So erinnert CAVE in seiner Machart an den Streifen DIE HÖHLE – ÜBERLEBEN IST EIN INSTINKT, KEIN WAHL von 2014. Auch darin begaben sich neugierige Wanderer in eine dunkle Höhle und mussten bald feststellen, dass sie sich darin verlaufen haben. Um die Ausweglosigkeit authentischer wirken zu lassen, setzte man dort fürs ultimative Grauen den Found-Footage-Filmstil ein. Auf den wurde in CAVE ganz verzichtet, was den Thriller aber nicht unbedingt schlechter macht. Ganz im Gegenteil. Der norwegische Regisseur HENRIK MARTIN DAHLSBAKKEN lässt CAVE Dank versiertem Kameraumgang wie Hollywoodware aussehen und sorgt mancherorts sogar für Beklemmung und Atemnot beim Zuschauer. Klaustrophobieaffine Zuschauer bekommen einiges geboten, was den Puls schneller schlagen lässt. Von endlosen Tunneln bis hin zu Luftknappheit unter Wasser wird den Protagonisten einiges abverlangt. Die müssen sich bald vor sich selbst in Sicherheit bringen, denn in Extremsituationen kann sich manchmal auch ziemlich schnell das Hirn abschalten. Hektik und Schweiß in 80 Minuten. Eine Fortsetzung ist schon in der Mache.
 
 
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CAVE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Klaustrophobie fürs heimische Wohnzimmer, ohne dass man überhaupt die Couch verlassen muss. Der norwegische CAVE ist Überlebenskino wie es im Buche steht – schnörkellos, packend und furchteinflößend. Was unscheinbar beginnt, ebnet den Weg ins Chaos. Regisseur HENRIK MARTIN DAHLSBAKKEN weiß wie Spannung geht. Beinahe minütlich zieht er Daumenschrauben an und treibt seine drei Hauptdarsteller durch einen kompromisslosen Albtraum, der offenbar kein Ende finden will. Das Talent fürs Kino scheint dem Norweger in die Wiege gelegt worden zu sein. Der drehte mit gerade einmal acht Jahren den ersten Film und erhielt für seinen Langfilmdebüt DIE RÜCKKEHR von 2015 Auszeichnungen und Preise. Auch CAVE zeugt von Talent. Der Film schaut fantastisch aus und bewirkt mit simplen Mitteln Herzklopfen – fernab vom üblichen Horrorquatsch mit Monstern. Das macht diesen norwegischen Überlebensthriller zur Empfehlung – auch wenn das Ende dann mit seinem reißerischen Richtungswechsel und der angekündigten Fortsetzung etwas arg dick aufträgt und beinahe lächerlich erscheint.
 
 
 


 
 
 

CAVE – Zensur

 
 
 
CAVE ist kein Horrorfilm mit blutigem Gemetzel. Ein Charakter fällt unsanft aus großer Höhe und eine Leiche wird im Wasser entdeckt. Zudem wird ein Protagonist im Wasser ertränkt und einen Genickbruch gibt es ebenso zu sehen. Alles harmlos anzuschauen: FSK16.
 
 
 


 
 
 

CAVE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte Film für Grafiken liegen bei FilmBros)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Beneath (2013)
 
Die Höhle – Überleben ist ein Instinkt, keine Wahl (2014)
 
The Underneath (2013)
 
The Descent (2005)
 
The Descent 2 – Die Jagd geht weiter (2009)
 
The Cave (2005)
 
Sanctum (2011)
 

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Eine Antwort

  1. Britta

    Wann und wo kann man den Film denn sehen?

    Gefällt mir

    20. Februar 2017 um 09:34

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