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Filmreview: „Victim – Trau keinem Fremden“ (2011)

Victim-Traue-keinem-Fremden-cover
 
 
 

VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN

Story

 
 
 
Annie (Jennifer Blanc) und Mary (Danielle Harris) sind zwei gar unanständige Mädchen. Nicht nur, dass die beiden mit dem Gesetz auf Kriegsfuß stehen; um schnell an Drogen zu kommen verabredet sich Mary hin und wieder mit dem korrupten Sheriff James Harrison (Ryan Honey), der ihr für entsprechende „Gefälligkeiten“ beschlagnahmtes Koks besorgt. So auch diesmal. Zusammen mit Annie im Schlepptau, treffen die beiden Freundinnen den skrupellosen Gesetzeshüter, der erst einmal zum Beischlaf bittet. Doch das vielversprechende Schäferstündchen endet im Fiasko. Denn kurzum bricht Harrison der nichtsahnenden Mary das Genick. Um die Tat zu verschleiern soll nun auch das andere Mädchen einen schnellen Tod finden. Annie kann jedoch fliehen und findet tief im Wald eine kleine Hütte, die dem Einsiedler Kyle (Michael Biehn) Unterschlupf bietet. Kurzum entscheidet dieser, der verstörten Frau Asyl zu gewähren und sie vor den Machenschaften des Bösewichts zu schützen …
 
 
 


 
 
 

VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN – Kritik

 
 
 
Schenkt man dem Filmcover der Blu-ray/DVD Glauben, so muss man es sich bei VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN um einen ganz derben Reißer handeln. Da wird kräftig mit Vergleichen zu Filmen, wie I SPIT ON YOUR GRAVE geprahlt und dem Filmfreund suggeriert, dass VICTIM an gutes, altes Grindhouse-Kino erinnert. Umso ernüchternder die Tatsache, dass der Film nicht einmal ansatzweise den gewagten Vergleichen gerecht werden kann, die dem Zuschauer da schön plakativ vom Cover entgegenlächeln. VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN ist günstig gedrehte B-Movie-Ware, die zwar mit bekannten Gesichtern einschlägiger Genre-Produktionen aufwarten kann, inhaltlich aber so hohl ist, dass man nicht verstehen mag, wieso ausgerechnet dieser Film seinen Weg in die deutschen Kaufhäuser findet. In Anbetracht der Tatsache, dass weitaus wichtigere Film bereits seit Ewigkeiten auf deutsche Veröffentlichung warten, bildet VICTIM das traurige Schlusslicht einer ganzen Reihe Filme, auf die die Welt nun wahrlich nicht gerade gewartet hat.
 
Die unausgegorene Qualität des Filmes spiegelt sich auch in seinem Entstehungsprozess wieder. Die Realisierung von VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN dauerte gerade einmal zwölf Tage. Schauspieler MICHAEL BIEHN, der sich zuvor als begehrter Schauspieler in Filmen wie TERMINATOR (1984), ALIENS – DIE RÜCKKEHR (1986), und THE ROCK (1996) einen anerkannten Ruf erkämpfen konnte, scheint zuletzt an den Horror- und Thriller-Genres Gefallen gefunden zu haben. So konnte man ihn zuletzt nicht nur im Endzeit-Schocker THE DIVIDE (2011) sehen, sondern auch im Folternonsens SUSHI GIRL (2012) sowie dem Grindhouse-Knaller PLANET TERROR (2007) erleben. Für die Umsetzung seiner zweiten Regiearbeit schrieb er nicht nur das Drehbuch, sondern konnte sogar noch knapp 800.000 Dollar berappen, um seine etwas arg hanebüchene Geschichte auf Zelluloid bannen zu können. Wie euphorisch er in sein aktuelles Werk involviert war, beweist nicht nur das Engagement, das er für sein Projekt aufbringen konnte. Das Multitalent konnte sogar eine der beliebtesten Scream-Queens der Horrorfilmwelt für sein Low-Budget-Filmchen gewinnen. DANIELLE HARRIS, bekannt geworden durch Filme wie HALLOWEEN 4 (1988) und HATCHET (2006), fügt sich in die durchaus ansprechende Darstellerriege ein, ohne die VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN vermutlich schon längst in der Bedeutungslosigkeit verschwunden wäre.
 
