Filmkritik: „The Manson Family Massacre“ (2019)

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THE MANSON FAMILY MASSACRE

(THE MASSACRE ON CIELO DRIVE)

Story

 
 
 

Eine Frau zieht in ein Haus ein, in dem die Mitglieder der berüchtigten Manson Family vor vielen Jahren ein Blutbad angerichtet haben. Alles gut und schön, würde die neue Mieterin nicht plötzlich von furchtbaren Träumen geplagt werden, in denen der Psychopath Charles Manson sein Unwesen treibt.

 
 
 


 
 
 

THE MANSON FAMILY MASSACRE – Kritik

 
 
 
Du hast mal wieder Lust Dir den Tag mit einem richtig miesen Film zu verderben? Dann haben wir hier die passende Empfehlung für Dich. THE MANSON FAMILY MASSACRE nennt sich ein Film, der mit einem Thema Neugierde wecken will, das seit einiger Zeit ziemlich häufig durch die Filmlandschaft geistert. Es sind die grausamen Taten der berüchtigten Manson Family. Hierbei handelte es sich um eine Gruppe junger Frauen und Männer um Charles Manson, die im Jahr 1969 mehrere Morde begingen. Darunter befand sich auch die hochschwangere Frau von Kultregisseur ROMAN POLANSKI, die mit mehreren Messerstichen kaltblütig ermordet wurde. Eine schockierende Tat, die offenbar immer noch deftig genug ist, um daraus Horrorstoff zu machen. So erschienen zuletzt mit WOLVES AT THE DOOR oder THE HAUNTING OF SHARON TATE zwei nicht unbedingt gelungene Horrorthriller, denen genau jene Taten genannter Manson Family zugrunde lagen.
 
 
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Dass das alles noch schlechter geht, beweist nun Regisseur ANDREW JAMES. Auch der greift die Manipulationsfähigkeiten des Charles Manson auf und taucht in die Vergangenheit des Psychopathen ein. Der nimmt sich Schlüsselmomente im grausamen Schaffen des Kriminellen vor und verknüpft diese mit einer fiktiven Geschichte, welche sich über zwanzig Jahre später abspielt. Klingt kompliziert und abgefahren – ist aber ziemlicher Blödsinn, den man zu Videohochzeiten nicht des Jugendschutzes wegen in den Giftschrank gesperrt hätte, sondern weil der Film so unfassbar schlecht ist. In Anbetracht genannten Regisseurs auch kein Wunder. ANDREW JAMES ist zwar fleißig im Drehbücherschreiben, Produzieren und Regieführen. Für das, was der Filmemacher aber bisher auf die Filmwelt losgelassen hatte, müsste er eigentlich einen Strafzettel erhalten. Die Liste seines Schaffens liest sich lang. Darauf befinden sich grandiose Perlen des Horrorkinos wie: AMITYVILLE ASYLUM, JURASSIC PREDATOR oder ROBERT – PUPPE DES TODES. Die ernüchternden Bewertungen auf IMDB sagen eigentlich alles.
 
 
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THE MANSON FAMILY MASSACRE spielt im Jahr 1992. Eine Sängerin zieht in genau jenes Haus ein, in dem die schwangere Sharon Tate und deren Freunde von den Anhängern des mysteriösen Manson-Kults 1969 ermordet wurden. Die will hier eigentlich an einem neuen Album arbeiten und ein paar Lieder schreiben. Doch aus der erhofften Ruhe wird nichts. Schon bald wird sie von schrecklichen Albträumen und Visionen geplagt. Darin die Hauptrolle: Psychopath Charles Manson. Der stiftet seinen Clan zu furchtbaren Taten an und entpuppt sich bald als der Teufel persönlich. Das macht Sängerin Margot Lavigne natürlich Angst. Die stöbert in der Vergangenheit der neuen Bleibe und deckt so Details auf, die äußerst beunruhigend sind.
 
