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Filmkritik: „Day of the Dead: Bloodline“ (2017)

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DAY OF THE DEAD: BLOODLINE

Story

 
 
 

Zombie-Apokalypse, die 1598783258te. Diesmal dreht sich alles um eine junge Ärztin, die offenbar einem Heilmittel auf die Spur kommt, das Menschen vor dem Zombie-Dasein bewahrt.

 
 
 


 
 
 

DAY OF THE DEAD: BLOODLINE – Kritik

 
 
 
Was wäre die Zombiewelt nur ohne den Vater dieser Kreaturen: GEORGE A. ROMERO. Der Kult-Regisseur drehte mit NIGHT OF THE LIVING DEAD nicht nur einen wegweisenden Horror-Klassiker, den man auch 50 Jahre nach Entstehung gut und gern zitiert. Ganz nebenbei legte er mit seinem kritischen Zombiestreifen den Grundstein für unzählige Zombiefilme, die beinahe täglich in Händlerregale gestellt werden und dort ihr belangloses Dasein fristen. Gleiches Schicksal dürfte auch den folgenden Zombie-Schocker ereilen, der den Zuschauer mit heimtückischer Taktik um sein schwer verdientes Geld bringen möchte. DAY OF THE DEAD: BLOODLINE erweckt nämlich den Anschein, als habe der Streifen mit den Filmen des GEORGE A. ROMEROS zu tun. Der leider 2017 verstorbener Filmemacher ließ nach seinem zeitkritischen Zombie-Hit fünf weitere Filme folgen – darunter einen mit ähnlichem Namen: DAY OF THE DEAD. Doch mit besagtem Klassiker hat der hier vorgestellte B-Actioner – bis auf Zombies – nur wenig im Hut. Statt tiefgründiger Botschaft setzt man auf Action. Das immerhin schnörkellos und sauber. Es mag Zuschauer geben, denen das ausreicht. Herje!
 
 
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Ein weiterer Zombiefilm geschustert nach bekannter Formel. Wieder einmal bricht ein Zombie-Virus aus und macht Menschen zu willenlosen Sklaven des Bösen. Die Zombie-Apokalypse breitet sich über den gesamten Erdball aus und rafft fast die gesamte Menschheit dahin. Ein paar Menschen können sich retten. So auch Wissenschaftlerin und Ärztin Zoe. Die lebt nun schon seit knapp fünf Jahren in einem militärischen Bunker, wo sie Forschungen betreibt, um ein Gegenmittel für die Krankheit zu finden. Als ein kleines Mädchen im Bunker erkrankt, muss Medizin beschafft werden. Weil sich Vorräte dem Ende neigen, beschließt man Nachschub zu holen. Zusammen mit einem Team mutiger Soldaten begibt man sich auf eine Reise voller Gefahren. Doch eine der größten Gefahren folgt dem Team auf dem Heimweg ins Camp. Ein ehemaliger Patient der mutigen Ärztin findet einen Weg in den sicheren Bunker. Der war schon zu Lebzeiten von der attraktiven Zoe besessen und besitzt – trotz Zombiedasein – immer noch Gefühle für die taffe Forscherin. Das bekommt auch das Objekt seiner Begierde zu spüren. Doch die Ärztin hat andere Pläne. Offenbar ist das Blut des infizierten Rosenkavaliers aus einem besonderen Saft. Der zeigt nämlich weitaus menschlichere Züge, als die meisten der Infizierten. Trägt dieser Zombie etwa die Lösung des Übels in sich? Genau das vermutet auch Zoe und beginnt mit ihrer Forschung nach einem Heilmittel am „lebenden“ Zombie.
 