Dabei beginnt der Film durchaus vielversprechend und sogar ironisch. Während Sheriff Harrison die kesse Mary bei einem gemeinsamen Schäferstündchen mit allerlei indiskreten Bezeichnungen tituliert hofft diese nur, dass der Akt ein schnelles Ende findet, um in den Genuss eines kostengünstigen „Schneenäschens“ gelangen zu können. Zum Drogenrausch kommt es jedoch nicht, da die junge Dame im Affekt quasi in den Tod penetriert wird. Was jedoch dann folgt, ist eine vollkommen stumpfsinnige Handlung, die unglaublich vorhersehbar ist und der einfach das gewissen Fünkchen Originalität fehlt. Polizist Harrison will seine Tat verschleiern und beginnt fortan eine Jagd auf alle Beteiligten einzuläuten, damit die Karriere durch seine Missetat nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Es folgt der typische Einheitsbrei: die Freundin des Opfers wird von den Widerlingen verfolgt, findet im Eigenbrötler Kyle einen Verbündeten, der dem diabolischen Sheriff die Leviten liest. Die Dramaturgie wirkt hier derart lächerlich, dass man kaum glauben mag, dass sich die eigentlich durchaus talentierte Cast für so einen Käse bereitgestellt hat. So ergeben viele Interaktionen im Film nur selten Sinn. Opfer Annie (gespielt von BIEHNS Ehefrau JENNIFER BLANC) leidet hier eindeutig am meisten unter der arg grenzwertigen Phantasie ihres Gatten. So scheint sie in ihrer der Todesangst immer noch ausreichend Zeit zu finden, um mit dem Helden der Geschichte noch ein wenig im Schlafzimmer umherzuturteln.
 
Der Plot von VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN ist auf das Wesentliche beschränkt. Wirkliche nennenswerte Überraschungen bekommt der Zuschauer hier nicht zu Gesicht. Die Geschichte ist gespickt mit allerhand unbeholfenen Rückblenden, in denen die Vorgeschichte der Misere geschildert wird. Dabei tragen die etwas aufdringlich wirkenden Flashbacks weniger zur Handlung bei, sondern stören den ohnehin schon zähen Erzählfluss des Films enorm. Immerhin gibt es einige Gewaltakte zu bewundern, die zumindest die Erwartungshaltung des Horrorfilmfans befriedigen können. Auch wenn von der, auf dem DVD-Cover reißerisch beworbenen Folterthemtik kaum etwas zu verzeichnen ist, so wissen die wenigen härteren Szenen im Film zu gefallen. So wird ein Kopf zermatscht, es gibt diverse Einschusslöcher zu begutachten und ein heißes Eisen brennt in menschliches Fleisch. Wirklich aufwerten können diese Effekte VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN leider nicht. Was bleibt ist ein unwichtiger Film, der zwar irgendwie trashig und grindhouse-like sein möchte, aber leider den Versuch weitestgehend verfehlt, das dreckige Kino der 70er und 80er Jahre aufleben zu lassen.
 
 
 


 
 
 

VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein Film, dem die gewisse Würze fehlt. VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN ist bedeutungsloses Low-Budget-Filmmaterial, das nur Allesglotzern und Hardcore-Horrorfans zu empfehlen ist.
 
 
 


 
 
 

VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN – Zensur

 
 
 
Der Film ist nicht sonderlich brutal. Somit ist die Heimkinofassung mit dem KEINE JUGENDFREIGABE-Flatschen vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Coffin Baby (2013)

Redd Inc. (2012)

Would You Rather (2012)

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