 
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70 Minuten Leerlauf. THE MANSON FAMILY MASSACRE ist eine einfältige Low-Budget-Gurke, die einfach nur Zeit raubt. Wir sehen in zahlreichen Rückblenden, wie Charles Manson Anhänger manipuliert und Nichtanhänger terrorisiert. Dazwischen Momente, die über zwanzig Jahre später spielen und eine Musikerin in den Mittelpunkt rücken, die Nachforschung über den Verbrecher anstellt. Eine schleppende Tortur, zumal zuletzt genannte Szenen so ereignislos und langweilig über die Mattscheibe flimmern, dass man unbedingt die Fernbedienung parat halten sollte, um vorspulen zu können. Allein Schauspieler CIARON DAVIES rettet THE MANSON FAMILY MASSACRE vor der vollkommenen Belanglosigkeit. Im Film verkörpert er CHARLES MANSON und liefert gute Arbeit ab. Der geifert und schreit sich erschreckend bedrohlich durch die dünne Handlung, dass selbst dem Zuschauer ganz anders wird. Leider sind dessen Auftritte rar. Stattdessen übernehmen weniger ambitionierte Kollegen die Hauptarbeit und verursachen mit ihrer Talentlosigkeit Gänsehaut. Da schlüpfen Statisten in die Rollen der furchterregenden Manson Family und schlitzen sich beinahe schon gelangweilt durch die Körper ihrer Opfer. Das Ergebnis: eine ermüdende Schlachterei, die nicht mal ansatzweise eines Charles Manson gerecht werden kann. Zelluloidverschwendung!
 
 
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THE MANSON FAMILY MASSACRE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Willkommen zur Reihe: Filme, die die Welt nicht braucht! Wenn ein Regisseur ausschließlich Low-Budget-Käse dreht, den hierzulande bevorzugt Labels wie GREAT MOVIES, WHITE PEARL, MARITIM PICTURES oder PARAGON MOVIES veröffentlichen, sollte man gewarnt sein. In der Regel erscheinen nämlich dort Filme, die entweder trashig sind oder kein anderes Filmlabel freiwillig dem Horrorfan zumuten möchte. Blickt man auf die bisherige Filmografie von ANDREW JAMES befinden sich darunter viele Filme, die von erwähnten Filmlabels veröffentlicht wurden. Leider sind die genannten Filme des Regisseurs durch die Bank weg miserabel. Das trifft auch auf THE MANSON FAMILY MASSACRE zu. Das Poster ist vollkommen irreführend, der Film schaut trotz Millionenbudget billig aus und die Handlung hat weder Hand noch Fuß. Alles erweckt den Anschein, als wäre Filmemacher ANDREW JAMES unter Druck gewesen, seine viel zu lange Liste schlechter Filme weiter füllen zu müssen. Das Ergebnis ist furchtbar. Der Film hat trotz kurzer Laufzeit Längen, die schauspielerischen Leistungen sind eine Zumutung und das Drehbuch ist derart wirr, dass man sich fragt, was ANDREW JAMES intus hatte, als er den Quatsch zu Papier brachte. Der hat sich ein paar Momente aus dem Leben von Charles Manson gekrallt in denen er und seine Anhänger so richtig Böse waren. Darum wurde so etwas wie eine Handlung gepinselt. Das Ergebnis: Langeweile vor dem Herrn. Erst im Abspann wird es endlich mal interessant. Da werden die Originalgesichter jener Menschen gezeigt, die von Laien im Film verkörpert werden. Um den Wissensdurst des Publikums stillen zu können, erhält der Zuschauer einige Informationen zu den Verbrechern, die sich damals zur berüchtigten Manson-Sekte zusammengefunden haben. Ein netter Einfall, wäre da nicht die Tatsache, dass wohl die meisten Zuschauer von der Lehrstunde kaum etwas mitbekommen dürften. Entweder hat man THE MANSON FAMILY MASSACRE bereits nach wenigen Minuten abgeschalten oder man bekommt den Abspann erst gar nicht zu sehen, weil man der langweiligen Inszenierung wegen eingeschlafen ist.
 
 
 


 
 
 

THE MANSON FAMILY MASSACRE – Zensur

 
 
 
THE MANSON FAMILY MASSACRE hat ein paar Morde zu bieten. So bebildert der Film u.a. auch die schockierenden Morde rund um die Frau von Roman Polanski sowie deren Freunde. Das reduziert sich auf Morde mit mehreren Messersticken und Kills mit Schusswaffen. Hierzulande dürfte das alles eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE MANSON FAMILY MASSACRE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei 4Digital Media

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Helter Skelter – Nacht der langen Messer (1976)
 
Charlie Says (2018)
 
Last Shift (2014)
 
The Manson Family (2003)
 
Wolves at the Door (2016)
 
Der Kult – Die Toten kommen wieder (2016)
 

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