 
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Der heimtückische Blender mit dem irreführenden Titel DAY OF THE DEAD: BLOODLINE soll angeblich ein Remake des von Romero erschaffenen dritten Teils der legendären Zombie-Saga sein. Das Original hat nun schon einige Jährchen auf dem Buckel, weshalb man dringend Bedarf gesehen hat, den angestaubten Stoff neu interpretieren zu müssen. Dass ein solches Vorhaben graue Haare wachsen lässt, dürfte verständlich sein, schließlich gilt der originale DAY OF THE DEAD als einer der besten Zombiefilme, die jemals gedreht wurden. Und als habe man es geahnt: das Quasi-Remake DAY OF THE DEAD: BLOODLINE entpuppt sich als geschlagener Verlierer. Warum? Ganz einfach: Der Film hat kaum noch etwas mit seiner Vorlage gemein und radiert all das aus dem Drehbuch, was den Film des GEORGE A. ROMERO so ausgezeichnet hat. Wo im Original einfühlsam belehrt wurde, dass Zombies – trotz niederer Instinkte – noch immer Menschen sind, verzichtet DAY OF THE DEAD: BLOODLINE auf Substanz und Kritik. Hier liegt der Fokus auf der Befriedigung niederer Instinkte – koste es, was es wolle. Der Zuschauer wird mit reichlich Action bei Laune gehalten und bekommt hin und wieder Gewalt zu sehen. Doch ist das schon alles? Aber selbstverständlich. Dem Film mangelt es – wie seinen Kreaturen – an Hirn. Das wird vor allem an den Fehlentscheidungen aller Protagonisten deutlich. Die leben zwar bereits seit fünf Jahren in täglicher Angst und haben nach einer Zombie-Epidemie gelernt mit Taktik und Köpfchen der blutgeilen Bedrohung aus dem Weg zu gehen. Von Klugheit spürt man im Film aber nichts. Dort werden die vielen Figuren plötzlich zu Freiwild und hegen offenbar den Wunsch sterben zu wollen. Da wird unvorsichtig durch Szenarien gepoltert, um Zombies aus ihren Verstecken zu locken. Die Folgen sind vorhersehbar: Nahezu alle Protagonisten müssen wegen mangelnder Vorsicht ihr Leben lassen. Alles, wie eh und je eben. Das Zombie-Genre hängt leider seit Jahren in einer Dauerschleife fest.
 
 
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DAY OF THE DEAD: BLOODLINE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Einfache Unterhaltung für einfache Gemüter. Was nur hat man HÈCTOR HÉRNANDEZ VINCENS gezahlt, dass er sich so ungeniert am Romero-Klassiker DAY OF THE DEAD vergehen musste. Der spanische Regisseur hatte mit DIE LEICHE DER ANNE FRITZ einen Genre-Geheimtipp inszeniert und verkauft sich nun mit dem Remake zu DAY OF THE DEAD unter Wert. Seine Neuauflage ist weit weg von der Genialität der Vorlage, die Zombie-Vater GEORGE A. ROMERO im Jahr 1985 auf die Leinwand gebracht hat. Der ging es in seinen Filmen gern mal kritisch an und ergänzte den dritten Teil seiner aus fünf Streifen bestehenden Untoten-Filmreihe um gesellschaftspessimistische Aspekte. Sozialkritik sucht man in der hier vorliegenden Neuauflage vergebens. Das Remake DAY OF THE DEAD: BLOODLINE ist bei genauerer Betrachtung ein lupenreines B-Movie, das ausschließlich auf Action und Make-up-Effekte abzielt. Zugegeben ist beides von besserer Qualität, als das, was einem mittlerweile im Zombie-Sektor zugemutet wird. Dennoch ist DAY OF THE DEAD: BLOODLINE nichts weiter, als Stangenware an welche man sich schon bald nicht mehr erinnern wird. Da kann man nur froh sein, dass Romero unlängst verschieden ist. Der hätte vermutlich nie zugelassen, dass man aus seinem Kultfilm derart hanebüchenen Edel-Trash macht. Daher Kopf ausschalten, beschallen lassen und wieder aus dem Gedächtnis radieren. Zu mehr taugt DAY OF THE DEAD: BLOODLINE leider nicht.
 
 
 


 
 
 

DAY OF THE DEAD: BLOODLINE – Zensur

 
 
 
DAY OF THE DEAD: BLOODLINE ist gewalttechnisch ähnlich aufgebaut, wie die meisten dieser Sorte Film. Es gibt Biss- und Fressszenen zu sehen. Diese wurden professionelle in Szenen gesetzt. Gleiches gilt für das modrige Zombie-Make-up. Hierzulande gab es ohne Probleme eine Erwachsenenfreigabe. Die erhältliche Kaufhausfassung mit dem roten FSK-Flatschen ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

DAY OF THE DEAD: BLOODLINE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Eurovideo Medien (Blu-ray KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Day of the Dead: Bloodline; Bulgarien | USA 2017

Genre: Horror, Thriller, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2,35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Making-of, Interviews, Trailer

Veröffentlichung: KeepCase: 25.01.2018

 
 

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DAY OF THE DEAD: BLOODLINE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Eurovideo Medien GmbH)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Day of the Dead (2008)
 
What We Become (2015)
 
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